Was bedeutet die Opposition zur alten Messe wirklich? – (Teil 2)

Heilige Liturgie
Hei­li­ge Lit­ur­gie

von Peter Kwas­niew­ski

Nach­fol­gend fin­den Sie den zwei­ten und letz­ten Teil des Arti­kels, den Dr. Peter Kwas­nieski anläss­lich des sieb­ten Jah­res­ta­ges des Inkraft­tre­tens von Summorum Pon­ti­fi­cum am ver­gan­ge­nen 14. Sep­tem­ber 2014 für „New Lit­ur­gi­cal Move­ment“ ver­fass­te, in deut­scher Über­set­zung. Der erste Teil ist am Diens­tag erschie­nen.

Nach­dem wir die­se Punk­te fest­ge­stellt haben, kön­nen wir leicht sehen, war­um jede Bemü­hung, die Prä­senz des usus anti­qui­or in der Kir­che heu­te zu ver­hin­dern oder ein­zu­schrän­ken, nur für gro­ßen Nach­teil oder lang­fri­sti­gen Scha­den sor­gen wür­de.

Erstens wäre es ein Akt und ein Sym­ptom des Unge­hor­sams, der von Gott nie geseg­net und stets durch ihn bestraft wird. Ins­be­son­de­re wür­de es Unge­hor­sam gegen­über den recht­li­chen Nor­men Papst Bene­dikt XVI. in Summorum Pon­ti­fi­cum (und gegen­über den Klä­run­gen in Uni­ver­sঠEccle­sià¦) dar­stel­len, wie auch gegen­über der bekann­ten Äuße­rung Papst Johan­nes Paul II., dass „über­all das Emp­fin­den derer geach­tet wer­den [muß], die sich der Tra­di­ti­on der latei­ni­schen Lit­ur­gie ver­bun­den füh­len, indem die schon vor län­ge­rer Zeit vom Apo­sto­li­schen Stuhl her­aus­ge­ge­be­nen Richt­li­ni­en zum Gebrauch des Römi­schen Meß­buchs in der Edi­tio typi­ca vom Jahr 1962, weit und groß­zü­gig ange­wandt wer­den.“ Wie oben gezeigt wur­de, genügt es nicht, es zu unter­las­sen, die tra­di­tio­nel­len sakra­men­ta­len Riten schlecht­zu­re­den. Sie müs­sen gekannt und geliebt wer­den, wie­der­ein­ge­führt und geför­dert, stu­diert in Semi­na­ri­en, den Gläu­bi­gen groß­zü­gig ange­bo­ten als ein kost­ba­rer Schatz.

Zwei­tens, und hin­ter­grün­di­ger, rich­tet sich der Got­tes­dienst auf das Herz des geist­li­chen Lebens einer Per­son, auf das, was höchst ver­traut und wert­ge­schätzt ist. Jede Ableh­nung, die Schät­ze der Kir­che zu tei­len, jede unbarm­her­zi­ge Ein­schrän­kung des­sen, was bereits ver­füg­bar ist (oder ver­füg­bar sein soll­te), kann nur Zorn her­vor­ru­fen, Ent­täu­schung und Miss­trau­en, was die Ein­heit der Kir­che ver­letzt, die fra­gil und von enor­mem Wert ist. Gewis­se Bischö­fe, Prie­ster und Lai­en mögen die außer­or­dent­li­che Form per­sön­lich nicht sehr lie­ben, aber sie soll­ten die ansehn­li­che Min­der­heit von Katho­li­ken aner­ken­nen und respek­tie­ren, die es tun. Sie soll­ten ein­se­hen, dass, wenn sie sie ihnen vor­ent­hal­ten oder nicht gön­nen, dies das bei­na­he das belei­di­gend­ste ist, was sie tun könn­ten – ähn­lich dem Schla­gen der Ehe­frau, Mut­ter oder Groß­mutter eines Man­nes. Um ganz offen zu sein – jene, die auf­rich­tig Frie­den und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis wol­len, soll­ten bes­ser groß­zü­gig han­deln, oder sie haben am Ende mit einem wei­te­ren kirch­li­chen kal­ten Krieg zu tun. Wer will das schon?

Man braucht kei­nen Abschluss in Kern­phy­sik, um zu sehen, dass es eine signi­fi­kan­te und wach­sen­de Zahl von Katho­li­ken zu Pfar­rei­en und Kapel­len zieht, wo die tra­di­tio­nel­le Mes­se gefei­ert wird, und mit ihren (im Durch­schnitt) sehr gro­ßen Fami­li­en und star­kem Enga­ge­ment in Sachen Home­schoo­ling gehört ihnen die Zukunft. 1988 gab es unge­fähr 20 wöchent­li­che Sonn­tags­mes­sen im alten Ritus, heu­te sind es über 500. Es gibt kei­nen Grund, die­se Bewe­gung zu bekämp­fen, und allen Grund, sie zu unter­stüt­zen.

Gratias tibi, Papa Benedicte!Trotz der Unru­he eini­ger, die es schwer fin­den, Frie­den und gemein­sa­mem Neben­ein­an­der eine Chan­ce zu geben, ist die außer­or­dent­li­che Form kein Pro­blem für die Kir­che und könn­te, wie Ratz­in­ger bzw. Bene­dikt uns zu erken­nen hilft, nie aus sich selbst her­aus ein Pro­blem sein. Statt­des­sen könn­te man bekla­gens­wer­ten tra­di­tio­na­li­sti­schen Gesin­nun­gen begeg­nen, die befrem­den oder pro­vo­zie­ren – und dies, um fair zu sein, ist ein zwei­schnei­di­ges Schwert, denn die Befür­wor­ter des Novus Ordo zei­gen häu­fig ihre eige­nen belei­di­gen­den Gesin­nun­gen, wie etwa eine merk­wür­di­ge Ver­schmel­zung von theo­re­ti­schem Libe­ra­lis­mus und prak­ti­schem Tota­li­ta­ris­mus. Was zu tun ist, besteht nicht dar­in, eifer­süch­tig den usus anti­qui­or zu limi­tie­ren und zu kon­trol­lie­ren, als sei er eine gefähr­li­che süch­tig­ma­chen­de Sub­stanz – ein Ansatz, der die­se bekla­gens­wer­ten Gesin­nun­gen nur schürt –, son­dern eine kor­rek­te Gesin­nung zu leh­ren und vor­zu­füh­ren, die mit offe­nen Armen, mit Demut und kind­li­cher Ein­fach­heit, all das emp­fängt, was die Kir­che selbst gibt, sodass der usus anti­qui­or etwas nor­ma­les und natür­li­ches wird, nicht etwas ver­bo­te­nes (und so, viel­leicht, ver­füh­re­ri­scher?), kon­tro­ver­ses oder pola­ri­sie­ren­des.

Über­las­sen wir die letz­ten Wor­te Papst Bene­dikt, aus sei­nem Brief an die Bischö­fe vom 7. Juli 2007:

Mir kommt da ein Wort aus dem zwei­ten Korin­ther­brief in den Sinn, wo Pau­lus den Korin­thern sagt: „Unser Mund hat sich für euch auf­ge­tan, Korin­ther, unser Herz ist weit gewor­den. In uns ist es nicht zu eng für euch; eng ist es in eurem Her­zen. Laßt doch als Ant­wort dar­auf … auch euer Herz weit auf­ge­hen!“ (2 Kor 6, 11–13). Pau­lus sagt das in ande­rem Zusam­men­hang, aber sein Anruf kann und soll uns gera­de auch in die­ser Sache berüh­ren. Machen wir unser Herz weit auf, und las­sen wir all dem Raum, wozu der Glau­be selbst Raum bie­tet.

Text: M. Bene­dikt Bue­r­ger
Bild: New Lit­ur­gi­cal Move­ment

43 Kommentare

  1. Der Libe­ra­lis­mus kommt mit Vor­lie­be als „offen“ und „auf­ge­schlos­sen“ daher, doch stellt man sei­ne viel zu mensch­lich-fal­schen Grund­sät­ze in Fra­ge, so reagie­ren sei­ne Anhän­ger, als sei ein Sakri­leg began­gen wor­den.

