Sagt Papst zu verfolgten Christen: „Seht zu, wie ihr damit zurechtkommt“?

Antonio Socci: Sind Papst Franziskus die verfolgten Christen im Nahen Osten egal wie US-Präsident Obama?
Anto­nio Soc­ci: Sind Papst Fran­zis­kus die ver­folg­ten Chri­sten im Nahen Osten egal wie US-Prä­si­dent Obama?

(Rom) Der katho­li­sche Jour­na­list Anto­nio Soc­ci, Rek­tor der Hoch­schu­le für Fern­seh­jour­na­lis­mus in Perugia, einem gemein­sa­men Pro­jekt der Uni­ver­si­tät Perugia und dem öffent­lich-recht­li­chen Fern­se­hen RAI, ver­faß­te nach dem Ange­lus von Papst Fran­zis­kus vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag auf sei­ner Face­book-Sei­te einen kur­zen Kommentar:

Ber­go­glio sagt zu den ver­folg­ten Chri­sten ’sieh zu, wie du damit zurechtkommst‘?

Beim heu­ti­gen Ange­lus sag­te Papst Ber­go­glio: “Vor dem ande­ren weg­zu­schau­en ist eine gebil­de­te Form zu sagen ‚seht zu, wie ihr damit zurecht­kommt‘. Das aber ist nicht christlich“.

Doch Ber­go­glio ver­mied jeden Hin­weis auf die ver­folg­ten Chri­sten und beson­ders jene, die im Irak in die­sen Stun­den wegen ihres Glau­bens ver­trie­ben werden.

Nicht ein­mal ein Hin­weis auf die Initia­ti­ve der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, die für den kom­men­den 15. August einen Gebets­tag für die ver­folg­ten Chri­sten aus­ge­ru­fen hat.

Laut sei­nen eige­nen Wor­ten bedeu­tet das: Ihr wer­det wegen eures Glau­bens ver­folgt und aus euren Häu­sern ver­trie­ben? Seht zu, wie ihr damit zurechtkommt.

Ein Hoch auf die ita­lie­ni­schen Bischö­fe! Viel­mehr, war­um den Gebets­tag nicht mit der Initia­ti­ve der Petrus­bru­der­schaft verbinden?

Damit endet der Kom­men­tar. Der katho­li­sche Jour­na­list stellt die Fra­ge in den Raum, ob Papst Fran­zis­kus die ver­folg­ten Chri­sten des Nahen Ostens gleich­gül­tig sind. Gleich­gül­tig wie sie US-Prä­si­dent Barack Oba­ma oder den mei­sten west­li­chen Regie­rungs­chefs sind?

Die öster­rei­chi­schen Bischö­fe haben einen Öku­me­ni­schen Fast- und Gebets­tag für den 8. August aus­ge­ru­fen. Mit sei­ner Anre­gung, die Bischö­fe hät­ten eigent­lich ihre Gebets­in­itia­ti­ve mit jener der Petrus­bru­der­schaft am 1. August ver­knüp­fen kön­nen, wür­de Soc­ci die Bischö­fe ein­deu­tig über­for­dern. Eine gemein­sa­me Initia­ti­ve west­eu­ro­päi­scher Bischofs­kon­fe­ren­zen mit einer Gemein­schaft der Tra­di­ti­on? Das wäre besten­falls von der US-Bischofs­kon­fe­renz vor­stell­bar. Als „West­eu­ro­pä­er“ soll­ten wir uns ein­fach dar­an freu­en, daß die Bischö­fe aktiv werden.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Tempi

24 Kommentare

  1. Die west­li­chen Regie­rungs­chefs haben alle Hän­de voll zu tun, um einen Krieg gegen Russ­land in die Wege zu leiten.

    Die Bevöl­ke­rung muss kriegs­wil­lig gemacht wer­den, sie­he dazu die zahl­rei­chen, voll­kom­men unsach­li­chen Arti­kel in der deut­schen Presse.

    Eine Nie­der­la­ge Russ­lands wäre der abso­lu­te Tri­umph für die Ame­ri­ka­ner, da dann rie­si­ge Roh­stoff­vor­kom­men „demo­kra­tisch“ und „kapi­ta­li­stisch“ aus­ge­beu­tet wer­den kön­nen, also so, dass nur 0,01 % der Bevöl­ke­rung davon etwas hat.

