Nuntius schreitet gegen Messfarce in Erzdiözese Wien ein

Krawattenpfarrer und Priesterrebell Walter Reichel(Wien) Weil der zustän­di­ge Erz­bi­schof Chri­stoph Kar­di­nal Schön­born in sei­ner Diö­ze­se nicht für Ord­nung sorgt, ist der Apo­sto­li­sche Nun­ti­us, Erz­bi­schof Peter Ste­phan Zur­brig­gen ein­ge­schrit­ten. Grund ist ein Meß­skan­dal in der Erz­diö­ze­se Wien. Im nie­der­öster­rei­chi­schen Kot­ting­brunn wur­de am Sonn­tag, dem 2. Juni 2013 statt der Heil­gen Mes­se eine Mess­f­ar­ce simuliert.

Mit Zustim­mung des abwe­sen­den Pfar­rers Wal­ter Rei­chel simu­lier­ten ein Mann und eine Frau in lit­ur­gi­schen Gewän­dern die Hei­li­ge Mes­se. Die Frau sprach sogar das Hoch­ge­bet. Einem Gläu­bi­gen wur­de es spä­te­stens an die­ser Stel­le zu bunt. Er pro­te­stier­te laut­stark in der Kir­che gegen den Skan­dal und ver­ließ die Far­ce-Mes­se. Sei­ne Anzei­ge bei den zustän­di­gen Stel­len fruch­te­ten jedoch nichts. Erz­bi­schof Kar­di­nal Schön­born betä­tig­te sich als „Vogel­strauß“ (Ari­el Levi di Gual­do, sie­he eige­nen Bericht Kir­che stöhnt nicht unter zuviel, son­dern zuwe­nig Auto­ri­tät – Der Fall Mar­tha Hei­zer) und blieb untä­tig. Schließ­lich griff nun der Apo­sto­li­sche Nun­ti­us in Öster­reich, Erz­bi­schof Zur­brig­gen ein und ver­lang­te von Kar­di­nal Schön­born die nöti­gen Maß­nah­men zu ergrei­fen, um das fre­vel­haf­te Spek­ta­kel abzustellen.

Wie sich her­aus­stell­te, ist es in dem knapp 40 Kilo­me­ter vor Wien gele­ge­nen Kot­ting­brunn „üblich“, daß Lai­en das Evan­ge­li­um vor­tra­gen und auch pre­di­gen. Begrün­det wird der Meß­skan­dal abwech­selnd mit „Prie­ster­man­gel“ und „Auf­wer­tung der Laien“.

Pfarrer gehört zu den „ungehorsamen“ Priestern

Pfar­rer Wal­ter Rei­chel gehört zu den Unter­zeich­nern des „Auf­rufs zum Unge­hor­sam“ der Prie­ster­re­bel­len um den ehe­ma­li­gen Wie­ner Gene­ral­vi­kar Hel­mut Schül­ler. Rei­chel, 1982 noch von Kar­di­nal Franz König zum Pfar­rer von Kot­ting­brunn ernannt, meint es mit sei­nem Rebel­len­tum ernst. In jedem „Got­tes­dienst“ läßt er in einer Für­bit­te um „Kir­chen­re­for­men“ beten. Was damit gemeint ist, kann man bei der Pfar­rer-Initia­ti­ve nachlesen.

Nach der Exkom­mu­ni­ka­ti­on von Mar­tha Hei­zer, der Vor­sit­zen­den des radi­kal­pro­gres­si­ven Ver­eins Wir sind Kir­che, die mit ihrem Ehe­mann zu Hau­se im Wohn­zim­mer (Diö­ze­se Inns­bruck) eine Mess-Far­ce fei­er­te, wird mit Kot­ting­brunn ein wei­te­rer Mes­skan­dal sicht­bar. Signal dafür, daß die Bischö­fe Öster­reichs teil­wei­se die Kon­trol­le über ihre Prie­ster ver­lo­ren haben und ihrer Visi­ta­ti­ons­pflicht nicht nach­ge­kom­men sind. Als der Nun­ti­us von Erz­bi­schof Schön­born eine Erklä­rung zum skan­da­lö­sen Vor­fall ver­lang­te, muß­te auch er zuge­ben, daß in Kot­ting­brunn eine „uner­laub­te und irre­füh­ren­de Form des Wort­got­tes­dien­stes“ statt­ge­fun­den hat­te, wenn­gleich er sich bei der Benen­nung des Skan­dals schwer tat. So schrieb der Kar­di­nal, bei dem „Got­tes­dienst“ sei in „sehr miss­ver­ständ­li­cher Wei­se eine Art Hoch­ge­bet“ gespro­chen worden.

Nach Fall Heizer und Kottingbrunn: Wieviel Mißstände gibt es in den Diözesen?

Die Simu­la­ti­on einer Mes­se zieht auto­ma­tisch die Exkom­mu­ni­ka­ti­on nach sich, wie der Fall Hei­zer zeig­te. Vor allem wer­den durch Far­ce-Mes­sen die Gläu­bi­gen um die Gna­den der Hei­li­gen Mes­se und des Kom­mu­nion­emp­fangs betro­gen, da es sich nur um eine Simu­la­ti­on han­delt, die in der Sub­stanz völ­lig wert­los ist.

