Papst Franziskus und Vatikansprecher Lombardi: „Ich laufe hinterher und versuche nichts kaputtzumachen“

Federico Lombardi, Pope Francis(Vati­kan) Das umstrit­te­ne Tele­fo­nat von Papst Fran­zis­kus mit einer Argen­ti­nie­rin, die stan­des­amt­lich mit einem bereits kirch­lich ver­hei­ra­te­ten Mann ver­hei­ra­tet ist, sorgt wei­ter­hin für Dis­kus­sio­nen. Offi­zi­ell wur­de das Tele­fon­ge­spräch mit Jaque­line Lis­boa Sabet­ta bis heu­te nicht bestä­tigt, aber auch nicht demen­tiert. Indi­rekt wur­de es von Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di am 24. April bestä­tigt. Zum Inhalt des Gesprächs, der nur von Lis­boa Sabet­tas Mann öffent­lich gemacht wur­de — dafür aller­dings umge­hend -, woll­te der Vati­kan nicht Stel­lung neh­men.

Hat Papst Fran­zis­kus wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne ange­ru­fen und gesagt, sie kann zur Kom­mu­ni­on gehen? – Vati­kan schweigt

Vati­kan bestä­tigt umstrit­te­nes Tele­fo­nat, ver­wei­gert aber Rich­tig­stel­lung

Wider­sprüch­li­che Erklä­rungs­ver­su­che: Han­delt ein­mal Papst Fran­zis­kus, ein ander­mal Jor­ge Mario Ber­go­glio? – Noch ein­mal vom schwie­ri­gen Umgang katho­li­scher Medi­en mit die­sem Pon­ti­fi­kat

Papst ein „großer Kommunikator“: Wenn er jemand etwas sagen will, greift er zum Telefon

Nun äußer­te sich Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di doch erneut zur „neu­en päpst­li­chen Tele­fon­seel­sor­ge“ (Ari­el Levi di Gual­do). Zum Abschluß eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­se­mi­nars, das von der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät San­ta Cro­ce in Rom ver­an­stal­tet wur­de, nahm Lom­bar­di Stel­lung. Papst Fran­zis­kus sei „ein gro­ßer Kom­mu­ni­ka­tor“. Er ver­fü­ge über eine Spon­ta­nei­tät in der Kom­mu­ni­ka­ti­on, die „Bar­rie­ren ein­reißt“, so Pater Lom­bar­di. Der Papst sei „eine Per­son, die kei­ne Schran­ken hat, die sie iso­lie­ren. Er hat sie nicht, wenn er in den Jeep ein- und aus­steigt und über den Platz fährt oder wenn er Kin­der in den Arm nimmt oder ande­re auf­for­dert, ein­zu­stei­gen. Und er hat sie nicht im täg­li­chen Leben: Wenn er jeman­dem etwas sagen will, dann greift er zum Tele­fon und sagt es ihm. Eben das ist daher ein sehr cha­rak­te­ri­sti­scher Aspekt.“

Behauptete Inhalte mit „Vorsicht“ genießen: Keine „Konsequenzen für Lehre der Kirche“

Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di warnt jedoch: „Das kann hie und da Prä­zi­sie­run­gen not­wen­dig machen. Sagen wir: Ach­tung, das, was man danach von die­sen Din­gen sagt, ist mit Vor­sicht zu genie­ßen, denn wer weiß, ob das, was einer sagt, der einen Tele­fon­an­ruf erhal­ten hat, objek­tiv oder aus­rei­chend ist. Daher ist es mit gro­ßer Vor­sicht zu neh­men, ohne dar­aus Schluß­fol­ge­run­gen zu zie­hen, die über die­sen ver­trau­li­chen, per­sön­li­chen Fall hin­aus­ge­hen, damit dar­aus nicht Fol­ge­run­gen wer­den, die die Leh­re der Kir­che betref­fen.“

„Ich laufe hinterher und versuche nichts kaputtzumachen“

Zu sei­ner Auf­ga­be als Vati­kan­spre­cher sag­te Pater Lom­bar­di, daß er „im Dienst“ der Per­son ste­he, für die er kom­mu­ni­zie­ren soll. Er habe das vor Papst Fran­zis­kus bereits für Papst Bene­dikt XVI. gemacht. An die Bedürf­nis­se die­ser Per­son habe er sich anzu­pas­sen. Papst Fran­zis­kus „ist ein gro­ßer Kom­mu­ni­ka­tor“ und „ich lau­fe ihm hin­ter­her und ver­su­che nichts kaputt­zu­ma­chen“, was er nicht nur mit Wor­ten, son­dern vor allem auch mit Gesten kom­mu­ni­ziert.

„Häufige kurze“ Kontakte – „Haben noch nicht alles von Papst Franziskus gesehen“

Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Pater Lom­bar­di und dem Papst besteht aus „häu­fi­gen, aber kur­zen, schnel­len“ Begeg­nun­gen. Gegen­über frü­her müs­se der direk­te Kon­takt nun nicht mehr immer über das Staats­se­kre­ta­ri­at erfol­gen. In eini­gen Fäl­len gebe es auf­grund der Not­wen­dig­keit auch „einen direk­ten Kon­takt“. „Am Nach­mit­tag trifft er vie­le Men­schen in San­ta Mar­ta, es sind per­sön­li­che und pri­va­te Begeg­nun­gen“, die häu­fig am Staats­se­kre­ta­ri­at und der Prä­fek­tur des Päpst­li­chen Hau­ses vor­bei statt­fin­den. Um dann zu wis­sen, was gesche­hen ist, habe der Vati­kan­spre­cher dann direk­ten Kon­takt zum Papst.

„Wir haben noch nicht alles von der Kom­mu­ni­ka­ti­on von Papst Fran­zis­kus gese­hen“, sag­te Pater Lom­bar­di und ver­wies beson­ders auf die anste­hen­den Rei­sen des Pap­stes in das Hei­li­ge Land und nach Süd­ko­rea. Der Vati­kan­spre­cher spricht in die­sem Zusam­men­hang von „neu­en Etap­pen in der Kom­mu­ni­ka­ti­on der Bot­schaft des Hei­li­gen Vaters mit der Welt“. Es gebe daher, so Lom­bar­di, wohl noch „vie­le Din­ge, die wir, den­ke ich, ler­nen und sehen müs­sen“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati­can Insi­de

32 Kommentare

  1. Das ist Kaba­rett, Vati­kan als Sati­re­büh­ne, Klein­kunst aus den vati­ka­ni­schen Hügeln, das Rän­ke­spiel am Hof eines rück­sichts­lo­sen und ver­ant­wor­tungs­lo­sen abso­lu­ti­sti­schen Herr­schers. Das erin­nert mich an den wüsten­haf­ten End­zu­stand des euro­päi­schen Got­tes­gna­den­tums (des König­tums): l’état, c’est moi!

