New York Times und La Repubblica: Johannes Paul II. „kein Heiliger“ — Ideologische Breitseite

Heiligsprechung von zwei Päpsten: innerkirchliches Gleichgewicht, ausgleichende Gerechtigkeit oder kirchenpolitisches Kalkül und wenn ja, welches?(Rom/New York) Kurz vor der Dop­pel­hei­lig­spre­chung zwei­er Päp­ste kön­nen sich die gro­ßen kir­chen­fer­nen Main­streamm­edi­en doch nicht zurück­hal­ten. Die „aus­glei­chen­de“ Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII., der im letz­ten Augen­blick und wun­der­los Johan­nes Paul II. zur Sei­te gestellt wur­de, reicht ihnen nicht. Der pol­ni­sche Papst ist ihnen zu ver­haßt, als daß sie der Blick auf den ihnen ein­deu­tig sym­pa­thi­sche­ren „Papa buo­no“ dar­über hin­weg­se­hen lie­ße, daß ein jahr­zehn­te­lan­ger Erz­feind zu sol­chen Ehren kommt. Man den­ke an die Anti-Papst-Pro­te­ste bei den Besu­chen Johan­nes Pauls II. im deut­schen Sprach­raum, etwa das „Anti-Papst-Fest“ 1983 der Sozia­li­sti­schen Jugend (SPÖ), das vom heu­ti­gen öster­rei­chi­schen Bun­des­kanz­ler Wer­ner Fay­mann mit­or­ga­ni­siert wur­de, bei dem T‑Shirts mit der Auf­schrift „Papst raus“ ver­teilt wur­den. Aber das war nur die Spit­ze der Ableh­nung, die Johan­nes Paul II. ent­ge­gen­schlug. Der Groß­teil des Eis­bergs wirk­te weni­ger demon­stra­tiv, dafür aber wirk­sa­mer.
Die New York Times und La Repub­bli­ca feu­er­ten am Ende kurz vor der Hei­lig­spre­chung noch eine Breit­sei­te gegen den „reak­tio­nä­ren“ und „restau­ra­ti­ven“ Karol Woj­ty­la ab, damit klar­ge­stellt sei, wie man über wen zu den­ken habe.

Für das Leib­blatt der euro­päi­schen Kir­chen­geg­ner, da mit Sitz im päpst­li­chen Rom, griff der der­zeit bei „Gut­men­schen“ beson­ders in Mode ste­hen­de libe­ra­le Theo­lo­ge Vito Man­cu­so zur Feder. Zum Grün­der und Spi­ri­tus rec­tor die­ses Blat­tes, dem beschürz­ten Athe­isten Euge­nio Scal­fa­ri, unter­hält ja sogar Papst Fran­zis­kus einen bevor­zug­ten Gesprächs­draht. In den ver­gan­ge­nen Mona­ten scheint die­ser zwar abge­kühlt zu sein, nach­dem das umstrit­te­ne Inter­view, das der Papst Scal­fa­ri im vori­gen Herbst gewähr­te und der es dem Doy­en des Links­jour­na­lis­mus sogar über­ließ, die päpst­li­chen Ant­wor­ten gleich selbst zu for­mu­lie­ren, für erheb­li­che inner­va­ti­ka­ni­sche Rei­bun­gen führ­te. Es bedurf­te des hart­näcki­gen Pro­tests hoher Wür­den­trä­ger, bis das Inter­view zumin­dest von der offi­zi­el­len Sei­te des Vati­kans gelöscht wur­de. Kor­ri­giert wur­de es bis heu­te nicht.

Noch eine Stu­fe über La Repub­bli­ca über­nahm für die New York Times Mau­re­en Dowd die Rol­le Man­cu­sos, die Köni­gin der radi­cal-chic Zeit­geist­chro­ni­sten.

Weniger Politik

Laut Man­cu­so und Dowd mache die Kir­che einen Feh­ler, Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II. gemein­sam hei­lig­zu­spre­chen. Man­cu­so schrieb am Don­ners­tag auf der Titel­sei­te von La Repub­bli­ca, daß „Poli­tik im Zusam­men­hang mit der Hei­lig­spre­chung ihrer besten Söh­ne immer eine gro­ße Rol­le in der Geschich­te der Kir­che gespielt hat. Im Guten wie im Schlech­ten“. Als Bei­spiel für die Anwen­dung die­ses poli­ti­schen Kri­te­ri­ums, „im Schlech­ten“ natür­lich, zitiert der Theo­lo­ge die Par­al­lel­hei­lig­spre­chung am kom­men­den Sonn­tag „von zwei so ver­schie­de­nen Päp­sten“. Man­cu­so meint das nicht etwa wegen des unor­tho­do­xen Weges, auf dem Papst Fran­zis­kus auch dem Kon­zils­papst Johan­nes XXIII. auf die Altä­re ver­hilft. Ganz im Gegen­teil. Er stellt eine unter sei­nes­glei­chen der­zeit beson­ders eif­rig her­um­ge­reich­te rhe­to­ri­sche Fra­ge: „Hat­te Kar­di­nal Mar­ti­ni wirk­lich völ­lig Unrecht, wenn er sich gegen die Hei­lig­spre­chung der jüng­sten Päp­ste aus­sprach?“

Mehr Geist und Prophetie?

