Die Gottesmutter gegen die Freimaurerei – Vor 400 Jahren Kirchenkrise prophezeit

Unsere liebe Frau vom guten Erfolg Quito
Unse­re lie­be Frau vom guten Erfolg Qui­to

(Qui­to) Zwi­schen 1582 und 1634 erschien die Got­tes­mut­ter und Jung­frau Maria in Qui­to im heu­ti­gen Ecua­dor der Klau­sur­schwe­ster Mut­ter Maria­na de Jesus Tor­res. Die Aller­se­lig­ste Jung­frau kün­dig­te der Ordens­frau die Ver­wü­stun­gen an, die durch die Frei­mau­re­rei im 20. Jahr­hun­dert ver­ur­sacht wur­den.

Die heu­ti­ge Haupt­stadt Ecua­dors, San Fran­cis­co de Qui­to, in der Mut­ter Maria­na de Jesus leb­te und die Visio­nen hat­te, war 1534 von Spa­ni­ern gegrün­det wor­den. Ecua­dor bil­de­te zur Zeit von Mut­ter Maria­na de Jesus eine eige­ne 1563 gegrün­de­te Audi­en­cia (Pro­vin­zi­al­ver­wal­tung) inner­halb des spa­ni­schen Vize­kö­nig­reichs Neu-Kasti­li­en (Peru).

1577 bra­chen fünf spa­ni­sche Schwe­stern des 1484 von der hei­li­gen Bea­trix da Sil­va Mene­ses in Tole­do gegrün­de­ten und 1511 von Rom aner­kann­ten Ordens von der Unbe­fleck­ten Emp­fäng­nis Mari­ens, bes­ser bekannt als Kon­zep­tio­ni­stin­nen nach San Fran­cis­co de Qui­to auf, um den ersten Kon­vent in Ame­ri­ka zu grün­den. Maria­na de Jesus Tor­res war eine der jun­gen Ordens­frau­en. In der Erschei­nung vom 16. Janu­ar 1599 trug ihr die Got­tes­mut­ter auf, eine Sta­tue genau nach ihrem Eben­bild zu schaf­fen, die schließ­lich am 2. Febru­ar 1611 vom Bischof von Qui­to geweiht wur­de. Das Gna­den­bild wird seit­her als „Unse­re Lie­be Frau vom guten Erfolg der Rei­ni­gung“ ver­ehrt. Maria trägt am lin­ken Arm das Jesus­kind und hält in der rech­ten Hand einen Bischofs­stab.

Die Gottesmutter prophezeite für das 20. Jahrhundert einen großen Glaubensabfall

Mariana de Jesus Torres
Maria­na de Jesus Tor­res

Die Got­tes­mut­ter pro­phe­zei­te Mut­ter Maria­na de Jesus, daß die Katho­li­sche Kir­che von den Ein­flüs­sen des Teu­fels heim­ge­sucht wer­de und schil­der­te die­se zukünf­ti­gen Ereig­nis­sen bis in alle Details. Für das 20. Jahr­hun­dert kün­dig­te sie ihr einen gro­ßen Glau­bens­ab­fall und vie­le Häre­si­en an, die den Glau­ben ver­dun­keln. Maria sag­te aber auch vor­aus, daß jenen, die in Treue zum Glau­ben ver­har­ren und mit reue­vol­lem Her­zen die Got­tes­mut­ter ver­eh­ren, Gna­de und Ver­ge­bung aller Sün­den gewährt wer­de. Wört­lich sag­te die Got­tes­mut­ter: „Der trö­sten­de Name ‚Mut­ter vom guten Erfolg‘ wird den Glau­ben stär­ken und ihn gegen aller­lei Häre­si­en und Irr­we­ge, die im 20. Jahr­hun­dert her­um­schlei­chen, schüt­zen.“

In Ecua­dor und in Spa­ni­en wird das Fest Unse­rer Lie­ben Frau vom guten Erfolg am 2. Febru­ar began­gen. An die­sem Tag, dem Fest der Dar­stel­lung Jesu im Tem­pel, bes­ser bekannt als „Licht­meß“, war die Got­tes­mut­ter Mut­ter Maria­na de Jesus in Beglei­tung der Erz­engel und des hei­li­gen Franz von Assi­si erschie­nen.

 

Einige Auszüge aus den Visionen der Ordensfrau Mariana de Jesus Torres:

„Weil in die­sem armen Land der christ­li­che Geist feh­len wird, wird das Sakra­ment der letz­ten Ölung kaum beach­tet. Vie­le Men­schen wer­den ster­ben, ohne es emp­fan­gen zu haben, ent­we­der aus Nach­läs­sig­keit ihrer Fami­li­en oder wegen ihrer fal­schen Gefüh­le, weil sie die Kran­ken davor schüt­zen wol­len, den wirk­li­chen Ernst ihrer Lage zu sehen, oder weil sie sich, getrie­ben von der Heim­tücke des Teu­fels, gegen den Geist der Katho­li­schen Kir­che auf­leh­nen. So wer­den vie­le See­len unzäh­li­ger Gna­den und Trö­stun­gen beraubt und der Kraft, der sie bedür­fen, um den gro­ßen Sprung aus der Zeit in die Ewig­keit zu machen.“

Konzeptionistinnenkloster Quito
Kon­zep­tio­ni­stin­nen­klo­ster Qui­to

„Das Sakra­ment der Ehe, das den Bund Chri­sti mit Sei­ner Kir­che sym­bo­li­siert, wird ange­grif­fen und im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes pro­fa­niert wer­den.
Die Frei­mau­re­rei, die in jener Zeit an der Macht sein wird, wird bös­ar­ti­ge Geset­ze erlas­sen mit dem Ziel, die­ses Sakra­ment abzu­schaf­fen, indem es für alle leicht­ge­macht wird, in der Sün­de zu leben und die Zeu­gung unehe­li­cher Kin­der ohne den Segen der Kir­che ermu­tigt wird. Der christ­li­che Geist wird schnell ver­blas­sen, indem das kost­ba­re Licht des Glau­bens soweit erlischt, daß es fast zu einem tota­len und all­ge­mei­nen Ver­fall der Sit­ten kommt.“

„Die Wir­kun­gen einer welt­li­chen Erzie­hung wer­den zuneh­men, was einer der Grün­de für den Man­gel an Prie­ster- und Ordens­be­ru­fun­gen sein wird.“

„Das hei­li­ge Wei­he­sa­kra­ment wird ver­lacht, unter­drückt und ver­ach­tet wer­den.“

