Kardinal Kasper unterstellt Verteidigern des Ehesakraments: „Sie wollen einen Krieg“

Frage der wiederverheiratet Geschiedenen
Kar­di­nal Kas­pers Stra­te­gie der Ent­sach­li­chung der Fra­ge der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen

(Rom) Kar­di­nal Kas­per, der Wort­füh­rer der Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zur Kom­mu­ni­on setzt einen wei­te­ren Schritt zur Ent­sach­li­chung der Dis­kus­si­on. In einem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Inter­view unter­stellt er den Ver­tei­di­gern der katho­li­schen Ehe-Leh­re, damit einen „Krieg“ zu wol­len, des­sen „Ziel­schei­be“ nicht er, son­dern Papst Fran­zis­kus sei.

Der Vor­stoß zur Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on erfolgt im Namen von „Barm­her­zig­keit“ und „Mensch­lich­keit“. Ein geüb­ter tak­ti­scher Schach­zug. Er unter­stellt impli­zit, daß jede ande­re Posi­ti­on „unbarm­her­zig“ und „unmensch­lich“ sei. So äußer­te sich jüngst auch Bischof Franz-Josef Over­beck, der auf einer „Dia­log­ver­an­stal­tung“ der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz mein­te, die Kir­che müs­se im Umgang mit wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen „mensch­li­cher“ wer­den.

Eindruck einer strategischen Planung

Und Papst Franziskus steht wo
Und Papst Fran­zis­kus steht wo?

Über­haupt ver­mit­tel­te der Vor­stoß Kar­di­nal Kas­pers beim Kar­di­nal­kon­si­sto­ri­um im ver­gan­ge­nen Febru­ar den Ein­druck einer stra­te­gisch geplan­ten Akti­on (Kar­di­nal Kas­pers Rede und „Die Zeit“ – Ein­druck einer stra­te­gi­schen Pla­nung), bei der maß­geb­li­che Fäden bei Papst Fran­zis­kus selbst zusam­men­zu­lau­fen schei­nen. Dazu gehört ein infor­mel­les Bünd­nis mit welt­li­chen Medi­en zur Erzeu­gung öffent­li­chen Drucks, eben­so die Mit­tel der Dro­hung (Kas­pers Nöti­gung: „Ent­we­der wie ich will, oder bes­ser kei­ne Bischofs­syn­ode“) und der dra­ma­ti­schen Insze­nie­rung.

Das jüng­ste Bei­spiel der dra­ma­ti­schen Insze­nie­rung bil­det ein heu­te in der ita­lie­ni­schen Tage­zei­tung Il Mat­ti­no ver­öf­fent­lich­tes Inter­view Kas­pers. Dar­in skiz­ziert der Kar­di­nal eine schwe­re „Bedro­hung“, die sich gegen den Papst rich­te: „Sie wol­len den Krieg bei der Syn­ode. Der Papst ist die Ziel­schei­be“. Der Kar­di­nal ent­sach­t­licht damit die Dis­kus­si­on um die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen voll­ends. Die Ent­sach­li­chung stell­te von Anfang an ein zen­tra­les Ele­ment des Vor­sto­ßes dar durch die Behaup­tung, die Fra­ge allein der pasto­ra­len Ebe­ne zuord­nen und damit von der Ebe­ne der Glau­bens­leh­re abkop­peln zu wol­len. Gleich­zei­tig wur­de die Fra­ge emo­tio­na­li­siert durch die Beto­nung von „Lei­den“, „Barm­her­zig­keit“ und „Mensch­lich­keit“.

Entsachlichung der Frage durch inszenierte Emotionalisierung

Mit dem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Inter­view geht der Kar­di­nal noch einen stra­te­gi­schen Schritt wei­ter und kop­pelt die Fra­ge direkt an die Per­son von Papst Fran­zis­kus. Damit tritt die eigent­li­che Fra­ge in den Hin­ter­grund und das Pro und Con­tra um den seit März regie­ren­den argen­ti­ni­schen Papst in den Vor­der­grund. Eine Ableh­nung von Kas­pers The­sen soll damit auto­ma­tisch zu einem Angriff gegen den Papst umge­deu­tet wer­den.

„Eini­ge wol­len bei der kom­men­den Syn­ode einen ideo­lo­gi­schen Krieg. Die Leh­re der Kir­che ist offen, sie aber wol­len eine kri­stal­li­sier­te Wahr­heit. Die Ziel­schei­be der Pole­mi­ken bin nicht ich, son­dern ist der Papst“, so Kas­per wört­lich, der von der Zei­tung als „Theo­lo­ge“ vor­ge­stellt wird, „den Fran­zis­kus zum zeit­ge­nös­si­schen Theo­re­ti­ker der ‚Theo­lo­gie auf den Knien‘ erho­ben hat, der fähig ist, die Gesell­schaft zu hören, vor allem die exi­sten­ti­el­len Dra­men des Men­schen, nicht um zu ver­ur­tei­len, son­dern zusam­men mit ihm zu gehen.“

Kaspers Replik auf Kardinäle, die seine Thesen als wahrheitswidrig verwerfen

Fünf Kardinäle verteidigen Ehe-Sakrament
Fünf Kar­di­nä­le ver­tei­di­gen Ehe-Sakra­ment

Das Inter­view stellt eine Replik des Kar­di­nals auf das Buch von fünf Kar­di­nä­len dar, die Kas­pers The­sen wider­spre­chen. Das Buch erschien in meh­re­ren Spra­chen im ame­ri­ka­ni­schen Ver­lag Igna­ti­us Press eines Mit­glieds des Joseph-Ratz­in­ger-Schü­ler­krei­ses. Die Autoren for­dern dazu auf, „in der Wahr­heit Chri­sti zu blei­ben“. Ein har­ter Vor­wurf gegen Kar­di­nal Kas­per, mit sei­nen The­sen die Wahr­heit ver­las­sen zu haben. Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler ist als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on der rang­höch­ste und ein­fluß­reich­ste unter den fünf Kar­di­nä­len. Die wei­te­ren Kar­di­nä­le sind Ray­mond Leo Bur­ke, Wal­ter Brand­mül­ler, Vel­asio De Pao­lis und Car­lo Caf­farra. Drei von ihnen, die Kar­di­nä­le Mül­ler, Bur­ke und Caf­farra wer­den als Syn­oda­len ihre Klin­ge mit Kas­per auch auf der am 5. Okto­ber begin­nen­den Bischofs­syn­ode über die Fami­lie kreu­zen. Papst Fran­zis­kus ernann­te Kas­per per­sön­lich zum Syn­oden­va­ter.

Im Inter­view erklärt Kas­per, das Buch sei­ner fünf Mit­brü­der im Kar­di­nals­kol­le­gi­um noch nicht gele­sen zu haben. Den­noch meint er, die Inhal­te zu ken­nen. Er selbst sieht sich in der Posi­ti­on des­sen, der ledig­lich die The­men auf­ge­grif­fen habe, die in Fami­lia­ris Con­sor­tio von Johan­nes Paul II. unbe­han­delt geblie­ben sei­en. Papst Woj­ty­la sei es gewe­sen, so Kas­per, der die Fami­lie als „zen­tra­le“ Zel­le, aber nicht mehr als „natür­li­che“ Zel­le von Kir­che und Gesell­schaft bezeich­net habe. Die Fami­lie sei zwar „etwas gro­ßes und schö­nes, aber nicht per se gött­li­ches“, so der Kar­di­nal. Dem sei Rech­nung zu tra­gen und dar­in meint der Kar­di­nal jenen Spiel­raum zu erken­nen, der die Tore zu einer „neu­en Pasto­ral“ öff­ne.

„Lehre der Kirche nichts Geschlossenes“

„Die Leh­re der Kir­che steht nicht zur Dis­kus­si­on, kann aber ver­tieft wer­den. Aber die Leh­re ist nicht etwas Geschlos­se­nes. Es geht dar­um, über die Umset­zung der Leh­re in kom­ple­xen Situa­tio­nen zu dis­ku­tie­ren“, so Kas­per in sei­nem Inter­view. Die fünf Kar­di­nä­le wür­den ihn angrei­fen, „weil sie sagen, daß das Aus­gangs­do­ku­ment [die Rede Kas­pers beim Kar­di­nals­kon­si­sto­ri­um am 21. Febru­ar] gegen die Wahr­heit ist. Wir sind aber alle für die Wahr­heit“, so Kas­per.

