„Vom Papst erwarte ich mir mehr als von Renzi oder Merkel“

Papst Franziskus auf dem Rückflug von Korea
Papst Fran­zis­kus auf dem Rück­flug von Korea

(Rom) Der katho­li­sche Publi­zist Anto­nio Soc­ci wur­de für sei­ne Kri­tik am Schwei­gen von Papst Fran­zis­kus zur Tra­gö­die der Chri­sten im Nahen Osten hart ange­grif­fen. Ähn­li­che Kri­tik kommt jedoch auch von „unver­däch­ti­ger“ Sei­te und wird vom Phi­lo­so­phen Mas­si­mo Cac­cia­ri, von 1993–2000 und 2005–2010 Bür­ger­mei­ster von Vene­dig, geäu­ßert. Cac­cia­ri begann sei­nen Weg als radi­ka­ler Links­au­ßen. Gegen­über der Tages­zei­tung La Repub­bli­ca, die Papst Fran­zis­kus wie kein ande­res Medi­um bevor­zugt, sag­te Cac­cia­ri:

„Es han­delt sich um eine radi­ka­le Wen­de in der poli­ti­schen Theo­lo­gie der Kir­che…, das aber ist ein ordent­li­ches Pro­blem … Fran­zis­kus betrach­tet eine Inter­ven­ti­on, wenn sie die UNO beschließt für legi­tim – das aber ist eine Ver­welt­li­chung der katho­li­schen Idee des „gerech­ten Krie­ges“… Der Stand­punkt von Fran­zis­kus ist äußerst schwach. Sein Stand­punkt ist eigent­lich einer, den ein Ren­zi oder eine Mer­kel ver­tre­ten könn­ten. Ver­zei­hen Sie mir, aber vom Papst erwar­te ich mir etwas mehr, das heißt, daß er mir sagt, daß es not­wen­dig ist, auf der Grund­la­ge von für abso­lut gehal­te­nen Wer­ten zu inter­ve­nie­ren.“

„Schluß mit Schweigen“ — Eindringliche Worte der Heiligen Katharina von Siena

Anto­nio Soc­ci stellt zur Bekräf­ti­gung Cac­cia­ris Aus­sa­ge Wor­te der hei­li­gen Katha­ri­na von Sie­na (1347–1380) zur Sei­te:

Heilige Katharina von Siena, mit einem brennenden Glauben und einem freien Herzen
Hei­li­ge Katha­ri­na von Sie­na, mit einem bren­nen­den Glau­ben und einem frei­en Her­zen

„Ach, Schluß mit dem Schwei­gen! Ruft es mit hun­dert­tau­send Zun­gen. Ich sehe, daß die Welt wegen des Schwei­gens krank ist, die Braut Chri­sti ist erbleicht.“ Mit die­sen kraft­vol­len Wor­ten wand­te sich die Hei­li­ge an einen hohen Kir­chen­ver­tre­ter.

Und was Anto­nio Soc­ci sonst noch am 20. August in der Tages­zei­tung Libe­ro zum The­ma schrieb:

„Auch heu­te ver­spürt man die Not­wen­dig­keit in der Kir­che, daß sich Frau­en und Män­ner mit bren­nen­dem Glau­ben und frei­em Her­zen wie die hei­li­ge Katha­ri­na an einen ängst­li­chen Papst (Gre­gor XI.) wen­den, der nicht tat, was er tun soll­te: ‚Ich an Eurer Stel­le wür­de befürch­ten, daß das gött­li­che Gericht über mich kommt.‘

Aber in unse­rer Zeit eines selt­sa­men Kle­ri­ka­lis­mus und der Schmei­che­lei gibt es die Stim­men der gro­ßen Hei­li­gen oder frei­er Män­ner und Frau­en nicht oder sie wer­den nicht gehört.

Es ist sehr schwer und für einen Katho­li­ken sehr schmerz­haft, die Hal­tung des Vati­kans von Papst Ber­go­glio ange­sichts der Tra­gö­die der Chri­sten und der ande­ren Min­der­hei­ten im Irak zu ver­ste­hen und zu akzep­tie­ren, die von blut­rün­sti­gen Isla­mi­sten des Kali­fats auch in die­sen Stun­den gejagt und getö­tet wer­den.

Eine wochenlange Illusion

Zuerst wochen­lang ein Wider­wil­le dar­über zu spre­chen. Sogar die Gebets­in­itia­ti­ve der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz vom 15. August bedach­te der Papst, im offe­nen Gegen­satz zu sei­nen Vor­gän­gern mit Schwei­gen. Offen­sicht­lich hegt er eine Abnei­gung gegen die ita­lie­ni­sche Kir­che.

Dann, end­lich, nach 20 Tagen der Mas­sa­ker unter Män­nern, Frau­en und Kin­dern und nach tau­send­fa­chem Druck, vor allem durch die Bischö­fe jenes Lan­des und der vati­ka­ni­schen Diplo­ma­ten, ent­schloß sich Papst Ber­go­glio jene schick­sals­schwe­ren Wor­te aus­zu­spre­chen, wenn er es auch sehr lei­se tat: ‚Es ist legi­tim einen unge­rech­ten Angrei­fer zu stop­pen‘.

Was für eine Lei­stung… Das hät­te noch gefehlt, daß er gesagt hät­te, es sei legi­tim, daß der Angrei­fer unschul­di­ge Men­schen tötet, die ‚Fein­de des Islam‘ kreu­zigt, Kin­der leben­dig begräbt und Frau­en ver­ge­wal­tigt und als Skla­vin­nen ver­kauft.

Die Haltung von Johannes Paul II. und Benedikt XVI.

Mit ande­rem Tem­po und Ener­gie rief Johan­nes Paul II. dazu auf, die Unschul­di­gen zu ver­tei­di­gen: ‚Wenn ich sehe, daß mein Nach­bar ver­folgt wird, muß ich ihn ver­tei­di­gen: Das ist ein Akt der Näch­sten­lie­be. Das ist für mich huma­ni­tä­re Ein­mi­schung‘. Mit Nach­druck wand­te er sich hin­ge­gen 2003 mit letz­ter Kraft gegen die nicht UNO-gestütz­te US-Mili­tär­in­ter­ven­ti­on Ope­ra­ti­on Iraqi Free­dom im Irak. Eben­so wand­te sich Bene­dikt XVI. 2011 gegen die UNO-gestütz­te US-Mili­tär­in­ter­ven­ti­on Opé­ra­ti­on Har­mat­tan gegen Liby­en.

Doch weder Johan­nes Paul II. noch Bene­dikt XVI. sit­zen mehr auf dem Stuhl Petri. Papst Ber­go­glio beeil­te sich sei­nen Wor­ten sofort nach­zu­schie­ben, daß es ‚legi­tim‘ sei, den Angrei­fer zu stop­pen, aber ‚ohne zu bom­bar­die­ren‘ und ohne ‚Krieg zu füh­ren‘. So stellt man sich die bit­te­re Fra­ge, ob er eigent­lich sein Gesicht wah­ren oder das Leben Unschul­di­ger ret­ten will. Wie soll eine bru­ta­le Mör­der­ban­de ohne Waf­fen gestoppt wer­den? Was schlägt der Papst Ber­go­glio vor, um die Schläch­ter zu ‚stop­pen‘? Es wird jene geben, die sofort sagen wer­den, ein Papst kön­ne nicht zur Gewalt auf­ru­fen, selbst dann nicht, wenn es um die Ret­tung Unschul­di­ger geht. Falsch. Seit Jahr­hun­der­ten lehrt die katho­li­sche Glau­bens­leh­re das Recht auf Selbst­ver­tei­di­gung gegen einen unge­rech­ten Angrei­fer.

Es waren die Theo­lo­gen der Juri­sten­schu­le von Sala­man­ca, wie der Domi­ni­ka­ner Fran­cis­co de Vito­ria, die im frü­hen 16. Jahr­hun­dert genau auf die­ser Grund­la­ge des Natur­rechts das moder­ne Inter­na­tio­na­le Recht begrün­de­ten.

