Auf Doppelheiligsprechung folgt Seligsprechung von Paul VI. — Synodale Mitbestimmung

Seligsprechung von Paul VI.(Vati­kan) Nach der Dop­pel­hei­lig­spre­chung zwei­er Päp­ste am Wei­ßen Sonn­tag, folgt noch in die­sem Jahr die Selig­spre­chung eines wei­te­ren Pap­stes. Nach der Hei­lig­spre­chung von Johan­nes Paul II. und Johan­nes XXIII. wird dem­nächst die Selig­spre­chung von Paul VI. fol­gen. Bei ihrer heu­ti­gen Sit­zung appro­bier­te die Kon­gre­ga­ti­on für die Hei­lig- und Selig­spre­chungs­pro­zes­se ein Wun­der, das auf die Für­spra­che von Papst Mon­ti­ni zurück­ge­führt wird. Bereits für die näch­sten Tage wird die Unter­zeich­nung des ent­spre­chen­den Dekrets durch Papst Fran­zis­kus erwar­tet. Der Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on, Kar­di­nal Amato könn­te bereits mor­gen den Papst über die Ent­schei­dun­gen der heu­ti­gen Sit­zung infor­mie­ren. Bei die­ser Gele­gen­heit wird Fran­zis­kus auch das Selig­spre­chungs­de­kret unter­zeich­nen. Als wahr­schein­li­cher Ter­min für die Selig­spre­chung wird der 19. Okto­ber genannt. Damit wür­de der Abschluß der Bischofs­syn­ode zum The­ma Fami­lie und die Selig­spre­chung zusam­men­fal­len. Was noch Spe­ku­la­ti­on ist, wird in weni­gen Tagen Sicher­heit werden.

Papst Montini der eigentliche „Konzilspapst“

Gio­van­ni Bat­ti­sta Mon­ti­ni (1897–1978) ist der eigent­li­che „Kon­zils­papst“. Er wur­de 1963 mit­ten im tagen­den Kon­zil in einer Rich­tungs­wahl auf den Stuhl Petri erho­ben. Er ist der Papst, der gegen Ende des Kon­zils die trei­ben­den Pro­gres­si­ven ein­brem­ste, denen zuse­hends der Kamm stieg, er war aber auch der Papst der „Revo­lu­tio­nie­rung“ der Lit­ur­gie, wie jüngst US-Prä­si­dent Barack Oba­ma begei­stert fest­stell­te. Er war der Papst der radi­kal­sten Ver­wü­stun­gen der Nach­kon­zils­zeit. Er war der Papst der pro­phe­ti­schen Enzy­kli­ka Huma­nae vitae. Er war auch der Papst, der mit­an­se­hen muß­te, wie in Ita­li­en, vor der päpst­li­chen „Haus­tür“ mit Refe­ren­den die Ehe­schei­dung und die Abtrei­bung ein­ge­führt wur­de. Eine Zeit, die Paul VI. als ein­sa­men Mann im Vati­kan sah. Von sei­nen pro­gres­si­ven „Wäh­lern“ ver­las­sen, als er wegen der Ver­ant­wor­tung des Amtes nicht alle ihre Wün­sche erfüll­te. Ver­las­sen auch von den pro­gres­si­ven Ordens­leu­ten, die ihre Kut­ten in die Brennes­seln war­fen, ihre Ordens­na­men ableg­ten, aus den Klö­stern aus­spran­gen, ihr Prie­ster­tum auf­ga­ben und sich immer neu­en lit­ur­gi­schen, pasto­ra­len, syn­kre­ti­sti­schen, poli­ti­schen Expe­ri­men­ten hingaben.

Papst von Humanae vitae und der „Liturgierevolution“ (Obama)