Medien sehen Übereinstimmung zwischen Kasper und Papst Franziskus

Unter­stüt­zung fin­det Kar­di­nal Kas­per, wie beab­sich­tigt, bei welt­li­chen Medi­en, die wesent­lich die öffent­li­che Dis­kus­si­on beein­flus­sen. Der Spie­gel titel­te zum Buch, mit dem die fünf Kar­di­nä­le die katho­li­sche Ehe-Leh­re ver­tei­di­gen: „Kar­di­nä­le gegen Öff­nung der Kir­che für Geschie­de­ne“. Der ORF: „Hard­li­ner-Pro­test gegen Papst-Kurs“. Die Pres­se: „Palast-Revol­te gegen den Papst. So ging die Mel­dung über die Ticker der inter­na­tio­na­len Pres­se­agen­tu­ren. Sie stel­len eine ver­deck­te Par­tei­nah­me zugun­sten Kas­pers dar. Zudem wird all­ge­mein sug­ge­riert, daß Papst Fran­zis­kus der­sel­ben Mei­nung wie Kar­di­nal Kas­per sei. Dafür spricht tat­säch­lich vie­les. Offi­zi­ell geäu­ßert hat er sich aller­dings nicht.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL/Ignatius Press/OR

46 Kommentare

  1. Klingt wie die Stan­dard-Latri­nen­pa­ro­len eines Berufs­funk­tio­närs, der ver­sucht, berech­tig­te Kri­tik abzu­bü­geln, wobei die Wort­wahl schon belegt, daß die Kri­tik berech­tigt ist und er sich getrof­fen fühlt. Um mich auch ein wenig auf sein Niveau zu bege­ben: Bei ihm ist ja der Name schon Pro­gramm 😀

    Wohl mit der gröss­te Feh­ler von Kar­di­nal Ratz­in­ger / Papst Bene­dikt: Leu­te à la Kas­per zu deckeln oder abzu­sä­gen und nur Leu­te auf Linie hoch­kom­men zu las­sen. Das ist etwas, was Ber­go­glio anschei­nend per­fekt beherrscht…

  2. Ja, Fran­zis­kus hat sich bis­her nicht öffent­lich geäu­ssert. Am Sonn­tag hat er in Rom aber 20 Braut­paa­re getraut. Dabei waren offen­bar auch Paa­re, die bereits Kin­der hat­ten. Zu den 20 Paa­ren, die für die Trau­ung am Sonn­tag aus­ge­sucht wur­den, gehör­ten auch wel­che, die schon zusam­men­le­ben. Zuge­las­sen wur­den auch Hoch­zeits­paa­re, von denen ein Part­ner schon ein­mal ver­hei­ra­tet war und des­sen Ehe annul­liert wur­de.
    Sind das nicht kla­re Signa­le?

    • In der Tat. Was ich gele­sen habe, sind sol­che Trau­un­gen im Peters­dom sehr sel­ten. Bei Johan­nes Paul II zwei­mal und bei Bene­dikt nie. Dass es also unter die­sem Pon­ti­fi­kat just vor der Bischofs­syn­ode statt­fand, wohl kaum ein Zufall. Der Bischof von Rom hät­te gesagt: “ es sei­en Paa­re wie alle ande­ren“. Wer sind „alle ande­ren“?? Nun, es ist in der heu­ti­gen Zeit — lei­der! — der Nor­mal­fall, dass vor einer Ehe zusam­men­ge­lebt wird und dass man erst mal schaut obs denn mit dem Kind klappt, ehe man hei­ra­tet. Mit die­ser Aus­sa­ge von Fran­zis­kus „es sei­en Paa­re wie alle ande­ren“ wirft er alle „Ver­paa­run­gen und Lebens­for­men“ in den glei­chen Topf: zivil Ver­hei­ra­te­te, Wie­der­ver­hei­ra­te­te, Paa­re die ein­fach so zusam­men­le­ben, Homo­se­xu­el­le Paa­re (?!), also sol­che die in schwe­rer Sün­de leben und jene (das sind wohl jene „alle ande­ren“) die aus tie­fer Über­zeu­gung keusch blei­ben bis nach dem Jawort.

    • Man soll das nicht über­be­wer­ten, aber eine gewis­se Signal­wir­kung mag das schon haben. Die Signa­le gehen ja auch in eine schö­ne Rich­tung. Mehr Mit­leid und weni­ger Här­te, wenn man will also von mir auch mehr „Mensch­lich­keit“. Aber es ist eben Got­tes urei­ge­ner Wil­le, mensch­lich zu sein und nicht zu ver­dam­men. Inso­fern ist es nicht ein­fach nur „mensch­lich“, son­dern gera­de­zu „gött­lich“.

      Das Schö­ne dar­an ist also vor allem, dass in sol­chen Gesten und über­haupt in dem Bemü­hen, über­mä­ßig sche­ma­ti­schen und über­trie­ben stren­gen Rege­lun­gen die Spit­ze zu neh­men, die wirk­li­che Wahr­heit über den Men­schen in sei­nem Ver­hält­nis zu Gott auf­leuch­tet.
      Die­je­ni­gen, die oft als Auf­wei­cher oder Rela­ti­vie­rer beschimpft wer­den, sind dem­nach offen­sicht­lich viel näher an der Wahr­heit Got­tes, als die reli­giö­se Geset­ze ohne Rück­sicht auf den Men­schen ver­ab­so­lu­tie­ren. Wir brau­chen eben alle einen mit­lei­di­gen und men­schen­freund­li­chen Gott, der auch mal 5 gera­de sein lässt, wenn der Mensch im Her­zen gut ist. Wenn Gott so wäre, wie die Rech­ten sich das vor­stel­len, hät­te Jesus gar nicht auf die Welt zu kom­men brau­chen. Das ist die eigent­li­che Wahr­heit, die hin­ter all­dem steckt.

      Die Ver­fech­ter einer har­ten, eher „gesetz­li­chen“ Linie, behaup­ten ja immer, sie hät­ten die „Wahr­heit“ auf ihrer Sei­te. An die­sen Ent­wick­lun­gen erkennt man aber, dass das über­haupt nicht der Fall ist. In Wahr­heit ist Gott viel rea­li­sti­scher und „mensch­li­cher“, als die Hard­li­ner sich das vor­stel­len kön­nen. Das fin­de ich tröst­lich, auch für die Hard­li­ner sel­ber.

      • Den men­schen­freund­li­chen Gott beim genau­en Gegen­teil- näm­lich der Rela­ti­vie­rung sei­ner Gebo­te- zu ver­or­ten, hal­te ich für bedenk­lich. So gese­hen war dann auch Moses ein hard­li­ner und der Hei­land sel­ber auch, als er die Wechs­ler und Händ­ler aus dem Tem­pel ver­trieb. „Macht das Haus mei­nes Vaters nicht zu einer Räu­ber­höh­le“. Es geht über­haupt nicht um das „Recht­ha­ben“, son­dern dar­um, dass Gott nur erfahr­bar wird, wenn man zumin­dest ver­sucht, das eige­ne Leben nach sei­nen Gebo­ten aus­zu­rich­ten. Das ist ja die Ursün­de des Geschöp­fes- mit angeb­li­cher Barm­her­zig­keit sei­ne eige­nen Gebo­te zusam­men zu basteln und den lie­ben Gott auf einen freund­li­chen alten Tatter­greis zu redu­zie­ren. Barm­her­zig­keit ist nur eine von vie­len Wesens­ei­gen­schaf­ten des All­mäch­ti­gen- die Gerech­tig­keit gehört genau­so dazu. All die­se Eigen­schaf­ten machen Gott zum men­schen­freund­li­chen Gott, nicht nur ein Teilauschnitt, der halt gera­de ins Kon­zept passt. Natür­lich kön­nen auch „hard­li­ner“ in die Irre gehen und dem Stolz unter­lie­gen, wenn die Moti­va­ti­on für Han­deln und Tun nicht aus Lie­be zu Gott, dem Näch­sten und der Kir­che kommt. Aber genau die­se Lie­be lässt es nicht zu, dass man den Ande­ren aus Barm­her­zig­keit ins Ver­der­ben ren­nen lässt. Chri­stus spricht an vie­len Stel­len davon, dem Irren­den nach­zu­ge­hen und ihn zurück­zu­ho­len.

      • Die Fra­ge ist doch, was das hei­ßen soll: „Gebo­te rela­ti­vie­ren“.
        Gebo­te abzu­schaf­fen, weil man kei­nen Bock dar­auf hat, sie ein­zu­hal­ten, ist sicher ver­kehrt. Gebo­te so anzu­wen­den und aus­zu­le­gen, dass sie dem Sinn gerecht wer­den, der dahin­ter steckt, ist aber rich­tig.
        In die­sem Sinn ist „Rela­ti­vie­rung“ (im Sin­ne einer Beach­tung der Bil­lig­keit und des Norm­sinns) abso­lut gebo­ten und im Sin­ne des Erfin­ders, wohin­ge­gen rigo­ri­sti­sche Ver­ab­so­lu­tie­rung falsch ist.
        Das liegt dar­an, dass Gott kein Dumm­kopf ist, son­dern hoch intel­li­gent. Sim­pli­fi­zie­ren­des Ver­ab­so­lu­tie­ren von Nor­men ist dage­gen gei­stig eher beschränkt.

        Der Sinn von Got­tes Gebo­ten ist nun der, dass die Men­schen Gutes tun und nicht Böses. Das liegt dar­an, das Gott sel­ber gut ist und möch­te, dass die Men­schen sei­nem Eben­bild nach­ei­fern und auch gut wer­den. Des­halb bestraft Gott die Bösen und trö­stet die Guten. Die­se Grund­lo­gik, die sei­nen Gebo­ten zugrun­de liegt, ist also doch wie­der ganz ein­fach.

        Wenn jemand aus irgend­ei­nem Grund gegen das Gebot der Ein­ehe ver­sto­ßen und eine zwei­te Part­ne­rin hat, mit der er auch geschlecht­lich ver­kehrt, ist er des­we­gen nicht not­wen­di­ger­wei­se böse. Er kann aus tau­sen­der­lei Grün­den ent­schul­digt sein. Er kann das Schei­tern der Ehe bereu­en, ohne sie hei­len zu kön­nen; er kann mehr oder weni­ger unschul­dig ver­las­sen wor­den sein; er kann beim besten Wil­len nicht keusch blei­ben kön­nen, ohne an Gott und der Kir­che zu ver­zwei­feln, oder weiß der Gei­er was noch alles. Es gibt da kei­ne simp­le Mess­lat­te, um die Bos­heit und Sünd­haf­tig­keit so einer Lage zu bewer­ten. Das muss man als intel­li­gen­ter Mensch ein­fach ein­se­hen.

