Wie gehen wir mit dem Corpus Christi und dem Heiligen Geist um?

Kardinal Maradiaga und das Foto eines "ganz normalen" Kommunionempfangs?(Rom/Paris) Die katho­li­sche fran­zö­si­sche Tages­zei­tung La Croix ver­öf­fent­lich­te vor weni­gen Tage ein bemer­kens­wer­tes Foto zum neue­sten Vor­schlag von Kar­di­nal Mara­dia­ga, die Lei­tung des Päpst­li­chen Fami­li­en­rats einem Ehe­paar zu über­tra­gen. Die Kom­bi­na­ti­on von Bild und Text wir­ken wenig ver­trau­ens­er­weckend. Nur Unachtsamkeit?

Die Tages­zei­tung La Croix gehört der fran­zö­si­schen Bischofs­kon­fe­renz. Lai­en, wahr­schein­lich mit der Erlaub­nis als Kom­mu­ni­on­hel­fer, ver­tei­len die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on an die Gläu­bi­gen. Das Bild zeigt einen Gläu­bi­gen, der sich selbst in der Scha­le mit den kon­se­krier­ten Hosti­en bedient. Mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit ist kei­ner der Dar­ge­stell­ten ein pro­gres­si­sti­scher Akti­vist oder gar Moder­nist. Wahr­schein­lich han­delt es sich ein­fach um unbe­wuß­te „Opfer“ des um sich grei­fen­den, schlei­chen­den Moder­nis­mus, der zuse­hends als eine Spiel­form des Rela­ti­vis­mus auf­tritt. Man ahmt nach, was man sieht. So war es ja schon immer. Es krankt also am fal­schen oder feh­len­den Vor­bild. Das Foto spie­gelt den „nor­ma­len All­tag“ in den fran­zö­si­schen Haupt­stadt­pfar­rei­en wider.

Die Gefahr von Banalisierungen

Der man­geln­de Respekt vor dem eucha­ri­sti­schen Herrn ist „All­tag“ gewor­den und wirkt sich auf den Glau­ben aus. Das Beson­de­re an der Ver­öf­fent­li­chung des Fotos durch La Croix ist jedoch die Kom­bi­na­ti­on mit der Aus­sa­ge von Kar­di­nal Mara­dia­ga, daß der Päpst­li­che Rat für die Fami­lie von einem Ehe­paar gelei­tet wer­den soll­te. Für La Croix ist das miß­bräuch­li­che Ver­hal­ten im Umgang mit dem eucha­ri­sti­schen Herrn offen­bar Aus­druck des heu­ti­gen Lai­en­tums in der Kirche.

Wört­lich sag­te der Kar­di­nal über eine neu zu errich­ten­de Kon­gre­ga­ti­on für die Laien:

„Inner­halb die­ser Kon­gre­ga­ti­on soll­te ein Päpst­li­cher Rat für die Fami­li­en bestehen, der von einem Ehe­paar gelei­tet wird. War­um nicht? Das wäre ein wun­der­ba­res Zei­chen. Und eine Kon­gre­gra­ti­on für die Lai­en wäre eine sehr schö­ne Sache für die Kir­che. Ich kann Euch sagen, daß der Geist in die­se Rich­tung drängt. Jeden Tag über­neh­men immer mehr Män­ner und Frau­en ihre Mit­ver­ant­wor­tung als Füh­rungs­kräf­te in der Kirche“.

„Die Spra­che des Kar­di­nals ist nicht ein­mal mehr pasto­ral, son­dern büro­kra­tisch-admi­ni­stra­tiv“, so Con­ci­lio e Post-Coni­ci­lio. „Doch das munus regen­di wird nicht den Lai­en ver­lie­hen, son­dern gemein­sam mit dem munus docen­di und sanc­ti­fi­can­di den Hir­ten, die sie durch die Wei­he emp­fan­gen. So rich­tig es ist, den Ein­satz der Lai­en anzu­er­ken­nen, kann dies nicht zu Lasten des Prie­ster­tums erfol­gen“, so die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Veröffentlichung.

Der Heilige Geist als Bürokrat?

Blie­be noch die Fra­ge, was genau der Kar­di­nal damit gemeint haben könn­te, „daß der Geist drängt“. Der Hei­li­ge Geist, der sich neu­er­dings als Büro­krat betä­tigt oder der Geist des hon­du­ra­ni­schen Kar­di­nals oder der Mehr­heits­geist im C8-Kar­di­nal­s­rat? Wahr­schein­lich woll­te der medi­en­eif­ri­ge Kar­di­nal nur als Erster bekannt­ge­ben, daß Papst Fran­zis­kus beim jüng­sten Tref­fen des C8-Rats zu erken­nen gab, eine sol­che Ent­schei­dung tref­fen zu wol­len. War­um dazu aber den Hei­li­gen Geist bemü­hen? Es ist schließ­lich nicht nur eine Bana­li­sie­rung der Eucha­ri­stie, son­dern auch eine Bana­li­sie­rung des Hei­li­gen Gei­stes möglich.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: La Croix (Screen­shot)

50 Kommentare

  1. Na, pri­ma — dann schaf­fen wir doch die Prie­ster gleich ab! Äähh.…, für was waren die eigent­lich noch mal da? Ich krieg die Krise!!!

  2. …eine Kon­gre­gra­ti­on für die Lai­en wäre eine sehr schö­ne Sache für die Kirche.“

    Kla­rer Fall. Für die ach so sehn­lichst erwünsch­te Lai­en­kir­che wäre dies eine schö­ne Sache.

    Nur Jesus Chri­stus hat mit die­ser „Kir­che“ nichts mehr zu tun. Ich glau­be nicht dass das Zer­stö­rungs­werk noch auf­zu­hal­ten ist. Es wird sehr fin­ster wer­den in die­ser Welt ohne das Hei­li­ge Meßopfer.

  3. Auch in man­chen Pfar­rei­en „wir­ken“ bzw. regie­ren heu­te Lai­en. Hw Pfar­rer Sie­be­rer über deren Signalwirkung:

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    „Immer wie­der kam mir der Gedan­ke, ob es über­haupt mög­lich ist, dass ein Bub oder jun­ger Mann sei­ne von Gott geschenk­te Beru­fung ver­wirk­li­chen kann, wenn ihm sehr vie­le in sei­ner de fac­to von Lai­en geführ­ten Pfar­re vermitteln:
    „Dei­ne Mama oder dein Papa und auch der Herr Huber und die Frau Mai­er, die sind ganz tol­le Wort­got­tes­dienst­lei­ter, sie machen die Mes­se viel bes­ser als der Pfar­rer. Wenn es dann kei­nen Pfar­rer mehr gibt, wer­den sie die Pfar­re leiten. 
    Das hat uns der Bischof schon angekündigt”
    Leicht mög­lich, dass dann in einem Kind der Gedan­ke aufsteigt:
    „Aha, die brau­chen also kei­ne Pfar­rer mehr, naja, dann ler­ne ich wohl bes­ser für einen ande­ren Beruf, sonst krie­ge ich noch Ärger…”

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  4. Wie sol­len wir den Herrn Kar­di­nal ver­ste­hen, wenn er sagt:?
    „Inner­halb die­ser Kon­gre­ga­ti­on soll­te ein Päpst­li­cher Rat für die Fami­li­en bestehen, der von einem Ehe­paar gelei­tet wird. War­um nicht? Das wäre ein wun­der­ba­res Zei­chen. Und eine Kon­gre­gra­ti­on für die Lai­en wäre eine sehr schö­ne Sache für die Kir­che. Ich kann Euch sagen, daß der Geist in die­se Rich­tung drängt. Jeden Tag über­neh­men immer mehr Män­ner und Frau­en ihre Mit­ver­ant­wor­tung als Füh­rungs­kräf­te in der Kirche.“
    Die Lei­tung durch ein Ehe­paar ist voll­kom­men neu, eine fast genia­le Idee. Wenn der Hl. Geist heu­te drän­gen dazu soll, fragt man sich doch, war­um hat er das nicht schon frü­her zu die­ser genia­len Idee die Kir­che gedrängt?… und wenn der Kar­di­nal sagt „jeden Tag über­neh­men immer mehr Män­ner und Frau­en ihre Mit­ver­ant­wor­tung als Füh­rungs­kräf­te in der Kir­che“ so ist doch die Fra­ge erlaubt, wer frü­her die Ver­ant­wor­tung in der Kir­che trug, In wel­che Kathe­go­rie des Kar­di­nals sind denn die frü­he­ren Päp­ste und Ihre Mit­ar­bei­ter ein­zu­ord­nen? Waren das kei­ne Män­ner und in den weib­li­chen Orden Frau­en, die Ver­ant­wor­tung getra­gen haben?
    Sol­che Reden sind nur schwer zu ver­ste­hen und las­sen einen immer mehr am heu­ti­gen Füh­rungs­per­so­nal der Kir­che (ver-) zwei­feln. Am mei­sten ärgert mich, dass die­se Her­ren als Urhe­ber für ihre Gei­stes­blit­ze noch den Hl. Geist reklamieren.

