US-Dominikaner zwingen Kaspers „Theologie auf den Knien“ in die Knie

Kardinal Walter Kasper
Kar­di­nal Wal­ter Kasper

(New York) In einem zwan­zig Sei­ten lan­gen Auf­satz erklä­ren acht Pro­fes­so­ren an ame­ri­ka­ni­schen päpst­li­chen Fakul­tä­ten, dar­un­ter sie­ben Domi­ni­ka­ner, ohne Wenn und Aber, war­um die bevor­ste­hen­den Bischofs­syn­oden nichts an der gel­ten­den Leh­re und Pra­xis ändern kön­nen und ändern wer­den. Ein Auf­satz, der Kar­di­nal Kas­pers „Theo­lo­gie auf den Knien“ (Papst Fran­zis­kus) in die Knie zwin­gen soll.

Eine Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zu den Sakra­men­ten wird grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen: „Es ist ein­fach nicht mög­lich, jene, wel­che im Ehe­bruch ver­har­ren, zur hei­li­gen Kom­mu­ni­on zuzu­las­sen und zugleich die­se Leh­ren des Kon­zils zu beja­hen“. Der Auf­satz „Neue Vor­schlä­ge für die pasto­ra­le Sor­ge bezüg­lich der Geschie­de­nen und Wie­der­ver­hei­ra­te­ten: Eine theo­lo­gi­sche Bewer­tung“ wird dem­nächst in der ame­ri­ka­ni­schen Fach­zeit­schrift Nova et Vete­ra erschei­nen. Die deut­sche Über­set­zung wird im Forum Katho­li­sche Theo­lo­gie erschei­nen. Die Autoren sind: John Cor­bett O.P., Andrew Hofer O.P., Paul J. Kel­ler O.P., Domi­nic Lan­ge­vin O.P., Domi­nic Leg­ge O.P., Kurt Mar­tens, Tho­mas Petri O.P. und Tho­mas Joseph White O.P. Bereits jetzt wur­de der Auf­satz auf der Inter­net­sei­te der Zeit­schrift ver­öf­fent­licht und dies gleich in fünf Spra­chen, damit er welt­weit ver­stan­den wird und die Dis­kus­si­on beein­flußt, was sicher der Fall sein wird.

Umfassende Darstellung des Themenkomplexes

Der Auf­satz beleuch­tet auf umfas­sen­de Wei­se und aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln das Pro­blem der Schei­dung, der Wie­der­ver­hei­ra­tung und der Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on. Der The­men­kom­plex wird aus dog­ma­ti­scher, mora­li­scher und kir­chen­recht­li­cher Hin­sicht dar­ge­stellt und von dort aus­ge­hend die pasto­ra­le Fra­ge beant­wor­tet. Die Autoren behar­ren vor allem auf dem „ein­hel­li­gen Kon­sens“, mit dem das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil und die bis­he­ri­gen Päp­ste zur Fra­ge Stel­lung genom­men hat. Die Beto­nung liegt dar­auf, weil die Pro­mo­to­ren eines „neu­es Weges“ sich in beson­de­rer Wei­se auf das jüng­ste Kon­zil berufen.

Angriffe auf Priesterzölibat Teil derselben Strategie

US-Dominikaner zwingen "Theologie auf den Knien" von Kardinal Kasper in die Knie
US-Domi­ni­ka­ner zwin­gen „Theo­lo­gie auf den Knien“ von Kar­di­nal Kas­per in die Knie

Der Auf­satz unter­sucht unter dem Ver­grö­ße­rungs­glas die von Kar­di­nal Kas­per behaup­te­te The­se, daß der „neue Weg“ ledig­lich eine Ände­rung auf pasto­ra­ler, nicht aber dog­ma­ti­scher Hin­sicht bedeu­te. Eine The­se, die als Irr­tum offen­ge­legt wird. Die Autoren wen­den sich auch gegen den schlei­chend um sich grei­fen­den Ver­trau­ens­ver­lust in die Gna­den­mit­tel der Kir­che. Die Mög­lich­keit der Gna­de in Keusch­heit zu leben (auch in der Ehe) wer­de heu­te leicht­fer­tig als unbrauch­bar abge­tan. Statt­des­sen wür­den die­sel­ben Krei­se auf eine pasto­ra­le „Lösung“ drän­gen, die – ihrer Ansicht nach – nur in der Wie­der­zu­las­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zu den Sakra­men­ten bestehen könn­te. In die­sem Kon­text, so die Autoren, sei­en auch die stän­di­gen, par­al­lel erfol­gen­den Angrif­fe gegen den Prie­ster­z­ö­li­bat der latei­ni­schen Kir­che zu sehen.

