Macht Papst Franziskus den Täter zum Opfer? Und den Priester zum Caritas-Angestellten?

Papst Franziskus über Sünder und Verwundete(Vati­kan) Sagt der Papst „Wun­den“ und meint Sün­den? Ver­wech­selt er Sün­der mit „Ver­wun­de­te“? Oder sagt er Prie­ster und Beicht­va­ter, meint aber Sozi­al­ar­bei­ter und Cari­tas-Ange­stell­ter? Am 6. März hielt Papst Fran­zis­kus vor den Prie­stern sei­ner Diö­ze­se Rom eine län­ge­re Anspra­che, die er zum Beginn der Fasten­zeit in der Audi­enz­hal­le Pauls VI. zusam­men­ge­ru­fen hat­te. Das The­ma der Anspra­che war die Fra­ge, wie ein Prie­ster sein müs­se, um ein „guter Hirt“ zu sein. Dazu eini­ge zag­haf­te Über­le­gun­gen und noch viel mehr Fra­gen von einer ein­fa­chen Katholikin.

.

Der Sünder als Verwundeter?

Ver­such eines unfer­ti­gen Kom­men­tars von Mar­tha Weinzl

Die Anspra­che war, für Papst Fran­zis­kus typisch, in drei Punk­te geglie­dert. „In der gan­zen Kir­che ist die Zeit der Barm­her­zig­keit.“ „Was bedeu­tet Barm­her­zig­keit für die Prie­ster?“ Und: „Barm­her­zig­keit bedeu­tet weder zu wei­te Ärmel noch Starrheit.“

27 Mal Barmherzigkeit, kein Mal Schuld

Zunächst der Ver­such einer empi­ri­schen Text­ana­ly­se. Im Text gebraucht Papst Fran­zis­kus 27 Mal das Wort Barm­her­zig­keit, zwölf­mal das Wort Herz, zehn­mal das Wort Wun­den, sechs­mal das Wort Fleisch, je fünf­mal spricht er vom Sakra­ment der Ver­söh­nung und vom Beicht­va­ter, drei­mal gebraucht er die Wor­te Mit­leid, beich­ten und Beich­te, nur ein­mal die Wor­te Sün­de, Sün­der, ver­söh­nen und los­spre­chen. Die Wor­te Schuld, Buße und Beicht­stuhl kom­men nicht vor, eben­so wenig Erlö­sung, Erlö­ser, Ret­ter, Hei­land, Heil, See­len­heil oder Lossprechung.

Was sagt uns die­se Auf­stel­lung? Papst Fran­zis­kus ging es dar­um, über die Beich­te zu spre­chen und die Rol­le des Prie­sters als Beicht­va­ter. Vor­aus­set­zung für die Beich­te, möch­te man anneh­men, sind die Sün­de und der Sün­der, der die Sün­de began­gen hat. Wir alle sind Sün­der, sol­len uns aber vor der Sün­de hüten. Ein lebens­lan­ges Rin­gen, für das uns die Kir­che kost­ba­re Hilfs­mit­tel zur Ver­fü­gung stellt. Zunächst die Unter­wei­sung, die ent­schei­dend zur Gewis­sens­bil­dung bei­trägt. Dann aber vor allem die sakra­men­ta­len Gna­den­mit­tel, ins­be­son­de­re das von Jesus Chri­stus gestif­te­te Beichtsa­kra­ment. Denn schließ­lich geht es um das ewi­ge See­len­heil, dar­um, ob wir vor Got­tes Gerech­tig­keit und Barm­her­zig­keit bestehen wer­den können.

Sün­de und Sün­der kom­men als Begrif­fe in der päpst­li­chen Anspra­che aller­dings jeweils nur ein ein­zi­ges Mal vor. Die Sün­de wird indi­rekt im Zusam­men­hang mit einer Kri­tik an zu laxen Prie­stern genannt, die die Sün­de „mini­mie­ren“, also her­un­ter­spie­len. Eine wich­ti­ge Aussage.
Der Sün­der, um genau zu sein, „die Sün­der“ wer­den in der ein­zi­gen Erwäh­nung ohne wei­te­re Erklä­rung zusam­men mit den „Kran­ken“ genannt, „um die sich nie­mand küm­mert“. Sün­der und Kran­ke wer­den vom Papst im sel­ben Satz als „Aus­ge­schlos­se­ne“ bezeich­net. „Beson­ders“ für sie emp­fin­de der Prie­ster „Zärt­lich­keit“.

Dimension der Sünde und Status des Sünders bleiben unbeachtet

Den päpst­li­chen Aus­füh­run­gen kann bis hier­her noch eini­ger­ma­ßen gefolgt wer­den, wenn man sich feh­len­de Tei­le ein­fach dazu­denkt. Den­noch fällt auf, wie unter­be­lich­tet die Dimen­si­on der Sün­de und der Sta­tus des Sün­ders blei­ben, obwohl sie ange­sichts des The­mas eigent­lich im Mit­tel­punkt ste­hen sollten.

Der Sün­der wird zum Kran­ken, doch nicht im Sin­ne einer geist­li­chen Krank­heit. Das läßt den Ver­dacht auf­kom­men, der Papst könn­te den Prie­ster – über­spitzt for­mu­liert – nicht als Beicht­va­ter sehen, son­dern als Kran­ken­pfle­ger oder Caritas-Mitarbeiter.

Keine Täter (Sünder), nur Opfer?

