Bischofssynode endet mit Seligsprechung von Paul VI., dem Papst von Humanae vitae — Teilnahme Benedikts XVI.

Kardinalskreierung Joseph Ratzingers durch Paul VI
Kar­di­nal­s­kre­ierung Joseph Ratz­in­gers durch Paul VI

(Rom) Die der­zeit im Vati­kan ver­sam­mel­te außer­or­dent­li­che Bischofs­syn­ode schließt am 19. Okto­ber mit der Selig­spre­chung von Paul VI., dem Papst der Enzy­kli­ka Huma­nae vitae. Kein Doku­ment des päpst­li­chen Lehr­am­tes der jün­ge­ren Zeit wur­de mehr ange­fein­det und stieß inner­kirch­lich auf offe­ne­ren Wider­stand und Unge­hor­sam als die­se Enzy­kli­ka. Sie stellt die Ant­wort der Kir­che auf die sexu­el­le Revo­lu­ti­on dar und war daher anti­zy­klisch in offe­nem Wider­spruch zum herr­schen­den Zeit­geist.

Die sexu­el­le Revo­lu­ti­on hat­te die Ent­hem­mung sexu­el­ler Trie­be zum Ziel, die gezielt zur Ent­ta­bui­sie­rung sexu­el­ler Ver­hal­tens­wei­sen, Per­ver­sio­nen und Iden­ti­täts­stö­run­gen füh­ren soll­te. Die ideo­lo­gi­schen Strö­mun­gen dahin­te, die das theo­re­ti­sche Gerüst lie­fer­ten und die Durch­set­zung vor­an­trie­ben las­sen sich genau benen­nen. Sie sind im poli­tisch lin­ken Spek­trum ange­sie­delt, ob links-liber­tär oder mar­xi­stisch, gestützt von „Sexu­al­wis­sen­schaft­lern“, die an per­ver­sen sexu­el­len Patho­lo­gien lit­ten.

Enzyklika Humanae vitae Antwort auf sexuelle Revolution

Das Kern­stück der sexu­el­len Revo­lu­ti­on bil­de­te jedoch die Anti­ba­by­pil­le, die den Geschlechts­akt zwi­schen Mann und Frau von der Emp­fäng­nis trenn­te und auf ein­schnei­den­de Wei­se das Ver­hält­nis der Geschlech­ter zuein­an­der, der Ehe und der Fami­lie erschüt­ter­te. Ihre größ­te För­de­rung erleb­te sie durch die häu­fig ras­si­stisch moti­vier­ten Über­be­völ­ke­rungs­ideo­lo­gen. Papst Paul VI. bekräf­tig­te dage­gen die Offen­heit des Geschlechts­ak­tes für die Wei­ter­ga­be des Lebens und damit das Ver­bot der Kon­tra­zep­ti­va.

Die Enzy­kli­ka wird häu­fig als „pro­phe­tisch“ bezeich­net. Zum einen weil sie im Wider­spruch zum Zeit­geist ent­stand. Zum ande­ren, weil sie auch im Wider­spruch zur wei­ter­ver­brei­te­ten Hal­tung in der Kir­che geschrie­ben wur­de, die ein Arran­ge­ment mit dem vor­herr­schen­den Zeit­geist such­te und künst­li­che Ver­hü­tungs­mit­tel erlau­ben woll­te. Eine ent­spre­chen­de Emp­feh­lung war sowohl von einer von Johan­nes XXIII. ein­ge­setz­ten Stu­di­en­kom­mis­si­on als auch einer von Paul VI. beru­fe­nen Bischofs­kom­mis­si­on aus­ge­spro­chen wor­den.

Der Epi­sko­pat des deut­schen Sprach­rau­mes trat nach Ver­öf­fent­li­chung der Enzy­kli­ka noch 1968 in offe­ne Rebel­li­on und ver­wei­ger­te in der König­stei­ner (Deutsch­land), Maria­tro­ster (Öster­reich) und Solo­thur­ner (Schweiz) Erklä­rung den Gehor­sam. Die genann­ten Erklä­run­gen sind bis heu­te nicht auf­ge­ho­ben wor­den. Die Argu­men­ta­ti­on dahin­ter erin­nert ver­blüf­fend an jene von Kar­di­nal Kas­per zur Auf­wei­chung des Ehe­sa­kra­ments: die Kluft zwi­schen „Lebens­pra­xis“ der Men­schen und kirch­li­cher Leh­re, die durch Anpas­sung der Leh­re an die Pra­xis über­wun­den wer­den sol­le. Und der deut­sche Epi­sko­pat fin­det sich erneut in den Fuß­stap­fen des Unge­hor­sams wie bereits 1968. Unge­hor­sam bringt neu­en Unge­hor­sam her­vor?

Benedikt XVI. nimmt an Seligsprechung des Papstes teil, der ihn zum Kardinal kreierte

Unter­des­sen gab der eme­ri­tier­te Papst Bene­dikt XVI. bekannt, daß er an der Selig­spre­chung Pauls VI. teil­neh­men wer­de. Ende April hat­te er bereits an der Hei­lig­spre­chung sei­nes Vor­gän­gers Johan­nes Paul II. und Johan­nes XXIII. teil­ge­nom­men.

Paul VI. kre­ierte Jospeh Ratz­in­ger, damals Erz­bi­schof von Mün­chen-Frei­sing zum Kar­di­nal. Das aner­kann­te Wun­der, mit dem der Selig­spre­chungs­pro­zeß posi­tiv abge­schlos­sen wur­de, betrifft die Hei­lung eines unge­bo­re­nen Kin­des Anfang der 90er Jah­re in Kali­for­ni­en. Die Ärz­te, die ein schwer­wie­gen­des gesund­heit­li­ches Pro­blem am Fötus ent­deck­ten, emp­fah­len der jun­gen Mut­ter als ein­zig ver­blei­ben­de Lösung die Tötung des Kin­des durch Abtrei­bung.

Die Mut­ter wei­ger­te sich und ver­trau­te statt des­sen auf die gött­li­che Vor­se­hung. Als Für­spre­cher wand­te sie sich an Paul VI. wegen des­sen Enzy­kli­ka Huma­nae vitae zum Schutz des mensch­li­chen Lebens.

Anerkanntes Wunder bekräftigt Verteidigung des Lebens

Das Kind kam ohne Pro­ble­me und völ­lig gesund zur Welt. Inzwi­schen ist das Kind ohne gesund­heit­li­che Beschwer­den ins Erwach­se­nen­al­ter getre­ten. Der Postu­la­tor im Selig­spre­chungs­ver­fah­ren bezeich­ne­te die Hei­lung in „Über­ein­stim­mung mit dem Lehr­amt“ des Pap­stes. Ein Wun­der in der „Ver­tei­di­gung des Lebens, der Fami­lie und der Ehe“, der die Enzy­kli­ka gewid­met ist. Kar­di­nal Anto­nio Cañi­za­res, der soeben von Papst Fran­zis­kus als Erz­bi­schof von Valen­cia nach Spa­ni­en zurück­ge­schick­te bis­he­ri­ge Prä­fekt der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on, sag­te zu Info­Va­ti­ca­na, daß die Posi­tio Pauls VI. die beein­druckend­ste sei, die er in sei­nem Leben gele­sen habe.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info­Va­ti­ca­na

68 Kommentare

  1. Zu dem beschrie­be­nen „Wun­der“ ist zu sagen, dass so etwas frü­her nie­mals durch­ge­wun­ken wor­den wäre.
    Als Wun­der galt noch bis vor kur­zem die auf natür­li­che Wei­se nicht erklär­ba­re Hei­lung tat­säch­lich vor­han­de­ner Erkran­kun­gen und nicht nur ver­mu­te­ter .Die dia­gno­sti­zier­te „Erkran­kung“ in die­sem die­sem Fall hät­te in Fol­ge zu einer Gehirn­schä­di­gung füh­ren kön­nen. Daher haben die Eltern auch 14 Jah­re lang gewar­tet, ob nicht noch ein Hirn­scha­den auf­tritt.

    Ich habe schon etli­che Berich­te von Frau­en gele­sen, denen die Ärz­te wegen Krank­heit des Fetus zur Abtrei­bung rie­ten und die ein voll­kom­men gesun­des Kind zur Welt brach­ten und die hat­ten vor­her zu nie­man­dem gebe­tet. Im Mut­ter­leib sind die Dia­gno­se­mög­lich­kei­ten eben beschränkt
    Auch außer­halb des Mut­ter­lei­bes gibt oft genug ärzt­li­che Feld­dia­gno­sen, wie jeder sicher schon am eige­nen Leib erfah­ren hat.

    Für mich ist es kein Wun­der, wenn ein Kind gesund zur Welt kommt, von dem nie­mand 100%ig wuss­te ob es die Krank­heit, die in irgend­ei­ner Zukunft angeb­lich zu einem Hirn­scha­den füh­ren könn­te, auch hat­te.

    • Immer­hin ist es ein gutes Zei­chen, dass Paul VI selig gespro­chen wird. Damit bekräf­tigt man das Ver­har­ren in der Tra­di­ti­on. Aber womög­lich nur mit einem Bein. Gleich­zei­tig könn­te dies wie­der als Schach­zug gewer­tet wer­den, um mit dem näch­sen Schritt und unter der Beru­fung auf den Hei­li­gen Geist ‚über das Lehr­amt von Gestern‘ (Enzy­cli­ka H. V.) hin­aus­zu­ge­hen. Denn der Hl. Geist soll ja bekannt­lich wehen, wo er (Fran­zis­kus?!, es) will. Schon die gleich­zei­ti­ge Hei­lig­spre­chung von J.P. II und Joh. XXIII schien mir ein sol­cher Schach­zug zu sein, mit dem man ‚das Alte‘ hin­ter sich zu las­sen schien. Denn wenn ich rich­tig infor­miert bin, gab es bei Joh. XXIII über­haupt kein Wun­der! Indem man die Tra­di­ti­on mit J.P. II eini­ger­ma­ßen befrie­dig­te, drück­te man Johan­nes gleich­zei­tig mit durch.
      Nun noch ein Wort zu Wun­dern und ihrer Bedeut­sam­keit:
      Wun­der sind m.E. zweit­ran­gig. Denn blicken wir auf Bru­no Grö­ning (ehe­ma­li­ger Hei­ler), Mirin Dajo, Joao De Deus, Wun­der im Bud­dhis­mus (sie­he Auto­bio­gra­phie eines Yogie, von Yoga­nan­da; dar­in das Kapi­tel über das Gesetz der Wun­der) und berück­sich­ti­gen zudem die Heil­ver­fah­ren um MIr­is­lam Nor­be­kov oder das Wis­sen der moder­nen Quan­ten­phy­sik, kom­men sog. Hei­lungs-Wun­der über­all da vor, wo die Vor­stel­lung des Men­schen grö­ßer ist, als sein (un-)bewusster Wil­le (zur Krank­heit).
      Wun­der kön­nen aber den Men­schen sogar abbrin­gen vom Geist des Guten. So bin ich mir immer noch nicht sicher, ob man sich in Bra­si­li­en bei Joao De Deus (bekann­te­stes Heil­me­di­um in Voll­tran­ce) nicht einen Dämon im Tausch für die Hei­lung auf­lädt. Das zumin­dest hat der ev. Theo­lo­ge Kurt Koch in sei­nen Büchern über die Gefah­ren des Spi­ri­tis­mus immer wie­der her­aus­ge­stellt: mög­li­cher­wei­se wer­de hier die See­le ver­kauft.
      Der Christ soll­te wis­sen: Vor allem steht die LIe­be! („Wer mich liebt, hält mei­ne Gebo­te!“, sie sind die Worte/Logoi Got­tes und Jesus ist ‚das‘ Wort/ der Logos, der mit jedem sei­ner Wor­te gemäß des Deka-Logs in Jesus stand; und das in jedem ein­zi­gen Wort; „Herr, so sprich nur ein Wort und so wird mei­ne See­le gesund.“ Wenn also unse­re Fas­sungs­kraft, die aus der Rein­heit und Keusch­heit kommt, nur ‚ein‘ gött­li­ches Wort auf­nimmt, wie es von Gott wesen­haft gemeint ist, geschieht Schöp­fung — oder eben das Wun­der.)
      Die rei­ne Lie­be (deren Frucht des Stehens/Aushaltens/Verharrens im guten des gött­li­chen Wor­tes Jesus als die ‚Ant-wort!“ Got­tes ist) kann jedes Wun­der bewir­ken. Auch das Größ­te: mit Jesus sein Kreuz zu tra­gen und im Lei­den die Sün­den der Welt zu süh­nen (=zu wan­deln in der Wasch­stra­ße der Lie­be). Nach den Schau­un­gen A.K. Emme­ricks waren es zu ihrer Zeit genau 7 Opfer­see­len, die die gött­li­che Gere­ch­ri­geit ver­söhn­ten.
      Das Wun­der des Mess­op­fers ist zudem das größ­te aller Wun­der. Moder­ni­sten leug­nen zwar seit Jahr­zehn­ten den Opfer­cha­rak­ter. Auf mysti­sche Wei­se kommt es hier aber zu einem hei­li­gen Tausch. Jesus heilt uns in der Eucha­ri­stie (nicht sel­ten auch kör­per­lich), wenn wir umkeh­ren und damit die Ursa­chen unse­rer seel. Ver­let­zun­gen.

