Englisches Radio Vatikan berichtet über Gebetstag der Petrusbruderschaft für verfolgte Christen

Petrusbruderschaft Gebetstag für verfolgte Christen Nahen Osten
Petrus­bru­der­schaft: Radio Vati­kan berich­te­te über Gebets­tag für ver­folg­te Chri­sten im Nahen Osten

(Rom) Die Eng­li­sche Redak­ti­on von Radio Vati­kan berich­te­te über den Gebets­tag für die ver­folg­ten Chri­sten im Nahen Osten, beson­ders in Syri­en und im Irak, zu dem die Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus (FSSP) auf­ge­ru­fen hat­te. Welt­weit alle Apo­sto­la­te der Prie­ster­bru­der­schaft betei­lig­ten sich am Gebets­tag, der am ver­gan­ge­nen 1. August statt­fand.

Im Bericht wur­de die als 400 Ange­hö­ri­ge zäh­len­de Petrus­bru­der­schaft vor­ge­stellt und auf deren Inter­net­sei­te ver­linkt. Es wur­de dabei auf ihr beson­de­res Cha­ris­ma hin­ge­wie­sen. Haupt­auf­ga­be der Bru­der­schaft, so Radio Vati­kan, ist die „Aus­bil­dung und Hei­li­gung der Prie­ster“ in der über­lie­fer­ten Form des Römi­schen Ritus.

Ande­re Redak­tio­nen, dar­un­ter auch die Deut­sche Redak­ti­on, erwähn­ten den Gebets­tag nicht. Die Bericht­erstat­tung über Gemein­schaf­ten der Tra­di­ti­on bewegt sich bei der Deut­schen Redak­ti­on hart am Null­punkt. Über die Petrus­bru­der­schaft fin­det sich über­haupt nur die Bekannt­ga­be, daß Bischof Vitus Huon­der von Chur zum Visi­ta­tor der Bru­der­schaft in Euro­pa ernannt wur­de und die tra­gi­sche Ermor­dung eines Prie­sters der Bru­der­schaft in den USA wäh­rend eines Raub­über­falls. Daß es in der Berichts­er­stat­tung auch anders geht, zeig­te nun die Eng­li­sche Redak­ti­on von Radio Vati­kan.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Radio Vati­kan — Eng­li­sche Redak­ti­on (Screen­shot)

19 Kommentare

  1. „Es wur­de dabei auf ihr beson­de­res Cha­ris­ma hin­ge­wie­sen. Haupt­auf­ga­be der Bru­der­schaft, so Radio Vati­kan, ist die ‚Aus­bil­dung und Hei­li­gung der Prie­ster‘ in der über­lie­fer­ten Form des römi­schen Ritus.“
    Sicher, als sich die Grün­der der FSSP von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re trenn­ten, weil sie die Bischofs­wei­hen nicht mit­tra­gen konn­ten, war das für den Erz­bi­schof schmerz­lich. Aber es war eine offe­ne Tren­nung, kein Ver­rat.
    Und vor allem: Sie sind dem Erz­bi­schof treu geblie­ben in der geist­li­chen Aus­rich­tung. Wenn es stimmt, wie ich es hier lese.

    Die Kri­se der Kir­che ist eine Kri­se der Prie­ster. In der „Kirch­li­chen Umschau“, die der FSSPX nahe steht, ist zu lesen, dass die Intel­lek­tu­el­le Ida Fri­de­ri­ke Gör­res bereits in den 1940er Jah­ren klag­te, dass vie­le Prie­ster die hl. Mes­se nur noch her­un­ter­lei­er­ten. Sie kam mit ihrem Schott nicht mit.
    Es ist nicht gesagt, dass die Mehr­heit der Prie­ster in Deutsch­land nur noch ein ober­fläch­li­ches Ver­hält­nis zur hl. Mes­se hat­te. Doch wäre es nur eine Aus­nah­me gewe­sen, hät­te I.F. Gör­res die­se nicht erwähnt.
    Und dass es die Prie­ster waren, die ca. 25 Jah­re spä­ter nicht schnell genug den Altar ver­las­sen konn­ten und den Volks­al­tar ein­führ­ten teil­wei­se schon vor der Mes­se Paul VI., ist bekannt.

