Kardinal Dolan „Grand Marshal“ des ersten „Gay St. Patrick’s Day“

Kardinal Timothy Dolans Kniefall vor der Homo-Lobby
Kar­di­nal Timo­thy Dolans Knie­fall vor der Homo-Lob­by

(New York) Tem­po­ra mutan­tur. Wie sich die Zei­ten ändern, so ändert sich der alte, tra­di­ti­ons­rei­che katho­li­sche St. Patrick’s Day von New York, der sich dem Druck der Homo-Lob­by­grup­pen beugt. Und so ändert sich New Yorks Erz­bi­schof Kar­di­nal Timo­thy Dolan. Schließ­lich regiert in Rom auch nicht mehr Bene­dikt XVI., son­dern Papst Fran­zis­kus.

Gesi­chert seit 1762 ver­an­stal­ten die katho­li­schen Iren New Yorks am 17. März, dem Gedenk­tag des hei­li­gen Patrick, zu Ehren des Patrons von Irland eine inzwi­schen welt­be­rühm­te und viel­ko­pier­te Para­de. Der St. Patrick’s Day ist der bedeu­tend­ste, spe­zi­fisch katho­li­sche Fest­tag in den USA, der auch allen nicht katho­li­schen Ame­ri­ka­nern ein Begriff ist. Das Fest des hei­li­gen Patrick stell­te für die iri­schen Katho­li­ken in den pro­te­stan­tisch domi­nier­ten Neu-Eng­land-Kolo­nien ein wich­ti­ges Ele­ment zur Behaup­tung ihrer Iden­ti­tät dar.

2015 findet erster „Gay“ St. Patrick’s Day statt

Das Fest des Heiligen Patrick ist Anlaß zur größten Parade New Yorks
Das Fest des Hei­li­gen Patrick ist Anlaß zur größ­ten Para­de New Yorks

Nun  „öff­ne­te“ sich die Para­de trotz ihres katho­li­schen Cha­rak­ters auch Homo-Grup­pen. Sie wer­den 2015 erst­mals zur Teil­nah­me mit Spruch­bän­dern und Pla­ka­ten zuge­las­sen. „Bis heu­te stand es Homo­se­xu­el­len frei, an den Fei­ern teil­zu­neh­men. Sie taten es als Iren, aber nicht als Homo­se­xu­el­le. Das Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee der Para­de kün­dig­te nun an, daß bei der näch­sten Para­de am 17. März 2015 ‚Grup­pen ver­schie­de­ner Orga­ni­sa­tio­nen von Schwu­len, Les­ben, Bise­xu­el­len und Trans­gen­der‘ mit ihren Sym­bo­len und Zei­chen ent­lang der Fifth Ave­nue mit­mar­schie­ren kön­nen“, so TMNews.

Die Orga­ni­sa­to­ren geben damit dem Druck der LGBT-Bewe­gung nach, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Para­de der katho­li­schen Iren unter Beschuß nah­men und nach inzwi­schen schon alt­be­kann­ter Manier als „dis­kri­mi­nie­rend“ und „homo­phob“ denun­zier­ten. Bis­her erfolg­los. Dann fand die Homo-Lob­by im neu­en New Yor­ker Bür­ger­mei­ster Bill de Bla­sio den ent­schei­den­den Ver­bün­de­ten. Seit Jahr­zehn­ten ist er das erste Stadt­ober­haupt, das sei­ne Teil­nah­me an der Para­de ver­wei­ger­te. Kaum im Amt nahm de Bla­sio am ver­gan­ge­nen 17. März zwar an der reli­giö­sen Zere­mo­nie teil, die tra­di­tio­nell der Para­de vor­aus­geht, blieb der Para­de jedoch fern. Den auf­se­hen­er­re­gen­den Schritt begrün­de­te er mit der angeb­lich „homo­pho­ben“ Hal­tung des Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees. Damit war aus dem Druck auf die Ver­an­stal­tung Hoch­druck gewor­den.

