Vatikan bestätigt umstrittenes Telefonat, verweigert aber Richtigstellung

Julio Sabetta mit seinen Töchtern vor einem Papst-Plakat: "Papst ist ein Superstar"(Vatikan/Buenos Aires) Nach eini­gem Zögern bestä­tig­te der Vati­kan das Tele­fon­ge­spräch von Papst Fran­zis­kus mit der Argen­ti­nie­rin Jaque­line Lis­boa Sabet­ta (in ersten Berich­ten wur­de der Fami­li­en­na­men mit Zabe­ta ange­ge­ben). Am Diens­tag mach­te die Nach­richt die Run­de, Papst Fran­zis­kus habe eine wie­der­ver­hei­ra­tet geschie­de­ne Frau ange­ru­fen und ihr gesagt, sie kön­ne ent­ge­gen der kirch­li­chen Leh­re pro­blem­los die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen. Aus die­sem Grund wur­de die Echt­heit zunächst bezwei­felt und sogar spe­ku­liert, die Frau sei das Opfer eines Witz­bol­des gewor­den, der sich als Papst aus­ge­ge­ben habe. Die Rea­li­tät ist jedoch ernüchternder.

Das Pres­se­amt des Vati­kans ver­wei­ger­te zunächst jede Stel­lung­nah­me zum Tele­fo­nat. Es wur­de weder bestä­tigt noch demen­tiert. Grund dafür war, daß dem Pres­se­amt selbst kei­ner­lei Infor­ma­tio­nen dazu vorlagen.

„Privates pastorales Gespräch“, daher keine offizielle Stellungnahme

Zwi­schen­zeit­lich wur­de offen­bar nach­ge­fragt. Beim heu­ti­gen Pres­se­ge­spräch bestä­tig­te Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di das Tele­fo­nat indi­rekt. Die päpst­li­chen Son­der­ak­tio­nen brin­gen den Vati­kan, vor allem die Pres­se­ab­tei­lung in immer neue Ver­le­gen­heit. Um den Scha­den unkon­trol­lier­ter Medi­en­be­rich­te über angeb­li­che Papst­aus­sa­gen, die in offe­nem Wider­spruch zur kirch­li­chen Leh­re ste­hen, zumin­dest etwas ein­zu­däm­men, muß der Vati­kan zu akro­ba­ti­schen Stra­te­gien greifen.

Da der Papst die Argen­ti­nie­rin tat­säch­lich ange­ru­fen hat­te, kann die­se Tat­sa­che nicht geleug­net wer­den. Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di ver­sucht daher die Bedeu­tung der päpst­li­chen Tele­fo­ni­tis mög­lichst her­un­ter­zu­spie­len. Die Tele­fon­ge­sprä­che des Pap­stes sei­en „per­sön­li­che“ und daher „pri­va­te pasto­ra­le Gesprä­che“ des Pap­stes, die in kei­nem Zusam­men­hang mit „sei­nem öffent­li­chen Wir­ken als Papst“ stün­den. Die Leh­re der Katho­li­schen Kir­che sei davon in kei­ner Wei­se betrof­fen, wes­halb es für den Vati­kan kei­nen Anlaß und kei­ne Not­wen­dig­keit gebe, „offi­zi­ell dazu Stel­lung“ zu nehmen.

Verwirrende angebliche Aussagen des Papstes bleiben unwidersprochen im Raum

Die Argu­men­ta­ti­on, zu der Pater Lom­bar­di not­ge­drun­gen Zuflucht nimmt, wirkt ziem­lich kon­stru­iert. Kann es eine Pri­vat­per­son Papst Fran­zis­kus geben, des­sen Aus­sa­gen und Hand­lun­gen mit sei­nem Amt und sei­ner Wür­de als Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden nicht zu tun haben? Wie läßt sich sein „pri­va­tes“ Han­deln von einem „öffent­li­chen“ unter­schei­den? Vor allem aber: Unter­schei­den die Men­schen zwi­schen „pri­va­ten“ und „öffent­li­chen“ Aus­sa­gen des Pap­stes? Was zumin­dest die Oppor­tu­ni­tät sol­cher Aktio­nen aufwirft.

