Was können Christen am 25. Mai wählen? Europa nicht den Jakobinern überlassen

Rekos EU-Wahlen 25. Mai 2014(Straß­burg) Am 25. Mai ste­hen die Wah­len zum Euro­päi­schen Par­la­ment an. 766 Abge­ord­ne­te der 8. Wahl­pe­ri­ode sind zu bestim­men. Sie wer­den in den kom­men­den fünf Jah­ren mit mehr Ent­schei­dungs­voll­macht die Geschicke Euro­pas bestim­men, als alle Wahl­pe­ri­oden zuvor. Wen kön­nen gläu­bi­ge Chri­sten wäh­len? Die Fra­ge war frü­her mit den C‑Parteien leicht beant­wor­tet. Doch seit der emble­ma­tisch geschei­ter­ten „gei­stig-mora­li­schen Wen­de“ von Hel­mut Kohl, von der eine Über­win­dung von 1968 erwar­tet wur­de, ist das immer weni­ger selbst­ver­ständ­lich. Eine klei­ne (unvoll­stän­di­ge) Ori­en­tie­rungs­hil­fe zur Wahl für den deut­schen Sprachraum.

Amerikanisierung oder Sowjetisierung? Europas Weg war nach 1945 nicht mehr eigenständig

Die Grün­de des Schei­terns sind viel­schich­tig. Sie hat­ten mit den Zwän­gen des Kal­ten Kriegs zu tun, nach­dem die bei­den Super­mäch­te am Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges Euro­pa ein­ver­nehm­lich in eine ame­ri­ka­ni­sche und eine sowje­ti­sche Inter­es­sens­sphä­re auf­ge­teilt hat­ten. Zwei Blöcke, die sich dann feind­lich gegenüberstanden.

Im ame­ri­ka­ni­schen Teil Euro­pas ver­such­ten die Christ­de­mo­kra­ten nach der Kriegs­ka­ta­stro­phe mit dem euro­päi­schen Eini­gungs­pro­jekt eine Völ­ker­ver­söh­nung, aber auch, Euro­pa einen gewis­sen Spiel­raum zu sichern. Unter dem Druck der Sowje­ti­sie­rungs­ge­fahr wur­de „West­eu­ro­pa“, nomen est omen, jedoch weit­ge­hend ame­ri­ka­ni­siert. Ein Vor­gang der Deutsch­land als geo­po­li­tisch und bald auch wie­der wirt­schaft­lich bedeu­tend­stem, aber besetz­tem Gebiet am stärk­sten traf.

68er-Revolution verschaffte der Linken die kulturelle Hegemonie

Die neo­mar­xi­sti­sche 1968er-Revo­lu­ti­on konn­te zwar außen­po­li­tisch in der Abwehr Mos­kaus abge­fe­dert wer­den, nicht aber innen­po­li­tisch. Die kul­tu­rel­le Hege­mo­nie, die seit den 1920er Jah­ren zum mar­xi­sti­schen Kampf­ziel gehört, ging auf die Lin­ke über. Die Rech­te beschränk­te sich bald nur mehr auf die anti­kom­mu­ni­sti­sche Wacht am Eiser­nen Vor­hang, die Ver­tei­di­gung des kapi­ta­li­sti­schen Wirt­schafts­sy­stems und den Rück­zug in die Privatsphäre.
1989/1991 schien die poli­ti­sche Lin­ke mit dem Zusam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus vor der Geschich­te defi­ni­tiv geschei­tert zu sein. Im Umkehr­schluß schien die Rech­te Euro­pa auf lan­ge Sicht durch eine Renais­sance der natio­na­len Kul­tu­ren, des Chri­sten­tums und des Natur­rechts in der Sozi­al- und Staats­ord­nung bestim­men zu können.

Es soll­te jedoch ganz anders kom­men. Eine sol­che Ent­wick­lung lag auch nicht im Inter­es­se der USA. Der ame­ri­ka­ni­schen Lin­ken ohne­hin nicht, aber auch für die ame­ri­ka­ni­sche Rech­te soll­te Euro­pa in erster Linie ein zuver­läs­si­ger, letzt­lich abhän­gi­ger Ver­bün­de­ter Washing­tons bleiben.

Neue Allianz der alten Linken und Liberalen sichert Hegemonialstellung bis heute

Eine schnel­le kapi­ta­li­sti­sche Wen­de durch Sozi­al­de­mo­kra­ti­sie­rung der star­ken kom­mu­ni­sti­schen und sozia­li­sti­schen Par­tei­en Euro­pas und eine Alli­anz mit den Libe­ra­len schuf Mit­te der 90er Jah­re bereits eine völ­lig neue, uner­war­te­te Kon­stel­la­ti­on. Die neue Alli­anz ent­spricht aus ame­ri­ka­ni­scher Sicht in etwa der dor­ti­gen Demo­kra­ti­schen Par­tei. Eine Ame­ri­ka­ni­sie­rung, die im Jubel für jeden demo­kra­ti­schen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten durch vie­le euro­päi­sche Medi­en zum Aus­druck kommt.

Die ame­ri­ka­ni­schen Inter­es­sen sind das Eine, inner­eu­ro­päi­sche etwas ande­res. In Euro­pa ging es den Libe­ra­len dar­um, nach­dem sie von der Bedro­hung durch Mos­kau befreit waren, sich aus der abwehr­be­ding­ten Notal­li­anz mit Christ­de­mo­kra­ten, Kon­ser­va­ti­ven und Natio­na­len zu lösen.

Gesell­schafts­po­li­tisch stand ihnen die neue Lin­ke viel näher, daher galt es, eine abseh­ba­re struk­tu­rel­le Vor­herr­schaft der Rech­ten zu ver­hin­dern. Mit Erfolg.
Die Mei­nung, die kul­tu­rel­le und gesell­schafts­po­li­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung sei nach­ran­gig, Markt und Geld reg­le letzt­lich alles, erweist sich als Kapi­tal­feh­ler. Die Men­schen in Mit­tel­deutsch­land brauch­ten nach zwölf Jah­ren Natio­nal­so­zia­lis­mus und 44 Jah­ren Kom­mu­nis­mus nicht nur die D‑Mark, wie der dama­li­ge Bun­des­fi­nanz­mi­ni­ster Theo Wai­gel in gera­de­zu ver­ant­wor­tungs­lo­ser Kurz­sich­tig­keit mein­te. Geist­li­che Grund­la­gen ent­ste­hen nicht von allei­ne. So zei­gen die in der EVP zusam­men­ge­schlos­se­nen christ­de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en ein ziem­lich unein­heit­li­ches Bild und ein ver­blas­sen­des Profil.

Der Lunacek-Bericht als Lackmustest der Parteien

Der Lun­acek-Bericht, eine veri­ta­ble gesell­schafts­po­li­ti­sche Revo­lu­ti­on mit Abtrei­bung, Homo-Ehe und Gen­der-Ideo­lo­gie, wur­de vom Euro­päi­schen Par­la­ment beschlos­sen, weil sich die EVP gespal­tet hat­te. Ein Teil der Abge­ord­ne­ten hielt dem anhal­ten­den lin­ken Ansturm nicht mehr stand, weil er welt­an­schau­lich selbst links ange­krän­kelt ist und argu­men­ta­tiv nicht mehr wirk­lich zu wider­spre­chen wuß­te. Das Abstim­mungs­ver­hal­ten der Par­tei­en und ihrer Abge­ord­ne­ten ist damit ein Grad­mes­ser für die Wähler.

