Franziskaner der Immakulata: Neuer Orden? Der Spott der kommissarischen Generalkurie

Papst Franziskus und Kommissar Pater Fidenzio Volpi(Rom) Die kom­mis­sa­ri­sche Gene­ral­ku­rie der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta (FI) nahm im spöt­ti­schen Ton zu einem jüngst erschie­ne­nen Arti­kel von Rora­te Cae­li Stel­lung. Die bekann­te tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne eng­lisch­spra­chi­ge Inter­net­sei­te berich­te­te am 14. Mai, daß ein „beträcht­li­cher“ Teil des Ordens, zwi­schen 100 und 150 Brü­der, an die Römi­sche Kurie appel­liert habe, aus dem Orden päpst­li­chen Rechts ent­las­sen zu wer­den und eine Gemein­schaft diö­ze­sa­nen Rechts wer­den zu kön­nen.
Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, seit 1998 ein Insti­tut päpst­li­chen Rechts, wur­den am 11. Juli 2013 mit päpst­li­cher Bil­li­gung von der Ordens­kon­gre­ga­ti­on unter kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung gestellt. Offi­zi­ell wur­den bis heu­te kei­ne Grün­de für den dra­sti­schen Ein­griff genannt. In Wirk­lich­keit las­sen sich die Grün­de durch­aus rekon­stru­ie­ren. Die Lei­tung der Ordens­kon­gre­ga­ti­on stör­te der Wech­sel in der ordens­in­ter­nen Lit­ur­gie vom neu­en zum alten Ritus, die Teil­nah­me des Ordens an einer kri­ti­schen Über­prü­fung des Kon­zils und sei­ner Doku­men­te sowie der Nach­kon­zils­zeit, und nicht zuletzt die Tat­sa­che, daß der Orden wegen sei­ner Ernst­haf­tig­keit und Stren­ge einer der blü­hend­sten Orden der Katho­li­schen Kir­che war.

Seit dem har­ten Ein­griff der Ordens­kon­gre­ga­ti­on mit der Abset­zung der Ordens­lei­tung und der Ver­hän­gung des Haus­ar­rests über den Ordens­grün­der, Pater Ste­fa­no Maria Manel­li, suchen die Brü­der einen Weg, das Cha­ris­ma des Ordens zu ret­ten und wei­ter­hin den Alten Ritus pfle­gen zu kön­nen.

Antrag auf Wechsel der FI zu Ecclesia Dei ignoriert

Bereits im Herbst stell­te ein beträcht­li­cher Teil der Brü­der den Antrag, daß der Orden als alt­ri­tu­el­ler Orden aner­kannt und der Juris­dik­ti­on der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei unter­stellt wird. Der Antrag wur­de von der Ordens­kon­gre­ga­ti­on bis­her igno­riert. In die­sem Zusam­men­hang ist der neue Ver­such zu sehen, auf das bereits gewähr­te päpst­li­che Recht zu ver­zich­ten. Unter einem wohl­wol­len­den Diö­ze­san­bi­schof soll­te, so der Wunsch der Unter­zeich­ner der Peti­ti­on, ein neu­er Orden diö­ze­sa­nen Rechts errich­tet wer­den.

Die kom­mis­sa­ri­sche Gene­ral­ku­rie der Fan­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, um genau zu sein der vom päpst­li­chen Kom­mis­sar ein­ge­setz­te Gene­ral­se­kre­tär Pater Alfon­so Bru­no ant­wor­te­te inzwi­schen auf den Arti­kel: „Rora­te Cae­li lügt erneut über uns“. Für die Brü­der, die den Alten Ritus bei­be­hal­ten möch­ten, hat der Gene­ral­se­kre­tär nur abschät­zi­ge, wenig barm­her­zi­ge Wor­te übrig.

Neuer Orden diözesanen Rechts?

