Der letzte Papstkönig – Papst Bergoglios „neuer Kurs“ erst noch zu entziffern

Papst Insignien der letzte Papstkönig
Papst Insi­gni­en der letz­te Papst­kö­nig

(Rom) „Mit Fran­zis­kus ist das Papst­tum in den Schat­ten getre­ten. Das Licht ist ganz allein für ihn, den Papst. Nicht für die Insti­tu­ti­on, son­dern für die Per­son.“ Mit die­sen Wor­ten beginnt der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster sei­nen jüng­sten Auf­satz im Wochen­ma­ga­zin L’Espresso, dem ita­lie­ni­schen Der Spie­gel zur Dop­pel­hei­lig­spre­chung vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag.

„Von den kir­chen­recht­li­chen Bestim­mun­gen fühlt er sich frei. In nur einem Jahr ist er gleich sechs­mal von der eiser­nen Regel abge­wi­chen, die ein neu­es Wun­der für die Hei­lig­spre­chung eines Seli­gen vor­schreibt. Johan­nes XXIII. ist nur der letz­te der sechs. Fran­zis­kus woll­te um jeden Preis, daß Johan­nes Paul II. nicht allei­ne hei­lig­ge­spro­chen wird, son­dern durch die gleich­zei­ti­ge Hei­lig­spre­chung eines ande­ren Pap­stes mit einem ganz ande­ren, weni­ger kämp­fe­ri­schen, mehr barm­her­zi­gen Pro­fil aus­ge­gli­chen wird.“

Franziskus wollte um jeden Preis alleinige Heiligsprechung Johannes Pauls II. verhindern

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag erfolg­te die von Fran­zis­kus gewoll­te dop­pel­te Hei­lig­spre­chung, weil er zu spät den Stuhl Petri bestieg, um die Kano­ni­sie­rung Johan­nes Pauls II. noch aus­brem­sen zu kön­nen. „Die Kon­gre­ga­ti­on für die Selig- und Hei­lig­spre­chungs­pro­zes­se ging vor sei­nem Wil­len in die Knie und tat so, als habe sie Fran­zis­kus um eine Aus­nah­me gebe­ten, die sofort wohl­wol­lend gewährt wur­de.“

Eine simu­lier­te Ver­keh­rung der Tat­sa­chen, die akzep­tiert wur­de, weil der Papst es so ver­lang­te. „Auf die glei­che Wei­se hat­te offi­zi­ell auch Kar­di­nal Ange­lo Bag­nas­co, der noch als Vor­sit­zen­der der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz auf­scheint, Fran­zis­kus gebe­ten, daß der Papst die Eröff­nungs­re­de der Früh­jahr­voll­ver­samm­lung im Mai hal­ten möge. So etwas hat noch kein Papst getan.

Franziskus setzt Willen durch

Zur Bit­te des Kar­di­nals hieß es in der offi­zi­el­len Pres­se­er­klä­rung, sie ‚stieß auf die promp­te Bereit­schaft des Hei­li­gen Vaters, der bekannt­gab, die­sel­be Absicht gehegt zu haben‘. Eben. Seit gut einem Monat wuß­te man, daß Fran­zis­kus bereits ent­schie­den hat­te, die Rede zu hal­ten.

Seit er Papst ist, ist die Ita­lie­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz erstarrt und ver­stummt. Fran­zis­kus bat die ita­lie­ni­schen Bischö­fe, ihm mit­zu­tei­len, ob sie wei­ter­hin den Papst als nomi­nel­len Vor­sit­zen­den der Bischofs­kon­fe­renz haben wol­len oder die­sen frei aus ihren Rei­hen wäh­len möch­ten, wie in den ande­ren Län­dern. In Wirk­lich­keit ist der Umgang des Pap­stes mit der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz der leben­de Wider­spruch gegen die angeb­lich von Jor­ge Mario Ber­go­glio ver­folg­te Dezen­tra­li­sie­rung und „Demo­kra­ti­sie­rung“ der Kir­che.

Franziskus hält Italienische Bischofskonferenz fester im Griff als Vorgängerpäpste

Papst Fran­zis­kus hat die Ita­lie­ni­sche Bischofs­kon­fe­renz fester im Griff als alle Päp­ste vor ihm. Die wirk­li­che Auto­ri­tät in der Bischofs­kon­fe­renz ist heu­te deren Gene­ral­se­kre­tär Bischof Nun­zio Galan­ti­no von Cassa­no all’Jonio. Die eigent­li­che Auto­ri­tät dahin­ter ist aber Papst Fran­zis­kus, der Galan­ti­no ins Amt hob und jede sei­ner Ent­schei­dun­gen über­wacht.

Die erste Amts­hand­lung Galan­ti­nos nach sei­ner Audi­enz bei Papst Fran­zis­kus war die Ent­las­sung des bis­he­ri­gen Medi­en­ver­ant­wort­li­chen der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, Dino Boffo, der noch von Kar­di­nal Camil­lo Rui­ni beru­fen wor­den war. Boffo war Chef­re­dak­teur der Tages­zei­tung der Bischofs­kon­fe­renz „Avve­ni­re“ und seit drei Jah­ren Chef­re­dak­teur von TV2000, dem Fern­seh­sen­der der Bischö­fe mit deut­lich stei­gen­den Zuschau­er­zah­len.

Medienarbeit der Bischofskonferenz seit Monaten führungslos

Das war am 14. Febru­ar, also vor mehr als zwei Mona­ten. Seit­her ist die gesam­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schie­ne der Bischofs­kon­fe­renz füh­rungs­los, ohne daß bis­her ein Grund für die Ent­las­sung Boffos genannt wor­den wäre.

Wenn man umge­kehrt den Blick inner­halb die vati­ka­ni­schen Mau­ern lenkt, fin­det man dort nach wie Gestal­ten mit allen Ehren im Sat­tel, die in jeder Fir­ma längst ver­schickt wor­den wären.

Berater des Papstes zur Vatikanbank

Dazu gehö­ren die Mit­glie­der des Auf­sichts­rats der Vati­kan­bank IOR, mit ande­ren Wor­ten die Vie­rer­ban­de, die am 24. Mai 2012 den dama­li­gen Prä­si­den­ten der Vati­kan­bank, Etto­re Got­ti-Tede­schi auf bru­ta­le Wei­se abser­viert.

Nicht nur das. Papst Fran­zis­kus folg­te dem Rat der vier und sicher­te den Fort­be­stand der Vati­kan­bank, obwohl er in den Mona­ten zuvor mehr­fach deren Auf­lö­sung ange­deu­tet hat­te. Der Papst läßt die Vati­kan­bank arbei­ten, wie es die vier wol­len.

Der neue Kurs von Papst Ber­go­glio ist erst noch zu ent­zif­fern.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Set­ti­mo Cie­lo

30 Kommentare

  1. Die­je­ni­gen, die nach Par­ti­zi­pa­ti­on rufen, sind oft­mals die größ­ten Allein­be­stim­mer. Bei­spie­le fin­den sich zahl­reich in der Poli­tik. Wie­so Johan­nes XXIII kano­ni­ziert wur­de, fra­ge ich mich. Das Zwei­te Vati­ka­num brach­te doch zahl­rei­che Fehl­ent­wick­lun­gen mit sich, wobei wohl ande­re im Hin­ter­grund die Fäden zogen.

