Nomen est omen – Rahner fordert „Priesterinnen“

Von Rahner zu Rahner
Von Rah­ner zu Rah­ner

(Tübin­gen) Die deut­sche Theo­lo­gin Johan­na Rah­ner hält „Prie­ste­rin­nen“ in der Katho­li­schen Kir­che für „mög­lich“, was über­setzt heißt, daß „Prie­ste­rin­nen“ erwünscht sind. Rah­ner über­nimmt den Lehr­stuhl für Dog­ma­tik, Dog­men­ge­schich­te und Öku­me­ni­sche Theo­lo­gie an der Eber­hard Karls Uni­ver­si­tät in Tübin­gen, den bis 1996 Hans Küng inne­hat­te. Am Don­ners­tag fin­det die Antritts­vor­le­sung statt.

Nomen est omen: Johan­na Rah­ner ist mit dem Theo­lo­gen Karl Rah­ner (1904–1984) ver­wandt, der den soge­nann­ten Kon­zils-Geist maß­geb­lich präg­te. Die beim Zen­tral­ko­mi­tee Deut­scher Katho­li­ken gern gese­he­ne Theo­lo­gin war bis­her Pro­fes­so­rin für Syste­ma­ti­sche Theo­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Kas­sel. Neben „Prie­ste­rin­nen“ for­dert Rah­ner in der heu­ti­gen Aus­ga­be der Wochen­zei­tung Die Zeit ins­ge­samt eine „erneu­er­te Dog­ma­tik“.

Kirche eine „keusche Hure“ – Priesterinnen als Akt der Gleichberechtigung

Wört­lich sag­te Rah­ner: „Ich möch­te die klas­si­sche Dog­ma­tik nach außen hin öff­nen. Wir kön­nen nicht den Men­schen an die Regeln anpas­sen, son­dern müs­sen die Regeln mensch­lich ver­ste­hen.“ In die­sem Zusam­men­hang mein­te die Theo­lo­gin zudem: „Wenn die Kir­che die Welt scheut, wird sie eso­te­risch.“ Ihr Ver­ständ­nis von der katho­li­schen Kir­che brach­te Johan­na Rah­ner auf den Punkt, indem sie die Kir­che als „keu­sche Hure“ bezeich­ne­te.

„Die Apo­stel mögen ja männ­li­che gewe­sen sein“, das hin­de­re die Kir­che heu­te jedoch laut Johan­na Rah­ner kei­nes­wegs, „Prie­ste­rin­nen“ ein­zu­füh­ren. „Männ­li­che Apo­stel sind also ein schwa­ches Argu­ment gegen Frau­en­or­di­na­ti­on“, so die Theo­lo­gin.

Segnung von Homo-Paaren und Anerkennung einer „Zweitehe“

Gleich­zei­tig sprach sich Rah­ner für die Seg­nung homo­se­xu­el­ler Paa­re in und durch die Kir­che aus und for­der­te die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zu den Sakra­men­ten und die Aner­ken­nung der Zweit­ehe. „Wenn das Schul­dig­wer­den am Schei­tern der ersten Ehe aner­kannt wird, ist eine Zweit­hei­rat mög­lich“, wird Rah­ner von der Zeit zitiert.

„Aufgeklärter“ Theologin sind „halbleere Kirchen lieber“

Unter Beru­fung auf Papst Fran­zis­kus sieht sich Rah­ner in der Tra­di­ti­on eines „auf­ge­klär­ten Chri­sten­tums“ des Westens, für das zum „Amen“ immer auch das „aber“ gehö­re. Denn ohne Zwei­fel gebe es kei­nen Glau­ben. Rah­ner weiß auch den sich in Deutsch­land lee­ren­den Kir­chen Posi­ti­ves abzu­ge­win­nen: „Mir sind halb­lee­re Kir­chen mit auf­ge­klär­ten Katho­li­ken lie­ber als vol­le Kir­chen [in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka], die die Not der Men­schen aus­nut­zen.“

„Erbe der Reformation ist ein gemeinsames Erbe“

An den Pro­te­stan­ten kri­ti­sier­te Rah­ner, daß sie sich nach wie vor nicht selbst defi­nie­ren könn­ten, „ohne sich am Katho­li­zis­mus abzu­ar­bei­ten“. Gleich­zei­tig for­dert sie zu einer Annä­he­rung zwi­schen Pro­te­stan­ten und Katho­li­ken auf, denn: „Das Erbe der Refor­ma­ti­on ist ein gemein­sa­mes Erbe. (…) Wir soll­ten das Gemein­sa­me beto­nen.“

Institutionelle Gleichstellung der Frauen als Weg zu Weiheämtern

Bereits 2011 hielt Rah­ner einen Vor­trag bei der Voll­ver­samm­lung des ZdK. Dar­in erklär­te sie, war­um der „Ein­satz für eine insti­tu­tio­nel­le Gleich­be­rech­ti­gung der Frau viel­leicht doch für die eigent­li­che Fra­ge nach dem Wei­he­amt der Frau von beson­de­rer Bedeu­tung sein könn­te und damit nicht zu ver­nach­läs­si­gen ist – also genau jene Fra­gen nach Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen, nach Finan­zen und Ent­schei­dungs­be­fug­nis­sen, nach Frau­en in Wis­sen­schaft und Leh­re etc.“ Rah­ner leg­te damit dem ZdK einen Stra­te­gie­plan vor, der mit ande­ren Wor­ten besagt: Die For­de­rung nach „insti­tu­tio­nel­ler Gleich­be­rech­ti­gung“ der Frau in der Kir­che ist ledig­lich ein Weg­be­rei­ter des „eigent­li­chen“ Ziels, dem Griff nach den Wei­he­äm­tern für Frau­en. Der Weg dahin, so Rah­ner, soll­te nicht zu lan­ge sein und die Geduld „nicht über­stra­pa­ziert wer­den, weil die Zeit drängt“. Bis­her habe man „fast 35 Jah­re mit der man­geln­den Durch­füh­rung der Vor­be­din­gun­gen ver­schwen­det. Es ist tat­säch­lich höch­ste Zeit“, so die Theo­lo­gin vor der ZdK-Voll­ver­samm­lung.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/Kirchenzeitung (Screen­shot und Mon­ta­ge)

49 Kommentare

  1. „Die Apo­stel mögen ja männ­lich gewe­sen sein“? In der post­mo­der­nen (alo­ka­lyp­ti­schen) r.-k. Theo­lo­gie kann das männ­li­che Geschlecht der Apo­stel wohl kaum als gesi­chert gel­ten, bei so einer opheo­den (schlan­gen­haf­ten) For­mu­lie­rung. Auf zu neu­en Theo­lo­ge­ma­ta!

  2. Die­ser soge­nann­te „katho­li­sche Theo­lo­gin“ oder ande­re „zeit­ge­mä­ssen“ Mit­läu­fern wäre das Ein­rah­men und das an die Wand Hän­gen fol­gen­der ENDGÜLTIGER päpst­li­cher Ent­schei­dung anzu­emp­feh­len:
    -
    Päpst­li­ches Schrei­ben ORDINATIO SACERDOTALIS:
    [….]
    4.
    Obwohl die Leh­re über die nur Män­nern vor­be­hal­te­ne Prie­ster­wei­he sowohl von der bestän­di­gen und umfas­sen­den Über­lie­fe­rung der Kir­che bewahrt als auch vom Lehr­amt in den Doku­men­ten der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit mit Bestän­dig­keit gelehrt wor­den ist, hält man sie in unse­rer Zeit den­noch ver­schie­de­nen­orts für dis­ku­tier­bar, oder man schreibt der Ent­schei­dung der Kir­che, Frau­en nicht zu die­ser Wei­he zuzu­las­sen, ledig­lich eine dis­zi­pli­nä­re Bedeu­tung zu.

    Damit also jeder Zwei­fel bezüg­lich der bedeu­ten­den Ange­le­gen­heit, die die gött­li­che Ver­fas­sung der Kir­che selbst betrifft, besei­tigt wird,
    erklä­re ich kraft mei­nes Amtes, die Brü­der zu stär­ken (vgl. Lk 22,32),
    daß die Kir­che
    KEINERLEI VOLLMACHT HAT, FRAUEN DIE PRIESTERWEIHE ZU SPENDEN,
    und daß sich alle Gläu­bi­gen der Kir­che
    ENDGÜLTIG an die­se Ent­schei­dung zu hal­ten haben.
    Wäh­rend sich auf euch, ver­ehr­te Brü­der, und auf das gan­ze christ­li­che Volk den bestän­di­gen gött­li­chen Bei­stand her­ab­ru­fe, ertei­le ich allen den Apo­sto­li­schen Segen.

    Aus dem Vati­kan, am 22. Mai, dem Pfingst­fest des Jah­res 1994, dem 16. mei­nes Pon­ti­fi­ka­tes.

    JOANNES PAULUS PP II“
    -

    Es ist ein unfass­bar bezeich­nen­des Desa­ster, dass der­ar­tig intri­gan­ten Per­so­nen wie die­ser sog. „Theo­lo­gin“ heu­te pro­blem­los „Lehr­stüh­le“ ange­bo­ten wer­den. Sie hört sich erstaun­lich gleich an wie
    Hei­ner Geiss­ler
    — auch ein angebl. „röm. Katho­lik“ -
    der die Gunst der Stun­de der Wahl Papst Fran­zis­kus‘ genutzt hat, um für sei­ne
    — von „allen guten Gei­stern ver­las­se­ne“ — Sicht einer „neu­en Kir­che“ zu wer­ben.

    Wenn ein für die röm. kath. Iden­ti­tät gefähr­li­cher Zeit­geist-Katho­lik von „Refor­men“ fan­ta­siert, dann hört es sich so an.…
    teils genau wie bei der im Arti­kel genannten„Aufbruchs-Abbruchtheologin“ Rah­ner:
    -
    „Der Vati­kan braucht ein moder­ne Tem­pel­rei­ni­gung.
    Das gilt nicht nur für die Beset­zung der Ämter,
    er muss auch den Dog­men­tem­pel mit Jung­frau­en­geburt, Unfehl­bar­keit und Mari­as Him­mel­fahrt aus­räu­men.
    Die Kir­che muss sich wie­der den Men­schen zuwen­den,
    eine Volks­kir­che wer­den, von unten nach oben.“
    -

    • Genau, wäh­rend die „Welt­eli­te“ über die Mas­sen­me­di­en pene­trant mit okkult-magi­schen Dar­stel­lun­gen arbei­tet, soll die Kir­che ihre Leh­ren vom Über­na­tür­li­chen auf­ge­ben.