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re wie­der­hol­te schon fast mono­ton die Unver­zicht­bar­keit der hl. Mes­se, des über­lie­fer­ten römi­schen Ritus. Es gibt kaum eine Pre­digt, in der er nicht auf sein zen­tra­les The­ma zurück­kommt, mah­nend, bit­tend, ermu­ti­gend. Er wen­de­te sich an Semi­na­ri­sten, an sei­ne Prie­ster, an die Gläu­bi­gen. Ohne die hl. Mes­se, vor allem ohne die Prie­ster, die aus ihr leben, ist der katho­li­sche Glau­be aufs höch­ste gefähr­det.

    „Die aus ihr leben“, das ist wich­tig. So not­wen­dig es ist: Es reicht nicht, nur fromm, ehr­fürch­tig die hl. Mes­se zu zele­brie­ren. Sie muss den Gläu­bi­gen immer wie­der nahe gebracht wer­den, sie müs­sen unter­wie­sen wer­den, wie sie das Mess­op­fer in ihr geist­li­ches Leben inte­grie­ren, es geist­lich frucht­bar machen. Eine Pre­digt im Jahr reicht nicht. Es muss immer wider gesche­hen.

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat erkannt mit einer Klar­heit, die ich nur als über­na­tür­lich bezeich­nen kann: Dafür müs­sen die Prie­ster beson­ders aus­ge­bil­det sein, geformt sein. Sie müs­sen ler­nen, die hl. Mes­se als ihre „Daseins­be­rech­ti­gung“ als Prie­ster zu begrei­fen. Dann wer­den sie frucht­bar wir­ken, ein Segen für die Gläu­bi­gen sein. Aber nur dann. Äuße­re Akti­vi­tä­ten, enor­mer Fleiß, lau­fen letzt­lich ins Lee­re, wenn die­se Grund­la­ge, die inne­re Ver­bin­dung des Prie­sters zum Mess­op­fer, nur mit­tel­mä­ßig aus­ge­prägt ist.

    Wenn die Petrus­bru­der­schaft in die­ser Hin­sicht Erz­bi­schof Lef­eb­v­re treu geblie­ben ist, dann ist das von unschätz­ba­rem Wert.
    Möge unser Herr ihr vie­le jun­ge Män­ner zufüh­ren, die die Beru­fung zum Prie­ster­tum in sich spü­ren, kann ich nur wün­schen.

  2. „Es gibt kein rich­ti­ges Leben im fal­schen.“ (Ador­no, Mini­ma mora­lia)

    In einer häre­ti­schen „Kir­che“ kann man kein recht­gläu­bi­ger Prie­ster sein. Da hilft auch die über­lie­fer­te Mes­se nichts. Solan­ge alles, was aus Rom und den Bischofs­sit­zen kommt, häre­tisch ist, lässt sich das nicht durch­zie­hen.
    Und wir sehen ja auch, wo das endet: in rei­nen Äußer­lich­kei­ten, Haar­spal­te­rei­en über die Dre­hung von Ker­zen­leucht­er­fü­ßen, Farb­kom­bi­na­tio­nen und Kopf­be­deckun­gen, die Tech­nik der Knie­beu­ge und Ästhe­tik, Pracht und Ästhe­tik, in manie­rier­ten Beicht­spie­geln, die einem ein­schär­fen, nichts Schlech­tes über „den Papst“ zu sagen (ist eine Tod­sün­de, auch wenn der „Papst“ ein Häre­ti­ker ist), eine hoch­ideo­lo­gi­schen Trai­ning zur Schi­zo­phre­nie zwi­schen häre­ti­scher Pseu­do­kir­che und ästhe­ti­scher Tra­di­ti­on.

    Da kommt nichts dabei her­aus.

    Und außer­dem — wie lan­ge schaut Ber­go­glio da noch zu? Er macht ja gera­de Auf­räum­ar­bei­ten und ist dar­in auch kon­se­quent. Denn in d i e s e Kir­che passt nun mal nicht die über­lie­fer­te Mes­se, es sei denn jemand ver­steht sie als folk­lo­ro­sti­sche Ver­an­stal­tung, als eine Art Kostüm­fest, so wie man auch gele­gent­lich histo­ri­sche Eisen­bah­nen fah­ren lässt.

    Und über den Muse­ums­bahn­cha­rak­ter wird die gan­ze Alte-Mes­se-Schicke­ria nie her­aus­kom­men unter den Umstän­den.

