Die Demontage eines Pontifikats? — Gänswein: Benedikt XVI. schaut „Kommissar Rex“

Benedikt XVI. und Franziskus: Demontage eines Pontifikats durch viele Handlanger(Rom) Heu­te vor einem Jahr trat um 20 Uhr der Amts­ver­zicht von Papst Bene­dikt XVI. in Kraft. Die Katho­li­sche Kir­che denkt dank­bar an sein Pon­ti­fi­kat. Eine offe­ne Wun­de ist hin­ge­gen noch immer sein spek­ta­ku­lä­rer Rück­tritt, der im kon­kre­ten Kon­text in der Kir­chen­ge­schich­te prä­ze­denz­los ist. Bene­dikt XVI. gab damals bekannt, für die Welt „unsicht­bar“ zu wer­den und ein Leben des Gebets zu füh­ren. Wört­lich sag­te er am 14. Febru­ar in sei­ner letz­ten gro­ßen Anspra­che, daß er „für die Welt ver­bor­gen blei­ben wer­de“. Damit will es aller­dings nicht so recht klap­pen. Dafür sor­gen Papst Fran­zis­kus, katho­li­sche Jour­na­li­sten und nicht zuletzt auch Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein. Wenn dem so ist, ist es mensch­lich ver­ständ­lich. Wer aber will eigent­lich wis­sen, daß Papst Bene­dikt XVI. sich eine Fol­ge von „Kom­mis­sar Rex“ anschaut? Die Demon­ta­ge eines Pon­ti­fi­kats hat vie­le Gesich­ter.

Vatikanische Gegenmaßnahmen zu anhaltenden Spekulationen

Es ist sein Nach­fol­ger Papst Fran­zis­kus, der ihn immer wie­der in die Öffent­lich­keit zurück­holt und es sind eng­ste Mit­ar­bei­ter, die zuviel über ihn reden. Alles, um Kon­ti­nui­tät und Ein­heit zwi­schen den bei­den Päp­sten zu ver­mit­teln. Das wie­der­um hängt offen­sicht­lich mit nicht abrei­ßen­den Spe­ku­la­tio­nen rund um den Amts­ver­zicht und die unge­wohn­te Situa­ti­on zwei­er Päp­ste, eines regie­ren­den und eines eme­ri­tier­ten, zusam­men. Ver­ant­wort­lich für die fort­dau­ern­de Dis­kus­si­on ist vor allem auch die Amts­füh­rung von Papst Fran­zis­kus, die glau­bens­treue Katho­li­ken irri­tiert.

In der Katho­li­schen Kir­che ver­sucht man den Dis­kus­sio­nen ent­ge­gen­zu­wir­ken, indem in auf­fäl­li­gem Wider­spruch zum Wunsch von Bene­dikt XVI., „ver­bor­gen“ zu leben, sein nun­meh­ri­ges Leben in die Öffent­lich­keit gezerrt wird. Es sind Kir­chen­ver­tre­ter und katho­li­sche Jour­na­li­sten und Medi­en, die sich dabei her­vor­tun. Jüng­stes Bei­spiel ist die Tages­zei­tung Avve­ni­re der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz.

Der öffentlich ausgebreitete Alltag des „verborgenen“ Papstes

Sie führ­te ein Inter­view mit Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein und berich­tet in gro­ßer Auf­ma­chung, daß der abge­tre­te­ne Papst sich abends nun ger­ne Fil­me von „Don Camil­lo und Pep­po­ne“ und „Kom­mis­sar Rex“ anschaue. Auch so sieht Bana­li­sie­rung aus. Der Prä­fekt des Apo­sto­li­schen Hau­ses von Papst Fran­zis­kus und per­sön­li­che Sekre­tär von Bene­dikt XVI. habe dem Avve­ni­re vom „All­tag“ des eme­ri­tier­ten Pap­stes erzählt. Es bestehe aus „Gebet, Büchern, Musik und abends den einen oder ande­ren Film von Don Camil­lo und Pep­po­ne oder Fol­gen der Fern­seh­se­ri­en Don Matteo oder Kom­mis­sar Rex“. Der Tag begin­ne mit der Hei­li­gen Mes­se, dem Bre­vier und dem ersten Früh­stück. Der Tages­rhyth­mus sei „ziem­lich mensch­lich, nicht der einer preu­ßi­schen Kaser­ne“. Der übri­ge Tag bestehe aus beten, lesen, dem Emp­fang von gele­gent­li­chem Besuch und der Beant­wor­tung zahl­rei­cher Brie­fe, die er emp­fan­ge. Ein­zi­ge Zer­streu­ung sei ein Spa­zier­gang in den Vati­ka­ni­schen Gär­ten, bei dem er den Rosen­kranz bete. Der Papst lebe inmit­ten sei­ner gelieb­ten Bücher der Theo­lo­gie. Er lese aber auch Geschichts­bü­cher und Bio­gra­phien gro­ßer Per­sön­lich­kei­ten. Zudem lese er deut­sche und ita­lie­ni­sche Tages­zei­tun­gen, schaue abends die Nach­rich­ten­sen­dung im Fern­se­hen und er ver­su­che per­sön­lich auf Brie­fe zu ant­wor­ten. „Sie kön­nen sich gar nicht vor­stel­len, wie vie­le ihn ger­ne besu­chen und sehen möch­ten. Ich unter­brei­te ihm jeden­falls alle Anfra­gen. Er ent­schei­det dann. Die War­te­li­ste ist inzwi­schen schon sehr lang.“

Papst Bene­dikt höre viel Musik „vor allem klas­si­sche Musik, beson­ders Mozart, aber auch Bruck­ner, Liszt, Bach, Schu­bert, Beet­ho­ven, Brahms. Aber auch reli­giö­se Musik: gre­go­ria­ni­sche und poly­pho­ne. Nicht feh­len dür­fen die Auf­nah­men der Regens­bur­ger Dom­spat­zen sei­nes Bru­ders Georg.“ Gele­gent­lich spie­le er auch selbst Kla­vier, vor allem den „gelieb­ten Mozart“.

Gänswein: Verhältnis zu Nachfolger ist „ausgezeichnet“

Bene­dikt ver­fol­ge, so Gäns­wein, auf­merk­sam die inter­na­tio­na­le Ent­wick­lung und jene der Kir­che. Natür­lich auch, was sein Nach­fol­ger Fran­zis­kus mache, aber er mische sich in kei­ner Wei­se ein. „Die Ernen­nun­gen liest er, wenn sie im Osser­va­to­re Roma­no ver­öf­fent­licht wer­den.“ Das Ver­hält­nis zu sei­nem Nach­fol­ger sei „aus­ge­zeich­net“. Die bei­den Päp­ste wür­den sich auf ver­schie­de­ne Wei­se hören: sie tele­fo­nie­ren mit­ein­an­der, schrei­ben sich, sie sehen sich, sie essen zusam­men. Mehr­fach sei Papst Fran­zis­kus bereits zum Mit­tag­essen ins Klo­ster gekom­men. Ein­mal, nach Weih­nach­ten, war Papst Bene­dikt auch zu Gast in San­ta Mar­ta.

Einen Gegen­satz zwi­schen den bei­den Päp­sten zu behaup­ten, „ist ein bevor­zug­tes Spiel eini­ger Jour­na­li­sten. Das mir nicht gefällt. Ich habe die Gna­de, mit dem einen zu leben und mit dem ande­ren zu arbei­ten. So kann ich mir erlau­ben, zu sagen, bei­de eini­ger­ma­ßen gut zu ken­nen. Ich sehe sie nicht gegen­sätz­lich, son­dern kom­ple­men­tär. Es ist klar, daß der Stil, die Gestik und auch die Art der Regie­rung von Papst Fran­zis­kus ganz anders als die von Papst Bene­dikt sind. Man kann aber eine Oppo­si­ti­on nicht allein dar­auf auf­bau­en. Die Din­ge anders zu machen, will nicht sagen, sie im Wider­spruch zu machen. Man muß immer prä­sent hal­ten, was der eme­ri­tier­te Papst Pro­fes­sor Hans Küng schrieb und gegen­über Andrea Tor­ni­el­li wie­der­hol­te, als er von ‚Über­ein­stim­mung der Sicht­wei­sen und der Her­zens­freund­schaft‘ mit Papst Fran­zis­kus schrieb.“

Die­se expli­zi­te Nen­nung und Inter­pre­ta­ti­on zwei­er umstrit­te­ner Schrei­ben der ver­gan­ge­nen Wochen, jenes an Tor­ni­el­li gab die­ser erst am ver­gan­ge­nen Mon­tag bekannt, erstaunt dann doch. Die Fra­ge lau­tet: Cui bono? Es ver­stärkt den Ein­druck, daß hin­ter den jüng­sten Ereig­nis­se: Anwe­sen­heit von Bene­dikt XVI. beim außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um, der angeb­li­che Tor­ni­el­li-Brief und nun das Gäns­wein-Inter­view eine ein­heit­li­che Sprach­re­ge­lung steht. Der Rück­tritt eines Pap­stes, das Leben eines eme­ri­tier­ten, „pen­sio­nier­ten“ Pap­stes als Nor­ma­li­tät? Alles ganz „mensch­lich“.

Verschiedene „Sensibilität für Liturgie“ eine „objektive Tatsache“

Eini­ge unleug­ba­re Unter­schie­de zwi­schen den bei­den dürf­ten nicht bös­wil­lig gele­sen wer­den. So sei zum Bei­spiel die Sen­si­bi­li­tät für die Lit­ur­gie ver­schie­den: „Das ist eine objek­ti­ve Tat­sa­che und es ist nicht krän­kend, dies zu sagen. Aber auch in die­sem Fall, ich wie­der­ho­le, bedeu­tet es anders zu machen nicht, es im Wider­spruch zu machen.“ Getreu sei­ner Ankün­di­gung, mische sich Papst Bene­dikt nicht in die Ent­schei­dun­gen von Papst Fran­zis­kus ein: „Er nimmt zur Kennt­nis, was man schreibt, was man spricht, was man ent­schei­det. Auf pas­si­ve Wei­se ad extra und auf akti­ve Wei­se ad intra. Er hört und liest, was man über das Kon­si­sto­ri­um hören konn­te oder zum Fra­ge­bo­gen, der vom Gene­ral­se­kre­ta­ri­at der Bischofs­syn­ode ver­schickt wur­de. Aber er ruft nie­man­den „oben“, um Rat­schlä­ge oder Hin­wei­se zu geben. Er hat sich zurück­ge­zo­gen. Er nimmt nicht mehr an der Lei­tung der Kir­che teil. Das wur­de nicht ein­mal gesagt und dann ver­ges­sen. Es gilt und wird auch in Zukunft gel­ten“.