    • Lie­be Mar­ti­na, macht doch nichts ob Wun­der oder nicht, alles Con­chi­ta in der Kon­zils­kir­che des neu­en Advent, Haupt­sa­che der Neue Kurs stimmt. Paul der Schlech­te wird selig­ge­lo­gen, weil er die Lit­ur­gie der Kir­che zer­stört und den Frei­mau­rern, Juden und Moham­me­da­nern die Tore zur Zer­stö­rung der Kir­che und des christ­li­chen Abend­lan­des geöff­net hat. Außer­dem hat er nach dem Kon­zil alle treu­ge­blie­be­nen Prie­ster, Bischö­fe und Kar­di­nä­le soweit es ihm mög­lich war kalt­ge­stellt und durch lie­ni­en­treue Moder­ni­sten ersetzt — so wie es jetzt Ber­go­glio macht. Wenn das nicht genug war an heroi­schem Tugend­grad! Enzy­kli­ken wie „Myste­ri­um Fidei“ oder „Huma­nae vitae“ waren doch nur als Opi­um für das damals noch ver­hält­nis­mä­ßig gro­ße katho­li­sche Volk gedacht, damit wur­de zum Schein nach rechts geblinkt, um dann umso rasan­ter die Links­kur­ve zu neh­men. Die Schi­zo­phre­nie die­ses Pap­stes war so offen­kun­dig, daß man­che sogar an einen Dop­pel­gän­ger glaub­ten, mit dem der recht­mä­ßi­ge „gute“ Paul VI. gedou­belt wor­den sei. Eine der vie­len „kon­ser­va­ti­ven“ Ver­zweif­lungs­lü­gen derer, die ganz ein­fach die Rea­li­tät nicht wahr­ha­ben woll­ten:
      LA SALETTE IST ERFÜLLT UND ROM DER SITZ DES ANTICHRISTEN GEWORDEN! BETEN WIR DEN ROSENKRANZ UM DIE MACHT DES BÖSEN IN DER STADT DES HEILIGEN PETRUS ZU BRECHEN; AUF DASZ BALD DAS UNBEFLECKTE HERZ MARIAE TRIUMPHIERE!

      • Ver­gli­chen mit mit Fran­zis­kus war Paul VI eigent­lich ein Kon­ser­va­ti­ver. Der Bruch kam mit Fran­zis­kus. Anders als Ber­go­glio hat Mon­ti­ni gewis­se Lini­en nicht über­schrit­ten. Sei­ne Lit­ur­gie-Reform war lei­der ver­hee­rend; allein des­halb hät­te er nie selig­ge­spo­chen wer­den düfen. Aber in Fra­gen der Moral war er, anders als Fran­zis­kus ver­läß­lich. Huma­nae Vitae und Populo­rum Pro­gres­sio sind damals wie heu­te Weg wei­sen­de Enzy­kli­ken. Er erkann­te, dass es der Kir­che schlecht ging („Rauch Satans“) und er litt dar­un­ter. Er hat nur die fal­schen The­ra­pien ver­ord­net, als Fol­ge einer feh­ler­haf­ten Ana­ly­se. Laut Fran­zis­kus geht es der Kir­che heu­te bes­ser als je zuvor. Sie kennt nur ein Pro­blem, das mit allen Mit­teln bekämpft wer­den muss: die­ses Pro­blem heißt „kirch­li­che Tra­di­ti­on“. Na dann!

  2. Aller­dings sind die „Enta­bui­sie­run­gen“ sexu­el­ler Per­ver­sio­nen nicht aus­schließ­lich im lin­ken Lager zu fin­den, wie der Arti­kel behaup­tet. Allen­falls die offe­ne Pra­xis ohne zu heu­cheln kam dann in der Lin­ken auf.
    Wer wach in die Geschich­te schaut, muss zuge­ste­hen, dass vor allem im rech­ten Lager ent­spre­chen­de Per­ver­sio­nen üblich und sogar auf dem Wege zur Lega­li­sie­rung waren. Auch Pius X. erin­nert ja in „Pas­cen­di“ dar­an, dass die Moder­ni­sten meist mora­lisch inte­ger waren und dadurch punk­ten.
    Zu erin­nern wäre auch an die „Züch­tung“ rein­ras­si­ger Ari­er durch unver­hei­ra­te­te, äußer­lich dem „ari­schen“ Ide­al ent­spre­chen­de Män­ner und Frau­en im natio­nal­so­zia­li­sti­schen Deutsch­land, das im wesent­li­chen über­haupt auch die kirch­li­che Sexu­al­mo­ral und ehe­ma­li­ge Hoch­schät­zung der Frau, die schon zuvor durch lin­ke eben­so wie rech­te poli­ti­sche Stand­punk­te voll­kom­men desta­bi­li­siert wor­den waren, ver­höhn­te. Die näch­sten Opfer nach der „End­lö­sung der Juden­fra­ge“ wären alle ech­ten Katho­li­ken gewe­sen, zu denen selbst­ver­ständ­lich Per­so­nen mit anti­se­mi­ti­schen Ein­stel­lun­gen nicht zu rech­nen sind. Das hat­te Hit­ler bereits als Plan in der Schub­la­de.
    Es ist wei­ter dar­auf hin­zu­wei­sen, dass es gera­de das geho­be­ne Bür­ger­tum war, das die Sexu­al­mo­ral auf­ge­weicht hat­te, nach­dem sich bereits der Adel jahr­hun­der­te­lang zuvor im ach so christ­li­chen Abend­land jede sexu­el­le Per­ver­si­on geneh­mi­gen durf­te ohne Fol­gen. Schlimm­ste Bei­spie­le waren Hein­rich IV., oder die Bor­gi­as… (hm), aber auch ein Blick in das fran­zö­si­sche Königs­haus vor der Revo­lu­ti­on lässt einem die Spra­che ver­schla­gen: Homo­sex des Königs, Mätres­sen­wirt­schaft, Fri­vo­li­tät ohne Gren­zen — wer Geld hat­te, durf­te das, wer nicht, der nicht!
    Das war das „rech­te“ Lager, dem dann der Katho­li­zis­mus auf sei­ne Wei­se im 19. Jh hul­dig­te und völ­lig aus­blen­de­te, was da alles schief­ge­lau­fen war. Das geho­be­ne Bür­ge­tum schick­te sei­ne Söh­ne in die Bor­del­le, damit sie „Erfah­run­gen“ sam­meln soll­ten vor einer Ehe, wobei die Frau natür­lich jung­fräu­lich zu sein hat­te. Im Ergeb­nis bedeu­te­te dies Ver­ach­tung für die Jung­frau eben­so wie für die Pro­sti­tu­ier­te. Zahl­rei­che histo­ri­sche Doku­men­te bezeu­gen die­se Situa­ti­on- v.a. in den katho­li­schen Län­dern. „Schuld“ war natür­lich immer die Frau… Objek­tiv hat sich jedoch die­se sexu­el­le Ver­skla­vung der Frau durch den Mann so mas­siv ver­schlim­mert, und dies über­all — egal ob rechts, links oder gar isla­mi­stisch.

    Die „Lin­ke“ mach­te sich dann eigent­lich nur noch dafür stark, dass nicht nur Geld­be­sit­zer, son­dern alle — auch die Frau­en natür­lich — die­ses Lot­ter­le­ben füh­ren sol­len und dür­fen.

    Hier wäre es eher an der Zeit, Buße zu tun für die ver­gan­ge­nen Fehl­hal­tun­gen, die man unter Dop­pel­mo­ral und Bigot­te­rie gras­sie­ren ließ, und auf die alles wei­te­re eine Reak­ti­on gewe­sen sein könn­te.
    Dass aller­dings ech­te Katho­li­ken auch damals schon die­ses Schwei­ne­rei ablehn­ten, ver­steht sich von selbst.

    • Also, mir sind gewis­se sexu­al­ethisch etwas unor­tho­do­xe Rech­te zehn­mal lie­ber wie „mora­lisch inte­ge­re“ Lin­ke. Es war schon immer so: die­se scha­den der Kir­che per se unend­lich mehr! Das haben auch die Päp­ste — jeden­falls bis zum jet­zi­gen — nie anders gese­hen. War­um denn hat die Kir­che den etwas schwe­re­nöt­ri­gen Ber­lus­co­ni den­noch stets unter­stützt, obwohl des­sen lin­ker Kon­ter­part Pro­di rein „mora­lisch“ wohl inte­ge­rer war?? Man darf sol­che Fra­gen nie all­zu abtrakt-theo­re­tisch betrach­ten, son­dern muss immer fra­gen: Cui bono?

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Ich habe dar­über kei­ne Grund­satz­de­bat­te füh­ren wol­len, son­dern dar­auf hin­wei­sen wol­len, dass es all­zu ein­fach ist, die Ent­hem­mung der Sexu­al­ethik allei­ne den „Lin­ken“ — wie im Arti­kel behaup­tet — zuzu­wei­sen. Tat­säch­lich war und ist die Ent­hem­mung in aller Regel damit ver­bun­den, dass man „es sich lei­sten kann“, ent­hemmt zu sein. Das Bild ist wesent­lich dif­fe­ren­zier­ter. Im chi­ne­si­schen Kom­mu­nis­mus z.B. wur­de lan­ge eine sogar sehr hohe Sexu­al­mo­ral ver­mit­telt (60er/70er).

        Anson­sten offen­bart Ihre Argu­men­ta­ti­on punkt­ge­nau die Dop­pel­mo­ral, die man den „Erz­ka­tho­li­ken“ stets vor­ge­wor­fen hat.

        Ihre Argu­men­ta­ti­on passt übri­gens auch her­vor­ra­gend zu den Vor­gän­gen auf der lau­fen­den Syn­ode — auch dort will man ja weg von „abstrakt-theo­re­ti­schen“ — also „har­ten“ und dog­ma­ti­schen Hal­tun­gen und sie lie­ber nach dem Cui bono-Prin­zip lösen.

        Sie legen hier­mit klar, dass Sie wesent­lich poli­tisch vor­ein­ge­nom­men und eben nicht dog­ma­tisch argu­men­tie­ren.

        Und @ glo­riae oli­vae:

        Mit die­ser Art von „Tra­di­ti­on“ habe ich nichts am Hut.
        Ich gehö­re natür­lich nur zu Jesus — nicht zu irgend­wel­chen Seil­schaf­ten, in denen es bro­delt vor lau­ter Unge­reimt­heit, Unlau­ter­keit und Unred­lich­keit.

        Wis­sen Sie es nicht, dass kein Segen dar­auf ruht, wenn man aus stra­te­gi­schen Grün­den vor­ein­ge­nom­men zwei Augen zudrückt bei denen, die man für die „eige­nen“ Leu­te hält?

