Berufungsboom durch Alte Messe in Paraguay – Papst Franziskus ordnet Visitation an

Priesterseminar San Jose Ciudad del Este Bischof Livieres
Priesterseminar San Jose Ciudad del Este. Die Diözese von Bischofs Livieres umfaßt nur ein Zehntel Paraguays, doch in seinem Seminar bereiten sich fast dreimal soviel Seminaristen auf das Priestertum vor als in allen anderen Diözesen zusammen.

(Rom/Asuncion) Papst Fran­zis­kus ord­ne­te eine Apo­sto­li­sche Visi­ta­ti­on der Diö­ze­se Ciu­dad del Este in Para­gu­ay an. Die Diö­ze­se im Alto Paranà  am Drei­län­der­eck zu Bra­si­li­en und Argen­ti­ni­en gilt als eine der tra­di­ti­ons­ver­bun­den­sten und ver­fügt über über­durch­schnitt­lich vie­le Prie­ster- und Ordens­be­ru­fun­gen. War­um ord­net der Papst die Visi­ta­ti­on einer im Ver­gleich blü­hen­den Diö­ze­se an, wäh­rend in der Haupt­stadt Asun­ci­on der Erz­bi­schof ein Ärger­nis ist, weil die Spat­zen sei­ne Homo­se­xua­li­tät von den Dächern pfei­fen?

Diö­ze­sen, Orden und Gemein­schaf­ten, die der Tra­di­ti­on ver­bun­den sind, wen­det Rom seit Beginn des Pon­ti­fi­kats von Papst Fran­zis­kus beson­de­re „Auf­merk­sam­keit“ zu. Ciu­dad del Este gehört zu die­sen Diö­ze­sen. Der Bischofs­sitz befin­det sich in der zweit­größ­ten Stadt des latein­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des. Er umfaßt ein Gebiet von fast 30.000 qkm und zählt 700.000 Katho­li­ken. Das ent­spricht 98 Pro­zent der Bevöl­ke­rung.

Unter Bischof Livieres großer Aufschwung in der Diözese

Bischof von Ciu­dad del Este ist der Argen­ti­ni­er Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no, den Papst Johan­nes Paul II. 2004 an die Spit­ze der erst 1993 errich­te­ten para­gu­ay­ischen Diö­ze­se berief. Seit­her erlebt das Bis­tum einen erstaun­li­chen Auf­schwung. Der Groß­teil des Kle­rus besteht aus Ordens­prie­stern. 2007 zähl­te das Bis­tum ledig­lich 12 Diö­ze­san­prie­ster und 70 Ordens­prie­ster. Heu­te berei­ten sich im Prie­ster­se­mi­nar mehr als 250 Kan­di­da­ten auf die Prie­ster­wei­he vor. Fast alle Pfar­rei­en des Bis­tums zele­brie­ren auch im Alten Ritus.

Wie Blo­go­ni­cus berich­te­te, bestä­tig­te der Apo­sto­li­sche Nun­ti­us für Para­gu­ay, Msgr. Eli­seo Ariot­ti, daß der Hei­li­ge Stuhl eine Apo­sto­li­sche Visi­ta­ti­on der Diö­ze­se durch­füh­ren wird. Papst Fran­zis­kus beauf­trag­te damit den ehe­ma­li­gen Vati­kan­di­plo­ma­ten, Kar­di­nal San­tos April y Castel­lo, seit 2011 Erz­prie­ster der Patri­ar­chal­ba­si­li­ka San­ta Maria Mag­gio­re in Rom. San­ta Maria Mag­gio­re steht seit der Wahl von Papst Fran­zis­kus beson­ders im Ram­pen­licht, weil sie mit dem Gna­den­bild der Got­tes­mut­ter Salus Popu­li Roma­ni die Lieb­lings­kir­che des argen­ti­ni­schen Pap­stes ist, die er bereits mehr­fach auf­such­te. In San­ta Maria Mag­gio­re ver­rich­ten Brü­der des geschun­de­nen Ordens der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta den Altar­dienst. Dort befand sich der Sitz der Dis­si­den­ten­grup­pe, die mit Hil­fe der Ordens­kon­gre­ga­ti­on einen radi­ka­len Umsturz im Orden durch­führ­te. Mit Jah­res­be­ginn wur­de die seit dem Hei­li­gen Jahr 2000 monat­lich in der Basi­li­ka zele­brier­te Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus von Kar­di­nal San­tos Abril ersatz­los abge­schafft. Papst Fran­zis­kus ist mit Kar­di­nal Abril aus der Zeit befreun­det, als die­ser von 2000 bis 2003 Nun­ti­us in Argen­ti­ni­en war.

