Pressegespräch von Papst Franziskus: Rücktritt, Zölibat, Pius XII., wiederverheiratet Geschiedene

Papst Franziskus im Gespräch mit den Journalisten über den Nahost-Konflikt, Pius XII., wiederverheiratet Geschiedene, einen Rücktritt, den Zölibat und anderes mehr(Jeru­sa­lem) Am Mon­tag been­de­te Papst Fran­zis­kus sei­ne drei­tä­gi­ge Rei­se ins Hei­li­ge Land und kehr­te in den Vati­kan zurück. Wie bereits auf dem Rück­flug vom Welt­ju­gend­tag in Rio de Janei­ro gab das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt auch auf dem Rück­flug von Isra­el eine Pres­se­kon­fe­renz im Flug­zeug. Dabei nahm der Papst auch zu einem even­tu­el­len Rück­tritt Stel­lung. Eine kur­ze Zusam­men­fas­sung.

Emeritierte Päpste

Wört­lich sag­te Fran­zis­kus: „Bene­dikt XVI. hat die Tür zu eme­ri­tier­ten Päp­sten geöff­net.“ Und wei­ter: „Ich wer­de tun, was der Herr mir sagt. Ich wer­de beten und ver­su­chen, sei­nen Wil­len zu ergrün­den.“ „Bene­dikt XVI. hat­te kei­ne Kraft mehr und als ehr­li­cher Mann des Glau­bens, demü­tig wie er ist, traf er die­se Ent­schei­dung. Vor 70 Jah­ren gab es noch kei­ne eme­ri­tier­ten Bischö­fe. Was wird mit den eme­ri­tier­ten Päp­sten gesche­hen? Wir müs­sen auf Bene­dikt XVI. wie eine Insti­tu­ti­on schau­en, er hat eine Tür auf­ge­tan, die der eme­ri­tier­ten Päp­ste. Die Tür ist offen, es wird wei­te­re geben oder nicht, nur Gott weiß das. Ich glau­be, daß ein Bischof von Rom, wenn er spürt, daß sei­ne Kräf­te zurück­ge­hen, sich die sel­ben Fra­gen stel­len muß wie Papst Bene­dikt.

Ohne Wunder keine Seligsprechung von Pius XII.

Auf die Fra­ge, wie es mit der Selig­spre­chung von Papst Pius XII. wei­ter­ge­he, sag­te Papst Fran­zis­kus, daß „die Cau­sa offen ist. Ich habe mich infor­miert, aber es gibt noch kein Wun­der. Es kann also nicht fort­ge­setzt wer­den. Wir müs­sen die Rea­li­tät der Cau­sa respek­tie­ren. Aber es gibt kein Wun­der: Es braucht zumin­dest eines für eine Selig­spre­chung. Ich kann nicht sagen, ob er selig­ge­spro­chen wird oder nicht.

Kei­ner der anwe­sen­den Jour­na­li­sten hat­te den Mut oder die Absicht, dar­auf auf­merk­sam zu machen, daß Papst Fran­zis­kus erst vor einem Monat Papst Johan­nes XXIII. wun­der­los nicht selig, son­dern sogar hei­lig­ge­spro­chen hat.

Wiederverheiratet Geschiedene

„Die Syn­ode wird über die Fami­lie sein, über das Pro­blem der Fami­lie und über ihre Reich­tü­mer und die aktu­el­le Situa­ti­on.“ Papst Fran­zis­kus erwähn­te aus­drück­lich die Aus­füh­run­gen von Kar­di­nal Kas­per, ohne eine Wer­tung vor­zu­neh­men. Er sag­te jedoch: „Mir gefällt es nicht, daß vie­le Men­schen, auch in der Kir­che gesagt haben: ‚Die Syn­ode fin­det statt, um den wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen die Kom­mu­ni­on zu geben‘, als wür­de sich alles auf eine Kasu­istik redu­zie­ren. Heu­te befin­det sich die Fami­lie, wie wir wis­sen, in einer Kri­se, einer welt­wei­ten Kri­se. Die Jun­gen wol­len nicht mehr hei­ra­ten, son­dern zusam­men­le­ben. Ich will nicht, daß wir uns auf die­se Kasu­istik ver­stei­fen: „Kann oder kann man nicht die Kom­mu­ni­on geben?“ Das Pro­blem der Fami­li­en­seel­sor­ge ist viel umfas­sen­der, viel viel umfas­sen­der. Man muß Fall für Fall stu­die­ren. Es ist das Ehe­nich­tig­keits­ver­fah­ren zu stu­die­ren, es ist der Glau­ben zu prü­fen, mit dem jener die Ehe schließt und es ist klar­zu­stel­len, daß Geschie­de­ne nicht exkom­mu­ni­ziert sind. Auch wenn sie oft wie sol­che behan­delt wer­den. Als The­ma der Syn­ode die Fami­lie aus­zu­wäh­len, war eine sehr star­ke geist­li­che Erfah­rung. Lang­sam beginnt man über die Fami­lie zu spre­chen. Ich bin mir sicher, daß der Geist des Herrn uns zu die­sem Punkt geführt hat.“

Päpstliche Gesten im Heiligen Land

Zu sei­nen Gesten im Hei­li­gen Land mein­te der Papst: „Die authen­tisch­sten Gesten sind jene, an die man nicht denkt. Ich habe gedacht, was ich tun könn­te, doch kei­ne der kon­kre­ten Gesten waren geplant.“ Eini­ge Din­ge, wie die Ein­la­dung an die bei­den Prä­si­den­ten Peres und Abu Mazen habe der Papst wohl wäh­rend der Fahrt bedacht, doch dann stell­ten sich sovie­le logi­sti­sche Pro­ble­me, wie zum Bei­spiel, wo das Tref­fen statt­fin­den könn­te. „Das war nicht leicht.“ Am Ende erfolg­te jedoch die Ein­la­dung „und ich hof­fe, daß das Tref­fen gut ver­lau­fen wird“, so der Papst. Fran­zis­kus beharr­te dar­auf, daß es sich bei dem Tref­fen nicht um eine Ver­mitt­ler­rol­le des Hei­li­gen Stuhls für poli­ti­sche Gesprä­che hand­le, son­dern um ein „Gebets­tref­fen“. „Mit den bei­den Prä­si­den­ten ver­sam­meln wir uns nur zum Gebet und ich glau­be, daß das Gebet wich­tig ist und hilft. Und dann wer­den wir alle nach Hau­se gehen. Es wer­den ein Rab­bi, ein Mos­lem und ich dabei­sein.

Wahlen in der EU

Befragt zum Aus­gang der Wah­len zum Euro­päi­schen Par­la­ment mein­te der Papst, von den Wah­len wenig mit­be­kom­men zu haben. Gleich­zei­tig kri­ti­sier­te er das Welt­wirt­schafts­sy­stem, „in des­sen Mit­tel­punkt das Geld und nicht der Mensch steht. Die­ses System son­dert aus, um sich zu erhal­ten. Es son­dert die Kin­der aus: Die Geburts­ra­te ist nicht hoch, in Ita­li­en ist sie nied­ri­ger als zum Aus­gleich not­wen­dig, in Spa­ni­en noch nied­ri­ger. Die alten Men­schen wer­den aus­ge­son­dert auch durch die ver­steck­te Eutha­na­sie, indem man nur bis zu einem bestimm­ten Punkt Medi­ka­men­te aus­gibt. Die jun­gen Men­schen wer­den ver­wor­fen. In Ita­li­en liegt die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit bei 40 Pro­zent, in Spa­ni­en bei 50 Pro­zent, bei 60 Pro­zent in Anda­lu­si­en. Es gibt eine gan­ze Genera­ti­on, die nicht stu­diert und nicht arbei­tet. Die­se Kul­tur der Ver­schwen­dung ist sehr schwer­wie­gend. Das ist nicht nur in Euro­pa so. In Euro­pa aber ist es am mei­sten spür­bar. Die­ses Wirt­schafts­sy­stem ist ein unmensch­li­ches System, wie ich in Evan­ge­lii Gau­di­um sag­te.“

Priesterzölibat

„Die katho­li­sche Kir­che hat ver­hei­ra­te­te Prie­ster im ori­en­ta­li­schen Ritus. Der Zöli­bat ist kein Glau­bens­dog­ma. Es ist eine Lebens­re­gel, die ich sehr schät­ze und von der ich glau­be, daß sie ein Geschenk für die Kir­che ist. Da es sich aber um kein Glau­bens­dog­ma han­delt, ist die Tür offen.“