        Wenn jetzt jemand daher­geht und behaup­tet, die­ser Mensch ist böse (nur weil er sei­ne zwei­te Frau nicht ver­lässt) und darf des­halb kei­ne Sakra­men­te bekom­men, ist das nach alle­dem offen­sicht­lich falsch (also kei­nes­wegs „die Wahr­heit“). Eine sol­che Auf­fas­sung ist unbil­lig, die Norman­wen­dung falsch, weil die Stra­fe nicht den trifft, den sie tref­fen soll (den Bösen), son­dern jeman­den, der sie in die­ser Schär­fe gar nicht ver­dient, weil er im Kern gar nicht böse ist, son­dern bloß in einer schwie­ri­gen und/oder nicht ganz regel­kon­for­men Situa­ti­on steckt.

        Das ein­zu­se­hen, ist „mensch­lich“ (gut), es zu ver­leug­nen wäre also „unmensch­lich“ (böse).
        Wenn man den Betref­fen­den daher ver­ur­teilt oder beschimpft oder schlecht über ihn denkt oder Anstoß nimmt etc., ist das böse.
        Also wird Gott in die­sem Fall den Eife­rer oder Hard­li­ner, der Anstoß nimmt und nicht ein­se­hen will, dass auch sol­che Sün­der zur Kom­mu­ni­on gehen dür­fen, bestra­fen.
        Den Gebots­ver­let­zer dagg., der in Wirk­lich­keit gar nicht so böse ist, wie es dem Hard­li­ner scheint, wird er trö­sten. Genau das könn­te mit Got­tes Wil­len durch die­se Syn­ode gesche­hen.

        Es gibt so vie­le Gleich­nis­se Jesu, die Gott genau in die­ser Wei­se zeich­nen (der älte­re Sohn des guten Vaters, die nei­di­schen Arbei­ter im Wein­berg, das Schuldt­turm­gleich­nis usw.). Des­halb kann man als Christ sehr sicher sein, dass dies die Denk­wei­se Got­tes ist

      • Unfaß­bar, so ein — mit Ver­laub — Wohl­füh­ge­schwa­fel. Dann war wohl Chri­sti Opfer unnö­tig, weil ja damals schon alles so schön mensch­lich war? Oder muß­te Chri­stus uns erlö­sen, weil das Mensch­li­che eben oft schreck­lich ist?
        Wem der Mensch Maß aller Din­ge ist, ver­stößt schon gegen das 1. Gebot Got­tes. Des­halb lehnt die Kir­che ja auch die Frei­mau­re­rei und die Demo­kra­tie ab. Die Ver­leum­der Got­tes, die sich heu­te anma­ßen, sich Kir­che zu nen­nen, sind dage­gen Par­tei­gän­ger all des­sen, was die Kir­che immer abge­lehnt hat und ableh­nen muß.
        Und wie weit geht denn Ihre „Mensch­lich­keit“? Gibt es viel­leicht auch kein Unrecht mehr?
        Es ist kei­ne Lie­be, son­dern Schwä­che — eine Art mas­sen­psy­cho­pa­thi­sches Stock­holm-Syn­drom der Moder­ne -, Pro­ble­me zu ver­harm­lo­sen, anstatt sie zu lösen.

      • Na toll, jetzt spielst du mit dem Dop­pel­sinn des Wor­tes „mensch­lich“. Neid, Miss­gunst, Gier, Bru­ta­li­tät, Igno­ranz, Feig­heit, Fana­tis­mus: alles mensch­lich. Die Jesus umbrach­ten, waren in dem Sin­ne sehr „mensch­lich“.
        Ist gebongt! Des­halb muss­te er ster­ben und hat uns erlöst. Sonst noch was? Wie wäre es damit, die­se all­zu mensch­li­chen Sün­den mög­lichst ver­mei­den und „mensch­li­cher“ zu wer­den? Ich weiß nicht, was dar­an so schwer zu begrei­fen sein soll.

        Ger­trud von Le Fort hat es begrif­fen, wenn sie schrieb: Es sind nicht die Gott­lo­sen, es sind die From­men sei­ner Zeit gewe­sen, die Chri­stus ans Kreuz schlu­gen.

        Also wenn du dich mit kul­tur­pes­si­mi­sti­schen Phra­sen woh­ler fühlst als mit dem Chri­sten­tum, bit­te­schön. Anson­sten hilft die Lek­tü­re des Evan­ge­li­ums. Die Gleich­nis­se Jesu spre­chen eine glas­kla­re Spra­che und zei­gen genau, wer sich ret­ten lässt und wer es lei­der ver­patzt.

      • Ach, du lie­bes biß­chen, was hat „K“ denn für eine Vor­stel­lung von Gott und dem Men­schen? Der Mensch als unfä­hi­ges Mau­er­blüm­chen, das von Gott aus Mit­leid ange­nom­men wird? Das hat mit Lie­be doch nichts zu tun, das ist nicht mal barm­her­zig, das wäre nur erbärm­lich. Komisch, was man­che Leu­te sich unter dem Reich Got­tes vor­stel­len.
        Bei der Hoch­zeit zu Kana steht doch alles glas­klar. Die Ehe hat zwei Sei­ten, eine natür­li­che und eine sakra­men­ta­le. Die natür­li­che Sei­te geht irgend­wann zur Nei­ge, Maria und Jesus sind dabei schon da, Maria bemerkt das nahe Ende und akti­viert Jesus. Wer dar­auf ver­traut, wird über­reich belohnt, denn jetzt geht die Post erst rich­tig ab! Ver­patzt hat es dann der, der vor der Zeit weg­ge­lau­fen ist, um sich mit einem wie­der­hol­ten Penn­er­glück der Mar­ke „Kal­te­rer See“ im 4l Tetra­pack zufrie­den zu geben.

      • Die­se alle­go­ri­sche Deu­tung des Wein­wun­ders von Kana ist gar nicht schlecht.

        Sie geht natür­lich inso­fern etwas am The­ma vor­bei, als die Unauf­lös­lich­keit der Ehe und das Ver­bot der Schei­dung gar nicht das eigent­li­che The­ma sind. Es geht ja um Leu­te, die die­sen Feh­ler schon began­gen haben und nichts mehr dar­an ändern kön­nen, obwohl es ihnen leid tut. Das The­ma ist also nur, ob sol­che Leu­te auf ewig part­ner­los blei­ben müs­sen oder nicht. Dass die zwei­te Part­ner­schaft ein Not­be­helf und mit der ersten und eigent­li­chen Ehe nicht gleich­wer­tig sein kann, solan­ge der Ehe­part­ner noch lebt, ist selbst­ver­ständ­lich. Trotz­dem wäre es eine unbil­li­ge Här­te, aus­nahms­los von jedem Betrof­fe­nen die­se Dis­zi­plin zu erwar­ten. Mög­li­cher­wei­se sind wir alle hier in der Lage, so zu leben. Ich sel­ber schaf­fe das sicher leicht. Aber ich maße mir nicht an, dem­je­ni­gen, der eine zwei­te Frau ken­nen lernt, vor­zu­wer­fen, sei­ne neue Part­ner­schaft sei eine Sün­de. Und es gibt eben auch vie­le, die ange­sichts einer sol­chen For­de­rung ver­zwei­feln wür­den und den gan­zen Glau­ben über Bord wer­fen. Es ist eben oft­mals eine Über­for­de­rung, und das ist nicht rich­tig im Sin­ne der Kir­che. Die Kir­che for­dert nichts Unmög­li­ches. Und da Sexua­li­tät nichts an sich Böses ist, auch nicht mit irre­gu­lä­ren Part­nern, son­dern natür­li­cher­wei­se gut, kön­nen sehr vie­le Men­schen die­se Über­stren­ge nicht ein­hal­ten. Das ist auch nichts Neu­es, son­dern war schon immer so, und die Kir­che hat von Beginn an auch Lösun­gen gefun­den, die nicht gar zu streng mit die­sen Leu­ten umgin­gen. Die Vor­stel­lung, die Kir­che sei hier­in immer super streng gewe­sen und eine seit ewi­gen Zei­ten bestehen­de Leh­re wer­de heu­te aus „Zeitgeist“-Gründen aus­ge­he­belt, ist histo­risch nicht rich­tig. Des­halb sagt Kas­par ja auch, die Leh­re ist in die­ser Fra­ge offen. Bevor mir jetzt jemand wider­spricht, soll er bit­te die ent­spre­chen­den Quel­len und Bücher lesen, er wird fest­stel­len, Kas­par hat recht.

        Was die Fra­ge des Got­tes­bil­des angeht, triffst du den Nagel auf den Kopf. Das Pro­blem der „Hard­li­ner“, wie ich sie mal pro­vi­so­risch nen­ne, ist oft tats. ein über­stren­ges Got­tes­bild. Um fest­zu­stel­len, ob unser Got­tes­bild das rich­ti­ge ist, muss man wie­der ins Evan­ge­li­um schau­en. Die wich­tig­ste Auf­ga­be Jesu auf Erden (abge­se­hen von sei­nem Erlö­sungs­werk) war, den Men­schen zu erklä­ren, wie Gott wirk­lich ist. Des­halb die gan­zen Gleich­nis­se. Wenn du das liest, wirst du sehen, dass dein Bild von dem „Mau­er­blüm­chen“, das aus Mit­leid gepflückt wird, der Posi­ti­on des Men­schen gegen­über dem Gott Jesu Chri­sti schon recht nahe kommt. Noch bes­se­re Bil­der bie­ten wie gesagt die Gleich­nis­se, „Vater“ wäre da das Stich­wort, oder der „König“, der grund­los alle Schul­den ver­zeiht, oder der Wein­berg­be­sit­zer, der Tage­löh­ner aus Mit­leid eine hal­be Stun­de beschäf­tigt, um ihnen dann den vol­len Tages­lohn aus­zu­zah­len.