„Der Teu­fel wird die Prie­ster des Herrn auf jede nur denk­ba­re Wei­se ver­fol­gen und wird mit grau­sa­mer und sub­ti­ler List vor­ge­hen, um sie vom Geist ihrer Beru­fung abzu­brin­gen, und vie­le von ihnen ver­der­ben. Die­se kor­rup­ten Prie­ster, die den Chri­sten ein Skan­dal sein wer­den, wer­den dazu füh­ren, daß der Haß der schlech­ten Chri­sten und der Fein­de der Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Römi­schen Kir­che auf alle Prie­ster zurück­fal­len wird.“

„Die­ser ver­meint­li­che Sieg des Satans wird den guten Hir­ten der Kir­che gro­ßes Lei­den brin­gen.“

„Es wird fast kei­ne Unschuld mehr in den Kin­dern sein noch Scham in den Frau­en und in die­sem Moment der gro­ßen Not für die Kir­che wer­den jene schwei­gen, die spre­chen müß­ten.
Du sollst aber wis­sen, gelieb­te Toch­ter, wenn Dein Name im 20. Jahr­hun­dert bekannt­ge­macht wer­den wird, wer­den vie­le nicht glau­ben und behaup­ten, daß die­se Ver­eh­rung von Gott nicht gewünscht sei.
Der Weltk­le­rus wird viel zu wün­schen übrig las­sen, weil die Prie­ster in ihren hei­li­gen Pflich­ten nach­läs­sig wer­den. Ohne den gött­li­chen Kom­paß wer­den sie sich von dem von Gott abge­steck­ten Weg für das Prie­ster­tum ent­fer­nen und an den Gütern und Reich­tü­mern hän­gen.“

„Die Kir­che wird in die­ser dunk­len Nacht viel lei­den müs­sen! In Erman­ge­lung eines Prä­la­ten und Vaters, der sie mit väter­li­cher Lie­be, Sanft­mut, Stär­ke, Weis­heit und Klug­heit führt, wer­den vie­le Prie­ster ihren Geist ver­lie­ren und ihre eige­nen See­len in gro­ße Gefahr brin­gen. Das wird die Stun­de Mei­nes Kom­mens anzei­gen.“

„Durch die Erlan­gung der Kon­trol­le über alle sozia­len Schich­ten, wer­den die Sek­ten ver­su­chen mit gro­ßer List in das Herz der Fami­li­en ein­zu­drin­gen und sogar die Kin­der zer­stö­ren. Der Teu­fel wird sich rüh­men, sich mit Hin­ter­häl­tig­keit von den Her­zen der Kin­der zu ernäh­ren. Die Unschuld der Kind­heit wird fast voll­stän­dig ver­schwin­den. So wer­den die Ordens­be­ru­fun­gen ver­lo­ren­ge­hen. Und das wird ein wirk­li­ches Unglück sein. Die Ordens­leu­te wer­den ihre hei­li­gen Pflich­ten auf­ge­ben und sich vom Weg, den Gott für sie gekenn­zeich­net hat, ent­fer­nen.“

„Satan wird durch die Irr­tü­mer der glau­bens­lo­sen Men­schen die Kon­trol­le die­ser Erde erlan­gen, die wie eine schwar­ze Wol­ke den Him­mel der dem Hei­lig­sten Her­zen mei­nes gött­li­chen Soh­nes geweih­ten Res Pub­bli­ca ver­dun­keln wer­den.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Regis sae­cul­o­rim immortalis/Wikicommons

 

27 Kommentare

  1. Es heißt dort auch:

    „Bete instän­dig, rufe ohne zu ermü­den, wei­ne ohne Unter­lass im Inner­sten dei­nes Her­zens und bit­te den himm­li­schen Vater durch das eucha­ri­sti­sche Herz mei­nes hei­li­gen Soh­nes, dass (…) Er der Kir­che einen Prä­la­ten schicke, wel­cher den Geist Sei­ner Prie­ster erneue­re. Die­sen gelieb­ten Sohn, den mein gött­li­cher Sohn und ich mit einer Vor­zugs­lie­be umge­ben, wer­den wir mit vie­len Gna­den über­häu­fen, mit Her­zens­de­mut, mit Füg­sam­keit gegen­über den gött­li­chen Ein­ge­bun­gen, mit Stär­ke, damit er die Rech­te der Kir­che zu ver­tei­di­gen weiß mit einem Her­zen, das ihn befä­higt, wie ein ande­rer Chri­stus mit Gro­ßen und Klei­nen umzu­ge­hen, ohne die unglück­lich­sten zu ver­ach­ten. Er wird mit gött­li­cher Mil­de die für den gött­li­chen Dienst geweih­ten See­len in den Klö­stern füh­ren, ohne ihnen das Joch des Herrn schwer zu machen. Er hält in sei­ner Hand die Waa­ge des Hei­lig­tums, damit alles nach Maß und Gewicht gesche­he, auf dass Gott ver­herr­licht wer­de. Die­ser Prä­lat und Vater wird das Gegen­ge­wicht bil­den gegen die Lau­heit der gott­ge­weih­ten Prie­ster und der Reli­gi­on.“ (http://www.immaculata.ch/Zeitschriften/DZM/PDF/U.L.F.%20von%20Quito.pdf)

    Die­ser genann­te Prä­lat: Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re ?

    • sol­che Pro­phe­zei­un­gen las­sen lei­der immer zuviel Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum.

      Ein Fran­zis­kus-Fan wür­de die Pas­sa­ge „Er wird mit gött­li­cher Mil­de die für den gött­li­chen Dienst geweih­ten See­len in den Klö­stern füh­ren, ohne ihnen das Joch des Herrn schwer zu machen“ wohl auf Fran­zis­kus und die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta bezie­hen…

      sor­ry für mei­nen Sar­kas­mus 😉

    • EB Lef­eb­v­re dach­te, dass die­se Pro­phe­tie sich auf ihn selbst bezog. Aber tref­fen die Kri­te­ri­en wirk­lich, so wie sie for­mu­liert sind, auf ihn zu?
      Ich bin skep­tisch, weil der „Prä­lat“, der da beschrie­ben wird, v.a. auch den Klö­stern zuge­ord­net wird…auch die Füg­sam­keit gegen­über gött­li­chen Ein­ge­bun­gen — was ist damit gemeint? Hat­te der EB Ein­ge­bun­gen? Ja eher nicht, dem stand er ja eher fremd gegen­über, nach dem, was ich weiß. Und v.a. wo sind die guten Früch­te? Zefällt sein werk nicht zuneh­mend?
      Ich den­ke eigent­lich eher, dass die­ser „Prä­lat“, von dem die Got­tes­mut­ter spricht, ein ganz ande­res Gewicht ein­neh­men, wesent­lich kraft­vol­ler sein wird, als das auf den EB zutrifft. Im übri­gen: Lef­eb­v­re ist tot, das war ein­mal und kann es alleind eshalb nicht gewe­sen sein. Das klingt fast so, als wür­de eine Art heim­li­che St. Petrus geschickt wer­den, an dem dann aber auch alle Anteil haben wer­den, die es wol­len. Ein wirk­lich gei­ster­füll­ter und gott­er­ge­be­ner und von Gott gelei­te­ter „Prä­lat“, eine Hil­fe, ein „alter Chri­stus“ in schlimm­ster Not. Ja, ich glau­be, das kommt erst noch. Es wird alles noch viel not­vol­ler.
      Neu­lich gei­ster­te im Inter­net ein Pater-Pio-Zitat, das er Lef­eb­v­re gesagt haben soll: dass er ein Unru­he­stif­ter sein wer­de und sich ver­ant­wor­ten müs­se eines Tages. Weiß da jemand was Seriö­ses drü­ber, oder gehört das in den gan­zen Pater-Pio-Unsinn, der kur­siert und vor dem Kon­zil die Kir­che dazu ver­an­lass­te, bei Pater Pio nicht sicher erken­ne zu kön­nen, ob er nicht doch ein Schar­la­tan ist? Sei­ne Fans wer­den ja dann er Pater Pio für den „Prä­la­ten“ halten…Seufz…

