Papst Franziskus steht am Scheideweg — Wie wird er sich entscheiden?

Papst Franziskus zeigt sich am Abend des 13. März 2013 der Weltvon Johan­nes Thiel

(Rom) Ein Jahr nach der Wahl von Ber­go­glio zum „Bischof von Rom“ ist man per­plex, wenn man in Rom in einer Trat­to­ria sitzt und den „Cor­rie­re del­la Sera“ auf­schlägt und dar­in liest, wie die Tages­zei­tung der Ban­ken und der Finanz dem „Papst der Armen“ zuju­belt, der gegen den „rei­chen Nor­den“ don­nert, dem er meh­re­re Male in die­sem Jahr ‚Schan­de‘ zuge­ru­fen und gegen den er Ankla­ge erho­ben hat. Es beschleicht einen das Gefühl, an der Nase her­um­ge­führt zu werden.

Wel­ches Spiel wird hier gespielt? Und was soll man von der Tages­zei­tung La Stam­pa und ihrem katho­li­schen Anhang Vati­can Insi­der hal­ten? Die Turi­ner Tages­zei­tung des ita­lie­ni­schen Auto­kon­zerns pflegt inten­siv die „Fran­zis­kus­ma­nie“, die Ber­go­glio eigent­lich miß­bil­ligt, wie er vor weni­gen Tagen dem erwähn­ten „Cor­rie­re del­la Sera“ anver­trau­te. Im Schat­ten der Peter­s­kup­pel blei­be ich bei ita­lie­ni­schen Bei­spie­len und bit­te die geschätz­te Leser­schaft, sich ana­lo­ge Bei­spie­le zu Hau­se, nörd­lich der Alpen ein­fach mitzudenken.

Die Tages­zei­tung des Fiat-Kon­zerns geht in ihrer Armuts­op­ti­on sogar soweit, die Fan­fa­ren für Gusta­vo Gut­ier­rez zu bla­sen, der im Vati­kan mit nur mehr nuan­cier­ten Vor­be­hal­ten „reha­bi­li­tiert“ wur­de. Gut­ier­rez ist der „Vater“ der „Befrei­ungs­theo­lo­gie“, die Chri­sten­tum und Mar­xis­mus in einen Topf warf, fest schüt­tel­te und als ver­kapp­ten Katho­kom­mu­nis­mus aus­schüt­te­te. Eine zwie­lich­ti­ge Bewe­gung, die das Leid der Men­schen miß­brauch­te, um sie in die Irre zu füh­ren. Mit gutem Grund wur­de sie daher von Johan­nes Paul II. und Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger versenkt.

Man riecht Betrug

Man riecht Betrug, wenn die Tages­zei­tun­gen der inter­na­tio­na­len Groß­kon­zer­ne und Finanz­zen­tren ein Hosi­an­na auf die Befrei­ungs­theo­lo­gie anstim­men. Noch mehr aber, wenn die­se vom Vati­kan reha­bi­li­tiert wird. Gera­de in die­sen Tagen erklär­te Joseph Ratz­in­ger in einem Gesprächs­buch über Johan­nes Paul II.:

„Die erste gro­ße Her­aus­for­de­rung, mit der wir kon­fron­tiert wur­den, war die Befrei­ungs­theo­lo­gie, die sich in Latein­ame­ri­ka aus­brei­te­te. Sowohl in Euro­pa als auch in Nord­ame­ri­ka war die Mei­nung ver­brei­tet, es gehe dabei um eine Unter­stüt­zung der Armen, wes­halb dem Anlie­gen auf jeden Fall zuzu­stim­men sei. Das war ein Irr­tum. Der christ­li­che Glau­ben wur­de als Motor für die­se revo­lu­tio­nä­re Bewe­gung miß­braucht, den sie in eine poli­ti­sche Kraft umwan­del­te (…). Einer sol­chen Ver­fäl­schung des christ­li­chen Glau­bens galt es sich ent­schie­den zu wider­set­zen, auch und gera­de aus Lie­be zu den Armen und für den Dienst an ihnen.“