  3. Ein wah­re Furie, die­se Dame. Die mei­sten Lehr­stüh­le „katho­li­scher“ Fakul­tä­ten sin Nester der Häre­si­en.

  4. Das Prie­ster­tum ist dem Mann vor­be­hal­ten, weil es ein Mann sein muss, der Chri­stus abbil­det als Opfer und Opfern­den. Dar­in steckt ein tie­fer Sinn, den die­se trocke­ne, ober­fläch­li­che Theo­lo­gie einer Johan­na Rah­ner — aber sie ist bei­lei­be nicht die ein­zi­ge — , die stets auch mit einer „pneu­ma­to­lo­gi­schen“ Ekkle­sio­lo­gie auf­war­tet, nicht erfas­sen kann. Die­sen Leu­ten feh­len ein­fach Tie­fen­sen­so­ren, und man kann sagen, dass sie eigent­lich gar nicht reli­gi­ös sind…ihnen fehlt es an allem: an Poe­ti­schem, an Mysti­schem, an Ver­nünf­ti­gem, an Erge­be­nem, an Scharf­sicht.

    War­um kann nur ein Mann das „Simi­le“ des geop­fer­ten und opfern­den Chri­stus sein? Es muss dazu aller­dings eini­ges vor­aus­ge­setzt wer­den, um das plau­si­bel zu machen. In einer auf­ge­weich­ten Lit­ur­gie wird das Süh­ne­op­fer und die pas­siv-akti­ve Teil­ha­be des Prie­sters dar­an nicht mehr ver­ständ­lich. Rah­ner, wenn sie vom Novus ordo aus­geht und der auf­ge­ge­be­nen Süh­ne­op­fer­theo­lo­gie, kann von daher ver­stan­den wer­den in ihrem Irr­tum — sie ist selbst eine von der Kir­che, vom „Lehr­amt“ Irre­ge­lei­te­te. Es ist nicht logisch, wenn JPII. einer­seits „Ordi­na­ti­on sacer­do­ta­lis“ ver­fasst, ande­rer­seits aber selbst die­sem cha­ris­ma­ti­schen Kir­chen­kon­zept anhängt…

    War­um also nur ein Mann? Man beden­ke, dass er „in-per­so­na-Chri­sti“ han­delt, was selbst der ortho­do­xe Prie­ster nicht tut — er ruft nur den Hl. Geist her­bei und hat eine Kraft zu wan­deln durch den Hl. Geist. Auch dar­aus wird der Vor­be­halt für den Mann nicht wirk­lich plau­si­bel.
    Plau­si­bel wird es erst durch das „Alter-Christus“-Konzept: der Prie­ster wird im Mess­op­fer einen Moment lang iden­tisch mit Chri­stus. Chri­stus kam als Mann ins Fleisch — das ist der erste Grund. So wie das akti­ve Ins-Fleisch-Brin­gen des Got­tes­soh­nes aus­schließ­lich durch eine Frau pas­sie­ren konn­te. Aber es ist auch im enge­ren Sin­ne eine Auf­he­bung des Flu­ches über dem Mann seit dem Snden­fall damit ver­bun­den. Dem Mann wird gesagt, dass er Sisy­phos­ar­beit lei­sten müs­se, unent­wegt und lang­fri­stig erfolg­los den dor­ni­gen Acker bear­bei­ten und am Ende wie­der zu Acker wer­den müs­se. Die Frau wer­de er beherr­schen, die durch das erschwer­te Gebä­ren geschwächt und abhän­gig gemacht wird. Wer die Frau beherrscht, will auch über­haupt immer und über­all herr­schen. Unschwer kann man an der Rea­li­tät erken­nen, dass das der Fluch über dem Mann ist: kämp­fen, herr­schen, nie­der­zwin­gen, der Erste sein wol­len, Kon­kur­ren­ten aus dem Feld schla­gen, auf­bau­en und wie­der zer­stö­ren. Die posi­ti­ve Auf­ga­be des Man­nes, den Gar­ten zu hüten, die Din­ge zu benen­nen, ist unter die­sem Kriegs­cha­rak­ter teil­wei­se fast völ­lig unter­ge­gan­gen. Im Hei­den­tum ist davon z.T. nichts mehr zu sehen und Pius XI. muss wei­ter­hin den Mann mah­nen, einer ordent­li­chen Tätig­keit nach­zu­ge­hen und die Auf­ga­be, die Fami­lie zu erhal­ten und zu ver­sor­gen, wirk­lich auch treu durch­zu­hal­ten (Casti conu­bii).

    Forts.

  5. Forts.

    Der Fluch über der Frau trifft sie in der Wür­de, die eigent­lich am höch­sten anzu­sie­deln wäre: dem Leben­ge­ben. Nichts ist höher anzu­sie­deln als die Fähig­keit, neue Men­schen ins Leben zu brin­gen. Gott schafft ihr Müh­sal damit infol­ge der Sün­de und schwächt sie, und der Mann nutzt dies für sich aus und stellt sich über sie. Und genau­so sieht auch die Rea­li­tät aus — das Hei­den­tum führt uns die­se Kon­stel­la­ti­on in allen Facet­ten vor Augen und auch wir haben uns nie von die­sem Fluch all­ge­mein und geist­lich gelöst. Wie einen Klotz am Bein haben auch die Katho­li­ken all­zu oft den Fluch über die Erlö­sung gestellt und so mit­ver­schul­det, dass Men­schen sich abge­wandt haben vom Glau­ben.
    Den­noch ist der Frau von Anfang an zuge­sagt, dass sie akti­ve Mit­ar­bei­te­rin des Heils sein wird, trotz der geschwäch­ten Mut­ter­schaft. Eine Frau ist gewür­digt, Gott zu gebä­ren, Frau­en sind es, die den Auf­er­stan­de­nen zuerst sehen und auch den Auf­trag erhal­ten, dies den Apo­steln zu bezeu­gen: das ist das weib­li­che Apo­sto­lat, und es ist unaus­denk­bar hoch.

    Adam ist — das muss fein beach­tet wer­den — kein der­art hoher Trost gesagt wor­den wie der Frau. In der Beru­fung eini­ger Män­ner ins apo­sto­li­sche Amt wird hier gewis­ser­ma­ßen „nach­ge­setzt“, es ist ein Nach­trag zum Sün­den­fall. Die Frau erhielt Fluch und Segen von Anfang an, der Mann nur Fluch. Nun kam Chri­stus und gibt auch dem Mann Segen. Mit Sei­ner Erschei­nung erhielt auch der Mann etwas, was ihn über die Sisy­phos-Arbeit erhe­ben konn­te, indem er näm­lich mit Chri­stus des­sen Opfer (nach)vollziehen soll, bis ER wie­der­kommt. Es ist jedoch ein har­tes Amt, so hart wie das geschwäch­te Gebä­ren, ein Amt, das dem Mann das Herr­schen über die Frau nimmt — daher der Zöli­bat auch für den Prie­ster -, es nimmt ihm den Wahn, sich stän­dig behaup­ten und ein Reich bau­en zu sol­len, das dann doch unter­ge­hen wird. Dem Mann wird die Per­spek­ti­ve Chri­sti ins Mann­sein geschenkt, der sich wie ein Lamm zur Schlacht­bank füh­ren ließ und des­halb die Herr­schaft erhält, weil ER sie um unse­rer Sün­den wil­len, auf­gab.
    Wer sich als Prie­ster for­men lässt, durch Maria von Jesus, der stellt einen wirk­lich befrei­ten Mann dar und wird so Vor­bild für alle ande­ren Män­ner, ins­be­son­de­re die Ehe­män­ner.
    Die Frau ringt gebä­rend um das Leben, es ist ein Kreuz und der höch­ste Glanz, den ein Geschöpf natür­li­cher­wei­se erhal­ten kann. Dadurch, dass auch ER so in unser Fleisch kam, ist jede Schwan­ger­schaft und jede Geburt über­na­tür­lich „umglänzt“. Das Prie­ster­tum ist voll­ends über­na­tür­lich und wäre dem Men­schen natür­lich unmög­lich.

    So wird ein Schuh draus — aber wis­sen das die Prie­ster über­haupt? Wis­sen es die Frau­en?
    Es ist erschreckend, dass kaum einer das weiß und auf kon­ser­va­ti­ver Sei­te das Prie­ster­tum oft mit den vul­gär­sten Argu­men­ten dem Mann zuge­schrie­ben wird, die dem natür­li­chen und ver­fin­ster­ten Den­ken ent­sprin­gen, also ganz ähn­lich wie bei Rah­ner, bloß „reak­tio­när“, was kei­nes­wegs eine bes­se­re geist­li­che Qua­li­tät hat!

    • Das sehe ich genau­so. Die Din­ge, die sich in der katho­li­schen Kir­che abspie­len, müs­sen selbst für den Lai­en in ihrer gei­sti­gen Tie­fe nach­voll­zieh­bar sein, denn andern­falls wer­den die­se Men­schen leich­te Beu­te für die See­len­ver­der­ber der „Welt­eli­te“.

    • ja genau so ist es, wer­te Zeit­schnur! Und es ist nichts ande­res als ich a.a.O ver­sucht habe zu sagen, nur eben mit ande­ren Wor­ten.
      Also Pax!

