Gestenspektakel – Nach Gefangenen wäscht Papst 2014 Behinderten „unterschiedlicher Religion“ die Füße

Fußwaschung 2013 an Gefangenen "unterschiedlicher Religion"(Rom) Eine Initia­ti­ve meh­re­rer Schrift­lei­ter katho­li­scher Nach­rich­ten­sei­ten und Blogs rief die Bischö­fe auf, zur Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie in den Kathe­dral­kir­chen zu blei­ben und dort mit dem Volk die Hei­li­ge Mes­se im Geden­ken an das letz­te Abend­mahl, die Ein­set­zung der Eucha­ri­stie und des Prie­ster­tums zu zele­brie­ren. Lit­ur­gi­sche Hand­lun­gen von fun­da­men­ta­ler Bedeu­tung für die Kir­che. Aus die­sem Grund zele­brier­ten die Päp­ste am Grün­don­ners­tag nicht im Peters­dom, son­dern in ihrer eigent­li­chen Kathe­dral­kir­che, der Late­ran­ba­si­li­ka. Die Auf­for­de­rung galt vor allem Papst Fran­zis­kus, der im ver­gan­ge­nen Jahr am Grün­don­ners­tag nicht in der Late­ran­ba­si­li­ka zele­brier­te, son­dern ein Jugend­ge­fäng­nis in Rom auf­such­te und dort unter Aus­schluß der Öffent­lich­keit zele­brier­te. In den Medi­en wur­de davon vor allem bekannt, daß er jun­gen Gefan­ge­nen im Rah­men der Lit­ur­gie die Füße wusch. Die mensch­lich sym­pa­thisch wir­ken­de, lit­ur­gisch jedoch umstrit­te­ne Geste löste hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen aus, zumal nur tröpf­chen­wei­se Details bekannt wur­den. Dar­un­ter auch, daß unter den aus­ge­wähl­ten zwölf Gefan­ge­nen auch Mos­lems und Mäd­chen waren.

2013 aliturgische, aber mediengerechte Fußwaschung von Moslems und Mädchen

Was die mei­sten welt­li­chen und kir­chen­of­fi­zi­el­le Medi­en begei­stert als wei­te­ren Akt einer außer­ge­wöhn­li­chen Demut des neu­en Pap­stes begrüß­ten, ist inner­kirch­lich sehr umstrit­ten. Bis heu­te ist unge­klärt, ob Papst Fran­zis­kus auch Mos­lems die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on spen­de­te. Der zustän­di­ge Gefäng­nis­ka­plan, der mit dem Vati­kan den Besuch des Pap­stes koor­di­niert hat­te und selbst anwe­send war, wei­ger­te sich eben­so ent­spre­chen­de Nach­fra­gen zu beant­wor­ten wie das Pres­se­amt des Vati­kans.

Hochfest der Hochfeste durch plakativen Sozialaktivismus überlagert?

2014 kün­dig­ten eini­ge medi­en­af­fi­ne Bischö­fe an, dem päpst­li­chen Vor­bild fol­gen zu wol­len und Sozi­al­ein­rich­tun­gen auf­zu­su­chen, um an den „exi­sten­ti­el­len Rän­dern“ die Füße zu waschen. Dage­gen rich­tet sich der Appell, in den Kathe­dra­len zu blei­ben. Den Initia­to­ren geht es dar­um, die „wah­re Bedeu­tung“ der Mis­sa in Coe­na Domi­ni nicht zu ver­dun­keln. Die Lit­ur­gie des letz­ten Abend­mahls sei kei­ne pla­ka­ti­ve Sozi­al­ak­ti­on, son­dern Teil des Tri­du­um Sacrum, der drei hei­li­gen öster­li­chen Tage. Das Tri­du­um stellt nach dem Ver­ständ­nis der Katho­li­schen Kir­che vom Abend des Grün­don­ners­tag bis zur Ves­per des Oster­sonn­tags eine zusam­men­hän­gen­de, durch­ge­hen­de Lit­ur­gie dar, ein ein­zi­ges, das bedeu­tend­ste Hoch­fest des Kir­chen­jah­res.

Appell an Bischöfe, am Gründonnerstag nicht die Kathedralkirchen zu verlassen

Horror missae: eucharistische Selbstbedienung durch Verlust des wirklichen Verständnisses für das Altarsakrmament und die Sakralität.„Die Ein­set­zung des Altarsa­kra­ments und des Prie­ster­tums bil­det den Mit­tel­punkt der Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie und ist auf das Eng­ste mit der Kir­che als geweih­tem Kult­ort und damit als Sakral­raum ver­bun­den. Das Schwin­den des eucha­ri­sti­schen Ver­ständ­nis­ses und der Man­gel an Bewußt­sein für das Sakra­le wer­den mit dem Bedeu­tungs­ver­lust der Hei­li­gen Eucha­ri­stie als Real­prä­senz des Got­tes­soh­nes in Ver­bin­dung gebracht.“ Das Ver­las­sen der Kathe­dra­len durch die Bischö­fe ver­stär­ke die­se Ten­denz noch, so die Kri­tik. Dem Hor­ror mis­sae, einem zuneh­men­den lit­ur­gi­schen Miß­brauch sei ent­ge­gen­zu­wir­ken, nicht aber zu för­dern. Die Fuß­wa­schung habe eine ganz kon­kre­te Bedeu­tung in der Lit­ur­gie des Letz­ten Abend­mahls und sei nicht frei gestalt­bar. Abge­se­hen davon sei sie zwar ein wich­ti­ges Ele­ment, aber nur Bei­werk der Grün­don­ners­tags­mes­se, das nur mit Blick auf den eigent­li­chen Mit­tel­punkt, die Ein­set­zung des Altarsa­kra­ments ver­ständ­lich wer­de und Sinn habe. Eine sozi­al­be­ton­te und medi­en­ge­rech­te Gestal­tung der Fuß­wa­schung len­ke die Auf­merk­sam­keit vom Wesent­li­chen zu einem umge­form­ten Neben­schau­platz.

Papst Franziskus ging schon als Erzbischof von Buenos Aires „eigene“ Wege

Bei Papst Fran­zis­kus fiel der Appell nicht auf frucht­ba­ren Boden. Nach­dem zunächst vom Vati­kan lan­ge Still­schwei­gen dar­über bewahrt wur­de, was der Papst am Abend des Grün­don­ners­tags tun wer­de, ist das Pro­gramm seit eini­gen Tagen bekannt. Papst Fran­zis­kus wird, wie er es bereits zu sei­ner Zeit als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires getan hat und es im ersten Jahr als Papst tat, erneut die für die Zele­bra­ti­on aus­drück­lich vor­ge­schrie­be­ne Kathe­dral­kir­che ver­las­sen und eine ver­wai­ste Late­ran­ba­si­li­ka zurück­las­sen. Zur Hei­li­gen Mes­se in Coe­na Domi­ni wird er eine Behin­der­ten­ein­rich­tung der Stif­tung Don Car­lo Gnoc­chi besu­chen und dort zele­brie­ren. Auch 2014 wird er dies unter Aus­schluß des gläu­bi­gen Vol­kes, aber nicht der Öffent­lich­keit tun. Die Fol­ge ist eine erneu­te Ach­sen­ver­schie­bung in der Wahr­neh­mung von der Hei­li­gen Eucha­ri­stie zur Fuß­wa­schung. Dies gilt bereits für die Mit­tei­lun­gen und Bekannt­ma­chun­gen des Pres­se­am­tes des Vati­kans und von Radio Vati­kan, die sich bereit­wil­lig die­sem aktio­ni­sti­schen Per­spek­ti­ven­wech­sel anzu­pas­sen schei­nen.

Perspektivenwechsel an die „existentiellen Ränder“

Gründonnerstag: Einsetzung des Altarsakraments und des PriestertumsDer Wech­sel von der Kathe­dra­le als „Zen­trum“ zur „exi­sten­ti­el­len Peri­phe­rie“, ein Anspruch, den die­ses Pon­ti­fi­kat selbst erho­ben hat und der von ihm seit­her viel­fach erwar­tet wird, läßt sich dadurch anschau­lich demon­strie­ren. Ist er sub­stan­ti­ell jedoch von Bedeu­tung oder zumin­dest nütz­lich oder ver­dun­kelt er viel­leicht sogar das Wesent­li­che? In der Hei­li­gen Mes­se am Abend des Grün­don­ners­tags wird nicht der Tag der Cari­tas began­gen, son­dern der Eucha­ri­stie. Die Ein­set­zung der Eucha­ri­stie ver­leiht der Lie­be erst ihren vol­len und über­na­tür­li­chen Sinn. Ohne sie wäre die Cari­tas nur eine Form von Phil­an­thro­pie. Die Eucha­ri­stie ohne die Lie­be wäre lee­rer Ritua­lis­mus, die Lie­be ohne Ver­an­ke­rung in der Eucha­ri­stie, in der sich Chri­stus den Men­schen schenkt, wäre nur eine gute Tat, wie sie auch von Nicht-Chri­sten began­gen wer­den kann.

