Privilegien für Papst-Freunde – Bischofsrequiem für evangelikalen „Bischof“ Tony Palmer?

Wurde evangelikal-keltisch-anglikanischer "Bischof" Tony Palmer wie ein katholischer Bischof begraben?
Wur­de evan­ge­li­kal-kel­tisch-angli­ka­ni­scher „Bischof“ Tony Pal­mer wie ein katho­li­scher Bischof begra­ben?

(Lon­don) Tony Pal­mer, der evan­ge­li­kal-kel­tisch-angli­ka­ni­sche Bischof und Freund von Papst Fran­zis­kus starb am ver­gan­ge­nen 20. Juli an den Fol­gen eines Motor­rad­un­falls. Wur­de Pal­mer wegen sei­ner Freund­schaft mit Papst Fran­zis­kus obwohl nicht katho­lisch wie ein katho­li­scher Bischof begra­ben?

Wie erst jetzt bekannt wur­de, erkun­dig­te sich Papst Fran­zis­kus mehr­fach tele­fo­nisch im Kran­ken­haus in Groß­bri­tan­ni­en, in das Pal­mer ein­ge­lie­fert wor­den war, nach dem Befin­den sei­nes Freun­des. Pal­mer war im evan­ge­li­ka­len Umfeld zum Bischof gemacht wor­den, war aber von der Angli­ka­ni­schen Welt­ge­mein­schaft aner­kannt. Pal­mer war auf evan­ge­li­ka­ler und pfingst­le­ri­scher Sei­te maß­geb­li­cher Archi­tekt einer seit Jah­res­be­ginn statt­fin­den­den „Annä­he­rung“ zwi­schen Papst Fran­zis­kus und füh­ren­den Ver­tre­tern die­ser christ­li­chen Strö­mun­gen.

Getrennte Christenheit wie „Apartheidsystem“ Südafrikas

Pal­mer, in Groß­bri­tan­ni­en gebo­ren, aber in Süd­afri­ka auf­ge­wach­sen, arbei­te­te meh­re­re Jah­re für den texa­ni­schen Fern­seh­pre­di­ger Ken­neth Cope­land im süd­li­chen Afri­ka. Pal­mer war mit einer Ita­lie­ne­rin ver­hei­ra­tet. Die bei­den Kin­der des Ehe­paars wur­den katho­lisch erzo­gen. Sei­ne Frau war, als sie sich ken­nen­lern­ten, eine nicht prak­ti­zie­ren­de Katho­li­kin. Daß sie spä­ter ihren katho­li­schen Glau­ben wie­der­fand, mag ein Grund für die Annä­he­rung an die Katho­li­sche Kir­che gewe­sen sein. Dazu gehör­te auch, daß er mit sei­ner Frau in Ita­li­en die Cha­ris­ma­ti­sche Erneue­rung in der Katho­li­schen Kir­che ken­nen­lern­te, die pfingst­le­ri­sche und evan­ge­li­ka­le Ele­men­te ent­hält.

Der Bos­ton Glo­be berich­tet, daß Pal­mer und Ber­go­glio vor der Papst­wahl inten­siv über die getrenn­ten Chri­sten gespro­chen und dabei den Ver­gleich mit dem Apart­heids­sy­stem in Süd­afri­ka bemüht hät­ten.

Nach Papst-Intervention wie katholischer Bischof begraben?

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch wur­de für Tony Pal­mer ein katho­li­sches Requi­em in der katho­li­schen St. John-Kir­che von Bath zele­briert. Pal­mer wur­de auf dem katho­li­schen Fried­hof in Bath in Groß­bri­tan­ni­en bei­gesetzt. Papst Fran­zis­kus über­mit­tel­te eigens eine Bot­schaft, die von Pal­mers Wit­we ver­le­sen wur­de. „Vie­le Male haben wir gemein­sam im sel­ben Geist gebe­tet“, hieß es dar­in ver­bun­den mit gro­ßem Lob des Pap­stes für Tony Pal­mers Wir­ken für die Ein­heit der Chri­sten. „Wir waren gro­ße Freun­de“, so Papst Fran­zis­kus. Es sei ein Ver­hält­nis wie „Vater und Sohn“ gewe­sen. Die Bot­schaft ver­mit­tel­te, laut Bos­ton Glo­be, den Ein­druck, Papst Fran­zis­kus wol­le fort­set­zen, was Tony Pal­mer bezüg­lich der Ein­heit der Chri­sten begon­nen habe.

