Kardinal Danneels bei Bischofssynode — und dennoch schweigen die Medien

Kardinäle Walter Kasper und Godfried Danneels
Kar­di­nä­le Wal­ter Kas­per und God­fried Dan­neels

(Vatikan/Brüssel) Die per­sön­li­che Ernen­nung von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per zum Syn­oda­len der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie ver­wun­der­te nicht. Die Ernen­nung von Kar­di­nal God­fried Dan­neels hin­ge­gen sehr. Und den­noch ent­lockt sie den Medi­en kei­nen Ton. War das nicht vor kur­zem noch ganz anders?

Papst Fran­zis­kus ernann­te per­sön­lich, wenig über­ra­schend, Kar­di­nal Wal­ter Kas­per zum Syn­oda­len der Bischofs­syn­ode über die Fami­lie, die am 5. Okto­ber in Rom beginnt. Der pur­pur­tra­gen­de deut­sche Theo­lo­ge gilt als Wort­füh­rer eines radi­ka­len Ein­griffs gegen das Ehe­sa­kra­ment. Die Unauf­lös­lich­keit der Ehe soll im Namen der Barm­her­zig­keit tor­pe­diert und die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne erlaubt wer­den. Dazu wird ein dia­lek­ti­scher Mecha­nis­mus bemüht, der in Zukunft eben­so gut die Kom­mu­ni­on „für alle“ mög­lich macht. In der For­mel liegt zudem einer der radi­kal­sten Angrif­fe gegen die Katho­li­sche Kir­che. Ihr wird von Kas­per unaus­ge­spro­chen unter­stellt, 2000 Jah­re unbarm­her­zig mit den Men­schen gewe­sen zu sein.

Kardinal Danneels persönlich von Papst Franziskus zum Synodalen ernannt

Weit über­ra­schen­der ist die Ernen­nung des eme­ri­tier­ten Erz­bi­schofs von Mecheln-Brüs­sel, God­fried Kar­di­nal Dan­neels durch Papst Fran­zis­kus. Eine Suche in den Wei­ten des Inter­nets erbrach­te ledig­lich einen Arti­kel, der sich kri­tisch mit die­ser Ernen­nung aus­ein­an­der­setzt. Dabei erstaunt, daß nicht ein­mal in den welt­li­chen Medi­en der Hauch einer Kri­tik zu spü­ren ist. Sind auch alle nicht-katho­li­schen Jour­na­li­sten so päpst­lich gewor­den, daß sie sich die Aus­sa­ge „Wer bin ich, um zu urtei­len“ zum Mot­to erko­ren haben?

War das mit den Medi­en und Dan­neels noch vor weni­gen Jah­ren nicht ganz anders?

2010 wur­de der dama­li­ge Pri­mas von Bel­gi­en in den Pädo­phi­lie-Skan­dal hin­ein­ge­zo­gen, der das Land erschüt­ter­te. Dan­neels wur­de beschul­digt, Täter gedeckt zu haben. Die dazu erschie­ne­nen Arti­kel sind Legi­on. Das war noch, als in Rom Papst Bene­dikt XVI. regier­te, den die Medi­en bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit prü­gel­ten und unter Druck zu set­zen ver­such­ten.

Das libe­ral-las­zi­ve Kli­ma eines Teils der bel­gi­schen Kir­che war bekannt. Die Medi­en stell­ten damals jedoch kei­nes­wegs einen Zusam­men­hang zwi­schen libe­ra­ler Kir­chen­ord­nung und kri­mi­nel­len sexu­el­len Aus­schwei­fun­gen dar. Dan­neels wur­de auch nicht als libe­ra­ler Kir­chen­ver­tre­ter kri­ti­siert. Es ging dar­um, die Kir­che und ihre Leh­re an den Pran­ger zu stel­len. Dan­neels und sei­ne Ver­ant­wort­lich­keit war nicht der Adres­sat, son­dern ledig­lich ein Mit­tel zum Zweck für die Kri­tik an der Kir­che. Sym­pto­ma­tisch dafür war, daß Dan­neels Nach­fol­ger, der als „kon­ser­va­tiv“ gel­ten­de Erz­bi­schof Leo­nard 2010 in weni­gen Wochen nach sei­ner Amts­ein­füh­rung von den bel­gi­schen Medi­en mehr Schlä­ge ein­stecken muß­te, als der pro­gres­si­ve Dan­neels in sei­nen 30 Amts­jah­ren zusam­men.