Vor kur­zem gab ein füh­ren­der Ver­tre­ter der Befrei­ungs­theo­lo­gie, Clo­do­vis Boff, im Rück­blick Ratz­in­ger Recht:

„Er ver­tei­dig­te den wirk­li­chen Aus­gangs­punkt der Befrei­ungs­theo­lo­gie, den Ein­satz für die Armen wegen des Glau­ben. Gleich­zei­tig kri­ti­sier­te er den mar­xi­sti­schen Ein­fluß. Die Kir­che kann nicht über die Grund­sät­ze des Glau­bens ver­han­deln… Wir sind einem Glau­ben ver­bun­den und wenn jemand einen ande­ren Glau­ben bekennt, schließt er sich selbst aus der Kir­che aus. Im hege­mo­ni­schen Dis­kurs der Befrei­ungs­theo­lo­gie spür­te ich, daß der Glau­ben an Chri­stus nur im Hin­ter­grund auf­tauch­te. Das ‚anony­me Chri­sten­tum‘ von Karl Rah­ner war eine gro­ße Aus­re­de, um Chri­stus, das Gebet, die Sakra­men­te und die Mis­si­on zu ver­nach­läs­si­gen und sich allein auf die Ver­än­de­rung sozia­ler Struk­tu­ren zu konzentrieren.

Heu­te aber reha­bi­li­tiert der Vati­kan die Befrei­ungs­theo­lo­gie und man staunt. Und der Bruch mit dem pol­ni­schen Papst Johan­nes Paul II. und dem deut­schen Papst Bene­dikt XVI. betrifft noch weit mehr.

Abschaffung der Sünde?

Am 29. Dezem­ber lau­te­te der Titel des Leit­ar­ti­kels von Euge­nio Scal­fa­ri in sei­ner „La Repub­bli­ca“: „Die Revo­lu­ti­on von Fran­zis­kus: Er hat die Sün­de abgeschafft“.

Tat­säch­lich wäre das, von Scal­fa­ri ersehnt (und eben­so von den welt­li­chen Mäch­ten, den anti­ka­tho­li­schen Logen und Lob­bys), die größ­te aller Revo­lu­tio­nen und wür­de die Abschaf­fung der Kir­che selbst bedeu­ten. Jesus pre­dig­te und prak­ti­zier­te die Ver­ge­bung der Sün­de, weil er um die Rea­li­tät und Dra­ma­tik der Sün­de wuß­te. Die Abschaf­fung der Sün­de ist das genaue Gegen­teil davon. Sie wür­de sogar das Opfer am Kreuz sinn­los und letzt­lich sogar lächer­lich machen.

Daher erschien die Behaup­tung des „La Repub­bli­ca“-Grün­ders und radi­kal­li­be­ra­len Wort­füh­rers in beschürz­ter Tra­di­ti­on wie ein Scherz, der sei­nem sprich­wört­li­chen theo­lo­gi­schen Dilet­tan­tis­mus zuzu­schrei­ben ist. Die katho­li­schen Medi­en über­schüt­te­ten ihn mit sar­ka­sti­schen Kommentaren.

Hatte Scalfari doch recht?

Heu­te aber wird man zuge­ben müs­sen, daß Scal­fa­ri zum Teil recht hat­te. Der Satz, „Wer bin ich, um zu urtei­len?“ wiegt schwer, wird aber noch aus­ge­gli­chen durch die Anmer­kung, daß zur Homo­se­xua­li­tät gilt, was im Kate­chis­mus steht. Dar­um: Nicht was den Papst betrifft, hat Scla­fa­ri recht, weil die­ser sich noch nicht zur Fra­ge geäu­ßert hat. Aber was Kar­di­nal Kas­per betrifft, den Autor der explo­si­ven Rede vor dem Kon­si­sto­ri­um zu den wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen. Einer Rede, die vom Papst aus­drück­lich von die­sem Kar­di­nal gewollt wurde.