Wie Gloria.tv berich­te­te, sei Pal­mer nicht nur katho­lisch, son­dern wie ein katho­li­scher Bischof beer­digt wur­de. Der zustän­di­ge eng­li­sche Orts­bi­schof, Msgr. Declan Lang von Clif­ton hat­te die Son­der­er­laub­nis erteilt, Pal­mer, obwohl nicht Katho­lik, katho­lisch zu bestat­ten, wie es Wunsch der katho­li­schen Ehe­frau und der katho­li­schen Kin­der war. Aller­dings soll­te Pal­mer wie ein Laie und nicht als „Bischof“ begra­ben wer­den. Dar­auf­hin habe sich Papst Fran­zis­kus ein­ge­schal­tet und ange­ord­net, daß Tony Pal­mer mit dem für einen Bischof vor­ge­se­he­nen Requi­em bei­gesetzt wer­den sol­le. Öku­me­ne oder eine Son­der­form von objek­tiv unan­ge­mes­se­nen Spe­zi­al­pri­vi­le­gi­en für Papst-Freun­de?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: CEEC

38 Kommentare

  1. Das Gan­ze ist noch dol­ler als oben beschrie­ben. „Bischof“ Pal­mer war es laut Bos­ton Glo­be leid immer „an der Gren­ze zu leben“ und woll­te kon­ver­tie­ren, um auch die hl. Kom­mu­ni­on wie sei­ne katho­li­sche Fami­lie emp­fan­gen zu kön­ne. Kar­di­nal Ber­go­glio riet ihm davon ab!! Denn man brau­che „Brücken­bil­der“, hät­te der Kar­di­nal gesagt.
    http://www.harvestingthefruit.com/did-cardinal-bergoglio-tell-tony-palmer-not-to-convert/

    Zu Leb­zei­ten wur­de Herrn Pal­mer abge­ra­ten (!!) in die katho­li­sche Kir­che ein­zu­tre­ten und im Tod gehan­delt man ihn, einen Lai­en, mit null und nich­ti­gen „Bischofs„weihen wie einen katho­li­schen Bischof. Absur­der geht es kaum noch.

    Etli­che Post über das Ver­hält­nis des aktu­el­len Pap­stes zu Tony Pal­mer und ande­ren Evan­ge­li­ka­len gibt es auf die­sem Blog:
    http://callmejorgebergoglio.blogspot.de/

  2. Eine bischöf­li­che Beer­di­gung für einen Nicht-Katho­li­ken geht natür­lich gar nicht.

    Was soll „kel­tisch-angli­ka­nisch“ sein? Angli­ka­ni­sche Gemein­schaft ist geläu­fig, aber im reli­giö­sen Kon­text nicht die Zusam­men­set­zung „kel­tisch-angli­ka­nisch“.

  3. Das Petrus­amt als Selbst­be­die­nungs­la­den für belie­bi­ge per­sön­li­che Inter­es­sen. Ber­go­glio setzt neue Maß­stä­be und sie jubeln und jubeln und jubeln und jubeln .…..

  4. Jemand, der viel­leicht wirk­lich katho­lisch wer­den woll­te, nach katho­li­schem Ritus zu beer­di­gen, kann ich viel­leicht noch nach­voll­zie­hen.
    Aber eine Bestat­tung katho­lisch-bischöf­li­cher Art sieht nicht nach Beschei­den­heit aus, son­dern nach Bevor­zu­gung und mutet doch recht selt­sam an.
    Wohl jenen, die mit Papst Fran­zis­kus befreun­det sind — im Leben und im Tod.

  5. Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, der außer der Kar­di­nal­s­wür­de alles erreich­te, was ein katho­li­scher Bischof errei­chen kann, wenn er nicht Papst wird, der nicht ein Dog­ma leug­ne­te, nur dass das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil das „Super­dog­ma“ ist, das nicht mehr kri­ti­siert wer­den darf, wur­de exkom­mu­ni­ziert begra­ben. Er wur­de nie reha­bi­li­tiert. Er wei­ger­te sich, die Mes­se Paul VI. zu zele­brie­ren, bzw. die von ihm geweih­ten Prie­ster zele­brie­ren zu las­sen. Er hielt am über­lie­fer­ten römi­schen Ritus fest.
    Das macht ihn zur „Unper­son“.

