„Unser Land verlassen, in dem wir 600 Jahre vor den Moslems waren? Nein, Danke!“

Das Kreuz der Christen im Nahen Osten
Das Kreuz der Chri­sten im Nahen Osten

Gast­kom­men­tar von Johan­nes Thiel

(Bagdad/Berlin) Im Westen gibt es ein offen­sicht­li­ches Ver­sa­gen der Außen­po­li­tik und zuvie­le Gut­men­schen, meist lin­ke Poli­ti­ker, die das Pro­blem der Chri­sten des Nahen Ostens damit lösen wol­len, die Chri­sten nach Euro­pa umzu­sie­deln. Sie tar­nen ihre For­de­rung mit dem „huma­ni­tä­ren Not­stand“. Die­sen gibt es in der Tat. Die For­de­rung geht jedoch an der Rea­li­tät vor­bei, vor allem dem, was die Chri­sten des Nahen Ostens wol­len. Zudem trägt eine jahr­zehn­te­lan­ge ver­fehl­te Außen­po­li­tik unter US-Füh­rung eine gehö­ri­ge Mit­ver­ant­wor­tung an die­sem „huma­ni­tä­ren Not­stand“.

Euro­päi­sche Gut­men­schen lin­ker Cou­leur sehen in einer groß­an­ge­leg­ten Umsied­lungs­ak­ti­on ein Mit­tel zur „Beru­hi­gung“ des Nahen Ostens, die in Wirk­lich­keit einer Isla­mi­sie­rung ent­spricht, die zudem immer deut­li­cher unter isla­mi­sti­schen Vor­zei­chen erfolgt. Der Bevöl­ke­rungs­trans­fer kommt dabei vor allem der von den­sel­ben Kräf­ten in Euro­pa ange­streb­ten Auf­lö­sung der Völ­ker und Natio­nen ent­ge­gen. Anstatt den Chri­sten im Nahen Osten zu hel­fen, schla­gen die Mul­ti­kul­tu­ra­li­sten Klein­geld aus deren Not. Die Chri­sten Syri­ens und des Irak wer­den als poli­ti­sches Druck­mit­tel in den euro­päi­schen Staa­ten miß­braucht, die Gren­zen für die Mas­sen­mi­gra­ti­on zu öff­nen. Die lin­ken bien-pensance bedie­nen sich dabei einer ganz eige­nen Spra­che, die zum Teil mei­len­weit von der Rea­li­tät ent­fernt ist. Vor einem Jahr­hun­dert lag der Anteil der Chri­sten im gesam­ten Nahen Osten je nach Gebiet zwi­schen einem Vier­tel und einem Drit­tel der Bevöl­ke­rung, im Liba­non war es sogar die abso­lu­te Mehr­heit. Heu­te gibt es „chri­sten­freie“ Zonen. Geht es nach eini­gen euro­päi­schen Außen- und Inter­gra­ti­ons­po­li­ti­kern sol­len es noch mehr wer­den.

Umsiedlungsaktion für Christen des Nahen Ostens?

In der Main­stream-Dik­ti­on sind längst alle Migran­ten zu „Flücht­lin­gen“ mutiert. Eine unred­li­che Ver­all­ge­mei­ne­rung, hin­ter der sich eine geziel­te poli­ti­sche Agen­da ver­birgt. Eben­so wie jeder, der aus wel­chen Grün­den auch immer die 113 Kilo­me­ter See­weg zwi­schen Tune­si­en und Lam­pe­du­sa zu über­que­ren ver­sucht und kaum gesich­tet von der bereits bereit­ste­hen­den ita­lie­ni­schen Mari­ne an Bord geholt wird, vom Medi­en-Main­stream als „geret­tet“ gilt, als sei er in See­not gewe­sen. Selt­sam mutet dabei, etwa in Deutsch­land, die Ein­mü­tig­keit zwi­schen Poli­ti­kern der Grü­nen und der SPD, lin­ken und christ­li­chen NGO’s und evan­ge­li­schen und katho­li­schen Bischö­fen an.