Protestantisierende Tendenzen

Nicht zuletzt zei­gen die Autoren auf, daß hin­ter den Ver­su­chen, die Unauf­lös­lich­keit der sakra­men­ta­len Ehe zu tor­pe­die­ren, der pro­te­stan­ti­sche Geist steckt: „Die Refor­ma­ti­on bestritt in direk­ter Wei­se die Lehr­in­hal­te der Kir­che bezüg­lich der Ehe und der mensch­li­chen Sexua­li­tät und gebrauch­te dabei Argu­men­te, die den heu­te ver­wen­de­ten durch­aus ähn­lich sind.“

Die Autoren spre­chen kon­kre­te Emp­feh­lun­gen für die Bischofs­syn­ode aus mit der kla­ren Schluß­fol­ge­rung: „Die kla­re Dar­le­gung der Wahr­heit des natür­li­chen Sit­ten­ge­set­zes in Bezie­hung zur all­ge­mei­nen Beru­fung zur christ­li­chen Lie­be wür­de der Fami­lie eine Unter­stüt­zung gegen­über den macht­vol­len desta­bi­li­sie­ren­den Strö­mun­gen anbie­ten, die vie­ler­orts die Ober­hand gewinnen.“

Statt „neuer Lösungen“ bedürfe es einer hörbaren Verkündigung der Glaubenslehre

Die Ver­öf­fent­li­chung des Auf­sat­zes in fünf Spra­chen erhöht nicht nur sei­ne Ver­brei­tung und Durch­schlags­kraft, son­dern ver­hin­dert mög­li­che Über­set­zungs­feh­ler und sich dar­aus erge­ben­de Mißverständnisse.

Die Autoren gelan­gen in ihrem Auf­satz zum Schluß, daß die heu­ti­ge Zeit nicht „neu­er Lösun­gen“ bedür­fe, son­dern eine wie­der hör­ba­re und erkenn­ba­re Ver­kün­di­gung der auf Chri­stus zurück­ge­hen­den katho­li­schen Leh­re zu Ehe und Fami­lie. Die Ortho­pra­xis kön­ne nie im Wider­spruch zur Ortho­do­xie ste­hen, da Erste­re aus Letz­te­rer her­vor­geht und ohne die­se nicht sein kann.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Chie­sa e Postconcilio/Nova et Vetera

19 Kommentare

  1. Natür­lich hat das Vat. II nicht gelehrt, dass die Ehe­leh­re nicht mehr gel­te. Aber die Her­ab­stu­fung des bis dato ersten Ehe­zweckes impli­ziert zahl­rei­che Problemstellungen.
    Die­se Pro­blem­stel­lun­gen erge­ben sich auch aus dem nach­fol­gen­den Lehr­amt, das unbe­irrt nicht mehr zurück­kom­men woll­te auf den Vor­rang des vor­mals ersten Ehe­zweckes, näm­lich der Zeu­gung und Erzie­hung von Nachkommen.
    Die grund­sätz­li­che Impli­ka­ti­on die­ser Nivel­lie­rung ist die Abschwä­chung einer nach außen gerich­te­ten und opfer­be­rei­ten Hal­tung, die in der Ehe kei­nen gro­ßen Indi­vi­du­al­wert annimmt: die Ehe wird als nar­zisst­si­che Ein­rich­tugn salon­fä­hig, in der einer sich im ande­ren spie­gelt oder auch fest­hält, einer dem ande­ren Lust ver­schafft, dies alles aber durch­aus indi­vi­du­ell selbstzweckhaft.