    Einen nicht katho­li­schen Chri­sten als Bischof zu begra­ben, das bedeu­tet nichts ande­res, als eine Ein­heit zwi­schen der katho­li­schen Kir­che und den pro­te­stan­ti­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten her­zu­stel­len.

    Herr Ber­go­glio macht es äußerst per­fi­de und geschickt: Er han­delt, er lässt Taten spre­chen. In dem siche­ren Wis­sen, dass die Pra­xis sich auf die Glau­bens­leh­re aus­wirkt, sie letzt­lich zer­stört.

    Sie ist schon auf­ge­weicht genug. Wer nicht wahr­ha­ben will, dass Ber­go­glio die Kir­che zer­stört, der steckt den Kopf in den Sand. Und damit mei­ne ich aus­drück­lich die klei­ne Min­der­heit der Katho­li­ken, denen unse­re Kir­che noch etwas bedeu­tet. Die mei­sten, wenig­stens in Deutsch­land, wis­sen ab dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil mit sei­nem Öku­me­nis­mus sowie­so nicht mehr, dass zwi­schen der katho­li­schen Kir­che und den übri­gen Kon­fes­sio­nen bedeu­ten­de Unter­schie­de bestehen, die nicht zu über­win­den sind. Nie­mals.

    Die „Rück­kehr­ö­ku­me­ne“, an der Pius XII. noch eisern fest­hielt, ist in der Kon­zils­kir­che obso­let. Machen wir uns nichts vor: Sie war es auch für Kar­di­nal Ratz­in­ger — Papst Bene­dikt XVI. Er hat sie defi­ni­tiv abge­lehnt, auch wenn er jetzt die Zeit nicht für reif hielt, für die Gegen­wart und die nahe Zukunft eine Ver­ei­ni­gung mit den Pro­te­stan­ten strikt aus­schloss.

    Das unter­schei­det ihn und auch Johan­nes Paul II. von Herrn Ber­go­glio.
    Doch der Unter­schied ist akzi­den­tell, nicht wesent­lich. Das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil wird die katho­li­sche Kir­che zu einer Art Rumpf­kir­che machen. Die aus lose zusam­men­hän­gen­den Teil­kir­chen besteht. Wenn nicht ein Wun­der geschieht.
    Die Rumpf­kir­che müs­sen dann die Gläu­bi­gen bil­den, die dem katho­li­schen Glau­ben voll­um­fäng­lich anhan­gen. Wie die­se Spal­tung ver­hin­dert wer­den kann, erschließt sich mir nicht. Denn alles läuft auf die­se Ent­wick­lung zu.

    • „Er han­delt, er lässt Taten spre­chen. In dem siche­ren Wis­sen, dass die Pra­xis sich auf die Glau­bens­leh­re aus­wirkt, sie letzt­lich zer­stört.“
      Das ist halt mar­xi­sti­scher Mate­ria­lis­mus und Ber­go­gli­os Gegen­theo­lo­gie. Wer glaubt, daß die Mate­rie den Geist prägt, der han­delt so. Der Geist jedoch prägt die Mate­rie, wes­halb wir ja auch Theo-Logie betrei­ben. Wir aner­ken­nen Gott und zie­hen die dar­aus logi­schen Schlüs­se. (Das ist nicht alles, trifft hier halt das, wor­um es hier geht.) Aus dem Han­deln das Got­tes­bild zu ändern, ist das genaue Gegen­teil davon. Wer weiß (im Sin­ne von vor­aus­setzt), daß es einen Gott gibt — und nicht nur (sicher wirk­mäch­ti­ge) Got­tes­bil­der — wird nicht so ver­fah­ren.

      Daß, wie im Bei­trag von Mar­ti­na oben aus­ge­führt, Ber­go­glio Pal­mer vom Kon­ver­tie­ren in die Eine, Hei­li­ge und Katho­li­sche Kir­che abhielt, das paßt da hin als eben (kirchen)politisches Kal­kül: Nicht die Ret­tung der See­le, son­dern mate­ri­el­le, irdi­sche Wirk­mäch­tig­keit sind Ber­go­gli­os Motiv. Und dies ist kei­ne Spe­ku­la­ti­on von mir, denn aus­drück­lich ist es ihm wich­tig, einen „Brücken­bil­der“ zu haben und Ber­go­glio läßt das gei­sti­ge sakra­men­ta­le Heils­ge­sche­hen dem­ge­gen­über zurück­tre­ten.

