Benedikt XVI. verfaßte Kritik an Franziskus-Interview

Benedikt XVI. verfaßte Kritik zum Franziskus-Interview(Rom) Der eme­ri­tier­te Papst Bene­dikt XVI. ver­faß­te zum umstrit­te­nen Inter­view von Papst Fran­zis­kus in der Jesui­ten­zeit­schrift Civil­tà  Cat­to­lica vom 19. Sep­tem­ber 2013 einen umfang­rei­chen kri­ti­schen Kommentar. 

Dies gab sein per­sön­li­cher Sekre­tär und Prä­fekt des Päpst­li­chen Hau­ses, Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein, im Rah­men einer Sen­dung des ZDF zum ersten Jah­res­tag der Wahl von Papst Fran­zis­kus bekannt. Vier Sei­ten umfas­sen die kri­ti­schen Anmer­kun­gen zu jenem umstrit­te­nen Inter­view. Papst Fran­zis­kus sag­te damals zur Kri­tik, daß er nicht zur Abtrei­bung und „Homo-Ehe“ Stel­lung neh­me: „Wir kön­nen uns nicht immer mit der Fra­ge um die Abtrei­bung befas­sen, mit homo­se­xu­el­len Ehen, mit den Ver­hü­tungs­me­tho­den. Das geht nicht“. Zu den begei­ster­ten Aus­las­sun­gen des Athe­isten Euge­nio Scal­fa­ri über das auto­no­me Gewis­sen als Letzt­in­stanz sag­te er bestä­ti­gend: „Auf das Gewis­sen zu hören und ihm zu gehor­chen bedeu­tet näm­lich, sich ange­sichts des als gut oder böse Erkann­ten zu ent­schei­den. Und von die­ser Ent­schei­dung hängt ab, ob unser Han­deln gut oder schlecht ist.“

Als Papst Fran­zis­kus Bene­dikt XVI. das Exem­plar der Jesui­ten­zeit­schrift zukom­men ließ, war das Inter­view bereits ver­öf­fent­licht. Bene­dikt unter­zog das Inter­view einer kri­ti­schen Ana­ly­se und „Papst zu Papst“ über­mit­tel­te er sei­nem Nach­fol­ger wunsch­ge­mäß sei­ne Kri­tik, ins­ge­samt vier Sei­ten mit „inter­es­san­ten“ Anmer­kun­gen. Wel­che Kri­tik Bene­dikt XVI. am Inter­view übte, gab Erz­bi­schof Gäns­wein „natür­lich“ nicht bekannt.

Erz­bi­schof Georg Gäns­wein sag­te im ZDF-Interview:

„Als Pater Spa­daro dann dem Papst Fran­zis­kus das erste Exem­plar die­ses Inter­views, also die­ses Hefts gege­ben hat, hat Papst Fran­zis­kus mir dann das gege­ben und gesagt, das brin­gen Sie jetzt Papst Bene­dikt, und Sie sehen die erste Sei­te nach dem Inhalts­ver­zeich­nis ist leer, da soll er, Papst Bene­dikt soll alles hin­ein­schrei­ben, was er an Kri­tik, wenn er es liest, hat, und mir dann wei­ter­ge­ben, oder mir zurück­ge­ben, das hab ich dann zurück­ge­ge­ben, Ent­schul­di­gung, das hab ich dann Papst Bene­dikt gebracht, also jetzt muss ich aber zitie­ren, was Papst Fran­zis­kus gesagt hat, also Sie sehen Hei­li­ger Vater, hier ist eine lee­re Sei­te, und bit­te hier alle Über­le­gun­gen, alle Kri­tik­punk­te, alle Vor­schlä­ge ein­tra­gen, und ich trag dann die Beu­te zurück zu Papst Fran­zis­kus. Drei Tage spä­ter sagt er zu mir, hier habe ich 4 Sei­ten, natür­lich jetzt nicht von Hand, son­dern er hats dann der Schwe­ster dik­tiert, in einem Brief und die­sen Brief bit­te Papst Fran­zis­kus geben. Er hat sei­ne Haus­auf­ga­ben gemacht. Also dann sagt er, er hat es gele­sen und ist der Bit­te sei­nes Nach­fol­gers nach­ge­kom­men und hat in der Tat eini­ge, ja sagen wir so, eini­ge Über­le­gun­gen und auch eini­ge Anmer­kun­gen zu bestimm­ten Aus­sa­gen oder zu bestimm­ten Fra­gen gemacht, von denen er meint, daß also dar­über viel­leicht an ande­rer Stel­le ergän­zend was zu sagen wäre. Natür­lich wer­de ich nicht sagen was, aber das war interessant.“

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: UCCR

79 Kommentare

  1. „Natür­lich wer­de ich nicht sagen was, aber das war interessant.“
    Inter­es­sant? Es wird lang­sam lächer­lich. Papst 1 setzt das Gewis­sen an die Stel­le Jesus Chri­stus und Papst 2 schreibt eine Kri­tik dar­über die wir natür­lich nicht erfah­ren werden.
    Ich hät­te auch ein paar Über­le­gun­gen und Anmer­kun­gen. Aber ich glau­be das las­se ich lie­ber. Es wür­den den Rah­men spren­gen und die Forums­lei­tung wür­de es auch rich­ti­ger­wei­se nicht bringen.
    Per Mari­am ad Christum.

    • An die­ser Stel­le sei der Forums­lei­tung ein­mal gedankt, die auch kri­ti­sche Stim­men zuläßt, was nicht über­all in katho­li­schen Foren gepflegt wird. Das hier dient der Stim­me der Katho­li­ken. Der „Vor­red­ner“ hat schon Recht, es ist mehr als son­der­bar, was sich da tut. Ein amtie­ren­der Papst und ein nicht mehr amtie­ren­der Papst pas­sen ein­fach nicht zusam­men. Ich hal­te den Rück­tritt daher für einen Fremd­kör­per, der mög­li­cher­wei­se bei gesti­ger Umnach­tung ein­grei­fen könn­te. Da bin ich aber auf gefähr­li­chem Eis.

      • Die Sache ist, die, dass zumin­dest ich dach­te, hin­ter dem Rück­tritt stecke eine begin­nen­de Alters­er­kran­kung, die auch das Gehirn angreift und Bene­dikt ist ein­fach nicht der Mensch öffent­lich zu sie­chen, wie das JPII getan hat und was mich zumin­dest, tief beein­druckt hat
        Mensch­lich habe ich von daher ver­stan­den, dass Bene­dikt zurück­tre­ten woll­te und ein zurück­ge­zo­ge­nes Leben füh­ren wollte.
        Nun bin ich gespal­ten , einer­seits freue ich mich, den ver­ehr­ten und gelieb­ten Bene­dikt bei doch guter Gesund­heit, und intak­ter gei­sti­ger Gesund­heit zu sehen und davon zu hören, dass dem so ist.
        Nur ver­steh ich dann immer weni­ger, war­um er zurück­ge­tre­ten ist.

        • Woj­ty­las Fest­kle­ben am Stuhl fand ich kei­nes­wegs beein­druckend, ein Groß­teil der Welt sicher auch nicht, obwohl die Jour­nail­le Lobes­hym­nen sang.

          Das sie­chen­de Papst­ie­ren ließ viel­mehr die gan­ze Kir­che, deren Ober­haupt er ja lei­der war, als dahin­sie­chend erscheinen.

          So wie Woj­ty­la als Gesun­der der Kir­che scha­de­te, scha­de­te er ihr auch als Kranker.

          • Nun da könn­ten sie auch behaup­ten dass Chri­stus ab sei­ner Gefan­gen­nah­me der Kir­che gescha­det habe.
            Ich per­sön­lich fand, dass JPII gera­de in sei­nen letz­ten Jah­ren ernst gemacht hat mit sei­nem ersten apo­sto­li­sche Schrei­ben, dass da lau­tet „von der heil­brin­gen­den Kraft des Leidens“.
            Damit erschien er mir authen­ti­scher, als all die­se Pfar­rers­leut und kirch­li­chen Cari­tas­mit­ar­bei­ter die einem ver­su­chen, mit dem Hin­weis auf Chri­stus zu trö­sten, wenn es einem schlecht geht, denen es aber sel­ber gut geht, was den Trost irgend­wie unecht macht.

          • Tja, da feh­len mir schlicht die Wor­te. Johan­nes Paul II. hat unend­lich viel für sei­ne Kir­che gelei­stet. Aber was soll ich mir die Mühe machen, Ihnen groß zu ant­wor­ten. Sol­che Aus­sa­gen über einen Jahr­tau­send-Papst sind schlicht nicht Ernst zu nehmen.

          • Was Chri­stus ab sei­ner Gefan­gen­nah­me tat bzw. sich antun ließ, war das Süh­ne­op­fer für die Menschheit.

            Im Gegen­satz dazu das Fest­kle­ben Woj­ty­las, der durch sein Fest­kle­ben ver­ur­sach­te, daß die Kir­che lan­ge Zeit prak­tisch ohne Ober­haupt war und viel­leicht auch gera­de dadurch jene Zustän­de im Vati­kan auf­ka­men, deret­we­gen Bene­dikt XVI. mög­li­cher­wei­se zurücktrat.

            Und die­sen Glau­bens­re­la­ti­vie­rer und Glau­bens­ver­rä­ter Woj­ty­la als „Jahr­tau­send­papst“ zu bezeichnen …

          • Das Papst­amt ist kein Job, son­dern das Amt des Stell­ver­tre­ters Chri­sti auf Erden.
            Und das Hän­gen am Kreuz gehört zum Sein Chri­sti auf Erden dazu.
            Ergo hat Papst Johan­nes Paul das vor­ge­lebt, auf das es bei Chri­stens ankommt, näm­lich sein Kreuz auf sich zu nehmen.
            Wei­ter hal­te ich es für illu­so­risch zu den­ken, und die Päp­ste seit Johan­nes XXIII sagen es ja andau­ernd, dass am Papst viel hängt.
            Wenn schon ein Paul VI das Fen­ster nicht hat schlie­ßen könn­nen, wenn ein Bene­dikt XVI dann doch geflo­hen ist, und ein Fran­zis­kus aufs Regie­ren ganz ver­zich­tet, dann muss Papst­sein mehr und anders sein, als smar­ter, agi­ler Chef einer gro­ßen NGO.