      • Hab Ihnen bei dem andern Arti­kel noch mal geschrieben…Maria in Betha­ni­en — das ist die von Jesus selbst zur Refle­xi­on, Kon­tem­pla­ti­on und Phi­lo­so­phie oder Theo­lo­gie auto­ri­sier­te Frau. ER sagt: Sie hat das Bes­se­re gewählt. Will sagen, die Frau hat genau wie ein Mann das Recht und die Pflicht, sich die­sen Din­gen zu wid­men und ihre Talen­te hier ein­zu­set­zen. Das ist bes­ser, als „weib­li­che“ Auf­ga­ben, die der ver­fin­ster­te Ver­stand fest­set­zen woll­te … und will (das ist ja auch so ein Kapi­tel in der „Tra­di­ti­on“: es täte ein­fach gele­gent­lich mal eine kur­ze Bibel­lek­tü­re gut. Jesus sagt aber damit nicht, dass die Tätig­keit Marthas nicht gut ist. Er sagt , dass die Tätig­keit Mari­as „das Bes­se­re“ ist und dass eine Frau es selbst­ver­ständ­lich wäh­len kann und soll, wenn es ihr gege­ben ist. Und er sagt noch etwas damit: nie­mand darf ihr das strei­tig machen. Nie­mand! „ES soll ihr nicht genom­men wer­den!“ sagt er aus­drück­lich.
        Hat aber mit dem Prie­ster­tum nichts zu tun — das ist etwas ande­res!
        Pax, äh ja äh sowie­so — wer mit mir dis­ku­tiert, ist nicht mein Feind, es sei denn, er macht sich selbst dazu. Haben Sie aber nicht getan, also ist doch alles im grü­nen Bereich, oder?

    • „Die­sen Leu­ten feh­len ein­fach Tie­fen­sen­so­ren, und man kann sagen, dass sie eigent­lich gar nicht reli­gi­ös sind…ihnen fehlt es an allem: an Poe­ti­schem, an Mysti­schem, an Ver­nünf­ti­gem, an Erge­be­nem, an Scharf­sicht.“

      Auf den Punkt gebracht.

  6. Ich darf dar­auf hin­wei­sen: Die Pro­fes­so­rin Johan­na Rah­ner ist kein Ein­zel­fall. Das geht ca. 50 Jah­re an katho­li­schen Fakul­tä­ten so, dass die­ser Unglau­be gelehrt wird. Natür­lich kommt die Homo-Ehe-Seg­nung dazu, seit­dem die Homo-Lob­by mäch­tig gewor­den ist.
    Natür­lich hat eine Ent­wick­lung statt­ge­fun­den.
    Johan­na Rah­ner hat nichts von dem zustän­di­gen Bischof zu befürch­ten. Der Bischof von Rot­ten­burg-Stutt­gart dürf­te nichts ein­zu­wen­den haben, auch wenn er noch nicht öffent­lich zustimmt.
    Seit Genera­tio­nen wer­den jun­ge Katho­li­ken, die gläu­big einen Dienst in der Kir­che antre­ten wol­len, die sich dazu beru­fen füh­len, von Theo­lo­gen wie Johan­na Rah­ner aus­ge­bil­det. Wie gesagt, es gab eine Ent­wick­lung. Hans Küng wur­de in Tübin­gen immer­hin noch die Lehr­erlaub­nis ent­zo­gen. Das heißt, er durf­te als Pro­fes­sor wei­ter leh­ren, es war nur nicht mehr mög­lich, dass die Stu­die­ren­den bei ihm ihr Schluss­examen ableg­ten.
    Hans Küng ist bis heu­te katho­li­scher Prie­ster. Obwohl er wesent­li­che Glau­bens­wahr­hei­ten seit Jahr­zehn­ten öffent­lich leug­net.
    Johan­na Rah­ner ist kei­ne Prot­ago­ni­stin. Sie gehört zum Main­stream der Uni-Theo­lo­gen. Das Lehr­amt der katho­li­schen Kir­che ist zusam­men gebro­chen. Unser Glau­be wird von Häre­si­en gera­de­zu erstickt.

    • „Stu­die­ren­de“ für Stu­den­ten ist wie „Geflüch­te­te“ für Asyl­be­wer­ber ein Kampf­be­griff der extre­men Lin­ken. Am besten ist es, als Katho­lik unnö­ti­ge Sub­stan­ti­vie­run­gen von Par­ti­zi­pi­al­kon­struk­tio­nen für Men­schen­grup­pen, für die es bereits Bezeich­nun­gen gibt, zu ver­mei­den. Schließ­lich wol­len wir nicht die ver­wir­ren­de Spra­che unse­rer Tod­fein­de über­neh­men.

  7. „Wir kön­nen nicht den Men­schen an die Regeln anpas­sen, son­dern müs­sen die Regeln mensch­lich ver­ste­hen“ Regeln mensch­lich ver­ste­hen heißt doch nichts ande­res als die Regeln an den Men­schen mit sei­nem jewei­li­gen Zeit­geist anzu­pas­sen. Das sind Auf­for­de­run­gen zur Häre­sie! Darf denn hier jeder sich sei­nen eige­nen katho­li­schen Glau­ben zusam­men­ba­steln? Ist es denn über­haupt nicht mehr wich­tig, was Gott von den Men­schen woll­te? War­um schrei­ten hier die Bischö­fe nicht ein?

  8. Für mich eine sata­ni­sche anti­ka­tho­li­sche Agi­ta­to­rin von ver­rä­te­ri­schen Ver­ant­wort­li­chen hoch­ge­zo­gen und aufgebaut.Eine fehl­ge­lei­te­te arme Seele.Die gna­den­haf­te Dimen­si­on der Theo­lo­gie hat sie nie begrif­fen-weil sie selbst wohl nie ergrif­fen wurde.Es sind die­sel­ben Dämo­nen ‚wel­che aus dem Gesicht des berüch­tig­ten Ahnen sich mani­fe­stie­ren und jetzt mun­ter mit die­ser Pro­pa­gan­di­stin sich verbünden.Ist es viel­leicht nicht vor­ran­gig um gute Pro­fes­so­ren an den Fakul­tä­ten immer und immer wie­der zu beten:Maria Du Sitz der gött­li­chen Weis­heit-bit­te für uns?und dabei den Schutz der Aller­se­lig­sten zu erflehen,dass die Anbe­foh­le­nen nicht in den Abgrund des Ver­der­bens gestürzt werden?sub tuum prae­si­di­um con­fugi­mus sanc­ta Die Gene­trix!

  9. Men­schen mit aus­ge­präg­tem Gel­tungs­drang hören sich ger­ne reden und unter­lie­gen dabei dem Wahn, die Welt dre­he sich um ihr Ego

    Die­se Ver­hal­tens­ano­ma­lie ist der­zeit unter „Theo­lo­gin­nen“ ver­mehrt anzu­tref­fen, meist gepaart mit einer Pene­tranz der Stuhl­kreis­men­ta­li­tät, die den Glau­ben ins völ­lig Bana­le her­ab­zieht.

    Dog­ma­tisch sind die­se Phra­sen so flach, dass man sie ernst­haft nur Men­schen zumu­ten kann, die an Kon­si­stenz des Den­kens nicht inter­es­siert sind.

    • Ach so. Die Kir­chen- und Glau­bens­kri­se haben wir des­halb, weil Men­schen mit aus­ge­präg­tem Gel­tungs­drang sich gern reden hören. „Die­se Ver­hal­tens­ano­ma­lie ist der­zeit ver­mehrt bei Theo­lo­gin­nen anzu­tref­fen.“

      Johan­na Rah­ner ist das Pro­dukt von männ­li­chen Theo­lo­gen, mehr noch, von schwa­chen bis ungläu­bi­gen Bischö­fen, die seit Jahr­zehn­ten ihr Lehr­amt nicht mehr aus­üben.

      Damit es klar ist: Hier geht es nicht um das „Mann-Frau-The­ma“. Eine „weib­li­che Hier­ar­chie“ hät­te genau­so oder viel­leicht viel frü­her ver­sa­gen kön­nen.

      Es geht auch nicht um Men­schen mit einem aus­ge­präg­ten Gel­tungs­drang. Die hat es immer gege­ben und wird es bis zum Ende der Zei­ten geben. Auch etli­che Päp­ste, Bischö­fe, Theo­lo­gen waren in frü­he­ren Zei­ten vom Gel­tungs­drang beherrscht, was sie nicht dazu ver­lei­te­te, Glau­bens­wahr­hei­ten zu ver­leug­nen.

      Die katho­li­sche Kir­che befin­det sich theo­lo­gisch-geist­lich seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil im rasan­ten Nie­der­gang. Herr Nar­di stellt uns eine Main­stream-Theo­lo­gin vor, die die­sen Nie­der­gang ver­kör­pert. Er hät­te 1000 und mehr ande­re Theo­lo­gen, Theo­lo­gin­nen vor­stel­len kön­nen, die so den­ken und leh­ren wie Johan­ne Rah­ner. Und die von kei­nem Bischof dar­an gehin­dert wer­den.

      • @Zeitlos

        Es sei der Hin­weis gestat­tet, dass ich hier natür­lich mei­ne Aus­sa­ge stark poin­tiert habe.

        Ihr Denk­an­satz greift aber zu kurz, denn sie über­se­hen, dass auch die Kir­che gesell­schaft­li­chen Ein­flüs­sen unter­liegt, die erheb­li­che Rück­wir­kun­gen auf die Glau­bens- respek­ti­ve Ver­kün­di­gungs­pra­xis haben. Man könn­te auch von einem defor­mier­ten Den­ken spre­chen, dass alles einem radi­ka­len Sub­jek­ti­vis­mus unter­stellt. An die Stel­le Got­tes tritt der Mensch mit sei­nen Inter­pre­ta­tio­nen. Leben wird zum Eigen­ent­wurf. Die­se Ent­wick­lung ist auch in der Phi­lo­so­phie zu beob­ach­ten, der eben­so der Wahr­heits­be­griff abhan­den gekom­men ist, wie der Theo­lo­gie der rech­te Glau­be.

        Beson­de­re Bedeu­tung kommt in die­ser Ent­wick­lung dem Begriff Eman­zi­pa­ti­on zu. Eman­zi­pa­ti­on meint einen Befrei­ungs­pro­zeß, der letzt­end­lich völ­lig unbe­stimmt ist, also ins Gren­zen­lo­se läuft. Dass hier momen­tan beson­ders Frau­en enga­giert sind, hängt schon damit zusam­men, dass in unse­rer Gesell­schaft die Ideo­lo­gie vor­herrscht, nie­mand dür­fe von etwas aus­ge­schlos­sen sein. Die aus­schließ­li­che Zulas­sung von Män­nern zum Prie­ster­amt wird so zur Her­ab­set­zung der Frau und ist damit als repres­siv stig­ma­ti­siert.