  2. Es ist unbe­streit­bar, daß Papst Fran­zis­kus nicht allei­ne Papst Johan­nes Paul II. hei­lig­spre­chen woll­te und des­we­gen Ppast Johan­nes XXIII. gleich mit hei­lig­ge­spro­chen hat. Dann ist also sei­nem Wil­len ent­spro­chen wor­den.
    Die gleich­zei­ti­ge Anwe­sen­heit von Papst Bene­dikt XVI. aber hat sei­nem Nach­fol­ger einen Strich durch die Rech­nung gemacht wie es den Anschein hat­te. Dadurch und durch den freund­li­chen Emp­fang Papst Bene­dikts durch die Teil­neh­mer an die­sem Gesche­hen wur­de Papst Johan­nes Paul II. in den Vor­der­grund gerückt- und Papst Johan­nes XXIII., den die mei­sten per­sön­lich nicht mehr kann­ten, in den Hin­ter­grund. So gese­hen hat­te sich Papst Fran­zis­kus ver­kal­ku­liert.
    Er dürf­te gespürt haben über welch gro­ße Beliebt­heit sowohl Papst Johan­nes Paul II. als auch Papst Bene­dikt im Kir­chen­volk genie­ßen. Er dürf­te gespürt haben, daß Papst Johan­nes XXIII. bei den Men­schen nicht die­sel­be Ver­eh­rung genießt wie bei nicht weni­gen amts­kirch­li­chen Per­so­nen und Funk­tio­nä­ren, deren Zeit aber abge­lau­fen ist.
    Mit einem Wort: die Hei­lig­spre­chung von Papst Johan­nes XXIII. war unpas­send und ahi­sto­risch zumal auch beglau­big­te Wun­der fehl­ten. Der „Volks­papst Fran­zis­kus“ wur­de vom Volk eines Bes­se­ren belehrt. Die Gläu­bi­gen wen­den sich mehr und mehr von ihm ab. Kriegt er noch die eige­ne Wen­de hin oder gehört Papst Fran­zis­kus zur inner­kirch­li­chen Nach­hut, die sich selbst mit ihren eige­nen Miß­in­ter­pre­ta­tio­nen das Grab schau­feln muß?
    Es ist m.Er. so: mit der Hei­lig­spre­chung „ihres“ Johan­nes XXIII. ist die Zeit der Umin­ter­pre­tie­rer abge­lau­fen. Die gewill­kür­te Hei­lig­spre­chung ihres Pap­stes ist und war das Tap­pen in die eige­ne Fal­le- oder: sie sind nun Gefan­ge­ne im eige­nen Spin­nen­netz.

    • Eine sehr hell­sich­ti­ge Ana­ly­se! Kom­pli­ment! In der Tat erweist sich Ber­go­glio durch die­se Will­kür-Hei­lig­spre­chung Johan­nes XXIII., durch sei­nen auto­kra­ti­schen Füh­rungs­stil, sei­ne All­tags-Skur­ri­li­tä­ten und sei­ne Reform-Agen­da im Gei­ste des II. Vati­ka­ni­schen Kon­zils als der eigent­li­che ana­chro­ni­sti­sche Behar­rer, der ver­sucht, sich der Ent­wick­lung einer suk­zes­si­ven Über­win­dung (des Ungei­stes) des Kon­zils, (der) das die Kir­che von Beginn an hemmt und lähmt und ver­flacht, kurz: ihr die Selbst­iden­ti­fi­ka­ti­on und damit ihre Wirk­kraft und ihren eigent­li­chen Daseins­zweck raubt, mit der ihm eigen­tüm­li­chen Bru­ta­li­tät ent­ge­gen zu stem­men. Damit ist er der Anti­po­de zu Ratz­in­ger schlecht­hin. Und jeder, der behaup­tet, zwi­schen bei­den pas­se kein Blatt, macht sich ja nur lächer­lich! Dau­er­haf­ten Erfolg wird Ber­go­glio ver­mut­lich nicht haben, aber er kann den­noch viel nicht wie­der gut zu machen­den Scha­den (wovon das Schick­sal der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta ein ver­gleichs­wei­se unbe­deu­ten­des Zeug­nis gibt) anrich­ten. Es bleibt die Hoff­nung, dass sich die sub­al­ter­nen Ent­schei­dungs­trä­ger aus ihrer Schock­star­re befrei­en und sich ihrer­seits die­sem retar­die­ren­den Kurs offen und mutig ent­ge­gen­stel­len. Die kom­men­de Bischofs­syn­ode wird zei­gen, ob die­se Hoff­nung berech­tigt war oder nicht.

  3. Zitat:

    „(…) weil er zu spät den Stuhl Petri bestieg, um die Kano­ni­sie­rung Johan­nes Pauls II. noch aus­brem­sen zu kön­nen.“

    DAS IST TOTALER Blöd­sinn. Er hät­te die Hei­lig­spre­chung Johan­nes Pauls II. pro­blem­los ver­hin­dern kön­nen, ja, müs­sen. Als Papst hät­ter er das auch noch am Vor­abend machen kön­nen.

    Das wäre für die Pil­ger ärger­lich gewe­sen, aber noch ärger­li­cher ist, dass er NICHT gehan­delt hat.

    (Ich sage nur: Koran­kuss.)

  4. „Mit Fran­zis­kus ist das Papst­tum in den Schat­ten getre­ten.“
    Mit dem Papst steht und fällt die katho­li­sche Kir­che. Es spielt nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le ob es ein guter oder schlech­ter Papst ist.
    Papst Fran­zis­kus ist für mich ein schlech­ter Papst. Aber nun weiß ich nicht ob ich die gan­ze Wahr­heit gesagt habe, es könn­te noch viel schlim­mer sein.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  5. Als Bene­dikt XVI. am Rosen­mon­tag 2013 völ­lig über­ra­schend sei­nen Rück­tritt zum 28. Febru­ar 2013 ankün­dig­te, da waren wir doch ent­we­der geschockt, erschrocken, rat­los, trau­rig — oder alles zusam­men. Die pro­gres­si­ven, libe­ra­len Katho­li­ken waren hoch erfreut zusam­men mit den Leit­me­di­en.
    Wer weiß von uns, was wirk­lich dahin­ter steckt, war­um z.B. das Rück­tritts­da­tum so gewählt wur­de, dass Kar­di­nal Kas­per noch den neu­en Papst wäh­len konn­te, nur kur­ze Zeit spä­ter wäre er aus Alters­grün­den nicht mehr dabei gewe­sen. Es ging nicht um Wochen, es ging um Tage.
    Was spielt sich wirk­lich im Vati­kan ab?
    Ich bin mir über­haupt nicht sicher, dass Fran­zis­kus „nicht allein Johan­nes Paul II. hei­lig­spre­chen woll­te.“ Wer weiß das? Es ist Spe­ku­la­ti­on.
    Fakt ist: Mit den bei­den Hei­lig­spre­chun­gen ist das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil zum Super­dog­ma erho­ben wor­den.
    Johan­nes XXIII. hat es eröff­net. Er hat ein „Pasto­ral­kon­zil“ ein­be­ru­fen, das auf die dog­ma­tisch-kla­re Spra­che ver­zich­tet hat, das dar­auf ver­zich­tet hat, Irr­tü­mer zu ver­ur­tei­len. Er hat zu ver­ant­wor­ten, dass wir einen Glau­bens­plu­ra­lis­mus haben, der unse­rer Kir­che wesens­fremd ist, der sie zer­stört.
    Johan­nes Paul II., der als Kon­zils­va­ter maß­geb­lich an „Gau­di­um et Spes“ mit­ge­ar­bei­tet hat, ver­trat die Aller­lö­sungs­leh­re: Jesus Chri­stus hat alle Men­schen durch sei­ne Mensch­wer­dung, durch sei­nen Kreu­zes­tod erlöst, sogar wenn sie sich die­ser Leh­re wider­set­zen. Johan­nes Paul II. nivel­liert damit den Unter­schied zwi­schen objek­ti­ver und sub­jek­ti­ver Erlö­sung. Objek­tiv hat unser Herr alle Men­schen erlöst. Doch er erlöst uns nicht ohne unse­re Zustim­mung, unse­ren Glau­ben, ohne unse­re „Mit­ar­beit.“ Das Assi­si-Tref­fen 1986 hat es aller Welt vor­ge­führt: Der Papst glaub­te, wenn alle Men­schen ihrer Reli­gi­on treu fol­gen, dann kommt es zur geein­ten Mensch­heit, zum Heil aller Men­schen.
    Die katho­li­sche Kir­che ist damit eine Welt­an­schau­ung unter ande­ren.
    Das ist ein Bruch mit dem 2000jährigen Glau­ben der katho­li­schen Kir­che, das ist ein Bruch mit ihrer gesam­ten Ver­gan­gen­heit. Und der war von einer pro­gres­si­sti­schen Min­der­heit geplant, gewollt.
    Die­se bei­den Päp­ste sind hei­lig­ge­spro­chen wor­den. Weil die Rech­nung der Pro­gres­si­ven nicht auf­ge­gan­gen ist. Gera­de in jun­gen Katho­li­ken wird die Tra­di­ti­on wie­der leben­dig. Das beste Bei­spiel ist der blü­hen­de Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta. Sie began­nen, Kon­zils­tex­te kri­tisch zu lesen, sie ent­schie­den sich, in ihrer Gemein­schaft nur noch den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus zu zele­brie­ren.
    Der Vor­wurf lau­te­te, sie hät­ten „lef­eb­v­re­ri­sti­sche Ten­den­zen.“
    Damit rech­ne­ten die alten Pro­gres­si­sten nicht: Lef­eb­v­re war gar nicht über­holt mit sei­ner Kri­tik am 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil, mit sei­nem bedin­gungs­lo­sen Ein­tre­ten für die Triden­ti­ni­sche Mes­se. Waren die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta viel­leicht nur Pio­nie­re, die den alten, über­wun­den geglaub­ten Glau­ben in die Kir­che zurück­tra­gen woll­ten? Wür­den sie Wel­len aus­lö­sen, die viel­leicht den „Kon­zils­glau­ben“ im Lauf der Zeit weg­s­pü­len wür­den?