Kas­per ver­tritt, wenn auch man­che nun stau­nen wer­den, weil sie bei der Ord­nung ihrer eige­nen Schub­la­den etwas durch­ein­an­der kom­men, die inner­kirch­li­che Lin­ke Mar­ti­nis, des ehe­ma­li­gen Erz­bi­schofs von Mai­land und Jesui­ten, wie auch Ber­go­glio einer ist. Eine Lin­ke, die den pro­te­stan­ti­schen Kir­chen des Nor­dens nach­ei­fert, und im Klar­text vor der Welt die Hosen her­un­ter­las­sen will. Tat­säch­lich exi­stie­ren die pro­te­stan­ti­schen Kir­chen nur mehr auf dem Papier und dank eines staat­li­chen Finan­zie­rungs­sy­stems. In Wirk­lich­keit haben sie längst Selbst­mord began­gen. Es sind nur mehr die Staa­ten und die Katho­li­sche Kir­che — was nur Mar­ti­nia­ner ver­ste­hen wer­den -, die sie noch am „Leben“ hal­ten, durch pro­to­kol­la­ri­sche Aner­ken­nung und Dia­log- und Gesprächsgremien.

Aus die­sem Grund stürzt die Rede Kas­pers in der Pra­xis radi­kal um, was Jesus (Mt 5,32 und Mt 19,9) und die Kir­che immer gelehrt haben.

Mit dem Zugang der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zu den Sakra­men­ten (der das gesam­te Lehr­amt, vor allem auch jenes von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI.) kippt, wird fak­tisch die Abschaf­fung der Sün­de vollzogen.

Was ist das für ein „Feldlazarett“, das Kranken einredet, gesund zu sein?

Was für ein „Feld­la­za­rett“ ist das aber, in dem die Kran­ken und Ver­letz­ten nicht behan­delt und geheilt wer­den, son­dern in dem ihnen vor­ge­gau­kelt wird, daß sie gesund sind? So wird uns armen Sün­dern nicht gehol­fen. So kre­pie­ren wir Sün­der näm­lich wirk­lich. Es ist, als wür­de das Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­um alle Kran­ken per Gesetz für gesund erklä­ren. Was für eine Kosten­ein­spa­rung für Staat und Kran­ken­kas­sen und was für ein Betrug an den Menschen.

Tat­säch­lich impli­ziert die Sicht­wei­se, zu der Kas­per und Kon­sor­ten die Kir­che drän­gen wol­len, die Nutz­lo­sig­keit des Buß­sa­kra­ments und sei­ner Abschaf­fung. War­um wird die Beich­te kaum genützt? Eine ein­fa­che Fra­ge, auf die man in vie­len Kir­chen­krei­se die Ant­wort pein­lich ver­mei­det. Weil das Sün­den­be­wußt­sein der Katho­li­ken durch Schon­kost bereits arg gelit­ten hat. Schon­kost, die ihnen von Kle­ri­kern und Theo­lo­gen ver­ab­reicht wur­de. Die Abschaf­fung der Sün­de ist der näch­ste „kon­se­quen­te“ Schritt.

Denn war­um soll­te man sich auf die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen beschrän­ken? Wäre das nicht eine unge­rech­te Lex ad per­so­nam, wie mir gera­de ein freund­li­cher ita­lie­ni­scher Gesprächs­part­ner in ande­rem Zusam­men­hang erklärt hat? Und was ist mit denen, die ein­fach wild zusam­men­le­ben? War­um soll­ten die beich­ten müs­sen, um die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen zu kön­nen? Und die ver­hei­ra­te­ten Män­ner und Frau­en, die einen Sei­ten­sprung began­gen haben? Ehe­bre­cher? Was für ein häß­li­ches Wort.

