Ein heiligmäßiger Priester lebt jeden Tag die vollkommene Hingabe seiner Person, jeder Faser seines Wesens, an Christus, der Haupt und Hirte der Herde ist, zu jeder Zeit und an jedem Ort – Interview mit Raymond Leo Kardinal Burke (4. Teil)

cardinal-burkeIch wür­de ger­ne das The­ma gleich­ge­schlecht­li­cher „Ehen“ anschnei­den. Erz­bi­schof Ful­ton Sheen sagt: „Eine Reli­gi­on, die nicht in die welt­li­che Ord­nung ein­greift, wird bald fest­stel­len, dass die welt­li­che Ord­nung nicht davor zurück­schreckt, in sie ein­zu­grei­fen.“ Was das angeht, unter­stüt­zen die libe­ra­len Medi­en eif­rig die welt­li­che Ord­nung. Wie kann die öffent­li­che Mei­nung auf die Tat­sa­che auf­merk­sam gemacht wer­den, dass der Grund, wes­halb die Kir­che in die­se neu­en Metho­den ein­greift, dar­in besteht, dass die Poli­tik mehr und mehr in das Natur­recht ein­ge­grif­fen hat? Kann, Emi­nenz, die jüng­ste Reak­ti­on der fran­zö­si­schen Gesell­schaft auf die arro­gan­te Ein­füh­rung eines „Rech­tes“ auf das Ein­ge­hen einer gleich­ge­schlecht­li­chen „Ehe“ uns Hoff­nung geben auf ein katho­li­sches Erwa­chen in Euro­pa?

Das zur Debat­te ste­hen­de The­ma ist gera­de das Natur­recht, das die uner­setz­li­che Grund­la­ge aller Geset­ze ist. Das Natur­recht, das in jedes mensch­li­che Herz ein­ge­schrie­ben ist, wie der hei­li­ge Pau­lus im Brief an die Römer (Röm 2,15) bemerkt, lehrt jene nicht ver­han­del­ba­ren Prin­zi­pi­en des Rech­tes, ohne die es kei­nen Sinn macht, von Gerech­tig­keit und Lie­be zu spre­chen. Ich ver­wei­se auf den Respekt für die Wür­de des mensch­li­chen Lebens, für die Unver­sehrt­heit von Ehe und Fami­lie sowie für die Aus­übung der Reli­gi­on. Regie­run­gen, wel­che Geset­ze ein­füh­ren, wel­che die Bezie­hung zwei­er Per­so­nen des glei­chen Geschlechts als ehe­lich aner­ken­nen, ver­let­zen das Natur­recht, das lehrt, dass die Ehe die Ver­bin­dung eines Man­nes und einer Frau ist und dass die sexu­el­le Ver­ei­ni­gung kor­rek­ter­wei­se zur Ehe gehört. Die jüng­ste Ant­wort der Bür­ger Frank­reichs auf eine der­ar­ti­ge Gesetz­ge­bung weist hin auf die Wahr­heit des Natur­rechts und ruft die Regie­rung auf, ein unge­rech­tes Gesetz zu refor­mie­ren. Das Logo von La Manif Pour Tous ist beein­druckend. Es deu­tet hin auf die Wahr­heit, dass – gemäß der Natur, gemäß Got­tes Plan für uns und unse­re Welt – ein Kind von einem Vater und einer Mut­ter kommt und einen Vater und eine Mut­ter braucht für sei­ne oder ihre gesun­de Ent­wick­lung und Ent­fal­tung. Das Han­deln der Fran­zo­sen ist zum Modell gewor­den für ande­re Natio­nen, die sich ver­gleich­ba­ren staat­li­chen Aktio­nen gegen­über sehen wer­den. Wenn sol­che ernst­haft unge­rech­ten Geset­ze kor­ri­giert wer­den sol­len, müs­sen die Bür­ger gewarnt wer­den und bereit sein, aktiv zu wer­den, indem sie ihrem festen Wider­spruch dage­gen Aus­druck ver­lei­hen.