            An dem Bild, dass schon unter JPII unter den From­men zir­ku­lier­te „böse, Kurie, alles Frei­mau­rer, aber guter Papst, der aber allei­ne ist“ kann was nicht stimmen!

            Auf jeden Fall kann man sich als Lei­den­der mehr von JPII‘ letz­ten Jah­ren trö­sten las­sen, als von den wil­den Ver­ur­tei­lun­gen des aktu­el­len Pontifikats.

          • Der Papst führt ein aus­ge­spro­chen wich­ti­ges Amt. Und die­ses Amt kann er nur bei vol­ler gei­sti­ger Gesund­heit füh­ren. Das aber konn­te Woj­ty­la lan­ge Zeit nicht mehr. Aus die­sem Grun­de wäre es sei­ne Pflicht gewe­sen, auf das Amt zu ver­zich­ten. Durch sein Fest­kle­ben ver­ur­sach­te er statt­des­sen eine lan­ge prak­ti­sche Sedisvakanz.

            Ganz anders dage­gen Chri­sti Kreu­zes­op­fer. Mit die­sem Opfer erlö­ste Chri­stus die Mensch­heit. Dage­gen bela­ste­te Woj­ty­la mit sei­nem Fest­kle­ben jah­re­lang die katho­li­sche Christenheit.

            Einer der Beweg­grün­de Bene­dikts XVI. dürf­te sicher sein, daß er die Kir­che nicht auch noch sei­ner­seits so bela­sten woll­te wie Woj­ty­la mit des­sen letz­ten Jahren.

            „böse, Kurie, alles Frei­mau­rer, aber guter Papst, der aber allei­ne ist“
            Die­ses Bild stimmt für Woj­ty­la tat­säch­lich nicht — denn er war min­de­stens vie­ler sei­ner Wor­te und Hand­lun­gen nach eben­falls ein Frei­mau­rer, und zwar ein beson­ders arger.

          • Mein lie­ber See­feld, alle Päp­ste haben bis­lang an ihrem Amt „fest­ge­klebt“.
            Außer die Päp­ste Hip­po­ly­tus und Cal­lix­tus, was jedoch ein spe­zi­al­ge­la­ger­ter Son­der­fall war. Dann Papst Cöle­stin und am Ende Papst Bene­dikt XVI!, dazu noch ein paar Gegen­päp­ste, wo der Rück­tritt jedoch Pflicht war!
            Anson­sten blei­ben alle Päp­ste im Amt, bis dass der Tod ihnen die­se Bür­de und Wür­de nahm!
            Im Grun­de erklä­ren sie mit ihren Kom­men­ta­ren über 260 Päp­ste zu eigen­sin­ni­gen, an ihrem Stuhl kle­ben­den Leuten!
            In mei­nen Augen hat das öffent­li­che Anneh­men des Lei­dens von JPII, vie­les wie­der gut gemacht und das hat ihn zu einem Hei­li­gen gemacht!

          • Ja, die Päp­ste blie­ben fast alle bis zu ihrem Tode im Amt — das sie aller­dings mei­nes Wis­sens bis zu ihrem Tode oder bis kurz vor ihrem Tode ord­nungs­ge­mäß füh­ren konn­ten. Dage­gen ist mir nicht bekannt, daß irgend­ein Papst gehirns­mä­ßig jah­re­lang beein­träch­tigt war wie die­ser Woj­ty­la, und schon die­se Bege­ben­heit soll­te zu den­ken geben …

          • Leo XIII z.B und all die Päp­ste der Ver­fol­gungs­zeit, z.B auch Petrus hims­elf, die im Ker­ker saßen und dort nichts machen konnten.
            AUch in neue­rer Zeit z.b Pius VI.
            Mal ganz neben­bei, ich fin­de weder Pfar­rer, noch Bischö­fe noch Kar­di­nä­le noch Päp­ste soll­te zurück­tre­ten dürfen.
            Dele­gie­ren ja, sich ver­tre­ten las­sen auch ja, aber all die­se Ämter sind eine Art gei­sti­ger Vater­schaft und es ist in einer Zeit wo Väter eh ins Hin­ter­tref­fen gera­ten sind, nicht gera­de ein gutes Zei­chen, wenn auch die gei­sti­ge Vater­schaft nur unter dem Aspekt des „Kön­nens“ gese­hen wird,

          • Dass sol­che pein­li­chen Kom­men­ta­re wie die von Zuschrei­ber Seel­feldt über­haupt ver­öf­fent­licht wer­den! Manch­mal wäre “Zen­sur” doch ganz ange­bracht, näm­lich dann, wenn jemand den Mund auf­reißt, ohne nach­zu­den­ken! Danke@besorgter Christ für Ihre Ein­las­sun­gen, sie spre­chen mir voll aus dem Her­zen. Wenn jemand der Kir­che in sei­nem Papst­amt scha­det, dann der­je­ni­ge, der ohne hin­rei­chen­den Grund vom Kreuz flieht. Und ich will Bene­dikt zugu­te­hal­ten, dass er für sei­nen unse­li­gen und unsin­ni­gen Rück­tritt hin­rei­chen­de, für uns Auß­ste­hen­de nicht bekann­te Grün­de hat­te. Das, was Gäns­wein anführt, er hät­te gesund­heit­lich kei­nen inter­kon­ti­nen­ta­len Flug mehr über­stan­den, ist doch höch­stens als schlech­ter Witz zu verbuchen.

          • @seefeldt

            „Woj­ty­las Fest­kle­ben am Stuhl“ wie Sie das nen­nen, hat uns viel­leicht einen Kard. Mar­ti­ni als Papst erspart. Spä­ter war Mar­ti­ni schon anschla­gen, um sich gegen Ratz­in­ger durchzusetzen.
            Was wis­sen wir denn, wozu etwas gut ist bzw. war, vor allem wenn so vie­le unbe­kann­te Fak­to­ren dabei sind.

          • Auch ein gefan­gen­ge­nom­me­ner Papst kann wir­ken, ein gehirn­kran­ker aber nicht.

            Ein Pfar­rer, der bei­spiels­wei­se den Kelch nicht mehr hal­ten oder wegen Gehör­ver­lusts kei­ne Beich­te mehr hören kann — das soll­te schon Beweis genug sein, daß auch ein Pfar­rer zurück­tre­ten soll­te, wenn er sein Amt nicht mehr rich­tig füh­ren kann.

            Und so soll­te eben auch ein Papst zurück­tre­ten, wenn er sein Amt nicht mehr rich­tig füh­ren kann. Zumal das Papst­amt noch wich­ti­ger als das Prie­ster­amt ist.

          • Klar See­feld und wenn der Pater Fami­li­as nicht mehr hören kann und auch anson­sten sei­ne ehr­li­chen Pflich­ten nicht mehr erfül­len kann, dann soll er vom Amt des Ehe­manns und Vaters eben zurück­tre­ten! (ist iro­nisch gemeint) zeigt aber hof­fent­lich die Rich­tung in die es geht.
            Es geht nicht dar­um, dass der Prie­ster bis hin zum Papst alles mög­li­che dele­gie­ren kann und soll und muss, son­dern dar­um, dass durch einen Rück­tritt,. im Fall des nicht mehr Kön­nens, die Argu­men­ta­ti­on der Kir­che in Bezug auf Schei­dung und auch in Bezug auf die Pfle­ge Kran­ker und das Nein zur Abtrei­bung ins Wan­ken gerät.
            Weil man in den letz­ten drei Fäl­len immer mit „wenn es denn gar zu schwer ist…“ argu­men­tie­ren kann.

          • Was soll das eigent­lich? Es ist doch All­tag, daß Prie­ster und Bischö­fe ihr Amt nie­der­le­gen — ohne daß die Kir­che des­we­gen gering­ste Pro­ble­me mit ihrer Argu­men­ta­ti­on bezüg­lich Schei­dung, Kran­ken­pfle­ge und Abtrei­bung bekäme.

            Es gibt näm­lich einen grund­le­gen­den Unter­schied zwi­schen Amt einer­seits, Ehe­part­ner­schaft, Vater­schaft usw. ande­rer­seits: Ein Amt hat Amts­trä­ger, die wech­seln kön­nen — und tat­säch­lich hat es ja schon vie­le Päp­ste gege­ben; dage­gen soll­te es nur einen Ehe­part­ner einer Per­son geben, und einen (bio­lo­gi­schen) Vater kann es natür­li­cher­wei­se nur einen geben.

            Die­ser grund­le­gen­de Unter­schied erlaubt es eben, sein Amt nie­der­zu­le­gen; er ver­pflich­tet sogar, ein Amt nie­der­zu­le­gen, wenn man es nicht mehr rich­tig füh­ren kann. Gegen die­se Pflicht hat Woj­ty­la ver­sto­ßen — und auch gegen man­che ande­re Pflicht, beson­ders gegen die Pflicht, den katho­li­schen Glau­ben zu hüten.

