Teilnahme Benedikts XVI. an Heiligsprechung nicht bestätigt

Vatikansprecher Lombardi Pressekonferenz(Vati­kan) Die von eini­gen Medi­en als sicher behaup­te­te Teil­nah­me des eme­ri­tier­ten Pap­stes Bene­dikt XVI. an der Hei­lig­spre­chung von Johan­nes XXIII. und Johan­nes Paul II. am 27. April, scheint nicht so sicher zu sein.

Wört­lich sag­te Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di beim heu­ti­gen Pres­se­ge­spräch dar­auf ange­spro­chen: „Papst Bene­dikt ist will­kom­men und weiß, erwünscht und ein­ge­la­den zu sein. Wir respek­tie­ren sei­ne Frei­heit, sein Alter und sein sich bei Kräf­ten füh­len, um an die­sem Tag zu kom­men oder nicht. Daher wird sei­ne Anwe­sen­heit nicht offi­zi­ell bestä­tigt. Es gibt den Wunsch, daß er kommt. Soll­te er kom­men, wer­den wir alle sehr froh sein, wenn er nicht kommt, haben wir nicht das Recht, ent­täuscht zu sein über ein nicht ein­ge­hal­te­nes Ver­spre­chen, weil kei­ner eines gege­ben hat.“

Vertreter von 93 Staaten — Konzelebration von 1000 Bischöfen — Delegationen von Juden und Moslems

Zur Hei­lig­spre­chung der bei­den Päp­ste wer­den min­de­stens 93 der 193 Staa­ten der Erde offi­zi­el­le Dele­ga­tio­nen ent­sen­den, dar­un­ter 24 Staats­ober­häup­ter. Es wer­den mehr als 150 Kar­di­nä­le und 1000 Bischö­fe kon­ze­le­brie­ren. 870 Prie­ster und Dia­ko­ne wer­den die Kom­mu­ni­on aus­tei­len.
Erwar­tet wer­den auch ver­schie­de­ne Dele­ga­tio­nen ande­rer Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen, dar­un­ter Ortho­do­xe und Angli­ka­ner, aber auch Juden und Mos­lems. Wört­lich sag­te der Vati­kan­spre­cher: „Es herrscht gro­ße Frei­heit. Wir hei­ßen jene Will­kom­men, die kom­men wol­len. Sicher wird eine nam­haf­te Grup­pe von Juden kom­men, die, wie Sie wis­sen, auf ver­schie­de­ne Wei­se die Wert­schät­zung und Zunei­gung zu die­sen bei­den Päp­sten gezeigt haben, die für die Bezie­hun­gen zum jüdi­schen Volk beson­ders wich­tig waren. Es kom­men auch Mos­lems, die den Wunsch äußer­ten, teil­neh­men zu wol­len. Es wer­den daher auch ande­re Reli­gio­nen anwe­send sein.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Radio Vati­kan

40 Kommentare

  1. Möge Papst Bene­dikt emer. klug sein und sich zurück­hal­ten!
    Bei der Hei­lig­spre­chungs­fei­er zwei­er toter Päp­ste auch zwei leben­de zu sehen -
    das wäre für mei­nen Geschmack etwas zu viel „Papst­tum“.

  2. Ich wün­sche mir sehr, dass Bene­dikt an der Zere­mo­nie teil­nimmt. Ohne ihn wür­de etwas feh­len. Immer­hin war er den eng­ste Mit­ar­bei­ter von JPII, hat des­sen Toten­amt gefei­ert, und sei­ne Hei­lig­spre­chung ent­schei­dend geför­dert. Auch dürf­te er im Vati­kan einer der weni­gen sein, die Johan­ne­sXXIII noch per­sön­lich gekannt haben. In die­sem Fal­le gehört er ein­fach dazu. Er muss ja nicht in der vor­der­sten Rei­he ste­hen.

