Benedikt XVI. „Mein Rücktritt ist gültig. Spekulationen sind absurd“ — Ungewöhnlicher Schriftverkehr aus dem Vatikan

Franziskus und Benedikt XVI.(Vati­kan) Seit dem eben­so uner­war­te­ten wie spek­ta­ku­lä­ren Amts­ver­zicht von Papst Bene­dikt, mehr noch seit der Wahl sei­nes Nach­fol­gers Papst Fran­zis­kus und des­sen Amts­füh­rung will die Dis­kus­si­on um das Papst­tum nicht verstummen.Vor weni­gen Wochen gab der Schwei­zer Häre­ti­ker Hans Küng bekannt, Post von Papst Bene­dikt XVI. erhal­ten zu haben. Die Authen­ti­zi­tät wur­de in Fra­ge gestellt. Am ver­gan­ge­nen Sams­tag nahm der eme­ri­tier­te Papst über­ra­schend auf Wunsch von Papst Fran­zis­kus im Peters­dom an der Kar­di­nal­s­kre­ierung teil. Ein Akt, der offen­sicht­lich im katho­li­schen Volk weit­ver­brei­te­te „Spe­ku­la­tio­nen“ um die unge­wohn­te „Dop­pel­spit­ze“ der Katho­li­schen Kir­che ent­kräf­ten soll­te. Die Welt soll­te im Bild sehen, daß es nur einen Papst gibt. Zum Aus­druck kam dies, indem Bene­dikt XVI. bei der Begrü­ßung von Fran­zis­kus den Pileo­lus vom Kopf nahm. Nun gab der Vati­ka­nist Andrea Tor­ni­el­li, ein „Nor­ma­list“, bekannt, Papst Bene­dikt schrift­lich eini­ge Fra­ge zu den Rück­tritts­spe­ku­la­tio­nen in den Vati­kan geschickt zu haben. Zwei Tage spä­ter habe er schon, eben­so schrift­lich, Ant­wort erhal­ten. Tor­ni­el­li frag­te den Eme­ri­tus auch, ob der Brief an Hans Küng echt sei. Hier die Ant­wort.

Spekulationen um Gültigkeit des Amtsverzichts von Benedikt XVI.

Die Wahl des argen­ti­ni­schen Kar­di­nals Jor­ge Mario Ber­go­glio wird dabei kaum in Fra­ge gestellt. Die Gül­tig­keit sei­ner Wahl ist durch den Wahl­kör­per gege­ben. Die Spe­ku­la­tio­nen dre­hen sich viel­mehr um den abge­tre­te­nen Papst Bene­dikt XVI. Zwei Päp­ste, die kei­ne Gegen­päp­ste waren, hat­te die Kir­che seit 600 Jah­ren nicht mehr und zuvor auch nur ein­mal im 13. Jahr­hun­dert. Die Situa­ti­on ist irri­tie­rend. Bene­dikt XVI. wird vom Hei­li­gen Stuhl offi­zi­ell als „eme­ri­tier­ter Papst“ bezeich­net. Das aller­dings hat es in der Kir­chen­ge­schich­te tat­säch­lich noch nie gege­ben. Das beför­dert die Spe­ku­la­tio­nen, daß Bene­dikt XVI. eigent­lich jeder­zeit wie­der als recht­mä­ßi­ger Papst in sein Amt zurück­keh­ren könn­te.

Die beim Amts­ver­zicht genann­te gesund­heit­li­che Schwä­che scheint ver­flo­gen. Am ver­gan­ge­nen Sams­tag, als Papst Fran­zis­kus sei­nen Vor­gän­ger zur Kar­di­nal­s­kre­ierung in den Peters­dom lud, wirk­te der abge­tre­te­ne Papst fri­scher und gesün­der als der regie­ren­de Papst. Die Spe­ku­la­tio­nen wer­den umso lau­ter, je umstrit­te­ner sich die Amts­füh­rung des amtie­ren­den Pap­stes gestal­tet.

Schwieriger Umgang mit zwei Päpsten — Medial inszenierte Begegnungen

Die bei­den Päp­ste in der Kir­chen­ge­schich­te, Cöle­stin V. und Gre­gor XII., die vor Bene­dikt XVI. auf ihr Amt ver­zich­te­ten, taten dies unter ganz bestimm­ten histo­ri­schen Aus­nah­me­si­tua­tio­nen. Eine sol­che lag bei Bene­dikt XVI. nicht vor. Er betont, aus frei­em Wil­len ein­fach aus Alters­schwä­che zurück­ge­tre­ten zu sein. Die bei­den Vor­gän­ger­päp­ste des 13. und 15. Jahr­hun­derts, die den­sel­ben Schritt setz­ten, kehr­ten dort­hin zurück, wo sie her­ge­kom­men waren. Ihrer Wür­de nach waren sie nach dem Amts­ver­zicht Kar­di­nä­le mit allen Rech­ten und Pflich­ten. Auch dar­in folg­te Bene­dikt XVI. nicht einem histo­ri­schen Vor­bild, obwohl er zwei Mal das Grab von Cöle­stin V. besuch­te. Er wur­de nicht mehr Kar­di­nal, son­dern nahm den ahi­sto­ri­schen Titel eines eme­ri­tier­ten Pap­stes an und schloß sich in ein Klo­ster ein. Für die Welt wer­de er unsicht­bar sein, hieß es bei sei­nem Rück­tritt, der nicht weni­ge in der Kir­che, selbst unter jenen, die man ihm nahe wähn­te, begei­ster­te. Bene­dikt XVI. ist seit­her unsicht­bar und doch nicht. Der Vati­kan gestal­te­te, durch­aus umstrit­ten, bereits sei­nen Rück­zug aus dem Vati­kan nach Castel Gan­dol­fo zum Medi­en­spek­ta­kel.

Mit der Wahl von Papst Fran­zis­kus, als wür­de man die Kluft in der Amts­füh­rung der bei­den Päp­ste bereits ahnen, wur­den wie­der­um Begeg­nun­gen zwi­schen den bei­den Päp­sten orga­ni­siert und medi­en­ge­recht arran­giert. Seit­her gab es immer wie­der von Papst Fran­zis­kus gewünscht medi­al sicht­bar gemach­te Auf­trit­te der bei­den Päp­ste zusam­men. Bis­her nie im gro­ßen Rah­men und einer Lit­ur­gie. Am ver­gan­ge­nen Sams­tag geschah auch dies. Papst Bene­dikt XVI. wur­de auf Wunsch von Fran­zis­kus in den Peters­dom geru­fen, die sicht­bar­ste aller Kir­chen der Welt, um über dem Petrus­grab der Kar­di­nal­s­kre­ierung bei­zu­woh­nen. Das gan­ze Kar­di­nals­kol­le­gi­um hat­te sich ver­sam­melt. Fast ein Drit­tel des pur­pur­nen Kir­chen­se­nats wur­de von Bene­dikt XVI. ernannt. Vom Wahl­kör­per im jüng­sten Kon­kla­ve war es sogar knapp mehr als die Hälf­te. Den­noch haben die Kar­di­nä­le mit gro­ßer Mehr­heit Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio aus ihrer Mit­te zum Nach­fol­ger gewählt. Bei der Fra­ge nach dem Grund, der die Kar­di­nä­le dazu bewo­gen haben mag, stößt man schnell auf eine Wand aus Fra­gen und weni­gen Ant­wor­ten. Oder woll­te man es pathe­tisch mit den Wor­ten des Erz­bi­schofs von Wien sagen: man stößt auf den Hei­li­gen Geist. Recht glau­ben will man es aller­dings nicht, will sagen: beson­ders über­zeu­gend klingt das nicht. Denn die Kir­che war in ihrer Geschich­te immer nüch­tern genug, zu wis­sen, daß der Papst von den Kar­di­nä­len gewählt wird.

Amtsführung von Papst Franziskus irritiert und facht Spekulationen an

Es ist die Amts­füh­rung von Papst Fran­zis­kus, die irri­tiert. Er ver­un­si­chert, ver­mit­telt den Ein­druck, daß er imstan­de sein könn­te alles in Fra­ge zu stel­len, daß man nie wüß­te, was mor­gen für eine neue Unru­he in der Kir­che aus­ge­löst wür­de. Das alles wäre per se noch nicht beun­ru­hi­gend, wür­de der neue Papst gleich­zei­tig die Kir­che auf­bau­en, wür­de er gesund han­deln, die Kir­che aus einem fal­schen Schlaf rei­ßen, um sie mit neu­em Glau­bens­ei­fer aus­zu­stat­ten und zum grö­ße­ren Lob Got­tes und zur Ret­tung der See­len han­deln zu las­sen. Doch das geschieht nicht, nicht wahr­nehm­bar. Wahr­nehm­bar ist ein wei­te­res Auf­lockern der Rei­hen, ein wei­te­res Ein­rei­ßen der Ord­nung und Dis­zi­plin, ein wei­te­res Gewäh­ren­las­sen von Kräf­ten, die die Kir­che lie­ber heu­te als mor­gen auf­lö­sen wür­den, inner­halb und außer­halb der Kir­che. Der Papst ist popu­lär. Je popu­lä­rer er wird, desto unpo­pu­lä­rer scheint die Katho­li­sche Kir­che und das ihr anver­trau­te Glau­bens­gut. Viel Schein und Trug liegt dem welt­li­chen Medi­en­spek­ta­kel um den neu­en Papst zugrun­de. Der Nut­zen für die Kir­che? Der Nut­zen für den Glau­ben?