        Ich möch­te mir nichts vor­lü­gen, denn täte ich das bewusst, wür­de ich den Herrn ver­ra­ten.
        Das Pro­blem der selbst­er­nann­ten „Tra­di­ti­on“ ist, dass sie wohl nur noch stra­te­gisch und v.a. poli­tisch denkt und inzwi­schen in so vie­len phi­lo­so­phi­schen und theo­lo­gi­schen Wider­sprü­chen gefan­gen ist, dass sie sie nicht mehr lösen könn­te, ohne ihre Seil­schaf­ten zu zer­stö­ren.

        Es sticht mich immer wie­der die Tat­sa­che, dass Jesus uns nicht danach fra­gen wird, ob wir einer Seil­schaft treu waren. Er wird uns fra­gen, ob wir Sei­nen Wil­len erfüllt haben: das und nur das!

        Allei­ne die Tat­sa­che, dass mich wie­der mal einer wie @ glo­riae oli­vae hier so rein im Sin­ne des Nest­be­schmut­zer-Vor­wurfs anspricht fragt, ist wirk­lich depri­mie­rend. Denn genehm ist nicht die Wahr­heit, son­dern offen­bar aus­schließ­lich das, was aus einer stra­te­gi­schen Sicht oppor­tun ist.

      • Frau Zeit­schnur und ich sind auch schon anein­an­der gera­ten auch über die Frau­en­fra­ge, aber mit dem was sie über die katho­li­schen Dop­pel­mo­ral schreibt, hat sie recht. Betrach­tet man die Sache bei Licht, war der Feh­ler Hein­rich des VIII; dass er auf die Idee kam, das was alle machen, er auch und wo man nicht drü­ber sprach, lega­li­siert haben woll­te.
        IN der Sache Schei­dung von Katha­ri­na von Ara­gon, argu­men­tier­te er damit, dass sie ja die Frau sei­nes Bru­ders gewe­sen war, udn er sie daher gar nicht hät­te hei­ra­ten dür­fen, er woll­te also sei­ne Ehe anul­lie­ren las­sen.
        Katha­ri­na konn­te nach­wei­sen, dass die Ehe nie voll­zo­gen wor­den war und damit war die Anul­lie­re­rei obso­let gewor­den.
        Ob Hein­rich das nun ernst gemeint hat, oder nicht, das weiß ich nicht, ich ver­mu­te zwar eher nicht, aber wenn man so ein biss­chen „wich­ti­ge Per­so­nen der euro­päi­schen Geschich­te“ goo­gelt, die wenig­sten nah­men es mit der Ehe ernst.
        Vie­le die man so als die Guten im Hin­ter­kopf hat, hat­ten Unmen­gen von Gelieb­ten und ille­gi­ti­mer Kin­der, und dach­ten sich schein­bar nichts dabei.
        Neu­lich hab eich in einem Schul­buch was über das „Lever“ des Son­nen­kö­nigs gele­sen, der betrach­te­te sein Schlaf­zim­mer! als den Nabel der Welt und so wei­ter.

    • @Zeitschnur: Mer­ken Sie eigent­lich gar nicht, wie sehr Sie mit der­ar­ti­gen Ein­las­sun­gen, die ja bei­na­he schon wie aus der Feder links­au­to­no­mer Femi­ni­stin­nen daher­kom­men, der Sache der Tra­di­ti­on scha­den? Gehö­ren Sie über­haupt noch zur Trai­ti­on??

      Es ist zum Wei­nen, wie wir „Tra­dis“ uns in Selbst­zer­flei­schung auf­rei­ben, anstatt gemein­sam den Wall gegen den Feind zu hal­ten.

      • Ganz mei­ne Mei­nung. Die Refor­mer und Fein­de der Tra­di­ti­on sind uns in stra­te­gi­scher Hin­sicht haus­hoch über­le­gen. Des­halb, und weil wir uns gegen­sei­tig bekämp­fen, eilen sie von Sieg zu Sieg. Ich sage nicht, dass Zeit­schnur in allem Unrecht hät­te, aber es ist wirk­lich nicht der Zeit­punkt die „Tra­dis“ so scho­nungs­los und per­ma­nent zu kri­ti­sie­ren. Da fra­ge ich auch: Cui bono?Geschlossenheit heißt das Gebot der Stun­de.

      • @ Jean Lou­is

        Ver­zei­hung — doch: es ist die letz­te Mög­lich­keit, die Tra­di­ti­on noch zu kri­ti­sie­ren. Denn so, wie sie auf­tritt (s. mei­ne Ant­wort oben an @ Tra­di­ti­ons­treu­er) hat sie ohne­hin schon ver­lo­ren!
        Dar­um geht es mir — und es ist für mich eine Kata­stro­phe, dass man sich dort in der Wagen­burg so ein­ge­salzt hat, dass man es nicht mehr merkt…aber dann ist es eben auch nur eine selbst­er­nann­te Tra­di­ti­on, die ohne­hin über­flüs­sig ist.
        Auch sie ist nur dazu instal­liert wor­den, die Kir­che gründ­lich und genüss­lich von rechts her zu zer­stö­ren.

      • @Zeitschnur: Sie schei­nen seit eini­ger Zeit obses­siv gegen „rechts“ Stim­mung machen zu müs­sen. Sehen Sie denn nicht (mehr), dass das, wofür „rechts“ wer­te­mä­ßig steht, in eng­ster Nähe zur unwan­del­ba­ren Leh­re der Kir­che ist?! Der Feind stand und steht links! Alle Päp­ste bis zum unse­li­gen „Kon­zil“ haben dies immer wie­der gesagt. Des­halb kann ich mich Jean-Lou­is nur anschlie­ssen: die Rei­hen fest geschlos­sen! Wir pul­ve­ri­sie­ren uns gegen­sei­tig in der Tra­di­ti­on, und die Lin­ken lachen sich ins Fäust­chen. Was Dis­zi­plin und Gehor­sam anlangt, kön­nen wir von denen noch jede Men­ge ler­nen. Trau­rig, aber wahr.
        Es gilt auch hier die alte Volks­weis­heit: wenn zwei das Glei­che tun, dann ist es nicht das Glei­che. Mora­li­sche Defi­zi­te der „Rech­ten“ sind vom Stand­punkt der Leh­re aus nicht gleich schwer zu gewich­ten wie bei den Lin­ken. War­um akzep­tie­ren Sie das nicht?
        Die Kir­che stand immer fest zu Ber­lus­co­ni, oder frü­her zu Pino­chet oder Fran­co, obwohl die­se sicher­lich kei­ne Hei­li­ge waren. Aber sie waren in ihrer wer­te­mä­ßi­gen Fun­die­rung treue Söh­ne der Kir­che.

      • Die Tra­di­ti­on gibt es nur des­halb, um die Kir­che von rechts zu zer­stö­ren? Also, das ist so ein­deu­tig falsch. Es geht der Tra­di­ti­on um ein Zurecht­rücken, nicht um ein Zer­stö­ren.
        Ich fin­de die Erläu­te­run­gen von Zeit­schnur aber in so weit legi­tim, als es sich bei vie­len Tra­di­tio­na­li­sten in Wirk­lich­keit um ein­sa­me, kon­takt­schwa­che, manch­mal auch neu­ro­ti­sche Men­schen han­delt, die nie dazu gekom­men sind, ihre Sexua­li­tät per­son­haft in ein Du zu inte­grie­ren.
        Heu­te gibt man sich der Aus­schwei­fung hin, mor­gen bereut man wie­der. Man geht auch zur Beich­te; aber was bringt das, wenn der Wil­le zur Umkehr nicht da ist.
        Der Wil­le wur­de seit je her gleich­ge­setzt mit der Lie­be.
        Die Tra­di­ti­on ist wirch­tig. Aber was will der ein­zel­ne Tra­di­tio­na­list?
        Ein Pro­gres­si­ver scha­det dem Gei­ste Chri­sti weni­ger, als ein Kon­ser­va­ti­ver, der umfällt. Rein poli­tisch mag sich das anders ver­hal­ten.
        Sei­en wir kon­ser­va­tiv und ver­läss­lich, ohne hart zu wer­den.
        Ach­ten Sie ein­mal auf die Schwä­chung des Gei­stes, wenn auf­ge­deckt wird, dass eine Füh­rer­ge­stalt heim­lich unlau­te­re Bezie­hun­gen unter­hielt. Da fällt etwas in sich zusam­men. Der Zwei­fel dringt ein. Die gemein­sa­me Sache wird geschwächt.
        Was wäre, wenn ein Pater Pio, ein Pfar­rer von Ars plötz­lich als Sün­der ent­larvt wür­den? Der kon­ser­va­ti­ve, bewah­ren­de Geist der Stär­ke wür­de geschächt.
        Unter 1000 Schein­hei­li­gen ist bekannt­lich nur ein Hei­li­ger. Und der weiß von sich in aller Demut: selbst er ist noch ein Sün­der.

      • Und wenn her­aus­kä­me, dass der Pfar­rer von Ars und Pad­re Pio hun­dert­mal mora­lisch fehl­ge­tre­ten wären — es wür­de an mei­ner gren­zen­lo­sen Ver­eh­rung für die­se wahr­haft katho­li­schen Hei­li­gen, die mir eine sol­che Stüt­ze im Glau­ben sind, kein Jota ändern!!

      • Dar­in erweist sich Ihre eige­ne Stär­ke. Ich beglück­wün­sche Sie, wenn es so ist.
        Die erwähn­ten Hei­li­gen waren auch nicht von Anfang an das, was sie gewor­den sind. Sie hat­ten es mit zahl­lo­sen Ver­su­chun­gen zu tun. Sie waren bereit, sich sel­ber abzu­ster­ben (im Gei­ste voll­zo­ge­ne Tau­fe), um dann auch im Gei­ste wir­ken zu kön­nen.
        Neh­men wir P. Pio und sein Leben. Vie­le Bücher stel­len ihn als einen lie­ben Men­schen dar, der Wun­der am lau­fen­den Band pro­du­zier­te. Ein­zig Maria Winow­ska lässt tief hin­ter die Fas­sa­de des Paters blicken. Sie zeich­net das getreue Bild eines Paters, der sich täg­lich neu auf­op­fert für die Bekeh­rung der Sün­der. Ja, der es mit dem leib­haf­ti­gen Satan und des­sen Angrif­fen zu tun bekommt.
        Denn wer im Wor­te Got­tes (Gebo­te) treu bleibt, aus dem tritt der Teu­fel irgend­wann aus, da er von innen nicht mehr wir­ken kann. Er zeigt sich nun phy­sisch und greift auch phy­sisch an. Er mal­tre­tiert sei­ne Opfer, er schlägt sie blu­tig… Erst nach die­sen Prü­fun­gen, beginnt der Hei­li­ge ganz ver­eint mit dem Wil­len Got­tes Cha­ris­men zu ent­fal­ten.
        Ich möch­te aber nicht beleh­ren, son­dern nur dar­stel­len, wie ich es sehe. Ich habe mir nicht des­halb des Namen Pio gege­ben, weil ich sei­nen Geist schon ver­wirk­licht hät­te, son­dern weil ich ihn für wahr und nach­ah­mens­wert hal­te. Hin­zu kommt frei­lich immer der gött­li­che Anruf. Dem gilt es zu ent­spre­chen. Glau­ben wir nicht, Gott sei macht­los und wir müss­ten ihn nun mit Gewalt ver­tei­di­gen, wie Petrus dem Mal­chus das Ohr abhieb. GOTT WIRD SELBER EINGREIFEN, WENN DIE ZEIT DAFÜR REIF IST!