      Die­ser Mann ist fas­zi­nie­rend in sei­ner Strin­genz. Und es ist mir unvor­stell­bar, daß dies vor sei­ner „Beam­tung“ nicht schon erkenn­bar war. Sei­ne Bekeh­rung zu Leb­zei­ten wäre ein Wun­der. Ich rech­ne nicht damit: Fran­zis­kus arbei­tet mit sehr gro­ßem Eifer sei­ne Agen­da ab. Ver­trau­en wir mit Chri­stus, daß geschieht, was gesche­hen muß.

  6. Popu­li­sti­sche Selbst­herr­lich­keit und eigen­mäch­ti­ge Effekt­ha­sche­rei

    In der FAZ-online fand sich eine sehr auf­schluss­rei­che Bespre­chung einer Fran­zis­kus­bio­gra­phie von Paul Val­le­ly (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/mutmassungen-ueber-pater-bergoglio-zwei-buecher-ueber-papst-franziskus-waehrend-der-militaerdiktatur-13088222.html).
    Dar­in heißt es: „Ber­go­glio hat sich nach Val­le­lys Dar­stel­lung von einem auto­ri­tä­ren, kon­ser­va­ti­ven katho­li­schen Prie­ster, der die Befrei­ungs­theo­lo­gie ent­schie­den ablehn­te, gleich­wohl die Für­sor­ge für Arme grund­sätz­lich nicht in Fra­ge stell­te, erst recht spät zu jener welt­of­fe­nen, fast jovia­len, Rand­grup­pen der Gesell­schaft wie auch ande­ren Reli­gio­nen zuge­wand­ten Figur ent­wickelt. Selbst als er 1992 Weih­bi­schof von Bue­nos Aires wur­de, hat­te er noch an sei­nem herrsch­süch­ti­gen Geba­ren fest­ge­hal­ten. (…) Val­le­ly lässt kei­nen Zwei­fel dar­an, dass Ber­go­glio auch als Fran­zis­kus trotz sei­ner alters­mil­den Atti­tü­de und sei­nes volks­zu­ge­wand­ten, unkon­ven­tio­nel­len Ver­hal­tens ein macht­be­wuss­ter Kir­chen­mann geblie­ben ist.“
    Popu­li­sti­sche Selbst­herr­lich­keit und eigen­mäch­ti­ge Effekt­ha­sche­rei sind, glau­be ich, eine der ganz wesent­li­chen Eigen­schaf­ten Ber­go­gli­os. Und ein völ­lig Unver­ständ­nis des­sen, was dog­ma­tisch zuläs­sig ist und was nicht. Sofern es nur popu­lär wirkt, setzt er sich über alles hin­weg.

    • Seins­heim: Besten Dank für den FAZ-Link!

      Aus einem der dor­ti­gen Leser­bei­trä­ge habe ich zudem gelernt, dass sich „jovi­al“ von Jupi­ter her­lei­tet — sehr inter­es­sant und eine m.E. prä­zi­se, das Demuts­geh­a­be ent­blät­tern­de Beschrei­bung!

      • Ja, lie­ber Car­lo, unter Ber­go­glio gilt: Quod licet IOVI non licet bovi (Frei über­setzt: Der „iovia­le“ Papst darf alles, die Her­de der Gläu­bi­gen aber nicht).

  7. Ja, war­um eigent­lich nicht? Man kann alles so lan­ge dre­hen und wen­den, bis es irgend­wie passt.
    Eigent­lich kann ein Nicht­ka­tho­lik nicht katho­lisch beer­digt wer­den. Ich habe aber schon mehr­fach erlebt, dass das gemacht wur­de — der Bischof muss eben erlau­ben. Im Fal­le Pal­mers mag man ein gewis­ses Ver­ständ­nis dafür auf­brin­gen, so wie die Lage aus­sieht — denn er woll­te eigent­lich Mit­glied der Kir­che wer­den udn wur­de abge­wie­sen. Welch ein Irr­sinn! Wozu denn dann eine katho­li­sche Beer­di­gung? Baut er im Tod kei­ne Brücken mehr?
    Eigent­lich alles zynisch. Es schüt­telt mich rich­tig. Ich habe inzwi­schen schon öfters gehört, dass kon­ver­si­ons­wil­li­ge Pro­te­stan­ten abge­wi­sen wer­den!
    Dass aber ein Bischofs­re­qui­em durch­ge­führt wur­de nach dem Wil­len Ber­go­gli­os sagt uns, dass Ber­go­glio die Dif­fen­renz zwi­schen den Kon­fes­sio­nen nicht für wich­tig erach­tet.
    Die Fra­ge ist, wann er einen Juden oder Mus­lim als Katho­li­ken beer­di­gen würde.….oder viel­leicht umge­kehrt, wenn gera­de kein Prie­ster zur Stel­le, unbe­se­hen zur ritu­el­len jüdi­schen oder mus­li­mi­schen Beer­di­gung rie­te?
    Das ist ein Kaba­ret­tist, die­ser Ber­go­glio, aber ein schlech­ter und geist­lo­ser. Papst ist er jeden­falls nie­mals!

