[Update]„Mein Papst“ — Die erste Illustrierte der Welt, die ganz Papst Franziskus gewidmet ist

"Mein Papst", die erste Wochenillustrierte der Welt, die ganz Papst Franziskus gewidmet ist[Update] Auf­grund eines Ver­se­hens wur­de nur ein klei­ner Teil des Arti­kels ver­öf­fent­licht. Hier nun der voll­stän­di­ge Bei­trag.
(Mai­land) Mond­ado­ri, das größ­te Ver­lags­haus Ita­li­ens, gibt eine neue Zeit­schrift her­aus. Für jeman­den wie Jor­ge Mario Ber­go­glio braucht es ein neu­es ambi­tio­nier­tes Pro­dukt ein­zig und allein für ihn. „Die erste Wochen­zeit­schrift der Welt, die voll­kom­men Papst Fran­zis­kus gewid­met ist“, so das Ver­lags­haus in sei­ner Ankün­di­gung. Der Ver­lag reagiert damit auf das Medi­en­phä­no­men Fran­zis­kus und pro­du­ziert es gleich­zei­tig.

Ab 5. März wird im Zei­tungs­han­del jeden Mitt­woch die neue Zeit­schrift „Il mio Papa“ (Mein Papst) erschei­nen. Der Start­preis der Zeit­schrift beträgt anfangs nur 50 Cent. Die Start­auf­la­ge liegt im ersten Monat bei drei Mil­lio­nen Exem­pla­ren. Danach ist eine Auf­la­ge von einer hal­ben Mil­li­on geplant.

Gra­phik, Spra­che, Län­ge der Bei­trä­ge ori­en­tie­ren sich an der im sel­ben Ver­lag erschei­nen­den volks­tüm­li­chen Zeit­schrift „Chi“, einer Illu­strier­ten, die im deut­schen Sprach­raum mit Zeit­schrif­ten wie Bun­te, Neue Post oder Gala ver­gleich­bar ist. „Chi“ (Wer) ist der Welt der Pro­mis gewid­met. Eine Mischung aus Illu­strier­ter und Regen­bo­gen­pres­se. Das Neue an der neu­en Zeit­schrift ist, daß Papst Fran­zis­kus nicht mehr nur ein Pro­mi­nen­ter unter ande­ren ist, über die wöchent­lich in der Zeit­schrift Chi berich­tet wird, son­dern eine gan­ze Zeit­schrift für sich allein bekommt.

Einfache Lektüre, emotionale Bilder — Das „Neue“ dieses Pontifikats verbreiten

Die Lek­tü­re ist ein­fach, die Fotos haben in der Regel einen emo­tio­na­len Zuschnitt. Zumin­dest die Bild­tex­te sol­len dies sug­ge­rie­ren. Die neue Zeit­schrift „Mein Papst“ wird die Woche des katho­li­schen Kir­chen­ober­haupts erzäh­len. Auch eine pro­gram­ma­ti­sche Aus­rich­tung läßt sich das Ver­lags­haus bei der Vor­ankün­di­gung ent­locken: Die neue Zeit­schrift wer­de „den Bot­schaf­ten der Ver­än­de­rung, die die­ses Pon­ti­fi­kat cha­rak­te­ri­sie­ren, gro­ße Auf­merk­sam­keit schen­ken“. Der zwei­ten Aus­ga­be, die am 12. März in den Han­del kommt, wird anläß­lich des ersten Jah­res­ta­ges der Papst­wahl am 13. März 2013 eine DVD bei­gelegt sein, um „das erste Jahr mit ihm zu fei­ern“.

Laut Ver­lag wer­den „Kurio­si­tä­ten und Bil­der, die die gro­ße Ein­fach­heit von Papst Fran­zis­kus in den klei­nen all­täg­li­chen Gesten zei­gen“ nicht feh­len. In jeder Aus­ga­be wird ein Dop­pel­po­ster ver­öf­fent­licht „mit der bedeu­tend­sten Aus­sa­ge der Woche“ des Pap­stes. Dazu eine illu­strier­te Geschich­te aus sei­nem Leben, das in Fort­set­zun­gen „in Form einer her­aus­nehm­ba­ren und sam­mel­ba­ren Bei­la­ge“ erzählt wird.

Leser kön­nen Gedich­te, Gedan­ken und Brie­fe ein­sen­den, die in einer eige­nen Rubrik ver­öf­fent­lich wer­den. Die Jour­na­li­sten der neu­en Redak­ti­on wol­len mit Empha­se die täg­li­chen Gesten von Papst Fran­zis­kus her­vor­he­ben, um den Papst auf die­se „men­schen­na­he Wei­se zu erzäh­len und zu inter­pre­tie­ren“.