  5. Der ewig lächeln­de Kar­di­nal spricht hier “ dass der“ Geist in die­se Rich­tung drängt“. Nanu,welcher Geist meint er denn? Sicher nicht der hei­li­ge Geist, der ist nicht so blö­de, sich auf sol­che lai­en­haf­te Nie­de­run­gen eines Kar­di­nals zu begeben. 

  6. Das kann einem wirk­lich Angst machen — immer öfter wird der Hl. Geist ins Feld geführt. Der mensch­ge­wor­de­ne Got­tes­sohn wird gleich­zei­tig an den Rand gedrängt. Der Sohn hat kla­re Wor­te gespro­chen und Anwei­sun­gen gege­ben. Er hat klar den Weg gezeigt. Doch dies scheint man­chen nicht unbe­schwert genug zu sein. 

    Der Hl. Geist dage­gen — was ist vom Hl. Geist über­lie­fert? Ihm kann man alles mög­li­che „unter­ju­beln“ — doch das ist ein gefähr­li­ches Spiel. 

    Bis zum 2. Vat. hat sich die Kir­che an den Sohn gehal­ten und ist damit gut gefah­ren. Jetzt füh­ren sie den Hl. Geist ins Feld. Vor­sicht, kann man da nur sagen.

    • Die Kir­che wäre im Gegen­teil viel bes­ser gefah­ren, wenn sie den Hei­li­gen Geist mehr berück­sich­tigt hätte.

      Ver­ges­sen wir nicht: Eines der drei christ­li­chen Hoch­fe­ste ist Pfing­sten, und Pfing­sten ist das Fest des Hei­li­gen Gei­stes, Pfing­sten ist außer­dem gleich­sam der Geburts­tag der Kirche.

      In „mei­ner“ FSSPX-Kapel­le wird zwi­schen den latei­ni­schen und den deut­schen Lesun­gen ein Lied an den Hei­li­gen Geist ange­stimmt. So soll­te es über­all sein.

      Es ist rich­tig, daß wir über Jesus viel mehr wis­sen als über den Hei­li­gen Geist. Aber Jesus sand­te uns eben den Hei­li­gen Geist für die Zeit nach sei­ner Him­mel­fahrt, der Hei­li­ge Geist ist dem­nach jetzt die uns näch­ste der gött­li­chen Personen.

      Und ver­ges­sen wir auch nicht: Auch das Wis­sen um Chri­stus ver­hin­dert nicht, daß das Bild Chri­sti von vie­len zu einer Art „Kuschel-Jesus“ ver­fälscht wur­de und wird.

      • @Seefeldt
        Ihre Theo­rie ist eine Theo­rie. War­um soll­te uns heu­te der Hl. Geist kosten­los und unver­bind­lich wie sich das man­che wün­schen, zuge­weht kom­men? Jesus ist Mensch gewor­den und hat Klar­text gere­det, die­ser Klar­text gilt für alle Zei­ten. Mei­nen Sie, jemand, der nicht vor­be­rei­tet ist, kann den Hl. Geist emp­fan­gen, nur weil er mit den Hän­den winkt und ein paar Lied­chen trällert? 

        Die Apo­stel waren vor­be­rei­tet auf das Kom­men des Hl. Gei­stes, sie haben ihr gan­zes Leben dem Herrn dar­ge­bracht, sie haben ALLES sei­net­we­gen zurück­ge­las­sen und sind ihm nach­ge­folgt. Das wird heu­te ver­schwie­gen in einer roman­ti­schen Sicht. Abge­se­hen von den sel­te­nen Aus­nah­men, bei denen der Hl. Geist über den Betref­fen­den unvor­be­rei­tet her­ein­bricht, sind wir genau­so auf­ge­ru­fen, uns ent­spre­chend vor­zu­be­rei­ten. Dann, nur dann wird der Hl. Geist frucht­bar in uns wir­ken. Alles ande­re ist aus der Trickkiste.

        Und der Kuschel-Jesus, wozu wur­de der Kuschel-Jesus — das Wis­sen über ihn geflis­sent­lich bei­sei­te­ge­scho­ben – erfun­den? Die­se Kari­ka­tur, die sich gewis­se „Theo­lo­gen“ aus­ge­dacht haben, ist die Vor­stu­fe zu sei­ner gänz­li­chen Ver­ban­nung. Denn dass ER stört, damals wie heu­te, ist offen­sicht­lich. Sei­ne Wor­te sind so klar, dass man sie nicht weg­dis­ku­tie­ren kann. Sodann der Ver­such, ihn als Per­son zu ver­nied­li­chen, zu bana­li­sie­ren und schließ­lich ganz zu ver­drän­gen. — Es wird nicht gelingen.

        • „Kosten­los“ kam auch Jesus Chri­stus zu uns, aber unver­bind­lich ist er so wenig wie der Hei­li­ge Geist.

          Von „mit den Händ­chen win­kend“ rede ich nicht, die­ses kin­di­sche Getue hat abso­lut nichts mit dem Hei­li­gen Geist zu tun.

          „Die Apo­stel waren vor­be­rei­tet auf das Kom­men des Hei­li­gen Gei­stes“, schrei­ben sie. So wie sie bereit waren, den Hei­li­gen Geist zu emp­fan­gen, soll­ten auch wir es sein. Denn noch­mals: Chri­stus hat ihn zu uns gesen­det, er ist nun die gött­li­che Per­son bei uns.

          • @seefeld
            Sie sagen: So wie sie (die Apo­stel) bereit waren, den Hei­li­gen Geist zu emp­fan­gen, soll­ten auch wir es sein. Das ist rich­tig. Lei­der liegt das Pro­blem dar­in, dass die mei­sten, die heu­te nach dem Hl. Geist rufen, die­se Art der Vor­be­rei­tung – näm­lich die Leh­re Chri­sti voll zu beja­hen und umzu­set­zen – ableh­nen, indem sie sie ver­wäs­sern. Sie­he die jüng­sten Dis­kus­sio­nen um einen Kard. Kasper. 

            Die unver­kürz­te Leh­re Chri­sti war damals ein Skan­dal, und heu­te ist es nicht anders. Damals wur­de ER mund­tot gemacht, indem ihn die Pha­ri­sä­er und Schrift­ge­lehr­ten ans Kreuz gebracht haben. Heu­te sind es wie­der die Pseu­do-Gelehr­ten, die ihn mund­tot machen wol­len, indem sie die unver­kürz­te Leh­re rela­ti­vie­ren, ent­stel­len und das Bild des Gekreu­zig­ten aus dem Blick­feld ent­fer­nen. — Auf den mei­sten Altä­ren fehlt das Kruzifix. -
            Man ver­sucht es mit dem Hl. Geist. Das scheint ein­fa­cher und beque­mer zu sein. Zudem ist in der neu­en Mes­se nicht mehr der Opfer­tod des Herrn der Mit­tel­punkt, son­dern die Gemein­de, die ihr Gut­men­schen­tum feiert. 

            Damals wie heu­te sind es die Klei­nen und die From­men, die zu IHM hal­ten. Damals wie heu­te wer­den sie lächer­lich gemacht und bei Sei­te geschoben.