Entweder Kasper oder Jesus — Beides geht nicht

Die Bei­spie­le las­sen sich fort­set­zen. Die Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten des abschaf­fen­den Kas­per-Prin­zips sind geni­al gren­zen­los. Allen wird auf dem Amts­weg ver­ge­ben? Kas­per sagt es: „Jede Sün­de kann ver­ge­ben wer­den“. Er unter­schlägt aller­dings, daß es dazu der Reue und der Buße bedarf.

Im Gegen­satz zu Kas­per, sag­te Jesus aber: „Jede Sün­de und Läste­rung wird den Men­schen ver­ge­ben wer­den, aber die Läste­rung gegen den Geist wird nicht ver­ge­ben. Auch dem, der etwas gegen den Men­schen­sohn sagt, wird ver­ge­ben wer­den; wer aber etwas gegen den Hei­li­gen Geist sagt, dem wird nicht ver­ge­ben, weder in die­ser noch in der zukünf­ti­gen Welt (Mt 12,31f).

Was aber ist die­se Sün­de, die nicht ver­ge­ben wird? Im kon­kre­ten Fall: Die Ver­mes­sen­heit, zu mei­nen oder zu hof­fen, daß man ohne Ver­dien­ste geret­tet wird (praesump­tio), die Zurück­wei­sung der erkann­ten Wahr­heit (impug­na­tio veri­ta­tis agni­tae), das ver­stock­te Ver­har­ren in der Sün­de (obsti­na­tio) und die man­geln­de Reue bis zum Tod (impo­e­ni­ten­tia). Ist es aber nicht genau das, wozu Kas­per soeben mit einem brei­ten Lächeln im Gesicht auf­ge­for­dert hat?

Abschaffung der Hölle

Bei genau­em Hin­se­hen beläßt es Kas­per nicht, die Sün­de abzu­schaf­fen (und gleich­zei­tig die Beich­te). Er schafft auch die Höl­le ab. Er hat es in einem unbe­ach­tet geblie­be­nen Satz getan und wider­spricht auch damit dia­me­tral dem, was Jesus und die Kir­che immer gelehrt haben. Der Pur­pur­tä­ger sagt: „Es ist nicht vor­stell­bar, daß ein Mensch in ein schwar­zes Loch fal­len könn­te, aus dem Gott ihn nicht mehr her­aus­ho­len kann“. Was für eine Irr­leh­re. Die­ses „schwar­ze Loch“ gibt es und wie. Jesus spricht mit kla­ren Wor­ten davon: es ist die Höl­le. Wir kön­nen ent­schei­den, ob wir dort­hin gehen wol­len, mit allen Aus­re­den die­ser Welt. Gott kann uns, aus Respekt vor unse­rer Frei­heit, nicht gegen unse­ren Wil­len retten.

Es ist sehr gefähr­lich, nicht an die Exi­stenz der Höl­le zu glau­ben. Es erin­nert an die Gau­ner und Ver­bre­cher, die vor jeder neu­en Straf­tat fest dar­an glau­ben wol­len, daß sie nicht erwischt wer­den. Was den Gau­nern blüht, ist aber nichts im Ver­gleich zur ewi­gen Ver­damm­nis. Die hei­li­ge Fausty­na Kow­alska, die in Sachen Barm­her­zig­keit wesent­lich kom­pe­ten­ter war als Kas­per, berich­tet in ihrem Tage­buch, wie sie auf mysti­sche Wei­se das Reich Satans schau­en konn­te und ent­deck­te dabei, daß „der Groß­teil der See­len, die sich dort befin­den, See­len sind, die nicht an die Exi­stenz der Höl­le glaubten“.

Wel­che Ver­ant­wor­tung laden Theo­lo­gen auf sich, die den Men­schen vor­gau­keln, es gäbe kei­ne Hölle.