In Öster­reich stimm­ten die Par­tei­en noch geschlos­sen ab. Alle Abge­ord­ne­ten der christ­de­mo­kra­ti­schen ÖVP, der natio­nal­kon­ser­va­ti­ven FPÖ und der die­sem Lager ent­stam­men­de tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Katho­lik Ewald Stad­ler stimm­ten gegen den Bericht der öster­rei­chi­schen Grü­nen und beken­nen­den Les­be Ulri­ke Lunacek.

In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sah die Sache schon anders aus. Meh­re­re Uni­ons-Abge­ord­ne­te stimm­ten gegen die Frak­ti­ons­emp­feh­lung für den Lun­acek-Bericht oder ent­hiel­ten sich der Stim­me, wäh­rend Sozi­al­de­mo­kra­ten, Libe­ra­le und Grü­ne die neue lin­ke Alli­anz bestä­tig­ten und auch die Stim­men der Kom­mu­ni­sten erhiel­ten. Der übri­ge deutsch­spra­chi­ge Raum zeig­te ein ver­hee­ren­des Abstim­mungs­ver­hal­ten. In Luxem­burg stimm­ten alle drei Christ­de­mo­kra­ten für den lin­ken Lun­acek-Bericht, ohne­hin natür­lich Sozi­al­de­mo­kra­ten, Libe­ra­le und Grü­ne (mit je einem Abge­ord­ne­ten). Glei­ches gilt für Süd­ti­rol, wo der ein­zi­ge Abge­ord­ne­te der ÖVP Schwe­stern­par­tei SVP für die lin­ke Gesell­schafts­re­vo­lu­ti­on stimm­te. Warum?

In Luxem­burg, weil die welt­an­schau­li­che Ach­se so weit nach links ver­scho­ben ist, daß die Christ­lich-Sozia­le Volks­par­tei lie­ber mit wehen­den Fah­nen zur Lin­ken über­läuft, als sich die Mühe anzu­tun, eine Gegen­po­si­ti­on zu for­mu­lie­ren. Im christ­lich-kon­ser­va­ti­ven Süd­ti­rol, weil die SVP auf ver­schie­de­nen Ebe­nen ein Bünd­nis mit den ita­lie­ni­schen Links­de­mo­kra­ten ein­ge­gan­gen ist und durch ein bestimm­tes Abstim­mungs­ver­hal­ten Weg­zoll für die­ses Bünd­nis zu bezah­len hat. Wer bekommt in den Hei­mat­wahl­krei­sen in der Regel schon mit, wie der eige­ne Abge­ord­ne­te im fer­nen Brüs­sel oder Straß­burg abstimmt?

Weltanschauliche Schieflage der C‑Parteien — Grüne tonangebend

Das auf der obe­ren Ebe­ne der Berufs­po­li­ti­ker immer uni­for­mer auf­tre­ten­de Poli­testa­b­lish­ment wünscht sich ohne­hin die Sou­ve­rä­ni­täts­ver­la­ge­rung aus den Mit­glieds­staa­ten nach Brüs­sel und eine dau­er­haf­te Gro­ße Koali­ti­on aus Christ- und Sozi­al­de­mo­kra­ten, am besten unter Füh­rung Letz­te­rer, auf jeden Fall mit einer lin­ken Hege­mo­ni­al­stel­lung im Kul­tur­be­reich. Das wür­de die Wah­len im Fünf­jah­res­ab­stand zur blo­ßen Fas­sa­de redu­zie­ren. Man könn­te, je nach Sicht­wei­se von gro­ßer Sta­bi­li­tät oder Schein­de­mo­kra­tie spre­chen. Der Fern­seh­abend von ZDF und ORF mit den Spit­zen­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz (SD) und Jean-Clau­de Juncker (CD) war nicht das ange­kün­dig­te „Duell“ zwei­er Kon­tra­hen­ten, son­dern ein Schein­ge­fecht unter Freun­den. Die pri­vi­le­gier­te Stel­lung der bei­den Ver­tre­ter unter Aus­schluß aller ande­ren poli­ti­schen Grup­pie­run­gen zeig­te auf, inner­halb wel­cher Gren­zen die Ober­schicht wünscht, daß der Wäh­ler sich bewegt. Die Grü­nen sind längst an den Schalt­he­beln der Macht ange­kom­men und ste­hen als ein­fluß­rei­che Juni­or­part­ner sowohl Sozi­al­de­mo­kra­ten als sich sozi­al­de­mo­kra­ti­sie­ren­den Christ­de­mo­kra­ten zur Verfügung.

Die Fra­ge ist daher berech­tigt, wen man am 25. Mai abseits der schwä­cheln­den christ­de­mo­kra­ti­schen Par­tei­en wäh­len soll, wenn man Euro­pa nicht den neu­en Jako­bi­nern und ihrer Zwangs­be­glückung aus­lie­fern will. Letzt­lich läuft der Wunsch des Poli­testa­b­lish­ments auf eine Gro­ße Koali­ti­on aus Christ- und Sozi­al­de­mo­kra­ten hin­aus, was gewis­ser­ma­ßen den Polit­be­trieb von demo­kra­ti­schen Wah­len „unab­hän­gig“ machen würde.

Wen wählen in Österreich?

In Öster­reich tritt neben der natio­nal­kon­ser­va­ti­ven FPÖ der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Ewald Stad­ler mit einer eige­nen Liste, den Reform­kon­ser­va­ti­ven (REKOS) zur Wahl an. Stad­ler kommt aus der FPÖ und ist tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Katho­lik. In Öster­reich gilt eine Vier­pro­zent­hür­de. Der Wie­der­ein­zug der FPÖ ist sicher und dürf­te sogar jen­seits der 20-Pro­zent-Mar­ke lie­gen, wes­halb die REKOS drin­gen­der Stim­men bedür­fen. Stad­ler stellt für Chri­sten eine glaub­wür­di­ge Alter­na­ti­ve dar, da er unter Beweis gestellt hat, eine akzen­tu­ier­te christ­li­che Gegen­po­si­ti­on for­mu­lie­ren zu kön­nen. Dafür ste­hen auch die übri­gen Kan­di­da­ten auf der REKOS-Liste.

Wen wählen in Deutschland?