Daß Bene­dikt XVI. auch ankün­dig­te „für die Welt ver­bor­gen“ zu blei­ben, scheint nicht nur Kuri­en­erz­bi­schof Gäns­wein aller­dings ver­ges­sen zu haben.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Tem­pi

72 Kommentare

  1. Gleich mel­den sich wie­der die Fein­de Bene­dikts und die Bene­dikt-leg-dei­ne-wei­ße-Sou­ta­ne-ab-Sager zu Wort. Bene­dikt hat ein Leben in Ver­bor­gen­heit und im Gebet ange­kün­digt. Ich ver­mu­te aber, dass er selbst nichts dafür kann, dass er immer wie­der an die Öffent­lich­keit gezo­gen wird. Haupt­ver­ant­wort­li­cher dürf­te dabei sein amtie­ren­der Nach­fol­ger sein, der mit sei­nem Amts­stil die Katho­li­ken ver­wirrt. Ich möch­te fol­gen­de Punk­te klar­stel­len: Ich sehe das Zwei­te vati­ka­ni­sche Kon­zil kri­tisch, sehe Bene­dikts Rück­zug als falsch und sehe sein wei­te­res öffent­li­ches Erschei­nen eben­falls als falsch. Als eme­ri­tier­ter Papst hat er sich so zu ver­hal­ten, als sei er gestor­ben. Ich neh­me an, dass die­ses gan­ze Geha­be dazu dient, ihn und sein gan­zes Pon­ti­fi­kat bloß­zu­stel­len und lächer­lich zu machen. Ohne die Zustim­mung des amtie­ren­den Pap­stes wür­de es kei­ne Bil­der und ohne die Bit­te des amtie­ren­den Pap­stes kein Erschei­nen des eme­ri­tier­ten Pap­stes im Peters­dom geben. Von Gäns­wein wür­de ich mir auch mehr Zurück­hal­tung wün­schen. Und sei­ne angeb­li­che Aus­sa­ge, dass er das Papst­ge­wand aus prak­ti­schen Grün­den und weil kei­ne ande­ren Gewän­der vor­han­den waren wei­ter­hin trägt, ist so banal, dass doch jeder sehen müss­te, dass die­se Aus­sa­ge genau­so wie die Aus­sa­ge, der Hei­li­ge Geist habe ihn zum Rück­tritt bewo­gen, unmög­lich von ihm stam­men kann.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Tut mir leid. Ihr erster Satz klingt so, als ob wir Kaho­li­ken ratz­in­ge­ria­ni­sche Sek­te sein soll­ten. Jeder, der den Guru nicht anbe­tet bzw. sich anmaßt, Kri­tik an sei­nen frag­wür­di­gen Neue­run­gen anzu­mel­den, sei der Feind oder gar nicht mehr katho­lisch.
      Der Rück­tritt samt den Begleit- und den Fol­ge­er­schei­nun­gen, wie die reich­li­chen Inter­views sei­nes eng­sten Mit­ar­bei­ters und Ver­trau­ten Gäns­wein, passt genau zu sei­ner wider­sprüch­li­chen Tätig­keit (und letzt­lich ins­ge­samt wohl auch der Per­sön­lich­keit). Das dürf­te jedem ziem­lich klar sein, der sich etwa von so man­chen aus­ge­gra­be­nen alten Klei­dungs­stücken (wie Camau­ro usw.) nicht blen­den lässt.

      • Ich gebe offen zu, dass mir die Kon­zils­kir­che zuneh­mend auf die Ner­ven geht und ich auch ent­täuscht bin, dass Bene­dikt in sei­ner Amts­zeit die Kir­che nicht mit stär­ke­rer Hand geführt hat. Ich gebe auch zu, dass ich erst seit kur­zer Zeit rich­tig bemerkt habe, wie schlimm die Situa­ti­on in der Kir­che ist und wie vie­le Häre­si­en ver­brei­tet wer­den. Ich muss Ihnen aber offen sagen leo, dass ich Bene­dikt immer sehr geschätzt habe. Unter ihm habe ich die Kir­che und das Papst­tum erst rich­tig ken­nen­ge­lernt und hab ihn als wei­sen Mann in Rom, der sich nicht vor welt­li­cher Kri­tik scheu­te, gese­hen und bewun­dert. Sie leo wol­len mir nun klar­ma­chen, dass Bene­dikt in Wahr­heit ganz anders war und er eher ein böser Stief­va­ter als ein lie­ben­der Vater gewe­sen ist. Nein leo, ich lau­fe nie­man­dem blind nach, es ist nur so, dass mich die gan­ze Situa­ti­on sehr schmerzt.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Ich möch­te dem Ex-Papst kei­nes­wegs die Näch­sten­lie­be oder gar die Hir­ten­lie­be über­haupt abspre­chen. Mei­nen Sie aber wirk­lich, dass die nun bekannt gewor­de­nen Details sei­nes expäpst­li­chen Pen­sio­ni­sten-Daseins von sei­ner gro­ßen Hin­ga­be für die treu­en Gläu­bi­gen, die auf ihn so sehr ver­trau­ten und ihn so sehr ver­eh­ren, zeu­gen? Das ist doch nicht ein­mal ein rich­ti­ges Klo­ster­le­ben, zumin­dest nicht im tra­di­tio­nel­len Sin­ne.
          Man kann auch dem Ex-Papst den Ruhe­stand durch­aus gön­nen. Dann muss man aber offen zuge­ben, was das bedeu­tet und wel­che Kon­se­quen­zen das hat. Die­sen Rück­tritt als einen Akt der Demut oder gar Hero­is­mus zu bezeich­nen, ist eben­so ver­lo­gen wie dämm­lich. Er woll­te end­lich mal Ruhe haben, weil er kei­ne Lust hat­te, sich wei­ter­hin mit Erpres­sun­gen, Intri­gen und Dro­hun­gen zu beschäf­ti­gen. Das ist durch­aus mensch­lich. Mit Hero­is­mus im Glau­ben und in der Lie­be hat das aller­dings nichts zu tun.

          • Ich glau­be, Bene­dikt hat zu sei­nen Amts­zei­ten genü­gend — unter die­sen Umstän­den — ans Heroi­sche gren­zen­de Taten des Glau­bens und der Lie­be voll­bracht (just die­se wur­den ihm in den Medi­en am mei­sten zum Ver­häng­nis), als dass auch sein Aus­schei­den aus dem Amt noch eine heroi­sche Tat zu sein bräuch­te.

            Die aner­ken­nend­sten Kom­men­ta­re, wie demuts­voll und respekt­ge­bie­tend etc. sein Rück­tritt war, kamen im übri­gen ja gern von pro­gres­si­sti­scher Sei­te; sie wuss­ten schon, wes­halb.

            Bene­dikts Ent­scheid war aber sicher­lich nicht von der pro­fa­nen Natur, wie Sie ihn nun dar­zu­stel­len ver­su­chen, und zumal wir die genau­en Umstän­de nicht ken­nen, soll­ten wir uns hüten, ihn des­halb anzu­kla­gen.

            Und schon gar nicht, wenn es um sei­nen jet­zi­gen Lebens­stil geht. Auch wenn Gäns­weins Infor­ma­tio­nen etwas all­zu bür­ger­lich medi­en­kon­form daher­kom­men (Kon­zils­kir­chen­aro­ma):
            Was wirft man Bene­dikt vor? Dass er neben sei­nem inten­si­ven Gebets­le­ben abends mal einen Film schaut, nicht NUR theo­lo­gi­sche Bücher liest?
            Oder dass er einen aus­ge­zeich­ne­ten Musik­ge­schmack hat — die Rie­ge der aller­be­sten sind sei­ne Lieb­lin­ge — und sich erlaubt, sich der Musik zu wid­men?!
            All dies spricht doch nicht im gering­sten gegen sei­ne „gro­ße Hin­ga­be für die treu­en Gläu­bi­gen“ — und wich­ti­ger: nicht im gering­sten gegen sei­ne Hin­ga­be an Gott.
            „Nicht ein­mal ein rich­ti­ges Klo­ster­le­ben“: Ja ist er als eme­ri­tier­ter Papst denn ver­pflich­tet, das Leben eines Ordens­bru­ders zu füh­ren? Wäre er es als Kar­di­nal, als den Sie ihn lie­ber sähen?

          • @ Kyr­il­lus
            Ob er genü­gend getan hat, dar­über zu urtei­len maße ich mir gar nicht an. Ich ver­ste­he aller­dings nicht, was das Heroi­sche sowohl wäh­rend des Amts­zeit als auch jetzt sein soll­te. Jeden­falls wird man kaum einen Zusam­men­hang zwi­schen sei­ner jahrz­en­te­lan­gen Tätig­keit in den höch­sten Ämtern der Kir­che (zuerst als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on und dann als Papst) und dem, was am 13. März 2013 pas­siert ist, leug­nen kön­nen. Er ist ganz bestimmt kein armes Opfer der Moder­ni­sten oder gar ein Mär­ty­rer im Ruhe­stand, zu dem Sie ihn sti­li­sie­ren wol­len. Er ist ein­fach eines der wich­tig­sten und füh­ren­den Glie­der des moder­ni­sti­schen Systems V2. Er hat dem System immer treu gedient. Dafür wird er vom System mit dem Ruhe­stand belohnt.
            Ich hal­te es für sinn­los über die Details die­ses Rent­ner-Daseins zu dis­ku­tie­ren. Dar­um geht es gar nicht, son­dern um das Gesamt­bild. Natür­lich kann er über sei­nen Lebens­stil frei ent­schei­den. Die­ser hat jedoch offen­sicht­lich mit dem Klo­ster­le­ben in Zurück­ge­zo­gen­heit kaum etwas zu tun. Das ehe­ma­li­ge Klo­ster wur­de eigens für ihn umge­baut und es ist ein­fach expäpst­li­che Ruhe­stands­re­si­denz, die man auch so bezeich­nen soll­te.
            Wie gesagt: Es wäre mir lie­ber, wenn er wei­ter­hin regiert hät­te. Viel­leicht ist es doch bes­ser so wie es ist, denn Fas­sa­de allei­ne genügt nicht…

          • @leo:
            Ich sti­li­sie­re Bene­dikt weder zum „armen Opfer der Moder­ni­sten“ noch zum „Mär­ty­rer im Ruhe­stand“. Wie ich schon sag­te, sein Rück­tritt ins Gebets­le­ben braucht nicht als heroi­sche Tat ver­zeich­net zu wer­den, aller­dings auch nicht als pro­fa­nes „Die-Segel-Strei­chen“. Wir wis­sen schlicht zu wenig.

            Zu sei­nen Amts­zei­ten hin­ge­gen hat Bene­dikt ins­be­son­de­re mit Summorum Pon­ti­fi­cum und den zum Scha­den der Kir­che (vor­erst) geschei­ter­ten Ver­hand­lun­gen mit der Pius­bru­der­schaft in der Tat ans Heroi­sche gren­zen­de Zei­chen gesetzt, die er gegen ent­schlos­sen­ste Fron­ten der Kurie und Diö­ze­san­bi­schö­fe „durch­bo­xen“ muss­te.
            Was Summorum Pon­ti­fi­cum anbe­langt, sagt auch ein Pater Pflu­ger, dass mehr unter den gege­be­nen Umstän­den kaum mög­lich war.
            Und was die geschei­ter­ten Ver­hand­lun­gen betrifft, so habe ich unter vier Augen von Kir­chen­leu­ten erfah­ren, sie glaub­ten nicht, der im letz­ten Moment der Bru­der­schaft vor­ge­leg­te Text — den die­se nicht anneh­men konn­te — ent­spre­che dem Wil­len Bene­dikts (auch wenn er dies auf Nach­fra­ge bestä­tig­te). Er konn­te sich wohl nicht durch­set­zen. Wir wis­sen es nicht.

            Ich glau­be, Sie machen es sich wirk­lich zu ein­fach, wenn Sie in Ratz­in­ger nur „eines der wich­tig­sten und füh­ren­den Glie­der des moder­ni­sti­schen Systems V2“ sehen. Er hat ver­sucht, inner­halb die­ses Systems gleich­sam „Wider­ha­ken“ zu set­zen, die weit in die Zukunft der Kir­che wei­sen. Sei­ne Inten­tio­nen, wenn­gleich nur zum Teil ver­wirk­licht, waren gleich­sam Klein­odi­en in einer Karst­land­schaft.
            Dass er auch ein Ver­tre­ter sei­ner Genera­ti­on war (wohl der intel­lek­tu­ell bedeu­tend­ste) und dadurch, ob mehr nolens volens oder mehr volens, in Zwie­späl­tig­kei­ten ver­strickt — unbe­nom­men.