  6. Fort­set­zung:
    Des­we­gen wur­den sie so unver­ständ­lich hart bestraft. Aber das reicht nicht. Durch die Hei­lig­spre­chung die­ser Päp­ste wird das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil sakro­sankt. Wer wagt jetzt noch, die­ses Kon­zil kri­tisch zu durch­leuch­ten, wenn Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II., als füh­ren­de Gestal­ten, hei­lig­ge­spro­chen sind?
    Mir kann kei­ner weis­ma­chen, dass Kas­per und alle sei­ne Gefähr­ten über­haupt an Hei­lig­spre­chun­gen glau­ben. Dass sie ihnen einen inne­ren Wert bei­mes­sen. Aber sie wer­den tra­di­ti­ons­treue Katho­li­ken hin­dern, Kri­tik an die­sem unse­li­gen Kon­zil zu üben, an die­sen Päp­sten, die Prot­ago­ni­sten sind. Weil hei­li­ge Päp­ste für glau­bens­treue Katho­li­ken unan­tast­bar sind.
    Inso­fern waren die Hei­lig­spre­chun­gen Kir­chen­po­li­tik. Fran­zis­kus ist Täter, viel­leicht auch zeit­wei­se Getrie­be­ner. Es gibt Män­ner im Hin­ter­grund, die die Fäden zie­hen. Das mag nach Ver­schwö­rungs­theo­rie klin­gen.
    Doch ich habe kei­ne stich­hal­ti­ge­re Erklä­rung.

    • Was ist der Uner­schied zwi­schen einer Schaf­s­her­de und einer Kuh­her­de?

      Die Kuh­her­de wird vom Cow­boy mit der Peit­sche vor sich her geprü­gelt. Bei der Schaf­s­her­de geht der Hir­te vor­an… Capi­to??!!

      Lau­de­tur Jesus Chri­stus!!

  7. Das Papst­tum ist seit Jahr­zehn­ten in den Schat­ten getre­ten und einem Per­so­nen­kult gewi­chen. Die Welt schaut auf die Päp­ste und sieht lei­der nicht (mehr) Chri­stus.

    Das Papst­tum unse­rer Tage ist eine Apo­theo­se, und alle spie­len mit.

    Die Kir­che steht und fällt mit dem Papst, schreibt hier einer. Ja, die Tra­di­ti­on hat, wie die Juden damals, auch „nur einen König, näm­lich den Kai­ser“.

    Ich möch­te in aller Beschei­den­heit dran erin­nern, dass die Kir­che, jeden­falls die „Braut Chri­sti“, mit Jesus Chri­stus steht und fällt und an uns Men­schen nur zugrun­de gehen kann, wenn nicht ER zual­ler­erst geehrt wird.

    Gott sei Dank — hal­le­lu­ja. ER ist der Herr und wird tun, was ER sich vor­ge­nom­men hat.
    Dar­auf war­te ich, die­se „Päp­ste“ geist­lich links lie­gen las­send.
    Denn man kann nun mal nicht zwei­en Her­ren die­nen.

  8. Zum Begriff „Aller­lö­sungs­leh­re“, den „zeit­los“ ein­ge­bracht hat.:
    Was für eine Men­schen­ver­ach­tung steckt in die­ser soge­nann­ten „Aller­lö­sungs­leh­re“. Sie macht den Men­schen zum nack­ten Affen und negiert sei­ne Wür­de und Ver­ant­wor­tung, die ihm von Gott zukommt. Und dabei kommt sie schein­bar so men­schen­freund­lich daher und flü­stert jedem ins Ohr, egal, was du treibst, tust oder denkst, freu dich, du bist in jedem Fall erlöst. Was für ein zwang­haf­tes Got­tes­bild steckt da eigent­lich dahin­ter? Was für eine Wüst­gläu­big­keit vom Men­schen? Und wie prak­tisch für den Kle­rus, das nenn ich mal Arbeits­er­leich­te­rung, wenn man alles, wirk­lich alles, Gott in die Schu­he schie­ben kann. Es ist so per­vers!
    Dabei haben wir einen wirk­li­chen Grund zur Freu­de, denn in der Beich­te und Buße kön­nen wir durch das Sakra­ment qua­si in die Ver­gan­gen­heit zurück und die Fol­gen unse­res Ver­ge­hens wer­den am Ursprung gelöst und gerich­tet, d. h. es wirkt nicht in mehr in spä­te­ren Genera­tio­nen, in Gegen­wart und Zukunft. Was für ein Grund zu wirk­li­cher Freu­de! Da aber das Buß­sa­kra­ment seit Genera­tio­nen nicht mehr wahr­ge­nom­men wird, schlep­pen wir eine rie­si­gen Wust an Unge­sühn­tem mit uns mit, nur ober­fläch­lich zuge­deckt, drun­ter schwärt und frisst es sich immer wei­ter und Umkehr wird immer schwie­ri­ger, da ech­te Freu­de gar nicht mehr gekannt wird und mit ober­fläch­li­chem Aus­ge­las­sen­sein ver­wech­selt wird. Den Men­schen mit sei­nen Mög­lich­kei­ten und Gaben wirk­lich ernst neh­men, nur das bringt wirk­li­che Freu­de und Erlöst­heit her­vor. Ich fürch­te nur, dass die Kapi­tu­la­ti­on vor der Aller­lö­sungs­leh­re eine sehr, sehr gro­ße Ver­su­chung ist.