Exklusive Zelebration unter Ausschluß des Gottesvolkes

Die Bestim­mun­gen der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on zur Zele­bra­ti­on der Hei­li­gen drei Tage erwäh­nen aus­drück­lich, davon Abstand zu neh­men, in klei­nen Kapel­len oder Grup­pen zu zele­brie­ren, weil das Hoch­fest so fei­er­lich wie mög­lich zu bege­hen sei und in der Gemein­schaft des Got­tes­vol­kes. Klei­ne­re Grup­pen von Kle­ri­kern oder Lai­en soll­ten daher auf eine eige­ne Zele­bra­ti­on ver­zich­ten und sich in die grö­ße­ren Kir­chen bege­ben. Papst Fran­zis­kus geht den umge­kehr­ten Weg. Papst Fran­zis­kus wähl­te erneut eine klei­ne Kapel­le, die im Gegen­satz zur Patri­ar­chal­ba­si­li­ka es unmög­lich macht, daß Gläu­bi­ge frei­en Zugang haben. Tat­säch­lich ist kei­ne Aus­ga­be von Zugangs­kar­ten zur Zele­bra­ti­on vor­ge­se­hen, weil der knap­pe Platz von den Insas­sen und Betreu­ern der Ein­rich­tung belegt wird. Eben eine exklu­si­ve Zele­bra­ti­on. „Die Öffent­lich­keit darf sich dann als Oster­freu­de vor der Oster­ha­sen­su­che für die Kin­der und dem Aus­flug am Oster­wo­chen­en­de statt über die Auf­er­ste­hung Jesu Chri­sti über die neue rüh­ren­de Geste des Pap­stes freu­en“ (Tra­di­tio Catho­li­ca).

Papst wird Behinderten „unterschiedlichen Glaubens, Volkszugehörigkeit und Alters“ die Füße waschen

Wie Msgr. Ange­lo Baz­z­a­ri, der Vor­sit­zen­de der Stif­tung Don Car­lo Gnoc­chi Radio Vati­kan erklär­te, wird Papst Fran­zis­kus das römi­sche Zen­trum San­ta Maria del­la Prov­vi­den­za der Stif­tung auf­su­chen und dort mit den Behin­der­ten und ihren Betreu­ern zele­brie­ren. Die Füße wer­de der Papst zwölf Behin­der­ten waschen, die „unter­schied­li­chen Glau­bens, Volks­zu­ge­hö­rig­keit und Alters“ sein wer­den.

Im Vor­jahr im Jugend­ge­fäng­nis wur­de nur ver­mu­tet, daß die zwölf Gefan­ge­nen, und daher auch die Mos­lems und die Mäd­chen unter ihnen, in Abspra­che und auf Wunsch des Pap­stes gezielt aus­ge­wählt wor­den waren. Der dies­jäh­ri­ge Besuch im Behin­der­ten­zen­trum bringt die Bestä­ti­gung. Msgr. Baz­z­a­ri sag­te wört­lich: „Für den Ritus der Fuß­wa­schung haben wir zwölf Behin­der­te unter­schied­li­chen Alters aus­ge­wählt, die ver­schie­de­nen Eth­ni­en und Reli­gio­nen ange­hö­ren und mit unter­schied­li­chem Grad an Behin­de­rung. Es han­delt sich ja wirk­lich um eine uni­ver­sa­le Geste eines Got­tes, der sich zum Men­schen macht und der gan­zen Mensch­heit dient. Und es ist ein Zei­chen der evan­ge­li­schen Barm­her­zig­keit, die durch die Geste des Pap­stes die gan­ze Welt des Lei­dens umar­men will“. Es sei eine „Geste der Zärt­lich­keit“ des Pap­stes, für die „Welt der Ver­letz­ba­ren“, die „Hoff­nung“ schen­ken wol­le, so der Stif­tungs­vor­sit­zen­de.

Kirche auf Sozialaktionismus reduzieren?

Die Hei­li­ge Mes­se am Abend des Grün­don­ners­tags redu­ziert sich auf Sozi­al­ak­ti­vis­mus. Die Ein­set­zung des Altarsa­kra­ments und des Prie­ster­tums ent­schwin­den in einem unde­fi­nier­ten Hin­ter­grund, wäh­rend der Papst durch sei­nen Gesten­ak­ti­vis­mus die Kir­che als jene „Mega-Cari­tas“ (Mario Palma­ro) prä­sen­tiert, die er bei ande­rer Gele­gen­heit den Wor­ten nach kri­ti­sier­te, wenn er in Pre­dig­ten sag­te, die Kir­che dür­fe nicht zu einer „huma­ni­tä­ren Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on“ redu­ziert wer­den.

Msgr. Baz­z­a­ri berich­te­te dem Vati­kan­sen­der, wie es dazu kam, daß Papst Fran­zis­kus in die­sem Jahr die Behin­der­ten­ein­rich­tung besucht. „Die Sache war ganz ein­fach: Ich habe dem Papst einen Brief geschrie­ben und ihn dann für eini­ge Minu­ten am Peters­platz getrof­fen und ihm gegen­über die Ein­la­dung bekräf­tigt. Er sag­te mir: ‚War­um nicht? Wir wer­den es uns über­le­gen‘. Dann wur­de uns sei­ne Ent­schei­dung mit­ge­teilt, die in uns allen gro­ße Bewun­de­rung, Freu­de und gespann­te Erwar­tung aus­ge­löst hat. Wir sehen dar­in eine gro­ße Wert­schät­zung für die gan­ze Welt der Behin­de­rung.“

Verwaiste „Mutter aller Kirchen“

Die Late­ran­ba­si­li­ka aber, wo sich das Volk Got­tes um sei­nen Hir­ten scha­ren kann, bleibt auch 2014 vom Papst ver­waist. Im Kalen­der des Amtes für die päpst­li­chen Zere­mo­nien scheint kei­ne Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie auf, weil sie unter Aus­schluß der Gläu­bi­gen statt­fin­det, wäh­rend mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit davon aus­zu­ge­hen ist, daß die Medi­en aus­führ­lich berich­ten wer­den.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Mes­sa in Latino/Traditio Catho­li­ca

68 Kommentare

    • Da möch­te ich mich voll und ganz anschlie­ßen!!!
      Es ist absurd. Die­se neu­en Kir­che kann nie­mand mehr ernst neh­men.
      Man braucht sich über die Miss­stän­de nicht zu wun­dern.
      Sie wer­den an „ober­ster Stel­le“ vor­ge­lebt und vor­prak­ti­ziert!
      Ein Skan­dal !!!

      • Sor­ry, es ist doch nicht die Kir­che son­dern der Bischof und die Frei­mau­rer um ihn um die es hier geht.
        Ich bin evan­ge­lisch und wun­de­re mich das Katho­li­ken nicht den Mut haben den nicht Stell­ver­tre­ter Chri­sti als sol­chen zu benen­nen son­dern sogar den Leib Chri­sti an Stel­le des Bischofs ver­ur­tei­len.

        • In der römisch-katho­li­schen Kir­che hat sich im 2. Jahr­tau­send, aber beson­ders seit 1870 ein Papst­kult auf­ge­baut, der der Kir­che Chri­sti fremd ist.
          Kein Wort davon in der Hei­li­gen Schrift. Kein Wort davon aber auch in den kate­che­ti­schen Wer­ken des hl. Cle­mens von Alex­an­dri­en, des hl. Johan­nes von Damas­kus, des hl. Tho­mas von Aquin und des hl. Petrus Cani­si­us.
          Ein posi­ti­ver Aspekt des gegen­wär­ti­gen Pon­ti­fi­kats ist, dass es gera­de tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Katho­li­ken weg von Papst­ver­göt­zung hin zu mehr Got­tes­an­be­tung i m G e i s t u n d i n d e r W a h r h e i t brin­gen kann.

  1. Für mich ist das, was der Papst da macht, Miss­brauch von Abhän­gi­gen zu Wer­be­zwecken:
    Wer­bung sowohl für das Behin­der­ten­heim wie auch für die „poli­ti­cal cor­rect­ness“ des Pap­stes.

    Und ich stel­le mir auch die Fra­ge, womit man das 2015 wohl noch „top­pen“ wird, denn es tritt ja lang­sam ein Gewohn­heits­ef­fekt auf. Die Leu­te stump­fen gegen­über die­sen medi­en­wirk­sa­men Auf­trit­ten des Hei­li­gen Vaters lang­sam ab.

    • Ach, da kann einem schon noch Schlim­me­res ein­fal­len: zum Bei­spiel Zele­bra­ti­on der „Fuß­wa­schung“ in einer Moschee oder Syn­ago­ge. Teil­neh­mer: aus­schließ­lich Mus­li­me oder Juden. Oder in der Wal­dens­er­kir­che Roms. Oder in einem Gay-Lokal. Da ist noch viel Spielraum.…Oder wie wäre es — das wäre aber sehr deli­kat — im Klo­ster „mater eccle­siae“. Teil­neh­mer hier: 11 Non­nen + papa eme­ri­tus. Das wäre wirk­lich der Ham­mer.