          • @ Kyr­il­lus

            Ger­ne neh­me ich an, dass Kard. Ratz­in­ger / BenXVI alles ihm Mög­li­che getan hat, was er für das Rich­ti­ge und das Beste für die Kir­che hielt. Allei­ne schon die seit Jahr­zehn­ten von ihm ver­tre­te­ne (eigent­lich theo­lo­gisch selbst­ver­ständ­li­che) Über­zeu­gung, dass es falsch ist, den über­lie­fer­ten Ritus zu ver­bie­ten, und dass solch ein Ver­bot unmög­lich ist, macht ihn zu einer Rari­tät unter den V2-Kir­chen­män­nern. Der ewi­ge Rich­ter wird ihm das Gute am besten ver­gel­ten. Zudem hat er durch­aus den Anspruch auf unse­re Dank­bar­keit. Was aller­dings nicht angeht, ist so zu tun, als ob sei­ne Neue­run­gen und Eigen­hei­ten über jeden kri­ti­schen Blick erha­ben sein soll­ten. Soweit ich es erken­nen kann, wür­de das selbst sei­ner eige­nen Ein­stel­lung nicht ent­spre­chen.

      • Bene­dikt hat als einer der ganz weni­gen Kir­chen­leu­te immer wie­der ver­sucht haben, Tra­di­ti­on und Moder­ne zu ver­ei­nen. Allein schon des­we­gen war er ein ganz gro­ßer Papst. Er ging den ein­zig rich­ti­gen Weg. Sowohl der welt­an­ge­pass­te und zeit­gei­stori­en­tier­te Moder­nis­mus sei­nes Nach­fol­gers wie auch die rigi­de Unbe­weg­lich­keit der Pius­bru­der­schaft wer­den die Kir­che nicht ret­ten. Die gute Saat aber, die Bene­dikt gesät hat, wird eines Tages auf­ge­hen, und der Glau­be wird neu erblü­hen.

        • Papst Bene­dikt XVI ver­such­te ver­zwei­felt das zu ver­ei­nen was nie­mals ver­ein­bar sein kann, näm­lich den wah­ren Katho­li­zis­mus mit dem Moder­nis­mus. Ich und ver­mut­lich vie­le ande­re wür­den die­se Flucht von Bene­dikt XVI ver­ste­hen, wenn die­ser als vati­ka­nisch uner­fah­re­ner Papst auf den Stuhl des Hei­li­gen Petrus aus­er­wählt wor­den wäre. Aber als Prä­fekt der Hei­li­gen Kon­gre­ga­ti­on für Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re (23 Jah­re) , wuss­te er ja nicht nur um die Macht­kämp­fe und die Intri­gen die im Vati­kan statt­fin­den, (daher hat er uns ja auch in sei­ner ersten Pre­digt als Papst geben ‚“ Betet für mich das ich nicht furcht­sam vor den Wöl­fen flie­he“) son­dern er wuss­te auch 100% um den Zustand der ein­zel­nen Glie­der der Kir­che bescheid. Aber er hat der Glau­bens- Got­tes­kri­se unvor­stell­ba­ren Aus­ma­ßes die Kir­che Got­tes unse­res Herrn die die­se von innen her­aus Unter­höllt, nur sei­ne Wör­ter ent­ge­gen­ge­bracht. Wör­ter aber kön­nen kei­ne Taten erset­zen und als er eben erkann­te dass er kei­ne Chan­ce hat irgend­et­was zu ret­ten, hat er ein­fach sei­nen Hut genom­men und ist geflo­hen. Und das nennt man eben auch Feig­heit vor dem Fein­de

          Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

        • Offen­sicht­lich ver­wech­seln Sie die Moder­ne mit der Hyper­hä­re­sie des Moder­nis­mus. Das ist ein typi­scher Trick der Moder­ni­sten.
          Wis­sen Sie, was her­aus­kommt, wenn man Nah­rung mit Gift ver­eint?
          Das ist eben das Pro­blem: Ratz­in­ger ist ein Zög­ling des Kryp­to­he­ge­lia­ners Söhn­gen und somit dia­lek­tisch bzw. wider­sprüch­lich sowohl im Den­ken als auch in der Per­sön­lich­keit. So lässt sich kaum leug­nen, dass er sowohl guten Samen als auch Unkraut aus­ge­sät hat. Der­zeit sieht es lei­der sehr nach Unkraut aus…

    • Eines jeden­falls hat die­se Scha­ra­de selbst bei wohl­woh­len­den Katho­li­ken erreicht — und dies wird auch der Sinn gewe­sen sein: Die Nach­fol­ge Chri­sti als ein Amt anzu­se­hen. Der Aus­druck „amtie­ren­der Papst“ geht deut­lich in die­se Rich­tung. Die Pro­fa­nie­rung der Nach­fol­ge Chri­sti in pro­fan-begriff­li­che Wahr­neh­mung scheint gelun­gen. Dann wird man dem­nächst wohl die Auto­ri­tät nur noch als eine Kraft des Amtes und die­ses als vom Wahl­gre­mi­um ver­lie­hen anse­hen.

      • Etli­che Leu­te auf die­sem Por­tal mei­nen, dass ein zurück­ge­tre­te­ner Papst eine ande­re Stel­lung als ein ver­stor­be­ner Papst besitzt und wol­len des­halb, dass er irgend­et­was trägt, dass nicht weiß ist, weil sie damit die krampf­haf­te Vor­stel­lung ver­bin­den, dass 2 Päp­ste in Rom regie­ren.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Dies ent­behrt jeg­li­cher Logik. Denn zum einen regie­ren nicht zwei Päp­ste, son­dern exi­stie­ren ledig­lich zu sel­ben Zeit und zum ande­ren, tra­gen Päp­ste nun ein­mal weiß. Dar­über­hin­aus ist nicht die Exi­stenz Papst Bene­dikts absurd, son­dern jene Papst Fran­zis­kus‘ .

          • Nach dem katho­li­schen Amts­ver­ständ­nis kann es nie­mals zwei Päp­ste geben. Es kann aber vor­kom­men, dass ein ehe­ma­li­ger Papst noch am Leben ist.
            An Ihren Wor­ten lässt sich wohl erken­nen, dass die Ent­schei­dung Ratz­in­gers, die Amts­in­si­gni­en bei­zu­be­hal­ten, bereits Ver­wir­rung stif­tet und letzt­lich gegen das katho­li­sche Ver­ständ­nis des Papstums ver­stößt.

          • Ich wür­de Sie mal ger­ne was fra­gen leo. Wen mögen Sie mehr, Ratz­in­ger oder Ber­go­glio? Es wäh­re nett, wenn sie mir dann auch gleich mit­tei­len wür­den, was Sie an dem Einen und dem Ande­ren mögen bzw. nicht mögen.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Auch wür­de ich Sie ger­ne fra­gen leo, ob Sie der Bru­der­schaft St. Kar­di­nal Sar­tos ange­hö­ren und wenn ja, Sie mir eine Auf­li­stung mit Unter­schie­den zwi­schen der Bru­der­schaft und der offi­zi­el­len Kir­che anfer­ti­gen wür­den. Dafür wäre ich Ihnen dank­bar.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • @ Mar­kus

            Offen­sicht­lich haben Sie nicht viel Ahnung vom katho­li­schen Ver­ständ­nis des Papst­am­tes. Wol­len Sie auch kei­ne haben?

            In die­ser Sache offen­bart sich übri­gens die typisch moder­ni­sti­sche Über­heb­lich­keit: Die Ent­schei­dung der frü­he­ren Päp­ste, nach der Abdan­kung alle Amts­in­si­gni­en nie­der­zu­le­gen, muss­te erst vom „Mozart der Theo­lo­gie“ (zu sei­nem eige­nen Nut­zen) kor­ri­giert wer­den…

          • leo, genau des­we­gen fra­ge ich doch, klä­ren sie mich über das katho­li­sche Ver­ständ­nis des Papst­am­tes auf. Ich dach­te bis­her immer, dass ein Papst auch über sei­ne Amts­zeit hin­aus Papst bleibt, es also 265 ehe­ma­li­ge und 1 amtie­ren­den Papst gibt, also die Regel gilt: Ein­mal Papst, immer Papst. Gegen­wär­tig haben wir, was nicht ide­al ist, 264 ver­stor­be­ne und 2 leben­de Päp­ste. Ihrer Mei­nung nach ist also die Papst­wür­de auf die Amts­zeit begrenzt und man ver­liert die Papst­wür­de nach dem Ende der Amts­zeit gänz­lich, als ob man nie Papst gewe­sen wäre, die 265 ehe­ma­li­gen Päp­ste sind also gänz­lich kei­ne Päp­ste mehr und damit mei­ne ich nicht den Zustand des gera­de regie­ren­den Pap­stes, son­dern eine Art ewi­ge Papst­wür­de. War­um nennt sich dann die Bru­der­schaft St. Pius X, die es ja eigent­lich am besten wis­sen müss­te, nicht Bru­der­schaft St. Kar­di­nal Sar­tos, denn Sar­to ist bekannt­lich seit unge­fähr 100 Jah­ren nicht mehr Papst. Ihrer Ansicht nach wer­den dem­nächst also die Kar­di­nä­le Ron­cal­li und Woj­ty­la hei­lig­ge­spro­chen und nicht die Päp­ste Johan­nes XXIII und Johan­nes Paul II, es kann also kei­ne hei­li­gen Päp­ste geben, weil nur der Papst hei­lig spre­chen kann und er sich ja nicht sel­ber hei­lig­spre­chen kann. Oder sehen sie die ewi­ge Papst­wür­de als eine Art Beloh­nung für im Amt ver­stor­be­ne Päp­ste, wäh­rend zurück­ge­tre­te­nen Päp­sten die­se Wür­de nicht zusteht. Ein ver­stor­be­ner Papst behält sei­ne Papst­ge­wän­der, ein zurück­ge­tre­te­ner legt sie ab. Jeder Papst hat, soweit es nicht in den Wir­ren der Zeit ver­lo­ren­ge­gan­gen ist, ein eige­nes Grab im Peters­dom, in einer ande­ren römi­schen Kir­che oder viel­leicht auch außer­halb Roms, das auch als Papst­grab gekenn­zeich­net ist, der Papst­na­me steht drauf. Soll Bene­dikt XVI ihrer Mei­nung nach sei­nem Tod irgend­wo als Kar­di­nal beer­digt wer­den? Oder fällt er sozu­sa­gen für den Rest sei­nes Lebens in den Kar­di­nals­stand zurück und trägt Kar­di­nal­s­ge­wän­der und steigt nach sei­nem Tod wie­der in die Papst­wür­de auf und wird als Papst in päpst­li­chen Gewän­dern beer­digt. Es geht mir zusam­men­ge­fasst um den Unter­schied eines ehe­ma­li­gen ver­stor­be­nen und eines ehe­ma­li­gen zurück­ge­tre­te­nen Pap­stes und dar­über, als was er in der Zukunft gese­hen wird.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • @ Mar­kus
            es dürf­te auch Ihnen bei allem Rum­ge­trol­le nicht ent­gan­gen sein, dass es abso­lut unüb­lich ist, dass Päp­ste zurück­tre­ten!
            Genau das ist doch das Pro­blem!