Daß der Trans­fer von tat­säch­li­chen Flücht­lin­gen in Tau­sen­de Kilo­me­ter ent­fern­te, ihnen völ­lig frem­de Län­der außer­halb ihres Kul­tur­krei­ses zum Nut­zen der­sel­ben sein soll, glau­ben wahr­schein­lich nicht ein­mal grü­ne Poli­ti­ker. Es dürf­te ihnen letzt­lich auch egal sein.

Will der Westen die Tragödie der verfolgten Christen nicht verstehen?

Ganz anders sehen es die betrof­fe­nen Chri­sten des Nahen Ostens. Ihre Ant­wort lau­tet: „Unser Land ver­las­sen, in dem Jesus 600 Jah­re vor Moham­med gebo­ren wur­de? Nein, Dan­ke!“ Doch der Westen scheint die Tra­gö­die der ver­folg­ten Chri­sten noch immer nicht zu ver­ste­hen. Wie auch, sind die mei­sten der Trans­fer- und Migra­ti­ons­po­li­ti­ker in Euro­pa gleich­zei­tig als anti­christ­lich ein­zu­stu­fen.

Ihnen schrieb nun Lou­is Raphaà«l I. Sako, der seit 2013 amtie­ren­de Patri­arch von Baby­lon ins Stamm­buch: „Ihr dürft die Chri­sten nicht zum Ver­las­sen der Regi­on ermu­ti­gen, son­dern sollt ihnen hel­fen, zu blei­ben“. Eine Mah­nung, die mehr einer ver­zwei­fel­ten Bit­te gleich­kommt ange­sichts einer fata­len Poli­tik der US-Regie­rung und dem all­ge­mei­nen Des­in­ter­es­se Euro­pas, wo der Lin­ken nur ein­fällt, das Ende der Chri­sten­heit im Nahen Osten zu beschleu­ni­gen und die Chri­sten des Nahen Osten als ein Puz­zle­stein unter ande­ren für ihre Mul­ti-Kul­ti-Uto­pie zu miß­brau­chen. Eine Uto­pie, die einen euro­päi­schen Zen­tral­staat zum Ziel hat, der besten­falls pro for­ma demo­kra­tisch sein wird.

Patri­arch Sako reagier­te mit sei­ner Auf­for­de­rung auf die „Bereit­schaft“ des sozia­li­stisch regier­ten Frank­reich, die ira­ki­schen Chri­sten, die Opfer der Dschi­ha­di­sten sind, auf­zu­neh­men. Die Mini­ster Lau­rent Fabi­us und Ber­nard Caze­neuve schrie­ben: „Wir kom­men den Obdach­lo­sen zu Hil­fe, die vor dem Isla­mi­schen Staat flie­hen und sich nach Kur­di­stan geflüch­tet haben. Wir sind bereit, ihnen auf unse­rem Ter­ri­to­ri­um Auf­nah­me und Asyl zu gewäh­ren“.

Westen soll Christen nicht zum Verlassen ihrer Heimat ermutigen

Der Vor­schlag, selbst wenn er mit den besten Absich­ten gemacht wor­den sein soll­te, offen­bart vor allem, daß der Westen die Bedürf­nis­se der Chri­sten des Nahen Ostens nicht begreift. Und dies, obwohl Lou­is Sako bereits als Erz­bi­schof von Kir­kuk und heu­te als Patri­arch sich immer wie­der zum Spre­cher die­ser Bedürf­nis­se gemacht hat: „Der Westen soll­te die Abwan­de­rung nicht för­dern. West­li­che Regie­run­gen und Kir­chen soll­ten uns viel­mehr hel­fen, indem sie Pro­jek­te unter­stüt­zen, die den Chri­sten das Blei­ben ermög­li­chen. Ich habe 40 christ­li­che Orte im Nord­irak besucht. Die Men­schen brau­chen nicht viel außer etwas Medi­zin, Saat­gut und mehr Arbeits­plät­ze“, so Tem­pi.

