Eine Frage der Prioritäten? – Fronleichnamsprozession ohne Papst Franziskus

Papst Franziskus bei der Charismatischen Erneuerung
Papst Fran­zis­kus am 1. Juni 2014 bei der Cha­ris­ma­ti­schen Erneue­rung (Gebets­mo­ment)

(Rom) Rom erleb­te gestern eine päpst­lich ver­wai­ste Fron­leich­nams­pro­zes­si­on. Der Vati­kan gab durch Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di gestern eine kurz­fri­sti­ge Pro­gramm­än­de­rung für das Fron­leich­nams­fest bekannt. Wäh­rend Ita­li­en das Fest Cor­pus Domi­ni seit lan­gem als Fest­tag abge­schafft hat und es daher in den ita­lie­ni­schen Pfar­rei­en am dar­auf­fol­gen­den Sonn­tag began­gen wird, hielt der Vati­kan am lit­ur­gi­schen Kalen­der fest. Das Hoch­fest mit Pro­zes­si­on wird aller­dings am Abend des Fron­leich­nams­ta­ges vor der Patri­ar­chal­kir­che San Gio­van­ni in Latera­no gefei­ert.

Am Ende des von Papst Fran­zis­kus gefei­er­ten Pon­ti­fi­kal­am­tes nahm der Papst aber nicht an der tra­di­tio­nel­len Fron­leich­nams­pro­zes­si­on mit dem Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment teil. Statt­des­sen ließ sich der Papst, der in den ver­gan­ge­nen Mona­ten meh­re­re gesund­heit­li­che Beschwer­den der Über­an­stren­gung hat­te, direkt in einem Auto zur Patri­ar­chal­ba­si­li­ka San­ta Maria Mag­gio­re brin­gen, um dort die Pro­zes­si­on, die von der einen zur ande­ren päpst­li­chen Basi­li­ka führt, zu erwar­ten. Papst Fran­zis­kus erteil­te dort den fei­er­li­chen Segen. Die Pro­zes­si­on wur­de vom Kar­di­nal­vi­kar Agosti­no Val­li­ni ange­führt, der den Papst in der Lei­tung der Diö­ze­se Rom ver­tritt.

Nicht-Teilnahme „opportun“ wegen Kalabrienbesuch

Offi­zi­ell gab Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di bekannt, daß der Papst „es für oppor­tun gehal­ten hat, auf den lan­gen Fuß­weg zwi­schen den bei­den Basi­li­ken mit Blick auf sei­ne näch­sten Ver­pflich­tun­gen zu ver­zich­ten“, in beson­de­rer Wei­se wur­de dabei die Rei­se nach Cassa­no all’Jonio in Kala­bri­en genannt, die mor­gen statt­fin­det. „Risum tene­a­tis“ kom­men­tier­te die Inter­net­sei­te Mes­sa in Lati­no.
Gleich­zei­tig, so der Vati­kan­spre­cher wei­ter, „bevor­zugt es der Papst, nicht den Pro­zes­si­ons­weg in einem offe­nen Fahr­zeug zurück­zu­le­gen, damit gemäß dem Geist des heu­te gefei­er­ten Festes, die Auf­merk­sam­keit der Gläu­bi­gen viel­mehr auf das aus­ge­setz­te und in der Pro­zes­si­on mit­ge­führ­te Aller­hei­lig­ste Sakra­ment kon­zen­triert bleibt“. „Risum tene­a­tis“ kom­men­tier­te Mes­sa in Lati­no erneut. „Trotz die­ser unglaub­li­chen Ver­schleie­rung durch das Pres­se­amt des Vati­kans hoff­ten wir ver­trau­ens­voll und mit christ­li­cher Hoff­nung, daß der Hei­li­ge Vater, viel­leicht etwas auf­ge­rich­tet durch ein biß­chen Vit­ami­ne, im Jahr des Herrn 2014 zumin­dest auf dem letz­ten Stück der Pro­zes­si­on teil­neh­men wür­de. Dem war lei­der nicht so!“

Mutter weinte: „Zum ersten Mal hat ein Papst seine Herde verlassen“

Eine Mut­ter stand mit ihren Kin­dern an der Via Meru­la­na und wein­te. Ein Fern­seh­team von La7, dem die Sze­ne auf­ge­fal­len war, befrag­te die Frau: „Der Papst ist der Fron­leich­nams­pro­zes­si­on fern­ge­blie­ben, wäh­rend der Hei­li­gen Mes­se ist er nie nie­der­ge­kniet und nach der Mes­se vor Gio­van­ni in Latera­no hat er sich mit dem Auto ver­drückt, um in San­ta Maria Mag­gio­re für den Segen wie­der zu erschei­nen… Ich bin Röme­rin, zum ersten Mal hat ein Papst sei­ne Her­de bei der Fron­leich­nams­pro­zes­si­on ver­las­sen, ist die­ser Papst so ‚demü­tig‘, daß er demü­ti­ger als Jesus Chri­stus ist?“

Schwerkrank leidender Johannes Paul II. fehlte nie

Papst Benedikt XVI. bei der Fronleichnamsprozession in Rom
Papst Bene­dikt XVI. bei der Fron­leich­nams­pro­zes­si­on in Rom

Tat­säch­lich irri­tie­ren die Abwe­sen­heit des Pap­stes und die dün­ne Begrün­dung, die Vati­kan­spre­cher Pater Lom­bar­di dafür lie­fer­te. Vor allem scheint Papst Fran­zis­kus viel „demü­ti­ger“, um die Wor­te der römi­schen Mut­ter auf­zu­grei­fen, als sei­ne Vor­gän­ger. „Wer könn­te sich nicht an Papst Johan­nes Paul II. erin­nern, der kör­per­lich schwer behin­dert, den­noch mit gro­ßer Hin­ga­be Sei­nen Herrn in der Pro­zes­si­on durch die Stra­ßen der Urbe anbe­te­te. Oder Papst Bene­dikt XVI. mit sei­ner Geh­schwä­che, der nicht eitel ver­zich­te­te, son­dern sich auf einem eige­nen Gefährt in der Pro­zes­si­on fah­ren ließ, auf dem er kniend das Aller­hei­lig­ste anbe­te­te“, so Mes­sa in Lati­no.

Wann kniet Papst Franziskus?

Tat­säch­lich stellt sich seit Beginn des Pon­ti­fi­kats die Fra­ge, wann Papst Fran­zis­kus kniet. Eine offi­zi­el­le Erklä­rung, wes­halb der Papst bei der Wand­lung vor dem Herrn kei­ne Knie­beu­ge macht, ist bis heu­te nicht erfolgt. Fran­zis­kus kniet beim per­sön­li­chen Gebet, wenn er das Gna­den­bild der Got­tes­mut­ter in San­ta Maria Mag­gio­re besucht, er knie­te beim Gebet am 1. Juni im Fuß­ball­sta­di­on in Rom, als er das Tref­fen der Cha­ris­ma­ti­schen Gemein­de­er­neue­rung besuch­te und er kniet am Grün­don­ners­tag bei der Fuß­wa­schung von Men­schen unter­schied­li­cher Kon­fes­si­on und Reli­gi­on. Er macht kei­ne Knie­beu­ge bei der Wand­lung und kniet nicht vor dem eucha­ri­sti­schen Herrn. Ein­zi­ge Aus­nah­me bis­her war die Gebets­vi­gil für den Frie­den den Syri­en am 7. Sep­tem­ber 2013. Dort fand eine eucha­ri­sti­sche Anbe­tung auf dem Peters­platz statt, an deren erstem Teil auch Papst Fran­zis­kus teil­nahm. Dazu ließ er auch das Gna­den­bild Salus Popu­li Roma­ni aus San­ta Maria Mag­gio­re brin­gen, vor dem er knie­end betet.