    • ist wie mitm letz­ten Kon­zil, von dem sei­ne Fans nur als von „DEM“ Kon­zil spre­chen, als hät­te es vor­her nie wel­che gege­ben… Es woll­te nicht dog­ma­tisch sein, aber wenn man sich erdrei­stet, mal kri­tisch nach­zu­fra­gen, dann fällt die Kon­zils­kir­che über einen her mit einer Unbarm­her­zig­keit, wie sie die Hl. Inqui­si­ti­on nie hat­te…

  2. Es ist doch Tat­sa­che das seit dem VK II von Sei­ten der Päp­ste Unge­hor­sam ein­fach hin­ge­nom­men wur­de, und die­je­ni­gen die Unge­hor­sam lei­ste­ten ein­fach wei­ter wüten durf­ten oder sogar noch schlim­mer, manch­mal sogar inner­kirch­lich beför­dert wur­den. Den nie­mand kann mir erklä­ren das sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI nicht wuss­te das nicht nur sei­nen Schrei­ben „Summorum Pon­ti­fi­cum“ gegen­über Unge­hor­sam ent­ge­gen gebracht wur­de. Und allei­ne mit sei­nen „Rück­tritt“ hat Bene­dikt XVI aller Welt bewie­sen das er nur mit Wör­tern „Tra­di­ti­ons­ver­bun­den“ war und er wuss­te sicher das nach ihn „Wöl­fe regie­ren wer­den“. Wie sagt man so schön „Was­ser pre­di­gen und Wein trin­ken“.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. Der Autor ver­kennt die Pro­ble­ma­tik:
    Die mei­sten Tra­di­tio­na­li­sten fol­gen dem post­mo­der­nen Cre­do von der lit­ur­gi­schen Plu­ra­li­tät zwar rein theo­re­tisch, aber auf der prak­ti­schen Voll­zugs­ebe­ne halt nicht.
    Der Grund, war­um sie den alten Ritus fei­ern wol­len, ist meist mit des­sen fak­ti­scher Bevor­zu­gung bzw. emo­tio­nal-ober­fläch­li­cher Ver­ab­so­lu­tie­rung begrün­det.

    Wäh­rend man von­sei­ten Roms viel Ver­ständ­nis für all jene hat, die den alten Ritus auf­grund sei­ner „wür­di­gen Form“ bevor­zu­gen, solan­ge sie des­sen Begrün­dung nicht theo­lo­gisch ver­tie­fen, muss man gegen all jene vor­ge­hen, die dem post­mo­der­nen Plu­ra­li­mus-Kon­zept aus­rück­lich wider­spre­chen.
    Logisch — wie­so soll­te sich die nach­kon­zi­lia­re Kir­che inner­halb ihrer zäh ver­kleb­ten Rei­hen auch selbst in Fra­ge stel­len las­sen?
    Ich begrei­fe nicht, wie man das nicht begrei­fen kann!

    Zita­te wie

    „Sie (also die Ver­äch­ter des alten Ritus) soll­ten ein­se­hen, dass, wenn sie sie ihnen (den Freun­den des alten Ritus) vor­ent­hal­ten oder nicht gön­nen, dies das bei­na­he das belei­di­gend­ste ist, was sie tun könn­ten – ähn­lich dem Schla­gen der Ehe­frau, Mut­ter oder Groß­mutter eines Man­nes. Um ganz offen zu sein – jene, die auf­rich­tig Frie­den und gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis wol­len, soll­ten bes­ser groß­zü­gig han­deln, oder sie haben am Ende mit einem wei­te­ren kirch­li­chen kal­ten Krieg zu tun. Wer will das schon?“

    sind — nein ich sage es nicht, was ich den­ke…
    Das ist ein Ver­gleich, der nicht nur hinkt, son­dern den Ver­such dar­stellt, ohne Bei­ne zu lau­fen…

    „Gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis“?

    Sei­en wir doch end­lich ehr­lich!
    Es gibt kein gegen­sei­ti­ges „Ver­ständ­nis“! Wer den alten Ritus ernst­nimmt, muss den neu­en ableh­nen und umge­kehrt. Die Ver­än­de­rung des Ritus is ja gesche­hen, um den alten Ritus mit all sei­nen theo­lo­gi­schen Impli­ka­tio­nen bei­sei­te­zu­rücken!!!!

    Es wäre an der Zeit für FSSP, Eccle­sia-Dei und Motu-pro­prio-Prie­ster, sich nüch­tern klar­zu­ma­chen, dass Bene­dikt sie aufs phi­lo­so­phi­sche Glatt­eis geführt hat.

    Nun sind sie aus­ge­rutscht, weil sie näm­lich etwas getan haben, was nicht inten­diert war: den alten Ritus zu bevor­zu­gen, das ver­wor­fe­ne, dar­in impli­zier­te theo­lo­gi­sche Den­ken ver­suchs­wei­se zu reak­ti­vie­ren und damit die Schein­kir­che einem Licht aus­zu­set­zen, das die­sel­be ein­fach ver­schwin­den ließ…

    Wie kann man sich wun­dern über die Reak­tio­nen Ber­go­gli­os! Sie sind doch schlüs­sig! Und was Ber­go­glio tut, steht auch Bene­dikt nicht ent­ge­gen, der ja aus­drück­lich das alt­ri­tu­el­le Trei­ben dann ver­bot, wenn dadurch „Spal­tun­gen“ und „Unfrie­den“ ent­ste­hen soll­te. Die­ser Unfrie­den ist i.o.g. S. ent­stan­den.

    Sage ich aber, dass nur der alte Ritus den wah­ren Glau­ben aus­drückt, dar­stellt und schenkt, — und das tue ich per­sön­lich — , dann kann ich mit die­ser Schein­kir­che und ihren post­mo­der­nen Plu­ra­li­täts­an­ge­bo­ten kei­ne Gemein­schaft mehr haben.
    Auch nicht mehr vir­tu­ell — etwa durch ein Bekennt­nis zum „Papst“ und der gleich­zei­ti­gen Dau­er­ermäch­ti­gung zum Unge­hor­sam und zur lehr­amt­li­chen Selbst­er­he­bung.

    • Ich freue mich, jeden­falls an die­ser Stel­le end­lich wie­der ein­mal Ihnen aus­drück­lich zustim­men zu kön­nen. Mögen Sie auch an ande­ren Stel­len wie­der an die Sei­te der Tra­di­ti­on gelei­tet wer­den.

    • Mephi­sto lässt grü­ßen , wie­der ein­mal haben Sie sich alle Türen offen gelas­sen, jeder kann sich eine Schei­be abschnei­den, gera­de die die ihm gefällt.….….….….….…

      • @zeitschnur Bestimmt nicht, um das zu kapie­ren müss­te man es meh­re­re Male lesen, und das liegt nicht am Inhalt son­dern an der Schreib­wei­se, und das ist womög­lich beab­sich­tigt, Sie eröff­nen einen Satz der in die eine Rich­tung geht, die aber der näch­ste Neben­satz abbre­chen lässt.….….….…..

      • Na also — das ist wenig­stens ehr­lich, Sie kapie­ren es also nicht. Bevor Sie dabei aber an Mephi­sto den­ken, lade ich Sie dazu ein, es weni­ger dra­ma­tisch ein­fach als eine eige­ne Lese­schwä­che oder mei­net­we­gen auch mei­ne Kom­pli­ziert­heit zu ver­ste­hen…

        Das red­li­che, 100% nar­ziss­mus­freie Mot­to muss lau­ten:

        „Nicht alles, was ich nicht ver­ste­he, ist falsch…oder gar mephi­sto­phe­lisch…
        Falsch ist für mei­ne Erkennt­nis nur das, des­sen Falscheit ich ein­deu­tig und nach­weis­bar auf­zei­gen kann.“

        Könn­ten wir uns mal auf sol­che undra­ma­ti­schen, weni­ger feind­se­li­gen Kom­men­ta­re eini­gen?