Benedikt und Franziskus: Zwei völlig konträre Charaktere

Im Ver­gleich der bei­den Päp­ste, wie am ver­gan­ge­nen Sams­tag, geht nicht weni­gen Katho­li­ken auf, was sie an Papst Bene­dikt XVI. hat­ten. Einen Papst von außer­ge­wöhn­li­chem Intel­lekt, der sei­ne Zeit mit bestechen­der Seh­schär­fe durch­drang, der die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen punkt­ge­nau erkann­te und sich nicht scheu­te, die Din­ge beim Namen zu nen­nen und das gei­sti­ge Rüst­zeug für die Kir­che und die Gläu­bi­gen zu lie­fern, um sich den Her­aus­for­de­run­gen stel­len zu kön­nen. Dafür wur­de er von der Welt gehaßt, weil die Welt die Wahr­heit nicht erträgt. Er bemüh­te sich den Bruch aus­zu­wet­zen, der in der jüng­sten Kir­chen­ge­schich­te durch das Kon­zil und vor allem die Wild-West-Nach­kon­zils­zeit auf­ge­ris­sen wur­de. Er bemüh­te sich und leg­te wich­ti­ge Fun­da­men­te für die Gene­sung in der Lit­ur­gie, aber auch in der Kon­zils­in­ter­pre­ta­ti­on. Er ging so weit wie kein Papst seit dem Kon­zil vor ihm.

Kirchenkrise auch Autoritätskrise

Die bei­den Schwä­chen sei­nes Pon­ti­fi­kats sind bedau­er­lich und schmerz­lich. Da ist ein­mal sei­ne Sanft­mut. Der „Pan­zer­kar­di­nal“ war auch als Papst ein Lamm. Er ver­lang­te nicht, daß ande­re auf die Schlacht­bank gehen. Ein Gang, den er bereit­wil­lig für sei­ne Per­son auf sich nahm. Er war ein leh­ren­der Papst und ein beten­der Papst, er war nur bedingt ein regie­ren­der Papst. Inso­fern ist das Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum als Regie­rungs­akt das Blei­bend­ste sei­nes Pon­ti­fi­kats. Es ist aber undenk­bar, nur mit den Waf­fen des Gei­stes eine durch­drin­gen­de Erneue­rung der Kir­che zu errei­chen. Ein Gesetz ist kein Gesetz, wenn es bei Nicht-Beach­tung kei­ne Sank­tio­nen vor­sieht, die dann auch exe­ku­tiert wer­den. Die Kir­che krankt an einer Auto­ri­täts­kri­se. Die Tex­te des Lehr­am­tes Bene­dikts XVI., die er hin­ter­las­sen hat, sind ein geist­li­ches Ver­mächt­nis ersten Ran­ges. Doch in der Kir­che gibt es zu vie­le, die den Papst einen guten Mann im fer­nen Rom sein las­sen und schlicht­weg tun und las­sen was sie wol­len.

Banalisierung des Papsttums

Die Kar­di­nä­le schei­nen bei den Ver­su­chen Bene­dikts XVI., das Kir­chen­schiff wie­der auf Kurs zu brin­gen, sol­che Bauch­schmer­zen bekom­men zu haben, daß sie als Nach­fol­ger einen Papst auf den Stuhl Petri heben woll­ten, der von sich selbst der Über­zeu­gung ist, daß er ein guter Mann im fer­nen Rom ist und in sei­ner Kir­che schlicht­weg (fast) jeder tun und las­sen kann, was er will (aus­ge­nom­men die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta). Papst Fran­zis­kus trifft sich am lieb­sten mit Ver­tre­tern des Juden­tums. War­um nicht mit Chri­sten ande­rer Kon­fes­sio­nen? Weil das ja schon Chri­sten sind und laut Papst Fran­zis­kus kei­ner Bekeh­rung mehr bedür­fen. Christ ist Christ, jeder soll in sei­ner Kon­fes­si­on „selig“ wer­den. Ein angli­ka­ni­sches Per­so­nal­or­di­na­ri­at das Bene­dikt XVI. schuf, hät­te es unter Fran­zis­kus nie gege­ben. Jüngst emp­fing Fran­zis­kus Tony Pal­mer, einen sei­ner zahl­rei­chen Freun­de und „Bischof“ einer „kel­tisch-angli­ka­ni­schen Kir­che“. Für Papst Fran­zis­kus sind nach roma­ni­schem Ver­ständ­nis gewis­ser­ma­ßen alle „Freun­de“. Mit sei­nem Smart­pho­ne konn­te Pal­mer eine ziem­lich unsäg­li­che Video­bot­schaft des Pap­stes an ein Tref­fen des evan­ge­li­ka­len Dach­ver­ban­des Com­mu­ni­on of Evan­ge­li­cal Epi­scopal Church­es (CEEC) in Texas auf­zeich­nen. Eine Bot­schaft, die sich dar­auf beschränkt, daß „wir alle Brü­der sind und daß es kei­nen sün­de­lo­sen Men­schen gibt“, offen­bar auch nicht Maria. Abge­se­hen davon, daß eine sol­che Video­bot­schaft eher abschreckend wirkt und Evan­ge­li­ka­le wohl kaum zur Kon­ver­si­on zum katho­li­schen Glau­ben anregt, macht der Papst auch kei­ner­lei Anstal­ten jeman­den zur Kon­ver­si­on bewe­gen zu wol­len. Vole­mo­se bene, wie es nicht unweit von Ber­go­gli­os ita­lie­ni­scher Urhei­mat heißt. Wir haben uns ja alle lieb. Ende der Bot­schaft (im Anhang ein aus­führ­li­che­res Video zum Gebets­tref­fen von Pal­mers Gemein­schaft in Texas).

Das Papst­tum nimmt unter­des­sen beträch­li­chen Scha­den. Des­sen Sakra­li­tät wird nicht nur mit sol­chen Smart­pho­ne-Auf­trit­ten demon­tiert. Es wird auch beschä­digt, weil es durch die umstrit­te­ne Amts­füh­rung zum Gegen­stand einer stän­di­gen und emo­tio­na­len Pro und Con­tra-Debat­te gwor­den ist. Und jede noch so berech­tig­te Kri­tik an einer bedenk­li­chen Amts­füh­rung, die einer Bana­li­sie­rung des Petrusam­tes ähnelt, droht selbst in den Köp­fen der Men­schen das Papst­tum zu bana­li­sie­ren und zu demon­tie­ren. Die Sakra­li­tät des Amtes scheint zuse­hends nur mehr zum Schat­ten sei­ner selbst zu wer­den. Das aller­dings ist in jeder Hin­sicht eine tra­gi­sche Ent­wick­lung, für die man jedem im jüng­sten Kon­kla­ve wäh­len­den Kar­di­nal ein­zeln die Fra­ge stel­len möch­te: War­um?

Menschenkenntnis oder sollten Päpste mit 85 abtreten?

Was ist nun aber mit den Spe­ku­la­tio­nen rund um Papst Bene­dikt XVI.? War sein Amts­ab­tritt tat­säch­lich frei­wil­lig? Haben sei­ner unaus­ge­spro­che­nen, aber fak­tisch voll­zo­ge­nen Mei­nung nach Bischö­fe mit 75, Kar­di­nä­le mit 80 und Päp­ste mit 85 abzu­tre­ten? Oder drück­te ihn die Last des Amtes, der Angrif­fe und das Imstich­ge­las­sen­wer­den in der Ver­tei­di­gung der Kir­che und dem Erneue­rungs­werk so sehr nie­der, daß er sich der Auf­ga­be nicht mehr gewach­sen fühl­te? Oder wur­de er, die The­se wird sehr häu­fig genannt, in die Abdan­kung gezwun­gen? Ein kal­ter Putsch in der Kir­che von Kar­di­nä­len und Bischö­fen, die sich auf den Hei­li­gen Geist beru­fen, dann aber doch lie­ber sel­ber und hand­fest han­deln? Ver­bannt in ein Klo­ster aus eige­nem Wil­len oder zwangs­ver­ord­net? Wie dem auch sei, sei­ner Sanft­mut im Amt ent­spre­chend, han­delt Bene­dikt XVI. auch in sei­nem Ruhe­stand: Er hält sich an die Spiel­re­geln. Er tritt auf, wenn man es wünscht. Die Spiel­re­geln hielt er immer für maß­geb­lich für die Kir­che und woll­te in sei­nem Pon­ti­fi­kat durch sein Vor­bild über­zeu­gen. Das aber funk­tio­niert nur bei einem sehr wil­li­gen Publi­kum. Das aber fehlt durch inzwi­schen Jahr­zehn­te des Ver­falls und der Lax­heit.

Bene­dikt XVI. über­schätz­te sein Vor­bild oder den guten Wil­len sei­ner Unter­ge­be­nen. Bene­dikt zeich­ne­te eine Ent­schlos­sen­heit des Gei­stes aus, Papst Fran­zis­kus hat die Ent­schlos­sen­heit des Han­delns. Inner­halb kür­ze­ster Zeit und ohne Dekre­te erlas­sen zu müs­sen, hat er viel von dem wie­der zunich­te­ge­macht, was Bene­dikt in müh­se­li­ger Klein­ar­beit auf­ge­baut hat­te: nie­man­den über­for­dernd, einen Schritt nach dem ande­ren. Bene­dikt XVI. moch­te über­zeugt gewe­sen sein, daß ein jün­ge­rer, kraft­vol­le­rer Papst dort wei­ter­macht, wo er auf­hö­ren muß­te. Doch dafür gab es nie eine Garan­tie. Die Kir­chen­ge­schich­te kennt vie­le Über­ra­schun­gen und der baye­ri­sche Papst hät­te sei­ne Kar­di­nä­le aus­rei­chend ken­nen müs­sen, hört man immer wie­der sagen. Muß­te er? Sicher. Zeigt sich aber nicht auch und fast wöchent­lich, wie gut sich man­che Wür­den­trä­ger ver­stellt haben? Wie still und brav, papst­treu und ratz­in­ge­ria­nisch sich nicht weni­ge gaben, solan­ge Bene­dikt XVI. regier­te. Wie devot pil­ger­ten doch Kir­chen­män­ner wie der Münch­ner Erz­bi­schof Rein­hard Kar­di­nal Marx, heu­te der an Ämtern nach dem Papst ein­fluß­reich­ste Kir­chen­mann Euro­pas, oder Bischof Ste­phan Acker­mann von Trier zu Bene­dikt XVI. Und sie mach­ten Kar­rie­re.