In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gibt es kei­ne ver­gleich­ba­ren Alter­na­ti­ven mit par­la­men­ta­ri­scher Erfah­rung. Das natio­nal­kon­ser­va­ti­ve Spek­trum wie in Öster­reich gibt es schon seit 1968 nicht mehr. Die Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD), wird mit einem guten Ergeb­nis den Ein­zug in das Euro­pa­par­la­ment schaf­fen und die eigent­li­che Neu­heit die­ses Urnen­gangs sein. Sie könn­te sich zu einer Alter­na­ti­ve ent­wickeln, wie sie die FPÖ in Öster­reich ist. In wel­che Rich­tung genau der AfD-Zug jen­seits der Euro-Kri­tik fährt, ist aber noch nicht abseh­bar. Wer jedoch nicht nur ein Schwer­punkt­the­ma, ob Finanz- und Wirt­schafts­po­li­tik oder Isla­mi­sie­rungs­druck, zur Grund­la­ge sei­ner Wahl­ent­schei­dung machen, son­dern eine umfas­sen­de und welt­an­schau­lich gestütz­te Ent­schei­dung tref­fen will, soll­te einen Blick auf das christ­li­che Spek­trum wer­fen. Aller­dings steht für bun­des­deut­sche Wäh­ler kein Ewald Stad­ler zur Wahl.
Im christ­li­chen Spek­trum kan­di­die­ren mit der Liste AUF der bekann­ten Psy­cho­the­ra­peu­tin Chri­sta Meves, der Christ­li­chen Mit­te (CM) und der Par­tei Bibel­treu­er Chri­sten (PBC) gleich drei Par­tei­en, die bis­her, benach­tei­ligt durch die Fünf­pro­zent­hür­de, jedoch kei­ne Erfol­ge auf­wei­sen kön­nen. Durch Weg­fall der Pro­zent­hür­de bei Euro­pa­wah­len könn­te der Ein­zug in das Euro­päi­sche Par­la­ment bereits ab einem Ergeb­nis von 0,6 Pro­zent mög­lich sein. Die Aus­sich­ten ste­hen daher bes­ser denn je, daß ein akzen­tu­iert christ­li­cher, gesell­schafts­po­li­tisch sich rechts der Uni­ons­par­tei­en ver­or­ten­der Abge­ord­ne­ter den Ein­zug schaf­fen könn­te. Ob die Mit­tel und Mög­lich­kei­ten gege­ben sind, dies einer aus­rei­chen­den, poten­ti­el­len Wäh­ler­schaft zu ver­mit­teln, scheint aller­dings nicht sicher zu sein. Zumin­dest ein Zusam­men­schluß von AUF und CM hät­ten die Aus­sich­ten ver­bes­sert. Bei den Euro­pa­wah­len 2009 schaff­ten sie zusam­men­ge­zählt ledig­lich 0,3 Pro­zent. Nur ein­schließ­lich der PBC wäre sich damals ohne Wahl­hür­de ein siche­res Rest­man­dat (das 97. Man­dat) ausgegangen.

Wen wählen in Südtirol und Luxemburg?

In Süd­ti­rol bewirbt sich der frei­heit­li­che Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Pius Leit­ner um ein Euro­paman­dat. Er ver­fügt über ein soli­des welt­an­schau­li­ches Rüst­zeug und tritt in einem nicht chan­cen­lo­sen Listen­bünd­nis mit der Lega Nord an, die den Lun­acek-Bericht bewußt ablehnte.
In Luxem­burg bie­tet nur die Alter­na­ti­ve Demo­kra­ti­sche Reform­par­tei (ADR) eine wähl­ba­re Alter­na­ti­ve. Sie ist im luxem­bur­gi­schen Par­la­ment ver­tre­ten, schaff­te aber wegen der im Groß­her­zog­tum nur sechs zu ver­ge­ben­den Man­da­te bis­her nicht den Sprung ins Euro­päi­sche Par­la­ment (2009: 7,40 Prozent).

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Par­tei­en­lo­gos (Mon­ta­ge)

46 Kommentare

  1. Als Öster­rei­cher wür­de ich auch, wenn ich wäh­len gin­ge, Stad­ler oder eine Par­tei rechts der Mit­te wählen.
    Alle lin­ken Par­tei­en haben mit Ihren Stim­men im EU-Par­la­ment die Homo­se­xua­li­sie­rung Euro­pas geför­dert und aus christ­li­cher Sicht wäre es ver­ant­wor­tungs­los das wis­sent­lich zu unter­stüt­zen. Lei­der fehlt die Infor­ma­ti­on bei den Wäh­lern, was die EU-Poli­tik angeht, daher rech­ne ich mit einem aus christ­li­cher Sicht schlech­ten Ergebnis.

  2. Für Bay­ern gibt es eine katho­li­sche Alter­na­ti­ve, wenn auch die CSU sich beim Lun­acek-Report im Gegen­satz zur CDU ein­deu­tig und geschlos­sen dage­gen posi­tio­niert hat­te. Die Bay­ern­par­tei („BP“) ver­tritt expli­zit katho­li­sche Wer­te und hat sehr gute Chan­cen, ein Man­dat zu errin­gen, da sie in der Ver­gan­gen­heit bereits ent­spre­chend vie­le Stim­men erhal­ten hat­te. Inter­es­sant zur Stim­men­ge­wich­tung: http://landesverband.bayernpartei.de/2014/europawahl-stimmen-fuer-die-bp-sind-mehr-wert/

  3. Papst Johan­nes Paul II hat Polen auf­ge­for­dert in die EU zu gehen und Bene­dikt XVI Kroatien.
    Ich habe mei­ne Schlüs­se gezo­gen und gehe nicht zur Wahl. Ich bin doch kei­ne Glüh­bir­ne die man an und aus­schal­ten kann.
    Per Mari­am ad Christum.

    • Ja, an sich haben Sie Recht, aber dann gehen Sie bit­te wenig­stens die AFD wäh­len um die­sen Euro-Irr­sinn ein wenig zu stoppen.
      Ande­rer­seits ist es auch egal, denn die Kata­stro­phe wird nur noch ein wenig her­aus­ge­scho­ben, das Ende die­ses Turm­baus zu Brüs­sel ist gewiss.
      Got­tes Segen auf allen Wegen !

    • Eine Alter­na­ti­ve zur Nicht­wahl wäre, den Wahl­zet­tel bewusst ungül­tig zu machen, durch ein Durch­strei­chen der Namen zum Beispiel.
      Auf die­se Wei­se wür­de der Unmut der Bür­ger deut­lich sichtbar.
      Stel­len Sie sich vor, was für ein Zei­chen dies wäre, wür­de beim Ver­kün­den des Wahl­er­geb­nises eine hohe Zahl von Ver­wei­ge­rern ein­ge­räumt wer­den müssen.
      Dies könn­te man dann nicht als Des­in­ter­es­se inter­pre­tie­ren, son­dern als deut­li­cher Aus­druck einer gro­ßen Unzu­frie­den­heit mit der EU. 

      Oder die ande­re Mög­lich­keit: Eine christ­li­che Par­tei wählen.
      Es muss ja nicht die CDU sein, die über­wie­gend eh´ nicht mehr als christ­lich wahr­nehm­bar ist.

      • Genau! Ungül­ti­ge Stimm­zet­tel wer­den den Kurs der gro­ßen Par­tei­en eben­so wenig ver­än­dern wie Wahl­ent­hal­tun­gen. Nur wer eine christ­li­che Par­tei wählt, gibt ein Signal.

      • Frank Bell hat abso­lut Recht. Ent­ge­gen weit ver­brei­te­ter Annah­me beein­drucken ungül­ti­ge Stimm­zet­tel kei­nen ein­zi­gen Poli­ti­ker. Die ein­zi­gen Per­so­nen, die ihnen Beach­tung schen­ken, sind die Aus­zäh­ler im Wahllokal.
        Pro­test­wahl geht nur durch das Ankreu­zen nicht eta­blier­ter Par­tei­en. In Deutsch­land bie­tet sich dafür in zwei Wochen die AfD an.

      • Das wür­den sie schön ver­schwei­gen. Und dabei hät­ten sie noch eine hohe Wahlbeteiligung.