  4. Es braucht nicht die per­sön­li­che Akzep­tanz (auch nicht die sofor­ti­ge kano­ni­sche Aner­ken­nung der Pius­bru­der­schaft, die seit der Exkom­mu­ni­ka­ti­on wie­der all­ge­mein den VOM dar­brin­gen darf), son­dern die Öff­nung durch Pfar­rei­en und damit die unge­hin­der­te Aus­übung in den Kir­chen, ohne dass dadurch der NOM gehin­dert wird. Es geht doch nicht an, dass man vie­ler­orts wäh­rend 40 Jah­ren in Haus- und Pri­var­ka­pel­len die Mes­se abhal­ten muss.

  5. Die Posi­ti­on von Peter Kwas­nieski ist nicht ein­fach nur ver­kehrt, sie ist zumin­dest für den über­lie­fer­ten Ritus sehr gefähr­lich. Weil sie leug­net, dass zwi­schen den bei­den Riten objek­tiv sehr gro­ße theo­lo­gi­sche Unter­schie­de bestehen. Er schiebt die Bewer­tung ins rein Sub­jek­ti­ve. Es scheint für ihn um ein „geist­li­ches Wohl­ge­fühl“ zu gehen. Wenn es nicht um mehr geht, dann hat jeder Papst das Recht, den über­lie­fer­ten Ritus völ­lig zu ver­bie­ten um der Ein­heit der Kir­che wil­len.

    Ich den­ke, Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat­te voll­kom­men Recht, als er sag­te: „So sehr wir den Alten Ritus lie­ben, wenn der neue Ritus mit dem Glau­ben der Kir­che über­ein­stimmt, dann müss­ten wir gehor­chen.“ Etwas ande­res gibt es nicht, dem Papst steht das Recht zu, den Ritus zu ändern.

    Es steht ihm aber nicht zu, mit einem neu­en Ritus den Glau­ben zu ver­än­dern. Die­ses Recht hat der Papst nicht. Der Papst hat nicht das Recht, einen Ritus durch eine büro­kra­ti­sche Kom­mis­si­on so zu ver­än­dern, dass der Opfer­cha­rak­ter der hl. Mes­se an den Rand gescho­ben wird. Das ist eine ein­deu­ti­ge Maß­nah­me gegen die Leh­re des Kon­zils von Tri­ent. Wobei auch die­ses Kon­zil nicht den Opfer­cha­rak­ter hin­zu­ge­fügt hat, son­dern den Glau­ben der Kir­che, der von den pro­te­stan­ti­schen Häre­si­en bedroht war, im Dog­ma ein­deu­tig, für alle Zei­ten ver­bind­lich, defi­niert hat.
    Jede Ände­rung des Ritus, zu der der Papst befugt ist, muss als Grund­la­ge die Leh­re des Kon­zils von Tri­ent haben. Dass Tri­ent mit der Mes­se Paul VI. „über­wun­den“ wur­de, dürf­te nicht sehr schwer fest­zu­stel­len sein, min­de­stens nicht für Fach­theo­lo­gen. Das Kon­zil von Tri­ent ist wie das 1. Vati­ka­ni­sche Kon­zil eine Basti­on gegen den Öku­me­nis­mus, der den Glau­ben der katho­li­schen Kir­che ver­zerrt. Die Triden­ti­ni­sche Mes­se ist für öku­me­ni­sche Got­tes­dien­ste voll­kom­men unge­eig­net. Des­halb muss­te sie der Mes­se Paul VI. wei­chen.

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re war im übri­gen vor­sich­tig. Er hat sich nie ein­ge­bil­det, das Lehr­amt zu erset­zen. Die Mes­se Paul VI. war für ihn nicht von vorn­her­ein ungül­tig. Sie gefähr­de auf Dau­er den Glau­ben, lässt sich sei­ne Posi­ti­on zusam­men­fas­sen.

    Die FSSPX hat eine her­vor­ra­gen­de Stu­die her­aus­ge­ge­ben: „Das Pro­blem der Lit­ur­gie­re­form“. Sie war ursprüng­lich an Johan­nes Paul II. gerich­tet. Lei­der wird sie tot­ge­schwie­gen. Die Eccle­sia-Dei-Prie­ster und die Prie­ster der Pius­bru­der­schaft neh­men sie nicht zur Kennt­nis. Dass sich die Petrus­bru­der­schaft nicht gern von der „Kon­kur­renz“ beleh­ren lässt, ist mensch­lich ver­ständ­lich. Und sie hät­ten vor allem ein Pro­blem mit den römi­schen Auto­ri­tä­ten. Das zur Zeit exi­stenz­be­dro­hend wäre. Doch irgend­wann „müs­sen“ sie, gera­de als Prie­ster­ge­mein­schaft, ein­deu­tig Stel­lung bezie­hen.

    Dass sich die FSSPX-Prie­ster recht sel­ten in ihren Pre­dig­ten mit dem The­ma der hl. Mes­se beschäf­ti­gen, ist weder mensch­lich noch theo­lo­gisch ver­ständ­lich.

    Die gesam­te Kir­che ist in einer schwe­ren Kri­se. Die soge­nann­te „Tra­di­ti­on“ sicher auch.

    • Ich gebe Ihnen völ­lig recht dar­in, daß die neue Mes­se nicht zwangs­läu­fig ungül­tig sein muß, aber in hohem Maße schäd­lich ist.
      Zumin­dest für unse­re Kapel­le stimmt es nicht, daß die Prie­ster der FSSPX sich nur sel­ten mit dem The­ma der Hei­li­gen Mes­se beschäf­ti­gen.

      • Sotry, aber wenn sie — was ich genau­so sehe — in hohem Mas­se schäd­lich ist, kann sie NIEMALS gül­tig sein. Eine gül­ti­ge sakra­men­ta­le Hand­lung steht immer unter dem Vor­zei­chen „salus ani­ma­rum spu­re­ma lex“. Dar­aus folgt logisch: Der „NOM“ ist in sich ungül­tig.

      • @magda, ich habe das nicht geschrie­ben, um zu pole­mi­sie­ren. Sie haben es auch nicht unter­stellt. Und ich freue mich ehr­lich für Sie und die Gläu­bi­gen Ihrer Kapel­le, wenn die Prie­ster dort „gegen den Trend“ pre­di­gen.

        Wenn ich katho­li­sche Bücher lese aus der Ver­gan­gen­heit, dann steht das Kreuz, das Opfer, ein­deu­tig im Zen­trum, auch wenn es nicht es nicht eigens erwähnt wird. Oder wir kön­nen ins ver­gan­ge­ne Jahr­hun­dert gehen, zur Kon­ver­ti­tin Ger­trud von le Fort. Sie hat nicht nur die gro­ßen geist­li­chen „Hym­nen an die Kir­che“ geschrie­ben, mit einem Sinn für das Kir­chen­jahr, wie es bei Prie­stern der FSSPX lei­der nicht — mehr­heit­lich — anzu­tref­fen ist, son­dern ihre Roma­ne und Novel­len set­zen gera­de­zu als Grund­mo­tiv die Opfer­theo­lo­gie der katho­li­schen Kir­che vor­aus.
        Das klei­ne Büch­lein, „Die Frau des Pila­tus“ möge als Bei­spiel die­nen. Wenn man Zeit hat, ist es an einem Nach­mit­tag gele­sen. Mich stimmt es mehr als weh­mü­tig. Die katho­li­sche Opfer­theo­lo­gie lebt im geist­li­chen Leben der Kir­che inzwi­schen ein Schat­ten­da­sein. Auch in der FSSPX.