  9. Ich glau­be die Sache ist in Wirk­lich­keit ganz ein­fach!

    Papst Bene­dikt ist zurück­ge­tre­ten, weil er wirk­lich fühl­te, dass ihm die Kräf­te, die zur Lei­tung der Kir­che nötig sind, anfan­gen zu feh­len.
    Wenn man sich die Bil­der sei­nes öffent­li­chen Auf­tre­tens anschaut, dann sieht man auch, wor­an er lei­det!

    Die­ser plötz­li­che Rück­tritt, ist erfolgt, weil Papst Bene­dikt sicher davon aus­ge­hen muss­te, dass er sich auf sei­ne Leu­te nicht wirk­lich ver­las­sen konn­te und es für sei­ne Krank­heit kei­ne Hei­lung gibt, er wuss­te, dass es in der Kurie eben wel­che gibt, die sei­ne Schwä­che aus­nut­zen wer­den.

    Manch­mal schweißt näm­lich eine schwe­re Krank­heit eine Fami­lie zusam­men, aber mei­stens führt es dazu, dass man vor Nach­bars so tut, als sei alles in Ord­nung und krampf­haft dafür sorgt, dass ja kei­ner mit­kriegt, dass die Oma halt an den Gebre­chen des Alters erkrankt ist.
    Und in der Kir­che ist letz­te­re Hal­tung ja schwer ver­brei­tet und hat wohl auch im Fal­le Bene­dikts, anders als im Fall JPII’s, den Aus­schlag gege­ben.

    Dann haben sie jeman­den gewählt, von dem sie glaub­ten, es sei in der Lage der Welt das Spiel „alles im Griff auf dem sin­ken­den Schiff“ wei­ter vor­zu­spie­len.

    Ich glau­be es war nicht Got­tes Wil­le, dass er zurück­ge­tre­ten ist, und im Grun­de den­ke ich, dass Papst Fran­zis­kus nicht Papst ist, und fast alles was er sagt die Gläu­bi­gen irri­tiert, ein­fach, weil er nicht Papst sein kann.

    Die Klei­der pas­sen ihm nicht rich­tig, das ist was spi­ri­tu­el­les, und viel­leicht spürt Papst Fran­zis­kus das sel­ber und setzt von daher die­ses unver­ständ­li­chen Akte „Mozet­ta, Woh­nen in Sanc­ta Mar­tha u.a.), aber sei­nen wir ehr­lich, was wür­den wir denn an sei­ner Stel­le tun?
    Und damit wären wir wie­der im aus­ge­hen­den Mit­tel­al­ter wo es ähn­lich wirr um das Papst­tum bestellt sein muss, was Ger­trud von LeFort in dem Roman „der Papst aus dem Ghet­to“ ver­ar­bei­tet und wo sie immer wie­der die Fra­ge stellt „Was wür­dest du denn tun, wenn du in mei­ner Lage bist“ und eine Men­ge Kri­ti­ker auch in die­se Lage kom­men und mer­ken, es geht nicht anders.
    Und enden tut der Roman mit dem Satz „er begann zu regie­ren unter dem Zei­chen des Anti­christs, zum Heil der Chri­sten­heit!“

    Ver­trau­en wir doch!

    • Ein­fach natür­lich und klar,das mensch­li­che Leben,auch eines Papstes,..in der Got­tes Hand.Anders,als bei sei­nem Vorgänger,wo der kör­per­li­cher Ver­fall im Vor­der­grund stand und Papst Bene­dikt sah es aus der Nähe…Ja..„und Ande­re wer­den dich gür­ten und.…“. Vater unser im Himmel.…beten wir in Demut.

  10. Fol­gen­de Aus­zü­ge aus Offen­ba­run­gen an eine Ordens­frau (in „Der Him­mel schweigt nicht mehr!“;1977) kön­nen viel­leicht eini­ge wei­te­re Auf­schlüs­se zur Situa­ti­on der Kir­che und zu Hin­ter­grün­den und zu (evtl.?) nicht ver­öf­fent­lich­ten Inhal­ten des Fati­ma-Geheim­nis­ses geben:

    „Kar­di­nal Döpf­ner (+ 1976) zeig­te sich ( — aus dem tief­sten Fege­feu­er — einer Ordens­frau die für ihn bete­te und Hl. Mes­sen lesen ließ) und sag­te (vom 27. Juli bis 4. Sep­tem­ber 1977):
    27.7.: „Nun ist es so weit, dass ich mich, der ich die Kir­che ver­ra­ten und ihre Leh­re ver­wischt und teil­wei­se abge­lehnt habe, Euch durch Got­tes Gna­de kund­tun darf. Der Herr hat mich mit höch­sten Ämtern in sei­ner Kir­che betraut. Er hat mich aus­er­wählt zum Prie­ster­stan­de, zu einem Nach­fol­ger Chri­sti. Mei­ner Beru­fung bin ich gefolgt. Aber wie habe ich sie erfüllt? … Als Jesui­ten­schü­ler hat man mei­ne Fähig­kei­ten erkannt. Man hat mich geför­dert, wo man nur konn­te. … Man woll­te mich zu dem machen, wofür man mich bestimmt hat­te, näm­lich zum Bischof. Welch hohes Amt und welch gro­ße Auf­ga­ben für mich in so jun­gen Jah­ren. Wo war mei­ne Erfah­rung? So ließ ich mich len­ken und lei­ten von denen, die mich zu die­sem hohen Amt nicht gera­de gezwun­gen, aber pro­te­giert haben. … … .“

    9. 8.: „Nur die Triden­ti­ni­sche Mes­se ist wirk­sam. Werft die Mahl­ti­sche hin­aus. Bringt die Kom­mu­ni­onbän­ke wie­der hin­ein.“

    10. 8.: „Schmeißt die Mahl­ti­sche hin­aus. Ich will hin­tre­ten zum Alta­re Got­tes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. Mit den Mahl­ti­schen kommt der Dämon­s­geist her­ein. Chri­stus wür­de die­se Tische umwer­fen, wie einst die Tische der Wechs­ler und Händ­ler. Mein Haus ist ein Bet­haus, ihr habt es zu einer Räu­ber­höh­le gemacht. Die Mahl­fei­er ist ego­zen­trisch, Men­schen­kult. Man reicht euch von hier aus das geweih­te Brot, das hl. Brot, Brocken, weil die Wand­lungs­wor­te oft ver­fälscht sind. Die Hand­kom­mu­ni­on ist die Aus­wir­kung davon. Der Taber­na­kel gehört auf den Altar. Das Übel geht vom Mahl­tisch aus.“
    „Die angeb­li­chen christ­li­chen Logen sind es, die alles ver­wäs­sern, zer­stö­ren. Die Loge hat es so weit gebracht, dass ein Papst am Mahl­tisch zele­briert. Wir (Frei­mau­rer) haben ihn vor die voll­ende­te Tat­sa­che gestellt. … … Erst nach dem Krieg, 1947, ging ich in die Loge: Jop­han­ni­ter. Bei Hit­ler war das ver­bo­ten.“ Ich frag­te: „Wie konn­ten Sie geret­tet wer­den?“ Er sag­te: „Ich habe ange­fan­gen, mich im Gei­ste von denen zu distan­zie­ren. Das war mei­ne Ret­tung, die letz­te Chan­ce. Gebt Gott was Got­tes ist, und dem Kai­ser, was des Kai­sers ist. Tren­nung von Kir­che und Staat. Das Kon­kor­dat muss auf­ge­löst wer­den, es ist ein Ver­trag mit dem Anti­chri­sten Hit­ler. Kei­ne Kom­pro­mis­se! Kei­ne Zuge­ständ­nis­se gegen Got­tes Gebo­te!“