      • Es geht nicht drum, dass irgend­wem „über­streng“ irgend­was abge­for­dert wird.
        Die Fra­ge ist, war­um einer, der eh schwach ist und sein will, unbe­dingt die­ses klei­ne schwa­che Stück­chen Brot essen will?

        Denn es han­delt dabei um den Hei­li­gen Gott, in des­sen Wil­len Sexua­li­tät sicher­lich etwas Gutes und Schö­nes, aber eben abso­lut Hei­li­ges ist.
        Hei­lig heißt: es muss als Anteil der gött­li­chen Schöp­fer­kraft gelebt wer­den.

        Wer das nicht will, weil er es lei­ber als Anteil sei­ner per­sön­li­chen, von Gott abge­kop­pel­ten Kräf­te anse­hen will, auf die er meint, einen Anspruch zu haben, darf das natür­lich tun — aber ers chließt sich damit aus der Kom­mu­ni­onge­mein­schaft aus. das ist der Punkt.

        Aber noch mal: wem es so wurscht ist, ob er Got­tes hei­li­ge Schöp­fer­kraft belei­digt oder nicht, dem müss­te eigent­lich erst recht wurscht sein, ob er nun zur Hl. Kom­mu­ni­on zuge­las­sen ist oder nicht.

      • Hal­lo zeit­schnur! Dan­ke für Ihre Ant­wor­ten (natür­lich kön­nen wir beim Sie­zen blei­ben, ich hat­te das schon wie­der ver­ges­sen, Ent­schul­di­gung 🙂

        Was mir an der Linie der Ver­fech­ter von stren­gen Rein­heits­an­for­de­run­gen an den Kom­mu­nion­emp­fän­ger am mei­sten Bauch­schmer­zen berei­tet und was ich vor allem auch, wenn ich dann ins Evan­ge­li­um schaue, am aller­we­nig­sten nach­voll­zie­hen kann, ist die­se Ten­denz, von außen bestim­men zu wol­len, wem Gott es erlau­ben darf, sich ihm zu nähern. Und Anstoß zu neh­men, wenn Gott groß­zü­gi­ger ist als ich es viel­leicht wäre. Das ist es, was mir da so auf­stößt und was ich als zutiefst unevan­ge­lisch emp­fin­de.

        Für mich sel­ber kann ich sehr vie­les von dem anneh­men, was Sie und ande­re schrei­ben. Und wenn es mir selbst nicht gelingt, die Rein­heit und Hei­lig­keit in dem Maße auf­recht­zu­er­hal­ten, die gefor­dert ist, füh­le ich mich auch schul­dig und unwür­dig und gehe lie­ber nicht zur Kom­mu­ni­on. Aber es wäre furcht­bar anma­ßend, die­se Din­ge von ande­ren zu for­dern. Viel­leicht will Gott ande­ren gegen­über groß­zü­gi­ger sein als mir, oder viel­leicht bin ich ja auch so blind, dass ich mir nur ein­bil­de, ich dürf­te hin­ge­hen, und gar nicht mer­ke, dass ich eigent­lich viel wei­ter weg bin vom Reich Got­tes als der ande­re mit sei­nem auf­fäl­li­gen Split­ter im Auge.

        Mir kommt es immer so vor, als begrif­fen die Kri­ti­ker der Sün­der­kom­mu­ni­on schlicht und ein­fach die Gleich­nis­se nicht. Sie behar­ren auf der vor­der­grün­di­gen „Wahr­heit“ und erfas­sen Got­tes Tun gar nicht. Natür­lich ist es „wahr“, dass der letz­te Tage­löh­ner im Wein­berg fast den gan­zen Tag her­um­ge­gam­melt und eigent­lich kei­nen vol­len Lohn ver­dient hat. Trotz­dem kriegt er einen gan­zen Denar. War­um soll­te ich mich dar­über erre­gen statt mich mit ihm zu freu­en? Natür­lich ist es wahr, dass der Mit­bür­ger im Schuld­turm­gleich­nis mir Geld schul­det. Trotz­dem bin doch ich der­je­ni­ge, der nichts ver­stan­den hat, wenn ich auf mei­nem Recht bestehe, nach­dem der König mir sel­ber gegen­über nicht auf sei­nem Recht bestand und so unge­mein groß­zü­gig war.
        Oder wenn Jesus zu Petrus sagt: „Wenn ich will, dass die­ser bleibt, bis ich kom­me, was geht es dich an? Fol­ge du mir nach!“ Wir haben nicht dar­über zu urtei­len, ob ande­re für das Heils­ge­schenk schon reif sind oder nicht.

        Soll Gott sich doch auch denen schen­ken, die schwä­cher sind als wir. Die Vor­stel­lung, sie sei­en des­we­gen unrein oder ego­istisch oder nicht wirk­lich reif für die Teil­ha­be an dem unbe­schreib­li­chen Geschenk der Eucha­ri­stie, ist in Got­tes Augen eben gar nicht wahr. Je mehr man selbst beschenkt wird, desto eher müss­te man das ver­ste­hen und ande­ren gegen­über groß­zü­gig und wohl­mei­nend sein, statt schroff zu urtei­len, der oder die sei es gar nicht wert, dass Gott sich auch sei­ner annimmt.

      • @ K
        Es gibt einen fei­nen Unter­schied zwi­schen den Tage­löh­nern und Schuld­nern in den Gleich­nis­sen und den Leu­ten, die im Ehe­bruch ver­har­ren, aber trotz­dem an den Sakra­men­ten teil­ha­ben wol­len. Die­ser fei­ne Unter­schied ist aber der sprin­gen­de Punkt: Die Tage­löh­ner, Schuld­ner, auch bei­de Söh­ne, sie alle rech­nen nicht mit der über­rei­chen Gna­de des Königs / Vaters. Sie erwar­ten das, was ihnen oder eben den ande­ren nach gerech­tem Ermes­sen zusteht, nicht mehr und nicht weni­ger. Dann wer­den sie aber von der über­rei­chen Gna­de über­rascht. Die kämp­fe­risch akti­ven wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen ver­har­ren aber in der Sün­de und rech­nen mit der Gna­de Got­tes. Sie rech­nen mit einer gesetz­mä­ßi­gen Barm­her­zig­keit und for­dern die­se im Ver­bund mit ihren ideo­lo­gi­schen Unter­stüt­zern ein. Wer so denkt, hat das Wesen der Lie­be nicht erkannt, den Lie­be ist nun mal lei­der Got­tes nicht bere­chen­bar. (Nicht weni­ge kön­nen Gott des­halb nicht lei­den!) Kei­ner kann mit ihr rech­nen, kei­ner kann sie erzwin­gen, zum Wesen der Lie­be gehört die Frei­heit grund­sätz­lich dazu. Und eine ande­re Lie­be als das freie Ja will Gott nicht von uns. Und dar­in glei­chen wir IHM sehr wohl, das ist katho­li­scher Glau­be. Ein zwang­haf­tes Barm­her­zig­keits­den­ken nimmt den Men­schen mit sei­nen Mög­lich­kei­ten nicht ernst und ver­hin­dert letzt­lich ein erfüll­tes Leben in Bezie­hung zu Gott! Viel­leicht steckt dahin­ter sogar so etwas wie kle­ri­ka­ler oder theo­lo­gi­scher Hoch­mut, zum einen, weil den Men­schen nicht viel zuge­traut wird, als wären es Beru­fe­ne zwei­ter oder drit­ter Klas­se und zum ande­ren, weil man sich selbst als barm­her­zig und gene­rös insze­nie­ren kann, als ob man selbst der Herr der Sakra­men­te wär.
        Wer ande­rer­seits auch von stän­di­gen Neu­an­fän­gen und Neu­auf­brü­chen redet, hat im Grun­de schon den christ­li­chen Glau­ben auf­ge­ge­ben und ist im Reinkar­na­ti­ons­den­ken zu ver­or­ten. Da muss man dann solan­ge immer wie­der anfan­gen und durch neu­es Erle­ben rei­fen, bis man es kapiert und sich damit selbst erlöst hat. In einer syn­kre­ti­sti­schen Denk­wei­se, die den christ­li­chen Glau­ben mit asi­sa­ti­schen Denk­mu­stern ver­mischt gehört es dann viel­leicht sogar dazu, dass man zur Kom­mu­ni­on gehen will und sich das eucha­ri­sti­sche Brot selbst in den Mund schie­ben will, weil man das als sei­ne Auf­ga­be sieht. In die­ser post­mo­der­nen Zeit ist ja jede Posi­ti­on als Gedan­ken­spiel erlaubt und erwünscht.

