Roms Umgang mit altrituellen Gemeinschaften — Petrusbruderschaft und Franziskaner der Immakulata

Diakonatsweihen der Petrusbruderschaft durch Bischof Huonder (2013)(Rom) Der Umgang Roms mit alt­ri­tu­el­len Gemein­schaf­ten kann ganz unter­schied­lich sein. Ein maß­geb­li­cher Aspekt dafür ist es, wem der Orden oder das Insti­tut unter­steht. Wel­chen Unter­schied es aus­macht, ob eine alt­ri­tu­el­le Gemein­schaft von der 1988 errich­te­ten Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei oder der Ordens­kon­gre­ga­ti­on abhängt, zeigt ein Ver­gleich der Visi­ta­tio­nen der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta und der Prie­ster­bru­der­schaft St. Petrus. Im nord­ame­ri­ka­ni­schen Distrikt der Petrus­bru­der­schaft fin­det eine ordent­li­che Apo­sto­li­sche Visi­ta­ti­on statt. Der rou­ti­ne­mä­ßi­ge Vor­gang wur­de von der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei ange­ord­net, der die Bru­der­schaft unter­steht. Wie Rora­te Cae­li berich­te­te, wur­de eine drei­köp­fi­ge Visi­ta­to­ren­de­le­ga­ti­on ernannt. Haupt­vi­si­ta­tor ist Bischof Vitus Huon­der von Chur, Co-Visi­ta­to­ren sind Abt Her­vé Courau von der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Not­re-Dame de Tri­ors in Frank­reich und der eme­ri­tier­te Bischof Fabi­an Bruske­witz von Lin­coln in den USA.

Bischof Huonder, Bischof Bruskewitz und Abt Courau als Visitatoren

Sowohl Bischof Huon­der als auch Bischof Bruske­witz sind der Petrus­bru­der­schaft eng ver­bun­den. Sie haben bereits mehr­fach Wei­hen für die Bru­der­schaft gespen­det und im alten Ritus zele­briert. Bischof Huon­der errich­te­te im deut­schen Sprach­raum die erste Per­so­nal­pfar­rei des alten Ritus und ernann­te einen Petrus­bru­der zum Pfar­rer. In der Diö­ze­se Lin­coln errich­te­te die Bru­der­schaft 1994 wäh­rend des Epi­sko­pats von Bischof Bruske­witz (1992–2012) ihr Prie­ster­se­mi­nar für Nord­ame­ri­ka. Abt Courau steht einer alt­ri­tu­el­len Bene­dik­ti­ner­ab­tei in Frank­reich vor. Not­re-Dame de Tri­ors ist eine Toch­ter­grün­dung von Font­gom­bault. Abt Courau besuch­te im Herbst 2013 die Zister­zi­en­ser­ab­tei Hei­li­gen­kreuz bei Wien, wo er im über­lie­fer­ten Ritus zele­brier­te und Mön­che des Klo­sters den Altar­dienst ver­rich­te­ten.

Im Fal­le der Petrus­bru­der­schaft han­delt es sich um eine ordent­li­che Visi­ta­ti­on. Bei den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta wur­de 2012 von der Ordens­kon­gre­ga­ti­on eine außer­or­dent­li­che Visi­ta­ti­on ange­ord­net. Damit begin­nen bereits die Unter­schie­de in der Behand­lung. Die Petrus­bru­der­schaft unter­steht der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei für die Orden und Gemein­schaf­ten des Alten Ritus. Die ernann­ten Visi­ta­to­ren sind dem über­lie­fer­ten Ritus ver­bun­den. Der Aus­gangs­punkt der Visi­ta­ti­on ist von brü­der­li­cher Lie­be getra­gen und grund­sätz­lich wohl­wol­lend, wie es das Kir­chen­recht erwar­tet.