    • Ja, hier sieht man die Feh­ler­haf­tig­keit und Blau­äu­gig­keit päpst­li­cher Poli­tik. Bei­de Päp­ste haben wider bes­se­res Wis­sen fal­schen Rat erteilt und Scha­den gestiftet.

    • Ich bit­te sie @Shuca, gehen sie doch zur Wahl, und wäh­len sie eine eini­ger­ma­ßen katho­li­sche Par­tei, dabei kön­nen sie etwas an Zer­stö­rung in Euro­pa aufhalten.

    • Mit Ihrer Ent­schei­dung, nicht zur Wahl zu gehen, stär­ken Sie das lin­ke Lager, das uns Abtrei­bung als „Men­sch­recht“ und Homo‑, Bi- und Tren­se­xua­li­tät als Nrm­al­tät auf­zwin­gen will und wird, wenn wir (christ­li­chen) Wäh­ler das zulas­sen. Gehen Sie unbe­dingt zur Wahl und geben Sie Stim­me der AUF-Par­tei, die sich ent­schie­den für den Schutz unge­bo­re­nen Lebens und die Fami­lie ein­set­zen will und auch wird. Sie errei­chen damit zwei wich­ti­ge Din­ge: Erstens die Stär­kung christ­li­cher Stand­punk­te in Euro­pa und zwei­tens ein Umden­ken in den soge­nann­ten C‑Parteien Deutsch­lands, die gera­de in den Berei­chen „Lebens­schutz“ und „Fami­lie“ sich der sozia­li­sti­schen Ideo­lo­gie geöff­net haben!

    • Die AfD besteht aus Libe­ra­len, die mit der FDP unzu­frie­den sind. Letzt­lich ver­tre­ten die die Zie­le der INSM auf der poli­ti­schen Bühne.

      • In den neu­en Bun­des­län­dern hat bei der letz­ten Bun­des­tags­wahl jeder Drit­te AFD-Wäh­ler frü­her die Kom­mu­ni­sten gewählt. Der Pro­test­wäh­ler­an­teil ist also eben­falls hoch. Außer­dem sind vie­le ehe­ma­li­ge Mit­glie­der der rechts­ex­tre­men „Frei­heit“ bei­getre­ten. Trotz sol­cher Licht­blicke wir Frau von Storch (die auf Platz 4 sowie­so gewählt wird) hat die AFD für Chri­sten nicht viel zu bieten.

        • Lie­ber Wagen­burg­ler, wenn Sie anneh­men die Par­tei „Die Frei­heit“ sei rechts­ex­trem, so sind Sie lei­der der media­len Pro­pa­gan­da auf­ge­ses­sen. Sie mag sehr kon­ser­va­tiv sein, rechts­ex­trem ist sie auf kei­nen Fall. Sie hat aller­dings den Feh­ler gemacht, die Sor­ge um das Erstark­ten und die Gefah­ren des Islam zu ihrem Haupt­the­ma zu machen. Damit war sie sofort medi­al völ­lig erledigt.

    • Dan­ke für den Hin­weis. Damit ist die AfD für mich kei­ne Alter­na­ti­ve mehr. Tole­ranz hin oder her, für mich zählt allei­ne mei­ne christ­li­che Überzeugung.

  4. Für Katho­li­ken ist die ein­zig ver­blie­be­ne Par­tei mei­ner Mei­nung nach die Christ­li­che Mit­te (CM).
    Hier wer­den die katho­li­schen Ansich­ten noch ohne Wenn und Aber eingehalten.
    Die Bibel­treu­en Chri­sten (PBD) sind, wenn man sich auf deren Home­page mal die Füh­rungs­per­so­nen und deren Kon­fes­si­on ansieht, abso­lut Frei­kirch­lich bzw. Evan­ge­lisch geprägt und daher für Katho­li­ken mit Vor­sicht zu genie­ßen, auch wenn sie sich in vie­len Ansich­ten mit der Christ­li­chen Mit­te überschneiden.
    Bevor man gar nicht wählt soll­te man sei­ne Stim­me doch der Christ­li­chen Mit­te geben, selbst wenn es nicht für den Ein­zug ins Par­la­ment rei­chen wird, hono­riert man damit doch die Arbeit die­ser letz­ten noch ver­blie­be­nen ech­ten Chri­sten in der Politik.

    • Die Euro­pa­li­ste der „Christ­li­chen Mit­te“ besteht aus irgend­wel­chen namen­lo­sen Ren­tern, Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten und Haus­mei­stern ohne jeg­li­chen Bekanntheitsgrad.

      Und im Impres­sum des Inter­net­auf­tritts fir­miert als Bun­des­vor­sit­zen­de und Her­aus­ge­be­rin der Par­tei­zei­tung „Kurier der Christ­li­chen Mit­te“ nach wie vor die im ver­gan­ge­nen Okto­ber ver­stor­be­ne Prof. Adel­gun­de Mertensacker.

      Das ist — mit Ver­laub — mehr als unpro­fes­sio­nell! Nie­mand weiß genau, wer jetzt eigent­lich hin­ter der „Christ­li­chen Mit­te“ steckt. Die Grup­pie­rung trägt sek­tie­re­ri­sche Züge an sich. Die „Christ­li­che Mit­te“ ist nicht bereit, mit ande­ren christ­li­chen Par­tei­en zu koope­rie­ren. Dabei ist sie abso­lut chancenlos.

      Von daher ist von einer Wahl der „Christ­li­chen Mit­te“ drin­gend abzu­ra­ten. Sie ist kei­ne ernst­zu­neh­men­de Alternative.

  5. Nur weil die AfD einen „homo­se­xu­el­len Arbeits­kreis“ grün­det, ist sie noch lan­ge nicht für Katho­li­ken unwählbar.

    Schön oder nicht, die „Christ­li­che Mit­te“ führt eine Schein­exi­stenz. Die ein­zi­ge Par­tei, mit der man dem Gen­der- und Isla­mi­sie­rungs­wahn der Euro­kra­ten weh­ren kann, ist die AfD.

    Und je mehr Katho­li­ken dabei sind, desto mehr kön­nen sie dort durchsetzen.

    • Dan­ke. Das sehe ich auch so und kann mich da auf eine Emp­feh­lung von Pfar­rer Milch beru­fen. Wenn wir jah­re­lang z.B. CDU gewählt haben, nur um das grö­ße­re Übel zu ver­mei­den, dann kön­nen wir jetzt aus dem glei­chen Grund jetzt auch aus stra­te­gi­schen Grün­den AfD wäh­len. Für eine lupen­rei­ne christ­li­che Poli­tik feh­len uns lei­der die lupen­rei­nen Katho­li­ken in die­sem Land und trotz­dem sind wir ver­pflich­tet zu ver­hin­dern, dass unser Gemein­we­sen noch stär­ker abdrif­tet. Das mit dem durch­ge­stri­che­nen Wahl­zet­tel kann auch eine Lösung sein. Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

    • Eine Par­tei die die Pil­le danach rezept­frei for­dert und sich für Abtrei­bung stark macht ist nicht das klei­ne­re Übel, sie ist das Übel und unwählbar.