    • Solan­ge man gül­tig getauft ist, die Leh­re der Kir­che für sich annimmt und nicht ohne Reue in der Beu­ge­stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on befind­lich ist, kann man sich jeder­zeit der Kir­che anschlie­ßen. Pro­ble­ma­tisch sind nur ver­hei­ra­te­te Wür­den­trä­ger ande­rer Kon­fes­sio­nen, die als Prie­ster tätig sein wol­len, aber selbst für die­se Aus­nah­me­fäl­le gibt es mitt­ler­wei­le Pro­ze­du­ren, um eine für bei­de Sei­ten zufrie­den­stel­len­de Lösung zu fin­den. Die Ver­wei­ge­rung einer Kon­ver­si­on kann ich mir nur vor­stel­len, wenn jemand beharr­lich an kir­chen­frem­den Son­der­leh­ren fest­hal­ten will.

      • Ach @ Chlod­wig! Sie argu­men­tie­ren so wie die­se Leu­te, die damals sag­ten: „Chri­sten­ver­fol­gung in der UdSSR? Kann es nicht geben, schließ­lich garan­tiert die Ver­fas­sung Reli­gi­ons­frei­heit. Da müs­sen die Chri­sten schon was aus­ge­fres­sen haben.“

        So etwas läuft doch nicht auf der recht­li­chen Eebe­ne ab, son­dern auf der rein irra­tio­na­len: der Prie­ster, an den sich der Kon­ver­tit wen­det, ist immer weg, wenn er kommt, ver­schleppt das Ver­fah­ren, ver­sucht, ihn zu über­zeu­gen (wie oben gesche­hen bei Pal­mer, da haben Sie doch ein Bei­spiel!), dass er um der Öku­me­ne wil­len doch in sei­ner Kir­che ble­ben sol­le etc. etc.

        Sie kön­nen mir nichts erzäh­len, weil ich die­se Din­ge haut­nah bezeu­gen kann. Sie kön­nen nicht aus theo­re­ti­schen Grün­den bestrei­ten, was prak­tisch geschieht — haben Sie schon ver­ges­sen, dass die­se Wür­den­trä­ger längst in jeder Hin­sicht machen, was sie wol­len?

    • Sehr geehr­te Frau Jüng­ling, wie wäre es, wenn Sie sich mal mit­ten in der Som­mer­zeit eini­ge Wochen Inter­net­fa­sten und Gewis­sens­er­for­schung auf­er­le­gen wür­den? Sie machen sich so lang­sam mit Ihren tag­täg­li­chen Tira­den gegen den recht­mä­ssi­gen Papst nur noch lächer­lich und scha­den der Sache des tra­di­ti­ons­treu­en Katho­li­zis­mus und damit der Kir­che.
      Spon­tan fiel mir bei Ihren „Postings“ das berühm­te Anti­go­ne-Wort ein, das sich in Ihrem Fall ver­kehrt: „Nicht mit­zu­lie­ben, mit­zu­has­sen bin ich da.“ Trau­rig.

      • Ah…die Plat­te vom „Hass“ wird wie­der auf­ge­legt gegen den kri­ti­schen Geist.

        Wer selb­stän­dig denkt, der „hasst“. Wer dem Main­stream hul­digt und hirn­los beju­belt, was ihm vor­ge­setzt wird, der „liebt“?

        Ist das „Tra­di­ti­ons­treue“?