Konklave 2013: Mit einem Schlag war alles anders

Noch 2013 beharr­ten im Vor­feld des Kon­kla­ves vie­le Medi­en dar­auf, min­de­stens drei Wäh­ler aus­zu­schlie­ßen. Dar­un­ter war auch der eme­ri­tier­te Erz­bi­schof von Mecheln-Brüs­sel. Erneut galt die Kam­pa­gne weni­ger Dan­neels, son­dern der Kir­che, die vor dem Kon­kla­ve unter Druck gesetzt wer­den soll­te. Die Devi­se lau­te­te unver­hoh­len: kein Ratz­in­ger II-Pon­ti­fi­kat. Dan­neels zog mit ern­stem Blick in das Kon­kla­ve ein und kam mit strah­len­dem Gesicht wie­der her­aus. Mit der Wahl von Papst Fran­zis­kus hat­te sich mit einem Schlag alles geän­dert.

Soeben noch war Dan­neels als „Beleg“ ange­führt wor­den, um die Kir­che unter einen gene­rel­len Pädo­phi­lie-Ver­dacht zu stel­len, oder noch schlim­mer, kri­mi­nel­ler Machen­schaf­ten, weil Pädo-Kri­mi­nel­le gedeckt wor­den sei­en. Doch schon am Tag nach dem Kon­kla­ve trat Dan­neels bei der Dank­mes­se des neu­ge­wähl­ten Pap­stes in der Six­ti­ni­schen Kapel­le als erster der Kar­di­nal­prie­ster vor, um ein Gebet zu spre­chen.

Die Angrif­fe waren mit einem Schlag hin­weg­ge­fegt, als hät­te es die wut­schnau­ben­den Skan­dal­schlag­zei­len der Medi­en, die keu­len­schwin­gen­den moder­nen are­li­giö­sen Moral­apo­stel, die Haus­durch­su­chun­gen im erz­bi­schöf­li­chen Palais, die Beschlag­nah­me von Akten­ber­gen, ja selbst die pie­tät­lo­se Schän­dung von Bischofs­grä­bern durch eine medi­al ange­feu­er­te, außer Rand und Band gera­te­ne Staats­an­walt­schaft und eine mit Brech­ei­sen anrücken­de Poli­zei nie gege­ben.

Zielscheibe der Medienkampagne „Pädophilie-Skandal“ war Benedikt XVI.

Mit einem Mal ende­te das media­le Gewit­ter über Dan­neels und einen wei­te­ren Kar­di­nal, der auf Twit­ter beson­ders aktiv ist. „Ich hät­te nie gedacht, daß es bis zur gestern erfolg­ten Ernen­nung kom­men könn­te, und sei es nur aus Respekt vor Bene­dikt XVI., der damals der eigent­li­che Adres­sat der Angrif­fe war“, so Chie­sa e Post­con­ci­lio am Diens­tag. Aus heu­ti­ger Sicht kann in der Tat und ohne Zwei­fel gesagt wer­den, daß es bei dem 2010 auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne in den Medi­en explo­dier­ten Pädo­phi­lie-Skan­dal weder um das behaup­te­te The­ma und noch weni­ger um die Opfer ging. Die Medi­en­kam­pa­gne, denn eine sol­che war es, hat­te eine ganz ande­re Ziel­schei­be im Visier: Papst Bene­dikt XVI.

Heu­te, da der deut­sche Papst aus dem Ren­nen ist, ist jede Ernen­nung mög­lich, selbst die Unmög­lich­ste und nie­mand erhebt auch nur den gering­sten Ein­spruch dage­gen. Wie war das noch mit den Opfern, deren Schick­sal sich angeb­lich so vie­le und so laut­stark auf ihre moral­in­ge­schwellt Brust gehef­tet hat­ten?

Dabei gab es welt­weit kei­ne welt­li­che oder reli­giö­se Insti­tu­ti­on, die mit sol­cher Klar­heit und sol­chem Nach­druck das skan­da­lö­se Phä­no­men der Pädo­phi­lie in ihren Rei­hen bekämpf­te, wie die Katho­li­sche Kir­che unter Bene­dikt XVI. Wen kümmert´s!

Kampf gegen Pontifikat Benedikts XVI. setzte am 19. April 2005 ein

Tat­sa­che ist, hier liegt der Beweis auf dem Tisch, daß das Pon­ti­fi­kat des deut­schen Pap­stes ganz anders ver­lau­fen wäre, wenn die Mas­sen­me­di­en und jene, die Ein­fluß auf sie haben (und wer sonst noch alles außer­halb und inner­halb der Kir­che) am 19. April 2005 nicht am grü­nen Tisch ent­schie­den hät­ten, ihm Prü­gel zwi­schen die Bei­ne zu wer­fen.