Das Ver­lags­haus „hat sei­ne Kosten­kal­ku­la­tio­nen ange­stellt und ist zu einem gewinn­brin­gen­den Ergeb­nis gekom­men und zudem scheint es sich unterm Strich auch der Wert­schät­zung Ber­go­gli­os für das neue Pro­dukt sicher zu füh­len“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Mond­ado­ri

23 Kommentare

  1. die gegen­wär­ti­ge kir­chen­lei­tung muss die kri­se die sie ver­ur­sacht hat und des­halb natür­lich nicht wahr­ha­ben will durch Rigo­ris­mus und reduk­ti­on in/auf mora­li­schen fra­gen (Gott sei dank!) und durch Popu­lis­mus bei den Päp­sten-bene­dikt war dazu nicht zu gebrau­chen zu authen­tisch und schwer „ver­mit­tel­bar“ genau wie ein alter opa den man zwar zum Geburts­tag ein­lädt aber nach dem famil­li­en­fo­to wie­der in der Ses­sel setzt und mit wein ruhig stellt.

    das ist wirk­lich erbärm­lich-das hat es aber in der kir­chen­ge­schich­te oft gege­ge­ben-als die päp­ste umso ungläu­bi­ger und ver­lot­ter­ter waren desto mehr koh­le wur­de in die Kunst gesteckt um den schein zu erhal­ten-also nichts neu­es unter der son­ne!

    • Ja,lieber Josef, sie haben Recht.Der läng­ste Palm­sonn­tag geht ein­mal vor­bei! Was ein guter Hir­te ist erkennt man erst am Kar­frei­tag!

  2. Mit hoher Wahr­schein­lich­keit sind hier die glei­chen Bera­ter von Mc und Co am Werk.
    Denn die neue Stra­te­gie der Frei­mau­rer muss doch auch zei­gen, dass sie erfolg­reich ist, dass die Welt jubelt und jubelt.
    Damit soll gezeigt wer­den: schaut her, wir die EineWelt­Kir­che sind auf dem rich­ti­gen Weg, wir fin­den Zustim­mung auf Zustim­mung.

  3. Auf so etwas habe ich gewar­tet. Sei­ner­zeit hat mich schon das Pop­star-Geha­be um JPII schwer genervt. Aber das war gering­fü­gig im Ver­gleich zu dem, was jetzt insze­niert wird. F mag sich — in aller Demut, ver­steht sich — geschmei­chelt füh­len, letzt­lich füh­ren aber die­se gan­zen Aktio­nen nur zur wei­te­ren Ent­wer­tung des Petrusam­tes. Everybody’s dar­ling is everybody’s Depp.

    • mei­ne Güte, jetzt braucht nie­mand mehr in die Kir­che zu gehen!! Bun­te Bild­chen und „Schman­kerl“ aus dem Leben Papst F. genü­gen, um sich selbst als kir­chen­zu­ge­hö­rig zu emp­fin­den. Der so beschei­de­ne Papst tritt jetzt jede Woche in Hoch­glanz auf!! Ha—Ha

      Hei­li­ges Petrus­amt, was macht man mit Dir?

    • Und in der Heft­mit­te der Play­po­pe des Monats. Wenn das nicht Beschei­den­heit und Demut ist, was dann?

  4. Hof­fen wir, dass die fol­gen­den Wor­te von Kar­di­nal Rafa­el Mer­ry del Val — unter dem hl. Papst Pius X. Kar­di­nal­staats­se­kre­tär — über das wah­re muti­ge Han­deln eines Katho­li­ken auch unter Papst Fran­zis­kus wei­te­re Bestä­ti­gung fin­den:

    -
    Han­deln wir nie­mals, um der Welt zu gefal­len. Haben wir den Mut, die Kri­tik, die Miss­bil­li­gung der Welt zu ertra­gen; wenn Gott zufrie­den ist, braucht uns nichts ande­res zu küm­mern.

    Wir müs­sen den Mut haben, die Wahr­heit zu bezeu­gen und kei­ner Auf­ga­be aus­zu­wei­chen.
    Wir müs­sen den Mut haben, dem Lächer­li­chen die Stirn zu bie­ten,
    denn oft besteht unse­re Auf­ga­be im Spott der Welt.
    Tut das aus Lie­be zu Unse­rem Herrn, und um Ihm nach­zu­ei­fern.“

    -

  5. Das nen­ne ich dann mal Beschei­den­heit — auch wenn er das Maga­zin nicht selbst initi­iert hat, der Pop­star-Papst gefällt sich in sei­ner Rol­le…

  6. Nur noch pein­lich. Im Sozia­lis­mus nann­te man das Per­so­nen­kult. Für die Kir­che paßt das nicht. Es ist nur noch befremd­lich.