Pfar­rer Rei­chel wur­de schließ­lich auf Drän­gen des Nun­ti­us von Kar­di­nal Schön­born nach Wien zitiert. Wie für Pro­gres­si­ve üblich kennt er kein Ein­se­hen. Er mini­miert und beharrt dar­auf, es habe sich um einen „Wort­got­tes­dienst mit Kom­mu­nion­fei­er“ gehan­delt. „Es sind ein­deu­tig kei­ne Wand­lungs­wor­te gespro­chen wor­den“, zitiert ihn die Tages­zei­tung Die Pres­se.

Betrug mit Meß-Simulation — Versagen der Bischöfe

Daß auch Wort­got­tes­dien­ste ein Betrug sind, wird auch von den Bischö­fen unter­schla­gen. Gegen­über den Gläu­bi­gen wird der Ein­druck der Gleich­wer­tig­keit mit einer Hei­li­gen Mes­se erweckt. Das beginnt bereits bei der Wort­wahl. In man­chen Pfar­rei­en ist nur mehr von „Got­tes­dienst“ die Rede, womit jeder Unter­schied zwi­schen Eucha­ri­stie­fei­er und Wort­got­tes­dienst ein­ge­eb­net wird. Regel­rech­ter Betrug herrscht vor, wenn Meß­sti­pen­di­en im Geden­ken an Ver­stor­be­ne für Wort­got­tes­dien­ste ange­nom­men wer­den, wie in den Pfar­rei­en mit zuneh­men­der Pra­xis fest­stell­bar ist. Die ver­schie­de­nen Stu­fen der Simu­la­ti­on füh­ren zur Vor­täu­schung eines Gna­den­flus­ses und stif­ten unter den Gläu­bi­gen Ver­wir­rung. Daß im Fall Kot­ting­brunn der Apo­sto­li­sche Nun­ti­us ein­grei­fen muß­te, damit sich etwas rührt, wirft ein bezeich­nen­des Licht auf den Zustand des öster­rei­chi­schen Episkopats.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Kottingbrunn

25 Kommentare

  1. Schwenk zur Diö­ze­se Basel: Nach einer Wort­got­tes­fei­er mit Kom­mu­ni­ons­pen­dung, gehal­ten durch den Gemein­de­lei­ter, einen Dia­kon, lob­te eine Besu­che­rin: „Das war jetzt aber eine schö­ne Mes­se!“ Dar­auf­hin klär­te sie mei­ne Bekann­te, eine from­me Katho­li­kin, auf: „Das war kei­ne Mes­se, denn eine Mes­se kann nur ein Prie­ster hal­ten.“ Dar­auf­hin die Mess­be­su­che­rin: „Aber es war trotz­dem eine schö­ne Mes­se!“ Das spricht für einen aktu­ell beschei­de­nen Stand katho­li­scher Volksbildung.

    Was Jahr­zei­ten betrifft, die im Rah­men von Wort­got­tes­dien­sten gehal­ten wer­den, oder auch sum­mier­te Jahr­zei­ten in Mess­fei­ern, so habe ich mich auf­klä­ren las­sen, dass die­se in Mis­si­ons­län­der abge­ge­ben wer­den, wo effek­tiv für jede Jahr­zeit eine Hl. Mes­se gele­sen wer­de als Sti­pen­di­um. Wenig­stens wer­de das so in unse­rer Gegen gehand­habt. Wie es anders­wo gehal­ten wird, ent­zieht sich mei­ner Kenntnis.

  2. Die bekann­te katho­li­sche Autorin Ida Fri­de­ri­ke Gör­res, gestor­ben Anfang der 1970er Jah­re, beklag­te noch zu ihren Leb­zei­ten den Ver­fall der bischöf­li­chen Auto­ri­tät, den die­se selbst durch Nichts­tun verursachten.
    Was hier beschrie­ben wur­de, läuft seit über 40 Jah­ren. Die vom 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil aus­drück­lich gewoll­ten natio­na­len Bischofs­kon­fe­ren­zen, nicht nur als orga­ni­sa­to­ri­scher Zusam­men­schluss bezüg­lich gemein­sa­mer gesell­schaft­li­cher Posi­tio­nen, son­dern als „geist­li­che, theo­lo­gi­sche Grö­ße“, neh­men dem ein­zel­nen Bischof mehr und mehr die Ver­ant­wor­tung ab. Stich­wort: Kol­le­gia­li­tät. Damit ist das Nichts­tun bezüg­lich der Lit­ur­gie­miss­bräu­che über­haupt nicht ent­schul­digt, doch der Blick auf die „Erst­ur­sa­che“ freigelegt. 

    Es wird immer deut­li­cher: Wenn das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil nicht auf den Prüf­stand kommt und sich recht­fer­ti­gen muss vor dem 2000jährigen Glau­ben der katho­li­schen Kir­che, geht der Nie­der­gang weiter.
    Doch damit ist zur Zeit immer noch nicht zu rech­nen. Ordens­leu­te, die das auch nur ganz vor­sich­tig ver­su­chen, wer­den bestraft, in dem ihr Orden zer­schla­gen wird.
    Die „Kon­zils­kir­che“ kann den Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta zer­schla­gen. Ihren Unter­gang kann sie den­noch nicht ver­hin­dern. Sie befin­det sich im Endstadium.

    Wir wis­sen nicht, was nach dem Ende der „Kon­zils­kir­che“ kommt. Doch wir haben die Ver­hei­ßung, dass die Pfor­ten der Höl­le die Kir­che nicht über­wäl­ti­gen. Die­ser Glau­be muss leben­dig erhal­ten blei­ben. Die Hoff­nung, dass Gott Bischö­fe erweckt, die nach dem Zusam­men­bruch die Trüm­mer besei­ti­gen, darf nicht ver­lo­ren gehen. Die Hoff­nung, dass es nach der Über­win­dung der Kon­zil­s­epo­che eine geläu­ter­te, gerei­nig­te Kir­che gibt, darf nicht auf­ge­ge­ben werden.