Es war die Zeit, als von den „fort­schritt­li­chen“ Krei­sen der Kir­che etwa die Pius­bru­der­schaft von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re als „Sek­te“ dis­kre­di­tiert wur­de, weil die Bru­der­schaft inmit­ten eines all­ge­mei­nen Opti­mis­mus und gene­rel­ler Auf­bruch­stim­mung in eine unbe­stimm­te, aber sicher „bes­se­re“ Zukunft beson­ders hart­näcki­gen Wider­stand lei­ste­te. Mit der Defi­ni­ti­on als „Sek­te“ ent­ban­den sich die­se Krei­se jeder Beach­tung, Rück­sicht­nah­me oder gar argu­men­ta­ti­ven Kon­fron­ta­ti­on mit der Kri­tik an Kon­zil und Nach­kon­zils­zeit. Papst Paul VI. wur­de damit im 20. Jahr­hun­dert zur schil­lernd­sten Gestalt auf dem Papst­thron. Sind per­sön­li­che Hei­lig­keit und die Amts­füh­rung wäh­rend des Pon­ti­fi­kats zwei unter­schied­li­che Din­ge? Nein, sagt der Histo­ri­ker Rober­to de Mattei. Ein hei­li­ger Papst müs­se sich vor allem durch Hei­lig­keit wäh­rend sei­nes Pon­ti­fi­kats aus­zeich­nen. Ein ambi­va­len­tes Pon­ti­fi­kat wirft daher umso mehr Fra­gen auf.

Grund für eine wahr­schein­lich Kop­pe­lung von Syn­oden­ab­schluß und Selig­spre­chung dürf­te sein, daß Paul VI. die Bischofs­syn­ode ein­führ­te. Bis dahin gab es kei­ne ver­gleich­ba­re Ein­rich­tung in der Katho­li­schen Kir­che. Eini­ge Kon­zils­vä­ter dräng­ten auf ein per­ma­nen­tes Kon­zil. Die Bischofs­syn­ode wur­de auf deren Druck hin eine redu­zier­te Aus­ga­be davon.

Seligsprechung zur Stärkung der „synodalen“ Mitbestimmung?

Auf das Kon­zil folg­te die Wel­le der „Mit­be­stim­mung“ als Zau­ber­wort des poli­ti­schen Dis­kur­ses. Eine kon­zi­lia­re Mit­be­stim­mung wur­de seit­her in immer neu­en Abstän­den von ein­zel­nen Kir­chen­ver­tre­tern gefor­dert. Eine Form, die von den Päp­sten der „Restau­ra­ti­on“, wie es in links­ka­tho­li­schen Krei­sen zu Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. heißt, jedoch nicht geför­dert, son­dern viel­mehr kana­li­siert und aus pro­gres­si­ver Sicht mar­gi­na­li­siert wurde.

Papst Fran­zis­kus beab­sich­tigt zwar nicht eine kon­zi­lia­re, so doch eine neue syn­oda­le Mit­be­stim­mung ein­zu­füh­ren. Zu die­sem Zweck berief er bereits zwei Bischofs­syn­oden für die Jah­re 2014 und 2015 ein. Bei­de befas­sen sich mit dem The­ma Fami­lie. Es ist zu erwar­ten, daß auch 2016 zu einem ande­ren The­ma eine Bischofs­syn­ode statt­fin­den wird. Wie es aus­sieht, scheint Papst Fran­zis­kus dar­aus eine jähr­li­che statt­fin­den­de Ein­rich­tung machen zu wollen.

Paul VI. zugeschriebenes Wunder ereignete sich ungeborenem Kind in den USA

Das der Für­spra­che Pauls VI. zuge­schrie­be­ne Wun­der ereig­ne­te sich 2001 in den USA. Es betraf ein noch unge­bo­re­nes Kind, das in der 24. Schwan­ger­schafts­wo­che schwer­wie­gen­de Pro­ble­me hat­te. Alle Ver­su­che der Ärz­te blie­ben erfolg­los, die Dia­gno­se war dra­ma­tisch. Die Ärz­te gin­gen davon aus, daß das Kind noch im Mut­ter­leib ster­ben wür­de. Der katho­li­schen Mut­ter wur­de zur Abtrei­bung gera­ten, die die­se jedoch ablehn­te. Die Mut­ter wand­te sich auf Emp­feh­lung einer befreun­de­ten Ordens­frau an Paul VI. um Für­spra­che. Grund war sei­ne Enzy­kli­ka Huma­nae vitae über die Wür­de, die Hei­lig­keit und den Schutz des mensch­li­chen Lebens.