    In einer sol­chen Situa­ti­on stört jeder Hin­weis auf das ISIL-Geschöpf der US-Ame­ri­ka­ner und deren Grausamkeiten.

    Die­se Grau­sam­kei­ten wür­den zu sehr von den eigent­li­chen Zie­len unse­rer „Eli­ten“ (Krieg gegen Russ­land) ablenken.

    • Ja,es ist unfass­bar aber real. Der Krieg gegen Russ­land ist beschlos­se­ne Sache.

    • Es sind nicht „die Amerikaner“ !!
      Es ist die Hoch­fi­nanz, wel­che die USA (und damit das US-Ame­ri­ka­ni­sche Volk) als Ope­ra­ti­ons­zen­tra­le und als Welt­po­li­zist missbraucht.
      Aller­dings hat sich beim Poli­zi­sten in den letz­ten 20 Jah­ren eini­ges geändert.
      Es wer­den zuneh­mend welt­weit Söld­ner (selbst­ver­ständ­lich auch Isla­mi­sten) und zuneh­mend ande­re Regie­run­gen (EU) wel­che zuvor instru­men­ta­li­siert wur­den als Welt­po­li­zist verwendet.
      Die­se Vor­ge­hens­wei­se ist dem unter­ge­hen­den west­lich domi­nier­ten Geld­sy­stem geschul­det. Wür­den die gan­zen Söld­ner drauf bestehen, dass ihrt Sold nur noch in Gold und Sil­ber gezahlt wird, dann hät­te der Spuk sofort ein Ende.
      Dass neben­bei im ara­bi­schen Raum die Chri­sten buch­stäb­lich aus­ge­rot­tet wer­den, ist für die­se Eli­te ein ange­neh­mer Nebeneffekt.
      Natür­lich ist die­se Eli­te auch für die Deka­denz des Westens mit all ihren Aus­wir­kun­gen ver­ant­wort­lich. Da ist aber das Volk wie­der­um mit­ver­ant­wort­lich, da es nur all­zu­gern tut, was die­se Obrig­keit mit­tels der Medi­en und der Poli­tik dem Bür­ger vor­gibt. Die „Eli­te“ selbst bleibt wis­sent­lich im Dunkeln.
      Unab­hän­gig von der Gebets­macht (wel­che fak­tisch nicht mehr vor­han­den ist):
      Wür­de die Mas­se der ein­zel­nen Bür­ger ihr „Geld“ in phy­si­sches Gold und Sil­ber umtau­schen (und damit ihr Geld qua­si neben­bei effek­tiv schüt­zen) — es wäre der Todes­stoß für die­se Hochfinanz.
      Ich Dan­ke Gott jeden Tag, dass er mir ein Gehirn zum den­ken gege­ben hat und dass ich „anders“ als die gro­ße Mas­se (der Bür­ger und auch vie­ler Chri­sten) sein darf.

      • An sämt­li­che Poster hier über dem meinen:

        Was ist eigent­lich mit Ihnen allen los, dass Sie ange­sichts sol­chen Lei­des bloß wie­der nur Ihre olle Russ­land juchee und USA pfui-Plat­te abspielen?

        Sehen Sie denn nicht, was hier geschieht: dass Hun­der­tau­sen­de in Lebens­ge­fahr schweben?

        Und dann die­ser letz­te Satz klingt wirk­lich wie der vom Pha­ri­sä­er („Ich dan­ke dir Herr, dass ich nicht bin wie dieser…“):

        „Ich Dan­ke Gott jeden Tag, dass er mir ein Gehirn zum den­ken gege­ben hat und dass ich „anders“ als die gro­ße Mas­se (der Bür­ger und auch vie­ler Chri­sten) sein darf.“ (@ voltenauer)

        O Gott — steh die­sen Ver­folg­ten bei durch Dei­ne Wun­der und durch das Gebet — das ist am wich­tig­sten — und mate­ri­el­le Hil­fe derer, die mate­ri­ell hel­fen können.

