Islamisten auf dem Vormarsch: „Wir werden Downing Street besetzen“

Houari Boumedienne: Die "prophetischen" Worte des algerischen Staatspräsidenten 1974 vor der UNO-Generalversammlung.
Houa­ri Bou­me­di­en­ne: Die „pro­phe­ti­schen“ Wor­te des alge­ri­schen Staats­prä­si­den­ten 1974 vor der UNO-Generalversammlung.

(Lon­don) „Eines Tages wer­den Mil­lio­nen von Men­schen der süd­li­chen Hemi­sphä­re in die nörd­li­che Hemi­sphä­re gehen. Und sie wer­den nicht als Freun­de gehen, son­dern um sie zu erobern. Und sie wer­den sie mit ihren Kin­dern erobern. Die Becken unse­rer Frau­en wer­den uns den Sieg ver­schaf­fen.“ Die­se Wor­te, die der alge­ri­sche Staats­prä­si­dent Houa­ri Bou­me­di­en­ne (1927–1978) im Jahr 1974 vor der UNO-Gene­ral­ver­samm­lung aus­sprach, schei­nen auf dra­ma­ti­sche Wei­se immer grö­ße­re Aktua­li­tät zu gewinnen.

Wäh­rend im Nahen Osten der isla­mi­sche Fun­da­men­ta­lis­mus gewalt­sam immer grö­ße­re Gebie­te erobert, voll­zieht er im Westen sei­nen unauf­halt­sa­men Vor­marsch still und demo­gra­phisch. Emble­ma­tisch dafür ist die Situa­ti­on in Eng­land, wo der Mos­le­m­an­teil in der Stadt Mid­lands und in eini­gen Stadt­tei­len Lon­dons Antei­le an der Bevöl­ke­rung jen­seits der 30 Pro­zent erreicht hat.

Ganze Viertel britischer Städte von der Scharia dominiert

Die Ent­wick­lung wur­de wie berich­tet (sie­he Moham­med häu­fig­ster Jun­gen­na­me in Lon­don – Die Zer­stö­rung der euro­päi­schen Völ­ker und Isla­mi­sie­rung Euro­pas) pünkt­lich durch die Ver­öf­fent­li­chung der neue­sten sta­ti­sti­schen Erhe­bun­gen für das Jahr 2013 durch das Natio­na­le Sta­ti­stik­amt (ONS) bei den Namen für neu­ge­bo­re­ne Jun­gen bestä­tigt. An Lon­don, der bri­ti­schen Haupt­stadt las­sen sich die demo­gra­phi­schen Ver­än­de­run­gen unschwer beob­ach­ten. Die Tages­zei­tung Mess­ag­ge­ro schrieb am ver­gan­ge­nen 5. August: „Neh­men wir zum Bei­spiel den Lon­don Borough of Tower Ham­lets nahe der City und Dock­lands: Die Mos­lems haben dort inzwi­schen unter den Ansäs­si­gen einen Anteil von 35 Pro­zent erreicht. Selbst in der City von West­min­ster, dem libe­ra­len und demo­kra­ti­schen Sym­bol Eng­lands mit dem Big Ben, dem Par­la­ment und dem Regie­rungs­sitz, sind die Mos­lems bereits nahe an die 20-Pro­zent-Mar­ke her­an­ge­rückt. Allein in Luton, einer 200.000 Ein­woh­ner­stadt nörd­lich von Lon­don mit dem drit­ten Lon­do­ner Flug­ha­fen leben mehr als 50.000 Mos­lems, was einen Anteil von über 25 Pro­zent ausmacht.“

Die Situa­ti­on sieht im Nor­den Eng­lands nicht anders aus. In Man­che­ster, dem ehe­ma­li­gen Indu­strie­zen­trum des Lan­des „sind 17 Pro­zent der Ein­woh­ner Mos­lems, in Bir­ming­ham 22 Pro­zent mit gan­zen Vor­or­ten, in denen der Koran die Vor­herr­schaft im Stadt­bild, All­tags­le­ben und Kul­tur­be­reich über­nom­men hat“. Der Aus­brei­tungs­pro­zeß steht erst an den Anfän­gen. Exper­ten wei­sen dar­auf hin, daß es Ende 2014 in Groß­bri­tan­ni­en drei­ein­halb Mil­lio­nen Mos­lems geben wird, die sich zum größ­ten Teil in Eng­land konzentrieren.