Zwei Wochen spä­ter ver­bes­ser­te sich der Gesund­heits­zu­stand des Kin­des abrupt und uner­war­tet. In der 39. Schwan­ger­schafts­wo­che erfolg­te durch Kai­ser­schnitt die Geburt. Der Fall wur­de dem Postu­la­tor des Selig­spre­chungs­pro­zes­ses, dem Jesui­ten Pao­lo Moli­na­ri in Rom bekannt. Pater Moli­na­ri ist ver­gan­ge­ne Woche ver­stor­ben. Er erleb­te jedoch, daß der Ärz­te­rat der Kon­gre­ga­ti­on am ver­gan­ge­nen 12. Dezem­ber die Hei­lung des Kin­des als wis­sen­schaft­lich nicht erklär­bar bestä­tig­te. Am 18. Febru­ar sprach sich auch der Theo­lo­gen­rat der Kon­gre­ga­ti­on für die Aner­ken­nung als Wun­der aus. Heu­te faß­te die Kon­gre­ga­ti­on ihren Beschluß unter Ver­weis auf die ent­spre­chen­den Emp­feh­lun­gen der bei­den Bera­tungs­gre­mi­en. Wenn nicht schon mor­gen, so sicher in die­ser Woche, wird das Selig­spre­chungs­de­kret durch Papst Fran­zis­kus folgen.

Neue Ära im Verhältnis zwischen Papsttum und Heiligkeit?

Eine so geball­te Erhe­bung von Päp­sten zu den Altä­ren hat die Katho­li­sche Kir­che seit dem 4. Jahr­hun­dert nicht mehr erlebt. Damals wur­den alle Päp­ste bis zur Kon­stan­ti­ni­schen Wen­de als Mär­ty­rer rück­wir­kend kano­ni­siert. Es war die Aner­ken­nung des Mär­tyrer­zeit­al­ters der frü­hen Kir­che. Erst mit Papst Libe­ri­us, der in den 50er Jah­ren des 4. Jahr­hun­derts als bis­her ein­zi­ger Papst in der Kir­chen­ge­schich­te hart an einer Häre­sie vor­bei­schramm­te, riß die unun­ter­bro­che­ne Ket­te hei­li­ger Päp­ste ab. Bis zum Jahr 2000 blie­ben Selig- und Hei­lig­spre­chun­gen von Päp­sten eine ziem­li­che Sel­ten­heit. Nur wirk­li­che gro­ße Gestal­ten des Papst­tums und per­sön­li­cher Hei­lig­keit wur­den mit die­ser Ehre ausgezeichnet.

Im Jahr 2000 sprach Johan­nes Paul II. nach einem regu­lä­ren Selig­spre­chungs­ver­fah­ren Johan­nes XXIII. und Pius IX. selig. Die Dop­pel­se­lig­spre­chung hat­te einen kir­chen­po­li­ti­schen Bei­geschmack, den man von zwei Sei­ten her lesen kann. Der Anti­mo­der­ni­sten­papst Pius IX. soll­te selig­ge­spro­chen wer­den, woge­gen es hef­ti­ge pro­gres­si­ve Wider­stän­de gab, die im „Aus­gleich“ dazu die Selig­spre­chung des Kon­zils­pap­stes Johan­nes XXIII. durch­setz­ten. Man kann es auch anders­her­um lesen. In der Sub­stanz ändert es aller­dings nicht viel. Am Wei­ßen Sonn­tag folg­te mit der Dop­pel­hei­lig­spre­chung ein Deja vu die­ses kir­chen­po­li­ti­schen Manö­vers. In die­sem Fall weiß man es genau: Papst Fran­zis­kus woll­te nicht der Papst sein, der Johan­nes Paul II. hei­lig­spricht, jeden­falls nicht allein. Es wird noch gerät­selt, ob die­se päpst­li­che Aver­si­on einer per­sön­li­chen Abnei­gung gegen das Pon­ti­fi­kat Johan­nes Pauls II. geschul­det ist, obwohl die­ser Jor­ge Mario Ber­go­glio zum Weih­bi­schof, dann zum Erz­bi­schof von Bue­nos Aires und schließ­lich zum Kar­di­nal mach­te. Oder ob Papst Fran­zis­kus aus „kli­ma­ti­schen“ Grün­den, wegen einer weit­ver­brei­te­ten Abnei­gung in gewis­sen latein­ame­ri­ka­ni­schen, aber auch west­li­chen Kir­chen­krei­sen gegen den pol­ni­schen Papst, nicht als der erschei­nen woll­te, der die­sen zu den Altä­ren erhebt, was zwangs­läu­fig den Ein­druck einer gewis­sen per­sön­li­chen „Nähe“ wecken mußte.

Nach Ansätzen einer kritischen Überprüfung unter Benedikt XVI. folgt „Heiligsprechung“ des Konzils durch Franziskus?