  2. Vol­le Zustim­mung. Bit­te zu die­ser Zeit nicht die Auf­merk­sam­keit auf die Petrus­bru­der­schaft len­ken durch gemein­sa­me Initia­ti­ve mit Bischö­fen. Damit sich der päpst­li­che Zorn nicht gegen die Tätig­keit die­ser Prie­ster rich­tet. Damit er nicht in Gestalt von Kom­mis­sa­ren wie Volpi ver­kör­pert und tätig wird.
    Im all­ge­mei­nen ist Anpas­sung kei­ne Tugend. Doch die FSSP passt sich ja nicht an den nach­kon­zi­lia­ren Glau­bens­syn­kre­tis­mus an. Und die tra­di­ti­ons­treu­en Katho­li­ken brau­chen die­se Priester.
    Haupt­sa­che, es wird für die ver­folg­ten Katho­li­ken gebe­tet. Wenn sie dem Papst gleich­gül­tig sind, der angeb­lich so sehr auf der Sei­te der Armen und Ver­folg­ten steht, so trifft das nicht für alle Bischö­fe und alle Gläu­bi­gen zu.

    Wenn die ita­lie­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz öffent­lich für die wegen unse­res Glau­bens ver­folg­ten Katho­li­ken betet, wenn die öster­rei­chi­schen Bischö­fe das bereits vor­her taten, dann ist das ein Grund zur Dank­bar­keit. Obwohl eigent­lich die gesam­te Welt­kir­che regel­mä­ßig für die ver­folg­ten Chri­sten beten soll­te. Deren Lethar­gie ist ent­setz­lich. Was ist nur aus unse­rer Kir­che gewor­den, kann man sich nur immer wie­der fragen.

  3. Laut deut­schem Text vor dem Ange­lus­ge­bet vom Sonn­tag den 3.August, wie auf Zenit.org nach­zu­le­sen ist, spricht der Papst von Mit­leid exi­sten­ti­el­ler Armut und dem Tei­len. Von Ver­folg­ten spricht er über­haupt nicht. Hat er über den vor­lie­gen­den Text hin­aus noch etwas gesagt, was nicht nach­zu­le­sen ist?

    Lei­der kommt ihm das Wort Wun­der im Zusam­men­hang mit der Spei­sung von Fünf­tau­send mit fünf Bro­ten nicht über die Lip­pen, son­dern schließt ledig­lich betont „Zau­be­rei“ aus und bezeich­net es als ein Zeichen.
    „Statt­des­sen haben jene weni­gen Bro­te und Fische, von Gott geseg­net und geteilt, für alle gereicht. Und Vor­sicht: Das ist kei­ne Zau­be­rei, es ist ein „Zei­chen“: ein Zei­chen, dass wir in Gott Ver­trau­en haben müs­sen, der als Vater für uns sorgt und uns „unser täg­li­ches Brot“ nicht feh­len las­sen wird, wenn wir es mit unse­ren Brü­dern zu tei­len wissen.
    „http://www.zenit.org/de/articles/mitleid-bereitschaft-zum-teilen-eucharistie

    LK 9: Jesus aber nahm die fünf Bro­te und die zwei Fische, blick­te zum Him­mel auf, seg­ne­te sie und brach sie; dann gab er sie den Jün­gern, damit sie die­se an die Leu­te austeilten.17 Und alle aßen und wur­den satt. Als man die übrig­ge­blie­be­nen Brot­stücke ein­sam­mel­te, waren es zwölf Kör­be voll.

    Laut der Aus­sa­ge des Pap­stes sol­len tau­sen­de von Leu­ten von weni­gen Bro­ten und Fischen satt gewor­den sein.
    Da es zu einer sub­stan­ti­el­len Brot­ver­meh­rung gekom­men sein muss, um so vie­le Men­schen satt zu bekom­men und die übrig­ge­blie­be­nen Brot­stücke zwölf Kör­be gefüllt haben, die wir nicht natür­lich erklä­ren kön­nen, muss es sich wohl um eine WUNDER handeln.