    • Viel­leicht ist das „Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil“ das Gol­go­ta des mysti­schen Lei­bes Christi.

      • „Viel­leicht ist das „Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil“ das Gol­go­ta des mysti­schen Lei­bes Christi.“
        Es könn­te durch­aus sein das die Kir­che den sel­ben Weg gehen muß wie ihr Chef. Blu­ten tut sie schon aus vie­lem Wun­den. Aber wehe denen die dar­an schul­dig gewor­den sind.
        Per Mari­am ad Christum.

  3. Wie kann man denn auch erwar­ten das sei­ne Emi­nenz Chri­stoph Kar­di­nal (Graf) Schön­born auch nur gegen einen ein­zi­gen Prie­ster des anti­ka­tho­li­schen, häre­tisch — schis­ma­ti­schen Ver­eins „Pfar­re­rinitia­ti­ve“ vor­geht, wenn die­se ja im End­ef­fekt nur sei­ne Erfül­lungs­ge­hil­fen sind? Man beach­te das er ja nicht den Inhalt des „Auf­ruf zum Unge­hor­sam“ kri­ti­sier­te, son­dern nur ein Wort, näm­lich das Wort Unge­hor­sam: Das sel­be betrifft ja auch den lit­ur­gi­schen Miss­brauch, denn Schön­born ist ja auch ein För­de­rer des­sel­ben. Bin ja gespannt was nun nach die­sen längst Über­fäl­li­gen Ein­schrei­tens der Nun­tia­tur gesche­hen wird, wird es Kon­se­quen­zen geben oder wer­den hier nur „Augen ausgewischt“? 

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  4. Es soll­te doch allen Hir­ten bekannt sein;
    aus dem Jah­re 2004:
    -
    „BISCHOFSSYNODE
    XI. ORDENTLICHE VOLLVERSAMMLUNG

    Die Eucha­ri­stie: 
    Quel­le und Höhepunkt 
    des Lebens und der Sen­dung der Kirche
    Lineamenta
    [.…]
    „Wann wird die Eucha­ri­stie gül­tig gefeiert?“

    30. Das Sakra­ment ist »ein spür­ba­res Zei­chen der hei­li­gen Wirk­lich­keit und sicht­ba­re Form der unsicht­ba­ren Gnade«.[111]
     Die­se Defi­ni­ti­on des Kon­zils von Tri­ent ist schein­bar nicht ver­al­tet, weil sie noch dazu dient, an die Ele­men­te zu erin­nern, aus denen not­wen­di­ger­wei­se das eucha­ri­sti­sche Sakra­ment zusam­men­ge­setzt ist: den geweih­ten Amts­trä­ger, die Emp­fän­ger und die spür­ba­re Geste.
    Was die Ele­men­te betrifft, so ist die Geste der Eucha­ri­stie nur mit dem Brot, mit dem Wein und eini­gen Trop­fen Was­ser mög­lich, die die Ver­ei­ni­gung des hei­li­gen Vol­kes mit dem Opfer Chri­sti ausdrücken,[112]
     obwohl für die Gül­tig­keit der Geste das Was­ser nicht erfor­der­lich ist.[113]
    Was die For­mel betrifft, sind für den katho­li­schen Glau­ben nur die Ein­set­zungs­wor­te wesent­lich und notwendig.[114]
    Der Zele­brant ist der gül­tig geweih­te Priester.[115]
     Die Eucha­ri­stie in gül­ti­ger Wei­se emp­fan­gen kön­nen nur die Getauf­ten, für die gemäß der latei­ni­schen Tra­di­ti­on der Gebrauch des Ver­stan­des erfor­der­lich ist, um so weit wie mög­lich die Glau­bens­ge­heim­nis­se zu ken­nen und mit rech­ter Absicht und Fröm­mig­keit die Eucha­ri­stie zu emp­fan­gen. Erfor­der­lich ist auch, im Stand der Gna­de zu sein, was man, nach einer began­ge­nen Tod­sün­de, durch die sakra­men­ta­le Beich­te wie­der erreicht.[116]

    Aus alle­dem wird ver­ständ­lich, daß die Lit­ur­gie kein Pri­vat­be­sitz ist, den man der eige­nen Krea­ti­vi­tät für die gemein­schaft­li­chen Fei­ern oder auch für die Fei­er mit weni­gen oder ohne Gläu­bi­gen unter­ord­nen kann.[117]
    [.…]
    -