      Als ich hör­te, dass der EB die­se Pro­phe­tie auf sich bezog, kauf­te ich damals das Buch udn las es. Ich bin wie­der und wie­der beein­druckt, wie sorg­sam uns die Got­tes­mut­ter lan­ge, lan­ge vor­her bereits vor­warnt und Din­ge mit­teilt. Ja, alles, was da pro­phe­zeit wur­de, ist so ein­ge­trof­fen…

      • So weit mir bekannt ist, war Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ein­mal bei Pater Pio. Es soll sich um eine kur­ze Begeg­nung gehan­delt haben und Erz­bi­schof Lef­eb­v­re bat Pater Pio um sei­nen Segen. Da soll Pater Pio selbst um den Segen des Erz­bi­schofs gebe­ten haben.… http://pius.info/erzbischof/biografie/122-seerzbischofmarcellefebvrebeipadrepio1970
        Jeden­falls spricht es für den Erz­bi­schof, wenn er nicht allen mög­li­chen Erschei­nun­gen und Pri­va­tof­fen­ba­run­gen Glau­ben schenk­te. Mir selbst hat­te ein alter Prie­ster gesagt, dass der Erz­bi­schof Lef­eb­v­re wenig­stens noch wirk­lich rich­ti­ge Prie­ster her­an­bil­det. Des­we­gen bin ich froh, dass es eine FSSPX gibt und ver­ste­he nicht, dass immer wie­der gegen die Pius­bru­der­schaft gehetzt wird.

      • Ja, das habe ich auch gehört, das mit dem Segen, aber eben auch das andere…Allerdings ist ja Pater Pio vor der Lit­ur­gie­re­form schon gestor­ben, und der Segen war in der Zeit vor dem „Unge­hor­sam“.

        Wie gesagt, Sie haben das viel­leicht über­le­sen: EB Lef­eb­v­re bezog die­se Pro­phe­tie auf sich selbst, hat sie also auch für bare Mün­ze genom­men. Ich muss aller­dings geste­hen, dass es mir ungu­te Gedan­ken macht, wenn einer Erschei­nun­gen eher ablehnt, aber dann, wenn sie ihm „pas­sen“, plötz­lich für bare Mün­ze nimmt. Der EB hat ja aus die­ser Pro­phe­tie sogar die himm­li­sche Bestä­ti­gung für sei­ne eigen­mäch­ti­gen Bischofs­wei­hen sehen wol­len… Das ist doch ein biss­chen merk­wür­dig — fin­den Sie nicht? Ist es Stär­ke, ist es Schwä­che?

        Was kri­tisch gegen EB Lef­eb­v­re bzw. die Prie­ster­bru­der­schaft vor­ge­bracht wird, hängt von der Sicht und Ein­stel­lung des Betrach­ters ab. Es sind dem­ge­mäß sehr diver­gen­te Kri­tik­punk­te. Ver­su­chen Sie das doch ein­fach mit Distanz und Sach­lich­keit auf­zu­fas­sen und gege­be­nen­falls zu wider­le­gen.

      • Pater Pio hat die Lit­ur­gie­re­form zwar erlebt, aber er hat bis zu sei­nem Tod die Mes­se nach dem über­lie­fer­ten Ritus gefei­ert, da der NOM erst nach dem Tod Pater Pios ver­bind­lich vor­ge­schrie­ben wur­de.

      • Noch ein Nach­satz zu eben: Es ist mir irgend­wie unan­ge­nehm, wenn einer eine Erschei­nung ken­nen­lernt, den Inhalt der Pro­phe­tie liest und sagt: Ich bin der­je­ni­ge, ich bin der gemein­te Prä­lat, das kann nur ich sein, also ran an die uner­laub­te Bischofs­wei­he.
        Es wirkt auf mich irgend­wie schwach, weil er über­haupt die­ses „Schach­zu­ges“ zu bedür­fen schien, wo er doch sonst über Erschei­nun­gen stand und alles aus dem depo­si­tum fidei ablei­ten woll­te.
        Und ich win­de mich irgend­wie, weil die Selbst­zu­schrei­bung in der Kir­che immer ris­kant ist. Nie­mand kann sich selbst zu etwas beru­fen. Und die Sze­ne wirk­te auf mich damals so, als müss­te sich der EB drin­gend irgend­wie von außen legi­ti­mie­ren las­sen, und wenn durch kei­ne Wür­den­trä­ger, dann durch die Mut­ter­got­tes vor 400 Jah­ren, wobei er es auch hier wie­der selbst ist, der sich selbst den Titel in der Pro­phe­tie zuschrieb, ohne dass dies von außen so ohne wei­te­res nach­voll­zieh­bar wäre, v.a. wenn man ansieht, wie alles weiterging.…Hatte der EB einen See­len­füh­rer, dem er gehorch­te, hat er sei­ne Gedan­ken jemals jeman­dem zur Prü­fung vor­ge­legt? Tut das der Msgr. Fel­lay, oder liegt hier nicht ein Hund begra­ben?

        Ver­ste­hen Sie die­ses Miss­be­ha­gen denn wirk­lich nicht?

      • EB Leve­b­v­re, Pater Pio und Pater Kente­nich befin­den sich bereits im Him­mel und schau­en mit gro­sser Sor­ge her­ab!

  2. Hof­fent­lich bekommt Papst Fran­zis­kus noch die Kur­ve und es wird ihm klar, auf was er sich bzgl. eini­ger Äuße­run­gen wie etwa von Kar­di­nal Kas­per zum mög­li­chen Kom­mu­nion­emp­fang für Men­schen in staat­li­cher Zweit- oder Dritte­he, die eine gül­ti­ge sakra­men­ta­le Ehe haben, ein­läßt.