          • Das ist zwar rich­tig, aber zu ein­sei­tig for­mu­liert: immer­hin kommt der Sohn Got­tes im Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment per­ma­nent und über­all als der Gekreu­zig­te Herr zu uns. Und da eben nicht ungreif­bar (der Geist weht er will), son­dern fass­bar und auf eine dem Men­schen und sei­nem von Gott so geschaf­fe­nen unbe­dingt zu erfül­len­den Bedürf­nis nach Kon­kre­ti­on ent­ge­gen­kom­men­de Art und Wei­se … l e i b h a f ti g. ER gibt sich uns als der Geop­fer­te zur Spei­se, immer wie­der, täg­lich, und nur dafür brau­chen wir Prie­ster, um die­ses Sakra­ment zu vollziehen.
            Das ist doch gera­de eben die Pro­ble­ma­tik, dass die Mar­gi­na­li­sie­rung des leib­haf­ti­gen Jesus unter uns zugun­sten einer Kon­struk­ti­on vom Hl. Geist, die die Kir­che nie­mals gelehrt hat, zu all den Häre­si­en geführt hat, mit denen die Kir­che kämpft und denen sie zu Zeit schein­bar selbst erliegt. Die Ver­schie­bung der Blick­rich­tung auf den Hei­li­gen Geist — die uns weder gebo­ten, noch über­haupt in die­ser Wei­se erlaubt sein dürf­te — hat auch das Prie­ster­tum in die Schief­la­ge gebracht, die es seit der Refor­ma­ti­on zuneh­mend erfährt. Der Hei­li­ge Geist beseelt alle und zielt auf das Prie­ster­tum aller Gläu­bi­gen. In der Tat bedarf es dafür, wenn das die Haupt­sa­che sein soll­te, dann kei­nes for­mel­len Prie­ster­am­tes mehr. Denn der Geist kommt direkt zu den Apo­steln. Direkt und zu jedem, ohne spe­zi­el­le Ver­mitt­lung, wenn einer ein­mal getauft und gefirmt ist.
            Wir sol­len aber eben nicht auf den Hl. Geist schau­en. War­um? Weil nie­mand in der Lage dazu ist, auf ein ungreif­ba­res wesen zu schau­en. Wer auf den Geist pri­mär schaut, gerät in die Irre. Die Schrift sagt es uns doch, dass der Hei­li­ge Geist uns auf­for­dert, auf den Sohn zu schau­en und zu hören. Der Geist ver­herr­licht immer den Sohn, steht geschrie­ben. Wer den Sohn über alles liebt und Ihm geh­rocht, kann das nur im Hei­li­gen Geist tun, den der Sohn sendet.
            Der Ver­such, den Hei­li­gen Geist zu ver­ein­nah­men, hat der Kir­che nur gescha­det und seit Beginn der Kir­che in man­nig­fa­che Häre­si­en geführt, die von der Kir­che ver­wor­fen wurden.
            Ich habe mir da selbst neu­lich genaue­re Gedan­ken drün­ber gemacht: http://zeitschnur.blogspot.de/2014/02/catholic-larp-und-die-geistkirche.html
            Es ist dar­über hin­aus auf­fäl­lig, dass sämt­li­che for­mel­len Anru­fun­gen des Hei­li­gen Gei­stes, die die Tra­di­ti­on kennt, schwer­punkt­mä­ßig Her­bei­ru­fun­gen sind. Oft auch wie­der Bit­ten an den Sohn, uns den Geist zu senden.
            M.S. hat voll­kom­men recht damit, wenn sie/er davor warnt, sich hier in ein Ter­rain zu wagen, das uns gar nicht zusteht.
            Nur durch den Sohn ist uns der Blick auf den gan­zen mög­lich — anders nicht.

          • @zeitschnur:

            Ihr Hin­weis, daß Chri­stus im aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment zuge­gen ist, trifft zu.

            Und doch soll­ten wir uns hüten, den Hei­li­gen Geist zu ver­nach­läs­si­gen. Chri­stus gebot die Tau­fe „im Namen des Vaters, des Soh­nes und des Hei­li­gen Gei­stes“. Damit begin­nen auch unse­re Gebe­te, vie­le Gebe­te enden mit dem „Ehre sei dem Vater und dem Soh­ne und dem Hei­li­gen Gei­ste“ Und im Cre­do beken­nen wir von dem Hei­li­gen Geist, daß er „mit dem Vater und dem Soh­ne ange­be­tet und ver­herr­licht“ wird.

            Nur ist das mit dem Anbe­ten und Ver­herr­li­chen des Hei­li­gen Gei­stes in der Kir­che lei­der nicht weit her.

            Und es ist kei­nes­wegs ein Anbe­ten und Ver­herr­li­chen des Hei­li­gen Gei­stes, wenn man ver­sucht, ihn für eige­ne Zwecke zu vereinnahmen.

            Aber das glei­che ist doch auch mit Chri­stus gesche­hen, zum einen mit dem „Kuschel-Jesus“, zum ande­ren aber auch mit dem „Sozi­al­re­vo­lu­tio­när Jesus“, mit „unse­rem Bru­der“, des­sen Gött­lich­keit unter­schla­gen wird usw.

            Die der­zeit betrie­ben Ein­nah­me­ver­su­che des Hei­li­gen Gei­stes sind daher abso­lut kei­ne Gegen­ar­gu­men­te gegen sei­ne Anbe­tung und Verehrung.

            Die­se Ver­ein­nah­mungs­ver­su­che des Hei­li­gen Gei­stes wer­den doch übri­gens erst seit weni­gen Jah­ren betrie­ben. Vor­her ver­such­te man, Jesus für sich zu ver­ein­nah­men, und das durch­aus mit eini­gem „Erfolg“.

            Die Kir­che ist doch gera­de auch des­we­gen so auf die schie­fe Bahn gera­ten, weil sie Chri­stus und damit Gott zu sehr „ver­mensch­licht“ hat, weil sie weit­ge­hend ver­drängt hat, daß Gott (auch Chri­stus!) ein ganz ande­res Wesen ist als wir. Die Kir­che lei­det doch gera­de auch dar­un­ter, daß vie­le ver­ges­sen haben, wie unend­lich hoch Gott über uns steht, und wel­che Ehr­furcht ihm des­we­gen gebührt. Eine stär­ke­re Besin­nung auf den Hei­li­gen Geist und damit ver­bun­den eine stär­ke­re Besin­nung auf das gött­li­che Wesen hät­te die Kir­che vor die­sem Irr­weg viel­leicht bewah­ren können.

            Anmer­kung zu Chri­sti Wesen: Chri­stus ist zwar auch wah­rer Mensch, aber er ist eben auch in sei­ner mensch­li­chen Natur „eines Wesens mit dem Vater“, eben Gott, die zwei­te Per­son des einen gött­li­chen Wesens.

          • @zeitschnur:

            Gera­de Ihren vor­gest­ri­gen Bei­trag gese­hen, der wie folgt beginnt:
            Bis­her war es in der Spra­che der Pro­gres­si­ven nicht der „Hei­li­ge Geist“, der „drängt“, son­dern die „Zei­chen der Zeit“.

            Völ­lig rich­tig. Es war eben nicht der Blick auf den Hei­li­gen Geist, der in die Irre führte.