      • @ K wis­sen Sie wor­in Ihr Irr­tum besteht?

        dar­in dass sie den­ken dass die Sakra­men­te so ne Art Belo­hu­nung sind, für die, die „gut im Her­zen“ sind.
        Dem ist genau nicht so, die Sakra­men­ten sind die Mit­tel die die Men­schen gut machen. Und zu den Sakra­men­ten gehört eben auch die Ehe.
        Will hei­ßen in der Befol­gung des Gebo­tes Got­tes wird man gut.
        Und es gilt nicht, weil man schon gut ist, des­halb muss man das mit den Gebo­ten nicht so ernst neh­men.
        Und ihr Ger­trud von leFort Zitat ist schon klas­se, nur die From­men unse­rer Zeit, sind die, die es immer mit der Barm­her­zig­keit haben und des­halb den Glau­ben der Klei­nen gefähr­den

      • @Ahawa, du wirst wohl selbst mer­ken, dass das schlich­te Unter­stel­lun­gen sind. Es mag ja auf Kra­wall gebür­ste­te Pro­gres­si­ve geben, die so ein Anspruchs­den­ken haben. Gene­rell leigt das Pro­blem hier aber im Auge des Betrach­ters. Wenn ich mir die „bösen Tra­dis“ nur fin­ster genug aus­ma­le, habe ich auch bald kei­ne Lust mehr, mit ihnen zu reden. Das tue ich aber ganz bewusst nicht, weil es auch unter „Dun­kel­ka­tho­li­ken“ immer wie­der Licht­blicke gibt. Genau­so musst du das halt umge­kehrt auch machen, dann ersparst du dir und ande­ren sol­che fal­schen Pau­schal­ur­tei­le.

        Inter­es­sant ist ja, wie das Gleich­nis von den Tage­löh­nern endet, wenn der Herr fragt: „Oder ist dein Auge böse, weil ich gütig bin?“
        Das erin­nert gleich an den Spruch aus Mt 6,22f:
        Das Auge ist das Licht des Lei­bes. Wenn dein Auge gesund ist, wird dein gan­zer Leib hell sein. Wenn aber dein Auge böse ist, wird dein gan­zer Leib fin­ster sein.

        Die­ser schlech­te Blick auf ande­re ver­dun­kelt halt immer alles. Für Ester gilt natür­lich das­sel­be.

      • @ K

        Ich habe Ihnen auch beim andern Arti­kel gean­to­wr­tet auf Ihre Ant­wort an mich. Sie haben auch auf die­se Dis­kus­si­on ver­wie­sen.

        Sowohl das Tage­löh­ner­bei­spiel als auch der Satz an Johan­nes gehö­ren nicht in den Zusam­menh­nag des The­mas m.E.
        Bei den Tage­löh­nern geht es nicht um Leu­te, die in einer Sün­de ver­har­rend zur Kom­mu­ni­on gehen, son­dern um „Spät-Dazu-Gekom­me­ne“. Ähn­lich wie bei ver­lor­nen Sohn — das erregt den Neid derer, die immer schön brav dabei waren. Zeit­lich gese­hen.

        Beim ver­lo­re­nen Sohn und den Tage­löh­nern, die spät in den Wein­berg kom­men, han­delt es sich jedoch stets um eine Umkehr und Buße und ein Ablas­sen von der Sün­de.

        Ich den­ke auch, dass Ihre Sät­ze, man dür­fe doch nicht für ande­re ent­schei­den etc. so den Sach­ver­halt ver­zer­ren. Nicht ich ent­schei­de hier über ande­re, son­dern wir alle ste­hen unter einer Glau­bens­re­gel, an die sich jeder hal­ten muss auf­grund der Hei­lig­keit des aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­men­tes.

        Bei Johan­nes geht es um eine apo­kylp­ti­sche Aus­sa­ge — nicht um die Fra­ge, wer zu den Sakra­men­ten zuge­las­sen ist.

  3. Frü­her wuß­te man, wie man mit einem Judas namens Kas­per umzu­ge­hen hat. Scha­de, dass weder Papst Johan­nes Paul II noch Bene­dikt XVI einen sol­chen Heuch­ler in die Wüste geschickt haben. Noch schlim­mer, dass Kas­per auch beim Kon­kla­ve kräf­tig die Fäden zie­hen konn­te. Eine alte Volks­weis­heit besagt: „Sag mir mit wem du dich abgibst und ich sage dir, wer du bist“- Kas­pers begei­ster­ter Men­tor Ber­go­glio ist mit die­ser Volks­weis­heit tref­fend cha­rak­te­ri­siert: Bei­de füh­ren einen Krieg gegen die Kir­che und tar­nen das gan­ze mit dem unsäg­li­chen und nicht mehr ertrag­ba­ren Umdeu­tung der Barm­her­zig­keit. Das hat nichts mit Barm­her­zig­keit zu tun, son­dern mit bru­ta­lem Vor­ge­hen gegen alles und jeden, der nicht bereit ist, die Kir­che zu ver­ra­ten und auf dem Altar des Rela­ti­vis­mus und der Inter­re­li­gio­si­tät zu opfern. Bei­spie­le gefäl­lig? Die Barm­her­zig­keit gegen­über den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta oder die syste­ma­ti­sche Säu­be­rung der Kurie von sämt­li­chen katho­li­schen Beken­nern. Oder auch den nach wie vor unglaub­li­chen Skan­dal, ein inter­re­li­giö­ses Fuß­ball­spiel zu ver­an­stal­ten, wäh­rend­des­sen Tau­sen­de von Chri­sten mit unbe­schreib­li­cher Grau­sam­keit und Bru­ta­li­tät hin­ge­schlach­tet wer­den. Das ist eine Geschmack­lo­sig­keit son­ders­glei­chen. Ich kann mir sogar vor­stel­len, dass die bei­den genann­ten Kon­zils­grei­se zusam­men­hocken und sich köst­lich über die Blöd­heit vie­ler Jub­ler amü­sie­ren, die sich blen­den las­sen von einem Kapi­tän, der das Schiff­lein Petri bewußt auf die Fel­sen zusteu­ert. Und was die­ser Kapi­tän von zumin­dest einem der von Don Bos­co als Ret­tung beschrie­be­nen Säu­len hält- näm­lich vom Hei­lig­sten Sakra­ment- das konn­ten wir uns bereits zu Gemü­te füh­ren. Spä­te­stens seit dem Fron­leich­nams­fest ist klar, was Ber­go­glio weni­ger wich­tig ist. Man muss nur die Augen auf­ma­chen, zumin­dest über einen Rest­be­stand katho­li­scher Iden­ti­tät ver­fü­gen- dann kapiert man, was da gera­de pas­siert. Inso­fern wird man jeden Jub­ler genau befra­gen müs­sen, wenn das Schiff­lein Petri abzu­sau­fen droht: Wo warst Du, als es dar­auf ankam? Mut und Treue ist das Bewun­derns­wer­te all derer, die klar auf­zei­gen, wohin der Kurs steu­ert und die augen­blick­lich ver­zwei­felt, aber beharr­lich ver­su­chen, die Kata­stro­phe zu ver­hin­dern !

  4. Der Kar­di­nal skiz­ziert eine schwe­re „Bedro­hung“, die sich gegen den Papst rich­te: „Sie wol­len den Krieg bei der Syn­ode. Der Papst ist die Ziel­schei­be“.

    S. Emi­nenz befin­det sich im Krieg mit der unver­än­der­ba­ren Wahr­heit, Jesus Chri­stus.
    Ent­lar­vend ist, dass nun­mehr auf den Papst gelenkt wird, also denkt die­ser genau­so wie K. Kasper&Co.

    Zie­len denn die Syn­oden­be­trei­ber nicht ganz unver­hoh­len auf eine Ände­rung der pasto­ra­len Pra­xis, wobei sie die Chuz­pe haben zu behaup­ten die Leh­re der Kir­che ände­re sich dabei nicht? Wie soll das gehen? Eine nicht geschlos­se­ne Leh­re ist offen, also auf ein­mal auch für Irr­tum?
    Wel­che Rück­sichts­lo­sig­keit gegen­über 2000 Jah­ren Treue zur Leh­re unse­res Herrn Jesus Chri­stus.
    Biga­mie ist in SEINER Kir­che jeden­falls nicht vor­ge­se­hen. Nur wer nicht an die Real­prä­senz im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment glaubt kann der­ar­tig herz­los einer Ent­wei­hung das Wort reden.

    Das The­ma Barm­her­zig­keit kommt bezeich­nen­der­wei­se bei Kas­per & Co. völ­lig ohne GERECHTIGKEIT aus.

    WER ist auf ‚Krieg‚/ Spal­tung aus?

    Dan­ke für die deut­li­che War­nung an den klei­nen getreu­en Rest. Es gilt! Stand­haft blei­ben!
    Wie sich wohl unse­re Bischö­fe ver­hal­ten wer­den?

    • Sehr gut bemerkt.

      Mir kommt das Sprich­wort in Erin­ne­rung: „Wer Wind säht, wird Sturm ern­ten“.
      Kard. Kas­per hat in sehr hohem Alter mit viel fah­ri­gem Tem­pe­ra­ment eine lei­ne Offen­si­ve los­ge­tre­ten- jetzt jam­mert er laut­kehls wenn die Front in Flam­men steht.
      Lepan­to!

  5. Die­sel­be Tak­tik wie vor 50 Jah­ren bei der zweit­va­ti­ka­ni­schen Räu­ber­syn­ode: Die Brand­stif­ter bezich­ti­gen die Feu­er­wehr als Unru­he­stif­ter. Wer erin­nert sich an die Wor­te Wal­ter Ulb­richts: „Nie­mand hat die Absicht, eine Mau­er zu bau­en“. Glei­che Schu­le: Nie­mand hat die Absicht, die Unauf­lös­lich­keit der Ehe anzu­ta­sten. Das Resul­tat wird ähn­lich sein wie in Ber­lin 1961 und Rom 1965, weil sich die glau­bens­treu­en Katho­li­ken um des lie­ben Frie­dens und einer falsch ver­stan­de­nen „Ein­heit“ wil­len über den Tisch zie­hen las­sen. Doch wie sag­te schon der hei­lig­mä­ßi­ge Pius XII. im Jah­re 1949: „Es wür­de dann wohl alles geeint, aber nur zum gemein­sa­men Unter­gang!“ Dar­um müs­sen die treu­ge­blie­be­nen Katho­li­ken unter allen Umstän­den die­sen Ein­dring­lin­gen und Wöl­fen in der Her­de Chri­sti wider­ste­hen, egal ob sie sich als „Papst“ oder „Kar­di­nal“ prä­sen­tie­ren. Ratz­in­gers „klug“ gewähl­ter Rück­tritt hat es im übri­gen ermög­licht, daß das schwä­bi­sche Scheu­sal wei­ter sei­ne unsäg­li­che Rol­le spie­len kann: erst im Kon­kla­ve, und jetzt bei sei­nem neu­en Chef.

