Teilnahme Benedikts XVI. an Heiligsprechung nicht bestätigt

Vatikansprecher Lombardi Pressekonferenz(Vati­kan) Die von eini­gen Medi­en als sicher behaup­te­te Teil­nah­me des eme­ri­tier­ten Pap­stes Bene­dikt XVI. an der Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II. am 27. April, scheint nicht so sicher zu sein.

Wört­lich sag­te Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di beim heu­ti­gen Pres­se­ge­spräch dar­auf ange­spro­chen: „Papst Bene­dikt ist will­kom­men und weiß, erwünscht und ein­ge­la­den zu sein. Wir respek­tie­ren sei­ne Frei­heit, sein Alter und sein sich bei Kräf­ten füh­len, um an die­sem Tag zu kom­men oder nicht. Daher wird sei­ne Anwe­sen­heit nicht offi­zi­ell bestä­tigt. Es gibt den Wunsch, daß er kommt. Soll­te er kom­men, wer­den wir alle sehr froh sein, wenn er nicht kommt, haben wir nicht das Recht, ent­täuscht zu sein über ein nicht ein­ge­hal­te­nes Ver­spre­chen, weil kei­ner eines gege­ben hat.“

Vertreter von 93 Staaten — Konzelebration von 1000 Bischöfen — Delegationen von Juden und Moslems

Zur Hei­lig­spre­chung der bei­den Päp­ste wer­den min­de­stens 93 der 193 Staa­ten der Erde offi­zi­el­le Dele­ga­tio­nen ent­sen­den, dar­un­ter 24 Staats­ober­häup­ter. Es wer­den mehr als 150 Kar­di­nä­le und 1000 Bischö­fe kon­ze­le­brie­ren. 870 Prie­ster und Dia­ko­ne wer­den die Kom­mu­ni­on austeilen.
Erwar­tet wer­den auch ver­schie­de­ne Dele­ga­tio­nen ande­rer Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen, dar­un­ter Ortho­do­xe und Angli­ka­ner, aber auch Juden und Mos­lems. Wört­lich sag­te der Vati­kan­spre­cher: „Es herrscht gro­ße Frei­heit. Wir hei­ßen jene Will­kom­men, die kom­men wol­len. Sicher wird eine nam­haf­te Grup­pe von Juden kom­men, die, wie Sie wis­sen, auf ver­schie­de­ne Wei­se die Wert­schät­zung und Zunei­gung zu die­sen bei­den Päp­sten gezeigt haben, die für die Bezie­hun­gen zum jüdi­schen Volk beson­ders wich­tig waren. Es kom­men auch Mos­lems, die den Wunsch äußer­ten, teil­neh­men zu wol­len. Es wer­den daher auch ande­re Reli­gio­nen anwe­send sein.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Radio Vatikan

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