    Da ist eine fei­ne Stim­me, die nur noch weni­ge hören wol­len:
    „Euer Ja sei ein Ja, ein Nein ein Nein!“
    „Wei­de mei­ne Läm­mer — Du aber fol­ge mir nach“
    Und wohin der ech­te Petrus IHM nach­folg­te — das wäre der rech­te Weg eines ech­ten Pap­stes…

    Das fran­zöi­sche König­tum ist bald drauf unter­ge­gan­gen, auch wenn es sich noch ein paar­mal auf­ge­bäumt hat und in Bil­lig­va­ri­an­ten noch mal auf­ge­wärmt wur­de.

    Auch das eine Imma­cu­la­ta-Visi­on der Sr. Lucia aus Fati­ma: „Wenn man mei­ne Wün­sche nicht erfüllt, wird es dem Papst so erge­hen wie dem König von Frank­reich“. Maria Ala­co­que hat­te durch eine Visi­on 1689 Lud­wig XIV. mit­zu­tei­len, er möge zur Ret­tung des König­tums Frank­reich dem Hei­lig­sten Her­zen Jesu wei­hen. Er tat es nicht. Und das König­tum ging unter.
    Man­che wer­den nun wie­der Pro­test ein­le­gen und Sr. Lucia nie­der­ma­chen, aber es hilft ihnen alles nichts, sie mögen jam­mern und kla­gen über den Nie­der­gang: Sr. Lucia hat­te augen­schein­lich recht. Nie­mand kann das ernst­haft bestrei­ten. Das Papst­tum geht nie­der wie einst das Got­tes­gna­den­tum.
    Letz­te­res wan­del­te sich histo­risch immer mehr zu einem wider­wär­ti­gen, ver­kom­me­nen Abso­lu­tis­mus ohne Gott, ohne Respekt, ohne Moral und ohne Ernst.
    Einen ähn­li­chen Pro­zess kann man dem Papst­tum beschei­ni­gen.

    Wol­len wir nun jahr­aus jahr­ein sol­che Nach­rich­ten erfah­ren, lamen­tie­ren über die unwür­di­gen Zustän­de im Vati­kan und der Welt­kir­che, die­sen Stall tap­fer für die legi­tim (!) vebeul­te und geschän­de­te „Braut Chri­sti“ hal­ten, und weils der Papst in sei­ner All­herr­lich­keit, die höher ist als die des Herrn, gesagt hat, auch ger­ne als Feld­la­za­rett… Wir ver­här­ten unser Herz gegen alle Gna­den­mit­tel, die uns ange­bo­ten wor­den sind und set­zen unse­re eige­ne Weis­heit dage­gen.

    Ehe­dem sprach man davon, dass die die Kir­che, die rei­ne Braut, ans Kran­ken­bett des Sün­ders eile… heu­te ist sie selbst eine Sün­de­rin, wenn es nach unse­rem Papst gin­ge.

    Wer nicht in Ehr­furcht vor Gott steht (jnd das tut F. nicht — er beugt sein Knie immer noch nicht vor ihm, dafür umso mehr vor Men­schen — es ist inzwi­schen 100fach fil­misch festgehalten…der wird zum Tyran­nen und Will­kür­herr­scher.

    Und die­sen End­zu­stand haben wir erreicht: F. macht, was er will. Er ist schließ­lich der Papst. Und der Papst ist der Papst, das hat auch der lie­be Gott ein­zu­se­hen.

    Irgend­wann aber setzt der lie­be Gott die­ser Per­for­mance das Ende, das auch der König von Frank­reich fand.

    Hei­li­ge Maria, Mut­ter­got­tes, bit­te für die Kir­che und Hl. Petrus, bit­te für eine Rei­ni­gung des Lehr­am­tes nach dem Wil­len des Herrn.

    • Der Herr Lom­bar­di müs­se sich an die Bedürf­nis­se der Per­son des Pap­stes anpas­sen. Nun­ja, das trifft nur bedingt zu. Denn auch die Per­son des Pap­stes ist ihrer­seits dazu auf­ge­ru­fen, sich an die Erfor­der­nis­se des Amtes anzu­pas­sen. Und dazu gehört vor allem Inte­gri­tät. Wo einer sein Amt so unbe­re­chen­bar, dop­pel­zün­gig und fahr­läs­sig aus­übt, ist er schlicht­weg unge­eig­net.

    • „Das ist Kaba­rett, Vati­kan als Sati­re­büh­ne, Klein­kunst aus den vati­ka­ni­schen Hügeln, das Rän­ke­spiel am Hof eines rück­sichts­lo­sen und ver­ant­wor­tungs­lo­sen abso­lu­ti­sti­schen Herr­schers. Das erin­nert mich an den wüsten­haf­ten End­zu­stand des euro­päi­schen Got­tes­gna­den­tums (des König­tums): l‘état, c‘est moi!“

      Und so wie er, M. Fran­zis­kus, welt­lich den „Etat“ (Staat/Etatismus/Staatismus) hofiert und zu för­dern sucht, so lebt er selbst des­sen reli­giö­se Ent­spre­chung auch eta­ti­stisch. Wäre doch nur — anstatt der Mon­ar­chie — der Abso­lu­tis­mus ver­jagt wor­den!
      Das 2. Vati­ka­num, geschicht­lich wohl unver­meid­lich, hat die Katho­li­sche Kir­che in eine Sack­gas­se geführt.

      • Ja, der Ver­gleich mit Lou­is XIII ist gar nicht so ver­kehrt und vie­le Prä­la­ten und son­sti­ge gut­be­zahl­te katho­li­sche Lai­en, die das Lob­lied der Öko­lo­gie und der Eman­zi­pa­ti­on von allem und jedem sin­gen, erin­nern an die Ade­li­gen in den Salons, die halt ein biss­chen so tun, als ver­stün­den sie was von der Lage der Leu­te.
        Dazu hat­ten es auch schon die Ade­li­gen damals mit der Natur und es war ihnen gar nicht klar, dass sie vor lau­ter „Natur“ den ein­fa­chen Leu­ten das Leben extrra schwer mach­ten.