  6. —– „Papst Woj­ty­la sei es gewe­sen, so Kas­per, der die Fami­lie als „zen­tra­le“ Zel­le, aber nicht mehr als „natür­li­che“ Zel­le von Kir­che und Gesell­schaft bezeich­net habe. Die Fami­lie sei zwar „etwas gro­ßes und schö­nes, aber nicht per se gött­li­ches“, so der Kar­di­nal.“ —–

    Jesus hat zwar die unter Sün­de läh­men­de Macht der natür­li­chen Fami­lie auf­ge­ho­ben („Nur wer den Wil­len des Vaters tut, ist mein Bru­der oder mei­ne Schwester“/„Ich brin­ge das Schwert zwi­schen Mut­ter und Toch­ter etc.“).
    Und: „Wer nicht um mei­net­wil­len Vater und Mut­ter, Brü­der und Schwe­stern ver­lässt, ist mein nicht wert.…er erhält schon hier Schwe­stern, Brü­der und Müt­ter in Chri­stus“ (alles sinn­ge­mäß zitiert)

    Inso­fern hat die Fami­lie nicht mehr die­se Bedeu­tung im Chri­sten­tum wie in allen ande­ren Reli­gio­nen, die rein natur­recht­lich den­ken. Es ist falsch, wenn immer wie­der behaup­tet wird, die Kir­che stel­le sich auf die Basis des „Natur­rech­tes“ (was immer das genau ist).
    Gera­de hin­sicht­lich der Fami­lie geht das gan­ze NT auf Distanz: der hl. Pau­lus ord­net sie ein­deu­tig sogar der Ehe­lo­sig­keit nach. Die Fami­lien­ta­feln sol­len stets einen Zustand, dem der Christ in gewis­ser Wei­se bereits ent­wach­sen ist, im Schon-und ‑noch-nicht regeln. Man ergibt sich in über­kom­me­ne, von der Sün­de gepräg­te sozia­le Muster, löst sie aber ver­bal auch gleich wie­der auf. Der Christ „spielt“ gewis­ser­ma­ßen natür­li­che Fami­lie unter Sün­de, weiß aber, dass im Him­mel nicht mehr gefreit wird und die Muster schon nicht mehr gel­ten…

    Den­noch hat die Kir­che die Ehe als Sakra­ment defi­niert, einen Ort der direk­ten Gna­den­wir­kung und Gegen­wart Chri­sti, weil sie ein Zei­chen für das Ver­hält­nis zwi­schen Chri­stus und Kir­che einer­seits, für die Drei­fal­tig­keit ande­rer­seits ist. Die Hoch­schät­zung der Ehe (und damit der Fami­lie) aber resul­tiert aus der Gott-Eben­bild­lich­keit von Mann und Frau (und Kind). Sie muss streng mono­gam sein, zumin­dest zu Leb­zei­ten, weil Gott hei­lig ist, der da abge­bil­det wird. Auch Sei­ne Treue zur Kir­che ist unwi­der­ruf­lich und ver­bie­tet daher jeden Ehe­bruch um die­ses Abbil­dens wil­len. Die­se Meta­pho­rik durch­zieht bereits schon das AT. Auch das Gebot der Ach­tung vor Vater und Mut­ter schärft gleich nach der Got­tes­lie­be ein, dass der Respekt vor den gleich­ran­gig genann­ten Eltern nicht ein­fach „natür­lich“ ist, son­dern wegen des Anteils der Eltern an der Schöp­fer­kraft Got­tes sogar eine über­na­tür­li­che Sache zum Gegen­stand hat. Die unbe­ding­te Ach­tung vor dem, der mich erschaf­fen hat bzw. sei­nen Mitt­lern im Fleisch, wird dar­in real. Dass deren Ach­tungs­wür­dig­keit wie­der in Kor­re­spon­denz zur Hei­lig­keit und Treue Got­tes steht, weiß jeder in sich selbst…

    Ob die Bischö­fe davon noch etwas wis­sen?
    Kas­per aber ist kein Bischof — er ist ein Häre­ti­ker, ver­tritt sei­ne Häre­si­en hals­star­rig und unter­stellt denen, die es anmah­nen, sie woll­ten Krieg, und es spricht doch voll­kom­men für sich, dass Ber­go­glio ihm den Ehren­platz ein­räumt in der Theo­rie­bil­dung.

    Es ist doch ganz klar, wer da in Rom das Sagen hat.

    • @zeitschnur, ich bin (ehr­lich) beein­druckt. Das hast du her­vor­ra­gend erkannt und auf den Punkt gebracht (wie­der ehr­lich).
      Der letz­te Absatz (Kas­par sei ein Häre­ti­ker usw.) über­zeugt zwar nicht und wirkt auch wie ein eher zusam­men­hang­los ange­häng­tes Cete­ro cen­seo, ändert aber an der Rich­tig­keit des davor Gesag­ten nichts.

      • Bit­te lesen Sie (las­sen Sie uns bit­te beim „Sie“ blei­ben — aus Respekt und Höf­lich­keit…) mein Posting noch mal genau:

        Gera­de durch die strik­te Distanz zur Über­macht einer­seits der Fami­lie als auch zur Über­be­wer­tung der Sexua­li­tät im gesam­ten NT ist jede sexu­el­le Dis­zi­plin­lo­sig­keit eine Ver­schmut­zung des Tem­pels des Herrn — denn das sind wir leib­haf­tig selbst in Chri­stus.

        Ihr State­ment oben greift daher zu kurz: zwar ist eine sexu­el­le Ent­glei­sung wahr­lich nicht die Sün­de Nr. 1, das ändert aber nichts dran, dass das Men­schen­bild der Kir­che den Men­schen als Herrn über sei­ne Trie­be ansieht, um über­haupt Mensch zu sein — andern­falls ent­spricht er einem Tier. Wer also gegen das 6. Gebot ver­stößt, weil er es „beim besten Wil­len (!!!) nicht anders kann“, der hat an der Kom­mu­ni­on­bank nichts ver­lo­ren. Tut mir leid — aber ein biss­chen Respekt vor dem Opfer Chri­sti muss schon sein. ER gab SEIN Äußer­stes — wir müs­sen es Ihm nach­tun.

        Emp­fin­den Sie nicht, wie sehr wir IHn eigent­lich gar nicht wert sind und alles, wirk­lich alles, bis zur Selbst­auf­ga­be tun müs­sen, damit Er uns sich gleich­ge­stal­ten kann („Wenn dich dein Auge zur Sün­de ver­führt, reiß es aus…“?

        Was Sie oben ver­harm­lo­send auf­li­sten ist immer als schwe­re Sün­de betrach­tet wor­den, auch bereits in Isra­el. Lesen Sie das Buch Malea­chi oder ande­re Pro­phe­ten des AT.

      • Lie­ber @K,
        Ihr Hin­weis auf den berühm­ten Schluß­satz von Cato mai­or ent­hält einen Feh­ler:
        Es ist „ceter­um cen­seo (Cat­ha­gi­nem esse delen­dam)“; „cete­ro“ als Adverb kommt erst in der sil­ber­nen Latini­tät (Pli­ni­us der Jün­ge­re) vor.

        Was jetzt die Sakra­men­te und die Hl. Kom­mu­ni­on betrifft, so emp­feh­le ich die Lek­tü­re des Hl. Ambro­si­us „De mysteriis/De sacra­men­tis“, in der Rei­he „Fon­tes Chri­stia­ni“ bei Her­der her­aus­ge­ge­ben und sehr kosten­gün­stig beim Sar­to Ver­lag zu bekom­men; die Latein­kennt­nis­se wer­den her­vor­ra­gend unter­hal­ten und ver­bes­sert.
        Der Westen hat weit­ge­hend den Sinn für das Sakra­le ver­lo­ren;
        Gera­de durch ad fon­tes kön­nen wir da sehr viel ler­nen.

      • Hal­lo Adri­en, dan­ke für die Ver­bes­se­rung. Das man ein latei­ni­sches ‑us oder ‑um durch ein ein­fa­ches ‑o ersetzt, ist ein typi­scher Flüch­tig­keits­feh­ler, der uns (ich bin Spa­nisch­spre­cher) immer wie­der pas­siert, ¡gra­ci­as! und sor­ry…

        Back to the roots ist immer viel ver­spre­chend, das fin­de ich auch. Man ent­deckt immer wie­der Neu­es und es erwei­tert den Hori­zont unge­mein.