Genau das­sel­be erklär­te auch Gre­gor III. Laham, der Patri­arch von Antio­chi­en und dem Gan­zen Ori­ent der mit Rom unier­ten mel­ki­tisch-katho­li­schen Kir­che. „Die Chri­sten des Irak und Syri­ens wol­len in ihrem Land blei­ben“, sag­te er in einem Inter­view für Tele Lumie­re. „Sicher, wir brau­chen jeman­den, der uns hilft. Vor allem aber brau­chen wir jeman­den, der uns hilft in unse­rem Land zu blei­ben. Helft uns den Ter­ro­ris­mus und die Isla­mi­sten zu bekämp­fen. Been­det die Waf­fen­lie­fe­run­gen, die nur die­sen Grup­pen nüt­zen. Das wäre eine weit wich­ti­ge­re Anstren­gung für den Frie­den, anstatt uns zu Asy­lan­ten zu machen und uns zu erklä­ren, uns nahe zu sein.“

„Westen hat in den vergangenen 50 Jahren nur Spaltung gesät“

In sei­nem Inter­view erhob der Patri­arch von Antio­chi­en schar­fe Ankla­ge gegen den Westen: „Wir wol­len in unse­rem Land blei­ben und das trotz aller Pro­ble­me. Alles was die USA und Euro­pa in den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren getan haben, war Spal­tung zu säen. Ihr müß­tet statt­des­sen für die Ein­heit arbei­ten, auch für die Ein­heit zwi­schen Chri­sten und Mos­lems und nicht für die Spal­tung. Wir sind die ersten, die unter­drückt wer­den und lei­den. Tau­sen­de von Mär­ty­rern wur­den hier getö­tet. Ihr Blut hat es ermög­licht, daß es uns Chri­sten und unse­re Bot­schaft in die­sem Land noch gibt.“

Der Westen sei zum The­ma Naher Osten taub, so der Patri­arch Sako von Baby­lon. Er bekom­me nur gro­ße Ohren, wenn sei­ne Wirt­schafts­in­ter­es­sen, kon­kret die Erd­öl­för­de­rung betrof­fen sei­en. Nun haben die isla­mi­sti­schen Ter­ro­ri­sten das Land über­fal­len und die Chri­sten hegen den drin­gen­den Ver­dacht, daß dies nur mit west­li­chen Waf­fen mög­lich gewor­den ist. „Die Chri­sten bit­ten um Hil­fe und brau­chen Hil­fe. Sie brau­chen aber nicht ein Umsied­lungs­ticket, son­dern Lösungs­vor­schlä­ge für die Kri­se. Sie brau­chen poli­ti­sche Sta­bi­li­tät und nicht Mili­tär­in­ter­ven­tio­nen, die ein­zi­ge Ant­wort, die man­che zu geben imstan­de schei­nen. Jede Mili­tär­in­ter­ven­ti­on hier ist zu Lasten der Chri­sten gegan­gen“, so der Patri­arch. „Die USA waren hier und sie haben vie­le Feh­ler gemacht. Und nun herr­schen Cha­os, Ver­wir­rung und Anar­chie. Man kann nicht ein­fach mit der Waf­fe in der Hand ein­mar­schie­ren und das west­li­che demo­kra­ti­sche Modell impor­tie­ren.“

Helfen? Waffenlieferungen einstellen und Druck auf Saudis Terrorfinanzierung einzustellen

Die west­li­che Außen­po­li­tik könn­te den Chri­sten auf „ziem­lich ein­fa­che Wei­se hel­fen“, indem sie „Druck auf Sau­di-Ara­bi­en, die Tür­kei, Katar und den Iran aus­übt“, damit sie auf­hö­ren, Ter­ro­ri­sten zu finan­zie­ren. Vor allem aber soll­te der Westen die Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Rebel­len im Irak und Syri­en ein­stel­len.

Der Vor­schlag, den Chri­sten Asyl in Frank­reich und ande­ren euro­päi­schen Län­dern zu gewäh­ren, signa­li­siert ein fal­sches Inter­es­se am Leid der Betrof­fe­nen. „Es ist nicht das, was die Chri­sten wün­schen. Die Chri­sten wol­len nicht sicher außer­halb des Irak leben, son­dern im Irak.“ Und an den Westen gerich­tet, sag­te der Patri­arch: „Wer davon­läuft, ver­liert alles, sei­ne Geschich­te, sei­ne Spra­che, sei­ne Moral, sei­ne Tra­di­tio­nen, sei­ne Lit­ur­gie, alles: die­se Chri­sten ver­lie­ren alles. Und wenn wir hier auch vie­le Schwie­rig­kei­ten haben, für die ihr nicht unver­ant­wort­lich seid: das Para­dies, das ist sicher nicht bei euch.“