Papst Bene­dikt XVI. erin­ner­te 2008 die Ver­ein­ten Natio­nen dar­an: ‚Das Prin­zip der Schutz­ver­ant­wor­tung wur­de vom anti­ken ius gen­ti­um (Völ­ker­recht) als das Fun­da­ment jeder Hand­lung ange­se­hen, die von den Regie­ren­den gegen­über den Regier­ten vor­ge­nom­men wird.‘ Und ver­wies dar­auf, daß der ‚domi­ni­ka­ni­sche Ordens­mann Fran­cis­co De Vito­ria zu Recht als Vor­läu­fer der Idee der Ver­ein­ten Natio­nen ange­se­hen wird‘.

So stell­te Johan­nes Paul II. 1995 in sei­ner Enzy­kli­ka Evan­ge­li­um vitae fest: ‚Ande­rer­seits »kann die Not­wehr für den, der für das Leben ande­rer oder für das Wohl sei­ner Fami­lie oder des Gemein­we­sens ver­ant­wort­lich ist, nicht nur ein Recht, son­dern eine schwer­wie­gen­de Ver­pflich­tung sein«. ((Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che, Nr. 2265)) Es geschieht lei­der, daß die Not­wen­dig­keit, den Angrei­fer unschäd­lich zu machen, mit­un­ter sei­ne Tötung mit sich bringt. In die­sem Fall wird der töd­li­che Aus­gang dem Angrei­fer zur Last gelegt, der sich ihm durch sei­ne Tat aus­ge­setzt hat, auch für den Fall, daß er aus Man­gel an Ver­nunft­ge­brauch mora­lisch nicht ver­ant­wort­lich wäre.‘ ((Hl. Tho­mas von Aquin: Sum­ma Theo­lo­giae, II-II, q. 64, a. 7; Hl. Alfons von Ligu­o­ri: Theo­lo­gia Mora­lis, 1. III, tr. 4, dub 3))

Was Papst Fran­zis­kus wenn schon in den Fuß­stap­fen sei­ner Vor­gän­ger ver­lan­gen müß­te, wäre der ver­hält­nis­mä­ßi­ge und geziel­te Ein­satz von Gewalt, um den Angrei­fer zu ent­waff­nen und das Leben der Ver­folg­ten zu ret­ten. Nicht aber für ande­re Inter­es­sen.

Schweigen ein Kind der katho-progressiven Ideologie

Im übri­gen fin­det man in kei­ner ein­zi­gen Stel­lung­nah­me des Pap­stes zum isla­mi­sti­schen Gemet­zel auch nur ein­mal das Wort Islam, Isla­mi­sten oder Mos­lems. Wenn jemand nur die Wor­te des Pap­stes zur Ver­fü­gung hät­te, wür­de er nicht im gering­sten ver­ste­hen, wer für die­se ‚huma­ni­tä­re Tra­gö­die‘ ver­ant­wort­lich ist.

Die­ser schwer­wie­gen­de Wider­wil­le, ist das Ergeb­nis der katho-pro­gres­si­ven Ideo­lo­gie, für die der Dia­log mit den Mos­lems fälsch­li­cher­wei­se als Kapi­tu­la­ti­on ver­stan­den und betrie­ben wird, auch auf psy­cho­lo­gi­scher Ebe­ne. Das geht soweit, daß es katho-pro­gres­si­ve Kom­men­ta­to­ren gibt, die so weit gehen mit Eifer zu wie­der­ho­len, daß die Schläch­ter des Kali­fen nichts mit dem ‚eigent­li­chen‘ Islam zu tun hät­ten und der ‚wah­re‘ Islam etwas ganz ande­res sei. Nur: Die Schläch­ter des Kali­fen zwin­gen ihre Opfer zum Islam über­zu­tre­ten, wenn sie nicht ver­trie­ben oder getö­tet wer­den wol­len.

Es ist ver­ständ­lich und rich­tig, daß die Kir­chen­füh­rung nicht den Kon­flikt, die Pole­mik oder gar einen Reli­gi­ons­krieg sucht. Es ist aber auch Pflicht, die Wahr­heit zu sagen und den Gläu­bi­gen ein ernst­haf­tes kul­tu­rel­les Urteil dar­über in die Hand zu geben, was heu­te in der Welt den Chri­sten geschieht. Das gilt vor allem ange­sichts der kul­tu­rel­len Unter­wür­fig­keit vie­ler Katho­li­ken, wo eini­ge es ernst­lich sogar für bedenk­lich, ja ver­werf­lich hal­ten, über­haupt von ‚ver­folg­ten Chri­sten‘ zu spre­chen. Dabei sind die Chri­sten die am stärk­sten ver­folg­te Grup­pe über­haupt welt­weit.

Leise Worte des Papstes widerlegen „zumindest“ lautstarke Schwätzer

Trotz allem sind die Wor­te des Pap­stes auf dem Rück­flug von Korea ein Schritt vor­wärts, stets mit der Hoff­nung ver­bun­den, daß ange­sichts der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on bald, mög­lichst bald, noch deut­li­che­re und ent­schie­de­ne­re Wor­te fol­gen wer­den.

Die Wor­te soll­ten unter­des­sen bereits dazu die­nen, eini­gen beim Ord­nen ihrer Gedan­ken zu hel­fen. Auch jenen, die in den ver­gan­ge­nen Tagen sofort mit schar­fen Wor­ten jeden zum Schwei­gen brin­gen woll­ten, der es wag­te, das päpst­li­che Schwei­gen beim Namen zu nen­nen. Und jene, die nicht ver­le­gen waren, gleich­zei­tig zu unter­stel­len, die For­de­rung, die Angrei­fer zu stop­pen, hie­ße, einen Krieg oder gar einen Kreuz­zug zu for­dern.

Die päpst­li­chen Wor­te, so lei­se sie auch sein mögen, wider­le­gen zumin­dest auch jene, die laut­stark posaun­ten, daß ‚das Schwei­gen des Pap­stes bedeu­te, daß er noch schlim­me­re Reak­tio­nen ver­mei­den‘ wol­le. Oder ganz gefin­kelt: ‚Wenn der Papst nichts sagt, dann bedeu­tet das, daß er im Gehei­men han­delt‘. Wie­viel Geschwätz, aus­ge­spro­chen von wohl­mei­nen­den und weni­ger wohl­mei­nen­den Leu­ten.

In Wirk­lich­keit gab man sich im Vati­kan wochen­lang der Illu­si­on hin, daß es noch einen diplo­ma­ti­schen Weg gibt. Doch die Schläch­ter des Kali­fen wol­len nur erobern, zwangs­kon­ver­tie­ren und mas­sa­krie­ren. Genau das haben die mit der wirk­li­chen Lage bestens ver­trau­ten ira­ki­schen Bischö­fe gesagt und dem Vati­kan mit­ge­teilt, der jedoch nicht hören woll­te. Die Bischö­fe teil­ten mit, daß die Schläch­ter nicht ein­mal wüß­ten, was die Wor­te ‚Dia­log‘ oder Diplo­ma­tie bedeu­ten.

Ein Nachtrag

Und noch ein Nach­trag: In sei­nen Reden wäh­rend des Korea-Besu­ches for­der­te Papst Fran­zis­kus berech­tig­ter­wei­se die gan­ze Kir­che auf, über das Bei­spiel der Mär­ty­rer von gestern und heu­te nach­zu­den­ken und zum Gebet. Völ­lig rich­tig. Die Auf­for­de­rung ist jedoch sehr schwach, wenn er nicht gleich­zei­tig die gan­ze Kir­che auf­for­dert, den Opfern zu Hil­fe zu eilen. Und sie ist schwach ohne jenes tie­fe kul­tu­rel­le Bewußt­sein, das Bene­dikt XVI. jenen zu geben wuß­te, die bereit waren, zuzu­hö­ren. Heu­te hin­ge­gen herrscht die Ver­wir­rung.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Ris­cos­sa Christiana/Fresko in der Kir­che San Pie­tro di Car­pi­gna­no Sesi (Nova­ra)

35 Kommentare

  1. Die hei­li­ge Katha­ri­na von Sie­na hat­te es mit einem schwa­chen Papst, mit schwa­chen Bischö­fen zu tun. Doch sie durf­te frei spre­chen, sie durf­te laut ihre Stim­me öffent­lich erhe­ben, sie durf­te laut rufen, kla­gen, ankla­gen!