          • Natür­lich beten wir so, wie Sie fett gedruckt haben — aber dar­aus folgt noch nicht, in wel­cher Wei­se wir die ein­zel­nen gött­li­chen Per­so­nen anbe­ten sol­len. Ich den­ke nicht, dass das alles gleich ist, auch wenn die gött­li­che Tri­ni­tät eins ist. Die Kir­che ist nicht des­halb auf der schie­fen Bahn, weil sie Chri­stus ver­mensch­licht hat — er ist ja nun mal auch gan­zer Mensch! Sie ist auf der schie­fen Bahn, seit­dem sie ver­leug­net, dass er gan­zer Gott ist und dass der, der Ihn sieht, den Vater sieht. Und weil sie ver­leug­net, dass nur die Jesu wah­re Ver­wand­te sind, die den Wil­len des Vaters tun. Der Hei­li­ge Geist weht, wo Er will. Die Kir­che hat Ihn nie­mals in beson­de­rer Wei­se geprie­sen. Sie hat durch Jesus Chri­stus den Vater geprie­sen, der mit dem Sohn den Hei­li­gen Geist sen­det, der wie­der­um den Sohn ver­herr­licht. Das ist die geheim­nis­vol­le Kon­stel­la­ti­on. Der kom­plet­te Zugang zu Gott gelingt für uns aus­schließ­lich über den Sohn, weil Er ins Fleisch gekom­men ist, so gewor­den ist wie wir und damit für uns auch fass­bar ist. Der Feh­ler der moder­nen Kir­che ist ja im letz­ten Grun­de nicht, Gott als Men­schen zu betrach­ten, son­dern Gott gar nicht mehr als Ziel der geist­li­chen Betrach­tung anzu­se­hen. Man „schaut weg“ von Gott, will Ihn nicht mehr sehen. Angeb­lich geht es nur um den Menschen.
            Die­ser Feh­ler lässt sich aber kaum mit einer Hei­lig­geist-Ver­eh­rung kom­pen­sie­ren, son­dern führt in neue Ver­ir­run­gen. Den Hl. Geist bit­tet die Kir­che von alters her, zu kom­men („Veni…“ begin­nen vie­le Hym­nen an den Hl. Geist). Aber es ist kei­ne ein­zi­ge for­mel­le Anru­fung bekannt, die den Hl. Geist loben und prei­sen wür­de. Das ist auch inso­fern logisch, als der Geist nicht Gegen­stand der Ver­eh­rung, son­dern der Ver­ei­ni­gung ist: ER ent­flammt unse­re Her­zen in Lie­be, Er wohnt in uns ein. So hieß es ja die­ser Tage in den Lesun­gen im Jako­bus­brief: “Ad invi­diam con­cu­p­i­s­cit Spi­ri­tus, qui inha­bi­tat in nobis.” (Jak. 4,5)
            Was für ein Satz! Jako­bus for­mu­liert ein Schrift­zi­tat, das man aber so in der Schrift gar nicht fin­det. Es ist wohl eine Kom­pi­la­ti­on aus ver­schie­de­nen Schrift­stel­len im AT.
            Ein unglaub­lich star­ker Satz – wäre auch sehr inter­es­sant für alle Charismatiker:
            “Bis zur eifer­süch­ti­gen Erschöp­fun­g” oder “mit ver­zeh­ren­der Eifer­such­t” “ver­langt es den Gei­st” nach sich selbst, “der in uns Woh­nung genom­men hat”. Die Bit­te um den Hl. Geist zielt auf die­se immer tie­fe­re Ent­zün­dung der Lie­be in uns ab. Eine beson­de­re Ver­eh­rung des Hl. Gei­stes wür­de auto­ma­tisch zur Selbst­ver­eh­rung des Men­schen füh­ren — denn ist er beseelt vom Geist, wür­de er sich auf sich selbst rich­ten. Es ist allein Gott selbst vor­be­hal­ten, sich in Sei­nem Geist „eifer­süch­tig“ nach uns, denen ER Sei­nen Geist schenkt, wie­der­um zu sehnen.
            Das rech­te Gebet ist von alters her die Bit­te um das immer neue Kom­men des Hl. Gei­stes. Im Geist ver­herr­licht sich dann Jesus Chri­stus in uns, um den Wil­len des Vaters zu erfüllen!

          • @zeitschnur
            „Der kom­plet­te Zugang zu Gott gelingt für uns aus­schließ­lich über den Sohn, weil Er ins Fleisch gekom­men ist, so gewor­den ist wie wir und damit für uns auch fass­bar ist.“ Das ist ja gear­de dei Chan­ce, die wir haben. Ohne die Mensch­wer­dung Got­tes im SOHN hät­ten wir ja nichts konkretes. 

            Es war der SOHN, der sag­te: ICH bin der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN. 

            Das war frü­he­ren Genera­tio­nen glas­klar. Sie haben sich an die­sen Weg gehal­ten und sind ans Ziel gekommen.

  7. Was für eine irra­tio­na­le und schwär­me­ri­sche Aus­drucks­wei­se! „War­um nicht? … wun­der­bar … sehr schön … drängt…“

  8. @Damian
    Ihre Wor­te ver­su­che ich sehr enrst zu neh­mem, aber ich kann sie lei­der nicht ver­ste­hen. Wir erle­ben die Liqui­die­rung der una-sanc­ta- catho­li­ca. Kürz­lich schrieb ein Klu­ger Kopf: Wenn ich nicht glau­ben wür­de, so wäre ich wenig­stens von der inne­ren Logik der Kir­che fasci­niert und er drück­te damit den Kern des­sen aus, wes­we­gen ich noch auf dem Boden des Glau­bens ste­he. Heu­te wird genau die­ser Vor­zug mit Syste­ma­tik der Kir­che genom­men und das ist die Liqui­die­rung. Betrach­ten Sie die­sen Bei­trag von Madra­gia­ga als Beweis für mei­ne tie­fe Befürch­tung. Er spricht abso­lut ober­fläch­lich, dem Zeit­geist geschul­det und geht an allen Pro­ble­men vor­bei. Für mei­nen Glau­ben ist es inzwi­schen ein Problem,dass die­se Leu­te heu­te das Sagen in der Kir­che haben.

    • Ich habe Dami­an so ver­stan­den, dass er die ober­fläch­li­che Aus­drucks­wei­se des Kar­di­nals kri­ti­se­ren woll­te, Ihnen also voll und ganz zustim­men wür­de. Um zu demon­strie­ren, was er mein­te, hat er ein paar die­ser ober­fläch­li­chen Flos­keln zitiert.

  9. Wie mit Jesus im Aller­hei­lig­sten umge­gan­gen wird ist oft grausam,lieblos, und ohne Respekt! Vor Jesus soll­te man sich nie­der­knien! Aber fast in jeder Kir­che haben sie die Kom­mu­ni­onbän­ke ent­fernt! In einem Lied heißt es, jedes Knie soll sich beu­gen jede Zun­ge soll beken­nen dass Jesus ist der Herr!!! So soll­te es sein!

  10. Bis­her war es in der Spra­che der Pro­gres­si­ven nicht der „Hei­li­ge Geist“, der „drängt“, son­dern die „Zei­chen der Zeit“.

    Seit dem Kon­zil gei­stert die­se For­mel von den „Zei­chen der Zeit“ durch die Kir­che. Aber kei­ner hat bis­her erklä­ren kön­nen, was eigent­lich ein „Zei­chen der Zeit“ im Unter­schied zum blo­ßen Zeit­geist sein soll und wer die­se „Zei­chen der Zeit“ ein­deu­tig und auf­grund wel­cher Kri­tie­ri­en erken­nen kann.

    Wei­ter­hin hat kei­ner erklä­ren kön­nen, war­um über­haupt die Kir­che sich nach „Zei­chen der Zeit“ zu rich­ten hät­te. Ihre Auf­ga­be ist es doch, die Bot­schaft Jesu Chri­sti zur Zeit und und zur Unzeit zu ver­kün­den, wie es in der Schrift heißt. Im 2. Timo­theus­brief 4,2 wird gesagt: „Ver­kün­de das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; wei­se zurecht, tad­le, ermah­ne, in uner­müd­li­cher und gedul­di­ger Beleh­rung“ Und Vers 3: „Es wird eine Zeit kom­men, in der man die gesun­de Leh­re nicht erträgt, son­dern sich nach eige­nen Wün­schen immer neue Leh­rer sucht, die den Ohren schmei­cheln; und man wird der Wahr­heit nicht mehr Gehör schen­ken, son­dern sich Fabelei­en zuwen­den. Du aber sei nüchtern!“
    Wenn der Hei­li­ge Geist uns drängt, dann kann es nur zu die­ser Auf­ga­be sein, die hier im Brief an Timo­theus aus­ge­drückt wird.
    Es ist unglaub­lich dreist und blas­phe­misch, für eige­ne Fabelei­en den Hl. Geist zu bemü­hen. „Der Geist drängt“ als Tot­schlä­ger gegen alle Mah­ner und Glaubenstreuen.
    Blei­ben wir also nüch­tern, wie die Schrift es ver­langt: Nicht der Hei­li­ge Geist drängt nach einer Kon­gre­ga­ti­on für die Lai­en, son­dern der Zeit­geist und der Druck aus der Kir­che und der moder­nen Gesell­schaft, die den Unter­schied zwi­schen for­mel­lem Apo­sto­lat und ande­ren Apo­sto­la­ten nicht mehr aner­ken­nen will. Es geht schlicht dar­um, dass die ver­schie­de­nen Auf­ga­ben ver­mengt und mit­ein­an­der ver­wirrt wer­den. Jeder alles. „Gleich­stel­lung“ im Leib Chri­sti, zu Deutsch: alle wol­len Haupt sein.
    In der letz­ten Sonn­tags­mes­se durf­te ich das erle­ben: der pen­sio­nier­te Prie­ster rief sämt­li­che Teil­neh­mer der Mes­se aus und dank­te über­schweng­lich und ein minu­ten­lan­ger don­nern­der Applaus folg­te die­sem Zere­mo­ni­ell: der „Frau Kir­chen­mu­sik­di­rek­to­rin“, der Mess­ne­rin, der Gemein­de­re­fe­ren­tin, den Lek­to­rin­nen, den Kom­mu­ni­on­hel­fe­rin­nen, den Besu­chern, den Mini­stran­tin­nen und — möch­te ich sar­ka­stisch fort­füh­ren: den Ker­zen fürs Bren­nen, den Laut­spre­chern, den „Kreu­zun­gen“, den Kir­chen­bän­ken, den Opfer­kör­ben fürs Geld­ein­sacken. War­um, ja war­um nicht auch den Toten für den Bau der Kir­che damals, dem E‑Piano fürs Dudeln und den Boden­plat­ten fürs Drüberlaufendürfen.
    „Wo Men­schen sich ver­ges­sen, die Wege ver­las­sen, und neu beginnen…Da berüh­ren sich Him­mel und Erde…“ muss­ten wir anstel­le des Agnus Dei singen.