Die per­sön­li­che Ernen­nung von Kar­di­nal Dan­neels durch Papst Fran­zis­kus, aus­ge­rech­net um über die Fami­lie zu spre­chen, ist einer jener Punk­te, die nicht zusam­men­pas­sen. Oder nur zu gut zusam­men­pas­sen? Dan­neels war 2005 am Abend der Wahl Bene­dikts XVI. „erschüt­tert“ (Dome­ni­co Savi­no) und blieb dem tra­di­tio­nel­len Abend­essen der Kar­di­nä­le für den neu­ge­wähl­ten Papst fern. 2013 gehör­te er, laut eige­nem Bekun­den, zur Wahl­al­li­anz, die Jor­ge Mario Ber­go­glio zum Papst kür­te. Trotz Ver­schwie­gen­heits­pflicht wuß­ten bereits am 14. März alle bel­gi­schen Medi­en von Dan­neels zu berich­ten, daß er für Ber­go­glio gestimmt hat­te.

„Homo-Ehe“-Danneels darf nun über Familie mitbestimmen

Die pro­gres­si­ve Hal­tung des bel­gi­schen Kar­di­nals ist bekannt, auch in Sachen Ehe­sa­kra­ment und wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne. Im Juni, kei­ne drei Mona­te nach dem Kon­kla­ve und noch andert­halb Mona­te vor der päpst­li­che Pres­se­kon­fe­renz auf dem Rück­flug von Rio de Janei­ro, for­der­te Dan­neels die Zulas­sung der „Homo-Ehe“.

Schul­det der Papst dem Kar­di­nal etwas? Oder Freun­den des Kar­di­nals? Oder ist es die gemein­sa­me Nähe bei­der Pur­pur­trä­ger zum 2012 ver­stor­be­ne Jesui­ten Car­lo Maria Kar­di­nal Mar­ti­ni, der sich selbst als Ante-Papst sah? Als Papst­an­wär­ter also, wobei das Wort­spiel ele­gant zum Aus­druck brin­gen soll­te, daß Mar­ti­ni sich als pro­gres­si­ven Gegen­papst zu Johan­nes Paul II. sah, ohne dies expli­zit zu sagen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wiki­com­mons

16 Kommentare

  1. es ist abso­lut nicht ver­wun­der­lich ich bin gespannt was am Ende die­ser Syn­ode steht den Kar­di­nal Caf­fa­ra Kar­di­nal Sgreccia mit den Anschau­un­gen von Kar­di­nal Kas­per und Kar­di­nal Daneels unter einen Hut zu brin­gen wird unmög­lich sein

  2. Es ist müßig, es hier anzu­füh­ren: Auch Bischof Tebartz wur­de nur des­halb so geprü­gelt, weil es dar­um ging, in sei­ner Per­son auf Bene­dikt XVI. ein­zu­prü­geln. Es ging genau­so wenig um unkor­rek­tes Finanz­ge­bah­ren oder unbe­schei­de­nen Lebens­wan­del wie es in den Jah­ren davor wirk­lich um ein Miss­brauchs­pro­blem in der Kir­che ging. Wir alle wis­sen hier, dass Tebartz in Hin­blick auf das diö­ze­sa­ne Zen­trum das­sel­be Ver­hal­ten hät­te zei­gen kön­nen, ohne dass ihm etwas gesche­hen wäre, wenn er ein Schütz­ling von Kar­di­nal Leh­mann gewe­sen wäre. Wir alle wis­sen es und kön­nen gegen die­se media­len Machen­schaf­ten doch nichts tun. Am Ende errei­chen sie ihr Ziel. Immer­hin haben sie in Lim­burg jetzt selbst dar­un­ter zu lei­den, weil sie das eigent­lich sehr schö­ne diö­ze­sa­ne Zen­trum jetzt nicht mehr unbe­fan­gen in Betrieb neh­men kön­nen. Die Kir­che vor Ort zahlt auf die­se Wei­se für das erfolg­rei­che Weg­mob­ben des Bischofs immer­hin einen hohen Preis. Aber was küm­mert es Leu­te wie Deckers und Co.?

  3. Ganz ehr­lich es ist mir egal wer von die­sen Aposta­ten und Häre­ti­kern auf wel­chem Stuhl für wel­ches Amt auch immer sei­nen Senf zum Besten gibt.
    Die Wirk­lich­keit hat ihnen längst das Urteil gespro­chen, die Kir­chen wer­den lee­rer und lee­rer, der Glau­be ver­dun­stet, statt des­sen Dampf­plau­de­rei.
    Papst Franz ist beliebt, fabel­haft, aber anschei­nend nur des­halb weil er der Kir­che jetzt den Rest geben wird.
    Chri­stus ist sehr gedul­dig, aber sein Gericht wird auch die­se Herr­schaf­ten mit vol­ler Wucht tref­fen hof­fent­lich BEVOR sie die See­len ganz ver­dor­ben haben.