          • Wer­ter besorg­ter Christ, ich sehe es auch so. Päp­ste sol­len nicht zurück­tre­ten. Die Situa­ti­on hät­te Bene­dikt anders lösen kön­nen und sol­len. Aber tun sie mir einen Gefal­len: Wenn sie hier schon vor­beitrol­len, kön­nen sie wenig­stens eine genaue­re Mei­nung zu dem, was ich geschrie­ben habe, von sich geben. Ich den­ke mal, dass alles von dem ver­ständ­lich ist. Sie müs­sen mir nicht etwas sagen, das ich sel­ber schon weiß.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Ich hät­te nicht gedacht, dass es so schwer sein könn­te, zu begrei­fen, dass ein ver­stor­be­ner Papst kein Papst sein kann, weil nur eine leben­de Per­son die­ses Amt beklei­den kann.
            Sie klam­mern sich an die Titu­la­tur für Ver­stor­be­ne, die ja — als Ehren­ti­tu­la­tur — nicht immer stren­gen theo­lo­gi­schen Kri­te­ri­en voll­kom­men gerecht wer­den muss, und lei­ten absur­de­ste Din­ge davon ab. Da Sie offen­sicht­lich kei­ne Argu­men­te zur Kennt­nis neh­men, been­de ich die Dis­kus­si­on.

          • leo, wenn ich Ihnen eine Fra­ge stel­le, erwar­te ich eine Ant­wort. Sie aber kom­men wie­der mit Ihren, Ihrer Mei­nung nach unfehl­ba­ren, Sprü­chen daher und ver­hal­ten sich, als ob Sie das Wis­sen gepach­tet hät­ten. Bene­dikt hat kei­ner­lei Auf­ga­ben im Vati­kan mehr inne. Kir­chen­recht­lich gese­hen ist er gestor­ben. Sehen sie also sein Klo­ster in den vati­ka­ni­schen Gär­ten als Mau­so­le­um, in dem er leben­dig begra­ben liegt. Es gibt nur einen Papst, der die Kir­che lei­tet. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Solan­ge sich ein ehe­ma­li­ger leben­der Papst zurück­hält, ent­ste­hen kei­ner­lei Pro­ble­me. Und wie wir Bene­dikt ken­nen, wird er sich kei­nes­falls in die Ange­le­gen­hei­ten sei­nes Nach­fol­gers ein­mi­schen. Ich habe an ande­rer Stel­le auch schon geschrie­ben, dass ich sein wei­te­res öffent­li­ches Erschei­nen nicht gut fin­de. Bil­der mit 2 leben­den Päp­sten sind in der Tat kein Ide­al­bild. Wir kön­nen uns aber den­ken, auf wes­sen Kosten die­se Bil­der gehen. Die­se gan­zen Ver­wir­run­gen gehen ganz auf sei­nen Nach­fol­ger zurück. Ber­go­glio will sich sozu­sa­gen nicht in Bene­dikts Woh­nung breit­ma­chen, will nicht sei­ne Gewän­der und sei­ne Schu­he tra­gen und spricht von sich sel­ber nie als Papst. Aus die­sen Gesten lese ich, dass Ber­go­glio sich selbst nicht als voll­kom­me­nen Papst betrach­tet, son­dern sich eher als eine Ver­tre­tung für den alters­schwa­chen Bene­dikt sieht. Was ich damit sagen will: Ber­go­glio sieht Bene­dikt pro­to­kol­la­risch über sich ste­hend, weil er im Nor­mal­fall ja immer noch regie­ren­der Papst wäre. Bene­dikt dürf­te ihn in sei­ner per­sön­li­chen Beschei­den­heit nicht dar­um gebe­ten haben, sich so zu ver­hal­ten. Zurück zur Papst­klei­dung: Bene­dikt hat all die präch­ti­gen Papst­ge­wän­der, die das Amt des Kir­chen­ober­haup­tes reprä­sen­tie­ren, abge­legt und nur sein schlich­tes, schmuck­lo­ses, wei­ßes Gewand behal­ten. Und wegen die­sem wei­ßen Gewand schla­gen wir uns gegen­sei­tig die Köp­fe ein. Ist Bene­dikt denn ein so schlech­ter Papst gewe­sen, dass Sie ihm nicht mal die­ses schlich­te Gewand gön­nen? Er war viel­leicht nicht voll­kom­men, aber den­noch der beste Papst seit dem zwei­ten vati­ka­ni­schen Kon­zil, oder sind Sie da ande­rer Mei­nung? Ich muss von mir aus sagen, dass ich Bil­der mit 2 leben­den Päp­sten unge­wöhn­lich fin­de, ver­wirrt dar­über, wer von bei­den die Kir­che lei­tet, bin ich aller­dings nicht. leo, wenn Sie von Bil­dern mit 2 leben­den Päp­sten wirk­lich ver­wirrt wer­den, tun Sie mir ernst­haft leid.
            Ich muss Ihnen sagen, dass ich ger­ne mit Ihnen dis­ku­tie­re und auch gern die Mei­nun­gen ande­rer Leu­te höre. Ich mag aller­dings ihren Dis­kus­si­ons­ton nicht. Sie füh­ren sich oft­mals wie ein arro­gan­ter Bes­ser­wis­ser auf, der meint, in allem rich­tig zu lie­gen und der es genießt, sich für über­le­gen zu hal­ten und glaubt, dass ande­re Mei­nun­gen als die sei­nen grund­sätz­lich falsch sei­en. Die­se Sei­te an Ihnen hat mir weni­ger gefal­len. Anson­sten fin­de ich sol­che Unter­hal­tun­gen aber durch­aus posi­tiv, weil man oft­mals von­ein­an­der ler­nen kann.
            Ihnen noch alles Gute und Got­tes Segen.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • leo, wenn ich Ihnen eine Fra­ge stel­le, erwar­te ich eine Ant­wort. Sie aber kom­men wie­der mit Ihren, Ihrer Mei­nung nach unfehl­ba­ren, Sprü­chen daher und ver­hal­ten sich, als ob Sie das Wis­sen gepach­tet hät­ten. Bene­dikt hat kei­ner­lei Auf­ga­ben im Vati­kan mehr inne. Kir­chen­recht­lich gese­hen ist er gestor­ben. Sehen sie also sein Klo­ster in den vati­ka­ni­schen Gär­ten als Mau­so­le­um, in dem er leben­dig begra­ben liegt. Es gibt nur einen Papst, der die Kir­che lei­tet. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Solan­ge sich ein ehe­ma­li­ger leben­der Papst zurück­hält, ent­ste­hen kei­ner­lei Pro­ble­me. Und wie wir Bene­dikt ken­nen, wird er sich kei­nes­falls in die Ange­le­gen­hei­ten sei­nes Nach­fol­gers ein­mi­schen. Ich habe an ande­rer Stel­le auch schon geschrie­ben, dass ich sein wei­te­res öffent­li­ches Erschei­nen nicht gut fin­de. Bil­der mit 2 leben­den Päp­sten sind in der Tat kein Ide­al­bild. Wir kön­nen uns aber den­ken, auf wes­sen Kosten die­se Bil­der gehen. Die­se gan­zen Ver­wir­run­gen gehen ganz auf sei­nen Nach­fol­ger zurück. Ber­go­glio will sich sozu­sa­gen nicht in Bene­dikts Woh­nung breit­ma­chen, will nicht sei­ne Gewän­der und sei­ne Schu­he tra­gen und spricht von sich sel­ber nie als Papst. Aus die­sen Gesten lese ich, dass Ber­go­glio sich selbst nicht als voll­kom­me­nen Papst betrach­tet, son­dern sich eher als eine Ver­tre­tung für den alters­schwa­chen Bene­dikt sieht. Was ich damit sagen will: Ber­go­glio sieht Bene­dikt pro­to­kol­la­risch über sich ste­hend, weil er im Nor­mal­fall ja immer noch regie­ren­der Papst wäre. Bene­dikt dürf­te ihn in sei­ner per­sön­li­chen Beschei­den­heit nicht dar­um gebe­ten haben, sich so zu ver­hal­ten. Zurück zur Papst­klei­dung: Bene­dikt hat all die präch­ti­gen Papst­ge­wän­der, die das Amt des Kir­chen­ober­haup­tes reprä­sen­tie­ren, abge­legt und nur sein schlich­tes, schmuck­lo­ses, wei­ßes Gewand behal­ten. Und wegen die­sem wei­ßen Gewand schla­gen wir uns gegen­sei­tig die Köp­fe ein. Ist Bene­dikt denn ein so schlech­ter Papst gewe­sen, dass Sie ihm nicht mal die­ses schlich­te Gewand gön­nen? Er war viel­leicht nicht voll­kom­men, aber den­noch der beste Papst seit dem zwei­ten vati­ka­ni­schen Kon­zil, oder sind Sie da ande­rer Mei­nung? Ich muss von mir aus sagen, dass ich Bil­der mit 2 leben­den Päp­sten unge­wöhn­lich fin­de, ver­wirrt dar­über, wer von bei­den die Kir­che lei­tet, bin ich aller­dings nicht. leo, wenn Sie von Bil­dern mit 2 leben­den Päp­sten ver­wirrt wer­den, tun Sie mir ernst­haft leid. Ich muss Ihnen sagen, dass ich ger­ne mit Ihnen dis­ku­tie­re und auch gern die Mei­nun­gen ande­rer Leu­te höre. Ich mag aller­dings ihren Dis­kus­si­ons­ton nicht. Sie füh­ren sich oft­mals wie ein arro­gan­ter Bes­ser­wis­ser auf, der meint, in allem rich­tig zu lie­gen und der es genießt, sich für über­le­gen zu hal­ten und glaubt, dass ande­re Mei­nun­gen als die sei­nen grund­sätz­lich falsch sei­en. Die­se Sei­te an Ihnen hat mir weni­ger gefal­len. Anson­sten fin­de ich sol­che Unter­hal­tun­gen aber durch­aus posi­tiv, weil man oft­mals von­ein­an­der ler­nen kann. Ihnen noch alles Gute und Got­tes Segen.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Etwas, was so eine ungu­te Außen­wir­kung hat wie der Rück­tritt von Bene­dikt und des­sen Fest­hal­ten an den päpst­li­chen Insi­gni­en mit all der Ver­wir­rung, die dies her­vor­rief, kann in sich nicht in Ord­nung sein. Wäre es in Ord­nung, dann hät­te es kei­ne Wir­kung oder eine gute Wir­kung.

          Es gibt Fäl­le, wo ein König für einen Tag zurück­tritt, um ein Gesetz nicht unter­schrei­ben zu müs­sen. Anschlie­ßend ist er wie­der König.
          Ein Papst, der zurück­tritt, ist für die Tage/Wochen/Jahre, die er ver­bringt bis zu sei­nem Tod, kein Papst mehr, auch äußer­lich sicht­bar kein Papst mehr, um kei­ne Ver­wir­rung zu stif­ten. Nach dem Tod ist er wie­der Papst und wird als Papst mit allen Ehren bestat­tet.