    Die Ima­go-Rela­ti­on der Ehe als eines Abbil­des der Bezie­hung zwi­schen Chri­stus und Kir­che, aber AUCH zwi­schen Vater und Sohn, ist tra­di­tio­nell dar­an gebun­den, dass einer­seits der Ehe­mann sich nicht nur par­ti­ell, son­dern total auf­op­fern soll wie Chri­stus es für die Kir­che tat. Oder anders: wie der Vater bereit war, den Sohn zu opfern, soll der Ehe­mann sich selbst sehen — im AT-Vor­bild des Abra­hams, der den ein­zi­gen ver­hei­ße­nen und die Ver­hei­ßung allei­ne tra­gen­den Sohn opfern soll, weil Gott es will. Die Ehe­frau, die natur­haft in der Fol­ge des Sün­den­falls ohne­hin schon zu einem fast tota­len Opfer gezwun­gen wird (Müh­sal und Lebens­ge­fähr­lich­keit des Gebä­rens), ist gehal­ten, die­se Natur­haf­tig­keit in der Deu­tung auf die gesam­te Kir­che, die immer neue Nach­kom­men gebärt und um sie bis zum Tod ringt, als regel­rech­tes, wenn auch infor­mel­les geist­li­ches Amt anzu­neh­men. Und in der Rela­ti­on des Abbil­des der Rela­ti­on zwi­schen Vater und Sohn in der Ehe ist der Part der Ehe­frau auch die tota­le Opfer­be­reit­schaft Chri­sti gera­de im leib­li­chen Opfer für die Kin­der. Wer unter Schmer­zen ein Kind gebo­ren hat, ahnt leich­ter, was es heißt, dass Chri­stus uns mit sei­nen Blut erkauft hat.

    Wer die Ehe in die­ser Tie­fe durch­denkt und ver­steht, kommt um ihre Unauf­lös­lich­keit nicht her­um. Aber er muss auch zwangs­läu­fig den kon­zi­lia­ren und nach­kon­zi­lia­ren Irr­tum, der der Sexua­li­tät einen hohen „lust­vol­len“ und „lie­be­vol­len“ Eigen­wert zuspricht und neben den ersten Ehe­zweck des Rin­gens um Nach­kom­men stellt, aufgeben.
    Es bedarf objek­tiv in kei­ner lie­be­vol­len Bezie­hung zwi­schen wel­chen Men­schen auch immer der Sexua­li­tät. Sie ist als Bezie­hungs­er­hal­te­rin oder ‑Stif­te­rin schlicht unge­eig­net und überflüssig.

    Wer näm­lich die­sen ehe­mals sekun­dä­ren Zweck so hoch auf­wer­tet, muss sich zwangs­läu­fig mit der Pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen, die in der Fol­ge ent­steht: Was macht das Paar, das sich nun die­sen angeb­lich so wich­ti­gen Zweck nicht mehr so groß­ar­tig erfül­len kann?

    An die­ser Stel­le wäre eine intell­gen­te und nicht bloß rein-restau­ra­ti­ve Rück­kehr zur tra­dier­ten Ehe­leh­re unbe­dingt nötig.

  2. „Nicht zuletzt zei­gen die Autoren auf, daß hin­ter den Ver­su­chen, die Unauf­lös­lich­keit der sakra­men­ta­len Ehe zu tor­pe­die­ren, der pro­te­stan­ti­sche Geist steckt:“
    Das ist wohl war.
    “ In die­sem Kon­text, so die Autoren, sei­en auch die stän­di­gen, par­al­lel erfol­gen­den Angrif­fe gegen den Prie­ster­z­ö­li­bat der latei­ni­schen Kir­che zu sehen.“
    Das kann man nicht leug­nen. Die­je­ni­gen die das Sakra­ment der Ehe nicht mögen kön­nen wahr­lich kei­ne Anhän­ger des Zöli­bats sein und umge­kehrt. Alles ande­re wäre auch sehr merk­wür­dig. Hof­fent­lich bekom­men es die Domi­ni­ka­ner nun nicht mit einer Visi­ta­ti­on zu tun. Die vie­len Volpis schla­fen nie.
    Per Mari­am ad Christum.