  4. Die­ses Foto mit den bei­den da,sagen mehr aus als tau­send Wor­te. Man betrach­te genau, wie sie ihre Hän­de posi­tio­nie­ren. Und danach han­deln sie ja auch.

  5. Dan­neels:
    ‑Das ist die Tole­ranz von pädo­phi­len Umtrie­ben ver­bun­den mit dem Auf­ruf an die trau­ma­ti­sier­ten Opfern hier alles zu ver­ge­ben (euh… nicht wahr…euh…das ist doch christ­lich…) und wohl (und das ist das meist absto­ßen­de) um dem Täter-onkel (vanG­he­lu­we) eine anstän­di­ge ruhi­ge Pen­sio­nie­rung zu ermög­li­chen
    ‑Das ist das Ver­tei­di­gen eines Reli­gi­ons­buch (Roeach3) mit pädo­phi­len Bil­dern, auch gegen sei­ne eige­ne Gläu­bi­gen, in einem beson­ders hart­näcki­gem Kampf gegen die Kon­greg. f.d. Glau­bens­leh­re (auch hier jede Men­ge fal­scher Kle­ri­ka­lis­mus)
    ‑Das ist das Schrei­ben eines Buchs für die Ehe (Mann und Frau), zusam­men mit Frans Lefe­v­re, damals Prof.am Groß­se­mi­nar und brüg­ge und Her­aus­ge­ber von Roeach.
    Wirk­lich, man muß es kön­nen: Ehe­be­ra­tung mit sol­chem Schund!
    ‑Das ist die weit­ge­hen­de Homo­phi­li­sie­rung drer Kir­che in Flan­dern, die lit­ur­gi­sche Ver­lot­te­rung, die reli­giö­se Tibe­ta­ni­sie­rung (Abschot­tung) von West­flan­dern mit den meist abstru­sen Fol­gen;

    Beim Los­bar­sten des Skan­dals zitier­te ein Ex-Jesu­it und Atheist(Etienne Ver­meersch), frü­he­rer Rek­tor der Uni Gent, beken­nen­der Frei­mau­rer (und selbst befan­gen mit den pädo­phi­len Umtrie­ben in Flan­dern- er stell­te für die Auf­füh­rung des schwer pädo­phil durch­tränk­ten Thea­ter­stücks „Sno­ep­je“ („Lecker­li“ oder „klei­nes Bon­bon“) durch die lin­ke Grup­pe „Rooie Vlinder“(„Roter Schmet­ter­ling“) die gro­ße Uni­ver­si­täts­au­la zur Ver­fü­gung wo die Stadt Gent dies ver­wei­ger­te) das Evan­ge­li­um mit der Stel­le der Müh­len­stei­ne und des Mee­res, auf VanG­he­lu­we und Dan­neels bezo­gen.
    Beson­ders fin­ster wur­de es in 2012:
    da erschien auf der flä­misch-bischöf­li­chen Home­page http://www.kerknet.be rechts unten mit gro­ßer Rekla­me eine Ankün­di­gung „Klei­ner Vor­ge­schmack mit einem Film­chen über dem Inter­view mit Kard. Dan­neels in Kerk&Leven (Kir­chen­blatt)“ (natür­lich auch um den zusam­men­bre­chen­den Absatz die­ses Blatts zu stop­pen); beim Anclicken dann 7 Minu­ten Bla­bla, sehr viel Schwei­gen, Seuf­zen und danach erschien auto­ma­tisch ein Raster­feld mit ver­wand­ten oder ähn­lich inter­es­sie­ren­den Film­chen, von Goog­le selb­stän­dig gene­riert.
    Ein Alt­her­ren­kopf kam mir nicht unbe­kannt vor- beim Anclicken dann: „Die slacht­off­ers van Dan­neels“ (wobei „slacht­off­er“ sowohl „Unfall­ver­letz­ter, Opfer“ als auch „Schlacht­op­fer“ bedeu­ten kann).
    Bei mei­nem Anruf ins Bis­tum monier­te ich die­sen Unsinn, wor­auf sehr viel geseufzt und geschwie­gen wur­de und auf mei­nen Hin­weis, daß dies sofort zu löschen sei, geant­wor­tet: „Wir kön­nen dar­an nichts ändern“
    Tor­heit bis zur eige­nen Ver­nich­tung.