Feindliche Gesinnung der Ordenskongregation gegen Franziskaner der Immakulata

Ganz anders war die Situa­ti­on bei den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta. Sie unter­ste­hen der Ordens­kon­gre­ga­ti­on, weil sie 1990 als neu­ri­tu­el­ler Orden errich­tet wur­den, der nach einer schritt­wei­sen Ent­wick­lung unter Papst Bene­dikt XVI. zum über­lie­fer­ten Ritus zurück­ge­kehrt war. Die Ordens­kon­gre­ga­ti­on ernann­te mit Msgr. Vito Ange­lo Todis­co einen Visi­ta­tor, der dem Orden offen ableh­nend gegen­über­stand. Er hat­te in jun­gen Jah­ren selbst kurz­zei­tig dem Orden ange­hört, war dann aber aus­ge­tre­ten und äußer­te sich mehr­fach abschät­zig über die fran­zis­ka­ni­sche Gemein­schaft von Pater Ste­fa­no Maria Manel­li. Die Grund­in­ten­ti­on der Ordens­kon­gre­ga­ti­on war offen­kun­dig von Anfang an par­tei­isch gegen den Orden gerich­tet. Sie mün­de­te im Juli 2013, nach­dem durch die Abdan­kung von Bene­dikt XVI. das größ­te Hin­der­nis weg­ge­fal­len war, in einem radi­ka­len Ein­griff und der kom­mis­sa­ri­schen Ver­wal­tung des Ordens. Der Apo­sto­li­sche Kom­mis­sar, der Kapu­zi­ner Fidenzio Volpi arbei­tet seit­her syste­ma­tisch an der Til­gung des tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Cha­ris­mas des Ordens, der wie­der in die Rei­he der neu­ri­tu­el­len Orden zurück­ge­drängt und damit „nor­ma­li­siert“ wer­den soll.

Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta such­ten den Kon­takt zur Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei, unter­stan­den ihr aber nicht. Der noch im Herbst des ver­gan­ge­nen Jah­res gestell­te Antrag, nach der Errich­tung der kom­mis­sa­ri­schen Ver­wal­tung und dem Ver­bot des Alten Ritus einen neu­en alt­ri­tu­el­len Orden unter der Auf­sicht von Eccle­sia Dei zu grün­den, wur­de von der Ordens­kon­gre­ga­ti­on bis­her nicht berück­sich­tigt. Das offe­ne Bekennt­nis die­ser Brü­der wur­de vom Kom­mis­sar viel­mehr für wei­te­re Säu­be­rungs­ak­tio­nen genützt.
„Schlie­ßen Sie alle alt­ri­tu­el­len Orden und Gemein­schaf­ten von Eccle­sia Dei in Ihr Gebet ein“, mit die­ser Auf­for­de­rung endet Rora­te Cae­li den Bericht über die Ernen­nung der Visi­ta­to­ren der Petrus­bru­der­schaft.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Rora­te Cae­li

15 Kommentare

  1. ich glau­be wir machen es uns zu ein­fach mit den FI…gerade das bei­spiel mit der fssp zeigt dass es wohl nicht nur am alten Ritus lie­gen konn­te.