        Die FSSPX hat ihren Schwer­punkt ver­la­gert. Wenig­stens in Deutsch­land. Die FSSPX ist eine „Fati­ma-Bru­der­schaft“ gewor­den.
        Von daher bin ich dank­bar, dass es die Eccle­sia-Dei-Prie­ster­ge­mein­schaf­ten gibt. Auch wenn ich per­sön­lich ihren Stand­punkt zum 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil nicht tei­len kann.
        Das ist jetzt Glatt­eis, auf dem ich mich bewe­gen muss. Auch die Eccle­sia-Dei-Prie­ster erken­nen die Erschei­nun­gen von Fati­ma an. Aber sie sind nicht so extrem dar­auf fixiert wie der Prie­ster der FSSPX.
        Die „Pius-Schwe­stern“ haben ihren theo­lo­gi­schen Fern­kurs „Unse­rer lie­ben Frau von Fati­ma“ gewid­met. Sie mögen es tun. Im Exer­zi­ti­en­haus in Deutsch­land gibt es mehr Fati­ma-Sta­tu­en als Kru­zi­fi­xe. Am schmerz­haf­te­sten, neben der in den Hin­ter­grund gedräng­ten Opfer­theo­lo­gie, emp­fin­de ich die Ver­zer­rung der eucha­ri­sti­schen Anbe­tung. Sie fin­det in einer Zerr­form statt. Das hei­lig­ste Altars­sa­kra­ment ist zur Anbe­tung aus dem Taber­na­kel genom­men, steht in der Mon­stranz auf dem Altar. Gebe­tet wird hier­zu der Rosen­kranz.
        Das gab es weder in der vor­kon­zi­lia­ren Kir­che noch gibt es die­sen Miss­brauch In der „Kon­zils­kir­che.“ Er speist sich wahr­schein­lich aus from­mer Heft­chen­lie­ratur, die kein Bischof jemals geneh­migt hat, denn in den offi­zi­el­len Gebet- und Gesang­bü­chern gibt es ihn nicht.

        Im Mit­tel­punkt jeder katho­li­schen Sakra­ment­s­an­dacht stand und steht der Gott­mensch Jesus Chri­stus in der Gestalt des Bro­tes. Ihm gebührt die AUSDRÜCKLICHE VEREHRUNG Die schö­nen, tie­fen Sakra­ments­lie­der sind doch nicht nur für Fron­leich­nam bestimmt. In der FSSPX geht man offen­sicht­lich davon aus.

        Die soge­nann­te Tra­di­ti­on ist eben­falls in der Kri­se. Weil die Erlö­sung durch Jesus Chri­stus, den Ret­ter und Erlö­ser der Welt, den ein­zi­gen Ver­mitt­ler zur hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit, viel zu sel­ten zur Spra­che gebracht wird.

      • Hey @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        …kaum zu fas­sen, aber dies­mal bin auch ich mal mit Ihnen und Ihrem Schluss­ver­fah­ren einer Mei­nung. Es ist kor­rekt: was in hohem oder höch­sten Maße, ja auch was „nur“ schäd­lich ist, kann — wir reden vom Hl. Mess­op­fer! — nicht gül­ti­ges Sakra­ment sein!
        Logisch ‑sehr gut gesagt.

    • Das war die For­mel, die Pius V. 1570 unter die Bul­le „Quo pri­mum“ (zur Lit­ur­gie) setz­te:

      „Über­haupt kei­nem Men­schen also sei es erlaubt, die­ses Blatt, auf dem Erlaub­nis, Beschluß, Anord­nung, Auf­trag, Vor­schrift, Bewil­li­gung, Indult, Erklä­rung, Wil­le, Fest­set­zung und Ver­bot von Uns auf­ge­zeich­net sind, zu ver­let­zen oder ihm im unbe­son­ne­nem Wag­nis zuwi­der­zu­han­deln.

      Wenn aber jemand sich her­aus­neh­men soll­te, dies anzu­ta­sten, so soll er wis­sen, daß er den Zorn des All­mäch­ti­gen Got­tes und Sei­ner Hei­li­gen Apo­stel Petrus und Pau­lus auf sich zie­hen wird.“

      Ob nach die­ser For­mel ein Papst wirk­lich das Recht hat, die Lit­ur­gie zu ver­än­dern?
      „Über­haupt kein Mensch“ ist nun­mal ein Hin­weis dar­auf, dass die Lit­ur­gie gött­li­chen Ursprungs ist und kei­ner — auch und vor allem kein Papst, der ja gött­li­cher Stell­ver­tre­ter ist — wider etwas Gött­li­ches han­deln kann/darf.

      Es ist die Fra­ge, was man rein theo­re­tisch an die­ser gött­li­chen Lit­ur­gie, deren jedes Detail Aus­druck des Ewi­gen ist, ändern könn­te, ohne das Gött­li­che zu ver­let­zen.

    • Die Petrus­brü­der in Zürich beschäf­ti­gen sich in den Pre­dig­ten sehr häu­fig mit der Hl. Mes­se

      Und wenn die NOM zwangs­läu­fig ungül­tig wäre, dann hät­te ich (Jg. 1972) bis vor 2 Jah­ren nie eine gül­tig­te Mes­se erlebt, dann wäre auch mei­ne Erst­kom­mu­ni­on und Fir­mung ungül­tig — also bei aller Wert­schät­zung der alten Mes­se, das kann ja dann doch nicht sein, dass die neue auto­ma­tisch ungül­tig ist.

      • Ich ver­ste­he das, was Sie da sagen, aber ich für mich — das ist kein Rat, denn das stün­de mir nicht zu — hab mich des­we­gen noch mal nach­fir­men las­sen…

        Scha­den kann eine sub-con­di­tio­ne-Wie­der­ho­lung eines ein­ma­li­gen Sakra­men­tes nichts, aber wenn das erste mal doch ungül­tig war, dann wäre es sehr scha­de bei der Fir­mung und kata­stro­phal v.a. bei der Tau­fe (die ja häu­fig auch nicht mehr ganz kor­rekt aus­ge­führt wird…aber wohl meist gül­tig ist).

        Ist heu­te wirk­lich ein Rie­sen­pro­blem! Den­ken Sie, dass vie­le, die das lesen, das­sel­be Pro­blem haben.
        Die Kir­che ging frü­her so wahn­sin­nig sen­si­bel mit den Sakra­men­ten um und hat so pein­lich auf eine gül­ti­ge Form geach­tet — das soll­te nie­mand unter­schät­zen.

      • zeit­schnur:

        Also bei uns in Öster­reich habe ich noch nichts von einer Fati­ma — Fixiert­heit mer­ken kön­nen. Die Mari­en­fröm­mig­keit wird hier in einer „gesun­den“ Wei­se gelebt.
        Auch der Fern­ka­te­chis­mus „Unse­rer Lie­ben frau Von Fati­ma“ hat als Zen­trum das Kreuz und das Opfer. Schon die aller­klein­sten ler­nen, Jesus Geschen­ke zu machen, sie ler­nen, daß Er für unse­re Sün­den gestor­ben ist und wer­den mE rechts­gläu­big auf das Aller­hei­lig­ste Sakra­ment des Alta­res vor­be­rei­tet.

        Ich kann von allen die­sen „Defi­zi­ten“ in unse­rem Prio­rat und allg. im Öster­rei­chi­schen Distrikt nichts bemer­ken.

        Im Gegen­teil, allein wie hier die Jugend geführt wird, wie lie­be­voll mit Kin­dern umge­gan­gen wird, wie kraft­voll katho­lisch die­se Gemein­den sind, mir feh­len die Wor­te! Gro­ßer Dank gebührt den hei­lig­mä­ßi­gen FSSPX — Patres, sie sind eine wah­re Oase in die­ser Glau­bens­wü­ste!

      • @ Austria

        Bit­te — Sie ver­wech­seln mich mit zeit­los, deren Ansich­ten zu Maria und Fati­ma m.E. falsch sind.