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        War­um ich Ihren logi­schen Unsinn und dar­über hin­aus die geäu­ßer­ten sünd­haf­ten Mei­nun­gen nicht „akzep­tie­re?
        Weil ich als Jün­ger Jesu der Wahr­heit und Gerech­tig­keit ver­pflich­tet bin. Und die besagt, dass es vor Gott kein Anse­hen der Per­son gibt.
        Es ist also völ­lig gleich, ob ein Rech­ter oder Lin­ker eine Sün­de tut: Sün­de ist Sün­de. Und wenn fälsch­lich Hei­lig­ge­spro­che­ne — was ich aller­dings im Fal­le des Pfar­rers von Ars für unmög­lich hal­te, bei Pad­re Pio dage­gen schon (JP II — was soll man da noch erwar­ten?!) — schwer gesün­digt haben ohne Reue, dann kann ihnen auch kei­ne Ver­he­rung als Hei­li­ge gel­ten. Das ist alles sehr ein­fach und sehr logisch. Das Vati­ca­num I hat dage­gen einen Glau­ben wider Ver­nunft und Logik anathe­ma­ti­siert.

        Sie nen­nen sich selbst also „Tra­di­ti­ons­treu­er“, spre­chen aber täg­lich ver­werf­li­che Sät­ze aus. Ich gehe davon aus, dass Sie im Eifer des Gefech­tes ein­fach die jewei­li­gen Gegen­stän­de nicht aus­rei­chend geprüft haben und eher Vor­ein­ge­nom­men­hei­ten fol­gen. das ist sicher mensch­lich, damit aber noch nicht rech­tens! Aber dann wäre es hilf­reich, sich erst ein­mal in die ech­te Tra­di­ti­on zu ver­tie­fen und nicht gleich groß zu tönen.

        Ich sehe durch sol­che Per­ver­sio­nen im Tra­di­ti­ons­la­ger der eigent­li­chen und ech­ten Tra­di­ti­on alle Fel­le davon­schwim­men.
        Das ist mei­ne „Obses­si­on“.

        Wahr­schein­lich fällt aber der Gro­schen über mei­ne Moti­ve bei denen, die mir mit die­ser ewi­gen kurz­sich­ti­gen Lei­er kom­men, erst dann, wenn die Tra­di­ti­on auf­ge­so­gen ist in der Häre­sie.

        Ich spre­che hier ein­fach War­nun­gen aus über die Fol­gen solch unbe­dach­ten Geschwät­zes!

      • Ber­lus­co­ni war ein Hoch­stap­ler, Pino­chet genau betrach­tet ein Ver­bre­cher. Die Tra­di­ti­on hat sich höch­stens mit ihnen arran­giert, weil die Alter­na­ti­ven für die Kir­che noch mehr Scha­den ange­rich­tet hät­ten. Ich erin­ne­re mich aber an eine Stel­lung­nah­me des Vor­sit­zen­den der IBK, Ange­lo Kar­di­nal Bag­nas­co, einem groß­ar­ti­gen kon­ser­va­ti­ven Kir­chen­mann aus der Schu­le von Kar­di­nal Siri, in der er dem dama­li­gen ita­lie­ni­schen Pre­mier hef­tig ins Gewis­sen rede­te. Fran­co war anders, trotz demo­kra­ti­scher Defi­zi­te, ein auf mora­li­sche Inte­gri­tät bedach­ter Mann mit einer Visi­on und ein guter Katho­lik, zu sei­ner Zeit der rich­ti­ge Mann am rich­ti­gen Platz. Mir scheint, die spa­ni­schen Bischö­fe sind heu­te noch einen Deut katho­li­scher, glau­bens­fe­ster, und furcht­lo­ser, als die mei­sten ihrer euro­päi­schen Amts­brü­der.

      • Das Gene­ral Pino­chet ein „Ver­bre­cher“ war, möch­te ich als mehr­fach in Chi­le Gewe­se­ner ent­schie­den bestrei­ten. Er war, wie schon gesagt, kein Hei­li­ger, aber wel­cher Poli­ti­ker ist das schon? Chi­le stand 1973 am Abgrund von Mar­xis­mus, Befrei­ungs­theo­lo­gie, Gen­de­ris­mus. Pino­chet hat einen schwe­ren, muti­gen und ein­sa­men Kampf gegen die­se sata­ni­schen Mäch­te geführt. Sei­ne Kir­che hat ohn damals, kon­zilstrun­ken wie sie war, weit­ge­hend im Stich gelas­sen, bis auf weni­ge muti­ge Bischö­fe. Pino­chet muss­te tief in die Kloa­ke gehen — dabei macht man sich unver­meid­lich auch sel­ber schmut­zig. Aber nur, um alles wie­der sau­ber zu krie­gen.

        Ver­ges­sen wir nicht, dass Sei­ne Exzel­lenz EB Lefèbrve damals den Gene­ral per­sön­lich auf­such­te und ihm aus­drück­lich sei­nen Dank und das Pla­cet der Kir­che (er war damals noch kei­nes­wegs exkom­mu­ni­ziert!) aus­sprach für sein Ret­tungs­werk gegen den Mar­xis­mus.
        Und Kar­di­nal Ratz­in­ger hat bei einem Besuch der chi­le­ni­schen Bischö­fe 1998 ganz Ähn­li­ches über die Befrei­ung Chi­les gesagt.

      • Es ist nicht zu ertra­gen, was hier daher­ge­schwa­felt wird. Eine ech­te Schan­de! Es fehlt am Geist der Unter­schei­dung:
        Dass Lef­eb­v­re erheb­lich dane­ben gegrif­fen hat mit eini­gen poli­ti­schen State­ments und der hirn­lo­sen Ver­bin­dung mit der poli­ti­schen Rech­ten, dürf­te bei selbst gerin­gem intel­lek­tu­el­lem Auf­wand klar sein. Das wäre alles ver­zeih­lich, wenn sich dar­auf nicht heu­te ein Heer ver­wirr­ter und ver­führ­ter Tra­di­tio­na­li­sten beru­fen wür­de, als wäre Lef­eb­v­re der Papst gewe­sen, was er aber defi­ni­tiv nicht war. Im Prin­zip hat er sich wohl auch bei aller ver­ständ­li­chen und berech­tig­ten Kri­tik an Kon­zil, Lit­ur­gie­re­form etc. nur etwas ange­maßt und ande­re Tra­di­ti­ons­trä­ger vom Markt gedrängt.

        Die State­ments von Leu­ten, die immer behaup­ten, da und dort gewe­sen zu sein und nichts gemerkt zu haben von, sind genau­so über­flüs­sig wie die State­ments der Gegen­sei­te, die natür­lich immer was gese­hen hat.

        Ent­we­der es häu­fen sich Fak­ten zu einer Sache, es gibt glaub­wür­di­ge Zeugnisse/Zeugen oder eben nicht.
        Sowohl in Chi­le als auch in Argen­ti­ni­en sind jedoch schwer­ste Ver­bre­chen gesche­hen, die man nicht den Rech­ten zuge­ste­hen und den Lin­ken vor­wer­fen kann — das ist ein a‑katholisches Mes­sen mit zwei­er­lei Maß.
        Der Zweck hei­ligt auch und beson­ders der katho­li­schen Leh­re gemäß nie­mals ver­bre­che­ri­sche Mit­tel.
        Auch Lef­eb­v­res Ver­tu­schung der hoch­pro­ble­ma­ti­schen Gestalt Marechal Petains ist eine Kata­stro­phe. Wall­fahr­ten der „Tra­di­ti­on“ zum Grab Petains, der sich fast kul­tisch hat­te ver­eh­ren las­sen und im übri­gen mit Hit­ler kol­la­bo­rier­te, sind ein ech­tes Armuts­zeug­nis und las­sen auf­schei­nen, was mit der soge­nann­ten „Tra­di­ti­on“ eigent­lich los ist: sie ist eben­so ver­blen­det wir ihre Wider­sa­che­rin, die Kon­zils­kir­che.

        Es ist kata­stro­phal, dass hier offen­bar nie­mand begreift, dass die Ver­ir­run­gen der Lin­ken kei­nen Hei­li­gen­schein über deren poli­ti­sche Wider­sa­cher auf der Rech­ten legen!

        Und nun das Schman­kerl: es will mir nicht in den Kopf, dass hier die­sel­be rech­te Schicke­ria, die stän­dig gegen „den“ Westen hetzt und das frei­mau­re­ri­sche Ame­ri­ka hin­ter allem wahr­zu­neh­men glaubt, nicht erfasst, dass die Her­ren Pino­chet und Co. KG alle Gebur­ten aus den USA sind, von den Ame­ri­ka­nern finan­ziert und höchst­wahr­schein­lich sogar auch instal­liert wur­den.

        Man schreit hier nach rechts­ge­rich­te­ten Füh­rern, aber nicht nach dem Herrn und Erlö­ser.

        Die­ses „Tra­di­ti­on“ ist unge­fähr so ver­blen­det wie sei­ner­zeit Pius XI., der die frei­mau­re­ri­sche mexi­ka­ni­sche Regie­rung gegen die Cri­ste­ros unter­stütz­te, die eigent­lich in Wahr­heit für die tra­di­tio­nel­len wer­te stan­den.

        Aber was soll es — ich spü­re es bis ins Mark, dass es zu spät ist ange­sichts die­ses gei­sti­gen Desa­sters. Das Cha­os könn­te nicht schlim­mer sein.
        Es ist zu spät.
        Es ist zu spät.
        Jeder wird nun sei­ne Irrun­gen wei­ter irren, ob links ob rechts.

        Nur sehr sehr weni­ge fra­gen danach, was allei­ne eiem Katho­li­ken ansteht zu fra­gen: was der Wil­le des Vaters ist.
        Lei­der auch hier im Forum — die­se Fra­ge ist kei­ne ein­zi­ge Taste wert.

      • zum gro­ßen Teil Zustim­mung nur es ist nie zu spät, dass fest­zu­stel­len steht allei­ne Gott­va­ter zu.
        Zum The­ma es liegt im Men­schen einen Herr­scher zu wol­len, einen der einem sagt, wo’s lang geht, und der Garant für das Glück ist.
        Und es liegt in der Natur des Men­schen den Häupt­ling umzu­brin­gen wenn er nicht tut, was die regier­ten wol­len.
        Es liegt in der Natur des Men­schen das gol­de­ne Zeit­al­ter ent­we­der in der Ver­gan­gen­heit zu ver­or­ten, oder in der Zukunft.

        Das Pro­blem der from­men von der einen wie von der ande­ren Frak­ti­on liegt in etwas ganz ein­fa­chem, all die­se mytho­lo­gi­sche Sehn­sucht nach „Bar­ba­ros­sa der aus dem Kyff­häu­ser kommt“ und nach dem kom­mu­ni­sti­schen End­zu­stand fin­det sei­nen Schluss­punkt in Chri­stus.

        Also alle Sehn­sucht der Völ­ker nach dem, wie ver­kehrt auch immer es aus­ge­drückt wird, Wah­ren, Schö­nen, Guten, hat sich erfüllt in Chri­stus!

        Und genau des­halb ist all das was Sie beschrei­ben und das was Sie, wegen der Fül­le von Fak­ten, nicht beschrie­ben haben, eine Abkehr dahin von wo der Mensch, uner­löst mal ange­fan­gen hat.

        Wer­te Zeit­schnur, wir müs­sen damit leben, dass die Kir­che schon immer und ewig von Idio­ten geführt wird, dass selbst die From­men irgend­wo einen blin­den Fleck haben, aber des­halb dar­auf schlie­ßen,. dass der Weg der Kir­che zu ende ist und ER nun kommt, das ist Hoch­mut.

        Ich ver­steh das schon, was sie mei­nen, aber mei­nes Erach­tens sind die ver­ra­te­nen Chri­ste­ros Kämp­fer und die ver­ra­te­nen FMI die wah­ren Nach­fol­ger Chri­sti und ja solan­ge es noch irgend­wo sol­che Nach­fol­ger gibt, kann Gott der Herr unser Geschick ändern.

      • @Zeitschnur: Was oder wer ist in Sie gefah­ren, dass Sie sich zu sol­chen Tira­den gegen die Tra­di­ti­on her­ab­las­sen? Es ist unbe­greif­lich. Frü­her habe ich ande­res, muti­ges und wah­res von Ihnen gele­sen. Mir scheint, dass Sie zu einem letzt­lich doke­ti­schen und damit häre­ti­schen abstrak­ten ethi­schen Rigo­ris­mus nei­gen. Die­ser wur­de von der Leh­re der Kir­che immer ver­wor­fen, denn er ist pro­te­stan­tisch und wider­spricht der ver­nunft­be­gab­ten Natur des Men­schen.