    In die­ser „Kir­che“ wir­de es kei­ne Prie­ster mehr geben, die man „hei­li­gen“ könn­te. Wel­cher gül­tig geweih­te Bischof ist denn in der Lage, über­haupt noch gül­ti­ge Prie­ster­wei­hen zu voll­zie­hen?

    • Einen solch anma­ßen­den Kom­men­tar habe ich hier noch nicht gele­sen. Wer sagt Ihnen, dass die gan­ze Kir­che häre­tisch ist? Besit­zen Sie die Gabe der All­wis­sen­heit?

      Eine unge­heu­er­li­che Aus­sa­ge. Theo­lo­gisch unmög­lich! Denn dann wür­de die katho­li­sche Kir­che als öffent­li­che, mensch­li­che Gemein­schaft nicht mehr bestehen. Die strei­ten­de oder pil­gern­de Kir­che auf Erden wäre aus­ge­löscht. Eine rein gei­sti­ge Kir­che hat unser Herr nicht gegrün­det. Ohne apo­sto­li­sche Suk­zes­si­on ist die katho­li­sche Kir­che nicht mehr exi­stent. Das „Gro­ße Glau­bens­be­kennt­nis“ zu beten, wäre teil­wei­se eine from­me Illu­si­on: Ich glau­be an die eine, hei­li­ge, katho­li­sche und APOSTOLISCHE Kir­che wäre glat­ter Selbst­be­trug. Nach die­sem Kom­men­tar hät­ten die Pfor­ten der Höl­le die katho­li­sche Kir­che voll­kom­men über­wun­den. Ein häre­ti­scher Papst, und davon gehe ich aus, dass wir ihn haben, macht nicht die gan­ze Kir­che häre­tisch.

      Ihr Bild, das Sie zeich­nen, ist ein­fach nur eine häss­li­che Kari­ka­tur, die ihrer Fan­ta­sie ent­sprun­gen ist. Welch ein Urteil maßen Sie sich an: Gläu­bi­ge, die sich gera­de im Umfeld der Petrus­bru­der­schaft und der Summorum-Pon­ti­fi­cum-Grup­pen zusam­men­ge­schlos­sen haben, neh­men wei­te Wege in Kauf, bekom­men mit­un­ter Kapel­len zuge­wie­sen, in die nie­mand mehr will. Zeit, sich um die Dre­hung von Ker­zen­leucht­er­fü­ßen zu küm­mern, bleibt ihnen nicht. Dass die Prie­ster eben­falls wei­te Strecken zurück­le­gen müs­sen, sei auch erwähnt.
      Sie glau­ben sich all­wis­send: Sie ken­nen die „Alte-Mes­se-Schicke­ria“ in- und aus­wen­dig, um sich sol­che Ver­leum­dun­gen lei­sten zu kön­nen.
      Einen solch gehäs­si­gen, vul­gä­ren Kom­men­tar gegen die Gläu­bi­gen, die der Mes­se aller Zei­ten in unwan­del­ba­rer Treue anhan­gen, habe ich noch nie gele­sen.
      Und gegen ihre Prie­ster, muss ich lei­der hin­zu­fü­gen.
      Ein theo­lo­gi­sches Wort zu den Prie­stern: Unser Herr selbst, der ewi­ge Hohe Prie­ster, hat das katho­li­sche Prie­ster­tum ein­ge­setzt. Sie sol­len in Sei­nem Namen, als Sei­ne Stell­ver­tre­ter Sein Heils­han­deln hier auf Erden fort­füh­ren.
      Wir bil­den uns das nicht ein. Es ist der ca. 2000jährige katho­li­sche Glau­be, der das ver­bind­lich lehrt. Ihn zu leug­nen, ist häre­tisch.
      Prie­ster blei­ben trotz­dem Men­schen, mit ihren Stär­ken und Schwä­chen. Unser Herr hat es so gewollt. Er hat sich buch­stäb­lich in die Hän­de von schwa­chen Men­schen bege­ben.

      Was haben Sie gegen den Wunsch ein­zu­wen­den, dass unse­re Prie­ster nach Hei­lig­keit stre­ben sol­len? Gegen den Wunsch, dass wir als Gläu­bi­ge ler­nen, aus dem Zen­trum unse­res Glau­bens zu leben?

      Die Fra­gen kann ich mir eigent­lich spa­ren. Der über­lie­fer­te römi­sche Ritus kennt kei­ne ver­bräm­te Mut­ter­gott­heit, der Sie anhan­gen nach Ihren frü­he­ren Kom­men­ta­ren. Die aller­se­lig­ste Jung­frau bleibt trotz ihrer ein­ma­li­gen Aus­er­wäh­lung immer nur ein Mensch. Immer nur ein Geschöpf.