  3. Bene­dikt XVI. wäre gut bera­ten, von die­ser Eilig­spre­chungs-Far­ce Abstand zu neh­men.

    „Erwar­tet wer­den auch ver­schie­de­ne Dele­ga­tio­nen ande­rer Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen, dar­un­ter Ortho­do­xe und Angli­ka­ner, aber auch Juden und Mos­lems.“
    Das sagt ja schon sehr viel …

    Am aller­be­sten wäre es frei­lich, wenn Gott die Kir­che vor die­ser Kata­stro­phe bewah­ren wür­de.
    Gott ste­he der Kir­che bei!
    Beten wir zu Gott, daß er hier doch ein­mal ein­greift!

    • Der kom­men­de Sonn­tag liegt seit Wochen wie eine uner­träg­li­che Last auf mei­nen Schul­tern. Ein Trost ist nur noch, dass es ande­ren genau­so geht. Wir hof­fen, dass die­se Kata­stro­phe an der Kir­che vor­über­geht, aber wir fürch­ten, sie wird gesche­hen.
      Hof­fent­lich nimmt Bene­dikt XVI., nicht dar­an teil, ich hof­fe es für ihn selbst. Und natür­lich für die Kir­che.
      Ortho­do­xe, Angli­ka­ner, Juden, Mos­lems, wenn sie mit Dele­ga­tio­nen kom­men, dann ist alles klar: Das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil wird hei­lig­ge­spro­chen. „Lumen Gen­ti­um“, „Uni­ta­tis red­in­te­gra­tio“, „Nostra aeta­te“, „Gau­di­um et spes“, fin­den ihre Erfül­lung in die­sem ent­setz­li­chen Gesche­hen.
      Wenn es geschieht, ich kann nur ver­su­chen, die­sen Schmerz auf­zu­op­fern. Für künf­ti­ge Genera­tio­nen von Katho­li­ken. Viel­leicht bekommt ein zukünf­ti­ges Lehr­amt die­se Epo­che bei der Auf­ar­bei­tung leich­ter in den Griff, wenn die Irr­tü­mer in die Augen sprin­gen als wenn sie im Unter­grund schlei­chen und schwe­rer anzu­grei­fen sind.
      Aber wer weiß es wirk­lich?
      Der kom­men­de Sonn­tag scheint ein Kar­frei­tag zu wer­den. Nach mei­ner Über­zeu­gung, nach mei­nem Emp­fin­den.

        • Auch mir geht es so.
          Aber auf ein Ein­grei­fen Got­tes wer­den wir wohl ver­geb­lich war­ten.
          Das wäre zu schön…

          Bene­dikt soll­te der gan­zen Geschich­te fern blei­ben. Jedes Mal wenn ich ihn sehe, kommt mir die­ser fata­le Abgang in den Sinn und fügt mei­ner gläu­bi­gen See­le Schmer­zen zu. Die­ser Rück­tritt war der größ­te Feh­ler sei­ner Amts­zeit und die­se „Eilig­spre­chung“ ist es auch.

      • Am kom­men­den Sonn­tag beglau­bigt die katho­li­sche Kir­che mit höch­ster Auto­ri­tät, dass
        * Koran-Küs­sen
        * gemein­sa­mes, gleich­be­rech­tig­tes Beten mit Nicht­chri­sten um irdi­sche Güter
        * die Bit­te an den Drei­ei­n­i­gen Gott, Er möge den Islam seg­nen
        * die Auf­for­de­rung, dass Mus­li­me ihren Glau­ben auch in der Frem­de leben sol­len
        * und der­glei­chen mehr
        für alle Chri­sten vor­bild­lich und kein Hin­der­nis für Hei­lig­keit sind.
        Tra­di­tio­nell als apo­sta­tisch gewer­te­te Akte, die nie­mals wider­ru­fen wur­den, wer­den mit Erhe­bung zur Ehre der Altä­re belohnt.