Laut Man­cu­so hat­te der Jesui­ten­kar­di­nal natür­lich nicht Unrecht und lie­fer­te gleich noch eine „mar­ti­nia­ni­sche“ Ergän­zung dazu. Laut dem Repub­bli­ca-Haus­theo­lo­gen soll­te die Fest­stel­lung der Hei­lig­keit „mit mehr Geist der Pro­phe­tie gehand­habt wer­den“. Was aber wür­de es für die Kir­che bedeu­ten bei der Aus­wahl ihrer Hei­li­gen „pro­phe­tisch“ statt „poli­tisch“ zu sein? Man­cu­so erklärt es nicht im Detail, streut aber eini­ge Indi­zi­en aus: „Die kirch­li­che Poli­tik zeigt sich nicht nur bei den posi­ti­ven Hei­lig­spre­chun­gen, son­dern auch bei den nega­ti­ven, durch den Aus­schluß jener, die es ver­die­nen wür­den, als Hei­li­ge aner­kannt zu wer­den, aber nicht aner­kannt wer­den.“

Der poli­tisch kor­rek­te Vor­den­ker hat auch sofort eini­ge Bei­spiel zur Hand von jenen, die es im Gegen­satz zu ande­ren wirk­lich „ver­die­nen“ wür­den. Zum Bei­spiel Oscar Rome­ro, den die außer­kirch­li­che wie die inner­kirch­li­che Lin­ke wegen sei­ner Ermor­dung durch rech­te Mili­tärs für sich ver­ein­nahmt hat, wobei die poli­ti­sche Ver­or­tung der Täter eine grö­ße­re Rol­le zu spie­len scheint, als die tat­säch­li­che Posi­tio­nie­rung des 1980 wäh­rend einer Hei­li­gen Mes­se ermor­de­ten Erz­bi­schofs von San Sal­va­dor. Oder Hel­der Cama­ra, der 1999 ver­stor­be­ne Erz­bi­schof von Olin­do und Reci­fe und in bestimm­ten poli­ti­schen Krei­sen Euro­pas als Aus­hän­ge­schild der Befrei­ungs­theo­lo­gie und (pro­gres­si­ve) „Stim­me der Drit­ten Welt“ ver­ehr­te Bra­si­lia­ner, oder wie Man­cu­so schreibt: „berühmt für sei­nen Kampf zugun­sten der Letz­ten“.

Dunkle Wolken — aber welche und über wem?

Auch für Mau­re­en Dowd, scharf­sin­ni­ge Kolum­ni­stin der New York Times, ist die dop­pel­te Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II. in Wirk­lich­keit „ein Akt des poli­ti­schen Gleich­ge­wichts“ und zitier­te dabei den „noted reli­gi­on wri­ter“ Ken­neth Briggs. Wozu aber soll die­se poli­ti­sche Ent­schei­dung nüt­zen? Laut Briggs und Dowd um mit dem guten, „frei­en und rei­nen“ Papst, den ande­ren, den bösen, reak­tio­nä­ren Papst aus Polen aus­zu­glei­chen, über des­sen Pon­ti­fi­kat „dunk­le Wol­ken“ lie­gen. Der Hin­weis, für jene die mit bestimm­ten Stich­wor­ten nicht so ver­traut sind, gilt nicht theo­lo­gi­schen oder kir­chen­recht­li­chen Fra­gen. Nein, er kommt viel ein­gän­gi­ger, pla­ka­ti­ver, keu­len­haf­ter des Weges und meint natür­lich den Miß­brauchs­skan­dal pädo­phi­ler Prie­ster, die angeb­lich vom Vati­kan und Woj­ty­la jah­re­lang gedeckt wor­den sei­en.

„Kein Heilger“

Kern der Kom­men­ta­re von Man­cu­so und Dowd ist die Aus­sa­ge, daß Johan­nes Paul II. „kein Hei­li­ger ist“, wie die ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­li­stin ohne jeden Anflug von Ver­le­gen­heit zu Papier gibt. Immer im Zusam­men­hang mit sexu­el­len Miß­brauchs­fäl­len schreibt sie im mora­li­sie­rend-iro­ni­schen Ton der „Gut­men­schen“, die immer „auf der rich­ti­gen Sei­te ste­hen“: „Es ist wun­der­bar, daß er den ande­ren Gesell­schaf­ten, der kom­mu­ni­sti­schen und der kapi­ta­li­sti­schen sag­te, zu bereu­en. Es ist aber tra­gisch, daß er nie die Feh­ler sei­ner eige­nen Gesell­schaft kor­ri­gier­te, über die er über abso­lu­te Macht ver­füg­te“. Und: „Er hät­te etwas tun müs­sen, statt den Wel­ten­bumm­ler zu machen.“ „Er hät­te die sich aus­brei­ten­de Schan­de behe­ben kön­nen und hat nichts gemacht.“

Moral nicht Politik

Ohne näher auf die Fra­ge der unge­rech­ter­wei­se Johan­nes Paul II. ange­la­ste­ten Schuld an den skan­da­lö­sen Pädo­phi­lie­fäl­len (Vor­wür­de, die Dowd zwar empört hin­wirft, ohne jedoch zu bele­gen), scheint die Moral die­ser links­li­be­ra­len Lek­ti­on ziem­lich klar. Die Kir­che hat nur einen ein­zi­gen Weg, um nicht empö­ren­der „poli­ti­scher“ Ent­schei­dun­gen ver­däch­tigt zu wer­den: Sie soll­te die Aus­wahl der künf­ti­gen Hei­li­gen Leu­ten wie Vito Man­cu­so und Mau­re­en Dowd über­las­sen. Denn sie las­sen sich, im Gegen­satz von Päp­sten, nie von Kal­kül und Ideo­lo­gie lei­ten, weil sie immer auf der mora­lisch „rich­ti­gen Sei­te“ ste­hen und damit a prio­ri recht haben. Man­cu­so lie­fert den besten Beweis dafür, wenn er Hei­lig­spre­chun­gen „von unten“ for­dert, für die bei­den genann­ten latein­ame­ri­ka­ni­schen Kir­chen­ver­tre­ter, die seit Jahr­zehn­ten von einer bestimm­ten, poli­tisch ein­deu­tig zuor­den­ba­ren Pres­se instru­men­ta­li­siert wer­den.