  2. Mir stel­len sich fol­gen­de Fra­gen: Was geschieht mit der Petrus­bru­der­schaft, wenn eini­ge ihrer Prie­ster begin­nen wür­den, Kon­zils­do­ku­men­te kri­tisch zu unter­su­chen im Hin­blick auf den über­lie­fer­ten Glau­ben?
    Wenn die Petrus­bru­der­schaft ver­öf­fent­li­chen wür­de, dass sie von alt­ri­tu­el­len Grup­pen gebe­ten wird, sie möge Prie­ster sen­den, die die Triden­ti­ni­sche Mes­se zele­brie­ren und Beich­te hören und sie die­se Bit­te ableh­nen muss? Weil die jewei­li­gen Diö­ze­san­bi­schö­fe es nicht erlau­ben.
    Die Ant­wort stellt sich fast von allein. Die­se Patres wür­den in Kon­flikt mit ihrem Gene­ral­obe­ren gera­ten, der sich kei­nen Kon­flikt mit Eccle­sia Dei erlau­ben kann.
    Ich habe es nicht mit eige­nen Ohren gehört, nur gele­sen: Ein „Petru­spa­ter“ ver­si­cher­te einem „Pius­pa­ter“: „Ihr seid unse­re Lebens­ver­si­che­rung. So lan­ge ihr drau­ßen bleibt, wird man uns nicht zwin­gen, regel­mä­ßig auch die Neue Mes­se zu lesen. Weil ihr dann sagen könnt, so geht es mit Rom. Man kann Rom der­zeit nicht ver­trau­en, was den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus und die Neue Mes­se anbe­trifft.“
    Ich den­ke, der Pater der Petrus­bru­der­schaft sah die Situa­ti­on rich­tig.
    Die Leid­tra­gen­den sind die Gläu­bi­gen. In vie­len Regio­nen der Welt müs­sen sie ohne die über­lie­fer­te Mes­se, ohne die mit ihr zusam­men­hän­gen­den Sakra­men­te leben.
    Die Leid­tra­gen­de ist die katho­li­sche Kir­che. Ihr Glau­be erstickt unter den kon­zi­lia­ren bzw. den nach­kon­zi­lia­ren Irr­tü­mern. Wer auch nur vor­sich­tig ver­sucht, die­se Irr­tü­mer zu benen­nen, wird als Gemein­schaft ver­nich­tet. Das Schick­sal der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta soll­te uns die Augen öff­nen.
    Es ist mensch­lich: In der Regel machen wir uns lie­ber Illu­sio­nen, als die fast uner­träg­li­che Wahr­heit zu ertra­gen. So wird es auch sein, wenn am 27. April das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil hei­lig­ge­spro­chen wird. Wenn der nai­ve, rea­li­täts­fer­ne Zukunfts­glau­be eines Johan­nes XXIII., die Aller­lö­sungs­theo­lo­gie eines Johan­nes Paul II. mit dem ver­werf­li­chen Ein­heits­stre­ben aller Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, hei­lig­ge­spro­chen wer­den.
    Denn es ist ein Unter­schied: Päp­ste kön­nen irren, wenn sie ledig­lich vom ordent­li­chen Lehr­amt Gebrauch machen. Es ist zwar eine abso­lu­te Aus­nah­me­si­tua­ti­on, auf gar kei­nen Fall die Regel, doch es ist denk­bar. Das I. Vati­ka­ni­sche Kon­zil hat als Dog­ma ver­kün­det, dass der Papst unfehl­bar ist, „wenn er in Aus­übung sei­nes Amtes als Hir­te und Leh­rer aller Chri­sten kraft sei­ner höch­sten Apo­sto­li­schen Auto­ri­tät ent­schei­det, dass eine Glau­bens- oder eine Sit­ten­leh­re von der gesam­ten Kir­che fest­zu­hal­ten ist.“ Es heißt wei­ter: „dann besitzt er mit­tels des ihm im seli­gen Petrus ver­hei­ße­nen gött­li­chen Bei­stands jene Unfehl­bar­keit, mit der der gött­li­che Erlö­ser sei­ne Kir­che bei der Defi­ni­ti­on der Glau­bens- und Sit­ten­leh­re aus­ge­stat­tet sehen woll­te; und daher sind sol­che Defi­ni­tio­nen des Römi­schen Bischofs aus sich, nicht aber auf­grund der Zustim­mung der Kir­che unab­än­der­lich.
    Wer sich aber — was Gott ver­hü­te — unter­ste­hen soll­te, die­ser Unse­rer Defi­ni­ti­on zu wider­spre­chen, der sei mit dem Anathe­ma belegt.“