    Fort­set­zung folgt …

  11. Fort­set­zung 1:

    11. 8.: Gegen 10.30 Uhr sah ich ihn wie­der in lie­gen­der Stel­lung. Plötz­lich sag­te er: „Sie müs­sen mich aus mei­nem Elend befrei­en.“ Ich frag­te: „Wie soll ich das kön­nen?“ Dar­auf ent­geg­ne­te er. „Mit Hil­fe der Maria­ni­schen Prie­ster­be­we­gung kön­nen Sie das Sie ist von Gott, von Gott dem Drei­ei­n­i­gen. Die Maria­ni­sche Prie­ster­be­we­gung soll auch den lei­den­den Prie­stern, Bischö­fen und Päp­sten hel­fen.“ … „Sie haben auch zu mei­ner Ret­tung bei­getra­gen.“ Ich sag­te: „Ich habe doch nichts extra getan.“ Dar­auf sag­te er: „Das ver­bor­ge­ne leben, Ihre Ver­bor­gen­heit, Gebe­te, Opfer usw. haben gro­ßen Wert vor Gott.“ Dann äußer­te er, dass er ein rei­ner, ein­fa­cher Prie­ster war. Kei­ne Wei­ber­ge­schich­ten! – beton­te er noch, aber sehr ehr­süch­tig. Er habe mehr auf Anord­nung gehan­delt, als aus sich.

    12. 8. : Als ich bete­te: Gott sei mir armen Sün­de­rin gnä­dig, sag­te er plötz­lich: „Wenn die Mensch­heit wüss­te, was die Sün­de ist, sie wür­de in Sack und Asche Buße tun. Schaut auf Gott, nicht auf die Men­schen! Mei­ne Ehre war mir mehr wert, als Gott. So war ich blind und ver­blen­det.“

    13. 8.: … „Durch die Mahl­ti­sche haben sich die Prie­ster vom Altar, vom Kreuzop­fer abge­wandt. Schmeißt die Mahl­ti­sche hin­aus. Die Got­tes­lä­ste­rung schreit zum Him­mel. Aber nicht mehr lan­ge. Der Herr wird ein­grei­fen.“ Abends 22.00 Uhr: „Mei­ne Schuld ist rie­sen­groß. Ich habe den Ver­füh­rern geglaubt. Die römi­sche Kurie ist eine Bestie. Sie ver­schlingt, was sie ver­schlin­gen kann.“ Ich frag­te: „Wel­chen Ver­füh­rern?“ Da sag­te er: „Jesui­ten! Man müss­te sie aus­ra­die­ren, aber nicht alle. Über­all haben sie ihre Hand im Spiel.“ Als ich anfing, den Rosen­kranz zu beten, sag­te er: „Wie glück­lich sind Sie, dass Sie noch beten kön­nen. Wir kön­nen nichts tun, nur lei­den.“

    14. 8.: … Sonn­tag Abend gegen 23.00 Uhr nann­te er plötz­lich sei­nen gan­zen Namen. „Juli­us Döpf­ner, ich muss Abbit­te lei­sten für das Musi­cal Ave-Eva. Ich habe der Mut­ter­got­tes gro­ßen Scha­den zuge­fügt.“

    15. 8.: Mon­tag, Maria Him­mel­fahrt, früh gegen 7.00 Uhr: „Ihre Brü­der sind auf dem rech­ten Weg. Es ist der Weg der Wahr­heit. Man stemmt sich dage­gen. Die aner­kann­te Wahr­heit will man nicht anneh­men. Aber es kommt der Tag, wo die fal­schen Hir­ten und Pro­phe­ten kapi­tu­lie­ren müs­sen. Man sieht und will doch nicht sehen. Man hört und will doch nicht hören. Ich war einer von ihnen.“ … Maria Him­mel­fahrt bei der Pre­digt. Der Pater sprach von Döpf­ner und sei­nen Lei­stun­gen. … Plötz­lich sag­te Döpf­ner: „Man will mich noch zu einem Hei­li­gen stem­peln wegen mei­ner letz­ten Wor­te (Ton­band­auf­nah­me der letz­ten Anspra­che) und ich sit­ze hier und lei­de.“ Gegen Mit­ter­nacht sag­te er plötz­lich: „Ich wer­de Ihnen Din­ge offen­ba­ren, wovon Sie noch kei­ne Ahnung haben. Den Frie­den Chri­sti erlangt man nur durch ein har­tes Kreuz. Wir Bischö­fe haben das Kreuz von uns gewor­fen: Ver­rä­ter und Ver­äch­ter der Leh­re Chri­sti! Wöl­fe in Schafs­pel­zen.“ .…

    Fort­set­zung folgt …

  12. Fort­set­zung 2:

    Als ich ihn mit „Herr“ anre­de­te, sag­te er: „Ich bin kein Herr, ich bin nur eine arme See­le.“ Dann erklär­te er mir, war­um er sich als Neger zei­gen müs­se. „Weil ich im Unter­grund mit der Fin­ster­nis geschafft habe, in der Dun­kel­heit Ver­rä­ter der Leh­re Chri­sti war, Hei­de.“

    16. 8.: „Das har­te Kreuz muss ich jetzt tra­gen, denn den Frie­den Chri­sti erlangt man nur durch ein har­tes Kreuz. Alles ist Wahr­heit, was Gott geof­fen­bart hat. Es gibt eine Him­mel, ein Fege­feu­er und eine Höl­le. Gott ist gütig und gerecht.“

    17. 8.: Mor­gens gegen 9.00 Uhr ver­lang­te er drei hl. Mes­sen zu Ehren der Mut­ter­got­tes als Süh­ne (für das Musi­cal Ave-Eva). Gegen 10.00 Uhr sag­te er: „Es muss alles, bis auf den letz­ten Hel­ler bezahlt wer­den. Nichts Unrei­nes kann vor Gott bestehen.“

    18. 8.: Abend gegen 8.00 Uhr sag­te er plötz­lich: „Ich bin Juli­us Döpf­ner, der Him­mel ist für mich ver­schlos­sen. Ich muss mich Ihnen eröff­nen.“ Ich sah auf ein­mal die gan­ze Fin­ster­nis, in der er sich befand. Da sag­te er: „Ja, die Fin­ster­nis umgibt mich. Ich gehe fast unter in die­ser Dun­kel­heit. Nur hier und da ein Licht­blick. Ich habe mit­ge­hol­fen, die Kir­che zu ver­dun­keln, und somit auch die Mensch­heit. Welch gro­ße Schuld habe ich auf mich gela­den. Und doch bin ich noch geret­tet. Geret­tet wegen der Abkehr mei­nes Gei­stes von den Mäch­ten der Fin­ster­nis. Gott war mir gnä­dig. Aber ich bin ver­fin­stert, wie nie zuvor. Vor Gott gilt nicht der äuße­re Schein, die Mas­ke, son­dern das wah­re Gesicht. Der rei­ne Geist ist es, der vor Gott bestehen kann. Ich muss jetzt schwei­gen, so will es der Herr.“

    3. 9.: „Mei­ne Zun­ge ist gelöst, ich darf wie­der zu Ihnen reden.“ „Wir Bischö­fe sind Skla­ven unse­rer Umge­bung, unse­rer Bera­ter.“

    4. 9.: „Ja, die Bischö­fe sind Skla­ven ihrer Umge­bung.“ Ich frag­te: „War­um Skla­ven?“ „Weil sie Staats­be­am­te sind und nicht Hir­ten nach dem Her­zen Got­tes.“ …