        • … und sie beglau­bigt nun „dop­pelt“, was die­se Päp­ste schon in ihren lehr­amt­li­chen Tex­ten fest­schrie­ben, dass

          * es kei­nen kla­ren Unter­schied zwi­schen Got­tes objek­ti­vem Heils­wil­len und dem sub­jek­ti­ven (bis dato abso­lut not­wen­di­gen) Wil­len des ein­zel­nen gibt > All­ver­söh­nung und indi­rek­tes Bestrei­ten der Wil­lens­frei­heit
          * das Vati­ca­num II eine Art Direktof­fen­ba­rung vom Hl. Geist war und „total“ umge­setzt wer­den müs­se, was er selbst aus­gie­big getan hat, ohne Rück­sicht auf Ver­lu­ste (aus­ge­nom­men Lebens­schutz — der ist jedoch nicht spe­zi­fisch katho­lisch)

          Die­se bei­den letz­ten Punk­te fin­de ich theo­lo­gisch fast noch gra­vie­ren­der.

          Nicht nur mit J23, son­dern noch viel mehr mit JP2 wird das Vati­ca­num II „hei­lig­ge­spro­chen“ und förm­lich zemen­tiert.

          Alle, die also glaub­ten, man kön­ne den Geist des Kon­zils mit dem Buch­sta­ben des Kon­zils bestrei­ten, wer­den spä­te­stens ab jetzt theo­lo­gisch auf­ge­rie­ben. Kei­ne Chan­ce mehr!

      • Ver­ges­sen Sie Digni­ta­tis Huma­nae nicht — auch ein ganz schlim­mes Doku­ment inso­fern es insi­nu­iert, der Mensch habe das Recht, die Offen­ba­rung des ein­zi­gen und wah­ren Got­tes abzu­leh­nen.

      • Ich glau­be nicht, dass Gott ein­grei­fen wird, um den Feh­ler zu ver­hin­dern.
        Gott gibt Zei­chen, ja, für die­je­ni­gen, die Augen haben zu sehen.
        Aber der Mensch der Gesetz­lo­sig­keit muss vor dem Ende offen­bar wer­den.
        Das Böse darf sich und die Bösen dür­fen sich für eine kur­ze Zeit und weit­ge­hend (aber nicht unbe­grenzt) aus­le­ben.
        Wenn Rom offi­zi­ell die Rei­chung des aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ments an Tod­sün­der beschließt, wenn Rom sich also aus der Hei­li­gen Kir­che in eine sakri­le­gi­sche, blas­phe­mi­sche Ver­samm­lung ver­wan­delt, dann könn­te das der Greu­el der Ver­wü­stung sein und den Beginn der Gro­ßen Trüb­sal mar­kie­ren.

          • Der Zusam­men­bruch die­ses Kreu­zes, bei dem ein Jugend­li­cher zu Tode gekom­men ist, soll ein Zei­chen Got­tes sein??? Blas­phe­mi­scher gehts nun wirk­lich nicht mehr.

          • was ist denn dar­an blas­phe­misch?
            Wenn noch nicht mal ein Spatz vom Him­mel fällt ohne den Wil­len des Vaters?
            Nur weil wir blind gewor­den sind für die Zei­chen Got­tes sol­len sie nicht sein?

          • Immer­hin war das zer­bro­che­ne Kreuz eine sti­li­sti­sche Scheuß­lich­keit, die dem Herrn nicht gefal­len haben dürf­te.

  4. Ver­te­ter von 93 Staaten.…Und nach ein paar Tagen und Wochen ist alles schon wie­der Ver­gan­gen­heit. Zeit ist eine Illu­si­on, so nann­te es Albert Ein­stein treffend.Für die Völ­ker der Welt wir’ds nichts viel brin­gen-wenn über­haupt. Die Armen wer­den ärmer und die Rei­chen wer­den rei­cher. Aber was solll’s..Papa Ber­go­glio wird es richten.Freude,Friede und Eier­ku­chen sind ange­sagt. Und zwi­schen­durch wird der Papa in Rom sei­ne Per­len des Tages an den Mann brin­gen, auch wenn nicht viel drinn­steckt!

    • „O Nich­tig­keit der Nicht­kei­ten!, spricht der Pre­di­ger. O Nich­tig­keit der Nich­tig­kei­ten! Alles ist nich­tig!“ — und irgend­wann steht jeder von uns, vom Papst und Kai­ser bis zum Bett­ler, vor dem Rich­ter­stuhl Chri­sti.