    Der Hei­li­ge Geist ist zum Instant-Chri­stus abge­setzt wor­den. Man hat den Gekreu­zig­ten ver­bannt und beruft sich auf den Geist, der wehen muss, wo man ihn hin­di­ri­giert — aber Gott lässt sich nichts nehmen.
    Es ist nicht der Hl. Geist, der hier miss­braucht wird. Eindeutig!.

    • Für mich eine erschüt­ternd glas­kla­re Ana­ly­se, die trau­rig niederschmettert.
      Wie lan­ge noch soll das alles noch wei­ter­ge­hen — vor allem mit die­ser Vehe­menz und Schnelligkeit?
      Doch die Lösung liegt wie von Ihnen ange­spro­chen nicht in jenem belie­bi­gen Men­schen­geist, der oft wie ein ver­rück­ter Narr hin und her­schweift, alles durch­ein­an­der wirft — son­dern in Got­tes All­hei­li­gen Geist. Ihm ist nichts ent­zo­gen was da fleucht und kreucht in der hl. Kir­che. Nein, das ist sei­ne Spe­zia­li­tät, die­se Din­ge wie­der auf die rech­te Rei­he zu brin­gen. Dage­gen hel­fen auch kei­ne neu­en und alten Kar­di­nals­hü­te nichts. veni, veni sanc­te Spiritus!
      ich glau­be halt ein­fach, die­ser Hei­li­ge Geist wirkt auch heu­te noch mit der sel­ben Vehe­menz wie am ersten Pfin­sten — aber ver­bor­gen, doch mit der sel­ben Macht. Zur rech­ten Zeit. O, dass doch bald dein Feu­er brenn­te, Du unaus­sprech­lich Liebender!

    • Ja, war­um hat man den Gekreu­zig­ten ver­bannt und beruft sich auf den Hl. Geist?
      Das scheint (!) die kosten­gün­sti­ge­re Lösung zu sein.
      Dar­um geht es doch im Selbst­be­die­nungs-Super­markt der Mög­lich­kei­ten, wo sich jeder das aus­sucht, was ihm oppor­tun erscheint. 

      Und doch hat der Vater bei der Tau­fe Jesu gesagt: dies ist mein gelieb­ter Sohn, auf IHN sollt ihr schau­en. — Ich schaue gern auf ihn.

    • Sie regen Sie sich stän­dig über die unsäg­li­chen Zustän­de in Ihrer Kir­che auf. Die Ant­wort auf die Fra­ge, wes­halb Sie dann dort­hin gehen, sind Sie schul­dig geblieben!

      • Falsch, Sie haben nicht genau zuge­hört: Kir­che kann man ja nicht wech­seln wie eine alte Jeans gegen eine neue, bes­se­re, passendere.
        Ich sage es mal reli­gi­ös: bis­lang habe ich noch nicht die kla­re Weg­wei­sung erkannt, wohin ich statt­des­sen gehen soll­te. Alle 4 Wochen gehe ich in die Alte Mes­se sonn­tags (öfters gibts das hier nicht bei dem Erz­bi­schof und sei­nen Pit­bulls). Anson­sten bin ich auch viel unter­wegs und gehe anders­wo zu Hl. Messe.
        Außer­dem ist es für eine Mut­ter auch immer die Fra­ge, ob sie ihr Kind, das ja am nor­ma­len Leben, auch am schu­li­schen Reli­gi­ons­un­ter­richt teil­nimmt, iso­liert. Das wäre nicht recht — bis­her jeden­falls. In mei­ner Kir­che sind eben auch ande­re Gläu­bi­ge, die total unter­pflügt wer­den. Soll ich abhauen?
        Nein, Ver­ehr­te­ster, weder läuft man ein­fach aus einer Ehe weg noch ein­fach aus einer Pfarr­ge­mein­de, solan­ge dort noch gül­ti­ge Mes­sen gefei­ert wer­den und der Pfar­rer (der am Sonn­tag war Ver­tre­tung) ein Mann, der an sich nicht schlecht wäre, dem Trei­ben aber eben auch nicht gewach­sen ist, v.a.intellektuell nicht gewach­sen ist. Es wäre schlimm, ein­fach zu verschwinden.
        Es sei denn, Gott ver­langt es, aber das wird er mir so klar zei­gen, auch wie es wei­ter­ge­hen soll, dass ich dar­über rela­tiv gewiss sein kann.
        Am Sonn­tag habe ich die „Frau Kir­chen­mu­sik­di­rek­to­rin“ auf­ge­for­dert, in Zukunft ein ordent­li­ches Agnus Dei sin­gen zu las­sen. Erst reagier­te sie hef­tig und behaup­te­te, das sei lit­ur­gisch kor­rekt, was sie da gemacht hat. Ich kon­ter­te aber, weil ich weiß, dass es sogar aus­drück­lich unter­sagt ist, ein x‑beliebiges Frie­dens­lied zu sin­gen. Alter­na­ti­ve Lie­der im Got­tes­lob sind aus­drück­lich vor­ge­ge­ben. Am Ende stimm­te sie mir jedoch zu.
        Was wäre, wenn kei­ner mehr da ist, der etwas sagt?
        Und nach dem Christ­kö­nig-Mini­stran­tin­nen­de­sa­ster, das ich dann auf mei­nem Blog erzählt habe, habe ich mei­nem Pfar­rer hier ein Link geschickt — die Zugrif­fe stie­gen rasant.
        Und im übri­gen haben Sie offen­bar ein sehr ein­fa­ches Kir­chen­bild. Ich muss­te gera­de erst jüngst erle­ben, wie ein schein­bar tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ner Pfar­rer ein ver­kapp­ter Ultra-Cha­ris­ma­ti­ker ist, der all die Miss­stän­de, die er vor­ne so aus­führ­lich beklagt, hin­ten unter dem angeb­li­chen Zei­chen des Gei­stes umso schlim­mer in die Kir­che hin­ein­zieht und dort noch mit allem mög­li­chen ver­mischt, das in die Rubrik Öku­me­nis­mus und auch Aber­glau­be fällt. Man lernt nie aus und muss fest­stel­len, dass es hier kei­ne pri­mi­ti­ven Front­li­ni­en gibt. Mot­to: hie Kon­zils­kir­che, da die rei­ne Pius­bru­der­schaft. Lei­der, lei­der, ist es nicht so einfach…
        Ach, Vitus — und doch ist es immer noch Sei­ne Kir­che, auch wenn sie wie eine untreue Braut ist. Aber sie ist Sei­ne Braut!

        • Zeit­schnur mir geht es ähnlich!Mir gefällt auch nicht immer was in unse­rer Pfar­re los ist !Unter der Kom­u­ni­on müs­sen Lie­der gesun­gen wer­den wo man sich sehr schlecht auf Jesus kon­zen­trie­ren kann,der Segen am Ende der Hei­li­gen Mes­se wird gestanden,wenige wis­sen das Jesus uns per­sön­lich segnet!Aber trotz­dem sol­len wir der eige­ne Pfar­re treu blei­ben und für sie beten,beten das wir hei­lig­mä­ßi­ge Prie­ster bekommen,das Eman­zen nicht Wort­got­tes­dien­ste abhalten.Auf das ver­traue ich Jesus schaut auf sei­ne Braut die Kir­che und auf uns Gläubige!Ich wün­sche Euch allen die im Gebet mit Jesus und Maria ver­bun­den sind einen geseg­ne­ten Tag!