Des­sen scheint man sich im Vati­kan durch­aus bewußt zu sein und ist davon ziem­lich unan­ge­nehm berührt. Es laut aus­zu­spre­chen wagt jedoch kaum jemand. „Er ist der Papst“. Ein bekann­ter argen­ti­ni­scher Theo­lo­ge, José Car­los Caa­ma­no, der von argen­ti­ni­schen Medi­en bereits gestern zu dem umstrit­te­nen Tele­fo­nat befragt wur­de, reagiert auf­fal­lend zöger­lich, sobald er hör­te, daß der Anru­fer Papst Fran­zis­kus gewe­sen sei. Die Hemm­schwel­le öffent­lich dem Papst zu wider­spre­chen, ist in der Kir­che groß. Sie dient kon­kret jedoch nicht der Klarheit.

Vatikan überläßt Interpretationshoheit dem Ehepaar Sabetta und den Medien

Unterm Strich wird dem Ehe­paar Sabet­ta die allei­ni­ge Aus­le­gungs­ho­heit über das Tele­fon­ge­spräch und angeb­li­che Aus­sa­gen des Pap­stes über­las­sen. Für die Sabet­tas ist Papst Fran­zis­kus ein „Super­star“. Sie behaup­ten ziem­lich wir­re und ver­wir­ren­de Din­ge. Der Papst habe sich über glau­bens­treue Prie­ster lustig gemacht und sie „päpst­li­cher als der Papst“ her­ab­ge­wür­digt. Er habe ent­ge­gen der kirch­li­chen Leh­re behaup­tet, daß wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne pro­blem­los die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen könn­ten. Daß es wich­tig sei, in die­sem Sinn die Dis­kus­si­on in den Vati­kan hin­ein­zu­tra­gen, mit der offen­kun­di­gen Absicht, etwas zu ver­än­dern. Und die „pasto­ra­le“ Emp­feh­lung an wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne, denen von einem Prie­ster gemäß Kir­chen­recht die Kom­mu­ni­on ver­wei­gert wird, ein­fach zu einem ande­ren Prie­ster zu gehen.

Päpstliches Lehramt wie Treibsand?

Tra­di­tio Catho­li­ca schrieb zum Vor­fall: „Die katho­li­sche Welt scheint an der Schnur eines Tele­fons zu hän­gen. Hat der Papst wirk­lich das Tele­fo­nat geführt und gesagt, was behaup­tet wird? In die­ser Oster­wo­che müs­sen Katho­li­ken mit Trä­nen in den Augen mit­an­se­hen, auf wel­che Stu­fe das Pon­ti­fi­kat hin­ab­ge­sun­ken ist. Ob das Tele­fo­nat nun stimmt oder nicht, ist nicht ent­schei­dend. Schlim­mer ist, daß sol­che ver­wir­ren­den Nach­rich­ten über­haupt mög­lich sind und jeder den Papst und das kirch­li­che Lehr­amt dazu belie­big auf sei­ne Sei­te zie­hen kann. Wel­che Lei­stung aber soll­te es sein, aus dem päpst­li­chen Lehr­amt eine Sand­ki­ste zu machen? Man greift nach der Leh­re, doch sie zer­rinnt zwi­schen den Fin­gern wie Treibsand.“

Warum klärt Presseamt „Mißverständnisse“ nicht auf?

Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di wei­gert sich, den Inhalt des Tele­fo­nats zu klä­ren und kom­men­tie­ren. Medi­en­be­rich­te dar­über wür­den „in die Irre füh­ren“ und sei­en „Quel­le von Miß­ver­ständ­nis­sen“. Wenn dem so ist, dann bestün­de die objek­ti­ve Not­wen­dig­keit, die Ange­le­gen­heit zu klä­ren. Genau das aber geschieht nicht. War­um eigent­lich nicht? Was kostet es den Vati­kan­spre­cher die kirch­li­che Leh­re zur Fra­ge kurz zusam­men­zu­fas­sen und zu bekräf­ti­gen? Kann es einen Wider­spruch zwi­schen der kirch­li­chen Leh­re und dem geben, was der Papst als Seel­sor­ger sagt und tut?

Umstrittene Art, wie Papst Franziskus sein Pontifikat ausübt

Oder geschieht die Rich­tig­stel­lung nicht, weil die behaup­te­ten Aus­sa­gen tat­säch­lich vom Papst so gesagt wur­den und daher ohne Gesichts­ver­lust für den Papst nicht demen­tiert wer­den kön­nen? Oder weil Papst Fran­zis­kus gar kein Demen­ti wünscht, weil das Gesag­te sei­ner Über­zeu­gung ent­spricht, die er in der Kir­che durch­set­zen will?

Eine bestimm­te Art und Wei­se, wie Papst Fran­zis­kus sein Pon­ti­fi­kat aus­übt, stößt immer neu an sei­ne Gren­zen. Mehr noch, es durch­bricht sie auf unkon­trol­lier­ba­re Wei­se. Kla­re Demen­ti und unmiß­ver­ständ­li­che Klar­stel­lun­gen durch das Pres­se­amt des Vati­kans wären ein Gebot der Stunde.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: La Capi­tal (Screen­shot)

41 Kommentare

  1. …weiß ich nicht mehr wei­ter. Got­tes Wege sind nicht unse­re Wege. Nur das Ver­trau­en auf IHN lädt zum Durch­hal­ten ein.

  2. Zwei­ter Ver­such… Die Leh­re der Kir­che sei davon in kein­ster Wei­se betrof­fen. Viel­leicht sind wir ja auch ein­fach alle nur zu blöd. Unglaublich!!!

  3. Für mich zeigt die­se Geschich­te vor allem eines: Papst Fran­zis­kus muss end­lich mit die­sem hane­bü­che­nen Unsinn von Tele­fo­na­ten mit „Nor­ma­los“ Abstand neh­men. So mensch­lich sym­pa­thisch sie auf den ersten Blick auch sein mögen, so füh­ren sie doch zu erheb­li­chen Irri­ta­tio­nen. Das ist unver­meid­lich, denn man kann nicht ver­hin­dern, dass sol­che „Nor­ma­los“ dann mit ihrem Ver­ständ­nis des Tele­fo­na­tes dann zur Pres­se ren­nen. Papst und Öffent­lich­keits­ar­beit des Vati­kans kön­nen aber unge­ach­tet des Wahr­heits­ge­halts der dann auf­tau­chen­den Behaup­tun­gen schlecht alles anders dar­stel­len, und so den „Nor­ma­lo“ bla­mie­ren. Oben­drein wird die­ser sich das in vie­len Fäl­len nicht Gefal­len las­sen und dann erst recht auch sei­ner Ver­si­on behar­ren. Dies ver­sucht Pater Lom­bar­di hier zu umschif­fen aber um den Preis, dass er eine noch nie gehör­te (jeden­falls von mir) Unter­schei­dung zwi­schen Papst als Papst und Papst als Pri­vat­per­son trifft. So etwas ist der rein­ste Polit­sprech, der in der Kir­che Ein­zug gehal­ten hat. Ich hof­fe nur, dass nun lang­sam aber sicher mal bei den Machern und Zuträ­gern der Kon­kur­renz­sei­te Kath.net, die zwar kon­ser­va­tiv, aber nicht tra­di­ti­ons­freund­lich sind, ein kri­ti­sche­res Nach­den­ken über Papst Fran­zis­kus ein­setzt. Bis­lang wer­den dort näm­lich alle nega­ti­ven Sei­ten des aktu­el­len Pon­ti­fi­ka­tes kon­se­quent igno­riert. Sol­che Pan­nen hät­te es bei Bene­dikt und JP II nicht gegeben.