    • @ Sua­rez

      Die­se The­sen ver­tritt ja nicht nur Johan­na Rah­ner. Die The­se hat schon ihr seli­ger Onkel Karl Rah­ner ver­tre­ten. Ich habe mich selbst per­sön­lich ein­mal mit Prof. Georg Kraus des­we­gen aus­ein­an­der­ge­setzt, der das vor ein paar Jah­ren in den „Stim­men der Zeit“ ver­tre­ten hat. Auch in der berüch­tig­ten Her­der-Kor­re­spon­denz kön­nen Sie alle Nas­lang Auf­sät­ze, — meist von männ­li­chen Theo­lo­gen — , zu die­sem The­ma lesen.
      Um zu zei­gen, wie lan­ge dies schon ver­kannt wird, sei nur ange­merkt, dass selbst Edith Stein, die aller­dings mit zuneh­men­der katho­li­scher Rei­fe davon wie­der Abstand nahm, in den 20/30ern ernst­haft der Mei­nung war, das Frau­en­prie­ster­tum sei dog­ma­tisch durch­aus ver­tret­bar — weil ihr das ihre See­len­füh­rer und Freun­de ver­mut­lich so dar­ge­legt haben…

      Ich glau­be nicht, dass das mit „Gel­tungs­drang“ etwas zu tun hat. Es hängt ursäch­lich mit einem cha­ris­ma­ti­schen, wie es immer heißt „pneu­ma­to­lo­gi­schen“ Kir­chen­kon­zept zusam­men, das durch das „Neue Pfing­sten“ 1962 fest­ge­zurrt wur­de: weg von der Mess­op­fer­theo­lo­gie hin zur Hei­lig­geist-Schwär­me­rei, die sug­ge­riert, das „pil­gern­de Got­tes­volk“ sei ein pul­sie­ren­der Geist­ap­pa­rat, in dem man alles ohne irgend­ei­ne for­mel­le Ver­an­ke­rung deu­ten kön­ne.
      Nun gibt es zwar auch die Umkeh­rung der Sich­ten in der Tra­di­ti­on „Die ersten wer­den die letz­ten sein etc.“, aber hier geht es um die Tren­nung der welt­li­chen Sicht auf die Din­ge von der geist­li­chen Sicht. Auch beinhal­tet die Tra­di­ti­on tat­säch­lich geist­ge­wirk­te „Brü­che“. Bei­spiel: Jesus hat die Zwölf beru­fen und Petrus als den Fel­sen. Woher kommt aber dann plötz­lich der 13. Apo­stel Pau­lus, der ein solch schwe­res Gewicht errei­chen konn­te? Auch die Bedeu­tungs-Kom­ple­men­ta­ri­tät für die Kir­che von der Mut­ter­got­tes und den for­mel­len Apo­steln bricht das star­re Sche­ma auf — eben­so wie die Exi­stenz der „Miss­ge­burt“, als die Pau­lus sich selbst bezeich­ne­te.
      Inso­fern sind alle Fra­gen zuläs­sig, und jeder darf und soll so lan­ge fra­gen, bis Gott ihm Erkennt­nis und Ant­wort schenkt. Das ist wirk­lich kein Gel­tungs­drang!
      Es ist aber wich­tig dabei, nicht an Ver­ord­ne­tes, also: ein­deu­tig und klar Ver­ord­ne­tes zu rüh­ren. Dass hier­bei oft mensch­lich Ange­maß­tes von gött­lich Ver­ord­ne­tem erst mal geschie­den wer­den muss, ist auch wahr. Aber Katho­lisch­sein ist eben nun mal anstren­gend und for­dert die tota­le Auf­merk­sam­keit und das In-die-Wag­scha­le-wer­fen aller per­sön­li­chen Güter und Talen­te.
      Rah­ner & Co hal­ten sich ein­fach nicht an die gött­li­chen Ver­ord­nun­gen.

      • @zeitschnur

        Ich möch­te Gel­tungs­drang schon ste­hen las­sen.

        Dem moder­nen Men­schen fällt es außer­or­dent­lich schwer, demü­tig zu sein. Demut wird als Schwä­che inter­pre­tiert, der man nicht unter­lie­gen darf, will man in die­ser Gesell­schaft sei­nen Platz behaup­ten.

        So ist der außer­or­dent­li­che Ideen­reich­tum gera­de pro­gres­si­ver Theologen/innen ein Zei­chen deut­li­cher Hybris, die glau­ben, es bes­ser zu wis­sen als die Leh­re der Kir­che mit ihrer gan­zen geschicht­li­chen Aus­for­mung. Zu einer sol­chen Hybris muss man erst ein­mal befä­higt sein, dazu gehört ein gewal­ti­ges Ego, das Demut für uner­träg­lich hält!

        Und wenn man sol­chen Theologen/innen zuhört, so ist deren Spra­che auf­fäl­lig domi­nant, jeden Wider­spruch von vorn­her­ein mit einer gewal­ti­gen mora­li­schen Atti­tü­de vom Tisch wischend. Wer wider­spricht oder es anders sieht, ist a prio­ri im Unrecht, weil er sich dem eman­zi­pa­to­ri­schen Pro­zeß ent­ge­gen­stellt.

        Es geht nicht mehr dar­um, den Glau­ben zu festi­gen, son­dern sich von ihm zu befrei­en, indem man ihn so fle­xi­bel macht, dass er sich in jedes ideo­lo­gi­sche System ein­glie­dern lässt.

      • @ Sua­rez

        Ja, ja, man­ches stimmt ja, was Sie sagen. Ich kann aber nur bemer­ken, dass die Vor­stel­lung, „heut­zu­ta­ge“ sei die „Demut“ aus der Mode — wenn Sie alte Schrift­stel­ler lesen, dann wer­den Sie fest­stel­len, dass es die Dau­er­kla­ge tief­gläu­bi­ger Men­schen ist, ihre Zeit sei von Hoch­mut gekenn­zeich­net. Davon sprach Blai­se Pas­cal, davon sprach Gri­g­ni­on de Mont­fort, davon spra­chen sogar mit­tel­al­ter­li­che Autoren. Aller­dings war­fen sie es ande­ren nicht ein­fach vor, son­dern bekann­ten auch stets den eige­nen Hoch­mut. Die Demut ist die Hal­tung des erge­be­nen Gläu­bi­gen, der „wie ein Kind“ gewor­den ist — nie­mals schaut er auf den ande­ren, indem er sich von des­sen Feh­lern aus­ge­nom­men wähnt…
        Das hat mit Frau­en direkt nichts zu tun — es ist eher so, dass jahr­tau­sen­de­lang die Bla­siert­heit und der Hoch­mut, die gei­sti­ge Auf­säs­sig­keit und gelehr­te Auf­ge­bla­sen­heit rein männ­li­ches Pri­vi­leg war — man hielt die Frau ja sorg­sam aus den Gelehr­ten­stu­ben, teils aus öko­no­mi­schen, teils aus unlau­te­ren Grün­den, teils aus Kon­kur­renz und Neid, aber las­sen wir das ste­hen. das war nun mal so, und es war sicher nicht gut.
        Es war, glau­be ich Rober­to de Mattei, der fest­stell­te, dass erst durch die indu­stri­el­le Revo­lu­ti­on und durch die Tech­ni­sie­rung die Frau ihren tra­di­tio­nel­len Platz, den sie sehr wohl auch im öffent­li­chen Leben inne­ge­habt hat­te, wie er zeigt anhand der Akten, auch in der Poli­tik, v.a. in der „Kom­mu­nal­po­li­tik“ vor dem 19. Jh, ver­lo­ren hat. Erst das „fort­schritt­li­che“ Desa­ster, das Män­ner geschaf­fen haben und wor­auf sie bis heu­te stolz sind bis zum Plat­zen, hat der Frau, wie sie sich selbst jahr­hun­dert­lang sah und ver­stand, den urei­gen­sten Lebens­raum gestoh­len. Gera­de die hand­werk­li­che und ver­wal­te­ri­sche Haus­mut­ter­tä­tig­keit ver­fiel und wur­de ent­kernt.
        Hier wäre aber noch unend­lich viel mit zube­rück­sich­ti­gen, und es geht ein­fach nicht an, dass man hier eine unbe­darf­te, kli­schee­haf­te Rech­nung auf­li­stet.

        Zum Schluss: wir soll­ten uns hüten, ande­ren man­geln­de Demut vor­zu­wer­fen. Es ist dies stets ein siche­res Zei­chen dafür, dass der, der so spricht, selbst im uner­kann­ten Hoch­mut befan­gen ist.
        Unse­re Sache ist es, den eige­nen Hoch­mut vor Gott zu beken­nen und im ande­ren Men­schen die eige­ne Sünd­haf­tig­keit zu erken­nen und mit Erbar­men und Mit­ge­fühl zu behan­deln. Deutsch: mit Mil­de!

    • Die­se Auf­wei­chung ist ein Merk­mal der femi­ni­sti­schen Ideo­lo­gie. Da diver­se Strö­mun­gen alle Logik als- ver­zei­hen Sie den Aus­druck- „phal­lo­zen­tri­sches Den­ken“ bezeich­ne­te und sich in dif­fu­se a‑logische Phra­sen, bis hin zur Gefühls­du­se­lei ver­stieg.
      Alles bis­he­ri­ge Den­ken war männ­lich, ergo: wir müs­sen bei bei Null anfan­gen und ganz anders. Da steckt die Hybris.
      Die­se Ideo­lo­gie war aller­dings auch eine Ant­wort an eine gewis­se Neu­zeit­li­che Manns­ver­klä­rung.

      Wenig­stens ist die Ableh­nung der Logik inso­weit kon­se­quent, als dass wir nur zwi­schen Got­tes­glau­ben und Ableh­nung der Ver­nunft wäh­len kön­nen.
      Der Mensch als das ein­zi­ge letz­te, kann letzt­lich nicht sein. Er ist auch nur Schein. Die Ver­nünf­tig­keit muss geleug­net wer­den.