  3. Fort­set­zung:
    Quel­le: DH 3074, 3075.
    Ich weiß, sowohl die Sedis­va­kan­ti­sten als auch eini­ge Patres der Petrus­bru­der­schaft behaup­ten, auch das ordent­li­che Lehr­amt sei unfehl­bar.
    Doch wer Tex­te lesen kann, der lese. Und hier han­delt es sich um ein Dog­ma, das nicht mehr zu inter­pre­tie­ren ist.
    Papst Pius XII. hat als letz­ter Papst sei­ne Unfehl­bar­keit in Anspruch genom­men, als er am 1. Novem­ber 1950 als Dog­ma ver­kün­de­te, dass die Got­tes­mut­ter mit Leib und See­le in den Him­mel auf­ge­nom­men ist.
    Kein Kon­zils- und Nach­kon­zils­papst — auch das Kon­zil selbst — hat jemals ein Dog­ma ver­kün­det, das ver­bind­lich zu glau­ben ist.
    Doch wie steht es, wenn hei­lig­ge­spro­che­ne Päp­ste mög­li­che Irr­tü­mer im ordent­li­chen Lehr­amt ver­kün­den?
    Dann wird Papst Ber­go­glio mit sei­nem Pon­ti­fi­kat auf den Prüf­stand kom­men müs­sen. Denn ein Häre­ti­ker kann nicht gül­tig hei­lig­spre­chen. Doch höchst offi­zi­ell, wenn es wie­der ein Lehr­amt gibt, dass bruch­los an den über­lie­fer­ten Glau­ben anknüpft.
    Wir leben in schlim­men Zei­ten, was unse­re Kir­che anbe­trifft. Doch es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und in Illu­sio­nen zu flüch­ten.

  4. Viel­leicht darf ich mal eine Fra­ge stel­len: Wir hören hier gar nichts mehr von Papst Ber­go­glio. Gibt es einen Grund? Ich wer­de jetzt wie­der zur „Kath.net Lese­rin“, und ich habe mir die neue­ste Ber­go­glio-Per­le von Armin Schwi­bach zu Gemü­te geführt. Sie ende­te mit der päpst­li­chen Fest­stel­lung, dass Jesus uns lieb­kost. Vor­her war die Barm­her­zig­keit wie­der dran.
    Die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta fal­len aus der Barm­her­zig­keit und Lieb­ko­sung, wie Ber­go­glio sie pre­digt, her­aus.
    Und ich kann den Ein­druck fast nicht mehr abweh­ren, dass unse­re katho­li­sche Kir­che einem Nar­ren­haus gleicht…
    Das auf­zu­op­fern, erfor­dert sehr viel Kraft.

    • Papst Franz und sei­ne Äuße­run­gen über Barm­her­zig­keit hin­ter­lässt bei mir jedes mal ein ungu­tes Gefühl. Stets feh­len zen­tra­le Aspek­te der Leh­re der Kir­che.
      Nach­zu­le­sen bei Radio­va­ti­kan ist fol­gen­der Extrakt aus der mor­gend­li­chen Pre­digt in der Casa SM

      „Wenn mich jemand fragt: Pater, ist es so, dass die Barm­her­zig­keit alle Sün­den tilgt? Dann ant­wor­te ich: Nein – was dei­ne Sün­den tilgt, ist die Ver­ge­bung Got­tes!
      Die Barm­her­zig­keit ist Got­tes Art zu ver­ge­ben. Wie wir bereits gehört haben, sag­te Jesus bereits ein­mal: Ich ver­ge­be dir und geh‘!
      Dies­mal sagt er aber: Geh‘ in Frie­den! Denn Jesus geht wei­ter. Er rät der Ehe­bre­che­rin, nicht mehr zu sün­di­gen.

      Da sehen wir sehr gut, was Barm­her­zig­keit ist: die S ü n d e r vor ihren F e i n d e n ver­tei­di­gen, auch wenn es sich um eine gerech­te Ver­ur­tei­lung han­delt.
      Das gilt auch für uns.
      Wie vie­le wer­den wohl in der Höl­le lan­den? Das ist eine gerech­te Stra­fe, a b e r Gott ver­gibt u n s a l l e n. Das ist Barm­her­zig­keit.“
      So sagt der Papst: Die Barm­her­zig­keit zie­he somit eine „Tren­nung zwi­schen Mensch und Sün­de“.