          • @ See­feld, von einer Pflicht das Amt nie­der­zu­le­gen, wenn der Pfar­rer, Bischof und der Papst, war­um auch immer „nicht mehr kann“ war bis zum 2. Vati­ka­num nir­gend­wo die Rede!
            Von einer Ver­pflich­tung das Papst­amt. bei nicht mehr könn­nen“ nie­der­zu­le­gen hat rein hypo­the­tisch zuerst Kar­di­nal Ratz­in­ger gere­det udn das dann, im Grun­de kon­se­quent, in die Tat umgesetzt.
            Ich per­sön­lich halt das für einen Feh­ler, wie ich auch das „in den Ruhe­stand schicken“ von Bischö­fen und Pfar­rern für einen Feh­ler hal­te, u.a. wegen der Ana­lo­gie, die das Amt mit dem Sein eines Vaters hat.
            Wei­ter sagt der glei­che Kar­di­nal Ratz­in­ger, dass im Grun­de das Papst­amt für jeden, nicht aus­zu­fül­len ist, es also, im Grun­de immer nie­der­zu­le­gen ist, weil kei­ner, es rich­tig auf­ül­len kann.
            Sie beschul­di­gen also JPII einer Hal­tung die knapp 2000 Jah­re lang usus war, und die gegen­tei­li­ge Hal­tung wur­de in einem Inter­view­buch ausgesprochen!
            Ich ver­eh­re Papst Bene­dikt sehr, aber, irgend­wie ist das mit der Zurück­tre­te­rei ein­fach nicht richtig.

          • Erst ein­mal zu Bene­dikt XVI.:

            Sei­nen Rück­tritt bedau­re ich, gera­de ange­sichts sei­nes Nach­fol­gers, aber das Kir­chen­recht ent­hält die­se Mög­lich­keit, und daher durf­te Bene­dikt XVI. die­se Mög­lich­keit auch nutzen.

            Natür­lich kann ein Papst, übri­gens auch ein Bischof oder Prie­ster sein Amt nicht voll­stän­dig füh­ren, da es ein über­na­tür­li­ches Amt ist. Wenn ein kirch­li­cher Amts­trä­ger sein Amt aber über­haupt nicht mehr füh­ren kann ‑und das war bei Woj­ty­la der Fall‑, dann ist es sei­ne Pflicht, zurückzutreten.

            Und ich hal­te es schon für nach­den­kens­wert, daß Woj­ty­la offen­bar der erste Papst war, der schließ­lich über­haupt nicht mehr in der Lage war, sein Amt zu führen.

          • @ See­feld defi­ni­tiv gab es vor Papst Johan­nes Paul II schon ande­re Päp­ste die so krank waren, oder so gefan­gen, dass sie ihr Amt nicht aus­füh­ren konnten!

          • Ach wer denn?

            Der hei­li­ge Papst Pius V. war zwar tat­säch­lich gegen Ende sei­nes Lebens schwer krank — aber „nur“ kör­per­lich, gei­stig dage­gen völ­lig gesund, so daß er bis zum Ende das Amt gut füh­ren könn­te. Und dar­auf kommt es an.

          • @ See­feld Leo XIII war dement und man nann­te das in frü­he­ren Zei­ten eben, dass „die Hand Got­tes schwer auf ihm laste­te“ wenn der Papst, wie alle ande­ren Leu­te auch, eben zum Ster­ben kam und vor­her, wie alle ande­ren Leu­te auch, den Weg des Los­las­sens und Abge­bens aller Fähig­kei­ten gehen musste!
            Sie glau­ben doch nicht im Ernst, dass bis zu JPII alle Päp­ste „gesund gestor­ben sind“???

          • @ „besorg­ter Christ“:

            Ich habe doch selbst geschrie­ben, daß Pius V. gegen Ende sei­nes Lebens schwer krank war. Aber er konn­te eben unge­ach­tet sei­ner Erkran­kung sein Amt bis zuletzt führen.

            Sie erwähn­ten jetzt Leo XIII. und sei­ne Demenz. Zur Kennt­nis genom­men — doch wäre ein Rück­tritt wohl auch damals bes­ser gewesen.

  2. Fran­zis­kus hat das theo­lo­gi­sche Niveau eines Dorf­pfar­rers aus Hin­ter­tup­fin­gen. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so trau­rig wäre…

    • Nun immer­hin haben wir es nun offi­zi­ell, dass zwi­schen Papst Fran­zis­kus und Papst Bene­dikt 4 Sei­ten Papier passen!

    • ja, der Pfar­rer aus Hintertupfingen.…wollen wir ihn nicht beleidigen…vielleicht ist er ja soga bes­ser als der Bischof von Rom.Aber außer uns, die wir hier lesen und schrei­ben, sieht das wohl nie­mand, oder???

      • Man soll­te die Dorf­pfar­rer wirk­lich nicht beleidigen.

        In die­ser Hin­sicht wür­de mir die fran­zö­si­sche Stei­ge­rung ein­mal bes­ser gefallen.

        „bes­ser als“ wäre auf fran­zö­sisch „plus mieux“.

        Bes­ser als die­ses wäre aber:
        „moins pis“.
        Auf Deutsch: Weni­ger schlecht.

        Noch schlech­ter als der Ber­go­glio zu sein — das ist eigent­lich kaum vorstellbar.

        Wobei ich aller­dings geste­hen muß: Das dach­te ich schon beim Wojtyla …

  3. Was denkt sich Kuri­en­erz­bi­schof Gäns­wein, so etwas wei­ter zu geben? Sol­len wir dar­an gewöhnt wer­den, dass es zwei Päp­ste gibt?
    Ich hat­te vor der Per­sön­lich­keit Joseph Ratz­in­gers — Papst Bene­dikt XVI. Respekt. Trotz sei­ner wider­sprüch­li­chen Theologie.
    Ich hat­te, sage ich aus­drück­lich. Denn es soll ver­mit­telt wer­den: Wir haben zusätz­lich zu Ber­go­glio einen „Schat­ten­papst“, wir haben zwei Päp­ste. Den regie­ren­den und den im Hintergrund.
    Bene­dikt XVI. hat kein Recht, in die­ser Wei­se das von Jesus Chri­stus ein­ge­setz­te Papst­amt noch wei­ter zu demon­tie­ren. Wenn er in der Lage ist, sich auf vier Sei­ten kri­tisch zu äußern, war­um ist er nicht Papst geblieben?
    Und wenn er über­for­dert ist, sich ganz dem Gebet zu wid­men, wenn er geist­lich über­for­dert ist, sich zurück­zu­hal­ten, war­um trägt Gäns­wein die­se Geschich­ten immer wie­der in die Öffentlichkeit?
    Mir kann es ja egal sein. Mei­ne Vor­stel­lung vom Papst­tum kann ein Joseph Ratz­in­ger nicht erschüt­tern. Aber ich den­ke an Mil­lio­nen von Katho­li­ken, die ein wir­res Bild vom Amt des Pap­stes erhal­ten. Als wäre es nicht schon demo­liert genug.
    Wie Joseph Ratz­in­ger sei­nen Ruhe­stand lebt, fin­de ich ver­ant­wor­tungs­los. Wir haben nicht nur Ber­go­glio zu ertra­gen, son­dern den zurück­ge­tre­te­nen Papst im Hintergrund.
    Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass Georg Gäns­wein gegen den Wil­len von Joseph Ratz­in­ger im Fern­se­hen die neue­sten lee­ren Infor­ma­tio­nen aus­plau­dert, um sei­nen Chef als Papst im Gespräch zu halten.
    Das hat noch gefehlt: Der regie­ren­de Papst hat das „theo­lo­gi­sche Niveau eines Dorf­pfar­rers aus Hin­ter­tup­fin­gen.“ Aber es reicht nicht: Der demü­tig wir­ken­de Papst Bene­dikt XVI. gebär­det sich wie ein eit­ler alter Mann, der es nicht erträgt, nicht mehr lobend erwähnt zu werden.

    • Erz­bi­schof Gäns­wein, Die­ner zwei­er Her­ren, plau­dert mit in letz­ter Zeit ein biss­chen zu viel. Und jetzt auch noch gegen­über dem links­ka­tho­lisch-kir­chen­kri­tisch aus­ge­rich­te­ten Zwei­ten Deut­schen Fern­se­hen. Was ist der Nut­zen? Letz­ten Endes tra­gen sol­che Aktio­nen dazu bei, Fran­zens defi­zi­tä­re Theo­lo­gie zu ver­harm­lo­sen. Nach dem Mot­to: Wird schon wie­der wer­den. Alt­papst Bene­dikt ist ja not­falls auch noch da. Es stell sich jedoch die Fra­ge, ob das dem Petrus­amt und der Bewah­rung des authen­ti­schen Glau­bens wirk­lich dien­lich ist.

    • natür­lich haben wir zwei Päpste!
      Ich bin nur erstaunt,wie lan­ge es nun schon dauert,bis man es end­lich gemerkt hat.
      Zwei Päp­ste auf Erden und bald zwei im Him­mel als Heilige,das erhöht doch die Schlag­kraft für den End­kampf ungemein,wir soll­ten uns freuen!!

      • „Zwei Päp­ste auf Erden“ soll es also nun geben — und dadurch wer­de die „Schlag­kraft“ für den „End­kampf“ erhöht. War­um dann nicht gleich drei, vier oder 50 Päp­ste — dann wäre die Schlag­kraft gemäß die­ser Sicht der Din­ge noch gößer. 

        Von wegen „Schlag­kraft“: Was der Kir­che seit jeher immens gescha­det hat, ist die trau­ri­ge Tat­sa­che, daß vie­le den Glau­ben nicht hin­rei­chend ken­nen, geschwei­ge Gefah­ren für den­sel­ben wahr­zu­neh­men fähig sind. Wür­de man den Kate­chis­mus wirk­lich ken­nen , begrif­fe man viel­leicht u.a., wie sehr das Papst­amt und damit die Kir­che durch die völ­lig absur­de der­zei­ti­ge Situa­ti­on in Rom geschä­digt wird. 