      • Dan­ke, dass Sie mei­ne gehei­men Gedan­ken so offen aus­spre­chen. Es bleibt einem ja oft nur noch die Flucht in den Zynis­mus…

  2. Wuß­te ich es doch, daß man das Thea­ter im Ver­gleich zum Vor­jahr auch noch stei­gern wird. Wie­der wird der Mensch zum Mit­tel­punkt, anstatt Gott der Herr. Wie­der wer­den medi­en­wirk­sam Fotos in Groß­auf­nah­me auf­tau­chen, die Ber­go­gli­os tadel­los funk­tio­nie­ren­de Knie doku­men­tie­ren. Wie­der wird der Bischof von Rom sei­ne Pri­vat­re­li­gi­on zele­brie­ren, die immer weni­ger mit dem Katho­li­zis­mus zu tun hat. Hof­fent­lich ver­gisst er sei­ne brand­neue „Besen­stiel“ Feru­la nicht, die er schon am Palm­sonn­tag rum­ge­tra­gen hat, die natür­lich poli­tisch-kor­rekt von Straf­ge­fan­ge­nen her­ge­stellt wur­de, aber bei der wie­der das Wich­tig­ste ver­ges­sen wur­de: Unser Herr Jesus Chri­stus, aber der inter­es­siert in der „Neu­en Kir­che“ kaum noch.

    http://abload.de/img/article-2603753–1d13bvzkfp.jpg

    Hof­fent­lich fin­det der Bischof von Rom zwi­schen den vie­len Füßen auch noch Zeit für Pho­tos zu posie­ren, wie er es immer bei der Gene­ral­au­di­enz macht, dann sind alle glück­lich und zufrie­den, vor allem die Medi­en, die dann schrie­ben kön­ne wie modern er doch ist und wie sehr er doch mit der Tra­di­ti­on bricht:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2603753/Pope-Francis-abandons-Popemobile-pose-SELFIES-pilgrims-remarkable-break-protocol-Palm-Sunday-celebrations.html

    • Ein Kom­men­tar von Mail Online:
      „I dis­li­ke rel­gi­on very much but I like this man! He is attemp­t­ing to bring the church into the modern world. Some­thing has nee­ded to be done for a very long time.“

      Wie­der ein Beweis, wie sehr Herr Ber­go­glio von den Fein­den des Chri­sten­tums gemocht wird. Ich kann nur hof­fen und beten, dass Ber­go­glio mit sei­nem Füh­rungs­stil ein höhe­res Ziel zum Wohl des Chri­sten­tums anstrebt. Anson­sten wür­de es für ihn beim Jüng­sten Gericht ziem­lich schlecht aus­se­hen.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Gott sei Dank ist letzt­end­lich die Reli­gi­on aus­schlag­ge­bend und nicht der Behin­der­ten­sta­tus.

  3. Zu dem Arti­kel, 2. Absatz, darf ich hin­zu­fü­gen, dass ich vor einem Jahr auch die ita­lie­ni­sche Justiz­mi­ni­ste­rin, die per­sön­lich an der Fei­er anwe­send war, sowie den ver­ant­wort­li­chen Gefäng­nis­geist­li­chen, Pater Gaeta­no Gre­co, der die gan­ze Insze­nie­rung vor­be­rei­tet hat­te, ange­schrie­ben habe. Auf ita­lie­nisch, um ihnen eine Ant­wort leicht zu machen. Kei­ner von bei­den hat auf mei­ne Anfra­ge reagiert. Die­se Aktio­nen wer­den mei­nes Erach­tens auf höhe­rer Ebe­ne orche­striert. Die Grün­don­ners­tags­in­ze­nie­rung im Jugend­ge­fäng­nis war geplant und orga­ni­siert, noch bevor Fran­zis­kus auf dem Stuhl Petri instal­liert war.

    • In dem Anschrei­ben frag­te ich die bei­den Augen­zeu­gen nach der Kom­mu­nion­aus­tei­lung. Sowohl ita­lie­ni­sche Medi­en wie auch die Web­site des Erz­bis­tums Wien hat­ten näm­lich berich­tet, dass der Papst per­sön­lich die Jugend­li­chen, denen er die Füße gewa­schen hat­te, umarm­te und ihnen die Kom­mu­ni­on aus­teil­te.

    • Sicher — Ber­go­glio hat aber sol­che Spie­le schon in Bue­nos Aires gemacht.
      Bene­dikt hat­te 12 Lai­en-Män­nern die Füße gewa­schen, was auch schon eine Grenz­über­schrei­tung war — es soll­ten doch Prie­ster oder Anwär­ter aufs Prie­ster­amt sein und waren das auch zuvor, wie ich gele­sen habe.

  4. Dem Kir­chen­volk will man weis­ma­chen, dass der Papst locker im Gespräch die spon­ta­ne Ent­schei­dung tref­fe, wo er die Hei­li­ge Mes­se vom Letz­ten Abend­mahl fei­ert. Das ist eine Ver­höh­nung der Katho­li­ken. Nicht zu reden davon, was die poli­ti­sche Ver­zweckung des Aller­hei­lig­sten im Hin­blick auf unse­ren Herrn Jesus Chri­stus bedeu­tet.

    • es drängt sich die ket­ze­ri­sche Fra­ge auf: wie ver­lot­tert muss doch das Kar­di­nals­kol­le­gi­um sein, dass sie einen sol­chen Papst wäh­len konn­ten?
      das war selbst zur Renais­sance­zeit nicht so schlimm quan­tum ad fidem et fidem ser­van­dam ac foven­dam haben selbst die unwür­dig­sten Stell­ver­tre­ter des Herrn kei­ne sol­chen Fehl­lei­stun­gen begannen.Die hei­li­gen Bräu­che der Kir­che und deren Herz­stück die hl. Lit­ur­gie wer­den mit Füssen getreten.Ich möch­te kei­nen Tag jün­ger sein.

      • „wie ver­lot­tert muss doch das Kar­di­nals­kol­le­gi­um sein, dass sie einen sol­chen Papst wäh­len konn­ten?“

        … das war doch von lan­ger Hand geplant, abge­spro­chen und beab­sich­tigt.

        • RICHTIG — VÖLLIG RICHTIG !!!!!

          AUSGEZEICHNET GUT ERKANNT !!!!

          MIT SOLCHEN KARDINÄLEN WIRD DER WEG IN DEN ABGRUND AUF UNBESTIMMTE ZEIT VORGESETZT !!!

          Und Ber­go­glio wird in sei­nen Ernen­nun­gen den gan­zen ver­lot­ter­ten Ver­ein noch ver­voll­komm­nen !!!

          Nur den Betern kann es noch gelin­gen … und selbst da habe ich manch­mal mei­ne Zwei­fel .…

  5. Ein Häre­ti­ker auf dem Stuhl Petri, der macht, was er will. Es ist furcht­bar, es ist uner­träg­lich. Doch es macht einem spä­te­ren recht­gläu­bi­gen Papst, einem dog­ma­ti­schen Kon­zil, rela­tiv leicht, die­sen Mann zu rich­ten.
    Viel­leicht, hof­fent­lich, wer­den spä­te­re Genera­tio­nen auf den Knien lie­gen und dem Herrn im Taber­na­kel Genug­tu­ung lei­sten.
    Unse­re Genera­ti­on ist dazu nicht fähig. Auch nicht die tra­di­tio­nel­len Prie­ster­bru­der­schaf­ten. Wir schei­nen kei­nen ande­ren Papst, kei­ne ande­ren Prie­ster, zu ver­die­nen.
    Es wäre zu einem Süh­ne­kreuz­zug aus­zu­ru­fen, und zwar zu einem EUCHARISTISCHEN
    SÜHNEKREUZZUG!
    Dafür feh­len uns die Prie­ster. Doch es wird sie eines Tages geben. Glück­lich die Katho­li­ken, die das erle­ben wer­den!

  6. ‚War­um nicht? Wir wer­den es uns über­le­gen‘. sagt der Papst und die­ser neu­er­li­che Grün­don­ners­tag­coup soll auch noch eine gro­ße Wert­schät­zung für die gan­ze Welt der Behin­de­rung dar­stel­len.“

    Was taugt eine ‚Wert­schät­zung von Behin­der­ten‚ wenn dadurch gleich­zei­tig die Ein­set­zung des Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ments, dem größ­ten Geschenk Got­tes an die Mensch­heit auf das Ärg­ste des­avou­iert wird?