Mit Kar­di­nal Abril wird Weih­bi­schof Mil­ton Luis Troc­co­li Cebé­lio von Mon­te­vi­deo die Visi­ta­ti­on durch­füh­ren. Die Para­gu­ay­ische Bischofs­kon­fe­renz gab die bevor­ste­hen­de Apo­sto­li­sche Visi­ta­ti­on auf einer eigens ein­be­ru­fe­nen Pres­se­kon­fe­renz bekannt.

Diözese Ciudad del Este „Oase im modernistischen Morast“

Päpstliche Bulle: Anordnung der Visitation in Ciudad del Este
Päpst­li­che Bul­le: Anord­nung der Visi­ta­ti­on in Ciu­dad del Este

„Die Diö­ze­se Ciu­dad del Este stellt eine Oase im theo­lo­gisch moder­ni­sti­schen Morast Latein­ame­ri­kas dar“, so Mes­sa in Lati­no. Bischof Livie­res för­der­te die Nie­der­las­sung zahl­rei­cher tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Gemein­schaf­ten und auch Neu­grün­dun­gen in sei­ner Diö­ze­se, denen er „väter­li­chen Schutz und geist­li­ches Refu­gi­um“ bie­tet, so die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Inter­net­sei­te.
Ein Diö­ze­san­prie­ster von Ciu­dad del Este schrieb zur ange­kün­dig­ten Visi­ta­ti­on durch Rom: „Es scheint mir wich­tig, anzu­mer­ken, daß die Ver­fol­gung nicht vom Kle­rus der Diö­ze­se aus­geht, wo Don Roge­rio Livie­res ein belieb­ter und hoch­ge­ach­te­ter Ober­hir­te ist, son­dern von ande­ren Bischö­fen, die nicht sei­nen Eifer haben. Der Angriff kommt von den Kom­mis­sio­nen der Bischofs­kon­fe­renz, die von Pro­gres­si­sten gelei­tet wer­den und denen die Tra­di­ti­on und die katho­li­sche Glau­bens­er­fah­rung des Bischofs von Ciu­dad del Este uner­träg­lich sind.“

Mehr Seminaristen als alle anderen Diözesen zusammen

Zehn Jah­re nach der Ernen­nung von Bischof Livie­res sind die Früch­te sei­nes Hir­ten­am­tes unüber­seh­bar. Die Diö­ze­se Ciu­dad del Este, zu der ledig­lich zwölf Pro­zent der Katho­li­ken gehö­ren, hat heu­te mit rund 250 Semi­na­ri­sten mehr Prie­ster­kan­di­da­ten als alle ande­ren Diö­ze­sen Para­gu­ays zusam­men. Die Aus­bil­dung im diö­ze­sa­nen Prie­ster­se­mi­nar ist als „wirk­lich katho­lisch in Leh­re und Lit­ur­gie“ bekannt. So bekannt, daß ande­re Bischö­fe ner­vös wer­den, wie die Ordens­kon­gre­ga­ti­on im Fall der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, und „Gegen­maß­nah­men“ ver­lan­gen?
Gro­ße Erz­diö­ze­sen wie Bue­nos Aires und Mon­te­vi­deo haben weni­ger als 30 Semi­na­ri­sten. „Das erklärt, war­um die die Ent­wick­lung in der Diö­ze­se Ciu­dad del Este pro­gres­si­ve Tei­le der Kir­che stört“, so Mes­sa in Lati­no.