Vom linksradikalen Studenten zum linksliberalen Bürgermeister

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit Frau und Kindern
New Yorks Bür­ger­mei­ster Bill de Bla­sio mit Frau und Kin­dern

Bill de Bla­sio wur­de 1961 als War­ren Wil­helm jr, Sohn eines deutsch­stäm­mi­gen Vaters und einer ita­lie­nisch­stäm­mi­gen Mut­ter in New York gebo­ren und katho­lisch getauft. Nach der Schei­dung und dem Selbst­mord des Vaters nann­te sich der Sohn in Bill (für Wil­helm) de Bla­sio (Mäd­chen­na­me der Mut­ter) um. De Bla­sio bezeich­net sich als reli­gi­ös „nicht gebun­den“. In den 80er Jah­ren gehör­te er dem links­ra­di­ka­len Qui­xo­te Cen­ter des Jesui­ten Wil­liam R. Cal­la­han an. Das Cen­ter unter­stütz­te die san­di­ni­sti­sche Revo­lu­ti­on in Nika­ra­gua. De Bla­sio rei­ste 1988 selbst in das zen­tral­ame­ri­ka­ni­sche Land, um den mar­xi­sti­schen San­di­ni­stas sei­ne Soli­da­ri­tät zu bekun­den.

Im Quixote Center eines laisierten Jesuiten

Pater Cal­la­han wur­de wegen sei­ner Ver­stö­ße gegen die Kir­chen­ord­nung und der von ihm ver­brei­te­ten Häre­si­en aus dem Jesui­ten­or­den aus­ge­schlos­sen und 1991 in den Lai­en­stand zurück­ver­setzt. Er for­der­te das Frau­en­prie­ster­tum, ermu­tig­te zu homo­se­xu­el­len Hand­lun­gen, rief 1979 die nika­ra­gua­ni­schen Prie­ster wäh­rend des Papst­be­su­ches zum Unge­hor­sam auf. Laut Pater Cal­la­han soll­ten alle Prie­ster demon­stra­tiv die vom Papst zele­brier­ten Mes­sen mei­den und ihm jede Assi­stenz ver­wei­gern, weil Frau­en vom Prie­ster­tum aus­ge­schlos­sen sind. 1980 stan­den ihm die Spal­ten der New York Times für einen Gast­kom­men­tar zur Ver­fü­gung, um „Equal Rights on the Altar of God“ zu for­dern. 1979 wur­den kirch­li­che Ver­fah­ren gegen Cal­la­han ein­ge­lei­tet, die den Jesui­ten nur inso­fern küm­mer­ten, als er sich in links­ka­tho­li­schen und ande­ren lin­ken Krei­sen als „Opfer“ Roms sti­li­sie­ren konn­te. Es soll­te ein­schließ­lich zwei­er Ver­war­nun­gen bis 1991 dau­ern, bis mit dem Ordens­aus­schluß und der Lai­sie­rung Taten folg­ten.

Mit dem San­di­ni­sten-Nim­bus ver­se­hen begann für de Bla­sio eine poli­ti­sche Kar­rie­re in der Demo­kra­ti­schen Par­tei. Als Har­ry Tru­man-Sti­pen­di­at für Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen an der Colum­bia Uni­ver­si­ty, Sohn eines Yale-Absol­ven­ten und Enkel eines Har­vard-Absol­ven­ten beweg­te sich de Bla­sio in den rich­ti­gen Krei­sen. Sei­ne eigent­li­che Kar­rie­re begann unter US-Prä­si­dent Bill Clin­ton. 2000 orga­ni­sier­te er erfolg­reich den Wahl­kampf von Hil­la­ry Clin­ton für einen Sitz im US-Senat. 2001 zog er zum ersten Mal in den New Yor­ker Gemein­de­rat an. Im Novem­ber 2013 gewann er die Bür­ger­mei­ster­wah­len und hol­te die libe­ral gepräg­te Stadt nach 20 Jah­ren (lin­ker) repu­bli­ka­ni­scher und unab­hän­gi­ger Stadt­ober­häup­ter wie­der für die Demo­kra­ti­sche Par­tei zurück.