Entfesselte Diskussion um Ehesakrament — Wo steht Papst Franziskus?

Nun fal­len sie der Kir­che in den Rücken und basteln an einer „ande­ren“ Kir­che. Gäbe es nicht das Kir­chen­steu­er­sy­stem, das einen gol­de­nen Käfig bil­det, hät­ten sie wohl schon ihre deutsch-katho­li­sche Kir­che gegrün­det. Der Käfig der Kir­chen­steu­er ist gol­den, aber er ist auch ein Käfig. Im Moment hält er als viel­leicht letz­te Klam­mer die Kir­che im deut­schen Sprach­raum zusam­men. An der Fra­ge des Ehe­sa­kra­men­tes und der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen ist das kir­chen­in­ter­ne Tau­zie­hen, ein veri­ta­bler Kampf um die Aus­rich­tung der Kir­che, Jesu Leh­re hin oder her, alles eine Fra­ge der Dia­lek­tik, voll ent­brannt. Papst Fran­zis­kus läßt die Dis­kus­si­on gewäh­ren, hat sie sogar maß­geb­lich ange­facht, ohne sich aber inhalt­lich zu posi­tio­nie­ren. Wo steht er wirk­lich? Wo will er hin? Noch kann das nie­mand sagen. Jede Sei­te ver­sucht ihn für sich zu rekla­mie­ren. Ob mit Recht muß sich erst noch zei­gen. Die Rol­le einer Sphinx steht einem Papst jedoch schlecht zu Gesicht. Abge­se­hen davon, selbst wenn er auch in die­ser Fra­ge, was von einem Papst erwar­tet wer­den darf und muß, auf dem Boden der katho­li­schen Leh­re ste­hen soll­te: Kann er die so arg­los ent­fes­sel­ten zen­tri­fu­ga­len Kräf­te bän­di­gen und bin­den?

Die Fragen Torniellis an Benedikt XVI.

Der Vati­ka­nist Andrea Tor­ni­el­li woll­te es jeden­falls genau wis­sen. Er beglei­te­te das Pon­ti­fi­kat Bene­dikts XVI. mit zuneh­men­dem Wohl­wol­len. Trotz sei­ner Distanz zum Alten Ritus und Kräf­ten der Tra­di­ti­on, öff­ne­te er sich unter Bene­dikt XVI. selbst die­sen. Unter Fran­zis­kus wur­de er nach einem anfäng­li­chen Moment der Irri­ta­ti­on, der wohl die mei­sten befiel, zum „Nor­ma­li­sten“. Dort steht die gro­ße Mehr­heit der jour­na­li­sti­schen Zunft.

Tor­ni­el­li schrieb Bene­dikt XVI. einen Brief mit eini­gen Fra­gen. Eine Art Inter­view auf Distanz. Und der eme­ri­tier­te Papst hat geant­wor­tet. Ein bemer­kens­wer­ter Vor­gang, weil Bene­dikt XVI. nur Peter See­wald die­ses Pri­vi­leg gewähr­te, anson­sten Inter­views aus gutem Grund mied.

Tor­ni­el­lis Fra­gen krei­sen rund um angeb­li­chen Druck und Kom­plot­te, die zum Amts­ver­zicht geführt hät­ten. Die Inten­ti­on des Inter­views ist die eines „Nor­ma­li­sten“. Es soll Spe­ku­la­tio­nen ver­trei­ben. Laut Tor­ni­el­li habe Papst Bene­dikt per­sön­lich zur Feder gegrif­fen, um ihm zu ant­wor­ten. Aller­dings ver­öf­fent­lich­te er noch kein Fak­si­mi­le des Brie­fes, wie es etwa der Athe­ist Odi­fred­di umge­hend tat, als er vom Eme­ri­tus Post erhielt. Es darf zumin­dest bezwei­felt wer­den, daß der Hei­li­ge Stuhl zu einer so deli­ka­ten Fra­ge ein Inter­view zuläßt, das gewis­ser­ma­ßen irgend­ein Jour­na­list mit direk­tem Schrift­ver­kehr mit dem zurück­ge­tre­te­nen Papst führt, ohne daß es vom Staats­se­kre­ta­ri­at, wenn nicht von Papst Fran­zis­kus per­sön­lich abge­seg­net wur­de. Es hie­ße auch die Gepflo­gen­hei­ten des Vati­kans nicht zu ken­nen. Bene­dikt XVI. ist direkt für nie­man­den erreich­bar. Wer zu ihm will, muß hin­ein und hin­aus eini­ge Rin­ge pas­sie­ren, von denen Kuri­en­erz­bi­schof Gäns­wein nur den inner­sten bil­det.

„Es gibt nicht den geringsten Zweifel an der Gültigkeit meines Verzichts“

„Es gibt nicht den gering­sten Zwei­fel an der Gül­tig­keit mei­nes Ver­zichts auf das Petrus­amt“, „Spe­ku­la­tio­nen“ um die­sen Rück­tritt sei­en „ein­fach absurd“. Nie­mand habe Joseph Ratz­in­ger zum Rück­tritt gezwun­gen. Es gebe kei­ne „Dyar­chie“ in der Kir­che, kei­ne Dop­pel­spit­ze, son­dern nur einen regie­ren­den Papst. Der „ein­zi­ge und letz­te Zweck“ eines eme­ri­tier­ten Pap­stes sei es, für sei­nen Nach­fol­ger zu beten.

Tor­ni­el­li ver­schick­te sei­ne Fra­gen am ver­gan­ge­nen 16. Febru­ar. Bereits am 18. Febru­ar erhielt er Ant­wort. Eine ver­blüf­fen­de Eile. „Es gibt nicht den gering­sten Zwei­fel bezüg­lich der Gül­tig­keit mei­nes Ver­zichts auf das Petrus­amt. Ein­zi­ge Bedin­gung für die Gül­tig­keit [des Amts­ver­zichts] ist die vol­le Ent­schei­dungs­frei­heit. Spe­ku­la­tio­nen bezüg­lich der Ungül­tig­keit des Amts­ver­zichts sind ein­fach absurd“, zitiert Tor­ni­el­li die Ant­wort aus dem Klo­ster Mater Eccle­siae.

Tor­ni­el­li erin­nert dann an die Andeu­tun­gen über die Mög­lich­keit eines Papst-Rück­tritts im Gesprächs­buch von Peter See­wald, sei­ne Besu­che am Grab eines der bei­den in der Kir­chen­ge­schich­te zurück­ge­tre­te­nen Päp­ste. Der Vati­ka­nist fügt hin­zu, daß es „den Men­schen, die Ratz­in­ger am näch­sten stan­den, schon seit lan­gem bekannt war“, daß er die Mög­lich­keit eines Rück­tritts in Erwä­gung gezo­gen habe.

An Komplott zu glauben, sei menschlich verständlich

Tor­ni­el­li meint, daß es mensch­lich ver­ständ­lich und sogar nahe­lie­gend sei, einen in der zwei­tau­send­jäh­ri­gen Kir­chen­ge­schich­te nie dage­we­se­nen Amts­ver­zicht aus Alters­grün­den, mit dem Vati­leaks-Skan­dal im Vati­kan und mit Kuri­en­kom­plot­ten in Ver­bin­dung zu brin­gen. „Das gan­ze Pon­ti­fi­kat Bene­dikts XVI. war ein ein­zi­ger Kreuz­weg, vor allem die letz­ten Jah­re. Ange­fan­gen vom Pädo­phi­lie-Skan­dal, gegen den er mutig vor­ging, für den er nicht irgend­wel­che Lob­bys oder exter­ne Fein­de ver­ant­wort­lich mach­te, son­dern allein das Böse in der Kir­che selbst. Dann der Doku­men­ten­raub von sei­nem Schreib­tisch durch den Kam­mer­die­ner Gabrie­le“, so Tor­ni­el­li. Bene­dikt XVI. hat­te aber immer betont, daß man ein Schiff im Sturm nicht ver­läßt, schon gar nicht der Steu­er­mann. Hat er es nicht den­noch getan? Alters­schwä­che mag eine sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung sein, doch schei­nen die Bil­der eine ande­re Spra­che zu spre­chen. Alle Besu­cher, die Bene­dikt XVI. in Mater Eccle­siae tref­fen durf­ten, beto­nen, daß er bei guter Gesund­heit ist.

Auch die Tat­sa­che, daß er wei­ter­hin das wei­ße Gewand des Pap­stes tra­ge, gehe nur dar­auf zurück, daß es im Augen­blick des Amts­ver­zichts kei­ne ande­ren Bestim­mun­gen gab. „Auch hier han­delt es sich um halt­lo­se Spe­ku­la­tio­nen“, zitiert Tor­ni­el­li die Ant­wort.

Benedikt erwies dem einzigen Papst Reverenz

Tor­ni­el­li unter­streicht die Bedeu­tung des Auf­tritts von Bene­dikt XVI. am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Peters­dom. Der eme­ri­tier­te Papst habe zur Erwei­sung sei­ner Reve­renz den Pileo­lus vom Kopf genom­men, als er Papst Fran­zis­kus grüß­te. Damit habe er deut­lich bekun­den wol­len, daß es nur einen Papst gibt. Tat­säch­lich ist es völ­lig unge­wöhn­lich den Pileo­lus vom Kopf zu neh­men, erst recht in einer Kir­che, zumal Papst Fran­zis­kus im Moment der Begeg­nung Meß­ge­wän­der und Mitra trug.