    Wir haben kei­ne Hei­li­gen von die­sem For­mat mehr. Wir haben auch kei­nen Erz­bi­schof Lef­eb­v­re mehr.
    In die­sen wir­ren, arm­se­li­gen Zei­ten wür­de auch eine Katha­ri­na von Sie­na exkom­mu­ni­ziert zu Gra­be getra­gen.

    Die Braut Chri­sti sei erbleicht, war ihre Über­zeu­gung. Was ist sie jetzt?

    Hl. Katha­ri­na, hl. Pius X., Die­ner Got­tes Mar­cel Lef­eb­v­re, bit­tet für uns!

    • Das stimmt lei­der. Die letz­ten Papst-Hei­li­gen sind doch schon sehr hin­ter­fra­gens­wert. Arm­se­lig ist auch ein sehr zutref­fen­der Begriff für die Lage.

  2. Sehr gut die­ser Arti­kel und gerecht.
    Mich freuts, daß den bei­den Vor­gän­gern von Papst Fran­zis­kus Gerech­tig­keit wider­fährt. Denn das haben vie­le Kom­men­ta­re an ande­re Stel­le nicht nur arg ver­mis­sen las­sen, son­dern die nach­weis­li­chen Aus­sa­gen bei­der nicht zur Kennt­nis genom­men.
    Papst Johan­nes Paul II. wuß­te aus eige­ner Anschau­ung und aus eige­nem Leid, daß es gerecht ist, einen Angrei­fer, der bru­talst vor­geht, wenns sein muß zu töten. Und Papst Bene­dikt XVI. em. weiß das auch und man wünsch­te sich, daß er sein Schwei­gen bricht.
    Aller­dings: man müß­te dann auch gleich die Erklä­rung von „Nostra Aeta­te“ bzgl. der Mos­lems auf den Müll­hau­fen der Kir­chen­ge­schich­te wer­fen. Solan­ge die Ein­sicht dafür nicht vor­han­den ist, wer­den Appel­le m.Er. kaum etwas bewir­ken und nur halb­her­zig sein kön­nen. Es geht um Auf­klä­rung und Dazu­ler­nen. Ich spre­che da auch für mich selbst, wenn ich das sagen kann.

    Der Islam ist ein System der Dik­ta­tur und Unter­drückung. Reli­giö­se Inhal­te im Koran sind nur Mit­tel zum Zweck der blut­rün­sti­gen Ein­schüch­te­rung und Dik­ta­tur.
    Es gibt „fried­li­che Mos­lems“. „Fried­li­che Mos­lems“ sind in der Regel Ein­ge­schüch­ter­te. Es sind Men­schen, die Tag für Tag tun müs­sen, was sie frei­wil­lig so gar nicht täten. Sie müs­sen schau­spie­lern. Denn sie wis­sen: wer nicht spurt wie gewünscht, hat mor­gen ein Mes­ser in der Keh­le stecken. Unter die­ser Angst leben Aber­mil­lio­nen von Mos­lems; der Islam hat nicht viel mit Frie­den zu tun, denn außer­halb von Chri­stus gibt es kei­nen Frie­den. Der sog. Islam ist offen­bar in erster Linie ein aus­ge­klü­gel­tes teuf­li­sches System des Ter­rors und der Unter­drückung- weni­ger ech­te Reli­gi­on. Der Islam/Koran erzieht zum Haß und ist im Grun­de genom­men selbst­mör­de­risch.

    Das Pro­blem bei uns ist ja ins­be­son­de­re, daß nicht nur der Islam sei­ne mör­de­ri­schen Greif­ar­me aus­streckt, son­dern unser System, die alles beherr­schen­de Frei­mau­re­rei nicht weni­ger. Aber mit Chri­stus kann man sie­gen. Er hat alle und alles besiegt. Man muß Maria, die Schlan­gen­zer­tre­te­rin anfle­hen, daß sie Satan den Kopf zer­tritt- mit unse­ren Bitt­ge­be­ten.

  3. War­um beten wir nicht das, was uns muti­ge­re und vor allem ech­te Päp­ste an Gebets­schät­zen hin­ter­las­sen haben? Mein Vor­schlag ist, die­ses Gebet zu beten für die Ver­folg­ten und uns selbst:

    Gebet zur Imma­cu­la­ta (Papst Pius X. — 1903)

    Makel­lo­se Jung­frau, du hast dem Herrn gefal­len und durf­test sei­ne Mut­ter wer­den.
    Schau in Gna­den her­ab auf uns arme Men­schen!
    Wir bit­ten dich um dei­nen kraft­vol­len Schutz.
    Die böse Schlan­ge, gegen die schon im Para­dies der Fluch geschleu­dert wur­de,
    stellt immer noch uns armen Kin­dern Evas nach und sucht uns zu scha­den.
    Drum, hoch­ge­be­ne­dei­te Mut­ter, unse­re Köni­gin und Für­spre­che­rin, nimm uns­re Bit­ten gütig auf!
    Du hast schon im ersten Augen­blick dei­ner Emp­fäng­nis dem Feind den Kopf zer­tre­ten.
    Unser Herz ist eines Sin­nes mit dir.
    Wir fle­hen zu dir, trag’ uns­re Bit­ten hin vor Got­tes Thron,
    und hilf uns, dass wir nie den Nach­stel­lun­gen erlie­gen, die uns berei­tet wer­den,
    dass wir alle zum Hafen des Heils gelan­gen.
    Gib, dass die Kir­che und die christ­li­chen Völ­ker inmit­ten der vie­len Gefah­ren
    aufs Neue das Dank­lied der Befrei­ung, des Sie­ges und Frie­dens sin­gen kön­nen!
    Amen.

    Wie vor­aus­schau­end die­ses Gebet war! Und wie sehr wir es alle brau­chen! Pius X. hat dafür übri­gens am 8. Sep­tem­ber 1903 für andäch­ti­ges Beten die­ser Vor­la­ge 1x pro Tag 300 Tage Ablass ver­lie­hen.

    Die­ses Gebet: jeden Tag und welt­weit von allen noch Chri­stus­gläu­bi­gen gebe­tet — das gin­ge schnel­ler als ein gan­zer Rosen­kranz und wäre eine Hil­fe für all jene, die nicht die Ruhe fin­den, täg­lich eine hal­be Stun­de zu beten. Oder das Gebet wäre ein Ein­stieg, wie­der mehr Zeit für das Beten über­haupt auf­zu­brin­gen…

    Es hilft hier kein fal­scher Papst, auch wenn er ver­stoh­le­ne Wor­te mur­melt, an die sich man­che unbe­irr­ter klam­mern als an die mäch­ti­ge Hil­fe Jesu und die Für­spra­che Mari­ens, aber es hilft auch kein unka­tho­li­scher Poli­ti­ker, son­dern nur noch das Gebet.

    Ein ech­ter Papst müss­te in die­ser furcht­ba­ren Lage zual­ler­erst mit einem täg­li­chen welt­weit über­tra­ge­nen und instän­di­gen, glau­bens­tie­fen Gebet vor die Mensch­heit tre­ten. Alles ande­re hilft nicht mehr.

    • Ich fas­se mich kurz:

      Nach Fati­ma hat­ten es die Katho­li­ken in der Hand, den zwei­ten Welt­krieg zu ver­hin­dern.

      Täg­lich Rosen­kranz, Umkehr und Buße tun hät­te gereicht.

    • Dan­ke, hier von mir:

      „Makel­lo­se Jung­frau, du hast dem Herrn gefal­len und durf­test sei­ne Mut­ter wer­den.
      Schau in Gna­den her­ab auf uns arme Men­schen!
      Wir bit­ten dich um dei­nen kraft­vol­len Schutz.
      Die böse Schlan­ge, gegen die schon im Para­dies der Fluch geschleu­dert wur­de,
      stellt immer noch uns armen Kin­dern Evas nach und sucht uns zu scha­den.
      Drum, hoch­ge­be­ne­dei­te Mut­ter, unse­re Köni­gin und Für­spre­che­rin, nimm uns­re Bit­ten gütig auf!
      Du hast schon im ersten Augen­blick dei­ner Emp­fäng­nis dem Feind den Kopf zer­tre­ten.
      Unser Herz ist eines Sin­nes mit dir.
      Wir fle­hen zu dir, trag’ uns­re Bit­ten hin vor Got­tes Thron,
      und hilf uns, dass wir nie den Nach­stel­lun­gen erlie­gen, die uns berei­tet wer­den,
      dass wir alle zum Hafen des Heils gelan­gen.
      Gib, dass die Kir­che und die christ­li­chen Völ­ker inmit­ten der vie­len Gefah­ren
      aufs Neue das Dank­lied der Befrei­ung, des Sie­ges und Frie­dens sin­gen kön­nen!
      Amen.“

  4. Wird Papst Fran­zis­kus ein­mal eben­so, wie unge­rech­ter wei­se Pius XII. wegen sei­nes Schwei­gens ange­klagt wer­den?