      Den­noch: Dass bestimm­te Frau­en (und Män­ner!!) sich in ihrem Hoch­mut zu absur­den The­sen ver­stei­gen, bedeu­tet nicht, dass dies ein aus­drück­li­ches Merk­mal weib­li­chen Den­kens wäre. Die­ses haben Sie aber auch sicher nicht andeu­ten wol­len.

      Schließ­lich hat Gott mit Maria eine zwei­fel­los sehr intel­li­gen­te, nicht irren­de, aber den­noch ein­fa­che Frau geschaf­fen. „Und sie bewahr­te alles in ihrem Her­zen“ =sie sann dar­über nach.

  10. Es gibt sie schon, die ‚Prie­ste­rin­nen-Semi­na­re‘ und sind noch ver­bor­gen. Bald tre­ten sie öffent­lich auf, wenn alle Wider­stän­de in der Kir­che zunich­te gemacht wer­den. Alles ist für den Ansturm vor­be­rei­tet. Was wir jetzt hören und sehen ist eine gut insze­nier­te Far­ce. Es ist so still, alle schwei­gen. Die, die sich gewehrt haben, sind schon aus­ge­schal­tet wor­den.

    Herr, erbar­me Dich unser, Chri­stus erbar­me Dich unser, Herr erbar­me Dich unser.

  11. Soll die bit­te ein­mal ihren Stich­wort­ge­bern aus den Logen sagen, daß deren „regu­lä­rer“ Zweig doch Frau­en als Frei­mau­re­rin­nen auf­neh­men möge. Was für ein blas­phe­mi­scher Schwach­sinn, der von die­ser Pro­fes­so­rin kommt.

    • Weib­li­che Frei­mau­re­rin­nen gibt es schon. Man­che rake­ten­haf­te weib­li­che Kar­rie­re in die aller­höch­ste Poli­tik lässt sich ohne Hin­ter­grund-Ver­bin­dun­gen nicht erklä­ren.

    • Gutes Stich­wort: die huma­ni­sti­sche Frei­mau­re­rei ver­brät bis heu­te all die­sen Schwach­sinn, den das Hei­den­tum über Mann und Frau behaup­tet hat und ist nicht sehr frau­en­freund­lich…

      Umso wich­ti­ger, dass Katho­li­ken sich die­se alten heid­ni­schen Vor­ur­tei­le nicht zu eigen machen und nüch­tern in die Welt schau­en — und die Kom­ple­men­ta­ri­tät des Men­schen so hoch wie mög­lich als „Ima­go Dei“ deu­ten. Denn das hat bis­her noch kein Theo­lo­ge gelei­stet — in 2000 Jah­ren nicht. Hie rist noch was offen.

      Aber nicht so, wie Rah­ner…

  12. Über alle not­wen­di­gen Begrün­dun­gen hin­aus füh­le ich allein schon bei den Bezeich­nun­gen „Priesterin/Priesterinnen“ eine star­ke inne­re Abwehr.
    Alles sträubt sich in mir dage­gen, Frau­en am Altar agie­ren zu sehen, womög­lich noch mit hoch­hacki­gen Schu­hen und modisch-keckem Haar­schnitt.
    Es ist mir klar, dass dies kein Argu­ment erset­zen kann.
    Den­noch neh­me ich mir die Frei­heit, rein dem Gefühl nach reagie­ren zu dür­fen.

    • „Prie­ste­rin­nen“ sind heid­ni­sche Scha­ma­nin­nen oder auch Tem­pel­hu­ren, eine Art Zau­be­rin­nen und Hexen, Frau­en, die über Mäch­te und Kräf­te ver­fü­gen, mit denen sie ande­re ver­füh­ren oder mani­pu­lie­ren. Soll­ten sie Gutes bewir­ken kön­nen — war­um dann nicht ein­fach als gelehr­te, wei­se Frau?
      So aber war das heid­ni­sche Den­ken und die Frau rutsch­te so ganz schnell auch in die nega­ti­ve Rol­le der Scha­dens­zau­be­rin, die man ver­bren­nen durf­te.
      Gut, dass wir aus die­sem Vexier­spiel her­aus­ge­nom­men sind!
      Unser Part ist: Mut­ter­schaft (gei­stig oder leib­lich oder bei­des) in Gesell­schaft der Got­tes­mut­ter — das ist doch eine Voll­macht, die man genau­so wenig den­ken kann wie die Teil­ha­be des Prie­sters m Opfer Chri­sti.
      Zwei ganz ver­schie­de­ne Apo­sto­la­te, aber bei­des not­wen­dig in der Heils­öko­no­mie.
      Mir zieht’s die Schu­he aus, wie Ihnen. Zu der „Prie­ste­rin“ passt der schwu­le „Vater“ des Neu­ge­bo­re­nen, der sich extra sei­ne behaar­te Brust ent­blößt, in der nie­mals Milch sein wird…es ist mon­strös, der schwu­le Vater wie die Prie­ste­rin, bei­des geht nicht, egal in wel­chen Kla­mot­ten oder Haar­schnit­ten…
      Greu­el!

      • Hof­fent­lich haben Sie mich jetzt nicht falsch ver­stan­den.
        Ich mache mei­ne ableh­nen­de Hal­tung gegen­über „Prie­ste­rin­nen“ nicht am Fri­sur­schnitt und den Kla­mot­ten fest.
        Es war eher iro­nisch gemeint.
        Sie spre­chen noch ein­mal die abnor­me Situa­ti­on der bei­den „homo­se­xu­el­len Män­ner mit Baby“ an.
        Es ist ein­fach unglaub­lich! Ein wehr­lo­ses Kind wird aus der Natur her­aus­ge­ris­sen und in eine ego­is­mus-gesät­tig­te Situa­ti­on hin­ein­ge­wor­fen.
        Es ist eine Ver­schwö­rung gegen das Kind.

        Zurück zum The­ma Prie­ste­rin:
        Es soll nie­mand glau­ben, die Glau­bens­kri­se wür­de dadurch beho­ben.
        Es wäre nur die anfäng­li­che Neu­gier und Schau­lust, die die Leu­te in die Kir­chen trie­be.
        Sie wür­den ledig­lich sehen wol­len, wie sich die Frau da vor­ne am Altar so gibt.
        Für sol­che Neu­gier-befrie­di­gungs-Effek­te soll­te sich die katho­li­sche Kir­che zu scha­de sein, ganz abge­se­hen von allen ande­ren, sinn­vol­len Begrün­dun­gen gegen das Prie­ste­rin­nenamt.

      • Also nun mal halb­lang, heu­te mor­gen haben sie ergrei­fen­de Din­ge über Müt­ter und Prie­ster geschrie­ben, aber die Über­hö­hung der Frau als Gebä­ren­den das ist nun auch wie­der was schwer heid­ni­sches, so heid­nisch, dass man in der Mari­en­ver­eh­rung den Kult der gro­ßen Mut­ter sehen konn­te.
        Ich den­ke, was den gefal­le­nen Men­schen aus­macht, ist dass er nicht von sel­ber aufs rech­te Maß kommt. und mal so und mal so über­treibt.

        Im übri­gen, wenn sie die Sache mit der Hexen­ver­bren­nung nach­le­sen, so traf es, zwar regio­nal ver­schie­den, aber in der Sum­me genau­so­viel Män­ner wie Frau­en. Also man kann nicht wild­ge­wor­de­ne femi­ni­sti­sche Sto­rys für Maria ins Feld füh­ren.

        Die Welt und die Kir­che wird weder am weib­li­chen noch am männ­li­chen Wesen gene­sen, son­dern an Chri­stus. Jedoch ist Chri­stus nun mal Mann und Maria sei­ne Hil­fe und damit wird das was Adam und Eva ver­bockt haben, wie­der gut gemacht.
        Bei­de Geschlech­ter sind jedoch vom Fluch getrof­fen und bei­de müs­sen es büßen, und der Fluch wird nicht auf­ge­ho­ben, wenn wir zu vor­bron­ze­zeit­li­chem Müt­ter­kult zurück­keh­ren und es wird auch nicht auf­ge­ho­ben, son­dern ver­schärft, wenn die Frau­en ihr Mut­ter­sein nicht ach­ten und die Vor­stu­fen dafür ver­kau­fen wie die Damen an den Aus­fall­stra­ßen ihrer Stadt oder die Frau­en im Fall der schwu­len Väter.
        Was ich immer so unfair fin­de ist, das man so tut, als sei die Frau immer nur Opfer, und kön­ne gar nicht Täter sein!
        Aber es ist ein­fach ver­kehrt die Män­ner auf Kosten der Frau­en zu erhö­hen und genau­so ver­kehrt die Frau­en auf Kosten der Män­ner zu erhö­hen, weil sie­he Lukas 18,14!