Die Gene­ral­ku­rie bestä­tig­te aller­dings den Antrag um „Ent­bin­dung von den Ordens­ge­lüb­den“, spiel­te aber die Trag­wei­te her­un­ter. „Nur rund 15 Prie­ster und eben­so­viel Semi­na­ri­sten mit zeit­li­chen Gelüb­den“ hät­ten den Antrag gestellt. Kurz­um ledig­lich etwa zehn Pro­zent der ver­blie­be­nen Ordens­an­ge­hö­ri­gen und nicht 30–40 Pro­zent. Die inne­re Not der Ordens­brü­der nach einem Jahr unter kom­mis­sa­ri­scher Ver­wal­tung, dem Ver­bot des Alten Ritus, der Ver­hän­gung von zahl­rei­chen Ein­schrän­kun­gen, der Auf­lö­sung meh­re­rer Klö­ster, der Sus­pen­die­rung und Räu­mung des inter­na­tio­na­len Prie­ster­se­mi­nars wird vom ein­ge­setz­ten Gene­ral­se­kre­tär völ­lig aus­ge­blen­det.

„Haben noch nicht einmal Bischof, der sie will“

In spöt­ti­schem Ton schreibt die Gene­ral­ku­rie, daß die Prie­ster, die den Orden ver­las­sen wol­len, „in zwei Mona­ten nicht ein­mal einen Bischof gefun­den haben“, der bereit wäre, sie auf­zu­neh­men. Pater Alfon­so Bru­no, die ordens­in­ter­ne graue Emi­nenz hin­ter dem Putsch von 2013 gegen die Ordens­lei­tung lie­fert zugleich sei­ne Inter­pre­ta­ti­on der Din­ge, die jener Linie ent­spricht, die er seit dem ver­gan­ge­nen Som­mer ver­brei­tet: Beim Antrag um Ent­bin­dung von den Ordens­ge­lüb­den und dem Wunsch einen neu­en Orden zu grün­den, hand­le es sich „ledig­lich um eine destruk­ti­ve und sabo­tie­ren­de Stra­te­gie der ehe­ma­li­gen Ordens­obe­ren, die aus ideo­lo­gi­schen Grün­den und per­sön­li­chen Inter­es­sen kein Ende der Kri­se wol­len“. Der Gene­ral­se­kre­tär nennt aller­dings auch in die­sem Fall kei­ne Grün­de für die kom­mis­sa­ri­sche Ver­wal­tung und eben­so wenig, um wel­che „Kri­se“ es sich han­delt und wer die­se „Kri­se“ ver­ur­sacht hat.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta

28 Kommentare

  1. Man kann nur hof­fen und beten, daß die Füh­rung der FSSPX end­lich die Leh­ren aus dem skan­da­lö­sen Umgang mit den FI zieht und rea­li­siert, daß mit dem besetz­ten Rom kei­ner­lei Über­ein­kunft mög­lich ist. Wenn die Imma­ku­la­ta tri­um­phiert, wie in Fati­ma vor­aus­ge­sagt, dann bedarf es kei­ner „Über­ein­kunft“ mehr mit der 5. Kolon­ne, die der­zeit den Vati­kan besetzt hält!

  2. Den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus zu zele­brie­ren und die Mes­se Paul VI. intern nicht mehr, dazu noch das Kon­zil in Fra­ge zu stel­len und die nach­kon­zi­lia­ren „Refor­men“, das ist der­zeit in der Kir­che nicht mög­lich. Das erlaubt auch „Eccle­sia Dei“ nicht. Der Bischof, der das in sei­ner Diö­ze­se erlaubt, wird zum Feind­bild, man wür­de ihm sein Leben und Wir­ken sehr schwer machen.

    Es bleibt nur die Hoff­nung, dass die 100 bis 150 Ordens­män­ner beharr­lich blei­ben, dass sie ihrer Beru­fung treu blei­ben und erken­nen, was Gott von ihnen in die­ser schwe­ren Prü­fung will.