Der Besuch in Kalabrien und die Machtverschiebung in der Bischofskonferenz

Bischof Nunzio Galantino, der neue starke "Mann des Papstes" in der Italienischen Bischofskonferenz
Bischof Nun­zio Galan­ti­no, der neue star­ke „Mann des Pap­stes“ in der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz

Der auf eini­ge Stun­den beschränk­te Besuch in Cassa­no dell’Jonio soll ein Ruf gegen die Mafia wer­den. Ein berech­tig­tes und für die betrof­fe­ne Bevöl­ke­rung wich­ti­ges Anlie­gen. Kann die „Bekämp­fung“ der Mafia jedoch den ersten Pflich­ten des Pap­stes, der Anbe­tung Got­tes vor­ge­hen. Ist die Fahrt nach Cassa­no dell’Jonio wich­ti­ger als das aller­hei­lig­ste Altarsa­kra­ment? Dazu muß die Fra­ge beant­wor­tet wer­den, war­um der Papst eigent­lich nach Kala­bri­en fährt.
Am 28. Dezem­ber 2013 ernann­te Papst Fran­zis­kus den Bischof von Cassa­no dell’Jonio, Msgr. Nun­zio Galan­ti­no zum neu­en Gene­ral­se­kre­tär der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz. Obwohl Fran­zis­kus nach sei­ner Wahl erklärt hat­te, die direk­te Abhän­gig­keit die­ser Bischofs­kon­fe­renz vom Papst, der auto­ma­tisch den Vor­sitz führt, abzu­kop­peln, griff er in den fol­gen­den Mona­ten stär­ker und auto­ri­tä­rer in die Bischofs­kon­fe­renz ein, als sei­ne Vor­gän­ger. Dazu gehört auch die Ernen­nung Msgr. Galan­ti­nos. Der Gene­ral­se­kre­tär war bis­her stets ein Ver­trau­ens­mann des vom Papst ernann­ten Dele­ga­ten, der ihn im Amt des Vor­sit­zen­den ver­tritt. Bischof Galan­ti­no wur­de jedoch vom Papst am noch amtie­ren­den, von Bene­dikt XVI. ernann­ten geschäfts­füh­ren­den Vor­sit­zen­den der Bischofs­kon­fe­renz, Kar­di­nal Ange­lo Bag­nas­co vor­bei ernannt. Kar­di­nal Bag­nas­co muß­te aus den Medi­en von der Ernen­nung erfah­ren, die sei­ner fak­ti­schen Ent­mach­tung gleich­kommt. Der neue star­ke Mann der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, der Mann des Pap­stes, ist Bischof Nun­zio Galan­ti­no. Galan­ti­no selbst fiel bis­her vor allem nega­tiv auf. Er scheint umstrit­te­ne Aus­sa­gen und Gesten von Papst Fran­zis­kus wört­lich zu neh­men. Anfang Mai distan­zier­te er sich auf brüs­ke und ent­täu­schen­de Wei­se von den Lebens­schüt­zern (sie­he eige­ne Bei­trag Ber­go­glio-Effekt: Sekre­tär der Bischofs­kon­fe­renz distan­ziert sich von Lebens­schüt­zern).

Päpstliche Bitte um „Verzeihung“

Bereits die Ernen­nung Gala­ti­nos erfolg­te völ­lig unge­wöhn­lich und gera­de­zu kuri­os anmu­tend. Papst Fran­zis­kus bat des­sen Diö­ze­se Cassa­no dell’Jonio um „Ver­zei­hung“ dafür, daß er den Bischof zum Gene­ral­se­kre­tär der Bischofs­kon­fe­renz mach­te. Dabei wur­de ohne­hin auf päpst­li­chen Wunsch ver­ein­bart, daß Galan­ti­no wei­ter­hin auch Bischof sei­ner Diö­ze­se bleibt. Cassa­no dell’Jonio ist mit knapp 100.000 Gläu­bi­gen eine der zahl­rei­chen Klein­diö­ze­sen, wie sie in Ita­li­en aus histo­ri­schen Grün­den häu­fig anzu­tref­fen sind. Mehr noch: Papst Fran­zis­kus bat die Gläu­bi­gen der kala­bri­schen Diö­ze­se, natür­lich nur rhe­to­risch um „Erlaub­nis“, ihren Bischof auch ander­wei­tig ein­zu­set­zen. Der Papst schrieb eigens einen Brief an die Gläu­bi­gen von Cassa­no dell’Jonio, um eine so all­täg­li­che Ent­schei­dung bekannt­zu­ge­ben und wort­reich zu begrün­den. „Es hat den Ein­druck, als müs­se der Papst im Mafia­land um Erlaub­nis bit­ten, daß er etwas ent­schei­den darf“, schrieb ein Kom­men­ta­tor namens No Mafia auf der Inter­net­sei­te der Tages­zei­tung Quo­ti­dia­no del­la Cala­b­ria.

„Demutsgeste“ oder skurriles Szenario eines „Papst-Königs“?

Davon kann natür­lich kei­ne Rede sein. In Rom sah man hin­ter der barock ver­schnör­kel­ten Demuts­ge­ste viel­mehr ein durch­aus erfolg­rei­ches Ablen­kungs­ma­nö­ver, das die Kon­zen­tra­ti­on auf das Unge­wöhn­li­che lenk­te und den ziem­lich bru­ta­len Ein­griff eines „Papst-Königs“ (San­dro Magi­ster) in die Bischofs­kon­fe­renz, mit der Abset­zung des bis­he­ri­gen Gene­ral­se­kre­tärs Maria­no Cro­cia­ta und der De-Fac­to-Ent­mach­tung von Kar­di­nal Bag­nas­co.

So steht auch der Papst­be­such in der Diö­ze­se Cassa­no dell’Jonio offi­zi­ell unter dem Mot­to „Ich kom­me, um Ver­zei­hung zu bit­ten“. So gab es Bischof Galan­ti­no Ende März sei­ner Diö­ze­se bekannt: „Er kommt, um uns um Ver­zei­hung zu bit­ten“. Eine Aus­sa­ge, die Bischofs Galan­ti­no mehr­fach wie­der­hol­te. Wört­lich sag­te er: „Der Besuch des Pap­stes will eine Gele­gen­heit sein, um – uns in die Augen schau­end, nach­dem er es bereits schrift­lich getan hat – ‚ver­stan­den‘ zu wer­den und um ‚Ver­ge­bung‘ zu erfah­ren und , wie er mir selbst am Don­ners­tag mor­gen [27. März 2014] meh­re­re Male wie­der­hol­te, um ‚um Ver­zei­hung zu bit­ten‘“. Ein ziem­lich skur­ri­les Sze­na­rio.

Bereits in sei­nem Brief, mit dem Papst Fran­zis­kus der Diö­ze­se die Ernen­nung von Bischof Galan­ti­no zum Gene­ral­se­kre­tär mit­teil­te, schrieb das Kir­chen­ober­haupt: „Ich hat­te noch nicht das Ver­gnü­gen, euch per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen, aber ich hof­fe, daß ich es bald wer­de tun kön­nen“. Am 21. Juni ist es soweit. Das Pro­gramm wur­de mehr­fach geän­dert. Nun ist auch ein Besuch des Gefäng­nis­ses von Castro­vil­la­ri vor­ge­se­hen. Dort sitzt die gesam­te Fami­lie des klei­nen Cocò ein. Ein drei­jäh­ri­ges Kind, das am 16. Janu­ar im Clan­krieg wie ein Mafia­boss hin­ge­rich­tet und dann ver­brannt wur­de. Papst Fran­zis­kus hat­te ihn beim Ange­lus vom 26. Janu­ar erwähnt. Die Fami­lie von Cocò, Eltern, Groß­müt­ter und Geschwi­ster sit­zen wegen Dro­gen­han­dels in Haft. Im Gefäng­nis von Castro­vil­la­ri ist auch ein Rumä­ne ein­ge­sperrt, der am 2. März mut­maß­lich den Prie­ster Don Laz­z­a­ro Lon­go­bar­di ermor­de­te. Ein „Mär­ty­rer der Näch­sten­lie­be“, auf den der Papst durch Bischof Galan­ti­no auf­merk­sam gemacht wur­de.
Dem Bedürf­nis der Men­schen nach dem Hei­li­gen, der Anbe­tung, dem Gebet und der Buße, stan­den in den ver­gan­ge­nen Mona­ten Gesten mit stark sozio­lo­gi­schem Bei­geschmack gegen­über. Auch die Rei­se nach Kala­bri­en wird neben dem vor­ran­gi­gen Grund einer selt­sa­men „Ent­schul­di­gungs­rei­se“ mit sozio­lo­gi­schem Bei­werk auf­ge­la­den.