Tat­säch­lich spricht der Papst nicht von Sün­den und Sün­dern, son­dern von Wun­den und Kran­ken. Wun­den aber sind kei­ne Sün­den, son­dern ein Per­spek­ti­ven­wech­sel. Der Papst meint ohne jeden Zwei­fel Ver­wun­de­te, Men­schen, die ver­letzt sind. Die Sün­de ist eine Wun­de. Der Sün­der ist aber durch die Sün­de der Ver­ur­sa­cher der Wun­de und nicht der Ver­wun­de­te. Daß der Sün­der auch Ver­wun­de­ter sein kann und der Ver­wun­de­te auch Sün­der, ist eine ande­re Fra­ge, auf die der Papst aller­dings nicht einging.

Papst Fran­zis­kus legt den Prie­stern in der Rol­le des Beicht­va­ters in sei­ner Anspra­che nur die Ver­wun­de­ten ans Herz. Der Beicht­va­ter aber hat sich um die Sün­der zu küm­mern. Er hat die Sün­de zu ver­ur­tei­len, ein The­ma, das der Papst nicht ein­mal streift, und den Sün­der zur Umkehr zu bewe­gen. Dem Buß­fer­ti­gen, der bereut, hat er – dar­in ist Papst Fran­zis­kus in sei­ner Defi­ni­ti­on nur zuzu­stim­men – auf sei­nem mit Gott ver­söhn­ten Weg zu beglei­ten, aller­dings damit er nicht mehr fällt, zudem unter Ein­schluß einer ihm auf­zu­er­le­gen­den Buße. Aspek­te, die nicht erwähnt werden.

Bei Papst Fran­zis­kus sind die Sün­der nicht Ver­wun­der, son­dern offen­sicht­lich ein Syn­onym für Ver­wun­de­te. Das ist erklä­rungs­be­dürf­tig, wenn nicht ange­nom­men wer­den soll, daß Grund­le­gen­des auf den Kopf gestellt wird. Täter und Opfer als aus­tausch­ba­re Grö­ßen? Der Sün­der ist ein Täter, der Ver­wun­de­te ein Opfer. Die Prie­ster haben sich, laut Papst Fran­zis­kus, um die Ver­wun­de­ten zu küm­mern, also um Opfer, die aber in Wirk­lich­keit — folgt man den päpst­li­chen Aus­füh­run­gen — Täter sind, denn wozu sonst bedürf­te es eines Beicht­va­ters. Der Sün­der wird dem­nach in einer neu­en Dia­lek­tik vom Täter zum ver­wun­de­ten Opfer. Zum Opfer der eige­nen Sün­de? Zum Opfer des Bösen? Zum Opfer des Teu­fels, des ewi­gen Ver­su­chers und Ver­füh­rers? Das aber erklärt der Papst nicht.

Sünde? „Materielle Probleme, Skandale, Illusionen der Welt“

Er spricht von der Kir­che als „Feld­la­za­rett“ und ver­mit­telt den Ein­druck, als gebe es in ganz beson­de­rer Wei­se in die­ser heu­ti­gen Zeit eine „Not­wen­dig­keit die Wun­den zu hei­len, vie­le Wun­den! Vie­le Wun­den!“ Das aber hie­ße, die Prie­ster hät­ten sich vor allem um jene zu küm­mern, die durch die Sün­de ver­wun­det wur­den. Genau das geht aus den wei­te­ren Aus­füh­run­gen jedoch nicht her­vor. War­um aber soll­te unse­re Zeit mehr „Wun­den“ zu hei­len haben, als frü­he­re Zei­ten, sodaß der Kir­che eine neue Rol­le als „Feld­la­za­rett“ zuteil wird?

Tat­säch­lich dürf­te der Papst recht haben. Es gab noch nie so vie­le Men­schen wie heu­te, wes­halb die Zahl der Sün­den allein schon des­halb an Zahl grö­ßer sein dürf­te als je zuvor. Da der Papst aber die Sün­de nicht benennt und nie wirk­lich von Sün­dern spricht, bleibt sei­ne Aus­sa­ge vage und wirft zahl­rei­che Fra­gen auf, die unbe­ant­wor­tet blei­ben. Denn zu den Ursa­chen der Ver­wun­dun­gen, die Beicht­vä­ter brau­chen, also zur Sün­de, sagt Papst Fran­zis­kus ledig­lich: „Vie­le Men­schen sind ver­wun­det, durch mate­ri­el­le Pro­ble­me, durch Skan­da­le, auch in der Kir­che… Men­schen, die durch die Illu­sio­nen der Welt ver­wun­det sind…“.

Man reibt sich ungläu­big die Augen: „mate­ri­el­le Pro­ble­me“, „Skan­da­le“, „auch in der Kir­che“, „Illu­sio­nen der Welt“? Was ist das? Ist das die Dimen­si­on der Sün­de, vor der wir uns hüten sol­len? Ver­wun­dun­gen durch sozia­le Unge­rech­tig­keit? Soll­ten die Mar­xi­sten am Ende viel­leicht doch recht haben, daß Straf­tä­ter, nur des­halb in unse­ren Gefäng­nis­sen sit­zen, weil sie Opfer struk­tu­rel­ler sozia­ler Unge­rech­tig­kei­ten sind? Sozio­lo­gi­sche und psy­cho­lo­gi­sche Über­le­gun­gen? Dafür braucht es den Beicht­va­ter, die Beich­te, das Sakra­ment der Ver­söh­nung? Das ist doch etwas ganz ande­res: Die Umdeu­tung des Beicht­va­ters zum Lebens­be­ra­ter? Zum Psy­cho­the­ra­peu­ten? Zum Freund? Die Ver­wechs­lung der Sün­de mit Sor­gen und Pro­ble­men der Men­schen? Die Fra­ge wäre dann berech­tigt, ob ande­re Beru­fe auf­grund ihrer pro­fes­sio­nel­len Aus­bil­dung nicht doch geeig­ne­ter sind, sol­che Pro­bel­me zu lösen, als die „beru­fe­nen“ Prie­ster. Soll­te Gott tat­säch­lich eine Art Ober­be­rufs­be­ra­ter für Sozi­al­be­ru­fe sein?