Tor­ni­el­li scheint damit anzu­deu­ten, daß die Anwe­sen­heit Bene­dikts XVI. im Peters­dom mit der kla­ren Absicht gewünscht war, um „Spe­ku­la­tio­nen“ im gläu­bi­gen Volk ent­ge­gen­zu­wir­ken, die seit einem Jahr nicht ver­stum­men wol­len. Tor­ni­el­lis Inter­view dient sogar erklär­ter­ma­ßen der­sel­ben Absicht.

Häretiker Küng „zitierte wörtlich und korrekt“ aus Brief

Auch der Schwei­zer Häre­ti­ker Hans Küng gab in den ver­gan­ge­nen Wochen bekannt, einen Brief von Bene­dikt XVI. erhal­ten zu haben. Dar­in habe der eme­ri­tier­te Papst über Papst Fran­zis­kus geschrie­ben und sei­ne gro­ße Dank­bar­keit zum Aus­druck gebracht, mit einem Mann von gro­ßer Iden­ti­tät der Sicht­wei­se eine Her­zens­freund­schaft pfle­gen zu kön­nen. Wört­lich habe der Eme­ri­tus geschrie­ben: „Heu­te sehe ich mei­ne ein­zi­ge und letz­te Auf­ga­be dar­in, sein Pon­ti­fi­kat im Gebet zu unter­stüt­zen“. Die Authen­ti­zi­tät des von Küng zitier­ten Schrei­bens wur­de in Zwei­fel gezo­gen. Tor­ni­el­li stell­te auch dazu eine Fra­ge. Die lapi­da­re Ant­wort aus dem Vati­kan: „Prof. Küng hat die Wor­te mei­nes Brie­fes an ihn wört­lich und kor­rekt zitiert“. Die Ant­wort auf die Fra­gen enden mit der Hoff­nung „klar und aus­rei­chend“ geant­wor­tet zu haben.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Asia­News

49 Kommentare

  1. Lei­der wie­der eine welt­li­che Abhand­lung über den Leib Chri­sti, sei­ne Kir­che.
    Der Hei­li­ge Geist wird als nicht wir­kend, weder bei der Wahl noch in der Leh­re und Hand­lung Bene­dikts erkannt. Macht­aus­übung inner­halb und in der Außen­wir­kung wird als Schlüs­sel für die Kir­che dar­ge­stellt.
    Genau der Man­gel an Macht­aus­übung wird Bene­dikt vor­ge­hal­ten.
    Dabei zeigt doch der Arti­kel selbst, das Papst Bene­dikt mit sei­ner auf den Geist und Sanft­mut und Sanft­mut set­zen­de und das durch eige­nes Bei­spiel Vor­aus­ge­hen nach­hal­ti­ge Wir­kung erzielt und Ber­go­glio den Spie­gel vor­hält.
    Sanft­mut und Vor­aus­ge­hen, die Wir­kung durch die Leh­re und das Wort ist das nicht das was auch Jesus selbst und gelehrt und gelebt hat.
    Er hat selbst Judas nicht ver­sto­ßen son­dern sich sogar von ihm den Ver­rä­ter­kuss geben las­sen, der sei­ne Gefan­gen­nah­me erst ermög­lich­te.

  2. Ich fra­ge mich, war­um sich man­che so schwer tun, den Rück­tritt ein­zu­ord­nen. Die Zei­ten sind prag­ma­tisch gewor­den.

    Wäh­rend sich die Leu­te frü­her mit schwie­ri­gen Situa­tio­nen abge­kämpft haben, zB einer Ehe, las­sen sie sich heu­te schei­den. Sie haben auch nicht mehr die Kraft, gro­ße Schwie­rig­kei­ten aus­zu­tra­gen. Woher hat­ten die Alten die Kraft dazu? Die­ser Fra­ge soll­te man ein­mal nach­ge­hen. Es lässt sich nicht alles durch gesell­schaft­li­che Umstän­de erklä­ren.

    Viel­leicht besteht ja ein Zusam­men­hang zwi­schen der heu­ti­gen Schwäche/Wehleidigkeit und der nach­kon­zi­liä­ren neu­en Mes­se, die das Opfer nicht mehr kennt. Wenn aber die Mes­se das Opfer nicht mehr kennt, son­dern das Mahl an des­sen Stel­le setzt, dann geht etwas ver­lo­ren. Näm­lich die Kraft DES Opfers und die Kraft ZUM Opfer.

    Ich will damit nicht die Gül­tig­keit der neu­en Mes­se in Fra­ge stel­len. Aber mir scheint, dass die neue Mes­se weni­ger Gna­den ver­mit­telt als die über­lie­fer­te Mes­se.

    • Ich den­ke Sie haben es getrof­fen wer­te M.S.
      Nur hat­te man irgend­wie die Hoff­nung, dass der Vati­kan von der Krank­heit ver­schont blie­be.

  3. Kei­ne Fra­ge der Rück­tritt ist sicher Gül­tig, nur stellt sich halt die Fra­ge WARUM IST SEINE HEILIGKEIT XVI ZURÜCKGETRETEN ??? Denn auch vie­le wahr­lich katho­li­sche Prie­ster, Bischö­fe wur­den ja schon Opfer der KATHOPHOBIE die die Kon­zils­kir­che sprich die „DIE NEUE KIRCHE“ betreibt. Und was nun ein­mal bei Prie­stern (Andre­as Sko­blicki, Ger­hard Maria Wag­ner, Ster­nin­ger) Bischö­fen (Mixa, Krenn) und zumin­dest einen Kar­di­nal (Gro­er) funk­tio­niert hat, wird ja sicher auch bei einen Papst funk­tio­nie­ren. Und man beden­ke das vie­le der Opfer die­ser Katho­po­bie aus Lie­be zu Gott den Herrn und sei­ner Kir­che geschwie­gen haben.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  4. Bedau­re, mich über­zeugt das Demen­ti nicht. Das stinkt nach faul und ober­faul. Ich bin kein Papst­ken­ner und Vati­ka­nist, aber eine so ober­fläch­li­che, unprä­zi­se, grob­schläch­ti­ge, nie­der­bü­geln­de Ant­wort auf gerecht­fer­tig­te Zwei­fel und not­ge­drun­ge­ne Spe­ku­la­tio­nen traue ich Papst Bene­dikt nicht zu — dar­in kann ich nicht sei­nen Stil wie­der­fin­den. Viel­leicht fühlt das auch der Autor des Arti­kels und fin­det des­halb den Umstand erwäh­nens­wert, dass von kei­nem der bei­den Brie­fen, dem an Hw. Küng und dem an Herrn Tor­ni­el­li, ein Bild des Auto­gra­phen ver­öf­fent­licht wur­de. — Alter­na­tiv­erklä­rung: Eine unsäg­li­che Flucht aus der Ver­ant­wor­tung soll uns als nor­mal ange­dreht wer­den, und Bene­dikt war ein­ver­stan­den mit der Demon­ta­ge des Petrusam­tes und tat dazu wil­lig den ersten Schritt?

    • Ande­rer­seits ist nicht zu über­se­hen, dass Bene­dikt XVI. Geschlos­sen­heit demon­striert. Aber wozu um Him­mels wil­len nimmt der römi­sche Alt­bi­schof vor dem regie­ren­den Neu­bi­schof (der nur mit Namen, ohne Titel signiert) sei­nen Pil­leo­lus ab? Die­se Geste ist mir jeden­falls nur aus der Hei­li­gen Mes­se (NOM), vor dem Hoch­ge­bet, bekannt. Je nor­ma­ler das alles sein soll, desto irri­tie­ren­der und ärger­nis­er­re­gen­der ist es ! Wäre Fran­zis­kus wenig­stens als katho­lisch wahr­nehm­bar, so könn­te man sich mit die­sem selt­sa­men Duum­papat ja noch abfin­den und den Man­tel der Barm­her­zig­keit dar­über aus­brei­ten, aber von Fran­zis­kus kommt ja fast nichts, auch wenn es noch so fromm ver­packt ist, wo nicht irgend­was Häre­ti­sches oder Apo­sta­ti­sches drin­steckt. So wie­der jüngst in der herz­er­grei­fend sein wol­len­den Bot­schaft an Antho­ny Pal­mer und des­sen Evan­ge­li­ka­len­tref­fen in Texas, wo indi­rekt –wie­der ein­mal!– die Sünd­lo­sig­keit der hl. Jung­frau und Got­tes­mut­ter geleug­net wird, wie auch der Wahr­heits­an­spruch des katho­li­schen Glau­bens, der durch eine sen­ti­men­ta­le Her­zens­re­li­gi­on ersetzt wird. (Klingt übri­gens wie eine direk­te Anlei­he von Hazrat Ina­yat Khan vom inter­na­tio­na­len Sufi-Orden.)

    • Lie­ber @ Leo Laemm­lein,

      Sie spre­chen mir aus der See­le. Dan­ke für die kla­ren Wor­te (bis zum “ — “). Wie mei­nen Sie das mit der Alter­na­tiv­erklä­rung? Sind Sie wirk­lich der Auf­fas­sung, dass Papst Bene­dikt aus der Ver­ant­wor­tung geflo­hen ist? Das wür­de mich doch sehr wun­dern.

      Ich erin­ne­re mich in der Rück­schau auf sein Pon­ti­fi­kat immer wie­der mal an den Beginn und sei­ne demü­ti­ge Bit­te an uns: „Betet für mich, damit ich nicht vor den Wöl­fen davon­lau­fe.“ Ich fra­ge mich immer wie­der: Habe ich, haben wir zu wenig gebe­tet? Haben wir die Macht des Gebe­tes nicht beach­tet? Beach­ten wir sie über­haupt?