      • Haha­ha! Das ist zuviel der Ehre — dass ich sozu­sa­gen als „pars pro toto“ der kri­ti­schen Gei­ster vom argu­men­ta­tiv schwach bis über­haupt nicht, zah­len­mä­ßig aber stark auf­ge­stell­ten Jubel­feind so getreu­lich beach­tet wer­de durch ach so viel lie­be­vol­le und geist­lo­se Gift und Gal­le, die mich auch per Email, über mein Blog und tele­fo­nisch täg­lich und uner­müd­lich erreicht…das gibt leb­haf­tes Zeug­nis von dem Geist, der Euch Witz­bol­de treibt…

      • Mehr amü­sant als mutig, die­ses anony­me Gekläf­fe ad homi­nem, meist unter neu auf­tau­chen­den Nick­na­mes !

        Mir fällt da zur „Ange­schul­dig­ten“ spon­tan ein, was Mgr. Lef­eb­v­re der erst unlängst ver­stor­be­nen Mère Anne-Marie Simoulin O.P. zu sagen pfleg­te, näm­lich dass sie der ein­zi­ge Mann in ihrer Diö­ze­se sei !

        http://www.pius.info/images/stories/mitteilungsblatt/2014/mb_2014_08_nr_427.pdf (p. 34 ff.)

        Sehr pas­send dazu auch — quel­le coïncidence ! — die gleich im Anschluss dort abge­druck­te Abschluss­re­de jener eben­falls so sprach­ge­wal­ti­gen Sr. M.-Michaela Metz an die Abitu­ri­en­tin­nen; wirk­lich bewun­de­rungs­wür­dig !

      • Frau Jüng­ling! Sie sind ein­ge­ker­kert in Ihrem selbst­ge­bau­ten Gefäng­nis. Keh­ren Sie um, las­sen Sie sich vom Engel des Herrn die Gen­fäng­nis­pfor­ten öff­nen und ins Wei­te, in die Frei­heit her­aus­füh­ren wie einst Petrus! Ich bete für Sie.

      • Wein­berg, wie recht Sie haben! Wie ver­zehrt von Hass muss eine See­le sein, wie vom Teu­fel in die Irre geführt, wenn man sich über den Papst stellt und meint als Frau theo­lo­gisch und insti­tu­tio­nell kom­pe­ten­ter zu sein als der Hei­li­ge Vater. Dabei hat die­ser von Jesus die Ver­hei­ßung bekom­men, in allen wesent­li­chen Glau­bens­punk­ten in der katho­li­schen Wahr­heit durch den Hei­li­gen Geist gehal­ten zu wer­den! Auch ich bete für Zeit­schnur: Con­ver­te­re, con­ver­te­re ad Domi­num.

      • Haha, lustig … oder auch nicht. Fin­den Sie, @ Sarah & Wein­berg, das nicht ein BISZCHEN selbst­ge­recht und anma­ßend?? – Ich bete jeden­falls für ‚uns ALLE‘ hier: erst­mal für die Autoren & die Redak­ti­on, dann für die Mit-Kom­men­ta­to­ren (für alle, incl. mich selbst, weiß ich doch, wie nötig ich’s habe), und auch für die Leser – daß der Herr uns alle nach Sei­nem Wil­len durch­blicken las­sen und uns die Erkennt­nis und Ein­sicht schen­ken möge, die wir alle[!] so drin­gend brau­chen, um in all die­sem mega-Schla­mas­sel noch durch­zu­blicken. Und ich kann der Frau Jüng­ling in den aller­mei­sten Punk­ten (auch ihrer älte­ren Kom­men­ta­re hier) nur voll zustim­men. Ceter­um cen­seo Geor­gi­um Mari­um Ber­go­glio­nem non esse (et num­quam fuis­se) Papam.

      • @ Wein­berg: ja, vor zwei Wochen war Petri Ket­ten­fei­er – lie­gen nicht wir alle wie in Ket­ten, in den Ket­ten unse­rer Sünd­haf­tig­keit, unse­res Unwis­sens und Unver­stands; müs­sen nicht wir alle von die­sen Ket­ten, die wir selbst, von uns aus, nie­mals zer­rei­ßen könn­ten, befreit wer­den? – In der (ersten) Kol­lek­te die­ses schö­nen Festes bit­tet die Hl. Kir­che (Schott, 1936): „O Gott, Du hast den hei­li­gen Apo­stel Petrus von den Fes­seln gelöst und unver­sehrt von dan­nen gehen las­sen; so zer­brich, wir bit­ten Dich, die Fes­seln unse­rer Sün­den und hal­te alles Unheil von uns fer­ne. Durch unsern Herrn. Amen.“