        Die Kir­che lehr­te immer die Abwä­gung zwi­schen dem grö­sse­ren und dem gerin­ge­ren Übel. Des­halb stand sie — jeden­falls die glau­bens­treu­en Bischö­fe in ihr — klar bei den muti­gen, treu­en Män­nern, die kei­ne „Demo­kra­ten“ waren (was für ein schil­lern­des, schä­bi­ges Wort!), aber ihre Völ­ker nach den Wer­ten der Kir­che geführt haben. Dass dies für die heu­te als „Dik­ta­to­ren“ ver­leum­de­ten süd­ame­ri­ka­ni­schen Füh­rer der 70er, 80er Jah­re gilt, hat nicht nur EB Lef­eb­v­re, son­dern auch Kar­di­nal Ratz­in­ger, an dem ich sonst auch viel Kri­tik habe, oft genug gesagt.

        Wenn man gezwun­gen ist, eini­ge Links­sub­ver­si­ve unschäd­lich zu machen, um damit einen mas­sen­haf­ten Mord und schlimm­ste sitt­li­che Ver­wer­fun­gen durch die Lin­ken zu ver­hin­dern, ist dies nach der Leh­re der Krche nicht nur erlaubt, son­dern gebo­ten. Den­ken Sie bit­te dar­über nach.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Las­sen Sie es gut sein — irgend­wie ver­ste­hen Sie nicht, was ich sage. Katho­li­sche Leh­re ist nun mal kei­ne Abwä­gung, son­dern immer Defi­ni­ti­on.
        Und was defi­niert ist, wird nicht mehr abge­wo­gen. Sün­de ist Sün­de. Punkt. Der Ehe­bruch oder die Hure­rei eines Mon­ar­chen ist nicht weni­ger schlimm als die eines armen Würst­chens. Der Mord von der Hand eines Rech­ten ist und bleibt ein Mord und ist genau­so schwer­ste Sün­de wie der Mord durch einen Lin­ken.

        Sie haben wirk­lich kei­ne Ahnung — die gan­ze Hl. Schrift beklagt das Mes­sen mit zwei­er­lei Maß und kün­digt denen, die das Recht der Klei­nen beu­gen, das ewi­ge Feu­er an.

        Dass Sie mir auf­grund mei­ner Bereit­schaft, den Wil­len des Vaters ernst­zu­neh­men, nun „Häre­sie“ vor­wer­fen — und zwar fürs Den­ken nach der Leh­re der Kir­che, ver­ei­nigt Sie mit den Post­mo­der­ni­sten. Sie sind eines der Bei­spie­le für das, was ich mit zuneh­men­dem Ent­set­zen bemer­ken muss­te.

        Mich beseelt der glei­che Mut wie damals, Ver­ehr­te­ster, aber Sie kön­nen mir im Moment nicht mehr fol­gen. Mutig ist man also für Sie solan­ge, solan­ge man das bestä­tigt, was Sie hören wol­len. Sagt man etwas, was Sie nicht hören wol­len, ver­ste­hen Sie Ihre klei­ne Welt nicht mehr.

        Für mich lohnt sich aller­dings die­se Debat­te nicht wei­ter. Las­sen wir es doch ein­fach so ste­hen!

      • @ besorg­ter christ

        Ich schaue ein­fach nur wach in die Situa­tio­nen und mei­ne Lebens­er­fah­rung ist inzwi­schen auch etwas opu­len­ter gewor­den.

        Das Guar­di­ni-Buch habe ich übri­gens, das Sie auch mir ander­wärts emp­feh­len wol­len…

        Sehen Sie sich das Cha­os doch an — die Krö­nung die­ser sata­ni­schen Wirr­nis­se bie­ten einem die beson­ders voll­mun­di­gen Tra­dis.

        Weiß man das wirk­lich nicht mehr, dass es unter katho­li­schen Her­ren Ver­ur­tei­lun­gen oder gar Hin­rich­tun­gen nur nach gerech­ten Pro­zes­sen geben dürf­te?
        Wie dege­ne­riert ist „die“ Tra­di­ti­on, dass hier Leu­te im Ernst den­je­ni­gen für häre­tisch hal­ten, der an den über­lie­fer­ten römi­schen Rechts­grund­sät­zen fest­hal­ten?!

        Wel­cher Ungeist wütet in Typen, die es voll­kom­men okay fin­den — ange­sichts des Zwecks — Leu­te zu kid­nap­pen und überm Meer ein­fach abzu­wer­fen, ohne Gerichts­pro­zess, ohne kon­kre­ten Schuld­vor­wurf und ohne Gele­gen­heit, sich zu ver­tei­di­gen?

        Der Satan geht umher wie ein brül­len­der Löwe sagt uns Petrus — der geläu­ter­te Petrus, den Jesus zuvor — weil er so dumpf­backig und eigen­mäch­tig und gewalt­tä­tig war — mit den Wor­ten „Vade retro me Sata­na!“ zurück­wei­sen muss­te.

        Ist Ihnen denn nicht klar, dass die gei­sti­ge Ver­wir­rung kein Kin­der­spiel ist, das man kurz aus­tau­schen könn­te? Sie ist so tief ein­ge­drun­gen, v.a. unter den From­men, dass wirk­lich kaum mehr Hoff­nung ist.
        Gewiss — bei Gott ist kein Ding unmög­lich. Aber es gab immer auch ein Zuspät.
        Was macht Sie so sicher, dass es nicht erreicht ist?
        Ihr Hoch­mut? (Ver­zei­hen Sie die Rück­fra­ge!)

        Die apo­ka­lyp­ti­sche Per­spek­ti­ve der Schrift ist ja nicht dazu da, dass man sie hoch­mü­tig igno­riert, son­dern in Demut aner­kennt, dass sie auch ein­mal, zum Bei­spiel bald, erreicht sein könn­te. Könn­te.
        Könn­te.

      • @Zeitschnur: Sie mögen äusser­lich katho­lisch geblie­ben sein, aber inwen­dig und in Ihrem Den­ken sind Sie dem Pro­te­stan­tis­mus anheim gefal­len. „Allein den Wil­len des Vaters tun“ — rein­ster pro­te­stan­ti­scher Sprech. Wie erken­nen wir denn allein den Wil­len des Vaters?? Doch allein durch das Stu­di­um und gehor­sa­me Ori­en­tie­rung an der unwan­del­ba­ren hei­li­gen Tra­di­ti­on. Durch nichts sonst. Alles ande­re — z.B. das pure „Bibellesen“ — führt gera­de­wegs in die Irre.
        Ich ver­ste­he Sie nicht mehr, wer­de aber für Sie beten.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        „Pro­te­stan­ten­sprech“?
        Die Hl. Schrift ist für Sie „Pro­te­stan­ten­sprech“?
        Katho­li­ken, die ein Pro­blem mit der Schrift haben, sind Häre­ti­ker und es gitl auch für sie die­ser Satz Jesu:

        „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Him­mel­reich kom­men, son­dern nur, wer den Wil­len mei­nes Vaters im Him­mel erfüllt.“ (Mt. 7, 21)

        Wenn ich also alles drans etze, die­sen Wil­len des Vaters tun zu wol­len, habe ich immer­hin Jesus in mei­nem Ansin­nen auf mei­ner Sei­te.
        Wen haben Sie in der Ver­wei­ge­rung die­ser For­de­rung Jesu denn auch Ihrer Sei­te?

      • Sor­ry für mei­ne Tipp­feh­ler übri­gens mal an die­ser Stel­le.

        @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Sie blei­ben mir immer und jedes­mal den Beweis für Ihre ver­hee­ren­den Irr­leh­ren schul­dig.
        Sie lesen nicht nur nicht die Schrift, son­dern Sie ken­nen auch nicht die tat­säch­li­che, ein­deu­tig hin­te­leg­te Leh­re der Kir­che.

        Ich bin nicht nur äußer­lich, son­dern auch inner­lich katho­lisch.
        Sie kön­nen mir gei­stig nicht fol­gen, das ist das Pro­blem.
        Aber es ist nicht mein Pro­blem, son­dern Ihres.

        Ich wage es, außer­halb des tra­di­tio­na­li­sti­schen Schub­la­den­schranks zu for­mu­lie­ren — dem depo­si­tum fidei habe ich des­halb aber an kei­ner Stel­le wider­spro­chen. Im Gegen­teil — ich erin­ne­re all die­ses pseu­do­kon­ser­va­ti­ve Gefa­sel hier nur immer wie­der an das, was tat­säch­lich tra­diert ist. IST.

        Sie dage­gen ver­wech­seln sämt­li­che Irr­tü­mer Lef­eb­v­res und des polit­ka­tho­li­schen Zom­bie­tums mit der „Tra­di­ti­on“. Ihre Begrün­dung für Ihren Unsinn lau­tet meist, dass der oder jener (der kei­ne Auto­ri­tät hat!) es aber so oder so gese­hen habe. Na und? was inter­es­siert es die Kir­che, was ein Lef­eb­v­re gemeint hat, wenn es falsch, also der gesam­ten hin­ter­leg­ten Tra­di­ti­on wider­spricht?

        Wer aller­dings erst mal in einem sol­chen gei­sti­gen Ter­rain gelan­det ist, ist bereits für das ver­nünf­ti­ge Nach­den­ken oder gar ein inwen­di­ges Hören auf die Stim­me Jesu taub gewor­den.

        Dis­kus­sio­nen hel­fen da nichts mehr, sie dre­hen sich im Kreis, denn Ihre Bei­trä­ge die­nen nur dazu, jede gei­sti­ge Bewe­gung, die Sie ableh­nen, mit allen, man­gels Argu­men­ten v.a. mit unlau­te­ren und hämi­schen, Mit­teln zu ver­hin­dern.

      • @Zeitschnur: Selbst­ver­ständ­lich ist die Hl. Schrift für sich genom­men „Pro­te­stant­an­sprech“, da das ver­hee­ren­de und häre­ti­sche Prin­zip „Sola scrip­tu­ra“ vom Erz­ket­zer Mar­ti­nus L. erdacht wur­de. Mir ein­zel­nen Bibel­stel­len an den Kopf zu knal­len ist eine unka­tho­li­sche, durch und durch pro­te­stan­ti­sche Metho­dik. Die Kir­che hat — jeden­falls bis 1962 — immer gelehrt, dass die Hl. Schrift der Tra­di­ti­on unter­ge­ord­net ist und nur unter der her­me­neu­ti­sche Richt­schnur der Tra­di­ti­on erschlos­sen und recht gele­sen und ver­stan­den wer­den kann. Die Schrift ist nor­ma nor­ma­ta, die Tra­di­ti­on ist nor­ma normans. Nicht umge­kehrt, wie bei den pro­te­stan­ti­schen Häre­ti­kern.

        Des­halb war es bis zum unse­li­gen „Kon­zil“ in wei­ten Tei­len der Kir­che so, dass die Lai­en gar kei­ne Bibel besa­ßen, weil ihre Lek­tü­re und Aus­le­gung dem theo­lo­gisch gebil­de­ten, durch die Tra­di­ti­on geschul­ten Kle­rus vor­be­hal­ten blieb. Den­ken Sie an die alt­ehr­wür­di­ge „Arkan­dis­zi­lin“.

        Erst das „Kon­zil“ mit sei­ner pro­te­stan­ti­sie­ren­den bibli­zi­sti­schen Her­me­neu­tik hat dem Ge- und damit Miss­brauch der Schrift Tor und Tür geöff­net. Eine der Haupt­ur­sa­chen für die Ver­hee­run­gen und Ver­wir­run­gen in der Leh­re und den ent­setz­li­chen Nie­der­gang der Tra­di­ti­on und des genu­in Katho­li­schen.

