Ein weiterer traditionsfreundlicher Bischof auf der Abschussliste?

Bischof Robert Finn von Kansas City
Bischof Robert Finn von Kan­sas City

(New York) Laut einem Bericht des Natio­nal Catho­lic Repor­ter wur­de die Diö­ze­se Kan­sas City-St. Joseph in Mis­sou­ri (USA) kürz­lich durch Erz­bi­schof Ter­rence Pren­der­gast von Otta­wa (Kana­da) visi­tiert. Ober­hir­te von Kan­sas City-St. Joseph ist Bischof Robert Finn, der sich stets als tra­di­ti­ons­ver­bun­den gezeigt hat. Sehr bald nach sei­ner Amts­ein­füh­rung im Jahr 2005 hol­te Finn das Insti­tut Chri­stus König und Hoher­prie­ster (ICRSS) nach Kan­sas City. Die 1995 unter der Ägi­de der Prie­ster­bru­der­schaft gegrün­de­ten Bene­dic­ti­nes of Mary, Queen of Apost­les, wel­che durch ihre Musik in den letz­ten Jah­ren inter­na­tio­nal auf sich auf­merk­sam gemacht haben, kamen 2006 in die Diö­ze­se. Erst vor weni­gen Wochen wohn­te Finn in St. Lou­is den von Ray­mond Leo Kar­di­nal Bur­ke vor­ge­nom­me­nen Prie­ster­wei­hen des ICRSS bei.

Im Rah­men sei­ner Visi­ta­ti­on habe Erz­bi­schof Ter­rence Pren­der­gast mehr als ein Dut­zend Per­so­nen zu den Füh­rungs­qua­li­tä­ten von Bischof Finn befragt, wie meh­re­re die­ser Per­so­nen gegen­über dem Natio­nal Catho­lic Repor­ter, von Father John Zuhls­dorf zumeist „Natio­nal Schis­ma­tic Repor­ter“ genannt, bestä­tig­ten. Die wich­tig­ste Fra­ge habe gelau­tet: „Glau­ben Sie, dass Finn als Füh­rungs­kraft geeig­net ist?“ Pren­der­gast habe gesagt, er visi­tie­re die Diö­ze­se im Auf­trag der Bischofskongregation.

Die „merkwürdige“ Visitation

Der Natio­nal Catho­lic Repor­ter stellt die – merk­wür­di­ge – Geheim­hal­tung rund um die Visi­ta­ti­on her­aus. So habe die Pres­se­spre­che­rin der Erz­diö­ze­se Otta­wa erklärt, der Erz­bi­schof betrach­te sei­ne Visi­ta­ti­on als einen „Pri­vat­be­such“. Der Pres­se­spre­cher von Kan­sas City-St. Joseph hat­te zunächst über­haupt nichts von der Visi­ta­ti­on gehört, bevor er sein State­ment gegen­über dem Natio­nal Catho­lic Repor­ter ergänz­te. Bischof Finn habe von dem Besuch Pren­der­gasts gewusst, so die Erklä­rung: „Er koope­rier­te mit dem Pro­zess und war gemäß den Bedin­gun­gen der Visi­ta­ti­on ver­pflich­tet, dar­über mit nie­man­dem zu spre­chen, ein­schließ­lich sei­ner lei­ten­den Ange­stell­ten und sei­nes Pressesprechers.“

National Catholic Reporter gegen Bischof Robert Finn
Natio­nal Catho­lic Repor­ter gegen Bischof Robert Finn

Die Visi­ta­ti­on wird vom Natio­nal Catho­lic Repor­ter in Ver­bin­dung gebracht mit der Ver­ur­tei­lung von Bischof Robert Finn zu zwei Jah­ren auf Bewäh­rung wegen sei­nes Umgangs mit einem Prie­ster, der im Besitz von kin­der­por­no­gra­fi­schem Mate­ri­al war. Eine von der Diö­ze­se in Auf­trag gege­be­ne Unter­su­chung kam zu dem Schluss, dass Finn über eini­ge wich­ti­ge Fak­ten durch sei­nen Gene­ral­vi­kar nicht infor­miert wor­den war. Nichts­de­sto­trotz habe der Bischof geirrt, indem er dar­auf ver­trau­te, der betrof­fe­ne Prie­ster wür­de sich auf sei­nen Befehl hin von Kin­dern fern­hal­ten. Die Visi­ta­ti­on durch Erz­bi­schof Pren­der­gast fand genau zwei Jah­re nach der Ver­ur­tei­lung von Finn statt und somit genau zum Ablauf der Bewäh­rungs­stra­fe. Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di, Pres­se­spre­cher des Hei­li­gen Stuhls gegen­über dem Natio­nal Catho­lic Repor­ter am Diens­tag, man habe hin­sicht­lich der Situa­ti­on „kei­ne wei­te­re Ant­wort und kei­ne wei­te­re Erwiderung“.