Abtreibungslobbyist de Blasio

Obwohl New York die Abtrei­bungs­hoch­burg in den USA ist, for­der­te de Bla­sio in sei­nem Bür­ger­mei­ster­wahl­kampf „mehr Abtrei­bungs­kli­ni­ken“ und noch „leich­te­ren Zugang“ zur Tötung unge­bo­re­ner Kin­der. Gleich­zei­tig for­der­te er ein gesetz­li­ches Ver­bot von Lebens­zen­tren der Lebens­rechts­be­we­gung, die der Abtrei­bungs­lob­by ein Dorn im Augen sind. In die­sem Zusam­men­hang for­der­te New Yorks neu­er Bür­ger­mei­ster auch, daß alle Ärz­te „rou­ti­ne­mä­ßig“ abtrei­ben soll­ten.

Homo-Lobbyist de Blasio

De Bla­si­os homo­phi­le Poli­tik dürf­te nicht nur mit sei­ner links­li­be­ra­len Gesin­nung zu tun haben, son­dern auch mit sei­ner Frau Chir­la­ne McCray, mit der er seit 1994 ver­hei­ra­tet ist. Die schwar­ze Schrift­stel­le­rin und lin­ke Akti­vi­stin gehör­te wäh­rend ihres Stu­di­ums der femi­ni­sti­schen schwar­zen Les­ben­grup­pe Com­ba­hee River Collec­ti­ve an. 1979 ver­öf­fent­lich­te sie in der Zeit­schrift Essence Maga­zi­ne den Essay „Ich bin eine Les­be“. 1983 arbei­te­te sie an „Home Girls“ mit, einer „Black Femi­nist Antho­lo­gy“. Die Hälf­te der Autorin­nen, dar­un­ter auch McCray, bekann­te sich zur Homo­se­xua­li­tät. 2000 wur­de das Buch neu auf­ge­legt.

McCray ging 1991 über die Demo­kra­ti­sche Par­tei in die Poli­tik und wur­de Reden­schrei­be­rin des dama­li­gen Bür­ger­mei­sters von New York, David Dinkins. Damals lern­ten sich Bill de Bla­sio und Chir­la­ne McCray ken­nen. 2012 nach ihrem frü­he­ren homo­se­xu­el­len Bekennt­nis befragt, sag­te McCray: „In den 70er Jah­ren iden­ti­fi­zier­te ich mich als Les­be und schrieb dar­über. 1991 habe ich die Lie­be mei­nes Lebens ken­nen­ge­lernt und gehei­ra­tet“. Das Ehe­paar hat zwei Kin­der. Obwohl es McCray bes­ser wis­sen soll­te, gehört das Bür­ger­mei­ster­ehe­paar zu den ein­fluß­rei­chen Unter­stüt­zern der Homo-Bewe­gung.

Der Kniefall des Kardinals

Noch auf­se­hen­er­re­gen­der als die Hal­tung von Bür­ger­mei­ster de Bla­sio ist jene von New Yorks Erz­bi­schof Timo­thy Kar­di­nal Dolan. Was immer sich die Orga­ni­sa­to­ren auch über­legt haben mögen, etwas haben sie sich dabei gedacht, die Ehren­wür­de des Grand Mar­shal des ersten Gay St. Patrick’s Day dem Erz­bi­schof von New York zu ver­lei­hen. Eine Ein­la­dung, die Kar­di­nal Dolan prompt annahm. Er wird damit 2015 die Para­de eröff­nen und auch den Vor­bei­marsch der Homo-Grup­pen mit ihren Trans­pa­ren­ten und Pla­ka­ten abneh­men.