„Westen muß uns helfen, aber zu bleiben und nicht zu fliehen“

„Wie kann der Westen wol­len, daß hier die zwei­tau­send­jäh­ri­ge Geschich­te des Chri­sten­tums unter­bro­chen wird? Ein Ver­lust für den gan­zen Nahen Osten, aber auch für den Westen. Was soll­te aus die­sem Land, dem Irak wer­den, wenn es mit den Chri­sten den offen­sten Teil der Gesell­schaft ver­liert, der sich um die Erzie­hung und die Aus­bil­dung küm­mert, der als ein­zi­ger den Frau­en in die­sem Land die glei­che Wür­de zuer­kennt?

Ein chri­sten­frei­er Naher Osten ist ein um vie­les ärme­rer Naher Osten, denn das Chri­sten­tum hat älte­re und tie­fe­re Wur­zeln in die­ser Regi­on als der Islam. Es wür­de ein Naher Osten, der sich immer mehr radi­ka­li­siert und immer into­le­ran­ter wür­de. Wel­ches Inter­es­se könn­te der Westen an einer sol­chen Ent­wick­lung haben?“, fragt sich der Patri­arch. Viel­leicht weil man gegen einen sol­chen Nahen Osten leich­ter mili­tä­risch vor­ge­hen kann? Dage­gen stellt der Patri­arch erneut sei­nen Appell: „Der Westen muß uns hel­fen, aber zu blei­ben und nicht zu flie­hen“.

Bild: Ora Pro Siria

12 Kommentare

  1. Fast alles scheint mir rich­tig was im Arti­kel geschrie­ben wur­de ausser der Kern­aus­sa­ge: dass die Chri­sten im Nahen Osten noch eine Chan­ce haben frei von Ver­fol­gung leben. Die Ziel­set­zung der­je­ni­gen, die nun die Macht haben, übri­gens unter­stützt von der sun­ni­ti­schen Bevöl­ke­rungs­mehr­heit, ist, dass alle nicht­is­la­mi­schen Reli­gi­ons­an­ge­hö­ri­gen zu ver­schwin­den haben, und selbst dann wird es kei­ne Ruhe geben weil dann wei­ter gegen die dem „fal­schen“ shii­ti­schen und ale­vi­ti­schen (ver­weich­lich­ten) Islam anhän­gen­den Grup­pen gekämpft wird. Der Ori­ent sowie Nord­fri­ka sind ver­sa­gen­de und ver­lo­re­ne Regio­nen. Es gilt viel­mehr, Euro­pa zu ver­tei­di­gen, dabei kön­nen ortho­do­xe, assy­ri­sche, ara­mäi­sche, arme­ni­sche und kop­ti­sche Chri­sten uns hier nur will­kom­men sein, nicht aber deren Fein­de.

    • Nein,sie hier will­kom­men zu hei­ßen, hei­ße den Isla­mi­sten dort und den Mul­ti­kul­ti Fana­ti­kern hier in die Hän­de zu spie­len. Das kann kei­ne Lösung sein.

      • Sind Sie noch ganz bei Trost? Sie haben kei­ne Ahnung, was die­se Men­schen dort durch­ma­chen müs­sen.

  2. Die vati­ka­ni­sche Außen­po­li­tik hat sich nach Paul VI. mas­siv gedreht und nimmt seit­her kei­ne Rück­sicht mehr auf die ori­en­ta­li­schen Chri­sten, Johan­nes Paul II. als Sohn einer jüdi­schen Mut­ter nahm den erkenn­bar mor­schen Frie­den von Oslo 1993 zum Vor­wand diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen mit Isra­el auf­zu­neh­men, tau­sche in gro­ßen Men­gen Freund­lich­kei­ten mit dem Juden­tum aus und Papst Bene­dikt erklär­te es zur geschwi­ster­li­chen Reli­gi­on, fei­er­te mit Geor­ge Bush sei­nen Geburts­tag im Wei­ßen Haus am Höhe­punkt der ame­ri­ka­ni­schen Besat­zung im Irak 2003 und benütz­te für die Fahrt von Jeri­cho nach Jeru­sa­lem die aus­schließ­lich den Juden vor­be­hal­te­ne Auto­bahn und ging dann noch ein­mal ganzl lieb­lich und öffent­lich mit Gero­ge Bush im Vati­kang­ar­ten spa­zie­ren. Für mich war von Anfang an klar wie das enden wird für die ori­en­ta­li­schen Chri­sten aber die V2- Kon­zils­vä­ter sind ja so gescheit, womög­lich ist es ihnen auch egal, die­se Kir­chen haben ja die Lit­ur­gie­re­form nie über­nom­men!