Der Priester als Caritas-Mitarbeiter?

Läßt sich die Bot­schaft des Pap­stes an die Prie­ster sei­ner Diö­ze­se und damit an alle Prie­ster fol­gen­der­ma­ßen zusam­men­fas­sen: Geht hin­aus, scheut und ziert euch nicht, euch schmut­zig zu machen, um den Men­schen bei ihren Lebens­sor­gen und All­tags­nö­ten zur Sei­te zu ste­hen. Eine Auf­for­de­run­gen unter meh­re­ren für jeden Chri­sten. Auch eine per­fek­te Stel­len­be­schrei­bung für einen Cari­tas-Mit­ar­bei­ter. Ist das aber eine Defi­ni­ti­on für das Prie­ster­tum? Vor allem im Zusam­men­hang mit dem Beichtsa­kra­ment? Fra­gen über Fragen.

Bild: Avve­ni­re

28 Kommentare

  1. Die Theo­lo­gie die­ses Brücken­bau­ers ist mir schon lan­ge ein Rät­sel. Ob er über­haupt eine hat ? Aber was will man von die­sem Mann erwar­ten ?? Ver­ste­hen sie ein ein­zi­ges in der Mes­se gespro­che­nes Gebet ?? Allen­falls kann man erah­nen, was es hei­ßen soll. Aber bei „Buon pran­zo !“ da ver­steht man ihn sehr gut.

  2. In den Anfän­gen des Pon­ti­fi­ka­tes dach­te ich noch, Bischof Franz ver­folgt einen Plan.
    Gefühl­te 1000 belang­lo­se Anspra­chen wei­ter, merkt man, dass er nur ein kata­stro­phal schlech­ter Theo­lo­ge ist und Geschwät­zig­keit den Inhalt ersetzt. Er ver­wen­det stän­dig mehr­deu­ti­ge und fal­sche Bil­der, sei­ne Reden wie­der­spre­chen sich inhalauch noch Barm­her­zig­keit mit Gefühlsduselei…Es wird lästig.

    • Da kann ich Ihnen nur zustim­men: All­mäh­lich wird das Geschwa­fel des Herrn Ber­go­glio uner­träg­lich. Mitt­ler­wei­le habe ich den Ein­druck, dass er eine theo­lo­gi­sche Null­num­mer ist, die durch emo­tio­na­le Schlag­wor­te ver­sucht, von der mas­si­ven inhalt­li­chen Schwä­che abzu­len­ken. Dies aller­dings mit Erfolg, wie das eben­falls nicht mehr ertrag­ba­re Jubel­volk beweist. Der ober­ste Demuts­pre­di­ger sonnt sich vol­ler Stolz in sei­ner Demut. Wah­re Demut muss sich aber nicht stän­dig öffent­lich brü­sten- sie geschieht im Ver­bor­ge­nen. Mich beschleicht ein ungu­tes Gefühl, wenn ich den Herrn sehe und höre- eine unheim­li­che Aura geht von ihm aus. Damit ist aber nicht die Aura der Demut, wie bei unse­rem Papst Bene­dikt gemeint. Etwas ande­res geht von ihm aus.

      • Ja, emo­tio­na­le Schlag­wor­te, damit macht man heu­te Poli­tik und Geld: Dazu wer­den die Men­schen erst pro­gram­miert durch „Bil­dung“ und „Mas­sen­me­di­en“, Haupt­ele­men­te die­ses Mas­sen-NLP. Und dann braucht man nur noch auf die rich­ti­gen „Knöpf­chen“ zu drücken. Bestimm­te Wor­te und Bil­der wecken dann die ein­ge­pflanz­ten Asso­zia­tio­nen. Sie­he auch Edward Ber­nays, Pro­pa­gan­da: Die Kunst der Public Rela­ti­ons http://www.booklooker.de/app/resultnew.php?id=1003133491

      • Ver­mut­lich haben Ähn­li­ches auch die Zeit­ge­nos­sen Jesu gesagt — die Schrift­ge­lehr­ten und Pharisäer.

        • Nein — die rie­ben sich auf an der Klar­heit sei­ner Rede. Jesus war kein Schwät­zer. Er war der Sohn Got­tes, hielt sich auch dafür und das ärger­te die Schrift­ge­lehr­ten und Pharisäer.
          Noch vor dem Hohen­prie­ster wur­de ihm unter­stellt, er habe auf­rüh­re­ri­sche Bewe­gun­gen ver­ur­sacht. Jesus ver­weist auf sei­ne kla­ren und für jeden sicht­ba­ren Leh­ren. Dar­auf­hin ohr­feigt ihn der Die­ner (Grund: Es sei unschick­lich, so mit dem Hohen­prie­ster zu reden… mer­ken Sie was?) Es lohnt, anstel­le von papo­la­tri­schen Vor­ur­tei­len mal Bibel zu lesen.
          Jesus sagt: „Habe ich falsch gere­det, bewei­se es! — Habe ich aber wahr gere­det, war­um schlägst du mich?“
          Von einer Duck­mäu­se­rei vor dem Hohen­prie­ster (Par­al­le­le zum Papst) kann also kei­ne Rede sein. Jesu Kri­te­ri­um für das, was er sag­te, war nicht, ob es dem Hohen­prie­ster passt und ihn schützt, son­dern allein, ob es wahr ist.
          Ihre Par­al­le­li­sie­rung „(histo­ri­scher) Jesus — Papst“ ist also falsch. Par­al­lel ist F. zum dama­li­gen Hohen­prie­ster zu sehen. Die Rol­le Jesu ent­spricht viel­leicht am ehe­sten dem Ordens­grün­der der FI, wenn wir schon mit sol­chen Ver­glei­chen hin­ken wollen…