      Ich weiß, das treibt Sie zur Weiß­glut. Ich kann es jedoch nicht ändern. Es ist eine ver­bind­li­che katho­li­sche Glau­bens­wahr­heit. Mit heid­ni­schen Mut­ter­gott­hei­ten oder Halb­göt­tin­nen hat der katho­li­sche Glau­be nichts zu tun.

    • Wie­der was gelernt…
      wuß­te gar nicht, daß ich jetzt Schicke­ria bin… bin mit NOM auf­ge­wach­sen, war lan­ge Jah­re Mini­strant und mich hat’s dann von Bay­ern nach Zürich ver­schla­gen. Daheim fand ich nie was aus­zu­set­zen an der Mes­se. In Zürich fand ich dann die „nor­ma­len“ Mes­sen lust­los, wei­te Tei­le aus­las­send (Con­fi­te­or, „erlö­se uns Herr von allem Bösen“ etc.), statt einer Pre­digt die lyri­schen Ergüs­se der Pasto­ral­as­si­sten­tin, Pre­dig­ten mit Küng-Ideen usw usw
      Dann hab ich die Mes­se der FSSP ent­deckt und füh­le mich dort bes­ser auf­ge­ho­ben, prä­zi­ser gesagt, so gut auf­ge­ho­ben wie daheim in der „neu­en“ Mes­se, die dort wür­dig zele­briert wird (ohne Zür­cher Kar­ne­val)
      und wenn mich das jetzt zur Schicke­ria macht, dann trink ich heut abend ein edles Weiß­bier auf die Petrus­brü­der 😉

      • Stel­len Sie sich vor, dass irgend­wie bei­de Mess­ri­ten okay sind und der NOM halt nur etwas flach ist, aber es ist alles okay, der eine geht eben zum NOM, der ande­re zur triden­ti­ni­schen Lit­ur­gie, es ist alles so schön bunt hier?

    • @ zeit­los

      Ihr Ton ist ein­fach nur schlimm. Das spricht im übri­gen schon für sich, und außer­dem hilft es Ihnen nichts, Pseu­do­em­pö­rung zu mimen — denn Sie kom­men um das sach­li­che Pro­blem nicht her­um.
      Eine „Kir­che“, die hart­näckig auch nur eine Häre­sie von oben her­un­ter ver­kün­det, ist im Gan­zen häre­tisch. Die Kir­che hta immer bestrit­ten, dass es so etwas wie eine „hal­be Häre­sie“ oder eine „teil­wei­se Häre­sie“ gibt. Ent­we­der ortho­dox oder eben häre­tisch, jeweils ganz! Jeden­falls wol­len Sie wohl kaum dem Addi­tis­mus fröh­nen, oder? Sie haben offen­bar immer noch begrif­fen, wo wir ste­hen, lamen­tie­ren aber die gan­ze Zeit her­um — oder ist das Lamen­to bei Ihnen nur Life­style und Sie mei­nen es doch nicht so ganz ernst?

      Die „Kir­che“ nach dem 2. Vati­ca­num ist häre­tisch.
      Sie müs­sen sich schon ent­schei­den, wo Sie hin­ge­hö­ren — Him­mel oder Höl­le. Ich setz­te übri­gens „Kir­che“ in Gän­se­füß­chen.
      Lamen­tie­ren wir doch ein­fach wei­ter und wei­ter und füh­len uns recht­gläu­big, weil wir die über­lie­fer­te Mes­se besu­chen, die aber natür­lich una cum hae­re­ti­co gefei­ert wird. Und im übri­gen geht alles sei­nen Gang wei­ter.
      Also bit­te — wohin gehö­ren wir: zum Hae­re­ti­cus oder nicht? Und wenn nicht — wo ist denn dann die Kir­che, die ech­te Kir­che, die rei­ne Braut Chri­sti? Doch bei Ber­go­glio?
      Sie tre­ten nur des­halb so wuten­brannt auf, weil Sie auf die­se Fra­ge kei­ne Ant­wort haben.
      Und dar­auf hat gar kei­ner hier eine Ant­wort.
      Man schlin­gert in den Lau­hei­ten und selbst­ge­rech­tem Tra­di­ti­ons­la­men­to wei­ter und hat ver­ges­sen, dass Jesus sag­te: O, dass du kalt oder heiß wärest!
      Was heißt heiß, was kalt?
      Blei­ben wir lau, mal schimp­fen wir über Ber­go­glio, mal fei­ern wir in Ein­heit mit ihm die Mes­se, die er hasst?