  3. Wer das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil und sei­ne Päp­ste und sei­ne Hier­ar­chie aner­kennt; wer die Legi­ti­mi­tät der Novus-Ordo-Mes­se und ande­ren Novus-Ordo-Sakra­men­te aner­kennt; wer das Kir­chen­recht von 1983 und die päpst­li­chen Lehr­schrei­ben und Anord­nun­gen und son­sti­gen Auto­ri­täts­ak­te aner­kennt …: der darf sich nicht wun­dern, wenn sein Ver­such, alle die kon­zi­lia­ren und nach­kon­zi­lia­ren Neue­run­gen mit der Treue zur katho­li­schen Tra­di­ti­on zu ver­bin­den, auf zyni­schen Wider­stand trifft und er unge­recht behan­delt, schi­ka­niert und drang­sa­liert, geschur­igelt und kujo­niert wird, und dann muss er die­se Prü­fun­gen eben im christ­li­chen Geist ertra­gen !
    „Ihr Haus­knech­te, ord­net euch in aller Furcht euren Her­ren unter, nicht nur den guten und mil­den, son­dern auch den ver­kehr­ten! Denn das ist Gna­de, wenn jemand aus Gewis­sen­haf­tig­keit gegen­über Gott Krän­kun­gen erträgt, indem er zu Unrecht lei­det. Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr gedul­dig Schlä­ge ertragt, weil ihr gesün­digt habt? Wenn ihr aber für Gutes­tun lei­det und es gedul­digt ertragt, das ist Gna­de bei Gott.“ (1 Petr 2,18–20)
    Wer A sagt, muss auch B sagen.
    Wer zu dem nach­kon­zi­lia­ren System Ja sagt, der muss auch zu sei­nen Regeln und Resul­ta­ten Ja sagen.
    Fragt sich, ob die Resul­ta­te = Früch­te gut oder schlecht sind.
    Sind sie unterm Strich gut, dann ist Vati­ka­num 2 und was danach kommt gerecht­fer­tigt. In die­ser Per­spek­ti­ve sind die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta dann Que­ru­lan­ten, die gemaß­re­gelt wer­den müs­sen, um das System nicht zu stö­ren.
    Sind aber die Früch­te schlecht, dann ist auch Vati­ka­num 2 und die dar­auf errich­te­te Neu­kir­che schlecht.
    Wor­an kann man das mes­sen? An der gött­li­chen Offen­ba­rung.

  4. Um die Fra­ge zuzu­spit­zen.
    Hat es etwas mit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil und sei­nen Päp­sten zu tun, wenn zum Bei­spiel ein Kar­di­nal vor dem Hin­du-Gott Gane­s­ha Weih­rauch brennt –und wenn er dafür von sei­nem Vor­ge­setz­ten, das war damals der hei­lig­ge­spro­che­ne Papst Johan­nes Paul II., nicht gerügt wur­de!, oder hat es damit nichts zu tun?
    http://www.traditioninaction.org/Questions/Images/B_054_diasdemon.jpg

  5. War­um machen es sich die „Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta“ nur sel­ber so schwer, sie könn­ten ja sofort die gesam­te Kon­zils­kir­che, ali­as „Die Neue Kir­che“ hin­ter sich las­sen, also die männ­li­chen Ordens­mit­glie­der könn­ten sich ja bei einen die­ser Orden mel­den, http://pius.info/befreundete-orden/maenner , die weib­li­chen Ordens­mit­glie­der ja bei einen die­ser Orden http://pius.info/befreundete-orden/frauen . Aber wie es scheint har­ren die­se lie­ber solan­ge in „Kada­ver- Füh­rer­ge­hor­sam“ aus, bis sie wahr­lich völ­lig ver­nich­tet, oder vom Glau­ben abge­fal­len sind. Denn wenn sie zu einen die­ser Orden gehen wür­den und ich ver­mu­te das allei­ne die Ankün­di­gung zu einen der ob genann­ten Orden zu gehen, den Vati­kan ein wenig die Augen auf­ge­hen las­se wür­de. So aber ist das was mit den „Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta“ geschieht, in mei­nen Augen nichts ande­res als ein Pro­be­lauf um zu sehen wie weit kön­nen wir noch gehen und wann kön­nen wir end­lich, mit den „Eccle­sia Dei Gemein­schaf­ten“ genau­so ver­fah­ren.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Eine Inte­grie­rung in die Pius-Gemein­schaft ist schwer, weil die FSSPX wich­ti­ge Kon­zils­be­schlüs­se ablehnt. Zudem hat die FSSPX sich bis­her über­haupt nicht für die F.I. stark gemacht. Soli­da­ri­tät sieht anders aus.

      • Im Gegen­satz zu den Petru­sen, hat die FSSPX zu den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta NICHT geschwie­gen, sie­he http://pius.info/archiv-news/892-kirchenkrise/8137-kalter-wind-aus-rom-fuer-die-tradition nur ist halt die Fra­ge ob die „Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta“ einen Kon­takt und die Hil­fe der FSSPX über­haupt wol­len und anneh­men wür­den. Daher ist zu ver­mu­ten das die­se lie­ber ihre Ver­nich­tung hin­neh­men wer­den als von ihren „Kada­ver- Füh­rer­ge­hor­sam“ abzu­las­sen.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  6. Ja so ist es, auch die Ent­ge­gen­kom­men von Dr. Ratz­in­ger in der Zeit als er Papst war schätz­te ich nur als Hin­hal­tema­nö­ver ein.