    Es scheint jedes Mit­tel recht zu sein, um das Zen­trum der Kir­che, die Hl. Eucha­ri­stie zu attackie­ren und nie­der­zu­ma­chen und die lit­ur­gi­sche Tra­di­ti­on des Tri­du­um Sacrum, der drei hei­li­gen öster­li­chen Tage, dem bedeu­tend­ste Hoch­fest des Kir­chen­jah­res wird zu demon­tie­ren.

    Herr, erbar­me Dich.

    Übri­gens, wenn vori­ges Jahr die Kom­mu­ni­on nicht an Ungläu­bi­ge aus­ge­teilt wur­de, dann wäre es ein­fach dies zu ver­nei­nen.
    War­um die­ses Schwei­gen und Ver­wei­gern einer Ant­wort?

    • Gewis­se Über­ein­stim­mun­gen zwi­schen der letzt­jäh­ri­gen und dies­jäh­ri­gen Grün­don­ners­tags­ver­an­stal­tung sind auf­fäl­lig:
      Klei­ner Rah­men mit sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­tem Publi­kum.
      Die Gesten der sozia­len Zärt­lich­keit des Pap­stes wer­den von der media­len Gehirn­wä­sche welt­weit auf die Bild­schir­me über­tra­gen.
      Wie lieb, wie gut, wie näch­sten­lie­bend, wie christ­lich!
      Wer da zu zwei­feln oder gar wider­spre­chen wagt, ist der nicht ein lieb­lo­ser, dog­ma­tisch-ver­här­te­ter, fun­da­men­ta­li­sti­scher Unmensch?
      Die Kom­mu­nion­aus­tei­lung an Nicht­chri­sten und sogar Nicht­re­li­giö­se hin­ge­gen wird –noch– ver­steckt gehal­ten.
      (Unter den Jugend­li­chen ver­gan­ge­nes Jahr waren auch sol­che, die gar kei­nen reli­giö­sen Glau­ben hat­te. Pater Gaeta­no Gre­co in einer Fern­seh­sen­dung am Vor­tag (!) über die bevor­ste­hen­de päpst­li­che Fuß­wa­schung an den mit Bedacht aus­ge­wähl­ten Per­so­nen: es sol­le gezeigt wer­den, dass wir alle den­sel­ben himm­li­schen Vater haben.)
      Kei­ne Auf­nah­men von der Kom­mu­ni­onspren­dung wer­den ver­öf­fent­licht, und das, obwohl man sonst kei­ne pie­tät­vol­len Hem­mun­gen hat, päpst­li­che Kom­mu­ni­ons­pen­dun­gen zu doku­men­tie­ren.
      Die Kom­mu­nion­aus­tei­lung an Nicht­gläu­bi­ge kommt nur durch (absicht­lich zuge­las­se­ne, geziel­te?) Indis­kre­ti­on an die Öffent­lich­keit.
      Der übli­che Effekt, den wir von die­sem Papst schon ken­nen:
      Ver­un­si­che­rung, Ver­wir­rung, Dis­kus­sio­nen, Zwi­stig­kei­ten im „kon­ser­va­ti­ven“ Spek­trum.
      Auf Nach­fra­gen gibt es kei­ne Ant­wor­ten, oder das anony­me Demen­ti eines unge­nann­ten vati­ka­ni­schen Prä­la­ten (so im letz­ten Jahr auf kath.net).
      Die libe­ra­len Katho­li­ken glaubt man in der Tasche zu haben, wider­sträu­ben­de Kon­ser­va­ti­ven wer­den weich­ge­klopft.
      Denk­bar auch, dass die Zärt­lich­keits­ge­sten fürs Publi­kum gedacht sind, die sakri­le­gi­sche Kom­mu­ni­ons­pen­dung vor­läu­fig aber nur eine Unter­wer­fungs­ge­ste an bestimm­te Leu­te im Hin­ter­grund ist.
      Scheint fast, als soll­ten die Katho­li­ken an Blas­phe­mi­en und Sakri­le­gi­en im Gewand der Näch­sten­lie­be gewöhnt wer­den.

      • Daß der Papst ‚Spin doc­tors‘ für sei­ne Insze­nie­run­gen ein­setzt ist bekannt.
        So erzähl­te mir ein deutsch­spra­chi­ger Jour­na­list davon, dass ein klei­ner Jun­ge auf dem Peters­platz bis zum Papst vor­drin­gen konn­te, wo er Sich minu­ten­lang an den Papst klam­mer­te ohne dass jemand ein­schritt.
        Auf die Fra­ge des Jour­na­li­sten, wo sich denn die Mut­ter des Jun­gen befin­de und wie denn so etwas mög­lich sei, wur­de ihm von einem der Auf­sichts­per­so­nen gesagt, daß alles in Ord­nung sei, die Mut­ter wis­se Bescheid und dies zuvor ein­ge­übt wor­den.
        Die Welt glaubt nur all­zu ger­ne an die­se ‚Spon­ta­nei­tät‘ und ‚Beschei­den­heit‘ von J. M. Ber­go­glio, der sich jetzt als Papst Franz prä­sen­tiert und ach so anders ist als sein erz­ka­tho­li­scher Vor­gän­ger. end­lich ein Papst zum Anfas­sen, so ganz ohne Pomp.
        Mich erin­nert das an die schlech­ten süd­ame­ri­ka­ni­schen soaps.

        Wer inter­es­siert sich eigent­lich noch dafür, daß mit die­sem wür­de­lo­sen Han­deln das Papst­amt scha­den nimmt und wohl auch soll und die Kir­che nie­der­ge­macht wird.
        Man­che haben es offen­bar sehr eilig damit, die Kir­che zu zer­stö­ren. Vol­taire lässt grü­ßen!

    • Ich den­ke, dass F. uns bewusst an der Nase her­um­führt. Er wirft tur­nus­mä­ßig jeder Par­tei einen Fleischhhap­pen hin, mal den Lin­ken, mal den Kon­ser­va­ti­ven, dann tritt er irgend­ei­nem kräf­tig in den Hin­tern und schmeißt ihn fort, die einen kla­gen, die andern froh­locken, aber schon steigt er auf sei­nen Fast­nachts­kar­ren und schmeißt Bon­bons über die Köp­fe weg und alle jubeln wie­der, schlucken die Pil­len, äh Per­len, die F. vor­ge­lutscht hat und ent­span­nen sich: er ist doch gut, der „Hei­li­ge Vater“.
      Bloß passt alles hin­ten und vor­ne nicht zusam­men und ist außer­dem für jeden den­ken­den und etwas mit dem katho­li­schen Glau­ben (sogar dem nach­kon­zi­lia­ren Glau­ben!) ver­trau­ten Men­schen als häre­tisch erkenn­bar!
      Bestimmt sitzt F. abends beim Wein und lacht sich schepp über die doo­fen Gläu­bi­gen, die immer noch nicht mer­ken, dass er ein Betrü­ger ist. Irgend­ein Schul­mei­ster wird schon den ande­ren Zweif­lern heim­leuch­ten mit dem Spruch, dass der Papst alles darf, sogar die Regeln aus­he­beln.

  7. Ich fin­de was der Papst da macht im Grun­de respekt­los gegen­über den Behin­der­ten.
    Aber das begreift er lei­der nicht, weil er so von sich sel­ber über­zeugt ist, wie es wohl noch nie ein Papst vor ihm gewe­sen ist.

    • Ja, das ist Miß­brauch, um vor allem (und vor Allen) zu zei­gen, daß das irdi­sche Lei­den, daß ein Behin­der­ten­sta­tus „wich­ti­ger“ sei als die Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit. Das „Mensch­li­che“ wird an die Stel­le des Gött­li­chen gestellt. Aus der Eben­bild­lich­keit wird Vor­rang. Huma­nis­mus halt.

  8. Mei­nes Erach­tens ver­steht Papst Fran­zis­kus das Lei­den unse­res Herrn auch bereits in die­ser Stun­de nicht, wenn er den Gestus Chri­sti auf die­se Art der Fuß­wa­schung redu­ziert. Er zeigt m.E., dass er die Fuß­wa­schung an sich nicht ver­stan­den hat, so wie Chri­stus sie gese­hen haben woll­te und als ein Mit­tel Sei­nes Leh­rens der Jün­ger ver­stan­den wis­sen woll­te. Jeder, der im Dienst an Chri­stus steht, soll sich ver­leug­nen, sei­ne Per­son, die er vor­her war, able­gen und ein ande­rer, Die­ner am Men­schen wer­den. Dies ist aber nur wirk­lich zu ver­ste­hen im Zusam­men­hang mit der hier gleich­zei­tig voll­zo­ge­nen Ein­set­zung der Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ments. Er soll im Dienst an Chri­stus auf­ge­hen, wenn er für Chri­stus Hir­te der Her­de wird, nicht sich her­aus­he­ben, son­dern ganz in Chri­stus ver­sin­ken, so wie Papst Bene­dikt es für mich vor­bild­haft gelebt hat.