Bischof klagte Erzbischof von Asuncion der Homosexualität an

Unmit­tel­ba­rer Anlaß, daß die Visi­ta­ti­on gera­de jetzt erfolgt, dürf­te eine Rede von Bischof Livie­res sein, die er Anfang Juni beim Marsch für das Leben in sei­ner Stadt hielt. Dar­in beklag­te er mit har­ten Wor­ten, daß der amtie­ren­de Erz­bi­schof von Asun­ci­on, sein Metro­po­lit, Eustaquio Pastor Cuque­jo Ver­ga noch immer nicht aus sei­nem Amt ent­fernt wur­de, trotz der „exi­sten­cia de prue­bas con­clu­y­en­tes y coin­ci­den­tes“ für des­sen Homo­se­xua­li­tät. Erz­bi­schof Cuque­jo, der dem Redemp­to­ri­sten­or­den ange­hört, galt noch 2002 als Kar­di­nals­an­wär­ter. 1982 von Papst Johan­nes Paul II. zum Weih­bi­schof von Asun­ci­on ernannt, erfolg­te 1989 sei­ne inte­ri­mi­sti­sche und 1992 die offi­zi­el­le Ernen­nung zum Erz­bi­schof. Mit der Wahl von Papst Bene­dikt XVI. zog die­ser auf­grund erster Ver­dachts­mo­men­te die Hand­brem­se und stell­te Cuque­jo 2006 einen Koad­ju­tor zur Sei­te. Laut Bischof Livie­res gebe es inzwi­schen aber kei­nen Zwei­fel mehr. Ganz Para­gu­ay bil­det eine Kir­chen­pro­vinz. Die­ser Angriff auf den höch­sten Ver­tre­ter der Katho­li­schen Kir­che des Lan­des wur­de vom Gene­ral­se­kre­ta­ri­at der Bischofs­kon­fe­renz scharf ver­ur­teilt und von Bischof Livie­res eine Ent­schul­di­gung ver­langt. Was die­ser ablehnt.

Keine zwei Monate später erfolgt Visitation in Ciudad del Este nicht in Asuncion

Die von Papst Fran­zis­kus ange­ord­ne­te Apo­sto­li­sche Visi­ta­ti­on wird vom 21.–26. Juli statt­fin­den. Man könn­te die Hoff­nung hegen, daß sich der Papst ein genau­es Bild dar­über machen will, war­um die Diö­ze­se eine sol­che Beru­fungs­blü­te erlebt, um even­tu­ell dar­aus ein Modell für die Welt­kir­che abzu­lei­ten. Römi­sche Krei­se ver­su­chen zu beschwich­ti­gen und beto­nen, daß die Apo­sto­li­sche Visi­ta­ti­on ledig­lich dazu die­ne, die diö­ze­sa­nen Ver­hält­nis­se und die loka­le Rea­li­tät ken­nen­zu­ler­nen. Ein direk­ter Zusam­men­hang mit der Lit­ur­gie sei nicht gege­ben. In tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Krei­sen Para­gu­ays, Bra­si­li­ens und Argen­ti­ni­ens hegt man jedoch Befürch­tun­gen. Die Ankün­di­gung der Visi­ta­ti­on hat dort schmerz­lich das vati­ka­ni­sche Vor­ge­hen gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta in Erin­ne­rung geru­fen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Pagi­na Catolica/Messa in Lati­no




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31 Kommentare

  1. Wohl ein wei­te­rer Beweis sei­nes Ver­ständ­nis­ses von „lie­ben­dem Vor­sitz“ des römi­schen Bischofs über die Teil­kir­chen, von dem er am Wahl­abend schwa­dro­nier­te.

  2. Wird mit die­ser Diö­ze­se genau­so ver­fah­ren wie mit den „Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta“ ja ver­mut­lich, den „Wie der Teu­fel das Wei­was­ser scheut“, so scheut ver­mut­lich „Der jet­zi­ge Bischof von Rom“ das „Hei­li­ge Mess­op­fer aller Zei­ten“. Zu den was „Fran­zis­kus“ auf­führt fällt mir nur mehr das eine Wort ein „FREMDSCHÄMEN“.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. Vor evan­ge­li­ka­len Geist­li­chen kniet Herr Ber­go­glio sogar nie­der um sich die Hän­de auf­le­gen zu las­sen. Mos­le­mi­sche und jüdi­sche Reli­gi­ons­füh­rer sind sei­ne engen Freun­de.
    Nur katho­li­sche Bischö­fe, Ordens­leu­te und Gläu­bi­ge der Tra­di­ti­on müs­sen die­sen Papst wirk­lich fürch­ten. Ihnen gegen­über kann er nicht nur sei­ne Ableh­nung nicht ver­ber­gen, er ergreift Maß­nah­men, um ihren und damit auch unse­ren Glau­ben zu zer­stö­ren.
    Herr Ber­go­glio ist für die Kir­che eine wirk­li­che Gefahr. Auch wenn „Jubel­ka­tho­li­ken“ ihn als Papst lie­ben, sich in sei­ner Medi­en­gunst son­nen, egal, wie sehr er den über­lie­fer­ten Glau­ben immer wei­ter zer­stört. Oder ein neu­es Auf­blü­hen mit Gewalt zu ver­hin­dern trach­tet.