    • Die AfD ist für Katho­li­ken nicht wähl­bar!!! Denn sie setzt sich nicht für den Lebens­schutz und die Fami­lie ein! Wer die AfD wählt, wählt im Grun­de einen Able­ger der Libe­ra­len, die im Euro­pa-Par­la­ment ent­schie­de­ner gegen christ­li­che Stand­punk­te Stel­lung bezo­gen haben als die Sozia­li­sten! Wählt die AUF-Par­tei, die mit ihren bei­den katho­li­schen Spit­zen­kan­di­da­ten eine wirk­lich christ­li­che Poli­tik machen wird!

  6. Eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe könn­te viel­leicht der Wahl-O-Mat geben:

    hier

    Es gibt dort auch Fra­gen, die das Chri­sten­tum berühren.
    Und von den sich nicht haupt­säch­lich auf das Chri­sten­tum beru­fen­den Par­tei­en schei­nen mir die Repu­bli­ka­ner die bes­se­re Alter­na­ti­ve als die AfD zu sein, gera­de auch unter christ­li­chen Gesichtspunkten.

  7. Ärger­lich, daß AUF und CM nicht mit einer gemein­sa­men Liste antre­ten – so zer­split­tert wird’s am Ende für bei­de nichts. Dar­um bin ich eher geneigt der AfD die Stim­me zu geben. Die wer­den mit Sicher­heit auch im näch­sten Bun­des­tag sit­zen und den Wer­te­ver­fall etwas ein­brem­sen kön­nen, obgleich in deren Pro­gramm aus christ­li­cher Sicht jede Men­ge wei­ßer Flecken aus­zu­ma­chen sind.

    Was sol­len spä­ter bei 5% auf Bun­des­ebe­ne 2 kath. Split­ter­par­tei­en, die nicht über ihren jewei­li­gen Akti­vi­sten­klün­gel hin­aus­schau­en kön­nen? Wirk­lich ärger­lich sowas â€¦

  8. Es wäre sicher ein gro­ßer Erfolg, wenn Chri­sta Meves von der Liste AUF den Ein­zug ins Euro­pa­par­la­ment schaf­fen würde!

  9. Also, ich bin ab und zu auf AfD-Ver­samm­lun­gen, und da neh­me ich schon eine star­ke christ­li­che Strö­mung wahr. Wür­de die­se feh­len, wür­de man mich dort gar nicht sehen!

  10. Gut, dass die CM nicht uner­wähnt blieb. Ist die­se Par­tei doch deut­lich auf den Glau­ben aus­ge­rich­tet und fol­gert Poli­ti­sches dar­aus konsequent.

    • Die CM hat, zumal nach dem Tod von Frau Prof. Mer­ten­sacker, kei­ner­lei Chan­ce, ein Man­dat zu errin­gen, wo0hl aber die AUF, mit so pro­mi­nen­ten Unter­stüt­zern wie Mini­ster­prä­si­dent a.D. Münch und Micha­el Hese­mann. Mit Chri­sta Meves und Micha­el Ragg ver­fügt sie über pro­fi­lier­te katho­li­sche Spit­zen­kan­di­da­ten. Des­halb soll­ten Katho­li­ken sich dies­mal doch lie­ber bei der AUF konzentrieren.

    • Was die CM bie­tet, hat auch die AUF-Par­tei zu bie­ten. Der beton­te Kampf gegen den Islam ist für eine christ­li­che Poli­tik zu wenig. Auch die Ein­stel­lung, nicht mit Ver­tre­tern ande­rer Kon­fes­sio­nen poli­tisch (!) zusam­men­zu­ar­bei­ten, zeugt nicht von katho­li­scher Wei­te! Bes­ser wäre es, wenn die CM sich mit der AUF-Par­tei zusam­men­schlie­ßen wür­de und die MIt­glie­der der CM in der neu­en Par­tei katho­li­sche Stand­punk­te ver­tre­ten würden.

  11. Lie­be Mitchristen,
    wenn­gleich die christ­li­chen Klein­par­tei­en mei­ne Sym­pa­thie genie­ßen, so hal­te ich den Antritt zur EU-Wahl für ein hoff­nungs­lo­ses Unter­fan­gen. So haben sich bei­spiels­wei­se nur 200 Bun­des­bür­ger als Mit­glei­der der AUF ein­ge­schrie­ben. Wie will denn die­ser klei­ne Ver­ein, denn über­haupt Mil­lio­nen von Bun­des­bür­gern errei­chen? Von daher rate ich jedem Geg­ner des Con­chi­ta Wurst gesät­tig­ten Main­streams die AfD zu wählen.

    • So chan­cen­los steht die AUF-Par­tei im Gegen­satz zu CM und PBC nun auch wie­der nicht da. Immer­hin hat sie mit Chri­sta Meves ein pro­mi­nen­tes Zug­pferd als Spit­zen­kan­di­da­tin auf­ge­stellt, deren Ein­zug ins Euro­pa­par­la­ment ein deut­li­ches Zei­chen gegen den vor­herr­schen­den Zeit­geist set­zen wür­de. Durch den Weg­fall der Pro­zent­hür­de genü­gen bei die­ser Wahl ca. 0,5 Pro­zent der Stim­men für die Erlan­gung eines Man­dats. Da die AfD ohne­hin den Ein­zug ins Euro­pa­par­la­ment schaf­fen wird, unter­stüt­ze ich die AUF-Par­tei, damit ein ein­deu­ti­ges christ­li­ches Signal gesetzt wer­den kann.

      • Ihr letz­ter Satz: „Da die AfD ohne­hin den Ein­zug … schaf­fen wird, unter­stüt­ze ich .….“ ist auch mei­ne Überlegung.
        Die Unzu­frie­den­heit vie­ler Bür­ger mit den eta­blier­ten Par­tei­en ist so groß, dass es die AfD bestimmt schaf­fen wird und so könn­te man als Christ auch christ­lich ori­en­tier­ten Par­tei­en ein Fun­da­ment geben.
        Auf jeden Fall ist es äusserst wich­tig, dass den Alt-Par­tei­en ein ernst­zu­neh­men­des Gegen­ge­wicht prä­sen­tiert wird, das sie nicht so ohne wei­te­res über­ge­hen können.
        Gar nicht zur Wahl zu gehen, wäre daher schade!
        Jede abge­ge­be­ne Stim­me gegen die Eta­blier­ten könn­te als ein Zei­chen gese­hen werden.

        • trotz­dem ich die AfD unter­stüt­ze, wer­de ich bei der Euro­pa-Wahl die AUF-Par­tei wäh­len, da sie kon­se­quent, ohne Vor­be­hal­te und unan­ge­brach­te Ängst­lich­kei­ten unse­re christ­li­chen Wer­te ver­tritt. Eine Chri­sta Meves soll­te auf alle Fäl­le ins Euro­pa-Par­la­ment, auch wenn dort nichts ent­schie­den wird. Aber es ist eine Platt­form, eine Stim­me für uns, beson­ders nach der Grün­dung des AK Homo­se­xu­el­ler in der AfD.