      • … und wer oder was ein Papst sein soll, das haben Sie offen­bar noch nie ver­stan­den.

        Nicht ich glau­be an eine gei­sti­ge Kir­che, son­dern Sie — nur ver­ste­hen Sie es nicht. Wenn Sie den­ken, es gäbe eine recht­gläu­bi­ge Kir­che unter einem hae­re­ti­schen Papst und einem fast voll­stän­dig hae­re­ti­schen Epi­sko­pat, dann ist Ihnen wirk­lich nicht mehr zu hel­fen.

        Was mei­nen Sie, wie­viel Kraft Sie in einer sol­chen Aura haben, der Höl­le zu wider­ste­hen?
        Und wir sehen es ja, nicht nur die FSSP, son­dern auch die FSSPX ver­sin­ken nach und nach in den moder­ni­sti­schen Irr­tü­mern.

        Das fängt schon bei einem total idio­ti­schen Papst­bild an: Sie brau­chen unbe­dingt einen Papst, um Kir­che zu spie­len, auch wenn der ein Hae­re­ti­ker ist.
        Die Tra­di­ti­on aber lehrt, dass vom Papst her über­haupt nur das recht­gläu­bi­ge Mess­op­fer gefei­ert wer­den kann — nur von ihm her, oder es besteht eben gera­de eine Sedis­va­kanz und man fei­ert es so, als wäre er da oder als käme bald ein neu­er recht­gläu­bi­ger Papst. Die Kir­che hat schon meh­re­re Sedis­va­kan­zen über­stan­den — war­um nicht auch heu­te?

  3. Mei­ne Güte — wenn ich das schon höre — „die neue Mes­se wür­dig zele­briert“.
    (Da fällt mir gera­de ein — auf wür­dig zele­briert — reimt sich ganz pas­send — nichts kapiert)
    Haben Sie denn immer noch nicht ver­stan­den, dass das Vat. II mit der „neu­en“ Mes­se Satans Mei­ster­stück war. Wie oft haben wir das denn hier schon wie­der­ge­käut? Lesen Sie das Buch von Rober­to Mattei: Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil!

    • dan­ke schön ver­ehr­te­ster Dario, Sie unter­stel­len mir also indi­rekt, dass ich seit ich 3 Jah­re alt war in sata­ni­schen Mes­sen war? Bzw. mei­ne Eltern mich in sol­che geschleppt haben? Dass Aber­mil­lio­nen von Katho­li­ken seit 1970 in ungül­ti­ge Mes­sen gelau­fen sind?
      Dass die Lit­ur­gie­re­form ein Feh­ler war, glau­ben wir wohl alle hier. Das Buch von Mattei hab ich gele­sen, kann aber Ihre Extremm­ei­nung dort so nicht fin­den. Ihr aggres­si­ver Aus­fall bestä­tigt lei­der die (eigent­lich abzu­leh­nen­den) Vor­ur­tei­le über Tra­dis, die Zeit­los hier gepo­stet hat…