Besteht Hoff­nung, dass der schlim­me Trend in der Gesetz­ge­bung der USA, was den Lebens­schutz betrifft, umge­kehrt wer­den kann? Kön­nen Pro-life-Akti­vi­sten in die­ser Ange­le­gen­heit wirk­sam han­deln? War­um war die Stra­te­gie der Abtrei­ber so wirk­sam, und wie kann man ihr erfolg­reich ent­ge­gen­tre­ten?

Es besteht Hoff­nung, dass die üblen, gegen das Leben gerich­te­ten Geset­ze der Ver­ei­nig­ten Staa­ten umge­stürzt wer­den kön­nen und dass der Anti-life-Bewe­gung, die noch mehr sol­cher Geset­ze for­dert, Wider­stand gelei­stet wer­den kann. Die Pro-life-Bewe­gung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten arbei­tet seit 1973 dar­an, die unge­rech­te Ent­schei­dung des Ober­sten Gerichts­hofs umzu­keh­ren, wel­che die Geset­ze der Bun­des­staa­ten, die Abtrei­bung ver­bie­ten, auf­hob. Es stimmt, dass die Ent­schei­dung des Ober­sten Gerichts­hofs steht, aber es stimmt auch, dass die Pro-life-Bewe­gung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten noch stär­ker gewor­den ist, das heißt, dass mehr und mehr Bür­ger, beson­ders jun­ge Bür­ger, auf­ge­weckt wur­den für die Wahr­heit über das schwer­wie­gen­de Übel der Abtrei­bung.

Es gibt eine Rei­he von Grün­den, war­um lebens­feind­li­che Geset­ze und Ent­schei­dun­gen der Gerich­te in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten bis heu­te maß­ge­bend sind. Die Mäch­te der Säku­la­ri­sie­rung waren und blei­ben ein­fluss­reich und wer­den unter­stützt vom größ­ten Teil der Mas­sen­me­di­en. Es gab in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten für eini­ge Jahr­zehn­te eine schwer­wie­gend man­gel­haf­te Kate­che­se, die Erwach­se­ne und jun­ge Leu­te nur schlecht gerü­stet hat, die Wahr­heit des Sit­ten­ge­set­zes zu ver­tei­di­gen. Es gab auch die Nei­gung in der Kir­che, furcht­sam zu sein hin­sicht­lich der ern­sten Pflicht, die Wahr­heit in der Öffent­lich­keit zu ver­tei­di­gen, ver­bun­den mit einer fal­schen Inter­pre­ta­ti­on der „non-estab­lish­ment clau­se“ der Ver­fas­sung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Die „non-estab­lish­ment clau­se“ ver­bie­tet eine fest­ste­hen­de Reli­gi­on oder eine Staats­re­li­gi­on in den USA, aber sie ver­bie­tet der Kir­che nicht, öffent­lich Zeug­nis für die Wahr­heit abzu­le­gen. Die fal­sche Inter­pre­ta­ti­on wird zumeist „Tren­nung von Kir­che und Staat“ genannt und wür­de das Wir­ken der Kir­che aus­schließ­lich auf kirch­li­che Ange­le­gen­hei­ten beschrän­ken. Dies sind eini­ge der Fak­to­ren, die gegen das Leben und die Fami­lie gerich­te­te Bewe­gun­gen in den USA beför­dert haben.

Was soll­ten Län­der wie Polen tun, um nicht die Feh­ler der west­li­chen Län­der zu wie­der­ho­len?