Sakralität oder Soziologie: Eine Frage der Prioritäten?

So bleibt die Tat­sa­che, daß die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on in Rom, der Stadt der Päp­ste, erst­mals in der jün­ge­ren Geschich­te ver­waist blieb. Jesus Chri­stus im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment fand kei­nen Stell­ver­tre­ter Chri­sti, der vor ihm knie­te und ihn beglei­tet. Der Nach­fol­ger des Petrus schon­te sich, für einen an Bedeu­tung besten­falls „dritt­ran­gi­gen“ Pasto­ral­be­such in einer Klein­diö­ze­se. Die Men­schen dort wer­den sich zurecht über den Besuch freu­en, den­noch stellt sich die Fra­ge nach den Prio­ri­tä­ten. Die „exi­sten­ti­el­len Rän­der“ mögen von Bedeu­tung sein, mehr Bedeu­tung als dem Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment und den lit­ur­gi­schen Hand­lun­gen kommt ihnen aber nicht zu.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: RnS/Papa Ratz­in­ger

57 Kommentare

  1. Es ging doch nur dar­um, wie­der ein­mal alles anders zu machen. Der Papst ist nicht krank, son­dern hat­te ein­fach kei­ne Lust. Und die Medi­en loben ihn ja trotz­dem. Es wird nicht ein­mal, wie bei sei­nen Vor­gän­gern, die Fra­ge gestellt, wie lan­ge er aus gesub­dheit­li­chen Grün­den in der Lage sei, das Amt aus­zu­üben. Nun ja, er selbst mag wohl nicht mehr. Es gibt ja jetzt zwei Mona­te lang kei­ne Mes­se in San­ta Mar­ta. Sei­ne abend­li­che Anbe­tung, die er anfangs als so wich­tig vor den Medi­en beton­te, ist schon längst abge­schafft.

    • Ja, der Papst ist ein Medi­en­star, und Medi­en­stars haben ihre Allü­ren …

      Aller­dings ist der Papst auch noch, sei­ner Bestim­mung nach, Die­ner Got­tes und in die­sem Punkt hat er wie ich fürch­te gestern abend viel­leicht ein wenig zu hoch gepo­kert. Ich emp­fand es als eine gro­be Pro­vo­ka­ti­on. So steht ein Papst nicht vor der aus­ge­setz­ten Mon­stranz.

  2. Die nach­kon­zi­lia­re Kir­che mag die­ses Fest nicht, es sieht in ihm einen „Tri­um­pha­lis­mus“, es steht als Bestand­teil der Öku­me­ne auf einer Art “ Besei­ti­gungs­li­ste“. Ob man das Aller­hei­lig­ste Sakra­ment der Alta­res als sol­ches auch noch abschaf­fen wird, weil es die Pro­te­stan­ten nicht haben?

    • In den „katho­li­schen“ Staa­ten Spa­ni­en, Ita­li­en und Frank­reich ist es doch bereits abge­chafft, da die Men­schen dort lie­ber ARBEITEN und GELD ver­die­nen, als einen Tag frei zu haben und GOTT die­nen.

    • Sie sagen es @ wickerl! Und genau das ist auch das beab­sich­tig­te Signal hin­ter dem Ver­hal­ten Ber­go­gli­os: schaut her, ihr Fron­leich­nams­fest- und Trans­sub­stan­tia­ti­ons­ver­äch­ter, der Papst ist einer von Euch. Ermannt Euch doch und kämpft mutig gegen die­se alten katho­li­schen, ganz und gar pela­gia­ni­schen Zöp­fe. Und: von wegen die „Ent­schul­di­gung“ sei rei­ne Rhe­to­rik! Ber­go­glio denkt wirk­lich, dass das Volk der eigent­li­che Trä­ger gött­li­cher Voll­macht ist, er ist Febro­nia­nist, des­halb kniet er lie­ber vor Men­schen, als vor einer Gott bezeich­nen­den Hostie, des­halb muss er das Volk bit­ten, dass es Gott bit­ten möge, damit er es seg­nen kön­ne und des­halb muss er sich beim Vol­ke Got­tes als Papst für sei­ne Ent­schei­dun­gen auch ent­schul­di­gen. Es ist eine voll­stän­dig auf den Kopf gestell­te „Theo­lo­gie“, die Ber­go­glio immer unge­nier­ter aus­lebt.

  3. Na ja, die Römer haben die Kir­che ver­las­sen, als sie sich der Revo­lu­ti­on Gari­bal­dis ange­schlos­sen haben…

    So kommt halt das eine zum ande­ren.

  4. Ich ver­ste­he die Ent­schei­dun­gen nicht. Da hat man die Mög­lich­kei­ten ein gro­ßes Fest zu machen, ein Jubi­lä­um. Und just an die­sem Jubi­lä­um fehlt erst­ma­lig der Papst vor der Mon­stranz.

    „Das Fest der leib­li­chen Gegen­wart Chri­sti in der Eucha­ri­stie wur­de erst­mals 1246 im Bis­tum Lüt­tich gefei­ert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bul­le Tran­si­turus de hoc mun­do zum Fest der Gesamt­kir­che erho­ben. Unter ande­rem schrieb Urban IV.: „Wir haben es daher, um den wah­ren Glau­ben zu stär­ken und zu erhö­hen, für recht und bil­lig gehal­ten, zu ver­ord­nen, dass außer dem täg­li­chen Andenken, das die Kir­che die­sem hei­li­gen Sakra­ment bezeigt, alle Jah­re auf einen gewis­sen Tag noch ein beson­de­res Fest, näm­lich auf den fünf­ten Wochen­tag nach der Pfing­stok­tav, gefei­ert wer­de, an wel­chem Tag das from­me Volk sich beei­fern wird, in gro­ßer Men­ge in unse­re Kir­chen zu eilen, wo von den Geist­li­chen und Lai­en voll hei­li­ger Freu­de
    Lob­ge­sän­ge erschal­len“. Quel­le: Wiki­pe­dia

    • 1264 wur­de das Fron­leich­nams­fest für die gesam­te Kir­che von Papst Urban IV. ein­ge­führt. 2014 ist das 750. Jubi­lä­um die­ser Ein­set­zung.

  5. Das Aller­hei­lig­ste Sakra­ment ist für Ber­go­glio nichts, wovor man knien müß­te, aber alles Ande­re schon.

      • @ Dax: Mei­ne Aus­sa­ge ist eine unschwer nach­prüf­ba­re Fest­stel­lung und kei­ne Beur­tei­lung. Ich kann nichts dafür, dass es halt mal so ist. Für Jub­ler dürf­te das aber kein Pro­blem sein, denn ich bin mir sicher, dass die­sel­ben Ber­go­glio sogar zustim­men wür­den, wenn er ver­kün­det, der Schnee wäre grün. Christ­li­che Näch­sten­lie­be bedeu­tet aber nicht, dass man die Ver­nunft völ­lig aus­schal­tet, son­dern einen kla­ren Blick für die Rea­li­tä­ten behält. Inso­fern lau­fen all die Ver­su­che ins Lee­re, die­sen bösen Usern hier Haß und Bos­haf­tig­keit gegen­über Ber­go­glio zu unter­stel­len. Als Katho­lik bin ich vor mei­nem Gewis­sen ver­pflich­tet, auf Gefah­ren oder Unklar­hei­ten gegen­über unse­rem hei­li­gen katho­li­schen Glau­ben hin­zu­wie­sen. Augen zu und durch- das funk­tio­niert nicht mehr. Die Per­son­wür­de Ber­go­gli­os tastet in die­sem Zusam­men­hang hier nie­mand an- sei­ne Amts­füh­rung jedoch steht auf einem ande­ren Blatt.