Priesterberufungen auf neues Hoch geführt

Bischof Robert Finn gehört wie der kürz­lich sei­nes Amtes ent­ho­be­ne tra­di­ti­ons­freund­li­che Bischof Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no von Ciu­dad del Este in Para­gu­ay dem Opus Dei an. In der deutsch­spra­chi­gen Welt wur­de Finn bekannt beson­ders durch sei­nen Hir­ten­brief über die Gefah­ren der Por­no­gra­fie. Beru­fun­gen in Ciu­dad del Este wie in Kan­sas City-St. Joseph waren unter der Lei­tung ihrer jewei­li­gen Bischö­fe auf einem neu­en Hoch angelangt.

In einem Arti­kel von The Rem­nant aus dem Jahr 2011 zitiert der Autor aus einer Rede, die Bischof Finn bereits 2009 hielt. Hier ein kur­zer Aus­zug in deut­scher Über­set­zung: „Aber es stimmt, dass wir mög­li­cher­wei­se phy­si­sches Lei­den erdul­den müs­sen, um des Sie­ges Jesu Chri­sti gewür­digt zu wer­den. Er trug das Kreuz. Er ver­sprach uns, dass wir, wenn wir ihm fol­gen, auch das Kreuz tei­len wür­den. Wir dür­fen nichts weni­ger erwar­ten. Wenn man für das steht, was rich­tig ist – wird man auch ange­fein­det. Die Ver­su­chung wird sein, die­se Angrif­fe zu ver­mei­den. Aber durch unse­re Ant­wor­ten müs­sen wir sehen, was für Sol­da­ten wir sind.“

Text: M. Bene­dikt Buerger
Bild: CNA/NCR (Screen­shot)

27 Kommentare

  1. Für eine Füh­rungs­cli­que, die dar­auf bedacht ist, auf Zukunft hin das zöli­ba­tä­re Prie­ster­tum abzu­schaf­fen und es mit dem Argu­ment des Man­gels an Beru­fun­gen und „pasto­ra­ler Not­wen­dig­keit“ ver­hei­ra­te­ten Lai­en­kräf­ten und beson­ders den Frau­en zu öff­nen, für die sind Bischö­fe, die den gewünsch­ten Man­gel an Beru­fun­gen Lügen stra­fen, natür­lich ein rotes Tuch. Sol­che Bischö­fe müs­sen ein­fach weg, not­falls mit Intri­gen, auf jeden Fall ohne Rück­sicht auf Ver­lu­ste. Die inhu­ma­ne Eises­käl­te, mit der dabei vor­geht, steht denen der IS-Kämp­fer im Grun­de in nichts nach, wenn­gleich man sich dabei natür­lich nicht die Fin­ger blu­tig macht.

    • @Jupp; Dan­ke für den Hin­weis. Hier ist ein noch einer, der kein Blatt vor den MUND NIMMT und sehr hilf­reich ist, hin­ter die Abgrün­de des jet­zi­gen Pon­ti­fi­ka­tes des Pap­stes F.zu blicken: Pope Fran­cis The Destroy­er. blog­spot: „Pope Fran­cis The Destroy­er. For in Tho­se Days Jesus Christ Will Send Them Not A True Pastor, But A Destroyer-St.Francis“.

  2. „Wenn man für das steht, was rich­tig ist – wird man auch angefeindet.“
    Das ist völ­lig nor­mal. Ich habe auch schon zwei­mal die Jung­frau­en­schaft der Mut­ter Got­tes unter Katho­li­ken ver­tei­di­gen müs­sen. In einer Welt der Lüge macht man sich mit der Wahr­heit wahr­lich kei­ne Freun­de mehr. Wenn ich den Kon­zils­geist als einen Depp vor Chri­stus bezeich­ne und ich dafür von die­ser Welt gelobt wer­den wür­de dann wür­de mein gan­zes System zusam­men­bre­chen. Aber das ist unmög­lich, ich bin nicht in Gefahr.
    Per Mari­am ad Christum.