Und Dowd bestä­tigt es nicht min­der, wenn sie ziem­lich hin­kend den „Nicht-Hei­li­gen“ Woj­ty­la, den angeb­li­chen gro­ßen Freund der Pädo­phi­len, mit Lyn­don John­son ver­gleicht, einen „Hel­den“ unter den US-Prä­si­den­ten wegen der Bür­ger­rech­te, der aber „nie von der Welt kano­ni­siert wer­den wird, wegen des Viet­nam­kriegs“.

Jubiläumsbedingte Kanonisierung des Zweiten Vatikanischen Konzils?

Am Sonn­tag wird Papst Fran­zis­kus zwei sei­ner Vor­gän­ger zu den Altä­ren erhe­ben. Trotz der „aus­glei­chen­den“ Funk­ti­on Johan­nes XXIII. blickt ein bestimm­ter Teil außer­halb der Kir­che mit Unbe­ha­gen auf die Ehre, die Johan­nes Paul II. zuteil wird. Und das aus ganz ande­ren Grün­den, aus denen die Dop­pel­hei­lig­spre­chung inner­halb der Kir­che nicht unum­strit­ten ist. Das offen­kun­di­ge „Gleich­ge­wicht“, das die­ser Par­al­lel­akt zum Aus­druck bringt und die bei­den gro­ßen „See­len“ der Katho­li­schen Kir­che am Peters­platz ver­ei­nen soll, ohne daß man unter­schei­den kann, wer sich nun eigent­lich über die Hei­lig­spre­chung wel­ches Pap­stes freut. Über den Kon­zils­papst, der „die Fen­ster auf­ge­ris­sen“ und einen „neu­en Früh­ling“ in die Kir­che gelas­sen habe, oder über den Papst, der das Kon­zil und sei­ne Umset­zung „zu brem­sen und zu behin­dern“ und eine „Restau­ra­ti­on“ ver­sucht habe, wie ein Schwei­zer Kra­wat­ten-Kapu­zi­ner in die­sen Tagen ganz auf der Linie von Man­cu­so und Dowd mein­te.

Ein Kal­kül scheint der Dop­pel­hei­lig­spre­chung zugrun­de­zu­lie­gen und wird von ver­schie­de­ner Sei­te so wahr­ge­nom­men, wenn auch unter­schied­lich inter­pre­tiert. Wahr­schein­lich weni­ger ein „poli­ti­sches“, son­dern mehr ein „kir­chen­po­li­ti­sches“ Kal­kül. Zusam­men mit dem unge­wöhn­li­chen und vor allem erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Außer­kraft­set­zen kano­ni­scher Vor­schrif­ten für eine Hei­lig­spre­chung haf­tet dem Barm­her­zig­keits­sonn­tag 2014 ein „Gschmäck­le“ an, das bit­ter nach­schmecken könn­te. Nicht nur die schein­ba­re „Neu­tra­li­sie­rung“ inner­kirch­li­cher Bruch­li­ni­en, son­dern auch eine krampf­haft wir­ken­de Kano­ni­sie­rung des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils zu des­sen 50-Jahr-Jubi­lä­um.

Oder geht es noch um etwas ande­res? War das nicht ein­mal anders? Eigent­lich zogen Pro­gres­si­ve einst aus, zu ent­dog­ma­ti­sie­ren. Durch die Erkennt­nis, mit die­sem Unter­fan­gen geschei­tert zu sein, schei­nen sie heu­te durch einen Stra­te­gie­wech­sel umso uner­bitt­li­cher ihre Posi­ti­on dog­ma­ti­sie­ren zu wol­len. Und Papst Fran­zis­kus kommt ihrem Wunsch ent­ge­gen?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Tem­pi

31 Kommentare

  1. Es ist schon merk­wür­dig, dass es seit dem Kon­zil prak­tisch nur noch „hei­lig­ge­spro­che­ne Päp­ste“ geben soll, Paul VI. soll ja even­tu­ell die­ses Jahr auch noch selig gespro­chen wer­den.

    Merk­wür­dig auch, dass von den acht Hei­lig­spre­chun­gen, die Fran­zis­kus bis­her vor­ge­nom­men hat, bei fünf auf das eigent­lich not­wen­di­ge Wun­der (vor Joh.Paul II. waren sogar meh­re­re Wun­der not­wen­dig!) offi­zi­ell „ver­zich­tet“ wur­de!

    Da drängt sich natür­lich schon den Ein­druck auf, und zwar inner­halb und außer­halb der Kir­che, dass hier nicht mehr die über­na­tür­li­che Bestä­ti­gung der Hei­lig­keit, son­dern die poli­ti­sche Zweck­mä­ßig­keit im Zen­trum des Inter­es­ses steht!?

    Statt Wun­der pas­sie­ren inzwi­schen ande­re merk­wür­di­ge Zei­chen, so gestern die Erschla­gung eines Man­nes durch ein unför­mig gebo­ge­nes, nun plötz­lich abge­ro­che­nes Kreuz, das zum Andenken an den Besuch von Joh. Paul II. in Bre­scia errich­tet wur­de, nur drei Tage vor des­sen „Heilgspre­chung“!?