  3. Die Domi­ni canes! (Klei­ner Scherz)
    Wie gut, daß es sie gibt!
    Es liegt wohl wie­der an ihnen, die Leh­re der Kir­che zu schüt­zen und die Her­de zurückzubellen!
    Dan­ke dafür.

    • Es tut mir leid, wenn ich die­se Freu­de etwas trü­ben muss, aber für Deutsch­land scheint das so nicht zu gel­ten. Die Domi­ni­ka­ner hier ver­brei­ten Sachen in punc­to Homo­se­xua­li­tät, die Ihnen nicht gefal­len dürften:

      http://www.dominikaner-braunschweig.de/Kloster/Layout/Kloster.html

      Ich gebe nur ein klei­nes Zitat:

      „Homo­se­xua­li­tät
      — ist eine nicht frei gewähl­te, in der Tie­fe der mensch­li­chen Per­son ange­leg­te Geschlechtsidentität
      — ent­wickelt sich ‑ver­mut­lich- durch eine Viel­zahl von Fak­to­ren wie z.B. Erb­an­la­gen und milieu­ab­hän­gi­ge, per­sön­li­che lebens­ge­schicht­li­che Einflüsse;
      — wird sehr früh in der Kind­heit begrün­det (und nicht erst in der Pubertät);
      — ist the­ra­peu­tisch (im Sin­ne einer Umpo­lung) nicht veränderbar;
      — ist kei­ne Krankheit. “

      • Dan­ke für den Ver­such der Ernüch­te­rung. Des­sen bedarf es jedoch nicht! Die Miß­stän­de in ande­ren Nie­der­las­sun­gen sind mir nicht unbe­kannt. WAs ich damit aus­drücken woll­te war Fol­gen­des: Ich freue mich über die­se acht glau­bens­treu­en Domi­ni­ka­nern, die den Kampf für den Erhalt des Glau­bens und der Leh­re in bester Tra­di­ti­on ihres Ordens auf­ge­nom­men haben.
        Anders gesagt: Wenn ich mich über das bene­dik­ti­ni­sche Leben in der Abtei von Le Bar­roux erfreue, weiß ich doch um Melk, Mesche­de oder wie sie alle heißen.

      • Das gibt den gegen­wär­ti­gen For­schungs­stand wie­der, wie er auch im Pschyrem­be, dem medi­zi­ni­schen Fach­le­xi­kon zu fin­den ist. Wird so von sicher 99% der Fach­leu­te so gese­hen. Was ist dar­an zu kritisieren?

      • Naja, die Braun­schwei­ger Domi­ni­ka­ner kön­nen ja auch nur Tat­sa­chen wider­ge­ben, oder?

      • Was ist eine Tatsache?

        Witt­gen­stein wür­de sagen: das, was der Fall ist, etwas, was vor­liegt, gege­ben ist — ein „Fac­tum“.

        Fac­tum ist hier aber nur das Vor­han­den­sein der Homo­se­xua­li­tät als Empfinden.
        kein Fak­tum in die­sem Sin­ne ist die jewei­li­ge „wis­sen­schaft­li­che“ Ein­schät­zung. Sie ist ein wis­sen­schaft­li­ches, ideo­lo­gi­sches Fak­tum, aber nicht die Wahr­heit. Noch vor 50 Jah­ren sah die Wis­sen­schaft das erheb­lich anders. Wir wird sie es in 50 Jah­ren sehen?

        Ist ein logi­sches Pro­blem, ver­ste­hen heu­te viel nicht mehr, ich weiß.

  4. Offen­bar ist Papst Franz nicht der Mei­nung daß das Volk der Beleh­rung und der Glau­bens­un­ter­wei­sung bedarf, da er die UNFEHLBARKEIT des ‚gläu­bi­gen‚ VOLKES im GLAUBEN postuliert. 