  4. @ Zeit­schnur
    1) Im Beschul­di­gen brin­gen Sie es wirk­lich zur Mei­ster­schaft.
    Wie­so ver­sin­ken die FSSP und die FSSPX in Häre­si­en? Sie lie­fern nicht ein Argu­ment.
    2) Die Vor­stel­lung, dass ein gül­tig geweih­ter Prie­ster, der den Glau­ben voll­um­fäng­lich bewahrt, mit einem häre­ti­schen Papst zum Häre­ti­ker wird, ist so unsin­nig, dass ich dar­auf nicht mehr ein­ge­he. Das Glei­che gilt für Bischö­fe. Ein katho­li­scher Bischof, der den Glau­ben voll­um­fäng­lich bewahrt wird nicht zum Häre­ti­ker, falls es der Papst wird.
    3) Der Papst kann natür­lich, weil er die Kir­che regiert, Bischö­fe oder Prie­ster zu häre­ti­schen Aktio­nen zwin­gen. Oder es ver­su­chen. Doch es ist nicht bekannt, dass die Wür­den­trä­ger Bur­ke, Ran­jith oder ande­re irgend­ei­ne häre­ti­sche Akti­on began­gen haben. Sie müs­sen es schon nach­wei­sen.
    4) Es ist lächer­lich, aber ich kann es nicht ändern: Ver­wech­seln Sie den Papst etwa mit unse­ren Stamm­eltern Adam und Eva? Von ihnen ging tat­säch­lich die Erb­sün­de auf das gesam­te Men­schen­ge­schlecht über. Doch das betrifft kei­nes­falls die Sün­den des Pap­stes. Die­se kön­nen die Kir­che schwer schä­di­gen, aber sie gehen nicht auto­ma­tisch auf die Hier­ar­chie und die Gläu­bi­gen über. Das ist, mit Ver­laub, Irr­sinn.
    5) Dem Papst steht das Recht zu, über die Lit­ur­gie zu bestim­men. Von sei­nem Amt her. Er ist jedoch ver­pflich­tet, sich bei jeder Maß­nah­me nach dem über­lie­fer­ten Glau­ben zu rich­ten.
    6)Nie hat die Tra­di­ti­on gelehrt, dass vom Papst her „über­haupt das recht­gläu­bi­ge Mess­op­fer gefei­ert wer­den kann.“ Wenn der gül­tig geweih­te Prie­ster das Mess­op­fer zele­briert wie es die Kir­che vor­schreibt, ist die hl. Mes­se gül­tig. Und soll­te der Papst in Sün­den ver­sin­ken, der voll­um­fäng­lich gläu­bi­ge Prie­ster zele­briert gül­tig die hl. Mes­se, die Ver­dien­ste Jesu Chri­sti wer­den den Gläu­bi­gen zuge­wen­det.
    „Die Kir­che hat schon meh­re­re Sedis­va­kan­zen über­stan­den — war­um nicht auch heu­te?“

    Mit Ver­laub, aber es fällt mir schwer, das Lachen zu unter­drücken. Die Kir­che hat nach dem Tod des Pap­stes immer eine Sedis­va­kanz zu über­ste­hen, es ist ein ganz natür­li­cher Pro­zess, denn kein Papst ist unsterb­lich.
    Nie hat es in der Kir­chen­ge­schich­te eine Epo­che gege­ben, die von der Kir­che als Sedis­va­kanz bezeich­net wur­de zu Leb­zei­ten von Päp­sten.
    Den Sedis­va­kan­tis­mus gibt es offi­zi­ell erst nach dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Die­ses unse­li­ge Kon­zil hat nicht nur alle frü­he­ren Häre­si­en neu auf­le­ben las­sen, son­dern es ist letzt­lich auch für den Sedis­va­kan­tis­mus ver­ant­wort­lich. Was jedoch nicht den Sedis­va­kan­ti­sten von sei­ner eige­nen Ver­ant­wor­tung befreit. Einen Auto­ma­tis­mus gibt es nicht.

    Abschlie­ßend: Katho­li­ken „spie­len nicht Papst.“ Unser Herr selbst hat das Papst­tum ein­ge­setzt. Und die gesam­te Hier­ar­chie, die Nach­fol­ger der Apo­stel.
    Wir kön­nen der per­sön­li­chen Über­zeu­gung sein, der Papst sei ein Häre­ti­ker. Amt­lich fest­stel­len kann das nur das Lehr­amt. Des­we­gen haben wir nicht das gering­ste Recht, irgend­ei­nen Katho­li­ken als Häre­ti­ker zu dif­fa­mie­ren, wenn er unse­re Über­zeu­gung nicht teilt.

  5. Es gibt kein rich­ti­ges Leben im fal­schen. Sogar die Athe­isten wis­sen das.

    Kann man zwei Her­ren die­nen? Dem wah­ren Herrn unter Kotau vor dem fal­schen?

    Nein, sagt uns die Schrift: Nie­mand kann zwei­en Her­ren die­nen.
    Wer es ver­sucht, dient auto­ma­tisch dem Bösen.
    Und man spürt die Frucht.