  5. Mir schau­dert.

    Ich hof­fe, der eme­ri­tier­te hl. Vater kann sich ent­schlie­ßen, die­ses unehr­li­che Event nicht durch sei­ne Teil­nah­me zu ehren.

    Bei aller Sym­pa­thie für Johan­nes Paul II., aber eine Hei­lig­spre­chung geht zuweit.
    Bei Johan­nes XXIII. ist sie gera­de­zu absurd.

    • Ratz­in­ger weiß doch sehr genau, wer da „Hei­lig“ gespro­chen wird. Er hat doch als Peri­tus eines Car­di­nal Frings am Kon­zil teil­ge­nom­men!! Er weiß doch, wer Ange­lo Giu­sep­pe Ron­cal­li in Wirk­lich­keit ist! Und er weiß genau­so gut, wer Karol Woj­ty­la ist!! Der erste war akti­ver Frei­mau­rer, der ande­re ein ganz übler Häre­ti­ker; man lese das Buch von Prof. Dr. Johan­nes Dör­mann, aber ganz, bit­te!!! Sar­to-Ver­lag. J.P. II. hat durch geschick­tes ver­stüm­meln und neu zusam­men­set­zen der bibli­schen Tex­te neue Aus­sa­gen kre­iert und so die Bibel FALSCH inter­prä­tiert. Die Assi­si-Tref­fen sind der blan­ke Hor­ror, eine Belei­di­gung des ein­zig wah­ren Got­tes und der ein­zig wah­ren Kir­che, die aller­dings auf die­sem elen­di­gen Kon­zil schmäh­lich ver­ra­ten wur­de. Die­se Ver­an­stal­tung am Sonn­tag, der Wei­ßer Sonn­tag, an dem jun­ge Chri­sten zum ersten Mal den Leib des HERRN emp­fan­gen dür­fen. Aus­ge­rech­net dann wird der HERR in fre­vel­haf­ter Wei­se ins Gesicht geschla­gen. Die Kir­che wird dann in unglaub­li­cher Wei­se geschän­det, mehr ist dazu nicht mehr zu sagen. Möge der All­mäch­ti­ge Ewi­ge Gott dies ver­hin­dern!!

      Lau­de­tur Jesus Chri­stus!

      • Und v.a. hat der lamm­from­me Eme­ri­tus den Assi­si-Papst höchst­selbst ja bereits selig­ge­spro­chen, ohne irgend­ei­ne Ver­zö­ge­rung, wie es nor­mal wäre, anbe­raumt zu haben.

        Dabei weiß er — wie Sie so schön sagen — am besten, was die­ser Mann an Häre­si­en gelehrt hat. Auch ich emp­feh­le das besag­te Buch.

      • Was Sie sagen Herr Schön­ber­ger ist unter allem Niveau.
        Zu Ihren abso­lu­ten Falsch­aus­sa­gen kann man nichts sagen.
        Schlim­mer könn­te der schlimm­ste Teu­fel nicht reden.

      • „Ratz­in­ger weiß doch sehr genau, wer da „Hei­lig“ gespro­chen wird. Er hat doch als Peri­tus eines Car­di­nal Frings am Kon­zil teil­ge­nom­men!! Er weiß doch, wer Ange­lo Giu­sep­pe Ron­cal­li in Wirk­lich­keit ist! Und er weiß genau­so gut, wer Karol Woj­ty­la ist!! Der erste war akti­ver Frei­mau­rer, der ande­re ein ganz übler Häre­ti­ker;“
        Voll­tref­fer. Wer als Katho­lik Ratz­in­ger als das Unschulds­lamm ansieht ist naiv.
        Er gehört zum System des letz­ten Angrif­fes auf die hei­li­ge Kir­che.
        Wir wer­den Krieg bekom­men und kei­ner soll­te sich wun­dern.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Das ist para­no­id und ver­bret­tert, weil die Welt sub­til ist und eben nicht so ein­fach schwarz und weiß kate­go­ri­siert wer­den kann. Bene­dikt ist der Stell­ver­tre­ter Chri­sti und ein gewal­ti­ger Papst und Kir­chen­leh­rer. Und viel wich­ti­ger: Es ist augen­schein­lich für jeden der Sehen und Hören kann. Er ist der Katechon. Sei­en wir dank­bar, dass er in die­sen Zei­ten noch unter uns ist.