  5. Da in der Römi­schen Kir­che beim Hei­li­gen Mess­op­fer das Blut Chri­sti für gewöhn­lich n i c h t den hin­zu­tre­ten­den Lai­en gespen­det wird (ent­ge­gen dem Auf­trag Chri­sti IHN auch in der Gestalt Sei­nes Ver­gos­se­nen Blu­tes zu emp­fan­gen — “ .… TUT DIES .. .“) ist für einen übli­cher­wei­se n i c h t in sei­ner Reli­gi­on g u t infor­mier­ten „Normal„Katholiken der gra­vie­ren­de Unter­schied zwi­schen einem Wort­got­tes­dienst (mit Kom­mu­ni­ons­pen­dung der in einem frü­he­ren Hei­li­gen Mess­op­fer kon­se­krier­ten Hostie) und dem Hei­li­gen Mess­op­fer vul­go Hei­li­ge Mes­se, nicht zwin­gend ein­sich­tig. Er emp­fängt ja auch wäh­rend des Hei­li­gen Mess­op­fers den Herrn n i c h t , wie vom Herrn ein­ge­setzt, b e i d e Gestal­ten, den Leib u n d das Ver­gos­se­ne Blut Chri­sti.. Und die mei­sten kon­se­krier­ten Hosti­en stam­men eben­falls aus frü­he­ren Hei­li­gen Mes­sen. Das macht natür­lich kei­nen Unter­schied wenn man sicher sein kann, daß sie auch wirk­lich kon­se­kriert wor­den sind!! ( Ich hat­te ein­mal in mei­nem Leben gra­vie­ren­de Zwei­fel auf Grund des sträf­lich sorg­lo­sen Umgangs mit einem über­bor­dend gefüll­ten Rie­sen­kelch ohne Deckel aus dem Hosti­en hät­ten her­aus­fal­len kön­nen auf dem durch Men­schen behin­der­ten Weg zum Volks­al­tar. Auf Grund der Lage des nun an einem klei­nen Sei­ten­al­tar befind­li­chen Sakra­mentsta­ber­na­kel hat­ten vie­le Mess­be­su­cher, die die sonn­täg­lich gebo­te­ne schö­ne Musik­dar­bie­tung mög­lichst ganz vor­ne genie­ßen woll­ten mit nach­träg­lich gehol­ten Stüh­len alles direkt ver­ba­ri­ka­diert …!! Es war ihnen ganz offen­sicht­lich nicht bewußt WER (oder viel­leicht auch nur was ???) jetzt zum Altar getra­gen wer­den soll­te. Und die Wand­lung war schon vorbei. )
    Mit einem Wort d e r Unter­schied ist das aktu­ell gegen­wär­tig gesetz­te Opfer Chri­sti am Kreuz in der voll­zo­ge­nen Ganz­hin­ga­be in Sei­nem Tod. Laut Pau­lus wird der Tod des Herrn ver­kün­det bis ER kommt.
    Die Natur des Wort­got­tes­dien­stes mit Kom­mu­ni­ons­pen­dung aus­schließ­lich des Lei­bes Chri­sti ent­behrt der Gegen­wär­tig­set­zung des voll­zo­ge­nen Kreu­zes­op­fers und der aktu­ell statt­fin­den­den Erlösung.
    Ich bin Laie und habe nicht stu­diert a b e r alles s o verstanden.
    Die fast sträf­li­che Auf­ga­be des Hei­li­gen Mess­op­fers zu Gun­sten eines beque­me­ren, weil nähe­ren Wort­got­tes­dien­stes mit Kom­mu­ni­ons­pen­dung o h n e gül­tig geweih­ten Prie­ster ist den mei­sten n i c h t wich­tig. Also haben sie nichts ver­stan­den und kei­ner gibt sich die Mühe sie wirk­lich und umfas­send zu leh­ren!!! Das ist mehr als traurig.
    Wenig­stens fällt der sog. Lai­en­kelch n i c h t mehr unter die Triden­ti­ni­sche Exkom­mu­ni­ka­ti­on. Die römi­sche Pra­xis hat sich aber noch immer nicht dem Auf­trag Chri­sti unterworfen !!!

    • Ist unter der Gestalt des Bro­tes nur der Leib Chri­sti gegenwärtig?

      Unter der Gestalt des Bro­tes ist nicht nur der Leib Chri­sti gegen­wär­tig, son­dern der Hei­land ganz und leben­dig, mit Leib und See­le, mit Fleisch und Blut, mit Gott­heit und Menschheit.

      Der Hei­land hat das Altarsa­kra­ment unter zwei Gestal­ten ein­ge­setzt wegen des Opfers. Die zwei getrenn­ten Gestal­ten sol­len andeu­ten, dass sein Blut ver­gos­sen und vom Leib getrennt wurde.

      (Katho­li­scher Kate­chis­mus, Basel 1947, Fra­ge 214.

  6. Wenn ich den eng­li­schen Kom­men­tar rich­tig ver­stan­den habe wird von mir eine Abschwä­chung mei­nes gera­de gesen­de­ten Bei­tra­ges erwar­tet. Wenn ich die Ein­set­zungs­wor­te Chri­sti beim „Letz­ten Abend­mahl“ wirk­lich ernst neh­me als Wor­te und Auf­trag mei­nes Herrn und Got­tes kann ich das lei­der nicht. Ich habe mich nicht unhöf­lich oder schimp­fend geäu­ßert son­dern mei­ner trau­ri­gen Betrof­fen­heit Aus­druck ver­lie­hen. Ich weiß, daß mir durch den Emp­fang des Herrn aus­schließ­lich in Gestalt Sei­nes Lei­bes n i c h t s aber auch gar nichts fehlt. Ich kann ja nichts dafür, daß die all­ge­mei­nes Pra­xis aus pasto­ra­len Grün­den ( sie­he KKK) die Spen­dung in einer Gestalt, im Gegen­satz zur Pra­xis der Ortho­do­xie, zur Norm erho­ben hat.
    Damit wird aber impli­ziert, daß die Pasto­ral Chri­sti ver­bes­se­rungs­wür­dig ist .….….…..