  12. Wer als Christ und Katho­lik ein kla­res Zei­chen set­zen will, kann eigent­lich nur AUF mit Chri­sta Meves wäh­len. In der AFD sind doch ein­deu­tig wirt­schafts­li­be­ra­le und natio­na­li­sti­sche Kräf­te ton­an­ge­bend. Chri­sten spie­len vor allem in Baden-Würt­tem­berg eine Rol­le, aber auch dort sind sie nicht ent­schei­dend. Das hat kürz­lich in Ber­lin der frü­he­re Mini­ster­prä­si­dent von Sach­sen-Anhalt, Prof. Dr. Wer­ner Münch, gesagt, der in Frei­burg wohnt und den die AFD um Unter­stüt­zung gebe­ten hat­te. Er tritt nun für die Wahl der AUF ein, die aus sei­ner Sicht „eine rea­li­sti­sche Chan­ce“ hat, ein Man­dat zu errin­gen (man braucht nur, je nach Wahl­be­tei­li­gung, 120.000–150.000 Stim­men). Chri­sta Meves könn­te dann Büros mit meh­re­ren Mit­ar­bei­tern ein­rich­ten und, gera­de als älte­ste Abge­ord­ne­te, eine viel beach­te­te Stim­me sein. Über ihre Wahl wür­de in den Vor­stän­den der „C“-Parteien mit Sicher­heit gespro­chen und viel­leicht wür­den dann auch Kon­se­quen­zen gezo­gen. Was bei der AFD am Ende her­aus­kommt, weiß nie­mand. Zu Abtrei­bung, Kin­der­be­treu­ung usw. hat sie sich wohl­weis­lich bis­her gar nicht posi­tio­niert. Wer Meves und Ragg wählt, weiß dage­gen, was er bekommt und setzt ein ein­deu­ti­ges Signal!

  13. Ein sehr gute Ana­ly­se des Autors.
    Ab 1945 (im Grun­de schon ab 1917/18) bis etwa 1990 gab es den sog. Ost-West-Kon­flikt. Es ging nur dar­um, ob die libe­ral-athe­isti­sche West­gno­sis oder die mili­tant-athe­isti­sche Ost-Gno­sis die Vor­herr­schaft errin­gen wür­de. Nach dem Zusam­men­bruch des Sowjet­im­pe­ri­ums aber erhielt die West-Gno­sis uner­war­tet Rücken­wind. Sie beherrscht Markt und Mei­nun­gen und ist heut­zu­ta­ge fre­cher als je zuvor.
    Gott sie Dank aber trifft sie jetzt, aktu­ell auf gei­stig-poli­ti­schen Wider­stand vor allem in Gestalt der rus­si­schen Föde­ra­ti­on und immer schon von Sei­ten der Kir­che, wenn auch nur teil­wei­se. Ruß­land wird ja nicht umsonst von den Medi­en so dämo­ni­siert und ange­grif­fen. Dort ist Homo­se­xua­li­tät geäch­tet und dort wer­den Kir­chen­schän­der (wie Pus­sy Riot) auch ver­haf­tet und bestraft. Außer­dem unter­stützt Ruß­land die Chri­sten in Syri­en und anderswo.

    Ob man die Jako­bi­ner bzw. die Gno­sis oder Frei­mau­re­rei noch stop­pen kann, wahl­tech­nisch gese­hen? Ver­schie­de­ne christ­lich ori­en­tier­te Par­tei­en in D bie­ten sich an, kei­ne ein­deu­tig. Das kann auch von Vor­teil sein, weil der Feind sie dann nicht so fron­tal angrei­fen kann.
    Per­sön­lich set­ze ich vor allem auf das Gebet, beson­ders den täg­li­chen Rosen­kranz sowie das Gebet von Amster­dam und nicht zuletzt die Mit­fei­er der hl. Mes­se. Man soll­te auch über Poli­ti­ker beten und sie seg­nen. Es wäre doch schön, wenn jeder spe­zi­ell für einen Politiker/Politikerin beten würde.

  14. Wei­ter oben wur­de bereits ein­mal die Bay­ern­par­tei als für Katho­li­ken durch­aus wähl­ba­re Par­tei erwähnt. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass die­ser gan­ze euro­päi­sche Homo­se­xua­li­sie­rungs­pro­zess kei­ne Unter­stüt­zung hat. Außer­dem wer­den der gan­ze Kita-Wahn­sinn abge­lehnt und in erster Linie die nor­ma­len Fami­li­en­ver­hält­nis­se unter­stützt. Die Bay­ern­par­tei tritt übri­gens bun­des­weit an und kann daher in allen Bun­des­län­dern gewählt wer­den. Die Abstim­mungs­ent­schei­dun­gen der Bay­ern­par­tei-Abge­ord­ne­ten in Brüs­sel wür­den auf jeden Fall auch die Gesin­nungs­ge­nos­sen in der gan­zen Bun­des­re­pu­blik befür­wor­ten kön­nen. Viel­leicht kann ja von Bay­ern eine neue Wel­le des tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Glau­bens nach ganz Euro­pa aus­ge­hen. Hier gibt es ja die Prie­ster­se­mi­na­re in Zaitz­ko­fen und Wigratz­bad, Gebets­stät­ten und Wall­fahrts­or­te in denen kei­ne Volks­al­tä­re ste­hen, in denen die Kom­mu­ni­onbän­ke nicht nur zur Deko­ra­ti­on ste­hen, z.B. Maria Ves­per­bild und Mari­en­fried. Eine Wei­le habe ich auch dar­an gedacht, ob ich die AFD wäh­len soll, aber die befin­den sich in den letz­ten Wochen in einem Anglei­chungs­pro­zess an die ande­ren noch füh­ren­den Par­tei­en, der mich doch wie­der von die­ser Par­tei auf Distanz gehen ließ. Mit den Stim­men, die die Bay­ern­par­tei bei der letz­ten Land­tags­wahl erhielt, wäre auf jeden Fall min­de­stens ein Abge­ord­ne­ter drinn.

  15. Befürch­te, der Zug ist abgefahren.
    Klar kann man dies oder jenes Par­tei­lein wählen.
    Die Fra­ge ist aber, was die­se Par­tei­en bie­ten kön­nen, für Katholiken.
    Ich weiß nicht, ob ich unbe­dingt in der Rück­kehr zur D‑Mark, zum All­heil­mit­tel „star­ker Natio­nal­staat“ oder im Bibli­zis­mus evan­ge­li­ka­ler Pro­ve­ni­enz eine katho­li­sche Per­spek­ti­ve sehen kann.
    Für mich ist der Zug abgefahren.
    Ich bin immer wie­der höchst unan­ge­nehm berührt, wenn ich fest­stel­len muss, dass der katho­li­sche Hori­zont ein­fach nur alt­backen ist. Dar­um kann es kaum gehen. Man kann als Katho­lik, ja muss sogar ein ganz gegen­wär­ti­ger Mensch sein, der nicht irgend­wel­chen Gepflo­gen­hei­ten der Ver­gan­gen­heit im Emo­ti­ons­mo­dus der Nost­al­gie nachjammert.
    Wir leben hier und jetzt. Weder ist die D‑Mark katho­lisch noch der Natio­nal­staat noch Kli­schee­bil­der der Geschlech­ter aus der Hexen­kü­che der Ver­gan­gen­heit. Denn lei­der wird von Katho­li­ken genau­so wie von ande­ren Leu­ten v.a. aus dem rechts­na­tio­na­len Spek­trum ein­fach nur irgend­wie ver­schwie­melt „Altes“, „Über­kom­me­nes“ für „recht“ gehalten.