  2. Zunächst ein­mal darf man ver­mu­ten, daß wenn der Papst irgend­ei­ne klei­ne unschein­ba­re Per­son ohne „Vor­war­nung“ anruft, die­se viel­leicht im ersten Augen­blick erfreut sein mag aber auch im Nach­hin­ein wie geschockt ist. Ist so ein Anruf gut, ist es anstän­dig?- Dar­über gibts und kann es unter­schied­li­che Ansich­ten geben.
    Inter­es­sant wäre in die­sem Zusam­men­hang der Inhalt des Brie­fes von Frau Sabet­ta an den Papst zu ken­nen. Sie woll­te wohl ange­ru­fen wer­den.
    Es ist für mich als Leser klar, daß eine sol­che Per­son (und jeder!) einen der­ar­ti­gen Anruf nicht für sich behal­ten kann, weil sie damit inner­lich nicht fer­tig wird. Sie muß also reden und reden.
    Kann man anneh­men, daß der Papst das nicht vor­her wuß­te? Es ist kaum anzu­neh­men, daß sich die­se argen­ti­ni­sche Dame in Gän­ze ver­plap­pert hät­te. Papst Fran­zis­kus muß­te wis­sen, daß Frau Sabet­ta die Ange­le­gen­heit in die Öffent­lich­keit bringt.
    Solan­ge ihre Anga­ben nicht demen­tiert wer­den, stim­men sie also. Der Papst will offen­bar, daß das auch so bleibt. Und des­we­gen hat er sie doch mut­maß­lich ange­ru­fen.
    Es sieht alles aus wie eine Ver­schwö­rung. Es ist myste­ri­ös.
    Daß sich Pater Lom­bar­di nicht wohl­füh­len kann, liegt offen auf der Hand.

    Man kennt die Wege Got­tes nicht. Wir leben in einer End­zeit, und das Gericht Got­tes hat bereits ange­fan­gen- das scheint sicher. Viel­leicht soll das alles so sein, damit „die Gedan­ken vie­ler offen­bar wer­den“ und Papst Fran­zis­kus ist das Werk­zeug Got­tes und kann des­halb wohl manch­mal nicht anders spre­chen und han­deln (er sagt auch sehr viel Rich­ti­ges und Gutes).
    Womög­lich ist auch Papst Fran­zis­kus der letz­te Papst so wie in der Weis­sa­gung des Mala­chi­as (oder des Phil­ipp Neri) geschrie­ben steht. Danach, nach Fran­zis­kus, folgt even­tu­ell bzw. auch sicher die Wie­der­kunft Chri­sti- noch nicht die eng­gül­ti­ge, aber eine Art zwei­te oder Zwi­schen­wie­der­kunft. Davon sprach auch der hei­li­ge Papst Johan­nes Paul II.
    Dann ist Chri­stus selbst und allein der Fels, der Sei­ne Kir­che wei­det.

  3. Pater Lom­bar­di: „…ich lau­fe ihm hin­ter­her und ver­su­che, nichts kaputt­zu­ma­chen.“

    Da wird er zukünf­tig genug zu tun haben und daher wären ihm wirk­sa­me Medi­ka­men­te gegen den zu erwar­ten­den hohen Blut­druck durch Dau­er­stress anzu­ra­ten.

  4. Wenn Papst Fran­zis­kus der ist, als der er in eini­gen pro­phe­ti­schen Bot­schaf­ten denun­ziert respec­ti­ve demas­kiert wird, dann erklärt das sein schein­bar chao­ti­sches Ver­hal­ten als äußerst ziel­stre­big.
    Um eine syn­kre­ti­sti­sche Welt­ein­heits­re­li­gi­on zu schaf­fen, muss zuerst die Öku­me­ne der christ­li­chen Groß­kir­chen erreicht wer­den. Das geht nur, wenn zuvor das Haupt­hin­der­nis, das Papst­tum gemäß katho­li­schem Dog­ma, besei­tigt wird. Es gibt kei­ne Insti­tu­ti­on auf Erden, die das, unter dem fal­schen Anschein der Recht­mä­ßig­keit, ver­möch­te, außer dem Papst selbst.
    Das wür­de erklä­ren, war­um Papst Fran­zis­kus einer­seits sei­ne Voll­macht rück­sichts­los aus­reizt, um ande­rer­seits das Papst­tum als Insti­tu­ti­on zu demo­lie­ren.
    Es wür­de auch die Wider­sprüch­lich­keit sei­ner Wor­te und Aktio­nen erklä­ren, mal katho­lisch mal anti­christ­lich. Um das Alte durch etwas Neu­es zu erset­zen, muss es zuerst zer­stört wer­den. Eine alte rosen­kreu­ze­risch-frei­mau­re­ri­sche For­mel lau­tet: Sol­ve et coagu­la — Löse und ver­bin­de!
    Die fast täg­li­chen Wider­sprü­che aus dem Vati­kan, ja schon der blo­ße Anblick z w e i e r Päp­ste, hat eine auf­lö­sen­de, zer­stö­re­ri­sche Wir­kung auf das Glau­bens­be­wusst­sein der Katho­li­ken, ja der gan­zen Chri­sten­heit. Dem­sel­ben Ziel die­nen die regel­mä­ßi­gen ver­ba­len Quer­schlä­ge von Papst Fran­zis­kus gegen das (offen­ba­rungs­ge­mä­ße) Bedürf­nis nach Sicher­heit im Glau­ben.

  5. es gibt einen Spruch der Indianer,.…mit gespal­te­ner Zun­ge spre­chen und dann noch das Lob von Oba­ma, dem hero­des der Neu­zeit! da müs­sen wir uns wohl lang­sam schä­men!