      • @ Mari­en­zweig

        Kei­ne Sor­ge, ich habe Sie nicht miss­ver­stan­den! Alles im grü­nen Bereich — auch Ihre Iro­nie…

        @ besorg­ter christ

        Aber, aber! Ganz ruhig! Ich kann nur emp­feh­len, mei­ne Postings noch mal zu lesen. Klar aus­ge­drückt habe ich mich näm­lich schon…Sie müs­sen nicht mei­ner Mei­nung sein, falls es dar­um geht. Okay?
        Den gan­zen pro­te­stan­tisch-nach­kon­zi­li­ar-katho­li­schen Unsinn über Maria las­sen wir auch am besten mal weg — das mit der „gro­ßen Mut­ter“, das ist alles unse­ri­ös, höchst Zwei­fel­haf­tes und an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­ner, pro­pa­gan­di­sti­scher Kram, der nicht dis­kus­si­ons­wür­dig ist. Es feh­len ein­deu­ti­ge Daten, Quel­len und sach­li­che Bele­ge. Mit sol­chen Res­sen­ti­ments will ich mich nicht beschäf­ti­gen. Ich möch­te das Hei­li­ge nicht wie die Per­len den Säu­en vor­wer­fen. Wer Maria nicht als die, die laut Dog­ma „Gott gebo­ren hat“ (und das ist unvor­stell­bar groß!) aner­kennt, wird immer noch tie­fer in die Schub­la­den grei­fen, das ist alt­be­kannt. Das muss er oder sie dann ohne mich tun — über Maria geden­ke ich nicht wei­ter zu dis­ku­tie­ren, sie ist die Mut­ter des Herrn und kann nie genug geehrt wer­den, wie schon die alte Kir­che sag­te.
        Aber sie ist hier bezeich­nen­der­wei­se gar nicht das gro­ße The­ma — wie kom­men Sie nur wie­der dar­auf?!
        Es geht hier auch nicht um neu­zeit­li­che Hexen­ver­bren­nung! Es geht hier um das heid­ni­sche Kon­zept der Prie­ste­rin, das all­zu­oft ins Böse und Vul­gä­re kipp­te, eben in die Hure­rei und das Scha­dens­zau­ber­we­sen. Schon in der ger­ma­ni­schen Zeit konn­ten Scha­dens­zau­be­rer getö­tet wer­den. Und sehr oft waren es eben Prie­ste­rin­nen und Scha­ma­nin­nen. Der heid­ni­sche Prie­ster war nicht in die­ser Wei­se mit die­sen Attri­bu­ten ver­knüpft.
        Das hat wie­der­um mit den neu­zeit­li­chen Hexen­ver­fol­gun­gen nicht direkt zu tun — die basier­ten ja auf kei­nem Prie­ster­kon­zept, son­dern auf dem Wahn von einer sata­ni­schen „Gegen­macht“, die sich ins christ­li­che Abend­land ein­ge­schli­chen habe, wobei die Sexua­li­sie­rung der weib­li­chen Hexe (zwei Drit­tel der Pro­zess­fäl­le sind Frau­en), wahr­schein­lich eben doch in heidn­si­cher Tra­di­ti­on, wie­der auf­er­stand. Man unter­stell­te der weib­li­chen Hexe ja Sex mit dem Teu­fel, den man auch genaue­stens aus­mal­te… aber wie gesagt: das ist wie­der ein extra The­ma, und ich bit­te erge­benst um Dif­fe­ren­zie­rung und sorg­sa­men Umgang mit den Fak­ten und Quel­len.

      • haben sie sich ein­fach mal über­legt, wer­te Zeit­schnur, dass alle Ver­su­che Frau­en als Prie­ste­rin­nen und beson­ders toll und wich­tig zu eta­blie­ren, des­halb ins vul­gä­re, in Ver­bin­dung brin­gen mit dem Bösen, gekippt sind, weil es prin­zi­pi­ell ver­kehrt ist?
        Und ja ich sag mal so, ich habe ihre Postings gele­sen, und vie­les ist sehr gut und tref­fend.
        Und ich habe immer schal­lend gelacht, wenn ich die The­se gele­sen habe, „in Maria sei der Kult der gro­ßen Mut­ter getauft wor­den“ aber wenn ich ver­fol­ge was Sie und ande­re gro­ßen Mari­en­ver­eh­rer über Maria schrie­ben, so ver­steh ich es dann doch , wie man auf so eine Idee kom­men kann.

        Maria ist groß, uns ein Vor­bild und all das, sie ist aber all das, wegen ihre Soh­nes, und will gar nichts anders, als hin­ter ihrem Sohn ver­schwin­den.
        Alles Licht das Maria hat, kommt von Chri­stus und ER ist der Mitt­ler, ER ist der Erlö­ser und Er ist Mensch gewor­den, ER ist in unser Fleisch gekom­men.

      • @ besorg­ter christ

        Es ist immer wie­der erstaun­lich, wie die Mari­en­ver­eh­rungs­kritt­ler, aber auch man­che Her­ren, die Maria als Waf­fe gegen die nor­ma­le Frau ein­set­zen, so ganz genau wis­sen, was Maria will, was Maria fühlt, was Maria denkt.
        Ver­ehr­te­ste — die­se Ihre Rede ist ver­rä­te­risch!
        Denn: Maria will, was Gott will. Und Er hat sie erho­ben. Tut mir Leid, aber Sie müs­sen akzep­tie­ren, was sie selbst sang und was die Kir­che lehrt. Wenn Gott jeman­den sicht­bar machen will, dann hat der­je­ni­ge sicht­bar zu sein. Ihr Pro­blem ist, dass Sie das nicht wol­len — war­um nicht, wenn Gott es so will?

        Gott hat sie nicht hin­ter ihrem Sohn ver­steckt, son­dern ins Zen­trum gerückt, und dort ist sie nun mal und wird seit Jahr­tau­sen­den von den Gläu­bi­gen auch so wahr­ge­nom­men und ange­spro­chen. Da das Reich Got­tes vol­ler „Funk­ti­ons­trä­ger“, vol­ler „Mitt­ler“ ist, ent­springt die behaup­te­te Kon­kur­renz zu Jesus, dem ver­fin­ster­ten Den­ken des Men­schen, der unter Hier­ar­chie eben das ver­steht, was der Sün­der drun­ter nur ver­ste­hen kann: Kon­kur­renz, Oben und Unten, wer Erster und wer Zwei­ter ist etc. Sie erin­nern sich, was Jesus dazu sag­te…

        Ihren Gedan­ken zur „system­im­man­ten Ent­glei­sung“ der Prie­ste­rin in Vul­gä­re fin­de ich nicht ange­mes­sen. Ganz ein­fach, weil man hier nicht pau­schal etwas sagen kann, son­dern erst ein­mal klä­ren muss, was denn jeweils für ein Prie­ster­kon­zept vor­liegt. Inner­halb eins heid­ni­schen Prie­ster­kon­zep­tes kann ja wohl das Prie­ste­rin­nen­kon­zept nicht des­we­gen schei­tern, weil es in einem katho­li­schen Kon­zept kei­nen Platz hat!

        Das Prie­ste­rin­nen­kon­zept des Hei­den­tums ist ja auch gar nicht geschei­tert — aus der Sicht der Hei­den. Es fei­ert ja bei den Eso­te­ri­kern übri­gens fröh­li­che Urständ…

      • jetzt aber mal völ­lig im Ernst.
        Also es gibt genau 3 Per­so­nen die ohne Erb­schuld auf die Welt kamen, das sind Adam, Eva und Maria.
        Es gibt genau 3 Per­so­nen die mit Leib und See­le in den Him­mel auf­ge­nom­men wur­den, das sind Hen­noch, Elia und Maria.
        Es gibt genau eine Per­son durch und in deren Namen wir geret­tet wer­den kön­nen, das ist Jesus Chri­stus.
        Ich fin­de übri­gens in der gan­zen Schrift nichts was die Erhe­bung Mari­ens hoch über alle Men­schen und das Auf­tre­ten wie Chri­stus recht­fer­ti­gen wür­den.
        Ich den­ke ein­fach, wir müs­sen unbe­dingt wenn wir Maria sagen Chri­stus mit­sa­gen, dann wird es rich­tig, weil sie ist selig, weil sie Chri­stus gebo­ren hat.
        Sie ist groß, weil sie wuss­te dass sie klein ist, und ich muss ehr­lich sagen, mit den moder­nen Mari­en­er­schei­nun­gen tue ich mir schwer, weil die­se Maria immer allei­ne kommt, das ent­spricht ihr nicht!
        Was Gott geschaf­fen hat, ist eine sicht­ba­re Kir­che mit männ­li­chen Amts­trä­gern und zwar am Kreuz!
        Die­se Kir­che lehrt uns die Mut­ter des Herrn zu ehren und in der Mut­ter des Her­ren, die Frau,alle Frau­en als Mut­ter und Jung­frau zu ehren, (wovon man heut­zu­ta­ge eben wenig hält)
        Aber es steht nir­gend­wo, dass die Mut­ter Maria die Ret­te­rin sein wird, wo die Män­ner der Kir­che ver­sa­gen.
        Es gibt nichts in der Schrift, das besagt, „Maria in den Him­mel auf­ge­nom­men ist dazu beru­fen das Lehr­amt und Lei­tungs­amt der Kir­che zu über­neh­men!“
        Übri­gens bei er Erschei­nung trägt Maria den Bischofs­stab, wie kommt denn das?
        Und bit­te was ist denn das für ein Titel „unse­re lie­be Frau vom Erfolg?“

        Noch mal im Zen­trum steht Chri­stus und das ist der Wil­le Got­tes und es ist nicht sein Wil­le, dass Maria , wie auf dem berühm­ten Amster­dam Bild fak­tisch den Platz Chri­sti ein­nimmt und indem sie spe­zi­el­le Gebet für sich, zur Abwen­dung bestimm­te Kata­stro­phen for­dert, auch so tut, als wäre sie Gott.
        Chri­stus sagt „Mir ist alle Macht gege­ben“.
        Maria ist wun­der­bar, eine Für­spre­che­rin, irgend­wie der ein­fa­che­re Weg zum Vater, sie ist ein­fach ganz schön und ganz lieb und es ist gut bei ihr zu sein, wun­der­bar ist das, aber Gott ist sie nicht!

        Im übri­gen, was das Abrut­schen der heid­ni­schen Prie­ste­rin­nen ins Vul­gä­re angeht, so habe ich Sie (post von 14:55 Uhr) zitiert, das ist also ihr Gedan­ke gewor­den

      • @ besorg­ter christ

        Irgend­wie reden wir anein­an­der vor­bei. Ich mei­ne das, was ich schrei­be, eigent­lich sub­ti­ler, als Sie auf­zu­fas­sen schei­nen.

        Sie bezwei­feln in Ihrem Posting offen die Leh­ren der r.-k. Kir­che, bewzei­feln von Rom (!) aner­kann­te Erschei­nun­gen.