Zum „Aus­gleich“ wur­de daher auf päpst­li­chen Wunsch hin, dies­mal ohne regu­lä­res Ver­fah­ren, auch Johan­nes XXIII. zu den Altä­ren erho­ben. Nun folgt die Selig­spre­chung Pauls VI. und damit eine wei­te­re „gefühl­te“ Kano­ni­sie­rung des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils, das Bene­dikt XVI. gera­de erst begon­nen hat­te, einer gewis­sen kri­ti­schen Über­prü­fung zu unter­zie­hen. Das Zwei­te Vati­ka­num als nicht-dog­ma­ti­sches, son­dern pasto­ra­les Kon­zil ent­wickel­te sich in pro­gres­si­ven Köp­fen ohne­hin immer mehr zum imma­gi­nä­ren super­dog­ma­ti­schen Kon­zil. Mit der indi­rek­ten „Hei­lig­spre­chung“ wird eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung noch schwie­ri­ger. Dage­gen wird nur mehr die Histo­ri­sie­rung helfen.

Ein Selig­spre­chungs­ver­fah­ren ist auch für den Kurz­zeit-Papst Johan­nes Paul I. im Gan­ge. Papst Bene­dikt XVI. lebt noch. Damit ste­hen alle Päp­ste seit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil im Ruf oder wie es in Rom auch heißt, im „Geruch“ der Hei­lig­keit. Damit wäre die Kir­che am Wei­ßen Sonn­tag in eine drit­te Pha­se ein­ge­tre­ten. Nach den Mär­ty­rer­päp­sten der frü­hen Kir­che, nach 1.600 Jah­ren der weni­gen hei­lig­ge­spro­che­nen Päp­sten der nach­kon­stan­ti­ni­schen Ära, wäre die Kir­che in der drit­ten Pha­se des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils ange­langt, die wie­der­um nur hei­li­ge Päp­ste kennt, aller­dings kei­ne Mär­ty­rer mehr. Bleibt die Fra­ge, was mit Bene­dikt XVI. gesche­hen wird, der für pro­gres­si­ve Kir­chen­ver­tre­ter, denen erneut der Kamm steigt, als Hei­li­ger doch schwer ver­dau­bar wäre.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Wikicommons

14 Kommentare

  1. Das aner­kann­te Wun­der erscheint mir in die­sem Fall, wo ein angeb­lich defek­tes unge­bo­re­nen Kind, das wegen zu erwar­ten­der kör­per­li­cher und gei­sti­ger Behin­de­rung auf Anra­ten der Ärz­te in den 90er Jah­ren getö­tet wer­den soll­te und dann doch völ­lig gesund zur Welt kam, in sei­ner Dar­stel­lung eher banal.
    Wie häu­fig kommt es zu der­ar­ti­gen ‚Wun­dern‘ , dass die Dia­gno­se bzw. Pro­gno­se von Ärz­ten von miß­ge­bil­de­ten und nicht lebens­fä­hi­gen Foe­ten sich als nicht zutref­fend erweist!
    Allein aus der Sor­ge um Haf­tungs­an­sprü­che wegen Kin­dern, die als Scha­debs­fäl­le ange­se­hen wer­den könn­ten, wird den Schwan­ge­ren zur Abtrei­bung gera­ten oder sie gera­de dazu gedrängt.
    Nur, wenn die Schwan­ge­re sich gegen die Abtrei­bung ent­schei­det, erfährt die Welt dann letzt­lich, ob denn die­se Prä­na­tal­dia­gno­se zutref­fend war.
    Viel­leicht ist das eigent­li­che Wun­der, dass die­se Mut­ter sich für ihr Kind ent­schie­den hat.

    Mei­nes Wis­sens kennt die Kir­che 83 Hei­li­ge Päpste.
    Allein davon sind 47 Päp­ste unter den ersten 48 Nach­fol­gern Petri zu finden.
    30 wei­te­re hei­li­ge Päp­ste star­ben vor 1100, also bevor die Kir­che for­ma­le Inve­sti­ga­sti­on über das Lebens von Hei­li­gen kannte.
    Bis zu den letz­ten Hei­lig­spre­chun­gen, also über 900 Jah­re gab es nur drei Hei­li­ge Päp­ste (Coele­stin V., Pius V. , Pius X.)

    Im neu­en Zeit­al­ter der poli­ti­schen Hei­lig­spre­chung kann der Him­mel schwei­gen. Na denn.