      • @Weinberg: Null (!) zur Sache, nur Mut­ma­ßun­gen zur ver­meint­li­chen „Befind­lich­keit“ der hoch­eh­ren­wer­ten Frau Jüng­ling fin­den sich in Ihrem Bei­trag. Und apo­dik­ti­sche Recht­ha­be­rei. Dazu spä­ter. Dabei hat sie ganz recht gespro­chen mit Ihrem Hin­weis auf den die­sen Din­gen inne­woh­nen­den Zynis­mus — ein Begriff, der durch­aus ange­mes­sen ist für das Gesche­hen — und auf das ich kon­kret in mei­nem Bei­trag oben ein­ge­he.
        Ihre Ver­ur­tei­lung auf­grund der von Ihnen bloß fan­ta­sier­ten Beweg­grün­de sind ein kla­rer Ver­stoß gegen das 8. Gebot. Nie­mand kann in das Herz eines Men­schen sehen. Des­halb sol­len wir nicht rich­ten. Beden­ken Sie auch: Wer die Wahr­heit liebt, wird das Fal­sche has­sen. Dies ist ganz recht so.
        Und von wegen Papst: Es ist völ­lig unsach­lich (!) und unge­schicht­lich (auch ahi­sto­risch) sich und ande­ren Kri­tik am Papst zu ver­bie­ten. Und die­se darf ohne jeden Zwei­fel soweit gehen, einen Papst nicht anzu­er­ken­nen. Denn genau das hat es in der Kir­che schon mehr­mals gege­ben, daß Päp­ste zu Leb­zei­ten oder her­nach als Nicht-Papst oder Gegen­papst erkannt wur­den.
        Viel­leicht wol­len Sie ein­mal mei­nen Bei­trag oben lesen, um zu ver­ste­hen, wel­che herz­li­che und intel­lek­tu­el­le Zumu­tung uns in Fran­zis­kus begeg­net.

        @Sarah: Zum Haß und zu Fra­nis­kus­kri­tik sie­he, was ich Wein­berg schrieb.

  8. Gehört nicht zum The­ma, aber ist sehr wich­tig:

    Am 21. Sep­tem­ber soll in einem öffent­li­chen Gebäu­de in Okla­ho­ma (USA) eine schwar­ze Mes­se gefei­ert wer­den. Bischof Slat­te­ry hat zu einer Nove­ne mit Fasten und Beten auf­ge­ru­fen. Bit­te schlie­ßen Sie sich die­ser Nove­ne an!

    Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Video­an­spra­che von Bischof Slat­te­ry hier: http://cnsnews.com/node/822721

      • Hal­lo Dario — doch das inter­es­siert mich, und ich sags auch nur Ihnen, damit hier nicht wie­der die anti­ma­ria­ni­sche und Leo-kri­ti­sche Höl­le los­bricht: was der Bischof erbit­tet, mache ich ohne­hin — ich bete den Rosen­kranz täg­lich und bemü­he mich sehr, nicht bloß ein Gesätz zu schaf­fen. Und Leos XIII. Gebet neh­me ich sehr, sehr ernst — wie zutref­fend war die dama­li­ge Visi­on die­ses Pap­stes und wie sehr hat er mit all sei­nen Inter­ven­tio­nen, gera­de bzgl. des Rosen­kran­zes recht gehabt.

  9. Und bis zu wei­te­ren 200 mög­li­che Tötun­gen an Kran­ken und Betag­ten vom Netz genom­men).
    Über Sue­n­ens wird in Bel­gi­en aus gutem Grund nicht mehr gespro­chen:
    eben die bischöf­li­che Home­pages schwei­gen in allen Spra­chen; immer weni­ger wird dort auch über das 2. Vat. Kon­zil geschrie­ben, zu ver­hee­rend sind die Aus­wir­kun­gen für die Gläu­bi­gen und zu groß die Angst bei dem Epi­sko­pat und sei­nen Adla­ten daß noch mehr an die Ober­flä­che kommt.
    Die Cha­ris­ma­ti­ker sind übri­gens in Flan­dern nie von dem Boden gekom­men.
    Der Bischof von Gent (Ost­flan­dern) Van Looy lieb­äu­gelt etwas in jene Rich­tung, ist jedoch als so total jeck und irr­lich­ternd bekannt daß dies kaum Wir­kung zei­gen kann.
    Echt dia­bo­lisch-anek­do­tisch wur­de es bei der sog. „Ope­ra­ti­on Kelch“ , wo die gericht­li­che Poli­zei im Rah­men der Durch­su­chun­gen bei den Pädo­phi­lie- und Miß­brauchs­skan­da­len nicht nur das Epi­sko­pat fest­setz­te, die Com­pu­ter und Lap­tops durch­such­te (und bei Dan­neels jede Men­ge Schund fand) son­dern auch nach einem Tip die Grä­ber v. Mer­cier und Sue­n­ens öff­ne­te und durch­such­te.
    Der Satan springt in der Tat mit sei­nen eige­nen Adla­ten nicht sanft um.