      Von daher erklä­re ich mir inzwi­schen die gesam­te zwei­fel­haf­te Situa­ti­on der „Zwei Päp­ste Zeit“ wie folgt:

      Papst Bene­dikt hat vor­her genau gewusst, dass ihm der Gegen­wind aus den eige­nen Rei­hen (ins­be­son­de­re aus dem Vati­kan, aber nicht nur) ent­ge­gen wehen wird, des­halb auf die­se Wei­se die Bit­te um Gebet; denn er war vor­her schon 20 Jah­re im Vati­kan, er kann­te sie sehr gut.

      Wer tie­fer schaut, weiss, dass es hier um den gro­ßen Kampf der bösen Gei­ster gegen die guten Gei­ster geht, in den wir Men­schen auf tra­gi­sche Wei­se (beson­ders in der ‚End­zeit‘) ein­ge­bun­den sind. Und Papst Bene­dikt XVI. ist in sei­ner Art jemand, auf den das Wort Chri­sti aus der Berg­pre­digt genau zutrifft: „Selig die rei­nen Her­zens sind, denn sie wer­den Gott schau­en.“ Denn er hat ver­stan­den, dass nur die ‚Alte Lit­ur­gie‘ — und die damit ver­bun­de­ne Fröm­mig­keit, wel­che die Ehre Got­tes an die erste Stel­le setzt — die Kir­che in die wah­re Neu-Evan­ge­li­sie­rung füh­ren kann. Aller­dings woll­te er dies nicht ohne (die) positive(n) Inten­tio­nen des II. Vati­can­ums bewerk­stel­li­gen.

      Bei mei­nem heu­ti­gen Erkennt­nis­stand kom­me ich immer mehr zur Über­zeu­gung, dass Papst Bene­dikt auf teils sub­ti­le in jedem Fal­le aber heuch­le­ri­sche Art aus dem Amt gedrängt wur­de; denn es wur­de ihm das Leben — aus den Geheim­ge­sell­schaf­ten inner­halb und außer­halb der Kir­che — zur Qual und das Regie­ren unmög­lich gemacht. Wer von uns hät­te bei sol­chem Druck (ewig Gegen­wind und Vati­leaks) denn stand­hal­ten kön­nen? Wis­sen wir denn Alles an Hin­ter­grün­den? Man schaue mal auf die Infos im Inter­net über Don Lui­gi Vil­la, der hero­isch gegen die ‚kirch­li­che Frei­mau­re­rei‘ gekämpft hat und so 9 Anschlä­ge auf sein Leben durch Prie­ster erle­ben muss­te.

      Bei Anna Katha­ri­na Emme­rick kön­nen wir übri­gens über die­se Zeit der Kir­che mit zwei gleich­zei­tig leben­den Päp­ste nach­le­sen; sie­he „katho­li­sches Info“ vor ca. einem 3/4 Jahr (24.06.2013). Aber auch im „Drit­ten Geheim­nis von Fati­ma“ kön­nen wir die Zei­chen der Zeit ver­ste­hen ler­nen, wenn wir die ‚Figur‘ des Pap­stes nicht als nur eine Per­son sehen, son­dern die (töd­li­chen) Angrif­fe mit „Pfei­len und Feu­er­waf­fen“ auf den Petrus und damit das Petrus­amt auf dem Weg nach Gol­go­ta. Die Sol­da­ten kön­nen bei der Betrach­tung übri­gens gut die ‚Sol­da­ten des Pap­stes‘ sein. Und für mich ist es eigent­lich undenk­bar, dass ein ‚Sol­dat des Pap­stes‘ (SJ) Papst wer­den könn­te.

      Der Judasver­rat führt die Kir­che ans Kreuz.

    • „aber eine so ober­fläch­li­che, unprä­zi­se, grob­schläch­ti­ge, nie­der­bü­geln­de Ant­wort auf gerecht­fer­tig­te Zwei­fel und not­ge­drun­ge­ne Spe­ku­la­tio­nen traue ich Papst Bene­dikt nicht zu – dar­in kann ich nicht sei­nen Stil wie­der­fin­den“
      Genau so ist es! Bei aller Spe­ku­la­ti­on gibt es für den Rück­tritt jedoch im Grun­de nur zwei Mög­lich­kei­ten: ent­we­der wur­de er mit phy­si­schen oder psy­chi­schen Mit­teln zum Rück­tritt gedrängt — dafür sprä­che bei­spiels­wei­se der Ter­min des Rück­tritts: mit­ten im Jahr des Glau­bens, kurz vor Voll­endung sei­ner drit­ten Enzy­kli­ka, so ter­min­ge­recht, dass die Alt-Kader Kas­par und Re das Kon­kla­ve beherr­schen konn­ten — oder er ging wirk­lich aus frei­en Stücken — dafür sprä­chen bspw. sein Rat­schlag zum Amts­ver­zicht Johan­nes Paul II., die Äusse­run­gen über sei­nen Rück­tritt als Papst gegen­über See­wald, sei­ne sicht­li­che Zufrie­den­heit und Ent­spannt­heit beim jüng­sten Auf­tritt in St. Peter. Ratz­in­ger war ein Mann, der sich eigent­lich schon als Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on nach Ruhe mit frei­er gei­sti­ger Beschäf­ti­gung sehn­te. Ich den­ke, er trat das Papst­amt inner­lich nur wider­stre­bend an, weil er sich zu einer Mis­si­on geru­fen fühl­te, die nur er lei­sten konn­te: die Ver­söh­nung der Kon­zils­kir­che mit der Tra­di­ti­on (zu wel­chen Zweck auch immer). Als die Gesprä­che mit der FSSPX auf­grund des Skan­dals um das Wil­liam­son-Inter­view und der Zeris­sen­heit inner­halb der Bru­der­schaft schei­ter­ten, sah er auch sei­ne Mis­si­on als geschei­tert und alle wei­te­ren Stra­pa­zen des Amtes für sinn­los an. Daher hal­te ich es durch­aus für denk­bar, dass er das Pappst­amt — viel­leicht in der Hoff­nung, es wer­de ihm ein Siria­ner oder Ratz­in­ge­ria­ner fol­gen — letzt­lich gern und aus frei­em Antrieb auf­gab und er dies für sich sogar als Zei­chen der Stär­ke und des Gott­ver­trau­ens wer­te­te, was man aus einer bestimm­ten Per­spek­ti­ve her­aus ja durch­aus auch so sehen kann. Wenn Gäns­wein sagt, die Geschich­te wird Bene­dikt recht geben, dann ist das ja im Grun­de auch eine indi­rek­te Kri­tik am jet­zi­gen Weg und Füh­rungs­stil. Aber Ratz­in­ger wäre nicht Ratz­in­ger, wenn er dage­gen in irgend­ei­ner Wei­se offen oppo­nie­ren wür­de. Er legt alles in Got­tes Hand, und sicher ist dies auch sehr wei­se gedacht.

  5. Inzwi­schen reagie­re ich wie die­ses (Mini-Papst?) Kind , wenn ich das gan­ze unend­li­che vati­ka­ni­sche Thea­ter um den pein­li­chen Smart­pho­ne-Papst und den „Und Tschüß!“ und „Es ist ja alles, ALLES in bester Ord­nung!“ Ex-Noch-Eme­ri­tus-Viel­leicht-Papst höre! Es geht hier um Gott, den Herrn, und ihn ALLEIN!!! Und nicht um Dop­pel­päp­ste, Vize-Päp­ste, mob­ben­de Kar­di­nä­le, auf­müp­fi­ge Bischö­fe, kar­rie­re­süch­ti­ge Lai­en, Refor­men, die kei­ner will, Titel­bil­der, die kei­nen inter­es­sie­ren, schwar­ze Schu­he, die alles zer­lat­schen, win­ke, win­ke, McK­in­sey, usw, usw, usw, den gan­zen welt­li­chen Unsinn, mit dem man jeden Tag gna­den­los zuge­schüt­tet wird! Ein­fach uner­träg­lich! 🙁

    http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2014/02/26/article-2568271–1BD9388C00000578-904_634x451.jpg

  6. „Klar und aus­wei­chend geant­wor­tet“ … In so einem Fall hält man dann bes­ser ganz den Mund.
    Ent­we­der man ant­wor­tet aus­führ­lich und stellt sich der Ver­wir­rung und der Zer­stö­rung, die man ange­rich­tet hat oder man begräbt sich selbst leben­dig im Klo­ster Mater eccle­siae.
    Dass die­se bei­den Hei­lig­kei­ten theo­lo­gisch unge­fähr Gala­xien von­ein­an­der ent­fernt sind, kann selbst ein unbe­darf­te­rer Mensch erken­nen. Ver­schau­kelt Bene­dikt uns? Lügt er uns an? Ist er nicht mehr ganz klar im Kopf? (Das sind ernst­haf­te Fra­gen, kei­nes­wegs Aus­druck einer Respekt­lo­sig­keit!)