    Joh. XXIII. und Joh. Paul II. haben bei­de mit Fati­ma zu tun. Der erste wei­ger­te sich, das 3. Geheim­nis, des­sen Ver­öf­fent­li­chung ab 1960 von der Got­tes­mut­ter gewünscht wor­den war, bekannt zu machen.
    Der zwei­te bezog das Geheim­nis auf sich, wodurch es prak­tisch als „schon erle­digt“ vor­ge­stellt wur­de (damals von Kard. Ratz­in­ger), obwohl ein Text ver­öf­fent­licht wur­de, der den gewalt­sa­men Tod eines Bischofs in Weiß und vie­ler ande­rer Kle­ri­ker und Katho­li­ken beschrieb, was ja beim Atten­tat von 1981 gar nicht der Fall war!?

    Jeder Katho­lik ist froh, wah­re Hei­li­ge anru­fen zu kön­nen. Wie aber soll er z.B. Joh. Paul II. im christ­li­chen Glau­ben anru­fen, wenn die­ser im Okt. 1986 im Zusam­men­hang mit der Ein­la­dung zum inter­re­li­giö­sen Gebet in Assi­si die Hei­den geru­fen hat, dort zu ihren „Gott­hei­ten“ um Frie­den zu beten? Ver­trat er wirk­lich die Stel­le Jesu Chri­sti??

  2. Die Schmä­hun­gen der Ver­tre­ter der ‚beschürz­ten‘ Pres­se sind offen­bar deren anhal­ten­der Wut dar­über geschul­det, wie sehr der Seli­ge Papst Johan­nes Paul II ihnen bei ihren Machen­schaf­ten in die Que­re gekom­men ist und hof­fent­lich so man­chen Unge­mach mit der Hil­fe Got­tes ver­hin­dern konn­te und somit auch ein wun­der­ba­rer Hin­weis für die wah­re Hei­lig­keit des Pap­stes aus Polen.
    Deo gra­ti­as

  3. Also es wür­de mich nicht wun­dern wenn mor­gen die Rus­sen mas­siv und ener­gisch in der Ost Ukrai­ne ein­mar­schie­ren wür­den, wür­de ja zu die­sen „Kon­zils­hei­lig­spre­chun­gen“ pas­sen, 2 Hei­lig? Spre­chun­gen und der Beginn des WK III am sel­ben Tag. Denn eben­so Kata­stro­phal wie ein Welt­krieg, war das Wir­ken und sind die Früch­te die­ser bei­den neu­en „Kon­zils­hei­li­gen“.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Hof­fent­lich haben Sie nicht recht — aber auch ich habe heu­te ange­sichts der Ent­wick­lun­gen eine ent­spre­chen­de Befürch­tung emp­fun­den.

      Ich habe das Dör­sam-Buch auch gele­sen. JP2 ist alles, nur nicht hei­lig. Die „kon­ser­va­ti­ven Posi­tio­nen“ betref­fen bei ihm ledig­lich den Lebens­schutz. Und dar­über haben sich die welt­li­chen Medi­en stets erregt. Das ist zwar ein an sich selbst nicht unwich­ti­ges The­ma, wirk­lich nicht.
      Aber man soll­te sich nicht dazu ver­lei­ten las­sen, des­we­gen zu über­se­hen, dass sei­ne Theo­lo­gie nicht trad­tio­nell-katho­lisch, son­dern sogar extrem-kon­zi­li­ar war.

      Lau­de­tur Jesus Chri­stus!
      Aber das besagt eben gar nichts über die katho­li­sche Recht­gläu­big­keit.

    • Siehst Du, Armin:
      Die Welt exi­stiert noch. Auch heu­te. Die Rus­sen sind nicht in der Ost-Ukrai­ne ein­ma­schiert. Und auch die Arzt­pra­xen sind heu­te, am Mon­tag, wie­der geöff­net.
      Der Peters­dom ist nicht ein­ge­stürzt, Ratz­in­ger hat wäh­rend der Zere­mo­nie ruhig auf sei­nem Ses­sel­chen geses­sen, Gäns­wein durf­te mit der High Socie­ty her­um­schwän­zeln, und Johan­nes Paul II und Johan­nes XXIII ste­hen nun in der Liste der Hei­li­gen. Und weder Wir­bel­sturm noch Blitz­ein­schlag haben die Fei­er­lich­kei­ten gestört.
      Petrus war dem­nach also nicht Dei­ner Mei­nung über die Lei­stun­gen der bei­den geehr­ten Päp­ste 😉

  4. Die NY Times als Flagg­schiff des Anti­ka­tho­li­zis­mus, Rela­ti­vis­mus und mate­ria­li­sti­schen Libe­ra­lis­mus konn­te die Hei­lig­spre­chung eines Pap­stes, der so kämp­fe­risch und cha­ris­ma­tisch war, ein­fach nicht ertra­gen, ohne wenig­stens das redak­ti­ons­üb­li­che Häme­gift dar­über zu schüt­ten. Dass er den Geknech­te­ten des War­schau­er „Pak­tes“ die Frei­heit brach­te, zählt da nichts,
    Man muß ihrem rela­ti­vi­sti­schen Maß­stab ent­spre­chen, dann darf man sich alles erlau­ben. Die Repub­blic­ca agiert da als Schoß­hünd­chen des gro­ßen trans­at­lan­ti­schen Vor­bil­des,.
    Dass und war­um bei­de in Papst Fran­zis­kus den Papst ihrer Träu­me gefun­den haben, steht auf
    einem ande­ren Blatt und wur­de im hier abge­druck­ten offe­nen Brief Levi di Gual­dos bestens erklärt.