        • Genau das, was Sie beschrei­ben, tu ich mir und mei­nen Kin­dern nicht mehr an.
          Und wer weiß, ob die „Mes­sen“ über­haupt gül­tig sind.

          Ich habe bei FSSPX eine sehr lie­be „Gemein­schaft“ gefun­den und will, daß die Kin­der dar­in sozia­li­siert wer­den. Die „Tren­nung“ macht mir gar nichts aus, die Kin­der sind ohne mit der Wim­per zu zucken vom Reli­gi­ons­un­ter­richt abge­mel­det wor­den und vom Kom­mu­ni­ons­un­ter­richt genau­so. Kate­chis­mus gibt es in der Kapel­le und einen Fern­ka­te­chis­mus dazu. Ich las­se mei­ne Kin­der nicht in einer Gemein­schaft auf­wach­sen, wo dem Bösen Tür und Tor geöff­net wird!

        • @zeitschnur
          Ich ken­ne das Dilem­ma. In der Pfar­rei etwas sagen oder woan­ders hin gehen? Ich ken­ne Leu­te, die lei­der nicht mehr kom­men, weil es eine Sisi­phus­ar­beit ist. Da tut sich nichts.Sie hat­ten sich jah­re­lang bemüht. Woan­ders hin gehen, wohin? Wer sucht, der fin­det. Es gibt immer noch gute Prie­ster, die Anfahrt ist oft etwas grö­ßer. Frü­her gin­gen die Leu­te 4–5 Stun­den durch den Wald zur näch­sten Kir­che. Die Zei­ten, wo es ein­fach war, sind vorbei. 

          Lei­der gibt es auch unter trad. Prie­stern immer wie­der Ent­täu­schun­gen. Aber es sind weni­ge, glau­ben sie mir. Die aller­mei­sten trad. Prie­ster kön­nen gar nicht anders als eine gute Ent­wick­lung zu neh­men. Das Hl. Meß­op­fer wirkt gewal­tig. Ich ken­ne sehr vie­le gute Priester.

        • Lie­be Zeitschnur,
          allein schon durch das Übel der Hand­kom­mu­ni­on in der pro­te­stan­ti­sier­ten neu­en Mes­se wird Gott aufs Schwer­ste belei­digt. Ein Katho­lik darf an Mes­sen, in denen Gott ver­un­ehrt und belei­digt wird,(Greuel an hl. Stät­te) nicht teil­neh­men. Alles ande­re ist irrelevant.
          Ich schlie­ße Sie ein in mein Gebet.

          • Für die Hand­kom­mu­ni­on gibt es eben nun mal eine Dul­dung durch Paul VI. Wie wol­len Sie dann nor­ma­len Gläu­bi­gen klar­ma­chen, dass sie das nicht „dür­fen“, wenn es der Papst erlaubt hat? Sie „maßen“ sich damit an, es bes­ser zu wis­sen als der Papst — so sieht es jeden­falls für die betref­fen­den Leu­te aus, die das machen, was von einem Gläu­bi­gen ver­langt wird: auf die Hir­ten zu hören und sich auf deren Wei­sung zu ver­las­sen. Das ist jeden­falls mei­ne Erfah­rung. Auch unser Pfar­rer hier kennt die Kir­che schon gar nicht mehr anders als mit Handkommunion.

            Ich stim­me Ihnen zu, dass die Hand­kom­mu­ni­on den Herrn ver­un­ehrt. Und Sie kön­nen sicher sein, dass ich grund­sätz­lich immer Mund­kom­mu­ni­on prak­ti­zie­re. Wegen der unmög­li­chen Kom­mu­ni­ons­pen­dung bei uns habe ich sowohl mit dem Pfar­rer als auch mit einem der Hel­fer bereits hef­ti­gen Dis­put gehabt. Der Pfar­rer ist zwar nach­denk­lich gewor­den, traut sich aber nicht, die­ses „Fass“ auf­zu­ma­chen. Außer­dem sieht er eine gigan­ti­sche Erwei­te­rung der SE auf sich zukom­men und will es sich mit den Lai­en­kom­mu­ni­on­hel­fern nicht ver­scher­zen, v.a. im Hin­blick auf die Krankenkommunion.

            Nur sehe ich eben auch die Unbe­darft­heit und Klein­mü­tig­keit der Leu­te, die es nicht bes­ser wis­sen und dies, weil sie sogar von Bischö­fen und dem Papst ent­spre­chend instru­iert wur­den. Und jeder enue Papst ver­tieft die­se Unbe­darft­heit und Ver­kehrt­heit noch. Ver­set­zen Sie sich doch ein­fach einen Moment in die­se Leu­te hin­ein. Mei­ne Erfah­rung ist die, dass ihr gan­zes Den­ken total ver­bo­gen wor­den ist, und man sie nicht allei­ne dafür ver­ant­wort­lich machen kann. Ver­ant­wort­lich sind die Macher in Rom und den Bischofs­sit­zen. Die­se aber hat der Herr selbst eingesetzt!

            Mir steht vor Augen, dass unser Herr nicht abge­hau­en ist und ein neu­es Isra­el auf­ge­macht hat. Er hat den San­he­drin samt Hoh­em­prie­ster trotz allem respek­tiert und nie­mals behaup­tet, sie sei­en „unecht“ oder nicht von Gott ein­ge­setzt. ER hat viel­mehr gesagt, dass sie echt sind, aber ihr Amt verraten. 

            Sie kön­nen nicht klar sagen, in wes­sen Kom­pe­tenz Sie die Hier­ar­chie fak­tisch abset­zen. Und das ist auch das Pro­blem. Es ist ziem­lich groß­spu­rig, mich in Gebe­te ein­zu­schlie­ßen, die Sie selbst viel­leicht min­de­stens genau­so nötig haben. Erst ein spä­te­rer Papst wird das alles ein­mal voll­mäch­tig klä­ren — nicht Sie!

            So sehr ich Ihnen in der Sache recht­ge­ben muss, den­ke ich, dass sie die Ver­nach­läs­si­gung der Gläu­bi­gen durch die Hir­ten zu hart beur­tei­len. Die Leu­te sidn falsch gelehrt, falsch erzo­gen, sogar die Prie­ster, udn vie­len fehlt es an Grips, auch unse­rem Pfar­rer — sie füh­len sich hin und her gezerrt zwi­schen ihren Hir­ten und einer Lain wie mir, die etwas ande­res ver­kün­det. Und wer von den Leu­ten hat die Ener­gie und die Bil­dung, sich in die Mate­rie ein­zu­ar­bei­ten, wenn schon stu­dier­te Theo­lo­gen nicht nur ver­sa­gen, son­dern voll abge­schifft sind und kei­ner­lei Ahnung mehr haben?

            Und noch ein­mal: sobald ich von IHM die kla­re Wei­sung habe zu gehen,w erde ich gehen. das war aber bis­her nicht der Fall.

          • @zeitschnur:

            Sie schrie­ben von Lai­en­kom­mu­ni­on­hel­fern, die in Ihrer Diö­ze­san­ge­mein­de offen­sicht­lich regel­mä­ßig auf­tre­ten. Wis­sen Sie eigent­lich, daß im Kir­chen­recht der Ein­satz von Kom­mu­ni­on­hel­fern nur als Aus­nah­me vor­ge­se­hen ist? Der regel­mä­ßi­ge Ein­satz von Kom­mu­ni­on­hel­fern ver­stößt gegen das Kir­chen­recht! Wenn Sie die Mög­lich­keit haben, im Kir­chen­recht nach­zu­schau­en, tun Sie das und wei­sen Sie Ihren Pfar­rer dar­auf hin.

            Zu Chri­stus und zur geist­li­chen Obrig­keit: Chri­stus erkann­te den Hohen­prie­stern tat­säch­lich nicht deren Amt ab — aber er gehorch­te ihnen auch nicht.