Beziehungen zu den Orthodoxen

„Mit Bar­tho­lo­mä­us I. spra­chen wir über die Ein­heit“. Dabei hand­le es sich um einen Weg: „Die Ein­heit wer­den wir nie über einen Theo­lo­gie­kon­greß errei­chen“. „Wir müs­sen uns hel­fen, zum Bei­spiel mit den Kir­chen, auch in Rom. Vie­le Ortho­do­xe nüt­zen katho­li­sche Kir­chen. Wir spra­chen auch über das gesamt­or­tho­do­xe Kon­zil und über das Datum für das Oster­fest. Es ist näm­lich ein biß­chen lächer­lich: ‚Sag mir, dein Chri­stus auf­er­steht wann?‘ ‚Näch­ste Woche‘ ‚Mei­ner ist in der ver­gan­ge­nen auf­er­stan­den‘. Das Oster­da­tum ist ein Zei­chen der Ein­heit!“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info­va­ti­ca­na

45 Kommentare

  1. Ja es ist alles zu die­sem Bischof gesagt, das Oster­fest ist eine Fra­ge des Ver­han­delns, wie alle ande­ren Fra­gen auch.
    Das zeigt das er nicht an Jesus uns sei­ne Kir­che glaubt, denn die Kir­che Jesus ist da wo sein Stell­ver­tre­ter ist.
    Die­se Kir­che ist mit allem für das Heil der Men­schen not­wen­di­ge aus­ge­stat­tet und braucht kei­nen
    Frei­mau­rer­pro­phe­ten der ihr den Weg zeigt.
    Als Frei­mau­rer­pro­phet, weiß er natür­lich auch das er bald einem Ande­ren wei­chen muss. Auch das berei­tet er bereits vor.
    Wen­den wir uns dem Wah­ren Wort zu, das uns vom Him­mel gege­ben ist. Beten wir das die­se Prü­fung nicht so vie­le See­len ver­schlingt. Beten wir um den Schutz der Prie­ster.
    Selbst bei KTV, der Lei­ter ist erkrankt, loben und prei­sen die „stell­ver­tre­ten­den Prie­ster“ den Frei­mau­rer­pro­phe­ten in uner­träg­li­cher Wei­se.

  2. Wenn F. schon sei­nen mög­li­chen Rück­tritt ins Spiel bringt, und er ein­tritt, dann dürf­te es — wie so oft in der letz­ten Zeit — wie­der zu einem Novum in der Kir­chen­ge­schich­te kom­men: Wir haben dann einen oder zwei eme­ri­tier­te Päp­ste, anson­sten Sedis­va­kanz. Wer nach Ber­go­glio sei­nen Kon­zils-Scher­ben­hau­fen über­neh­men will, muss lebens­mü­de sein…Es dürf­te dau­ern …
    Das wäre dann aber eine rich­ti­ge, eine gere­gel­te Sedis­va­kanz: Der Stuhl Petri wäre unbe­setzt. Wahr­schein­lich bes­ser, als wenn ein Zer­stö­rer ihn besetzt…
    Eine FSSPX-Kapel­le mit dem Mess­op­fer ist erreich­bar, ich habe mei­nen Schott, mei­nen Kate­chis­mus von Pius X., den ich jedem „Spi­ra­go-Werk“ ein­deu­tig vor­zie­he, und ich blei­be katho­lisch.
    Zu mehr Zukunfts­aus­sa­gen las­se ich mich heu­te nicht mehr hin­rei­ßen…

    • Als Papst Bene­dikt XVI. zurück­trat, kam eine Kari­ka­tur in Umlauf, auf der meh­re­re alte Päp­ste zu sehen waren, wie sie auf einer Couch vor dem Fern­se­her saßen und Bier tran­ken.
      Die Kari­ka­tur des Senio­ren­heims für eme­ri­tier­te Päp­ste wird Wirk­lich­keit.
      War das nicht von Anfang an geplant?
      Viel­leicht gehör­te das schon zu den Wahl­ka­pi­tu­la­tio­nen bei der Wahl Joseph Ratz­in­gers.
      Um die römisch-katho­li­sche Kir­che als Insti­tu­ti­on zu zer­stö­ren, muss man das Papst­tum demo­lie­ren. Das spielt sich vor unse­ren Augen ab.
      Und war­um soll ein Papst erst zurück­tre­ten, wenn er krank und alters­schwach ist?
      Ist die „Tür“ erst ein­mal offen, dann kann man jeden Papst, der der Welt­eli­te und ihren Mas­sen­me­di­en miss­fällt, zum Rück­tritt zwin­gen, wie den Ex-Bun­des­prä­si­den­ten Chri­sti­an Wulff zum Bei­spiel. Man muss nur kon­zen­triert und beharr­lich genug gegen ihn schie­ßen.

      • Oder wie Mixa, Tebartz..
        Ich bin mir fast sicher, hät­te Bene­dikt XVI. nicht vor dem Intri­gen-Ter­ror mehr oder weni­ger frei­wil­lig kapi­tu­liert, man hät­te auch ihn wie die sprich­wört­li­che Sau durchs media­le Dorf getrie­ben. Ent­spre­chen­de Akten wären dazu aus irgend­wel­chen diö­ze­sa­nen oder kuria­len Archi­ven sicher bereit­wil­lig zur Ver­fü­gung gestellt wor­den..

      • Ein Papst kann von kei­ner welt­li­chen Macht zur Abdan­kung gezwun­gen wer­den. Über­haupt wäre ein zwang­haf­ter Rück­tritt ungül­tig. Wenn her­aus­kom­men soll­te, dass bei Bene­dikts Rück­tritt Zwang im Spiel war, wäre er immer noch recht­mä­ßig amtie­ren­der Papst und Ber­go­glio könn­te sei­nen Urlaub im vati­ka­ni­schen Gäste­haus been­den und mit sei­nem argen­ti­ni­schen Pass nach Hau­se flie­gen.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Es wäre nicht das erste Mal in der Geschich­te der Kir­che gewe­sen, dass welt­li­che Mäch­te Päp­ste zu etwas zwan­gen, auch wenn sie es nicht durf­ten.

  3. Die Aus­sa­gen Ber­go­gli­os über die Selig­spre­chung von Pius XII sind blan­ke Heu­che­lei. Es tut mir weh, so etwas als Katho­lik sagen zu müs­sen, aber ich freue mich auf den Tag, an dem ich Ber­go­glio als eme­ri­tier­ten Papst anspre­chen kann. Viel­leicht wür­de ich mich bei einem noch schlim­me­ren Nach­fol­ger aber wie­der nach ihm zurück­seh­nen. Des­halb bete ich in erster Linie dafür, dass aus Ber­go­glio ein wür­di­ger Nach­fol­ger Petri wer­de.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  4. Lie­ber Zeit­los und lie­ber Herr Hengs­ber­ger, auch ich bin ‑vor allem wegen des unbarm­her­zi­gen Vor­ge­hens gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, ein Vor­gang über den in Deutsch­land offen­bar nir­gend­wo sonst als auf katholisches.info berich­tet wird- nicht glück­lich mit die­sem Papst. Den­noch soll­ten wir immer noch ver­su­chen, zu sehen, wo er viel­leicht doch auch gute Signa­le setzt. So möch­te ich sein Wer­ben für das Bussa­kra­ment nen­nen, wo er sogar selbst mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen ist. Auch sei­ne Äuße­rung: „Mir gefällt es nicht, daß vie­le Men­schen, auch in der Kir­che gesagt haben: ‚Die Syn­ode fin­det statt, um den wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen die Kom­mu­ni­on zu geben‘, als wür­de sich alles auf eine Kasu­istik redu­zie­ren. Heu­te befin­det sich die Fami­lie, wie wir wis­sen, in einer Kri­se, einer welt­wei­ten Kri­se. Die Jun­gen wol­len nicht mehr hei­ra­ten, son­dern zusam­men­le­ben. Ich will nicht, daß wir uns auf die­se Kasu­istik ver­stei­fen: „Kann oder kann man nicht die Kom­mu­ni­on geben?“ Das Pro­blem der Fami­li­en­seel­sor­ge ist viel umfas­sen­der, viel viel umfas­sen­der.“ wür­de ich posi­tiv wer­ten. Er hat ver­stan­den, dass die soge­nann­ten „wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen“ nur ein Sym­ptom sind, die eigent­li­che Kri­se viel tie­fer liegt. Blei­ben wir anstän­dig: kein Pon­ti­fi­kat ist aus­schließ­lich gut oder aus­schließ­lich schlecht. Ich erin­ne­re da an das­je­ni­ge von Paul VI. (Neue Mes­se einer­seits, Huma­nae vitae ande­rer­seits). Wie oft beten wir für Papst Fran­zis­kus? Blei­ben wir selbst­kri­tisch, auch in unse­rer Kri­tik, die wir selbst üben.