    • Cha­ris­ma­tisch war Johan­nes Paul II: alle­mal, ich glau­be aber nicht dass er das Cha­ri­sam dazu ver­wen­de­te um das Reich Got­tes im Sin­ne der Vater Unser Bit­te zu ver­grö­ßern, son­dern dass er das nur schau­spie­ler­te. Er reagier­te nur ein­mal ener­gisch und kon­se­quent, bei der Exkom­mu­ni­zie­rung der Lef­eb­v­re- Bischö­fe, die kirch­li­che Tra­di­ti­on muss ihm sehr unan­ge­nehm gewe­sen sein.

      • um der Wahr­heit die Ehre zu geben, so hat er eben­falls die Tür zum Frau­en­prie­ster­tum dog­ma­tisch ver­schlos­sen und ist in der „§218 Schein­fra­ge“ auch nicht umge­knickt.
        ER hat übri­gens , zwar wort­reich und aus­führ­lich, jedoch sach­lich klar, sein „Nein“ zur Emp­fäng­nis­ver­hü­tung gespro­chen.
        Und im Grun­de sehr genau die Kul­tur des Todes erkannt!
        Also er war schon auch in ande­ren Din­gen kon­se­quent und er (JPII) hat auch das aller­er­ste Motu Pro­prio betreffs der alten Mes­se erlas­sen.
        Kurz, er war ein Mensch und einer, der in Zei­ten, wo man dach­te, „die Kir­che ist end­gül­tig zu einem Ver­ein alter Leu­te gewor­den, dann doch gezeigt „Die Kir­che ist jung“.
        Ob man ihn wirk­lich hat gleich und so selt­sam hei­lig spre­chen müs­sen, das ist eine ganz ande­re Fra­ge.
        Aber es ist jedoch so, dass zwi­schen Hei­li­gen , im Sin­ne von „hat immer recht“ und den Höl­len­kan­di­da­ten eine rie­si­ge Band­brei­te ist.

  5. Nun das was die Zei­tun­gen schrei­ben scheint doch im Ergeb­nis zu stim­men, ich fas­se es nicht, der Kon­zil­s­er­öff­ner und der Inter­re­li­gio­sist der auch das göt­zen­die­ne­ri­sche Welt­ge­bets­tref­fen in Assi­si ver­an­stal­te­te, wer­den hei­lig gespro­chen. Ich schlie­ße mich den Aus­sa­gen der bei­den Zei­tun­gen mit ande­ren Begrün­dun­gen an. Mor­gen ist ein Tag der Trau­er und der Trä­nen für die Kir­che, der gro­ße Gön­ner der Moder­ni­sten Bischofs­er­nen­ner von Kas­per und der­glei­chen wird hei­lig gespro­chen. Mich wun­dert es, dass man Dr. Ratz­in­ger der mor­gen nach BILD kon­ze­le­brie­ren wird, nicht gleich mit selig gespro­chen wird. Wenn man sich vor­nimmt die Kir­che gezielt kaputt zu machen, könn­te man es nicht anders machen als wie es mor­gen am 27.4. 2014 statt­fin­det.

  6. „Die New York Times und La Repub­bli­ca feu­er­ten am Ende kurz vor der Hei­lig­spre­chung noch eine Breit­sei­te gegen den „reak­tio­nä­ren“ und „restau­ra­ti­ven“ Karol Woj­ty­la ab, damit klar­ge­stellt sei, wie man über wen zu den­ken habe.“
    Das glau­be ich nicht. Es ist ihr dia­lek­ti­sches Spiel. Wir soll­ten auf das Kaba­rett was die Sprach­roh­re die­ser Welt auf­füh­ren nicht rein­fal­len. Wir Katho­li­ken sol­len ver­al­bert und in die Irre geführt wer­den und nichts ande­res.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • die­se Gazet­ten mit ihrem gott­ver­fluch­ten Hass gegen die hei­li­ge Kir­che sind ein­fach uner­träg­lich-dazu zäh­le ich auch die Fern­seh­frit­zen mit ihrem All­machts­ge­ba­ren-es sind Mario­net­ten der Höl­le, Knech­te des Teu­fels auf die wir nicht hören und ach­ten sollten.Was denen am mei­sten auf den Pelz brennt ist das Wort des Herrn-die­ses im kom­mu­ni­sti­schen Russ­land in der Lit­ur­gie aus­zu­spre­chen war streng ver­bo­ten-uns aber trö­stet es unsagbar:die Pfor­ten der Höl­le wer­den die Kir­che, die hei­li­ge Braut Chri­sti nie­mals überwältigen.ergo:fugite par­tes adver­sae quia vicit leo de tri­bu juda Jesus Chri­stus Domi­nus noster!

  7. Bei die­sen „Hei­lig­spre­chun­gen“ scheint die über­na­tür­li­che Bedeu­tung die­ses Vor­gan­ges völ­lig bedeu­tungs­los. Sonst müss­ten die Zei­tun­gen viel stär­ker auf die Wun­der­fra­ge ein­ge­hen. Was hat denn ein Oscar Rome­ro post mor­tem für Wun­der erfleht, dass man ihn über­haupt für ein Kano­ni­sa­ti­ons­ver­fah­ren vor­schla­gen könn­te.