  3. „Beru­fun­gen in Ciu­dad del Este wie in Kan­sas City-St. Joseph
    waren unter der Lei­tung ihrer jewei­li­gen Bischö­fe auf einem neu­en Hoch angelangt“

    Sor­ry, darf man viel­leicht ein­mal nach der Motiv­la­ge eini­ger Kan­di­da­ten fragen?
    Gera­de die der Tra­di­ti­on ver­pflich­te­ten Bischö­fe soll­ten doch einem hohen Anspruch an Moral gerecht werden.

    Der Bischof und Gene­ral­obe­rer der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Ber­nard Fel­lay schloss den Pater Car­los Urru­ti­go­i­ty bereits 1999 wegen sei­nes „Ver­hal­tens“ aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. aus. 

    Bischof Rogelio Livie­res Pla­no mach­te dann Car­los Urru­ti­go­i­ty, trotz War­nung, zu sei­nem Generalvikar.

    Wegen schwe­ren Kin­des­miss­brauch wur­de der Prie­ster Shawn Rati­gan zu 50 Jah­ren Haft, ohne Begna­di­gungs-Chan­ce ver­ur­teilt. Bischof Robert Wil­liam Finn war der Bischof von Shawn Rati­gan, wuss­te ab einem bestimm­ten Zeit­punkt von den Hand­lun­gen, erstat­te­te kei­ne Anzei­ge und wur­de des­halb zu einer Frei­heits­stra­fe von 2 Jah­ren auf Bewäh­rung ver­ur­teilt, der ein­zi­ge Bischof die­ser Welt der mit einer Frei­heits­stra­fe noch im Amt ist. … mit einer Frei­heits­stra­fe auf Bewäh­rung wür­de jeder ande­re sei­nen Job ver­lie­ren â€¦

    Nur dem hilft Gott, der alle Kraft in sich selbst aufbietet
    und die Ver­ant­wor­tung ganz per­sön­lich auf sich nimmt.

    Edu­ard Graf von Key­s­er­ling (1855 — 1918)

    Also bit­te, nur der Tra­di­ti­on ver­pflich­tet zu sein,
    macht nocch kei­nen Hei­li­gen â€¦
    Die­se Men­schen scha­den unse­rer Bewegung !!!

    • Aller­dings tref­fen Maß­nah­men gegen sol­che nach mei­ner Erfah­rung nur die, die bei ihren Obe­ren aus irgend­ei­nem Grun­de unbe­liebt sind. Oft genug ist die­ser Grund eine zu „kon­ser­va­ti­ve“ Einstellung.

      • Soll das bedeu­ten, dass die mit „kon­ser­va­ti­ve“ Ein­stel­lung ver­schont wer­den sol­len, nur weil ande­re nicht geahn­det wer­den? Der Fall des ‚Pater‘ Car­los Urru­ti­go­i­ty soll uns eine Leh­re sein. Der Bischof und Gene­ral­obe­rer der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Ber­nard Fel­lay hat ‚Pater‘ Car­los Urru­ti­go­i­ty wegen sei­nen Umtrie­ben aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. bereits 1999 aus­ge­schlos­sen und der OPUS DEI Bischof Rogelio Livie­res Pla­no macht ‚Pater‘ Car­los Urru­ti­go­i­ty dann zu sei­nem Gene­ral­vi­kar. Sor­ry, wer soll das dann noch ver­ste­hen. Bene­dikt XVI. hat vie­les berei­nigt, was in den Jah­ren zuvor ein­fach tot­ge­schwie­gen wur­de oder gar bestrit­ten wur­de, sei es das The­ma ‚Mar­cial Maciel‘ Grün­der der Legio­nä­re Chri­sti bis hin zu Bene­dikts Null-Tole­ranz-Poli­tik bei Miss­brauch, vor der ich hohen Respekt hege. Selbst von einem „kon­ser­va­ti­ven“ Prie­ster miss­braucht, habe ich Jah­re gebraucht um wie­der zur Kir­che zu fin­den, zur Kir­che wie ich sie vor 1962 erlebt habe. Mes­sen wir uns also nicht dar­an, dass die ande­ren schlech­ter sind als wir, mes­sen wir uns ein­fach an den Gebo­ten Got­tes, nicht mehr und nicht weniger.