  9. Wenn der Papst selbst die Rege­lun­gen der Kir­che nicht beach­tet, wer soll sie dann beach­ten?
    Das gan­ze Thea­ter nimmt beäng­sti­gen­de Aus­ma­ße an.

    Was will Papst Fran­zis­kus über­haupt? Wor­um geht es ihm?
    Es wird jetzt alles zur Show.

    Sehr pro­ble­ma­tisch.

    • Was will der Papst eigent­lich?? Gute Fra­ge. Aber das weiß der wohl sel­ber nicht so genau? Ein­mal dies, ein­mal jenes.
      Am besten man fragt die Pres­se.

      • Er weiß es.
        Nach und nach kommt er damit her­aus, wie ein Päd­ago­ge.
        Wenn ich ver­su­che, Ihre Fra­ge vom Ergeb­nis her zu beant­wor­ten, wie es bis hier­her zu Tage tritt, dann sehe ich lei­der ein Haupt­er­geb­nis:
        Ver­wir­rung.
        Ver­wir­rung und Sün­de.

        • Vol­le Zustim­mung zu Ihrer Sicht­wei­se.

          Wie etwas aus­sieht und wie etwas tat­säch­lich ist.….
          Die Men­schen kann man (lan­ge) täu­schen, die Früch­te von F. und sei­nem Gefol­ge bezgl. *leh­ren-lei­ten-hei­li­gen* sind aktu­ell aku­te Ver­wir­rung und Ver­harm­lo­sung von Sün­de (bis hin, dass Sün­de als sol­che nicht mehr gel­ten wird).

          Es ist schreck­lich und noch nie so dra­ma­tisch und rasant ver­brei­tend dage­we­sen: welt­weit wer­den von den Regie­run­gen Geset­ze erlassen,welche gegen die Gebo­te Got­tes „auf­schrei­ben und wir­ken“ und damit die Gebo­te Got­tes aus­he­beln. Mit im Gepäck wird zuneh­mend von kirch­li­cher und theo­lo­gi­scher Sei­te eine Ver­dre­hung und/oder Neu­aus­le­gung des Wor­tes Got­tes ange­lie­fert. Es tröp­felt nahe­zu uner­kannt in die Köp­fe der Men­schen, ver­klei­det in ver­lo­ge­ner Spra­che, die Ter­mi­ni wie Soli­da­ri­tät, Näch­sten­lie­be, Tole­ranz usf. ein­setzt.

          Plan­vol­le Ver- und Durch­seu­chung ist im Gan­ge. Satan nei­det dem Men­schen, dass die­ser von Gott gött­lich geliebt ist. Der Mensch als sol­cher inter­es­siert Satan nicht. Satan hasst Gott und IHM will er die See­len steh­len. Damit kommt der Mensch in die Mit­te des geist­li­chen Kamp­fes und wird zum „Objekt der Begier­de Satans“. Dies wird der Mensch mög­li­cher­wei­se oft/leider erst dann voll begrei­fen, wenn er end­gül­tig zur Beu­te Satans gewor­den ist und die See­le von die­sem mit in die Höl­le genom­men wird.

          Daher ist es so emi­nent wich­tig und not­wen­dig, dass jeder Mensch ganz bewusst mit Ver­stand und frei­em Wil­len sein JA zu Gott, zu Jesus Chri­stus spricht und sich durch wah­re Umkehr und Hin­ga­be ganz Jesus anver­traut. Dafür ste­hen wir gera­de in der besten Zeit — Kar­wo­che und Osterok­tav bis zum Barm­her­zig­keits­sonn­tag.
          Die beste Hel­fe­rin und Für­spre­che­rin ist die Got­tes­mut­ter, die uns alle vom am Kreuz ster­ben­den Herrn als ihre Kin­der ange­nom­men hat.
          Die Bedeu­tung von FATIMA kann nicht hoch und erst genug gestellt wer­den. „Es kom­men sovie­le in die Höl­le, weil nie­mand für sie betet“. Christ­li­che Stell­ver­tre­tung ist uns auf­ge­tra­gen.

  10. Heut­zu­ta­ge rich­tet sich die „Seel­sor­ge“ zumeist an Kin­der und alte Leu­te; die Erwach­se­nen im lei­stungs­fä­hi­gen Alter und auch „die Jugend“ sind der Kir­che längst abhan­den gekom­men. Objekt der „Seel­sor­ge“ sind — wie nüch­ter­ne Pfar­rer sagen eben die Wehr­lo­sen. Sol­len doch die Bischö­fe ver­su­chen, z. B. Geschäfts­leu­te, Män­ner und mei­net­we­gen auch Frau­en — zur Fuß­wa­schung zu gewin­nen.
    — Was die Bereit­schaft von Frau­en zur Teil­nah­me angeht, wird unter Femi­ni­stin­nen kaum jemand zu fin­den sein. Die Femi­ni­stin­nen ihrer­seits wer­den die übri­gen Frau­en in aller Feind­se­lig­keit zu den Wehr­lo­sen rech­nen.
    — Ein Motiv zu einer Teil­nah­me könn­te für die Kan­di­da­ten übri­gens sein: Wir kom­men ins Fern­se­hen. Weiß Franz­i­kus genau, was Men­schen ande­rer Reli­gio­nen über den Sinn der Fuß­wa­schung wis­sen? Weiß Franz­i­kus genau, was Men­schen ande­rer Reli­gio­nen von einer — nicht spek­ta­ku­lär in die Medi­en gebrach­ten — Demut hal­ten. Petrus wuss­te, was Demut ist; des­halb er sträub­te er sich:
    — In den kom­men­den Jah­ren wird sich die gan­ze Sache — auf der Suche nach neu­en medi­en­wirk­sa­men „exi­sten­ti­el­len Rän­dern — schnell ver­brau­chen. Wir kön­nen schon froh sein, wenn der Hei­li­ge Vater zu Osten nicht im Pepi­ta-Jakett auf der Log­gia erscheint.

  11. Als ganz ein­fa­che See­le kann ich nur sagen wie froh ich bin eini­ge erhe­ben­de Lit­ur­gien des Tri­du­ums unter Papst Bene­dikt auf dem pc gespei­chert zu haben.da wer­de ich mich ver­tie­fen, mich ins Gött­li­che ver­sen­ken-denn mit den aktu­el­len Fei­ern kann ohne gro­sses Unwohl­sein nicht dabeisein.Im Alter habe ich ein­fach nicht mehr Ner­ven wie Draht­sei­le.

  12. Für die einen in der Ein­rich­tung wird der Besuch wahr­schein­lich eine auf­re­gen­de Sache, die Mit­ar­bei­ter wer­den es als Aner­ken­nung für ihre Arbeit ver­ste­hen und die Medi­en haben ihr Spek­ta­kel. Mehr wird davon nicht blei­ben. Mir fällt hier nur das Peter Prin­zip ein, eine The­se von Lau­rence Peter, die besagt, dass in einer Hier­ar­chie ein Mit­ar­bei­ter so weit auf­steigt, bis er eine Posi­ti­on erreicht hat, die er nicht mehr aus­zu­fül­len in der Lage ist. Das trifft mög­li­cher­wei­se auf Papst Fran­zis­kus zu, von dem ja ver­schie­dent­lich zu lesen war, dass er sich immer noch so ver­hal­ten wür­de, wie er es schon als Bischof von Bue­nos Aires getan hat. Ein gewis­ser Starr­sinn und Bera­tungs­re­si­stenz, wie es gele­gent­lich ange­deu­tet wird, machen ihm das Aus­fül­len die­ses Amtes auch nicht gera­de leich­ter. Dann bleibt eben der Papst bei ihm ein­fach ein Bischof, der wei­ter so agiert, als ob er Bischof eines Bis­tums j.w.d. wäre. Das kommt ja vie­len nicht unge­le­gen, die eine dezen­tra­li­sier­te Kir­che anstre­ben. Für mich ist das die nahe­lie­gen­ste Erklä­rung sei­nes Ver­hal­tens.

    • Mög­lich. Jeden­falls wer­den wir nicht dar­um­her­um­kom­men, die Psy­cho­lo­gie die­ses Man­nes ernst­haft zu unter­su­chen und zur Kennt­nis zu neh­men.

      • Es ist nicht ganz unpro­ble­ma­tisch in die­se Rich­tung zu den­ken, ande­rer­seits hat er das The­ma ja auch selbst ange­spro­chen. In einem Film­bei­trag, auf den ich hier lei­der nicht ver­wei­sen kann, aber ich gehe davon aus, dass das Inter­view vie­le Leu­te gese­hen haben, sag­te er selbst, dass er aus „psy­chat­ri­schen“ Grün­den nicht in der Papst­woh­nung woh­nen wol­le, da er nicht allein sein kön­ne. Viel­leicht war das auch ein­fach nur so in die Kame­ra geschwätzt, viel­leicht gibt es tat­säch­lich eine Stö­rung. Ich den­ke, es ist nicht falsch, sei­ne theo­lo­gi­schen Äuße­run­gen und sei­ne Ver­hal­tens­wei­sen nüch­tern zu betrach­ten und dann wei­ter zu schau­en. Das ist bestimmt auch in sei­nem Sin­ne.