    • Lei­der haben Sie da voll­kom­men recht. Wir soll­ten beten, dass der Herr sei­ne hei­li­ge Kir­che bald von die­sem Übel erlöst.

    • sehr schade.Dass die Knie­beu­ge im gal­li­ka­ni­schen Ritus-zu erse­hen in den Lit­ur­gien der Kart­häu­ser und Cister­tien­ser-in einem nie­de­ren Rang steht zur tie­fen pro­fun­den Ver­nei­gung des gan­zen Kör­pers ist diskussionslos.Denn im pro­fa­nen Gebrauch muss­te man vor jeder Obrig­keit oft zu jeder Zeit zum Zei­chen der Unter­wür­fig­keit niederknieen.Bekannte in Russ­land erzähl­ten mir, wie ihre Vor­fah­ren zur Zeit der Leibeigenschaft,wenn deren Herr­schaft mit dem Schlit­ten vor­über­fuhr sich gesenk­ten Blickes in den Schnee knie­en mussten.Daher waren sol­che Gesten-im Gegen­satz zur Inkli­na­ti­on oft obso­let
      Aber dage­gen in der römi­schen Lit­ur­gie ist die Knie­beu­gung fester Bestand­teil-das rech­te Knie wird vor Gott, das lin­ke vor des­sen Vertreter(BIschof etc) gebeugt.Wenn der Papst jedoch wie oben vor dem Cha­ris­ma­ti­ker oder der Mus­li­ma bei der Fuss­wa­schung niederkniet,dann ver­steht das das ein­fa­che gläu­bi­ge Volk-wie ich als ein­fach gestrick­te See­le-ein­fach nicht.Für mich ist das dann die Kniee vor dem Baal gebeugt.Da müs­sen wir ein­facht tief durchatmen,der jetz­ti­ge Papst hat eben ande­re Vor­zü­ge und Stär­ken-er ist eben ein ech­ter Jesu­it durch und durch.Doch die­se Din­ge sind ernst,deshalb ore­mus pro pon­ti­fice nostro Fran­cis­co et pro anima­bus pau­per­ri­bus nostris qui vehe­men­ti desi­de­rio sitiunt:quam dilec­ta taber­nacu­la tua domi­ne vir­tutum con­cu­p­i­s­cit et defi­cit ani­ma mea in atria domini.cor meus et caro meo exul­ta­ver­unt in deum vivum eten­im pas­ser inve­nit sibi domum et tur­tur nidum sibi ubi ponat pullos suos-alta­ria tua domi­ne virtutum.ps84.sec vulg.

  6. Man erzäh­le doch nichts. Das war doch wie­der typisch Ber­go­glio, dass er an der Pro­zes­si­on nicht teil­ge­nom­men hat. Etwas Ande­res wäre ja fast zu nor­mal gewe­sen.

  7. Ja, Johan­nes Paul II. war ein glau­bens­star­ker Mann. Da war alles echt an ihm. Und sei­ne Glau­bens­kraft half ihm auch, sei­ne kör­per­li­chen Schwä­chen zu über­win­den und nicht vom Kreuz her­ab­zu­stei­gen. Wenn ich noch dar­an den­ke, dass er Kar­frei­tag beim Kreuz­weg im Colos­se­um das Kreuz anfangs alle Sta­tio­nen ganz selbst­ver­ständ­lich eigen­hän­dig getra­gen hat, spä­ter noch eini­ge, dann nur noch die erste und letz­te Sta­ti­on, als es gar nicht mehr ging, hat er wenig­stens das Kreuz am Ende emp­fan­gen und es in die Höhe gehal­ten. Ber­go­glio hat 2014 das Kreuz kein ein­zi­ges Mal ange­fasst. Dem Anlass unan­ge­mes­sen gut gelaunt plau­dernd und Hän­de schüt­telnd stieg er aus sei­nem Auto, lief ein paar Schrit­te zu sei­nem Stuhl und da blieb er wie ein­ge­schla­fen hocken. Kaum war der Kreuz­weg zu Ende, war er auch schon ver­schwun­den, kein Wort zu den Men­schen mit den bren­nen­den Ker­zen, kein Gruß, nichts.. Furcht­bar..

  8. Was sagen die Papst­jub­ler­por­ta­le? „Papst Fran­zis­kus wird die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on dele­gie­ren“ — dazu kamen ein paar kri­ti­sche Kom­men­ta­re, die alle­samt bis heu­te abend gelöscht waren.
    Danach kam nichts mehr. Kein Bericht, kein Video zur Fron­leich­nams­pro­zes­si­on wie in den Jah­ren zuvor. Öde Lee­re. Die Papst­jub­ler scheint die römi­sche Fron­leich­nams­pro­zes­si­on nur zu inter­es­sie­ren, wenn der Star­papst dabei ist, das Idol, andern­falls — kein Inter­es­se?

    Ich glau­be, jetzt zeigt sich lang­sam, wo der ein­zel­ne steht, was für ihn an erster Stel­le steht. Der Papst oder der Eucha­ri­sti­sche Herr? Der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden oder der Herr sel­ber?

    • Ich hat­te dort auch einen kri­ti­schen, jedoch äusserst sach­li­chen Kom­men­tar abge­ge­ben und die Ent­schei­dung Papst Fran­zis­kus hin­ter­fragt.
      Abends nahm ich erschrocken wahr, dass sämt­li­che Kom­men­ta­re, wie Sie schon sag­ten, gelöscht waren.
      Aber im Gegen­satz zu Ihnen, ver­mu­te ich einen ande­ren Grund.
      Man weiß dort genau, dass die vor­ge­brach­ten kri­ti­schen Argu­men­te nicht von der Hand zu wei­sen sind und ihre Berech­ti­gung haben.
      Sämt­li­che Kom­men­ta­re, zumin­dest die­je­ni­gen, die zum Lesen frei­ge­ge­ben wur­den, waren mode­rat im Ton und es hät­te m.E. kei­nen Grund gege­ben, sie zu löschen.

      • Ich fin­de das erschüt­ternd. Man bekommt das Gefühl, daß besag­ter Sei­te, die sonst alle Vide­os ins Netz stellt, es lie­ber ist, kei­ne Fron­leich­nams­pro­zes­si­on als eine ohne den Star-Papst. Die Sache wird igno­riert, das Fest wird aus­ge­blen­det. Es exi­stiert nicht für die Papst­jub­ler, wenn er nicht dabei ist.
        Viel­leicht hat aber auch das Bild, das er abgab, sein stu­res Ste­hen vor der Mon­stranz, doch eini­gen Leu­ten zu den­ken gege­ben.

  9. Fron­leich­nam als Fest des Aller­hei­lig­sten Sakra­ments, zutiefst ver­bun­den mit dem öffent­li­chen Beken­nen und Zei­gen des Glau­bens an die Trans­sub­stan­ti­on und die Real­prä­senz, Fest­punkt der Hl. Römisch­ka­tho­li­schen Kir­che gegen den Pro­te­stan­tis­mus und gegen die heid­ni­sche Ideo­lo­gien des 19. und 20. Jahr­hun­derts, zugleich auch zutiefst ver­an­kert im Volks­glau­ben und in der Volks­fröm­mig­keit, ist ein Sta­chel im Flei­sche der Moder­ni­sten, der Revo­lu­tio­nä­ren und aller die den Glau­ben total umstür­zen möch­ten.
    Der bel­gi­sche moder­ni­sti­sche Kar­di­nal Sue­n­ens (lei­der total tot­ge­schwie­gen) beschrieb das 2. Vati­ca­num als „1789“ der Kir­che, Y. Con­gar ging noch wei­ter und sprach von „1917“; da weiß man an sich genug.
    Die­se Absa­ge der Teil­nah­me an der Fron­leich­nams­pro­zes­si­on ist kein soli­tä­res Ereig­nis, son­dern ist zu sehen in dem Rah­men eines immer kräf­ti­ger wer­den­den von oben ver­ord­ne­ten und durch­ge­führ­ten Zer­rüt­tungs- und Ver­nich­tungs­pro­zess des Glau­bens und der Hl. Kir­che.
    Sehr viel ober­fläch­li­ches Thea­ter, sehr viel Schwei­gen (auch Pater Lom­bar­di sagt immer weni­ger), sehr viel Feig­heit und Weg­se­hen (da den­ke ich an die Fran­zis­ka­nen der Imma­col­la­ta), sehr wenig theo­lo­gi­scher Tief­gang, Sinn für Schön­heit und Lit­ur­gie- und sehr viel, immer mehr Cha­os.
    Na bra­vo- das wird noch lustig wer­den!
    Tibi Chri­ste sple­ndor Patris

  10. Der erste Beter der Kir­che hat das Schiff ver­las­sen, damit fehlt eine der drei Säu­len die Don Bos­co beschrie­ben hat.
    Die vor­ge­scho­be­nen Grün­de sind der­ar­tig schwach, dass eigent­lich jeder Glau­ben­de in der Lage sein soll­te, den Fre­vel zu ent­lar­ven.