    Die­se Aus­zü­ge aus einem — etwas umfang­rei­che­ren — ‚Pro­to­koll‘ der ‚Begeg­nun­gen einer Armen See­le aus dem Fege­feu­er mit einer begna­de­ten Ordens­frau sind viel­leicht nur für die­je­ni­gen, die bereit sind (d. h. dar­um rin­gen) ein­fa­chen und klei­nen Her­zens (d. h. rei­nen und demü­ti­gen Her­zens) zu sein, ver­ständ­lich und glaub­bar, gemäß dem Preis­ge­bet Jesu: „Ich prei­se dich Vater, Herr des Him­mels und der Erde, dass du den Klu­gen und Wei­sen ver­bor­gen, was du den Armen und Unmün­di­gen geof­fen­bart hast. Ja Vater, so hat es dir gefal­len.“

    • Bischö­fe sind Skla­ven ihrer Umge­bung. Dies ist nahe­zu aus­schließ­lich zu beob­ach­ten und zu bestä­ti­gen.
      Para­do­xer­wei­se ver­fol­gen die­se bedau­erns­wer­ten Skla­ven­bi­schö­fe auch noch jene Mit­brü­der im Bischofs­amt, die ver­su­chen gegen den Strom zu schwim­men und Jesus Chri­stus unse­rem Herrn auf­rich­tig zu die­nen.
      Lei­der möch­te sich kaum einer von die­sen hohen Her­ren durch eine ein­fa­che Ordens­frau beleh­ren las­sen und zur Umkehr ver­an­las­sen, denn in bald vier­zig Jah­ren gab es kei­ne Anzei­chen für ein Umden­ken.
      Im Gegen­teil nun wur­de selbst in der Süh­ne­kir­che in Wigratz­bad ein Mahl­tisch instal­liert und die Kom­mu­ni­onbän­ke durch Röh­ren ersetzt.
      Das Kreuz wur­de ver­bannt und der Cor­pus Chri­sti schwebt frei über dem Mahl­tisch.

    • Herz­li­chen Dank für Ihre Mit­tei­lun­gen-sehr beeindruckend.Persönlich bin ich überzeugt,solche Bot­schaf­ten gehö­ren zur Mystik-aller­dingst: prü­fet die Gei­ster! aber auch : wer Ohren hat zu hören, höre! Mich inter­es­siert nicht so sehr die Quel­le der Bot­schaft, son­dern der Kern ihrer Aus­sa­ge und damit die eiser­ne Konsequenz:auf die Knie, beten wir für die Hei­li­ge Kir­che Got­tes , beson­ders für die armen See­len im Fegefeuer.Diese Für­bit­te wird oft in den Exequien(Bestattungsfeierlichkeiten) vernachlässigt.Grosse Lieblosigkeit.Die 68 er Jah­re trägt da gro­sse Verantwortung.da ich sehr-seit Kinds­bei­nen­von der hei­li­gen Lit­ur­gie vor dem VII geprägt und erfüllt und erfreut war-bin ich in eine tie­fe geist­li­che Kri­se gera­ten und wur­de von der frei­mau­re­ri­schen Bugni­ni Lit­ur­gie abgestossen.Besonders Beer­di­gungs­mes­sen die alle Ver­stor­be­nen hei­lig­ge­spro­chen, haben mir den letz­ten Rest gegeben.Zufällig bin einem etwas abge­ris­se­nen Schiffs­koch begeg­net, der mir erzähl­te, er wür­de auf See ger­ne Dosto­jew­skj lesen.Ich tat ein Glei­ches und bin auf etwas gesto­ssen, das mich bis auf den heu­ti­gen Tag prägt.So spricht der ster­ben­de Sta­retz Sossi­ma in den Brü­der Karamasoff:„ich habe jeden Tag gebe­tet für all die See­len, die heu­te vor dem Ange­sicht Got­tes erschei­nen-wenn ich ein­mal an jener Stel­le bin wer­den auch die­se für mich ein­tre­ten.“
      noch­mals dan­ke!

      • .So spricht der ster­ben­de Sta­retz Sossi­ma:
        “ich habe jeden Tag gebe­tet für all die See­len, die heu­te vor dem Ange­sicht Got­tes erschei­nen-wenn ich ein­mal an jener Stel­le bin wer­den auch die­se für mich ein­tre­ten.“

        Dan­ke, @hedi züger für die Wei­ter­ga­be die­ser Wor­te.
        Die­se haben auch mich soeben getrof­fen.
        Man kann sie nicht mehr ver­ges­sen!

  13. Unum­stöß­li­che Tat­sa­che ist: jede Hei­lig­spre­chung ist eine unfehl­ba­re Äuße­rung des ober­sten Lehr­am­tes. Jeder Katho­lik ist — wenn er das sein und blei­ben will — gehal­ten, die­se anzu­neh­men und zu akzep­tie­ren.
    Jetzt bekom­men natür­lich alle Pro­ble­me, denen die gan­ze Rich­tung nicht passt. Aber der Papst ist der Papst.

    • Jota,
      das wur­de hier ja schon dis­ku­tiert.
      Der Papst ist der Papst, w e n n er der Papst ist.
      Bis zum Erweis des Gegen­teils akzep­tie­re ich Papst Fran­zis­kus als Papst, sozu­sa­gen sub con­di­tio­ne.
      In pec­to­re den­ke ich, dass die­ser Papst sich in nicht fer­ner Zukunft als Gegen­papst her­aus­stel­len wird.
      Die Hin­wei­se häu­fen sich von Woche zu Woche, und das vom ersten Moment sei­nes Auf­tre­tens auf der Log­gia des Apo­sto­li­schen Pala­stes.
      (Ja, schon als sich sein Erschei­nen befremd­lich hin­aus­zö­ger­te, bis er end­lich her­aus­kam, war mir mul­mig zumu­te. Als ich ihn sah, ver­setz­te es mir wie einen dump­fen Schlag.)
      Haben Sie jemals von einem Papst gehört, der am höch­sten Fei­er­tag im Kir­chen­jahr, am hoch­hei­li­gen Fest der Auf­er­ste­hung unse­res Herrn Jesus Chri­stus, zum Tele­fon­hö­rer greift und eine Frau anruft und sie zur Tod­sün­de ermun­tert?
      Haben Sie sich schon mal Gedan­ken dar­über gemacht und auf sich wir­ken las­sen, was das bedeu­tet?
      Und das ist nur eins der letz­ten Bei­spie­le in der Serie.

    • Ja, natür­lich! Sicher gehö­ren Sie zu jenen, denen die­se Erkennt­nis erst kürz­lich gekom­men ist, näm­lich seit dem ihnen selbst die Rich­tung passt. Daher auch der jako­bi­ni­sche Eifer des Neu­be­kehr­ten. Seit dem 13.03.2013 macht es direkt Spaß, päpst­li­cher als der Papst zu sein, gell!?