    • „Papst und Öffent­lich­keits­ar­beit des Vati­kans kön­nen aber unge­ach­tet des Wahr­heits­ge­halts der dann auf­tau­chen­den Behaup­tun­gen schlecht alles anders dar­stel­len, und so den „Nor­ma­lo“ blamieren.“

      War­um nicht?
      Wenn es um die Wahr­heit und die Auto­ri­tät des pap­stes geht, kann ja wohl nicht auf die Falsch­aus­sa­ge eines „Nor­ma­los“ Rück­sicht genom­men wer­den, wenn dadurch Mil­lio­nen ande­rer „Nor­ma­los“ rück­sichts­los irri­tiert und ver­führt werden?!

      Prin­zi­pi­ell haben Sie aber Recht: ein Papst soll­te etwas zurück­hal­ten­der sein mit Reden und viel mehr ver­schrift­li­chen. Das hilft, prä­zi­ser zu denken.

  4. Oh Bene­dikt komm zurück und nimm uns ein­fach nur in den Arm. Erklä­re uns wir hät­ten nur einen sehr sehr trau­ri­gen Traum gehabt.

    • Ich ver­mis­se ihn auch so!!! Aber es wird noch dicker kom­men! Rich­ten wir unse­re Augen nur auf den Herrn, er sagt uns alles, was wir brau­chen. Es ist viel­leicht an der Zeit, dass die Spreu vom Wei­zen getrennt wer­den muss?
      Ich emp­feh­le, die aktu­el­len Pro­phe­zei­un­gen des Herrn nicht zu ver­ach­ten, alles erfüllt sich nach und nach, das kann kein Zufall mehr sein!

      • Bene­dikt ist kei­ne all­zu gro­ße Hil­fe. Er hat gro­ße Mit­ver­ant­wor­tung am lit­ur­gi­schen und dok­tri­nel­len Cha­os, da er an eint­schei­den­der Stel­le kei­ne (Gewäh­ren­las­sen von Häre­ti­kern) oder fal­sche Maß­nah­men (Instal­la­tio­nen zwei­er römi­scher Riten) traf.

  5. Hält Fran­zis­kus die Leh­re in die­sem Punkt für bald über­holt und nicht mehr gültig?
    Beten wir für die Kir­che Jesu Christi!

  6. Bald wöchent­lich, führt uns die römi­sche Rea­li­tät immer mehr vor, dass die­ser „Papst“ sein Amt gar nicht ausübt…oder aber das Amt total korrumpiert.
    Ist das das, was wir unter Lei­tung des Hl. Gei­stes ver­ste­hen sollen?
    Eine Kas­perl­fi­gur, die um Got­tes wil­len hof­fent­lich nicht ex cathe­dra spricht…
    Ich kann es nicht glauben.

    • Das ist rich­tig katho­lisch den Papst als Kas­per zu bezeichnen.
      Und bit­te Fr. H.J. spre­chen sie nur für sich und nicht für UNS.
      Gruß

      • Wer — außer wenn er ex cathe­dra spricht — , wie hier von vie­len fälsch­li­cher­wei­se behaup­tet wird, FEHLBAR ist, ist kein Papst, son­dern ein Kasperl.
        Das mein­te ich.
        Viel­leicht soll­te ich dem­nächst ein Schild mit „Ach­tung Sar­kas­mus“ hochhalten.
        Ver­zei­hung, aber wer an Regen­bö­gen im Dun­keln glaubt, glaubt auch an fehl­ab­re Päp­ste, die man aber behan­deln soll, als wären sie unfehlbar…