        Ich bin eine gro­ße Mari­en­ver­eh­re­rin, denn nur das ist katho­lisch. Die Ver­eh­rung der­je­ni­gen, die gewür­digt wur­de, GOTT zu gebä­ren, ist not­wen­dig, um die­ses Geheim­nis der Inkar­na­ti­on wirk­lich nach und nach zu erfas­sen und zu ach­ten und IHN im aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment anzu­be­ten. Wer es reflek­tiert, wird über Jesus nicht mehr wie über einen dür­ren dog­ma­ti­schen Begriff, son­dern wie über einen gelieb­ten Bräu­ti­gam spre­chen.

        Wer es fas­sen kann, der fas­se es.

      • @ Car­lo

        Ce qui est „mau­vais et dan­ge­reux“ n’est jamais un sacre­ment en vigueur…non?
        Vous pen­sez vrai­ment que le Bon­D­ieu se représente dans un sacre­ment dan­ge­reux est mau­vais, qu’il s’off­rit en signe mau­vais et dan­ge­reux ET l’ef­fet de grace?!
        Moi je ne le crois pas, c’est impos­si­ble, une pensée dia­bo­li­que..

      • Man kann es auch kurz und knapp sagen: wer „Mes­sen“ (bei Licht bese­hen sind es Mess-Simu­la­tio­nen) des „NOM“ besucht, ver­sün­digt sich am Heil sei­ner unsterb­li­chen See­le, weil er damit den Weg nicht zum Him­mel, son­dern zur Höl­le ein­ge­schla­ge hat. Und er trägt im Blick auf sei­ne Kin­der, die er evt. dort­hin mit­nimmt, eine sozu­sa­gen unend­li­che Ver­ant­wor­tung füt den ver­lust deren ewi­gen Heils.

    • Die Neue Mes­se ist for­mal­recht­lich ver­bo­ten: „Si quis dixe­rit recep­tos et appro­ba­tos Eccle­siæ catho­li­cæ ritus in solem­ni sacra­men­torum admi­ni­stra­tio­ne adhi­be­ri con­sue­tos aut contem­ni aut sine pec­ca­to a mini­stris pro libi­to omit­ti aut in novos ali­os per quem­cum­que Eccle­siar­um pasto­rem muta­ri pos­se: anathe­ma sit.“ ~ Kon­zil von Tri­ent, 7. Sit­zung (vom 3. März 1547), Kanon 13.
      -> Die Ein­füh­rung neu­er Riten durch einen Hir­ten der Kir­che — wer auch immer! (also auch Papst) — ist also unter Anathe­ma gestellt und der Papst hat kei­nes­wegs das Recht den Ritus zu ändern.

      Die Neue Mes­se ist inhalt­lich unka­tho­lisch.
      — War­um wur­den die Opfe­rungs­ge­be­te („Sú­sci­pe“, „Offérimus“) durch Tisch­ge­be­te („Geprie­sen bist Du, Herr unser Gott“) ersetzt?
      — War­um die Gebe­te an die Allerhlgst. Drei­fal­tig­keit („Sú­sci­pe, sanc­ta Trínitas“, „Plá­ceat tibi“) ganz gestri­chen?
      — War­um muss der Prie­ster nun die Fin­ger nicht mehr zusam­men­hal­ten?
      — War­um die­se Redu­zie­rung der Knie­beu­gen?
      — War­um heißt es im ‚Vater unser‘ nicht mehr „Schau nicht auf mei­ne Sün­den“ son­dern „Schau nicht auf unse­re Sün­den“?
      — War­um ist der Kom­mu­nion­emp­fang des Prie­ster, der ja zum gül­ti­gen Abschluss des Opfers dazu­ge­hört, in den, für die Gül­tig­keit der Mes­se nicht nöti­gen, Kom­mu­nion­emp­fang der Gläu­bi­gen ein­ge­bun­den?
      — Die­nen all die­se Maß­nah­men tat­säch­lich dafür den Glau­ben an das Süh­ne­op­fer, die Real­prä­senz, das Wei­he­prie­ster­tum etc. zu stär­ken? Man darf zwei­feln. Das sind die Gefah­ren für den Glau­ben, der für das Him­mel­reich nötig ist.

      Die Neue Mes­se kann durch­aus gül­tig sein, kei­ne Fra­ge. Dafür reicht es, dass ein Prie­ster (gül­tig geweiht) die rich­ti­ge Mate­rie (Wei­zen­brot [gesäuert/ungesäuert] und Trau­ben­wein [kein ‑saft!]), die rich­ti­ge Form (Wand­lungs­wor­te [die Fra­ge nach der Gül­tig­keit der Kelch­wor­te bei „für alle“ bleibt bestehen]) und die rich­ti­ge Inten­ti­on (Dar­brin­gung des Opfers [vier­fa­cher Zweck]) hat. Und da gibt es schon noch eini­ge.

      Wer­te @magda, Sie besu­chen ja die FSSPX-Kapel­le in Dres­den (Quel­le: https://www.katholisches.info/2014/07/07/priesterbruderschaft-st-pius-x-versetzungen-im-deutschen-distrikt/). Der Got­tes­dienst­ord­nung Ber­lin-Dres­den konn­te ich nun ent­neh­men, dass in Dres­den nun tat­säch­lich nur noch ein­mal im Monat eine Sonn­tags­mes­se statt­fin­det. Ich geste­he, dass ich das den Gläu­bi­gen, die bei der FSSPX die Mes­se besu­chen, gegen­über etwas zumu­tend fin­de und ich die­se „Tak­tik“ nicht nach­voll­zie­hen kann. Darf ich Sie fra­gen, was Sie an den übri­gen Sonn­ta­gen machen? Fah­ren Sie allen Ern­stes immer nach Ber­lin?

      @Zeitlos, ja die Kir­che ist in einer Kri­se. Das gewis­se Pro­blem in der Tra­di­ti­on ist, dass es kei­nen rich­ti­gen „Kapi­tän“ gibt. Es ist sehr müh­sam sich immer auf Pius IX. bis Pius XII. beru­fen zu müs­sen und bei Johan­nes XXIII. bis Fran­zis­kus immer Vor­sicht wal­ten las­sen zu müs­sen und sich nie ruhig fal­len las­sen zu kön­nen. Das zerrt an und zehrt von den Ner­ven. O Herr, kür­ze die Tage ab!

      • Ich muss­te ein Moment­chen nach­den­ken über die­sen Canon 13, weil er etwas ver­schach­telt for­mu­liert ist:

        „Wenn jemand sagt, dass die emp­fan­ge­nen und appro­bier­ten Riten der katho­li­schen Kir­che., die in der fei­er­li­chen Ver­wal­tung der Sakra­men­te aus­zu­üben­de Gebräu­che sind, gering­ge­schätzt wer­den oder ohne Sün­de von Amts­trä­gern nach Belie­ben auf­ge­ge­ben wer­den oder in irgend­wel­che Neue­run­gen durch wel­chen Hir­ten der Kir­che auch immer ver­än­dert wer­den kön­nen, der sei ver­flucht.“

        Ich bin ohne­hin auf­grund der Bul­le „Quo pri­mum“ davon über­zeugt, dass kein Papst das Recht haben kann, eine gött­li­che Regel, die in der Lit­ur­gie vol­len Aus­druck fin­det, je noch ein­mal zu ver­än­dern. So ist es dort for­mu­liert, und es ist Haar­spal­te­rei, das bestrei­ten zu wol­len. Man kann hier sehr wohl Fra­gen bereits an Pius XII. stel­len…

        Aber die­ser Kanon offen­bart noch mehr, dass eine Riten­än­de­rung unter Bann­fluch steht.

        Wenn das aber so ist, ist der Papst, der das tat, spä­te­stens nicht mehr der Papst, son­dern ein aus der Kir­che aus­ge­schlos­se­ner Mann samt allen Nach­fol­gern, die ihm ja ein­deu­tig anhin­gen und anhän­gen. Wie man ihn vom Stuhl Petri ent­fernt, ist eine ande­re Fra­ge. Auf jeden Fall aber kann man nicht „una cum anathe­ma“ die Hl. Mes­se zele­brie­ren — das ist blas­phe­misch. Sol­che Mes­sen sind viel­leicht irgend­wo „gül­tig“, aber ob sie die Gna­den­wir­kung haben, da sie die Gemein­schaft mit dem Bösen beken­nen?