    • Ach­ten wir (Sie) bit­te dar­auf alles was er ver­meint­lich „rich­ti­ges“ tut, tut er nicht als Stell­ver­tre­ter Chri­stus son­dern für sei­ne eige­ne „Leh­re“. Ein Prie­ster auf KTV lobt und pries den Auf­ruf von Ber­go­glio zur Mis­si­on. Ja, aber bit­te doch zu dem was er unter Mis­si­on ver­steht. Er tut nichts im Namen und als Stell­ver­tre­ter Chri­stus. Wir wer­den in der Ver­gan­gen­heit und in der Zukunft nichts in die­sem Sin­ne fin­den.

  5. Die Aus­sa­gen über das feh­len­de Wun­der, die offe­ne For­mu­lie­rung zum Zöli­bat …, Soll­te das alles so gesagt wor­den sein, so ist es von einer auf­fal­len­den Inkon­si­stenz.

  6. Die­ser Ber­go­lio geht mir zuneh­mend auf die Ner­ven. Sein seich­tes Her­um­ge­eie­re, sei­ne Anbie­de­rung an alles und jeden- das erin­nert mich eher an eine schlech­te Show, denn an ein wür­di­ges Pon­ti­fi­kat.
    Aber was sage ich- Pon­ti­fi­kat- davon bleibt nach die­ser unse­li­gen Epi­so­de namens Bego­glio ohne­hin nichts mehr übrig.
    Das Papst­amt wird von dem Herrn aus Argen­ti­ni­en zu einer Far­ce gemacht.
    Im Übri­gen ist es — soll­te dies absicht­lich gesche­hen sein- eine Schan­de, das Kreuz als Zei­chen unse­rer Erlö­sung zu ver­ber­gen.
    Was wird der Herr aus Rom wohl noch alles aus dem Hut zau­bern?
    Kein Wun­der, dass ihm ein hei­li­ger Pius XII. nicht in den Kram passt- wird er durch die­sen gläu­bi­gen und tief­from­men Papst doch bestän­dig dar­an erin­nert, was er alles ver­ab­säumt.
    Es ist nur noch eine Schan­de !

  7. Bei Pius XII braucht F. plötz­lich ein Wun­der.
    Bei Johan­nes XXIII war das nicht nötig zur Hei­lig­sprech­nung.
    Es wäre ein Wun­der wür­de F. Papst Pius XII selig spre­chen.
    Pius XII steht für ein Papst­tum und ein Kir­chen­ver­ständ­nis für die F. in kein­ster Wei­se zu gewin­nen ist bzw. steht. Also wer­den wir auf die Selig­spre­chung von Pius XII unter F. ver­geb­lich war­ten. Da kommt eher noch der Mess­ver­hun­zer Paul VI dran .… und da brauchts kein Wun­der. Wet­ten??!!!

    Weil der paßt in sein Kon­zept, sofern F. über­haupt eines hat !!

    • Dem Hei­li­gen, der kano­ni­siert wird, ohne dass man ihm die Zeit und Mög­lich­keit lässt, sei­ne Hei­lig­keit durch ein von Gott erbe­te­nes Wun­der zu beglau­bi­gen, wird durch vor­zei­ti­ge Kano­ni­sie­rung etwas von sei­ner Ehre w e g g e n o m m e n !
      Ich glau­be nicht, dass der Die­ner Got­tes Papst Pius XII. auf ein sol­ches Pri­vi­leg stolz wäre.

      • Noch ein paar auste­hen­de Din­ge:

        - Kön­nen Sie mir ver­ra­ten, woher wir uns ken­nen könn­ten?
        — Ich fin­de an der Aus­sa­ge des Pap­stes, dass Jesus zur Sün­de gemacht wor­den ist nichts unka­tho­li­sches oder häre­ti­sches. Das ist eine gut christ­li­che Aus­sa­ge, wie ich fin­de.
        — könn­te es sein, dass die Wor­te Mari­ens, die im Übri­gen Johan­nes Paul II. und nicht Papst Fran­zis­kus Maria in den Mund legt, miss­ver­stan­den haben? Da steht doch die gan­ze Zeit der Irrea­lis — und danach setzt der Papst ja gera­de ein Aber und distan­ziert sich.

        • 1)
          2) Die Aus­sa­ge, dass Gott Jesus zur „Sün­de“ gemacht hat, ist gut katho­lisch, da sie vom gott­in­spi­rier­ten Apo­stel Pau­lus selbst stammt. Das ist es aber nicht, was Papst Fran­zis­kus sag­te. Der Papst sag­te, dass Gott Jesus zum „Sün­der“ gemacht habe, und das ist häre­tisch oder zumin­dest schwer irre­füh­rend, weil Jesus für uns „zur Sün­de wur­de“, ohne selbst Sün­der gewe­sen zu sein, und nur des­halb war sein Kreu­zes­op­fer für den himm­li­schen Vater annehm­bar und für uns Men­schen erlö­send. Die Wor­te des Pap­stes grei­fen die Mit­te des Glau­bens an.
          3) Papst Fran­zis­kus unter­stellt dem hl. Papst Johan­nes Paul II. Wor­te, die die­ser nie­mals gesagt hat. Ver­mut­lich spielt er auf die Enzy­kli­ka „Redemp­to­ris mater“, Nr. 17, an. Aber dort steht etwas ganz ande­res. Ent­we­der hat Papst Fran­zis­kus es miss­ver­stan­den oder ver­dreht — aber letz­te­res will ich ihm nicht ohne Not unter­stel­len (bit­te lesen Sie selbst: http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031987_redemptoris-mater_ge.html). Kein Kir­chen­va­ter, Theo­lo­ge, Hei­li­ger, Papst hat jemals gesagt, dass Maria unter dem Kreuz viel­leicht den Wunsch hat­te, Gott zu sagen, sie sei (von ihm) belo­gen und betro­gen wor­den.
          Wenn die Wor­te des Pap­stes so unver­fäng­lich katho­lisch sind, war­um wur­den sie dann aus den vati­ka­ni­schen Vide­os von der Casa-Mar­ta-Pre­digt am 20. Dezem­ber 2013 her­aus­ge­schnit­ten?
          (Auch die Schlan­ge im Para­dies, aus der, wie Sie wis­sen, Satan sprach, sag­te nicht: Gott hat euch belo­gen. Sie sag­te: „Soll­te Gott wirk­lich gesagt haben…?“. Wie unschul­dig, nicht? Man wird doch wohl fra­gen dür­fen, oder? Mer­ken Sie etwas?)

        • 1) ?
          2) Auf der home­page des Vati­can fin­det sich die von Ihnen inkri­mi­nier­te Stel­le gera­de nicht. Die­se wird nur auf Eng­lisch (!) über­lie­fert. Das ist eine Spra­che, die der Papst laut eige­ner Aus­kunft nicht beson­ders gut kann — und er hat auch nicht in die­ser Spra­che gepre­digt. Wenn die deut­sche Über­set­zung den Papst, der sicht­lich Pau­lus (wie sie auch gemerkt haben) zitiert, und eine — schlech­te — eng­li­sche Über­set­zung die Wor­te des Pap­stes ver­hunzt, wird der Papst des­we­gen zum Häre­ti­ker, weil er einen schlech­ten Über­set­zer ins Eng­li­sche hat. Ihr Beleg ist nicht vali­de.
          3) Sie schrie­ben: “ Kein Kir­chen­va­ter, Theo­lo­ge, Hei­li­ger, Papst hat jemals gesagt, dass Maria unter dem Kreuz viel­leicht den Wunsch hat­te, Gott zu sagen, sie sei (von ihm) belo­gen und betro­gen wor­den.“
          Das ist sehr rich­tig, das tut auch Papst Fran­zis­kus nicht. Bit­te beach­ten Sie die For­mu­lie­rung im Irrea­lis. Das ist ja gera­de eine Distan­zie­rung (und das habe ich oben auch schon ver­merkt).
          Davon abge­se­hen, steht der „derb­ste“ Vor­wurf, Gott sei ein Betrü­ger in Jer 20.
          Sie müs­sen schon sehr abwe­gig den­ken, um dort­hin zu gelan­gen, dass der Papst der hei­li­gen römi­schen Kir­che, dem unter­zu­wor­fen zu sein laut Boni­faz VIII. zum See­len­heil unbe­dingt not­wen­dig ist, nicht recht­gläu­big sei.
          Con­ver­te­re, con­ver­te­re ad Domi­num!