        Was die Kri­tik an @zeitschnurs The­se anbe­langt, und ins­be­son­de­re der Hin­weis unten auf Papst Bene­dikt, der behaup­tet haben soll, die Hei­den hät­ten das in der Ehe lie­gen­de Gött­li­che nicht sehen kön­nen, bin ich eher skep­tisch.
        Man kann @zeitschnurs Ansatz gewiss nicht ver­ab­so­lu­tie­ren, aber gera­de die Sakra­li­sie­rung der Ehe ist ziem­lich klar in der römi­schen (weni­ger in der grie­chi­schen) Ehe­auf­fas­sung der ersten bei­den Jh. unse­rer Zeit­rech­nung vor­ge­zeich­net (Stich­wort uni­vi­ra, Ableh­nung der zwei­ten Hei­rat als etwas Unge­hö­ri­ges, Ana­lo­gie der Ein­ehe als Abbild der Treue des Got­tes usw.). Die Ehe als Zei­chen der Got­testreue gibt es natür­lich auch schon im Juden­tum (man den­ke an Hosea), aber es ent­sprach auch ein­deu­tig dem römi­schen Zeit­geist die­ser Epo­che. Bei Jesus sel­ber sehe ich bis auf sei­ne schar­fe Ableh­nung der Schei­dung nur wenig Inter­es­se für Fami­li­en­an­ge­le­gen­hei­ten, im Ggt., er ent­fernt sich von sei­ner Fami­lie. Dass es nach sei­nem Tod im Chri­sten­tum nicht zu einer Art Kali­fat kam (Ansät­ze dazu gibt es in der Jako­bus­tra­di­ti­on) dürf­te auch eine Fol­ge die­ser Fami­li­en­fer­ne Jesu sein.

    • Also wer­te Frau Zeit­schnur das kann man ein­fach nicht so ste­hen las­sen.
      1. kann­te auch das Hei­den­tum die Ehe­lo­sig­keit z.B die Vesta­lin­nen und auch die Die­ne­rin­nen jung­fräu­li­cher Göt­tin­nen, Arte­mis, Athe­ne.
      Dazu gab es in den heid­ni­schen Kul­ten der Anti­ke ja immer wie­der Relik­te frü­he­rer, bron­ze­zeit­li­cher Urmut­ter Kul­te, die ihre (Männ­li­chen ) Prie­ster prin­zi­pi­ell kastriert haben.
      Will hie­ßen,. es stimmt ein­fach nicht, dass man frü­her nur die Fami­lie sah, was aber stimmt ist dass frü­her die Fami­lie viel nöti­ger war als heut­zu­ta­ge, gab kein Harz IV und kein Woh­nungs­amt und und und.
      Jedoch gab und gibt es schon immer die Idee, und es ist halt so, dass nur Kul­tu­ren mit einer, wie auch immer gear­te­ten Siche­rung des mate­ril­len sich das lei­sten kön­nen, das Fami­lie Fes­sel ist.
      Was es auf der ande­ren Sei­te auch immer wie­der gab und was es bei uns (2014) halt auch mal wie­der gibt, ist eine abso­lu­te Über­hö­hung des Sexes und eine Ver­ach­tung der nor­ma­len Ehe mit ihrem Zweck der Zeu­gung und Erzie­hung von Kin­dern.
      In vie­lem haben Sie ja recht, wer­te Zeti­schnunr, aber die Kir­che hat nicht den­noch das Ehe­sa­kra­ment ein­ge­rich­tet, son­dern Chri­stus hat es am Kreuz gestif­tet, die Kir­che ver­wal­tet es nur!
      Und dann ist das ande­re Sakra­ment, den Stand des Men­schen betref­fend, die Prie­ster­wei­he.
      EHe ist somit etwas hei­li­ges und ja auch in den nicht­christ­li­chen EHen, sofern sie nicht abso­lut ent­ar­ten (á la Blau­bart) spie­gelt sich etwas davon wie­der.
      Die EHe und das Prei­s­ter­tum ist dem Sein des Men­schen ein­ge­stif­tet, sagen die Theo­lo­gen!
      Papst Bene­dikt hat m.E in DEus cari­tas est, die­sen Kom­plex, wie die Hei­den das in der Ehe per se lie­gen­de gött­li­che nicht sehen kön­nen (oder wol­len) und des­halb die Ehe ent­wer­te­ten, ver­ach­te­ten… und wie Chri­stus die EHe in ihren ursprüng­li­chen Stand gesetz­te hat, wun­der­voll beschrie­ben.

      • Ehr­lich gesagt ver­ste­he ich Ihren Gedan­ken­gang nicht ganz. Vor allem bezieht er sich auf etwas, was ich so gar nicht behaup­tet habe. M.E. hilft es auch wenig, wenn wir hier asso­zia­ti­ve Mei­nun­gen zum Besten geben — die Fra­ge ist: Was ist denn wahr?

        Natür­lich gab es im heid­nisch-kul­ti­schen Bereich Ehe­lo­sig­keit. Die macht der Sip­pe war dadurch nicht gebro­chen…
        Das hat aber mit dem, was ich sagen woll­te, nichts zu tun.
        In all die­sen heid­ni­schen Reli­gio­nen herrscht eine fast erdrücken­de Macht der Sip­pe. Sie fin­den das z.T. heu­te noch im Juden­tum (je ortho­do­xer desto aus­ge­präg­ter), ganz extrem im Islam, aber auch über all sonst — trotz ehe­lo­ser Aus­nah­me­re­ge­lun­gen. Ich habe das auch schon in Ost­asi­en so wahr­ge­nom­men, weil ich dort Ver­wand­schaft habe.

        Im Chri­sten­tum ist aber die Ehe­lo­sig­keit kei­ne Aus­nah­me und auch nichts Nach­ran­gi­ges, son­dern das, was der hl. Pau­lus „für alle“ am lieb­sten hät­te. Das lässt sich nicht rela­ti­vie­ren durch den Hin­weis auf die berühm­te Naher­war­tung, den Tot­schlä­ger gegen all sol­che NT-Aus­sa­gen.
        Ehe­lo­sig­keit ist der eigent­li­che Stand jedes Chri­sten. „Die Frau­en haben sei­en, als hät­ten sie kei­ne.“ sagt der Apo­stel. Im Him­mel wer­de nicht mehr gefreit, lehr­te Jesus und ver­wies dabei bereits auf den Stand, dem wir geist­lich gese­hen ange­hö­ren.

        Und die Nach­ran­gig­keit bis hin zur Ver­nei­nung fami­lia­ler Pflich­ten hat Jesus mehr­fach aus­ge­drückt. (zum Bei­spiel bei denen, die bei der Beru­fung vor­her noch Ver­wand­te begra­ben woll­ten: „Lasst die Toten die Toten begra­ben…“
        Wer IHM fol­gen will, MUSS die Fami­lie nach­ord­nen.

        Sie kön­nen das nicht wider­le­gen, weil es die Linie im NT ist.

        Es gibt vie­le Stel­len in den Evan­ge­li­en und den Pasto­ral­brie­fen.
        Und damit hier nicht wie­der Leu­te per­sön­lich wer­den zu sol­len glau­ben: ich bin selbst schon lan­ge und gut ver­hei­ra­tet, muss aber den­noch dem Schrift­wort recht­ge­ben. Außer­dem erken­ne ich die Cano­nes des Trident­nimum voll an, die nichts ande­res gesagt haben!

      • @ Zeit­schnur das ist Blöd­sinn, ein­fach weil die Ehe ein Sakra­ment ist, und es ist doch wohl Blöd­sinn zu behaup­ten: die Kir­che wol­le nicht, dass die Leu­te der Beru­fung! zur Ehe fol­gen.

        Die Ver­ach­tung der Ehe ist die Domä­ne der Gno­sis und die ist nicht christ­lich.

      • @ besorg­ter christ

        Ganz ruhig — Sie ver­ste­hen ein­fach die Nuan­cen nicht. Ich ver­ach­te nicht die Ehe! Den­noch ist es durch­weg Leh­re der Kir­che gewe­sen, dass das jung­fräu­li­che Leben bes­ser ist. Ich habe oben den Canon von Tri­ent zitiert. Der Apo­stel Pau­lus sagt, nur der Ehe­lo­se kön­ne wirk­lich unge­teilt dem Herrn die­nen.

        Las­sen Sie das so ste­hen — es ist Schrift­wort. Im übri­gen sag­te ich an ande­rer Stel­le ja, dass man nicht nur zur Ehe­lo­sig­keit, son­dern auch zur Ehe beru­fen sein muss, Jesus aber den Kreis der Ehe­fä­hi­gen ange­sichts der Ver­dor­ben­heit durch die Sün­de erheb­lich ein­schränkt (!).

        Tut mir leid, aber das ist nun mal die Vor­ga­be in Schrift und Tra­di­ti­on.
        Erst das nach­kon­zi­lia­re Lehr­amt hat die­se Hier­ar­chie der Stän­de gekippt.
        Das hat im übri­gen auch mit dem Ehe­sa­kra­ment nichts zu tun. Die Tat­sa­che, dass ein Sta­tus, der bereits auf den Him­mel ver­weist, höher ange­sie­delt ist, mehr geist­li­che „Rea­li­tät“ hat, bedeu­tet doch kei­ne „Ver­ach­tung“ des­sen, was etwas nach­ran­gi­ger ist und nach die­ser Welt­zeit nicht mehr rele­vant sein wird!
        Beden­ken Sie, dass vie­le, die zunächst ver­hei­ra­tet waren, noch wäh­rend der Ehe (mit Ein­ver­ständ­nis des Part­ners) oder nach dem Tod des Gat­ten aus­drück­lich erkann­ten, fort­an ehe­los leben zu wol­len — weil sie Gott nun unge­teilt die­nen woll­ten. Es geht nicht um schwarz-weiß.
        Ver­su­chen Sie die Fra­ge­stel­lung mit „geist­li­chen“ Augen zu sehen.