  4. War­um wird die Diö­ze­se Kan­sas City-St. Joseph eigent­lich durch den Erz­bi­schof von Otta­wa visi­tiert? Kan­sas City-St. Joseph ist nicht Suf­ra­gan­bis­tum von Otta­wa, son­dern vom Erz­bis­tum Saint Lou­is. Eigent­lich müss­te die Visi­ta­ti­on doch durch den Erz­bi­schof von Saint Lou­is Robert James Carl­son durch­ge­führt wer­den, oder durch ein Mit­glied der römi­schen Kurie.

    • Das ist nichts Beson­de­res, dass ein Orts­bi­schof mit der Visi­ta­ti­on eines ande­ren Bis­tums beauf­tragt wird. 

      Erz­bi­schof Ter­rence Pren­der­gast von Otta­wa wur­de bereits von Bene­dikt XVI. im Mai 2010 nach Irland als Son­der­er­mitt­ler zur Über­prü­fung der Vor­gän­ge in die iri­sche Erz­diö­ze­se Tuam gesandt. Er gilt als ver­trau­ens­wür­dig und erfah­ren. Der Erz­bi­schof von Tuam, Micha­el Nea­ry resi­diert seit 1995 und ist auch heu­te noch unbe­schol­ten im Amt. 

      Die wei­te­ren Bis­tü­mer in Irland wur­den im Auf­trag von Bene­dikt XVI. von den Orts­bi­schö­fen Kar­di­nal Sean O’Mal­ley (Bos­ton-USA), Erz­bi­schof Tho­mas Col­lins (Toron­to-Kana­da) und dem eme­ri­tier­ten Kar­di­nal Cor­mac Mur­phy O’Con­nor (West­mi­ni­ster-Eng­land) durchgeführt.

  5. Was mich etwas erstaunt, daß „tra­di­ti­ons­freund­li­che „Bischö­fe immer mit The­men die die Geschlechts­mo­ral betref­fen ins Schleu­dern gera­ten, das kann man seit Jahr­zehn­ten beobachten.

    • viel­leicht erwar­tet man von pro­gres­si­ven à la Daneels gar nix anderes?‚Oder man benutzt es als Vor­wand, um sie abschie­ßen zu kön­nen? Wenn man lan­ge genug wühlt, dann kann man ver­mut­lich jeden Bischof über sowas stol­pern las­sen, wo er von Mit­ar­bei­tern nicht voll­um­fäng­lich infor­miert wur­de… Viel­leicht wird der Bischof manch­mal absicht­lich nicht voll infor­miert, damit noch was in der Hin­ter­hand hat für später?

    • Hat zumin­dest die­sen Anschein. Aller­dings ist der Mensch mit Sex grund­sätz­lich ziem­lich über­for­dert. Das trifft alle gleich, ob libe­ral oder tra­di­tio­nell. Nur: Bei den Abschüs­sen kon­ser­va­ti­ver (unpas­send, ich weiß, aber mir fällt schon nichts ein) Bischö­fe schei­nen „Sex-Geschich­ten“ nur vor­ge­scho­ben. Die Bischö­fe sind inte­ger, aber irgend­ein Unter­ge­be­ner habe dies und das… Bei nähe­rem Hin­se­hen ent­pup­pen sich die Din­ge nicht sel­ten als Sei­fen­bla­sen (rec­te Verleumdungen).
      Denn, mal ehr­lich, wel­cher libe­ra­le oder kon­for­mi­sti­sche Bischof wird visi­tiert, obwohl in sei­ner Diö­ze­se ein beträcht­li­cher Teil des Kle­rus nicht mehr an die Real­prä­senz glaubt (wie ein deut­scher Bischof erklär­te), oder weil 80 % der Lai­en­mit­ar­bei­ter nicht an die Real­prä­senz glau­ben (Kar­di­nal Joos über Hol­land), oder weil ein net­ter Teil des Welt- und Orden­skle­rus (!) sich eine Kon­ku­bi­ne hält (wo anfa­gen mit Auf­zäh­len der betrof­fe­nen Diö­ze­sen?), oder weil in der Diö­ze­se lit­ur­gi­scher Miss­brauch herrscht, Kan­zel­tausch, Frau­en pre­di­gen (jüngst stand die links­grü­ne Vize-MP von NRW Syl­via Löhr­mann auf der Kan­zel im Köl­ner Dom bei der Woel­ki-Ein­füh­rung und die gan­ze Hal­le — sor­ry Kir­che — klatschte)…
      Nein, nein, da kommt kein Visi­ta­tor. Die „Sex-Geschich­ten“ ver­kau­fen sich in den Medi­en gut, und wenn Prie­ster + Stich­wort Kin­des­miß­brauch fällt, dann ist einer schon erle­digt ohne nach­fra­gen. Da ist Vor­sicht gebo­ten und über­all lie­ber genau und zwei Mal hin­schau­en, ehe man etwas übernimmt.