    Der stän­di­ge Ver­weis drauf, dass Bene­dikt schon frü­her den Gedan­ken durch­spiel­te, dass ein Papst zurück­tre­ten dür­fe, ist ein­fach nur ein Skan­dal: wenn Bene­dikt schon mit dem Ansin­nen, dann zurück­zu­tre­ten, wenn er kei­nen Bock mehr hat, das Amt ange­nom­men hat, muss man sich fra­gen, wie­so er es als 79jähriger über­haupt ange­nom­men hat. Er hät­te gleich fort­blei­ben sol­len.
    Wenn aber sein dama­li­ges Ja ein Ja des Gehor­sams gewe­sen sein woll­te, ist der Rück­tritt nicht legi­tim, schon gar aus so faden­schei­ni­gen Grün­den.
    Schlim­mer als es jetzt ist, hät­te es auch mit Bene­dikt bis zur Stun­de kaum kom­men kön­nen!
    Er ist gesund und gei­stig da, er über­ragt sei­nen Nach­fol­ger gei­stig und spi­ri­tu­ell um gan­ze Äonen, für kör­per­lich auf­rei­ben­de Din­ge hät­te er Din­ge dele­gie­ren kön­nen. Kein Papst muss in der Welt­ge­schich­te her­um­flie­gen und Welt­ju­gend­ta­ge im Sti­le obszö­ner Rock­fe­sti­vals besu­chen.
    Es wäre gut, das mal aus­fal­len zu las­sen. Außer Fun gin­ge kaum etwas ver­lo­ren und viel­leicht wür­den sich dann doch ein paar Jugend­li­che mehr zu Hau­se echt bekeh­ren…
    Bene­dikt wur­de schlicht die Gei­ster nicht mehr los, die er selbst vor Jahr­zehn­ten mit her­bei­ge­ru­fen hat. Und er ist sie auch in sei­nem Flucht­klo­ster nicht los. Regel­mä­ßig darf er her­aus­stel­zen und Papst-Papst-Her­zens­tausch vor­spie­len.
    Sieht ganz ent­fernt nach Hoch­zeit aus, die zwei wei­ßen Bur­schen. Allein die­ses Bild zer­stört das Papst­amt total.
    Es ist ein­fach nur geschmack­los und wider­lich.
    Und das weißt Du ganz genau, Bene­dikt, ich lass mich nicht ver­äp­peln!
    Und wenn es nicht so war, Bene­dikt, wenn Du gezwun­gen wur­dest, wenn auch nur durch die Macht von Fak­ten, die wir nicht klar sehen kön­nen, dann sprich end­lich, bewei­se ein­mal Mut um der gerupf­ten und zer­fled­der­ten Braut Chri­sti wil­len, in der die See­len zu tau­sen­den ver­der­ben!

    • „Sieht ganz ent­fernt nach Hoch­zeit aus, die zwei wei­ßen Bur­schen. Allein die­ses Bild zer­stört das Papst­amt total.“
      Habe schon mal sach­li­che­re Bei­trä­ge von Ihnen@zeitschnur gele­sen! Solch ein Stil gefällt mir nicht!!! Bis jetzt habe ich mei­stens hier gute theo­log. Aus­ein­an­der­set­zun­gen gele­sen. Ich fin­de, dass man Pro­vo­ka­tio­nen und Schimpf­wör­ter ande­ren über­las­sen soll­te!!!
      Ich bin ein­fach nur trau­rig, wenn ich Papst Ben. sehe, und umso schmerz­li­cher mer­ke, was ich ver­mis­se. Es sind ein­fach außer­or­dent­li­che und noch nie dage­we­se­ne Zei­ten. Viel­leicht wer­den wir ein­fach auf­ge­ru­fen, aus­zu­hal­ten, auf­merk­sam zu blei­ben, zu beten und zu hof­fen, dass wie­der bald??? ein wür­di­ger Stell­ver­tre­ter unse­res Glau­bens das Petrus­schiff steu­ern wer­de!!
      Über die Moti­ve Bene­dikts zu spe­ku­lie­ren, bringt ein­fach nichts. Er wird sich sel­ber nie dazu äußern. Sicher hat er sehr mit sich gerun­gen. Übri­gens, ver­ges­sen wir nie den REGENBOGEN über Ausch­witz, als er dort gebe­tet hat. Und den BLITZ, der ein­schlug, als er sei­nen Rück­tritt ver­kün­de­tet.
      Ich fin­de die Aus­füh­run­gen (s.o) von Herrn Nar­di wun­der­bar tref­fend.

      • Stim­me zu. Bei allem berech­tig­tem Unbe­ha­gen muß man als Autor den Respekt wah­ren. Herr Nar­di macht das gut vor.

      • Meta­ebe­ne mal wie­der. Und dann den Herrn Nar­di aus­spie­len. Zwei Stil­be­ra­ter, von denen wir ohne­hin schon viel zu vie­le haben, die inhalt­lich aber lei­der nichts zu Pro­to­koll gege­ben haben außer Mora­lin!
        Das, was ich da aus­spre­che, ist nun mal die Rea­li­tät und ein gro­ßes Pro­blem. Mit einem säu­er­li­chen „Das gehört sich nicht!“ ohne Begrün­dung und mit erho­be­nem Zei­ge­fin­ger in mei­ne Rich­tung, kommt die Kir­che nicht wei­ter. Immer­hin sind es die Päp­ste selbst, die sich zu Kari­ka­tu­ren des­sen gemacht haben, was Papst­tum sein soll­te. Oder bin da etwa auch ich dran schuld?!
        Es ist nicht die böse zeit­schnur, die die­ses unmög­li­che Bild per­for­med hat. Nicht die respekt­lo­se Künst­le­rin hat die­se Auf­stel­lung cho­reo­gra­fiert. Sie nennt es nur das, was es ist: das aller­letz­te! Das wie­viel­te Papst-Dop­pel­bild in Weiß ist das jetzt eigent­lich, das um die Welt geht?! Und die Ant­wor­ten, die Bene­dikt angeb­lich oder wirk­lich gege­ben hat — das, ver­ehr­te­ste Kri­ti­ker, das ist respekt­los und unter Niveau. Wenn B. das wirk­lich geschrie­ben haben soll­te, hat er vor den Men­schen kei­ner­lei Ach­tung, die er hät­te wei­den sol­len. Sie sind ihm in ihrer Not nicht mal eine red­li­che Ant­wort wert.
        Irgend­wel­che Gefühls­du­se­lei­en von wegen „Ich bin trau­rig dass“ oder „Es sind außer­or­dent­li­che Zei­ten“ etc. — sind deplatz­iert: die­se Außer­or­dent­lich­keit hat allei­ne der Papst zu ver­ant­wor­ten und dies spä­te­stens seit Johan­nes XXIII.! Es sind die Päp­ste, die seit Jahr­zehn­ten total ver­sa­gen und die See­len in die Irre füh­ren. Was sind Ihrem Stil­emp­fin­den die­se ver­spiel­ten See­len wert?
        Die Auf­for­de­rung an uns, dass wir aus­hal­ten müs­sen — was ande­res schrei­be ich, gera­de ich (!), hier seit Mona­ten — ist red­un­dant! Aber vor allem gäl­te die Auf­for­de­rung an die Hir­ten und den (!) Hir­ten, end­lich das zu tun, was zu tun ist.
        Wir sol­len brav beten und die Hir­ten fra­gen nach unserm Gebet genau­so wenig wie nach dem Wil­len Got­tes. Wir sol­len ja jetzt auch wie­der beten vor der Fami­li­en­syn­ode. Fakt ist aber, dass F. damit sei­ne Ver­ant­wor­tung, die er — er allein! — vor Gott hät­te auf die Gläu­bi­gen abwälzt. Viel­leicht haben wir dann bald drei Päp­ste in wei­ßen Westen…

  7. Das Video macht Angst.

    Der Hei­li­ge Anto­ni­us Abbas hat einst ganz klar erkannt, dass der Teu­fel kei­ne Knie hat, dass er nicht knien, nicht anbe­ten, nicht beten, nur in Ver­ach­tung und von oben her­ab blicken kann.

    • Sei­en wir froh und dank­bar, dass der recht­mä­ßi­ge Papst und „Zurück­hal­ter“ immer noch unter uns ist, falls alles noch schlim­mer kom­men soll­te.

  8. Ich wür­de wenn ich Papst wäre Dr. Ratz­in­ger so ein­sper­ren wie man das mit Papst Coele­stin mach­te, und ich wür­de ihm strikt ver­bie­ten sich als Papst zu klei­den und als Alt­papst irgend­wo zu erschei­nen, und den Vati­kan zu ver­las­sen

    • Bene­dikt erscheint nur in der Öffent­lich­keit, weil das von Ber­go­glio gewollt ist und ist wei­ter­hin als Papst geklei­det, weil er wie alle sei­ne Vor­gän­ger wei­ter­hin Papst bleibt. Wir kön­nen und sicher sein, dass nur ein Papst regiert.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  9. Die Ana­ly­se ist gut und beschreibt eine PR-Stra­te­gie, die auf ein Legi­ti­mi­täts­pro­blem ant­wor­tet. Das Pro­blem: die Ein­däm­mung einer Legi­ti­mi­täts­kri­se ist nur behut­sam mög­lich, oder sie kehrt sich um in eine Ver­stär­kung des Pro­blems. Die Tat­sa­che die­ser Ana­ly­se deu­tet auf die Ver­stär­kung des Pro­blems. Bene­dikt steckt dabei in einem Dilem­ma. Je mehr er sich fügt, desto mehr beginnt er zu stö­ren. Möge Gott der Herr ihm ein unge­wöhn­lich lan­ges Leben schen­ken.

    • „Je mehr er sich fügt, desto mehr beginnt er zu stö­ren.“ Kön­nen Sie die­sen Gedan­ken etwas aus­fal­ten?

      Zum The­ma Stil der Ant­wort an Tor­nel­li: Hört sich über­haupt nicht nach Bene­dikt an, wenn man mich fragt.