          • 2) Der Papst hat sei­ne Pre­digt auf Ita­lie­nisch gehal­ten. Die eng­li­sche Ver­si­on befin­det sich auf einer offi­zi­el­len Vati­kan­sei­te und wider­spricht an der strit­ti­gen Stel­le dem Wort­laut anders­spra­chi­ger Ver­sio­nen, die sich eben­falls auf offi­zi­el­len Vati­kan­sei­ten befin­den. Post­mo­der­ne Belie­big­keit — im Stil der Zeit: Jeder kann sich das Pas­sen­de her­aus­su­chen. Was Fran­zis­kus am 15. Juni 2013 wirk­lich pre­dig­te, ist heu­te schwer fest­zu­stel­len, weil die offi­zi­el­len Vide­os alle mon­tiert sind. — Lei­der passt die­ser Jesus „the sin­ner“ aber zu dem Jesus, von dem Papst Fran­zis­kus am 11. Mai 2014 vor jung­ge­weih­ten Prie­stern behaup­te­te, er habe ein schlech­tes Bei­spiel (für Sie, Sarah: „cat­tivo esem­pio“) durch zuvie­les Ver­zei­hen gege­ben (E se vi vie­ne lo scru­po­lo di esse­re trop­po “per­do­na­to­ri”, pen­sa­te a quel san­to pre­te del qua­le vi ho par­la­to, che anda­va davan­ti al taber­na­co­lo e dice­va: “Signo­re, per­do­na­mi se ho per­do­na­to trop­po. Ma sei tu che mi hai dato il cat­tivo esempio!”)
            3) “Il Van­ge­lo non ci dice nul­la: se ha det­to una paro­la o no… Era silen­zio­sa, ma den­tro il suo cuo­re, quan­te cose dice­va al Signo­re! ‘Tu, quel gior­no – que­sto è quel­lo che abbia­mo let­to – mi hai det­to che sarà gran­de; tu mi ha det­to che gli avre­sti dato il Tro­no di Davi­de, suo pad­re, che avreb­be reg­na­to per semp­re e ades­so lo vedo lì!’. La Madon­na era uma­na! E for­se ave­va la voglia di dire: ‘Bug­ie! Sono sta­ta ingan­na­ta!’: Gio­van­ni Pao­lo II dice­va que­sto, par­lan­do del­la Madon­na in quel momen­to. Ma Lei, col silen­zio, ha coper­to il miste­ro che non capi­va e con que­sto silen­zio ha lascia­to che que­sto miste­ro potes­se cre­sce­re e fior­i­re nella spe­r­an­za”.
            Papst Fran­zis­kus sagt hier: „Und viel­leicht hat­te sie den Drang zu sagen: Lügen! Ich wur­de betro­gen!“
            Nein, die­sen Drang (die­sen Wunsch, die­se Lust), Gott unter dem Kreuz zu lästern, hat­te die Unbe­fleck­te Got­tes­mut­ter nicht, auch nicht „viel­leicht“ !
            Und wo soll Papst Johan­nes Paul II. der Got­tes­mut­ter einen sol­chen Drang zur Got­tes­lä­ste­rung unter­stellt haben?
            Wei­ters meint Papst Fran­zis­kus, die Got­tes­mut­ter habe nicht das Myste­ri­um ver­stan­den („il miste­ro che non capi­va“). Das Myste­ri­um, das der Pro­phet Jesa­ja in den Got­tes­knecht­lie­dern weis­sag­te; das der Engel dem hl. Josef im Traum kund­tat; das der gerech­te Greis Sime­on ihr bei der Dar­stel­lung des Herrn im Tem­pel pro­phe­zei­te; das der Pro­phet Johan­nes der Täu­fer bestä­tig­te, als er aus­rief: Seht das Lamm Got­tes, das hin­weg­nimmt die Sün­de der Welt; das Geheim­nis, das Jesus Chri­stus selbst in sei­ner Lei­dens­an­kün­di­gung den Apo­steln offen­bar­te: das Myste­ri­um sei­nes frei­wil­li­gen Süh­ne­op­fers am Kreuz zur Erlö­sung der Sün­der – die­ses Myste­ri­um soll die Köni­gin der Pro­phe­ten nicht ver­stan­den haben? Und war­um sehen die Vor­gän­ger von Papst Fran­zis­kus auf dem Stuhl des hl. Petrus das anders und leh­ren das Gegen­teil?
            Schluss folgt.

          • 4) Sie behaup­ten: „Davon abge­se­hen, steht der „derb­ste“ Vor­wurf, Gott sei ein Betrü­ger in Jer 20.“ Mei­nen Sie Jer 20,7? Lesen Sie das so, dass hier der Pro­phet Jere­mi­as Gott dem Herrn vor­wirft, er wäre ein Betrü­ger? In der Tat ver­wen­det der Pro­phet hier ein star­kes Wort (pit­ti­thá­ni) – aber viel­leicht kön­nen Sie Ihre Auf­fas­sung ja näher begrün­den.
            Zum Schluss schrei­ben Sie:
            „Sie müs­sen schon sehr abwe­gig den­ken, um dort­hin zu gelan­gen, dass der Papst der hei­li­gen römi­schen Kir­che, dem unter­zu­wor­fen zu sein laut Boni­faz VIII. zum See­len­heil unbe­dingt not­wen­dig ist, nicht recht­gläu­big sei.“ Was hat die Bul­le „Unam sanc­tam“ damit zu tun, wenn Papst Fran­zis­kus fal­sche Leh­ren pre­digt? Wer­den fal­sche Leh­ren dadurch rich­tig, dass ein Papst sie aus­spricht? Wer­den fal­sche Leh­ren eines Pap­stes durch das Dog­ma Papst Boni­faz‘ VIII. zu wah­ren, rich­ti­gen Leh­ren?
            Das Pro­blem, geehr­te Sarah, ist, dass die Päp­ste seit Paul VI. selbst nicht mehr an die Dog­men in „Unam sanc­tam“ und in „Pastor aeter­nus“ von Vati­ca­num I zu glau­ben schei­nen. Wie sonst hät­te Papst Paul VI. in sei­ner gemein­sa­men Erklä­rung mit Patri­arch Athen­ago­ras von Kon­stan­ti­no­pel die katho­li­schen Dog­men zum Papst­tum (Juris­dik­ti­ons­pri­mat, Infal­libi­li­tät) hint­an­stel­len kön­nen? Papst Fran­zis­kus, das muss man zu sei­ner Ent­schul­di­gung sagen, führt nur knall­hart durch, was Paul VI. 1965 ein­lei­te­te und Papst Johan­nes Paul II. in „Ut unum sint“ von 1995 und nach ihm Papst Bene­dikt XVI. wei­ter­führ­te: die öku­me­nis­mus­kom­pa­ti­ble Demon­ta­ge des Papst­tums.

          • Schau­en Sie, Sarah, statt von mir unter Beru­fung auf Papst Boni­faz VIII. zu ver­lan­gen, dass ich mich, um so angeb­lich mei­ne See­le zu ret­ten, Falsch­aus­sa­gen unter­wer­fen soll, von denen ich sicher weiß, dass sie gegen den Glau­ben sind, könn­ten Sie mir auch sagen: Wir haben in Papst Fran­zis­kus einen Papst neu­en Typs, dem ande­re Din­ge eben wich­ti­ger sind als dog­ma­ti­sche Kor­rekt­heit, und da unter­lau­fen ihm ab und zu eben Schnit­zer. Ein sol­ches oder ähn­li­che State­ment fän­de ich erfri­schend ehr­li­cher.

    • Ein­spruch! Johan­nes XXIII. hat sehr wohl ein — not­wen­di­ges! — Wun­der bei der Selig­spre­chung gehabt. Für die Hei­lig­spre­chung hat Papst Fran­zis­kus von der Not­wen­dig­keit eines zwei­ten Wun­ders dis­pen­siert (das ist auch frü­her schon vor­ge­kom­men). Bei Pius XII. fehlt das (erste) Wun­der für die Selig­spre­chung — ein Akt, der unter­strei­chen wür­de, dass die­ser Papst eine nicht zu unter­schät­zen­de Rol­le bei der Reform der Oster­lit­ur­gie hat­te (die doch arg defor­miert war) und die histo­risch-kri­ti­sche Metho­de in die katho­li­sche Theo­lo­gie ein­führ­te.
      Im Übri­gen ist „Mess­ver­hun­zer“ kei­ne ange­mes­se­ne Wort­wahl.

  8. Im öst­li­chen Chri­sten­tum gibt es den hei­li­gen Wun­der­tä­ter, thaumatûrgos, tschu­dot­vó­rez, zum Bei­spiel den hei­li­gen Bischof Niko­laus von Myra in Lyki­en, Wun­der­tä­ter.
    Bei uns gibt es seit Wei­ßen Sonn­tag 2014 den wun­der­lo­sen Hei­li­gen.
    (Mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge geschrie­ben.)