    Er erklärt einem Buch­au­tor den er für sei­ne Ekkle­sio­lo­gie lobt weil er sie „von unten her auf­ge­baut habe, vom Volk aus“. „Man muss das Volk spre­chen las­sen … weil die Gesamt­heit der Gläu­bi­gen unfehl­bar ist im Glauben.“
    http://www.zenit.org/de/articles/man-muss-das-volk-sprechen-lassen

    Hof­fent­lich kön­nen die Hun­de unse­res Herrn (domi­ni canes) auch beißen. 

    Wer soll denn dar­über urtei­len wer zu der Gesamt­heit der Gläu­bi­gen (Glau­ben­den) gehört, wenn das urtei­len gar nicht mehr statt­fin­den soll (Eröff­nung­re­de des VKII) und Papst Franz sich mit dem Lehr­amt nicht iden­ti­fi­ziert (wer bin ich um zu urtei­len) und lie­ber das Volk befragt.

  5. Ohne auf den Inhalt ein­zu­ge­hen (einen theo­lo­gi­schen Text muss ich mehr­mals lesen), bleibt aber schon ein­mal zu sagen, dass es posi­tiv ist, dass eine theo­lo­gi­sche Debat­te eröff­net ist. Denn es scheint mir so zu sein, dass in den letz­ten Jah­ren die offe­ne theo­lo­gi­sche Dis­pu­ta­ti­on kaum noch exi­stiert und eine Ein­heits­mei­nung der „gro­ßen Namen“ regiert, die soz. ein­ge­fro­ren ist.

  6. Man darf gespannt sein, wie lan­ge es dau­ert, bis die Demut und Tole­ranz Ber­go­gli­os die­se Domin­ka­ner zu einem unge­woll­ten Sin­nes­wan­del bringt. Denn dass Kas­par mit Sicher­heit die Rücken­deckung sei­nes Men­tors hat­te, ist ja mitller­wei­le gar kei­ne Fra­ge mehr. Das ja eigent­lich gar nicht mehr vor­han­de­ne Papst­amt ( Ich bin der Bischof von Rom) wird dann sicher mit sanf­ter Gewalt dafür sor­gen, dass kei­ner aus der Rei­he tanzt. In die­sem Fall lässt sich das auch wie­der wer­be­wirk­sam und demo­kra­tisch in Sze­ne set­zen, all­die­weil die Mehr­heit der Katho­li­ken angeb­lich mas­si­ve Ver­än­de­run­gen bezüg­lich des Ehe­sa­kra­men­tes wünscht. Die Wahr­heit- so ist Ber­go­gli­os Kate­chis­mus­weis­heit- wird von der Mehr­heit fest­ge­legt. In logi­scher Kon­se­quenz gibt es dann aber kei­ne unver­än­der­li­che Wahr­heit mehr und damit auch kei­ne unver­än­der­li­chen Glau­bens­sät­ze. Es trö­stet mich zwar wenig, aber den­noch bin ich froh, dass hier auf katholisches.info doch vie­le die gan­ze Trag­wei­te von Ber­go­gli­os Aus­sa­gen erkannt haben. Die Wahr­heit ist nie­mals böse, aber zuwei­len sehr unbe­quem und unan­ge­nehm. Des­halb zwit­schert ja man­cher ange­pass­te Kana­ri­en­vo­gel so empört. Aber die Wahr­heit ist eben unver­än­der­lich und die heißt: Jesus Chri­stus, Got­tes und Mariä Sohn hat die Kir­che auf das Fun­da­ment des hei­li­gen Petrus gegrün­det- und was die­se Kir­che uns zu glau­ben lehrt, kann selbst von einem Nach­fol­ger Petri nie­mals außer Kraft gesetzt wer­den. Denn die­ser bleibt ( auch wenn man bei man­chen Ber­go­glio­an­be­tern einen ande­ren Ein­druck gewinnt) immer ein fehl­ba­rer Mensch. Die unver­än­der­li­chen Glau­bens­wahr­hei­ten sind gött­li­chen Rech­tes und kein Ber­go­glio hat jemals das Recht, auch nur ein iota dar­an zu ver­än­dern. Was rich­tig ist, sagt uns allein die von Gott geof­fen­bar­te Tra­di­ti­on der Kir­che, aber nie­mals ein selbst­er­nann­ter Mes­si­as von eige­nen Gna­den. Wir müs­sen viel mehr dar­um beten, dass die­ser ent­setz­li­chen Zer­stö­rung der Kir­che end­lich Ein­halt gebo­ten wird und Ber­go­glio erkennt, dass er einen fol­gen­schwe­ren Irr­tum begeht, wenn er den Vor­stel­lun­gen von Leu­ten wie Kas­par usw. folgt.