  6. Nun ist das Wort gefal­len.
    New-York-Time-Kolum­nist Ross Dout­hath sieht die Gefahr eines Schis­mas für den Fall, dass Papst Fran­zis­kus die Wie­der­ver­hei­ra­tet-Geschie­de­nen-Pasto­ral ver­än­dert.
    Er sieht drei Sze­na­ri­os:
    One is what you might call the late-Soviet sce­n­a­rio, in which Catho­lic doc­tri­ne is offi­cial­ly unal­te­red, but the impres­si­on grows that even the pope doesn’t real­ly belie­ve the­se things, and that when the church’s lea­ders affirm a con­tro­ver­si­al posi­ti­on they’re going through the ideo­lo­gi­cal moti­ons — like Brezhnev-era appa­ratchiks — and not actual­ly try­ing to teach a living faith.
    The other is the dashed-expec­ta­ti­ons sce­n­a­rio, in which the assump­ti­on that a church tea­ching is about to chan­ge crea­tes widespread dis­af­fec­tion when it doesn’t. This hap­pen­ed with con­tracep­ti­on in the 1960s, and it could easi­ly hap­pen with divor­ce and remar­ria­ge under Fran­cis.
    (…)
    The­re is also a third peri­lous sce­n­a­rio, even if my own assump­ti­ons about the natu­re of the church tend to rule it out. Fran­cis could actual­ly be con­si­de­ring a tru­ly major shift on remar­ria­ge and com­mu­ni­on, in which the annulment requi­re­ment is dis­pen­sed with and (perhaps) a tem­pora­ry pen­an­ce is sub­sti­tuted.
    Such a shift wouldn’t just pro­vo­ke con­ser­va­ti­ve grumb­ling; it would threa­ten out­right schism. The church has famous mar­tyrs to the indis­so­lu­b­i­li­ty of Chri­sti­an mar­ria­ge, and its tea­ching on divor­ce and adul­te­ry is groun­ded not just in tra­di­ti­on or natu­ral law, but in the expli­cit words of Jesus of Naza­reth.
    Zum gan­zen Arti­kel:
    http://www.nytimes.com/2014/04/27/opinion/sunday/douthat-the-popes-phone-call.html

    • Käme die­ses Schis­ma, es wäre die Ret­tung für den Glau­ben und die Kir­che, denn nichts fürch­ten die Ver­ge­wal­ti­ger der katho­li­schen Leh­re mehr, als eine Spal­tung der Kir­che. Die katho­li­sche Kir­che in ihrer Funk­ti­on als welt­um­span­nen­de Orga­ni­sa­ti­on zur Errich­tung der neu­en Welt­ord­nung ist gefragt, aber eben nicht als katho­li­sche Kir­che, die wie eh und je nur Gott und der Wahr­heit des Glau­bens ver­pflich­tet, son­dern als rein inner­welt­li­che, huma­ne Orga­ni­sa­ti­on, als Feld­la­za­rett, kei­ner höhe­ren Auto­ri­tät gehor­chend. Es ist ja übri­gens auch bezeich­nend, dass mit dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil der Göt­ze Ein­heit auf­ge­rich­tet wur­de, dem fort­wäh­rend die Wahr­heit des Glau­bens geop­fert wird. Frü­her war es genau umge­kehrt. Es war die selbst­ver­ständ­li­che und vor­nehm­ste Auf­ga­be des ober­sten Lehr­am­tes, die Wahr­heit zu defi­nie­ren und rein zu hal­ten, selbst wenn dadurch die Ein­heit gefähr­det oder auf­ge­ge­ben wer­den muss­te („Anathe­ma sit“). So wäre auch das Schis­ma ein Segen für die Kir­che, weil man end­lich wie­der die Wahr­heit über eine fau­le Ein­heit mit dem Zeit­geist stel­len wür­de. Ich fürch­te nur, dass in die­ser Kir­che, die seit fünf­zig Jah­ren den Göt­zen Ein­heit anbe­tet und in der die Gehir­ne dahin­ge­hend gründ­lich gewa­schen sind, es nie­man­den geben wird, der sich ermann­te, die­ses Schis­ma her­bei­zu­füh­ren.

    • Der NY Repor­ter schreibt davon, daß der argen­ti­ni­sche Mann in sei­nem Blog berich­tet, der Papst habe der ange­ru­fe­nen Frau die Erlaub­nis gege­ben sich in der Öffent­lich­keit auf ihn zu beru­fen. Für Duck­mäu­ser müss­te eigent­lich alles in Ord­nung sein.

      Für die eine hei­li­ge Kir­che ist ein sol­cher Ver­rat eine Kata­stro­phe und wenn die­se ver­que­re Ent­wick­lung so wei­ter geht, fin­det sich der klei­ne Rest glau­ben­der Katho­li­ken in den Kata­kom­ben wie­der.