          • Also eine Art vor­über­ge­hen­der Ver­lust der Papst­wür­de, damit klar wird, dass er das, was er tut, nicht mehr als Kir­chen­ober­haupt tut. Nach sei­nem Tod kann er auf Erden ja nicht mehr wir­ken. Bene­dikt schaut Kom­mis­sar Rex nicht als Ober­haupt der Welt­kir­che. Des­we­gen sehe ich es als befremd­lich, dass man noch so vie­le Bil­der von ihm sieht und sei­ne eng­sten Ver­trau­ten so offen über ihn reden. Als eme­ri­tier­ten Papst sehe ich einen ver­bor­ge­nen Papst, der nicht neben dem regie­ren­den Papst steht. Ich war über die ersten Bil­der von ihm nach sei­nem Amts­ver­zicht aus Castel Gan­dol­fo zunächst erfreut, da ich gedacht habe, dass man nie wie­der was von ihm sieht. Mitt­ler­wei­le fin­de ich es aber befremd­lich, wie nor­mal damit umge­gan­gen wird, denn die­ser Zustand ist nicht nor­mal und auch nicht der ide­al. Aber dafür, dass man ihn immer wie­der sieht, ist haupt­säch­lich sein amtie­ren­der Nach­fol­ger ver­ant­wort­lich. Ich per­sön­lich fin­de den vor­über­ge­hen­den Ver­lust der Papst­wür­de für den Rest des Lebens und die Wie­der­erlan­gung der Papst­wür­de nach dem Tod als unnö­ti­ges Hin und Her. Auch wenn Bil­der von 2 Män­nern in Weiß auf­tau­chen, ver­wirrt mich das nicht dar­über, dass nur 1 Papst die Kir­che lei­tet. Vie­le dürf­te es aber ver­wir­ren, wes­halb es sol­che Bil­der bes­ser nicht geben soll­te. Bene­dikt soll­te zurück­ge­zo­gen leben, wie ange­kün­digt, und kein Lebens­zei­chen von sich geben, son­dern sich ganz auf Gott aus­rich­ten und für sei­nen Nach­fol­ger und die Kir­che beten. Auch dür­fen wir nicht ver­ges­sen, dass es auch Orden gibt, die eine wei­ße Ordens­tracht tra­gen, wel­che dem Papst­ge­wand ver­blüf­fend ähn­lich sieht. Da denkt doch auch kei­ner dar­an, dass dies alles Päp­ste sind. Es gibt also gene­rell nicht nur einen Mann in Weiß.
            Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Ja sor­ry, er kann sich nun mal nicht so ver­hal­ten, als sei er gestor­ben, weil er eben noch lebt. Es wäre hier ein klei­nes Come-back-to-rea­li­ty nötig. Tot­ge­sag­te leben län­ger.

  2. Die­se Demen­ti und Rich­tig­stel­lun­gen kom­men ja jetzt Schlag auf Schlag. Mir scheint, dass alles, was nun über Bene­dikt gesagt wird, die­sen in ein immer schlech­te­res Licht rückt. So als ob er nie­mals Ver­su­che zur Wie­der­her­stel­lung des Glau­bens gemacht hät­te und als ob er nichts hin­ter­las­sen hät­te.

  3. Die Hei­li­ge Tra­di­ti­on der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che Got­tes unse­res Herrn, das Erbe der Mär­ty­rer, Seli­gen und Hei­li­gen des Him­mels und das aller ande­ren Päp­ste wur­de von Bene­dikt XVI ver­leug­net, aber was soll’s Kar­di­nal Ratz­in­ger ali­as Bene­dikt XVI ist ja so und so nur eine Frucht des VK II, und die Reli­gi­ons­ge­mein­schaft die auf den Früch­ten des VK II baut, also die „KONZILSKIRCHE“ auch „DIE NEUE KIRCHE“ genannt, hat ja mit Gott den Herrn, sei­nen Hei­li­gen Wil­len, der Glau­bens­leh­re und der Hei­li­gen Tra­di­ti­on der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che nicht mehr viel gemein.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

        • Ich unter­stüt­ze Mei­nung von Armin (den ich anson­sten sehr schät­ze) in die­sem Fal­le ganz und gar nicht; sie ist ein­deu­tig falsch!

          • Sehr geehr­ter Jean-Lou­is. Was wür­den sie von einen Fami­li­en­va­ter hal­ten, der wohl sieht wie eines sei­ner Kin­der nach dem ande­ren von einen Ein­bre­cher u. Mör­der abge­schlach­tet wird, die­ser aber obwohl er die Macht hät­te die­sen Ein­bre­cher und Mör­der, wenn er nur aktiv wer­den wür­de, für immer Ver­trei­ben könn­te, statt­des­sen ver­sucht nur die­sen nur mit Wör­tern von sei­nen Schand­ta­ten abzu­hal­ten, und gleich­zei­tig mit den Wör­tern gibt er noch den Ein­bre­cher und Mör­der sogar noch die Waf­fe und Muni­ti­on, damit die­ser sei­ne Ver­bre­chen wei­ter ver­üben kann, und als der Fami­li­en­va­ter erkennt, dass er mit Wör­tern die­sen nicht von sei­nen abscheu­li­chen Trei­ben abhal­ten kann, flieht er ein­fach aus dem Haus um das Trei­ben nicht mehr mit anse­hen zu müs­sen, so nach dem Mot­to „Hin­ter mir die Sint­flut“ Also was wür­den sie von einen Fami­li­en­va­ter hal­ten, der nicht sei­ne Fami­lie schützt son­dern den­je­ni­gen unter­stützt der sei­ne Fami­lie ver­nich­ten will???

            Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • So sehr ich Sie ver­ste­he, Armin et alte­res, muss ich Ihnen beschei­ni­gen, dass Ihr kirch­li­ches Welt­bild zu grob ist. Das Vati­ca­num II ist zwar eine mar­kan­te Zäsur, aber sie hat vie­les, was vor­her schon gebro­delt hat, auch teil­wei­se schon bei den Bischö­fen, auch teil­wei­se schon bei ein­zel­nen Päp­sten in Details gebro­delt hat, wie ein Kata­ly­sa­tor wild und unge­ord­net her­vor­bre­chen las­sen. Die vor­kon­zi­lia­re Kir­che war in vie­len Din­gen schon schwer bela­stet — bloß gab es noch den einen oder ande­ren „Auf­hal­ter“ unter den Päp­sten. Und da an Petrus unend­lich viel liegt, war auch dann unter den Bischö­fen mehr Gehor­sam und Ord­nung anzu­tref­fen. Wie der Herr so’s Gscherr. Die Päp­ste spie­geln ihr wah­res Wir­ken immer im Kir­chen­volk und im Kle­rus wider. Das heißt, unter Bene­dikt gab es tat­säch­lich ein kur­zes Auf­stei­gen in eine Kor­rek­tur. Trotz allem spricht das für ihn. Aber er war erstens selbst einer der Ver­ur­sa­cher des Scha­dens in jun­gen Jah­ren und zwei­tens konn­te er nach drei hoch­pro­ble­ma­ti­schen und teil­wei­se fast dia­bo­lisch wir­ken­den Päp­sten deren Zer­stö­rungs­wer­ke nicht auf­he­ben. Es tut mir leid, aber ich fin­de Paul VI. teil­wei­se so frat­zen­haft, trotz Huma­nae vitae. Aber was ist mit der Lit­ur­gie, was mit all den ande­ren Details, die nur gegen ihn spre­chen (Homo­se­xu­el­le Ent­glei­sun­gen?, Feind­schaft gegen Pater Pio, Ver­got­tung des Men­schen auch ohne Chri­stus etc.)? Oder JPII, der eine sehr posi­ti­ve Sei­te zu haben schien, und ande­rer­seits den Koran küss­te, Assi­si, und dann die ver­lo­ge­ne Aus­le­gung Fati­mas, bei der nur die Hüh­ner lachen kön­nen? Was von Johan­nes XXIII. zu hal­ten ist, habe ich schon oft genug gesagt — wer inspi­riert einen Mann, der einen zwei­ten Abend­mahls­sal insze­nie­ren will und ein Neu­es Pfing­sten? Das kann wohl kaum unser Herr gewe­sen sein, denn der hat­te sel­bi­ges bereits gege­ben, und die Kir­che hat­te fast 2000 Jah­re lang dar­aus gelebt. War­um jetzt nicht mehr? Viel­leicht auch noch ein neu­es Weih­nach­ten, eine zwei­te Geburt — bloß was wird da gebo­ren? Der Herr jeden­falls wird es nicht sein!
      Nur — all die­se blas­phe­mi­schen Ideen gei­ster­ten vor­her schon. Das mit dem Zöna­kel und dem Hl. Geist gei­ster­te schon bei Leo XIII., weil er von einer Sehe­rin mit sol­chen Ideen bestürmt wur­de und sich nicht aus­rei­chend abge­grenzt hat. Pius X. nahm wie­der eine ande­re Posi­ti­on ein. Das Schiff schien wie­der auf rech­tem Kurs, doch der Schein trog.
      Es wird eine wahn­sin­nig kom­pli­zier­te Arbeit, die­ses Desa­ster ein­mal zu ent­wir­ren und in die per­ver­se Unord­nung der Kir­che eine gerech­te Ord­nung zu brin­gen, die vor allem im Cha­ris­ma der Unter­schei­dung pas­sie­ren muss. Man kann nicht ab 1962 ein­fach alles in Bausch und Bogen ver­wer­fen und alles vor 1962 unkri­tisch gut­hei­ßen.
      So ist Bene­dikt auch nicht ein­fach eine „Frucht des Kon­zils“. Es wäre schön, wenn es so pri­mi­tiv wäre. Es ist viel ver­wor­re­ner. Und das macht uns allen ja auch die Beschwer­den.

      • Sehr geehr­ter Zeit­schnur: Ich gebe ihnen völ­lig Recht, denn auch ich bin der Mei­nung das es schon lan­ge vor dem VK II in der Kir­che mäch­tig anti­ka­tho­lisch gebro­delt hat und die Fein­de Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che sich eben mit Hil­fe des VK II in eine Macht­po­si­ti­on hie­ven konn­ten wel­ches ihnen ermög­lich­te die Kir­che Got­tes unse­res Herrn von der Einen, Hei­li­gen, Katho­li­schen und Apo­sto­li­schen Kir­che eben in die „Kon­zils­kir­che“ ali­as „DIE NEUE KIRCHE“ zu ver­wan­deln. Sie­he die Namen und Früch­te der­je­ni­gen die das VK II so erfolg­reich sabo­tier­ten, und vie­le der­je­ni­gen wur­den auch von Päp­sten unbe­hel­ligt in Füh­rungs­po­si­tio­nen geho­ben, obwohl das anti­ka­tho­li­sche Wir­ken die­ser Wöl­fe im Schafs­pelz sicher schon bekannt wahr, sie­he als Bespiel die­se Namen http://de.wikipedia.org/wiki/Peritus Aber jam­mern nützt eben nichts mehr, denn die Ver­gan­gen­heit kön­nen wir alle nicht ändern, das schlim­me ist eben die Tat­sa­che dass den Fein­den Got­tes unse­res Herrn und sei­ner Kir­che Taten­los zuge­schaut wird, so als wenn die Kir­che gelähmt wäre und auf das ein­grei­fen Got­tes unse­res Herrn war­tet und bis dort­hin wie die Maus vor der Schlan­ge ver­harrt.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Das ist ein­fach falsch. Bene­dikt war der gro­ße „Zurück­hal­ter“, nun haben Frei­mau­rer und fal­sche Pro­phe­ten die Macht in der Kir­che über­nom­men.