    • Ich kann Ihnen da auch nur zustim­men. Wie aber konn­te aus­ge­rech­net die­ser Mann, des­sen defi­zi­tä­re Theo­lo­gie offen­kun­dig auf der Hand liegt, zum Papst gewählt wer­den? Mehr noch: Sei­ne Wahl wur­de bekannt­lich schon seit 2005 for­ciert. Und mir kann kei­ner erzäh­len, dass unse­re „Theo­lo­gen­kar­di­nä­le“ Kas­per und Leh­mann nicht gewusst haben, wen sie da auf die Agen­da gesetzt haben. Es muss noch etwas ganz ande­res dahin­ter­stecken. Wir sehen mit Papst Fran­zis­kus ledig­lich die Spit­ze die­ses Eisberges …

    • Ich hat­te kei­ne gro­ße Erwar­tungs­hal­tung, zumal er zuvor nie theo­lo­gisch her­vor­ge­tre­ten war. Das Urteil „kata­stro­phal schlech­ter Theo­lo­ge“ kann ich eigent­lich nur unter­strei­chen. Die­ses Pontfi­kat nutzt nur den Geg­nern der Kirche.

    • Fran­zis­kus, Marx, Schon­börn, Wöl­ki, Leh­mann, Zollitsch, König, IBY, Hans Küng, Schül­ler, Zuleh­ner usw. sind die Pro­to­ty­pen der „Kon­zils­kir­che“ ali­as „DIE NEUE KIRCHE“ und sei­ner sata­ni­schen Früch­te, sie ver­kün­den nicht mehr im Sin­ne Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che, sie ver­hal­ten sich wie anti­ka­tho­li­sche Wen­de­häl­se und spre­chen und wir­ken nur mehr so wie es der welt­li­che Zeit­geist wünscht, der ja durch den „aggior­na­men­to“ den Rauch Satans in die Kir­che Got­tes unse­res Herrn bla­sen konn­te, und bekämp­fen alle die noch im Sin­ne Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che wir­ken oder bes­ser gesagt wir­ken möch­ten , sie­he sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI, sei­ne Emi­nenz Kar­di­nal Gro­er, die Exzel­len­zen Bischö­fe Krenn, Mixa, die Hoch­wür­di­gen Pfar­rer Ger­hard Maria,Wagner, Ster­nin­ger, Andre­as Sko­blicki, usw. usw. ) . Es gibt kein ein­deu­ti­ges Ja oder Nein der Miet­lin­ge mehr, und im Zusam­men­hang mit den Hei­li­gen Wil­len Got­tes unse­res Herrn; 

      Mat­thä­us: 5. 37
      Euer Jawort sei viel­mehr ein Ja, euer Nein ein Nein. Was dar­über ist, das ist vom Bösen. 

      Daher sind auch deren Früch­te viel­fach so, näm­lich BÖSE, und das wur­de am besten erkenn­bar an der vati­ka­ni­schen Umfra­ge zur Fami­lie ‚Maria Tro­ster und Königs­s­stei­ner Erklä­rung, den Kir­chen­volks­be­geh­ren, WiSi­Ki, ZdK, KFB usw.DIE NEUE KIRCHE hat sich des Göt­zen Mam­mons Wil­len vom Gro­ßen Auf­trag Got­tes unse­res Herrn abge­wandt und sich zur irdi­schen Zweig­stel­le der Höl­le, ali­as „DIE KIRCHE VON UNTEN“ gemau­sert. Bewei­se die Gott den Herrn und sei­ner Kir­che spot­ten­den Dis­kus­sio­nen rund um die Homo­se­xua­li­tät, Ehe­bruch, Zöli­bat, usw. 

      Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. Das sind alles berech­tig­te Fra­gen und im Zusam­men­hang damit stel­le ich mir die zen­tra­le Fra­ge, ob die Kir­che mit Papst Fran­zis­kus einen will­fäh­ri­gen Mit­ar­bei­ter an der neu­en, glo­bal ange­streb­ten Gesell­schafts­ord­nung hat. Dar­auf deu­tet eini­ges an sei­nen Äuße­run­gen und an sei­nem Ver­hal­ten hin. Ich fra­ge mich, will er ver­eint mit der Lin­ken „die Errich­tung einer nicht repres­si­ven Gesell­schafts­ord­nung ohne Trieb­un­ter­drückung“ (man den­ke an Mar­cu­se)? Dazu soll ja die „rech­te“ Ord­nung mit einer zum Trieb­ver­zicht( bzw. ‑auf­schub) und opfer­be­rei­ten Eli­te, gebil­det zum Woh­le aller, besei­tigt wer­den. Ange­strebt wird als lin­kes Ide­al das Indi­vi­du­um mit aus­ge­leb­tem Trieb­le­ben, natür­lich unter tota­li­tä­rem Anspruch! Auf die­se Wei­se soll die (ver­meint­li­che) Gleich­heit aller her­ge­stellt wer­den. Zu die­sem Pro­gramm gehört zen­tral die Ableh­nung und Ver­nich­tung alles Schö­nen und Erha­be­nen! (Man den­ke nur an die DDR mit ihrem aktiv zer­stö­re­ri­schen Umgang mit schö­ner Archi­tek­tur und der Aberzie­hung des Scha­m­emp­fin­dens in der zele­brier­ten Freikörperkultur).