        In der röm-kath. Kir­che gibt es jeden­falls nur einen Papst. So wie die Kir­che nur eine ein­zi­ge ist, so hat sie nur ein sicht­ba­res Ober­haupt. Und was Bischof Ratz­in­ger betrifft: Man kann nur für ihn hof­fen, daß er wirk­lich so naiv war, das durch sei­nen Ver­zicht auf das Papst­amt her­vor­ge­ru­fe­ne Cha­os nicht zu ahnen. Wäh­rend er sich nun mit der Pfei­fe in den Schau­kel­stuhl zurück­ge­zo­gen hat, fal­len die Wöl­fe über sei­ne ein­sti­ge Her­de her. Und sein Nach­fol­ger hält die­se Wöl­fe anschei­nend für bis­lang ver­kann­te Scha­fe. Ein wahr­haft beein­drucken­des Bei­spiel für die Schlag­kraft — der Blindheit.

      • Darf ich davon aus­ge­hen, daß das Iro­nie war?

        Hei­li­ge, wirk­lich hei­li­ge Päp­ste haben wir bereits — bei­spiels­wei­se Pius V. und Pius X.

        Johan­nes XXIII. ist aber kein Hei­li­ger, und Woj­ty­la durch sei­ne Glau­bens­re­la­ti­vie­rung auch nicht.

        Gott bewah­re die Kir­che davor, daß die­se bei­den eilig­ge­spro­chen werden!

    • Wir sol­len offen­sicht­lich an zwei Päp­ste gewöhnt wer­den, dass sehe ich lei­der auch so. Der Haupt­papst hat es auch in sei­nem letz­ten Inter­view gesagt. (sie­he Kom­men­tar dazu unten)
      Bezüg­lich des Ruhe­stand von Joseph Ratz­in­ger: ich mei­ne mich dun­kel zu erin­nern, dass er ins Klo­ster gehen woll­te ins das schwei­gen und das Gebet. wenn er noch so rüstig ist alles zu kom­men­tie­ren und auch reich­lich öffent­lich Besuch zu emp­fan­gen, und mit die­sem auch noch die hl. Mes­se zu zele­brie­ren (wie z.B. mit sei­nem „Freun­des­kreis), oder im Peters­dom zu erschei­nen, war­um ist er dann nicht Papst geblie­ben. Ich hat­te tat­säch­lich gedacht er wäre ster­bens­krank bei sei­nem Rück­tritt, obwohl auch das kein Grund zum Rück­tritt gewe­sen wäre, sind die Päp­ste frü­her nicht im Amt gestor­ben, etli­che davon, wie z.B. der erste, sogar als Märtyrer?

      Der Haupt­papst hat auch im Inter­view gesagt, dass er und Joseph Ratz­in­ger abge­spro­chen haben, dass letz­te­rer ent­ge­gen sei­ner frü­he­ren Aus­sa­ge wie­der aus sei­nem Rück­zug zurück­kom­men wür­de. Das ist wohl mehr als unglaub­lich. Man scheint sich sicher zu sein, dass das die Haupt­mas­se der Katho­li­ken und Prie­ster brav schlucken wird, was ja de fac­to auch so ist, Gott sei es geklagt.

      • Das ange­kün­dig­te Zitat:
        „First, con­fir­ming exact­ly what Anto­nio Soc­ci was wide­ly ridi­cu­led for sug­ge­sting, Fran­cis expli­ci­tly decla­res that the Church now has two Popes—a reigning Pope and a reti­red Pope: “The Pope eme­ri­tus is not a sta­tue in a muse­um. It is an insti­tu­ti­on. We weren’t used to it. 60 or 70 years ago, ‘bishop eme­ri­tus’ didn’t exist. It came after the (Second Vati­can) Coun­cil. Today, it is an insti­tu­ti­on. The same thing must hap­pen for the Pope eme­ri­tus. Bene­dict is the first and perhaps the­re will be others.”

        Noti­ce that Fran­cis does not say that the other Popes who have resi­gned in cen­tu­ries past had this sta­tus, for in fact they beca­me car­di­nals and lost all indi­ces of the papal office. No, this is yet ano­t­her post-con­ci­li­ar novel­ty in the Church. Now, a bishop eme­ri­tus is still a bishop becau­se, in recei­ving the full­ness of Holy Orders accord­ing to a sacra­men­tal for­mu­la, inclu­ding the lay­ing on of hands, he recei­ved an inde­li­ble mark on his soul that can never be effaced. But a man who ascends to the office of Vicar of Christ does not under­go any such onto­lo­gi­cal chan­ge. So what pre­cise­ly is Fran­cis sug­ge­sting here? Who knows? (…)

        Second, Fran­cis reve­a­led that he and Pope Eme­ri­tus Bene­dict joint­ly agreed that Bene­dict would in effect “come out of reti­re­men­t” despi­te his ear­lier state­ment that he would remain “hid­den from the world.”
        Wei­ter hier:
        http://remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/385-the-francis-effect-a-gathering-storm

        • Der Link führt zu einem loh­nens­wer­ten Arti­kel, der ver­sucht die irr­wit­zig anmu­ten­den Kaprio­len des bis­he­ri­gen Pon­ti­fi­ka­tes des aktu­el­len Kir­chen­ober­haupts zu erfassen.

      • Laut Fati­ma wird doch offen­sicht­lich ein Papst ermor­det und das steht noch aus.
        Wenn es nun Fran­zis­kus wäre, dann hät­ten wir immer noch Bene­dikt und zwar ohne lang­wie­ri­ge Wahl.
        Viel­leicht ist die Zeit dann auch zu knapp,wer weiß das schon,wir alle nicht.

    • Wenn Fran­zis­kus ihn bit­tet, Anmer­kun­gen zu hin­ter­las­sen, und Bene­dikt die­ser Bit­te nach­kommt, wes­halb gebär­det er sich dann „wie ein eit­ler alter Mann, der es nicht erträgt, nicht mehr lobend erwähnt zu werden“???
      Wenn er einer Bit­te nach­kommt (einer sehr sinn­vol­len noch dazu, ob Fran­zis­kus das selbst gespürt hat?), dann bedeu­tet das doch weder, dass er „über­for­dert ist, sich ganz dem Gebet zu wid­men“, noch bedeu­tet es, dass er „geist­lich über­for­dert ist, sich zurückzuhalten“. 

      Ich schät­ze nicht weni­ge Ihrer gehalt­vol­len Bei­trä­ge, aber das ist doch unsach­lich. Wenn Sie (in Ihrem zwei­ten Bei­trag wei­ter unten) Bene­dikt für die Reha­bi­li­tie­rung der Mes­se aller Zei­ten dan­ken — in der Tat einem gewal­ti­gen Ver­dienst, auch wenn es in der Form nur vor­läu­fig ist -, wes­halb haben Sie dann vor sei­ner Per­sön­lich­keit, wie Sie sagen, „aus­drück­lich“ kei­nen „Respekt“ mehr?
      Man braucht bei­lei­be nicht kri­tik­los zu sein, um bei sol­chen Aus­sa­gen schmerz­haft berührt zu wer­den. Gera­de der glaub­wür­di­gen und fei­nen Per­sön­lich­keit Ratz­in­gers, kraft der er sich nicht nur die­ses Ver­dienst um die Kir­che erwor­ben hat, soll­te man doch Respekt zol­len, auch wenn man dok­tri­nell man­ches anders sieht. Einen Respekt, der einem dann Invek­ti­ven wegen jeder Klei­nig­keit verbietet. 

      Im übri­gen gehen Sie m.E. auch in Ihrer Kri­tik an der FSSPX zuweit. Dass auf deren Web­sei­te auch an Sonn­ta­gen an die Tages­hei­li­gen erin­nert wird, die häu­fig kaum mehr einer kennt, ist doch gut.
      Was Ihre grund­sätz­li­che Kri­tik an ande­rer Stel­le betrifft: Deut­li­che­re Stel­lung­nah­men auf pius.info zum momen­ta­nen kirch­li­chen Gesche­hen hät­te auch ich mir gewünscht. Aber abge­se­hen davon, dass katholisches.info die­ser Ver­ant­wor­tung immer deut­li­cher nachkommt:
      Die Bru­der­schaft hat­te und hat nach den vor­erst geschei­ter­ten Ver­hand­lun­gen inter­ne Schwie­rig­kei­ten zu über­ste­hen, zudem hat die Lei­tung sicher auch Zugang zu Infor­ma­ti­ons­ka­nä­len aus Rom, die uns ver­schlos­sen sind; alles in allem wird es wohl eher gesun­de Tak­tik nach innen und außen sein, im Moment mit der Kir­chen­kri­tik etwas zurückzuhalten.

      Was Erz­bi­schof Gäns­wein betrifft: In neu­en TV-Inter­views habe ich ihn irgend­wie „gezwun­ge­ner“ und „müder“ erlebt, als frü­her. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass er unter sei­ner neu­en Situa­ti­on ins­ge­heim lei­det. Ich könn­te mir auch vor­stel­len, dass er Papst Fran­zis­kus weit kri­ti­scher gegen­über­steht, als er zuge­ben darf.

      • Es wird an der Erstel­lung einer neu­en Home­page bei pius.info gear­bei­tet, wie mir der deut­sche Distrik­t­o­be­re und die Redak­ti­on mit­ge­teilt haben.

      • ja, das fin­de ich auch so. Man soll­te das weni­ge, was man von Papst em. erfährt, nicht dra­ma­ti­sie­ren!! Wie­so zwei Päpste??Papst F. han­delt doch total nach sei­nem gusto!!
        Ich habe an ande­rer Stel­le hier im Forum gele­sen, dass man froh sei, noch von Bene­dikt zu erfah­ren. Manch­mal sind die Bei­trä­ge hier doch sehr engstirnig.…

        • Bene­dikt ist nicht eitel und hat es nicht nötig, lobend erwähnt zu werden.…was für ein Schwachsinn.….….

          • Was Sie sagen, das ist doch ein­fach die Stim­me der gesun­den Vernunft. 