  9. Es ist grau­sam. Die­ser Papst spricht von der Kir­che wie ein x‑beliebiger (Pastoral-)Stratege ohne theo­lo­gi­schen und spi­ri­tu­el­len Tief­gang. Plat­ter als sei­ne Aus­sa­gen zum Kle­ri­ker­zö­li­bat und zum Oster­ter­min geht es ja nun wirk­lich nicht mehr. Naja, bei die­sem Mann sind wirk­lich alle Türen offen, denn er regiert die Kir­che rein prag­ma­tisch. Was von sei­nem Ver­ste­hens­ho­ri­zont her als gün­stig erscheint, wird (pas­send) gemacht, was nicht, wird gelas­sen. Pius XII. ist aus sei­ner Sicht ledig­lich eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur der „pela­gia­ni­schen“ Tra­di­ti­ons­feun­de und außer­dem eine Reiz­fi­gur für Isra­el, also wird sei­ne Selig­spre­chung auf den St. Nim­mer­leins­tag ver­scho­ben. Johan­nes XXIII. wird aus bekann­ten Grün­den durch­ge­wun­ken. Und der Herr Papst auf Abruf wird bei sol­cher­lei State­ments nicht ein­mal scham­rot. Dabei sind sie so durch­sich­tig wie die päpst­li­che Sou­ta­ne durch die man sei­ne schwar­zen Hosen sieht. Grau­sam.

    • War­um trägt Ber­go­glio nicht wei­ße Hosen unter dem Papst­ge­wand, wie es ange­mes­sen wäre. Jedes päpst­li­che Klei­dungs­stück, mit Auß­nah­me der roten Schu­he, ist weiß. Schwarz ist eine Far­be, die für den Papst nicht vor­ge­se­hen ist. Die Ant­wort ist, dass sich Herr Ber­go­glio sei­ner Rol­le als Papst der hei­li­gen katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che nicht bewusst ist oder das Amt nicht ernst nimmt. Bene­dikt strahlt im Ruhe­stand immer noch viel mehr Wür­de aus, als Ber­go­glio zu Amts­zei­ten.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Grau­sam ??

      Ich wür­de eher sagen geschmack- und stil­los !!

      Aber Stil kennt man in der VII Gesell­schaft schon lan­ge nicht mehr, wenn man je so etwas gekannt hat­te. Sie­he die vie­len Miss­bräu­che bei der Fei­er des Hl. Opfers. Woge­gen F. über­haupt nicht ein­schrei­tet.
      Im Gegen­teil man­macht mun­ter mit. Bischö­fe vor­an !!!

  10. Eben hör­te ich doch in den Nach­rich­ten des ZDF 19 Uhr, das Ber­go­glio auf dem Rück­flug vor der Pres­se die Miss­brauchs­fäl­le auf das schärf­ste ver­ur­teilt habe, die­se sei­nen besten­falls mit schwar­zen Mes­sen zu ver­glei­chen.
    Kann mir da bit­te jemand hel­fen, wie man das ver­glei­chen kann.
    Meint er das es Prie­ster gibt wel­che schwar­ze Mes­sen fei­ern?
    Oder war da viel­leicht Wein im Spiel?

  11. Ich fra­ge mich in letz­ter Zeit immer öfter, Hät­te der Prie­ster Ber­go­glio unter wah­ren und Hei­li­gen Päp­sten und Bischö­fen auch solch eine stei­le Kar­rie­re gehabt, oder hät­ten die­se den Prie­ster „Ber­go­glio“ ver­jagt?“ Und vor allen und das schmerzt tief, weil ich die­se Fra­ge sel­ber mit einen deut­li­chen „NEIN“ beant­wor­ten muss. „Darf ich mich so wie Fran­zis­kus“ gegen­über auch nur einer von Gott den Herrn abge­fal­le­nen und Sün­di­gen See­le ver­hal­ten?“ Und es ist zu ver­mu­ten, das Gott der Herr, um uns zu prü­fen „Ber­go­glio“ schick­te und er nun dabei ist „Die Spreu vom Wei­zen“ zu tren­nen.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  12. Mei­ner Mei­nung nach hät­te der Hei­li­ge Vater Bene­dikt XVI nicht wie­der den abge­schlos­se­nen römi­schen Pro­zeß einer erneu­ten Unter­su­chung unter­zie­hen sol­len, weil sei­tens jüdi­scher Insti­tu­tio­nen noch­mals Kri­tik laut wur­de am Ver­hal­ten Papst Pius XII wäh­rend der Juden­ver­fol­gun­gen. Pius XII hat nach­weis­lich und wis­sen­schaft­lich das Men­schen­mög­li­che und mehr als das getan, um an Leib und Leben bedroh­ten Juden das Leben zu ret­ten und er hat zutiefst der Chri­sten­pflicht ent­spre­chend gehan­delt und dar­über hin­aus in heroi­scher Wei­se. Alles ande­re ist Ver­leum­dung und üble Nach­re­de. Das unter­schei­det natür­lich in auf­fäl­li­ger Wei­se einen Nach­fol­ger Petri vom For­mat Pius XII zu heu­te ! Pius XII hät­te nie­mals auf­grund Kri­tik jüdi­scher oder zio­ni­sti­scher Welt­ver­bän­de die Hei­lig­spre­chung Pius X unter­las­sen. Es han­delt sich doch aus­schließ­lich um eine kir­chen­in­ter­ne Ange­le­gen­heit. Ich ver­mu­te hin­ter der ent­täu­schen­den Aus­sa­ge von Papst Fran­zis­kus eher kir­chen­po­li­ti­sche Grün­de und die Angst, durch eine Selig­spre­chung Pius XII die Bezie­hun­gen zu Isra­el zu bela­sten. Die­ser zio­ni­sti­scher Ein­fluss scheint doch sehr groß zu sein. Im Übri­gen passt eine Selig­spre­chung Pius XII nicht ins der­zei­ti­ge Kon­zept der Kir­che. Wer kann mit dem „Pastor Ange­li­cus“ heu­te schon etwas anfan­gen, wo die Gläu­bi­gen sich vie­ler­orts der Wür­de ihres heh­ren Glau­bens gar nicht mehr bewußt sind. So will man es absicht­lich ver­mei­den, „tra­di­tio­na­li­sti­sche“ Krei­se zu bedie­nen und das angeb­li­che Feh­len eines Wun­ders kommt da nur sehr gele­gen ! Das ist doch lei­der sehr leicht zu durch­schau­en.

    • Will man dem sehr frag­wür­di­gen, schlecht beleg­ten (nicht ein Zitat­nach­weis!) Buch von Mary Ball Mar­ti­nez über die „Unter­mi­nie­rung der Katho­li­schen Kir­che“ glau­ben, war Pius XII. sogar aktiv an einer zio­ni­sti­schen Ver­schwö­rung zur Errich­tung des Staa­tes Isra­el betei­ligt.

      Es ist ein­fach nur zum Heu­len, dass sowohl die „lin­ken“ und libe­ra­len als auch die tra­di­tio­na­li­sti­schen Katho­li­ken offen­bar kei­ner­lei Frei­heit des Gei­stes besit­zen und ein­zel­ne Per­so­nen und Sach­ver­hal­te vor­wie­gend durch die Käst­chen­bril­le ihrer poli­ti­schen Vor­ur­tei­le und Fehl­ein­schät­zun­gen sehen kön­nen — die Kreu­zes­nach­fol­ge spielt eine wesent­lich gerin­ge­re Rol­le, als sie alle­samt vor­ge­ben.

      Dabei haben wir hier kei­ne Hei­mat, kei­ne blei­ben­de Stät­te und all die­se Kate­go­rien dürf­ten im Den­ken eines Katho­li­ken nicht so hoch ange­setzt wer­den. Der Welt­geist schleicht in jedes Gehirn, und sowohl rechts wie links ver­steckt man sich am lieb­sten in einer Her­de, in einem Mas­sen­men­schen­tum und ver­steht nicht, dass ein Hei­li­ger (und wir all wären dazu beru­fen!), der nicht bereit ist, ALLES zu ver­las­sen, also auch Blut und Boden, Hei­mat, Fami­lie und sich selbst, nicht wert ist, ein Katho­lik zu hei­ßen. das zumin­dest hat Jesus so gesagt.

      Die Fra­ge kann also nie­mals sein, ob Pius XII. sich „poli­tisch kor­rekt“ ver­hal­ten hat bzw. in den Augen irgend­wel­cher rech­ten oder lin­ken Mas­sen „poli­tisch kor­rekt“ ver­hal­ten hat, son­dern ob er sein Kreuz auf sich genom­men hat und IHM nach­ge­folgt ist.