    Zau­be­rei in die­sem Zusam­men­hang über­haupt zu erwäh­nen, heißt den Teu­fel mit ins Spiel zu brin­gen. Was soll das?

  4. Nein, das sagt Ber­go­glio nicht. Denn er sagt über­haupt nichts Sub­stan­zi­el­les, das er nicht mor­gen schon wie­der durch einen saf­ti­gen Wider­spuch aufhöbe.
    Kann auch sein, dass er einen Fasten­tag für ver­folg­te Chri­sten in Ägyp­ten und Syri­en und im Irak ein­legt und eif­ri­ge From­me „in Ein­heit mit dem Hei­li­gen Vater“ sich gera­de­zu über­schla­gen, das zu orga­ni­sie­ren. Kann auch sein, dass danach alle die­se Eif­ri­gen eine Visi­ta­ti­on zu erwar­ten haben. Wer weiß?
    Na und?

    Wer hier Logik sucht, irrt sich — es geht dar­um, die Ver­wir­rung, die ohne­hin schon besteht, noch zu vervollkommnen.

    Und wer denkt, er käme gegen die­se Per­fi­die stra­te­gisch an, der ist schon längst untergegangen.

    • „Und wer denkt, er käme gegen die­se Per­fi­die stra­te­gisch an, der ist schon längst untergegangen.“
      Das stimmt. Das ist unmöglich.
      „Wer hier Logik sucht, irrt sich – es geht dar­um, die Ver­wir­rung, die ohne­hin schon besteht, noch zu vervollkommnen.“
      Ja, und nur dar­um geht es.
      Per Mari­am ad Christum.

  5. es bestä­tigt sich lei­der ein Vor­ur­teil über latein­ame­ri­ka­ni­sche Men­ta­li­tät, zumin­dest bei Ber­go­glio: Man redet viel, sagt aber nix (Sub­stan­ti­el­les).

    Bei kath.net wür­de ich mit dem State­ment ver­mut­lich zen­siert, hier wird man mir ver­mut­lich unter­stel­len, dass ich ihn auch noch verteidige 🙂

    aber ich hof­fe und bete, dass es die lateinam. Men­ta­li­tät ist und nicht eine Strategie…

  6. In ihrer online-Aus­ga­be vom 07.08 schreibt die Zei­tung Avve­ni­re von der bren­nen­den Sor­ge des Pap­stes um die der­zeit ver­folg­ten Chri­sten im Irak. (Über­schrift : Il Papa: pro­teg­ge­te i cri­stia­ni del­l’Iraq) Der Arti­kel geht u.a. auf das Ange­lus­ge­bet vom 20. Juli 2014 ein, das mit einer Deut­lich­keit, die nichts zu wün­schen lässt, an das Gewis­sen aller und jed­we­den Glau­bens appel­liert, das ent­setz­li­che huma­ni­tä­re Dra­ma zu been­den. Man soll­te den Arti­kel zur Kennt­nis neh­men, bevor man Papst Fran­zis­kus herz­lo­se Gleich­gül­tig­keit gegen­über dem Leid der ver­folg­ten Chri­sten unterstellt.

  7. Wun­der­bar sym­pto­ma­tisch für die­se Seite!
    Fran­zis­kus sagt das (Fra­ge­zei­chen), Fran­zis­kus sagt jenes(Fragezeichen)!
    Dann fol­gen empör­te Kom­men­ta­re von Frau Jüng­ling und den übli­chen Verdächtigen!
    Dann stellt sich her­aus: alles war eine Falsch­mel­dung, oder eine halb­wah­re Mel­dung, oder (wie oft) eine Mel­dung, deren Gegen­teil nicht ein­mal wahr ist. Und dann ver­schwin­det das gan­ze wie­der, und man gei­fert über das näch­ste Thema!
    Was für eine gren­zen­lo­se Ver­zweif­lung, die sol­chen Hass und sol­che Aggres­si­vi­tät hervorruft.
    Was die Reli­gi­on aus an sich intel­li­gen­ten Men­schen machen kann…
    Erschreckend. Was wird hier psy­cho­lo­gisch substituiert?
    Das ist eine ernst gemein­te Frage?