  4. Es wird sich nun zei­gen, ob Herr Ber­go­glio sich soli­da­risch und auf Augen­hö­he mit sei­nem Mit­bru­der im Bischofs­amt gibt, wie er sich selbst ja auch ger­ne sieht und bezeich­net, oder ob er abso­lu­ti­stisch von oben her­ab regie­ren und sei­ne Amts­voll­mach­ten voll aus­nut­zen wird. Er wird es jedoch gegen einen Bischof nicht so ein­fach haben, wie gegen einen Orden. Wie wer­den sehen, ob der hoch­ver­ehr­te Bischof Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no von Ber­go­glio auf irgend­ei­nen unwich­ti­gen Kuri­en­po­sten weg­be­för­dert wird, um Raum für die Aus­brei­tung für Häre­si­en auch in die­sem Bis­tum zu schaf­fen.
    Neid und Miss­gunst von sei­nen „Mit­brü­dern im Bischofs­amt“. Es ist ein­fach uner­träg­lich. Die kri­ti­sche Aus­sa­ge über den Metro­po­li­ten dient hier nur als idea­ler Vor­wand, um einen unge­lieb­ten „Mit­bru­der“ zu stür­zen.
    Es scheint immer kla­rer zu wer­den, wel­che Tei­le der Kir­che von der „Römi­schen Inqui­si­ti­on“ ver­folgt wer­den und wel­che nicht. Ber­go­glio ist der ober­ste Ver­ant­wort­li­che für die aktu­el­len Gescheh­nis­se in Rom und in der Welt­kir­che. Ver­fol­gun­gen und Unter­drückun­gen bestimm­ter Kir­chen­krei­se sind aus­drück­lich von ihm gewollt, wie er es im Fall der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­te sel­ber zuge­ge­ben hat. Es wird somit auch immer kla­rer, was Herr Ber­go­glio ist und was er nicht ist.
    Herr, schen­ke ist mög­lichst bald einen recht­gläu­bi­gen und wahr­haft katho­li­schen Papst.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Da schwant einem nichts Gutes. Es ist hier zu befürch­ten, daß Fran­zis­kus einen neu­en emp­find­li­chen Schlag gegen tra­di­ti­ons­freund­li­che Oasen plant. Sein rigo­ro­ses Vor­ge­hen
    gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta soll­te in der Diö­ze­se Ciu­dad del Este die Alarm­glocken klin­geln las­sen. Ich traue die­sem Bischof von Rom alles zu.

  6. Wer noch eines Bewei­ses bedurf­te, dass bestimm­te Kräf­te in Rom klamm­heim­lich den nach­kon­zi­lia­ren kirch­li­chen Zer­set­zungs­pro­zess in allen Berei­chen för­dert und will, für den end­lich outet sich nun Rom unter Ber­go­glio voll­stän­dig. Die Mas­ken fal­len ganz unge­niert.

  7. So ist also der Medi­en­papst, wenn er befürch­tet, dass etwas geschieht, was nicht in sei­ne Zie­le paßt. Sehet, so wird drang­sa­liert, wenn die Kir­che ver­tei­digt wird.