  13. Wenn das Inter­view tat­säch­lich so ver­lau­fen ist, wie beschrie­ben (irgend­wer wird das bald wie­der demen­tie­ren), dann fra­ge ich mich all­mäh­lich, in wel­chem Gei­stes­zu­stand Ber­go­glio ist. Das ist der­ma­ßen dümm­lich und zer­fah­ren, was er sagt, dass es eine Schan­de ist! Es hat nichts mit Respekt­lo­sog­keit zu tun, wenn ich das sage, son­dern mit Respekt vor Gott selbst und mit Respekt vor all jenen, die noch einen Rest­be­stand an Ver­nunft und Glau­ben wal­ten las­sen wol­len.

    1. Gera­de eben hat er einen wun­der­lo­sen Papst hei­lig­ge­spro­chen und nun kann er einen Papst nicht selig­spre­chen, weil kein Wun­der vor­liegt? (Das ist doch die rei­ne Ver­äp­pe­lung! Aber das Kir­chen­volk ist offen­bar der­ma­ßen ver­blö­det, dass es selbst die­sen Ham­mer schluckt!)
    2. Was will er in Sachen Geschie­de­ne eigent­lich sagen? Es hat noch nie einer behaup­tet, dass ein Geschie­de­ner „exkom­mu­ni­ziert“ sei. Es geht um die bür­ger­li­che Wie­der­ver­hei­ra­tung trotz gül­ti­ger Ehe!
    3. Er behaup­tet, jetzt end­lich wür­de über die Fami­lie gere­det. Er scheint völ­lig unge­bil­det zu sein: hat nicht Johan­nes Paul II., trotz allem, was man ihm zu Recht vor­wer­fen kann, unab­läs­sig von der Fami­lie ger­det? Soll­te F. mal einen Kurs neh­men und sei­nen Bil­dungs­rück­stand auf­ho­len? Denn vor JP II hat auch Paul VI (Huma­nae vitae) von der Fami­lie gere­det, davor fast jeder Papst, sogar Pius XI (Casti conu­bii)…
    4. Dar­aus muss man schlie­ßen: F. meint nicht, dass man von der Fami­lie nicht gere­det habe, son­dern er meint: man habe „zu kasu­istisch“ von ihr gere­det und zu wenig das akzep­tiert, was die Welt gera­de so macht, zum Bei­spiel wild zusamm­an­zu­hau­sen. Er will alles in „Ein­zel­fäl­le“ auf­lö­sen, im Klar­text: es gibt kei­ne ver­bind­li­che Glau­bens­re­gel mehr, wenn es nach ihm geht. Sagen wir es doch offen und ehr­lich.
    5. Dass der Prie­ster­z­ö­li­bat auf­ge­löst wird, haben wir hier­mit erfah­ren!
    6. Das Geschwätz über das unmensch­li­che Wirt­schafts­sy­stem hilft so kaum wei­ter. Er müss­te sich sau­ber äußern: dies und das ist dar­an nicht rich­tig, so und so müss­te man es anders anpacken, viel­leicht mal Leo XIII. zur Kennt­nis neh­men, aber auch, dass die Katho­li­sche Kir­che sowohl Neue Welt­wirt­schafts­ord­nung als auch den Kommunismus/Kollektivismus min­de­stens seit Pius XII. stark unter­stützt hat.
    7. Dass es schwer­wie­gen­de theo­lo­gi­sche Irr­tü­mer und Häre­si­en auf­sei­ten der Ortho­do­xie gibt, ver­schweigt F. und will es ver­tu­schen. Man könn­te den­ken, das Schis­ma läge nur an einem ver­schie­de­nen Oster­ter­min… was an sich schon so vul­gär ist, dass es einen ekelt, das über­haupt so dis­ku­tie­ren zu müs­sen. Dass aber die Ortho­do­xie Wel­ten von der wah­ren katho­li­schen Auf­fas­sung ent­fernt ist, wird nicht nur durch F., son­dern sowohl durch Pro­gres­si­ve als auch Tra­di­tio­na­li­sten aus Oppor­tu­ni­täts­zwecken ver­tuscht. Mehr „Ein­heit“ mit den Ortho­do­xen ohne deren Umkehr von häre­ti­schen Wegen wird die katho­li­sche Kir­che voll­ends zer­stö­ren. Man soll­te sich da von Kir­chen­ge­sang und „pracht­vol­len lit­ur­gi­schen Gebräu­chen“ nicht blen­den las­sen! Das offen­bar­te nur unse­ren Welt­geist.

  14. und ich ver­gaß noch:

    8. Die „Insti­tu­ti­on“ des eme­ri­tier­ten Pap­stes oder Bischofs nennt F. eine geöff­ne­te ür. Fragt sich nur, wel­che Tür da geöff­net wur­de, schon mit Paul VI. und der Bischofse­me­ri­tie­rung. Man muss sich dar­über klar sein, dass es um eine tota­le Umge­stal­tung des Prie­ster­tums gehen wird. Ein Prie­ster oder Bischof oder Papst, der lebens­lang im Amt ist, so wie man als Ehemann/Ehefrau lebens­lang im „Amt“ ist (der Ver­gleichs­punkt ist nicht der spe­zi­el­le Inhalt die­ser „Ämter“, son­dern die sakra­men­ta­le Auf­fas­sung. Uns muss klar sein, dass seit der Mög­lich­keit, sich „eme­ri­tie­ren“ zu las­sen, wenig­stens ten­den­ti­ell der sakra­men­ta­le Cha­rak­ter des Wei­he auf­ge­ho­ben wor­den ist. Bei kei­nem ande­ren Sakra­ment wür­de man den­ken, dass des­sen Wesens­ein­zeich­nung in uns irgend­wann ein­mal in die Pas­si­vi­tät ver­scho­ben wird…
    Wenn dann noch der Zöli­bat fällt und auch die Wie­der­ver­hei­ra­tung erlaubt wird, beginnt das End­sta­di­um: ohne Prie­ster­tum als immer­wäh­ren­des Sakra­ment bis zum Ende des Lebens, ohne unauf­lös­li­che Ehe bis zum Ende des Lebens ist das sakra­men­ta­le Leben der RKK erlo­schen.

    Das ist es, war­auf wir uns in Bäl­de ein­stel­len müs­sen.

    • @ zeit­schnur u. zeit­los:

      Sie haben bei­de sooo recht. Ich wie­der­ho­le hier noch­mals was ich neu­lich schon mal in einem ande­ren Kom­men­tar geschrie­ben habe: Ich hof­fe sehr, daß es auf der Syn­ode im Okto­ber zu einer Revol­te gegen die­sen unsäg­li­chen Ber­go­glio-Papst kommt und die­ser und sein ver­sagt haben­der Vor­gän­ger, der mit Zäh­nen und Klau­en die­ses elen­di­ge Kon­zil ver­tei­digt hat, aus dem Vati­can ver­jagt wer­den, Irgend­wo in ein Wüsten­klo­ster in der Mon­go­lei weil’s so schön weit weg ist, wo sie bei­de dann als ein­fa­che Klo­ster­brü­der bis zu ihrem seli­gen Ende über ihre Schuld an der Zer­stö­rung der Kir­che Jesu Chri­sti nach­den­ken dür­fen und natür­lich nur im „triden­ti­ni­schen Ritus“ zele­brie­ren dür­fen. Und das die­se Syn­ode dann einen wür­di­gen Mann zum Papst wählt, der den Mut und die Kraft hat, die Kir­che wie­der auf­zu­rich­ten, d.h.: Das Kon­zil als größ­te Häre­sie aller Zei­ten für ungül­tig erklärt, mit allem was dar­aus her­vor gegan­gen ist: Alle Päp­ste seit 1958 aus der Papst­li­ste streicht, NOM, alle Hei­lig­spre­chun­gen auf den Prüf­stand, vor allem die der letz­ten bei­den Päs­p­te, Wei­he­ri­ten wie­der kor­ri­gie­ren, fal­schen Öku­me­nis­mus been­den… usw. usw. … Tia­ra wie­der auf­set­zen, Inthro­ni­sa­ti­on (Chri­stus König…). …

      LAUDETUR JESUS CHRISTUS !!

      • Lie­ber Herr Schön­ber­ger, mei­nen Sie nicht, dass Sie zumin­dest gegen­über JP II und Bene­dikt XVI. ein wenig unge­recht sind? Und wenn JP II. so in allem völ­lig dane­ben gele­gen hat. Wie konn­te es sein, dass jetzt zwei aner­kann­te Wun­der auf ihn zurück­ge­hen. Oder wol­len Sie die auch so mir nichts dir nichts für nicht exi­stent erklä­ren? Und glau­ben Sie, es gibt im aktu­el­len Kar­di­nals­kol­le­gi­um jeman­den, den man in Ihrem Sin­ne zum Papst küren könn­te?