        • Ich sprach — nur um das klar­zu­hal­ten — nicht von Psy­cho­pa­tho­lo­gie, son­dern von Psy­cho­lo­gie.

  13. Die­ser Papst ist nur noch ein Ärge­nis in sei­ner Selbst­dar­stel­lungs­sucht, dabei blei­be ich.
    Kata­stro­phe.

  14. Wem hat Jesus die Füße gewa­schen?

    Sei­nen Jün­gern!
    Wel­ches Zei­chen woll­te er damit geben?

    Er wusch die Füße nicht den Dir­nen, Aus­sät­zi­gen oder den Gefan­ge­nen.

    • Die Fra­ge läßt sich leicht beant­wor­ten:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fwaschung

      Es geht um ein Zei­chen, daß die Wür­de nicht gegen die Nied­rig­keit aus­spielt. Dies bleibt sym­bo­li­siert. Und es paßt zu Fran­zis­kus, daß er, Jesu Wor­te zufol­ge, einer dadurch wirk­sa­men Teil­ha­be an ihm, die­se an die Rand­stän­di­gen ver­schenkt.
      Inten­tio­nal geht sein Ver­hal­ten also soweit in Ord­nung.

      • „Inten­tio­nal“ ist hier völ­lig fehl am Platz. Wenn sei­ne Inten­ti­on in sich gut ist, dann kann der Papst sovie­le Füße waschen und küs­sen, wie er Lust hat, jeden Tag der Woche und auch an allen Sonn­ta­gen, sobald er sei­ne regu­lä­ren lit­ur­gi­schen Pflich­ten erfüllt hat und noch Zeit dazu fin­den, alle Jugend­ge­fäng­nis­se und Behin­der­ten­hei­me Ita­li­ens abzu­klap­pern. Aber nicht am Grün­don­ners­tag! — Die Fuss­wa­schung am Grün­don­ners­tag hat mit der Beauf­tra­gung der Apo­stel für ihren Dienst zu tun und nicht mit der Barm­her­zig­keit der Kir­che gegen­über den Sün­dern! Das ergibt sich schon aus dem Dia­log in Johan­nes 13 zwi­schen Petrus und dem Herrn. Des­halb ist die Vor­schrift auch, dass die­se Lit­ur­gie in der Kathe­dral­kir­che statt­zu­fin­den hat und nir­gend­wo sonst. — Und jetzt kommt so ein Bes­ser­wis­ser von Kryp­to-Pro­te­stant, der meint er kön­ne den Wil­len Chri­sti ganz neu und bes­ser ver­ste­hen als die Kir­che, lässt sich auf den Stuhl Petri wäh­len, nimmt die Wahl an und will der Kir­che nun einen fal­schen Glau­ben auf­zwin­gen. Das ist das wah­re Pro­blem! Nicht das der Mann ein fai­ble für die Füße sei­ner Mit­men­schen hat.

        • Auf den Ein­wand des Petrus, begrün­det Jesus die Fuß­wa­schung wie folgt: „Wenn ich dir die Füße nicht wasche, hast du kei­nen Anteil an mir.“* Es geht also, nimmt man die­se Wor­te Jesu als Maß­stab, dar­um, Anteil an Ihm zu haben. Dar­auf bezog sich mein Bei­trag.
          Daß sich beim einen Asso­zia­tio­nen zur Apo­st­el­be­auf­tra­gung und beim ande­ren zur Barm­her­zig­keit erge­ben, ist jeweils ein eige­nes The­ma, wel­ches ich aller­dings gar nicht ange­spro­chen hat­te.

          *Wört­lich über­setzt: „Wenn ich dich nicht wasche, hast Du kei­nen Teil an mir.“

  15. Etwas unge­wohnt, was Papst Fran­zis­kus da macht.
    Aber der Herr ließ sich zum Erstau­nen und Unmut vie­ler Schrift­ge­lehr­ter von einer bekann­ten Sün­de­rin die Füße waschen und küs­sen.
    Der Herr und Erlö­ser hat sich nicht gescheut, mit Zöll­nern und Sün­dern zu essen.
    Er hat nicht allein den Juden das Heil, sich selbst, ver­kün­det, son­dern auch Hei­den und den Pro­to-Mos­lems (den Sama­ri­tern). Er hat sich ihnen allen gewis­ser­ma­ßen zur Spei­se gereicht.
    Er hat sich für alle, alle Sün­der sowie die Gerech­ten, ans Kreuz schla­gen las­sen.
    Der Papst aus Süd­ame­ri­ka hält uns in Euro­pa den Spie­gel vor Augen.
    Eine gewis­se Unsi­cher­heit ist gege­ben, aber jeder kann und muß dazu­ler­nen.

    • Fran­zel
      Ver­wech­seln Sie da nicht etwas?
      Wenn Fran­zis­kus aus dem Vati­kan hin­aus­geht zum Bei­spiel auf den Vor­platz von Sta­zio­ne Ter­mi­ni und dort mos­le­mi­schen Mäd­chen, bud­dhi­sti­schen Mön­chen, athe­isti­schen Frei­mau­rern, Asy­lan­ten und Rausch­gift­süch­ti­gen die Füße küsst und ihnen Bekeh­rung und Ver­ge­bung der Sün­den in Jesus Chri­stus, unse­rem Herrn und Hei­land und wah­ren Gott, dem ein­zi­gen Mitt­ler zwi­schen Gott und den Men­schen, ver­kün­det, wird kein ech­ter Katho­lik etwas dage­gen haben.
      Aber das Letz­te Abend­mahl war etwas ande­res. Jesus wähl­te nur die Zwölf Apo­stel, sei­nen eng­sten Kreis, zur Teil­nah­me aus, die mit ihm im Glau­ben und in der Lie­be geeint waren, außer dem­je­ni­gen, der die­se Aus­er­wäh­lung ver­riet. An die­sem Abend setz­te er sie als Prie­ster des Neu­en Bun­des ein und stif­te­te das Sakra­ment der Eucha­ri­stie.
      Die­ses Sakra­ment darf nicht vor die Hun­de gewor­fen wer­den!
      Dar­um erklär­te Jesus den Apo­steln beim Letz­ten Abend­mahl: Ihr alle seid r e i n, außer dem Sohn des Ver­der­bens.

      • Das Sakra­ment der Eucha­ri­stie ist hier gar nicht betrof­fen. Bei der Fuß­wa­schung han­delt es sich um eine Sakra­men­ta­lie.

        • Die Fuß­wa­schung zielt auf die Ein­set­zung als „Prie­ster“. Des­halb soll­ten bei dem Zere­mo­ni­ell im Vati­kan eigent­lich nur Priester(kandidaten) dabei sein. Das war m.W. frü­her auch so.
          Dass die­sel­ben dann hin­aus­ge­hen und das Mess­op­fer zele­brie­ren sol­len, ist das Sakra­ment — nicht die Teil­nah­me an der Kom­mu­ni­on, die für alle Jün­ge­rin­nen und Jün­ger gedacht ist.

  16. Gelobt sei Jesus Chri­stus. Es tut mir im Her­zen weh, zuge­ben zu müs­sen, dass ich beim ersten öffent­li­chen Auf­tritt (also gleich nach sei­ner Wahl) von Papst Franz ein ungu­tes Gefühl im Magen hat­te. Wenn ich eine mei­ner Bibeln zur Hand neh­me (egal, wel­che Über­set­zung) wird deut­lich, dass sich unser Herr Jesus Chri­stus mit einer ganz bestimm­ten Grup­pe Jün­ger zum Pas­sah­mahl ver­sammlte. Nicht jedoch mit irgend­ei­ner x‑beliebigen Schar von Leu­ten. Sogar Judas Iska­ri­ot (der unse­ren Herrn dann ver­riet) war kein Nicht­gläu­bi­ger. Ich gebe zu, dass seit Grün­don­ners­tag 2013 mein Unbe­ha­gen (Ableh­nung?) ihm gegen­über nur noch gewach­sen ist. Ich bin wirk­lich in Not. Kann mir wer raten? Dan­ke.

    • Schla­gen Sie in der Bibel nach und dann im Inter­net:
      Dan 10,21; Vor­her aber will ich dir mit­tei­len, was im BUCH der WAHRHEIT auf­ge­zeich­net ist. Doch kei­ner hilft mir tat­kräf­tig gegen sie, ausser eurem Engel­für­sten Micha­el.
      Dan 12,4.9; Du Dani­el hal­te die­se Wor­te geheim und ver­sieg­le das Buch bis zur Zeit des Endes! Vie­le wer­den nach­for­schen und die Erkennt­nis wird gross sein.