    • @Jota. Wenn sie sagen, der Papst ist unfehl­bar, dann mag es stim­men, wenn der Papst auch Papst sein will und nicht nur der Bischof von Rom. Wenn aber der Papst, so wie Fran­zis­kus immer nur als Bischof von Rom von sich selbst spricht. Wenn er heu­te so und mor­gen wie­der anders sagt. Wenn er kei­ne EINDEUTIGEN Glau­bens­aus­sa­gen macht; wie soll man dann wis­sen, ob er nun bei einer Hei­lig­spre­chung die­sen Akt auch als unfehl­bar sieht.…. Wenn er schon in sei­nen Äuße­run­gen bis­her kei­ne wirk­lich ein­deu­ti­gen Aus­sa­gen gemacht hat und er bei Fra­gen zur Homo­se­xua­li­tät oder wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen immer ein „ja“ und „aber“ bringt und er dann nur von Barm­her­zig­keit spricht? War­um beruft er sich nicht ein­deu­tig auf die Glau­bens- , Sit­ten- und Moral­leh­re der Kir­che? War­um weicht er sol­chen Fra­gen aus???? Wie soll man da dann von einer unfehl­ba­ren Ent­schei­dung die­ses Pap­stes aus­ge­hen.…

      • Wer­ter Gre­go­ri­us,
        Der Papst ist Papst WEIL er Bischof von Rom ist. Als abso­lu­ter Letz­ent­schei­der ist er an sich an kei­ne Vor­ga­be gebun­den. So jeden­falls — auf die abso­lu­te Spit­ze getrie­ben — das Dog­ma der Unfehl­bar­keit.
        Die Glaubens‑, Sit­ten- und Moral­leh­rer der Kir­che ist und wur­de immer in eine kon­kre­te histo­ri­sche Situa­ti­on hin­ein­ge­spro­chen. Wie wäre sonst zu erklä­ren, dass es meh­re­re Glau­bens­be­kennt­nis­se gibt, die durch­aus in Tei­len von ein­an­der abwei­chen. Die Kir­che hat immer die Auf­ga­be, in die kon­kre­te Lebens­si­tua­ti­on hin­ein aufs Neue zu defi­nie­ren. Oder ist die Erde immer noch als Schei­be zu den­ken: Über unse­ren Köp­fen ist der Him­mel und unter unse­ren Füßen ist die Unter­welt, Hades, Sheol, Höl­le? Inso­fern folg­te auch unse­re Kir­che zu jeder Zeit immer dem ach so ver­ma­le­dei­ten Zeit­geist. Sie ist ja selbst zu jeder Zeit an jede Zeit gebun­den.
        Eine Hei­lig­spre­chung ist immer und in jedem Fall ein Akt des unfehl­ba­ren Lehr­am­tes — zumin­dest seit 1870. Und den Neu­scho­la­sti­kern war auch dies nicht genug mit ihren auf die Spit­ze getrie­be­nen Über­le­gun­gen zum ordent­li­chen und außer­or­dent­li­chen Lehr­am­tes.
        Sie kön­nen argu­men­tie­ren wie Sie wol­len. Aus die­ser Zwick­müh­le kom­men Sie nicht her­aus.

        • Wer­ter Jota,
          für mich kei­ne Zwick­müh­le. da das Dog­ma der Unfehl­bar­keit sagt, dass die Unfehl­bar­keit nur dann ein­tritt, wenn der Papst eine bis­her immer geglaub­te und in der Tra­di­ti­on ver­wur­zel­te Leh­re als ver­bind­lich Ver­kün­det. Sie behaup­ten aber, allein das Amt des Pap­stes wür­de schon Unfehl­bar­keit bedeu­ten.… Das ist wohl oder übel falsch gedacht. Dem Papst ist die Unfehl­bar­keit nicht gege­ben, um neue Glau­bens­wahr­hei­ten zu ver­kün­den… Glau­ben sie allen Ern­stes, wenn der Papst jetzt sagt, dass eine Geschie­den Per­son deren kirch­li­che Trau­ung nicht annul­liert ist, erneut hei­ra­ten darf und dann nicht mehr von den Sakra­men­ten aus­ge­schlos­sen sei, wäre mit der päpst­li­chen Unfehl­bar­keit ver­ein­bar???? Der Papst ist nicht nur Papst, weil er Bischof von Rom ist.….. Ihr Argu­ment, von der Glaubens‑, Sit­ten- und Moral­leh­re der Kir­che, die sich ver­schie­de­nen Lebens- und Zeit-Situa­tio­nen anpas­sen muss, zieht nicht. Der Papst kann nicht sagen, Abtrei­bung ist kei­ne Sün­de, nur weil es der Zeit­geist so lehrt. Die Unfehl­bar­keit dar­auf zu bezie­hen, dass alles was ein Papst sagt als unfehl­ba­re Ent­schei­dung zu gel­ten hat, wider­spricht dem Dog­ma und der Glau­bens­leh­re. Allein die Ent­schei­dung, die ein Papst als Dog­ma ver­kün­det, hat unfehl­ba­ren Cha­rak­ter.

          • @Gregorius,
            ich dan­ke Ihnen für die­se Klar­stel­lung. Hier wird sehr häu­fig eine völ­lig fal­sche Ansicht zur „Unfehl­bar­keit des Pap­stes“ ver­tre­ten, lei­der. Soll­te der Papst ver­su­chen, ein Sakra­ment der Hei­li­gen Kir­che „aus pasto­ra­len Grün­den“ zu zer­stö­ren, wäre er nicht mehr Papst und nie­mand bräuch­te ihm mehr zu fol­gen. Auch die schö­nen „Hin­ter­tür­chen“, die Card. Kas­per schon mal geöff­net hat, sind Ver­rat an Jesus Chri­stus selbst und daher null und nich­tig. Soll­te die Syn­ode im Okto­ber mehr­heit­lich zu einem Beschluß kom­men, was ich mir schlicht nicht vor­stel­len kann, der auch nur ansatz­wei­se als Angriff auf das Hei­li­ge Sakra­ment der Ehe zu deu­ten wäre, hör­te die Hei­li­ge Katho­li­sche Kir­che als mysti­scher Jesu Chri­sti auf Erden, auf zu exi­stie­ren (ich hof­fe, daß es dann zu einer Revol­te im Vati­can kommt, die die bei­den „Päp­ste“ Fran­cis­cus und Bene­dikt XVI. hin­weg fegt!!). Das käme in sei­ner gan­zen Dimen­si­on der Ersün­de in etwa gleich!!! Es wäre apo­ka­ly­tisch!!!

            Beten wir zur Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit, daß dies nicht ein­tre­ten möge…

            LAUDETUR JESUS CHRISTUS!

          • Schön­ber­ger Franz,
            war­um hacken Sie jetzt auf Bene­dikt XVI her­um, der die katho­li­sche Sit­ten­lee­re immer ver­tei­digt hat und dafür von der seku­la­ren Welt vie­le Prü­gel ein­kas­siert hat? Gehö­ren Sie etwa auch zu denen, die auch nach Ende sei­nes Pon­ti­ki­ka­tes noch auf ihn ein­schla­gen? Für das, was jetzt im Vati­kan geschieht, ist er nicht mehr ver­ant­wort­lich.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Franz Schön­ber­ger
            Der mysti­sche Leib Chri­sti auf Erden wür­de kei­nes­falls auf­hö­ren zu exi­stie­ren. Er wür­de in einem hei­li­gen Rest wei­ter bestehen. I m m e r ist in der Heils­ge­schich­te ein hei­li­ger Rest übrig­ge­blie­ben, und der wird blei­ben bis zur Wie­der­kunft unse­res Herrn Jesus Chri­stus, wie wir aus den Schrif­ten erken­nen kön­nen.

  14. @ cyrill Erswill
    Den von Ihnen ange­ge­ben Text über das Fege­feu­er von Kar­di­nal Döpf­ner habe ich bereits vor drei Jah­ren zum ersten­mal gele­sen und er hat mich bereits damals sehr beein­druckt. Aber bei kri­ti­scher Betrach­tung besitzt der­Text auch ein ernor­mes poli­ti­sches Ver­leum­dungs­po­ten­ti­al. Des Wahr­heits­ge­hal­tes wegen woll­te ich wis­sen aus wel­cher Quel­le kommt die­se Schil­de­rung. Damals habe ich den Her­aus­ge­ber des Forums ange­schrie­ben und um Quel­len­an­ga­be gebe­ten. Ich erhielt kei­ne Ant­wort und habe die­ses als Ant­wort gewer­tet. Jetzt grei­fen Sie noch­mals auf die (angeb­li­chen?) Aus­sa­gen des im Fege­feu­er lei­den­den Kar­di­nal Juli­us Döpf­ner mit bela­sten­den Pas­sa­gen über die Fol­gen des VII zurück. Wie­der­um beein­druckt mich der Text und wie­der­um steht die grund­sätz­li­che Fra­ge, wer war der Autor und wie kann ich den Wahr­heits­ge­hal­tes über­prü­fen? Kön­nen Sie wei­ter­hel­fen?