    Viel lie­ber ver­kün­det Papst Ber­go­glio sein sozia­les Evan­ge­li­um, und die Welt hat eine Gau­di mehr.

    Möge eine Buß­wall­fahrt zum Kost­bar­sten Blut am Sams­tag ein wenig die­se Fin­ster­nis abschwä­chen, die sich wie Smog auf Rom gelegt hat.

  11. Hopp­la, ich stau­ne über die­ses Foto! Man hört der Papst kön­ne nicht auf die Knie, weil er Rücken­be­schwer­den habe. Er hat es in San­ta Maria Mag­gio­re vor dem Altar nicht getan. Aber wie man sieht, hat das bei den Cha­ris­ma­ti­kern doch wun­der­bar geklappt !

    • Könn­te es sein, wenn man der Papst mit nur einem klei­nen Vor­schuss an Ver­trau­en begeg­net, dass es ein­fach Tage gibt, an die der Papst es nicht schafft, sich hin­zu­knien? Eben wegen Rücken­schmer­zen? Und: Nicht nur bei der Cha­ris­ma­ti­schen Erneue­rung: Bei der Hl. Beich­te vor weni­gen Wochen knie­te er auch hin im Peters­dom, solan­ge er die­ses Sakra­ment emp­fang. Sie­he:

      http://www.lanacion.com.ar/1676162-el-papa-francisco-se-confiesa-de-rodillas-en-el-vaticano

      Ich fra­ge mich, war­um sol­che Fotos und Nach­rich­ten auf die­ser Sei­te nie zu sehen sind… Kooooo­misch, komisch.…

      • „Nur mit einem klei­nen Vor­schuss an Ver­trau­en“-
        Mal ganz abge­se­hen vom Knien — ist es nicht unge­heu­er­lich, daß der Papst sich zur schwarm­gei­sti­gen (dämo­ni­schen) Pfingst­ler-Sek­te begibt und sich mit deren IRRLEHREN iden­ti­fi­ziert? Der ober­ste Hir­te, der die Pflicht hat, die Scha­fe zu wei­den?

      • Knien kann der nar­ziß­ti­sche Herr nur vor kri­mi­nel­len Häfen­brü­dern, Häre­ti­kern, Moham­me­da­nern und Juden wenn ihn die Kame­ra dabei filmt. Die Gegen­wart des gött­li­chen Hei­lands scheint ihm dage­gen so uner­träg­lich zu sein, daß er es nicht schafft, in die Knie zu gehen oder den Herrn öffent­lich zu ehren. Den Applaus der Mas­se möch­te er doch lie­ber für sich und sei­ne Auf­trag­ge­ber ein­heim­sen, um die neue Welt­ein­heits­re­li­gi­on zu eta­blie­ren — und dort wird es kein Fron­leich­nams­fest mehr geben!

      • Die Beich­te ist eine sehr per­sön­li­che Ange­le­gen­heit und ich muss Ihnen sagen, dass mich ein unan­ge­neh­mes Gefühl beschlich, als Papst Fran­zis­kus vor den Augen der Kame­ra hin­knie­te und sei­ne Beich­te ableg­te.
        Natür­lich, man kann dies posi­tiv wahr­neh­men und als Wer­bung für die Beich­te bezeich­nen.
        Bei mir kam es so an, dass Papst Fran­zis­kus sich dadurch in den Mit­tel­punkt stel­len woll­te.
        Ob es sei­ne Absicht war oder nicht, möch­te ich nicht beur­tei­len.

        Ich kann mich jeden­falls nicht erin­nern, jemals Zeu­gin einer für alle sicht­bar abge­leg­ten Beich­te Papst Bene­dikts gewe­sen zu sein.

      • Lie­ber Thy­me!
        Die Cha­ris­ma­ti­ker sind auch nicht mei­nen „Cha­ris­ma“, eben­so­we­nig wie die Neu­ka­te­ku­me­na­len oder die Pius­brü­der — aber ich habe die Pflicht, sie alle zu lie­ben, und ihren Weg nach Gott zu respek­tie­ren (obwohl ich mich auch nicht damit iden­ti­fi­zie­ren kann).
        Eine Sache, ist das sie einem unsym­pa­thisch sind, ande­re Sache ist, sie zu ver­teu­feln. Ich war ein paar Mal bei den Gebets­aben­de der Cha­ris­ma­ti­ker — gefällt mir auch nicht, WIE sie es machen, aber WAS sie machen ist bitt­schön ganz rich­tig. Sie beten den Herrn in der Eucha­ri­stie wirk­lich an, das kann ich Ihnen ver­si­chern…

  12. Das, was wir jetzt erle­ben müs­sen mit dem Blick nach Rom, es war geplant. Schon lan­ge vor dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil.
    Der letz­te wirk­lich hei­li­ge Papst, Pius X., hat ein­drucks­voll mit sei­ner gro­ßen Enzy­kli­ka „Pas­cen­di“ und mit sei­ner Anord­nung an die Bischö­fe, dis­zi­pli­na­ri­sche Maß­nah­men gegen die Moder­ni­sten zu ergrei­fen, wirk­sam gegen die­se schlei­chen­de Ent­wick­lung gekämpft. Die­se Ver­bin­dung, die Ver­ur­tei­lung von häre­sie­be­gün­sti­gen­den Theo­rien und das Ergrei­fen dis­zi­pli­na­ri­scher Mit­tel gegen die Irr­leh­rer, wur­de lei­der nicht mehr fort­ge­führt.
    Es geht nicht dar­um, die nach­fol­gen­den Päp­ste zu beschul­di­gen. Sie waren nicht nur mit zwei Welt­krie­gen kon­fron­tiert, son­dern mit zwei Ideo­lo­gien, die die Kir­che ver­nich­ten woll­ten: Bol­sche­wis­mus, Natio­nal­so­zia­lis­mus. So etwas bin­det Kräf­te.
    Und eine Kir­che, die „theo­lo­gisch ermü­det“, die behä­big wird, kann auch ein Papst nicht mehr „ret­ten.“
    Die Kon­zils­vä­ter schließ­lich waren kei­ne gebo­re­ne Revo­luz­zer, wenig­stens nicht in ihrer gro­ßen Mehr­heit. Wenn ein erfah­re­ner Kar­di­nal, wie Kar­di­nal Frings, an den Lip­pen des jun­gen hoch­be­gab­ten Bera­ters Pro­fes­sor Joseph Ratz­in­ger hängt, ohne ihn theo­lo­gisch zügeln zu kön­nen, dann wirft das ein Licht auf die offen­sicht­lich defi­zi­tä­re Theo­lo­gie, die er gelernt hat, die ihn umgab. Nicht nur ihn, son­dern die Mehr­heit der Kon­zils­vä­ter.

    Offen­sicht­lich war das Kon­zil von Tri­ent ver­blasst, das Kreuz, als katho­li­sches Zen­tral­sym­bol, war über­all zu sehen, doch es hat­te kei­ne ver­bind­lich leben­di­ge Kraft mehr. So stellt es sich min­de­stens für Nach­ge­bo­re­ne dar.