  8. Auch wenn ich es abso­lut nicht ver­ste­he, wie so jemand von jeman­dem wie Papst Bene­dikt hei­lig gespro­chen wer­den soll, und wie der Herr es zulas­sen kann, dass auf sei­ne Für­spra­che hin Wun­der gesche­hen, die ja anschei­nend von nie­man­dem, auch von Euch, nicht bestrit­ten wer­den, so muss ich; ange­sichts des eno­men Ärgers der Kir­chen­fein­de, ein­schließ­lich der von ihm so hofier­ten Mus­li­me, die die­ser Papst ver­ur­sacht hat und immer noch ver­ur­sacht, und auf­grund der Tat­sa­che, dass er jeman­den aus dem aus­er­wähl­ten Volk Got­tes, näm­lich Edith Stein, Tere­sa Bene­dik­ta hei­lig gespro­chen hat, und auch sonst so viel für die Juden getan hat,
    sei­ne Hei­lig­spre­chung wohl als eine Tor­heit Got­tes ver­ste­hen, wel­che sich noch ein­mal als klü­ger erwei­sen wird, als alle Ver­nunft und Grad­li­nig­keit der Men­schen!
    Doch wor­an soll am sich dann hal­ten? Was den ernst­haft Fra­gen­den sagen? Mir hat der Herr bis­her fol­gen­de Leit­li­nie gege­ben, die ein­fach ist und noch nie ver­sagt hat: So wie jemand zu den Juden, dem aus­er­wähl­ten Volk Got­tes steht, so sehr wie jemand die­ses Volk,um unse­res Her­ren wil­len liebt, so nahe ist die­ser Mensch dem Her­ren!
    Wenn man nur die Juden um ihres Her­ren wil­len unter­stützt, (das ist wich­tig, der hei­li­ge Aus­gu­sti­nus hat ewig Gül­ti­ges ver­kün­det) so ver­wei­gert man sich auch dem Satan, der die­ses Volk hasst, und öff­net sich dem Her­ren, unserm Gott, dem Adonai, dem Vater unse­res Her­ren Jesus Chri­stus, der die­ses Volk liebt!

  9. ES IST TATSÄCHLICH PASSIERT !!!
    Die­se fata­le „Hei­lig­spre­chung“ und das im Bei­sein, des ach so alten und schwäch­li­chen Papst em., Bene­dikt XVI der „sei­nem Amt wegen sei­nes Alters nicht mehr gewach­sen war“??? Irgen­was stimmt da nicht mehr !!!!
    Er kann kon­ze­le­brie­ren, braucht plötz­lich kei­nen Geh­stoch und auch kei­nen Roll­wa­gen mehr .… Aber er war nicht mehr fähig das Amt aus­zu­üben und die „katho­li­sche Kir­che“ vor sol­chen Aus­wüch­sen zu bewah­ren.
    Bei der Hei­lig­ge­spro­che­nen Nach­kon­zi­lia­ren Kir­che bin ich mir ob Ihrer „Katho­li­zi­tät“ nicht mehr ganz so sicher …

    • Das mit dem Geh­stock nehm ich zurück, der war als Ali­bi der Gebrech­lich­keit doch noch von Nöten … Aber trotz­dem .… Fra­gen blei­ben .… Fra­gen über Fra­gen .….

  10. Lie­be New York Times,

    jetzt ist es zu spät, denn eine Hei­lig­spre­chung ist unfehl­bar!

    Dar­an zwei­felt nicht ein­mal die FSSPX.

    Wobei es schon ver­stö­rend ist, dass jemand für das küs­sen des Korans hei­lig gespro­chen wird…

    Letzt­lich zeigt es, dass in der heu­ti­gen Kir­che alles erlaubt und alles egal ist. Und wenn dies für die da oben gilt, dann auch für den klei­nen Mann.

  11. Wer­te @ Mit-‚Poster‘ bzw. ‚alle‘,

    man­che Wort­mel­dun­gen kom­men mir der­art selbst­ge­recht vor, dass ich mir u. a. die­se Fra­ge stel­le: Sind das eigent­lich ‚Chri­sten‘ oder ‚Bes­ser­wis­ser‘ oder selbst ‚Hei­li­ge‘, die sich da zu Wort mel­den?

    Viel­leicht soll­ten wir doch auch mal fol­gen­de Aspek­te bei ‚unse­ren‘ Über­le­gun­gen mit beden­ken, wenn wir uns bemü­hen woll(t)en, der kom­ple­xen Situa­ti­on eini­ger­ma­ssen gerecht zu wer­den:

    Jesus sagt: „Rich­tet nicht, damit Ihr nicht gerich­tet wer­det. Denn mit dem Mass mit dem ihr messt, wer­det auch ihr gemes­sen wer­den.“ (d. h.: unse­re Urtei­le über ande­re wer­den uns spä­ter selbst zur Last gelegt wer­den)

    War­um beden­ken ‚wir‘ nicht auch mit, dass Gott die Geschich­te zu ihrem Ziel lenkt, gemäß sei­nem Heils­plan, den wir nicht ken­nen, aber (viel­leicht) zu ken­nen glau­ben?

    Der Grad der Tugend­haf­tig­keit ist dem Seli­gen Johan­nes Paul II. wohl kaum abzu­spre­chen; da er welt­weit bekannt ist, ist eine Hei­lig­spre­chung — wel­che die welt­wei­te kirch­li­che (lit­ur­gi­sche) Ver­eh­rung ermög­licht — wohl nicht ganz unsin­nig.