  7. Erstaun­lich ist es ja schon, das ein­mal auch der Stell­ver­tre­ter des „Bischofs von Rom“ hier in Öster­reich aktiv wird, denn was muss noch alles gesche­hen, damit end­lich die wah­ren Haupt­ver­ant­wort­li­chen, (und nicht deren Erfül­lungs­ge­hil­fen) der Lit­ur­gi­schen Miss­bräu­che, also die Ver­höh­ner und Ver­spot­ter Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che, zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen werden?

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Es gäbe weit häu­fi­ger Grund für den apo­sto­li­schen Nun­ti­us in sol­chen Fäl­len aktiv zu wer­den. Es ist gut, dass er es wenig­stens dies­mal getan hat. Aber wel­che Schau­der­ge­schich­ten sonst berich­tet wer­den, wo nicht ein­ge­grif­fen wur­de, dar­über lohnt es sich Gedan­ken zu machen. Jetzt mit dem Rücken­wind von der längst über­fäl­li­gen Exkom­mu­ni­ka­ti­on der Hei­zers wäre ja die Situa­ti­on noch bestens geeig­net dafür.

      • dhmg: Sie unter­schät­zen die Macht die sei­ne Emi­nenz Chri­stoph Kar­di­nal (Graf) Schön­born, die die­ser in Öster­reich aber auch im Vati­kan hat, lei­der sehr. Den Glau­ben sie den wirk­lich das „Schön­born“ Pfar­rer Wal­ter Rei­chel der ja die Erlaub­nis zu dem gan­zen gege­ben hat, und die­je­ni­ge die die­sen Fre­vel began­gen hat, Exkom­mu­ni­zie­ren wird? 

        Ja die Zeit wäre gün­stig aber es wird nicht gesche­hen, eben­so wie es Reif gewe­sen wäre, das die Lin­zer Diö­ze­se einen Bischof oder Weih­bi­schof mit Namen Ger­hard Maria Wag­ner erhal­ten hät­te, aber auch das Schön­born mit sei­nen Bezie­hun­gen in den Vati­kan ver­hin­dert. Sicher wür­de ich mich ger­ne eines bes­se­ren beleh­ren lassen. 

        Aber den­ken sie wie ein Schach­spie­ler einen oder eini­ge Züge wei­ter. Pfr. Schül­ler und sei­ne „Pfar­re­rinitia­ti­ve“ sind nun nach der Exkom­mu­ni­ka­ti­on der Hei­zers, die ja im End­ef­fekt nur das gemacht haben was im „Auf­ruf zum Unge­hor­sam“ gefor­dert wird, und das Ö Epi­sko­pat weis, das die­ser Auf­ruf schon seit lan­gen von Pfar­rern still­schwei­gend vom Epi­sko­pat in die Tat umge­setzt wur­den, mäch­tig unter Druck. Wenn nun auch noch einer ihrer Pfar­rer oder jemand der den sel­ben Fre­vel begeht wie im ob genann­ten Fall­bei­spiel, offi­zi­ell und öffent­lich Exkom­mu­ni­ziert wird , dann MUSS Schül­ler und die „Pfar­re­rinitia­ti­ve“ ein­fach regie­ren, denn anson­sten wür­den die­se wie Ver­rä­ter an ihren Kampf­ge­fähr­ten dastehen. 

        Es blie­be den anti­ka­tho­li­schen, häre­tisch, schis­ma­ti­schen Ver­ein also nur der Aus­weg, viel­leicht im Form eines „Auf­ruf zum Aus­tritt“ zu star­te und eines kön­nen sie mir Glau­ben, die­sen Auf­ruf und Neu­grün­dung einer neu­en Reli­gi­ons­ge­mein­schaft in Öster­reich, wür­de den Ö- Bischof gigan­ti­sche Kopf­schmer­zen berei­ten, weil sie wis­sen das vie­le ihrer Schäf­chen „Schül­ler“ ins Exil fol­gen wür­den und sie dadurch viel Geld ver­lie­ren wür­den sie­he „Zwangs­kir­chen­bei­trag“ und auch die Ö Poli­tik wür­de inner­halb die­se „Schüller‚sche“ Reli­gi­ons­ge­mein­schaft schnell aner­ken­nen, denn der Poli­tik ist die Kir­che schon seit 1789 ein Bal­ken im Auge. 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

        • Lei­der weiß ich über Schön­borns Macht sehr wohl Bescheid. Mei­ne Gedan­ken sind weit ein­fa­che­re als ihre.
          Ich mei­ne, so wie Nun­ti­us Zur­brig­gen in die­sem Fall(lt. Arti­kel) reagiert hat, könn­te er ruhig öfter reagie­ren. Dass er das nicht immer tun „dürf­te“ oder könn­te, ist natür­lich klar.

          Was sie über eine Grün­dung einer kir­chen­frem­den Reli­gi­ons­ge­mein­schaft mei­nen, ist mir in die­sem Fall zu theo­re­tisch, schweift mir zu sehr ab, ehr­lich gesagt.
          Ohne Kir­chen­bei­trä­ge, ohne Got­tes­häu­ser usw stün­de eine sol­che Reli­gi­ons­ge­mein­schaft, oder eher Sek­te, auf kei­nem guten Fun­da­ment, das ist klar.