    • Ob Sie wohl der Mei­nung sind, Ihr Kom­men­tar klin­ge sanft und mild?

      Und noch viel mehr: was ist denn die Falsch­mel­dung hier auf Katholisches.info?

      Oder haben wir den Groß­ap­pell des Herrn Ber­go­glio, den er hart­näckig und unüber­hör­bar in alle Welt hin­aus­rief, ange­sichts des uner­mess­li­chen Unrech­tes, das da geschieht, etwa doch über­hört? Ach bit­te, sen­den Sie uns freund­li­cher­wei­se in aller Mil­de und Abge­klärt­heit, denn es geht ja nur um Hun­dert­tau­sen­de Men­schen­le­ben, den Link zu die­sem Großappell!

      Herz­li­chen Dank — und ach übri­gens — wie ist den Ihr wer­ter Klarname?

    • Eine Schi­zo­phre­nie, dekom­pen­siert mit einem ein­deu­ti­gem Wahn­in­halt. Es ist nicht die Reli­gi­on schuld, auch nicht die­se Seite.

      • Haben Sie eigent­lich schon mal was Sach­li­ches und nicht per­sön­lich Belei­di­gen­des von sich gegeben?

        Schau­en Sie mal im Wör­ter­buch nach, was ein „Dis­kurs“ ist. Ein „zivi­li­sier­ter Dis­kurs unter zivi­li­sier­ten Menschen“.

      • Rüge den Zucht­lo­sen nicht, sonst hasst er dich. Rüge den Wei­sen, dann liebt er dich. (Sprich­wör­ter 9, 8)

        Wie wahr doch alles ist, was man in der Hl. Schrift findet. 

        Zucht­lo­sig­keit ist stets, dass man gegen die Ver­nunft han­delt, dafür aber schmäht und nie­der­d­rischt, eine Argu­men­ta­ti­on hält man nicht mehr für notwendig.

        „Wil­helm“, „Bor­ro­mä­us“, „Wol­ken­stein“ — wie sie alle hei­ßen mögen: das ist Stürmer-Niveau.
        Wir hat­ten das alles schon mal.

        Scha­de, dass Katho­li­sches sol­che argu­men­ta­ti­ons- und ver­nunft­frei­en, rein belei­di­gen­den Kom­men­ta­re über­haupt frei­schal­tet. Das wun­dert mich, denn frü­her hat­te die­se Site in ihrem Kodex ein­mal die Richt­li­nie, dass per­sön­li­che Belei­dun­gen nicht gestat­tet sind.

      • Dann hal­ten Sie den Papst also für wei­se, da Sie ihn ja täg­lich rügen… 

        Was Ihre Belei­di­gun­gen von Postern angeht, die Ihren äußerst aggres­si­ven Kom­men­tar­stil gegen den Papst kri­ti­siert haben, da fällt einem das Sprich­wort ein: Die Täter bestra­fen die Opfer…

      • Gääähn…woher wis­sen Sie, dass der „Papst“ micht liebt? Haben Sie Ihren eige­enn Satz ver­stan­den? (Ich befürch­te: nein!)
        Aber für sol­che schwa­chen, sach­lich lee­ren und dazu auch noch unlo­gi­schen Postings ist der Auf­wand wirk­lich zu schade…

        Wann, ach wann sagt einer von Euch Witz­bol­den, mal was zur Sache?

        Und die­se Sache ist ernst.