      • Sie spre­chen mir aus der See­le Herr Schön­ber­ger, allein ich fürch­te, daß dies ein from­mer Wunsch blei­ben wird. Man müß­te die­sen Papa qua­si hae­re­ti­cus schleu­nigst vom Stuh­le Petri ent­fer­nen bevor er noch mehr Scha­den anrich­tet.
        Dies den­ken gewiß vie­le im Kar­di­nals und Bischofs­kol­le­gi­um. Doch ich fürch­te, daß wie­der alle kuschen wer­den aus Angst ihre Pfrün­de zu ver­lie­ren.
        Seit der Wahl die­ses Fran­zis­kus wird es mir schlecht wenn ich ihn sehe oder von sei­nen Eska­pa­den höre. Er zer­stört alles was vom Hei­lig­tu­me noch übrig war.

        • Hm … wenn Sie noch das ‚qua­si‘ etwas umstel­len wür­den, etwa so: ‚qua­si-Papa hae­re­ti­cus‘, dann … 😉 — na, eigent­lich ein zu ern­stes und trau­ri­ges The­ma, um da her­um­zu­wit­zeln; es sei denn, man betrach­te es als scheint’s gele­gent­lich not­wen­di­gen Selbst­schutz-Sar­kas­mus!

          Was uns fehlt: ein Atha­na­si­us, ein Lef­eb­v­re die­ser Zeit, der Mut hat, der auf­steht und kämpft! — Wenn auch nur ein Kar­di­nal, oder auch nur ein Orts­bi­schof „hin­schmei­ßen“ wür­de, dann wäre dies ein gewal­ti­ges Signal.

      • Herr­li­ches Sze­na­rio, Herr Schön­ber­ger, bloß — woher sol­len die rich­ti­gen Bischö­fe dazu kom­men? Soviel ich weiß, wer­den die Teil­neh­mer an der Syn­ode doch von den Bischofs­kon­fe­ren­zen ent­sandt (oder?), und die wer­den mit Sicher­heit stramm auf Linie sein …

        @ Aven­tin: der Papst kann ja nicht nur aus dem einst­mals Hei­li­gen Col­le­gi­um (das hieß wirk­lich so, und heu­te heißt’s eben anders!^^) gewählt wer­den; wähl­bar ist jeder gei­stig gesun­de, getauf­te Mann katho­li­schen Glau­bens (ggf. erfor­der­li­che Wei­hen wer­den dann gleich nach der Wahl gespen­det). Und: Selbst­ver­ständ­lich glau­be ich an Wun­der bzw. an die Mög­lich­keit von Wun­dern auf Für­spra­che hin — wenn es der Wil­le Chri­sti ist; ob ich aber — unter all den gege­be­nen Umstän­den — auch an die entspr. Prü­fungs­kom­mis­sio­nen, an die Zuver­läs­sig­keit der neu­en (von JPII ja erheb­lich „ver­schlank­ten“) Ver­fah­rens­ord­nung glau­ben muß, steht auf einem ganz ande­ren Blatt …

      • Auf wes­sen Sei­te wür­de aber die Schwei­zer Gar­de ste­hen? Auf der Sei­te des Pap­stes, den zu beschüt­zen sie gelobt hat, oder auf der Sei­te der, zu Recht, pro­te­stie­ren­den Bischö­fe? Ich glau­be kaum, dass es einen Putsch geben wird, denn den mei­sten Bischö­fen fehlt es heu­te an Tat­kräf­tig­keit und lie­ben Bequem­lich­keit. Ihrer Aus­sa­ge aber nach zu urtei­len, dass alle Päp­ste seit Johan­nes XXIII Gegen­päp­ste sei­en, ent­neh­me ich, dass Sie Sedis­va­kan­tist sind. Es war sicher­lich einer der größ­ten Feh­ler von Pius XII, Ron­cal­li zum Kar­di­nal zu kre­ieren. Aber er wur­de Kar­di­nal und spä­ter auch, aus wel­chen Grün­den auch immer, zum Papst gewählt. Es war aber das läng­ste Kon­kla­ve des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts, wor­aus zu deu­ten ist, dass bei ihm die größ­te Unei­nig­keit herrsch­te. Das Kon­kla­ve zur Wahl von Pius XII dage­gen war das kür­ze­ste des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts. Es lag aber nicht allein an Ron­cal­li. Es herrsch­te viel­mehr ein all­ge­mei­ner Reform­wil­len unter den dama­li­gen Bischö­fen, sonst hät­te es meh­re­re Bischö­fe wie Lef­eb­v­re und Otta­via­ni gege­ben, die gegen man­che Erneue­run­gen pro­te­stiert hät­ten. Das Kon­zil war ein Kata­ly­sa­tor und vie­le nutz­te es, um ihre eige­nen Ideen zu ver­wirk­li­chen und umzu­sät­zen. Sar­to und Ron­cal­li, zwei Päp­ste, die unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten, haben aber auf jeden Fall zwei Din­ge gemein­sam. Sie waren bei­de vor ihrer Papst­wahl Patri­arch von Vene­dig und wur­den bei­de Hei­lig­ge­spro­chen, Ron­cal­li aller­dings wun­der­los. Ein Zei­chen viel­leicht, dass in der heu­ti­gen Zeit Wun­der an Bedeu­tung ver­lo­ren haben, vie­le Bischö­fe glau­ben ver­mut­lich nicht dar­an, und die Pro­fa­nie­rung auch bei Hei­lig­spre­chun­gen nicht halt macht. Wenn man aber, wie von ihnen gefor­dert, Bene­dikt und Fran­zis­kus aus dem Vati­kan ver­bannt, was nur durch einen Putsch mög­lich wäre, und in die Mon­go­lei ver­frach­tet, dann soll­te man die vier letz­ten ver­stor­be­nen Päp­ste exhu­mie­ren und ihre Leich­nah­me eben­falls in die Mon­go­lei schicken. Ihre Bild­nis­se in Sankt Paul vor den Mau­ern kann man dann eben­falls ent­fer­nen und eine über 50-jäh­ri­ge Sedis­va­kanz anset­zen, wie es die Sedis­va­kan­ti­sten heu­te schon tun.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  15. Die Aus­sa­gen Ber­go­gli­os über den Oster­ter­min sind grau­en­voll in ihrer Platt­heit, in ihrer tri­via­len Spra­che. So wird der Glau­be bis ins Uner­träg­li­che bana­li­siert. Und das durch den Papst.

    Katho­li­ken im deut­schen Sprach­raum sind Bana­li­sie­run­gen des Glau­bens stän­dig aus­ge­setzt durch Bischö­fe und Prie­ster. Doch in die­sem flap­si­gen Ton spre­chen in der Regel auch Prie­ster nicht, die theo­lo­gisch die Auf­er­ste­hung in das Inne­re der Apo­stel, der Jün­ger und Jün­ge­rin­nen Jesu Chri­sti ver­le­gen und das rea­le Ereig­nis abstrei­ten.
    Viel­leicht spre­chen sie so abends in der „Bar“ von Fort­bil­dungs­häu­sern, nach dem x. Glas Wein, Bier oder Hoch­pro­zen­ti­gem.

    F. braucht die­se „Ent­span­nung“ oder Ver­ne­be­lung durch Alko­hol nicht, um über den Oster­ter­min zu quat­schen wie ein Besof­fe­ner.

    In einem ande­ren Bei­trag wur­de von einem Kom­men­ta­tor dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Gefahr besteht, dass das Papst­tum ins­ge­samt demo­liert wird. Ich sehe die Gefahr auch, das Amt des Pap­stes an sich ist längst in Mit­lei­den­schaft gezo­gen, die Ver­su­chung, sich zum Rich­ter, zur Rich­te­rin über die Päp­ste auf­zu­spie­len, ist zwei­fel­los gege­ben.
    Doch wir sind mit und seit dem II. Vati­ka­num mit Päp­sten geschla­gen, die den Glau­ben mehr oder weni­ger zer­stö­ren, die den rabia­ten Zer­stö­rern, den Star-Theo­lo­gen an den Uni­ver­si­tä­ten und theo­lo­gi­schen Kom­mis­sio­nen nicht nur kei­nen Ein­halt gebie­ten, son­dern sie in die­se Kom­mis­sio­nen beru­fen haben. Oder sie mit der Kar­di­nal­s­wür­de aus­zeich­ne­ten.