  3. Dan­ke für die Publi­ka­ti­on die­ses Tex­tes.

    Die­se Erschei­nung ist, soweit ich sehe, heu­te sehr wenig bekannt. Daß die Pro­phe­zei­ung ein­ge­tre­ten ist, ist leicht erkenn­bar.

    Die Ver­hei­ßung „Der trö­sten­de Name ‚Mut­ter vom guten Erfolg‘ wird den Glau­ben stär­ken und ihn gegen aller­lei Häre­si­en und Irr­we­ge, die im 20. Jahr­hun­dert her­um­schlei­chen, schüt­zen.“ ist aller­dings auch sehr schön und tröst­lich.

  4. @ Zeit­schnur:
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat zusam­men mit dem wenig bekann­ten Bischof de Castro May­er den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus geret­tet. Allein das sichert ihm einen her­aus­ra­gen­den Platz in der Kir­chen­ge­schich­te.
    Viel­leicht hat er mal die­se Pro­phe­zei­ung auf sich bezo­gen in der Not des Kamp­fes, in dem er sich befand. Er hat aber nie damit argu­men­tiert, er hat sich nie dar­auf bezo­gen, indem er sein Han­deln dar­auf grün­de­te. Wer nicht nur ein paar Sät­ze von ihm kennt, son­dern wirk­lich sei­ne Bücher gele­sen hat, sei­ne Pre­dig­ten und Vor­trä­ge, zudem noch die aus­führ­li­che, gründ­li­che Bio­gra­fie von Bischof Tis­sier de Mal­lerais, der weiß, dass die­se Pro­phe­zei­ung für ihn kei­ne Rol­le spiel­te.

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re war ein gro­ßer Beter. Woher wol­len Sie, @ Zeit­schnur wis­sen, dass er kei­ne Ein­ge­bun­gen hat­te? Ein­ge­bun­gen sind nicht nur Visio­nen, das Hören von Stim­men. Sie kön­nen sich aus­drücken in einem inne­ren Frie­den, in inne­ren Gewiss­hei­ten. Von außen dar­über urtei­len zu wol­len, steht nie­man­dem zu. Mit Ver­laub, es ist anma­ßend.

    Dass Erz­bi­schof Lef­eb­v­re die Bischofs­wei­hen mit die­ser Pro­phe­zei­ung begrün­det haben soll, ist eine glat­te Lüge.
    Er hat selbst von sich gesagt, dass er eini­ge Jah­re mit sich rin­gen muss­te. Dass er nachts nicht schla­fen konn­te und zum Gebet in die Kapel­le gegan­gen ist. Dass er sich auch gewünscht habe, die aller­se­lig­ste Jung­frau möge ihm erschei­nen und ihm den rich­ti­gen Weg zei­gen. Sie ist ihm nicht erschie­nen, er hat es offen gesagt. Er hat sich bera­ten mit sei­nen Mit­brü­dern, mit den befreun­de­ten Orden. Beson­ders die Frau­en­or­den waren für die Wei­he der Bischö­fe.
    Aus­schlag­ge­bend waren die immer schlim­mer aus­ufern­de Kir­chen­kri­se und sein vor­ge­rück­tes Alter. Sei­ne Kräf­te lie­ßen spür­bar nach. Er brauch­te Nach­fol­ger im Bischofs­amt.

    Es stimmt: Aus­drück­lich hat der Erz­bi­schof davor gewarnt, Sehe­rin­nen in den Mit­tel­punkt der Pre­dig­ten zu rücken. Er hat sei­nen Prie­stern auf­ge­tra­gen, unse­ren Herrn Jesus Chri­stus in den Mit­tel­punkt, ins Zen­trum zu stel­len. Pre­dig­ten, die unsern Herrn nicht zum Mit­tel­punkt haben, hielt er für unnütz. Mehr noch: Für einen Betrug an den Gläu­bi­gen.
    Dass sie es sehr oft nicht tun, wenig­stens im deut­schen Distrikt, dafür ist er nicht ver­ant­wort­lich zu machen. Die FSSPX ist sowie­so aus einer Not­si­tua­ti­on her­aus ent­stan­den. Wenn sie zer­fällt, ist die Bedeu­tung des Erz­bi­schofs für die Gesamt­kir­che nicht aus­ge­löscht.
    Im Gegen­teil: Sei­ne Pre­dig­ten zur hei­li­gen Mes­se, zum Opfer, zum Kreuz wer­den in der Kir­che noch drin­gend gebraucht.
    Sie kön­nen das selbst­ver­ständ­lich anders sehen, @Zeitschnur. das sei Ihnen unbe­nom­men. Nur set­zen Sie bit­te nicht Gerüch­te in die Welt, die weder Hand noch Fuß haben. Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat die­se Pro­phe­zei­ung vor den Bischofs­wei­hen nicht öffent­lich mit sich in Ver­bin­dung gebracht. Er war ein kla­rer, tho­mi­stisch geschul­ter Den­ker, der für den Glau­ben kämpf­te, für die hl. Mes­se, für das katho­li­sche Prie­ster­tum und ein Hir­te, der die Gläu­bi­gen nicht im Stich ließ.

    • Ach, @ zeit­los, bit­te beru­hi­gen Sie sich doch und hören Sie EB Lef­eb­v­re selbst in sei­ner Pre­digt zu den Bischofs­kon­se­kra­tio­nen. Ihnen hilft nur die Kon­fron­ta­ti­on mit den Quel­len und Fak­ten. Nun also O‑Ton EB L. am 30. Juni 1988 in Ecône:

      „Die aller­se­lig­ste Jung­frau von Qui­to hat­te die­ser Non­ne für das 20. Jahr­hun­dert eini­ges pro­phe­zeit und dabei aus­drück­lich gesagt: Wäh­rend des 19. Jahr­hun­derts und zum größ­ten Teil wäh­rend des 20. Jahr­hun­derts wer­den sich in der hei­li­gen Kir­che immer stär­ker Irr­leh­ren aus­brei­ten. Die Kir­che wird in eine abso­lut kata­stro­pha­le Situa­ti­on stür­zen. Die Sit­ten wer­den ver­fal­len, der Glau­be wird erlö­schen, ohne daß wir es mer­ken. Ent­schul­di­gen Sie, wenn ich jetzt mit dem Bericht über die­se Erschei­nung fort­fah­re. Sie spricht von einem Prä­la­ten, der sich die­sen Flu­ten der Apost­asie und der Gott­lo­sig­keit abso­lut ent­ge­gen­stel­len und das Prie­ster­tum erhal­ten wird, indem er gute Prie­ster her­an­bil­det. Sie kön­nen Ein­wen­dun­gen machen, wenn Sie wol­len. Ich wer­de es nicht tun. Ich kann nicht leug­nen, daß ich über­rascht war, als ich die­se Zei­len gele­sen hat­te. Es ist aller­dings eine Tat­sa­che. Die­se Zei­len wur­den auf­ge­schrie­ben, gedruckt und in den Archi­ven über die­se Erschei­nung hin­ter­legt.
      Sie ken­nen sicher­lich auch die Erschei­nun­gen von La Salet­te. Wäh­rend die­ser Erschei­nun­gen sag­te Unse­re Lie­be Frau, daß Rom den Glau­ben ver­lie­ren wird. Es wird dort Fin­ster­nis herr­schen. Fin­ster­nis! Beden­ken Sie, was es bedeu­ten kann, wenn die aller­se­lig­ste Jung­frau so spricht. Schließ­lich gibt es noch das Geheim­nis von Fati­ma, das uns zeit­lich noch näher steht. Ohne Zwei­fel muß das drit­te Geheim­nis von Fati­ma Hin­wei­se auf die­se Fin­ster­nis­se ent­hal­ten, die Rom ver­dun­kelt haben. Die­se Fin­ster­nis­se brei­ten sich seit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil über die gan­ze Welt aus. Papst Johan­nes XXIII. hat­te es sicher­lich gera­de des­halb für gut befun­den, die­ses Geheim­nis nicht zu ver­öf­fent­li­chen.“ http://pius.info/erzbischof/predigten/174-bischofskonsekration_von_4_priestern_econe_1988

      Der EB spricht damit genau das aus, was ich oben refe­riert habe — er hat durch die­se Erschei­nung in Qui­to Bestä­ti­gung für sein Tun erfah­ren.

      Offen­bar hat er aber auch — das war mir über all Ihrer Erscheinug­ns­pho­bie ganz ent­fal­len — die ande­ren Mari­en­er­schei­nun­gen samt Fati­ma sehr ernst genom­men…

      Natür­lich ver­dankt man ihm eini­ges, wie Sie es schrei­ben. Den­noch blei­be ich dabei: es ist immer sehr schwie­rig, wenn jemand sich ohne Bestä­ti­gung selbst auto­ri­siert. Sie wis­sen ganz genau, dass Ein­ge­bun­gen, die ich zu haben glau­be, immer geprüft wer­den müs­sen, weil der Satan auch wie ein Lich­ten­gel auf­tre­ten kann. Unser Dilem­ma ist heu­te, dass wir kaum jeman­den haben, der uns prü­fen könn­te.

      Aber das hat­ten wir schon öfters — Sie bezwei­feln Fati­ma trotz kirch­li­cher Bestä­ti­gung, aber Sie neh­men einem Ein­zel­nen inne­re Ein­ge­bun­gen ab, die nie­mand mit einem „cons­tat de super­na­tu­ra­li­ta­te“ ver­se­hen hat?

      • Doch,liebe Zeitschnur,auch heute,haben wir jemanden,der uns„prüfen konnte“,der uns prüft.Den All­mäch­ti­gen Gott.Sie sind nicht allein.Der Gott spricht,liebevoll,…sich aus­ru­hen in Sei­ner Hand,wie ein Kind,.….

      • Halt ein­mal. Wir haben heu­te das Dilem­ma, dass es nie­man­den gibt der uns über­prü­fen könn­te. Die­ses Dilem­ma exi­stiert gar nicht. Denn weder im Bereich der Sin­nens­wahr­neh­mung noch der Offen­ba­rungs­wahr­neh­mung kön­nen wir wis­sen­schaft­lich die Echt­heit über­prü­fen. Denn wir kön­nen nicht wis­sen, was und wie der ande­re sieht, hört und fühlt. Wir kön­nen nur mit Sicher­heit wis­sen, was und wie wir selbst sehen, hören und füh­len. Bei der Offen­ba­rungs­wahr­neh­mung kön­nen wir nicht wis­sen, wie und was der ande­re sieht, son­dern nur der­je­ni­ge selbst kann es wis­sen, der die Offen­ba­rung hat. Wir kön­nen es glau­ben und auch nicht glau­ben. Auch die Kir­che kann die Echt­heit nicht bestä­ti­gen. Wenn sie mit „cons­tat de super­na­tu­ra­li­ta­te“, fest­stellt, dann wird gesagt, dass auf natür­li­che Wei­se etwas nicht erklär­bar ist. Umge­kehrt ist damit das Phä­no­men nicht bewie­sen. Son­dern die Kir­che glaubt an die Echt­heit, sie kann nur glau­ben und nicht bewei­sen, dass ein Phä­no­men über­na­tür­lich ist. Und sie bestä­tigt, dass es von Gott kommt, wenn es der Leh­re und dem Glau­ben der Kir­che nicht wider­spricht und sogar dem Glau­ben för­der­lich ist.

        Des­halb kön­nen wir an Fati­ma, La Salet­te glau­ben oder nicht glau­ben, sie gehö­ren nicht zum Glau­bens­gut. Wir kön­nen an jede ande­re Pri­va­tof­fen­ba­rung, im Gegen­satz zu bibli­schen Offen­ba­run­gen glau­ben oder nicht glau­ben. Das ist letzt­end­lich per­sön­lich. Nur die kirch­li­che Bestä­ti­gung lie­fert mir die Gewiss­heit, dass ich nicht einem Irr­glau­ben ver­fal­le. Ob nun EB Leve­bre an Qui­to glaub­te oder nicht, ist letzt­end­lich nicht ent­schei­dend, son­dern viel­mehr sein Glau­be und sei­ne Sor­ge um die wah­re Kir­che. Auch Papst Johan­nes Paul II sah in sich die Erfül­lung des 3. Geheim­nis­ses von Fati­ma. Ob es so ist oder nicht ist, das wis­sen wir nicht.
        Letzt­end­lich ist jede Pri­va­tof­fen­ba­rung ein Auf­ruf, egal ob die­se nun aner­kannt ist oder nicht. Wir soll­ten selbst mün­di­ger wer­den zu ent­schei­den, ob dies ein Auf­ruf zum Glau­ben und Gebet an uns selbst ist. Wenn nicht ver­fehlt jede Offen­ba­rung ihren Zweck. „Prüft alles, das Gute behal­tet“. Das betrifft jeden per­sön­lich. Des­halb kön­nen wir uns über nie­man­den ein Urteil anma­ssen, auch wenn msn es kirch­lich abstüt­zen möch­ten, was die Kir­che nicht kann.

      • …ja, das hat Luther für sich selbst auch so gesehen…und Dre­wer­mann tut das auch…und … und … und …

        Ver­ehr­ter Metho­dus — das ist nur eine ande­re Ebe­ne: das, was ich im letz­ten Ende vor Gott ver­ant­wor­ten muss, der Herz und Nie­ren prüft, ganz allei­ne, und das, was bis­lang in der Kir­che stets auch von ande­ren Bevoll­mäch­tig­ten geprüft wer­den muss­te, ins­e­be­son­de­re dann, wenn die­ser Ein­zel­ne glaubt, er habe die Pflicht, im Allein­gang etwas zu „ret­ten“ oder zu „refor­mie­ren“ oder den ande­ren Gäu­bi­gen mit­zu­tei­len.