  8. @ zeit­schnur: Das ist der Stil der Ber­go­glio-Jub­ler. Sie dür­fen drauf­dre­schen, wie es beliebt im Namen der Demut und der Näch­sten­lie­be. Wer nicht deren Mei­nung hat, ist fana­tisch oder gei­stes­ge­stört. Wel­che Angst müs­sen die­se Leu­te davor haben, dass die Wahr­heit über Ber­go­glio und sei­ne Absich­ten her­aus­kommt. Wer per­sön­lich belei­digt, ist weder aus­ge­gli­chen, noch sou­ve­rän- er ist nur bedau­erns­wert. Immer­hin kön­nen wir dar­an sehen, wie die Jün­ger des Herrn aus Rom mit Anders­den­ken­den umge­hen. Da wird einem schon auch mal das katho­lisch sein abge­spro­chen. Wel­che Ver­dre­hung der Tat­sa­chen. Man kann nur stau­nen. Wenn das Wort des Herrn zutrifft, dass man sie an ihren Früch­ten erken­nen kann, dann muß ich nach Ber­go­gli­os Tee­stünd­chen mit Mus­li­men und Juden im Gar­ten des Vati­kans vol­ler Erstau­nen fest­stel­len, dass nicht lan­ge danach der Kon­flikt zwi­schen isra­el und Gaza und die Ermor­dung und Ver­trei­bung der Chri­sten im Irak statt­fand. Das heißt: Viel Gejub­le vor­ab für bit­te­re Früch­te. Ber­go­glio hät­te bes­ser einen Sühn­ero­sen­kranz für die Ver­folg­ten gebe­tet, anstatt sich (mal wie­der) in Din­ge ein­zu­mi­schen, von denen er kei­ne Ahnung hat. Um den Unter­schied her­aus­zu­stel­len: Damit will ich Ber­go­glio nicht per­sön­lich belei­di­gen- er mag ja durch­aus gute Absich­ten haben- aber bei einem Papst sind ande­re Qua­li­tä­ten gefragt als die Devi­se: Hopp­la- jetzt bin ich da. Immer­hin sieht man dar­an, dass Ber­go­glio zwar beju­belt wird, aber ihn eigent­lich kei­ner ernst nimmt. Mit dem Kum­pel­chen von neben­an trinkt man ein Bier­chen, klatscht sich ab- dann ist aber gut. Geist­li­che Impul­se: Fehl­an­zei­ge. (Außer die bösen und gehäs­si­gen Katho­li­ken auf die­ser Sei­te: die neh­men ihn wirk­lich ernst und sehen des­halb auch die Gefah­ren, die damit einhergehen.)

  9. Papst Fran­zis­kus hat am 7. August 2014 in aller Dring­lich­keit die Staa­ten­ge­mein­schaft auf­ge­ru­fen, Gewalt und Ver­trei­bung im Nord­irak zu stoppen.
    Für uns sind da Fasten und Gebet ange­sagt, sagt Kar­di­nal Schönborn.

    Die unfaß­ba­re Situa­ti­on der Chri­sten im Nord­irak ist ein Ergeb­nis der anti-christ­li­chen Poli­tik des US-Regimes (man muß es so sagen), der faschi­sti­schen Mili­tär­jun­ta von Washing­ton. In Syri­en unter­stüt­zen die USA seit Jah­ren zusam­men mit der Tür­kei, Eng­land und Frank­reich mit Pro­pa­gan­da und Waf­fen die Isla­mi­sten. Dort haben die Isla­mi­sten bereits Mil­lio­nen zur Flucht gerie­ben und vie­le Chri­sten ermor­det, sogar klei­ne Kin­der, schwan­ge­re Frau­en und Män­ner gekreu­zigt. Die Mord­bri­ga­den hat­ten aber in Syri­en nichts mehr zu tun und haben sich über die „Gren­ze“ (es ist nur ein roter Strich auf der Land­kar­te) in den Irak gege­ben und dort ihre Ter­ror­herr­schaft errichtet.

    • Den Link zu die­sem „dring­li­chen Auf­ruf“ habe ich oben ja angegeben.
      Es tut mir leid — aber das ist m.E. nicht „dring­lich“ formuliert.

      Den­ken Sie doch, dass Ber­go­glio aufs Meer hin­aus­fuhr und einen Kranz hin­ein­warf für ertrun­ke­ne Boots­flücht­lin­ge aus Afri­ka (Lam­pe­du­sa). Und alle Welt war dabei und film­te und film­te und drück­te Kro­ko­dils­trä­nen hin­aus. Denn ein ech­tes Mit­ge­fühl mit den Toten konn­te ich nicht erken­nen — andern­falls müss­ten sel­bi­ge Betrof­fen­heits­ze­le­bran­ten aktiv etwas unter­nom­men haben, um das Leid sol­cher Men­schen zu lin­dern, die aus ihrer Hei­mat flie­hen wollen…auch Ber­go­glio rührt dafür mei­nes Wis­sens kei­nen Finger.