    • Die israe­li­sche Regie­rung und das der israe­li­schen Poli­tik nahe­ste­hen­de orga­ni­sier­te Juden­tum hat es eben geschafft, jeg­li­che Kri­tik an Isra­els Poli­tik mit Anti­se­mi­tis­mus gleich­zu­set­zen. Egal was Isra­el im Gaza treibt, Isra­el ist immer in der Opfer­rol­le. Und die gegen­wär­ti­gen Israel­kri­ti­ker ent­blö­den sich, ihre nur all­zu berech­tig­te Kri­tik am unmensch­li­chen Vor­ge­hen der israe­li­schen Armee in Gaza mit anti­se­mi­ti­schen Paro­len zu beglei­ten. Dabei weiß jedes Kind, dass es eben­so hane­bü­che­ner Unsinn ist, das Juden­tum auf Isra­el zu redu­zie­ren, wie etwa in allen Deut­schen Nazis zu sehen. Es gibt genü­gend Juden in und außer­halb von Isra­el, die die israe­li­sche Poli­tik und ihren ver­bre­che­ri­schen Krieg gegen die palä­sti­nen­si­sche Zivil­be­völ­ke­rung scharf kri­ti­sie­ren. Eben­so falsch ist es, den Staat Isra­el mit dem aus­er­wähl­ten Volk Got­tes der Bibel gleich­zu­set­zen, wie es man­che Katho­li­ken ger­ne tun. Isra­el als Volk Got­tes ist viel umfas­sen­der, als die an den Gebo­ten Got­tes wenig ori­en­tier­te Hand­lungs­wei­se der israe­li­schen Regie­rung unter Netan­ja­hu.

      • Wovon reden Sie über­haupt? Wis­sen Sie mit wel­chem Geg­ner Sie es da zu tun haben? Ihre Ein­sei­tig­keit ist unter­ir­disch. Im Gaza-Strei­fen gibt es kei­ne Mili­tärs, dort gibt es nur Zivi­li­sten. Zivi­li­sten, die ande­re Zivi­li­sten als Gei­seln neh­men, und die tag­täg­lich Rake­ten auf das Gebiet Isra­els schie­ssen las­sen. Sie leben auf dem Mond? Auf jeden Fall ist Ihre Ana­ly­se ein­deu­tig ver­zerrt und rea­li­täts­fern.

        Und noch etwas. Der Geg­ner Isra­els will kei­nen Frie­den, das ist nicht vor­ge­se­hen. An Isra­el hat es nie gele­gen.

        Ken­nen Sie die Inschrift, auf dem Tem­pel­berg, in die­sem Haus mit der gol­de­nen Kup­pel? Was haben die Mus­li­me in Jeru­sa­lem ver­lo­ren?

        In die­sem Kampf geht es auch und vor allem dar­über, ob die BIBEL die Wahr­heit sagt, oder der Koran. Haben Sie das ver­stan­den, gei­stig? In der BIBEL fin­den Sie nicht einen ein­zi­gen Feh­ler. Dem­nach, was bedeu­tet dies, wirk­lich?