  7. Kar­di­nal Kas­par ist eben­so wie „Fran­zis­kus I“ ein vom Moder­nis­mus (laut dem Hei­li­gen Papst PIUS X die Syn­the­se aller Häre­si­en) durch­seuch­ter Feind Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che, und wie kann jemand am besten vom eige­nen Trei­ben ablen­ken? Rich­tig indem man sei­nen Geg­nern genau das Vor­wirft was man sel­ber betreibt! Und daher ist klar das zumin­dest Kar­di­nal Kas­par einen Krieg gegen Gott den Herrn und sei­ner Kir­che führt und das die­ser eben nur mit Hil­fe von „Fran­zis­kus I“. Und was die­se nun bevor­ste­hen­de „Bischofs­syn­ode betrifft, so sind auf jeden Fall Gott der Herr und sei­ne Kir­che und alle wah­ren Katho­li­ken und Katho­li­kin­nen die Ver­lie­rer, weil eben.
    1: Wenn sich die Syn­ode gegen Gott den Herrn und sei­ne Kir­che stellt so wird dies von der Welt umju­belt und es wird schnell von den Mit­glie­dern der „Kon­zils­kir­che“ in die Tat umge­setzt wer­den, weil dann gesagt wird, die Ent­schei­dung der Syn­ode sind bin­dend, und die inner­kirch­li­che Katho­pho­bie wird alle Lai­en, Prie­ster und Bischö­fe tref­fen die nicht von Gott den Herrn und sei­ner Kirch abfal­len wol­len.
    2. Wird sich die Syn­ode für Gott den Herrn und sei­ner Kir­che ent­schei­den, wird sie sofort von der Welt und den Anhän­gern der „Kon­zils­kir­che“ ange­grif­fen wer­den, beson­ders die Lai­en, Prie­ster, Bischö­fe des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes (bis auf weni­ge Aus­nah­men) wer­den dann genau das Gegen­teil von dem tun was Gott der Herr und sei­ne Kir­che wünscht und dies mit den Wor­ten ver­tei­di­gen „De Ent­schei­dun­gen der Syn­ode sind recht­lich NICHT bin­dend“ und so wer­den alle die nicht bereit sind Ver­rat an Gott den Herrn und sei­ner Kir­che bege­hen, in einer inner­kirch­li­chen „Katho­pho­bie“ als Unbarm­her­zig und als nicht fähig christ­li­che Näch­sten­lie­be aus­zu­üben dar­ge­stellt.

    Und das der Vati­kan wahr­lich die Spreu vom Wei­zen trennt, ist eher nur im nega­ti­ven Sinn zu erwar­ten.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  8. „…auf die Gesell­schaft hören, vor allem die exi­sten­ti­el­len Dra­men des Men­schen, nicht um zu ver­ur­tei­len, son­dern um zusam­men ihm zu gehen…“:
    Mit fast iden­ti­schen Wor­ten wur­de am 28 Juni 1984 in der flä­mi­schen Kir­chen­zei­tung Kerk&Leven in einem gro­ßen Arti­kel fett gewor­ben für eine „Arbeits­grup­pe zur Unter­stüt­zung der Inter­es­sen der Pädo­phi­len in der Kir­che“.
    Die Resul­ta­te die­ser schreck­li­chen Kata­stro­fe sind über­all bekannt.
    Die lei­ten­de Figur an katho­li­scher sei­te war Jef Bar­zin, jetzt Dekan in Ant­wer­pen-Noord, gro­ßer Freund und Protégé vom ant­wer­pe­ner Bischof Johan Bon­ny;
    Bon­ny sel­ber brach­te vor 2 Wochen in einer kon­zer­tier­ten Pres­se­ak­ti­on ein moder­ni­sti­sches Papier zur moder­ne Ehe usw. unter den Men­schen;
    Bon­ny wur­de u.a. geweiht von God­fried Dan­neels, Roger vanG­he­lu­we und Kard. Wal­ter Kas­per.
    Sehr, sehr kuri­os.
    Es wird kon­ti­nu­ier­lich ver­ges­sen daß die Gna­de, die Barm­her­zig­keit Got­tes und das Gericht, die Gerech­tig­keit Got­tes nicht zu tren­nen sind, nicht gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len sind son­dern eins sind- daß gera­de Got­tes Gericht Got­tes Gna­de für uns ist.
    Das ist für eine Man­schaft die das Dies irae und das Libe­ra me gewollt weg­am­pu­tiert hat, schwe­re Kost.
    Für die Gläu­bi­gen und die spi­ri­tu­ell inter­es­sier­ten jedoch nicht;
    der wun­der­schö­ne Trai­ler auf You­tube mit dem Libe­ra me, gesun­gen durch die Scho­la Bel­l­ar­mi­na, erreich­te inner­halb von 2 Jah­ren ca. 480 000 Per­so­nen-ein­sa­me Spit­ze!
    Tibi Chri­ste sple­ndor Patris

    • Um Him­mels wil­len und den lei­ten­den Per­so­nen ist nichts pas­siert?
      Noch nicht mal ne The­ra­pie?

      Im Grun­de kommt das daher, dass man Gott im rein Inner­welt­i­chen sucht, und dann rutscht er vom Bauch ne Eta­ge tie­fer und das ist dann eben genau nicht Gott, son­dern, der Herr der Unter­welt.

  9. Ich ABER sage euch.

    „Wer mei­ne Gebo­te hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von mei­nem Vater geliebt wer­den, und ich wer­de ihn lie­ben und mich ihm offen­ba­ren…“ „Ich ABER sage euch: Wer sich von sei­nem Wei­be schei­det (es sei denn um Ehe­bruch), der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Abge­schie­de­ne freit, der bricht die Ehe.“

    Gott liebt also nicht vor­be­halt­los, son­dern den­je­ni­gen, der die Gebo­te hält und DADURCH Jesus liebt.

    Jesus lehrt, dass man die Gebo­te nach außen hin – dem sicht­ba­ren Buch­sta­ben nach – hal­ten soll, dass man ihnen aber AUCH durch die Absicht des Her­zens gehor­chen muss. Damit hielt sich Jesus treu an die Leh­re des Alten Testa­ments: „Denn nicht sieht der Herr auf das, wor­auf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an“. Bei der all­ge­mei­nen Behand­lung des Geset­zes Got­tes erwar­tet somit Jesus einen weit­aus höhe­ren Stan­dard als das blo­ße äuße­re Ein­hal­ten von Geset­zen: „Denn ich sage euch: Wenn eure Gerech­tig­keit nicht bes­ser ist als die der Schrift­ge­lehr­ten und Pha­ri­sä­er, so wer­det ihr nicht in das Him­mel­reich kom­men“

    Jesus „har­te“ Leh­re läuft dem­nach doch auf das glat­te Gegen­teil von dem­je­ni­gen hin­aus, was Kar­di­nal Kas­per vor­schlägt. Es gibt kei­nen Gegen­satz zwi­schen Gesetz und Gerech­tig­keit, son­dern die Erfül­lung des Geset­zes ist die Vor­stu­fe zur Gerech­tig­keit. Jesus kri­ti­siert die Pha­ri­sä­er nicht, weil die­se die Geset­ze erfül­len, son­dern weil die­se die Geset­ze nur äußer­lich erfül­len, sozu­sa­gen auf der ersten Stu­fe ste­hen blei­ben. Ohne die Gerech­tig­keit ist die blo­ße Geset­zes­er­fül­lung pure Heu­che­lei. Dar­aus den Schluss zu zie­hen, dass ein Gesetz nicht oder nicht voll­stän­dig erfüllt wer­den muss, damit die Gerech­tig­keit bes­ser ist als die der Schrift­ge­lehr­ten und Pha­ri­sä­er, ist schon recht aben­teu­er­lich.

    Ich ABER sage euch. Das ist es, was Kar­di­nal Kas­per uns eigent­lich sagen möch­te.

  10. Extrem alles gut gesagt @zeitschnur. Ich zie­he ger­ne mei­nen Hut.

    Kar­di­nal Kas­per hat sich in sein Selbst­den­ken ver­rannt- offen­bar seit Jahr­zehn­ten schon.
    Eigent­lich ist er am Ende und scheut sich, seine(n) Lebens­feh­ler zuzu­ge­ben.
    Er ist ein armer alter Mann. „Sei­ne Zeit“ ist längst abge­lau­fen. Ja, man kann auch ins­be­son­de­re für ihn beten wie man eh für die Bischö­fe und Prie­ster betet.

  11. Nun ja. In sei­nem Buch „Jesus von Naza­reth — Band 1“ schreibt Bene­dikt einen ortho­do­xen Autor zitie­rend ja, dass der Anti­christ ein pro­mo­vier­ter Theo­lo­ge aus Tübin­gen sei.

    Der hier in Rede ste­hen­de Kar­di­nal ist auch ein pro­mo­vier­ter Theo­lo­ge aus Tübin­gen. Man muss eben lesen …

  12. Er “ argu­men­tiert “ ganz im Stil der ame­ri­ka­nisch- israe­li­schen Pro­pa­gan­da, grif­fig, jedoch abseits der Denk­ge­set­ze, eben nur der Pro­pa­gan­da ver­pflich­tet!

  13. Wenn Kar­di­nal Wal­ter Kas­per meint: „Sie wol­len einen Krieg!“ will er damit sagen: „Sie wol­len den tota­len Krieg“ — und gläu­bi­ge Katho­li­ken sind nichts ande­res als Nazis.

    • Wahr­schein­lich denkt Kard. Kas­per hier an den alt­rö­mi­schen Satz (übri­gens ein Para­dig­ma aus der Sprach­leh­re v. P. Adhe­mar Gee­reba­ert SI):
      „Si pace frui volu­mus, bel­lum geren­dum est“-
      Wann wir dem Frie­den genie­ßen wol­len, müs­sen wir erst Krieg füh­ren.

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