  5. Der sog. „inter­re­li­giö­se Dia­log“ scheint sich als „neue Leh­re“ zu ver­selbst­stän­di­gen. Im Jah­re 2008 anl. des „Kon­gres­ses zur För­de­rung des inter­re­li­giö­sen Dia­logs“ in Madrid war fol­gen­der Arti­kel bei „zenit“ zu lesen. Schon damals „bril­lier­te“ Kar­di­nal Tau­ran mit mehr­nals befremd­li­chen Aus­sa­gen:
    -
    „Im Für Kar­di­nal Tau­ran sind die letz­ten Ereig­nis­se im Bereich des inter­re­li­giö­sen Dia­logs mit dem Islam ein sicht­ba­rer Beweis für eine neue Atmo­sphä­re im inter­re­li­giö­sen Dia­log. Tau­ran brach­te den Wunsch zum Aus­druck, dass die Madri­der Kon­fe­renz kon­kret für die Über­zeu­gung Zeug­nis able­ge, dass die authen­tisch prak­ti­zier­ten Reli­gio­nen zu Brü­der­lich­keit und Har­mo­nie der Mensch­heits­fa­mi­lie bei­tra­gen. „Die Reli­gio­nen füh­ren kei­ne Krie­ge“, so der Kar­di­nal. Daher sei es Pflicht der reli­giö­sen Hir­ten und Füh­rer, das Gewis­sen ihrer Anhän­ger zu bil­den, damit die­se wahr­haft Gläu­bi­ge sei­en, „Über­brin­ger des Frie­dens und der Brü­der­lich­keit“.

    Eine der Früch­te der abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen besteht für Kar­di­nal Tau­ran im Gebet, das in einer säku­la­ri­sier­ten Welt für die tran­szen­den­te Dimen­si­on des Men­schen Zeug­nis able­ge. Wei­te­re Früch­te sei­en die Bekräf­ti­gung der Sakra­li­tät des mensch­li­chen Lebens und die Not­wen­dig­keit der rech­ten Erzie­hung der Jugend. Auf die­se Zie­le hin müs­se zusam­men­ge­ar­bei­tet wer­den.

    Für Tau­ran ist die Tat­sa­che, dass es der Hüter der hei­lig­sten Orte des Islam ist, der die Kon­fe­renz orga­ni­sier­te, ein Zei­chen dafür, dass es sich um einen Auf­ruf uni­ver­sa­ler Art han­delt.
    [.…]
    Der inter­re­li­giö­se Dia­log setzt die eige­ne Iden­ti­tät vor­aus“, bekräf­tig­te Kar­di­nal Tau­ran zum Schluss. „Er muss dann aber zu einer gegen­sei­ti­gen Berei­che­rung gelan­gen. Wenn man nicht zu kon­kre­ten Gesten kommt, nützt sogar der Dia­log nichts.“
    -

    Deut­lich her­aus­zu­le­sen ist die uver­bind­li­che „Brü­der­lich­keit“ in einer „har­mo­ni­schen Mensch­heits­fa­mi­lie (?). Der see­len­heils­not­wen­di­ge Glau­be an die Ewi­ge Wahr­heit Jesus Chri­stus scheint nicht dazu zu gehö­ren !
    Mit „Hüter der hei­lig­sten Orte des Islam“ (?) war selbst­re­dend der gna­den­lo­se Chri­sten­ver­fol­ger­staat Sau­di Ara­bi­en gemeint.
    Wel­che „Berei­che­rung“ der Kar­di­nal durch die Irr­leh­re Islam zu erlan­gen emp­fiehlt, bleibt sein Geheim­nis !

    Und wie hört sich der­sel­be Kar­di­nal nun gut fünf Jah­re spä­ter an.
    Nun; gem. der befremd­li­chen Aus­sa­ge von Kar­di­nal Tau­ran vom ver­gan­ge­nen Novem­ber, sind Anders­gläu­bi­ge ja neu­er­dings „Part­ner, Pil­ger zur Wahr­heit wie wir selbst“ ???!
    Der Kar­di­nal im Novem­ber letz­ten Jah­res im O‑Ton:
    -
    „Das alles schafft ein neu­es Kli­ma, und ich den­ke, dass alle Gläu­bi­gen zusam­men­ste­hen müs­sen, um zunächst ihren eige­nen Glau­ben zu leben – und in der Fol­ge zu ver­ste­hen und zu respek­tie­ren, dass jemand, der ande­res glaubt als ich, nicht not­wen­di­ger­wei­se ein Feind ist, son­dern ein Part­ner, ein Pil­ger zur Wahr­heit so wie ich selbst.“
    -
    Was wohl die bru­tal ver­folg­ten und ermor­de­ten Chri­sten im Nahen Osten zu der­ar­ti­gen befremd­li­chen Aus­sa­gen zu sagen hät­ten ?!

    • hal­ten wir uns an die Erklä­rung „Domi­nus Jesus“ von Kar­di­nal Ratz­in­ger und der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, nicht an die Sonn­tags­re­den die irgend­ein Wür­den­trä­ger auf irgend­ei­nem Wald- und Wie­sen­kon­gress von sich gibt, um der Ver­samm­lung und der Öffent­lich­keit zu gefal­len…

      • Sie ver­ste­hen defen­dors Zitat falsch und miss­ver­ste­hen auch die Lage:

        Nach wem wohl rich­ten sich die „Gläu­bi­gen“ ein­schließ­lich „Papst“ Ber­go­glio? Klingt Ber­go­glio nach Ratz­in­ger oder nach Tau­ran?

        Wür­de mal sagen: nach Tau­ran. Wobei Tau­ran teil­wei­se auch nach Ratz­in­ger klingt.
        C’est le ser­pent qui se mord la queue.

  6. @frenzel
    Nostra aeta­te ist in der Tat nur sehr schwer zu ver­ste­hen und Mala­chi Mar­tin sag­te, obgleich er Mit­ar­bei­ter von Kar­di­nal Bea war und an dem Text mit­wir­ken muss­te, er hät­te ihn nie unter­schrie­ben. Der Text wur­de vier­mal revi­diert. Man muss auch den Zeit­punkt von nostra aeta­te sehen und fra­gen, wie frei waren die Kon­zils­teil­neh­mer als sie über den Text abstimm­ten. Zur glei­chen Zeit wur­de auf allen bekann­ten Büh­nen der Welt das Schmie­ren­stück: „Der Stell­ver­tre­ter“ auf­ge­führt, in dem dem gro­ßen Papst Pius XII die Ehre genom­men wur­de. Ich habe die zeit­li­chen Zusam­men­hän­ge nie als Zufall ange­se­hen. Wenn die Kon­zils­teil­neh­mer aber damals unter dem Druck der öffent­lich mani­pu­lier­ten Mei­nung nostra aeta­te zuge­stimmt haben, ist die Fra­ge berech­tigt, wie­viel Gül­tig­keit oder Wahr­heits­ge­halt kön­nen wir dem Text zumes­sen?
    @ Imek
    Nein die Braut Chri­sti ist nicht mori­bund (= im Zustand des Ster­bens), sie lebt und als sol­che — und hier­in habe sie recht — wird sie umge­bracht z.Teil von den eige­nen Leu­ten wie Chri­sus unser Herr am Kreu­ze. Aber sie wird nicht der Ver­we­sung preis­ge­ge­ben, son­dern wie Chri­stus auf­er­ste­hen.

    • …damit wür­den Sie aber sagen, dass Chri­stus ein zwei­tes Mal regel­recht stirbt. Das ist aber nach der Schrift unmög­lich!