  8. Simu­la­tio­nen der Hei­li­gen Mes­se sind lei­der nicht nur auf irgend­wel­che Lai­en wie Pasto­ral­as­si­stö­sen beschränkt, son­dern so man­cher Prie­ster geht mit schlech­tem Bei­spiel vor­an. So heu­te erlebt: Ein Pfar­rer erklärt der voll­kom­men unin­ter­es­sier­ten Gläu­bi­gen­schar, dass das Gere­de von einer angeb­li­chen Wand­lung Unsinn sei- es gehe nur um die- so wört­lich- gemein­de­bil­den­de Mahl­ge­mein­schaft, in der Jesus zei­chen­haft dabei wäre. Dabei wur­de das GL Lied 640 von Dörr gesun­gen: „Wir sind des Herrn Gemein­de und fei­ern sei­nen Tod. In uns lebt, der uns ein­te, er bricht mit uns das Brot.“ Mal abge­se­hen davon, dass ich die seich­ten Tex­te des Eich­stät­ter Hof­dich­ters Dörr nicht beson­ders anspre­chend fin­de, wird hier mit ver­meind­lich katho­li­scher Poe­sie von der zen­tra­len Glau­bens­wahr­heit abge­lenkt: Chri­stus wird mit Leib und See­le, wahr­haft, wirk­lich und wesent­lich in der Hei­li­gen Wand­lung gegen­wär­tig, wenn- ja wenn- der Prie­ster die Inten­ti­on hat. Wer die­se aber- wie heu­te erlebt- expres­sis ver­bis aus­schließt- der bricht wirk­lich nur noch eine Bro­tho­stie, deren Split­ter in alle Rich­tun­gen davon­flie­gen. Die Zer­trüm­me­rung der Herz­kam­mer des Glau­bens- die Leh­re vom Hei­lig­sten Sakra­ment- hat mit die­sen Ver­wäs­se­run­gen in der Volks­fröm­mig­keit begon­nen. Dörr, Thur­mair und wie sie alle hei­ßen, haben dem bestens Vor­schub gelei­stet. GL 544 „Gott ist nah in die­sen Zei­chen“ ist nur ein Bei­spiel dafür. Kein Wun­der, dass irgend­wel­che selbst­er­nann­te Lai­en­prie­ste­rin­nen um den Altar hüp­fen und irgend­wel­chen häre­ti­schen Unsinn schwa­feln. Es bedürf­te eines tief­from­men und muti­gen Pap­stes und eben­sol­cher Bischö­fe und Prie­ster, um das Ruder noch her­um­zu­rei­ßen- aber lei­der lässt sich augen­blick­lich weder das eine, noch das ande­re fin­den. Statt­des­sen: Lee­re Wort­hül­sen, Selbst­be­weih­räu­che­rung und die Schaf­fung eines huma­ni­sti­schen Athe­is­mus, der Gott über­flüs­sig macht, weil der Mensch sich sel­ber hier­zu erhebt. Des­halb sind auch jeg­li­che Zei­chen der Reve­renz, wie eine Knie­beu­ge über­flüs­sig. Katho­lisch sein im Sin­ne des Glau­bens- das war ein­mal. Außer seich­ter und teil­wei­se schwach­sin­ni­ger Phra­sen­dre­sche­rei haben die mei­sten Hir­ten und Ober­hir­ten nicht mehr viel drauf. Aber wenig­stens sind sie auf sich sel­ber stolz und schwel­gen im Bewußt­sein, dem Herrn in Rom freu­dig nach­zu­ei­fern- frei­lich nur soweit, bis es an den eige­nen Haus­stand und Dienst­wa­gen geht. Ein Min­dest­maß an Luxus und Kom­fort muß für die schwer abrackern­den Hir­ten schon drinsein.

  9. Die Prie­ster aus Greifs­wald, (genau­er beschrie­ben auf katholisches.info unter dem Arti­kel: „Wir möch­ten ein­fach nur katho­lisch sein, der Kampf eines deut­schen Bischofs gegen Glau­ben und Kir­che“) hat jetzt noch einen drauf­ge­setzt: Er hat, einem evan­ge­li­schen Theo­lo­gie­stu­den­ten, der viel­leicht sogar dem katho­li­schen Glau­ben auf­ge­schlos­sen wäre, der jeden­falls bereit wäre dar­über zu dis­ku­tie­ren und sich beleh­ren zu las­sen, ohne vor­her ein Gespräch mit ihm zu füh­ren, das Mess­op­fer gege­ben, ein­fach so. Was das ALLES, als ob das nicht schon schlimm genug wäre, noch ein paar Zacken schär­fer macht: Mir, die ich mich noch in der Vor­be­rei­tung befin­de, und daher das hei­li­ge Mess­op­fer noch gar nicht emp­fan­gen will, hat er, wie üblich, nur den Segen gege­ben, und ich stand direkt dane­ben! Der Pro­te­stant hat mir gesagt, dass er das in Zukunft öfter machen will, und denkt dabei wahr­schein­lich gar nichts böses. Es ist so grau­en­haft, was kann ich nur tun?

    • @euca
      „Es ist so grau­en­haft, was kann ich nur tun?“
      Im Moment feh­len mir auch noch die Wor­te aber ich laß mir garan­tiert noch was ein­fal­len. Die­se Hosti­en­schmei­ßer haben lei­der gro­ße Vor­bil­der. Wir war das noch mit Fre­re Roger? Aber das ist kein Grund zur Ver­zweif­lung, alles hat sei­ne Zeit.
      Per Mari­am ad Christum.