Der New York Times gegen­über gab sich der Kar­di­nal nichts­ah­nend nach dem Mot­to, solan­ge man ein Pro­blem nicht beim Namen nen­ne, exi­stiert es nicht: „Mit der Ent­schei­dung habe ich kein Pro­blem. Die Orga­ni­sa­to­ren der Para­de haben mein Ver­trau­en und mei­ne Unter­stüt­zung. Mei­ne Vor­gän­ger und ich haben die Ent­schei­dun­gen, wer mit­mar­schie­ren darf, immer den Orga­ni­sa­to­ren über­las­sen. Wie jedes Jahr … bete ich, daß die Para­de für uns alle eine Gele­gen­heit der Ein­heit ist“.

„Revolutionäres“ Denken von Papst Franziskus und „bedingungslose Kapitulation“ vor Homo-Lobby

Patrick J. Horn­beck, der Lei­ter der Abtei­lung Theo­lo­gie der Ford­ham Uni­ver­si­ty sieht die Ent­schei­dung von Kar­di­nal Dolan auf einer Linie mit dem „revo­lu­tio­nä­ren“ Den­ken von Papst Fran­zis­kus: „Ich den­ke, wir sehen, daß der Katho­li­zis­mus von Papst Fran­zis­kus in der Erz­diö­ze­se New York ange­kom­men ist.“

Ganz ande­rer Mei­nung ist Pat Arch­bold, Jour­na­list der älte­sten katho­li­schen Zeit­schrift der USA, des Natio­nal Catho­lic Regi­ster (NCR). Er sieht in der Ent­schei­dung des New Yor­ker Erz­bi­schofs, als Grand Mar­shal an der Para­de teil­zu­neh­men, eine „bedin­gungs­lo­se Kapi­tu­la­ti­on vor den Homo-Grup­pen“. Die Nicht­ein­mi­schung der Katho­li­schen Kir­che was die Teil­nah­me von Homo-Grup­pen bei der New Yor­ker Para­de betrifft, wer­de durch die Fak­ten wider­legt.

Das Beispiel von Dolans Vorgänger Kardinal O’Connor

1993 wider­setz­te sich Kar­di­nal John O’Connor der aggres­si­ven, anti­ka­tho­li­schen Kam­pa­gne der Irish Les­bi­an and Gay Orga­niz­a­ti­on, die unter der Homo-Fah­ne an der Para­de teil­neh­men woll­te. Der Kar­di­nal erklär­te damals: „Die iri­schen Katho­li­ken wur­de des­halb ver­folgt, weil sie sich wei­ger­ten, über die Leh­re der Kir­che Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen. Was die ande­ren auch Bigot­te­rie nen­nen mögen, nen­nen die katho­li­schen Iren Prin­zi­pi­en­treue.“

Indem der wich­tig­ste Ver­tre­ter der Katho­li­schen Kir­che in den USA die Rol­le eines Ehren­ga­stes der ersten Homo-Para­de zur Ver­un­eh­rung des hei­li­gen Patrick akzep­tier­te, ist er in die LGBT-Fal­le getappt. Die Homo-Bewe­gung wird die Para­de und noch mehr die Anwe­sen­heit von Kar­di­nal Dolan mit einem eben­so demon­stra­ti­ven wie thea­tra­li­schen Auf­tritt für ihre ideo­lo­gi­schen Zwecke miß­brau­chen.

In einem Moment schwe­rer Kri­se und mora­li­scher Ver­wir­rung, in der die Gesell­schaft immer stär­ker von der Gen­der-Ideo­lo­gie bedroht wird, wäre es um so wün­schens­wer­ter gewe­sen, wenn Kar­di­nal Dolan sich ein Bei­spiel an Kar­di­nal O’Connor genom­men und die Ein­la­dung ent­schie­den zurück­ge­wie­sen hät­te, solan­ge Homo-Grup­pen die Teil­nah­me erlaubt ist und die­se Absa­ge unzwei­deu­tig mit der offen­sicht­li­chen Unver­ein­bar­keit der Homo­se­xua­li­tät mit der katho­li­schen Leh­re begrün­det hät­te.