          • Die Begrif­fe Para­no­id und Ver­bret­tert bekom­men sie kosten­los von mir zurück, sie gehö­ren ihnen. Wir bei­de den­ken völ­lig unter­schied­lich und das ist völ­lig nor­mal. Die­se Welt ist sub­til und nicht schwarz und weiß? Das inter­es­siert mich nicht. Dein Ja soll ein Ja sein und dein Nein soll ein Nein sein, ist das sub­til genug? Sie spre­chen von „die­sen Zei­ten“? Ich hal­te sie für äußerst gefähr­lich.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

  6. Papst Johan­nes Paul II. wird super­schnell hei­lig­ge­spro­chen,
    Papst Johan­nes XXIII. sogar ganz ohne ein Wun­der.
    Papst Paul VI. Selig­spre­chung steht an.

    Ganz unab­hän­gig davon, wie jeder zu den ein­zel­nen Päp­sten steht oder wie sie theo­lo­gisch und von ihrem Wir­ken her ein­zu­ord­nen sind .…..
    Ehrun­gen am Fließ­band tun der Kir­che nicht gut, garan­tiert nicht!
    Und wenn man ande­re Inter­es­sen damit ver­bin­det — auch nicht!

  7. Ja, ich fürch­te sehr, dass die­ses unwür­di­ge Schau­spiel wohl statt­fin­den wird, und nie­mand ver­mag es auf­zu­hal­ten. Man will ein­fach die­ses ver­häng­nis­vol­le Kon­zil hei­lig­spre­chen und all die Päp­ste die es mit­ge­tra­gen haben. Ich wünsch­te mir sehr dass Bene­dikt XVI hier nicht teil­neh­men soll­te, die Hoff­nung bleibt.…?

  8. Mit die­ser Kir­che kann es nur zu Ende gehen!!!
    Aber Gott sei Dank gibt es auch heut­zu­ta­ge Leu­te, die sich von all dem from­men Schein nicht in die Irre füh­ren las­sen, und wis­sen, wo der Grund­feh­ler liegt.
    Näm­lich im Han­deln der Kir­che selbst.

    • Gott hat der Kir­che zuge­sagt, daß sie nicht unter­ge­hen wird — also wird sie auch nicht unter­ge­hen.

      Aber sie lei­det der­zeit schwer — doch auch nicht zum ersten Mal. In ihren knapp zwei­tau­send Jah­ren hat sie schon man­che schlim­me Zeit durch­ma­chen müs­sen, kam aber doch immer wie­der auf. So wird es auch dies­mal sein.

      • Gebe Ihnen recht @Seefeld, nur glau­be ich die­se Kri­se der Kir­che ist wohl die schlimm­ste aller Zei­ten. Ob wir aus die­ser Kri­se noch eini­ger­ma­ßen heil her­aus­kom­men, weis ich nicht; wer­de es wahr­schein­lich kaum noch erle­ben.

    • Der „Schwar­ze Sonn­tag“ naht.
      Ron­cal­li und Woj­ti­la sind nie und nim­mer sakro­sankt.
      Das „Kon­zil“ spricht sich selbst hei­lig.
      Die Tal­fahrt nimmt rasan­te Züge an.

  9. Gibt es eine Stei­ge­rung von schwarz? An jenem denk­wür­di­gen Abend der Papst­wahl, als der Neu­ge­wähl­te sich als Bischof von Rom vor­stell­te in einer Form, dass ich mich frag­te, sieht er sich über­haupt als Papst, als er dann den „Volks­se­gen“ spen­de­te, da war das ein raben­schwar­zer Abend, jeden­falls für mich.
    Als ich am 19. März 2013 zu sei­ner Amts­ein­füh­rung sei­ne seich­te, tri­via­le „Ein­füh­rungs­pre­digt“ hör­te, der Tag war mehr als raben­schwarz.
    Was ist mor­gen? Mehr als raben­schwarz geht ja nicht.