  8. Nun, wenn nun eine gene­rel­le „Visi­ta­ti­on“ aller „ver­däch­ti­gen“ Diö­ze­sen, in denen die hl. Mes­se der Jahr­hun­der­te gefei­ert wird, vor­ge­se­hen ist, dann dürf­te dies Eini­ges zu tun geben. Bis zum Febru­ar die­ses Jah­res waren es 83 Kar­di­nä­le und Bischö­fe — unter ihnen selbst­re­dend auch der im Arti­kel genann­te För­de­rer von Prie­ster­be­ru­fun­gen, Bischof Livie­res -, die in der Amts­pe­ri­ode von Papst Fran­zis­kus im Alten Ritus zele­brier­ten. Katholisches.info berich­te­te:
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    https://www.katholisches.info/2014/02/21/83-kardinaele-und-bischoefe-zelebrierten-unter-papst-franziskus-im-alten-ritus/
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  9. Das obe­re Kom­men­tar ist hier fehl am Platz, sor­ry. Es gehört zu einem ande­ren Arti­kel.

    • Wenn es eigent­lich um die Ver­gan­gen­heit des Gene­ral­vi­kars gin­ge, dann wäre eine Visi­ta­ti­on der Diö­ze­se über­flüs­sig und wider­sin­nig. Die­se Ver­gan­gen­heit ist seit vie­len Jah­ren bekannt. Man hat sich bis soeben nicht dar­um geküm­mert. Inter­es­sant wur­de sie erst, seit­dem der Bischof von der Homo­se­xua­li­tät des Erz­bi­schofs von Asun­ci­on spricht, sowie die Aus­rich­tung sei­ner Diö­ze­se klar ist und die­se gute Früch­te zeigt.

  10. Wann wer­den end­lich wei­te­re Bischö­fe so mutig sein wie es Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re war?

  11. Die Ankün­di­gung einer sol­chen Visi­ta­ti­on ver­kün­digt nichts Gutes. „Papst“ Fran­zis­kus will eine moder­ni­sti­sche Kir­che, das ist nur all­zu klar. Ich hof­fe daß der from­me Bischof Levie­res sich der SSPX anschlie­ßen wird.

  12. Wer jetzt immer noch der Mei­nung ist, dass das der Papst ist, wenn jetzt immer noch einer glaubt, die­ser Mann ver­tre­te Chri­stus auf Erden, dann kommt das einer Göt­zen- oder sogar .…- Ver­eh­rung nah.
    Jeder, wirk­lich jeder, der nicht völ­lig von Sin­nen ist, muss doch das, was offen zuta­ge liegt, auch sehen. Die­ser Mann hat sich doch selbst als Nicht-Papst ent­larvt, abge­se­hen davon, dass er auf­fal­lend zurück­weicht, wenn es drum geht, sich selbst als Stell­ver­tre­ter Chri­sti, als Petrus, zu outen. Er miss­braucht statt­des­sen, pene­trant „neben“ dem Stuhl Petri, der ihm näm­lich nicht zusteht, zu ver­wei­len und gele­gent­lich des­sen Macht zu miss­brau­chen und den lie­ben lan­gen tag Blöd­sinn zu reden.
    Wie vie­le See­len reißt er mit in den Abgrund — nicht nur Katho­li­ken, son­dern auch die vie­len getren­ne­ten Chri­sten, die ein­ge­lullt wer­den im Irr­glau­ben und von dem, der sie mah­nen soll­te, nun in der Sün­de fest­ge­fro­ren wer­den.
    Soll das der Gute Hir­te sein?
    Nein!!!!

      • Nur fragt sich dann, „Wer ist der rich­ti­ge Papst?“
        Bene­dikt, weil ein Papst nicht zurück­tre­ten kann?
        oder haben wir Sedis­va­kanz?
        Nur wer wählt dann den neu­en, rich­ti­gen Papst?
        Die­je­ni­gen, die schon, war­um auch immer, erpresst, bedroht, oder aus rei­ner Bequem­lich­keit, die sache mög­lichst schnell hin­ter sich zu brin­gen, oder gefan­gen in dem Irr­glau­ben, dass es allei­ne auf die Quo­ten ankom­me (Ita­lie­ner, aber doch nicht, Ame­ri­ka­ner, aber kein Nord­ame­ri­ka­ner, drit­tes Welt Land, aber doch irgend­wie nicht, Jesu­it, damit gebil­det, aber auch das wie­der nicht.…) oder son­sti­gen Grün­den den Kar­di­nal Ber­go­glio gewählt haben?