  4. Ich glau­be dass das alles eine abge­spro­che­ne Sache im Sin­ne der Öku­me­ne ist. der Dr. Ratz­in­ger ja so anhängt, die­se Ten­denz gab es ja auch schon bei Johan­nes Paul II. der von sich mein­te, er müs­se sein Amt so umge­stal­ten, dass es auch für die ande­ren Kon­fes­sio­nen erträg­lich sei, das heißt es stark zurück­fah­ren, und so ein Papst­amt wird ent­wer­tet wenn de ein Papst­pen­sio­nist wie ein Alt­bun­des­prä­si­dent her­um­läuft. Ich glau­be da wer­den Jahr­zehn­te alte Plä­ne und Stra­te­gien ver­folgt. Das mit der Geschie­de­nen­kom­mu­ni­on wird, wenn jetzt der Wider­stand zu groß ist noch ein­mal für 5 Jah­re ad acta gelegt, dann haben wir es wie­der auf dem Tisch. Aber am Ende wird ja Ihr Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren und der Hei­li­ge Vater wird der Aller­se­lig­sten Jung­frau Russ­land wei­hen, sie wer­den nicht ans Ziel kom­men, mag Papst Bene­dikt damals auch noch so grim­mig und ent­schlos­sen auf dem Foto in die Moder­ne blicken, als ob Jesus die­se als Mensch und Gott auf Erden nicht hät­te vor­aus­se­hen kön­nen.

  5. Die­ses stän­di­ge Bemü­hen die Kon­ti­nui­tät zwi­schen Bene­dikt und Fran­zis­kus her­vor­zu­he­ben ist eigent­lich ein Beweis für die feh­len­de Kon­ti­nui­tät, die sich nicht nur in Sachen Lit­ur­gie zeigt (https://www.katholisches.info/tawato/uploads/urbi-et-orbi1.jpg).
    Ein Demen­ti ist manch­mal eine grö­ße­re Bestä­ti­gung!

    Übri­gens haben Bene­dikt und P. Franz Schmid­ber­ger den­sel­ben Musik­ge­schmack. Viel­leicht mehr „Kon­ti­nui­tät“ als zwi­schen Alt-Papst und Neu-Papst.

  6. Ich fra­ge mich, ist Bene­dikt denn ein wil­lens­lo­ses Wesen, das die­se öffent­li­chen Vor­füh­run­gen gegen sei­nen Wil­len erlei­den muß oder sind er und Gäns­wein so naiv, daß sie gar nicht mer­ken wie sie durch all die Bana­li­tä­ten das Pon­ti­fi­kat rück­wir­kend bana­li­sie­ren? Es ist irgend­wie trau­rig.

    Kann Bene­dikt nicht sagen, tut mir leid, ich habe gesagt, ich zie­he mich von der Welt zurück und dar­an bin ich nun gebun­den. Ich wün­sche im Ver­bor­ge­nen zu blei­ben. Dar­an müß­te sich auch ein P. Franz hal­ten und die Pres­se und alle ande­ren.

    Wenn es mit dem klö­ster­li­chen Lebens­wan­del nicht so klappt, dann geht das kei­nen etwas an. Bene­dikt hat im Lau­fe sei­nes Lebens gro­ße Ver­dien­ste erwor­ben, er muß nicht zuletzt noch in Aske­se sein Dasein fri­sten. Jeder gönnt ihm einen ruhi­gen Lebens­abend, dar­um geht es nicht. Aber muß ein Erz­bi­schof Gäns­wein der Welt erzäh­len wie über­aus bür­ger­lich der Papst em. sein Leben gestal­tet, zumal er ja etwas ande­res vor­hat­te? Es ist irgend­wie pein­lich.

  7. Gäns­wein ist doch Teil des Systems. Sei­ne Aus­sa­gen sind abge­stimmt. Er schimpft Leu­te, die in Bene­dikt und Fran­zis­kus einen Gegen­satz sehen wol­len als pri­mi­tiv. Pri­mi­tiv und über­flüs­sig sind aber sind viel­mehr sei­ne zahl­lo­sen Wort­mel­dun­gen und Rück­tritts­recht­fer­ti­gungs­ver­su­che. Als die „Wil­liam­son-Bom­be“ platz­te, da hieß es, er sei krank. In der Vati­leaks-Affä­re war er es, der rief: „Hal­tet den Dieb!“. Naja, man darf sich so sein Teil den­ken..

  8. Es ist ja so vie­les, was täg­lich auf uns nie­der­geht, und so ist anschei­nend noch nicht durch­ge­drun­gen, was es mit dem warm­her­zi­gen öku­me­ni­sti­schen Gruß auf sich hat, den S. H. Fran­zis­kus in einem per­sön­li­chen Video durch den Bischof „Kel­tisch-Angli­ka­ni­scher Tra­di­ti­on“ Tony Pal­mer vor eini­gen Tagen an sei­nen cha­ris­ma­ti­schen „Bru­der“ Ken­neth Cope­land über­brin­gen ließ. Ken­neth Cope­land ist ein schwer­rei­cher Ver­tre­ter des Pro­spe­ri­ty Gos­pels und wird sogar von vie­len Evan­ge­li­ka­len als fal­scher Pro­phet ein­ge­schätzt, und tat­säch­lich, man kriegt Gän­se­haut, wenn man sich Vide­os von ihm anschaut: http://gloria.tv/?media=576246, http://gloria.tv/?media=576115. Nun hat Ken­neth Cope­land durch eben­den­sel­ben Tony Pal­mer Papst Fran­zis­kus zurück­ge­seg­net: http://youtu.be/2PSV72Tjy8g. Was hat das mit dem The­ma des Arti­kels zu tun? Fran­zis­kus führt die Chri­sten in eine fal­sche Öku­me­ne, in eine fal­sche Reli­gi­on, die nicht nur nicht mehr katho­lisch, son­dern auch nicht mehr christ­lich ist. Das heißt er führt in die Irre, in die ewi­ge Ver­damm­nis, Katho­li­ken, Chri­sten und alle Men­schen, die sich von ihm täu­schen las­sen. Und Bene­dikt? Obwohl sel­ber schon zwie­späl­tig und nicht die leuch­tend kla­re Gestalt, die wir uns von einem Papst wün­schen, war er trotz­dem das letz­te Hin­der­nis, das aus dem Weg geräumt wer­den muss­te, das letz­te, lei­der zu schwa­che Hin­der­nis. Im Vati­kan fand am 13. März 2013 eine feind­li­che Über­nah­me statt. Es ist hart zu sagen, aber ich glau­be, seit­her sind wir Katho­li­ken ver­ra­ten und ver­las­sen, dies ein­fach nur fest­ge­stellt. Ich fürch­te, bei all sei­ner Intel­li­genz begreift Bene­dikt nicht mehr das Spiel, das gespielt wird. (Wer ist übri­gens Kom­mis­sar Rex? Ken­ne ich nicht, weil ich schon seit Jah­ren kein Fern­se­hen mehr schaue.)
    Gna­de uns Gott! Allein Jesus Chri­stus, der Herr der Kir­che, kann uns ret­ten. Ich wüss­te nicht, auf wen sonst noch Ver­lass ist.

    • @Leo Laemmelein.Ein sehr guter Arti­kel von Ihnen.Aber lesen das auch die Kle­ri­ker-die Kar­di­nä­le und Bischöe? Ich weis nicht,niemand kann es sagen.Das ein­zi­ge was man öffent­lich bemerkt-auf den Fotos‑,ist auch die: Der leib­li­che Umfang des Bischofs von ROM HAT SEIT DEM LETZTEN MÄRZ erheb­lich zuge­nom­men. Auch bei den moder­ni­sti­schen Kar­di­nä­len und Bichöfen,man siehr viel Fett! Woher denn? Fra­gen über Fragem.Dass darf man doch wohl noch,oder????

      • Sich einen dicken Bauch anzu­fres­sen, wo so vie­le Men­schen auf der Welt nicht genug zu Essen haben, scheint mir alles ande­re als beschei­den.
        Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Dass wir ver­ra­ten und ver­kauft sind, weil unse­re Hir­ten mit den Wöl­fen pak­tie­ren, erkennt man dar­an, dass die Kir­che in den gro­ßen Schlach­ten schweigt. Wo unter­stützt Sei­ne Hei­lig­keit den Kampf der Völ­ker gegen die EU-Unter­drückung? Da kommt nichts. Gün­stig­sten­falls ein Dolch­stoß für die, die sich noch Auf­bäu­men.

    • „Ich fürch­te, bei all sei­ner Intel­li­genz begreift Bene­dikt nicht mehr das Spiel, das gespielt wird. (Wer ist übri­gens Kom­mis­sar Rex? Ken­ne ich nicht, weil ich schon seit Jah­ren kein Fern­se­hen mehr schaue.)“
      Oh doch. Er weiß genau was gespielt wird. „An ihren Früch­ten sollst du sie erken­nen“. Ber­go­glio ist sei­ne Frucht. Die „sub­si­stit in — Leh­re“ ist einer der raf­fi­nier­te­sten Angrif­fe auf die katho­li­sche Kir­che. Der öku­me­ni­sche Got­tes­dienst mit evan­ge­li­schen Bischö­fin­nen in Erfurt ist die öku­me­ni­sche Vor­be­rei­tung der 500 Jahr­fei­er der Refor­ma­ti­on. Was woll­te er sonst in Thü­rin­gen? Das „Motu pro­prio“ hat er nicht mit Leben gefüllt. Er hat die „Triden­ti­ni­sche Mes­se“ nicht gefei­ert, aber das wäre die Vor­aus­set­zung für ihren Erfolg gewe­sen.
      „Gna­de uns Gott! Allein Jesus Chri­stus, der Herr der Kir­che, kann uns ret­ten. Ich wüss­te nicht, auf wen sonst noch Ver­lass ist.“
      Ja. Alles ande­re ist nicht mehr mög­lich.
      „(Wer ist übri­gens Kom­mis­sar Rex? Ken­ne ich nicht, weil ich schon seit Jah­ren kein Fern­se­hen mehr schaue.)“
      Man kann aus der sub­ti­len chri­stus­feind­li­chen Pro­pa­gan­da der Medi­en sehr viel ler­nen. Aber man muß natür­lich wis­sen mit wem man es zu tun hat. Mich inter­es­sie­ren in erster Linie nicht die Fil­me und Sen­dun­gen son­dern die Typen die sie machen, in Auf­trag geben und sie bezah­len. Da geht es mei­stens nur noch Bin­go.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Was in den letz­ten Wochen und Tagen zwi­schen Papst Fran­zis­kus und dem cha­ris­ma­ti­schen Pastor Ken­neth Cope­land vor­ge­gan­gen ist, kann in sei­ner fata­len Bedeu­tung gar nicht über­schätzt wer­den. In die­sem Video ist zu sehen, von wo der cha­ris­ma­ti­sche Geist wirk­lich her­kommt, der mit dem Toron­to-Segen ein­setz­te und seit­her in die Groß­kir­chen welt­weit ein­ge­drun­gen ist: http://gloria.tv/?media=576552. Erin­nern wir uns: bei einem cha­ris­ma­ti­schen Kon­gress ließ sich Kar­di­nal Jor­ge Ber­go­glio (und mit ihm Pater Can­tala­mes­sa !) knie­end von cha­ris­ma­ti­schen Pastö­ren einen kumu­lier­ten Segen geben. So schließt sich der Kreis, und so kann man erah­nen, wel­cher Art die Inspi­ra­ti­on die­ses die Men­schen­mas­sen hyp­no­ti­sie­ren­den Cha­ris­mas ist.

      • ich habe mir gera­de, völ­lig unbe­leckt und unvor­ein­ge­nom­men, die Vide­os die­ses Cha­ris­ma­ti­kers ange­se­hen. Spo­tan hat­te ich das Gefühl, daß der Mann beses­sen ist. Man ach­te ein­fach auch ein­mal auf sei­ne Mimik. Der P. Franz in sei­ner Video­bot­schaft wirkt, als ob er Dro­gen genom­men habe.