Text: CR/Giuseppe Nar­di
Bild: Cor­ris­pon­den­za Romana/Wikicommons

18 Kommentare

    • Ich auch nicht. Es wird immer schlim­mer. Sol­che Leu­te kann ich nicht als Kar­di­nä­le sehen. Da fehlt mir schlicht der Glau­be.

  1. Was für eine schö­ne Frau, und was für aller­lieb­ste Kin­der­lein hat er doch, der Big-Apple-Bür­ger­mei­ster.
    Bei dem Nach­na­men muß er doch Ver­ständ­nis für sei­ne schwu­len männ­li­chen Mit­bür­ger haben.

  2. Mich wun­dert nichts mehr!
    Letz­tens sag­te ein ehe­ma­li­ger Prie­ster­se­mi­na­rist ganz offen im Fern­se­hen, dass min­de­stens 50% der Semi­na­ri­sten homo­se­xu­ell sei­en und es zu sexu­el­len Hand­lun­gen in sei­nem eige­nen Semi­nar kam.
    Bestimm­te Homos haben eine beson­de­ren Hang sich zu ver­klei­den bzw. sich (dra­ma­tisch) zu insze­nie­ren. Vie­le lie­ben lit­ur­gi­sche Gewän­der, Mönchs­ka­pu­zen (auf dem Kopf) und Pfar­rer-Hüte. Das wird wie ein Schau­lau­fen auf einem Lauf­steg oder wie eine Thea­ter­auf­füh­rung emp­fun­den.
    Habe selbst schon so einen Fall mit einem „kath. Prie­ster“ erlebt.

    • @Dario, und genau das darf man offi­zi­ell in unse­rer Kir­che nicht aus­spre­chen. Ich habe mir schon lan­ge mei­ne Gedan­ken dar­über gemacht, wes­halb plötz­lich so vie­le Bischö­fe und Kar­di­nä­le ihr Herz für Homo­se­xu­el­le ent­decken.

      Kein Wun­der, dass die Prie­ster­se­mi­na­re so leer sind, wel­cher nor­ma­le jun­ge Mann will sich schon frei­wil­lig in solch einen Sumpf bege­ben.

      • Ein Prie­ster sag­te, wenn man im Semi­nar mit dem Rosen­kranz gese­hen wird, ist man sowi­so schon unbe­liebt und „unten durch“.

    • Den­noch ist es eine unglaub­li­che Schan­de und Dif­fa­mie­rung der hl.Kirche, wenn ein sol­cher Judas im TV — das oft ein Instru­ment des Teu­fels ist und genüss­lich gegen alles Gött­li­che schmäht sowie das Hei­li­ge mit Füssen tritt — eine sol­che Platt­form erhält. Ich sage nur: fucus! (lateinisch=Pfui). Nach mei­ner Erfah­rung sind Prie­ster­amt­skan­di­da­ten oft mit solch bren­nen­der Got­tes­lie­be, Lie­be zu Chri­stus und sei­ner gelieb­ten Kir­che in Semi­na­ri­en ein­ge­tre­ten, was ihnen dann dort sehr bald gründ­lich aus­ge­trie­ben wur­de. Wir soll­ten uns durch sol­che Din­ge nicht unnö­tig auf­hal­ten las­sen. Die roten Arbei­ter in Paris 1902 wur­den von Zei­tungs­frit­zen gefragt — es war die Zeit mas­si­ver Invek­ti­ven gegen die Kir­che (ist es dort heu­te bes­ser?): „Prie­ster? Was möch­ten denn Sie, wenn über­haupt Prie­ster, für wel­che? Nous vou­lons des pretres saints! WWir wol­len hei­li­ge Prie­ster!“ lau­te­te die Ant­wort. Beten wir lie­ber für alle an die der gött­li­che Ruf ergan­gen, dass sie die Freund­schaft mit Gott suchen, pfle­gen und erhal­ten durch den häu­fi­gen Emp­fang der hl. Sakra­men­te — beson­ders die bestän­di­ge Betrach­tung der Pas­si­on Chri­sti und sei­ner gebe­ne­dei­ten Mut­ter ist sehr emp­feh­lens­wert — ich den­ke da an die Sta­ti­on des Kreuz­we­ges mit dem Schweiss­tuch Vero­ni­kas — dass doch Gott ihnen und auch uns allen ein­prä­ge das Ant­litz des Erö­sers, das blut­über­ström­te, ver­ach­te­te und ver­höhn­te. Ich mei­ne, wenn wir das tun, hel­fen wir den Geru­fe­nen und Beru­fe­nen mehr, als wenn wir sie mit den Waf­fen des Teu­fes (vide ut supra) atta­kie­ren. Das ist mei­ne ganz uner­heb­li­che per­sön­li­che Mei­nung, die ich mir nie­mals neh­men las­sen wer­de.