    Gewen­det auf die Kir­che bedeu­tet das Ableh­nung und Zer­stö­rung des Sakra­len, das nicht mehr zur Hei­li­gung des Pro­fa­nen die­nen soll. Hier ist auch die Wur­zel des stän­di­gen mas­si­ven Angriffs auf das Sakra­ment der Ehe und auf den Prie­ster mit zöli­ba­tä­rer Lebens­wei­se zu fin­den. Das will die Lin­ke unbe­dingt schlei­fen! Wenn dann alles pro­fa­niert ist, ist die Sün­de qua­si abge­schafft und das aus­ge­leb­te Trieb­le­ben bringt nur noch Wun­den her­vor. Der ehe­ma­li­ge Prie­ster ist dann eben Sozi­al­ar­bei­ter, der die­se Lebens­we­ge zärt­lich beglei­tet. Man den­ke hier­bei auch an den breit gestreu­ten und stän­dig wie­der­hol­ten Slo­gan „Froh­bot­schaft statt Droh­bot­schaft“, der nur den Zweck hat, die tra­di­tio­nel­le Über­lie­fe­rung zu diffamieren.
    In die­ser soge­nann­ten „neu­en“ Welt wird die Mas­se der Indi­vi­du­en mani­pu­liert und gesteu­ert über auf­wüh­len­de Emo­tio­nen, hier­bei spie­len die Medi­en eine wich­ti­ge Rol­le. Ver­nünf­ti­ges Han­deln und ratio­na­les Abwä­gen wer­den dann zu Stör­fak­to­ren. In die­ser neu­en Ord­nung zählt nur noch das Indi­vi­du­um mit sei­ner sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung (die objek­ti­ve Wahr­heit wird negiert) und jeder ist letzt­end­lich sein eige­ner Richter.
    Falls das der Weg sein soll­te, der unter die­sem Pon­ti­fi­kat beschrit­ten wer­den wird, dann wer­den wir mehr denn je einen gnä­di­gen Rich­ter brau­chen, der den Men­schen wie­der aufrichtet.

  4. Papst Pius XII. hat das schwin­den­de Sün­den­be­wusst­sein sei­ner­zeit — wie nach­ste­hend zu lesen — noch als
    „mög­li­che“ gröss­te Zeit­sün­de gesehen.….
    und heute ?

    -
    „Viel­leicht besteht die größ­te Sün­de­der heu­ti­gen Zeit darin,
    daß die Men­schen ange­fan­gen haben, das Sün­den­be­wußt­sein zu verlieren.“

    • „Viel­leicht besteht die größ­te Sün­de der heu­ti­gen Zeit dar­in, daß die Men­schen ange­fan­gen haben, das Sün­den­be­wußt­sein zu verlieren.“
      Nicht nur das. Sie hal­ten die Höl­le für einen Witz aus dem fin­ste­ren Mit­tel­al­ter. Und das geht voll auf das Kon­zil und sei­nem Geist. Wer glaubt wir kom­men alle, alle in den Him­mel wird gegen­über der Sün­de ein sehr locke­res und leich­tes Ver­hal­ten an Tag legen. Man nimmt das Gericht des Herrn nicht mehr ernst.
      Per Mari­am ad Christum.

      • „Sie hal­ten die Höl­le für einen Witz“.
        Sie haben recht! Der Reli­gi­ons­leh­rer einer Gym­na­si­al­klas­se lach­te sich halb tot, als das Gespräch auf die Höl­le kam. Er mein­te, das sei ein Märchen!

        • So ist es. Der Reli­gi­ons­un­ter­richt schafft Tat­sa­chen. Er formt gefe­stig­te Antikatholiken.

      • Die neue und gro­ße Sün­de unse­rer Zeit ist in der Tat das feh­len­de Sün­den­be­wußt­sein. Dazu kommt die Nei­gung des ‚moder­nen‘ Men­schen sich die Sün­de weg­zu­er­klä­ren, so dass es kei­ne Sün­de mehr gibt. Der Gesetz­ge­ber setzt noch eins oben­drauf indem Tod­sün­den gesetz­li­che Recht­fer­ti­gung erhal­ten, wie Abtrei­bung, Eutha­na­sie, Unzucht .…

        • Imek: Die größ­te Sün­de unse­rer Zeit ist die Tat­sa­che dass aus Gut = Böse und aus Böse = Gut gemacht wur­de, es darf also einen nicht wun­dern das nun aus den Täter des Opfer und aus dem Opfer der Täter wird.
          Es gibt sehr wohl ein Sün­den­be­wusst­sein in der Welt aber die Wer­te wur­den ein­fach so ver­dreht dass die­se nicht mehr mit Gott den Herrn und der Hei­li­gen Tra­di­ti­on sei­ner Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­sche über­ein­stim­men und so die­ses von Gott den Herrn wegführt. 

          Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Ange­fan­gen ? Sie sind mit­ten drin, das Sün­den­be­wußt­sein zu ver­lie­ren. Der Papst hilft ihnen dabei mit sei­nen andau­ern­den Irri­ta­tio­nen von fal­scher Barmherzigkeit.