            Rich­tig, kürz­lich gab es hier schon eine ähn­li­che Dis­kus­si­on, und es wäre mir schon da schlicht unver­ständ­lich gewe­sen, wenn ich mit der Mei­nung, wir dürf­ten froh sein, wäh­rend die­ses Pon­ti­fi­ka­tes noch etwas Weni­ges vom „Papst eme­ri­tus“ zu erfah­ren, allei­ne geblie­ben wäre. 

            Eng­stir­nig­keit wirft man den an der Tra­di­ti­on der Kir­che (an deren wah­rem Ant­litz) Hän­gen­den doch von unbe­darf­ter Sei­te ohne­hin vor; es wäre und ist fatal, die­ses Vor­ur­teil mit klein­li­chen oder hals­star­ri­gen Aus­sa­gen zu bedienen. 

            Es gilt eben, Gar­ri­gou-Lagran­ges aus­ge­zeich­ne­tes Wort rich­tig zu verstehen:
            „Die Kir­che ist into­le­rant im Prin­zip, weil sie glaubt, sie ist tole­rant in der Tat, weil sie liebt. Die Fein­de der Kir­che sind tole­rant im Prin­zip, weil sie nicht glau­ben, sie sind into­le­rant in der Tat, weil sie nicht lieben.“

            Klein­li­che Invek­ti­ven gegen Per­son und Stel­lung Bene­dikts sind alles ande­re als Taten der Lie­be — selbst dann, wenn sie sich auf berech­tig­te Prin­zi­pi­en gründen.
            Wun­der­ba­re Mil­de im Urteil — bei stren­ger Wah­rung des ech­ten Glau­bens: das heißt doch Katho­li­sche Kirche!

    • Das Bild ist wirr, das uns nicht nur von Fran­zis­kus abge­lie­fert wird. Das wir­re Bild führt aber bei vie­len, die mit der Kir­che ernst­lich befaßt sind, nicht zur Ver­wir­rung im Glau­ben. Bei der „Lauf­kund­schaft“ kann der Ein­druck indes ver­hee­rend sein.

  4. Eben­so wird ja auch der Vati­leaks Bericht geheim gehal­ten, die wah­re und ech­te drit­te Bot­schaft von Fati­ma, usw. Was will Gäns­wein damit bewei­sen? Das er Medi­en­geil, aber den­noch ein Geheim­nis behal­ten kann??? 

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  5. Aber auch bei den andern Mit­spie­lern, P. Bene­dikt und EB Gäns­wein, fragt man sich, wenn man von die­sen Details und Umstän­den liest, ob ihnen immer bewusst ist, wie hoch der Ein­satz ist, um den es bei die­sem Spiel geht.

  6. em. Papst Bene­dikt kann es halt nicht las­sen — der Herr Leh­rer kor­ri­giert sei­nen Nach­fol­ger. Papst Fran­zis­kus hat sehr viel Geduld mit sei­nem Vor­gän­ger, den vie­le als den wah­ren Papst anse­hen. So kann auch Schis­ma passieren.

    • Anschei­nend wur­de über­se­hen, daß es der Hl.Vater selbst war, der Bischof Ratz­in­ger um die­se Kor­rek­tu­ren gebe­ten gat. Man müß­te also, um im Ver­gleich zu blei­ben, eher sagen: Nach­dem der Nach­fol­ger, aus sehr ver­ständ­li­chen Grün­den, den Ein­druck hat­te, daß sein Inter­view-Text von eher dürf­ti­gem Wert ist, hat er ihn dem Herrn Leh­rer zur Kor­rek­tur gege­ben. Daß der Herr Leh­rer dar­auf ein­ge­gan­gen ist, ist ihm wohl kaum anzu­la­sten. Er mag es auch als Buße dafür auf­ge­faßt haben, daß durch sei­ne Abdan­kung eine Gestalt wie Papst Fran­zis­kus über­haupt erst mög­lich wurde.

  7. Doch ein wirk­lich her­aus­ra­gen­des Werk hat Bene­dikt XVI. nach mei­ner unmaß­geb­li­chen Mei­nung voll­bracht: Das Motu pro­prio „Summorum Pon­ti­fi­cum und die sich dar­auf bezie­hen­de Instruk­ti­on. Mag es noch so unvoll­kom­men sein, es hat den Kreis der Prie­ster, die den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus zele­brie­ren, erwei­tert. Und das war drin­gend notwendig.
    Denn die FSSPX fällt seit eini­ger Zeit auf­fäl­lig lit­ur­gisch hin­ter Pius X. zurück. Die­ser gro­ße, hei­li­ge Papst war nicht nur ein Ver­tei­di­ger des Glau­bens, er war ein Refor­mer. Sei­ne Refor­men auf­zu­zäh­len ist hier kein Platz, dass sei­ne recht­gläu­bi­gen vor­kon­zi­lia­ren Nach­fol­ger sein Niveau nicht mehr errei­chen konn­ten, lie­ße sich in einem län­ge­ren Kom­men­tar darlegen.
    Pius X. hat eine lit­ur­gi­sche Unsit­te abge­stellt, die dar­in bestand, dass popu­lä­re Tages­hei­li­ge auch an Sonn­ta­gen gefei­ert wur­den. Er hat dar­auf bestan­den: Der Sonn­tag ist der Her­ren­tag, popu­lä­re Tages­hei­li­ge dür­fen nie­mals den Sonn­tag als den HERRENTAG verdrängen.
    Was lese ich auf Pius.info? 16. März, Hei­li­ger Heribert!
    Ich gehe davon aus, dass hof­fent­lich alle Prie­ster des deut­schen Distrikts heu­te die hl. Mes­se vom 2. Fasten­sonn­tag Remi­nis­ce­re zele­brie­ren. Und nicht etwa die Mes­se vom hei­li­gen Heri­bert, mit dem wir auf Pius.info heu­te ver­traut gemacht wer­den. Trotz­dem: Die Gläu­bi­gen haben den Ein­druck, heu­te ist der Tag des hl. Heri­bert. Ihr „lit­ur­gi­sches Gespür“ wird durch solch eine Des­in­for­ma­ti­on abgestumpft.
    Alle Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten, alle Prie­ster der Kon­zils­kir­che zele­brie­ren die Mes­se vom 2. Fasten­sonn­tag. Nie­mand fällt hin­ter die Reform von Pius X. zurück.
    Die katho­li­sche Tra­di­ti­on ver­tei­di­gen heißt nicht, alle Ver­kehrt­hei­ten, die es in der Ver­gan­gen­heit gab, aus Lie­be zur Ver­gan­gen­heit wie­der hervorzukramen.
    Ich wie­der­ho­le es: Ich gehe davon aus, dass die deut­schen Prie­ster der FSSPX den 2. Sonn­tag der Fasten­zeit begehen.
    Aber dass die deut­sche Home­page der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. hin­ter ihren Schutz­pa­tron zurück­fällt, lit­ur­gi­sche Feh­ler der Ver­gan­gen­heit, die über hun­dert Jah­re zurück­lie­gen, die ihr Patron aus­merz­te, wie­der hof­fä­hig macht, zeigt mir, dass es drin­gend not­wen­dig war, den Kreis der tra­di­ti­ons­treu­en Prie­ster durch die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten zu erweitern.
    Bene­dikt XVI. hat dar­an nicht gedacht als er sein Motu pro­prio ver­fass­te. Doch “ der Mensch denkt, und Gott lenkt“, lau­tet ein altes wah­res Sprichwort.
    Mag er als „Seni­or-Papst“ sich beneh­men wie er will. Er hat dem Mess­op­fer über die FSSPX hin­aus eine Ver­brei­tung ermög­licht, die drin­gend nötig war. Dan­ke, Papst Benedikt!

    • Tut mir leid, er hat dem hl. Mess­op­fer des alten Ritus nicht wirk­lich die Ver­brei­tung ermög­licht, denn er hat eini­ge, ich möch­te sagen Stop-fal­len ein­ge­baut, wie der loka­le Prie­ster oder der Bischof die alte Mes­se ver­bie­ten kann, wenn die „Ein­heit“ durch die alte Mes­se gefähr­det wird und „Zwie­tracht“ ent­steht (Art.5 und Begleit­brief an die Bischöfe).
      Daher hat er auch nie ein­ge­grif­fen und geschwie­gen, wenn sie an etli­chen Stel­len nicht erlaubt oder wie­der ver­bo­ten wur­de wie z.B. bei den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta (Die „Unter­su­chung“ in dem Orden hat ja noch zu sei­ner Zeit begonnen).
      Man muss mal sei­ne Tex­te genau lesen, was da steht und nicht was man als Tra­di­ti­ons­ka­tho­lik möch­te, was da steht.
      Gute Erklä­rung, was wirk­lich dort steht hier:
      http://www.traditioninaction.org/bev/088bev07-18–2007.htm
      Die Pro­gres­si­ven ver­ste­hen jeden­falls sei­ne Tex­te lei­der rich­tig und han­deln danach.
      Daher konn­te man — jüng­stes Bei­spiel auch ganz „legi­tim“ die alte Mes­se in ganz Costa Rica kalt stellen.
      http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/03/for-record-costa-rica-step-by-step.html#more
      Welt­wei­te Fort­set­zun­gen fol­gen, da bin ich lei­der sicher.

    • Ich kann sie beru­hi­gen, lie­ber zeit­los, wir haben heu­te selbst­ver­ständ­lich den 2. Fasten­sonn­tag in der Dresd­ner FSSPX Kapel­le gefeiert!
      Der Tages­hei­li­ge auf der Home­page ist als Stüt­ze gedacht, wel­chem Namens­pa­tron die Kir­che an jenem Tag gedenkt. Vie­le Leu­te wis­sen ja gar nicht mehr, wann der Fest­tag ihres Hei­li­gen ist.
      Da der Fasten­sonn­tag aber lit­ur­gisch selbst­ver­ständ­lich Vor­rang hat, wird heu­te lit­ur­gisch der Fest­tag des hei­li­gen nicht began­gen. Sie kön­nen ganz beru­higt sein, dass unse­re Prie­ster die­se Vor­schrift ken­nen und ihrem Bru­der­schafts­pa­tron getreu sich an das Kir­chen­recht hal­ten. Kei­ne Sorge!