  6. Es ist ein Topos, die Jun­gen als auf­müp­fig und hoch­mü­tig gegen die wei­sen und bewähr­ten Alten anzu­se­hen.

    Wir erle­ben aber eine ergrau­te Genera­ti­on, die uns Jün­ge­ren alles kaputt gemacht hat, sich dafür in Pur­pur klei­det, gut bezah­len lässt und nach ihrem Able­ben lee­re Kas­sen, lee­re Bän­ke, lee­re Her­zen und lee­re Gehir­ne hin­ter­lässt. Sie füh­len sich als Hel­den und schwär­men wie Puber­tie­ren­de immer noch von Auf­brü­chen und sem­per refor­man­da und all dem Schwach­sinn. Dass die Nach­kom­men­den kaum noch Luft bekom­men, hal­ten sie für ein Mär­chen aus uralten Zei­ten — kann ja gar nicht sein, wo sie sich doch so für die Reform, den Kon­zi­lia­ris­mus, frei­es Fen­sterln (auch für Prie­ster) und wie­der die Reform ein­ge­setzt haben.
    Und falls ihnen doch däm­mert, was sie uns ange­tan haben, erfin­den sie die Mär von den lie­ben Päp­sten, denen ein böser kle­ri­ka­ler und demo­kra­ti­sier­ter Lai­en­gre­mi­en­mit­tel­bau stän­dig Prü­gel zwi­schen die Bei­ne wirft. Dann wei­nen wie­der alle und haben Mit­leid mit den armen ver­kann­ten Hir­ten…

    Sniff.

    It’s all in their head.

  7. Dan­neels war der erst­wei­hen­de Bischof von 14 bel­gi­schen Bischö­fen und Weih­bi­schö­fen:
    — 5 Fran­zö­sisch­spra­chi­gen, wovon WB Lan­ne­au wg. Ver­tu­schung v. pädo­phi­len Taten eines unter­ge­be­nen Prie­sters, Behin­de­rung der Justiz und schul­di­gen Ver­säums juri­stisch belangt und ver­ur­teilt wur­de (79-jäh­rig).
    (Es gibt mehr als ober­fläch­li­che Indi­zi­en daß er sich damals als Sün­de­bock hin­ge­stellt hat um Dan­neels aus einer sehr miß­li­chen Lage zu befreien)(kurz hin­ter­her ver­stor­ben).
    — 9 Nie­der­län­disch­spra­chi­gen, wovon der bekann­te­ste vanG­he­lu­we, pädo­phi­ler Miß­bräu­cher sei­ner eige­nen Nef­fen (und wahr­schein­lich auch sei­ner Nich­te), dar­über hin­aus von AL, der bei der Roeach­ab­stim­mung mit „neu­tral “ qua Ver­wen­dung die­ses Reli­gi­ons­buchs mit pädo­phi­len Abbil­dun­gen abstimm­te, 3 die alles wuß­ten und nichts taten, zum Schluß noch der ver­rück­te Van Looy(Gent) und der frü­her schon sehr merk­wür­di­ge und inzwi­schen sehr berüch­te Bon­ny.
    Um das das Estab­lish­ment der flä­mi­sche Kir­che hängt ein gewal­ti­ger mit der tra­di­tio­nel­len Kir­chen­leh­re nicht zu ver­ein­ba­ren­de Gestank von Homo und lei­der auch Pädo.

    Zitat v. Bon­ny Anfang 2013: „…Er möch­te die theo­re­ti­sche Hin­ter­grün­de der Homo­phi­lie unter­su­chen…“
    A bon enten­deur!

  8. Die Anwe­sen­heit v. Dan­neels auf die­ser Syn­ode für die Fami­lie ist not­wen­dig, ja mehr noch, die aus­drück­li­che Ein­la­dung die­ser kirch­li­che Pädo- und Homo­spe­zia­list durch P. Fran­zis­kus für die Syn­ode für die Fami­lie zeigt ein­drucks­voll wel­cher Geist hier weht.
    Nach sei­nen eige­nen man­tra­haft wie­der­hol­ten Aus­sa­gen hat Dan­neels nie­mals von etwas gewußt, weiß er jetzt auch nichts, kann er sich an nichts erin­nern und haben sei­ne Rechts­an­wäl­te ihm emp­foh­len nichts mehr zu sagen- womit sei­ne Wort­mel­dun­gen bei der Syn­ode sehr kurz oder still aus­fal­len dürf­ten.
    Aber gera­de durch sei­ne Lei­bes­fül­le kann man nicht neben ihm gucken, sitzt er da als der per­so­ni­fi­zier­te „stüm­per­haf­te Umgang der Kir­che mit dem Miß­brauch“ (um Bert Roeb­ben zu zitie­ren, einen der Autoren des Roeach­buchs in 1995, nun plötz­lich sehr kri­tisch für die kirch­li­che Auto­ri­tä­ten von damals) und als ver­ant­wort­li­che Kom­man­deur eines der größ­ten glau­bens­ver­nich­ten­den Aktio­nen in West­eu­ro­pa.
    Was „Fami­lie“ betrifft: vor ca. 15 Jah­ren gei­ster­te sar­ka­stisch-süf­fi­sant durch die flä­mi­sche Pres­se die Mel­dung eines Fami­li­en­mit­glieds, daß „Flan­derns berühmteste/größter Por­no­dar­stel­ler“ sein soll­te, damals in Prag tätig; damals noch von Wohl­wol­len­den kom­men­tiert „daß man natür­lich an sei­ner eige­nen Fami­lie nichts kann“ (was rich­tig ist; gera­de des­halb ist die sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl der Freun­de so wich­tig. Mit vanG­he­lu­we habe ich da schon so mei­ne Pro­ble­me)
    (Der Vati­kan übri­gens auch: nach sei­nen Eska­pa­den an der Loire ist er (vG) wie vom Erd­bo­den ver­schluckt)