Die Jesuiten und Pascals Vorwurf

In der Kir­chen­ge­schich­te der Neu­zeit waren es die Jesui­ten, die vom gro­ßen Blai­se Pas­cal in der Mit­te des 17. Jahr­hun­derts beschul­digt wur­den, in einem dia­lek­ti­schen Spiel die Sün­de abge­schafft zu haben und zwar mit der Aus­re­de, dem Sün­der zu ver­ge­ben. Es lohnt sich, die Ankla­ge Pas­cals nach­zu­le­sen in einer Zeit, in der ein Jesu­it auf dem Papst­thron sitzt. In unse­rer Zeit sind sol­che Ideen näm­lich wie­der in Mode gekommen.

Dar­an erin­ner­te der dama­li­ge Kar­di­nal Ratz­in­ger in sei­ner berühm­ten Rede vom 1. Sep­tem­ber 1990 in Rimini:

„Des­we­gen kann man sagen, daß die heu­ti­ge Moral­dis­kus­si­on dazu neigt, den Men­schen von der Schuld zu befrei­en, indem alles so zurecht­ge­schnei­dert wird, daß die Bedin­gun­gen des Sün­di­gens für den Ein­zel­nen eigent­lich nie ein­tre­ten kön­nen. Das bis­si­ge Wort Pas­cals kommt einem in den Sinn: Ecce patres, qui tol­lent pec­ca­ta mun­di! (Seht, die Väter, die die Sün­de der Welt hin­weg­neh­men). Nach die­sen ‚Mora­li­sten“ gibt es ein­fach kei­ne Schuld mehr. Natür­lich ist die­se Art, die Welt von der Schuld zu befrei­en, all­zu bil­lig. Im Stil­len wis­sen die so befrei­ten Men­schen sehr genau, daß das alles nicht wahr ist, daß es Sün­de gibt, daß sie selbst Sün­der sind und daß es eine rea­le Art ihrer Über­win­dung geben muß.“

Bereits in einem frü­he­ren Buch kri­ti­sier­te Ratz­in­ger jenes „pela­gia­ni­sche Den­ken, laut dem im Grund der gute Wil­len des Men­schen genü­gen wür­de, um ihn zu retten“.

Apro­pos Pela­gius: Ist es nicht Papst Fran­zis­kus, der mehr­fach von „Pela­gia­nern“ spricht, aller­dings in einem ganz ande­ren Zusammenhang?

Kar­di­nal Ratz­in­ger füg­te damals hin­zu: „In die­sem Licht bese­hen, war der Vor­wurf der Jan­se­ni­sten an die Jesui­ten, mit ihren Theo­rien das Jahr­hun­dert zum Unglau­ben zur füh­ren, nicht ganz unzu­tref­fend.“ Es gibt aller­dings nicht nur Karl Rah­ner, son­dern auch gesun­de Strö­mun­gen in der Gesell­schaft Jesu.

Papst Franziskus am Scheideweg

Papst Fran­zis­kus befin­det sich am Schei­de­weg. Auf der einen Sei­te geht es zum Abbruch der Kir­che, wohin ihn eine star­ke inner­kirch­li­che Frak­ti­on, Logen und welt­li­che Lob­bys drän­gen wol­len. Die inner­kirch­li­che Frak­ti­on scheint ihn auf den Stuhl des Petrus geho­ben zu haben und ihn als einen der Ihren zu betrachten.

Die Sache scheint ent­schie­den? Mit Blick auf die Kir­chen­ge­schich­te und die Ver­hei­ßun­gen Chri­sti den­ke (und hof­fe) ich, daß Papst Fran­zis­kus, wie alle Vor­gän­ger die ande­re Sei­te wäh­len wird, jene der Glau­bens­wahr­heit, der Ortho­do­xie und des Evan­ge­li­ums, die davor bewahrt, etwas an der Glau­bens­leh­re zu ändern und die den Haß der Welt pro­vo­ziert und manch­mal auch zum Mar­ty­ri­um führt. Bin ich naiv? Nein, ich ver­traue auf den drei­ei­n­i­gen Gott und die Für­spra­che der aller­se­lig­sten Got­tes­mut­ter Maria.

Text: Johan­nes Thiel
Bild: Wikicommons

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