  5. Herz­li­chen Dank an Frau Weinzl, daß sie sich die Mühe gemacht hat, die Anspra­che von P. Franz zu ana­ly­sie­ren. Höchst inter­es­sant sei­ne Wort­wahl. Wel­che Ein­sei­tig­keit, die sicher nicht zufäl­lig geschieht. 28x Barm­her­zig­keit. Das ist „Sleep­tea­ching“ der „bra­ve new World“. Kon­di­tio­nie­rung. Schlag­wör­ter ohne genaue Defi­ni­ti­on. Miß­brauch von (einst) posi­ti­ven Begrif­fen, die für eige­ne (neue) Zwecke ein­ge­setzt werden.
    Kom­pen­tente Leu­te soll­ten künf­tig sehr genau die Anspra­chen von P. Franz unter die Lupe neh­men und ana­ly­sie­ren. Nur so läßt sich nach­wei­sen, daß da aus katho­li­scher Sicht etwas nicht (mehr) im Lot ist.

    • In der Leh­re der katho­li­schen Kir­che ist schon lan­ge nicht mehr alles im Lot. Da nüt­zen auch kei­ne „kom­pe­ten­ten Leu­te“, die dies unter­su­chen sol­len, denn in der regel wer­den dann sol­che Leu­te zur Unter­su­chung ein­ge­setzt, die mit der katho­li­schen Leh­re sowie­so schon lan­ge nichts mehr am Hut haben, die aber der brei­ten Mas­se das Ver­der­ben reden. Und die frag­ment­haf­ten Aus­sa­gen unse­res neu­en Pon­ti­fex lei­sten dazu einen pas­sen­den Bei­trag. Kann sich doch jeder dar­aus aus­su­chen, was ihm gefällt und ins Lebens­kon­zept passt, ob das nun genu­in katho­li­sche Leh­re ist, und damit zum ewi­gen Heil führt, ist den mei­sten doch eh bereits total egal. Haupt­sa­che es geht uns gut .…

      • Mit kom­pe­te­ten Leu­ten mei­ne ich Leu­te wie Frau Weinzl. Leu­te, die ein Gespür haben für die Ver­dre­hun­gen, die da gemacht wer­den, Leu­te, die in der tra­di­tio­nel­len Kath. Kir­che zuhau­se sind und sich in ihr aus­ken­nen. Natür­lich mei­ne ich nicht jene, die oft­mals Pseu­do-Wis­sen­schaft­ler sind, die man zu Unter­su­chun­gen in der Kir­che einsetzt.

  6. Wie ein­gangs erwähnt wur­de, rich­te­te sich die Anspra­che an Prie­ster und nicht an Lai­en. Man soll­te an die­ser Stel­le anneh­men, dass Prie­ster einen ande­ren Back­ground haben, als Per­so­nen ohne die­sen Hin­ter­grund, wie. z.B. eine Mar­tha Weinzl.
    Inso­fern erscheint es red­un­dant den Prie­stern gewis­se Begrif­fe erklä­ren zu müs­sen. Oder hält Frau Weinzl die Prie­ster der Diö­ze­se Roms für unterbelichtet?
    Inter­es­sant ist auch zu sehen, wie sich Frau Weinzl sel­ber wider­spricht. Einer­seits kommt in der Anspra­che der Begriff der Beich­te drei­mal vor, im näch­sten Satz aber kein­mal. Wie ist dies erklärbar?
    „… drei­mal gebraucht er die Wor­te Mit­leid, beich­ten und Beich­te, nur ein­mal die Wor­te Sün­de, Sün­der, ver­söh­nen und los­spre­chen. Die Wor­te Schuld, Beich­te und Beicht­stuhl kom­men nicht vor“
    Zu dem Punkt Sün­der = Ausgeschlossene
    Durch die Sün­de schlie­ßen sich die Sün­der tat­säch­lich aus. So muss man sich schließ­lich auch im Stand der Gna­de befin­den, damit man kom­mu­ni­zie­ren kann — Teil­nah­me am Altars­sa­kra­ment. Der Stand wird ent­we­der durch ein abso­lut sün­den­frei­es Leben oder durch das Sakra­ment der Beich­te erlangt.
    Zu Sün­de als Wunde
    Frau Weinzl schreibt: “ Papst Fran­zis­kus legt den Prie­stern in der Rol­le des Beicht­va­ters in sei­ner Anspra­che nur die Ver­wun­de­ten ans Herz. Der Beicht­va­ter aber hat sich um die Sün­der zu kümmern“.
    Wenn ich zur Beich­te gehe, tue ich dies mit dem Gewis­sen, dass ich gesün­digt habe und nicht aus Lan­ge­wei­le, o.Ä. Inso­fern sehe ich mich selbst als Sün­der an. Ich den­ke, dass ich mit mei­ner Gefühls­welt nicht allei­ne daste­he. Dass mit dem Sakra­ment der Beich­te eine Abso­lu­ti­on ein­her­ge­hen kann (man wird in der Tat nicht von allem los­ge­spro­chen, muss also gewis­sen Anfor­de­run­gen schon Genü­ge lei­sten), eine Buße ein­her­geht und die Auf­for­de­rung „geh und sün­di­ge nicht mehr“, dürf­te jedem katho­li­schen und nor­mal­ver­nunft­be­gab­ten Men­schen evi­dent sein . ein­schließ­lich der Prie­ster Roms.
    Zu den sozia­len Berufen
    Die sozia­len Beru­fe, wie wir sie heu­te und in Deutsch­land ken­nen, sind histo­risch gese­hen neue­re Ent­wick­lun­gen. Das Prie­ster­tum der katho­li­schen Kir­che dage­gen gibt es schon ein biss­chen länger.…
    War­um darf und kann mir ein Prie­ster kei­ne Hand­lungs­al­ter­na­ti­ven auf­zei­gen oder Rat­schlä­ge ertei­len? Und wie defi­niert Frau Weinzl eigent­lich den Begriff „Seel­sor­ger“?
    Fra­gen über Fra­gen, die DIESER Arti­kel auf­wirft und nicht Papst Franziskus!