  9. Nun ist es genau 1 Jahr her, seit die­sem Rück­tritt, der so viel Scha­den über die Kir­che gebracht hat. Möge Bene­dikt XVI mit sich im Rei­nen sein.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Ich bin davon über­zeugt dass er mit sich im Rei­nen ist, dass er mit sei­nem Gott im Rei­nen ist, bezweif­le ich aber sehr, aber wir wis­sen ja von der Mut­ter­got­tes in Fati­ma, dass die Men­schen völ­lig nichts­ah­nend ins ewi­ge Ver­der­ben gehen, in sehr gro­ßer Zahl.

  10. Ich hal­te den gan­zen Bei­trag für ziem­lich über­flüs­sig. Was wir von Ber­doglio zu hal­ten haben, wis­sen wir mitt­ler­wei­le.

  11. Es stellt sich immer mehr her­aus, dass Papst Bene­dikt nie rich­tig in sei­nem Amt ange­kom­men ist. Ich den­ke, an die Jesus-Bücher, die er geschrie­ben hat. Er ist bewusst und gewollt auf die Pro­fes­so­ren-Ebe­ne gegan­gen und das als Papst.
    Als Gelehr­ter woll­te er über ande­re Gelehr­te Recht behal­ten, als Pro­fes­sor woll­te er nach­wei­sen, das der kirch­li­che Glau­be in Bezug auf Jesus Chri­stus wahr ist.
    Mit ande­ren Wor­ten: Hät­te der zuwei­len amts­mü­de gewor­de­ne Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on abge­lehnt, Papst zu wer­den, um sein Werk als Gelehr­ter in Ruhe abzu­schlie­ßen, wäre gegen sei­ne Bücher nichts ein­zu­wen­den.
    Doch er war Papst. Die Irr­tü­mer, die er als Pro­fes­sor zurück­weist, betref­fen die Gott­heit Jesu Chri­sti, den zen­tra­len Glau­ben an den Gott­men­schen Jesus Chri­stus. Sei­ne Auf­ga­be als Papst, wenn er sich schon mit Exege­ten abgibt, die die­sen Glau­ben mit der histo­risch-kri­ti­schen Exege­se unter­mi­nie­ren, wäre die LEHRAMTLICHE VERURTEILUNG gewe­sen. Davon hat er aus­drück­lich abge­se­hen, er ver­stand sei­ne Bücher als „Dis­kus­si­ons­bei­trag.“
    Er ist Pro­fes­sor geblie­ben. Ein Pro­fes­sor bringt sei­ne Kol­le­gen nicht zum Schwei­gen. Als Papst hat er die Irr­tü­mer, die den Glau­ben an die Gott­heit Jesu Chri­sti leug­nen, zu bekämp­fen.
    Das hat er nicht getan. Er hat mal Urlaub vom Papst­amt genom­men, hat Pro­fes­sor gespielt.
    Wir sind inzwi­schen schon so schwach im Glau­ben, so auf Per­so­nen ange­wie­sen, dass wir die Unge­heu­er­lich­keit die­ses Vor­gangs nicht mehr wahr­neh­men.
    Das wei­ße Gewand, der „Kom­mis­sar Rex“, was solls’s.

    • @zeitlos
      Er ist nie in sei­nem Amt ange­kom­men, inso­fern als er den „Pro­fes­sor“ nicht hat hin­ter sich las­sen kön­nen. Die For­de­rung des HERRN, alles auf­zu­ge­ben, alles zurück­zu­las­sen und IHM nach­zu­fol­gen, war ihm in ihrer Abso­lut­heit nicht mög­lich. Jeder Mönch muß zu Beginn sei­nes Novi­ta­tes die­se u.U. schmerz­li­che Übung durch­ma­chen.

      Ich habe mich damals sehr gewun­dert, daß er die Bücher par­tout als Pro­fes­sor schrieb und nicht als Papst. Und spä­ter muß­te er einem Häre­ti­ker wie H.Küng eine 4stündige Audi­enz gewäh­ren, was die­sem als gro­ße Ehre aus­ge­legt wur­de — statt des­sen Irr­tü­mer zu ver­ur­tei­len!!

      Der Glau­be ist doch kein Spiel, kein Sport oder Expe­ri­ment. Da kann es kein sowohl als auch geben. Wenn da nicht kla­re Gren­zen gezo­gen wer­den von den Zustän­di­gen — und das ist der Papst, wer sonst — dann gibt es tota­le Ver­wir­rung. Das wird jetzt immer deut­li­cher.

      • @Zeitlos und M.S.:

        Dass Bene­dikt nie recht in sei­nem Amt ange­kom­men sei, das ist doch eine Ver­zeich­nung der Rea­li­tät.
        Sie kon­stru­ie­ren sich das Ide­al­bild eines Pap­stes und kri­ti­sie­ren dann ziem­lich gna­den­los.
        Aber sol­che Päp­ste wird es kaum je gege­ben haben. Alle tru­gen sie eine unge­heu­re Last der Ver­ant­wor­tung in den jeweils kon­kre­ten Kon­stel­la­tio­nen der Kir­che ihrer Zeit.
        Was aber, wenn das Kir­chen­schiff — wie seit 50 Jah­ren — leck geschla­gen sich durch stür­misch­ste See kämpft? Es hie­ße, Über­mensch­li­ches ein­for­dern, wenn man vom Papst ver­lan­gen woll­te, all die vie­len Lecks mög­lichst im Allein­gang und von heu­te auf mor­gen zu repa­rie­ren. Bene­dikt war nun mal im Fahr­was­ser der Kir­che nach V2. Zu wel­chen Tei­len mit vol­lem eige­nen Wil­len, zu wel­chen nolens volens, das kön­nen wir nicht rest­los beur­tei­len.
        Lehr­amt­li­che Ver­ur­tei­lun­gen, z. B., prä­gen nicht mehr den „Stil“ der Kir­che seit V2. Das ist zwar bedau­er­lich, kann aber eben­falls nicht ein­fach von heu­te auf mor­gen geän­dert wer­den. Ver­ein­fa­chun­gen, Nivel­lie­run­gen, „Abmil­de­run­gen“ und Anpas­sun­gen an den Zeit­geist, wie seit V2, waren unver­gleich­lich viel ein­fa­cher durch­zu­set­zen, als jetzt eine Rück­kehr zu stren­ge­rer Leh­re und Pra­xis! (Im Moment erle­ben wir ja erneut, wie es ein­fa­cher geht.)
        Zudem ist Ratz­in­gers Natu­rell nun ein­mal nicht das eines Man­nes mit eiser­ner Hand. Gereicht ihm das zum Vor­wurf?

        Fest steht: Der „Pro­fes­sor“ hat gegen den Wil­len größ­ter Tei­le sei­ner Schiffs­mann­schaft sich an die Repa­ra­tur der bedroh­lich­sten Lecks gemacht!

        Die­ses Grund­fak­tum soll­te jeder berech­ti­gen Kri­tik die nöti­ge Mil­de bei­mi­schen.

        C’est le ton qui fait la musi­que.

        • @Kyrillus
          Sie haben natür­lich Recht. Es ist nicht fair, jetzt über Bene­dikt her­zu­fal­len und ihm diver­se Schwä­chen vor­zu­wer­fen. Er hat erstens viel Gutes getan in sei­nem Pon­ti­fi­kat, zwei­tens sind ihm wie jedem Men­schen auch Schwä­chen zuzu­ge­ste­hen und drit­tens kann man die Glau­bens­kri­se bei­lei­be nicht an ihm fest­ma­chen. Sie besteht schon län­ger.

          Wenn ich mich nun kri­tisch mit ihm aus­ein­an­der­ge­setzt habe, dann nicht um ihn her­ab­zu­wür­di­gen, schon gar nicht als Per­son, son­dern um den Ursa­chen der Mise­re auf den Grund zu kom­men.

          Dazu möch­te ich wie­der­ho­len, was mir auf­ge­fal­len ist: die Dis­zi­plin­lo­sig­keit, die Belie­big­keit, die Bene­dikt immer wie­der ange­pran­gert hat, ist in der Kir­che seit spä­te­stens Mit­te des letz­ten Jh. tief ver­an­kert. Die Theo­lo­gie ist einer­seits ent­stellt wor­den, ande­rer­seits zu einem theo­re­ti­schen Pro­dukt gewor­den, des­sen Umset­zung nicht mehr inter­es­siert.

          Free Sex – Free Arts – Free Theo­lo­gy.

          Der „freie Sex“ hat zu gro­ßen gesell­schaft­li­chen Pro­ble­men geführt (Abtrei­bung, Ver­hü­tung, Gen­der usw), die „freie Kunst­auf­fas­sung“ hat zur Ver­blö­dung bei­getra­gen und den Betrug geför­dert (All­tags­pro­duk­te wer­den umeti­ket­tiert und für teu­res Geld als Kunst ver­hö­kert) und die „freie Theo­lo­gie“ hat zur fast völ­li­gen Ver­dun­stung des Glau­bens geführt und die Gläu­bi­gen der Kir­che ent­frem­det.

      • Der Glau­be ist kein Spiel und kein Sport. Eher eine Dis­zi­plin. Die Theo­lo­gie war ein­mal die Königs­dis­zi­plin. Heu­te steht sie ganz am Schluß. War­um?

        Als die 68er in allen Berei­chen die Kon­ven­tio­nen nie­der­mach­ten und die Welt aus den Fugen geriet, kam es über­all zu Erschüt­te­run­gen. In der bil­den­den Kunst: die freie Male­rei, abstrakt und ohne erkenn­ba­re Regeln, ohne Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en. In der Musik die Impro­vi­sa­ti­on. Der freie Sex mit allen Ent­hem­mun­gen.
        Auch in der Theo­lo­gie kommt es zu Ent­hem­mun­gen. Seit Joh XXIII soll nichts und nie­mand mehr ver­ur­teilt wer­den. Seit­her haben sich die Irr­leh­ren explo­si­ons­ar­tig ver­mehrt. Es gibt weit mehr Häre­ti­ker als recht­gläu­bi­ge Theo­lo­gen bis hin­auf in die Hier­ar­chie. Der Glau­be ver­dun­stet zuse­hend. Es wird beklagt, aber es geschieht wenig, das ein­zi­ge: es wird immer mehr am Zeug geris­sen. Die Gebo­te (Regeln) müs­sen noch wei­ter gelockert und die Frei­hei­ten noch mehr ver­grö­ßert wer­den. (sie­he zuletzt die Dis­kus­si­on um Kard. Kap­ser)

        Um es kurz zu machen: es gibt heu­te viel­leicht noch eine Dis­zi­plin, die sich inner­halb fester Gren­zen bewegt, die noch Regeln gel­ten lässt: der Fuß­ball. Dort gibt es noch den Schieds­rich­ter, der das Sagen hat, dort gibt es noch rote und gel­be Kar­ten, und die Kon­se­quen­zen dazu. Inso­fern ist der Fuß­ball bzw. jede ande­re Sport­art, die seri­ös betrie­ben wird, der heu­ti­gen Theo­lo­gie über­le­gen.

        Denn in der heu­ti­gen Theo­lo­gie tut jeder, was er will und was ihm rich­tig erscheint. Er kann die schlimm­sten Theo­rien auf­stel­len und ver­brei­ten, er muß mit kei­nen Sank­tio­nen rech­nen. Der Schieds­rich­ter wird ver­höhnt, sei­ne Pfif­fe blei­ben unbe­ach­tet — es wird wei­ter­ge­spielt als wäre er nicht da. Die­je­ni­gen, die gegen die Regel­ver­stö­ße Ein­spruch erhe­ben, wer­den vom Platz ver­wie­sen. Sie müs­sen drau­ßen allein für sich wei­ter­spie­len. Sie gel­ten als die Spiel­ver­der­ber. Auf dem Rasen aber geht es zu wie im Toll­haus. Das tota­le Cha­os.