      Tut Ber­go­glio etwas Ver­gleich­ba­res für die Chri­sten im Irak oder Syri­en? Nein!
      Inzwi­schen ist die Lage so furcht­bar, dass das das The­ma Nr. 1 sein müsste!
      Da genügt ein Fasten­tag nicht, soll­te er denn für die gan­ze Welt­kir­che über­haupt aus­ge­ru­fen wor­den sein oder werden!

      Die Ver­folg­ten müss­ten das erste sein, was Ber­go­glio jeden Tag in die Mikro­fo­ne der Welt sagt. Jeden Tag zuerst die boh­ren­de Fra­ge nach den Ver­folg­ten und Ermor­de­ten. Jeden Tag ein Gebets­auf­ruf für die gan­ze Welt­kir­che! Jeden Tag ein Rosen­kranz des „Hei­li­gen Vaters“ in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten, von den Medi­en über­tra­gen, zumin­dest den katho­li­schen Medi­en und zum Mit­be­ten zu Hau­se. Ratz­in­ger hat immer­hin so etwas im Klein­for­mat eine Zeit­lang gemacht gehabt!

      Sind wir inzwi­schen soweit, dass es uns genügt, wenn der, der den Papst­thron besetzt hält, alle paar Wochen mal ver­stoh­len andeu­tet, dass es da eine bekla­gens­wer­te Pro­ble­ma­tik gibt, anstatt laut und deut­lich und per­ma­nent in alle Welt zu rufen?

      Aber das wäre unmög­lich — allein aus stra­te­gi­schen Grün­den. Denn in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten kann nach dem „Frie­dens­ge­bet“ so etwas nicht mehr statt­fin­den. Da hat ein ande­rer um die „Bekeh­rung“ der Chri­sten beten dür­fen. Und er durf­te dies, nach­dem schon enorm viel Gewalt und Ter­ror gegen Chri­sten durch­ge­führt wor­den war, schon seit einem Jahr mindestens…

      Nein, Fran­zel, es hilft alles nichts — Ber­go­glio tut nichts für die Ver­folg­ten, was wirk­lich ernst­haft wir­ken könn­te. Für jeden ande­ren Akt bringt er erheb­lich mehr Ener­gie auf — wir wis­sen bei­de, dass wahr­schein­lich nur ein Buß­akt Ber­go­gli­os hel­fen würde…

      Frü­her habe ich das hier auch schon getan: Ich rufe auf, wenn schon die „Kir­che“ nichts Sub­stan­zi­el­les tut, wenig­stens per­sön­lich an KEINEM Tag die­se Leu­te dort zu ver­ges­sen und für sie zu bit­ten, auch und ver­mehrt um die Umkehr der Fein­de, die hier so grau­sam wüten. Möge jeder christ­li­che Mär­ty­rer sich ihnen ein­bren­nen wie ein Mal­zei­chen in ihre See­len. Mögen sie in ihnen den erken­nen, den sie in Wahr­heit damit schla­gen, der sich auch um ihret­wil­len schla­gen lässt. Möge ihnen ihr sata­ni­sches Werk aus den Hän­den glei­ten und der Herr ihnen begeg­nen in Sei­ner gan­zen Macht und Gewalt in ihren See­len, damit sie umkeh­ren kön­nen, und wie einst der hei­li­ge Pau­lus der Aus­gangs­punkt für die Hei­lung der Ihren werden.

  10. Der kür­ze­ste und fun­da­men­tal­ste Kom­men­tar zum brei­ten kirch­li­chen Schwei­gen über die­se Kata­stro­phe an den ori­en­ta­li­schen Chri­sten, zu den vie­len inhalts­lee­ren Wor­ten ( @Kostadinow hat da voll­kom­men recht) von so vie­len hohen Char­gen und zum prak­ti­schen Null­erfolg erschien heu­te 16.08.2014 auf katholisches.info mit der Aus­sa­ge von Erz­bi­schof Negri von Ferrara:

    „Die Kir­che braucht kein lee­res Gere­de und, soweit ich weiß, Gott auch nicht“.

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