        Im Klar­text: wer sol­che Mes­sen mit­ze­le­briert läuft Gefahr, die­sem Ungeist zu ver­fal­len, in die­se Fels­spal­te abzu­stür­zen, die durch ein for­mell „gül­ti­ges“, aber ins Gegen­teil per­ver­tier­tes Sakra­ment ja bedeu­tet.
        Die See­le, die in die­se Spal­te bewusst und wil­lent­lich abstürzt ist wohl kaum mehr zu ret­ten, d.h. so schwer wie alle Berg­op­fer…
        Wer unbe­wusst noch teil­nimmt, wird über kurz oder lang mit der Wahr­heit kon­fron­tiert wer­den.

        Es ist eine Illu­si­on zu glau­ben, es genü­ge, die „rich­ti­ge“ Form zu zele­brie­ren, zumal ja schon die Pius‑, Petrus- und Motu pro­prio-Ver­si­on von 1962 bereits auch stark ver­än­dert wor­den ist!

      • Hm, lie­be Zeit­schnur, wenn ich Sie rich­tig lese, dann kann künf­tig nicht mehr mit Bus und Tram zur Mes­se, dann brauch ich ja eine Zeit­ma­schi­ne…

    • Vor kur­zem las ich in cae­ci­lia, einer ame­ri­ka­ni­schen Zeit­schrift zur Kir­chen­mu­sik, das aus­führ­li­che Memo­ran­dum von Dom Joseph Gajard osb (jahr­zehn­te­lan­gem Lei­ter der Cho­ral­scho­la v. Soles­mes und gro­ßem Gre­go­ria­ni­ker) an die Kon­gre­ga­ti­on der Riten (Sep­tem­ber 1956):
      dar­in warnt er sehr hell­sich­tig vor alle Ver­än­de­run­gen an den tex­ten der gre­go­ria­ni­schen Melo­dien, des Stun­den­ge­bets, der Lit­ur­gie weil die Ein­heit von Text und Musik dadurch ver­lo­ren geht, aber beson­ders weil dadurch der Inhalt des Glau­bens selbst ver­än­dert wur­de mit nicht abseh­ba­ren Fol­gen.
      Dom Gajard war durch sei­ne Stel­lung und sein Leben mit Sicher­heit eine der größ­ten Spe­zia­li­sten auf die­sem Gebiet und durch das gro­ße Anse­hen und die Bezie­hun­gen v. Soles­mes her­vor­ra­gend infor­miert.
      Der Anschlag auf die See­le der Kir­che, auf den Glau­ben, auf die glau­bens­tra­gen­de Struk­tu­ren wur­de schon lan­ge vor dem Kon­zil geplant und bespro­chen;
      Eini­ge weni­ge luzi­de Gei­ster haben damals schon gewarnt; die mei­ste Per­so­nen., lai­en wie Prie­ster und Prä­la­te, ahn­ten sehr lan­ge nichts (bzw. tun auch heu­te noch so).
      Daß EB Msgr. Lef­eb­v­re die­sen Anschlag nicht vom vorn­her­ein erkannt hat, kann ihm nicht vor­ge­wor­fen wer­den.
      Er hat jedoch- und das zeigt sei­nen gewal­ti­gen Mut — nicht gezö­gert die Kon­se­quen­zen zu zie­hen bei der tota­len Zer­rüt­tung und ist tap­fer wei­ter sei­nen Weg gegan­gen.
      Er hat gelernt durch die Zei­ten und durch die ein­fa­che Gläu­bi­gen.
      Beson­ders getrof­fen wur­de ich durch die Geschich­te am Anfang von Ecône: nach­dem dort 4 Män­ner die alte Gehöf­te dort v.d. Kano­ni­kern v. Grand-Saint-Ber­nard gekauft hat­ten um sie nicht von den Kom­mu­ni­sten demo­lie­ren zu las­sen, und Msgr. Lef­eb­v­re auf der Suche nach einer Behau­sung für sein immer mehr wach­sen­des Semi­nar war, kam man zu einer Mahl­zeit zusam­men.
      Die Mahl­zeit ging gut roma­nisch andert­halb Stun­den, Msgr. Lef­eb­v­re erklär­te sei­ne Bewe­gung, sei­ne Zie­le; und Alp­hon­se schwieg und sag­te kein Wort.
      Ziem­lich rat­los frag­te Msgr. Lef­eb­v­re dann was Alp­hon­se hier­von dach­te; und dann kam die Ant­wort: „…Mon­sei­gneur, dann wird die gan­ze Welt Ecône ken­nen !“
      Und so geschah es; und sehr häu­fig, beson­ders in Augen­blicken von Bedrän­gung, erzähl­te Msgr. Lef­eb­v­re von dem Weit­blick und dem Ver­trau­en v. Alp­hon­se.
      Ein Katho­lik hat die Pflicht und die Auf­ga­be sich in sei­nen Stand zu bewäh­ren, ob hoch oder nied­rig, ob groß oder klein; und dabei zu wach­sen über sich selbst hin­aus.
      Die Hil­fe der Jung­frau Maria, das Auxi­li­um, hilft den unaus­lösch­li­chen Fun­ken vom christ­li­chen Opti­mis­mus am Leben zu hal­ten..

      • O…diese Ant­wort von Alp­hon­se — ein­fach nur so dürr, wie sie dasteht — erscheint mir aber mali­zi­ös…

        Das kann auch was ganz anders hei­ßen: ja, alle Welt kennt Eco­ne, aber kennt sie damit den Herrn der Kir­che?

        Dass Msgr. Lef­eb­v­re oder ande­re nicht sofort erkannt haben wol­len, wel­cher Anschlag hier vor­be­rei­tet wur­de — ver­zei­hen Sie: das kann nach 150 Jah­ren hef­tig­ster inner­kirch­li­cher Kämp­fe um genau all die­se Fra­gen, die ja dann im Vat. II sich Durch­bruch ver­schaff­ten, nach schar­fen Ver­ur­tei­lun­gen der­sel­ben Din­ge, die nun salon­fä­hig wur­den, durch die Päp­ste zuvor (z.B. im Syl­labus oder in Pas­cen­di), nicht sein, wenn ich nicht anneh­men will, dass die­se Prä­la­ten völ­lig umnach­tet waren.

        Man muss hier wirk­lich tie­fe Fra­gen stel­len — näm­lich die, was die­se Umnach­tung uns eigent­lich offen­bart. Es gab aller­dings immer weni­ge Gegen­stim­men bei den Abstim­mun­gen — nur woll­te man sich mit die­sen Bischö­fen nicht gemein machen, auch nicht von­sei­ten derer, die sich heu­te als Hel­den der Tra­di­ti­on prä­sen­tie­ren…

  6. zeit­los und zeit­schnur:

    Ent­schul­di­gung, ich habe natür­lich Frau Zeit­los gemeint.

    Ich weiß, es paßt nicht ganz zum The­ma, aber nach­ste­hend ein heu­te auf der Sei­te der FSSPX ver­öf­fent­lich­ter Apell vom EB bezüg­lich von Inhal­ten von Pre­dig­ten. Ich poste ihn hier, weil von man­cher Sei­te Kri­tik an der FSSPX auf­ge­kom­men ist, daß zu wenig über die Kir­chen­kri­se gepre­digt wer­de:

    „Ich mei­ne, dass man die Rea­li­tät so neh­men muss, wie sie ist; und vor allem sind wir nicht ver­pflich­tet, jeden Tag eine neue Ein­schät­zung des Pap­stes zu geben. Das erwar­ten die Leu­te nicht, die Leu­te erwar­ten nicht, dass Sie in ihrer mor­gi­gen Pre­digt immer etwas über den Papst sagen. Es gibt so vie­le ande­re The­men.