  7. Erschreckend die­se Dro­hung des Vati­kan Spre­chers: „Haben noch nicht alles von Papst Fran­zis­kus gese­hen“. Denn vie­les was bis­her vom Bischof von Rom kam, ist ja schon erschreckend genug.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  8. Zum Kom­men­tar von Zeit­schnur:
    Jeder mag zu Sr. Lucia dos San­tos ste­hen, wie er will. Dar­um geht es nicht. Aber ich war­ne vor einem gewis­sen Fana­tis­mus, der unser Got­tes­bild ver­dun­kelt:
    Wenn einer Sehe­rin nicht gehorcht wird, dann holt Gott zu schwe­ren Stra­fen aus.
    Oder anders her­um: Ein offen­sicht­li­ches Unglück ist nur des­halb ein­ge­tre­ten, weil einer Sehe­rin nicht gehorcht wur­de.
    Das muss aber erst Mal bewie­sen wer­den. Und zwar argu­men­ta­tiv.
    Der Nie­der­gang des Papst­tums nicht mora­lisch son­dern in der Leh­re wur­de lan­ge vor­be­rei­tet in der Zeit vor dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Von Theo­lo­gen, Prie­ster-Theo­lo­gen, beson­ders Domi­ni­ka­nern und Jesui­ten. Aber auch von Mit­glie­dern ande­rer Orden.
    Früh­zei­tig hat Pius X. sei­ne mah­nen­de Stim­me erho­ben gegen den Moder­nis­mus, näm­lich im Jahr 1907. Alle moder­ni­sti­schen Häre­si­en rich­te­ten sich gegen Jesus Chri­stus, den Erlö­ser, den Ret­ter der Welt. Und nicht gegen die aller­se­lig­ste Jung­frau Maria.
    Viel­leicht war es schon zu spät. Dar­an ist er schuld­los. Sein Pon­ti­fi­kat begann 1903.
    An Mari­en­ver­eh­rung man­gel­te es nicht.
    Sein Vor­gän­ger, Leo XIII., ver­fass­te allein sie­ben !!! Rund­schrei­ben zum Rosen­kranz­ge­bet. Die Gläu­bi­gen haben oft die hl. Mes­se nicht mehr ver­stan­den, wenn die Mini­stran­ten die Glocken zur Wand­lung läu­te­ten, stopp­ten sie ihr Rosen­kranz­ge­bet, hiel­ten ehr­fürch­tig inne, weil sie wuss­ten, das ist der wich­tig­ste Augen­blick der hl. Mes­se. Und das war es.
    Tri­ent ist in den Hin­ter­grund getre­ten, ver­blass­te immer mehr. Die lit­ur­gi­sche Bewe­gung, die auch Pius X. for­der­te, schoss auch des­halb weit über das Ziel hin­aus, weil sie kein rech­tes Ver­hält­nis mehr zum Opfer, zum Mess­op­fer hat­te.
    Mir geht es nicht dar­um, Leo XIII. zu beschul­di­gen, undif­fe­ren­zier­te Rund­um­schlä­ge sind mir zuwi­der. Aber dar­auf hin­wei­sen, darf ich sehr wohl. Sie­ben Rund­schrei­ben zum Rosen­kranz, einem Gebet, kei­ne Enzy­kli­ka zum Mess­op­fer, in dem immer­hin die Erlö­sungs­früch­te Jesu Chri­sti zuge­wen­det wer­den, sich das Kreu­zes­op­fer unblu­tig auf den Altä­ren erneu­ert.
    Zen­tral für den Nie­der­gang der katho­li­schen Kir­che war und ist die Mes­se Paul VI. Bischö­fe und Prie­ster haben die­se Mes­se regel­recht durch­ge­peitscht, weil ihnen der Opfer­ge­dan­ke fremd war. Es war nicht ihre man­geln­de Mari­en­ver­eh­rung.
    Wir brau­chen nicht immer mehr Mari­en­fe­ste und Mari­en­dog­men, wie die Anhän­ger von Sr. Lucia dos San­tos for­dern.
    Wir brau­chen, dass sich die Päp­ste wie­der zu Jesus Chri­stus bekeh­ren, wah­rer Gott und wah­rer Mensch. Dass sein Erlö­ser­wir­ken ins Zen­trum gerückt wird und Er nicht miss­braucht wird für ihre eige­nen Theo­rien, z. B. die Aller­lö­sung.
    Die Mut­ter des Aller­lö­sers Jesus Chri­stus konn­te Johan­nes Paul II. tief ver­eh­ren. Und die Katho­li­ken haben nicht begrif­fen, dass die Aller­lö­sung eine Häre­sie ist. Die die Kir­che zer­stört.
    Es fehlt an reli­giö­sem Grund­wis­sen. Soli­des Glau­bens­wis­sen wird nicht durch das Anhan­gen an Sehe­rin­nen ersetzt.

    • Es geht bei Fati­ma nicht dar­um einer Sehe­rin zu gehor­chen. Son­dern den Warun­gen der aller­se­lig­sten Jung­frau Glau­ben zu schen­ken. War­um soll der lie­be Gott nicht das Recht haben, die Ret­tung der Welt an eine Wei­he (Ruß­lands an das unbe­fleck­te Herz Mari­as) und das Rosen­kranz­ge­bet zu knüp­fen. Ich den­ke, im Rosen­kranz schei­det sich der Hoch­mut von der Demut. Frü­her habe ich immer hoch­mü­tig auf die­ses Gebet her­ab­ge­se­hen ( ist etwas für alte Frau­en,…). Ich den­ke, das hat mir so man­chen Fall in die Sün­de ein­ge­brockt. Nach mei­ner Erfah­rung soll­te man das Ein­fa­che und Klei­ne nicht gering ach­ten. Wenn ich den Rosen­kranz bete, opfe­re ich einen Teil mei­ner Zeit und Bequem­lich­keit. War­um soll die­se Gebet den Sinn für das Opfer schwä­chen? Das ver­ste­he ich nicht. Und wer kann die Hl. Mes­se denn wirk­lich ver­ste­hen?

      • Seit­dem ich täg­lich den Rosen­kranz bete — und das währt nun schon län­ger — habe ich über­haupt erst begrif­fen, wie tief die Geheim­nis­se Chri­sti sind. Wie unend­lich groß sein Opfer war … und wie tief auch mei­ne Sün­de…
        Die­ses Gebet ist gewis­ser­ma­ßen Aus­fluss aus dem imma­ku­la­ten Her­zen Mari­as. Wer es immer­zu betet, kann damit — eben in die­ser Rein­heit des Her­zens, dem er sich damit auch ver­schrie­ben hat, die rech­te Leh­re leben­dig ver­ste­hen, solan­ge das Lehr­amt vakant ist und man ihm kei­nes­falls gehor­chen darf, wenn man sich nicht in Gegen­satz zur gesam­ten Kir­che vor dem Kon­zil set­zen will, was ca. 1960 Jah­re sind. Die Jah­re der Ver­kom­men­heit sind gera­de erst ein­mal 50 Jah­re…
        Den Wei­sen und Gro­ßen hat der Herr vie­les ver­bor­gen. Was nichts gilt vor der Welt, das ist SEINE Wahl. Es ist ein so gro­ßes Wun­der, dass Gott sich nicht vor­schrei­ben lässt, wem er über wen was ver­mit­teln will.
        Ja, das Wun­der ist, obwohl die­ses ver­kom­me­ne Lehr­amt uns zwin­gen will, bloß noch toten Buch­sta­ben zu fol­gen wie die Pro­te­stan­ten, dass Gott die Leh­re in der Kir­che durch das unbe­fleck­te Herz der Got­tes­mut­ter leben­dig und rein hält: denn sie ist die Urform der Kir­che und die Mut­ter der Gläu­bi­gen. Und all das tut sie, damit ihr gelieb­ter Sohn, der Gott selbst ist, für immer und ewig ver­herr­licht wer­de — in Sei­nen Kin­dern, die ER zu Ihren Kin­dern bestimmt hat.
        Die­se Kon­stel­la­ti­on der Lie­be Got­tes zur Kir­che ver­ste­he ich aber auch erst durch die vie­len Wochen, Mona­te, inzwi­schen Jah­re des täg­li­chen Rosen­kran­zes.