      • Je mehr Bene­dikt sich fügt (wie ein Lamm), desto mehr baut sich eine Aura um ihn auf, weil bei uns allen das Gefühl zunimmt, dass etwas nicht stim­men kann, in den Wor­ten, Rela­tio­nen und Bil­dern.
        Hal­ten wir uns an LUMEN FIDEI. Denn wenn auch zwi­schen Bene­dikt und Fran­zis­kus kein Blatt passt, so liegt doch zwi­schen LUMEN FIDEI und EVANGELII GAUDIUM eine gan­ze Welt. Im Span­nungs­bo­gen zwi­schen die­sen Wel­ten bewährt sich der Auf­trag, katho­lisch zu sein und zu blei­ben, den Blick auf das Gan­ze zu hal­ten und aus­zu­hal­ten.
        Als „Ent­fal­ter“ und Bit­te um Kom­men­tar erlau­be ich mir einen Ver­weis auf
        http://www.gloria.tv/?media=573131

  10. Wenn ich die Kom­men­ta­re lese, stellt sich mir die Fra­ge, ob denn nie­mand die bei­den im Text ver­link­ten unsäg­li­chen skan­da­lö­sen Vide­os ange­se­hen hat. Ich wer­de den Ein­druck nicht los, dass Fran­zis­kus zum Zeit­punkt der Auf­nah­me nicht ganz nüch­tern war, son­dern irgend­was „intus“ hat­te, ganz unab­hän­gig davon, was er hier wem gegen­über zu wel­chem Zweck geäu­ßert hat. Der vor­der­grün­di­ge Zweck wird kla­rer, wenn man sich das zwei­te, auf­grund sei­ner Län­ge und eng­li­schen Spra­che etwas müh­se­lig zu ver­fol­gen­de Video zu Gemü­te führt. Wenn jedoch so ein Smart­pho­ne-Video eines Pap­stes bis in unser klei­nes, nie­der­baye­ri­sches Dorf vor­dringt, so ist das kei­nes­wegs Zufall. Und Zufall ist es somit auch nicht, dass allen bis in den letz­ten Win­kel die­ser Erde vor­ge­führt wer­den soll, woher jetzt der Wind weht und wohin die Rei­se unter Fran­zis­kus geht. Die bei­den Vide­os spre­chen Bän­de. Ich bin mehr als schockiert über das, was ich gese­hen und glau­be ver­stan­den zu haben, beson­ders im zwei­ten Films, wo ich mich als Katho­lik von unse­rem Papst ver­ra­ten und ver­kauft füh­le. Denn Fran­zis­kus wuss­te nur zu genau, wem er die­ses Inter­view zu wel­chem Zweck gege­ben hat­te. Ich glau­be, wir ahnen nicht ein­mal ansatz­wei­se, wer bei Fran­zis­kus aus und ein geht und hofiert wird.

    • Sie haben völ­lig recht. Die­se Vide­os sind gru­sig. Was braut sich da zusam­men.
      Und „unser kath. Papst“ hat da die Fin­ger mit drin? Was ist das Anlie­gen?
      Es geht um einen Ein­heits­brei, der auf Teu­fel komm raus her­ge­stellt wer­den soll.
      Ein sen­ti­men­ta­ler Schwach­sinn.

      War­um haben denn die Pfingst­ler so gro­ßen Zulauf?
      Weil die kath. Kir­che seit Vat.2 total ver­sagt hat. Sie hat ihren Auf­trag ver­ges­sen. Geht hin­aus in alle Welt … Mis­si­on ist out. Schmu­se­kurs ist in. Und Schmu­se­kurs kön­nen die Pflingstler und Cha­ris­ma­ti­ker ein­fach viel bes­ser.

      Die Kath. Kir­che ist her­un­ter­ge­kom­men, die Hl. Lit­ur­gie ent­stellt, so daß kaum noch jemand einen Zugang fin­det. Und dann soll durch eine simp­le Ver­brü­de­rung eine künst­li­che Ein­heit her­ge­stellt wer­den — statt Kreuz dann die­ses furcht­ba­re Ying Yang ähn­li­che Logo an der Wand?- Nie­mals. Gott bewah­re uns vor die­sen Din­gen. Gott schüt­ze sei­ne Hl. Kir­che.

      • Die anvi­sier­te Ein­heits­re­li­gi­on ist ja eigent­lich ein Witz, denn das, wie sie sein kann — eine Ein­heit auf dem klein­sten gemein­sa­men Nen­ner — ist ja schon vor­han­den. Da gibt es nichts mehr zu ent­wickeln.
        Es ist die Mensch­heits­fa­mi­lie, in der wir alle Brüder/Schwestern sind. Das ist der gemein­sa­me Nen­ner, mehr scheint nicht nötig für die dahin­ter­lie­gen­de Phi­lo­so­phie. Das wich­tig­ste sind dann die zu ver­tei­len­den Pöst­chen und Ämter.

        Es geht um die Macht, um sonst nichts, die EINHEIT ist nur ein Vor­wand.
        Auf­wa­chen alle Öku­me­ni­ker!!

  11. So sehr ich Bene­dikt lie­be und schät­ze:
    Ein Rück­zug in das Gebet schaut anders aus, oder!?

    Darf man sich dann wun­dern, wenn die Leu­te ihn
    wei­ter­hin als einen gül­ti­ger Papst anse­hen!?

  12. Wer ist der gefähr­li­che Mensch, der in dem zwei­ten Video Unsäg­li­ches zur Ein­peit­schung sei­ner Zuhö­rer vor­trägt?
    Die Zer­split­te­rung der Kir­che in schis­ma­ti­sche Grup­pen ist gemäß die­sem Herrn gott­ge­wollt: „Diver­si­ty is divi­ne, divi­si­on is dia­bo­lic“. Das sagt er in Bezug auf die Kir­che, wobei das Neben­ein­an­der von Katho­li­ken, Ortho­do­xen, Pro­te­stan­ten und ande­ren Deno­mi­na­tio­nen als gött­li­che Diver­si­tät ver­kauft wird.

  13. Wenn Bene­dikt noch Papst wäre, wäre die Wahl Ber­dogli­os not­wen­di­ger­wei­se ungül­tig. Es könn­te also nicht von einer gül­ti­gen Wahl gespro­chen wer­den. Ich befürch­te indes, dass Ber­diglio recht­mä­ßi­ger Papst ist. Die Sedis­va­kanz-Phan­ta­sien grei­fen auch nicht. Bleibt für uns nur dem Herrn zu gehor­chen und nicht dem Stell­ver­tre­ter.

  14. Die wei­ße Papst-Klei­dung tra­ge er wei­ter­hin aus „prak­ti­schen Grün­den“, erläu­tert Bene­dikt XVI. in dem Schrei­ben. „Im Moment des Rück­tritts waren kei­ne ande­ren Klei­der ver­füg­bar. Im Übri­gen tra­ge ich die wei­ße Klei­dung auf eine deut­lich ande­re Art und Wei­se als der Papst.“

    Natür­lich. In Rom gibt es kei­ne Kla­mot­ten­lä­den. Die Not macht erfin­de­risch. Man zieht ein­fach Papst-Kla­mot­ten an, weil ja wel­che da sind. Demut oder Fasching?

    Ganz ehr­lich, die­ses Demen­ti stärkt doch die Zweif­ler am Rück­tritt mehr als die, die die gan­ze Sto­ry fromm glau­ben.

    • Die­se oben geschrie­be­nen Zei­len kön­nen unmög­lich von Papst Bene­dikt kom­men. Es han­delt sich wahr­schein­lich wie­der um eine Falsch­mel­dung, wie die Mel­dung, der hei­li­ge Geist habe Bene­dikt zum Rück­tritt auf­ge­for­dert.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  15. @ Zeit­schnur
    Herz­li­chen Dank für Ihren Kom­men­tar. Wenn ich es sagen darf: Ich fin­de es bemer­kens­wert, dass Sie Bene­dikt XVI. nicht aus fal­scher Anhäng­lich­keit scho­nen, son­dern die Rea­li­tät schil­dern. Weil ich mich erin­ne­re, dass er Ihnen sehr viel bedeu­tet hat.
    Doch die Kir­che Jesu Chri­sti, Sei­ne Kir­che, ihr Wohl geht vor. Und die­se Kir­che, SEINE Kir­che ist durch die­sen Rück­tritt, beson­ders durch die Form des Rück­tritts, in ihrem Erschei­nungs­bild schwer beschä­digt wor­den, obwohl sie auch vor­her schon lei­dend genug war. Ich fin­de es gut, dass Sie das auf Ihre Wei­se klar her­aus­ge­ar­bei­tet haben.
    Jetzt all­ge­mein: Die Sanft­mut eines Pap­stes darf nicht dazu füh­ren, dass er nicht mehr regiert, nur noch durch sein gutes Bei­spiel über­zeu­gen will.
    Pius X. galt als der „gute Papst“, sei­ne Mil­de im per­sön­li­chen Umgang war bekannt. Muss­te er jedoch jeman­den um des Glau­bens wil­len zur Rechen­schaft zie­hen, hat­te er vor­her schlaf­lo­se Näch­te. Doch dann hat er gehan­delt. Mit Wür­de und Unnach­gie­big­keit. Wer gegen den Glau­ben ver­stieß als kirch­li­cher Wür­den­trä­ger ging sei­nes Amtes ver­lu­stig. Unter­warf er sich nicht, erfolg­te die Exkom­mu­ni­ka­ti­on. Aus Lie­be zur Kir­che Jesu Chri­sti, aus Lie­be zu Ihm.
    In der Wei­se habe ich Bene­dikt XVI. — außer einer kur­zen einer Pha­se — nicht als einen guten Papst aner­ken­nen kön­nen.
    Für „Summorum Pon­ti­fi­cum“ wer­de ich ihm immer dank­bar blei­ben. Aber theo­lo­gisch bleibt für mich dann nichts mehr.
    Dass er mensch­lich inte­ger war, ganz offen­sicht­lich eine tie­fe Chri­stus­be­zie­hung hat­te, davon bin ich über­zeugt. Doch das allein qua­li­fi­ziert nicht zum Papst.