        Das ist katho­lisch — die­ses tie­fe Wis­sen drum, dass der Ein­zel­ne, der sich im siche­ren Besitz der Wahr­heit wähnt, auf einem nadel­spitz-schma­len Grat geht und ohne seel­sor­ger­li­che Beglei­tung, ohne Über­prü­fung sei­ner Ambi­tio­nen und ohne die Bereit­schaft, auf einen See­len­füh­rer zu hören, mit einer fast 100%igen Wahr­schein­lich­keit abstür­zen wird.
        Des­we­gen gehen wir ja zur Beich­te, des­halb soll ja jeder und jede, die beson­ders mit etwas betraut ist, das die gan­ze Kir­che oder einen gro­ßen Teil­be­reich betrifft, umso mehr die­sen seel­sor­ger­li­chen Schutz suchen und auch erbit­ten, ihn zu fin­den. gera­de Bischö­fe (auch der von Rom), Prie­ster, Äbtis­sin­nen, Poli­ti­ker in hohen Ämtern…
        Dass es heu­te enorm schwer ist, da jeman­den zu fin­den, steht auf einem ande­ren Blatt — aber da es eine rech­te Bit­te ist, wird Gott sie auch erfül­len.

      • @ Johann

        Sie ver­ste­hen mei­ne Ziel­rich­tung lei­der nicht. Es geht mir dar­um, dass ein Mensch, ob Prie­ster, Bischof, Mann oder Frau, Laie oder Ordens­mensch, wenn er oder sie eine Ein­ge­bung hat, die die gan­ze Kir­che betrifft (und nur das macht ja das Dilem­ma aus, von dem ich rede!), sich damit nicht dem Urteil der Auto­ri­tä­ten stellt, unwei­ger­lich sich selbst zum Maß­stab der Din­ge macht, und glau­be er oder sie auch noch so sehr, dass er doch aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den im Recht sei.

        Ihr Posting löst im Prin­zip die kom­plet­te katho­li­sche Leh­re von der Unfehl­bar­keit des Lehr­am­tes auf! Wenn ich dem Urteil des Lehr­am­tes nicht zwin­gend zu glau­ben brau­che, wenn es um spä­ter offen­bar­te Din­ge geht, wie­so soll­te ich ihm dann glau­ben hin­sicht­lich der „abge­schlos­se­nen Offen­ba­rung“?

        Ich sag­te es schon öfters: was hier regel­mä­ßig vor­ge­tra­gen wird von den „Pri­va­tof­fen­ba­run­gen“, die nie­mand zu glau­ben braucht, ist in die­ser Pau­scha­li­tät Unsinn. Wenn der Vati­kan selbst bestimm­te sol­cher Offen­ba­run­gen inzwi­schen voll und ganz inte­griert hat, eige­ne Mess­for­mu­la­re dafür erstellt hat etc., sogar Hoch­fest (!), dann kann man nicht mehr so ein­fach sagen, das müs­se aber dann kei­ner glau­ben.

        Ent­schei­dend ist aber bei Ein­ge­bun­gen, wie sie ja auch Lef­eb­v­re in Erwä­gung zog, um sein Werk in Sze­ne zu set­zen und zu recht­fer­ti­gen, dass das eben kei­ne „Pri­va­tof­fen­ba­run­gen“ sind, son­dern Offen­ba­run­gen, die die gan­ze Kir­che betref­fen.
        Immer wie­der wird hier von vie­len Postern über­se­hen, dass eine Offen­ba­rung, die besagt: „Geh hin und sag dem Papst dies, er soll jenes tun… ret­te die Kir­che und wei­he nun eigen­mäch­tig Bischö­fe … etc., wenn sie aner­kannt wur­de, auch mit die­ser Bot­schaft an alle aner­kannt wer­den muss — alles ande­re wäre unlo­gi­scher Unsinn, und die Kir­che war immer logisch. Jeden­falls bis vor 50 Jah­ren weit­ge­hend.

        Lef­eb­v­re aber ist durch nie­man­den legi­ti­miert — das ist der ent­schei­den­de Haken. Er hat sich selbst beru­fen, etwas für alle Ent­schei­den­des zu tun und ver­strick­te sich in gro­be Wider­sprü­che.

        Und die spä­ten Früch­te die­ser Selbst­er­mäch­ti­gung sehen wir heu­te: die Bru­der­schaft hat sich zu einer Art kryp­ti­schem Lehr­amt selbst erho­ben, gegen­über dem sie gna­den­los Gehor­sam ein­for­dert, den sie selbst nicht bereit ist, aus­zu­üben, geneh­migt sich selbst sogar jeden Unge­hor­sam gegen die, die recht­mä­ßig gewählt und erho­ben wor­den sind. Zig Prie­ster, die Beden­ken geäu­ßert haben gegen­über dem Katz-und-Maus-Kurs gegen­über Rom, hat man mit­tel­los auf die Stra­ße gewor­fen, ganz im Geist der Mil­de, von der unse­re Lie­be Frau vom guten Erfolg sprach? Und der Prä­lat starb, ist nun lage tot, und die Kir­che wur­de dadurch weder geret­tet noch gerei­nigt — obwohl die Mut­ter­got­tes das so vor­her­ge­sagt hat­te für die­sen außer­or­dent­li­chen Prie­ster: MIT ihm wird alles gene­sen — nicht nach ihm.
        Sie müs­sen zuge­ste­hen, dass das ziem­lich merk­wür­dig ist, gera­de weil der EB sich aus­drück­lich — wie ich oben zitie­re — auf die­se Erschei­nung bezog und dadurch gerecht­fer­tigt oder „ange­kün­digt“ sah.

  5. Maria­na de Jesus Tor­res hat ja vor der Grün­dung der vier ersten Frei­mau­rer­lo­gen in Lon­don 1717 gelebt. Hat sie bereits im Ori­gi­nal­text aus­drück­lich von Frei­mau­rern gespro­chen?

    • In der deut­schen Aus­ga­be steht das wirk­lich — „Frei­maue­rei“. Das ist wirk­lich eigen­ar­tig. Ich habe dem Her­aus­ge­ber ein Email geschickt mit der Fra­ge, ob die­ses Wort wirk­lich ori­gi­nal im Text der Sehe­rin stand.
      Falls er mir ant­wor­tet, set­ze ich Ihnen die Ant­wort hier dazu.