        Die Ver­bin­dung von Chri­stus und Maria ist nach der tra­dier­ten Leh­re aus­ge­spro­chen innig, und zwar von den frü­he­sten Anfän­gen an. Maria steht im Zen­trum, weil der Sohn Got­tes unse­re Ret­tung ins Zen­trum Sei­nes han­delns gestellt hat. Er ist selbst der, aus dem und von dem alle Din­ge gemacht sind. Folg­lich kann ER gar nicht im Zen­trum ste­hen, son­dern ER IST EINFACH ALLES! Bit­te schrei­ben Sie mir doch nicht etwas zu, was aus ande­ren Quel­len stammt: mit Amster­dam habe ich gar nichts, wirk­lich nichts zu tun, ich bezweif­le auch das „Cons­tat“ — bei dem moder­ni­sti­schen Bischof kann ich das nicht ernstnehmen…außerdem: wenn eine Maria sagt, sie sei „einst“ maria gewe­sen, dann schril­len bei mir die Glocken. Die For­mu­lie­rung der Erschei­nung muss­te die Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re dann ändern. Das ist doch lächer­lich! — Also bit­te, blei­ben Sie fair und sach­lich und ver­su­chen Sie, mei­ne Gedan­ken als eigen­stän­di­ge und nicht als Nach­plap­pern frem­der Ideen zu ver­ste­hen.
        „De Maria num­quam satis“ sagt St. Bern­hard von Clair­veaux.
        Und ein Zitat von EB Lef­eb­v­re:
        „Über Maria kann man nie genug sagen. Ihre pro­vi­den­ti­el­le Auf­ga­be muß uns im Lich­te des Glau­bens stän­dig vor Augen sein und uns zei­gen, daß sie nicht bloß Mut­ter des mensch­ge­wor­de­nen Got­tes, son­dern auch unse­re gei­sti­ge Mut­ter ist. So hat es die Hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit gewollt. Die Mut­ter­schaft Mari­ens gilt für Him­mel und Erde.“ (23.8.1983 Ecône)

        Ich glau­be, Ihnen ist noch nicht klar, dass mit der Grö­ße Mari­ens erst kla­rer wird, wer eigent­lich ER ist. Im Moment befas­se ich mich mit der Mari­en­dar­stel­lung „Maria Pla­ty­te­ra“ in der Kunst. Tun Sie es auch mal, wenn Sie Lust haben, den­ken Sie ein­fach mal drü­ber nach, ich tu es auch und sowie­so, da wird vie­les kla­rer, wenn es kon­tem­pliert und nicht bloß dis­ku­tiert: http://books.google.de/books?id=Whh8JgtG9XcC&pg=PA160&lpg=PA160&dq=maria+platytera&source=bl&ots=z94ZVUkRc6&sig=jVWA3gVUYKuGKPw5M9goxyEXjrw&hl=de&sa=X&ei=mCrAU–nK_L74QSzwYDACQ&ved=0CHMQ6AEwDw#v=onepage&q=maria%20platytera&f=false äh — hof­fent­lich funk­tio­niert der Link.

        Wer Maria klein­macht, macht vor allem IHN klein. Begrün­dung: sie hat IHN auf­ge­nom­men und gebo­ren. Die Kir­che kennt daher die Vor­stel­lung, dass sie grö­ßer ist als der Him­mel — alles aber, weil sie ja den, der ALLES ist, auf­neh­men durf­te und konn­te. Logisch?

  13. Schön, das geht dann über zu einer weib­li­chen Gott­heit, Tem­pel­pro­sti­tu­ti­on und Kin­der­op­fer. Hat­ten wir alles schon mal im Hei­den­tum. Sie hie­ßen Vesta­lin­nen. Die Kir­che wird sich nicht paga­ni­sie­ren las­sen.

  14. @ Mar­le­ne: „weib­li­che Gott­heit“ gibt es prak­tisch schon und zwar in der femi­ni­sier­ten „Bibel“,einem femi­ni­sier­ten „Vater- bzw.wahrscheinlich „Mut­te­r­un­ser“ usw.
    Der Paga­nis­mus ist wei­ter ver­brei­tet als man­che ahnen,die gan­zen fana­ti­schen Tier-und Natur­schüt­ze­rin­nen sind pagan und beten im Wald die „Mut­ter Erde“ an!
    Mir ist auch erst so nach und nach klar geworden,das auch die­ser fana­ti­sche Hype um Bäu­me eigent­lich nichts wei­ter als ein neu­heid­ni­scher Kult ist!

  15. Nir­gend­wo ist in dem Bei­trag zu lesen, Johan­na Rah­ner sei eine femi­ni­sti­sche Theo­lo­gin, die Göt­tin­nen-Kul­te mit ihren Prie­ste­rin­nen wie­der neu ein­füh­ren möch­te.
    Ihr grund­le­gen­des Modell ist die pro­te­stan­ti­sier­te Mes­se Paul VI., die den klas­si­schen römisch-katho­li­schen Prie­ster sowie­so schon der Rol­le nach dem pro­te­stan­ti­schen Pfar­rer ähn­lich gemacht hat. Auch wenn es noch vie­le katho­li­sche Prie­ster gibt, die sich dage­gen weh­ren.

    Wer an der Mes­se Paul VI. unvor­ein­ge­nom­men teil­nimmt, wird ent­schei­den­de Unter­schie­de zum pro­te­stan­ti­schen Got­tes­dienst nicht mehr wahr­neh­men. Zumal das 1. Hoch­ge­bet, das dem Canon Mis­sae des über­lie­fer­ten römi­schen Ritus nach­emp­fun­den wur­de, kaum gebe­tet wird.
    Das Wort „Prie­ste­rin“ wird von Johan­na Rah­ner falsch gebraucht, sie hät­te Pfar­re­rin sagen müs­sen. Sie meint das. Aber „Prie­ste­rin“ klingt irgend­wie fei­er­li­cher.
    Doch in einem Got­tes­dient, in dem kein eigent­li­ches Opfer Gott zur Süh­ne dar­ge­bracht wird, gibt es weder einen Prie­ster noch eine Prie­ste­rin. Es gibt den Gemein­de­lei­ter, die Gemein­de­lei­te­rin, die tra­di­tio­nell als Berufs­be­zeich­nung Pfar­rer, Pfar­re­rin hei­ßen oder Pastor und Pasto­rin.

    Nie­mand in der katho­li­schen Tra­di­ti­on for­dert die Prie­ste­rin für den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus. Wir wün­schen auch kei­ne Mini­stran­tin­nen, es ist für uns über­haupt kein The­ma. Johan­na Rah­ner spricht nicht für uns, sie ver­tritt die katho­li­sche Tra­di­ti­on gar nicht. Den Anspruch erhebt sie nicht, im Gegen­teil, sie wür­de ihn weit von sich wei­sen.

    Noch­mal: Johan­na Rah­ner geht von der pro­te­stan­ti­sier­ten Mes­se Paul VI. aus. Es ist nicht unlo­gisch, für die­se Mes­se auch weib­li­che Gemein­de­lei­te­rin­nen zu for­dern, Pfar­re­rin­nen. Die­se haben mit Göt­tin­nen-Kul­ten nichts zu tun. Dass bei dem weit ver­brei­te­ten Syn­kre­tis­mus auch in den Pro­te­stan­tis­mus femi­ni­sti­sche Ele­men­te ein­drin­gen, kann aller­dings nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.
    Wir dür­fen nicht ver­ges­sen: Gera­de der Pro­te­stan­tis­mus befin­det sich längst im Nie­der­gang, die „Kon­zils­kir­che“ folgt ihm im Eil­tem­po nach. Bei­de haben den tra­di­tio­nel­len Prie­ster abge­schafft. Mar­tin Luther und sei­ne pro­te­stan­ti­schen Kol­le­gen ein paar Jahr­hun­der­te frü­her als die „Kon­zils­kir­che“ mit ihrem NOM.

    Johan­na Rah­ner jeden­falls plä­diert nicht für die Wie­der­be­le­bung anti­ker Göt­tin­nen-Kul­te. Son­dern für eine wei­te­re Pro­te­stan­ti­sie­rung der katho­li­schen Kir­che. Womit sie zur Mehr­heit der katho­li­schen Theo­lo­gen-Zunft gehört.

  16. Im Arti­kel steht:

    „Wört­lich sag­te Rah­ner: „Ich möch­te die klas­si­sche Dog­ma­tik nach außen hin öff­nen. Wir kön­nen nicht den Men­schen an die Regeln anpas­sen, son­dern müs­sen die Regeln mensch­lich ver­ste­hen.“ In die­sem Zusam­men­hang mein­te die Theo­lo­gin zudem: „Wenn die Kir­che die Welt scheut, wird sie eso­te­risch.“ Ihr Ver­ständ­nis von der katho­li­schen Kir­che brach­te Johan­na Rah­ner auf den Punkt, indem sie die Kir­che als „keu­sche Hure“ bezeich­ne­te.“

    Nun denn, das ist nicht pro­te­stan­tisch und lei­tet sich auch nicht aus dem Novus Ordo her, die­se Wor­te, wenn­gleich der Gesamt­an­satz rah­ners aus der „pneu­ma­to­lo­gi­schen “ Ekkle­sio­lo­gie stammt (s. mein Posting ganz oben).

    Die­se Wor­te hier sind noch aus anderm gespeist, bezie­hen sich aber ganz ein­deu­tig auf die „klas­si­sche Dog­ma­tik“, die hier „geöff­net wer­den“ wer­den soll. Und was meint sie wohl mit der Kir­che als „keu­scher Hure“. Was wohl Luther und Melan­chthon dazu sagen wür­den?

    Wie auch immer — es geht sehr wohl dar­um, allem, was je tra­diert war, den Stuhl unterm Hin­tern weg­zu­zie­hen. Wozu sonst auch die­se Mühe?