            Viel­leicht könn­te es sich für Sie doch loh­nen, eine FSSPX-Gemein­de auf­zu­su­chen. Viel­leicht könn­ten Ihre Kin­der dort auch zu einem bes­se­ren Umgang gelangen.

          • @ see­feldt
            Ja, das weiß ich, und ich habe mei­nen Pfar­rer sogar schrift­lich unter Ver­weis auf die ent­spre­chen­den Stel­len im Recht vor ca. einem Jahr hin­ge­wie­sen. Das juckt ihn aber nicht, weil schließ­lich — wie er sag­te — der Hl. Tar­ci­si­us auch die Hl. Kom­mu­ni­on zu den Chri­sten in die Kata­kom­ben brach­te. Er sieht ein Heer an bett­lä­ge­ri­gen und ster­ben­den Gemein­de­glei­dern vor Augen, denen er nicht allei­ne die Kom­mu­ni­on brin­gen kann. Daher will er es sich mit den Kom­mu­ni­on­hel­fer-Geschwa­dern, die auch regel­mä­ßig die Hosti­en aus dem Taber­na­kel holen und wie­der hin­ein­stel­len. Er befürch­tet, dass wenn er sie in der Hl. Mes­se zurück­drängt, sie dann auch nicht ehren­amt­lich an die Kran­ken­bet­ten gehen werden…
            Ein rein stra­te­gi­sches Den­ken. Und bestimmt gibt es auch irgend­ei­ne bischöf­li­che Schmie­ren­er­laub­nis für das Gan­ze. dass die Gläu­bi­gen jeden 2. Sonn­tag des Monats per Hand­kom­mu­ni­on ihre Hostie abgrei­fen und in den Kelch selbst tun­ken, was ja eben­falls streng ver­bo­ten ist, hat unse­ren Pfar­rer eben­falls nicht gejuckt. ich hab ihm das ent­spre­chen­de Schrei­ben JPII. zukom­men lassen.
            Ich gehe seit­her jeden 2. Sonn­tag des Monats in eine ande­re Kirche…
            Sie haben recht mit Ihrem Ein­wand. Es scheint nach 40 Jah­ren drei­sten Unge­hor­sams gegen die Vor­schrif­ten kaum mehr rever­si­bel. Die Gläu­bi­gen wür­den sich brüs­kiert füh­len. Um das zurecht­zu­rücken bedürf­te es eines tap­fe­ren, abso­lut hin­ge­bungs­vol­len Priesters…
            …ähem.…tja.…

  11. @Zeitschnur

    Glau­ben Sie mir, Ihr Ein­schluß in mein Gebet war abso­lut nicht so gemeint, wie Sie das jetzt inter­pre­tie­ren. Das kam aus mei­nem Her­zen! Aber sie haben recht mit Ihrer Ver­mu­tung, daß ich das Gebet noch nöti­ger habe als Sie, denn ich bin ein arm­se­li­ger Sün­der und ich mei­ne was ich sage!

    • Okay, aber bit­te sach­lich blei­ben — klar sind Sie über jeden Zwei­fel erha­ben, das woll­te ich kei­nes­wegs bestrei­ten. Es ist wun­der­bar, dass es doch noch den einen oder andern Gläu­bi­gen gibt, der weiß, dass er ein armer Sün­der ist und auch noch meint, was er sagt…
      Sie wer­den aber ver­ste­hen, dass ich es unan­ge­mes­sen fän­de, mich nun mei­ner­seits in die­ser Wei­se als Gerech­te zu outen.
      Dar­um ging es auch nicht, oder?
      Es ging dar­um, dass weder Sie noch ich befugt sind, dem Lehr­amt sei­ne Recht­mä­ßig­keit im recht­li­chen Sin­ne abzu­spre­chen. Trotz aller berech­tig­ten Kritik.
      Und da es nur eine Kir­che gibt, kann man sie auch nicht verlassen.

      • Lie­be Zeitschnur,
        was reden Sie nur? Das katho­li­sche Lehr­amt und sei­ne Recht­mä­ßig­keit muss sich auf den wah­ren katho­li­schen Glau­ben grün­den! Seit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil herrscht Revo­lu­ti­on, das 1789 der Kir­che. Die tod­brin­gen­de Gei­stes­strö­mung des Libe­ra­lis­mus hat Ein­zug gehal­ten und wur­de von Rom begrüßt und abge­seg­net. Muss ich noch erwäh­nen, daß ein Papst das GRÖSSTE was wir haben, die Hl. MESSE, ver­nich­ten woll­te? Man hat uns eine pro­te­stan­ti­sier­te, zusam­men­ge­ba­stel­te sog. neue Mes­se vor­ge­setzt. Und was taten die fol­gen­den Päp­ste bis heu­te: Assi­si — Koran küs­sen — an der Kla­ge­mau­er beten — sich fra­gen, wer bin ich? Haben Sie doch end­lich den Mut der Rea­li­tät ins Auge zu blicken — Rom hat den Glau­ben ver­lo­ren, das ist lei­der die trau­ri­ge Wahr­heit! Des­halb die­ser gigan­ti­sche Glau­bens­ab­fall, das Desa­ster, der Greu­el über­all in der Kir­che. Und Sie sagen man sol­le nicht weg­ge­hen. Man soll die­sem Greu­el auch noch bei­woh­nen? Wie hält ein lie­ben­des Herz das aus? Nein, da wider­spre­che ich Ihnen ganz ent­schie­den. Wie lan­ge möch­ten Sie denn noch zuwar­ten, das Zei­chen ist doch längst da um zu gehen. Ihre selt­sa­men Argu­men­te kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Sie kom­men nicht zum Kern und wei­chen aus. Wie dank­bar bin ich, daß uns der lie­be Gott die FSSPX geschenkt hat und ich mit mei­ner Fami­lie zur hl. Mes­se gehen kann, wo wah­rer katho­li­scher Glau­be ist und Ehr­furcht herrscht!

        • @ vitus

          Moment mal, Sie wis­sen doch ganz genau, dass ich die Päp­ste sehr klar sehe — wie oft wer­de ich hier von der ande­ren Frak­ti­on ange­grif­fen, die es nicht aus­hält, wenn der Papst kri­ti­siert wird etc. pp.
          Das mein­te ich nicht.
          Ich mein­te, dass eine rie­si­ge Gefahr dar­in liegt, wenn man sagt: das ist alles nicht mehr recht­mä­ßig, ich gehe fort…
          Immer­hin sind die gewähl­ten Päp­ste die Päp­ste, auch wenn sie zer­stö­re­risch sind.
          Es gibt ande­re, sehr um mich besorg­te From­me, die mir die Befürch­tung ein­bla­sen, dass wegen des Unge­hor­sams Lef‚bvres auch alles, was FSSPX-Prie­ster machen, nicht gül­tig sei. Denn nur wer in Ein­heit mit dem Papst hand­le, kön­ne legi­tim Sakra­men­te spen­den. Und die­ses Argu­ment ist ja sach­lich nicht völ­lig falsch, oder? Pius­leu­te sagen dann immer: es ist eben ein Not­stand! Aber wenn der Not­stand all­mäh­lich zur Gewohn­heit von Jahr­zehn­ten wird, wird es brenzlig.
          Schüt­teln Sie den Kopf über mich — aber bit­te unter­stel­len Sie mir nicht, dass ich hier „aus­wei­che“. Ich möch­te es nur eben nicht aus Frust an der Kir­che falsch machen. Bis­lang ver­such­te ich, in der Kir­che den schein­bar glau­bens­treue­ren Prie­stern zu folgen.
          Ich dan­ke Ihnen für Ihre Anteil­nah­me, aber ich muss auf das hören, was mir in mei­ner Erkennt­nis, die nur Gott schaf­fen kann, klar wird. Wenn Sie von außen bestim­men wol­len, ob und wann für mich die Zeit gekom­men ist, dies oder jenes zu tun, dann erscheint mir das über­grif­fig. Sie ken­nen mich doch nicht und mei­ne Lage. Las­sen Sie doch ein­fach IHN wal­ten. Appel­lie­ren Sie an mich — aber was ich wann zu tun habe, das wis­sen Sie damit nicht. Bitte…

          • Soweit ich infor­miert bin, sind die Pius-Bischö­fe und Prie­ster unrecht­mä­ßig, aber gül­tig geweiht. Die Sakra­men­te dort sind gül­tig, wenn­gleich die Situa­ti­on der FSSPX irre­gu­lär ist.
            Die Hl. Mes­se dort ist gültig.
            Es gibt etli­che Leu­te, die gele­gent­lich dort die Mes­se besu­chen, anson­sten ihre Kri­chen­steu­er zahlen.