    • Ja, und die Poli­ti­ker, die die Kir­che über­nom­men haben, wäh­nen sich sicher, weil ja eine zukünf­ti­ge Neu­be­wer­tung von Hei­lig­spre­chun­gen Was­ser auf die Müh­len ihres Rechts­po­si­ti­vis­mus‘ und Rela­ti­vis­mus‘ wären. Sie wäh­nen die Tra­di­ti­on in der Fal­le, weil sie die­se nicht ver­ste­hen kön­nen. Es wird einst eine Alt­be­wer­tung geben, kei­ne neue — und dann wird der lose und krumm lie­gen­de Faden der sicht­ba­ren Kir­che wie­der stramm gezogen.

  2. Die Selig­spre­chung Paul VI. im der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kat ist logisch. Sie ist zwin­gend, weil das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil offi­zi­ell zum Super­dog­ma erho­ben wer­den soll. Sie ist für die „Kon­zils­kir­che“ logisch.

    Es scheint mir müßig, jetzt schon zu spe­ku­lie­ren, was der­einst mit Bene­dikt XVI. gesche­hen wird. Weil nicht davon aus­zu­ge­hen ist, dass es in Rom kei­ne Umkehr geben wird. Wir ken­nen den Zeit­punkt nicht, aber sie wird gesche­hen. Die katho­li­sche Kir­che wird die Kon­zil­s­epo­che überwinden.

    • Quod faxit omni­po­tens ac miser­i­cors Deus-fiat fiat! Das wal­te der all­mäch­ti­ge und barm­her­zi­ge Gott — es wer­de, es sei!

  3. @zeitlos,

    der letz­te Satz Ihres Kom­men­ta­res ist die blan­ke Wahr­heit, sie ergibt sich aus dem Satz, in dem uns Chri­stus zuge­si­chert hat, daß die Pfor­ten der Höl­le sei­ne Kir­che nicht über­wäl­ti­gen wer­den. Das ist manch­mal schwer erträg­lich für uns, weil wir in die­sem unsäg­li­chen Cha­os mit der Hil­fe des Vaters, des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes ver­su­chen müs­sen Kurs zu hal­ten in die­sem unglaub­li­chem Elend.
    Was mir gut gefällt in die­sem Arti­kel oben, sind die Sät­ze zur Pius­bru­der­schaft: sie sind so wahr. Und die­se Leu­te wis­sen sehr genau, daß die FSSPX der klei­ne Rest ist, der die Kir­che letzt­end­lich ret­ten wird. ( Wenn die FSSPX eine Sek­te ist , dann die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten genau­so…) Sol­len die Frei­mau­rer sich doch gegen­sei­tig „hei­lig“ spre­chen, ist mir egal. Ich erach­te die­se Akte als ungül­tig, weil Frei­mau­rer und Mit­glie­der ihrer Tee­stu­ben (Rota­ri­er und Co.) eigent­lich per se exkom­mu­ni­ziert sind… Wenn man DIESEN Gedan­ken zuen­de denkt, kommt man zu der Über­zeu­gung, daß da ein lee­rer Stuhl steht, oder???

    Ich bete täg­lich inbrün­stigst zu unse­rem Herrn Jesus Chri­stus, er möge in der kom­men­den Nacht sei­ne Kir­che von die­sen bei­den Päp­sten (Fran­cis­cus und Bene­dikt XVI.) erlö­sen und uns dann durch die Ein­wir­kung des Hei­li­gen Gei­ste dann ein gutes Con­cla­ve fol­gen wird und dann ein Mann zum Papst wählt, der die Kraft und den Mut hat, die­sen Augi­as-Stall Vati­can mit eiser­ner Hand und ohne Par­don auszumisten.

    LAUDETUR JESUS CHRISTUS !!

    • Das sind ja from­me Wünsche.…ist das in Ord­nung, den bei­den den Tod zu wünschen?
      Und ob die­se Kar­di­nä­le über­haupt in ihren Rei­hen noch einen recht­gläu­bi­gen Mann aufweisen?

      Ich ver­ste­he Ihre Wün­sche, und ich sehe zwar auf dem Stuhl Petri einen sit­zen bzw. neben dem Stuhl sehe ich zwei sit­zen — aber sie sind Antipäpste. 

      Mir scheint fast, die­ses Desa­ster hat sei­nen Zenit noch längst nicht erreicht und es geht noch lan­ge berg­ab. Dann aber wird Hil­fe vom Him­mel selbst kommen.