    • …nicht nur, dass auf dem Weg einer Ein­spre­chung oder Arme-See­len-Erschei­nung hier eine bekann­te Per­son mit unkon­trol­lier­ba­ren Behaup­tun­gen ver­leum­det wird (unge­ach­tet des­sen, wie man ihr sicht­ba­res Han­deln nun ein­schät­zen mag!!!), ist dubi­os, son­dern man muss sich fra­gen, was das über­haupt soll:

      Jeder weiß, dass ich man­che pro­phe­ti­schen Ereig­nis­se sehr wohl glau­be. Vor allem dann, wenn sie mit einem „cons­tat de super­na­tu­ra­li­ta­te“ ver­se­hen wur­den vor dem Kon­zil, aber auch wenn sie aus sich selbst her­aus und ohne Per­so­nen so ein­ge­hend und fast obszön zur Schau zu stel­len in ihrem Sün­den-Elend, einen über­na­tür­li­chen Mahn-Cha­rak­ter auf­wei­sen. Ich habe kei­ner­lei Pro­ble­me damit zu glau­ben, dass Gott immer und über­all auch so in unser Leben ein­greift, weil unser Glau­be eine leben­di­ge Inter­ak­ti­on ist zwi­schen Him­mel und Erde, zwi­schen Per­so­nen und Gei­stern.

      Nur: das erscheint mir allei­ne des­we­gen schon mal unglaub­wür­dig, weil ich nicht glau­be, dass Gott das Elend eines Armen Sün­ders braucht, noch dazu einer vie­len noch per­sön­lich bekann­ten Per­son, die in unbot­mä­ßi­ger Wei­se vor ande­ren Sün­dern blo­ße­stellt wird, um uns zu mah­nen.
      Jetzt sage ich mal den Spruch, den ande­re so ger­ne aus­spre­chen: Das ist nicht nötig. Und die­se Sto­ry ist dies­mal wirk­lich sogar punkt­ge­nau ver­gleich­bar mit der Geschich­te vom armen Laza­rus: Nein, es muss kein Toter im Fege­feu­er oder der Höl­le den Leben­den erschei­nen, um sie zu mah­nen, sie haben wirk­lich Mose und die Pro­phe­ten und auch — ja auch Erschei­nun­gen der Mut­ter­got­tes oder ande­rer himm­li­scher Gestal­ten (ich gehe von den von der Kir­che als „echt“ aner­kann­ten Erschei­nun­gen aus!), die ihnen alles gesagt haben: Und wer der Mut­ter­got­tes nicht glaubt, glaubt auch einem im Fege­feu­er bren­nen­den Kar­di­nal nicht.

      Im übri­gen ist das auch ein wenig from­me Yel­low Press.. nein, es geht uns gar nichts an, was Gott mit die­sem Kar­di­nal zu berei­ni­gen hat! So etwas ist nicht recht… allein die Tat­sa­che, dass das Beicht­ge­heim­nis sol­che Sün­den­be­kennt­nis­se immer und unter schwer­sten Straf­an­dro­hun­gen bei Zuwi­der­han­deln vor der Öffent­lich­keit weg­schließt, soll­te uns hier zei­gen, dass das dann nicht auf dem Wege einer Arme-See­len-Erschei­nung hin­ter­gan­gen wer­den darf.

      Die­se Ordens­frau, sofern es sie über­haupt gibt, hat hier einen schwe­ren Feh­ler began­gen. Ange­nom­men, Kar­di­nal Döpf­ner sei wirk­lich in der Lage, dass er das Gebet der Ordens­frau braucht, dann wäre das doch eine iso­lier­te Erschei­nung an sie und nur an sie. Es kommt dem Beicht­ge­heim­nis gleich! Nie­mals hät­te sie das nach außen tra­gen dür­fen, aus­ge­nom­men ihr Beicht­va­ter, aber der muss eben­falls schwei­gen und sie gut bera­ten.
      Was ist hier nur gesche­hen!

    • Wer­ter @ Regi­no,

      Sie schrei­ben zum Schluss: „Kön­nen Sie wei­ter­hel­fen?“

      Wenn ich das lese, fra­ge ich mich: Hat er denn die Vor­be­mer­kung und die Nach­be­mer­kung nicht bewusst gele­sen? Oder hat er sie nicht ver­stan­den? Wie kann ich ihm ange­mes­sen ant­wor­ten?

      Eigent­lich steht doch Ihre Fra­ge in Vor- und Nach­text beant­wor­tet: Es geht um ‚Über­na­tür­li­ches Gesche­hen‘ (Offen­ba­run­gen an eine Ordens­frau — und die Fati­ma-Geheim­nis­se), wel­ches nicht so greif­bar ist, wie alles was wir anson­sten ratio­nal erfas­sen und ver­ste­hen kön­nen; zumin­dest mei­nen es zu kön­nen. Aber wir Men­schen sind nun mal sehr begrenzt, wenn auch mit sehr unter­schied­li­chen Mög­lich­kei­ten und Gren­zen geseg­net bzw. behaf­tet.

      Zum Schluss erwäh­ne ich ganz bewusst das Preis­ge­bet Jesu, wel­ches in der Hier­ar­chie der Wor­te Jesu an her­aus­ra­gen­der Stel­le steht, damit die eigent­li­che Dimen­si­on um die es hier bei Über­na­tür­li­chem Gesche­hen geht, anzu­deu­ten. Die­ses Gebet ist m. E. sehr bedeu­tungs­voll für das Ver­ständ­nis der gei­sti­gen Ord­nun­gen Got­tes: Nur die­je­ni­gen die bereit sind, vor Gott arm und unmün­dig zu sein, wer­den den Wahr­heits­ge­halt erfas­sen kön­nen.

      Also kann ich Ihnen (und viel­leicht ande­ren) nur zu sol­cher Hil­fe raten, die aber letzt­end­lich gar nicht von mir kommt, son­dern nur als eige­ne gute Erfah­rung wei­ter gege­ben wer­den kann: gehen Sie in die­se Hal­tung des Preis­ge­bets (oder auch des Magni­fi­cat) als Lebens­hal­tung hin­ein und irgend­wann wir Ihnen der Geist der Unter­schei­dung der Gei­ster nach und nach geschenkt sein. Das Tra­gen der geweih­ten ‚wun­der­tä­ti­gen Medail­le‘ (beson­ders zum Her­zen hin getra­gen) ist eine Hil­fe dazu; eben­so das täg­li­che (stau­nen­de betrach­ten­de) Rosen­kranz­be­ten.

      Also: ich selbst hal­te die­se Aus­sa­gen für echt, weil sie der Unbe­dingt­heit und der Ernst­haf­tig­keit des Evan­ge­li­ums ent­spre­chen. Im Übri­gen kommt uns hier eine Klar­heit ent­ge­gen, wie sie dem katho­li­schen Glau­ben immer schon eigen war und auch wie­der sein wird, mit dem Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens, in hof­fent­lich nicht zu fer­ner Zeit. Ich hof­fe immer auf 100 Jah­re Fati­ma (als das Ende, d. h. das Ende des Jahr­hun­derts von 1917 an gerech­net).

      Lau­de­tur Jesus Chri­stus …

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