    Neben­bei: Die Fami­lie vanG­he­lu­we ist bis zum Boden zer­stört:
    Der älte­re Bru­der und sei­ne Frau waren wahn­sin­nig stolz auf den jün­ge­ren Bru­der-Prie­ster, enga­gier­ten sich stark in der Gemein­de, saßen mei­stens ganz vor­ne in der Kir­che;
    wenn dann der miß­brauch­te Jun­ge alles erzähl­te und der Vater sei­nen Bru­der Roger zu Rede stell­te, gab die­ser es zu und dabei sol­len die Wor­te gefal­len sein: „…Ich habe mei­nen Hin­tern ver­brannt und muß jetzt auf die Bla­sen sit­zen…“.
    Nach Fami­li­en­be­rat wur­de dann beschlos­sen (beim Bischofs­amt des Bru­ders, dem Renom­mee der Fami­lie, kle­ri­ka­ler Stolz usw.) nichts zu unter­neh­men.
    Ein Sohn starb mit psy­chi­schen Pro­ble­men sehr merk­wür­dig in einem Unfall, das Haupt­op­fer bekam immer wie­der Geld vom Onkel Roger zuge­steckt (O.-Ton Dan­neels: „…Aber Ihr Onkel hat doch schon sehr viel bezahlt…“(sic)), die Toch­ter hat sich jetzt auch an das Gericht gewandt (alles ver­jährt).
    Über die Eltern wird nicht mehr gespro­chen.
    Kar­di­nal Duka sag­te es rich­tig: das Hiro­shi­ma der katho­li­schen Fami­lie.
    Mise­re­re