    Auf dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil för­der­ten die Päp­ste die Neo­mo­der­ni­sten, das Unheil nahm end­gül­tig sei­nen Lauf.

    Wir sind bei Ber­go­glio ange­langt. Und das Grau­en ist: Es wird noch schlim­mer. Er mutet uns im Augen­blick noch nicht alles zu. Wir müs­sen uns auf alles gefasst machen, was es auch sein wird.

    • „Der letz­te wirk­lich hei­li­ge Papst, Pius X…“
      Seit wann haben Sie Voll­macht zu bestim­men, wer wirk­lich hei­lig ist und wer nicht, sehr geehr­ter Zeit­los? Ich glaub­te, so eine Voll­macht hat­ten nur die Päp­ste (im Übri­gen im Zusam­men­hang mit ihrer Unfehl­bar­keit…). Glau­ben Sie etwa nicht, dass Johan­nes Paul II und Johan­nes XXIII hei­lig sind? Ich mei­ne, das ist „wirk­lich“ Katho­li­sche Leh­re, an die man fest­hal­ten MUSS, als Katho­lik…

      • Kano­ni­sa­tio­nen die nicht nach den kano­ni­schen Regeln durch­ge­führt wer­den, kön­nen auch kei­nen Anspruch auf Unfehl­bar­keit erhe­ben, da die­se nur unter genau defi­nier­ten Umstän­den ein­tritt. Sowe­nig die­ses Cha­ris­ma dem röm. Pon­ti­fex gege­ben ist, um neue Leh­ren zu erfin­den, sowe­nig ist sie ihm auch gege­ben, um aus rein ideo­lo­gi­schen Grün­den der Kon­zils­kir­che eine Legi­ti­ma­ti­on durch für hei­lig erklär­te Grün­der­vä­ter zu ver­schaf­fen. Daher wird ein wahr­haft katho­li­scher Papst die­se Pro­zes­se zu sei­ner Zeit revi­die­ren müs­sen.

      • Ent­schul­di­gung, dass ich mich ein­mi­sche!
        “ Katho­li­sche Leh­re, an die man fest­hal­ten MUSS, als Katho­lik.…“
        Für mich ist die­se Hei­lig­spre­chung null und nich­tig -
        der Eine hat das unsäg­li­che Kon­zil eröff­net und gemein,t man müs­se alles Alte beim Fen­ster hin­aus­wer­fen, der Ande­re hat in die­ser Rich­tung auch gut gear­bei­tet und Häre­si­en ver­brei­tet. Ach wären die­se Päp­ste doch bei der Katho­li­schen Leh­re geblie­ben, dann wäre alles gut !!!

      • Sehr geehr­ter Dax,
        was hal­ten Sie von die­sem Dic­tum eines berühm­ten Hei­li­gen?:
        „Wir müs­sen, um in allem das Rech­te zu tref­fen, immer fest­hal­ten: ich glau­be, dass das Wei­ße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die Hier­ar­chi­sche Kir­che es so defi­niert.“

      • Mei­ne Her­ren, ganz ruhig!

        Ich hät­te nur ger­ne ver­stan­den:

        @ Catho­li­cus: 1) War­um waren die­se Hei­lig­spre­chun­gen nicht kano­nisch durch­ge­führt? 2) (auch @ Thome) Dass ich wüss­te, kein Doku­ment des 2. Vati­ka­nums (nicht mal die für man­che sehr umstrit­te­nen „Nostra Aeta­te“ und „Uni­ta­tis red­in­te­gra­tio“) haben irgend­ein Katho­li­schen Dog­ma wider­spro­chen. Wenn Sie der Mei­nung sind, dass dies so ist, wür­de ich ger­ne wis­sen, kon­kret, um wel­che Dog­men sich han­delt… Viel­leicht bin ich ja nur so ver­wirrt…

        Und im Übri­gen: Wenn die­ser Papst nicht mehr der Fels ist (das wür­de für mich hei­ßen, dass sei­ne Dog­ma­ti­sche Akte — in dem Fall die Hei­lig­spre­chun­gen — ungül­tig sind, wie Sie mei­nen), wür­de es ein Zei­chen sein, dass die Pfor­te der Höl­le die Hei­li­ge Kir­che über­wäl­tigt haben — dar­an kann ich nicht glau­ben, des­we­gen wäre die Ungül­tig­keit der Hei­lig­spre­chun­gen für mich einen unlös­ba­ren Wider­spruch. Wie kön­nen Sie die­sen Wider­spruch lösen? Auf die­se Fra­ge hat mir noch kei­ner eine ver­nünf­ti­ge Ant­wort geben kön­nen…

      • @ Leo Lämm­lein:

        Wel­cher Hei­li­ger? Das klingt eher nach Wil­helm von Ock­ham…
        Aber dies wür­de auch eine Lösung für die Hei­lig­spre­chun­gen Johan­nes Paul II und Johan­nes XXIII sein: Ein Hei­li­ger kann hei­lig sein AUCH WENN er dann und wann als Mensch sinn­lo­ses sagt. Nicht alles, was ein Hei­li­ger sagt oder macht, ist unfehl­bar. Näm­lich fast nichts. Und sie sind trotz­dem bei Gott. Viel­leicht gera­de des­we­gen.

        Ich hal­te nicht viel vom Zitat, wie Bene­dikt XVI in sei­nem gan­zen Pon­ti­fi­kat ver­tei­digt hat, der Glau­be ist ja in erster Linie ver­nünf­tig, nicht will­kür­lich. Wenn die Kir­che ein Dog­ma erklärt, ist dies nicht weil die Kir­che es so „defi­niert“ (auch wenn die­ses Wort dazu ver­wen­det wird, in deut­scher Spra­che) son­dern viel­mehr weil sie bestä­tigt, kraft der ihr von Gott gelie­he­nen Voll­macht, dass das so ist und nicht anders, dass das zur offen­bar­ten Wahr­heit gehört.

        Des­we­gen ver­ste­he ich die Ein­wän­de gegen die Hei­lig­spre­chun­gen Johan­nes Paul II und Johan­nes XXIII nicht. Dies ist ein Dog­ma­ti­scher Akt, von Wun­der belegt (!). Die­se bei­den Her­ren sind im Him­mel. Das ist mein Glau­be als Katho­lik. Im Übri­gen es ist im Fal­le JPII beson­ders klar, denn er wur­de unmit­tel­bar nach sei­nem Tod qua­si (Ach­tung, ich habe qua­si geschrie­ben!) per vox popu­li hei­li­gegs­pro­chen — genau wie es in den ersten Jahr­hun­der­ten der Kir­chen­ge­schich­te der Fall war.

      • Herr Dax, der Hei­li­ge, dem die­ser Spruch, den Herr Laemm­lein zitiert, zuge­schrie­ben wird, ist Igna­ti­us von Loyo­la. Im Ori­gi­nal lau­tet er (Exer­zi­ti­en Nr. 365): „Deni­que, ut ipsi Eccle­siae catho­li­cae omni­no unani­mes con­for­mes­que simus, siquid, quod ocu­lis nostris appa­ret album, nig­rum illa esse defi­nie­rit, debe­mus iti­dem, quod nig­rum sit, pronun­tia­re.“ Eine Maxi­me, die im Kon­text des jesui­ti­schen Kada­ver­ge­hor­sams gewiß gut und rich­tig ist, aber eben­so gewiß nicht für jeden Katho­li­ken jeder­zeit und in jedem Fal­le gel­ten kann. In man­chen Fäl­len aber schon: Zwar gehört auch das Buch der Natur zur Offen­ba­rung, wenn aber in einem Fall die _verbindliche_ Leh­re der Kir­che oder auch die Hl. Schrift unse­rem Ein­druck von der Aus­sa­ge die­ses Buches wider­spricht, soll­ten wir unse­re eige­ne Erkennt­nis­fä­hig­keit hin­ter­fra­gen, nicht die der Kir­che oder die in der Schrift geof­fen­bar­te Wahr­heit. Wenn man es so liest, kann das Dik­tum des Hl. Igna­ti­us schon All­ge­mein­gül­tig­keit bean­spru­chen, es birgt jedoch auch die Gefahr, miß­ver­stan­den zu wer­den.