  12. Wer nicht die dra­ma­ti­schen Unter­schie­de in Lehre,Liturgie erkennt sowie den Weg hin „zur Ein­heit in Viel­falt“ wie von der Groß­lo­ge UN seit über 100 Jah­ren gefor­dert der muss eige­ne Inter­es­sen ver­fol­gen.
    Gäns­wein ver­folgt ein­deu­tig den Weg sich wich­tig zu machen und bei dem Bischof von Rom zu punk­ten. Das ergibt sich nicht nur aus dem nach­ste­hen­den Arti­kel der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen vom 27.2.14 von Jörg Bre­mer Rom:
    Vati­kan Gäns­wein in der Sack­gas­se
    Seit Bene­dikt XVI. zurück­ge­tre­ten ist, stockt die Kar­rie­re sei­nes ein­sti­gen ersten Sekre­tärs. Der neue Papst Fran­zis­kus redet lie­ber mit ande­ren.
    Gera­de ein­mal drei Stun­den an einem nor­ma­len Arbeits­tag ist Gäns­wein mit jenen offi­zi­el­len Auf­trit­ten von Fran­zis­kus befasst, die der Papst in den von ihm unge­lieb­ten Log­gi­en des Apo­sto­li­schen Palasts abspu­len muss. Um 10.15 Uhr trifft Gäns­wein in der Regel Fran­zis­kus im Dama­sus­hof, Vom Dama­sus­hof gelei­tet er Fran­zis­kus heu­te fast täg­lich in die barocken Emp­fangs­sä­le der zwei­ten Log­gia oder in die päpst­li­che Biblio­thek in der drit­ten Eta­ge für die Audi­en­zen von Staats­gä­sten unter vier Augen. Schon um 13.15 Uhr fährt der Papst zum Mit­tag­brot ins Gäste­haus zurück und trifft dort nach einer Mit­tags­pau­se — wie schon am frü­hen Mor­gen — die wich­tig­sten Prä­fek­ten der Kon­gre­ga­tio­nen in all­wö­chent­li­chen Audi­en­zen. Wenn es um kirch­li­che Ange­le­gen­hei­ten geht, ist Gäns­wein mit­hin in der Regel nicht dabei. Als die Kar­di­nä­le jetzt über das Insti­tut für Reli­giö­se Wer­ke, die Vati­kan­bank und die Fami­li­en­ethik berie­ten und der Papst ver­hin­dert war, hör­te Pri­vat­se­kre­tär Alfred Xue­reb zu. Der mal­te­si­sche Geist­li­che, einst zwei­ter Sekre­tär hin­ter Gäns­wein, ist nun bei Fran­zis­kus der erste.

    • Xue­reb ist ein Mann der Soda­no-Trup­pe. Offen­sicht­lich muss­te BenXVI einen sol­chen Auf­pas­ser akzep­tie­ren, ähn­lich die den Kam­mer­die­ner Gabrie­le.
      Solan­ge Ratz­in­ger am Leben ist, wird Gäns­weis eher nicht weg­be­för­dert wer­den, denn dass wäre ein offen­sicht­li­cher Affront. Es kann aber prak­tisch bedeu­tungs­los gemacht wer­den. Außer­dem dient sei­ne Prä­senz der Beru­hi­gung der Tra­dis. Er muss jedoch sehr vor­sich­tig sein oder viel­leicht sogar um die Gunst des neu­en Dienst­ge­bers rin­gen. Solan­ge er nütz­lich ist, wird er bei­be­hal­ten. Schließ­lich ist er ziem­lich beliebt im Vati­kan. Er könn­te ledig­lich total ver­bohrt mili­tan­te Moder­ni­sten gegen sich haben. Letzt­lich ist aber auch für sie harm­los, ähn­lich wie Ratz­in­ger. Da er kei­ne theo­lo­gi­sche The­sen ver­tritt (bzw. ver­tre­ten muss), muss man über ihn nicht ein­mal schimp­fen. Gefähr­lich kann es für ihn nur dann wer­den, wenn ein Ande­rer (aus der ent­spre­chen­den Par­tei) sei­nen Posten bean­spru­chen soll­te bzw. brau­chen wür­de.

  13. Gera­de lese ich — Bene­dikt XVI. mach­te einen Pro­te­stan­ten zum Prä­si­den­ten des päpst­li­chen Wis­sen­schafts­ra­tes. Unter ihm wur­de erst­mals ein Mus­lim Pro­fes­sor an der Gre­go­ria­na, der hier den Koran lehrt. Freun­de — da fällt mir nichts mehr ein!!

  14. @Kyrillus
    Mir geht es nicht um per­sön­li­che Schwä­chen von Bene­dikt XVI. Das kön­nen Sie aus mei­nem Kom­men­tar auch nicht her­aus- oder hin­ein­le­sen.
    Es geht um sein Amts­ver­ständ­nis als Papst. Sicher stimmt das: Mit Johan­nes XXIII. haben die Päp­ste weit­ge­hend auf­ge­hört, den Glau­ben gegen Häre­ti­ker zu ver­tei­di­gen, was eine gro­be Ver­let­zung ihres Amtes dar­stellt. Bene­dikt XVI. hat nicht den Anfang gemacht. Aber sich wie ein Pro­fes­sor mit Häre­ti­kern aus­ein­an­der­zu­set­zen ohne ihre Irr­tü­mer zu ver­ur­tei­len, das ist ein­ma­lig. Im Vati­kan als Seni­or­papst an bedeu­ten­den Zere­mo­nien teil­zu­neh­men, das ist eben­falls ein­ma­lig. Das ist eine Rela­ti­vie­rung des Papst­am­tes.
    Gera­de weil ihm mehr an der Tra­di­ti­on lag als sei­nen unmit­tel­ba­ren Vor­gän­gern, weil er seriö­ser war, ist sein Ver­hal­ten jetzt umso schlim­mer.
    Viel­leicht wird er erpresst. Aber war­um gibt er nach?
    Wir haben mehr als genug an Ber­go­glio zu tra­gen. Es reicht längst.

    • Es ist ziem­lich offen­sicht­lich, dass Ratz­in­ger die Demon­ta­ge des Papstums durch­aus betrie­ben hat. Die ein­deu­tig­sten Bewei­se sind:
      — Ent­fer­nung der Tia­ra aus dem Wap­pen
      — Bei­be­hal­tung der Amts­in­si­gni­en nach der Abdan­kung.
      Das zeigt ja deut­lich, dass er ein Teil des moder­ni­sti­schen Systems V2 ist.
      Dazu zählt auch, wie Sie erwä­hen, die Pro­fes­so­ren­tä­tig­keit wäh­rend des Pon­ti­fi­kats. Das ist zwar kein abso­lu­tes Novum, weil bereits JPII Bücher geschrie­ben hat, die man nicht zu Lehr­amts­tä­tig­keit zäh­len kann. Es waren jedoch kei­ne theo­lo­gi­schen Stel­lung­nah­men, son­dern per­sön­li­che Fröm­mig­keits­zeug­nis­se. Das ist zwar auch pro­ble­ma­tisch, jedoch nicht in dem Aus­maß wie bei Ratz­in­ger, der sich in fun­da­men­ta­len Fra­gen des Glau­bens auf die Ebe­ne eines der vie­len Theo­lo­gen begab.
      All das zeigt, wie die­se Män­ner das Amt behan­deln und was sie von ihm hiel­ten. Die­se Art und Wei­se ist bestimmt kein Beweis für eine heroi­sche Got­tes- und Näch­sten­lie­be…

  15. Es gibt für den gan­zen Kom­plex ein wei­ses Wort „die Gna­de baut auf der Natur auf“ und seit der flä­chen­decken­den Igno­rie­rung des Ver­bo­tes der Emp­fäng­nis­re­ge­lung und der Beach­tung, dass selbst für die Anwen­dung der natür­li­chen Emp­fäng­nis­re­ge­lung ernst­haf­te Grün­de, vor­lie­gen müs­sen, seit dem wer­den die „Quel­len christ­li­chen Seins“ zuge­kippt und ver­stopft.
    Von daher sind Leu­te wie Papst Bene­dikt, Kar­di­nal Meis­ner, Kar­di­nal Bur­ke und ande­re ein wah­res Wun­der.
    Es hat wenig Zweck auf die lang­sam ver­dor­ren­den Edel­ge­höl­ze im christ­li­chen Gar­ten zu schau­en, und (rich­ti­ger­wei­se) zu bekla­gen, dass sie kei­nen rech­ten Schat­ten mehr bie­ten und der Boden um sie her­um aus­trock­net, und vol­ler Flie­gen ist, wenn wir igno­rie­ren, was mit dem Boden los ist.
    Im Wüsten­sand wach­sen kei­ne Apfel­bäu­me!

  16. Für alle Kom­mis­sar Rex Freun­de: es gibt noch was bes­se­res — Die selt­sa­men Metho­den des Franz Josef Wan­nin­ger — eine Vor­abend­se­rie aus den 60ern mit Bep­po Brem. Auf you tube.

  17. Übri­gens, dass Papst Bene­dikt XVI. ger­ne Kom­mis­sar Rex und Don Camil­lo-Fil­me sieht, war schon vor Jah­ren berich­tet wor­den. Ich als ein­fa­che Chri­stin kann vie­les hier an Kri­tik an ihm nicht so ganz nach­voll­zie­hen. Ken­nen wir denn den Wil­len des Herrn? Alles liegt in Sei­nem Wil­len, war­um ver­trau­en wir Ihm nicht? Ich fin­de das Bild der bei­den Päp­ste eher beru­hi­gend als beun­ru­hi­gend. Zumal ich mit Papst Fran­zis­kus auch so mei­ne Pro­ble­me habe. Und da ist es für mich gut, Bene­dikt bei ihm zu wis­sen. Was wis­sen wir schon, was hin­ter den Kulis­sen abläuft? Und das päpst­li­che Weiß? Ist es wirk­lich ein so gra­vie­ren­des Pro­blem, dass der eme­ri­tier­te Papst wei­ter­hin das päpst­li­che Weiß trägt? Er trägt ja nicht den vol­len Ornat. Hat die Insi­gni­en abge­legt. Bit­te lesen Sie Ihre Bei­trä­ge mit frem­den Augen. Man­ches wirkt auf mich wie die Aus­ein­an­der­set­zun­gen Jesu Chri­sti mit den Schrift­ge­lehr­ten sei­ner Zeit. Ver­ge­ben Sie mir die­se Fest­stel­lung. Ich ver­traue auf Got­tes Wil­len. Er wird wis­sen, was Er uns hier auf­er­legt. Es geht in die­sen Zei­ten um unse­re See­len, dar­um, wie wir uns hier ver­hal­ten. Aus Psalm 23: Und wan­der­te ich auch in fin­ste­rem Tal, so fürch­te ich doch kein Unglück, denn Dein Stecken und Stab geben mir Zuver­sicht.
    Glau­ben wir an das Wort Chri­sti: Und die Pfor­ten der Unter­welt wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen. Das ist eine Fest­stel­lung, kein Wunsch­den­ken. Chri­stus wird Sei­ne Kir­che vor ihrem Unter­gang bewah­ren. Wie Er es gesagt hat.

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