        • Ja, das ist die geheim­nis­vol­le Kraft die­ses Gebe­tes, dass es jedem, der es nur mit auf­rich­ti­gem, hin­ge­bungs­vol­len Her­zen betet, rein und stark macht im Guten, Weis­heit und Ein­sicht schenkt, und sei man auch der größ­te Sün­der. Nicht umsonst wur­de die­ses Gebet seit jeher von den destruk­ti­ven Kräf­ten gefürch­tet und gehasst. Nicht umsonst hat man den Gläu­bi­gen die kind­li­che Lie­be und Ver­eh­rung Mari­ens, wie sie sich in Mai- Rosen­kran­z­an­dach­ten und in vie­len Lie­dern und Gebe­ten, von denen man die schön­sten aus den Gebet­bü­chern ent­fern­te oder durch trocke­ne Spra­che bis zur Unkennt­lich­keit ent­stell­te, aus dem Her­zen geris­sen.

    • Was Maria Ala­co­que dem fran­zö­si­schen Königs­haus hat aus­rich­ten sol­len, war das alte Jesa­ja Wort „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht“.
      Um das zu beher­zi­gen braucht es kei­ne Pri­va­tof­fen­ba­rung, son­dern Glau­ben.
      Und es hat dem fran­zö­si­schen Königs­haus nichts genutzt, als es zwar viel zu spä­te, aber den­noch den For­de­run­gen von Paray Le Moni­al nach­ge­kom­men ist.
      Will hei­ßen es geht bei all den himm­li­schen Anru­fen um das Gan­ze, das Herz, und nicht um irgend­wel­che For­ma­li­en, wie ein­mal Bau einer Kir­che (Sac­re Cou­er) bzw „Wei­he an das Herz Mari­ens“.
      Die Grund­bot­schaft von Fati­ma, ist klar, „Hört auf Gott zu belei­di­gen“ oder noch knap­per „macht ernst! Kehrt um!“
      Wenn ich mir anschaue, wie sich die offi­zi­el­le Mei­nung, und die Gesetz­ge­bung seit 1917 geän­dert hat, erscheint mir per­sön­lich die Dis­kus­si­on um irgend­wel­che gesetz­ten oder nicht gesetz­ten Weihak­te irgend­wie merk­wür­dig.
      Ins­be­son­de­re, weil es in der Schrift und in der Tra­di­ti­on nichts gibt, das dar­auf hin­weist, dass der Mut­ter­got­tes sozu­sa­gen das Ersatz­lehr­amt und die spi­ri­tu­el­le Feu­er­wehr­funk­ti­on zukommt!
      Ich neh­me an, wenn man die Grund­bot­schaft von Fati­ma „bekehrt euch!“ befol­gen wür­de, dann wür­de man auch, was Fati­ma angeht, den Rah­men vom Bild unter­schei­den kön­nen.
      Weil dem aber so ist, braucht es im Grun­de, wie es Leh­re der Kir­che ist, kei­ne Pri­va­tof­fen­ba­run­gen, weil eben das bekehrt euch, kehrt um, glaubt, sün­digt nicht mehr, hal­ten an dem Bund fest …eben katho­li­sche Essen­ti­als sind!
      So scheint es mir, als sei die Mehr­zahl der Erschei­nun­gen eher Sym­ptom, als Heil­mit­tel der Kri­se und man lernt dar­aus, dass die Kri­se älter ist, als 1964!

      • Sie haben ja voll­kom­men recht. Nie­mand will das, was Sie sagen, bestrei­ten. Denn es wäre ja furcht­bar, wür­de durch Mari­en­er­schei­nun­gen dem Glau­ben grund­sätz­lich etwas Neu­es hin­zu­ge­fügt. Viel­mehr erweist sich die Echt­heit einer Pri­va­tof­fen­ba­rung dar­an, ob sie mit dem, was immer und zu allen Zei­ten geglaubt und was in der Schrift geof­fen­bart wur­de, über­ein­stimmt. Somit ist Fati­ma „nur“ eine Art Aktua­li­sie­rung der alten Bot­schaft des „Bekehrt Euch und glaubt an das Evan­ge­li­um“. Und inso­fern darf man der Bot­schaft von Fati­ma dafür dank­bar sein und ihr fol­gen, ohne sein See­len­heil zu gefähr­den. Des­halb gleicht auch das her­um­mäkeln an ein­zel­nen Gebets­for­mu­lie­run­gen wie das sprich­wört­li­che Suchen nach dem Haar in der Sup­pe.

      • Die Offen­ba­run­gen von Fati­ma, Lour­des oder etwa auch von Amster­dam sind kei­ne „Pri­va­tof­fen­ba­run­gen“. Sie betref­fen die gesam­te Kir­che und die gesam­te Mensch­heit.
        Auch die Bücher der Hl. Schrift, also der Bibel, sind „Pri­va­tof­fen­ba­run­gen“. Gott offen­bar­te sich dem Noach, dem Abra­ham, dem Mose usw.- nichts als Pri­va­tof­fen­ba­run­gen. Er sprach zu den Pro­phe­ten- alles Pri­va­tof­fen­ba­run­gen.

        Gott offen­bart sich in der Regel ein­zel­nen Men­schen, so wie Er es will, auch durch Maria, die Braut des Hl. Gei­stes: das ist auch Glau­bens­gut der Kir­che und des­we­gen wer­den die Pri­va­tof­fen­ba­run­gen auch nach allen Regeln der Kunst unter­sucht- wie augen­blick­lich etwa die­je­ni­gen von Med­jug­or­je.
        Maria kommt als Mut­ter der Kir­che, um die Men­schen in einem bestimm­ten histo­ri­schen Moment zur Umkehr zu bewe­gen und auch zu war­nen, wenn es sein muß. Sie ist die Magd des Herrn, nicht nur damals in Naza­reth. Sie ist auch jetzt Magd des Herrn und Mit­erlö­se­rin im Heils­werk Got­tes.
        „Sie­he ich bin die Magd des Herrn…“- heißt es jedes­mal tag­täg­lich im „Engel des Herrn“: das ist Gegen­wart, nicht nur Ver­gan­gen­heit.