    Las­sen Sie die­ses Pro­blem bei­sei­te, es ist ja ein sehr deli­ka­tes Pro­blem, schwie­rig, schmerz­lich, unter dem alle Gläu­bi­gen lei­den. Wenn jemand allein mit Ihnen spricht, dann bie­ten Sie ihm die Lösung der Prie­ster­bru­der­schaft, das, was man in der Prie­ster­bru­der­schaft denkt: ‚Das ist die Linie der Prie­ster­bru­der­schaft in der aktu­el­len Situa­ti­on bezüg­lich des Pap­stes, der Sakra­men­te, der Mes­se.‘

    Aber machen Sie nicht stän­dig ein Pre­digt­the­ma dar­aus, die Leu­te könn­ten so ver­äng­stigt wer­den, und die einen dis­ku­tie­ren: ‚Ah, das hat er gesagt? Aber so trifft es doch gar nicht zu, und dies und das…‘ Das bringt nichts Gutes, es ver­wirrt die Leu­te, es führt zu nichts. Was die Leu­te wol­len, das ist die Hei­li­gung, sie wol­len durch die Sakra­men­te gehei­ligt wer­den, durch das hei­li­ge Mess­op­fer.

    Spre­chen Sie mit ihnen über ihre Pro­ble­me, über die per­sön­li­che Hei­li­gung. Gott weiß, dass es da genug The­men gibt! Natür­lich: zum einen oder ande­ren Mal, zum Bei­spiel bei einem Vor­trag oder wenn Sie direkt gefragt wer­den, dann ver­sam­meln Sie die­se weni­gen Per­so­nen und dann erklä­ren Sie ihnen ganz genau die Situa­ti­on.

    Die Gläu­bi­gen erwar­ten viel­mehr von Ihnen, dass Sie Prie­ster sind wie alle jene Prie­ster, wel­che Ihnen vor­an­ge­gan­gen sind und wel­che die­se Dör­fer gehei­ligt haben.

    Wie vie­le hei­li­ge Prie­ster hat es gege­ben, die nicht unbe­dingt ein hei­li­ger Pfar­rer von Ars waren, die aber das Volk, ihr Dorf wahr­haft gehei­ligt haben, die wah­re Prie­ster waren, Prie­ster, denen die Men­schen sich anver­trau­ten und die, wie der hl. Pius X. – wir haben es ja noch gestern gele­sen –, zum Ster­be­bett eil­ten und den Men­schen hal­fen, gut zu ster­ben, indem sie sie auf den Tod vor­be­rei­te­ten.

    Das Leben eines Prie­sters ist ein so außer­ge­wöhn­li­ches Leben, ein ganz uner­hör­tes Leben: die Kin­der auf die erste Kom­mu­ni­on vor­be­rei­ten, auf die Fir­mung, sie im Kate­chis­mus unter­rich­ten, sie im Glau­ben bewah­ren, viel­leicht Ordens­be­ru­fun­gen, Prie­ster­be­ru­fun­gen vor­be­rei­ten. Das ist, so mei­ne ich, die Auf­ga­be des Prie­sters, das ist die Lie­be, die Kraft Got­tes: Gott ist Lie­be. Und genau das sol­len wir sein.“

    Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re, Prie­ster­ex­er­zi­ti­en, 1980

    • Furcht­bar — das ist ja ent­setz­lich! Der „EB“ macht ganz klas­si­sche tota­li­tä­re Pro­pa­gan­da, will die Leu­te, die er natür­lich für halb­ver­blö­det hält, mit dem Krei­sen um ihre per­sön­li­che Hei­li­gung ablen­ken.
      Das sind Durch­hal­te­pa­ro­len.

      Da kommt die Fra­ge hoch, was er bezweckt hat damit — immer­hin hat sei­ne Stra­te­gie dazu geführt, dass „die“ Tra­di­ti­on hilf­los auf FSSPX ein­ge­schwo­ren wur­de, ihr Unbe­ha­gen auf Neben­kriegs­schau­plät­zen aus­lebt und den Bezug zur geist­li­chen Rea­li­tät völ­lig ver­lo­ren hat und wie eine auf­ge­scheuch­te Her­de jeder neu­en Ein­spei­sung alber­nen Ver­schwö­rungs­theo­rien hin­ter­her­rennt.

      Man hat gera­de den Ein­druck, Lef­eb­v­re sei ein U‑Boot der Zer­stö­rer gewe­sen.

      • Ihr immer erschrecken­der zu Tage tre­ten­der Hass auf Sei­ne höchst ehren­wer­te Exzel­lenz, ohne des­sen Wir­ken die Pfor­ten der Höl­le das ewi­ge Rom schon über­wäl­tigt hät­ten, macht mich immer rat- und fas­sungs­lo­ser. Sind Sie eine Tro­ja­ne­rin der Lin­ken??

      • Nein. Ich wün­sche, dass der Prie­ster die Schrift — oft genug schwie­rig zu ver­ste­hen — aus­legt und eine Anwen­dung fürs Leben auf­zeigt. Wie kom­me ich in den Him­mel ?

        Mann muss nicht ver­blö­det sein, zu emp­feh­len, nicht (stän­dig) über den Papst zu wet­tern; es reicht doch, dass es EINEN gibt, der kom­men wird zu rich­ten die Leben­den und die Toten.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Ja genau — ich bin eine Tro­ja­ne­rin der Lin­ken, eine ver­kapp­te Jüdin, eine Moss­a­da­gen­tin, eine Furie, eine Dop­pel­agent, ein Pro­te­stant, eine Radi­kal­fe­mi­ni­stin, und Maria hal­te ich für Gott.
        Haben Sie sich schon mal gefragt, ob es mich wirk­lich gibt, oder ob nicht eine gan­ze Ban­de unter mei­nem Namen postet? Hm hm hm…tja wer weiß…

        Falls jeman­dem noch was Klu­ges ein­fällt, bit­te mit­tei­len. Man könn­te dar­aus ein Thea­ter­stück über die vie­len Iden­ti­tä­ten der Zeit­schnur machen.

      • @ Car­lo

        Sehen Sie nicht die Pro­ble­ma­tik, dass nie­mand in den Him­mel kommt, der sein Hirn abschal­tet und ein­fach ver­trau­ens­voll selbst­er­nann­ten Tra­di­ti­ons­hü­tern folgt?

        Die­se nai­ve und bestür­zen­de Pius­tak­tik ist gefähr­lich, und mir sind schon all­zu vie­le Leu­te begeg­net, beson­ders Frau­en, die wirk­lich ihr Gehirn an der Pius­the­ke abge­ge­ben haben. Eine Katas­ro­phe, weil das, was die Frau­en machen, auto­ma­tisch und unge­wollt sogar direk­te Aus­wir­kung auf alles ande­re und alle ande­ren hat!

        So geht das nicht!
        Es geht näm­lich nicht drum, „über den Papst zu schimp­fen“, son­dern dar­um, dass den Gläu­bi­gen kein Sand in die Augen über die Lage gestreut wird — und das tun die Pius­brü­der lei­der. Lef­eb­v­re ist mit­ver­ant­wort­lich dafür, dass die­se Gläu­bi­gen in einer fal­schen Sicher­heit gewiegt wur­den.

        Jeder ist gehal­ten, alles zu prü­fen — nicht sich von einem Piusprie­ster druchs stür­mi­sche Meer füh­ren zu las­sen, als hät­te der irgend­ei­ne Legi­ti­ma­ti­on dazu: er hat sie nach der ech­ten katho­li­schen Tra­di­ti­on näm­lich nicht!

        Nein — es gibt kei­ne beque­me Heils­ver­mitt­lung bei ver­schlos­se­nen Augen!