  9. Update 1:
    Trotz der gewal­ti­gen kirch­li­chen Kata­stro­phe in Nord­bel­gi­en mit den vor­be­schrie­be­nen Pädo- und zusätz­lich Homoskan­da­len im Kle­rus hat sich auch nach Dan­neels nicht viel zur Bes­se­rung getan.
    — Dan­neels‘ Weih­bi­schof für Brüs­sel, J. De Kesel, wur­de Bischof von Brüg­ge in der Nach­fol­ge des geschaß­ten Pädo­phi­len Vang­he­lu­we (als Weih­bi­schof seit 2000 und rech­te Hand von Dan­neels ist er zu die­sen Pro­ble­men bestens infor­miert).
    Auf­klä­rungs­ak­ti­vi­tät: null!
    Alle Pan­nen wie der Sui­zid eines hf. Dekans, Skan­da­le um das rosa Deka­nat Kor­tri­jk, ein Kelch­dieb­stahl mit Plün­de­rung der Kas­se von „Broe­der­li­jk Delen“ (etwa wie „Mise­re­or“) zur Finan­zie­rung v.s. „Est­bat­te­men­ten“ in Nord­frank­reich, die Mas­sen­tö­tung durch einen durch­ge­knall­ten Dia­kon (übri­gens noch durch Vang­he­lu­we geweiht. 45 strin­gen­te Ver­dachts­fäl­le, 200 zusätz­lich mög­lich. Der Auf­wand die­se alle zu exhu­mie­ren und zu unter­su­chen, ist enorm groß. All dies wird in tota­ler Stil­le akzep­tiert.
    — Der frü­he­re Wort­füh­rer der flä­mi­schen Bischö­fe und spä­ter von Dan­neels, Toon Osa­er, ist jetzt Geschäfts­füh­rer des Ver­lags Hale­wi­jn, wo „Kerk+Leven“ und die bischöf­li­chen Bücher gedruckt wer­den, und wo auch die flä­misch-bischöf­li­che Inter­net­sei­te http://www.kerknet.be redi­giert wird.
    Die kirch­li­chen Infor­ma­ti­ons­ka­nä­le sind also fest in Hän­den der Dan­neels-Boys.
    — Mark van de Voor­de, ein­zi­ge Per­son in Flan­dern mit einer Blog­ver­mel­dung auf der flä­misch-bischöf­li­chen Inter­net­sei­te „ker­knet“, war Pres­se­chef des Bis­tums Brüg­ge bis 1987 (also von 1985–1987, zwei Jah­re noch unter Vang­he­lu­we), spä­ter Haupt­re­dak­teur von „Kerk+Leven“; die gan­ze Roeach-Affä­re wur­de unter ihm tot­ge­schwie­gen. Spä­ter dann in der Poli­tik tätig bei den Christ­de­mo­kra­ten, dar­un­ter Yves Leter­me und Her­man van Rom­puy (in der Tat: der Mann der EU).
    — Vang­he­lu­wes Zög­ling Bon­ny wur­de 2008 zum Bischof von Ant­wer­pen geweiht.
    — Jef Bar­zin, der Mit­in­itia­tor der „Unter­stüt­zungs­ak­ti­on für die Inter­es­se der Pädo­phi­len in der Kir­che“ (1985) ist inzwi­schen Dekan von Ant­wer­pen Noord und zusätz­lich Ver­ant­wort­li­cher für die Schu­len ald­ort (Aua); er ist besond­res gut befreun­det mit Bon­ny (bei­de befin­den sich sehr häu­fig auf den Fotos der bischöf­li­chen Home­page, z.B. 16.06.2014 in Stab­roek)
    — Die Dan­neels-Boys, nach den Pädo­ka­ta­stro­phen sehr still und eher im Unter­grund Erz­bi­schof Léonard sabo­tie­rend, sind in Flan­dern fast die ein­zi­gen, die Bon­nys Trak­tat sehr lobend bespre­chen und dafür wer­ben: dar­un­ter Hans Gey­bels, Wort­füh­rer von Dan­neels, Bert Cla­er­hout (frü­he­rer Haupt­re­dak­teur von „Kerk+Leven“), Geert de Ker­pel von Ter­tio (moder­ni­sti­sche Zeit­schrift für Reli­gi­on und Sinn­ge­bung, Pädo­phi­lies­kan­da­le tot­schwei­gend)
    — Theo Bor­ger­mans, Redak­teur von „ker­knet“, Assump­tio­nist öffent­lich (und nach Mit­ter­nacht Ver­fas­ser trau­rig-kri­ti­sie­ren­der Arti­kel über Papst Bene­dikt XVI. und sei­ne Vor­ga­ben zur Bekämp­fung der Homo­se­xua­li­tät in den Semi­na­ri­en).
    — Die theo­lo­gi­sche Fakul­tät der Uni Löwen, fak­tisch kom­plett her­um­lich­ternd, mit Didier Polle­fe­yt („THOMAS“), die Glau­bens­ver­nich­tungs­ma­schi­ne No. 1 ff.

  10. ff.
    in Flan­dern, und das VSKO (Vlaams Sekre­ta­riaat voor het Katho­liek Onder­wijs, das Flämä­mi­sche Sekre­ta­ri­at für den katho­li­schen Unter­richt) mit jetzt dem frü­he­ren Dekan der Theol. Fakul­tät der Uni Löwen, Lie­ven Boeve, an der Spit­ze. Die­se „katho­li­sche“ Orga­ni­sa­ti­on las u.a. die Reli­gi­ons­bü­cher „Roeach“ durch und appro­bier­te deren Benüt­zung! Und hat dafür nie­mals um Ent­schul­di­gung gebe­ten.
    Bei­de mel­de­ten sich schon nach 3 bzw. 5 Tagen auf „ker­knet“ mit loben­den Wor­ten über Bon­nys Papier.
    — Bert Roeb­ben, Mit­au­tor bei „Roeach“, ist inzwi­schen Hoch­schul­pro­fes­sor und Spe­zia­list „für das auf­blü­hen­de Feld der Jugend­pa­sto­ral“

    Lan­ger Rede-kur­zer Sinn:
    Das unter Dan­neels ent­stan­de­ne und hoch­ge­kom­me­ne Per­so­nal­ge­flecht, das die pädo­phi­len und pädo­phi­li­sie­ren­den Skan­da­le ermög­lich­te, tole­rier­te, ver­schwieg, unin­ter­es­sant fand und nicht beach­te­te, ist noch immer da.
    Die Gläu­bi­gen sind weg.
    Authen­ti­zi­tät: null.
    Und das ist viel­leicht das ein­zi­ge Gute an die­se Kata­stro­phe: die­ses Sion deva­sta­ta et deso­la­ta ist der beste Beweis daß ein Pädo-und Homoklub als Kir­che für die mei­sten Men­schen unin­ter­es­sant ist.
    Die künf­ti­ge Syn­ode für die Fami­lie wird mit Per­so­nen wie Dan­neels daher sehr „inter­es­sant“ wer­den.