      Die Braut Chri­sti stirbt nicht — die­se vie­len Kle­ri­ker und Lai­en, die da schein­bar „krank“ gewor­den sind, sind nicht die Kir­che. In der Hl. Schrift ist von einem Pro­zess die Rede: der Leib Chri­sti soll zum „vol­len Man­nes­al­ter“ her­an­rei­fen. Nicht jeder, der ein­mal durch die sicht­ba­re Kir­che tor­kelt, ist auto­ma­tisch schon „makel­lo­se Braut Chri­sti“. Das wird sich erst erwei­sen über des­sen Lebens­span­ne. Der Katho­lik bekennt ja aus­drück­lich KEINE auto­ma­ti­sche Heils­ge­wiss­heit …

      Es ist so, wie Pius X. es schreibt:

      „…infol­ge die­ser Teil­nah­me der Mut­ter an den Lei­den und Bedräng­nis­sen des Soh­nes ist der heh­ren Jung­frau das Vor­recht gewor­den, „bei ihrem Sohn nun die mäch­ti­ge Mitt­le­rin und Ver­söh­ne­rin der gan­zen Welt“ zu sein. Chri­stus ist die Quel­le, „aus deren Fül­le wir alle emp­fan­gen haben“: „Von ihm aus wird der gan­ze Leib zusam­men­ge­fügt und zusam­men­ge­hal­ten durch das Band, das Dienst tut … und so erhält der Leib Wachs­tum zu sei­nem Auf­bau in Lie­be“. (…)

      Haben wir nicht mit Fug und Recht behaup­ten kön­nen, dass Maria, nach­dem sie so treu zu Jesus gestan­den, vom Hau­se in Naza­reth bis zum Fels von Kal­va­ria, und ver­traut wie nie­mand anders mit den Geheim­nis­sen sei­nes Her­zens war, nun auch den Schatz sei­ner Ver­dien­ste, wie es einer Mut­ter zukommt, mit Recht ver­wal­tet? Es gibt des­halb kei­nen bes­se­ren und siche­re­ren Weg zur Erkennt­nis und Lie­be Chri­sti als Maria.

      Sind nicht ein trau­ri­ger Beweis die­ser Wahr­heit lei­der gera­de jene, die, betört durch die List des bösen Fein­des oder irre­ge­führt durch fal­sche Vor­ur­tei­le, mei­nen, der Hil­fe der Jung­frau ent­ra­ten zu kön­nen? Die­se Armen und Unglück­li­chen bil­den sich ein, an Maria vor­über­ge­hen zu müs­sen, um angeb­lich Chri­stus die Ehre zu geben, und sie wis­sen nicht, dass das Kind „nicht zu fin­den ist als bei Maria, sei­ner Mut­ter“.(…)

      Der Apo­stel sah also die hei­li­ge Got­tes­mut­ter, obwohl sie bereits bese­ligt im Him­mel war, doch an geheim­nis­vol­len Geburts­we­hen lei­den. (…) Zwei­fel­los han­delt es sich um die Geburt von uns selbst, die wir, in der irdi­schen Ver­ban­nung noch zurück­ge­hal­ten, erst zur voll­kom­me­nen Lie­be Got­tes und zur ewi­gen Glück­se­lig­keit gebo­ren wer­den müs­sen.“

      (Pius X.: Ad diem illum lae­tis­si­mum 1904)

  7. @ Zeit­schnur
    Natür­lich stirbt Chri­stus kör­per­lich kein zwei­tes mal. Er lebt und hat den Tod über­wun­den.
    Aber sei­ne Kir­che der mysti­sche Leib wird heu­te hin­ge­rich­tet und zwar durch den Ver­rat von innen und die Pres­sio­nen von außen. Die kir­che ist auch nicht — wie Imek schreibt — mori­bund , son­dern sie ist in ihrem inner­sten Kern der Leh­re immer noch kraft­voll und vital. Aber der Ver­rat von Innen und die Pres­sio­nen von außen wer­den sie ster­ben las­sen und sie vor­her zu einem Mori­bun­den machen. Davon sind wir Zeit­zeu­gen. Unser Glau­be jedoch ist die Über­zeu­gung von der Auf­er­ste­hung.

    • Ich stim­me Ihnen natür­lich in der Hin­sicht zu, dass die Kir­che von innen und außen ver­ra­ten und zer­stört wird — jeden­falls bei sehr „irdi­scher“ Sicht­wei­se.
      Nur kann ich die­ser Vor­stel­lung, dass die wah­re Kir­che als MAKELLOSE BRAUT hin­ge­rich­tet wird und stirbt, nicht anneh­men.
      War­um mir das nicht ein­leuch­ten will, das habe ich ver­sucht durch Zita­te Pius X. zu erklä­ren.

      Viel­leicht liegt der Unter­schied unse­rer Sicht­wei­se dar­in, dass die makel­lo­se Braut Chri­sti für mei­ne Vor­stel­lung zum größ­ten Teil wohl schon im Him­mel ist.
      Was im Him­mel bei Gott ist, kann nicht mehr ster­ben oder zer­stört wer­den.
      Ande­rer­seits lehrt uns doch die dog­ma­ti­sche Aus­sa­ge, dass es kei­ne Heils­si­cher­heit gibt, dass der Wer­de­gang jedes ein­zel­nen offen bleibt, solan­ge er auf Erden lebt.
      Dar­aus muss man schlie­ßen, dass alle auf Erden Leben­den nicht pri­mär die sicher makel­lo­se Braut sein kön­nen, son­dern „nur“ poten­ti­el­le — für das, was das natür­li­che, mensch­li­che Auge erken­nen kann — Glieder/Kinder der Braut Chri­sti. Von Anfang an gab es die erschli­che­ne Teil­ha­be an der Braut zum eige­nen Gericht, den vor­mals als „Got­tes­raub“ bezeich­ne­ten Drang, sich als Christ aus­zu­ge­ben und die Sakra­men­te zu kon­fis­zie­ren. Sol­che Got­tes­räu­ber sind aber nie­mals Kin­der der Braut Chri­sti! Unse­re Auf­ga­be: alles zu tun, nicht selbst zu Got­tes­räu­bern zu wer­den. Das sei unse­re größ­te Furcht!

      Unser Pro­blem heu­te ist ein­ma­lig in der Geschich­te. Der Böse hat sich das Ehren­kleid der Braut Chri­sti auf Erden — die Kir­che mit all ihren sicht­ba­ren Ämtern und For­men — ange­zo­gen, ohne dass ihm aus­rei­chend oder wahr­haf­tig Wider­stand gelei­stet wor­den wäre.
      Mir steht auch stets die Geschich­te Sodoms und Gomor­rhas vor Augen: Gott hät­te die­se Städ­te ver­schont, wenn nur 10 ech­te Gerech­te da gewe­sen wären. Es waren aber kei­ne da! Abra­ham, unser „Vater“ in Chri­stus, dach­te, so wie auch wir heu­te, da müss­ten doch noch viel mehr Gerech­te sein. Aber es waren kei­ne da!
      Oft den­ke ich dar­über nach, war­um Gott sich durch die Gebe­te derer, die sich für „wah­re“ Katho­li­ken hal­ten, offen­bar nicht bewe­gen ließ, uns zu ret­ten. Jeden­falls bis jetzt nicht… Ich weiß es in mei­nem Her­zen: weil es ist wie damals in Sodom.

      Was heißt das?
      Es heißt, dass wir alle auf­ge­ru­fen sind, unse­re Klei­der zu zer­rei­ßen und Säcke zu tra­gen, Asche auf unse­re Köp­fe zu streu­en und uns vor Ihm in den Staub zu wer­fen — dem König von Nini­ve hat das damals die gan­ze Stadt geret­tet… also es könn­te bei ech­ter und wahr­haf­ti­ger Buße und ech­tem „Wider­stand“ auch anders gehen…lehrt die Schrift.

      Wir müs­sen der Tat­sa­che ins Auge sehen, dass auch und gera­de der selbst­er­nann­te Tra­di­tio­na­lis­mus „nicht tut, was Gott wol­ge­fällt“, andern­falls müss­ten ande­re Früch­te zu sehen sein. Es geht nicht drum, jeman­den zu ver­un­glimp­fen, son­dern den Tat­sa­chen scho­nungs­los ins Auge zu sehen. Wir jam­mern und suchen Sün­den­böcke, und das hilft gar nichts. Jeder von uns muss sich fra­gen, ob er oder sie wirk­lich alles, alles Ihm gege­ben und Ihm über­las­sen hat.