    • Sie haben es genau erfaßt.

      Ein klei­ner Vor­ge­schmack wie es wei­ter­ge­hen wird, sieht man auf der Web­site „Tho­mas“ der Uni­ver­si­tät Löwen: im Augen­blick wird alles was der Erz­bi­schof Léonard über das Wir­ken des Anti­christs und über die not­wen­di­ge Inhal­te und Eigen­schaf­ten eines guten Reli­gi­ons­un­ter­richts gesagt hat, syste­ma­tisch gelöscht.
      (Sehr gut doku­men­tiert auf der Web­site http://www.kavlaanderen.blogspot.be (Katho­li­sche Akti­on Flan­dern)).

  13. Kein Hoch­fest ver­geht, ohne dass wir ein Sakri­leg, eine Blas­phe­mie oder zumin­dest eine krän­ken­de Zurück­set­zung des Herrn Jesus Chri­stus durch den römi­schen Pon­ti­fex erle­ben. Wer kann da noch von Zufall reden.

      • Und sie zei­gen Wir­kung. Post­wen­dend. Nicht nur kath­net igno­riert die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on, auch die heu­ti­ge „Tages­post“ zeigt kein ein­zi­ges Bild, es wird mit kei­ner Sil­be erwähnt.
        So fan­gen die Katho­li­ken von sel­ber an, ihre eige­nen Tra­di­tio­nen, das Bekennt­nis zum Glau­ben in den Hin­ter­grund zu stel­len. Der Papst macht es vor.

  14. Ich fin­de es gut, daß Ber­go­glio uns immer wie­der deut­lich macht, was er ist, und vor allem was er NICHT IST! Das erleich­tert einem so man­ches! Gra­zie Jor­ge!

  15. DAS war ein sehr deut­li­ches Zei­chen von Papst Fran­zis­kus.
    Und ich den­ke, wir auf die­ser Sei­te haben es alle genau als das ver­stan­den, was es ist.

  16. Irgend­wie passt die­ses Ver­hal­ten bei der Fron­leich­nams-Pro­zes­si­on zum Papst. Das Bild des ver­wei­sten Aller­hei­lig­sten scheint mir den Zustand unse­rer Kir­che in einer nicht für mög­lich gehal­te­nen Klar­heit zu beschrei­ben. Ob da wohl der Hei­li­ge Geist selbst am Werk war, um die Gläu­bi­gen end­lich wach­zu­rüt­teln, dass wir auf dem fal­schen Weg sind?

  17. Ich bin zur Über­zeu­gung gelangt, es wer­den noch weit schlim­me­re Din­ge pas­sie­ren, die, so wie das bis­her Gesche­he­ne, von den Katho­li­ken ein­fach igno­riert wer­den. Was die Main­stream-Medi­en berich­ten wird schon rich­tig sein, denkt man sich. Ver­schwö­run­gen kön­nen ja gar nicht sein, und wer doch dran glaubt ist ein Spin­ner. Und der Papst ist ja des Amtes wegen unfehl­bar.
    So den­ken sie, aber sie irren sich…

  18. Wir rich­ten gera­de für die klei­ne Fron­leich­nams­pro­zes­si­on mor­gen die Altä­re her und gro­ßes Gesprächs­the­ma ist Herr Ber­go­glio. Die Leu­te fra­gen sich alle, was das soll. Für alles und jeden hat er Zeit, aber nicht für den Höch­sten Herrn im Hei­lig­sten Sakra­ment. Naja- wenig­stens wir kön­nen noch katho­lisch Fron­leich­nam fei­ern- unser Pfar­rer hat sogar eine ver­bann­te Stro­phe von den Krea­tu­ren wie­der ins Pro­gramm mit hin­ein­ge­nom­men: „Ihr Fisch im Meer, ihr Tier im feld und was in Lüf­ten schwebt: Lob­sin­get dem in aller Welt, durch den ihr alle lebt. Hier ist er selbst, dies ist kein Brot, es ist der Herr, der wah­re Gott! Den lobet ohne End im die­sem Sakra­ment!“

  19. … die Pfor­ten der Höl­le wer­den die Kir­che nicht über­wäl­ti­gen. Höre oder lese ich immer wie­der mal. Das hat Gott gesagt, dann ist es so. Nur was man grad aus Rom erlebt, scheint so gar nicht zu die­ser Aus­sa­ge zu pas­sen.
    Dazu ist mir fol­gen­der Gedan­ke gekom­men. Was, wenn die Kir­che (im obi­gen Satz) nicht das Gebäu­de bezeich­net, son­dern Jesus Chri­stus selbst. Hat Jesus nicht gesagt, die Kir­che ist mein mysti­scher Leib auf Erden? Kann die Höl­le die sicht­ba­re Kir­che über­wäl­ti­gen: Ja. Kann die Höl­le den Sohn Got­tes über­wäl­ti­gen: Nein!
    Um es auf die Spit­ze zu trei­ben: Die hei­li­ge Eucha­ri­stie könn­te doch so ver­än­dert wer­den, dass unser Herr aus den Taber­na­keln ver­schwin­det? Was wür­de dann gesche­hen? Wür­de dann der Glau­be auf­hö­ren? Eigent­lich undenk­bar. Wäre es nicht eher so, dass der wah­re Glau­be, die wah­re Kir­che (die Jesus Chri­stus selbst ist), in den Her­zen des klei­nen Rests Gläu­bi­ger wei­ter­lebt?
    So gese­hen kann die wah­re Kir­che Got­tes nie­mals ster­ben oder unter­ge­hen.
    Aber ich bin kein Theo­lo­ge. Was denkt ihr?

    • Einer der Kom­men­ta­to­ren ‑lei­der weiß ich nicht mehr den Namen- äusser­te neu­lich den beun­ru­hi­gen­den Gedan­ken, dass Chri­sti Ver­hei­ßung, die „Pfor­ten der Höl­le“ wür­den die „Kir­che nicht über­wäl­ti­gen“, Sei­ner von Ihm ein­ge­setz­ten Kir­che gilt, nicht aber zwangs­läu­fig auch einem gera­de amtie­ren­den Papst gel­ten muss.
      Ich möch­te mich Papst Fran­zis­kus gegen­über nicht ver­sün­di­gen und so hof­fe ich, dass Chri­sti Ver­hei­ßung auch ihn und sei­ne Nach­fol­ger mit ein­be­zieht.
      Chri­stus ist unse­re Hoff­nung und unser Licht, nur ER!

    • Ver­ehr­te Cleo: Ich glau­be fest, dass die von Chri­stus ein­ge­setz­te Kir­che nie­mals von der Höl­le über­wäl­tigt wer­den kann, Frei­lich ist bei die­ser Ver­hei­ßung des Herrn nicht gesagt, in wel­cher äuße­ren Form und wel­cher Quan­ti­tät die Kir­che fort­be­steht. Gera­de am Sakra­ment der Eucha­ri­stie wird über­deut­lich, dass sicher nicht mehr in allen Taber­na­keln der Herr zuge­gen ist, weil der han­deln­de Prie­ster auch die Inten­ti­on haben muss, der wan­deln­de Prie­ster zu sein. Wer das bewußt aus­schließt (also die Eucha­ri­stie nur noch als zei­chen­haf­tes Mahl sieht und dies auch glaubt), wan­delt nicht mehr gül­tig. Sen­ti­re cum eccle­sia wird ganz sicher bei Ber­go­glio neu über­dacht wer­den müs­sen. Die äuße­ren Zei­chen des eucha­ri­sti­schen Glau­bens (sind es wirk­lich nur äuße­re Zei­chen?) hat er schon bei sich eli­mi­niert- die ersten tun es ihm schon im obli­ga­to­ri­schen Jubel­ge­hor­sam gleich- die Sub­stanz des Glau­bens an die Wesens­ver­wand­lung könn­te bei ihm fol­gen. Ich habe mitt­ler­wei­le nicht mehr die gering­sten Zwei­fel, dass er die Axt auch bei den Sakra­men­ten anlegt. Wenn dem so sein soll­te, ist kein Katho­lik mehr zum Gehor­sam ver­pflich­tet- denn mensch­li­che Geset­ze mag Ber­go­glio ändern kön­nen- aber bei von Gott ein­ge­setz­ten Sakra­men­ten hat er dafür weder die Voll­macht, noch das Recht. Bei der theo­lo­gi­schen Bil­dung Ber­go­gli­os bin ich mir aber nicht sicher, ob er zuwei­len über­haupt eine Ahnung davon hat, was er anrich­tet. Und wenn er sie hat, dann ist es umso schlim­mer. Jemand, der bewußt stän­dig die Glau­bens­wahr­hei­ten lächer­lich macht oder sie ver­dreht oder sie hin­ter­fragt, kann nicht dar­auf pochen, dass man ihm in den Irr­tum der Häre­sie womög­lich noch jubelnd folgt. Herr Ber­go­glio: Neh­men Sie end­lich ihr hei­li­ges Amt ernst und füh­ren sie die Kir­che in Treue zu Chri­stus durch die Fähr­nis­se die­ser Zeit ! Wir haben als Katho­li­ken das hei­li­ge Recht, dass man uns den Weg zum Him­mel zeigt und nicht irgend­ei­nen Schleich­weg zur Frei­mau­rei und deren Irr­tü­mern.