      • „und wenn Prie­ster + Stich­wort Kin­des­miß­brauch fällt, dann ist einer schon erle­digt ohne nachfragen.“
        So ist es. Egal ob es stimmt oder nicht. Vie­le haben Angst unt trau­en sich nichts mehr. Kei­ner will unbe­liebt wer­den durch kon­ser­va­ti­ve Glau­bens­an­sich­ten. Sehr guter Beitrag.
        Per Mari­am ad Christum.

  6. @Benjamin König:
    Wenn sie sich ein Urteil über Bischö­fe zutrau­en, so wol­len Sie doch die dar­ge­stell­ten Fak­ten in den betref­fen­den Bei­trä­gen zur Kennt­nis nehmen.
    Bischof Livie­res lag ein Emp­feh­lungs­schrei­ben eines Bischofs aus Rom für Car­los Urru­ti­go­i­ty vor und es gab in Cuidad del Este zu kei­ner Zeit Vor­wür­fe gegen ihn.
    Bischof Finn, so ergab eine inner­diö­ze­sa­ne Unter­su­chung lt.obigen Bei­trag, ist über den beschul­dig­ten Prie­ster nicht voll­um­fäng­lich! infor­miert worden.
    Bei­de haben den betref­fen­den Prie­stern nach einer Über­prü­fung vertraut.
    Wird es in der Kir­che inzwi­schen grund­sätz­lich für ver­werf­lich gehal­ten, zu ver­trau­en und eine Chan­ce zu gewäh­ren, sobald Vor­wür­fe mit Bezug zur Sexua­li­tät erho­ben werden?
    Wenn ja, warum?
    Bei­de Prie­ster haben als Mit­glie­der der Per­so­nal­prä­la­tur Opus Dei viel­leicht ein Selbst­er­kennt­nis des Grün­ders des Opus Dei, des Hl. Jose­ma­ris Escri­va berück­sich­tigt, wel­ches ich ein­mal las. Der Hei­li­ge sagte:„Lieber las­se ich mich betrü­gen, als das ich einem mei­ner geist­li­chen Kin­der unge­recht­fer­tigt mißtraue“.
    Sind einem wahr­haf­ti­gen Bischof sei­ne Prie­ster nicht Kin­der, deren geist­li­cher Vater er ist?

    • „Lie­ber las­se ich mich betrü­gen, als dass ich einem mei­ner geist­li­chen Kin­der unge­recht­fer­tigt mißtraue“.

      Ent­schul­di­gung, die­ser Aus­spruch ist von José Maria Escri­vá ist ja gera­de­zu ein Hohn, wenn man das Buch: Hin­ter der Schwel­le, ein Leben im Opus Dei von Maria del Car­men Tapia, gele­sen hat. Sie war 20 Jah­re Mit­glied im Opus Dei und gehör­te zum ober­sten Füh­rungs­kreis des weib­li­chen Zwei­ges. Sie erhielt täg­lich Anwei­sun­gen von J.M. Escri­vá. Sie berich­tet von schlimm­sten Psych­ter­ror, Demü­ti­gun­gen, Repres­sa­li­en durch den Grün­der und sei­ne finan­zi­el­len Machenschaften!

      • Escri­va ist ein Hei­li­ger der Römisch-Katho­li­schen Kir­che. War­um soll­te ich den Erzäh­lun­gen einer Nest­be­schmut­ze­rin auch nur den gering­sten Kre­dit schenken?

      • @Jean-Louis
        Haben Sie das Buch über­haupt gelesen?
        Sie bezeich­nen Maria del Car­men Tapia als Nest­be­schmut­ze­rin, weil in Ihrer „Welt“ nicht sein kann, was nicht sein darf. Nichts neu­es! Stecken Sie nur wei­ter­hin flei­ßig Ihr „Köpf­chen in den Sand“ und träu­men Sie schön wei­ter. Die Wahr­heit ist zu schwer zu ertragen!