      • Da stim­me ich voll und ganz zu !
        Buße = glück­se­li­ges Leben oder
        So wird man anders oder
        Das Ende ist nah
        sind Buch­ti­tel von Basi­lea Schlink. Sie ist die Grün­de­rin der evan­ge­li­schen Mari­en­schwe­stern. Bei den Tra­dis habe ich nicht gelernt, was Buße heißt, da fiel mir ein Buch von Mut­ter Basi­lea in die Hand. Ich lern­te wel­che Hin­der­nis­se WIR Men­schen Gott in den Weg legen, unse­re Gebe­te zu erhö­ren! Isai­as 59 Kapi­tel !!! Es ist unser Stolz — unse­re uner­kann­ten und daher unbe­reu­ten Sün­den, die uns dem Macht­be­reich Satans aus­lie­fern.
        Es ist die Ver­pö­nung der Schwä­che — wer rühmt sich heu­te noch mit dem Apo­stel Pau­lus sei­ner Schwach­heit ???!!! Alle wol­len sel­ber groß sein, sich am besten noch sel­ber erlö­sen, … Aber zu sich und sei­nen Feh­lern und Schwä­che zu ste­hen, das Kreuz des eige­nen ich auf sich zu neh­men, das ist doch der ein­zi­ge Weg zu Gott ! Dort erfah­re ich, dass Gott mich liebt, so wie ich bin, dass er mich mit sei­ner Gna­de beschenkt und ich somit immer „bes­ser“ wer­de. Wie­vie­le Chri­sten tun unter dem guten Schein Böses — und mer­ken es nicht ein­mal. Jeder von uns muss sich fra­gen, ob er den anti­christ­li­chen Geist in sich selbst schon ent­deckt hat und mit die­sem zu Jesus gegan­gen ist und um Ver­zei­hung für sich selbst und für die, die man ver­letzt hat, gebe­ten hat. Die­se Bit­te wird immer erhört !!!

    • Medi­zi­nisch gese­hen ist ein aus­blu­ten­der Leib mori­bund und lebt trotz­dem noch. Ein durch­aus rever­si­bler Vor­gang wenn die not­wen­di­gen Maß­nah­men, wie z.B. Trans­fu­si­on von Blut oder Plas­ma ergrif­fen wer­den, wie es unzäh­li­ge Male im medi­zi­ni­schen All­tag vor­kommt.
      Von außen betrach­tet erscheint ein sol­cher Leib dem Tod Preis gege­ben und eine Wie­der­be­le­bung frag­lich und den­noch kommt es wie wun­der­sam zu einem Wie­der­erblü­hen die­ses Lei­bes mit­samt sei­ner unsterb­li­chen See­le.
      Dies auf die Kir­che zu über­tra­gen mag ver­mes­sen sein, jedoch ent­spricht dies mei­nem momen­ta­nen Emp­fin­den.

  8. Die isla­mi­sche Woge der Ver­fol­gung und Tötung von Chri­sten beginnt in Tune­si­en, Mali, Nige­ria, Liby­en, Ägyp­ten, Soma­lia, Sudan, Yemen, Sau­di-Ara­bi­en, Katar, Irak, Afgha­ni­stan, Indi­en, Paki­stan, Ban­gla­desh und Malay­sia. Und da faseln immer noch Mos­lems und christ­li­che Deut­sche von einer „fried­li­chen Reli­gi­on“. Hun­der­te von Kir­chen sind in die­sen Län­dern ent­weiht wor­den und Tau­sen­de Chri­sten getö­tet wor­den. Wol­len wir der Wahr­heit nicht ins Gesicht sehen? Das lai­zi­sti­sche Frank­reich
    nimmt Chri­sten aus dem Irak auf, wir schwei­gen.

  9. @Zeitschnur
    Es gibt kei­nen „selbst­er­nann­ten Tra­di­tio­na­lis­mus.“ Katho­li­ken, die am über­lie­fer­ten Glau­ben fest­hal­ten, für die die „Mes­se aller Zei­ten“ unent­behr­lich ist, wer­den von Pro­gres­si­sten als „Tra­di­tio­na­li­sten“ bezeich­net bzw. dis­kri­mi­niert.
    Ein­zel­ne Bei­spie­le bewei­sen grund­sätz­lich nichts, den­noch nen­ne ich sie hier: Patres der FSSPX haben sich bei mir, als ich neu dazu kam, als „katho­lisch“ vor­ge­stellt.
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat sich nie als „Tra­di­tio­na­list“ bezeich­net. Das Eti­kett wur­de ihm auf­ge­klebt. Weil er dar­auf bestand: Wir hal­ten am über­lie­fer­ten katho­li­schen Glau­ben fest, an der katho­li­schen Tra­di­ti­on. Wie sie ca. 2000 Jah­re bestand. Dar­auf­hin wur­den er und die Prie­ster und Gläu­bi­gen, die ihm folg­ten, als Tra­di­tio­na­li­sten gekenn­zeich­net. Als Rück­stän­di­ge, als Unbe­weg­li­che usw.
    Das trifft übri­gens auch auf Gläu­bi­ge zu, die sich im Umfeld der Petrus­bru­der­schaft bewe­gen oder von biri­tu­el­len Prie­stern. Ich bewe­ge mich auch dort, als Laie bin ich eh kein Mit­glied einer Prie­ster­bru­der­schaft. Ich wur­de schon schief ange­schaut und ange­spro­chen, nur weil ich den Schott der Petrus­bru­der­schaft in der Hand hat­te. Von einer „Kon­zils­kir­chen­non­ne.“

    Was bezwecken Sie mit Ihren stän­dig sich wie­der­ho­len­den Angrif­fen auf die „Tra­di­tio­na­li­sten?“ Kei­ner von uns behaup­tet, wir sei­en die bes­se­ren Katho­li­ken.

    In die­sem Bei­trag hier geht es auch um Aus­sa­gen der hei­li­gen Katha­ri­na von Sie­na. Die deut­lich das Schwei­gen beklagt, sich dage­gen wehrt. Die sich dage­gen wehrt ange­sichts der Kir­che, die sie liebt. Die das Bild­wort ver­wen­det von der Braut Chri­sti, die „erbleicht“ ist.

    Nach Art der Sedis­va­kan­ti­sten machen Sie eine typi­sche Sedis­va­kan­ti­sten­de­bat­te dar­aus, die nicht davon las­sen kön­nen, Theo­rien auf­zu­stel­len, wofür sie gei­stig-geist­lich gar nicht in der Lage sind und auch als Lai­en nicht befugt. Und auf die­je­ni­gen ein­schla­gen, die der Tra­di­ti­on der Kir­che treu blei­ben, aber mit dem Sedis­va­kan­tis­mus nichts zu tun haben.

    Kei­ner von uns ist weder gei­stig-geist­lich fähig noch befugt, eine gan­ze Epo­che der Kir­chen­ge­schich­te zu beur­tei­len und gei­stig ein­zu­ord­nen.

    Wir kön­nen fest­stel­len, dass wir uns in einer sehr schwe­ren, bedroh­li­chen Kir­chen­kri­se befin­den. Wenn wir vom über­lie­fer­ten katho­li­schen Glau­ben aus­ge­hen. Viel­leicht ist es die schwer­ste Kri­se seit Bestehen der Kir­che. Viel­leicht. Mehr kann man glaub­wür­dig nicht sagen.

    Sie behaup­ten, nie­mand habe aus­rei­chend Wider­stand gelei­stet, es wären nicht mal 10 Gerech­te da, die Wider­stand gelei­stet hät­ten.

    Wie rea­li­täts­blind sind Sie eigent­lich?

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat Wider­stand gelei­stet und mit ihm Prie­ster und Gläu­bi­ge, deren Zahl etwas mehr als 10 ist, kann ich nur sar­ka­stisch sagen.

    Ich weiß, sie leh­nen ihn ab. Dass ist Ihr Recht, ihn zu ver­eh­ren kann nie­mand von Ihnen ver­lan­gen. Wohl aber, dass Sie bei der Wahr­heit blei­ben. Sind Sie und Ihre Sedis­va­kan­ti­sten­freun­de jemals so beschimpft, bekämpft, ver­leum­det wor­den? Wie der Erz­bi­schof und die FSSPX?