    • Das stört Sie tat­säch­lich noch? Hier bei uns wird das Sanc­tis­si­mum von den Lai­en wie ein Füll­horn über jeden aus­ge­schüt­tet. Jeder unter­schieds­los bekommt die Kom­mu­ni­on. Und wenn der Emp­fan­gen­de zu weit in der Bank drin ist- kein Pro­blem- dann wird der Hei­land ein­fach durch­ge­reicht. Man schätzt in ein­zel­nen Pfar­rei­en, dass min­de­stens ein Drit­tel der (mager besuch­ten) Got­tes­dienst­ge­mein­de nicht katho­lisch ist. Wobei es kei­ne Rol­le mehr spielt, ob jemand evan­ge­lisch, aus­ge­tre­ten, gar nix oder sonst was ist- jedem wird der Hei­land not­falls mit sanf­ter Gewalt auf die Pfo­ten gelegt. Zuwei­len über­se­hen die noch treu­en Katho­li­ken, wel­ches Aus­maß die Got­tes­zer­stö­rung schon ange­nom­men hat: Das Aller­hei­lig­ste als Ram­sch­wa­re im sonn­täg­li­chen Kle­ri­kalk­auf­haus- es gibt für jeden was und das im Son­der­an­ge­bot. Gestern in einer Mai­an­dacht knie­te nicht mehr ein Ein­zi­ger bei der Aus­set­zung des Aller­hei­lig­sten- wozu auch- ein Hei­li­ges Brot bete ich schließ­lich nicht an. Mir sag­te dann eine älte­re Kon­zil­stan­te, dass es das schon lan­ge nicht mehr gäbe- dass man kniet- und ich sol­le mir Fran­zis­kus (!!!) als Vor­bild (!!!!!!!!!!!!) neh­men- der sei auf der Höhe der Zeit und mache schließ­lich auch kei­ne Knie­beu­ge mehr! O tem­po­ra, o mores! Bei­spiel­haft die­ser Ber­go­glio in sei­ner Total­ver­wäs­se­rung jeder katho­li­schen Glaubenswahrheit!

      • Das ist eine Kata­stro­phe, was sie beschrei­ben. Ich hof­fe nur, dass es in mei­ner Gegend nie­mals soweit kom­men wird. Aber es zeigt doch auch, wie weit der Glaubensabfall(Apostasie) JETZT bereits fort­ge­schrit­ten ist.
        Wie ich doch in letz­ter Zeit selbst ent­setzt bin, wenn ich Zeu­ge davon wer­de. Umso mehr freue ich mich dann, wenn ich glau­bens­treu­en, from­men Leu­ten begegne.

  10. Das ist in Öster­reich weit ver­brei­tet, dass statt dem Sonn­tags­got­tes­dienst eine Pasto­ral­as­si­sten­tin im Prie­ster­ge­wand statt­des­sen eine Met­te macht bei der sie zumin­dest auch die Kom­mu­ni­on aus­teilt. Mich wun­dert nur dass der Nun­ti­us da ein­schrei­tet. Es ist in Öster­reich auch üblich , dass die 2. Lesung nicht gele­sen wird, dies­be­züg­lich hat man die Lit­ur­gie­re­form nicht über­nom­men, da blieb man kon­ser­va­tiv bei einer Lesung, abge­schafft wur­de viel­fach auch das Glau­bens­be­kennt­nis und das Herr ich bin nicht wür­dig, statt nur mehr 1 mal, gleich 0 mal. Wenn der Pfar­rer nicht zuge­stimmt hät­te, hät­te er sei­ne Abset­zung durch den Erz-Bischof ris­kiert weil er nicht kom­mu­ni­ka­tiv ist.

    • Hier in unse­rer Gegend kommt es nach wie vor sehr zen­tral auf den Zele­bran­ten an, denn die Got­tes­dien­ste sind meist voll, bei beson­de­ren Gele­gen­hei­ten sogar sehr voll. Die Men­schen sind noch recht katho­lisch- aus­ge­spro­che­ne „Wir sind Kir­che“ Typen fin­den sich über­haupt nicht. Heu­te war ein sym­pha­ti­scher Pfar­rer beim Kirch­weih­fest da und allen hat der Got­tes­dienst sehr gefal­len: Alles katho­li­sche Lie­der aus dem Anhang, Schuld­be­kennt­nis, Glau­bens­be­kennt­nis groß, Ora­te fra­tres, Hoch­ge­bet III. Er mach­te sogar bei der Wand­lung jeweils 2 Knie­beu­gen, vor und nach der Dox­olo­gie noch eine. Dazu braocke Casel und zur Pro­zes­si­on Plu­via­le und Vel­um. An den Altä­ren Tan­tum ergo und Geni­to­ri mit Blas­ka­pel­le. Die Kir­che war über­füllt- vie­le Kin­der und eini­ge Jugend­li­che. Allen hat es gefal­len- nicht ein ein­zi­ger hat rum­ge­motzt. Es geht also: wür­dig und andäch­tig auch beim novus ordo. Die Kirch­weih­pre­digt beschäf­tig­te sich mit dem Ein­zug Jesu in den Taber­na­kel bei der Wei­he der Kir­che vor 114 Jah­ren und mit sei­ner seit­dem nicht mehr unter­bo­che­nen Gegen­wart im Hei­lig­sten Sakra­ment. Anschlie­ßend im Fest­zelt konn­te man Hoch­wür­den begeg­nen: ein sym­pha­ti­scher Mensch in Sou­ta­ne und Birett. Ein jeder nimmt das als völ­lig nor­mal hin. In unserm Dorf ist auch seit Jah­ren kei­ner mehr aus der Kir­che ausgetreten.