      • Ob Kas­per oder etwas ande­res, Fr. H.J. spricht auch für mich!!!Und sicher auch für vie­le, die nur–wie oben geschrieben—aus Angst, den Papst nicht kritisieren.Oder aber Gefal­len dar­an fin­den, dass die­ser Papst ja medi­en­ge­recht, zeit­geist­freund­lich, men­schen­nah uvm.hochgejubelt wird.
        In der Köl­ni­schen Rund­schau wohnt er sogar auf NUR 45 qm, das nen­ne man Beschei­den­heit. Wer´s glaubt wird selig. Nein, Frau H.J. ali­as zeit­schnur spricht sicher für viele.…Mögen sie sich end­lich mal artik­lu­lie­ren!! Wer viel­leicht einen Tip hat, mel­de sich doch mal hier.
        Dan­ke fürs Lesen!!!

      • Viel­leicht soll­te man gene­rell kei­nen Men­schen einen Kas­perl nen­nen als Katho­lik … (Ein­fach ist das halt nicht)

  7. Was will die­ser Papst denn noch alles „anstel­len“. Jedes mal, wenn Mel­dun­gen kom­men, wie das Fran­zis­kus letz­tes Jahr am Grün­don­ners­tag die Kom­mu­ni­on auch an Nicht­ka­tho­li­ken aus­ge­teilt hät­te, was ja eigent­lich einem Sakri­leg gleich­kommt, und jetzt die Aus­sa­gen zum Kom­mu­nion­emp­fang einer wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­den; hüllt sich der Pres­se­spre­cher in Schwei­gen um spä­ter dann zu bestä­ti­gen, der Papst hat.… JA, ABER WAS HAT DER PAPST denn wirk­lich gesagt und getan. Hat er jetzt die Erlaub­nis erteilt, dass eine wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­den die Kom­mu­ni­on emp­fan­gen darf? Wenn ja, dann soll man es doch auch zuge­ben. Immer nur Schwei­gen und „Drum­her­um“ reden bringt nur Zwie­tracht und Zwei­fel. Die Prie­ster, die treu an der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re fest­hal­ten, wer­den von die­sem römi­schen Bischof regel­recht „vor­ge­führt“ und lächer­lich gemacht. Der Hei­land hat dem Petrus gesagt: „Du aber stär­ke dei­ne Brü­der“! Fran­zis­kus scheint das nicht zu inter­es­sie­ren und er fährt wei­ter mit der Zer­stö­rung der Kir­che fort. Gott sei es gedankt, dass wenig­stens die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. den Mut hat, die­sen Papst zu kri­ti­sie­ren. Die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten sind ja in die­sem Fal­le sehr, sehr ruhig, hal­ten still und schwei­gen.…. Aber auch Pau­lus hat dem Petrus im Ange­sicht wider­stan­den um der Wahr­heit wil­len. Wie lan­ge noch unter­stüt­zen die Petrus­bru­der­schaft und ande­re Gemein­schaf­ten der Tra­di­ti­on die Zer­stö­rung des Glau­bens durch Papst Franziskus?????

      • Wir haben zwei, das stimmt. Aus­ge­löst durch den Rück­tritt von Bene­dikt XVI. Das scheint manch­mal ein wenig in Ver­ges­sen zu geraten.

  8. Will Papst Fran­zis­kus den Per­so­nen­kreis der geschie­de­nen und Wie­der­ver­hei­ra­te­ten zur Kom­mu­ni­on zulas­sen, dann möge er dies bit­te offen, klar und unmiss­ver­ständ­lich sagen und auch begründen.
    Sich statt­des­sen inner­halb eines Gesprä­ches am Tele­fon in die­ser Wei­se zu äussern ‑vor­aus­ge­setzt, er hat es so gesagt- macht sprach­los, ver­un­si­chert, schafft Konfusion.
    Absicht oder nicht?
    Eine flin­ke Zun­ge — ist es das, was einen guten Papst ausmacht?