    Die­ses von hoher Stel­le aus­ge­spro­che­nes Lob für Sue­n­ens ist äusserst illu­stra­tiv für den Pro­du­zen­ten- es wird des­halb auf kerknet.be und eupho­ri­schen Kir­chen­blogs ver­schämt tot­ge­schwie­gen, wie so vie­les ande­res auch.
    Veri­tas vin­cit

    • Fehlt da was am Anfang — was ist an die Ober­flä­che über Sue­n­ens gekom­men?

      Mich inter­es­siert das des­we­gen, weil ich vor eini­ger Zeit mal nach Infor­ma­ti­on über ihn such­te, aber fast nichts fin­den konn­te. Das ist ganz merk­wür­dig. Es sind ja ver­schie­de­ne Gerüch­te über ihn in Umlauf, wohl auch, dass er heim­lich eine Fami­lie unter­hielt, aber man kann das von hier aus nur schwer über­prü­fen.

      • Geehr­te @Zeitschnur,
        Geehr­te Redak­ti­on,

        Mein hier oben gepo­ste­te Arti­kel ist der 2. Teil mei­nes Postings zu Kard. Sue­n­ens (und EB Hel­der Cama­ra) vor 4 Tagen.
        Viel­leicht ist es mög­lich die­sen Posting dort­hin zu ver­schie­ben.

  10. Die „Ein­heit in Viel­falt“ wird gleich­sam als „Über­ziehman­tel“ gese­hen,
    um auch pro­te­stan­ti­sche Glau­bens­ge­mein­schaf­ten irgend­wie „mit­ein­zu­be­zie­hen“.

    Wir erin­nern uns an den Besuch von Papst Fran­zis­kus bei den Pfingst­lern.
    So soll der Papst — gem „Lettera43“ — beteu­ert haben:
    -

    „Es eine Ver­su­chung zu sagen: Ich bin die Kir­che, du bist die Sek­te.
    Jesus hat für die Ein­heit gebe­tet.
    Der Hei­li­ge Geist schafft die Viel­falt in der Kir­che.
    Er macht die Unter­schie­de.
    Dann aber macht der­sel­be Hei­li­ge Geist die Ein­heit und die Kir­che ist eine in der Viel­falt.
    Eine durch den Hei­li­gen Geist ver­söhn­te Viel­falt“
    -

    Wel­che schlicht wahn­wit­zi­gen Fol­gen ein
    „unver­bind­li­ches Pau­schal­an­ge­bot zur Ein­heit“ mit sich bringt,
    zei­gen die Erklä­run­gen des sog. „Erz­bi­schofs“ Wel­by
    — in Wirk­lich­keit ist er ein Laie -
    von den Angli­ka­nern.…
    in einem Brief an Papst Fran­zis­kus phan­ta­siert Herr Wel­by fröh­lich drauf­los und meint
    in Bezug auf die eben­so Laien-„Bischofs“-Schauspielerinnen:
    -
    „Frau­en als Bischö­fin­nen tren­nen uns nicht“
    -

    Dazu gehört denn auch das fast infla­tio­när gebrauch­te Wort
    Kirchen-„Spaltung“ !

    Bez.des Pro­te­stan­tis­mus von einer „Spal­tung“ zu reden,
    ist unhalt­bar !
    Viel­mehr han­delt es sich um von der Kir­che abge­fal­le­ne pro­te­stan­ti­sche Lai­en-Gemein­schaf­ten !
    Dar­an ändern auch irgend­wel­che Ver­klei­dun­gen als „Geist­li­che“ nichts.

  11. Wen wun­dert denn da noch etwas ? Die Kir­che und mit ihr die Gläu­bi­gen wer­den auch die­sen Papst noch über­ste­hen. Er ist ein­fach nur pein­lich.

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