  6. Schon wie­der wird etli­ches durch­ein­an­der gewor­fen:
    Natür­lich hat Erz­bi­schof Lef­eb­v­re Mari­en­er­schei­nun­gen nicht abge­lehnt. Er hat sich dazu bekannt. In sei­nen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Rom waren sie jedoch nicht ent­schei­dend. Ent­schei­dend war, dass er fest­stell­te, dass das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil Irr­tü­mer ent­hält, die gegen den über­lie­fer­ten katho­li­schen Glau­ben ver­sto­ßen. Dass er wei­ter fest­stell­te, dass die neue Mes­se Paul VI. eine Gefahr für den katho­li­schen Glau­ben dar­stellt und dass sie das katho­li­sche Prie­ster­tum zer­stört. Dass hat ihm kei­ne „Erschei­nung“ ein­ge­ge­ben, son­dern sein theo­lo­gi­scher Scharf­blick.
    Sei­ne Lie­be zur Kir­che ließ ihn han­deln, sein Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl. Zu was hat er sich „auto­ri­siert?“
    Er hat ein Prie­ster­se­mi­nar gegrün­det, in dem er Prie­ster aus­bil­de­te, so wie die Kir­che sie immer aus­bil­de­te. Als es ihm ver­bo­ten wur­de, hat er sich wider­setzt. Als er immer älter wur­de, hat er Bischö­fe geweiht, Hilfs­bi­schö­fe, Not­bi­schö­fe, damit die Prie­ster­wei­hen fort­ge­setzt wer­den konn­ten. Denn die Gläu­bi­gen welt­weit rie­fen nach tra­di­tio­nell aus­ge­bil­de­ten Prie­stern. Sie behal­fen sich zunächst mit Prie­stern, die sich wei­ger­ten, die neue Mes­se zu zele­brie­ren. Nicht sel­ten waren es älte­re Prie­ster und Ruhe­stand­sprie­ster. Wur­den sie gebrech­lich oder wenn sie star­ben, baten die Gläu­bi­gen den Erz­bi­schof um Prie­ster.
    Er hat sich nicht zum Kir­chen­leh­rer, zum Gegen­papst oder zu sonst irgend­et­was „auto­ri­siert.“ Noch nicht mal zum „Anfüh­rer“ aller tra­di­tio­nell katho­li­schen Gläu­bi­gen. Sie haben ihn jedoch weit­ge­hend dazu gemacht. Er hat am sicht­bar­sten, am wirk­sam­sten die Anlie­gen der tra­di­tio­nell Gläu­bi­gen in Rom ver­tre­ten. Rom hat ihn zum wich­tig­sten Gesprächs­part­ner erwählt. Aus Sor­ge, die gan­ze Bewe­gung der tra­di­tio­nell Gläu­bi­gen kön­ne der Kir­che des 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zils ver­lo­ren­ge­hen, wur­de die Ecclesia-Dei–Kommission gegrün­det, konn­te die Petrus­bru­der­schaft in der Kon­zils­kir­che aner­kannt wer­den. Die Grün­der stam­men von der Pius­bru­der­schaft, konn­ten jedoch die Bischofs­wei­hen nicht mit­tra­gen. Ohne Pius­bru­der­schaft kei­ne Petrus­bru­der­schaft, kei­ne Eccle­sia-Dei-Gemein­schaft. Das sind Fak­ten, kei­ne Mei­nun­gen.
    Ich erken­ne Erz­bi­schof Lef­eb­v­re nicht an wegen bestimm­ter Ein­ge­bun­gen, son­dern weil ich sei­ne Ein­wän­de gegen die Kon­zilsirr­tü­mer, gegen die Mes­se Paul VI. als rich­tig emp­fin­de. Ich den­ke, die inner­kirch­li­che Ent­wick­lung hat ihm recht gege­ben. Die Ein­ge­bun­gen habe ich nur des­halb erwähnt, weil Sie glaub­ten, die­se von vorn­her­ein aus­schlie­ßen zu kön­nen. Die­ses Beur­tei­lung steht Ihnen nicht zu.
    Aus­drück­lich erken­ne ich die Erschei­nun­gen von Lour­des an. La Salet­te ken­ne ich zu wenig, um mich dazu äußern zu kön­nen.
    Ich erken­ne die Bot­schaft von Fati­ma an, so wie sie auch Pius XII. aner­kannt hat. Ich bin der festen Über­zeu­gung, dass Papst Pius XII. alles rich­tig gemacht hat, alles aus­ge­führt hat, was die Got­tes­mut­ter den Seher­kin­dern auf­ge­tra­gen hat. „Erschei­nungs­pho­bie“ ist Ihre Unter­stel­lung.

    Forst­set­zung:

  7. Fort­set­zung: In Tei­len der Tra­di­ti­on gibt es eine „Erschei­nungs­sucht.“ Vie­le erschei­nungs­süch­ti­gen Gläu­bi­gen wand­ten sich an Erz­bi­schof Lef­eb­v­re. Er hat davor gewarnt. Er hat auch sei­ne Prie­ster davor gewarnt, Erschei­nun­gen zu sehr in den Mit­tel­punkt der Pre­dig­ten zu stel­len. Wie er — mit Recht — fürch­te­te, führt dies zu einer Gefühls­schwel­ge­rei. Statt­des­sen for­der­te er, unse­ren Herrn Jesus Chri­stus zum Zen­trum der Pre­dig­ten zu erhe­ben. Das ist nun eine wahr­haft katho­li­sche For­de­rung, die immer gül­tig bleibt.
    Und jetzt zu den Pri­va­tof­fen­ba­run­gen: Alle Seher und Sehe­rin­nen unter­ste­hen dem kirch­li­chen Lehr­amt. Wenn die por­tu­gie­si­sche Bischofs­kon­fe­renz alle spä­te­ren Erin­ne­run­gen der Non­ne Lucia dos San­tos aner­kannt haben soll­te, dann brau­chen wir, die Gesamt­heit der Katho­li­ken, nicht dar­an zu glau­ben. Es steht uns voll­kom­men frei.
    Jeder Papst kann in Zukunft offi­zi­ell erklä­ren, dass die Wei­he Russ­lands offi­zi­ell rich­tig erfolgt ist, dass sie durch Pius XII. voll­kom­men erfüllt wur­de. Er steht über der Sehe­rin Lucia dos San­tos, die dies bestrit­ten hat.
    Ich behaup­te nicht, dass das geschieht. Ich sage nur, der Papst hat das Recht, das ihm nie­mand bestrei­ten kann.
    Im übri­gen stimmt es: Pri­va­tof­fen­ba­run­gen sind grund­sätz­lich nicht von Katho­li­ken ver­pflich­tend zu glau­ben. Es sei denn, der Papst oder ein Kon­zil wür­den bestimm­te Sehe­rin­nen­bot­schaf­ten als ver­bind­lich zu glau­ben aus­drück­lich vor­schrei­ben. Wenn sie offi­zi­ell zum Glau­bens­gut erklärt wer­den, ist ein Wider­spruch für Katho­li­ken nicht mehr erlaubt. Das ist die Leh­re der Kir­che und nicht mei­ne Pri­vat­mei­nung, um die es nicht geht.