    Der Zug ist erst mal abe­gfah­ren, seit lan­gem schon. Wir haben es ver­passt, wirk­lich intel­li­gen­te Kon­zep­te für das Hier und Jetzt zu ent­wickeln. Wir sind über­rannt wor­den und haben mit „reak­tio­nä­rer“ Stur­heit, nicht mit Leben­dig­keit reagiert…

    Eine Neu­ord­nung wird Grund auf, wenn der Kar­ren im Dreck ist, — und dort wird er noch voll­ends hin­fah­ren -, NICHT aus dem vor­han­de­nen Cha­os her­aus entstehen.

    • Ist der Zug abgefahren?

      Natür­lich kann unter den gegen­wär­ti­gen Ver­hält­nis­sen nie­mand ernst­haft erwar­ten, dass durch die Wahl einer Klein­par­tei die gro­ße Wen­de bewirkt wer­den könn­te. Aber dar­um geht es doch (zunächst) auch nicht. Es geht dar­um, ein kla­res und ein­deu­ti­ges Signal für christ­li­che Wer­te zu set­zen. Nicht mehr, aber auch nicht weni­ger! Und dafür ist die AUF-Par­tei mit Abstand die die beste Wahl. Sie hat glaub­wür­di­ge Kan­di­da­ten und wegen des Weg­falls der Pro­zent­hür­de die ein­ma­li­ge Chan­ce auf ein oder zwei Mandate.

      Man stel­le sich vor: Eine Chri­sta Meves in per­so­nam in Straß­burg oder Brüs­sel, die in die­sen Tagen vor der euro­päi­schen Öffent­lich­keit eine mit­rei­ßen­de Mahn­re­de hält, das wäre schon ein ech­ter Knal­ler! Ein pro­phe­ti­sches Zeichen!

      • …ich den­ke da spon­tan an die vie­le Fern­seh­auf­trit­te kon­ser­va­ti­ver Katho­li­ken. Das ist zwar sehr mutig, ich wür­de da kei­ne gute Figur abge­ben, und bewun­de­re die betref­fen­den Leu­te wirk­lich, aber in Straß­burg und Brüs­sel wäre es auch nicht anders als in der Medi­en­welt: es wür­de viel gequatscht, man wür­de her­nach ein Bier trin­ken gehen und eine Stun­de spä­ter wäre alles ver­ges­sen und abge­hakt und es wür­de doch das gemacht, was längst von ande­rer Sei­te her offen­bar beschlos­sen war. Par­la­ments­de­bat­ten als Ali­bi-Schwätz­bu­de ohne rea­len poli­ti­schen Einfluss.
        Frau Meves ist eine betag­te Frau. Mei­nen Sie, die hat die Kraft und die Ner­ven, die­se zer­mür­ben­den, mehr­spra­chi­gen Debat­ten durch­zu­ste­hen und ein­sam für etwas zu kämp­fen, was ange­sichts der Mehr­heits­ver­hält­nis­se und Seil­schaf­ten sowie­so ver­lo­ren ist? Die­se zer­mür­ben­den Sit­zun­gen, in denen man hin­ter­her kaum mehr weiß, ob man ein Man­derl oder Wei­berl ist?
        Ich habe u.a. auch bei Frau Meves Kon­kur­ren­tin Ursu­la Lehr stu­diert und erlebt, wie Frau Meves kei­ner­lei Rück­halt oder Zuspruch unter den Stu­den­ten hat­te, son­dern hämisch belä­chelt wur­de, mit einer Aus­nah­me einer Katho­li­kin, die ich in mei­nem unrei­fen Zustand vor Jahr­zehn­ten auch nicht ver­stand und eher total dane­ben fand — auch wenn mich die Lehr-Posi­ti­on auf­grund mei­ner Erfah­run­gen nicht über­zeug­te. (Die Lehr-Meves-Debat­te ging um Schei­dungs­kin­der) — Frau Lehr ent­sprach dem Main­stream, that’s it. Dage­gen kommt man mit kei­ner Stra­te­gie an. Man kann Pro­phet sein und reden und zer­mah­len wer­den. das ist viel­leicht wich­tig für das Danach, wenn alles zer­stört ist und ganz neu ange­setzt wer­den wird. Aber für Hier und Jetzt? Ich glau­be, der Zug ist abgefahren.
        Das Pro­blem ist, dass Men­schen wie Meves von denen groß gefei­ert wer­den, die ihr ohne­hin­schon zustim­men, aber man hat nicht den Ein­druck, dass das irgend­et­was bewir­ken könn­te im Volk.

        So geht das seit Jahr­zehn­ten. Vor Jahr­zehn­ten wur­de man auf­ge­for­dert, als Christ das klei­ne­re Übel CDU zu wäh­len. Inzwi­schen kann man die CDU nicht mehr von der SPD unter­schei­den, und so wird es weitergehen…

        • Ich wür­de nicht so pes­si­mi­stisch sein! In der augen­blick­li­chen Lage wäre es unver­ant­wort­lich, den Lin­ken das Feld zu über­las­sen, zumal die­se bereits den ersten Gegen­wind aus dem rech­ten Lager spü­ren und noch mehr Wider­stand gegen ihre Poli­tik befürch­ten: Des­halb gilt es jetzt, mit unse­ren Stim­men sorg­fäl­tig umzu­ge­hen und eine wirk­lich christ­li­che Par­tei zu wäh­len! Und das ist bei der AUF-Par­tei mit ihren bei­den Spit­zen­kan­di­da­ten Meves und Ragg genau der Fall! Also, am 25. Mai die AUF-Par­tei wählen!

      • Tobi­as, dan­ke für dei­ne Ein­schät­zung, auch mei­nes obi­gen Bei­tra­ges. Ich habe auch über die AUF Par­tei nach­ge­dacht und ihr auch in der Ver­gan­ge­heit schon­mal mei­ne Stim­me gegeben.
        Was mich aber an der Par­tei stört, und da muss ich zeit­schnur Recht geben, sind sol­che The­sen wie Euro Aus­tritt bzw. gene­rell EU-Austritt.
        Ist viel­leicht mei­ne per­sön­li­che Mei­nung, aber ich hal­te das poli­tisch und wirt­schaft­lich für Hara­ki­ri und abso­lut nicht nötig, um katho­li­sche Inter­es­sen zu vertreten.
        Des­halb ist auch die AfD für mich nicht wählbar.
        Eine EU mit katho­li­schen Wer­ten, das wäre ein Traum, eine EU auf der einen und ein iso­lier­tes Deutsch­land auf der ande­ren Sei­te mit Sicher­heit der fal­sche Weg.
        Ich wün­sche sowohl CM als auch AUF bei der Wahl viel Glück, ein Bünd­nis aus bei­den für die Zukunft wäre wün­schens­wert, jedoch deu­tet lei­der nichts dar­auf hin.

        • Richard, auch ich hal­te wäh­rungs- und finanz­po­li­ti­sche Detail­fra­gen aus christ­li­cher Sicht zunächst ein­mal für zweit­ran­gig. Das soll­te man den Fach­leu­ten über­las­sen, die dar­in wirk­lich kom­pe­tent sind

          Die AUF for­dert im übri­gen kei­ne sofor­ti­ge und allei­ni­ge Rück­kehr zur D‑Mark, son­dern strebt ledig­lich einen all­mäh­li­chen Aus­stieg aus der Euro-Zone an, und zwar nur dann, wenn dies nach öko­no­mi­schen Gesichts­punk­ten erfor­der­lich sein soll­te. Der Euro soll, wenn über­haupt, auf jeden Fall als Zweit­wäh­rung erhal­ten blei­ben. Das ist aber, wie gesagt, für mich nicht der wich­tig­ste Punkt.