    Ps.: Ich bin sel­ber aus­ge­bil­de­te Dipl. Sozi­al­päd­ago­gin und ken­ne das Berufs­feld, kennt Frau Weinzl es auch?

    • Ihre Ver­tei­di­gung des Pap­stes in Ehren, ich habe mir die Rede von Papst Fran­zis­kus voll­in­halt­lich ange­schaut. Lie­ber das Ori­gi­nal sehen, als nur kom­men­tier­te, inter­pre­tier­te Aus­schnit­te, habe ich mir gedacht. Ich den­ke dar­über nach und den­ke dar­über nach, aber wie ich es auch dre­he und wen­de, ich kom­me auf kei­nen grü­nen Zweig. Von wel­cher Sei­te ich es auch ange­he, so wie Weinzl, so wie Sie, auch noch anders, ob von der Sün­de her, ob vom Sün­der, ob vom Sakra­ment der Beich­te, ob von den Lebens­pro­ble­men der Men­schen. Der Papst redet auf einer Ebe­ne, ver­mengt aber die Begrif­fe ver­schie­de­ner Ebe­nen. Wel­che Begrif­fe, wel­che Ebe­ne meint er jedoch?
      Dar­um fra­ge ich mich dau­ernd schon: Was sol­len die Prie­ster der Diö­ze­se Rom von die­ser Anspra­che mit­ge­nom­men haben? Mir per­sön­lich fal­len nur zwei Din­ge ein (auf): sie sol­len barm­her­zig sein (und da von mir aus, möch­te man hof­fen, wie Sie schrei­ben, dass Prie­ster wis­sen, was das bedeu­ten soll); und sie sol­len (ohne das Wort aus­ge­spro­chen zu haben) an die Rän­der hin­aus­ge­hen, zu den Men­schen, ihren Nöten und ihren Sor­gen nahe sein, zu den Armen gehen (sich eben nicht „zu schön“ sein). Was aber hat das mit der Beich­te und der Sün­de zu tun? Arme sind per se kei­ne Sünder.
      Apro­pos, wenn die Prie­ster einen so ande­ren „Back­ground“ haben, war­um soll­te ihnen dann der Papst stän­dig erklä­ren müs­sen (wol­len), was Barm­her­zig­keit ist und dass sie barm­her­zig sein sol­len. Der Bedarf bestün­de nur, wenn der Begriff mehr oder weni­ger mit neu­em Inhalt gefüllt wer­den soll.
      Zwi­schen Weinzl und Ihrem Kom­men­tar muß ich Weinzl den Vor­zug geben. Die­ser Papst ist ein Rästel und ich habe es ehr­lich satt (es geht ja nicht nur um die­se Anspra­che an den Kle­rus, son­dern um eben­sol­che an uns Lai­en), mir immer alles mög­li­che Recht­gläu­bi­ge dazu­den­ken zu müs­sen. Die Poli­ti­ker reden schon seid einer Wei­le so, und es nervt. Sie sagen nicht A und nicht B, son­dern etwas viel­fach Uned­fi­nier­ba­res zwi­schen­drin. Kri­tik las­sen sie an sie abpral­len, indem der Zuhö­rer immer im Unrecht sei, er habe nur nicht genau hin­ge­hört, schließ­lich sei ja A genannt wor­den, irgendwie.
      Ich aber will von mei­ner Kir­che, vom Papst unter­wie­sen wer­den, kla­re Begrif­fe, kla­re Inhal­te, kla­re Anga­ben, wahr­heits­ge­treu, die gefal­le­ne Natur des Men­schen ernst genom­men, die Gefahr das ewi­ge Leben zu ver­spie­len, kei­ne Kir­che als Nur-Cari­tas, als Nur-Hilfsverein…

  7. Die Geist­lich­keit ver­wech­selt heut­zu­ta­ge Barm­her­zig­keit mit Dis­kont, das wol­len sie nicht kapie­ren, dass in der Todes­stun­de die Barm­her­zig­keit Got­tes endet und sei­ner Gerech­tig­keit weicht! Sie ori­en­tie­ren sich an dem Gesang von Mike Krü­ger „Wir kom­men alle, alle in den Him­mel“. Nur komisch, dass die Mut­ter­got­tes in Fati­ma von den vie­len Men­schen spricht, die auf die Höl­le zueilen.