        Kom­men Sie mir also bit­te nicht mit Bibel­zi­ta­ten, son­dern argu­men­tie­ren Sie, wenn Sie mei­nen, mir wider­spre­chen zu müs­sen, mit der Tra­di­ti­on. Auch die ange­führ­te Schrift­stel­le mit dem Tun des Vater­wil­lens kann erst durch die Schlüs­sel der Tra­di­ti­on recht gedeu­tet wer­den. Und dann zeigt sich, dass der Wil­le des Vaters in dem liegt, was die Kir­che bis 1962 immer gelehrt hat.

  3. was ich über­haupt nicht ver­ste­he, war­um man einer­seits Paul Vi selig spricht und ande­rer­seits die von ihm pro­gno­sti­ziert mora­li­sche Ver­wü­stung der Ehen auch nicht mir kirch­li­chem Segen aus­stat­ten will.
    Man stellt den Pro­phet auf den Sockel, damit ihn kei­ner hört, oder was?

    Und ja prae­na­ta­le ärzt­li­che Dia­gno­sen gibt es zu Hauf. Ich ken­ne eine Frau der hat­te man ein zwer­gen­wüch­si­ges Kind pro­gno­sti­ziert, die gan­ze Schwan­ger­schaft über, jeder Ultra­schall, auch ein spe­zi­al Ultra­schall, ergab das.
    Das Kind war dann bei der Geburt exakt 52cm groß, das ist an der Gren­ze nach „zu groß“.
    Als die Mut­ter das dann der behan­del­ten Ärz­tin so sag­te, grin­ste die nur blöd und sag­te „Ach dann war es ja doch nicht zu klein!“

  4. Eine Infor­ma­ti­on an die Redak­ti­on und an alle Leser. Es ist nett zu schrei­ben: der Papst von Huma­nae Vitae, aber es gefähr­det die See­le der Leser, die sich dar­über erkun­di­gen und sich dann sagen: „Gute Enzykli­ca, also guter („hei­li­ger“) Papst!“ So ist das nicht! Die Wahr­heit soll gesagt sein, gera­de für das Wohl der See­len und die Ehre Got­tes! Die­ser Papst Paul VI hat die katho­li­sche Reli­gi­on zer­stört. Man lese all sei­ne Anspra­chen, all sei­ne Schrif­ten und sei­ne öffent­li­chen Ver­kün­di­gun­gen. Er hat zum Men­schen­kult auf­ge­ru­fen. Er hat gesagt wort­wört­lich: man muss sich des alten der Kir­che ent­le­di­gen. Er hat gesagt der Mensch wur­de geschaf­fen um Mensch zu wer­den. Er hat gesagt: DAS LETZTE WORT HAT DIE MENSCHLICHE VERNUNFT! Er hat gesagt und geschrie­ben: dass dem Men­schen die Ehre erwie­sen wer­den muss, da er das Ziel ist (also das Alpha und das Ome­ga! Und das ist Blas­phe­mie!). Er hat ein eige­nes Cre­do auf die Mensch­heit erfun­den, und zwar als der erste Mann auf dem Mond gelan­det war. Er hat den Men­schen, die Mensch­heit und Ver­nunft in sei­nem CREDO dass er in den Medi­en und Radio Sta­tio­nen laut ver­kün­de­te ganz oben hin­ge­stellt und Gott aus­ge­las­sen und hat eine Anbe­tungs-Ehr­e­hym­nes auf den Men­schen gespro­chen. Und neben­bei: sei­ner ver­stor­be­nen Mut­ter hat er sel­ber den Grab­stein ent­wor­fen, es hat kei­nen ein­zi­gen christ­li­chen Sym­bol, son­dern ist uber­sät mit Frei­mau­rer­zei­chen. ALSOBit­te­schön, ver­ges­sen wir Huma­ne Vitae, den sicher ein kon­ser­va­ti­ver from­mer für ihn ent­wor­fen hat und er dann aber (wie­so auch immer) ver­öf­fent­lich­te. Bei all den Doku­men­ten, Pre­dig­ten und Ver­mel­dun­gen aller Päp­ste, ist die­ser Papst schlim­mer als alle ande­ren. Schlim­mer noch als eini­ge Din­ge und der ande­ren so eben Selig gespro­che­nen Päp­ste. Übri­gens zur Infor­ma­ti­on: Papst Johan­nes Paul wur­de in Kath.pedia auch noch als Papst Johan­nes Paul DER GRO­ßE , notiert. Der Gro­ße weil man ihn als den größ­ten Hel­den des Vati­ka­num II und der Öku­me­ne> http://www.kathpedia.com/index.php?title=Liste_der_P%C3%A4pste
    Der Größ­te der von der Welt Aner­ken­nung ern­te­te, das stimmt schon. Dabei wis­sen wir dass die wah­ren Söh­ne Got­tes kei­ne Aner­ken­nung und Bewun­de­rung ern­ten, son­dern Ver­spot­tung, Ver­fol­gung, Miss­hand­lung und die Kreu­zi­gung Sei­tens der Gottlosen/Gottfernen. Der wah­re Gro­ße des Ver­falls ist jedoch Papst Paul VI. Die Kir­che liegt jetzt, wenn man die­sen Papst „Selig“ erklärt, völ­lig in Trüm­mern, sie hat die Tal­soh­le erreicht. Mor­gen wer­den sie noch Mar­tin Luther Hei­lig spre­chen. Ich bin ent­täusch. Es ist von Wun­der zu spre­chen, von wah­rer Gna­de, wenn ich die­se Bau­stel­le nicht ver­las­se und hof­fe, ja hof­fe auf eine Wie­der­ge­burt, eine Auf­er­ste­hung der Kir­che Got­tes!

    • Zur Ret­tung des Sat­zes: „Das letz­te Wort hat die mensch­li­che Ver­nunft“, muss man viel­leicht bemer­ken, dass die Ver­nunft ihren Sitz im Her­zen hat. Ver­nunft ist nicht Ver­stand.
      Gott spricht nicht an der Ver­nunft des Men­schen vor­bei. Wenn wir das gau­ben, fal­len wir in eine kal­te Geset­zes­ka­su­istik.
      Wir lau­fen auch Gefahr, wenn wir einen Papst oder Päp­ste stig­ma­ti­sie­ren, dass wir hart und recht­ha­be­risch wer­den. Die Men­schen mögen uns dann nicht mehr zuhö­ren.
      Ich nei­ge auch dazu, im Eifer des Gefechts zu wet­tern, sofern ich im mich im Lager der Recht­gläu­bi­gen wäh­ne. (Ich füh­le mich ja bedroht.) Aber eine ein­zi­ge Situ­tai­on, die unser Leben und unse­re Erfah­run­gen ver­än­dert, reicht manch­mal schon aus, genau die Posi­ti­on zu ver­tre­ten, die wir gestern noch ver­teu­fel­ten.
      Neh­men wir uns ein Bei­spiel an Jesus. Er hat mit aller Ent­schie­den­heit gelehrt, aber gleich­zei­tig hat er auch allen Hass der Höl­le auf sich gezo­gen, da er sich nicht (!) gewehrt hat (Gegen­ge­walt, Hass als Reak­ti­on, etc.). Im Blick auf das Kreuz sehen wir, dass Jesus die Umkehr in dem Maße bringt, wie er dem Hass mit Lie­be begeg­net. Jedem gewalt­be­rei­ten Men­schen hält er den Spie­gel ’sei­ner‘ Gewalt vor, so dass er spre­chen kann: ‚So bin ich. So vol­ler Hass und Gewalt.‘ Man bemerkt das häu­fig im All­tag: in dem Maße, wie wir auf Recht­fer­ti­gung, Ent­schul­di­gung und Ver­gel­tung ver­zich­ten, kommt der ande­re zur Besin­nung. Er erkennt sich im Edel­mut des ande­ren, in sei­nem Opfer sieht er sich plötz­lich als Täter.
      Paul VI. wie auch Joh. Paul II habe ich immer als tief from­me und hei­li­ge Män­ner erspürt. Nun bin ich ehr­lich gesagt irri­tiert, wenn ich lese, dass sie im Grun­de die Kir­che kaputt gemacht haben.
      Wenn ich mich ande­rer­seits mit der Pius­bru­der­schaft aus­ein­an­der­set­ze, ver­ste­he ich ihre Sor­gen. Dann aber flößt sie mir auch Furcht ein, wenn ich sehe, wie weit sie sich auch von Mensch­lich­keit und Her­zens­lie­be (hier nicht zu ver­ste­hen als Schwa­fel­wort) weg­be­wegt. Ande­re Men­schen kön­nen wir nur durch Güte an uns zie­hen. Frei­lich dür­fen wir die eige­ne Posi­ti­on dabei nicht opfern (Kon­zil­sten­denz).
      Bei Zeit­schnur konn­te ich lesen, dass gera­de die Kon­ser­va­ti­ven — wohl wegen ihrer Ver­drän­gun­gen — auch die zur Per­ver­si­on nei­gen­den waren.
      Ich den­ke, wir müs­sen uns des­halb hüten, in Extre­me zu ver­fal­len. Aus dem stil­len Käm­mer­lein her­aus, lässt sich ein festes und schlüs­si­ges Moral­ge­bäu­de leicht errich­ten. Gehen wir aber aus unse­rem Schnecken­haus her­aus und sind wir unter den Men­schen, ver­än­dert sich auch unse­re Sicht auf die Din­ge. Wir wer­den nach­sich­ti­ger. Ja, wir lau­fen Gefahr selbst umzu­fal­len und geschluckt zu wer­den vom Zeit­geist. Dann deu­ten wir plötz­lich alles zu unse­ren eige­nen Gun­sten, nur anders­her­um aus. — Es ist wahr­lich nicht leicht Glau­be, Lie­be und Hoff­nung (i.S. von Zuver­sicht) mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Beten, leben und Ste­hen in den Gebo­ten: gar nicht leicht. Aber wer sagt, dass es leicht ist, Christ zu sein.

      • Herr P.Pio,
        Sie sind mir mit Ihren Kom­men­ta­ren heu­te auf­ge­fal­len und eigen­ar­ti­ger­wei­se begann ich für Sie zu beten. Vor allem Ihre Sät­ze heu­te Mit­tag: „Indem man die Tra­di­ti­on mit J.P. II eini­ger­ma­ßen befrie­dig­te, drück­te man Johan­nes gleich­zei­tig mit durch!“, beweg­ten mich sofort an Sie beim Rosen­kranz­ge­bet zu den­ken. Ich dach­te mir: der arm hat den Namen eines hei­li­gen Paters, aber blickt nicht durch… denn Johan­nes Paul befrie­digt nicht die Tra­di­ti­on. Sie sind wahr­schein­lich der erste der aber auf so eine Idee kommt. Es war mir sofort klar, dass Sie es bedür­fen den katho­li­schen Glau­ben zu stu­die­ren und sich von Chri­stus und der Mut­ter­got­tes, den Hl. Geist füh­ren zu las­sen. Erst jetzt sehe ich, dass Sie mein Schrei­ben kom­men­tiert haben (wäh­rend ich es unter­las­sen hat­te den Ihri­gen zu kom­men­tie­ren). Es war wirk­lich ein wirk­li­ches Fin­ger­zeig Got­tes für Sie zu beten und aus Lie­be zu Ihnen und Ihrer See­le, set­ze ich mein Gebet für Sie fort.
        Gott hel­fe, lei­te, erleuch­te und seg­ne Sie, lie­ber Bru­der in Chri­stus

      • Chia­ra, sie haben mich erkannt. Ich ken­ne die Wahr­heit nicht, aber ich suche sie. Des­halb tut es mir sehr wohl, dass sie für mich beten. Allein das kann mir hel­fen und mich wei­ter brin­gen.

  5. Mit sei­nen Auf­trit­ten als ALTPAPST nimmt Dr. Ratz­in­ger dem Papst­amt sehr viel von sei­ner Wür­de

    • Woll­te sich der Expapst nicht den Blicken der Welt ent­zie­hen und nur noch dem Gebet oblie­gen, und jetzt eine Kar­ne­va­lia­de als Papst nach der ande­ren, zuletzt bei Ber­go­gli­os Alten­nach­mit­tag auf dem Peters­platz. Das Kon­zils­thea­ter wird immer gro­tes­ker!