  3. Nun auch Kar­di­nal Dolan ein „Maulkorb“-Opfer der Homo­lob­by-Heim­tücke ?! Mitt­ler­wei­le dürf­ten die Wor­te von Erz­bi­schof Crepal­di von Tri­est mit Fug und Recht als die zutref­fend­ste Umschrei­bung für die „huma­ne“ See­len­ver­schmut­zungs­kam­pa­gne der wahr­heits­feind­li­chen „Gut­men­schen“ bezeich­net wer­den:
    -
    „Die Homo­se­xu­el­len-Lob­by defi­niert jeg­li­che Kri­tik an ihr in homo­phob und kri­mi­nell um. Die Homo-Ideo­lo­gie ist ein HEIMTÜCKISCHES Pro­gramm, das sich fort­schritt­lich und libe­ral aus­gibt, um allen einen Maul­korb auf­zu­set­zen und die Frei­heit zu rau­ben“

  4. Wenn das so wei­ter­geht, nimmt eines Tages der Vati­kan mit einem eige­nen Wagen am Chri­sto­pher Street Day teil.

  5. Wie schon oft erwähnt zeigt sich immer mehr die Frei­mau­re­ri­sche Sei­te die­ses Pon­ti­fi­kats.
    Das letz­te Boll­werk ist wirk­lich nur noch FSSPX, die ande­ren Tra­di­ti­ons­treu­en soll­ten end­lich mit Mann und Maus der FSSPX stark machen.
    Herr komm bald sonst gehen die letz­ten See­len auch noch ver­lo­ren.

    • Genau, Micha­el!
      Das liegt mir auch so sehr am her­zen! Nicht sinn­lo­se Kri­tik jetzt zu die­ser schwe­ren Stun­de gegen die Obe­ren, son­dern Ver­trau­en und Gebet! FSSPX ist wirk­lich die ein­zi­ge Basti­on und sie soll­te nicht inter­nen Gra­ben­kämp­fen und Intri­gen geop­fert wer­den.

      Auch wenn man mit dem einen oder ande­ren Punkt nicht mit der Poli­tik zur Zeit ein­ver­stan­den ist, jetzt ist Geschlos­sen­heit gefragt, denn die Zei­ten ste­hen auf „Sturm“. Klein­li­ches Geplän­kel schwächt das End­ziel, näm­lich:
      — daß die neue Mes­se von Rom auf­ge­ge­ben wird
      — daß die Irrun­gen des Vati­ka­nums revi­diert wer­den
      — und daß Ruß­land dem makel­lo­sen Her­zen der aller­se­lig­sten Jung­frau geweiht wird.