    • Naja, dass eine Pasto­ral­as­si­sten­tin anstatt des Pfar­rers den Sonn­tags­got­tes­dienst hält, wür­de ich als Öster­rei­cher nicht für weit ver­brei­tet hal­ten. Sicher gibt es sol­che Fäl­le, aber weit ver­brei­tet ken­ne ich das nicht. In mei­nem Bun­des­land bei­spiels­wei­se wüss­te ich kei­ne ein­zi­ge Pfar­re wo das so wäre. Aber viel­leicht ist das von Bun­des­land zu Bun­des­land ver­schie­den, in der Gegend von Linz bei­spiels­wei­se soll es das ja ver­mehrt geben.
      Dass die zwei­te Lesung an Sonn- und Fei­er­ta­gen ein­fach nicht gele­sen wird, habe ich per­sön­lich noch nicht erlebt, soviel ich weiß, und auch noch nicht selbst davon gehört. Aber es kann schon sein, dass soet­was irgend­wo vor­kommt. Üblich ist es aber nicht, das wäre mir neu.
      Grau­sig war mir heu­te aber ein Fern­seh­bei­trag, in dem von einem Pfarr­ge­mein­de­rats­tref­fen berich­tet wur­de. Höhe­punk­te waren eine jun­ge Frau mit künst­lich auf­ge­steck­ten Hasen­oh­ren, den übli­chen pro­gres­si­ven Popu­lis­mus ver­zap­fend; dann die empör­te Äuße­rung einer Dame mitt­le­ren Alters, dass sie nicht ver­ste­he, war­um Nicht-Prie­ster nicht tau­fen dür­fen, und schließ­lich noch der Kom­men­tar Schön­borns, dass Ände­run­gen her­ge­hö­ren wür­den, weil das „gut“ sei und Papst Fran­zis­kus ja dafür ein­tre­ten würde.
      Was mich per­sön­lich am mei­sten anwi­dert, ist die­se phi­lo­so­phi­sche, zwei­deu­ti­ge Aus­drucks­wei­se der Prot­ago­ni­sten, die durch die Blu­me am Lieb­sten alles Katho­li­sche abschaf­fen wür­den, den Prie­ster sowie­so, und auch alle kirch­li­chen, jahr­hun­der­te­al­ten Regeln und Gebo­te für die vie­le zu Mär­ty­rern wur­den. Wenn sie damals geahnt hät­ten, dass irgend­wann halb­gläu­bi­ge Wich­tig­tu­er aus rei­nem Gel­tungs­drang die katho­li­sche Kir­che so nie­der­rei­ßen wür­den, ihr Lei­den wäre ein Ähn­li­ches gewor­den, wie Jesu Lei­den im Gar­ten Gethsemane.

  11. Ich ver­ste­he die Welt nicht mehr. Darf ich ein­mal fra­gen, an was der gläu­bi­ge Katho­lik den Glau­ben fest macht?

  12. Nach­dem der Bischaf von Augs­burg den WoGo am Sonn­tag ver­bo­ten hat, las­sen die Hoch­wür­di­gen Her­ren Kra­wat­ten­pfar­rer jetzt ein Mor­gen­lob halten.

  13. Nun­ti­us Zur­brig­gen wird bald abge­setzt wer­den, er erin­nert mich an Nun­ti­us Cee­chi­ni der in den letz­ten Lebens­mo­na­ten gute Bischö­fe ein­set­ze , wie etwa Kurt Krenn, aber er wur­de kon­kret dar­auf ange­spro­chen, der­ar­ti­ges kann und will man sich nur lei­sten wenn man weiß, dass man bald vor sei­nem Herrn und Rich­ter steht.

  14. Eines fällt mir per­sön­lich in letz­ter Zeit ange­sichts des auf­kei­men­den Reform­dran­ges immer deut­li­cher auf. Es geht, wohin man schaut, immer nur um das Drum­her­um statt um den Kern unse­res Glaubens.
    Anschei­nend wird bei­na­he nir­gends öffent­lich über die Glau­bens­leh­re der katho­li­schen Kir­che gere­det, son­dern nur mehr dar­um, was man tun muss, damit sich „etwas ändert“. Die Kir­che wird viel­fach als Büh­ne für Selbst­dar­stel­lung und als klei­ne Mode­schau miss­braucht, was mich per­sön­lich teils extrem anwidert.

    Man­che machen nur den Mund auf, um zu „raun­zen“ wie unzu­frie­den sie mit ihrer Kir­che sind, statt bei­spiels­wei­se zu sagen, wel­che Freu­de sie(idealerweise) durch ihren Glau­ben, die Sakra­men­te, das Gebet und das(bestmögliche) Hal­ten der Gebo­te Got­tes haben.
    So ein­fach der katho­li­sche Glau­be ist, so ver­kom­pli­ziert man ihn heut­zu­ta­ge, nur um gut dazu­ste­hen. Pasto­ral­as­si­sten­ten und Pfarr­ge­mein­de­rä­te sind lei­der mehr Fluch als Segen für die katho­li­sche Kirche.
    Da wird so getan, als gäbe es nicht genü­gend Prie­ster und gleich­zei­tig sorgt man durch die moder­ne, ver­welt­lich­te Aus­bil­dung dafür, dass sich mög­lichst weni­ge poten­zi­ell gute Prie­ster zum Prie­ster­se­mi­nar melden.

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