      • Eben des­halb, weil es kein Mili­tär im Gaza­strei­fen gibt, ist das Vor­ge­hen der israe­li­schen Regie­rung gegen die Zivil­be­völ­ke­rung unmensch­lich. Und es ist ver­bre­che­risch, weil die Ant­wort, die Isra­el auf das Syl­ve­ster­feu­er­werk der Hamas wählt, gelin­de gesagt, unver­hält­nis­mä­ßig ist. Wie leicht könn­te man psy­cho­lo­gisch einen Keil zwi­schen Hamas und Zivil­be­völ­ke­rung im Gaza trei­ben, wenn man den Ein­woh­nern klar mach­te, wie deren Leben von der Hamas beden­ken­los aufs Spiel gesetzt wird. Statt­des­sen tappt Netan­ja­hu wie ein wüten­der Tanz­bär in die Fal­le der Hamas und man muss nun das fal­sche Spiel auf der Kla­via­tur des Anti­se­mi­tis­mus spie­len, um sei­ne Aggres­si­ons­po­li­tik zu bemän­teln. Mit mei­ner Ana­ly­se ste­he ich übri­gens seit der Bom­bar­die­rung der UN-Schu­le gar nicht so allei­ne da, oder? Schlimm nur, dass es Ban und den ande­ren Staats­chefs erst dann auf­fällt, wenn ihre Kli­en­tel betrof­fen ist. Das ist dann ein „Huma­nis­mus“, der jedem die mora­li­sche Stär­ke der UN und der west­li­chen Welt in erschrecken­der Wei­se vor Augen führt. Für mich, als katho­li­schen Chri­sten, besteht übri­gens die Bibel aus Altem und Neu­em Testa­ment. Das Alte Testa­ment hat sei­ne Gül­tig­keit nur im Lich­te des Neu­en Testa­ments, und da kennt die Bibel nur den gerech­ten Krieg, durch den die Wahr­heit der Bibel ver­tei­digt wer­den kann. Ein Kampf um die Wahr­heit der Bibel mit ande­ren Mit­teln wür­de die Bibel selbst ad absur­dum füh­ren. Es zeigt sich gera­de auch in der Poli­tik Isra­els immer wie­der die Ur-Tra­gik die­ses wun­der­ba­ren, alt­ehr­wür­di­gen Vol­kes, dass sie Chri­stus als Sohn und Offen­ba­rer Got­tes nicht aner­kennt und das Alte Testa­ment ohne die kor­ri­gie­ren­den Wahr­hei­ten des Neu­en Test­at­ments, wie etwa die der Fein­des­lie­be, aus­lebt.

      • Ant­wort auf Ihren Bei­trag vom: 5. August 2014 um 8:30

        Sagen Sie mal, was phan­ta­sie­ren Sie da? Natür­lich gibt es Mili­tärs im Gaza­strei­fen, nur die sind fei­ge und hin­ter­häl­tig und lau­fen nur in Zivil her­um. Der Feind Isra­els ist das mie­se­ste, was man sich vor­stel­len kann. Las­sen Sie die BIBEL und den Katho­li­zis­mus mal bei­sei­te, Sie urtei­len als pri­va­ter Mensch und Sie sind ein­deu­tig unge­recht. Hin­zu kommt, es gibt kei­nen gerech­ten Krieg. Isra­el wird vom Islam kei­ne Exi­stenz­be­rech­ti­gung zuge­spro­chen. Wer da immer etwas von Frie­den faselt, der hat kei­ne Ahnung.

        Die got­test­lä­ster­li­che Hamas trägt die allei­ni­ge Schuld am Tod von unzäh­li­gen Kin­dern und unschul­di­gen Men­schen. Sie bau­en Tun­nel unter Moscheen, Kran­ken­häu­sern und Schu­len, und so wei­ter. Die fei­gen Kämp­fer der Hamas ver­die­nen die Höl­le.

        Und was kom­men Sie mit der dum­men und bösen UN? Was mischen Sie sich in Isra­el über­haupt ein? Sie kön­nen nichts bewir­ken, auch die UN nicht.

        Gaza wird von nie­man­den unter­drückt, ausser von der teuf­lisch dum­men Hamas. Die Hamas will Jeru­sa­lem befrei­en und dar­an wer­den die ster­ben, weil sie es nie­mals schaf­fen wer­den.

        Ein Hamas­kämp­fer kämpft so. Erst schiesst er fei­ge auf Isra­el um sich dann flugs ein Kind zu schnap­pen, oder zwei, oder vier, oder unschul­di­ge Zivi­li­sten, sich dahin­ter zu ver­ber­gen, um dann zu rufen: Du darfst auf mich nicht schie­ssen, denk an die Char­ta der Men­schen­rech­te.