      • Ob sich das hier schon im Rah­men der Maß­ga­be einer Töd­sün­de befin­det? http://www.kathpedia.com/index.php?title=Tods%C3%BCnde

        Kol­por­tiert wird die Aus­sa­ge: „Eine wie­der­ver­hei­ra­te­te Frau, die die Kom­mu­ni­on emp­fängt, begeht kein Unrecht.“ Schon for­mal ist die­se Aus­sa­ge unbe­hol­fen: Sie rekur­riert auf den Rechts­be­griff, ist aber schon auf der zu sub­su­mie­ren­den Tat­sa­chen­ebe­ne offen­sicht­lich unsau­ber for­mu­liert, denn es wird ja kaum der Umstand sein, eine Frau zu sein, der hier von der Unrechts­qua­li­tät dis­pen­diert. Oder trift die pro­pa­gier­te Rechts­fol­ge nicht auf (wie­der­ver­hei­ra­te­te) Män­ner zu? Nicht zuletzt kann man beim ver­meint­li­chen Spre­cher die­ser Aus­sa­ge, die mit­hin pasto­ral sein muß, auch, wenn Sie aus­drück­lich einen Rechts­be­griff gebraucht, nicht ein­mal sicher sein, ob er mit „Recht“ nicht bloß das bür­ger­li­che meint.

  9. Der Papst wird ja wohl noch wis­sen, was er gesagt hat. Wenn er die betref­fen­de Aus­sa­ge nicht gemacht hat, war­um hat er dann nicht über sei­nen Pres­se­spre­cher ein kla­res Demen­ti ver­öf­fent­li­chen las­sen? Man weiß nicht, was die­ser Papst noch mit der KIr­che vorhat.

  10. Ein GUtes hat die Sache, wenn man die Mel­dung bei Radio Vati­can genau liest, so steht dort ganz klar, was Leh­re der Kir­che ist:
    Näm­lich hier:

    die mit einem geschie­de­nen Mann zivil ver­hei­ra­tet ist und daher nach katho­li­scher Leh­re nicht die Kom­mu­ni­on und das Beichtsa­kra­ment emp­fan­gen kann.

    Die­ser Text stammt von der Web­sei­te http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/24/vatikansprecher_lombardi:_%E2%80%9Epers%C3%B6nliche_pastorale_gespr%C3%A4che%E2%80%9C/ted-793417

    Somit ist kom­plett klar,. dass anders­ge­la­ger­te Ent­schei­dun­gen gegen die Leh­re der Kir­che sind.

  11. Frü­her hieß mal ein Spruch: wer sich ver­de­ben will und weiß nicht wie, der hält sich Federvieh.
    Die „Hen­ne“, Frau Sabet­ta, gackert und alle Welt berich­tet davon. War/ist es nicht im Sin­ne von Papst Franziskus?
    Mir wird lang­sam mul­mig zumute.
    Der Papst spricht öfter vom Teu­fel und wehrt ihm wie es aus­sieht- und das will „man“ in gutem Glau­ben so auch anneh­men ohne Wenn und Aber. Aber: öff­net er dem Bösen nicht dann doch wie­der Hintertürchen?
    Kommt es bald zum Offenbarungseid?

  12. Pein­lich pein­lich, es ist der Bischof mit den schwar­zen Schuhen!
    War­um beu­gen sich sei­ne Knie vor dem Herrn nicht, er wird es euch irgend­wann sagen. Na aber nur in schritt­wei­sen Telefongesprächen…
    Er hat kei­ne Aus­strah­lung, schreck­lich — da strahlt doch Bene­dikt 1000 Mal mehr Hei­lig­keit aus… nur so wei­ter, was pas­siert jetzt mit den gebots­treu­en Prie­stern? Wer­den sie bald ver­jagt, beschmutzt…?