    Die­ses Schau­spiel mor­gen füh­ren nicht irgend­wel­che wild­ge­wor­de­nen Lai­en von allen Gre­mi­en der Welt­kir­che vor, son­dern der Papst mit fast allen Bischö­fen der Welt.
    Ver­rat hat es immer gege­ben in der Kir­che, unter den zwölf Apo­steln war ein Ver­rä­ter. Der ver­zwei­felt über sei­nen Ver­rat den Strick nahm und sich erhäng­te.

    Nie­mand erhängt sich von unse­ren Wöl­fen im Schafs­pelz. Sie wer­den nach der „Zere­mo­nie“ ein Fest­mahl hal­ten. End­lich scheint es gelun­gen: Die Kir­che Jesu Chri­sti, Sei­ne Kir­che, ist eine Reli­gi­ons­ge­mein­schaft wie alle ande­ren auch. Zusam­men mit den ande­ren Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten wol­len die Nach­fol­ger der Apo­stel die neue brü­der­li­che Welt. In den Him­mel kom­men sowie­so alle, die Höl­le ist leer.

    Dafür hät­te der Sohn Got­tes, die zwei­te Per­son der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit nicht Mensch wer­den müs­sen. Schon die Inkar­na­ti­on war ein unfass­ba­res Geheim­nis gött­li­cher Lie­be. Dafür hät­te der Gott­mensch Jesu Chri­stus nicht den bit­te­ren Tod am Kreu­ze erlei­den müs­sen.
    Doch, gera­de dafür. Als er am Kreuz hing, unse­re Schuld vor sei­nen Vater brach­te und sühn­te, da war das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil, die­ser unglaub­li­che Ver­rat, mit ein­ge­schlos­sen. Das ent­setz­li­che Schau­spiel mor­gen auch.

    Ich plä­die­re ja nicht dafür, dass sich die­se Ver­rä­ter wie Judas erhän­gen soll­ten. Hät­te er bereut, er wäre geret­tet. Wenn wenig­stens das eine oder ande­re Mit­glied der Hier­ar­chie Reue zeig­te. Öffent­lich, um den ver­ra­te­nen Glau­ben an unse­ren Herrn zu ver­tei­di­gen. Um uns, die Gläu­bi­gen, zu stär­ken. Aber auch die­ser Wunsch bleibt eine Illu­si­on.

    • Zeit­los, viel­leicht gibt es eine Stei­ge­rung von Schwarz, ein Loch und ein Nichts. Und uns, die Gläu­bi­gen, stärkt immer noch der Herr Gott, Jesus Chri­stus, die Mut­ter Got­tes Maria, die vie­len, wah­ren Hei­li­gen, die ein­zel­nen und doch vie­len, guten Prie­ster, die wirk­lich barm­her­zi­gen Schwe­stern, die doch noch vie­len guten Katho­li­ken, sehen­de, das wah­re Licht der Oster­nacht sehen­de Men­schen. Ich ver­su­che nichts mehr von unse­rem der­zei­ti­gem Papst zu lesen, anzu­schau­en, denn sonst füh­le ich alles ande­re als Frie­den in mei­ner See­le. Die­se stän­di­ge „Freu­de“, „Freu­de“, durch Anschau­en, Zärt­lich­keit und Stau­nen, Wei­ter­ge­hen, usw.…nur platt gesagt,…nein. Und, nur Armut zu ver­eh­ren, aber die Kul­tur, die Kunst, die Schön­heit der Lit­ur­gie abzu­schaf­fen. Das wirkt ein biß­chen ähn­lich, wie nach der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on. Ich bin nicht reich, doch Freu­de durch „Aus­strah­lung“ die­ses Pap­stes emp­fin­de ich wahr­lich nicht. Auch eine ech­te Hei­li­ge Mes­se kann ich immer wie­der fin­den, wie in Her­zo­gen­rath. Auch ein Pon­ti­fi­kal­amt mit dem Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der. Got­tes Segen.