        Sie haben vom Krieg und dem Lösen von Pro­ble­men kei­ne Ahnung. Die mus­li­mi­sche Dok­trin allein ist unmensch­lich. Isra­el hat ein Recht sich zu weh­ren. Und nur dank die­ser Stär­ke sind die noch am Leben. Frie­den? Dar­über lachen die mus­li­mi­schen Faschi­sten. Den wird es nie­mals geben kön­nen. Nicht mit dem teuf­li­schen Islam. Sie wis­sen nicht über was sie da reden.

        Der Gaza­strei­fen ist kei­ne Demo­kra­tie, son­dern ein mus­li­mi­sches Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger, in dem es kei­ne Frei­heit gibt. Auch für die Mus­li­me gilt die Erb­sün­de. Es wird geleug­net, das macht aber nichts. Isra­el ist eine Oase der Frei­heit. Der Islam drum her­um ist (bereits) die Höl­le auf Erden?

        Also, natür­lich gibt es Mili­tärs im Gaza­strei­fen. Und statt für die Bil­dung wird lie­ber gemor­det.

        Mus­li­me leug­nen die Exi­stenz von JESUS CHRISTUS als SOHN des LEBENDIGEN G–TES.

        Mus­li­me sind Geg­ner G–TES. Allein die­ses Detail, soll­te genü­gen, Ihnen Ihre Augen zu öff­nen.

        In Gaza kei­ne Mili­tärs? Das ich nicht lache. Die haben mehr Muni­ti­on als Ver­stand.

      • Werter@Lino Reis, es ist hier weder der Ort, noch macht es im Grun­de Sinn, die Sache wei­ter zu dis­ku­tie­ren. Letzt­lich kön­nen wir bei­de an der Situa­ti­on auch nichts ändern. Eines aber will ich den­noch hin­zu­fü­gen, damit Sie mich nicht falsch ver­ste­hen. Ich bestrei­te nicht das Exi­stenz­recht des Staa­tes Isra­el, noch bestrei­te ich sein Recht, sich zu ver­tei­di­gen. Was ich ein­zig und allein anmah­ne, ist die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Mit­tel. Von einem auf­ge­klär­ten Staat wie Isra­el erwar­te ich zudem, dass er nicht Hass mit Hass, Gewalt mit Gewalt beant­wor­tet, son­dern bemüht ist, intel­li­gen­te­re Kon­flikt­lö­sun­gen zu fin­den. Die gan­ze west­li­che Welt steht wie eine Mann hin­ter Isra­el, doch Isra­el soll­te die­se Soli­da­ri­tät nicht über­stra­pa­zie­ren. Es soll­te viel­mehr aus der Sou­ve­rä­ni­tät eines zivi­li­sier­ten, frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Lan­des alles dazu bei­tra­gen, sei­ne Wer­te auch für die Mus­li­me gel­tend zu machen, so dass die­se teil­ha­ben könn­ten am Wohl­stand, am Recht und an der Frei­heit, die in Isra­el herr­schen. Dann wür­den sich die Mus­li­me womög­lich lang­fri­stig selbst von allen radi­ka­len Strö­mun­gen befrei­en, die, wie bspw. die Hamas, sie nur als Schutz­schil­de für ihre ideo­lo­gi­schen Zie­le und Macht­spie­le miss­brau­chen.

  3. Die Kri­tik am sorg­lo­sen Waf­fen­ex­port in Regio­nen mit zwei­fel­haf­ten Absich­ten und die Igno­ranz gegen­über Akti­vi­tä­ten eini­ger Staa­ten in bezug auf Isla­mi­sten sind rich­tig. Aber dir Kri­tik Thiels an der Flücht­lings­po­li­tik ist falsch, so schnell kann man die Lage im Nahen Osten nicht ändern und die ange­spro­che­nen Kri­tik­punk­te sind weder die ein­zigst noch die größ­te Ursa­che für einer stär­ker wer­den­den Isla­mis­mus. Gera­de weil die Außen­po­li­tik west­li­cher Staa­ten Anteil an der Situa­ti­on hat, muss es Bedroh­ten ermög­licht wer­den Asyl in einem west­li­chen Land zu fin­den, man soll­te das Leid der Betrof­fe­nen in den Mit­tel­punkt stel­len und nicht irgend­wel­che abstrak­te For­de­rung nach einen bestimm­ten Anteil an Chri­sten im Nahen Osten, wer das macht inter­es­siert sich für das Chri­sten­tum aber nicht für Chri­sten.