  7. , „in zwei Mona­ten nicht ein­mal einen Bischof gefun­den haben“ Damit meint der Herr Gene­ral­se­kre­tär, dass jeder Bischof der sich fin­den lie­ße enor­me Schwie­rig­kei­ten mit dem Papst und sei­ner Kurie bekom­men wird. “ Rom wird der Sitz des Anti­crhi­sten wer­den“ LaSa­let­te

  8. From the offi­cial data about the num­bers of FI Fri­ars from the anna­len from 2007 to 2012:
    The data of 2012 seems to be an rea­son­ab­le esti­ma­ti­on for the today’s num­bers (in 2013 the pro­blem were made public). So:

    384 fri­ars of which
    43 novice –> they do not have to be released from any pon­ti­fi­cal vows
    108 with a tem­pora­ry vow –> they do not have to be released from pon­ti­fi­cal vows. Not repea­ting the tem­pora­ry vows in Sep­tem­ber would be enough for them.
    233 (=384–43-108) –> could have a need on releasing from their pon­ti­fi­cal vows

    100 to 150 would have peti­tio­ned to be released from their pon­ti­fi­cal vows –> 100 to 150 from 233 means 43 to 65%

  9. an alle die Papst Bene­dikt nach­trau­ern: Kar­di­nal Aviz ist eine Ernen­nung des nun­meh­ri­gen Herrn Dr. Ratz­in­ger,

      • „Pro­fes­sor“ ist im Gegen­satz zu „Dr.“ kein aka­de­mi­scher Grad — und eigent­lich eine Berufs­be­zeich­nung und kein Namens­be­stand­teil.

    • Sie schei­nen Papst Bene­dikt XVI ja ledig­lich zu has­sen. Sie erwäh­nen ihn hier schon zum zwei­ten Mal, obwohl er nichts mit die­sem Arti­kel zu tun hat. Das ist mir schon öfter an ihnen auf­ge­fal­len, Wickerl. Bei jeder Gele­gen­heit hacken Sie auf Bene­dikt her­um, als ob er der schlimm­ste Papst aller Zei­ten wäre. Ich traue­re Bene­dikt wie vie­le ande­ren jeden­falls nach, denn ein Dr. Ratz­in­ger in Rom ist mir immer noch viel lie­ber als ein Herr Ber­go­glio. Ein Herr Sar­to wäre natür­lich noch bes­ser.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Sie trau­ern ihm nach? Haben Sie nicht begrif­fen, was er mit der unsäg­lich skan­da­lö­sen „Hei­lig­spre­chung“ von Joh. Paul II.(der bei sei­nem Afri­ka-Besuch sag­te: „Allah seg­ne den Sudan“ etc.) zu tun hat­te?

        • Die zitier­te Aus­sa­ge für sich ist nicht zu bean­stan­den. Von Mal­ta, Marok­ko bis Indo­ne­si­en gebrau­chen die Chri­sten seit alters­her die Bezeich­nung Allah für Gott. Der­zeit wol­len ihnen die Mos­lems dies in Malay­sia ver­bie­ten. Wer ein­mal auf Mal­ta war, wir im ersten Auge­blick erstaunt sein, stän­dig von Allah zu hören. Allah steht in die­sem Teil der Welt ein­fach für das Wort Gott.
          Von Johan­nes Paul II., den ich per­sön­lich und trotz allem sehr schät­ze und ver­eh­re, gibt es bedenk­li­che­re Gesten, wie den — wenn auch nicht ganz gesi­cher­ten, aber wahr­schein­li­chen — Koran-Kuss oder das Assi­si-Tref­fen von 1986. Unbe­dach­te Gesten, um dem Gegen­über Zei­chen des Wohl­wol­lens zu sen­den, fal­sche Bera­ter, unbe­grün­de­ter Opti­mis­mus. Am Ende lei­der mehr Ver­wir­rung als Gewinn, wenn­gleich bezüg­lich Assi­si mit der spät, aber doch erfolg­ten Erklä­rung Domi­nus Iesus die Din­ge wie­der ins rech­te Lot gebracht wur­den. Lei­der herrscht im Vati­kan ein stän­di­ges und har­tes Tau­zie­hen. Es gibt star­ke wider­stän­di­ge, ja wider­spen­sti­ge Grup­pen zu man­chen Fra­gen.