    • „Das ja eigent­lich gar nicht mehr vor­han­de­ne Papst­amt ( Ich bin der Bischof von Rom) wird dann sicher mit sanf­ter Gewalt dafür sor­gen, dass kei­ner aus der Rei­he tanzt.“
      Da es sich um US-Ame­ri­ka­ni­sche Domi­ni­ka­ner han­delt, kann Herr Ber­go­glio, wenn er nur Bischof von Rom sein will, kei­nen Ein­fluss auf die­se neh­men. Er hät­te dann ledig­lich Gewalt über sei­ne eige­ne Diozöse.
      Per Mari­am ad Christum.

  7. Der Mac­beth auf dem päpst­li­chen Thron und sei­ne theo­lo­gi­sche Lady sind schon viel zu tief ins Blut ihrer Sakra­men­ten­met­ze­lei gewa­tet, als dass ihnen eine Umkehr ohne Gesichts­ver­lust noch mög­lich wäre. Des­halb wer­den von ihnen sol­che Stim­men der Ver­nunft auch nicht gehört, son­dern viel­mehr gemeu­chelt wer­den, wie einst­mals auch von den Moder­ni­sten die ver­nünf­ti­gen Sche­ma­ta der Kon­zils-Vor­brei­tungs­kom­mis­si­on unter dem Bei­fall der kon­zilstrun­ke­nen Bischö­fe in der Luft zeris­sen wurden.

  8. Am besten geht der „Knie­en­de“ Theo­lo­ge und sein gro­ßer Bewun­de­rer ganz schnell in den Ruhe­stand und pfle­gen bis zu ihrem seli­gen Ende ein har­tes Bußschweigen.
    Wis­sen die­se eigent­lich was sie Chri­sti Kir­che mit ihrem Geschwatz antun ?
    Unfassbar !

  9. Don­ner­wet­ter!
    Ein theo­lo­gisch hoch­ka­rä­ti­ger Text, von 8 Pro­fe­so­ren von päpst­li­chen Uni­ver­si­tä­ten, davon 7 Domi­ni­ka­nen- Höch­stes Respekt.
    Wir haben in den letz­ten Jahr­zehn­ten, wo der Domi­ni­ka­ner­or­den in West­eu­ro­pa gro­ße Schwie­rig­kei­ten bekam (in Nord­bel­gi­en ist er fast aus­ge­stor­ben; alles wur­de auf die Nie­der­lan­de fusio­niert und die ehe­mals bedeu­ten­de Kul­tur­zeit­schrif­ten auf­ge­ho­ben oder kom­plett ins Inter­net ver­frach­tet) ver­ges­sen, wel­che immense Kraft und Über­zeu­gung einst in die­sem Orden vor­han­den waren, mit der Mischung von theo­lo­gi­schem Sach­ver­stand, Pre­digt und geleb­ter Armut.
    Der gro­ße schwei­zer Kir­chen­hi­sto­ri­ker Wal­ter Nigg sag­te ein­mal sehr tref­fend daß die Per­son des Hl. Domi­ni­kus ganz zurück­tritt ggb. sei­nen Orden und sei­nen bedeu­tend­sten Mit­glie­der und Hei­li­gen, allen vor­an St. Tho­mas von Aquin.
    Die­se theo­lo­gi­sche Schrift, ihr Inhalt und beson­ders wich­tig: der Augen­blick wor­auf sie erscheint- näm­lich in einer Zeit von schwer­ster inne­rer Bedrän­gung und Des­ori­en­tie­rung in der Amts­kir­che, ist bahnbrechend.
    Rari sunt Nan­tes in gur­gi­te vas­to- Pra­emia pro validis!