      • Das ist schon wie­der Pro­te­stan­tis­mus pur: „Jeder ist gehal­ten, alles zu prü­fen“ — wie kann man nur als angeb­lich treu­er Katho­lik so einen Unsinn schrei­ben?! Der Prie­ster als Alter Chri­stus ist gehal­ten, alle und alles zu prü­fen, und wir als das Volk haben uns gehor­sam danach aus­zu­rich­ten. Die Kir­che ist eine gött­li­che Hier­ar­chie, genau so und nicht anders gestif­tet, und kei­ne demo­kra­ti­sche Ver­an­stal­tung, in der ein­fach so jeder alles prü­fen kann.
        Frü­her sag­te man hier­zu­lan­de zu den lin­ken Dau­er­kri­ti­kastern: „Dann gehn Sie doch nach drü­ben!“ Zu Ihnen, Frau Zeit­schnur, möch­te man rufen: Dann gehen Sie doch zu Luthers Nach­fah­ren, dort wird man Sie mit offe­nen Armen auf­neh­men und Sie kön­nen glück­lich und zufrie­den „alles prü­fen“ und Maß neh­men „am Bibel­wort“.

      • Sie schrei­ben: „…ne Zeit­ma­schi­ne nicht, aber ein Auto oder Fahr­kar­ten für wei­te Strecken ja.“

        Und was wären die poten­ti­el­len Zie­le? FSSPX oder FSSP kann’s ja Ihren Postings gemäß eigent­lich nicht sein…

      • Also wirk­lich Tra­di­ti­ons­treu­er, das ist nicht mehr satis­fak­ti­ons­fä­hig, was Sie da labern.

        Es gibt auch noch was zwi­schen dumpf­backi­gem Gehor­sam und tota­ler Selbst­be­stim­mung. Es ist Ihr Pro­blem, dass Sie davon nichts wis­sen, nicht mei­nes!

        Außer­dem hat auch der Prie­ster nicht alles zu prü­fen als „alter Chri­stus“, wenn wir es schon mal so eng ange­hen wol­len, wie Sie es offen­bar tun. Der Prie­ster hat kei­nen Anteil am Lehr­amt. Er ist dem Bischof zum Gehor­sam ver­pflich­tet und hat nicht mehr Leh­rent­schei­dungs­be­fug­nis als jeder Laie. was er pre­digt, muss abso­lut kon­form sein. Das war schon immer so. Punkt.

        Um zu erken­nen, ob unse­re Vor­ge­setz­ten uns aber recht wei­den, müs­sen wir alles prü­fen und im Zwei­fels­fall Gott mehr geh­ro­chen als Men­schen.

        Haben die Obe­ren recht, ist es wun­der­bar, ihnen zu fol­gen. Füh­ren sie uns auf schlüpf­ri­ge Wege ist es unab­ding­bar Gott mehr zu gehor­chen als sehen­den Auges das See­len­heil zu ver­spie­len.

      • Gestern las ich in einem Lokal die ‚Bild am Sonn­tag‘. Dar­in äußer­te sich Erz­bi­schof Gäns­wein u.a. zum Ehe­sa­kra­ment. Sinn­ge­mäß: „Die Unauf­lös­lich­keit der sakr. Ehe steht nicht zur Debat­te. Das hat das Lehr­amt stets betont.“ Zu homo­se­xu­el­len Bezie­hun­gen: „die­se sind wider die Natur des Men­schen“, zum Zöli­bat: „Man ver­zich­tet auf viel, aber man gewinnt umso mehr“. Man sol­le zudem nicht glau­ben, Vati­kan­be­woh­ner sei­en nicht im Bil­de und leb­ten hin­ter dem Mond. Sie ken­nen die Gesell­schaft genau.
        Gäns­wein stellt sich ein­deu­tig hin­ter das Lehr­amt, hier beson­ders hin­ter Ben­de­dikt. Damit tritt er indi­rekt in Oppo­si­ti­on zu Fran­zis­kus. Er trickst nicht rum, ver­han­delt nicht, redet nicht durch die Blu­me und auch nicht schön. Er ver­sucht aus Schwarz kein Weiß zu machen und umge­kehrt.
        Wir brau­chen die­se ein­deu­ti­gen Stel­lung­nah­men. Dan­ke an Erzb. Gäns­wein!

  7. An alle Geset­zes­ka­su­isti­ker und Wie­der­täu­fer: WENN IHR NICHT WERDET WIE DIE KINDER.
    Wenn ich auf Maria schaue, die das Jesus­kind in ihren Armen, am Her­zen (I) trägt, das da ist die Frucht ihres Lei­bes, hat sie mit Jesus auch ihr eige­nes inne­res Kind zur Welt gebracht (Frucht ihrer Demut vor Gott). Jesus hat sich immer nur den kind­li­chen See­len geof­fen­bart. Die Stol­zen hat er ver­schmäht.
    Nur zwei unter allen gele­se­nen Postings haben mich wirk­lich berührt, viel­leicht auch nur, weil ich den lie­ben Gott noch nicht in der Tasche habe:
    1.) „Für jedes hier geschrie­be­ne unnüt­ze Wort wird eines Tages Rechen­schaft gefor­dert wer­den.“
    2.) „Ich wün­sche allen, dass sie ein­mal die Lie­be Got­tes in ihrem Her­zen wirk­lich spü­ren.“
    Ich weiß immer noch nicht, wer von Ihnen die Wahr­heit hat, ob sie über­haupt einer hat. Ich weiß auch nicht, ob sie nicht viel­leicht bei den Evan­ge­li­ka­len oder Cha­ris­ma­ti­kern mehr ist, als bei uns (Ihnen). Ich kann nicht bestim­men, was Wahr­heit ist und wer sie hat. Oder ob es unter den Men­schen, die einen Ritus fei­ern auch wie­der nur ein­zel­ne sind, die sich des Ritus bedie­nen.
    Ein Leh­rer hat in mei­ner Schul­zeit mal gesagt: „Wenn jemand glaubt, die Wahr­heit ganz sicher gefun­den zu haben, dann hat er sie gera­de nicht.“
    Und wenn Sie hier von Wahr­heit und Wahr­hei­ten reden, dann sind sie unbe­wusst häu­fig am poli­ti­sie­ren oder folk­lo­rie­sie­ren. Jeder hat zumeist eine beschränk­te Inten­ti­on.
    Ein Pater sag­te: „Gott ist immer grö­ßer als unse­re Vor­stel­lung.“ Das scheint mir eine wah­re Aus­sa­ge zu sein.
    Maria selbst ist im übri­gen der leben­di­ge Tem­pel Got­tes, die den Erlö­ser im Hei­li­gen Geist her­vor­ge­bracht, d.h. sicht­bar und zur Welt gebracht hat (um die Welt von ihrem Stolz und deren Früch­ten zu erlö­sen). Die sicht­ba­re Kir­che will dem schwa­chen Men­schen eine Hil­fe­stel­lung geben, um sich in die­sem Bewusst­sein zu erken­nen bzw. zu erhal­ten. Ich glau­be, es darf wirk­lich nicht um Abgren­zun­gen gehen.
    Da ich den Stolz erwähn­te, möch­te ich auch kurz dar­le­gen, in wel­chem Zusam­men­hang: Die seli­ge Mir­jam von Abel­lin hat­te einst eine kla­re Schau in den Him­mel. HIer traf sie vie­le See­len, die sie dort gar nicht ver­mu­tet hat­te. Nur eines fand sie nicht: den mensch­li­chen Stolz. — Dann wur­de ihr ein Blick in die Höl­le gewährt: Auch hier das glei­che Bild und ihre Ver­wun­de­rung. Hier waren tugend­haf­te Men­schen, die als sol­che gegol­ten hat­ten und vie­le Füh­rer­ge­stal­ten. Nur eines fand sie nicht: die Demut.
    Der hin­ter­letz­te Mensch, der in sei­nem Leben viel­leicht nur ein­mal Eucha­ri­stie (des Her­zens) fei­ern konn­te, zählt in Got­tes Reich mehr als tau­send (Schein-)Gerechte, die nach Gerech­tig­keit ohne Unter­lass dür­sten, weil sie sich nie ganz Gott über­ge­ben haben…

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