      Was ist denn Sün­de?
      Was bedeu­tet sie im Ver­hält­nis zu Gott?
      Hat der Mensch nichts mit sei­nen Sün­den zu tun?
      Kei­ner der öffent­lich sün­digt darf dem­nach dar­auf auf­merk­sam gemacht wer­den.
      Danach kom­men alle in den Him­mel und das weil der barm­her­zi­ge Gott bedin­gungs­los alle Sün­den ver­gibt?
      Wo bleibt die Reue, die Wie­der­gut­ma­chung der Sün­den­fol­ge?
      Wo der Vor­satz nicht mehr zu sün­di­gen?

      Wozu soll ich denn da noch beich­ten?
      Auf so einen Beicht­va­ter möch­te ich gern ver­zich­ten der dies alles aus­spart.

      • Der krö­nen­de Abschluss die­ser Per­le:

        „Das ist so wie der Him­mel. Wenn wir hin­auf schau­en, dann sehen wir so vie­le Ster­ne. Doch wenn mor­gens die Son­ne scheint, dann sehen wir sie nicht mehr. So ist es auch mit der gött­li­chen Barm­her­zig­keit: ein star­kes Licht wie die Son­ne, die uns u n d u n s er e S ü n d e n strei­chelt. Denn Gott ist mit der Ver­ge­bung und unse­rer Ret­tung ver­bun­den. Jesus ist im heu­ti­gen Tages­evan­ge­li­um wie ein Beicht­va­ter, er belei­digt nicht die Sün­de­rin und will jedes Detail des Ehe­bruchs wis­sen. Nein! Er sagt ein­fach, geh‘ und sün­di­ge nicht mehr.
        Das Groß­ar­ti­ge an Gott ist, dass er uns ver­gibt und strei­chelt.“

    • Ach ja, kath.net, habe die­se Sät­ze von Ber­go­glio gele­sen: „Die Bibel sagt, dass Mose mit dem Herrn von Ange­sicht zu Ange­sicht sprach, wie ein Freund. So muss das Gebet sein: frei, beharr­lich, mit Argu­men­ten. Und auch mit ein wenig Tadel für den Herrn: ‚Aber du hast das ver­spro­chen, und das hast du nicht getan…’, so wie man mit einem Freund spricht. Das Herz die­sem Gebet öff­nen.“

      „Ein wenig Tadel für den Herrn“? „Argu­men­te“? „Aber du hast das ver­spro­chen, und das hast du nicht getan“?.….….….…..so muss das Gebet sein? Ber­go­glio erwägt, dass Gott etwas Ver­spro­che­nes nicht ein­hal­ten könn­te. Seit wann ist „Tadel für den Herrn“ eine ange­mes­se­ne Gebets­hal­tung? Quel­le: http://www.kath.net/news/45497

      • Ber­go­glio über­trifft sich selbst. Die Lit­ur­gie stellt uns den lei­den­den Herrn vor Augen, den Gott­men­schen, der für uns, unse­rer Sün­den wegen, das schwe­re Kreuz getra­gen und am Holz des Kreu­zes unse­re Erlö­sung bewirkt hat, und Ber­go­glio, der gewähl­te Papst der katho­li­schen Kir­che gibt Gebets­tipps, den Herrn zu tadeln, von Freund zu Freund…
        Katho­li­sche Kir­che, Mon­tag nach dem ersten Pas­si­ons­sonn­tag 2014.

        Vitus, Ihre Fra­ge ist nach unten gerutscht. Pater Volpi dürf­te es gut gehen, ver­mu­te ich. Doch es ist Spe­ku­la­ti­on.