Erwach­se­ne, jun­ge Leu­te und Kin­der müs­sen in Bezug auf die zen­tra­len mora­li­schen Fra­gen der Gegen­wart gebil­det wer­den. Bil­dung bezüg­lich des Natur­rechts und sei­ner Anwen­dung auf aktu­el­le Fra­gen ist grund­le­gend. Inner­halb der Kir­che fin­det sol­che Bil­dung statt wäh­rend der Sonn­tags­pre­digt und kate­che­ti­scher Unter­wei­sung, in katho­li­schen Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten sowie auf Ver­an­stal­tun­gen, die dazu die­nen, das Ver­ständ­nis des christ­li­chen Zeug­nis­ses zu ver­tie­fen, das in unse­rer Zeit von uns ver­langt wird. In Ergän­zung zur Bil­dung soll­ten die Medi­en oft genutzt wer­den, um die Leh­re der Kir­che zu prä­sen­tie­ren. Wir soll­ten nicht zögern, die Leh­re der grund­le­gen­den Wahr­hei­ten zu wie­der­ho­len. Heu­te kann man nichts vor­aus­set­zen, was mora­li­sche Bil­dung betrifft. Öffent­li­che Kund­ge­bun­gen zugun­sten ver­nünf­ti­ger Geset­ze, in Über­ein­stim­mung mit dem Sit­ten­ge­setz, sind gleich­falls wich­tig. Wir müs­sen öffent­lich die Festig­keit unse­rer Über­zeu­gun­gen demon­strie­ren.

Sofern wir Gott nicht wahr­haft lie­ben, kön­nen wir nicht unse­re Näch­sten lie­ben. Wie kann unse­re Got­tes­ver­eh­rung uns dabei hel­fen, für die Ver­tei­dung des mensch­li­chen Lebens ein­zu­tre­ten?

Gemäß der klas­si­schen Weis­heit der Kir­che ist das Gesetz des Betens wesens­mä­ßig ver­bun­den mit dem Gesetz des Glau­bens und dem Gesetz der Pra­xis. Chri­stus kommt durch die hei­li­ge Lit­ur­gie in unse­re Mit­te, beson­ders in den Sakra­men­ten der aller­hei­lig­sten Eucha­ri­stie und der Buße, um unse­re Her­zen von der Sün­de zu rei­ni­gen und unse­re Her­zen mit sei­ner eige­nen Lie­be durch die Aus­gie­ßung des Hei­li­gen Gei­stes zu ent­zün­den. Nur wenn wir einen festen Sinn für die Rea­li­tät der Begeg­nung mit Chri­stus in der hei­li­gen Lit­ur­gie haben, ver­ste­hen wir die Wahr­hei­ten des Glau­bens und des mora­li­schen Lebens, und was sie für unser täg­li­ches Leben bedeu­ten. Die­ser Sinn wird genährt durch eine Wei­se, die hei­li­ge Lit­ur­gie zu fei­ern, in der unse­re Augen auf Chri­stus gerich­tet sind und nicht auf uns selbst. Es soll­te uns nicht über­ra­schen, dass die Zeit der nach­kon­zi­lia­ren Expe­ri­men­te mit der hei­li­gen Lit­ur­gie – eine Zeit, die gekenn­zeich­net war von so vie­len lit­ur­gi­schen Miss­bräu­chen – beglei­tet war von einem Ver­lust des Glau­bens und einem mora­li­schen Nie­der­gang. Wenn die hei­li­ge Lit­ur­gie nur als rein mensch­li­che Akti­vi­tät betrach­tet wird, eine mensch­li­che Erfin­dung, ist sie nicht län­ger wah­re Gemein­schaft mit Gott und nährt daher nicht län­ger den Glau­ben und sei­ne Pra­xis im täg­li­chen Leben.

Zum Abschluss, Emi­nenz, möch­te ich Sie ger­ne fra­gen, was Ihre Defi­ni­ti­on eines hei­lig­mä­ßi­gen Prie­sters ist …