    • @Cäsarea
      Sie irren, hier geht es nicht um die Beur­tei­lung von Bischö­fen, hier geht es ein­fach nur um ganz nor­ma­le Sach­ver­hal­te und wie man damit umgeht in einer Gesell­schaft die noch einen Hauch von Anspruch an Moral hat. Das Ver­hal­ten von Bischö­fen über­las­se ich lie­ber dem himm­li­schen Richter.

      Wenn ein Vater sei­nem Sohn hel­fen kann – lachen beide.
      Wenn ein Sohn sei­nem Vater hel­fen muß – wei­nen beide.
      (Jüdi­sches Sprichwort)

      Ob umfäng­lich gewußt, oder weni­ger umfäng­lich gewußt, wenn ein Prie­ster, der einem Orts­bi­schof unter­steht zu 50 Jah­ren Gefäng­nis wegen Kin­des­miß­brauch ver­ur­teilt wird, wäre jeder Ver­ant­wort­li­che aus Scham von sei­nem Amt zurück getre­ten mit den Wor­ten „Mir war es nicht bekannt, aber ich muss geste­hen, dass es mich schmerzt, dass ich es nicht ver­hin­dern konn­te, dafür über­neh­me ich die Ver­ant­wor­tung!“ Dabei las­sen wir ein­fach auch ein­mal die recht­mä­ßi­ge Ver­ur­tei­lung von Bischof Finn zu zwei Jah­ren Haft auf Bewäh­rung unberücksichtigt.

      Bis 2004 hät­te Mar­cial Maciel, der Grün­der der Legio­nä­re Chri­sti jedes Emp­feh­lungs­schrei­ben des Vati­kan, selbst mit päpst­li­chem Sie­gel erhal­ten. Aber der Bischof und Gene­ral­obe­rer der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Ber­nard Fel­lay hat 1999 sicher­lich nicht ohne qua­li­fi­zier­ten Grund gehan­delt als er Pater Car­los Urru­ti­go­i­ty wegen sei­nen „Machen­schaf­ten“ vor die Tür der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. setzte.

  7. @Dario: Car­men Tapia schrieb unter ihrem Namen im Inter­net, daß sie die in ihrem Buch erho­be­nen Vor­wür­fe so nicht mehr ver­öf­fent­li­chen wür­de. Sie ist zu der Über­zeu­gung gelangt, daß der Grün­der damals auf Grund von fal­schen Infor­ma­tio­nen gehan­delt hat und die­se Zeit auch für ihn eine Zeit des Lei­dens war.
    Auch Hei­li­ge sind zu Leb­zei­ten nicht frei von jeg­li­cher Sün­de. Wir soll­ten sein Bekennt­nis als auf­rich­ti­gen Her­zens­wunsch bedenken.

    • Nun gut (oder eben nicht). 

      Wenn sie so nicht mehr ver­öf­fent­li­chen wür­de, was aber doch den­noch tat­säch­lich statt­fand, näm­lich — Zitat aus Dari­os Post — „schlimmste[r] Psych[o]terror, Demü­ti­gun­gen, Repres­sa­li­en“, dann gute Nacht.

  8. Bischof Finn gehört dem Opus Dei an. Da wird Ber­go­glio sich umschau­en, wenn er sich mit dem Opus Dei anlegt. Ich bin über­zeugt, daß man sich schon längst gegen die­sen Bischof von Rom ver­schwo­ren hat. War­ten wir es ab.

    • Dro­hung oder was? … und soll das gut sein Opus Dei?, dass eine Grup­pe von Katho­li­ken bestimmt wie der Bischof von Rom han­deln soll? … Arme Mut­ter Kir­che, die Hei­li­gen mögen uns und ihr bei­ste­hen â€¦

  9. Mich wun­dert, dass die­ser Bischof noch im Amt ist. Wer zu einer Frei­heits­stra­fe von 2 Jah­ren auf Bewäh­rung ver­ur­teilt ist, kann nicht mehr Bischof sein. Das ist abso­lut unmög­lich. Erst recht, wenn er die Ver­bre­chen eines Prie­sters gedeckt hat, der wegen schwe­ren Kin­des­miss­brauchs zu 50 Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den ist. Mit wel­cher Auto­ri­tät will die­ser Mann denn noch Bischof und ein Vor­bild sein?

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