    Im Übri­gen emp­feh­le ich ein­mal den Kri­ti­kern die Lek­tü­re des Buches „Dar­um ist er hei­lig“ von Sla­wo­mir Oder, dem Postu­la­tor des Selig­spre­chungs­pro­zes­ses. Wer von uns glaubt eigent­lich alles rich­tig machen zu kön­nen bzw. macht alles rich­tig, hat bis­her alles rich­tig gemacht? Jeder von uns wird auch und gera­de nach sei­nen Absich­ten von Gott gerich­tet wer­den. Und wie wir aus sei­nem Wort wis­sen kön­nen, schaut der Herr aufs Herz. Und das ‚Herz‘ von j. P. II. war ja wohl nicht schlech­ter als unse­re eige­nen ‚Her­zen‘, oder viel­leicht doch sogar noch bes­ser?

    Befasst Euch mal ohne Vor­ur­tei­le mit dem Leben die­ses Men­schen und den Zwän­gen in denen er sich viel­leicht (oder sogar ganz sicher) befun­den hat; nicht zu ver­ges­sen die mensch­li­chen Begrenzt­hei­ten, denen wir doch auch unter­wor­fen sind. Oder? Wenn man das Buch über den Papst im Gegen­wind (Papst Bene­dikt) liest, kann man erah­nen, was auch J. P. II. an Gegen­wind hat aus­hal­ten müs­sen. Wir brau­chen nur genau­er auf die Abhän­gig­keit unse­rer Bischö­fe von ‚ihrem‘ (ver­welt­lich­ten) Per­so­nal in den Ordi­na­ri­en zu schau­en und auf das Wir­ken der Geheim­ge­sell­schaf­ten inner­halb und außer­halb der Kir­che; wenn wir wirk­lich Ver­ständ­nis für die schwie­ri­ge Situa­ti­on gewin­nen möch­ten.

    Nicht zuletzt soll­ten wir m. E. bei ‚unse­ren‘ Über­le­gun­gen und unse­rem Aus­tausch dabei nicht schwei­gen von dem Geheim­nis des (begrenzt) frei­en Wil­lens einer­seits und dem Geheim­nis der Bos­heit ande­rer­seits. Ich glau­be nach sol­chen Über­le­gun­gen wer­den wir viel­leicht ein wenig ‚gerech­ter‘ mit dem ‚Urteil‘ über ande­re Per­so­nen, die solch hohe Ver­ant­wor­tung unter so schwie­ri­gen Bedin­gun­gen zu tra­gen hat­ten. Wir alle wären unter einer sol­chen Last wohl zusam­men­ge­bro­chen. Oder?

    Nicht zuletzt ist doch hier das Geheim­nis des Lebens ganz all­ge­mein, aber auch — ins­be­son­de­re — bezüg­lich des mysti­schen Lei­bes Jesu Chri­sti, der hei­li­gen Kir­che, mit zu beden­ken. Die Kir­che ist in ihrem Voll­al­ter ange­kom­men (Fati­ma etc.) . .

    • Daß Joh Paul II ein hel­den­haf­tes und tugend­rei­ches Leben geführt hat und daß er lie­bens­wür­dig und sym­pa­thisch war, ist nicht zu leug­nen. Aber reicht das für einen Papst aus? Da müß­te man wohl auch eini­ge Kriegs­hel­den hei­lig spre­chen, denen es an Tap­fer­keit nicht man­gel­te.
      Was hat Joh Paul II getan, um den Glau­ben an Chri­stus, den ein­zi­gen Erlö­ser, zu stär­ken? Dies wäre sei­ne aller­wich­tig­ste Auf­ga­be gewe­sen als Stell­ver­tre­ter Chri­sti.
      Lei­der hat er mit vie­len sei­ner Aktio­nen, wenn auch unbe­ab­sich­tigt, den Glau­ben GESCHWÄCHT. Das sind bit­te­re Tat­sa­chen. Assi­si. Voo­doo Zere­mo­nien.
      Ich ken­ne Leu­te, die es ihm nach­ge­macht haben und teu­er dafür bezahlt haben. Die gan­zen Hor­ror mis­sae — wo haben die ihr Vor­bild? Sol­che Ver­an­stal­tun­gen gibt es in der kath. Kir­che erst seit sei­nem Pon­ti­fi­kat. Das sind bit­te­re Pil­len für jeden, der ihn zwei­fel­los sym­pa­thisch fin­det. Das ist irgend­wie tra­gisch.

    • Lie­ber Cyrill., bei der Kri­tik an Joh. Paul II. und an sei­ner Selig- bzw. Hei­lig­spre­chung,
      geht es weder um Bes­ser­wis­se­rei, noch um Urteils­an­ma­ßung. Die von vie­len nam­haf­ten, katho­li­schen Theo­lo­gen fest­ge­stell­ten oder zuge­be­nen Lehr­de­fi­zi­te, in den Wor­ten und Wer­ken Joh. Paul II., sind so gewal­tig, das sei­ne Theo­lo­gie — vor dem Kon­zil — ver­ur­teilt wor­den wäre! Sei­ne lit­ur­gi­schen Ent­glei­sun­gen sind in Bild und Ton fest­ge­hal­ten, sei­ne Schrif­ten, in denen er zum Bei­spiel die von der katho­li­schen Kir­che ver­ur­teil­te Aller­lö­sungs­leh­re ver­tritt, sind in deut­scher Spra­che erhält­lich. Die schwer­wie­gen­den Vor­wür­fe die die theo­lo­gi­schen Autoren wie Barth, Le Roux, Dör­mann, Gaudron oder Mura gegen­über Joh. Paul erhe­ben sind eben­falls in Buch­han­del zu bekom­men .Es geht auch um Feh­ler, wie sie jedem Men­schen pas­sie­ren kön­nen! Es geht um Irr­leh­ren die er, über lan­ge Zeit, hart­näckig ver­tre­ten hat und um nach­prüf­ba­re Fak­ten!
      Schon gar nicht geht es dar­um, den Men­schen Karol Woj­ty­la zu ver­un­glimp­fen. Jeder Christ ist, nach der Wei­sung des Hl. Augu­sti­nus ver­pflich­tet , den Irren­den zu lie­ben, den Irr­tum aber zu has­sen. Wen die Kir­che eines Tages zur Fül­le der Tra­di­ti­on zurück­kehrt, wer­den eini­ge über­eil­te Hei­lig­spre­chun­gen in einem neu­en Pro­zess auf­ge­rollt wer­den müs­sen. Es ist anzu­neh­men das dann „Hei­li­ge“, deren Pro­zess über­eilt und schlam­pig geführt wur­den, von ihren Posta­men­ten genom­men wer­den müs­sen. Ob Joh. Paul II. oder der wun­der­lo­se Johan­nes XIII. wohl auch dazu gehö­ren?