    • Wird die­se theo­lo­gi­sche Schrift von ent­spre­chen­der ‑päpst­li­cher- Sei­te über­haupt wahr­ge­nom­men und ent­spre­chend aner­kannt werden?
      Gera­de wenn sie ‑wie Sie äussern- „bahn­bre­chend“ ist, ist dann nicht damit zu rech­nen, dass ihr wohl­weis­lich und vor­aus­schau­end gar nicht die Bedeu­tung zuge­bil­ligt wird, die ihr zukom­men sollte?

      • @Marienzweig

        (Ver­zei­hen Sie bit­te mei­ne durch Rei­se ver­spä­te­te Antwort)
        Die­ser Text ist äusserst wich­tig weil er zum not­wen­di­gen Zeit­punkt Not­wen­di­ges, Fun­da­men­ta­les sagt und wohl nicht als Ein­zel­mei­nung son­dern als Samm­lung von meh­re­ren hoch­ka­rä­ti­gen Theo­lo­gen aus einem der Län­der stammt wo das Pro­blem durch moder­ni­sti­sche Ein­flüs­se und brei­ter Ver­welt­li­chung, mit hor­ren­den Kata­strofen in der Fol­ge viru­lent ist und wo ander­seits eine sehr leben­di­ge Neue­van­ge­li­sie­rung mit spi­ri­tu­el­ler Ver­tie­fung stattfindet.
        Ob es wahr­ge­nom­men wird und aner­kannt, weiß ich nicht.
        Ob man es ver­schweigt, zur Seit legt, eben­falls nicht.
        Ich hof­fe und bete nur stark, damit man dies nicht tue.
        Denn nach Dei Fili­us, dem Haupt­text des 1. Vati­ka­nums, (und das 2. Vati­ka­num ist nach sei­nen eige­nen Aus­sa­gen nichts anders zu ver­ste­hen als eine Anfül­lung des 1. Vat.) ist das Zusam­men­ge­hö­ren von Leh­re, Gläu­bi­gen und Amts­per­so­nen exem­pla­risch ver­wirk­licht in der Hl. Katho­li­schen Kirche.
        Die Hl. Kir­che wur­de immer wie­der ver­un­rei­nigt durch sün­di­ge Mit­glie­der, belangt durch Irr­leh­ren, das Kir­chen­volk ver­lot­ter­te häufig.
        Die gro­ße inne­re Reform von Tri­ent fand ihren Ursprung in der Rück­be­sin­nung durch demü­ti­ge from­me klei­ne Chri­sten, mit Rück­be­sin­nung auf die Leh­re- die Brü­der des gemei­nen Lebens, die Kart­häu­ser, die Win­des­hei­mer Kon­gre­ga­ti­on, nicht zuletzt Papst Hadria­nus VI.
        Die danach fol­gen­de Geschich­te der Con­tra­re­for­ma­ti­on ist bekannt.

        Was ich mit mei­nem Schrei­ben aus­drücken woll­te: man hört hier deut­lich die Lan­ge-Abstands­ar­til­le­rie, wobei die mauf mitt­le­re Distanz schon in Wir­kung getre­ten ist und die Infan­te­rie in der ersten Linie (dazu gehö­ren Sie und vie­le ande­re enga­gier­te Poster hier und anders­wo) schon lan­ge tüch­tig aktiv sind.
        Eine sehr star­ke Linie, sicht­bar für die brei­te Öffentlichkeit.
        Es erin­nert mich sehr stark an den Vor­abend der Ersten Schlacht von Ypern und an der Yser (Okt. 1914), bei den Deut­schen auch als „Schlacht von Lan­ge­marck“ bekannt, wo trotz aller Hin­wei­se und War­nun­gen und unter Abwe­sen­heit von jeg­li­chem gesun­den Men­schen­ver­stand, mili­tä­ri­schem Wis­sen und Ver­nunft aus Stur­heit, Dumm­heit und Eigen­dün­kel eine gewal­ti­ge Kata­stro­fe los­ge­tre­ten wurde.

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