    • Bene­dikt bedeu­tet mir nach wie vor viel. Was sei­ne Theo­lo­gie betrifft, wird sie dar­an an Strahl­kraft ein­ge­büßt haben und wei­ter­hin ein­bü­ßen, dass er eben der Leh­re nicht völ­lig gehor­sam war. Wer im Klei­nen nicht treu ist, ist auch im Gro­ßen nicht treu. Den­noch ist er sicher ein tief­gläu­bi­ger Mann… Aber der Rück­tritt ist unver­zeih­lich. Er hat­te so viel Ein­blick in den Vati­kan, dass er genau wuss­te, was da auf uns zukom­men wür­de.
      Es ist m.E. unver­zeih­lich, wenn man ein Amt annimmt und dann damit koket­tiert, es hin­zu­wer­fen, wenn man nicht mehr will oder kann. Denn ent­we­der der Herr woll­te ihn dort — dann muss er blei­ben!
      Oder der Herr woll­te ihn nicht dort, dann hät­te er damals von vorn­her­ein ableh­nen müs­sen.
      Dass ande­re ihm mas­siv scha­den woll­ten und gescha­det haben, ist unbe­strit­ten, aber noch viel mehr hat er der Kir­che gescha­det durch sein Ver­hal­ten.
      Wie­so soll­te das „Euer Ja sei ein Ja“ für einen Papst nicht gel­ten?
      Es geht mir unsäg­lich gegen den Strich, wie hier im Forum eini­ge die­se Kri­tie­ri­en, die für jeden Chri­sten gel­ten, bei einem Papst her­un­ter­bre­chen auf Unter-Null-Niveau. dabei heißt es in der Schrift, dass dem, dem viel gege­ben wur­de, auch viel abver­langt wird.
      In den Kom­men­ta­ren eini­ger hier spie­gelt sich aber das irdi­sche Den­ken, das den Herr­scher mit mil­de­rem Maß misst als den Unter­ge­be­nen. Das ist wider­christ­lich…
      Ich habe Bene­dikt immer geliebt und vie­les von ihm mit Gewinn gele­sen.
      Aber die Show, die er jetzt mit­spielt ist ein­fach nur wür­de­los und eine destruk­ti­ve Selbst­ka­ri­kie­rung des Papst­tums.

  16. Nun bei einer monat­li­chen Ren­te von 2500 € wird sich der Papa eme­ri­tus schon noch einen schwar­zen Anzug mit Col­lar­hemd lei­sten kön­nen.
    Das gan­ze Argu­ment mit „war grad nix ande­res da“ riecht doch förm­lich nach Fake.

    • Außer­dem bekommt ein Papst kein Gehalt, son­dern er bekommt alles, was er zum leben braucht.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Nein Mar­cus, das stimmt nicht, der Papst kriegt die regu­lä­re Pen­si­on eines ita­lie­ni­schen Bischofs und das sind 2500€!
        Davon mal ganz abge­se­hen ist er durch sei­nen Rück­tritt genau nicht mehr Papst und soll­te auch nicht als ein sol­cher geklei­det sein.
        Genau des­halb fand ich halt schwar­zer Anzug mit Col­lar­hemd (=Prie­ster­klei­dung) ange­mes­sen.
        Wobei genau das unmit­tel­bar nach dem Rück­tritt dis­ku­tiert wur­de und der Vati­kan klar­stell­te er erhält 2500€ (das ist das was ein ital. pen­sio­nier­ter Bischof bekommt) und nicht 5000€, was ein pen­sio­nier­ter Kar­di­nal kriegt.
        Man kann das alles ergoog­len http://www.heute.at/news/welt/art23661,852517

        • War­um trägt dann bit­te der Nicht-Papst Johan­nes XXIII wei­ter­hin das Gewand des Pap­stes und sogar immer noch die rote Samt­mo­zet­ta und die roten Schu­he des Pap­stes, wie man das in sei­nem Glas­sarg sieht? Viel­leicht ist das ja der Grund, war­um der amtie­ren­de Papst die­se Klei­dungs­stücke nicht trägt, weil sich ein ent­fern­ter Vor­gän­ger nicht davon tren­nen konn­te.
          Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Johanns XXIII. und alle ande­ren Päp­ste die in Glas­sär­gen in St. Peter lie­gen, sind als Päp­ste gestor­ben, das ist der Unter­schied.
            Wenn der Rück­tritts Bene­dikts XVI. gül­tig ist, wie er sel­ber es betont, dann ist er nicht mehr Papst.
            Die ande­re Alter­na­ti­ve ist, der RÜck­tritt ist ungül­tig, dahin­ter steckt ein Zwang, und das wei­ße Gewand ist ein Bot­schaft… aber dage­gen spre­chen alle Gesten die Josef Ratz­in­ger seit sei­nem Rück­tritt gesetzt hat.

          • Also ist es also eine Beloh­nung für Päp­ste, die im Amt gestor­ben sind, auf ewig Papst zu blei­ben. Päp­ste, die nicht bis zum Ende durch­ge­hal­ten haben, sei­en dage­gen nicht auf ewi­ge Zeit Papst. Ich fra­ge mich, ob sie kei­nen Respekt vor dem Alter haben. Wis­sen Sie über­haupt, wie sich ein 85-jäh­ri­ger mit Herz­schritt­ma­cher fühlt? Und eine ande­re Fra­ge: Was pas­siert, wenn Bene­dikt stirbt? Die Ant­wort ist, dass er ein päpst­li­ches Begräb­nis erhal­ten und im Peters­dom bei­gesetzt wird, wie sei­ne Vor­gän­ger. Ich fin­de auch, dass ein Papst­rück­tritt nicht rich­tig ist, aber viel­leicht konn­te er wirk­lich nicht mehr. Wie hät­ten Sie an Bene­dikts stel­le ent­schie­den?
            Per Mari­am ad Chri­stum.

          • Ein Vater kann auch nicht ein­fach von sei­nem Vater­sein zurück­tre­ten auch und gera­de dann, wenn er nichts mehr von dem tun kann, was ein Vater nor­ma­ler­wei­se tun kann und soll.
            Ver­ste­hen tu ich den Rück­tritt schon, kei­ne Fra­ge, aber rich­tig ist er des­halb noch lang nicht.
            Auch der Nach­fol­ger ist gesund­heit­lich ange­schla­gen.
            Haben wir dem­nächst eine WG zurück­ge­tre­te­ner Päp­ste in Mater Eccle­sia?

        • Kön­nen Sie sich einen ehe­ma­li­gen Papst Johan­nes XXIII im Anzug und Kol­lar­hemd auf­ge­bahrt im Peters­dom vor­stel­len?
          Per Mari­am ad Chri­stum.

        • Ich hal­te sowie­so nichts von Klei­dungs­stücken wie Anzug und Kol­lar­hemd als Prie­ster­klei­dung, weil mir die­se zu welt­lich sind. Die­se Klei­dung ist erst seit dem zwei­ten vati­ka­ni­schen Kon­zil üblich. Die eigent­li­che und offi­zi­el­le Prie­ster­klei­dung ist und bleibt die Sou­ta­ne.
          Per Mari­am ad Chri­stum.

  17. An die­ses Bild mit den zwei Päp­sten kann ich mich auch nicht gewöhnen!Ich per­sön­lich hät­te mir gewünscht auch wenn ich Papst Bene­dikt sehr schät­ze und ver­eh­re das er im ver­bor­ge­nen wir­ke ‚wie er es gesagt hat!!!An wen sol­len wir uns noch hal­ten wir sind Scha­fe mit zwei Hir­ten einer zuviel! Es ist als hät­ten wir zwei Väter einer zuviel.Aber ich ver­traue auf Jesus Worte„Die Mäch­te der Unter­welt wer­den sie nicht zer­stö­ren kön­nen.„

  18. Habe mir gera­de das zwei­te Video zu gro­ßen Tei­len ange­schaut. Das ist ja unheim­lich! Am Schluss sagt es ja Ken­neth Cope­land — vor weni­gen Jah­ren wäre eine sol­che Video­bot­schaft vom Papst aus nicht denk­bar gewe­sen. Für die­sen Cha­ris­ma­ti­ker ist es klar, dass dies der Herr wirkt, dass end­lich Ein­heit ent­steht und nur ER das machen kann. Jetzt geschieht es — nach Auf­fas­sung die­ses Man­nes. Und F. bit­tet wie­der mal um den „Segen“ sei­ner „Brü­der im Herrn“. Und Cope­land insze­niert am Schluss die­sen Segen mit Trä­nen in den Augen, von denen auch F. sprach, wie bei Josef und sei­nen Brü­dern. Das rührt uns sen­ti­men­tal, wenn wir nicht wach­sam sind…
    Den­noch: wer den Wil­len des Vaters tut, ist Jesu wah­rer Ver­wand­ter — die ande­ren sind es nicht…
    Für mich ist es die Ein­lei­tung zum Total­ab­fall!
    Fran­zis­kus wird die Kir­che in den Ruin füh­ren. Aber nie­mand soll­te unse­ren Herrn unter­schät­zen oder gar glau­ben, ER müs­se die­ses Spiel taten­los gesche­hen las­sen. Er hat ver­spro­chen, dass die Kir­che nicht über­wäl­tigt wer­den wird.

    Vor allem muss man sehen, dass es in der Kir­che die beson­ders „from­men“ Per­so­nen, auch Prie­ster, sind, die die­sen Hal­le­lu­ja-Chri­sten Tor und Tür öff­nen. Es ist der Moder­nis­mus nur die eine Sei­te der Medail­le. Die ande­re ist der Kon­ser­va­ti­vis­mus, der sich cha­risam­tisch gibt und von daher eine wesent­lich spi­ri­tu­ell schei­nen­de­re Ein­heit her­stel­len wird zwi­schen Häre­sie und wah­rem Glau­ben.
    Ein ganz schma­ler Glau­bens­grat muss ab jetzt beschrit­ten wer­den von denen, die nicht abfal­len wol­len.
    Herr, steh uns bei. Imma­cu­la­ta, hör nicht auf, für uns zu bit­ten!

Kommentare sind deaktiviert.