      Im übri­gen soll die Home­page neu gestal­tet wer­den, wie mir der Distrik­t­o­be­re und die Redak­ti­on neu­e­lich mit­ge­teilt haben.

  8. Wann wird denn die­se Phil­ip­pi­ka Bene­dikts wider Fran­zens Irr­tü­mer und Lau­hei­ten veröffentlicht?

  9. Für uns, die wir uns nicht gera­de papst­mä­ßig ver­wöhnt vor­kom­men, ist Bene­dikt doch ein­deu­tig dem Jet­zi­gen vor­zu­zie­hen. Immer wer­den die auf­ge­zwun­ge­nen The­men von Ber­go­glio abge­han­delt. Die kir­che hat ande­re Themen.

  10. Muss man das glau­ben? Nein.
    Merkt ihr, dass Bene­dikt immer mehr als der „Böse“ hin­ge­stellt wird? Er hat gesagt, er wol­le sich zurück­zie­hen aus der Öffent­lich­keit. Nun taucht er immer öfters auf — ent­we­der für net­te Fotos oder für irgend­wel­che dubio­sen Kri­ti­ken. Und schon sieht man in ihm den „Lüg­ner“. Was, wenn er auch dafür gezwun­gen wird? Dass er als Gei­sel her­hal­ten muss für die Umset­zung von bösen Plänen?
    Für mich klingt das alles sehr nach gestellt. Glaubt ihr im Ernst, dass Papst Bene­dikt ein Inter­view von sei­nem Nach­fol­ger kri­ti­sie­ren wür­de, auf des­sen aus­drück­li­chen Wunsch und das NACH der Ver­öf­fent­li­chung? Wo ist da die Logik?
    Glaubt ihr im Ernst, dass wenn er das getan hät­te — er die Kri­tik jeman­dem dik­tiert? Wenn, dann hät­te ers sel­ber geschrieben.
    Egal was das für eine 4‑seitige Kri­tik ist, mit angeb­lich „inter­es­san­ten“ Anmer­kun­gen; ich bin über­zeugt es wird zur rech­ten Zeit, am rech­ten Ort für böse Zwecke benutzt wer­den. Und Papst Bene­dikt wird den Kopf hin­hal­ten müssen.

    • Sie haben sehr recht, die­sen Aspekt anzu­spre­chen. Alles ist Spe­ku­la­ti­on. Und bevor man auf Ratz­in­ger her­um­hakt, soll­te man beden­ken, dass alles, was wir von ihm wis­sen oder hören ver­mit­telt und von zwei­ter Hand ist. Vie­les davon ist so aty­pisch für ihn, dass auch ich glau­be, hier wird etwas insze­niert. Dies aber darf man ganz sicher anneh­men: es geht dar­um, die reli­giö­se Beson­der­heit des Papst­am­tes, die Ver­bun­den­heit der Men­schen und ihren Glau­ben an die­ses Amt und ihre reli­giö­se Ver­eh­rung für deren Inha­ber zu zer­stö­ren. Daher darf kein Papst mehr im Amt ster­ben. Es darf nie mehr gesche­hen, dass Mil­lio­nen Gläu­bi­ge zu einem toten Papst nach Rom pil­gern und der Welt ein unwi­der­leg­ba­res Zeug­nis von der Kraft und Stär­ke des katho­li­schen Glau­bens geben. Sei­ne reli­giö­se Bedeu­tung für die Kir­che muss rela­ti­viert wer­den, daher am besten Kan­di­da­ten wie Ber­go­glio: über­stei­ger­tes Selbst­be­wusst­sein bei mini­ma­ler theo­lo­gi­scher Kom­pe­tenz. Sol­che Cha­rak­te­re sind trotz schein­ba­rer Duch­set­zungs­stär­ke und aus­ge­präg­tem Macht­wil­len psy­cho­lo­gisch im Grun­de sehr ein­fach gestrickt und daher leicht lenk- und beeinflussbar.

      • Die Men­schen wer­den auch wei­ter­hin zu einem toten Papst nach Rom pil­gern kön­nen, auch wenn die­ser nicht im Amt ver­stor­ben ist. Der ein­zi­ge Unter­schied dürf­te sein, dass die Toten­mes­se des ver­stor­be­nen Pap­stes nicht vom Kar­di­nal­de­kan, son­dern vom Papst selbst gele­sen wird.
        Per Mari­am ad Christum.

        • Sie glau­ben doch nicht im ernst, dass das Ster­ben und die Beer­di­gung eines regie­ren­den Pap­stes ver­gleich­bar ist, mit dem Tod eines bereits eme­ri­tier­ten Pap­stes, des­sen Nach­fol­ger schon im Amt ist! Nein. Der Marx hat ganz recht, wenn er sich bei Bene­dikt für die „Ent­my­sti­fi­zie­rung des Papst­am­tes“ bedankt. Genau das war gewünscht! Es bleibt fort­an vom Petrus­amt nicht mehr viel mehr übrig, als eine Reprä­sen­ta­ti­ons­fi­gur mit Ver­falls­da­tum. Ekelhaft!

      • Erlau­ben Sie die Fra­ge: Wer ist letzt­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass der Ex-Papst über­haupt da ist und mög­li­cher­wei­se miss­braucht wird? Es war doch sei­ne freie Ent­schei­dung, wie er selbst das mehr­fach beton­te, zurück­zu­tre­ten, päpst­li­che Insi­gni­en bei­zu­be­hal­ten und im Vati­kan zu woh­nen. Man kann durch­aus anneh­men, dass er ein ande­res Ergeb­nis des Kon­kla­ve 2013 erwar­tet und gewünscht hat. Wäre es aber nicht ein Bestand­teil der Klug­heit, mit ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten zu rech­nen? Ja, mög­li­cher­wei­se war er so abge­schot­tet, dass ihm und offen­sicht­lich sogar Gäns­wein eine fal­sche Stim­mung vor­ge­gau­kelt wur­de. Hät­te man jedoch nicht bes­ser auf Machen­schaf­ten auch sol­cher Intri­gan­ten und Stricken­zie­her wie Can­tala­mes­sa ach­ten sollen?
        Auch jetzt könn­te der Ex-Papst sei­ner­seits den Miss­brauch sei­ner Aut­ho­ri­tät ver­hin­dern. Er ist ein frei­er Mensch und kann jeder­zeit die päpst­li­chen Insi­gni­en able­gen und in ein ech­tes Klo­ster zie­hen, nur wenn er das woll­te. Das Haus in Pent­ling steht eben­falls leer. Wäre es nicht beschei­de­ner, dort­hin zu zie­hen statt sich bereits zu Leb­zei­ten ein Muse­um errich­ten zu lassen?

        • Wenn er das Haus in Pent­ling bezie­hen wür­de, wür­de sich die­ser Ort zu einer Art Gegen­va­ti­kan und Pil­ger­stät­te für die­je­ni­gen ent­wickeln, die mit sei­nem Nach­fol­ger nicht zufrie­den sind. Folg­lich ist es bes­ser, um wei­te­re Spal­tun­gen zu ver­mei­den, dass bei­de Päp­ste hin­ter den sel­ben Mau­ern leben.
          Per Mari­am ad Christum.

          • Pent­ling als Gegen­va­ti­kan.. das wär doch was 🙂 Pil­ger­stät­te setzt vor­aus, dass die ver­ehr­te Per­son es zulässt. Jetzt pil­gern doch auch schon gan­ze Scha­ren, die Mei­sten aller­dings nur weil sie ohne­hin in Rom sind. Nach Pent­ling wür­de sich wohl nicht ein­mal die Hälf­te davon ver­ir­ren. Viel­leicht bis auf die baye­ri­schen Schüt­zen­ver­ei­ne. Ob die­se eine Kir­chen­spal­tung her­bei­füh­ren könnten…

    • Ziem­lich gut erkannt. Wer kann den von uns über­haupt erah­nen, was Bene­dikt im Vati­kan tat­säch­lich aus­hal­ten muss­te und wel­che frei­mau­re­ri­schen Macht­spie­le dort laufen.
      Es ist ein Geschenk, dass Bene­dikt in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten noch lebt. Viel­leicht wird er uns alle noch führen.

      • War­um soll­te Bene­dikt uns wie­der führen?
        Dazu müss­te er sagen „Leu­te, damals bei mei­nem Rück­tritt habe ich mich geirrt, wur­de erpresst, und habe des­halb geschwin­delt, das war nicht freiwillig!“
        Ein sol­ches Sze­na­rio ist absurd, ich mei­ne er war Papst! und wenn es der Papst nicht geschafft hat inter­ne Kir­chen­fein­de in die Wüste zu schicken, wer soll es dann tun?
        Von daher glau­be ich nicht an eine Frei­mau­rer­ver­schwö­rung im Vati­kan, weil wer sonst, wenn nicht der Papst, hät­te die ent­spre­chen­den Per­so­nen nach Tim­buk­tu oder in die inne­re Mon­go­lei ver­set­zen können?
        Papst Bene­dikt hat aber kei­ne sol­chen Akte gesetzt, die dar­auf schlie­ßen las­sen, dass er weiß wer sei­ne Fein­de sind und dass in der Kurie ein dum­me Macht­spie­le einer wie auch immer gear­te­ten Lob­by gespiel­te werden.
        Ich glau­be zwar nicht, dass in der Kurie lau­ter fleisch­ge­wor­de­ne Engel arbei­ten, aber es gibt nur 2 Mög­lich­kei­ten, ent­we­der ist die Lage in der Tat sehr, sehr ernst, dann aber belü­gen alle hohen Kir­chen­für­sten seit Jahr­zehn­ten die Leu­te mit ihrer Beteue­rung, dass alles, alles in Ord­nung ist.
        Oder es ist so, wie Papst Bene­dikt gesagt hat, er fühl­te sich nicht in der Lage das Amt aus­zu­üben. Und jetzt geht es ihm eben wie­der besser.
        Trotz­dem kann er ja nicht ankom­men und sagen „Hey ich bin wie­der fitt!“
        Man kann es dre­hen und wen­den wie man will, irgend­was stimmt da nicht bei den Römern!
        Und ich wäre lang­sam dank­bar, wenn sich einer unse­rer Kir­chen­für­sten erman­nen wür­de und erklä­ren wür­de was da gespielt wird.