Ein hei­lig­mä­ßi­ger Prie­ster lebt jeden Tag die voll­kom­me­ne Hin­ga­be sei­ner Per­son, jeder Faser sei­nes Wesens, an Chri­stus, der Haupt und Hir­te der Her­de ist, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Das ist der Kern der Kon­se­kra­ti­on, die durch die Wei­he eines Prie­sters erwirkt wird. Er strebt danach, all sei­ne Ein­stel­lun­gen, Wor­te und Taten der Wirk­lich­keit sei­ner See­le anzu­pas­sen, die, durch sei­ne Wei­he zum Prie­ster zur Aus­übung der pasto­ra­len Lie­be Chri­sti, des Haup­tes und Hir­ten, unaus­lösch­lich gekenn­zeich­net ist. Ein guter und hei­lig­mä­ßi­ger Prie­ster wid­met jeden Tag den ersten und besten Teil sei­ner Zeit dem Gebet und, vor allem, der Fei­er der hei­li­gen Mes­se sowie dem regel­mä­ßi­gen Bekennt­nis sei­ner Sün­den im Sakra­ment der Beich­te. Die Ver­eh­rung des hei­lig­sten Her­zens Jesu, des aller­hei­lig­sten Sakra­ments und der seli­gen Jung­frau Maria, Mut­ter Chri­sti und Mut­ter der Prie­ster, ver­an­lasst den Prie­ster zur wür­di­gen Fei­er der Sakra­men­te und hilft ihm, die ver­schie­de­nen Aspek­te sei­nes prie­ster­li­chen Dien­stes nach dem Her­zen Jesu, des Hohen­prie­sters, zu voll­zie­hen. Aus der Ver­ei­ni­gung sei­nes Her­zens mit dem prie­ster­li­chen Her­zen Jesu zieht er die Inspi­ra­ti­on und Stär­ke, um die pasto­ra­le Sor­ge für die Her­de aus­zu­üben, die ihm ent­spre­chend dem Her­zen Jesu anver­traut wur­de. Die Ver­ei­ni­gung des Her­zens Jesu mit dem Herz des Prie­sters führt den Prie­ster dazu, sich beson­ders dem Stu­di­um des Wor­tes Got­tes zu wid­men, wie es uns in der Hei­li­gen Schrift und in der Hei­li­gen Tra­di­ti­on über­lie­fert wur­de. Dar­über hin­aus wid­met er sich der sorg­fäl­ti­gen Vor­be­rei­tung sei­ner Lehr­tä­tig­keit in Bezug auf den Glau­ben und sei­ner sakra­men­ta­len Dien­ste, sowie einer akti­ven Sor­ge für die Bedürf­nis­se, vor allem die geist­li­chen Bedürf­nis­se, der Her­de, die ihm anver­traut wur­de. Schließ­lich ist ein hei­li­ger Prie­ster in voll­stän­di­ger Gemein­schaft mit dem Papst und den mit ihm durch das apo­sto­li­schen Amt, das in der Kir­che von der Zeit des hei­li­gen Petrus und der ande­ren Apo­stel an wei­ter­ge­ge­ben wur­de, in Gemein­schaft ste­hen­den Bischö­fen. Er ist eben­falls in Gemein­schaft mit sei­nen Mit­brü­dern im Prie­ster­amt, indem er ihnen ein gutes Bei­spiel gibt sowie sie ermun­tert und unter­stützt mit brü­der­li­cher Wert­schät­zung und Zunei­gung.

Das Inter­view führ­te Iza­bel­la Paro­wicz (Polo­nia Chri­stia­na) und wur­de von M. Bene­dikt Bue­r­ger (Katholisches.info) ins Deut­sche über­tra­gen. Im Auf­trag von Kar­di­nal Bur­ke wur­de die deut­sche Über­set­zung von Kanon Karl W. Len­hardt vom Insti­tut Chri­stus König und Hoher­prie­ster geprüft und für Katholisches.info auto­ri­siert.
Bild: Archiv

5 Kommentare

  1. “ … Kanon Karl W. Len­hardt vom Insti­tut Chri­stus König und Hoher­prie­ster …“
    Ihr wißt nicht ein­mal mehr, was ein Kano­ni­kus (eng­lisch: canon) ist. Ein Blick in ein eng­lisch-deut­sches Wör­ter­buch hät­te Euch auf­ge­hol­fen.