          • Sie schät­zen Ihn, trotz allem?
            Der Koran-Kuss fand statt, da gibt es nichts zu „dre­hen“, und das von einem Papst! Spä­te­stens hier, müss­ten bei einem guten Katho­li­ken die Alarm­glocken läu­ten!
            Das allein ist ein gigan­tisch böser V E R R A T an unse­rem Herrn! Ich möch­te Ihnen wärm­stens emp­feh­len, sei­ne „Aller­lö­sungs­leh­re“ nach­zu­le­sen. Schon vor Jah­ren, wur­de ich von einem kath. Dog­ma­tik-Pro­fes­sor dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Joh. P. II. häre­ti­sche Aus­sa­gen von sich gibt. Ich hab’s über­prüft, es ist die Wahr­heit! Auch das Buch — Petrus, liebst du mich? — von Dani­el le Roux, Sar­to Ver­lag soll­ten Sie lesen.

        • Bei Papst Johan­nes Paul II. kommt mir immer König Salo­mo in den Sinn. Der Geist Got­tes wür­dig­te ihn, drei Bücher zur Hei­li­gen Schrift bei­zu­tra­gen: das Hohe­lied, die Sprü­che und das rät­sel­haf­te Buch des Pre­di­gers. Unter ihm stand das alte Isra­el im höch­sten Glanz. Weit­hin war Salo­mo für sei­ne Weis­heit berühmt. Und doch fiel er vom wah­ren Gott ab und bau­te heid­ni­sche Kult­stät­ten für sei­ne tau­send heid­ni­schen Wei­ber. Gott zürn­te ihm des­we­gen und straf­te das Haus Davids sei­net­we­gen, und doch wird er zu den Gerech­ten des Alten Bun­des gezählt. Auf den öst­li­chen Auf­er­ste­hungs­iko­nen wird er hin­ter Adam und neben König David mit Hei­li­gen­schein dar­ge­stellt.

  10. Es gibt nur eine Lösung für die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta: öffent­li­che Unge­hor­sam, Auf­he­bung des Ordens, und Neu­grün­dung unter Auf­hut der SSPX. Die Prie­ster der Imma­ku­la­ta kön­nen die Prie­ster­bru­der­schaft der SSPX bei­tre­ten und den Orden neu grün­den. Auch die Lai­en­brü­der der Imma­ku­la­ta sind dann geschützt von wei­te­ren Ein­grif­fen. Es hat über­haupt kein Sinn sich noch wei­ter mit der Vati­ka­ni­schen Inst­uti­tio­nen aus­ein­an­der zu set­zen.

    • Nein. Der recht­mä­ßi­gen (bzw. von ihnen als recht­mä­ßig aner­kann­ten) Obrig­keit müs­sen die Fran­zis­ka­ner gehor­chen. Wenn sie über­zeugt sind, unge­recht behan­delt zu wer­den, müs­sen sie ener­gisch die kirch­li­chen Rechts­mit­tel aus­schöp­fen, das jedoch tun sie anschei­nend nicht.

  11. Aus den offi­zi­el­le Anna­len bekommt man fol­gen­de Zah­len der Brü­der des Faran­cisca­ner der Imma­cu­la­ta im Jahr 2012. Dies scheint ein guter indi­ka­tor zu sein für die heu­ti­gen Zah­len, da im 2013 die Pro­ble­me auf­tra­ten, sol­len seit­her nur wenig neu ein­ge­tre­ten sein:

    384 Brü­der davon
    — 43 Novi­zen brau­chen kei­ne Dis­pens um aus dem Orden päpst­li­chen Rechts ent­las­sen zu wer­den;
    — 108 Brü­der mit zeit­li­chen Gelüb­den brau­chen kei­ne Dis­pens um aus dem Orden päpst­li­chen Rechts ent­las­sen zu wer­de. Nur die Wei­ge­rung die zeit­li­chen gelüb­de zu wie­der­ho­len soll aus­rei­chen.
    — 233 Brü­der (=384–43-108) brau­chen eine Dis­pens um aus dem Orden päpst­li­chen Rechts ent­las­sen zu wer­den.