  13. Ber­go­glio son­diert, ob und inwie­weit das Fuß­volk für den vor­be­rei­te­ten syn­oda­len Ver­rat an der kirch­li­chen Leh­re bereit ist…

  14. Seit den Ent­hül­lun­gen von Edward Snow­den ist es all­ge­mein bekannt, daß Tele­fo­na­te ins­be­son­ders wich­ti­ger Per­sön­lich­kei­ten abge­hört werden.
    Soll­te Papst Fran­zis­kus davon nicht unter­rich­tet sein? Ist es vor­stell­bar, daß ein Papst einen Anruf tätigt, ohne dar­an zu den­ken, sehr wahr­schein­lich abge­hört zu werden?
    Solan­ge es kein ein­deu­ti­ges Demen­ti zu den Aus­sa­gen der Frau Sabet­ta gibt, müs­sen die­se als zumin­dest im Kern wahr ange­se­hen werden.
    Ist es dem Papst egal, was die Men­schen dar­über denken?
    Ist es ihm egal, wenn Men­schen mei­nen könn­ten, er sei ein Irrlehrer?
    Bege­hen Men­schen eine Sün­de, wenn sie dies anneh­men und äußern?

  15. Kal­kül bis ins letzte.….….nur so wei­ter, bit­te schwei­gen wir auch.…..und las­sen Jesus allei­ne, es ist doch so ange­nehm ohne jede schlech­ten Gedan­ken zu leben„„alles ist soooooooo gut, dass wir alle sehr sehr leicht in den Him­mel kom­men werden…

  16. Mir fal­len da spon­tan die Wor­te des Apo­stels Pau­lus im Brief an die Gala­ter ein:

    Gal 1,6 Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwen­det, der euch durch die Gna­de Chri­sti beru­fen hat, und dass ihr euch einem ande­ren Evan­ge­li­um zuwendet.
    Gal 1,7 Doch es gibt kein ande­res Evan­ge­li­um, es gibt nur eini­ge Leu­te, die euch ver­wir­ren und die das Evan­ge­li­um Chri­sti ver­fäl­schen wollen.
    Gal 1,8 Wer euch aber ein ande­res Evan­ge­li­um ver­kün­digt, als wir euch ver­kün­digt haben, der sei ver­flucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.
    Gal 1,9 Was ich gesagt habe, das sage ich noch ein­mal: Wer euch ein ande­res Evan­ge­li­um ver­kün­digt, als ihr ange­nom­men habt, der sei verflucht.
    Gal 1,10 Geht es mir denn um die Zustim­mung der Men­schen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Men­schen zu gefal­len? Woll­te ich noch den Men­schen gefal­len, dann wäre ich kein Knecht Christi.
    Gal 1,11 Ich erklä­re euch, Brü­der: Das Evan­ge­li­um, das ich ver­kün­digt habe, stammt nicht von Menschen;
    Gal 1,12 ich habe es ja nicht von einem Men­schen über­nom­men oder gelernt, son­dern durch die Offen­ba­rung Jesu Chri­sti empfangen.

  17. Offen­bar rudert Pres­se­spre­cher Lom­bar­di mit Hän­den und Füßen und ver­sucht uns ver­zwei­felt die­se miss­li­che und pein­li­che Situa­ti­on zu erklä­ren. Es gäbe einen Papst der „pri­va­te pasto­ra­le Gesprä­che“ führt, die in kei­nen Zusam­men­hang mit „mit sei­nem öffent­li­chen Wir­ken als Papst“ stün­den. Kann es ein „pri­va­tes“ Han­deln geben, das im Gegen­teil steht zum „öffent­li­chen“ Han­deln eines Pap­stes. So ein Unsinn, ist nur mehr widerlich.

  18. Das sagt ja alles, man braucht nichts mehr dazu zu schrei­ben, die zweit­va­ti­ka­ni­sche Kir­che hat scih gänz­lich von der Kir­che vor 1960 abgewendet, .…

  19. „Denn sooft ihr die­ses Brot esset und den Kelch trin­ket, ver­kün­det ihr den Tod des Herrn, bis er wie­der­kommt. Wer also unwür­dig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schul­dig am Leib und Blut des Herrn.“
    (1 Kor, 11, 26–27)

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