  2. Wenn bloss mehr Kar­di­nä­le der­ar­ti­gen Klar­text reden wür­den !

    Der Grün­der des „Opus Dei“, der hl. Josef Maria Escri­va, unter­streicht gleich­sam
    die Aus­füh­run­gen von Kar­di­nal Bur­ke, indem er her­vor­hebt:
    -
    „Ich ver­ste­he nicht den Eifer eini­ger Prie­ster, unter den ande­ren Chri­sten auf­ge­hen zu wol­len und ihre beson­de­re Auf­ga­be in der Kir­che, jene Auf­ga­be, wozu sie geweiht wur­den, bei­sei­te zu schie­ben oder hint­an­zu­set­zen. Sie las­sen sich von dem Gedan­ken lei­ten, die Chri­sten möch­ten im Prie­ster einen Men­schen wie jeden ande­ren sehen. Doch das stimmt nicht. Sie suchen im Prie­ster die Tugen­den, die jeden Chri­sten, ja, jeden guten Men­schen kenn­zeich­nen müs­sen: Ver­ständ­nis, Gerech­tig­keits­sinn, Arbeit­sam­keit — die im Fal­le des Prie­sters spe­zi­fisch prie­ster­li­che Arbeit bedeu­tet -, Näch­sten­lie­be, Anstand, Höf­lich­keit. Aber außer­dem erwar­ten die Gläu­bi­gen, daß der prie­ster­li­che Cha­rak­ter deut­lich her­vor­tritt: daß der Prie­ster betet, daß er sich nicht wei­gert, die Sakra­men­te zu spen­den, daß er bereit ist, sich aller anzu­neh­men und sich nicht dazu ver­füh­ren läßt, lei­ten­der oder mili­tan­ter Ver­fech­ter irgend­wel­cher mensch­li­cher Par­tei­in­ter­es­sen zu sein (Vgl. II. Vati­ka­ni­sches Kon­zil, Dekr. Pres­by­terorum Ordi­nis, 6) sie erwar­ten vom Prie­ster, daß er in Lie­be und Andacht die hei­li­ge Mes­se fei­ert, Beich­te hört, Kran­ke und Bedräng­te trö­stet, Bedürf­ti­gen mit sei­nem Rat und sei­ner Lie­be bei­steht, Kin­der und Erwach­se­ne im Glau­ben unter­weist, das Wort Got­tes pre­digt; nicht aber, daß er einer pro­fa­nen Wis­sen­schaft nach­geht, die — mag er sie auch noch so gut beherr­schen — nicht die Wis­sen­schaft vom Heil und vom ewi­gen Leben ist.“
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  3. Ach so. Ein hei­lig­mä­ßi­ger Prie­ster lebt .…in Gemein­schaft mit dem Papst und den Bischö­fen.
    Egal, was die­se leh­ren.
    Dann muss ich in die Mes­se Paul VI. zurück. Denn unser Diö­ze­san­bi­schof erlaubt kei­ne Per­so­nal­pfar­rei­en, gelei­tet von Eccle­sia-Dei-Prie­stern. Bei uns gibt es nur die FSSPX, die sich zwar auch gern unter­ord­nen wür­de, aber Papst Ber­go­glio hat kein Inter­es­se, er gestat­tet kei­ne Gemein­schaft.
    Was nun?
    Was zeich­net einen „hei­li­gen Kar­di­nal“ aus? Dass er den Glau­ben ver­tei­digt. Auch gegen inne­re Fein­de. Aber man kann von Kar­di­nal Bur­ke nicht ver­lan­gen, dass er über das For­mat eines hei­li­gen Atha­na­si­us oder eines hei­li­gen Hil­ari­us von Poi­tiers ver­fügt.
    Was zeich­ne­te die­se bei­den Bischö­fe aus? Sie kämpf­ten im 4. Jahr­hun­dert fast allein gegen den Aria­nis­mus, für die Gott­heit Jesu Chri­sti, gegen die behaup­te­te „Gott­ähn­lich­keit.“
    Der katho­li­sche Glau­be wird seit dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil von Häre­si­en gera­de­zu erstickt. Kar­di­nal Bur­kes „Rezept“ ist selbst­mör­de­risch. Den­je­ni­gen zu gehor­chen, die dafür die Ver­ant­wor­tung tra­gen ist sein „Heil­mit­tel.“ Das kommt mir vor wie Selbst­mord. „Glau­bens­selbst­mord.“

    • Sehen Sie, @ zeit­los, dies­mal muss ich Ihnen unum­wun­den und voll­stän­dig recht­ge­ben. ja, so ist es! Es ist schi­zo­phren. Mir wür­den zwei Köp­fe wach­sen, wenn ich Bur­ke so fol­gen soll­te.

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