        • Die Welt ist halt sehr sub­til und schwie­rig gewor­den. Ver­meint­lich ein­deu­ti­ge Über­zeu­gun­gen ste­hen mitt­ler­wei­le auf dem Kopf. Ein­fa­che und ein­deu­ti­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen, ist auch für den Papst häu­fig nicht mehr mög­lich (gewe­sen), beson­ders wenn die­ser von gie­ri­gen und bösen Wöl­fen umringt ist.
          Bene­dikt XVI war ein gewal­ti­ger, güti­ger und demü­ti­ger Katechon, der nach mei­ner Über­zeu­gung in weni­gen Jah­ren weit mehr für die Kir­che her­aus­ge­holt hat, als unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen denk­bar gewe­sen war.
          Was und wer jetzt regiert, scheint immer mehr offen­sicht­lich zu wer­den. Wenn man die gan­ze Sache noch vor dem Hin­ter­grund der Pro­phe­zei­hun­gen von St. Mala­chi­as, Katha­ri­na Emme­rick, Gara­band­al und LaSa­let­te etc. betrach­tet, dann muss­te es so kom­men. Beten wir für Bene­dikt XVI! Alles scheint vorgezeichnet.

  11. Na wun­der­bar! Gack­gack­gack — und doch kein Ei gelegt, Monsignore!
    Es hät­te mich näm­lich gar zu bren­nend inter­es­siert nach die­ser gewun­de­nen Ein­lei­tung, was unser papa eme­ri­tus da for­mu­liert hat, und sicher sind die­se 4 Sei­ten dem sei­ten­lan­gen Inter­view mit F. intel­lek­tu­ell haus­hoch über­le­gen und wür­den eine gwis­se Erleich­te­rung des Gei­stes erzeu­gen! Nur wür­de ich mich anschlie­ßend fra­gen, wer eigent­lich der wah­re Papst ist.

  12. Bene­dikt wur­de aus­drück­lich von P. Franz dar­um gebe­ten, das Inter­view­buch kor­rek­tur­zu­le­sen und Kri­tik aus­zu­for­mu­lie­ren. Zu die­sem Zweck wur­de Mon­si­gno­re Gäns­wein das Buch über­ge­ben, und er brach­te es Bene­dikt. Bene­dikt tat wie ihm gehei­ßen und über­gab in einem Brief­um­schlag weni­ge Tage spä­ter Georg Gäns­wein sei­nen Kom­men­tar für P. Franz.

    • Bis hier­her ist ja alles ok, d.h. Bene­dikt kommt einem aus­drück­li­chen Wunsch sei­nes Nach­fol­gers nach. 

      War­um aber muss Mgr. Gäns­wein dies auch her­aus­po­sau­nen? Und auch noch mit Andeu­tun­gen ver­se­hen („4 Sei­ten“, „inter­es­san­te Anmerkungen“)? 

      Des­halb trifft doch genau zu, was vor kur­zem wei­ter oben kom­men­tiert wor­den ist: Gackgackgack!!

  13. Papst Bene­dikt XVI. ist – wenn auch auf geheim­nis­vol­le Wei­se – wei­ter­hin Papst. Wir kön­nen den Medi­en doch nicht so trau­en, als wenn sie uns die Wahr­heit bzw. die Hin­ter­grün­de des Rück­trit­tes zugäng­lich mach­ten, im Gegenteil.

    Heu­te ist doch ‚Alles‘ auf den Kopf gestellt.

    Ich erin­ne­re mich in der Rück­schau auf sein Pon­ti­fi­kat immer wie­der mal an den Beginn und sei­ne demü­ti­ge Bit­te an uns: „Betet für mich, damit ich nicht vor den Wöl­fen davon­lau­fe.“ Ich fra­ge mich immer wie­der: Habe ich, haben wir zu wenig gebe­tet? Haben wir die Macht des Gebe­tes nicht beach­tet? Beach­ten wir sie überhaupt?

    Von daher erklä­re ich mir inzwi­schen die gesam­te zwei­fel­haf­te Situa­ti­on der „Zwei Päp­ste Zeit“ wie folgt:

    Papst Bene­dikt hat vor­her genau gewusst, dass ihm der Gegen­wind aus den eige­nen Rei­hen (ins­be­son­de­re aus dem Vati­kan, aber nicht nur) ent­ge­gen wehen wird, des­halb auf die­se Wei­se die Bit­te um Gebet; denn er war vor­her schon 20 Jah­re im Vati­kan, er kann­te sie ‚alle‘ sehr gut.

    Wer tie­fer schaut, weiss, dass es hier um den gro­ßen Kampf der bösen Gei­ster gegen die guten Gei­ster geht, in den wir Men­schen auf tra­gi­sche Wei­se (beson­ders in der ‚End­zeit‘) ein­ge­bun­den sind. Und Papst Bene­dikt XVI. ist in sei­ner Art jemand, auf den das Wort Chri­sti aus der Berg­pre­digt genau zutrifft: „Selig die rei­nen Her­zens sind, denn sie wer­den Gott schau­en.“ Denn er hat ver­stan­den, dass nur die ‚Alte Lit­ur­gie‘ – und die damit ver­bun­de­ne Fröm­mig­keit, wel­che die Ehre Got­tes an die erste Stel­le setzt – die Kir­che in die wah­re Neu-Evan­ge­li­sie­rung füh­ren kann. Aller­dings woll­te er dies nicht ohne (die) positive(n) Inten­tio­nen des II. Vati­can­ums bewerkstelligen.

    Bei mei­nem heu­ti­gen Erkennt­nis­stand kom­me ich immer mehr zur Über­zeu­gung, dass Papst Bene­dikt auf teils sub­ti­le in jedem Fal­le aber heuch­le­ri­sche Art aus dem Amt gedrängt wur­de; denn es wur­de ihm das Leben – aus den Geheim­ge­sell­schaf­ten inner­halb und außer­halb der Kir­che – zur Qual und das Regie­ren unmög­lich gemacht. Wer von uns hät­te bei sol­chem Druck (ewig Gegen­wind und Vati­leaks) denn stand­hal­ten kön­nen? Wis­sen wir denn Alles an Hin­ter­grün­den? Man schaue mal auf die Infos im Inter­net über Don Lui­gi Vil­la, der hero­isch gegen die ‚kirch­li­che Frei­mau­re­rei‘ gekämpft hat und so 9 Anschlä­ge auf sein Leben durch Prie­ster erle­ben musste.

    Bei Anna Katha­ri­na Emme­rick kön­nen wir übri­gens über die­se Zeit der Kir­che mit zwei gleich­zei­tig leben­den Päp­ste nach­le­sen; sie­he „katho­li­sches Info“ vor ca. einem 3/4 Jahr (24.06.2013). Aber auch im „Drit­ten Geheim­nis von Fati­ma“ kön­nen wir die Zei­chen der Zeit ver­ste­hen ler­nen, wenn wir die ‚Figur‘ des Pap­stes nicht als nur eine Per­son sehen, son­dern die (töd­li­chen) Angrif­fe mit „Pfei­len und Feu­er­waf­fen“ auf den Petrus und damit das Petrus­amt auf dem Weg nach Gol­go­ta. Die Sol­da­ten kön­nen bei der Betrach­tung übri­gens gut die ‚Sol­da­ten des Pap­stes‘ sein. Und für mich ist es eigent­lich undenk­bar, dass ein ‚Sol­dat des Pap­stes‘ (SJ) Papst wer­den könnte.

    Der Judasver­rat führt die Kir­che ans Kreuz

    • Bleibt zu beant­wor­ten, war­um Bene­dikt nicht den NOM abge­schafft hat, ja nicht ein­mal selbst das Meß­op­fer dar­ge­bracht hat.