  8. Gera­de habe ich mal auf der Radio Vati­ca­na-Site nach­ge­schaut, was dort berich­tet wird zu die­ser Anspra­che. Ein klei­nes Beispielchen:

    „„Prie­ster, die – ich erlau­be mir die­ses Wort – „asep­tisch“ sind, die wie frisch aus dem Labor kom­men und ganz sau­ber und schön, die hel­fen der Kir­che nicht!“
    Neu­er­lich griff der Papst auf sein Bild von der Kir­che als Feld­la­za­rett zurück. Da gebe es „so vie­le, so vie­le Wun­den“ zu heilen.
    „Es gibt so vie­le ver­letz­te Men­schen, ver­letzt von mate­ri­el­len Pro­ble­men, von den Skan­da­len, auch in der Kir­che. Wir Prie­ster müs­sen dort sein, nahe an die­sen Leu­ten. Barm­her­zig­keit bedeu­tet vor allem ande­ren und zuerst, die Wun­den zu hei­len. Spä­ter dann kön­nen wir uns um die Ana­ly­se küm­mern. Es gibt auch ver­deck­te Wun­den, Leu­te, die weg­ge­hen, um ihre Wun­den nicht zu zei­gen; sie gehen weg viel­leicht mit einem zor­ni­gen Gesicht und sind der Kir­che böse: aber im Grund ist da drin eine Wun­de. Sie wol­len eine Geste der Zärt­lich­keit. Ich fra­ge euch, lie­be Mit­brü­der: kennt ihr die Wun­den der Men­schen in eurer Pfarre?“
    Bei der Beich­te und der Los­spre­chung, so der Papst wei­ter, sei­en weder ganz stren­ge noch ganz laxe Prie­ster eine gro­ße Hil­fe. Bei­de wür­den sich „die Hän­de in Unschuld waschen“.
    „Ech­te Barm­her­zig­keit nimmt sich des Men­schen an, hört ihm zu, bedenkt sei­ne Lage mit Respekt und Wahr­heit und beglei­tet ihn auf dem Weg der Ver­söh­nung. Und das ist müh­sam. Sicher!“

    (Die­ser Text stammt von der Web­sei­te http://de.radiovaticana.va/news/2014/03/06/papst_an_r%C3%B6mische_priester:_%E2%80%9Eweinst_du_k%C3%A4mpfst_du_streichelst_du/ted-779188 des Inter­net­auf­tritts von Radio Vatikan)

    Frau Weinzls Ana­ly­se scheint also zutref­fend zu sein — vie­len Dank!
    Dass „Eli­sa­beth“ das nicht nach­voll­zieht, kann nur dar­an lie­gen, dass sie ent­we­der Weinzl Argu­men­ta­ti­on nicht ver­stan­den oder — samt den Sät­zen des Pap­stes — nicht genau gele­sen hat.

    Es ist tat­säch­lich so, dass F. kei­nen kla­ren Unter­schied zwi­schen „Täter“ und „Opfer“ macht. 

    Alles in allem habe ich von die­ser Anspra­che fol­gen­den Ein­druck: F. will einer­seits tat­säch­lich das Beichtsa­kra­ment wie­der akti­vie­ren. Aber er will es nicht im Rah­men der tra­di­tio­nel­len Begriff­lich­keit. Die tra­di­tio­nel­le Begriff­lich­keit ori­en­tiert sich sehr wohl dar­an, dass die Hei­li­ge Kir­che ohne Flecken und Run­zeln und rein ist. Der Prie­ster soll­te davon etwas dar­stel­len. F. nennt das einen „asep­ti­schen Prie­ster aus dem Labor“.

    Man geht nicht zu weit, wenn man dar­in einen Sei­ten­hieb gegen alle jene anneh­men muss, die eben auf der Rein­heit der Kir­che beharren.
    Nur wenn wir im vol­len Bewusst­sein des Sün­di­gens sün­di­gen, ist es über­haupt eine (schwe­re) Sün­de. Oder? das ist doch Leh­re! Also ist man, wenn man etwas zu beich­ten hat, kein „Ver­wun­de­ter“, son­dern ein Selbst­zer­stö­rer, der umkeh­ren darf! Nur wenn man sich nicht voll der Sün­de bewusst war oder ein ande­rer an einem gesün­digt hat, ist man ein „Ver­wun­de­ter“. Dann aber ist der Beicht­stuhl eher nicht der rich­ti­ge Ort.

  9. das Papstum wur­de nach­kon­zi­li­ar eval­lu­iert und mir war das klar wie S.H. auf der Bene­dic­tions Log­gia ohne lit­ur­gi­sche Klei­dung erschie­nen ist und guten abend sag­te da war klar das wars die Ope­ra­ti­on über­le­ben von der Mgr Lef­eb­v­re 1988 sprach fängt erst an

  10. Was mir völ­lig schlei­er­haft ist, ist, daß der­sel­be Papst, der sol­che schwer ver­ständ­li­chen und irre­füh­ren­den Stel­lung­nah­men abgibt, gleich­zei­tig Msgr. Robert Hugh Ben­sons „Lord of the World“ (1907) emp­fiehlt. Für mich paßt das in kei­ner Wei­se zusammen.

    Ben­son war als Kon­ver­tit (und Sohn des — damals schon ver­stor­be­nen — angli­ka­ni­schen „Erz­bi­schofs“ von Can­ter­bu­ry) natur­ge­mäß sehr radi­kal. In sei­nen Roma­nen wird die prie­ster­li­che Iden­ti­tät sehr betont. Die Prie­ster haben dort nichts von einem Sozi­al­ar­bei­ter an sich. Sie sind rein Ver­kün­der und — vor allem — Spen­der des über­na­tür­li­chen Lebens durch die Sakramente.

    Übri­gens sind auch die katho­li­schen Lai­en bei Ben­son „sehr“ katho­lisch im tra­di­tio­nel­len Sinn. 

    Was kann man dar­aus schließen?
    Daß man Ben­son inten­siv stu­die­ren soll.

Kommentare sind deaktiviert.