  17. Es ist zu befürch­ten, dass @ Zeit­schnur mit ihrem radi­ka­len Kom­men­tar voll­kom­men recht hat, dass der Kom­men­tar der Rea­li­tät ent­spricht.
    Ich muss noch einen Schritt wei­ter gehen: Viel­leicht ist es Ber­go­glio nicht mög­lich, das Abend­mahl­s­amt in der Late­ran­ba­si­li­ka zu zele­brie­ren, viel­leicht ist er zu einer sol­chen Heu­che­lei nicht fähig.
    Ich weiß, die Ver­mu­tung ist unge­heu­er­lich, aber alles spricht dafür: Er hat den katho­li­schen Glau­ben voll­kom­men ver­lo­ren. Er zele­briert sich selbst. Beim Abend­mahl­s­amt geht das über sei­ne Kraft. „Die Flucht an die Rän­der“ wäre dann zwar immer noch ein Wer­be­coup, aber er flieht auch vor sich selbst. Vor dem eige­nen Inne­ren.
    Er ist Papst, er ist Prie­ster. Die Kir­che gedenkt am Grün­don­ners­tag u.a. der Ein­set­zung des aller­hei­lig­sten Altars­sa­kra­men­tes als immer­wäh­ren­des Ver­mächt­nis Jesu Chri­sti, an die Betrau­ung der Apo­stel mit dem Prie­ster­tum, an den Ver­rat des Judas.
    Das ist für Ber­go­glio zu viel. Er flieht vor sich selbst. Und ver­brämt sei­ne Flucht als Tat der Lie­be.
    Es ist nur eine Ver­mu­tung. Egal, ob sie zutrifft oder nicht: Die­ser Papst ist für die Kir­che eine Kata­stro­phe.
    Er hat in der Nach­kon­zils­kir­che schon in jun­gen Jah­ren Kar­rie­re gemacht. Erst in sei­nem Orden, dann in der Hier­ar­chie. Dann bis an die Spit­ze. Es ist ein dunk­les Geheim­nis. Ber­go­glio ist weder bril­lant, noch hat er ein ähn­li­ches Cha­ris­ma, mit dem Johan­nes Paul II. die from­men Mas­sen gewann. Er strahlt auch kei­ne Güte aus, sein Aus­se­hen ist eher gewöhn­lich. Er dürf­te nach den Medi­en­ge­set­zen gar kein Mas­sen­lieb­ling sein. Er ist es. Er ist der Lieb­ling der Welt, die sich von Gott los­ge­sagt hat.
    Für glau­bens­treue Katho­li­ken geht die­ser Papst über die eige­ne Kraft. Wir haben das von Kind an gelernt: Der Papst ist das Ober­haupt der katho­li­schen Kir­che. Er ist der Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti auf Erden.
    Dass Katho­li­ken die Augen vor der uner­träg­li­chen Rea­li­tät ver­schlie­ßen, kann ich ver­ste­hen. Auch wenn es rea­li­täts­blind ist.

  18. Die Kar­ta­ge sind lit­ur­gisch die Erin­ne­rung an den Tod und die Auf­er­ste­hung Chri­sti. Mit die­ser tra­di­tio­nel­len Fei­er der Kir­che bricht der Papst. Er wen­det sich statt­des­sen effekt­ha­schend dem The­ma der Behin­der­ten zu ohne jedoch für die­se etwas Wirk­li­ches zu tun.
    Woll­te er etwas für die Men­schen­wür­de und das Lebens­recht der Behin­der­ten tun, so hät­te er sei­ne Stim­me vor den Mäch­ti­gen­die­se Welt ( wie Oba­ma, Hol­lan­de, die Köni­gin von Eng­land et alii) , die ihn besu­chen, erhe­ben müs­sen und das unein­ge­schränk­te Lebens­recht für die Behin­der­ten ein­for­dern müs­sen. Sei­ne Vor­gän­ger haben noch in die­sem Zusam­men­hang von der Kul­tur des Todes gespro­chen.

  19. Scha­de, dass so vie­le der Ten­denz des Arti­kels fol­gen, dass die Geste von Papst Fran­zis­kus aus katho­li­scher Sicht nicht ernst genom­men wer­den kön­ne. Ich glau­be, dass die Kir­che in Zukunft nur dann eine Chan­ce hat ernst genom­men zu wer­den, wenn sie sich wie Jesus um die Men­schen am Rand küm­mert. In die­sem Sin­ne ist Papst Fran­zis­kus ein ech­tes Vor­bild.

    • 1. Jesus hat sich nicht um „die Men­schen am Rand“ geküm­mert. Er hat sich um alle Men­schen geküm­mert. Oder waren Niko­de­mus, Joseph von Ari­mat­häa, Laza­rus und sei­ne Schwe­ster etwa „Men­schen am Rand“ der Gesell­schaft. Das Jesus als Sohn Got­tes fähig war reu­mü­ti­ge öffent­li­che Sün­der von ver­stock­ten nicht so öffent­li­chen Sün­dern zu unter­schei­den soll­te uns über die Tat­sa­che nicht hin­weg­täu­schen, dass es Jesus nicht um die „Men­schen am Rand“ ging, son­dern um JEDEN Men­schen.
      2. Es ist völ­lig egal, ob die katho­li­sche Kir­che „ernst­ge­nom­men“ wird. Sie ist von der „Welt“ nie ernst­ge­nom­men wor­den, wenn sie katho­lisch war. Nie­mals! Und es bedarf immer der Gna­de Got­tes den Glau­ben anneh­men zu kön­nen. Die Kir­che hat den unver­fälsch­ten Glau­ben zu ver­kün­den, unab­hän­gig davon ob sie sich eine mensch­li­che Hoff­nung machen kann „ernst­ge­nom­men“ zu wer­den oder nicht! Danach hat die Kir­che nicht zu fra­gen. Sie hat Ihrem Herrn zu gehor­chen und den Glau­ben nicht anzu­ta­sten. Jesus ist nicht gekom­men um den Frie­den zu brin­gen, son­dern das Schwert, näm­lich die Wahr­heit.
      3. Da im Leben der Kir­che das Gesetz des Betens das Gesetz des Glau­bens formt, wird durch die Umdeu­tung der Lit­ur­gie der Glau­ben ver­fälscht. Und des­halb ist die Ände­rung oder Umdeu­tung der Lit­ur­gie ein Ver­rat am Glau­ben.

    • Ich sehe da nicht ein­mal die vor­ge­tra­ge­ne ver­meint­li­che Kau­sa­li­tät. Die Kir­che wird nicht des­halb ernst­ge­nom­men wer­den, viel­mehr suchen die Irren­den Selbst­ver­ge­wis­se­rung durch die Zustim­mung der Kir­che zu erlan­gen. Im übri­gen küm­mert sich die Kir­che aktu­ell ja gar nicht um bedürf­ti­ge Rand­grup­pen, son­dern springt auf den Zug der gera­de öffent­lich­keits­wirk­sam modisch gewor­de­nen Lob­bies. Es gibt sehr viel Leid auch in den west­li­chen „Wohl­stands­na­tio­nen“, see­li­sches, wirt­schaft­li­ches, sozia­les, herz­li­ches und sogar intel­lek­tu­el­les Leid, wel­ches die Kir­che womög­lich nicht ein­mal sieht, weil ihr Per­so­nal sich längst mit den (demo­kra­ti­schen) Macht­ha­bern gemein gemacht hat. Sie ist blind gewor­den für die Wirk­lich­keit und sucht nun Füh­rung aus­ge­rech­net bei den welt­li­chen Ideo­lo­gen. Der Irren­de kann aber nicht den Blin­den füh­ren. In dem Moment, wo die Kir­che nicht mehr auf sich, son­dern auf die Wahr­heit schaut, in die­sem Moment sind ihr auch wie­der die Augen für die Not geöff­net. Umge­kehrt erliegt man Lug und Trug.

      • ja so ist es wohl. Die Kir­che ach­tet nicht mehr auf das Leid, weil sie die­ses nicht mehr an den Gebo­ten Got­tes misst, son­dern betrach­tet das Leid wie aus einem Agit Prop Roman aus den 20ern,
        Also nach dem Mot­to, dass alles Leid, als Ursa­che bösen ande­re, vor­zugs­wei­se Reich hat.
        Den Men­schen erkennt nur, wer von Gott weiß!
        Und wer von Gott nichts weiß der kann dem Men­schen nicht wirk­lich hel­fen, son­dern höch­stens das Elend der Men­schen ver­wal­ten.

        • habe mich ver­tippt der Satz soll­te hei­ßen:
          …dass alles Leid, als Ursa­che, böse Ande­re, vor­zugs­wei­se Rei­che, hat.…

    • Da gibt es jetzt eine schö­ne tref­fen­de Wort­prä­gung „Pastoral­pe­ri­phe­rie“. Man­che suchen sich auch die Rän­der raus. Müs­sen wir jedem nach­lau­fen, nur weil er nicht will oder was auch immer ? Ein Kauf­mann, der sich nur neue Kun­den gewin­nen will, wird letzt­lich die Stamm­kund­schaft ver­lie­ren.