    • Dan­ke für die­se tief­grün­di­ge Betrachtung.Da wei­sen sich mei­ne anschlie­ssen­den Gedan­ken gera­de­zu als Fasten­brot aus.BXVI ist und bleibt für mich ein ganz gro­sser Papst-sei­ne Weis­heit, sein theo­lo­gi­sches Format,-als viel­leicht letz­ter Kir­chen­va­ter für mich eine ein­sa­me Leuch­te der Hl. Kir­che so wie das sich heu­te zeigt! sei­ne Güte und Gross­zü­gig­keit, vor­al­lem sein hohen­prie­ster­li­che Wür­de in Demut und christ­li­cher Beschei­den­heit für sich selbst-es ist evan­ge­li­sche Armut! sei­ne kla­re Hal­tung im Kul­tus-für die hei­li­ge Lit­ur­gie nur das Beste und Aller­schön­ste-ganz im Sin­ne des hl. Pfar­rers von Ars,der für sei­ne Para­men­te nur das Kost­bar­ste wollte.Diese Trans­pa­renz des so erha­be­nen Amtes-das sei­ne Per­son fast ver­schwin­den liess-aber in actu exer­ci­to höch­sten Respekt ein­ge­for­dert hat-den­ken wir nur an die Journaille,die mit Schmutz alle sei­ne Pasto­ral­rei­sen schon vor der Zeit bewor­fen hat.All dies war ein gewal­ti­ger Tri­umph­zug der kath.Kirche allen Angrif­fen durch Miss­s­stän­de und schwe­ren Stür­men zum Trotz.das ver­höh­nen­de deut­sche Schand­blatt mit sei­ner Titelseite.Die vor­ei­li­ge Kanz­le­rin in DDR-Manier,wie sie nach der Wil­liam­s­cau­sa sich aufgeplustert,das eng­li­sche Par­la­ment mit sei­nem ent­blö­den­den Kom­men­tar vor der Papstreise,etc etc.
      Es war immer ein star­ker Gegenwind,Stimmungsmache gegen den scheu­en, gläu­bi­gen Joseph Ratzinger.Doch der Him­mel hat star­ke Zei­chen gesetzt:trotz Vul­kan­asche-nie­mand konn­te fliegen,der Papst konn­te nach Mal­ta fliegen-überall(inclusive in Eng­land!) gro­sser gro­sser Jubel der Men­schen in rie­si­gen Mas­sen-allen Unken­ru­fen zuvor trot­zend-die ein­zig­ar­tig aus­ge­feil­ten Anspra­chen, etc etc.Das Beste aber :die Reha­bi­li­tie­rung der Triden­ti­ni­schen Messe.
      ich sehe ihn aber als ein­sa­men Gelehr­ten und gläu­bi­gen Prie­ster einer soli­den fami­liä­ren Gemein­schaft natur­not­wen­dig ver­pfich­tend verbunden.Invektiven des Teu­fels in aller Oef­fent­lich­keit in uni­ver­so mun­do prall­ten lächelnd an ihm ab.Aber der Judas an sei­nem Tisch-und wie oft wie­der und wie­der war das so,und das war für mich der eigent­li­che Grund von man­chem Fehl­ver­hal­ten sei­ner­seits- das hat er ein­fach nicht mehr geschaft.Meine Bit­te: las­sen wir ihn doch end­lich in Ruhe,freuen wir uns über das vie­le Gute und vor­al­lem ‑beten wir für ihn in dank­ba­rer Liebe.

    • end­lich mal jemand,der was ver­stan­den hat!!
      Emme­rick ist gera­de in der jet­zi­gen Zeit SEHR zu empfehlen!

  14. @ Zeit­los
    Ihre Kri­tik an der Pius­bru­der­schaft ist unge­recht­fer­tigt. Offen­bar beruht sie auf einem Missverständnis.
    Gene­rell gilt, dass Hei­li­gen­ge­denk­ta­ge an ein Datum gebun­den sind und nicht an einen Wochentag.
    So ist z.B. das Fest des Hl. Heri­bert immer am 16. März. Fällt es auf einen Sonn­tag, wird es gesamt­kirch­lich nicht lit­ur­gisch gefei­ert. Trotz­dem ist der Gedenk­tag am 16 . März und die „Heri­ber­te“ fei­ern heu­te Namenstag.
    Das römi­sche Mar­ty­ro­lo­gi­um kennt kei­ne Aus­nah­me, wenn der Gedenk­tag auf einen Sonn­tag fällt. Es gibt weni­ge Aus­nah­men wie z.B. Oster­sonn­tag, Palm­sonn­tag usw.
    Sie kön­nen das im römi­schen Mar­ty­ro­lo­gi­um von 1962 nachlesen.

    • @Joseph‑P.
      Natür­lich haben die Heri­ber­te auf der gan­zen Welt das Recht, auch am Sonn­tag ihren Namens­tag zu fei­ern. Auch wer­den Hei­li­gen­ge­denk­ta­ge nicht verschoben.
      Ich habe mich aus­drück­lich auf Pius X. bezo­gen. Er hat die Unsit­te ver­bo­ten, die sich breit gemacht hat­te, dass Hei­li­gen­ge­denk­ta­ge die Sonn­tags­lit­ur­gie ver­dräng­ten. Ein hl. Heri­bert wird dann lit­ur­gisch nicht erwähnt.
      So ist es Brauch in der gesam­ten Kirche.
      Wer zum Bei­spiel krank oder aus ande­ren zwin­gen­den Grün­den ver­hin­dert ist, die hl. Mes­se zu besu­chen, wird ver­wirrt, wenn er die hl. Mes­se medi­tie­ren will und die­se selt­sa­me Art von Ein­füh­rung auf pius-info liest. Sie ist ver­kehrt, lit­ur­gisch-pasto­ral unbrauchbar.
      Wir leben im völ­li­gen Wirr­warr. Mei­ne Kri­tik an den Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten, das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil bedin­gungs­los anzu­er­ken­nen, bleibt. Doch die FSSPX erkennt es der­zeit de fac­to eben­so an. Und grün­det sich mehr und mehr auf Pri­va­tof­fen­ba­run­gen. Soll­te die­ser Kurs fort­ge­führt wer­den, ist es ein Aus­weg, dass es die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten gibt. Die ein gesun­des Ver­hält­nis zu Pri­va­tof­fen­ba­run­gen haben, ein katho­li­sches Verständnis.
      Es muss Prie­ster geben, die sich für einen Neu­auf­bau der zer­stör­ten äuße­ren Gestalt der Kir­che zur Ver­fü­gung stel­len, wenn es irgend­wann die Hier­ar­chie ermöglicht.
      Bene­dikt XVI. hat die­sen Kreis erwei­tert. Dafür bin ich ihm dankbar.
      Denn es muss auch eine Hei­mat geben für tra­di­ti­ons­treue Katho­li­ken, die ein distan­zier­te­res Ver­hält­nis zu Pri­va­tof­fen­ba­run­gen haben. Die sind der­zeit obdachlos.
      Bene­dikt XVI. war ein sehr „chri­sto­zen­tri­scher Papst.“ Mit einer gemä­ßigt moder­ni­sti­schen Theo­lo­gie, die die­se Chri­sto­zen­trik ein­ge­trübt hat. Was sie entwertet.
      Nach mei­ner Wahr­neh­mung leben wir der­zeit in der katho­li­schen Kir­che im völ­li­gen Wirr­warr. Zwei Päp­ste zusätz­lich pas­sen ins Bild.
      H. Pius X., bit­te für uns, fle­he ich.

  15. Nach­trag:
    Mein Blick auf pius.info zwingt mich, nach­zu­tra­gen: Der hl. Heri­bert ist ver­schwun­den. Wobei ich beteue­re: Ich habe nichts gegen ihn, fand ihn jedoch zur Ein­stim­mung auf den 2. Fasten­sonn­tag als völ­lig ungeeignet.
    Gro­ße Hei­li­ge wochen­tags län­ger zu zitie­ren, emp­fin­de ich als geist­lich sehr frucht­bar. Pius.info hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag sehr gut den hl. Pfar­rer von Ars zu Wort kom­men las­sen. Natür­lich nicht als den „Tages­hei­li­gen“, aber als Prie­ster, der uns auch heu­te noch bei­spiel­ge­bend in die Fasten­zeit ein­füh­ren kann. Gro­ße Hei­li­ge sind zeitlos.
    Dass Bene­dikt XVI. sein Pon­ti­fi­kat anders gestal­ten woll­te, als es ihm mög­lich war, dürf­te auch dar­an deut­lich wer­den: Für das Jahr des Prie­sters stand der hl. Pfar­rer von Ars im Mit­tel­punkt. Er soll­te auch heu­te noch das Vor­bild für die Prie­ster sein.
    Doch dann kam wie bestellt der Miss­brauchs­skan­dal, die Medi­en hetz­ten welt­weit und zogen das gesam­te Prie­ster­tum in den Schmutz.
    Ich glau­be nicht an einen Zufall.
    Wer weiß, wie frei­wil­lig Bene­dikt XVI. sei­ne Rol­le jetzt spielt. Doch Gäns­wein soll­te still sein. Oder wird er viel­leicht erpresst, hat er sich in gewis­ser Wei­se zu äußern, obwohl er viel­leicht lie­ber still wäre? Wer weiß.
    Den­noch hal­te ich es für ange­bracht, vor die­sem Papst­ver­ständ­nis, das uns jetzt gebo­ten wird, zu warnen.
    Wie­weit Bene­dikt XVI. gezwun­gen wird, das üble Spiel mit­zu­spie­len, wer weiß es? Doch es muss davor gewarnt wer­den. Katho­li­ken dür­fen die­se Situa­ti­on nicht als selbst­ver­ständ­lich empfinden.

  16. Es ist unsäg­lich, daß ein Papst sich nicht zu solch gesell­schafts­zer­stö­ren­den The­men wie Abtrei­bung und Homo­se­xua­li­tät äußern möchte.
    Die Kri­tik dar­an zeig, daß Papst Bene­dikt nie­mals hät­te zurück­tre­ten dür­fen. Nie­mand erwar­tet von einem Papst im hohen Alter, daß er kreuz und quer durch die Welt reist und per­ma­nent in den Medi­en prä­sent ist. Auch ein Papst kann sich ver­tre­ten las­sen. Bei Johan­nes Paul II hat es schließ­lich auch funk­tio­niert. Zwei Päp­ste sind defi­ni­tiv einer zuviel.

  17. @Zeitlos: die Pius­bru­der­schaft hat den Bei­trag zum Hl. Heri­bert übri­gens wie­der von Ihrer Home­page ent­fernt. Offen­sicht­lich um Miss­ver­ständ­nis­se, denen Sie ja auch unter­le­gen waren, zu vermeiden

  18. Der Hei­li­ge Heri­bert ist auf pius.info kei­nes­falls ver­schwun­den. War­um soll­te er auch?
    Tages­hei­li­ge sind an „lhrem“ Tag immer unter „Aktu­el­les“ auf der Startseite.
    Am Fol­ge­tag sind sie dann nicht mehr auf der Start­sei­te, son­dern in der Rubrik „Tages­hei­li­ge“ zu finden.
    So ein­fach ist das.

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