      • „Ich wer­de dir die Schlüs­sel des Him­mel­reichs geben; was du auf Erden bin­den wirst, das wird auch im Him­mel gebun­den sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Him­mel gelöst sein.“ (Mt.16)
        Unser Herr Jesus Chri­stus hat Petrus die Schlüs­sel anver­traut und hat sich damit unter sei­nen Stell­ver­tre­ter auf Erden gestellt.

        Die Demut unse­res Got­tes war von Anbe­ginn ein Ärger­nis für Tei­le sei­ner Geschöp­fe.

        So schreck­lich sich das Pon­ti­fi­kat von Papst Franz bis­her ent­wickelt, bis­her hat es kei­ne Ände­rung der Leh­re der Kir­che gege­ben und bereits in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten hat es Päp­ste gege­ben die schlech­te Hir­ten waren.

        Schlüs­seln sind nicht nur zum Auf­schlie­ßen, son­dern auch zum Ver­schlie­ßen da. Unvor­stell­bar dass ein Petrus­nach­fol­ger zu letz­te­rem fähig sein könn­te.

    • Das sehe ich auch so und es erscheint mir logisch. Jesus selbst tritt ja nicht mehr in Men­schen­ge­stalt auf Erden auf, son­dern wenn dann nur unsicht­bar und in Gei­stes­form, eben in der Eucha­ri­stie.
      Wenn Got­tes Gna­den durch ein Gebet wir­ken, so ist das zwar nicht sicht­bar, aber spür­bar. Ich den­ke, man wür­de den Unter­schied nach der Abschaf­fung der Eucha­ri­stie auf jeden Fall mer­ken, wenn man dar­auf ach­tet.

  20. Wor­auf bezieht sich die Aus­sa­ge oder genau­er die Zusa­ge Chri­sti“ Du bist Petrus der Fels und auf die­sen Fel­sen will ich mei­ne Kir­che bau­en und die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen“? Die­sem Satz ging das Bekennt­nis des Petrus vor­aus, Du bist der Chri­stus der Sohn des leben­di­gen Got­tes undd dar­auf folg­te die Aus­sa­ge Chri­sti. Danach ver­ste­he ich die Aus­sa­ge so: der Kern des Fel­sen ist der Glaube(nsschatz) der Kir­che . dass Jesus der Chri­stus der Sohn des leben­di­gen Got­tes ist . Die­ser Glau­be ist der Fels und ihn wer­den die Pfor­ten der Höl­le nicht über­wäl­ti­gen… so sehr sie auch gegen ihn anstür­men und ihn bekämp­fen.

  21. Papst F. ist ein Mei­ster der Spra­che des Kör­pers, der Hand­lun­gen und der Bil­der. Was bedeu­tet es also, wenn er von der Teil­nah­me an der Fron­leich­nams­pro­zes­si­on absieht und dem Herrn die Knie­beu­gen vor dem Aller­hei­lig­sten und bei der Wand­lung ver­wei­gert? Es ist kaum zu den­ken, furcht­bar zu schlie­ßen, dass er als Papst nicht mehr an die rea­le Gegen­wart unse­res Herrn in der Eucha­ri­stie glaubt. Sagt das alles viel­leicht: „Ihr könnt dar­an glau­ben, aber ohne mich“? Wie sind die­se Vor­gän­ge anders zu deu­ten? Und was sagt er in den Pre­dig­ten?
    Am Fron­leich­nams­tag pre­digt er vor allem über die Erin­ne­rung an Gott und sei­ne Lie­be. Beim Ange­lus am Sonn­tag, der äuße­ren Fei­er von Fron­leich­nam, spricht er über Jesus als Brot des Lebens. Er sagt: „Jesus betont, dass er nicht in die­se Welt gekom­men sei, um etwas zu geben, son­dern um sich selbst und sein Leben jenen als Nah­rung zu geben, die an ihn glau­ben. Unse­re Gemein­schaft mit dem Herrn ver­langt von uns als sei­nen Jün­gern, dass wir ihn nach­ah­men . … Bei jeder hei­li­gen Mes­se wer­den wir mit dem Leib Chri­sti gespeist und die Gegen­wart Jesu und des Hei­li­gen Gei­stes wirkt in uns.“ Da ist also die Rede von sei­ner Gegen­wart in uns, nicht aber in den eucha­ri­sti­schen Gaben! So könn­te es wohl auch jeder Pro­te­stant aus­drücken. Aber über das beson­de­re Geheim­nis von Fron­leich­nam, die rea­le Gegen­wart Jesu unter den Gestal­ten von Brot und Wein pre­digt er nicht. Das ist der Glau­be der katho­li­schen Kir­che. Glaubt er noch dar­an?

    • Naja, wenn Papst Fran­zis­kus wirk­lich gesagt hat:
      „Bei jeder hei­li­gen Mes­se wer­den wir mit dem Leib Chri­sti gespeist und die Gegen­wart Jesu und des Hei­li­gen Gei­stes wirkt in uns“
      …dann meint er mit dem Leib Chri­sti sicher­lich Jesus in der Eucha­ri­stie. Nur dass er statt dem Wort Brot das Wort Leib Chri­sti ver­wen­det. Ich den­ke, es gibt weit schlim­me­re Sager von ihm.

    • Könn­te man ihn nur fra­gen!

      Papst Fran­zis­kus gibt Rät­sel auf.
      Es ist die Auf­ga­be des Hir­ten, sei­ne Scha­fe zu hüten, nicht, sie im Kreis her­um­lau­fen zu las­sen.
      Jesus sinn­ge­mäß: „Wei­de mei­ne Läm­mer, wei­de mei­ne Scha­fe!“
      Er über­gab Petrus damit Ver­ant­wor­tung und die Pflicht zur Für­sor­ge.
      Und der Petrus von heu­te? Was tut er?

      • Erin­nern wir uns dar­an, was die Mut­ter­got­tes in La Salet­te sag­te: Rom wird Sitz des Anti­christs wer­den!
        Trau­en wir unse­rem gott­ge­ge­be­nen Ver­stand und unse­ren Augen. Bit­te kei­ne Augen­wi­sche­rei! Eines ist sicher, es wird fast alles zusam­men­bre­chen!

  22. Als der hei­li­ge Vater Papst Fran­zis­kus, das erste Mal auf den Bal­kon trat, nach sei­ner Wahl, hat­te ich den Satz im Her­zen: der Aus­ver­kauf der Kir­che hat begon­nen. Danach habe ich die gan­ze Nacht gelit­ten. Wo endet die­ser Aus­ver­kauf? Steht nicht bei Dani­el etwas dar­über, oder in der Offen­ba­rung? War­um gibt es jetzt 2 Mona­te kei­ne Mes­se mehr in San­ta Mar­tha?

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