  4. Die Selig­spre­chung von Paul VI. wäre die näch­ste Kata­stro­phe. Wer hat sol­che kran­ken Ideen?

    Wer kommt übri­gens auf die Idee, Huma­nae Vitae als „pro­phe­tisch“ zu bezeich­nen, wenn die­se Enzy­kli­ka nur die tra­dier­te Leh­re wie­der­holt (Casti con­nu­bii und Gau­di­um et spes 51)? 

    Es ist sinn­los, dem Kir­chen­volk „Seli­ge“ und „Hei­li­ge“ auf­zu­drän­gen, die es nie als sol­che wahr­ge­nom­men und aner­kannt hat! Wo, bit­te, gibt es eine Ver­eh­rung für Johan­nes XXIII. oder Paul VI. im gläu­bi­gen Volk?
    Weiß der Papst nicht, daß er damit dem Insti­tut der Selig­spre­chung gro­ßen Scha­den zufügt?

    • @ Wolf­ram Schrems.

      Es drängt sich mir immer menr der Ein­druck auf, daß die­ser Ber­go­glio-Papst ange­tre­ten ist, wie er ja selbst auch gesagt hat, das Kon­zil umzu­set­zen! Und das heißt vor allem: Die Ver­bin­dung zur Tra­di­ti­on zu zer­stö­ren. Und das wie­der­um hie­ße, das zwei­te Bein von drei­en auf den die Kir­che ruht, weg zu hau­en. An ande­rer Stel­le auf die­ser Sei­te des heu­ti­gen Tages wird von einer Kon­fe­renz in Spa­ni­en berich­tet, in der klar zum Aus­druck kommt, daß das so ist: „Treue zum Kon­zil für Orden nicht ver­han­del­bar“. Und all die­se Hei­lig- und Selig­spre­chun­gen sind nur der sicht­ba­re Aus­druck die­ses Wol­lens. Schon JP II sprach ja schon immer von der „Kir­che des Kon­zils, die Neue Kir­che“ und kei­ner hat auf­ge­heult. Ich kann nur hof­fen, das die FSSPX und die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten end­lich mal an einem Strang zie­hen und em Papst die Rote Kar­te zei­gen, auch auf die Gefahr der erneu­ten Exkom­mu­ni­ka­ti­on hin. Neu­lich schrieb ich schon mal, daß ich hof­fe es kom­me zu einer Revol­te auf der Syn­ode im Okto­ber und die Car­di­nä­le stürrzten den Papst. Aber es bleibt wohl nur ein Traum…
      Zu Ihrem letz­ten Satz: doch er weiß… und des­halb tut er es! Aber das dum­me Volk jubelt noch lau­ter, weil es ein­fach gna­den­los dumm ist.

      LAUDETUR JESUS CHRISTUS !!

      • „… das dum­me Volk jubelt noch lau­ter, weil es ein­fach gna­den­los dumm ist.“
        Das ist es nicht. Von die­ser Vor­stel­lung sich zu lösen, wird es erst mög­lich machen, zu ver­ste­hen, was da geschieht. Hier braucht es, daß „die Tra­di­ti­on“ pasto­ral ist — und zunächst ver­stän­dig, war­um Men­schen so reden wie sie reden — und war­um Men­schen han­deln, wie sie handeln.

  5. Sie spre­chen sich gegen­sei­tig hei­lig, sie lei­den unter dem Man­ko dass das 2. Vati­ca­num nur ein pasto­ra­les war

  6. … ich würd übri­gens ger­ne ca. 500 Leu­te aus mei­nem Umfeld hei­lig­spre­chen las­sen. Wun­der hat man mit denen erlebt, mei sog i!

    Ich find auch, man soll­te anfan­gen, Leu­te zu Leb­zei­ten schon hei­lig­spre­chen zu dür­fen. Wie wärs mit F.? Seit­dem der dran ist, kommt man ausm Wun­dern nim­mer raus.

    • Ich wun­de­re mich eigent­lich gar nicht. Seit Bene­dikt zurück­trat war mir eigent­lich schon alles in geschicht­lich-gro­ben Zügen klar — und der Auf­tritt von Fran­zis­kus bestä­tig­te dies nur noch. Ver­wun­dert bin ich allein dar­über, daß ich immer noch erschrecke und zusam­men­zucke, wenn ein neu­er Peit­schen­hieb dar­nie­der­fährt. Es schmerzt dann noch ein­mal beson­ders, mich als so klein­gläu­big zu erleben.

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