    • Die aus­nahms­lo­se, tota­le Zustim­mung der Bischö­fe und Kar­di­nä­le ist schon unheim­lich.
      Immer hat es Gegen­stim­men gege­ben, auf Vati­ca­num I, auf Vati­ca­num II — aber heu­te hat es nur noch Jasa­ger?!? Ist das denn mög­lich?
      Man zwickt sich, ob man wach ist oder träumt!

  10. So, jetzt wis­sen wir, dass F. nicht dar­an denkt, die­se Hei­lig­spre­chung für fehl­bar zu hal­ten:

    „Auto­ri­ta­te Domi­ni nostri Jesu Christi…J23 & JP2…sanctus esse decer­ni­mus et definimus…in nomi­ne Patris et Filii et Spi­ri­tui Sanc­ti.“
    (Quel­le: http://www.kathtube.com/player.php?id=34542)

    In der Auto­ri­tät Jesu Chri­sti, die ihm über die Apo­stel Peter und Paul über­tra­gen ist, erhebt er die Genann­ten zu Hei­li­gen, dies im Namen der Tri­ni­tät etc.

    Mit die­ser For­mel ist die­se Hei­lig­spre­chung defi­ni­tiv der Form nach unfehl­bar. Es hilft allen nichts, die sich hier win­den und sei­ten­lan­ge Dis­kus­sio­nen füh­ren: das ist ein päpst­li­cher Akt in der Auto­ri­tät des Amtes.

    Jeder muss sich nun ent­schei­den.

    • http://www.kathtube.com/player.php?id=34547

      Hier der gan­ze Akt. Die aus­drück­li­che Anru­fung des Hei­li­gen Gei­stes, damit der Herr nicht zulas­se, dass die Kir­che sich in einer so wich­ti­gen Ent­schei­dung irre!
      Und bei der drit­ten Peti­tio durch Kar­di­nal Amato noch ein­mal die Anspra­che des Pap­stes als des „Lehr­am­tes“!

      Und dann die For­mel mit der aus­drück­li­chen Bezug­nah­me auf die lehr­amt­li­che Auto­ri­tät des Pap­stes.

      Wirk­lich — wer behaup­ten will, das sei der Form nach kein unfehl­ba­rer Akt, der kann ab heu­te allen jemals mit sol­chen ex cathe­dra-For­meln ein­ge­lei­te­ten Defi­ni­tio­nen absa­gen.

      Es hilft alles nichts: ent­we­der alle irren sich, die sagen, dass die bei­den Päp­ste nicht hei­lig sein kön­nen aus den viel­dis­ku­tier­ten und abso­lut nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den — das sind alle Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen. Oder der Papst hat kein Man­dat, die­se Hei­lig­spre­chung so zu voll­zie­hen, ist also auf­grund sei­ner inne­ren Hal­tung kein ech­ter Papst. Es gibt kaum eine logi­sche Mög­lich­keit dazwi­schen.

      Jeder muss sich ab heu­te wohl ent­schei­den! Ein Wackel­kurs dazwi­schen ist aus logi­schen Grün­den unmög­lich, wie mir jeder zuge­ste­hen wird!