    • Und war­um soll­te Ihrer Mei­nung nach ein Alt­papst nicht an der Selig­spre­chung eines ande­ren Alt­pap­stes teil­neh­men dür­fen? Oder an der Hei­lig­spre­chung der Alt­päp­ste Woj­ti­la und Ron­cal­li?
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Die­ser Alt­papst ist ein Mär­chen­on­kel, der — aus­ge­fuchst ist er ja wie kein zwei­ter — der Tra­di­ti­on lei­der jede Men­ge Sand in die Augen gestreut hat. Er wird es vor sei­nem Herrn ver­ant­wor­ten müs­sen, wohin er die Kir­che gebracht hat.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er
        Uner­hört, was Sie da über den guten und genia­len Papst Bene­dikt schrei­ben. Wel­cher Papst die Kir­che in den Abgrund zu füh­ren droht, dar­über sind wir uns doch wohl einig, und die­ser Papst heißt nicht Bene­dikt. Nur der Ratz­in­ge­ria­nis­mus kann die Kir­che noch ret­ten.

  6. Ich freue mich über die Selig­spre­chung die­ses gro­ßen Pap­stes, der die Refor­men des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils auch in die Tat umsetz­te!

    • @Sarah: Dis­si­den­ten sind hier nicht gern gese­hen. Trol­len Sie sich zu den links­frei­mau­re­ri­schen Por­ta­len.

      • @ sarah will ein wenig pro­vo­zie­ren, hat aber objek­tiv nur eine per­sön­li­che Aus­sa­ge gemacht „Ich freue mich…“.
        Auch wenn ich mich über­haupt nicht freue über die­se Selig­spre­chung, muss jemand das Gegen­teil sagen dür­fen, ohne hier gleich auf so jäm­mer­li­che Wei­se nie­der­ge­macht zu wer­den.
        Nein, ich freue mich über­haupt nicht!
        Huma­nae vitae war eine Beru­hi­gungs­pil­le für die Kon­ser­va­ti­ven, ein saf­ti­ges Stück Befrie­di­gungs­fleisch für die Tra­dis, wäh­rend der Papst Paul in aller Unge­stört­heit die Lit­ur­gie­re­form fest­zur­ren konn­te.

    • @ Sarah: Drücken Sie doch bit­te Ihre Freu­de bei Ihres­glei­chen aus. Da wer­den Sie viel mehr Ver­ständ­nis als hier fin­den. Und dann illu­mi­nie­ren Sie ein schö­nes Bild­chen und ver­fas­sen eine Hym­ne auf den neu­en Seli­gen.

      • Nun, „Sarah“ beju­belt natür­lich die „Reform“ der Zer­stö­rung der Lit­ur­gie und damit des Glau­bens. Denn: lex oran­di — lex creden­di.

        Und sol­che Linksfreimaurer(innen) sind hier nicht gern gese­hen.

    • Wenn ich eine Sarah wäre, wür­de ich mich auch über die „Selig­spre­chung“ eines Pap­stes freu­en, dem es gelun­gen ist, den größ­ten Teil der sicht­ba­ren Kir­che zu zer­stö­ren. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, Sie wis­sen ja, daß am Ende das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens und nicht die Syn­ago­ge Satans tri­um­phie­ren wird!

      • „Die Syn­ago­ge Satans“ — das muss man sich auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen. Damit ist zum The­ma Anti­se­mi­tis­mus und Rechts­ka­tho­li­zis­mus vie­les gesagt.

      • @ Pascha­lis
        Sie fal­len aber nicht wirk­lich aus allen Wol­ken oder? Eine Lese­emp­feh­lung:
        Die „Syn­ago­ge Satans“ stammt aus der Hei­li­gen Schrift: Offen­ba­rung des Johan­nes 2,9.

      • Wie aktiv Satan in sei­ner Syn­ago­ge ist, sieht man auf ent­setz­li­che Wei­se seit Mona­ten an dem Abchlach­ten der Glau­bens­brü­der in Nah­ost. Die „IS“-Mörder wur­den vom zio­ni­sti­schen Mos­sad jah­re­lang genährt und aus­ge­rü­stet.

      • @ alle zur Begriffs­klä­rung

        Die „Syn­ago­ge Satans“ ist in der Apo­ka­lyp­se meint die „Versammlung/Schule Satans“. Eine Syn­ago­ge ist im Ggs. zum Tem­pel ein Lehr­haus, eine „Schu­le“. In den jüdi­schen Syn­ago­gen fin­den ja kei­ne Zere­mo­nien statt, die dem Tem­pel vor­be­hal­ten waren, näm­lich die Opfer­ri­ten.

        Am Ende der Zei­ten wird sich der Anti­christ in den Tem­pel Got­tes set­zen, was allrdings ohne die Errich­tung eines ent­spre­chen­den Lehr­ge­bäu­des (also einer „Syn­ago­ge“) nicht mög­lich wäre.

        Da der Text im übri­gen meta­pho­risch oder auch in einer Bild­spra­che ein Geheim­nis birgt, wie alle pro­phe­ti­schen Äuße­run­gen, ist es offen, wie er dann kon­kret, wenn sich die Pro­phe­tie erfüllt, tat­säch­lich gedeu­tet wer­den muss. Dass man hier schnell ganz dane­ben liegt, zeigt uns die Lage in der Zeit Jesu: trotz Pro­phe­tie erkann­ten ihn vie­le nicht, weil sie die pro­phe­ti­schen Zei­chen längst schon „vor­aus­be­setzt“ hat­ten.
        Hüten wir uns vor dem­sel­ben Feh­ler.

        Ich mah­ne zur Nüch­tern­heit und sach­ge­mä­ßen Umgang mit bibli­schen Begrif­fen und dar­um, die katho­li­sche Tra­di­ti­on nicht fahr­läs­sig in Ver­ruf zu brin­gen.

      • Viel­leicht ist die von Mon­ti­ni abge­seg­ne­te Feu­er­be­stat­tung für Katho­li­ken eine Reform. Ob er die mit Bugni­ni abge­spro­chen hat­te? Wie war das noch mit den Früch­ten auf die wir schau­en sol­len?
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  7. Glau­be ohne Lie­be macht fana­tisch. Lei­der erkennt man bei vie­len Kom­men­ta­ren dass die Lie­be fehlt. Die Lie­be ist lang­mü­tig die Lie­be ist gütig.….….….. Ihr kennt doch alle die­se Bibel­stel­le, oder? Scha­de dass es hier soviel Hass und böse Wor­te gibt. Für jedes unnüt­ze Wort wer­den wir aber am Tage des Gerich­tes Rechen­schaft able­gen müs­sen. Ich wün­sche Euch, dass ihr die Lie­be Got­tes in euren Her­zen fühlt.

    • Ja, aber bit­te an alle Mit-Kom­men­ta­to­ren: die unsäg­li­che Voka­le „Hass“, soll­ten alle strei­chen.

    • Kor­rekt! Aber den Satan darf bzw muss man has­sen — und lei­der ist er in unse­re hei­li­ge Kir­che ein­ge­drun­gen und dies­mal nicht als Rauch son­dern in Pur­pur, just the facts…

      • Ich beglück­wün­sche The­re­sa. Denn die Lie­be darf nicht feh­len. Jesus stirbt ‚für‘ die Sün­der. Er ziet nicht ‚gegen‘ sie in den Krieg. Zwar kämpft er, aber sein Schwert ist die Lie­be. Lie­be ist Har­mo­nie, Aus­gleich, Nach­sicht, Leben­dig­keit. Und in die­sen: Ent­schie­den­heit. Sie ver­eint sich mit der Klug­heit, wes­halb sie nach­hal­tig ist.
        Trotz die­ser Wor­te ver­lan­gen die dia­lek­ti­schen Geschichts­läu­fe manch­mal nach der Pole­mik, um wahr genom­men zu wer­den. Nur steckt dar­in wie­der die Gefahr der Ver­här­tung und Abkap­se­lung.
        Wenn ich mich selbst betrach­te — ich erwähn­te das bereits — bin ich ent­schie­den, recht­gläu­big, kon­ser­va­tiv. Ich weiß wie es geht, der Welt den Frie­den zu brin­gen.
        Ich bin aber auch Teil die­ser Welt. Drau­ßen habe ich es mit Geschie­de­nen, Homo­se­xu­el­len, Ehe­bre­chern… zu tun. Ich kann sie aber nicht ver­ur­tei­len, son­dern muss sehen, dass sie an einem Man­gel an Lie­be lei­den. Goe­the sag­te ja bekannt­lich: „Alle Men­schen lei­den immer schon an einem Man­gel an Lie­be.“
        Sum­ma­suma­rum, glau­be ich, dass man das har­te Wort in die­sem Forum durch­aus ver­tre­ten kann. Denn rein hirn­phy­sio­lo­gisch, muss sich eine Erkennt­nis auch als Ent­schlos­sen­heit im Kopf (Ver­stand) fest­set­zen. Das ist der obe­re Mensch.
        Der muss aber mit dem Men­schen der Mit­te in Ver­bin­dung blei­ben. Die Mit­te ist das Herz. HIer emp­fängt der Mensch die Anru­fun­gen Got­tes in der Spra­che der Ver­nunft. Es sind eigent­lich Schwin­gun­gen der Lie­be. Der Kopf wer­tet die­se nun aus, muss sie nun aber wie­der an das Herz zurück­sen­den. Die Schwin­gung erstirbt, wenn nur der Kopf regiert.
        An ande­rer Stel­le sag­te ich, dass wir immer die Füh­rer (Päp­ste) bekom­men, die wir ver­die­nen; ja die wir selbst her­vor­ru­fen. Die Köpfe/Führer sind die Sym­pto­me unse­rer Her­zen. Wenn die Gesell­schaft krank ist, sind es auch die Köp­fe.
        Das Herz aber erlischt, wenn ein Kind abge­trie­ben wird; wenn sich Men­schen end­gü­li­ge Bil­der von­ein­an­der Machen (Max Frisch) und dann fer­tig mit­ein­an­der sind… (Scheidung/Ehebruch). Hier herrsch­te der unte­re Mensch. Das ande­re Extrem. Und hier setzt die Moral an und die Theo­lo­gie, ja eigent­lich der Glau­be. Wenn er tot ist, regiert nur­mehr der unte­re Mensch. Auch hier ist der Mensch ver­här­tet. Er opfert das Leben, die Lie­be, die Treue, den Glau­ben — für die Lust, die ihn ver­sklavt und in den see­li­schen Tot treibt. Des­halb müs­sen wir ler­nen wie­der keusch zu leben. Der Geist regiert dann den Kör­per, die Lust, die Lie­be.
        Wie heilt man nun aber den gan­zen Kör­per? Indem wir auf unser Herz hören. Schau­en sie ein­mal auf alte Jesus­fi­gu­ren. Die­se zei­gen immer auf das bren­nen­de Herz. Jesus brennt für die Men­schen. Gott brennt für die Men­schen.

    • @Theresa
      Na was schla­gen Sie denn vor, in Ihrer Lie­be, Güte und Lang­mut, in die­sem unsäg­li­chen Desa­ster des Glau­bens­ab­falls, in dem die Hir­ten die See­len in die Ver­derb­nis füh­ren?