    • extra eccle­si­am nul­la salus wur­de doch seit fast 2 Jahr­tau­sen­den gelehrt und geglaubt. Jetzt spre­chen Sie sowohl der röm-kath Kir­che der (Nachkonzils)Päpste die Kirch­lich­keit ab als auch den Pius­brü­dern oder ande­ren Tra­dis. Wo ist denn Ihre Kir­che, ausser­halb derer kein Heil ist? Mir kommt ihre Kir­che ein biß­chen zu sub­jek­tiv vor in ihren Posts…

      • Ja, extra e c c l e s i a m…nur kann eine Kir­che, die inzwi­schen seit Jahr­zehn­ten und flä­chen­deckend von Häre­ti­kern geführt und „belehrt“ wird, nicht die­se „eccle­sia“ sein. Sie wol­len ja nicht etwa aus schwarz weiß machen?

        Wenn die Hier­ar­chie, allen vor­an der Papst, seit dem Vati­ca­num II offen Häre­si­en ver­kün­det, kann da nicht die wah­re und rei­ne Kir­che sein — oder?

        Das ist ein­fach nur Logik, nichts Sub­jek­ti­ves.

        „Ubi Petrus ibi eccle­sia“ — nur, wenn der Petrus ein Häre­ti­ker ist, kann bei ihm nicht die Kir­che sein.
        Wo sie dann ist?
        Bei Maria, wie in jeder Sedis­va­kanz, sie ist die Über­win­de­rin aller Häre­si­en, sag­te übri­gens auch Pius X., ist Tra­di­ti­on, .… aber pss­s­s­sst — das darf man nicht mehr sagen, unse­re Pius­pro­te­stan­ten hören das gar nicht ger­ne.
        Der lie­be Gott soll­te sich doch ein­fach mal bei ein paar die­ser mili­tan­ten Tra­di­ti­ons­er­fin­de­rin­nen bera­ten las­sen…

      • Lie­be zeit­schnur,
        eine ernst­haf­te Fra­ge, kein Angriff gegen Sie: Wo gehen Sie in die Hl. Mes­se? In Ihrer Orts­pfar­rei oder bei den Eccle­sia Dei Gemein­den wohl nicht, denn dort wird der Papst im Hoch­ge­bet genannt, und das geht ja Ihrer Mei­nung nach nicht? Wo kann man dann noch hin­ge­hen?

      • Lie­ber Car­lo —

        es ist über­all gleich, ob FSSPX oder FSSP oder Motu-pro­prio-Prie­ster, dass die Gemein­schaft mit den Häre­ti­kern bekannt wird und auch sie als Garan­ten und als „Auf­trag­ge­ber“ des nun zu voll­zie­hen­den Mess­op­fers im Te igi­tur genannt wer­den. Lan­ge ging ich zu sol­chen Prie­stern… und nicht alle sind bewuss­te Heuchler…gewiss nicht.…manche ver­ste­hen es (noch) nicht.

        Jetzt kann ich das nicht mehr — die Schi­zo­phre­nie des Fak­t­ums hat sich mir auch dar­in gezeigt, dass die Per­so­nen, die so zele­brie­ren oder teil­neh­men, theo­lo­gisch schi­zo­phren sind und sehr oft han­deln und vor allem, — auch das muss­te ich schmerz­lich erfah­ren — wie Sek­tie­rer, kei­ne Infra­ge­stel­lung zulas­sen, ja nicht mal ein spie­le­ri­sche Fra­ge — sofort wird man förm­lich dämo­ni­siert oder die Debat­te ins Per­sön­li­che gezerrt.

        Spä­te­stens an die­sem Punkt wur­de mir dann klar, dass es mas­si­ve gei­sti­ge Aus­wir­kun­gen auf jeden ein­zel­nen hat, der una cum hae­re­ti­co fei­ert. Gei­stig in dem Sinn, dass er Gefahr läuft, von dem Bösen, dem man sich hier ver­ant­wort­lich fühlt und von dem man sich sogar her­lei­ten will (!), schlei­chend in Besitz genom­men zu wer­den, ohne es zu bemer­ken. Sie haben an ande­rer Stel­le Msgr. Wil­liam­son erwähnt — Sie sehen es hier deut­lich, dass er dem Bösen dient und z.B. einen Völ­ker­mord leug­net, des­sen Urhe­ber der Satan per­sön­lich ist. Dafür zieht er vor Gericht, um ein sata­ni­sches Werk zu ver­schlei­ern! Was soll man denn geist­lich von sol­chen Per­so­nen erwar­ten? Wobei das bei ihm nicht die ein­zi­ge aus­ge­spro­chen zwei­fel­haf­te Hal­tung ist…