    • Es ist, wie Sie schrei­ben, ich sehe es auch so, und das stürzt mich in Rat­lo­sig­keit und gera­de­zu in eine reli­giö­se Kri­se.
      Soll die inter­re­li­giö­se Assi­si-Theo­lo­gie und ‑Pra­xis hei­lig sein? (Nicht zu reden von ande­ren gra­vie­ren­den Vor­wür­fen.)
      Damit setz­te sich Papst Johan­nes Paul II. in Gegen­satz zum bestän­di­gen Lehr­amt der Kir­che und zur gött­li­chen Offen­ba­rung. (Zur Assi­si-Theo­lo­gie Papst Johan­nes Pauls II.: http://gloria.tv/?media=602890; Papst Johan­nes Paul II. und die ande­ren Reli­gio­nen: http://gloria.tv/?media=602966).
      Kann eine sol­che Theo­lo­gie, kön­nen sol­che Akte –die nach der über­kom­me­nen Leh­re der Kir­che apo­sta­tisch waren–, auf ein­mal hei­lig sein?
      Wenn sie aber unhei­lig waren, waren sie so neben­säch­lich, so belang­los, so irrele­vant, dass sie in einem Kano­ni­sie­rungs­ver­fah­ren nicht ins Gewicht fie­len?
      Ent­we­der die Kano­ni­sie­rung von Assi­si ist ein Feh­ler; oder die Leh­re der katho­li­schen Kir­che war schon immer falsch; oder es gilt nicht mehr der logi­sche und meta­phy­si­sche Satz vom Wider­spruch. Was ist wahr?
      War­um hat Papst Bene­dikt XVI. kein Werk geschrie­ben über die kon­ti­nui­täts­her­me­neu­ti­sche Inter­pre­ta­ti­on von Vati­ka­num 2 und der inter­re­li­giö­sen Theo­lo­gie sei­nes Vor­gän­gers auf dem Stuhl Petri? Oder habe ich etwas über­se­hen?
      Den­ken wir zurück in die Geschich­te der Kir­che, so hat es frei­lich Syn­oden gege­ben, die den Anspruch erho­ben, ein Öku­me­ni­sches Kon­zil zu sein, und nach­her von der Kir­che ver­wor­fen wur­den. Auch sol­che Syn­oden wur­den wohl mit Gebe­ten zum Hei­li­gen Geist ein­ge­lei­tet.
      Eine Rat­lo­sig­keit, die mich nötigt, her­aus­zu­fin­den, wor­auf über­haupt noch Ver­lass ist. Eine Rat­lo­sig­keit, die mich an das Wort des Herrn Matth 24,24 den­ken lässt: Es wer­den näm­lich fal­sche Chri­stus­se und fal­sche Pro­phe­ten auf­ste­hen und wer­den gro­ße Zei­chen und Wun­der ver­rich­ten, so dass, wenn es gesche­hen könn­te, auch die Aus­er­wähl­ten irre­ge­führt wür­den.

      • „Rat­lo­sig­keit“ ist für das, was in mir vor­geht, gar kein Aus­druck: http://zeitschnur.blogspot.de/2014/04/tag-der-entscheidung.html

        Sicher­lich hat es sol­che „fal­schen“ Syn­oden gege­ben — aber es hat nie­mals einen päpst­li­chen Akt gege­ben, in dem er in aus­drück­li­cher Rück­be­zie­hung auf sei­ne Auto­ri­tät als Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti einen nach­weis­li­chen Irr­tum erklärt hät­te.

        Sie sagen es:
        Wir haben die Wahl zwi­schen
        a. einem häre­ti­schen Papst, den man nicht aner­ken­nen kann
        b. einem häre­ti­schen Papst, den man aner­kennt (was ein­fach nur absurd ist!)
        c. einem Papst, der alles rich­tig macht, dafür aber müs­sen wir die gan­ze Geschich­te der Kir­che mit ihren ande­ren Leh­rent­schei­dun­gen in Fra­ge stel­len. Und genau den Anspruch hat F. ja gestern auch for­mu­liert: die bei­den „muti­gen Män­ner“ haben es gewagt, „die Kir­che ent­spre­chend ihrer ursprüng­li­chen Gestalt wie­der­her­zu­stel­len und zu aktua­li­sie­ren“.

        Die Sug­ge­sti­on lau­tet: Das leben­di­ge Lehr­amt rkon­stru­iert die Kir­che aktu­ell in ihre ursprüng­li­che Gestalt zurück. Wenn das not­wen­dig ist, muss die Kir­che die gan­ze Zeit ihre ursprüng­li­che Gestalt ver­lo­ren haben.

        Sucht Euch was aus, Kol­le­gen.
        DAS Dilem­ma kann kein Mensch auf Erden mehr lösen!

        • d) wir haben einen Papst, der wie die mei­sten Men­schen nicht ganz gut und nicht ganz schlecht ist.
          Dazu neigt, er man auf jedem Feu­er­wehr­ju­bi­lä­um und jeder Beer­di­gung erlebt, dazu den jewei­li­gen Jubi­lar bzw Ver­ein, bzw Ver­stor­be­nen in den rosig­sten Far­ben zu schil­dern!

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