      • Ich fürch­te, solan­ge wir noch tak­tie­ren und poli­ti­sche Stra­te­gi­en durch­spie­len, solan­ge wir nicht alle Hoff­nung auf den set­zen, der allei­ne Hoff­nung gibt, solan­ge wird das wür­de­lo­se Spiel wei­ter­ge­hen.
        Viel­leicht ist es auch zu einem guten Teil eine schi­zo­phre­ne „Tra­di­ti­on“, die mit ihrer „Papst­treue“ ver­hin­dert, dass der Laden schon längst zusam­men­ge­bro­chen wäre. Es ist defi­ni­tiv erst der Zusam­men­bruch, der einen Neu­an­fang ermög­li­chen wird — Sie sagen ja selbst, dass es kein denk­ba­res Sze­na­rio mehr gibt, ohne gött­li­chen Ein­griff, der jetzt noch hel­fen könn­te.

        Wenn das aber so ist, war­um dann nicht die Lehr­va­kanz zuge­ste­hen und IHN bit­ten, alles neu zu machen?

      • Die Situa­ti­on ist aktu­ell ledig­lich zuge­spitzt. Neu ist dar­an, dass die Apost­asie den Apo­sto­li­schen Stuhl erreicht hat. Erst­ma­lig in der Kir­chen­ge­schich­te. Des­halb tut sich auch die Theo­lo­gie damit schwer. Der Gedan­ke hilft: Der Fort­be­stand der Kir­che hängt nicht an einem ein­zel­nen Papst und kann nicht an einem Usur­pa­tor schei­tern. Nicht ein Papst ist der Fels, son­dern das Petrus­amt. Die­ses ist da und wird blei­ben bis zum Ende der Welt, selbst wenn ein Usur­pa­tor den Stuhl Petri besetzt hält. Denn jeder Katho­lik kann und soll sich dar­an hal­ten, was die ech­ten Päp­ste gelehrt und ver­fügt haben. Davon kann uns ein Usur­pa­tor nicht abhal­ten. Wenn er das ver­sucht, dann bezeugt er umso kla­rer, wer er eigent­lich ist.

      • Die Sache ist die, es hat schon rich­tig schreck­li­che Päp­ste gege­ben, Urban VI z.B und sei­ne Gegen­päp­ste die waren auch nicht gera­de das, was man sich unter einem Papst vor­stellt.
        Nun mag einer ein­wen­den, dass Urban VI nichts lehr­amt­li­ches hin­ter­las­sen hat, dem ist zu ent­geg­nen, dass auch Papst Fran­zis­kus bis­lang noch nichts lehr­amt­li­ches gesagt hat!
        Was ich glau­be ist dass wir an einer Zei­ten­wen­de ste­hen und alles davon abhängt, ob es genug Gerech­te gibt, dass die Wen­de der Zei­ten sich nicht wen­det in die Wie­der­kunft Chri­sti.
        Viel­leicht liegt hier­in der gro­ße Trost.
        Wenn sich nicht genug Hei­li­ge fin­den, die­se Zeit „den rich­ten­den Gewal­ten durch ein gehei­ligt Leben abzu­rin­gen“, dann gilt „rich­tet euch auf und erhebt euer Haupt, denn es naht sich eure Erlö­sung!“

    • Sovie­le Fra­ge­zei­chen ver­wun­dern mehr wie dei­ne Fra­ge.
      Homo und oder Frei­mau­rer und Du hast gute Chan­cen beför­dert zu wer­den.

  13. Über der gan­zen Welt fin­det sich ähn­li­ches:
    In Frank­reich z.B. ste­hen vie­le Diö­ze­san­se­mi­na­re leer, wer­den geschlos­sen oder fusio­niert.
    In einem Diö­ze­san­se­mi­nar in Süd­ost­frank­reich mit stren­ge­rer und kir­chen­treu­er Aus­bil­dung wer­den 1/4 (ein Vier­tel) aller fran­zö­si­schen Semi­na­ri­sten aus­ge­bil­det; mit den Eccle­sia Dei-Gesell­schaf­ten und den Fra­ter­ni­tas Sacer­do­ta­lis St. Pius X — semi­na­ri­sten ist damit mehr als die Hälf­te aller künf­ti­gen Prie­stern nicht moder­ni­stisch ori­en­tiert.
    Idem in Nord­bel­gi­en, wo durch 50 Jah­re moder­ni­sti­sche Unfug in Semi­na­ri­en die Anzahl der Semi­na­ri­sten in den bischöfl. Semi­na­ri­en um 99 % zurück­ging zwi­schen 1955 und jetzt.
    Die Tra­di­ti­on lebt, ist leben­di­ger denn je — und die Moder­ni­sten reagie­ren des­halb um so bis­si­ger.