      • Aber die See­len las­sen sich doch gar nicht mehr füh­ren? Sie ver­lan­gen zwar unbe­wusst danach, aber der ertin­ken­de schlägt bekannt­lich wild um sich, weil er in der hel­fen­den Hand einen erneu­ten Feind ver­mu­tet. — Kein Papst, kein Bischof, kein Prie­ster kann heu­te noch füh­ren, wenn wir uns nicht sel­ber auf die Hin­ter­bei­ne stel­len und rech­te Füh­rung suchen.
        Es gibt aus die­ser Gesell­schaft kei­nen Aus­weg mehr, sie rennt bereits kol­lek­tiv in den Selbst­mord. SIE IST — für alle W/Mahnrufe — TAUB GEWORDEN!
        Die Gei­ster, die wir rie­fen, wer­den wir, um mit Goe­the zu spre­chen, nicht mehr los.
        Die eige­nen Rei­hen brau­chen sicher wie die eige­ne See­le das ent­schie­de­ne Wort, kein sanf­tes Gequat­sche.
        Mit unse­ren außer­pla­ne­ta­ri­schen Haar­spal­te­r­ein (so die Außen­wir­kung) weiß die Welt aber rein gar nichts anzu­fan­gen. Der Glau­be ist GEHEIMNIS mehr denn je.
        Je mehr sie auf ihr Recht und die Wahr­heit pochen, umso mehr wird man sie als fana­tisch und krank abstem­peln. Sie sind neu­ro­tisch, heißt es dann.
        Was uns bleibt, ist Zufrie­den­heit, Freu­de, Treue, Lie­be VORZULEBEN und sie durch unser DASEIN aus­zu­strah­len. Nicht, indem wir die Pseu­do­be­grif­fe von Lie­be bis Barm­her­zig­keit nur benut­zen, denn sie sind von der Moder­ne längst aus­ge­höhlt, son­dern um sie auf der Basis einer über­zeu­gen­den Lebens­füh­rung neu zu fül­len. Dann wird das Wort immer kür­zer, das Vor­bild aber umso stär­ker. Wor­te in ihrer Unzahl macht nur der Ver­zwei­fel­te; er ver­sucht sich hin­aus­zu­win­den.
        Die uner­schlos­se­ne Form wird den Geist nicht auf­bau­en. Schon Jesus blieb für vie­le Men­schen nur Form, nur Tor­heit des Krreu­zes, nur Gut­men­schen­tum.
        Der leben­di­ge Geist sucht sich hin­ge­gen die Form. Er fin­det sich nicht wie gezwun­gen in einer Form.
        Beten lehrt man beannt­lich nur durch beten. Die Wahr­heit erschließt sich in dem Maße, indem man die Wahr­heit lebt. Die Form, hier der Begriff, will er-lebt wer­den.
        Damit will ich sagen: wo sind die leben­di­gen Gelehr­ten, die mit ihrer Lebens­füh­rung über­zeu­gen und zur Nach­ah­mung rei­zen? Wo sind die sicht­ba­ren Früch­te des Glau­bens? Wo kann Frie­den wirk­lich erspürt wer­den? Nun, da wo er ver­wirk­licht IST. Haben wir uns im Kon­sum­rausch nicht alle jah­re­lang ein­lul­len las­sen und mund­tot noch dazu?! Haben wir uns nicht all­zu­ger­ne ein­ge­reiht in den Geist des Wohl­stands und der Behag­lich­keit, der die Gerech­tig­keit mit Füßen tritt?!
        Die Gerech­tig­keit bahnst sich ihren Weg. Wir wer­den mit dem Maße gemes­sen, wie wir sel­ber gemes­sen haben. Das Gericht bricht heu­te in der Gestalt des Islam über uns hin­ein.
        Soll­te sich die Gesell­schaft aus der Emanzipations‑, Gen­der- und Kon­sum­fal­le noch lösen kön­nen, gäbe es Ret­tung. Anders ist uns nicht zu hel­fen.
        Die Pius­bru­der­schaft ihrer­seits ver­sinn­bild­licht für mich den Schrei einer ertrin­ken­den Kir­che, die mit letz­ter Kraft den Unter­gang des gan­zen Schif­fes ver­hin­dern will. Aber es geht wohl unaus­weich­lich in die Tie­fe. Um das fest­zu­stel­len, muss man kein Pes­si­mist sein. Man kann nur vers., die eige­nen Fami­li­en rein zu hal­ten und das Vorb. leben.

      • @ pad­re
        Amen und lesen sie Guar­di­ni „Ende der Neu­zeit“ woll­te es der Frau Zeit­schnur auch schon emp­feh­len, des­sen Ende lau­tet „Die Ein­sam­keit im Glau­ben wird furcht­bar sein“ genau­so isses.
        Und was draus wird, das wal­te Gott.

      • Dan­ke für den her­vor­ra­gen­den Lese­tipp. Unglaub­lich, was Guar­di­ni schon zu Beginn der 50er Jah­re hat kom­men sehen und wie er den Men­schen mit sei­nem ver­ding­lich­ten Bewusst­sein sah, nicht wahr? Ein Mensch, der sich den Sachen und Sach­ab­läu­fen gleich gemacht hat, ein homo tech­ni­cus, kennt kei­ne wah­re Mit­mensch­lich­keit mehr. Er ist ein ein­sa­mer Mensch.
        Der bekann­te Palot­ti­ner­pa­ter Heinz Per­ne sang: „Wenn auch Mil­lio­nen Men­schen mit mir geh’n, bleibt ein­sam oft mir Tag und nacht.“ Für den medi­al besetz­ten Men­schen muss man die trö­sten­de nach­fol­gen­de Zei­le wohl strei­chen: „Gott aber kennt mich, und von Ewig­keit, da hat er schon am mich gesacht.“
        T.W. Ador­no kommt zu ganz ähn­li­chen Ana­ly­sen in sei­nem Auf­satz „Erzie­hung nach Aus­sch­witz“. Im NS gab es eini­ge Besti­en, die sich als Scher­gen des Regimes für kei­ne Grau­sam­keit zu scha­de waren. Heu­te aller­dings gäbe es Mas­sen von zur Grau­sam­keit berei­ten Men­schen. -
        Was mei­nen Sie, was für ein Poten­ti­al hin­ter dem Kon­sum­men­schen steckt, der plötz­lich nicht mehr befrie­digt wird? Er zieht für sein Han­dy in den Krieg.
        Gestern konn­ten Sie in der Zei­tung von einem vier­zehn­jäh­ri­gen Schü­ler lesen, der sei­nem Leh­rer androh­te ihn zu töten, weil ihm die­ser das Han­dy weg­ge­nom­men hat­te. Im Trep­pen­haus über­fiel der Schü­ler den 33jährigen Leh­rer und ver­such­te ihn von hin­ten zu erdros­seln. Nur mit der Hil­fe ande­rer Schü­ler konn­te sich der Leh­rer befrei­en, der aber hef­ti­ge Ver­let­zun­gen erlitt, u.a. einen Seh­nen­ab­riss.
        Die Zei­tun­gen sind voll von die­sem Men­schen­ty­pus.

    • Geehr­te @ The­re­sa,
      Bei Ihrem Namen muß­te ich sofort an der Hl. The­re­sa von Avi­la und ihrem wun­der­bar feu­ri­gem Tem­pe­ra­ment den­ken;
      Was Ihren Auf­ruf zur Lie­be und gegen den Haß betrifft:
      Wir lie­ben die Hl. Kir­che, ste­hen fest zum Glau­ben und kämp­fen für die Wahr­heit.
      Und in den jet­zi­gen bar­ren Zei­ten sage ich mit Gene­ral Pat­ton:
      „Gott soll­te Mit­leid mit mei­nen Geg­nern haben, ich habe es bestimmt nicht“
      (Die Gegen­sei­te sowie­so auch nicht mit den Fran­zis­ka­nen der Imma­cu­la­ta)

  8. „Alles wur­de auf die Bedürf­nis­se des Men­schen abge­stimmt! Somit erklä­re man nie­mals, eine Reli­gi­on nutz­los, wie die katho­li­sche Reli­gi­on, die in ihrer Form, der am mei­sten wesent­li­chen und wirk­sa­men, wie es die des Kon­zils ist (also die Kon­zils­kir­che!), ver­kün­det, dass sie voll­stän­dig im Dienst des MENSCHEN steht!…“ : Rede bei der Schlie­ßung des Kon­zils am 7. Dezem­ber 1965.
    http://papst-paulvi.blogspot.de/
    Am 13. Juli 1969 sag­te er: „Der Mensch offen­bart sich als Rie­se. Er offen­bart sich gött­lich zu sein. Er offen­bart sich gött­lich zu sein nicht an für sich, son­dern in sei­nem Prin­zip und sei­nem Schick­sal. DIE EHRE SEI DEM MENSCHEN, EHRE SEINER WÜRDE, SEINEM GEIST UND SEINEM LEBEN!“ Das sind eini­ge Sät­ze eines Mon­ti­ni den man am 19. Okto­ber selig spre­chen will. Man muss etwas tun und nach Rom gehen pro­te­stie­ren! Don Lui­gi Vil­la: ein prie­ster der vm Hl. Pater Pio beauf­tragt wur­de, gegen die Frei­mau­re­rei in der Kir­che zu kämp­fen, berich­tet und zählt die Häre­si­en auf die­ses Pap­stes der alles war, nur nicht katho­lisch son­dern das Unglück der katho­li­schen Reli­gi­on-Kir­che. Mehr dazu: http://papst-paulvi.blogspot.de/
    „Die Kir­che des Kon­zils, hat sich sehr um den Men­schen geküm­mert, den unse­rer Epo­che: der leben­di­ge Mensch, der Mensch völ­lig mit sich selbst beschäf­tigt, der Mensch der sich nicht nur zum Zen­trum macht von all dem was ihn inter­es­siert, son­dern der es wagt, der Anfang und der letz­te Grund aller Wirk­lich­keit zu sein… Der säku­la­re und pro­fa­ne Huma­nis­mus ist in sei­ner schreck­li­chen Gestalt erschien und hat in einer Wei­se, das Kon­zil her­aus­ge­for­dert. Die Reli­gi­on von Gott der sich selbst zum Men­schen mach­te, ist der Reli­gi­on des Men­schen begeg­net, der sich zu Gott mach­te. Was ist gesche­hen? Ein Schock, ein Kampf, ein Anathe­ma? Soweit hät­te es kom­men kön­nen, doch es ist nicht gesche­hen. Die alte Geschich­te des Sama­ri­ters war das Modell der Spi­ri­tua­li­tät des Kon­zils. Eine gren­zen­lo­se Sym­pa­thie hat ihn geklei­det. Die Ent­deckung der mensch­li­chen Bedürf­nis­se… hat die Auf­merk­sam­keit von die­ser Syn­ode absor­biert.
    Gewäh­ret ihm zumin­dest die­se Ver­dien­ste, die Ihr, moder­ne Huma­ni­sten, auf die Tran­szen­denz der höch­sten Din­ge, ver­zich­tet und seid in der Lage, unse­ren neu­en Huma­nis­mus zu erken­nen:
    WIR HABEN DEN MENSCHENKULT! („Gau­di­um et spes“ n.12)
    Got­tes rei­chen Segen

    • Mir däm­mert, sie haben irgend­wo recht. Es geht um die Hul­di­gung des Men­schen. Man glaubt, immer und jeder­zeit müs­se man dem Men­schen die­nen, ihm und sei­nem Wil­len hul­di­gen, um sich anzu­bie­dern. Weil man das luzi­fe­ri­sche Prin­zip nicht mehr aner-kennt?
      Weil man angst hat um die eige­nen Posten (Amts­kir­che der Steu­er­zah­ler).
      Sara­zin: Deutsch­land schafft sich ab.
      Kir­chen­kri­ti­ker: Kir­che schafft sich ab. (statt­des­sen Kir­che Satans?)

      • „luzi­fe­ri­sche Prin­zip“
        Genau das ist der Punkt. Man kann als tra­di­tio­nel­ler Katho­lik sich jeden Tag sagen der

  9. „luzi­fe­ri­sche Prin­zip“
    Genau das ist der Punkt. Man kann als tra­di­tio­nel­ler Katho­lik sich jeden Tag sagen der Typ exi­stiert und zieht sei­ne Krei­se. Aber es ist fast unmög­lich Satan auch nur annä­hernd in den Ent­wick­lun­gen in der Kir­che und die­ser Welt ratio­nell ein­zu­bin­den. Die­se Macht hat kei­nen Namen, man kann sie nicht anfas­sen, man kann sie nicht beschrei­ben und erklä­ren ist unmög­lich. Aber sie beherrscht fast alles.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

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