        Ich bin nicht im Besitz von Lösun­gen und kann auch nicht Lehr­amt spie­len, aber ich weiß, dass auch der Men­schen­sohn kei­nen Ort hat­te, an dem er ruhen konn­te hier auf Erden. War­um also nicht auch ich, wenn ER mein Herr ist, genau­so?
        ER wird mit mir gehen, weil ER es uns ver­spro­chen hat, Maria wur­de noch nie umsonst um Schutz und Für­spra­che gebe­ten. Im Zwei­fels­fall setzt Er die Suk­zes­si­on fort — Er hat sie gestif­tet, und dar­um ist es Sei­ne Ver­ant­wor­tung, sie so lan­ge zu erhal­ten, bis ER kommt. Und Er ver­sprach es uns am Schluss des Johan­nes-Evan­ge­li­ums: Johan­nes (der Prie­ster) wird blei­ben, bis Er kommt. Petrus höchst­wahr­schein­lich nicht. (Lesen Sie mal das letz­te Kapi­tel des Evan­ge­li­ums — ist eine hoch­in­ter­es­san­te, apo­ka­lyp­ti­sche Sze­ne).
        Wovor wol­len wir uns fürch­ten, wenn ER mit Sei­nem Hof­staat das Regi­ment führt? Ist ER nun der Herr der Kir­che oder nicht?

        Wohin ich nun gehe, seit­dem ich gemerkt habe, dass ich IHN durch sol­che Mess­be­su­che belei­di­ge, schrei­be ich hier ange­sichts der hoch­ag­gres­si­ven Auf­ge­la­den­heit bei all jenen, die im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes „auf Teu­fel komm raus“ una cum hae­re­ti­co blei­ben wol­len, nicht auf.
        Ich möch­te Jesus nicht ver­let­zen, wenn ich nun schon erkannt habe, dass ich es tu, wenn Sei­ne Fein­de Sei­nem Opfer vor­ge­la­gert wer­den…
        Fra­gen Sie mich pri­vat — ver­zei­hen Sie mir, aber Sie sehen doch selbst, mit wel­chen Ban­da­gen hier man­che klot­zen. Unter vier Augen kön­nen wir viel­leicht reden.

      • Lie­be zeit­schnur — ich sehe es lei­der erst jetzt. Es scheint nun tat­säch­lich eine Lese­rin unter dem Nick­na­me „car­lA“ zu geben, die sich oben an sie gewen­det hat 🙂

        Somit bin ich gänz­lich unver­dient in den Genuss Ihrer Ant­wort gelangt, wor­in Sie zudem eini­ges aus frü­he­ren Bei­trä­gen auf­neh­men, das mich in der Tat sehr beschäf­tigt. Jeden­falls bedan­ke ich mich sehr herz­lich und emp­feh­le mich Ihrem Gebet !

  6. 2 klei­ne­re Bemer­kun­gen:
    — Seit der Ver­fol­gung der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta haben sehr vie­le ita­lie­ni­sche Welt­prie­ster einen Antrag zur Auf­nah­me bei der Petrus­bru­der­schaft gestellt.
    — Wenn man die Semi­na­re der Petrus­bru­der­schaft ein biss­chen kennt, die Aus­bil­dung, den Inhalt des Unter­richts und die vie­len Prü­fun­gen einer­seits, und ander­seits die Abwei­sung, die Kujon­nie­rung, die Her­ab­set­zung und die Miß­gunst die den Petrus­brü­dern nicht sel­ten offen und mas­siv von den Diö­ze­san­be­hör­den ent­ge­gen­schlägt („Nicht mal mit einer Beiß­zan­ge wür­de ich anfas­sen.…“), dann kann man nur einen gro­ßen Respekt für sie haben.
    Aus dem glei­chen Grund — und bei dem dama­li­gen Kon­text noch viel mehr — habe ich größ­ten Respekt für Erz­bi­schof Msgr. Lef­eb­v­re.
    Es war übri­gens ein noch von Msgr. Lef­eb­v­re zum Prie­ster geweih­ter schwar­zer Bischof, Msgr. Siméon Obum­ba aus Gabun, der die ersten Semi­na­ri­sten des Insti­tutum Chri­sti Regis Sum­mi Sacer­dotis (ICR) als Prie­ster in sei­nem Bis­tum inkar­di­nier­te (In West­eu­ro­pa woll­te sich vor 24 Jah­ren kein Bischof dazu beken­nen — die alt­be­kann­te Feig­heit).

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