  20. Die ent­schei­den­de Fra­ge wird sein, ob es Sei­ner Hei­lig­keit gelin­gen wird, die Knie zu beu­gen, um wahr­haft demuts­vol­le Fuß­wa­schun­gen durch­zu­füh­ren. Da soll­ten alle genau hin­schau­en.

  21. Der fol­gen­de Bei­trag passt aus mei­ner Sicht gut zu dem The­ma, er zeigt wo die Rei­se hin geht und was im Hin­ter­grund abläuft. Ich habe mei­nen Kom­men­tar dazu geschrie­ben bevor ich den obi­gen Bei­trag in Kath Info gele­sen habe:

    Papst Fran­zis­kus spricht vor Semi­na­ri­sten
    Seid kei­ne Büro­kra­ten
    Rom, 15. April 2014 (ZENIT.org) Mai­ke Stern­berg-Schmitz | 288 klicks
    Gestern emp­fing Papst Fran­zis­kus die Stu­den­ten, Semi­na­ri­sten, Prie­ster und Bischö­fe der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät „Leo­nia­no di Agna­ni“ der Regi­on Lati­um im Vati­kan. Die Semi­na­ri­sten waren zu Fuß zu ihm gepil­gert. Er sag­te zu den Anwe­sen­den, bei Prie­stern dür­fe es kei­ne Mit­tel­mä­ßig­keit geben. Nach­dem er ihnen gedankt hat­te, beton­te er, die Aus­bil­dung der Prie­ster basie­re auf vier wich­ti­gen Pfei­lern: star­kem geist­li­chen Leben, ernst­haf­tem intel­lek­tu­el­len Leben, gemein­schaft­li­chem Leben und apo­sto­li­schem Leben. Die­se Punk­te sei­en nicht als eine Anein­an­der­rei­hung zu ver­ste­hen, son­dern als Inter­ak­ti­on anzu­se­hen. Bezüg­lich des Beru­fes des Prie­sters sag­te er:

    „Ihr lie­ben Semi­na­ri­sten, berei­tet euch nicht auf einen Beruf vor, auf eine Funk­ti­on in einer Fir­ma, seid kein Teil eines büro­kra­ti­schen Kör­pers. Wir haben vie­le Prie­ster auf hal­ber Strecke. Es schmerzt, dass sie es nicht geschafft haben: Vie­le wir­ken wie Funk­tio­nä­re einer Fir­ma, es bekommt eine büro­kra­ti­sche Dimen­si­on und das tut der Kir­che nicht gut! Passt auf, dass ihr nicht so wer­det! Wer­det Hir­ten, wie Jesus. Um wie er zu sein, müsst ihr Teil sei­ner Her­de sein und die­se näh­ren. “
    Papst Fran­zis­kus unter­strich, dass es heut­zu­ta­ge nicht ein­fach sei, ein guter Prie­ster zu sein. Er sag­te:
    „Ein guter Prie­ster zu sein, mit Jesus als Vor­bild, ist kei­ne ein­fa­che Sache. Jesus ist viel zu groß und wir sind viel zu klein… Ja, es ist wahr, er ist viel zu groß für uns! Aber es ist nicht unser Werk! Es ist das Werk des Hei­li­gen Gei­stes und unse­rer Mit­ar­beit. Wir bie­ten uns an, als form­ba­re Ton­er­de, und Gott ist der Töp­fer, der uns mit Was­ser und Feu­er bear­bei­tet – mit dem Wort und dem Geist.“
    Papst Fran­zis­kus sag­te zu den Semi­na­ri­sten, dass sie das Volk auf dem Weg Got­tes nur dann füh­ren kön­nen, wenn sie Jesus in sich tra­gen. Dabei sei es ent­schei­dend, das Volk nicht auf dem eige­nen Weg zu füh­ren, son­dern absichts­los zu han­deln. Als Bei­spiel nann­te er die Apo­stel Jakob und Johan­nes, die hohe Ämter ange­strebt hät­ten, doch der Herr habe ihnen den rich­ti­gen Weg gewie­sen. So appel­lier­te er an die Prie­ster­an­wär­ter, jeden Tag mit Jesus zu spre­chen und zu beich­ten, das Evan­ge­li­um täg­lich zu beten, um dies dann zu leben und zu pre­di­gen. Papst Fran­zis­kus for­der­te die Anwe­sen­den auf, sich auf­rich­tig die Fra­ge zu stel­len, ob sie auf dem rich­ti­gen Weg sei­en. Indem er Eze­chi­el (Ez 34, 1–6) zitier­te, sag­te er, den schlech­ten Prie­stern, die sich selbst näh­ren wür­den und nicht die Her­de, dro­he Ärger. Er sag­te:
    „Wenn ihr euch – das sage ich jetzt nur aus Lie­be und nicht als Angriff – nicht sicher seid die­ser Stra­ße zu fol­gen, mit die­ser Ein­stel­lung, mit die­ser Erfah­rung, dann wäre es bes­ser, sofort den Mut zu haben und einen ande­ren Weg ein­zu­schla­gen. Es gibt ver­schie­de­ne Wege in der Kir­che, ein Zeu­ge Jesu zu sein, und vie­le Stra­ßen füh­ren zur Hei­lig­keit. Aber als Prie­ster gibt es kei­nen Platz für die Mit­tel­mä­ßig­keit, die­se wür­de nur dazu füh­ren, dass das hei­li­ge Volk aus­ge­nützt wird.“
    (15. April 2014) © Inno­va­ti­ve Media Inc.

    Papst Fran­zis­kus spricht vor Semi­na­ri­sten was er sagt hört sich wie­der gut an.
    Aber es hat halt immer den ….fuß (es ist nicht der Pfer­de­fuß):
    Was sol­len die Prie­ster tun? Sie sol­len das tun was der Bischof von Rom für ihren Auf­trag hält: sich um die Armen küm­mern (nicht die im Gei­ste) sich um die Boots­flücht­lin­ge küm­mern, die Fuß­wa­schung im Gefäng­nis, auch von Frau­en und Mus­li­men vor­neh­men, sich vom plu­ra­li­sti­schen Hei­li­gen Geist füh­ren las­sen.
    Und wich­tig, schlech­te Prie­ster, also sol­che die dem Bischof nicht fol­gen, soll­ten den Mut haben einen ande­ren Weg ein­zu­schla­gen. „Es gibt vie­le Wege in der Kir­che….“
    So ist es auch in den Unter­neh­men in wel­chen Mc und Co aktiv sind, eine neue Ver­kaufs­trup­pe, ein neu­er Kader wird auf­ge­baut in die ande­ren, die bis­he­ri­gen Mit­ar­bei­ter machen mit oder bekom­men neue Auf­ga­ben (natür­lich min­der­wer­ti­ge unbe­deu­ten­de) zuge­wie­sen, ange­bo­ten. Vie­le schei­den dann lie­ber aus zB. „Alters­grün­den“ aus. Das Ergeb­nis ist eine neue folg­sa­me Mann­schaft.

    Auch Dik­ta­tu­ren set­zen immer auf Jugend um sie zu mani­pu­lie­ren und für die eige­nen Inter­es­sen zu mobi­li­sie­ren. Auch die Deut­sche Geschich­te kennt dies.

    • Wie es den Bischö­fen gefällt. Ein Zir­kus der Belie­big­keit. in lee­ren Zei­chen ergeht man sich gern.

  22. Bei allen kri­ti­schen Details, die auch Fran­zis­kus in sei­ner nun doch sehr eigen­wil­li­gen Aus­le­gung der Fuß­wa­schung* an den Tag legt, sei dar­an erin­nert, daß es eine sehr lan­ge Tra­di­ti­on in der Kir­che gibt, neben apo­sto­lisch Aus­ge­sen­de­ten auch Armen die Füße zu waschen.

    • Viel­leicht ein Brauch, aber kei­ne Tra­di­ti­on, da möch­te ich doch unter­schei­den. Bei Ber­go­glio wirkt alles so ver­krampft, über­zo­gen und medi­en­be­wußt.

      • nee ich fin­de er wirkt abso­lut echt, nur wirkt er nicht, wie ein Papst, wor­in das Pro­blem besteht!
        Aber er ist der Papst, solan­ge es kei­nen Hin­weis gibt, dass die Wahl unrecht­mä­ßig war, und/oder der Rück­tritt Bene­dikts erzwun­gen war, wofür es auch kei­ner­lei Hin­wei­se gibt

        • Ja, er ent­papst die Kir­che — und das kann eben auch gewollt sein.

          Viel­leicht wäre es bes­ser gewe­sen, er wäre ein­fach „Welt­pa­sto­ral­be­auf­trag­ter“ der Kir­che oder so etwas gewor­den.
          Man kann die Brei­te der Kir­che nicht an der Spit­ze aus­wal­zen.

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