      • Sie ver­ges­sen und miss­ach­ten, dass auch im AT unun­ter­bro­chen Pro­phe­ten auf­ge­tre­ten sind, die das „Kehrt um!“ noch ein­mal aus­spra­chen. Vie­le Pro­phe­ten wer­den nur erwähnt, ohne dass ihre Reden über­lie­fert wären, Pro­phe­ten bei­der­lei Geschlechts. Pro­phe­ten beglei­ten auch die histo­ri­sche Erschei­nung Chri­sti.
        Ihr rüdes Argu­ment: Dazu brau­che „es“ kei­ne „Pri­va­tof­fen­ba­rung“ (die Schrift nennt das immer­hin noch „Pro­phe­ti­sches Reden“) will letzt­end­lich dem lie­ben Gott vor­schrei­ben, dass er sich in isla­mi­scher Manier ein ein Buch oder Bücher zu hal­ten habe.

        Sehen Sie doch, was die Schrift wirk­lich über­lie­fert: es ist nicht das, was Sie behaup­ten. Denn Isra­el hat­te ein gesetz — da hät­te es kei­ner Pro­phe­ten fürs Umkeh­ren bedurft, woll­te man Ihren Argu­men­ten fol­gen. Eben­so wuss­te man aus der Schrift, dass der Mes­si­as kom­men wür­de — wozu dann noch mal ein gan­zes Heer von Erschei­nun­gen, Pro­phe­ti­en und Sehern um ihn her­um?
        Und war­um sagt der hl. Pau­lus: „Pro­phe­ti­sches Reden ver­ach­tet nicht!“

        Ihre Argu­men­ta­ti­on ist pro­te­stan­tisch inso­fern als sie ein um eine fest­ge­schrie­be­ne „Tra­di­ti­on“ ange­rei­cher­tes „sola scrip­tu­ra“ in dog­ma­ti­scher Wei­se ver­kün­det.

        Mei­nes Erach­tens ist das nicht katho­lisch. Der Gegen­satz ist nun nicht irgend­ei­ne unkon­trol­lier­te irra­tio­na­le Erschei­nungs­gläu­big­keit.

        Der Hl. Pau­lus for­dert zur Ach­tung vor der Pro­phe­tie auf, weil der Mensch, der nur den Buch­sta­ben glaubt, Aus­flüch­te fin­det bis in die Höl­le hin­ein. Weil unser Glau­be ein leben­di­ger Glau­be ist und der Mensch in einer per­sön­li­chen Bezie­hung zu die­sem Gott steht, der sich immer noch auf jeden von uns ein­lässt. Weil in unse­rer Reli­gi­on nicht der Buch­sta­be regiert, son­dern der Geist, den kei­ner aus sich her­aus haben könn­te.

        Wah­re Demut müss­te eigent­lich im Pro­peh­ten die Stim­me Got­tes hören.
        Ja, Demut fällt uns allen schwer.

        Sie reden so, wie ver­mut­lich auch Lou­is XIV. gere­det hat. Mit Sicher­heit hat er gewusst, wer ihn da anspricht. nicht in toten buch­stäb­li­chen radi­tio­nen, die man so und anders betrach­ten kann, son­dern er per­sön­lich wara nge­spro­chen wor­den:
        Und das ist für den Hoch­mü­ti­gen das Ärger­lich­ste! das Ärger­li­che ist, wenn man direkt ange­spro­chen wird und weiß: es ist ER.
        Ein sol­cher Mensch weiß, dass es sei­ne letz­te, gna­den­haf­te Chan­ce ist und er schlägt sie in den Wind.

        Das ist unse­re Lage. Gott hat von den Päp­sten einen Akt kind­li­chen Glau­bens gefordert.Sie wuss­ten alles bes­ser. Eine klei­ne Ein­schrän­kung dafür muss man Pius XII. zuge­ste­hen.

        Wie es scheint, wis­sen wir nach wie vor bes­ser, wie Gott hät­te vor­ge­hen sol­len — sehen­den Auges, denn die Tat­sa­chen spre­chen immer mehr gegen uns und für die demü­ti­ge Nei­gung vor IHM…

        • also die Pro­phe­ten wur­den gesen­det um das Volk auf den rech­ten Weg zu füh­ren und waren im Grun­de wirk­lich nicht nötig, wenn das Volk sich nicht so ver­rannt gehabt, hät­te,. das es den Weg schon gar nicht mehr gese­hen hat.
          Nun leben wir aber nicht mehr im alten Bund, (wo die Sache mit den Pro­phe­ten in der Tat dif­fe­ren­ziert zu sehen ist, was den Rah­men hier weit sprengt), son­dern in den nach­pro­phe­ti­schen Zei­ten, wo sich alle Pro­phe­tie in Chri­stus erfüllt hat,
          Chri­stus warnt vor nichts so, wie vor den fal­schen Pro­phe­ten, die man laut Johan­nes dran erkennt, dass sie nicht beken­nen, dass Chri­stus im Fleisch gekom­men ist.
          Naja könn­te man ein­fach fest­stel­len, dar­über äußern sich die Erschei­nun­gen der letz­ten 200 Jah­re ja eher zurück­hal­tend!

          Nun aber zu Fati­ma, ich habe das immer so ver­stan­den, dass irgend­wann ein­mal die Lage der Din­ge so sein wird, dass der Hei­li­ge Vater dem unbe­fleck­ten Herz Mari­ens Russ­land wei­hen kann. Die Mut­ter­got­tes uns damit einen Trost aus­spricht, dass auch aus dem Sau­lus Russ­land (Kom­mu­nis­mus) ein Pau­lus (im Sin­ne von Ex ori­en­te Lux) wer­den kann und wird.
          Davon abge­se­hen, kann der Hei­li­ge Vater nicht ein­fach so Russ­land (was ja wohl Land und Men­schen bedeu­tet) dem unbe­fleck­ten Her­zen oder kor­rekt der Mut­ter­got­tes wei­hen, weil „wei­hen“ bedeu­tet etwas ganz und aus­schließ­lich in den Dienst Got­tes zu stel­len, wes­we­gen man Hostie und Mess­wein weiht, das Mit­tag­essen jedoch seg­net.
          Folgt man die­sem Gedan­ken­gang so dürf­te klar sein, dass der Hei­li­ge Vater im Grun­de die Welt nicht wei­hen kann, es sei denn, man geht von einem sehr alten Ver­ständ­nis des Papst­am­tes als caput mun­di aus.
          Ich kann Gott näm­lich nur wei­hen, was mir auch gehört!
          Und man kann es dre­hen und wen­den wie man will, selbst ein Renais­sance­papst der sich doch als caput mun­di ver­stand, hat­te in Russ­land doch, eher wenig zu sagen, weil dort, wie im gan­zen Bereich der Ortho­do­xie die Idee des Cäsar­o­pa­pe­ris­mus vor­herrrsch­te, sprich, wenn irgend­wer Russ­land hät­te wei­hen kön­nen, es der Zar gewe­sen wäre, weil ihm nach dem dama­li­gen Ver­ständ­nis Russ­land gehört hat!
          Ein ande­res Pro­blem besteht dar­in, wie ich schon schrieb bedeu­tet „wei­hen“ etwas in beson­de­rer Wei­se in den Dienst Got­tes zu neh­men, nun, sorum gese­hen kann man sich gar nicht der Mut­ter­got­tes wei­hen, weil sie nicht Gott ist.
          Wenn wir aus der Schrift auf irgend­wel­che Pro­phe­ten in der End­zeit war­ten kön­nen, so sind das Hen­noch und Elia wie man in der Offen­ba­rung nach­le­sen kann!