  11. Update 2
    Bis jetzt noch nicht gemel­det in der deut­schen Pres­se (sicher nicht auf „kath“-Seiten), und eben­falls nicht auf dem bel­gi­schen http://www.kerknet.be, dafür aber schon laut in den welt­li­chen Zei­tun­gen in Bel­gi­en und beson­ders aus­führ­lich in der nord­ame­ri­ka­ni­schen Pres­se und Inter­net­me­di­en:
    Der west­flä­mi­sche Obla­ten­mis­sio­nar Eric Deja­e­ger (gebo­ren 1948 in Roesel­a­re, übri­gens auch Geburts­stadt von Vang­he­lu­we), Mis­sio­nar bei den Eski­mos in Nord­ka­na­da, erst in Baker Lake, schon 1985 ver­ur­teilt wegen pädo­phi­ler Über­grif­fe auf Kin­der zu einer Gefäng­nis­stra­fe, die er auch teil­wei­se absaß, ab 1990 erneut als Mis­sio­nar wirk­sam in Igloo­lik (wo er 1995 floh vor einer Untersuchung/Verhaftung), seit­dem unter­ge­taucht in Lan­den in einer Vil­la der Obla­ten (6,5 km von der Uni-Stadt Löwen ent­fernt), des öfte­ren geist­li­cher Beglei­ter bei Lour­des­pil­ger­fahr­ten (da gibt es kei­ne Paß­kon­trol­len), und nach äusserst lan­gen und hart­näcki­gen Ver­hand­lun­gen Anfang 2012 nach Kana­da aus­ge­lie­fert, wur­de vor genau 48 Stun­den vom Rich­ter dort schul­dig gespro­chen in 28 Fäl­len bei 12 (damals) Buben und 10 (damals) Mäd­chen, und für 2 Fäl­le von Bestia­li­tät mit einem Hund vor den augen von 2 Kin­dern!
    Die Ankla­ge ging über 68 Ffäl­le, eini­ge kamen dazu, eini­ge fie­len weg; und durch die lan­ge Zeit­span­ne zwi­schen den Taten und dem Gerichts­ver­fah­ren läßt sich vie­les nicht mehr nach­wei­sen.
    Es sind dort größ­te Abscheu­lich­kei­ten pas­siert.
    Das Dorf Igloo­lik bekam ab der Auf­fin­dung und Aus­lie­fe­rung von Deja­e­ger psy­cho­lo­gi­sche und sozia­le Unter­stützng; dem Pfar­rer vor Ort wur­de befoh­len, bei schwe­rer Andro­hung, das Dorf zu ver­las­sen.
    Der schwar­ze Peter liegt jetzt bei den flä­mi­schen Obla­ten, die Deja­e­ger sehr lan­ge ver­steck­ten. Der Obe­re Geor­ges Ver­vust stammt aus West­flan­dern und ist bekannt mit Dan­neels.
    Sehr gute Auf­be­rei­tung auf CBC, the Huf­fing­ton Post und kana­di­schen Web­sites.
    Das ist kei­ne ver­beul­te Kir­che mehr, das ist auch kein Laza­rett — das ist reli­giö­ses und mensch­li­ches Hiro­shi­ma.
    Me taedet.

    • Vie­len Dank für Ihre Schil­de­run­gen zur Situa­ti­on in Bel­gi­en, die ich mit gro­ßem Inter­es­se lese, wenn­gleich einem davon übel wird.

      Was Mgr. Fel­lay ein­mal all­ge­mein für den Zustand der Kir­che bzw. ihrer Hier­ar­chie fest­stell­te, scheint auf ihre bel­gi­sche Toch­ter ganz beson­ders zuzu­tref­fen:

      „[D]éfigurée hor­ri­ble­ment a plan­ta pedis usque ad ver­ti­cem capi­tis“

  12. Ja, gegen die Machen­schaf­ten der Medi­en hat man kaum eine Chan­ce, wenn man nicht ein­mal eige­ne Medi­en zur Ver­fü­gung hat (bzw. die „eige­nen“ Medi­en eh fast das glei­che wie die Feind­me­di­en brin­gen). Völ­lig rich­tig, was Sie schrei­ben: Es ging bei der gan­zen „cam­pai­g­ne“ nur dar­um, Bene­dikt XVI. gegen das Schien­bein zu tre­ten…

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