          Zudem strebt die AUF-Par­tei kei­nen EU-Aus­tritt an. Im Gegen­teil, im Euro­pa­wahl­pro­gramm der AUF heißt es: „Die Euro­päi­sche Uni­on (EU) als Zusam­men­schluss ehe­mals ver­fein­de­ter Staa­ten bie­tet die Chan­ce, unse­re Lebens­art auch in einer Welt zu behaup­ten, in der neue gro­ße Macht­zen­tren ent­ste­hen. Wir sehen die Auf­ga­be Euro­pas als Frie­dens­macht in einer von Span­nun­gen erfüll­ten Welt.“ Es geht in erster Linie dar­um, die See­le Euro­pas wie­der­zu­ent­decken, die das Chri­sten­tums ist:

          http://auf-partei.de/europawahl-2014-news/sieben-marksteine-fuer-europa/

  16. Lie­be Leu­te, als über­zeug­te Chri­sten haben wir die Pflicht, zur Wahl zu gehen und uns­re Stim­me einer wirk­lich christ­li­chen Par­tei zu geben. Da kommt mei­ner Mei­nung nach nur die AUF-Par­tei mit Chri­sta Meves und Micha­el Ragg als Spit­zen­kan­di­da­ten in Fra­ge: Wer eine nach­hal­ti­ge Poli­tik gegen das „abscheu­li­che Ver­bre­chen“ der Abtrei­bung und für eine bes­se­re För­de­rung von Fami­li­en will, fährt mit der AUF-Par­tei am besten. Wer einen Abschied vom Euro befür­wor­tet, ist eben­falls mit der AUF-Par­tei sehr gut bedient, da die­se Par­tei einen all­mäh­li­chen Aus­stieg aus der Euro-Zone anstrebt, wenn dies erfor­der­lich sein soll­te. Von der AfD rate ich drin­gend ab, nicht nur wegen der Grün­dung eines homo­se­xu­el­len Arbeits­krei­ses, son­dern weil die AfD sich nicht ent­schie­den für eine christ­li­che Fami­li­en­po­li­tik (z.B Siche­rung und Auf­stockung des Betreu­ungs­gel­des) ein­setzt und haupt­säch­lich nur die Finanz- und Wirt­schafts­po­li­tik (Abschaf­fung des Euro) im Auge hat. Ich sel­ber habe vor der letz­ten Bun­des­tags­wahl Herrn Prof.Dr. Lucke mit geziel­ten Fra­gen nach den Zie­len der AfD in Sachen „Abtrei­bung“ und „Fami­lie“ ange­schrie­ben und kei­ne (!) Ant­wort erhal­ten. Das sagt mir alles! Für über­zeug­te Chri­sten kann daher die AfD kei­ne Alter­na­ti­ve sein! Dar­um wählt die AUF-Partei!

    • Ich fin­de Ihre Argu­men­te zur Wahl der AUF-Par­tei sehr überzeugend.
      Mit der AfD habe ich auch so mei­ne Schwie­rig­kei­ten. Ihre Spit­zen­leu­te sind ja nicht so katho­lisch sozia­li­siert. Sie ist wie mir scheint so rechts-libe­ral. Immer­hin hat sie in die fest­ge­mau­er­te deut­sche Par­tei­en­land­schaft ein wenig Bewe­gung gebracht und wird zu Unrecht mit dem Holz­ham­mer bekämpft und zwar aus­ge­rech­net von Zeit­ge­nos­sen, die gegen alle Argu­men­te immun sind.

      Ich kann @Zeitschnur Ihre Äuße­run­gen gut nach­voll­zie­hen. Aber man soll­te m.Er. die Mög­lich­keit nut­zen, Flag­ge zu zei­gen, auch wenns völ­lig aus­sichts­los erscheint. Noch darf man ja wäh­len gehen. Und die Geg­ner sind schwach. Auch David hat­te den Goli­ath besiegt.

  17. Unwähl­bar ist m.E. nur, wer dem Men­schen ver­wei­gert, zu leben. Dazu gehö­ren eben ein­mal Par­tei­en und Men­schen, die dem unge­bo­re­nen Leben die Men­schen­wür­de bzw. das Recht auf das Leben abspre­chen. Aber es gehö­ren auch Par­tei­en und Men­schen dazu, die Men­schen ver­wei­gern, ihr Leben zu leben, sprich mei­nen, Men­schen, die sich nicht (nur) der „sexu­el­len Norm“ ver­hal­ten, zu dis­kri­mi­nie­ren und ein­zu­schrän­ken, vor allem, wenn sie eigent­lich nie­mand belä­sti­gen. Durch homo­se­xu­el­len Sex wird kein Kind geschä­digt, wird nie­mand am Leben gehin­dert. Kein unge­bo­re­nes Kind, auch kei­ne Erwach­se­nen wer­den geschä­digt. Besten­falls scha­den die Sex­part­ner sich selbst. Und letz­te­res glaub ich auch nicht, ganz im Gegen­teil — solan­ge nicht wahl­los dau­ernd der Part­ner gewech­selt wird. Solan­ge jeder Mensch sei­ne Sexua­li­tät frei, ohne Zwang leben kann, ohne sich stän­dig unter­drücken zu müs­sen, kann ein Mensch auch ver­ant­wort­lich sei­ne Sexua­li­tät leben, ohne dau­ern­de Part­ner­wech­sel, ohne, dass ein Kind wei­chen muss. Letz­ten Ende beför­dern Leu­te wie Chri­sta Meves, deren Ein­satz für das Unge­bo­re­ne ich zwar sehr begrü­ße, auf der andern Sei­te Homo­se­xu­el­le in die kran­ke Ecke stellt, die Pro­mis­kui­tät und die Abtrei­bungs­kul­tur — auch wenn sie das nicht beab­sich­tigt haben Aber wenn Sexua­li­tät und Gefüh­le unter­drückt wer­den, suchen sich die­se einen Weg. Und die­ser Weg kann sehr sehr schmerz­haft auch für ande­re sein: Ver­ge­wal­ti­gung, Abtrei­bung, Selbst­mord. War­um kön­nen gewis­se „Katho­li­ken“ nicht ver­ste­hen, dass Sexua­li­tät sehr viel­fäl­tig sein kann — und die­se Viel­falt letzt­lich natür­lich ist? Wider­na­tür­lich erscheint mir nur das krank­haf­te Abstrei­ten der eige­nen (sexu­el­len) Gefüh­le. Und das Ergeb­nis sind „Homo­pho­bie“ einer­seits, auf der andern Sei­te aller­dings die Begün­sti­gung der Pro­mis­kui­tät sowie die Abtrei­bungs­kul­tur. Bei­de Ent­wick­lun­gen scha­den dem Men­schen unge­mein. Lasst uns lie­ber für eine Kul­tur kämp­fen, in der JEDER MENSCH will­kom­men ist. In der JEDER MENSCH ein­fach sein darf, wer er ist.

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