      Ich weiß, das mutet uto­pisch an, ist aber das Ziel der Tra­di­ti­on und das Ziel kann nur durch Ein­heit, dem Gehor­sam gegen­über den Obe­ren und durch Buße wie Gebet und ande­rem erreicht wer­den!

      Die Fän­ge der Frei­mau­re­rei in Rom und in der Welt sind gigan­tisch, daher befin­den wir uns in kei­ner „nor­ma­len“ Zeit son­dern in der gigan­tisch gro­ßen Gefahr, daß auch das Boll­werk emp­find­lich geschwächt wird. Es herrsch somit „Kriegs­recht“, daher ist Geschlos­sen­heit und nicht inter­nes Geplän­kel und Schar­müt­zel gefragt!

      Ich dan­ke Micha­el für sei­nen muti­gen Auf­ruf, ich fin­de es goß­ar­tig, daß hier einer Klar­text spricht!!!

  6. Potztau­send!
    End­lich Schluß mit der Hypo­k­ri­sie!
    Die flä­mi­sche Diö­ze­sen soll­ten ihr letz­tes Geld zusam­men­krat­zen, alle Mit­glie­der der Hole­bi-pasto­res­grup­pe (größ­ten­teils älte­re 68-er Model­le mit brau­nen Woll­pull­overn), alle Sym­pa­thi­san­ten und ver­deck­ten und fast offen­siv öffent­li­che Homo­prie­ster (das latei­ni­sche Wort „coe­li­ba­tus“ wird hier stän­dig feh­ler­haft als „ohne Frau“ statt „allein­le­bend“ ver­stan­den und benutzt) mit einem Hin­flug­schein ver­sor­gen und dann dort in einer Kolon­ne Lade­wa­gen defi­lie­ren las­sen.
    Ob dies für die­se Ver­an­stal­tung attrak­tiv sein wür­de, kann bezwei­felt wer­den; daß die Kir­che Nord­bel­gi­en von einer sol­chen tabu­la rasa-Ope­ra­ti­on Nut­zen haben wird, ist ohne Zwei­fel.

    • Dass Zöli­bat, mehr oder weni­ger offen, ger­ne nur als „ohne Frau“ defi­niert wird, kann man über­all in unse­rer Kir­che beob­ach­ten.

      Zöli­bat heißt aber “ Ehe­lo­sig­keit um des Him­mel­rei­ches wil­len“ und beinhal­tet auch gene­rell sexu­el­le Ent­halt­sam­keit.

      Der Schwer­punkt liegt dabei nicht so sehr auf der Ehe­lo­sig­keit allei­ne son­dern auf „um des Him­mel­rei­ches wil­len“.

      Nicht jeder Sin­gle ist des­we­gen schon ein Zöli­ba­tär.

      Zöli­bat um des Him­mel­rei­ches wil­len schließt des­halb auch ein bewuss­tes Opfer ein, näm­lich den Ver­zicht auf das eben­falls hohe Gut einer Ehe und Vater­schaft, ana­log Mut­ter­schaft bei Ordens­frau­en.

      Von daher ist prak­ti­zier­te Homo­se­xua­li­tät bei Prie­stern ein Zöli­bats­bruch.

      Gefähr­lich wird es für einen Prie­ster aber erst, wenn er mit einer Frau „erwischt“ wird, die­se Dop­pel­mo­ral, ein­her­ge­hend mit Frau­en­feind­lich­keit, ist nicht hin­nehm­bar.

  7. „Die iri­schen Katho­li­ken wur­de des­halb ver­folgt, weil sie sich wei­ger­ten, über die Leh­re der Kir­che Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen. Was die ande­ren auch Bigot­te­rie nen­nen mögen, nen­nen die katho­li­schen Iren Prin­zi­pi­en­treue.“

    Lei­der sind die iri­schen Katho­li­ken auch nicht mehr was sie vor 20 Jah­ren waren:
    Prin­zi­pi­en­treue Non­kon­for­mi­sten.

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