  10. Sie sit­zen vorm PC, Sie sind Künst­le­rin. Hat Ihnen schon mal jemand ein Haar gekrümmt wegen Ihres Ein­sat­zes für den katho­li­schen Glau­ben? Ich mei­ne nicht in Debat­ten, son­dern ein­fach so, nur weil Sie einer bestimm­ten Grup­pie­rung ange­hö­ren.

    Hät­te Erz­bi­schof Lef­eb­v­re den Vati­kan stür­men sol­len? Was konn­te der Phi­lo­soph Diet­rich von Hil­de­brand tun , der in sei­nen letz­ten Lebens­jah­ren um die Kir­che wein­te wie ein Kind am Bett sei­ner ster­ben­den Mut­ter. Er hat mit sei­nen Büchern gekämpft für den wah­ren Glau­ben, für die Kir­che Jesu Chri­sti. Eine ande­re Waf­fe hat­te er nicht.

    Was hät­te Roma­no Guar­di­ni tun kön­nen. Er woll­te eine Lit­ur­gie­re­form, aus gesund­heit­li­chen Grün­den konn­te er nicht mehr mit­ar­bei­ten. 1968 ist er gestor­ben. Nach der Aus­sa­ge sei­ner Haus­häl­te­rin hat er die letz­ten bei­den Lebens­jah­re nur noch schwer gelit­ten. Er war wie zer­stört. Unbe­kann­ten Prie­stern ist das Herz gebro­chen vor Schmerz und Kum­mer. Gläu­bi­ge haben geweint, als die Altä­re umge­dreht wur­den: „Kon­zils­ki­ste“, „Mon­ti­ni-Tisch­chen“, so haben sich Katho­li­ken sar­ka­stisch gewehrt. Im Mün­ster­land lei­ste­ten Katho­li­ken Wider­stand: „Die kön­nen in Rom machen, was sie wol­len, wir blei­ben katho­lisch!“

    Was hät­ten sie tun sol­len? Nach Rom ein­mar­schie­ren, den Vati­kan beset­zen?

    Sie haben nicht das gering­ste Recht, all die Kämp­fen­den, Lei­den­den, so zu dis­kri­mi­nie­ren, indem Sie die Behaup­tung auf­stel­len, nicht mal 10 Gerech­te hät­ten sich gefun­den.

    Mit Ver­laub, auf den blü­hen­den Unsinn wäre ich nicht ein­ge­gan­gen, hät­te ich nicht Zeit geop­fert. Nur gibt es hier auch jun­ge Leser und Lese­rin­nen, die sich die Zeit damals nicht vor­stel­len kön­nen und Ihnen womög­lich noch glau­ben.

    Und kom­men Sie mir bit­te nicht damit, ich hät­te es mit mei­ner Kri­tik­sucht auf Sie abge­se­hen. Es geht um Ihren Kom­men­tar, der unzäh­li­ge Katho­li­ken belei­digt, gera­de auch Ver­stor­be­ne.

    • Ich den­ke dass Frau Zeit­schnur in vie­lem Recht hat.
      Aber dann auch wie­der übers Ziel hin­aus­schießt.
      Rich­tig ist, dass Gläu­bi­ge schon immer ihr Kreuz zu tra­gen hat­ten, auch in fröm­me­ren Zei­ten. Ida Fre­de­ri­ke Gör­res hat das in ihrer Eli­sa­beth von THü­ri­gen Bio­gra­fie mei­ster­haft her­aus­ge­ar­bei­tet, dass Eli­sa­beth so gelit­ten hat, weil sie in einer anun­für­sich from­men Zeit unter anund­für­sich from­men Leu­ten fromm gewe­sen ist.
      Es ist vor dem Kon­zil viel schief­ge­lau­fen und danach noch mehr!
      Dan­ke @ zeit­los für den Hin­weis auf Roma­no Guar­di­ni, der doch so gefei­ert wor­den war, und sich so gemüht hat­te und nun sehen muss­te, wie man angeb­lich im Auf­grei­fen des­sen, was die lit­ur­gi­sche Bewe­gung gewollt hat, genau das Gegen­teil vorran­trieb.
      Wenn man von außen guckt sind vie­le der „Tra­dis“ schon komi­sche Men­schen, aber man muss auch sehen, dass jahr­zehn­te­lan­ges Beschimp­fen gera­de sen­si­blen Men­schen nicht in den Klei­dern stecken bleibt.

      Es bleibt aber immer das Haupt­ar­gu­ment „war­um war plötz­lich ver­kehrt und gefähr­lich, was vor­her jahr­hun­der­te­lang gut und rich­tig war?“ War­um wur­den Gebets­for­men die vor­her gelobt und geför­dert wur­den, fast ein Jahr­tau­send lang vie­len Trost und Zuver­sicht gege­ben hat­ten, wie das Sal­ve Regi­na, ver­femt als sei es ein ganz übler Text?

      Ich den­ke ganz ein­fach, die Form unter der sich der inner­kirch­li­che Angriff voll­zieht ist neu, aber der Angriff ist nicht beson­ders neu, das ist die alte Schlan­ge die sich immer so super­in­tel­li­gent vor­kommt.

    • Frau Zeit­los,

      das ist mir zuviel Text und immer das­sel­be — las­sen Sie es gut sein, das tu ich mir nicht mehr an. Ich lese vom Schluss her — nee! Sie mei­nen, Sie sei­en beru­fen, jun­ge Leu­te vor mir zu schüt­zen? Und Sie haben — stein­alt wie es klingt — gelit­ten und geop­fert und die böse blut­jun­ge Zeit­schnur sitzt in beque­men Ses­seln und weiß nicht, was Not ist? Neu­lich hab ich end­lich auch bei ein grau­es Haar ent­deckt. Häm. Haben Sie zu Hau­se ne Kri­stall­ku­gel oder wie?

      Das hat Komik — zuge­ge­ben!

      Auch jun­ge Leu­te kön­nen zum Glück selbst den­ken, kön­nen mei­ne Postings als Anre­gung (mehr will ich nicht!), Ihre als auto­ri­tä­ren geist­li­chen Mater­na­lis­mus auf­fas­sen. Was geht es uns an?
      Las­sen wir doch ande­re sel­ber ent­schei­den, was sie den­ken wol­len. Sie sind nicht der ein­zi­ge Zeu­ge. hach, ich ken­ne da so vie­le ande­re, die sicher noch etwas älter sind und — Häm.
      Ja, das ist eben das, was ich mei­ne mit „selbst­er­nannt“.
      Jeder darf den­ken, jeder darf sich äußern — zeit­los ist der Kon­trol­leur und hält sich zum Lehr­amt und Blut­zeu­gen beru­fen.
      Nun denn — das wird man eines Tages auf­recht­hal­ten müs­sen.
      Ich emp­feh­le Ihnen ein­fa­ches Posten ohne die­se Groß­manns­ge­bär­de.
      Mer­ke: auch zeit­los sitzt nur vorm PC…

      • Bit­te Frau Zeit­schnur:
        alles was ihr von ande­ren erwar­tet, dass tut auch ihnen, dar­an hängt das gan­ze Gesetz und die Pro­phe­ten.

        Ich frag­te es schon ein­mal, „war­um gehen Sie auf jeden los, der es wagt Sie zu hin­ter­fra­gen? War­um sind Sie nicht in der Lage zu sehen, dass zeit­los‘ Postings die Ihren ergän­zen?“

        Jeder der hier schreibt schreibt selbst­er­nannt, was denn auch sonst?
        Jeder der hier schreibt, ver­sucht, wegen des Zusam­men­bruchs, des aktu­el­len Lehr­am­tes, (was natür­lich eine Vor­ge­schich­te hat) dem über­zeit­li­chen Lehr­amt treu zu sein.

        Ich sehe nicht wo @ zeit­los sich zum Kon­trol­leur macht, ich fin­de Sie/Er beschreibt vie­les sehr gut und rich­tig.

        Nie­mand hier behaup­tet die Unfehl­bar­keit für sei­ne Ansich­ten ver­lei­hen bekom­men zu haben, alle sind wir „Wie Scha­fe ohne Hir­ten“.