    Doch Ber­go­glio mit sei­ner uner­träg­li­chen Platt­heit, Tri­via­li­tät, Stil­lo­sig­keit über­trifft sie alle.
    Ich den­ke, wir müs­sen es beim Namen nen­nen, wenn es uns bewusst wird. Aus Lie­be zum katho­li­schen Glau­ben. Und im Hin­ter­kopf behal­ten: Die­se Situa­ti­on ist eine Not­si­tua­ti­on. Es ist nicht üblich, es ist nicht der Nor­mal­fall, dass katho­li­sche Lai­en so über Päp­ste urtei­len, wie ich es mir zum Bei­spiel erlau­be. Doch in die­ser Not­si­tua­ti­on wie­der­ho­le ich: Ber­go­glio spricht über den Oster­ter­min wie ein Besof­fe­ner. Er ist aber nicht besof­fen. Er bana­li­siert den Glau­ben bewusst. In einer Kir­che, in der das sowie­so schon die Regel ist. Es ist grau­en­voll, das mit­er­le­ben zu müs­sen. Es ist eine Not­si­tua­ti­on. In der es not­wen­dig ist, das Grau­en zur Spra­che zu brin­gen…

    • Gut gesagt. Über so viel Bana­li­sie­rung und Stil­lo­sig­keit kann man nur betrof­fen den Kopf schüt­teln. Ber­go­glio ist eine ein­zi­ge Kathastro­phe.

  16. Der Papst hat in die­sem Inter­view, das lei­der hier nicht voll­stän­dig vor­liegt, auf das sei­ner Mei­nung nach unmensch­li­che Wirt­schafts­sy­stem auf­merk­sam gemacht. Er sprach von der hohen Zahl beson­ders jun­ger Men­schen in vie­len Län­dern, die kei­ne Arbeit haben.
    In die­sem Zusam­men­hang nann­te er auch die nied­ri­gen Gebur­ten­ra­ten etwa in Spa­ni­en und Ita­li­en, und sprach dabei auch die Abtrei­bung wie die Eutha­na­sie an.
    Papst Fran­zis­kus fand dar­über­hin­aus star­ke Wor­te zum Kin­des­miß­brauch. Da gibts für ihn kei­ne Tole­ranz.
    Auch äußer­te er sich sehr besorgt über die Chri­sten­ver­fol­gung in vie­len Län­dern.

    • Ja, das ist rich­tig. Und das erwar­te ich vom Ober­haupt mei­ner Kir­che. Aber die­se „star­ken Wor­te“ über Eutha­na­sie, Abtrei­bung, Arbeits­lo­sig­keit oder Wirt­schafts­kor­rup­ti­on, wer­den die Kir­che nicht ret­ten. Das ande­re was er gesagt hat, so neben­bei, wird die Kir­che jedoch zer­stö­ren. Was den­ken Sie, hat nun mehr Gewicht?

      • Was Papst Fran­zis­kus @Cleo sonst noch gesagt hat, muß nicht unbe­dingt die Kir­che zer­stö­ren. Da ist ja ein offe­ner Gedan­ken­aus­tausch im Gan­ge und das hat auch sein Gutes. Mir hät­te es gefal­len, wenn hier das gesam­te Inter­view in deut­scher Über­set­zung abge­druckt wor­den wäre.
        Papst Fran­zis­kus mokiert sich ja in Sachen Ehe, Fami­lie und staat­lich Zweit­ver­hei­ra­te­ten (aber kirch­lich in Erste­he Gebun­de­nen) über „Kir­chen­leu­te und Prie­ster“, denen er vor­hielt, die gesam­te The­ma­tik auf den Kom­mu­nion­emp­fang von sog. wvh. Geschie­de­nen zu ver­en­gen. Das klingt etwas unver­ständ­lich für mich. Denn dazu hat­te er, Papst Fran­zis­kus, selbst genü­gend Anlaß gege­ben und es war rich­tig, daß Kar­di­nal Mül­ler und ande­re kom­pe­ten­te Kar­di­nä­le hier­zu inter­ve­nier­ten und die gül­ti­gen unver­han­del­ba­ren Leh­ren noch­mals bekräf­tig­ten. Ande­re Kar­di­nä­le mit ande­ren Ansich­ten wie Herr Kar­di­nal Marx hat­ten eben­falls das The­ma Kom­mu­nion­emp­fang in den Blick­punkt genom­men. Auch die­se kann er gemeint bzw. kri­ti­siert haben.
        Des­halb sind Wer­tun­gen über die­se Äuße­run­gen des Pap­stes m. Er. sehr schwie­rig. Und das betrifft sicher auch sei­ne kur­ze Äuße­rung zum Zöli­bat.

  17. Eine Fra­ge am Ran­de, denn der betref­fen­de Arti­kel dazu ( https://www.katholisches.info/2014/05/14/bergoglio-effekt-sekretaer-der-bischofskonferenz-distanziert-sich-von-lebensschuetzern/ )
    lässt sich nicht mehr kom­men­tie­ren. Hier wird unter­stellt, Papst Fran­zis­kus hät­te von Lebens­schüt­zern als von Beses­se­nen gespro­chen.

    Nun habe ich das Inter­view auf Eng­lisch gefun­den:

    http://www.americamagazine.org/pope-interview

    Hof­fent­lich ist die­ses das rich­ti­ge Inter­view!
    Nur wo hat Papst Fran­zis­kus Lebens­schüt­zern „Beses­sen­heit“ vor­ge­wor­fen?

    Das ein­zi­ge was ich fin­de ist:

    Zitatanfang.“We can­not insist only on issu­es rela­ted to abor­ti­on, gay mar­ria­ge and the use of con­tracep­ti­ve methods. This is not pos­si­ble. I have not spo­ken much about the­se things, and I was repri­man­ded for that. But when we speak about the­se issu­es, we have to talk about them in a con­text. The tea­ching of the church, for that mat­ter, is clear and I am a son of the church, but it is not necessa­ry to talk about the­se issu­es all the time.

    “The dog­ma­tic and moral tea­chings of the church are not all equi­va­lent. The church’s pasto­ral mini­stry can­not be obses­sed with the trans­mis­si­on of a dis­join­ted mul­ti­tu­de of doc­tri­nes to be impo­sed insist­ent­ly. Pro­cla­ma­ti­on in a mis­sio­na­ry style focu­ses on the essen­ti­als, on the necessa­ry things: this is also what fasci­na­tes and attracts more, what makes the heart burn, as it did for the disci­ples at Emma­us. We have to find a new balan­ce; other­wi­se even the moral edi­fice of the church is likely to fall like a hou­se of cards, losing the fresh­ness and fra­gran­ce of the Gos­pel. The pro­po­sal of the Gos­pel must be more simp­le, pro­found, radi­ant. It is from this pro­po­si­ti­on that the moral con­se­quen­ces then flow.
    Zita­ten­de.

    Soll­te das, was ich gefun­den habe, dem Wort­laut ent­spre­chen und das die ent­schei­den­de Text­pas­sa­ge sein, so ist die Behaup­tung nicht ein­fach zu stel­len, der Papst habe Lebens­schüt­zern „Beses­sen­heit“ vor­ge­wor­fen..
    Auch die rei­ße­ri­sche Über­schrift „Der Ber­go­glio-Effekt“ hät­te kei­ne Grund­la­ge.

    Ich ver­su­che in mei­nen Kom­men­ta­ren die nöti­ge Distanz ein­zu­hal­ten, um nicht gegen die Wahr­heit zu sün­di­gen. Gewiss ist mir das in der Ver­gan­gen­heit nicht gelun­gen.
    Den­noch ist das mein Anspruch.

    Es wäre für mich per­sön­lich eine gro­ße Ent­täu­schung, wür­de katholisches.info für Schlag­zei­len leicht­fer­tig Aus­sa­gen die­ser Art pro­du­zie­ren. Es gehört bei Zita­ten, doch auch immer das Text­um­feld, der Kon­text hin­zu. Alles ande­re ist Stim­mungs­ma­che.

    Ist die Pas­sa­ge mei­ner­seits leicht­fer­tig über­se­hen wor­den, so mei­ne ehr­li­che Bit­te um Ver­zei­hung.

  18. „die Cau­sa (Papst Pius XII.) offen ist. Ich habe mich infor­miert, aber es gibt noch kein Wun­der. Es kann also nicht fort­ge­setzt wer­den. Wir müs­sen die Rea­li­tät der Cau­sa respek­tie­ren. Aber es gibt kein Wun­der: Es braucht zumin­dest eines für eine Selig­spre­chung. Ich kann nicht sagen, ob er selig­ge­spro­chen wird oder nicht.“

    Durch wen hat sich der Papst infor­mie­ren las­sen?

    http://stmichaelsociety.com/2010/01/20/possible-miracle-of-venerable-pius-xii-emerges-validates-his-heroic-virtue-in-the-face-of-mainstream-misconception/

    Danach gibt es aus dem Jahr 2005 den Bericht einer medi­zi­nisch uner­klär­li­chen Hei­lung einer krebs­kran­ken Frau infol­ge eines Gebetsturm ihres Man­nes zu Papst Pius XII. als Für­bit­ter.
    Neun Jah­re danach ist die­ser Bericht völ­lig wert­los?

Kommentare sind deaktiviert.