  8. Nach­trag: Wenn im Kom­men­tar die per­sön­li­che Anre­de erfolgt, rich­tet sie sich an @ Zeit­schnur.

    Abschlie­ßend möch­te ich Erz­bi­schof Lef­eb­v­re zu Wort kom­men las­sen, weil ich den­ke, dass sich etli­che Leser und Lese­rin­nen kein Bild über ihn machen kön­nen, ihn nicht ken­nen:
    „Bevor ich schlie­ße, mei­ne gelieb­ten Brü­der, möch­te ich noch mit ein paar Wor­ten auf mein geist­li­ches Ver­mächt­nis zu spre­chen kom­men. Es ist ein sehr ern­stes Ver­mächt­nis, denn ich möch­te, dass es ein Echo des Testa­men­tes Unse­res Herrn ist: „novi et aeter­ni testa­men­ti, novi et aeter­ni testa­men­ti“! Der Prie­ster spricht die­se Wor­te bei der Kon­se­kra­ti­on des kost­ba­ren Blutes:„Hic est calic san­gui­nis Mei, novi et aeter­ni testa­men­ti.“ Das Erbe, das Jesus Chri­stus uns hin­ter­las­sen hat, ist sein Opfer! Es ist sein Blut! Es ist sein Kreuz. Und das ist das Fer­ment der christ­li­chen Kul­tur und des­sen, was uns in den Him­mel füh­ren soll. So sage ich Ihnen: um der Ehre der aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit wil­len, um der Lie­be zu Unse­rem Herrn Jesus Chri­stus wil­len, um der Andacht zur aller­se­lig­sten Jung­frau Maria wil­len, um der Lie­be zur Kir­che wil­len, um der Lie­be zum Papst wil­len, um der Lie­be zu den Bischö­fen wil­len, zu den Prie­stern und allen Gläu­bi­gen, um des Hei­les der Welt und des Hei­les der See­len wil­len: bewah­ren Sie die­ses Testa­ment Unse­res Herrn Jesus Chri­stus, bewah­ren Sie die hei­li­ge Mes­se aller Zei­ten!“
    (Pre­digt am 23. Sep­tem­ber 1979 anläss­lich sei­nes 50jährigen Prie­ster­ju­bi­lä­ums in Paris.)

    Dass Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ein gro­ßer, inni­ger Mari­en­ver­eh­rer war, dürf­te all­ge­mein bekannt sein.
    Doch zwi­schen der katho­li­schen Mari­en­ver­eh­rung und einer „auto­no­men Mari­en­ver­eh­rung“, die nicht mehr zwi­schen der Ebe­ne des Geschöpf­li­chen und des Gött­li­chen unter­schei­den kann, sogar die aller­se­lig­ste Jung­frau irgend­wo dazwi­schen ansie­delt, lie­gen Wel­ten.
    Dass es auch maria­ni­sche Häre­si­en gab, habe ich schon mehr­fach erwähnt, Bene­dikt XV. muss­te durch das Hl. Offi­zi­um 1916 und 1917 ein­schrei­ten. Die­ses ver­bot die Dar­stel­lung Mari­ens in prie­ster­li­chen Gewän­dern und die „Andacht Maria Prie­ste­rin.“ Es ist wie mit dem Moder­nis­mus, der von Pius X. offen bekämpft wur­de, aber unter­ir­disch wei­ter schlich. Auch die von Bene­dikt XV. bekämpf­ten Häre­si­en schlei­chen unter einem ande­ren Namen wei­ter fort. Ver­meint­li­che und ech­te Mari­en­er­schei­nun­gen müs­sen dafür her­hal­ten.

    Die katho­li­sche Mari­en­ver­eh­rung, die von gro­ßen Hei­li­gen, vie­len Päp­sten und Gläu­bi­gen gepflegt wur­de und gepflegt wird, hat damit nichts zu tun.

    • Zeit­los: Dan­ke zu Ihren Abriss zu Mgr. Lef­eb­v­re.

      Zur Erschei­nung von Qui­to — @zeitschnur — muss unter­stri­chen wer­den, dass er davon erst kurz vor den Bischofs­wei­hen erfuhr, also 1988 — die Prie­ster­bru­der­schaft hat­te er aber schon 1970 gegrün­det.

      Außer­dem sag­te er anläss­lich jener Homi­lie nicht, Sie kön­nen ‚Ein­wen­dun­gen‘ machen, wenn Sie wol­len. Ich wer­de es nicht tun.“ Statt­des­sen: „Sie kön­nen die ANWENDUNG machen, wenn Sie wol­len…“ („Vous ferez l’application si vous vou­lez ; moi je ne veux pas la fai­re, je ne puis pas.“). Ce n’est pas la mê­me cho­se, très chère !

      Welch Vor­be­hal­te er gegen kirch­lich — wohl zumin­dest damals — nicht aner­kann­te Erschei­nungs­or­te hat­te, zeig­te sich in sei­ner Ableh­nung, als ihm für das deut­sche Semi­nar die „Gebets­stät­te“ Wigratz­bad ange­bo­ten wor­den war, Dies, nach­dem er hör­te, dass dort eine Frau (Anto­nie Räd­ler) ent­spre­chen­de Visio­nen gehabt hät­te. Des­halb ent­schied er sich Ende der 70-er für Zaitz­ko­fen, Wigratz­bad war dann 1988 für die Petrus­brü­der gut genug.

  9. Es gibt kei­ne Offen­ba­run­gen über die Zukunft an eine Frau „Mut­ter Maria­na“ in Qui­to.

    Punkt.

    Das Mach­werk von Frau Hor­vat nennt selbst als den Ursprung einen Herrn Perei­ra, der im Jahr 1790, dem zwei­ten Jahr der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on, eige­ne Offen­ba­run­gen gehabt haben soll, die er einer Frau die vor lan­ger Zeit ver­stor­ben war angeb­lich zuge­schrie­ben hat. Es gibt kei­ner­lei kirch­li­che Aner­ken­nung des Herrn Perei­ra. Selbst das angeb­li­che Buch aus dem Jahr 1790 von Herrn Perei­ra ist nicht erhält­lich.

    Zitat von http://www.dailycatholic.org/issue/05Jun/jun3ttt.htm

    „Her extra­or­di­na­ry life and the reve­la­ti­ons Mother Maria­na recei­ved were writ­ten in 1790 by Fr. Perei­ra, a Fran­ciscan priest to whom Mother Maria­na appeared to 150 years after her death.“

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