  11. @ zeit­los: Ihre Ana­ly­se trifft zu- es ist vie­len Katho­li­ken das Herz gebro­chen wor­den. Und auch heu­te lei­den vie­le unsäg­lich an den Zustän­den. Das sind kei­ne aus­ge­spro­che­nen Tra­di­tio­na­li­sten- auch kei­ne Besu­cher der alten Mes­se- aber ein­fach treue und gläu­bi­ge Men­schen. Ich muß lei­der etwas vor­sich­tig sein, des­halb kann ich es nur ganz all­ge­mein schil­dern: Gestern an Maria Köni­gin hielt hier im Land­kreis ein gläu­bi­ger Prie­ster eine ganz nor­ma­le novus ordo Mes­se. Kei­ne Vor­abend­mes­se, son­dern die nor­ma­le Werk­tags­mes­se in einer klei­nen Wall­fahrts­kir­che. Die­ser Prie­ster hat den äußerst üblen Ruf, die Mes­se immer nach Mess­buch zu lesen, Sou­ta­ne zu tra­gen, die Ver­sik­el beglei­ten zu las­sen, die alten Kir­chen­lie­der sin­gen zu las­sen. Nichts von Mär­ty­rer oder Beken­ner, aber halt Weih­rauch und Glocken und vie­le Knie­beu­gen- alles mög­lich im novus ordo. Auch ich bin da, obwohl 15 km ent­fernt, zur Mes­se gegan­gen. Sage und schrei­be eine hal­be Stun­de vor­her war alles rest­los über­füllt. Ich bekam nicht mal mehr einen Park­platz. Sovie­le Jugend­li­che sehe ich in mei­ner Pfar­rei das gan­ze Jahr nicht. Danach kam ich mit eini­gen Leu­ten ins Gespräch. Und es bestä­tigt sich wie­der ein­mal das, was ich schon häu­fig hör­te: Die­ser Prie­ster sei authen­tisch, per­sön­lich fromm und gestal­te die Mes­se „sehr fei­er­lich“. (Er trägt natür­lich Spit­zen und barocke Para­men­te) Das sind eigent­lich alles nur Geschmacks­sa­chen- aber sie zie­hen die Leu­te an oder sto­ßen sie ab. Nur wer sehr genau auf­passt (das tut fast kei­ner), kann Inter­es­san­tes bemer­ken: Immer das Schuld­be­kennt­nis, Ver­ge­bungs­bit­te mit Kreuz­zei­chen, Glo­ria immer latei­nisch ange­stimmt und vom Prie­ster still zu Ende gebe­tet, immer das „Ora­te fra­tres“, immer 4 Knie­beu­gen bei der Hei­li­gen Wand­lung, sowie 2 vor und nach dem „Per ipsum“. Wet­ter­se­gen immer mit Kreuz­par­ti­kel, mit dem der Prie­ster die Rei­hen durch­schrei­tet und seg­net. Nach einer- völ­lig unauf­ge­reg­ten- Pre­digt erläu­ter­te der Prie­ster die For­men des Kom­mu­nion­emp­fan­ges und führ­te gestern fol­gen­des ein. An einer eigens auf­ge­stell­ten Knie­bank vor dem lin­ken Sei­ten­al­tar kann ab sofort die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on knie­end emp­fan­gen wer­den. Das ist alles abso­lut moder­ni­stisch und trotz­dem feie­re ich die Hei­li­ge Mes­se dort sehr gern mit, weil vie­le spü­ren, dass es hier echt ist. PS. In die­ser nor­ma­len Werk­tags­mes­se waren cir­ca 300 Men­schen anwe­send. Lan­ge wer­den die obe­ren Her­ren wohl nicht mehr zuschau­en.

    • Ja, Mar­cel­lus, im N.O. kann eben jeder machen, was er will: weg­las­sen, hin­zu­fü­gen. Die einen in Sack­al­ben, die ande­ren in Spit­ze und „Bass­gei­ge“.

      Besag­ter Prie­ster wür­de bes­ser kon­se­quent im über­lie­fer­ten Ritus zele­brie­ren, statt einen Misch­masch nach per­sön­li­chem Fröm­mig­keits­ver­ständ­nis anzu­stel­len.

    • @ Mar­cel­lus,
      Sie schrei­ben, dass Sie „lei­der etwas vor­sich­tig sein“ müs­sen.
      Es ist des Prie­sters wegen, wie ich ver­mu­te.
      Und Sie befürch­ten: „Lan­ge wer­den die obe­ren Her­ren wohl nicht mehr zuschau­en.“
      Der über­aus libe­ra­le Prie­ster einer Nach­bar­ge­mein­de in unse­rer SE, der manch­mal unse­ren Orts­pfar­rer ver­trat, pries stets die „Viel­falt“ der katho­li­schen Kir­che.
      Doch ich hat­te immer den Ein­druck, er mei­ne mit Viel­falt eher, dass glau­bens­treue Katho­li­ken gar kei­ne ande­re Wahl haben, als sehr viel Geduld und Tole­ranz auf­brin­gen zu müs­sen für die Art von Kir­che, wie er sie sich vor­stell­te.
      Ob sich die von ihm hoch­ge­lob­te Viel­falt auch auf hl. Mes­sen wie die von Ihnen geschil­der­te aus­streckt, wür­de ich ihn jetzt mal ger­ne fra­gen.
      Doch seit Juni ist er in „wohl­ver­dien­tem“ Ruhe­stand und nicht mehr hier.
      Ich kann nicht behaup­ten, dass ich dar­über unglück­lich bin.
      Sei­ne Pre­dig­ten waren oft genug all­zu schmerz­haft libe­ral bzw. „viel­fäl­tig“.

      „Lan­ge wer­den die obe­ren Her­ren wohl nicht mehr zuschau­en.“
      Ich hof­fe mit Ihnen, dass Ihre Befürch­tung nicht Wirk­lich­keit wird.

      • Irgend­wann ein­mal gehen die obe­ren Her­ren auf dem Zahn­fleisch, ein­fach weil kei­ner mehr da ist, der den Laden am Lau­fen hält, dann wird es sich ent­schei­den, ob sie eines mea cul­pa fähig sind, oder lie­ber die Kir­che unter­ge­hen las­sen.
        Wobei sie sich nicht ein­zu­bil­den brau­chen, das sie dem Unter­gang ent­kom­men könn­ten.
        IN ein paar Jah­ren herrscht näm­lich, wenn kei­ne Umkehr erfolgt, so eine gäh­nen­de Lee­re in den Got­tes­dien­sten (dem Kern­ge­schäft) dass man die­se auch nicht mehr mit noch so tol­len Seel­sor­ge­ein­heits­kon­struk­tio­nene ver­ber­gen kann.

  12. A. Soc­ci ver­tei­digt sich. Er erin­nert an das illoya­le Beneh­men von K. Ber­go­glio gegen­über Papst Bene­dikt der nach sei­ner Anspra­che in Regens­burg vor acht Jah­ren unter mas­si­ven Beschuß geriet und sogar mit Mord bedroht wur­de.
    Über die Isla­mo­phi­lie von Ber­go­glio kann auf eng­lisch rora­te coeli nach­ge­le­sen wer­den.

    Eine offen­kun­di­ge­re Iloya­li­tät eines Kar­di­nals gegen­über sei­nem bedroh­ten Papst gegen­über gibt es sonst wohl nur in schlech­ten Roma­nen.

    Unvor­stell­bar, daß ein sol­cher Mann im Kon­kla­ve zum Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti gewählt wer­den könn­te.
    Ein Judas Iska­ri­ot als Simon Petrus?

  13. Lei­der ist auch die Exhor­ta­tio „Evan­ge­lii Gau­di­um“ in sei­ner Weit­schwei­fig­keit und Ober­fläch­lich­keit alles ande­re als hilf­reich.

    Beim The­ma Islam ist sie auch offen falsch.

    Wenn sich die kirch­li­che Leh­re nicht an der Wirk­lich­keit des Islam, wie er nun ein­mal ist (und zwar durch­aus zwei­deu­tig), ori­en­tiert, wird man sol­chen Tra­gö­di­en wie der jet­zi­gen auch nicht ein­mal ansatz­wei­se adäquat begeg­nen kön­nen.

    Inso­fern wäre eine Revi­si­on des fata­len „Nostra aeta­te“ höchst an der Zeit!
    Subi­to!

  14. Von die­sem Papst etwas erwar­ten ? Was für eine Fra­ge ! Muss man dar­auf noch die ant­wort aus­spre­chen…

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