    Im Übri­gen ist das Dro­hen und Drang­sa­lie­ren mit kirch­li­chem Gehor­sam und Kir­chen­recht die schlech­te­ste Wei­se um fun­da­men­tal­theo­lo­gi­sche Posi­tio­nen (oder viel­mehr die Abwe­sen­heit davon) durch­zu­set­zen.
    Im jeden Fall ist es Kle­ri­ka­lis­mus der schlimm sten Sor­te, wie wir übri­gens haut­nah auch bei der Behand­lung der Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta und ihrem weib­li­chen Zweig erle­ben.

    Es ist eine Schan­de!
    Jeden Tag steigt mein Respekt für Mon­sei­gneur Erz­bi­schof Lef­eb­v­re!
    Pra­emia pro vali­dis

  14. Wenn wir sehen, dass die Semi­na­re der Eccle­sia Dei — Gesell­schaf­ten und die tra­di­tio­nel­len Semi­na­re sol­chen Zulauf haben und die Semi­na­re mit „moder­ni­sti­scher Aus­bil­dung“ leer blei­ben, so ist die­ses doch ein Zei­chen für das Wir­ken des hei­li­gen Gei­stes auch in unse­rer heu­ti­gen Zeit.

  15. Papst Franz ist das Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne suspekt, weil er wahr­schein­lich auch gar kein Latein kann und wer sei­ne Zele­bra­ti­on mit­ver­folgt, sieht bei ihm dar­in eine mehr oder min­der fluech­ti­ge Pflicht­auf­ga­be, wie sie sehr vie­len sued­la­en­di­schen Prie­stern eigen ist, fuer die Katho­li­zis­mus selbst­ver­sta­end­lich ist und die sich auch wenig Gedan­ken daru­e­ber machen, am wenig­sten ueber die Lit­ur­gie.
    Inso­fern ist Franz nur typisch, er ist an Allem ande­ren inter­es­siert und das hono­riert ihm die Welt.
    Heu­te Fuss­ball, mor­gen Tour de Fran­ce, dann wie­der mal die Armen, dann die boe­sen Kapi­ta­li­sten, ach es gibt so vie­le The­men wo er sich dank­bar in Sze­ne setzt, mit dem Applaus der Medi­en.
    Katho­li­sche Reiz­the­men bana­li­siert er, auch typisch sued­la­en­disch, mit der Ste­reo­ty­pe das sie als Dog­men ja lan­ge bekannt sind, also holt er sie auch nicht mehr her­aus.
    Ich bekom­me Magen­kra­emp­fe wenn ich ihn nur sehe, das ist ganz schlimm, aber fuer mich ist er ein Freund die­ser Welt und nicht mehr der von Jesus Chri­stus.
    Sein Kampf gegen die Tra­di­ti­on ist nur fol­ge­rich­tig und die­se mues­sen sich irgend­wann ent­schei­den ob Ein­glie­de­rung, oder Anschluss an die FSSPX.
    Die­se Schei­dung der Gei­ster ist viel­leicht das ein­zig Gute an Franz !
    Ist das nicht grau­en­haft ?

    • @michael

      .…..sich irgend­wann ent­schei­den ob Ein­glie­de­rung, oder .….

      Könn­te sein, dass man sich dies­be­züg­lich bald nicht mehr ent­schei­den muss. War­ten wir’s ab!

  16. Der Bischof von Rom hat sei­ne Ein­schät­zung der tra­di­ti­ons­treu­en Katho­li­ken ja deut­lich genug in Wor­te geklei­det- sie sind auti­sti­sche Neo­pe­la­gia­ner, schmie­ri­ge Fle­der­mäu­se, Freud­lo­se die sich obses­siv an den Dok­tri­nen fest­klam­mern. Da kann man doch ver­ste­hen, daß er den Anfän­gen in der Diö­ze­se Ciu­dad del Este in Para­gu­ay weh­ren will.
    Im Übri­gen ist die Ent­dog­ma­ti­sie­rung und Ent­theo­lo­gi­sie­rung der Kir­che in Rom ganz unge­niert und unter akti­ver Mit­wir­kung Ber­go­gli­os auf brei­tem Vor­marsch. Deren Pro­pa­gan­di­sten sehen die Stun­de der Rah­ner-Küng-Kir­che gekom­men, zuvör­derst Kar­di­nal Kas­per, der das erfreu­te Grin­sen gar nicht mehr aus dem Gesicht bringt.