  5. Was ist denn jetzt aus der Unter­schrif­ten-Akti­on gegen Pater Volpi gewor­den, weiß man nichts dar­über??

  6. Fran­zis­kus samt sei­nen Pla­stik­per­len lese ich ein­fach nicht mehr. Es ist unsäg­lich, auch was IMEK oben zitiert: „So ist es auch mit der gött­li­chen Barm­her­zig­keit: ein star­kes Licht wie die Son­ne, die uns u n d u n s e r e S ü n d e n strei­chelt.“

    Ich glau­be, F. ist die Peri­pe­thie theo­lo­gi­schen Sub­jek­ti­vis­mus, die fau­le Frucht des Moder­nis­mus.

    Wel­cher Sün­der will denn, dass die Sün­den mit ihm zusam­men gestrei­chelt wer­de?!

    Also, was ande­re emp­fin­den oder den­ken, weiß ich natür­lich nicht, aber mir geht es so, dass ich mit mei­nen Sün­den zusam­men nicht gestrei­chelt wer­den will, son­dern ohne mei­ne Sün­den — die will ich los­ha­ben, will sie weg­ge­nom­men bekom­men, will sie ver­mei­den. Das ist ja wirk­lich das letz­te, wenn man mich strei­chelnd auch noch mit mei­nen Sün­den ver­schweißt und das für „Ver­ge­bung“ hält!!!
    Wol­len wir nicht weiß­ge­wa­schen wer­den, wie es im Psalm heißt, gerei­nigt wer­den?

    Das aber erfor­dert Objek­ti­vi­tät.
    Und genau dar­an hapert es in der moder­ni­sti­schen Kir­che!
    Und alles, was dar­an erin­nert, wird abge­lehnt, zum Bei­spiel die Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus.
    Wenn aller­dings Ästhe­ten sie fei­ern wol­len — auch das ist ja ein gro­ßes Pro­blem, dass sich in den Krei­sen auch selt­sa­me Men­schen tum­meln, die eben nicht die­se Objek­ti­vi­tät, son­dern die Ästhe­tik suchen — dann tut Rom nichts. Es ist okay. Sobald sich aber mit die­sem Usus anti­qui­or auch noch die Objek­ti­vi­tät in aller Deut­lich­keit ver­knüpft, z.B. in Form von Kon­zils­kri­tik, dann ist es aus und vor­bei.

  7. Bischof Huon­der ist in der Schweiz ja seit lan­gem unter mas­si­vem Beschuss pro­gres­si­sti­scher Krei­se. Anfang März gab es unter dem Mot­to „Es reicht!“ eine vom Schweiz. Katho­li­schen Frau­en­bund initi­ier­te grö­ße­re Demon­stra­ti­on in St. Gal­len, bei der dem (nicht ohne Grund) mit viel Applaus begrüß­ten Bischof Büchel, Prä­si­dent der Schwei­zer Bischofs­kon­fe­renz, die For­de­rung an Rom über­ge­ben wur­de, einen Admi­ni­stra­tor für das Chu­rer Bis­tum ein­zu­set­zen – sprich: Bischof Huon­der unter Vor­mund­schaft zu stel­len. Neue Zür­cher Zei­tung online vom 9. 3.: „Ein Admi­ni­stra­tor, der das Ver­trau­en der Mehr­heit haben müss­te, hät­te in einer Über­gangs­zeit die Lage zu ent­span­nen. Die Idee stammt von enga­gier­ten Geist­li­chen und soll in Rom bereits bekannt sein.“

    Unter die­ser Per­spek­ti­ve erscheint Bischof Huon­ders Bestel­lung zum Visi­ta­tor der Petrus­bru­der­schaft in einem zwie­späl­ti­gen Licht. Huon­der wird häu­fig nicht in Chur sein und „sich in ein­zel­nen Fäl­len ver­tre­ten las­sen“, wie aus dem Bis­tum zu hören ist. Im gün­stig­sten Fall ist es ein diplo­ma­ti­scher Schach­zug Roms, um die Fron­ten abzu­küh­len und die Visi­ta­ti­on der Bru­der­schaft von einer Per­son lei­ten zu las­sen, die die­ser Auf­ga­be ent­spricht. Aber es könn­te auch mehr dahin­ter stecken, zumin­dest wit­tern Pro­gres­si­sten Mor­gen­luft. So äußer­te der Lei­ter der Schwei­zer „Pfar­rei-Initia­ti­ve“ (St. Gal­ler Tag­blatt online vom 29. 3.): „Wenn das Bis­tum selbst schreibt, der Bischof wür­de sich des­we­gen für Auf­ga­ben im Bis­tum ver­tre­ten las­sen, dann ist dar­in viel­leicht eine diplo­ma­ti­sche Lösung für eine Ver­tre­tung schon ange­bahnt.“