  4. Die­ses Urteil steht Ihnen nicht zu. Sie ver­fü­gen über eine soge­nann­te asym­me­tri­sche Infor­ma­ti­ons­ver­tei­lung. Die mei­sten (gleich­ge­schal­te­ten) Medi­en in Zen­tral­eu­ro­pa ver­äp­peln Sie, auf wun­der­ba­re Wei­se, sprich, Sie wer­den (faust­dick) belo­gen. Und Ihre Annah­men sind unrea­li­stisch. Es ist kein Frie­den mög­lich. Und an Isra­el hat es nie­mals gele­gen. Lesen Sie die Char­ta der Hamas und des Koran. Sehen Sie sich um, was in Lybi­en, Syri­en, Iraq geschieht. Selbst der Kampf der Sun­ni­ten gehen die Schii­ten soll­te Ihnen die Augen öff­nen (kön­nen), wenn Sie es zulie­ssen.

    Sei­en Sie dank­bar, nicht dort leben zu müs­sen.

    Und noch ein­mal. Ihre Annah­men sind Wunsch­träu­me. Die Welt geht nicht dem Frie­den ent­ge­gen, son­dern dem Krieg. Alles nach Plan.

    Und immer wenn ich über den Islam sprach, mein­te ich den Text, die Theo­rie, ich woll­te und will nicht ver­all­ge­mei­nern, nie­mals. Es gibt über­all Men­schen mit Herz und Ver­stand, die nicht alles Böse mit­ma­chen wol­len und vor­her halt machen. Aber, die isla­mi­sche Theo­rie (der Text) ist grau­sam und sie steu­ert auf den tota­len Krieg hin, zwecks Befrei­ung von Jeru­sa­lem.

    Die gan­ze Welt steht nicht auf Sei­ten von Isra­el. In Deutsch­land wer­den Juden auf hin­ter­häl­ti­ge Wei­se ange­grif­fen, in Frank­reich eben­so, und dies von den Befür­wor­tern der­je­ni­gen, die fei­ge auf Isra­el schie­ssen und dann fei­ge wie Sie sind, Kin­der als Schutz­schil­de benut­zen und Zivi­li­sten. Und die Behör­den in Zen­tral­eu­ro­pa schau­en fei­ge und ver­rä­te­risch zu. Wir haben bereits unhalt­ba­re Zustän­de, die jeden zivi­li­sier­ten Men­schen erschau­dern las­sen soll­ten. Die grau­sa­men Faschi­sten sind wie­der da. Und die sind links.

    Die Welt ist gegen Isra­el, das ist eine Tat­sa­che. Seit Grün­dung der UN(O) wur­den schät­zungs­wei­se über 30 Pro­zent aller Reso­lu­tio­nen wegen oder gegen Isra­el erlas­sen. Wegen einem klei­nen Land. Vie­le ande­re Län­der haben weit grö­sse­re Ver­bre­chen getä­tigt und blie­ben von die­ser Art Kri­tik ver­schont. Die Welt ist gegen Isra­el, und daher auch gegen den LEBENDIGEN G–T.

    G–T tut was er will. Und ER gab Isra­el die­ses Land. Es gehört nicht den Palä­sti­nen­sern, und schon gar nicht der teuf­li­schen Hamas. Hier spielt sich das Schick­sal der Welt ab. Schau­en Sie auf­merk­sam zu. Es ist in Ihrem Inter­es­se und sei­en Sie vor­sich­tig mit Vor-Urtei­len.

    Wer von irdi­schem Frie­den träu­men soll­te, wird bit­ter ent­täuscht wer­den. Das ist abso­lut unmög­lich.

    • Die­ser Kom­men­tar ist ledig­lich die Ant­wort auf hicest­ho­die sagt, am 5. August 2014 um 15:14.

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