    Wenn also 100–150 Brü­der um Dis­pens ange­sucht haben, kan es es nur die­se 233 Brü­der betref­fen. Das wären dann sogar 43–65 Pro­zent der Brü­der.

  12. Jeder kann aus dem Arti­kel auch erse­hen, was gekom­men und gewor­den wäre, wenn die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. in Rom die Prä­am­bel unter­schrie­ben hät­te. Für mich ist das alles ein abge­kar­te­tes Spiel, der Rück­tritt von Bene­dikt XVI. gera­de noch so, dass Kar­di­nal Kas­par mit ins Kon­kla­ve ein­zie­hen konn­te, 2 Tage spä­ter hät­te es anders aus­ge­se­hen, und ein neu­er Papst der an die alten Ver­spre­chen nicht mehr so gebun­den ist.

  13. Lie­ber Leo Laemm­lein, wür­den Sie bit­te sagen, ob das Foto echt ist?
    Die Leser des Forums FRONDA der moder­ni­sti­schen Katho­li­ken in Polen ver­mu­ten eine Fäl­schung.
    “Arch­bi­shop of Mum­bai Mons. Ivan Diaz light­ing the lamp in front of Lord Gane­s­ha at the inau­gu­ra­ti­on of an inter­na­tio­nal…“
    Was sagen Sie zu sol­chen Vor­wür­fen? Haben Sie Argu­men­te für des­sen Authe­ti­zi­tät?
    Wäre Ihnen für eine Ant­wort hier sehr dank­bar!

    http://www.traditioninaction.org/Questions/Images/B_054_diasdemon.jpg

  14. Lie­ber Herr War­schau­er
    Der Text zu dem Foto lau­tet: „Arch­bi­shop of Mum­bai Mons Ivan Diaz light­ing the lamp in front of Lord Gane­s­ha at the Inau­gu­ra­ti­on of an Inter­na­tio­nal semi­nar on Hin­du-Chri­sti­an cos­mo­lo­gy and anthro­po­lo­gy in Mum­bai on Sunday. — Express“, offen­bar aus „The Indian Express Ban­ga­lo­re“. Jemand hat mit Schreib­ma­schi­ne hin­zu­ge­fügt: Octo­ber 6, 1997; wie man es kor­rekt tut, wenn man Zei­tungs­aus­schnit­te archi­viert. Das Wort „Lord“ ist durch­ge­stri­chen, weil der­je­ni­ge, der das Foto aus der Zei­tung aus­schnitt, es anstö­ßig fand, einen indi­schen Göt­zen „Herrn“ zu nen­nen.
    Vom Ein­druck her ist das ein ech­tes Schwarz­weiß­fo­to, das aus einer Zei­tung her­aus­ge­schnit­ten wur­de.
    Es obliegt den Zweif­lern, sei­ne Unecht­heit zu bewei­sen! –
    Es gibt Plau­si­bi­li­täts­grün­de für die Echt­heit, wenn man recher­chiert.
    Ivan Dias wur­de laut offi­zi­el­ler Bio­gra­phie auf der Vati­kan-Web­site am 8.11.1996 zum Erz­bi­schof von Bom­bay (= Mum­bai) ernannt (www.vatican.va/news_services/press/documentazione/documents/cardinali_biografie/cardinali_bio_dias_i_en.html) und übte dort die­ses Amt bis ins neue Jahr­tau­send hin­ein aus.
    Das christ­lich-hin­du­isti­sche Semi­nar hat wirk­lich am Sonn­tag, dem 5. Okto­ber, statt­ge­fun­den, wie an ver­schie­de­nen Stel­len im Inter­net belegt ist, zum Bei­spiel hier: http://www.exoticindiaart.com/book/details/tri-dal-trilateral-dialogue-hinduism-christianity-and-islam-IDI766/
    Hier sind alle Semi­na­re von 1993 bis 2011 auf­ge­li­stet, dar­un­ter auch das von 1997: https://www.somaiya.edu/VidyaVihar/kjsbsp/seminars/national_and_int
    Ich kür­ze ab und tei­le nur mit, dass die­se Dia­log-Akti­vi­tä­ten der Vor­be­rei­tung einer Eine-Welt-Reli­gi­on die­nen, hier nach­zu­le­sen: http://endtimesandcurrentevents.freesmfhosting.com/index.php?topic=1769.10;wap2

Kommentare sind deaktiviert.