    Eine höchst per­fi­de Spiel­art eines „diplo­ma­ti­schen Schach­zu­ges“ wäre es, Bischof Huon­der eine ihm schein­bar sehr ent­spre­chen­de Auf­ga­be zuzu­wei­sen, ihn dabei aber gegen sei­nen Wil­len als Instru­ment einer Zurecht­wei­sung der Petrus­bru­der­schaft im Sin­ne von peni­bel­ster V2-Treue und ver­stärk­ter Beach­tung des NOM zu gebrau­chen – und zugleich vor­zu­bah­nen, dass er in Chur in Zukunft durch einen stän­di­gen Admi­ni­stra­tor „beglei­tet“ wird.

    Ich möch­te mir, v. a. aber Bischof Huon­der wün­schen, dass dem nicht so sei, aber lässt es sich aus­schlie­ßen, so, wie die Din­ge zur Zeit ste­hen?

    • beten wir für den guten Chu­rer Bischof Huonder,der treu sei­nen Weg als wah­rer Hir­te geht.Unglaublich,was sich der kath. Frau­en­bund da lei­stet-aber noch schlim­mer der omi­nö­se Bischof Büchel mit sei­nen häre­tisch pro­pa­gier­ten The­sen (Frau­en­prie­ster­tum ect)-der eine sol­che Demon­stra­ti­on gestat­tet bezw.zugelassen hat.Ein unkol­le­gia­les Ver­hal­ten-beschä­mend für die­sen eit­len von sich ein genom­me­nen Menschen.Wenn ich SE Bischof vitus Huon­der einen guten Tipp geben könnte:austreten aus der Bischofs­kon­fe­renz-die­se ist kei­ne kano­ni­sche Einrichtung,bezw hat kei­ne juri­sti­sche Kom­pe­tenz, und mein Tipp an Büchel:Eitelkeit und man­geln­des Pro­fil ist immer destruktiv!Mag man am CH Staats­fern­se­hen noch so gross herauskommen,von den Kir­chen­fein­den gelob­hu­delt und ver­herr­licht wer­den.

      • Das Pro­blem in der Schweiz ist (glau­be ich als Bay­er, den es in die Schweiz ver­schla­gen hat) das Staats­kir­chen­sy­stem, das eigent­lich etwas Ver­wal­tungs­tech­ni­sches sein soll­te und lei­der ein Eigen­le­ben in bezug auf Leh­re ent­wickelt hat. Huon­der ist der ein­zi­ge Bischof, den ich als wirk­lich römisch-katho­lisch wahr­neh­men kann, Büchel ist für mich außer­halb der Kir­che und von den ande­ren Bischö­fen hört man ein­fach nix, kennt man ja kaum den Namen. Und in Zürich, o Wun­der, ist die ein­zi­ge ernst­zu­neh­men­de Lit­ur­gie bei der FSSP-Per­so­nal­pfar­rei (wie­der Dank an SE Huon­der!!), wäh­rend ich in Lieb­frau­en schon mal einen „Got­tes­dienst“ in Kon­ze­le­bra­ti­on mit einem refor­mier­ten Geist­li­chen erlebt habe, wo der auch gleich noch die Kom­mu­ni­on gekriegt hat…

  8. Die FSSP ver­fügt ja auch über Leu­te wie Pater Reck­ten­wald, die poli­tisch kor­rekt immer ein wenig gegen die FSSPX kei­len… Sicher kein Nach­teil in die­ser Situa­ti­on.

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