Islamistengruppen intensivieren ihre Aktivitäten

Die­ses unge­brem­ste Wachs­tum regt radi­ka­le Grup­pen an, in einem für sie immer gün­sti­ger wer­den­den Umfeld, ihre Akti­vi­tä­ten stän­dig zu inten­si­vie­ren, ob als siche­res Rück­zugs­ge­biet oder als Aus­gangs­punkt der Agi­ta­ti­on. Besorg­nis­er­re­gen­des Bei­spiel ist eine Epi­so­de, die sich vor weni­gen Mona­ten in Lon­don abspiel­te. Eine Gang jun­ger Mos­lems wur­de dabei gefilmt, wie sie auf offe­ner Stra­ße Pas­san­ten anhiel­ten und sie auf­for­der­ten, sich den Regeln der Scha­ria anzu­pas­sen. Sie sag­ten zu den Fuß­gän­gern: „Das ist eine mos­le­mi­sche Zone. Ob es euch paßt oder nicht, wir wer­den bestim­men und das Böse besie­gen. Allah ist groß! Wir kommen.“

„Es gibt ein Erwachen. Zusammeprall zwischen Islam und liberaler Demokratie“

Ein radi­ka­ler isla­mi­scher Pre­di­ger, zu die­sem Vor­fall inter­viewt, rede­te nicht lan­ge um den Brei her­um: „Es gibt ein Erwa­chen. An eini­gen Schlüs­sel­punk­ten Lon­dons fin­det ein Zusam­men­prall zwi­schen dem Islam und der libe­ra­len Demo­kra­tie statt.“

Eine beacht­li­che Zahl jun­ger Mos­lems mit bri­ti­scher Staats­bür­ger­schaft haben die Insel ver­las­sen, um sich dem Dschi­had anzu­schlie­ßen. Die Tages­zei­tung The Inde­pen­dent berich­te­te in den ver­gan­ge­nen Mona­ten die Geschich­ten zahl­rei­cher Män­ner und Frau­en, die es eilig hat­ten, Groß­bri­tan­ni­en den Rücken zuzu­keh­ren, um unter dem schwar­zen Ban­ner von Abu Bakr al Baghda­di, dem selbst­er­nann­ten neu­en Kali­fen zu kämp­fen. Als bri­ti­sche Staats­bür­ger genie­ßen sie jedoch wei­ter­hin den Schutz des bri­ti­schen Staa­tes und kön­nen jeder­zeit nach Groß­bri­tan­ni­en zurück­keh­ren mit kaum abseh­ba­ren Fol­gen. In den Rei­hen der Schläch­ter des Kali­fen ler­nen sie die Ver­fol­gung und Ermor­dung der „Fein­de des Islams“ und den Auf­bau eines scha­ria-kor­rek­ten Terrorregimes.

Britischer Dschihadist: „Werden auf Trafalgar Square alle niedermetzeln, die sich nicht bekehren“

Abu Dug­ma al-Bri­ta­ni, einer die­ser bri­ti­schen Dschi­ha­di­sten pro­phe­zei­te dem Ver­ei­nig­ten König­reich und den Eng­län­dern unzwei­deu­tig die Zukunft: „Wir wer­den Dow­ning Street beset­zen und auf dem Tra­fal­gar Squa­re alle nie­der­met­zeln, die sich nicht bekeh­ren wol­len. Der IS [Isla­mi­sche Staat] kommt.“

Der Islam ver­setzt Eng­land in immer grö­ße­re Sor­ge. Das Schei­tern der jah­re­lan­gen Mul­ti-Kul­ti-Poli­tik, die alles Frem­de akzep­tier­te, för­der­te und bevor­zug­te, ist offen­kun­dig. Das wis­sen auch jene Tei­le des Estab­lish­ments, die die­se Poli­tik maß­geb­lich durch­ge­setzt und damit zum Teil ihre eige­ne Macht­stel­lung auf­ge­baut haben. Das Ein­ge­ständ­nis des Schei­terns fällt um so schwe­rer. Die Wor­te des alge­ri­schen Staats­prä­si­den­ten Houa­ri Bou­me­di­en­ne erwei­sen sich mit jedem Tag prophetischer.

Text: CR/Giuseppe Nardi
Bild: Cor­ris­pon­den­za Romana

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