    • Zeit­los: Sehen sie doch das Rosen­kranz­ge­bet fol­gen­der­ma­ßen: In einer Zeit die immer mehr von Gott den Herrn und sei­ner Kir­che abfällt, brau­chen wir jeman­den der uns zu Gott den Herrn führt, und am besten geht es zumin­dest in mei­nen Augen über die Mut­ter Gott des Soh­nes Jesus Chri­stus. Und beson­ders die Geheim­nis­se des Rosen­kran­zes las­sen uns inne­hal­ten und erken­nen, was Gott der Herrn alles auf uns genom­men hat um uns zu ret­ten. Und wir Men­schen brau­chen in vie­len Din­gen Hil­fe daher ist es kei­ne Schan­de die Hil­fe der Aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­ge­bä­re­rin Maria anzu­neh­men

      Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

      • Kor­rek­tur; Nicht „was Gott der Herrn alles auf uns genom­men hat um uns zu ret­ten“ Son­dern „was Gott der Herrn alles auf Sich genom­men hat, um uns zu ret­ten“ Ver­zei­hung.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  9. Was bleibt uns? Glau­be, Hoff­nung, Lie­be. Ver­ges­sen wir dies nicht. Dies bleibt uns immer, auch wenn wir uns ein­mal nicht am Papst fest­hal­ten kön­nen.

  10. ERSCHRECKEND ist für mich, das ein ein­fa­ches Tele­fo­nat unse­res Pap­stes ein der­ar­ti­ges HORRORSZENARIO her­vor­ruft.

    ER ist unser Papst — und kann anru­fen wen er will !!! — Für mich ist das kein „Abfall vom Glau­ben“ wie hier so viel­fäl­tig geunkt wird.

    Seid ihr wirk­lich Katho­li­ken ??? — manch­mal kom­me ich mir vor wie in einer „Welt­un­ter­gangs­sek­te“

    Also ich ganz per­sön­lich glau­be an den DREIEINIGEN Gott — Gott Vater, Jesus sei­nen ein­ge­bo­re­nen Sohn, unsern Herrn und an den Hei­li­gen Geist — NICHT jedoch an die „hei­li­ge Kir­che“ !!!

    • ???Es konnte,genau so„,ER“(der Papst Franziskus),privat,gesagt haben,…Der Gott sei mit uns…

    • Wenn Sie nicht an die hei­li­ge Kir­che glau­ben, Herr Mau­rer, dann kön­nen Sie kein Katho­lik sein, da im apo­sto­li­schem Glau­bens­be­kennt­nis steht: „Ich glau­be an die hei­li­ge katho­li­sche Kir­che“. Ihre Fra­ge soll­ten Sie also in erster Linie an sich sel­ber stel­len.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Wenn Sie nicht an die Eine, Hei­li­ge, Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kir­che glau­ben (möch­ten) ist das Ihre Sache. Aber dann glau­ben Sie auch nicht an den Einen und Drei­ei­nen Gott. Die Kir­che ist der msy­ti­sche Leib Chri­sti. Sie ist vom Herrn und Erlö­ser im Hl. Geist gestif­tet und somit hei­lig- ganz grund­sätz­lich für immer und ewig hei­lig.
      Dar­an ändern auch nichts die vie­len Sün­den ihrer Mit­glie­der, also z.Bsp. mei­ne Sün­den.

  11. Sehen sie Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di ich gehor­che die­sem Papst viel bes­ser als sie. Ich hal­te mich nach sei­nen Wor­ten an mein Gewis­sen und lau­fe ihm nicht hin­ter­her.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  12. Sehen Sie, @Andreas, anru­fen kann er wen er will. Aber sagen kann er nicht, was er will. „A litt­le bread and wine does no harm.“ Ein­mal ange­nom­men, die­se Wor­te sind gefal­len: Das kön­nen Sie so unter­strei­chen?

    Ach ja, Sie sind ja „Mau­rer“.

    Kar­di­nal Ratz­in­ger sei Dank für die Klar­stel­lung (1983): „Das nega­ti­ve Urteil der Kir­che über die frei­mau­re­ri­schen Ver­ei­ni­gun­gen bleibt also unver­än­dert [scil. Exkom­mu­ni­ka­ti­on ipso fac­to], weil ihre Prin­zi­pi­en immer als unver­ein­bar mit der Leh­re der Kir­che betrach­tet wur­den und des­halb der Bei­tritt zu ihnen ver­bo­ten bleibt. Die Gläu­bi­gen, die frei­mau­re­ri­schen Ver­ei­ni­gun­gen ange­hö­ren, befin­den sich also im Stand der schwe­ren Sün­de und kön­nen nicht die hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen.“

    Der Kreis schließt sich. Man braucht bei­lei­be kei­ner „Welt­un­ter­gangs­sek­te“ anzu­ge­hö­ren, um zu ver­ste­hen, dass Sie sich mit dem „ein­fa­chen Tele­fo­nat unse­res Pap­stes“, mit den Unzu­frie­de­nen unter den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen soli­da­ri­sie­ren.

    „A litt­le bread and wine does no harm“: das muss Ihnen mun­den, nicht wahr, ein sol­ches Wort?

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