  7. Ja dan­ke lie­ber Fran­zis­kus… ein rei­ner Demuts­akt. Du stellst dich vor das Kreuz, damit Jesu Lei­den, die schreck­li­che Ver­ur­tei­lung (Ver­bre­cher wur­den damals ans Kreuz gena­gelt — auch wenn es Got­tes Sohn war ) etwas demü­ti­ger wer­de. Ja wir müs­sen (???) mit der moder­nen rast­lo­sen und wert­lo­sen Zeit mit­hal­ten. Da braucht es Stars…

  8. In eini­gen Punk­ten bin ich Papst Fran­zis­kus zur Dank­bar­keit ver­pflich­tet. Durch sei­ne gan­ze Art hat er mich der­ma­ßen ver­stört, dass ich in mei­ner gei­sti­gen Not die Hei­li­gen Schrift wie­der­ent­deckt habe, zum ersten Mal rich­tig in mei­nem Leben. Sie löscht den Durst nach rei­ner Wahr­heit, unver­mischt mit Bana­li­tä­ten und frei von aller­lei Gif­ten. Man muss regel­mä­ßig Bibel lesen, vor­an das Neue Testa­ment, aber doch die gan­ze Bibel, und zwar nicht nur in den aus­ge­wähl­ten Peri­ko­pen der Lit­ur­gie, son­dern die Bücher im Gan­zen und im Zusam­men­hang, um ein Gespür dafür zu bekom­men, wie es um einen selbst steht ‑als Sün­der, als Geret­te­ter und im Kampf um Hei­li­gung- und wie es um die Kir­che heu­te steht.

    • es geht mir eben­so und ich ver­su­che beharr­lich ein glei­ches zu tun und bin dar­ob unsag­bar glücklich.Die Inti­mi­tät Got­tes, die uns immer neu beschenkt, hören wir wei­ter die freund­li­che Stim­me des Herrn: duc in altum! veni in hort­um meum-ordi­na cari­tatem meam qui indu­xi­sti me in illam cel­la­ri­am-veni spo­sa mea.

      • nb-war­um ich ger­ne in Latein poste-für mich gibt es Din­ge, die man ein­fach nicht adäquat deutsch sagen kann-sie haben dort ger­ne etwas Abge­grif­fe­nes oder Miss­ver­ständ­li­ches-so kann das gewis­se Etwas , das Kolo­rit der gemein­ten Sache bes­ser zum tra­gen kommen.Zudem fin­de ich es sehr bedau­er­lich, dass die­se schö­ne Spra­che in unse­rer Kir­che am ster­ben ist. Wenn ein Prie­ster die hl. Mes­se, die reich­ge­deck­te Tafel der latei­ni­schen und grie­chi­schen Kir­chen­vä­ter nicht mehr lesen kann, ist das kein Gewinn..

        • Das ver­ste­he ich gut. Ich habe auch für mich das latei­ni­sche Stun­den­buch wie­der ent­deckt und lese dar­in täg­lich.-
          Aller­dings habe ich auch als jun­ger Mensch zum Glück den Weg durch klei­nes und gro­ßes Lati­num machen kön­nen.
          Wem die­ses Glück, gera­de auch durch die Zer­stö­rung der latei­ni­schen Lit­ur­gie­spra­che ver­sagt blieb (mein Sohn geht in die ein­zig noch ver­blie­be­ne Latein­klas­se eines alt­ge­dien­ten Latein­gym­na­si­ums, aber die­se Klas­se kriegt man heu­te nicht mehr voll, des­halb ist sie gemischt mit sol­chen, die eine ande­re Fremd­spra­che par­al­lel ler­nen), der wird aller­dings Ihre Postings nicht genie­ßen kön­nen.
          Aus die­sem Grun­de könn­ten Sie ja in Klam­mern doch bei kom­pli­zier­te­ren Sät­zen eine Bibel­stel­len­an­ga­be machen oder eine klei­ne Über­set­zung ein­fü­gen, wenn der Satz anders­wo her stammt.
          Das alles soll aber kei­ne Kri­tik sein, son­dern ein Vor­schlag — ich genie­ße Ihre Kom­men­ta­re sehr.

  9. Da sich die­ses Blatt dem Per­so­nen­kult um das Kir­chen­ober­haupt ver­pflich­tet und es mit Gewinn rech­net dürf­te es bald reich­lich Devo­tio­na­li­en zum Kauf anbie­ten.
    Viel­leicht müs­sen sie dann einen Pro­zent­satz an die Armen abtre­ten. Mal sehen.

  10. Das ist nur der Anfang. Dem­nächst wer­den im Fern­se­hen neue und umge­mo­del­te Fran­cis-and-friends-Sen­de­for­ma­te zu fin­den sein, z. B.:

    - die Tele­no­ve­la „Per­len der Zärt­lich­keit“
    — die Talk­show „Fran­zis­kus am Mit­tag“
    — Kin­der­sen­dun­gen wie „Was perlt denn da?“ und „Die Sen­dung mit dem Franz“
    — die Serie „Ein schreck­lich net­ter Papst“
    — „FSDS — Fran­zis­kus sucht den Super­tra­di“ mit Kom­mis­sar Volpi in der Jury
    — eine moder­ni­sier­te Form von „The Black­list“
    — „Schlech­te Zei­ten, kras­se Zei­ten“
    — „Die Cam­per — Neu­es aus dem Domus“
    — „Mein dunk­les Geheim­nis — B. Ric­ca erzählt aus sei­nem Leben“
    — „Um Him­mels Wil­len“

    Unbe­dingt ein­schal­ten, denn die Erlö­se die­ser hip­pen Sen­dun­gen kom­men natür­lich Bedürf­ti­gen zugu­te. Vor allem den armen Bera­ter­fir­men, die sich jetzt im Vati­kan tum­meln.

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