    • Genau…
      Der Satz müss­te übri­gens rich­tig und unver­schlei­ert hei­ßen “ Wir kön­nen nicht den Men­schen an die Regeln anpas­sen, son­dern die Regeln an den Men­schen“, und da unter „Regeln“ natür­lich Wahr­heit und unver­han­del­ba­re Wer­te, ja eigent­lich letzt­lich Gott gemeint sind, heißt es: „Wir kön­nen nicht den Men­schen an Gott anpas­sen, son­dern Gott an den Men­schen.“

      Der Glau­ben sagt „Dein Wil­le gesche­he“, wer aber sagt „Mein Wil­le gesche­he“, wenn nicht die Magie der Hei­den…?
      Quod erat demon­stran­dum… 😉

  17. Wie wur­de die­se Frau nur Pro­fes­so­rin? Ich erin­ne­re mich, dass sie in Karl-Heinz Men­kes Buch über „Sakra­men­ta­li­tät“ aus­führ­lich kri­ti­siert wird. Der Haupt­kri­tik­punkt Men­kes ist, dass Johan­na Rah­ner ver­kennt, dass „der Hei­li­ge Geist (…) die Kir­che an Jesus Chri­stus (bin­det); er befä­higt zum Über­schrei­ten des eige­nen Selbst auf den Gott hin, der in Jesus Chri­stus kon­kret gewor­den ist; er ist kei­ne zwei­te Offen­ba­rung Got­tes neben der in den drei­und­drei­ßig Jah­ren des Lebens und Ster­bens Jesu, son­dern im Gegen­teil Gott, inso­fern er Men­schen befä­higt, in eben dem Maße sie selbst zu sein, in dem sie Chri­stus gehor­chen.“ (Men­ke, S. 184 f)
    Rah­ner nimmt eine Eng­füh­rung vor, die Jesus auf einen pneu­ma­ti­schen Erlö­ser redu­zie­ren will und den sicht­ba­ren Leib Chri­sti als phy­si­sche und sakra­men­ta­le Rea­li­tät ver­nach­läs­sigt oder zurück­setzt. Rah­ner unter­stellt, dass das Vat. II „jede geschicht­li­che Ver­wirk­li­chung von Kir­che rela­ti­viert“ habe.
    Es geht schnö­de dar­um, ob kirch­li­ches Han­deln „Dienst am Evan­ge­li­um“ sei.

    Sie macht eine rie­si­ge ter­mi­no­lo­gi­sche Wel­le, es kommt aber unten nix raus — um die­se Bana­li­tä­ten zu sagen, hät­te es genügt, in einer Alm­hüt­te ein Bier zu trin­ken. Was ist „Dienst am Evan­ge­li­um“? Die­se ein­fa­che Fra­ge kann sie schon nicht mehr klar beant­wor­ten.
    Auf jeden Fall unter­liegt die Ant­wort ganz und gar dem, was die „Gemein­de“ gera­de für rich­tig erach­tet. Oder sagen wir es doch gleich: was Johan­na Rah­ner und ihren Kum­pa­nen gera­de so rein­läuft. Denn wenn anders­wo die Kir­chen voll sind mit den fal­schen Gläu­bi­gen — tja, dann wer­den die mal kurz als Aus­beu­ter frem­der Not gebrand­markt: „Mir sind halb­lee­re Kir­chen mit auf­ge­klär­ten Katho­li­ken lie­ber als vol­le Kir­chen [in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka], die die Not der Men­schen aus­nut­zen.“ (s.o. Arti­kel)
    Theo­lo­gin­nen in der Schu­le schön­ster Hetz­li­te­ra­tur — nein dan­ke!

    • Ich den­ke, es besteht kein Wider­spruch. Unmit­tel­bar nach dem Kon­zil begann der Angriff gegen die Dog­ma­tik. Onkel Rah­ner hat dar­an einen maß­geb­li­chen Anteil. Der Onkel der Nich­te Johan­na ging schon etwas per­fi­de vor. Das Gro­ße Glau­bens­be­kennt­nis soll­te dem Wort­laut nach nicht geän­dert wer­den, dar­auf bestand Onkel Karl. Es soll­te aber inhalt­lich anders aus­ge­füllt wer­den. Das klingt ver­rückt, und Guisep­pe Kar­di­nal Siri sprach vom „lin­gu­isti­schen Wahn­sinn. Nicht nur in Bezug auf Karl Rah­ner, aber gera­de auch auf ihn. Er war ein Mei­ster des lin­gu­isti­schen Wahn­sinns, er hat es ver­stan­den, sich inner­halb eines Absat­zes zu wider­spre­chen, und die Theo­lo­gen­zunft hör­te ihm den­noch gläu­big zu. Auch die Bischö­fe.

      Aus­drück­lich for­der­te Rah­ner eine neue Bewer­tung der Frau in der Kir­che, ein grö­ße­res Mit­wir­ken bei der „Lei­tung“, wobei er das Wort „Prie­ste­rin“ damals noch ver­mei­den muss­te. Doch die Rich­tung war schon damals ganz klar.
      Mit dem NOM ist die­ses The­ma eng ver­bun­den, es ist gar nicht zu tren­nen. Die hl. Mes­se ist immer „leben­di­ge Dog­ma­tik.“
      Die neue „offe­ne Dog­ma­tik“, die in Rich­tung Auf­lö­sung geht wie beim Pro­te­stan­tis­mus, braucht eine ent­spre­chen­de Mes­se.

      Gera­de­zu wüst hat Karl Rah­ner die­je­ni­gen Gläu­bi­gen beschimpft, die sich für die über­lie­fer­te Mes­se aller Zei­ten ein­setz­ten. Die Auf­lö­sung der Dog­ma­tik und der NOM gehö­ren untrenn­bar zusam­men.
      Womit nicht gesagt ist, dass alle, die am NOM teil­neh­men, die Auf­lö­sung der Dog­ma­tik wün­schen. Im Gegen­teil: Vie­le von ihnen müs­sen mit Schmer­zen fest­stel­len, wie der Glau­be ver­dun­stet. Und sie machen den Pfar­rer ver­ant­wort­lich, den Pasto­ral- oder die Gemein­de­re­fe­ren­tin. Die­se wer­den jedoch seit ca. 50 Jah­ren von Pro­fes­so­ren und Dozen­ten aus­ge­bil­det, deren Kir­chen­leh­rer Karl Rah­ner ist. Wobei Rudolf Bult­mann für die bibli­sche Theo­lo­gie als Mei­ster nicht ver­schwie­gen wer­den darf.

      Johan­na Rah­ner ist kei­ne Prot­ago­ni­stin. Sie ist ledig­lich die folg­sa­me Nich­te von Karl Rah­ner. Der aller­dings ein maß­geb­li­cher Theo­lo­ge die­ser Zeit ist. Eine Art Kir­chen­leh­rer.

      • Ich fin­de das Zitat gera­de nicht, aber Onkel Rah­ner hat ja die­se For­mu­lie­rung zuerst auf­ge­bracht, auf die Frau­en­ord­ni­an­ti­on kön­ne man nicht mehr „100 Jah­re war­ten, weil die Zeit drängt“. So unge­fähr hat er es for­mu­liert. Man fin­det das fast wört­lich auch oben bei Nich­te Johan­na. Aber nicht nur bei ihr. Wie gesagt habe ich mich mit Georg Kraus mal aus­ein­an­der­ge­setzt vor ein paar Jah­ren, der genau die­sel­be Panik­for­mel anwand­te.

        Nich­te Rah­ner ist so ein­fach gestrickt im Ergeb­nis, dass man sie leicht „abzie­hen“ kann. Aber Onkel Rah­ner schreibt so ver­quast, dass ich Mühe habe, ihn im Ver­ste­hen irgend­wo „fest­zu­na­geln“ auf eine kon­kre­te und schlüs­si­ge Gedan­ken­li­nie. Die Pro­gres­si­sten picken sich daher Bruch­stücke aus sei­nen Sät­zen und einer schwätzt dem andern den Unsinn nach ohne Ver­stand.
        Der „Kir­chen­leh­rer“ ist lei­der ziem­lich hohl, ein Wort­pro­du­zent ohne Geist.

        Zur Erho­lung kann man…ein wenig…Hl. The­re­sa von Avi­la lesen (eine Wun­der­höh­le an Ima­gi­na­ti­on und Inspiration).…oder Tho­mas von Aquin (ein Eldo­ra­do der Prä­zi­si­on und Logik, seufz) … oder… lasst uns den The­sau­rus der Kir­che doch heben…

  18. Frau Rah­ner:
    „Mir sind halb­lee­re Kir­chen mit auf­ge­klär­ten Katho­li­ken lie­ber als vol­le Kir­chen [in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka], die die Not der Men­schen aus­nut­zen.“

    Die­se Frau ist reich­lich über­heb­lich, scheint mir.
    Sie schaut auf gläu­bi­ge Men­schen abwer­tend her­ab, da sie ja in ihrer Bewer­tung nicht „auf­ge­klärt“ sind. Sind die­se in ihren Augen also nicht voll­wer­tig?

    Frau Pro­fes­so­rin möch­te ich ger­ne das Evan­ge­li­um vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag ans ‑und ins- Herz legen.
    Ich lie­be die­ses Evan­ge­li­um sehr, weil Jesus dar­in die Klei­nen groß macht und die Gro­ßen zur Demut anlei­tet.
    Jesus betet: „Ich prei­se Dich, Vater, Herr des Him­mels und der Erde, weil Du all das den Wei­sen und Klu­gen ver­bor­gen, den Unmün­di­gen aber offen­bart hast. …“
    (Mat­thä­us 11,25)
    Nicht über­gro­ßes theo­re­ti­sches und theo­lo­gi­sches Wis­sen, so nütz­lich es ist, bringt uns Gott näher, son­dern unse­re kind­li­che, ver­trau­ens­vol­le Hin­wen­dung und unse­re Bereit­schaft, „Ja“ zu sagen.

  19. Wer hat Frau Rah­ner eigent­lich mit der Lehr­be­fug­nis zur Hae­re­sie beru­fen? Wer hat die Pro­mo­ti­on und die Habi­li­ta­ti­on betreut und kor­ri­giert? Das sind die eigent­li­chen Ver­ant­wor­tungs­trä­ger für den Nie­der­gang des Glau­bens und die erkenn­ba­re Apost­asie.

    • 1) Frau Rah­ner hat ein römi­sches Nihil obstat; das wur­de ihr im Auf­trag der Bil­dungs­kon­gre­ga­ti­on von Bischof Alger­mis­sen erteilt. Wer ihre Pro­mo­ti­on in Neu­em Testa­ment und ihre Habi­li­ta­ti­on betreut hat, kön­nen Sie ihrer Online­bio­gra­phie ent­neh­men. Das sind jedes­mal gute und soli­de Theo­lo­gen gewe­sen.

  20. Ich bin Karl Rah­ners Groß­nef­fe und mir wäre nicht bekannt, dass Frau Prof. Dr. Rah­ner in irgend­ei­nem Ver­wand­schafts­ver­hält­nis zu uns steht. Den Namen mei­nes Groß­on­kels so zur Eigen­wer­bung zu mis­brau­chen ist schä­big, mehr nicht.

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