      • Dan­ke für die nüch­ter­nen Wor­te.

        Es geht tat­säch­lich nicht um mensch­li­che Schwä­chen, son­dern dar­um, dass unse­re Päp­ste seit dem Kon­zil hals­star­rig und ent­ge­gen jeder War­nung und jeder Bit­te, die unse­li­gen Din­ge wei­ter­ge­führt haben, die hier ja auch schon oft, auch von Ihnen, genannt wor­den sind.

        Sie wuss­ten alle­samt, dass sie vor dem Kon­zil exkom­mu­ni­ziert wor­den wären und wuss­ten als stu­dier­te Theo­lo­gen genau, dass die Leh­re der Kir­che eine ande­re war und ist.

        Das lässt sich nun mal nicht schön­re­den — vor allem, wenn man die Wir­kun­gen und den Nie­der­gang der Kir­che sieht…

  12. Wenn eine poli­ti­sche Par­tei ein Anti-Papst-Fest orga­ni­siert, ist aus christ­li­cher Sicht eigent­lich schon alles über sie gesagt. Wie im Kate­chis­mus geschrie­ben steht, weist die katho­li­sche Kir­che den Sozia­lis­mus, Kom­mu­nis­mus und Kapi­ta­lis­mus zurück.
    Nicht umsonst sind es die Lin­ken im EU-Par­la­ment die für Din­ge wie den Estrela‑, Lun­acek-Bericht und den Gen­der-Irr­sinn gestimmt haben und es immer noch tun.

    Ich fra­ge mich wie die poli­ti­schen Links­wäh­ler es mit ihrem Glau­ben ver­ein­ba­ren kön­nen, wenn sie bei der EU-Wahl ihre Stimme(indirekt für Eutha­na­sie, Homo­se­xua­li­sie­rung, Abtrei­bung usw) abge­ben.
    Es stellt sich mir auch die Fra­ge, ohne jeman­den ver­ur­tei­len zu wol­len, inwie­weit Schuld bei all jenen besteht, die über die EU-Poli­tik ihrer lin­ken Par­tei infor­miert sind.

  13. Nicht zwei Päp­ste wur­den heu­te „hei­lig­ge­spro­chen“ son­dern das II. Vati­ca­num! Ohne eine „ideo­lo­gisch — lin­ke Breit­sei­te“ zu haben, kom­me ich zum glei­chen Schluss. Was Johan­nes Paul II. gelehrt, getan und unter­las­sen hat, wür­de für mehr als ein Lehr­be­an­stan­dungs­ver­fah­ren rei­chen. Zu Zei­ten Pius X. oder Pius XII. wäre ein sol­cher Pro­zess vor dem Hl. Offi­zi­um, für den Kor­anküs­ser und Assi­si Initia­tor, sicher­lich ungün­stig aus­ge­gan­gen. Im Hei­lig­spre­chungs­ver­fah­ren wur­den weder die theo­lo­gi­schen Defi­zi­te, die in man­chen Schrif­ten Joh. Paul II., bis zur Ver­fäl­schung der Hei­li­gen Schrift gehen, noch sei­ne über­aus selt­sa­me Rol­le im kom­mu­ni­sti­schen Polen, in den 50er und 60er Jah­ren berück­sich­tigt. Damals war es ihm, als ein­zi­gem Ver­tre­ter des pol­ni­schen Epi­sko­pats mög­lich eine aus­ge­dehn­te Vor­trags­ar­beit zu ent­fal­ten, sogar in west­li­che Län­der. Das Durf­ten eigent­lich nur 1000% Kom­mu­ni­sten!!!! Da die­se Ange­le­gen­heit in den mei­sten Bio­gra­phien kaum berührt und — mei­nes Wis­sens — über­haupt nicht erör­tert wird, möge man sich der auf­merk­sam Leser sei­ne eige­ne Mei­nung bil­den. Jeden­falls sind bei­de Hei­lig­spre­chungs­pro­zes­se angreif­bar . Man könn­te sich vor­stel­len das die­se Ver­fah­ren, unter einen tra­di­ti­ons­treu­en Papst, erneut auf­ge­grif­fen wer­den könn­ten. Ob man in einem neu­en, Ver­fah­ren, nach exak­ter Prü­fung der Fak­ten, zu den sel­ben Ergeb­nis­sen bezüg­lich der Hei­lig­keit der bei­den Päp­sten kommt, ist mehr als frag­lich. Ich gön­ne bei­den Päp­ste die ewi­ge Selig­keit,
    aber Vor­bil­der im Glau­ben sind sie nicht!

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