    • Jetzt wenn Sie noch das Durch­schnitts­al­ter der Pro­pa­gan­di­sten der „Rah­ner-Küng-Kir­che“ neh­men und es mit den oben genann­ten Beob­ach­tun­gen über lee­re moder­ni­si­sti­sche und bes­ser gefüll­te tra­di­tio­nel­le Semi­na­re ver­bin­den, dann besteht Hoff­nung, daß der Hei­li­ge Geist das Rah­ner-Küng-Kar­ten­haus in nähe­rer Zukunft umbläst… Rahner/Küng/Kasper et al. haben näm­lich kei­nen Nach­wuchs. Wenn man lehrt, dass eh alles wurscht ist und alles ver­ge­ben wird und alle Reli­gio­nen irgend­wie dann doch gleich sind, dann kom­men die Leu­te zu dem Schluss, dass man logi­scher­wei­se auch nicht mehr in der Kir­che sein braucht…

  17. Es ist in der Tat eine sehr gefähr­li­che Situa­ti­on. Das Pla­gi­at fühlt sich zu Recht mehr als bedroht vom Ori­gi­nal. Der Pla­gia­tor wird alles tun, um das Ori­gi­nal zu ver­nich­ten. Auch Hero­des woll­te alle Kna­ben umbrin­gen las­sen, um sich hal­ten zu kön­nen.

  18. Ich bin mir sicher, die Ver­fol­gung tra­di­tio­nel­ler Prie­ster wird nach der Bischofs­syn­ode erst so rich­tig begin­nen. Ich befürch­te, die­se Syn­ode kann oder wird eine Spal­tung ver­ur­sa­chen.

  19. Pro­ble­me mit der Bis­tums­lei­tung haben bei uns im Bis­tum Augs­burg auch die gemä­ßigt tra­di­tio­na­li­stisch gepräg­ten Orte Maria Ves­per­bild und Mari­en­fried, die für sehr vie­le Gläu­bi­gen jedoch zu Zufluchts­stät­ten gewor­den sind, weil sie das Gesche­hen in ihren Orts­kir­chen nicht mehr ertra­gen kön­nen. Und da die­sen Orts­kir­chen die Mess­be­su­cher davon­lau­fen, wird gegen die weni­gen Kir­chen Stim­mung gemacht, wohin vie­le Men­schen aus einem gro­ßen Umkreis hin­kom­men. Ein frü­he­rer Bischof von Augs­burg sag­te mal: Wir haben drei Pro­ble­me: Maria Ves­per­bild, Mari­en­fried und Wigratz­bad. Und sein Pro­blem lag dar­an, dass sich die­se Orte wei­gern Volks­al­tä­re auf­zu­stel­len und die Kom­mu­ni­on­bän­ke zu ent­fer­nen.
    Die­ser Neid und ich wür­de fast sagen Hass der Moder­ni­sten auf die­se belieb­ten Mess­or­te, lässt sie nicht mehr klar den­ken. Sonst wür­den sie dar­auf kom­men, dass sie es sind, die den fal­schen Weg gehen.

    • Was Sie sagen stimmt. Auch ich bin im Bis­tum Augs­burg behei­ma­tet. Mon­si­gno­re Imkamp hat kei­nen leich­ten Stand in Maria Ves­per­bild. Allein sei­ne Erschei­nung als
      Prä­lat wahr­haft katho­li­scher Prä­gung, die er auch durch sei­ne tra­di­tio­nel­le Prie­ster­klei­dung als Mon­si­gno­re betont, ist vie­len von die­sen sata­nisch ver­blen­de­ten Ultra­mo­der­ni­sten ein Dorn im Auge. Wer weiß was dem guten, ach so lie­ben Franzl zu die­sen halb­wegs noch tra­di­tio­nel­len Oasen ein­fällt???

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