          • zeit­schnur:
            ME ist es nicht von Rele­vanz, wie lan­ge ein Not­stand andau­ert. In der Juris­pru­denz jeden­falls sind Abwehr­hand­lun­gen gegen eine rechts­wid­ri­ge Hand­lung so lan­ge erlaubt, solan­ge der rechts­wid­ri­ge Angriff andauert.
            Der rechtts­wi­de­ri­ge Angriff inten­si­viert sich mE seit einem Jahr mas­siv und somit sind die Hand­lun­gen, die FSSPX-Prie­ser set­zen um so mehr gerecht­fer­tigt durch die EWIGE WAHRHEIT. ME ist somit die auch still­schwei­gen­de Unter­stüt­zung und „Mit­tra­gung“ der Kir­che mit irren­den Amts­trä­gern eine Sün­de gegen das erste Gebot durch Unterlassung.
            Nach all dem, was pas­siert ist — und die Gescheh­nis­se gehen wei­ter im Schnee­ball­prin­zip — kann ich den Papst nur for­mal aner­ken­nen, mate­ri­ell aber nicht mehr.
            Somit blei­be ich INNERHALB der Kir­che, wenn ich mei­ne Sonn­tags­pflicht bei FSSPX erfül­le und sün­di­ge nicht gegen das erste Gebot.

            Das ist unge­fähr mei­ne beschei­de­ne Mei­nung und mein Zugang zu dem Pro­blem, was unser Sein bestimmt, wie kein zweites.

          • Lie­be Zeitschnur,
            ich ken­ne alle die „Argu­men­te“ gegen Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, bin aber sicher, daß der Not­stand besteht und es so blei­ben wird, bis Gott sagt:Basta!
            Im Übri­gen möch­te ich mich dem, was Austria
            unten gut dar­ge­legt hat, anschließen.
            Dan­ke für Ihre Antwort!

          • @ Austria, Vitus und Seefeldt

            In der Hoff­nung, dass Sie mei­ne Über­le­gun­gen nicht wei­ter­hin als ein Aus­wei­chen betrach­ten, son­dern als ein „Rin­gen um“, dan­ke ich Ihnen für Ihre Über­le­gun­gen und ver­si­che­re Sie, dass ich nach­den­ke und nicht vor­ha­be, dann, wenn mich der Herr auf Sei­ne Wei­se geführt hat (die Din­ge müs­sen ja in jedem Leben eine greif­ba­re Gestalt anneh­men), aus­zu­wei­chen. Ich möch­te nur nichts Fal­sches machen. Das ist alles.
            Ich stim­me Ihnen zu, dass seit einem Jahr die Situa­ti­on für mich zuneh­mend untrag­ba­rer wird, lei­der auch durch mei­ne kon­kre­ten Begeg­nun­gen mit Prie­stern, die sich mir selbst unter Tra­di­tio­nel­len als dop­pel­zü­ni­gig, schi­zo­phren und nar­ziss­tisch ent­pup­pen, dass es ein­fach nur graust. F. ist ein Kata­ly­sa­tor. Es ist, als offen­bar­te sich durch ihn in man­chem Prie­ster der Ungeist, der unter Bene­dikt noch gebän­digt schien.
            Was die Beur­tei­lung der Kir­che der­zeit betrifft gebe ich Ihnen voll und ganz Recht.

      • @zeitschnur:

        Wenn Sie zur Hei­li­gen Mes­se in eine FSSPX-Kapel­le gehen, ver­las­sen Sie die Kir­che auch nicht.

  12. In unse­re Pfar­re wird ein Öku­me­ni­scher Got­tes­dienst gefeiert!Kann mir jemand sagen wie das gefei­ert wird?Und ob es rat­sam ist die­sen mit zu feiern?Und ob es ein Ersatz für die Hei­li­ge Mes­se ist!

    • Ich den­ke, es wird als Wort­got­tes­dienst gefei­ert, wobei die pro­te­stan­ti­schen „Pasto­ren“ an allem mit­be­tei­ligt sind. Es han­delt sich nicht um eine Hl. Mes­se und kann die­se auch nicht erset­zen. Ich per­sön­lich hal­te gar nichts von sol­chen Ver­an­stal­tun­gen, da sie sug­ge­rie­ren, dass es gleich­gül­tig ist, ob jemand evan­ge­lisch oder katho­lisch ist (mal krass und in Kurz­form gesagt). Ich wür­de dort nicht hin­ge­hen. Sei­ne Sonn­tags­pflicht erfüllt man dort sicher­lich nicht, auch wenn es in vie­len Pfar­rei­en / „Seel­sor­ge­ein­hei­ten“ so gehand­habt wird, dass es an dem Tag kei­ne Hl. Mes­se gibt. Dann wür­de ich eben woan­ders hinfahren.

      Zitat aus einem Buch von Pfr. Georg May:

      Das Öku­me­ni­sche Direk­to­ri­um vom 14. Mai 1967 (10) ließ inter­ko­fes­sio­nel­le Got­tes­dien­ste am Sonn­tag nicht zu. All­zu deut­lich sind die Gefah­ren, die von sol­chen Ver­an­stal­tun­gen aus­ge­hen. Sie sind geeig­net, den Rang des Mess­op­fers her­ab­zu­stu­fen und die Ver­pflich­tung zum sonn­täg­li­chen Mess­be­such in Ver­ges­sen­heit gera­ten zu las­sen.. Doch die pro­te­stan­ti­schen Reli­gi­ons­ver­bän­de und die katho­li­schen Öku­me­ni­ker gaben kei­ne Ruhe und gin­gen gegen das Ver­bot sonn­täg­li­cher öku­me­ni­scher Got­tes­dien­ste an.

      Wie­der­um gab der Hei­li­ge Stuhl nach. Im Öku­me­ni­schen Direk­to­ri­um vom 25. März 1993 (11) ist aus dem Ver­bot öku­me­ni­scher Got­tes­dien­ste am Sonn­tag ein blo­ßes Abra­ten von sol­chen gewor­den (Nr. 115). Es ist sicher, dass die öku­me­nisch Beflis­se­nen sich nicht abra­ten las­sen. Die Fol­gen die­ses Ein­bruchs wer­den nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. Rang und Wert des hl. Mess­op­fers wer­den ver­dun­kelt, die Stel­lung des katho­li­schen Prie­sters wird ein­ge­eb­net, das Gebot, am Sonn­tag eine hl. Mes­se mit­zu­fei­ern, wird ausgehöhlt.

      • Vie­len Dank für Ihre Info..!Werde in der näch­sten Gemein­de zur Hei­li­gen Mes­se gehen !Wün­sche Ihnen einen Sonntag!

    • Ehr­lich gesagt, ich bin mehr als erstaunt über Ihre Fra­ge. Sie lesen doch schon län­ge­re Zeit auf die­sen Sei­ten und fra­gen jetzt, ob Sie einen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst besu­chen sollen??

  13. Vitus es war nicht gera­de Klug die­se Fra­ge zu Stellen,aber manch­mal bin ich auch oft im Zwei­fel weil ich mit den Men­schen oft über dies rede,und ich mit mei­ner Mei­nung allei­ne dastehe!Deshalb schät­ze ich die­se Sei­te sehr da vie­le der glei­chen Mei­nung sind!Wir haben im Dorf einen guten Prie­ster aber ais ich Gestern die Got­tes­dienst­ord­nung gele­sen habe war ich schon geschockt !Ich wün­sche Ihnen eine Geseg­ne­te gute Nacht!Ich bin selbst erstaunt das ich eine sol­che blö­de Fra­ge stel­len konnte.es tut mir ach leid!

  14. Lie­be doro,

    Sie haben kei­ne blö­de Fra­ge gestellt und Sie brau­chen sich auch nicht zu ent­schul­di­gen. Lie­ber ein­mal zu viel gefragt als in die Irre gehen. Und selbst wenn mal mal dane­ben liegt mit einer Fra­ge oder Ant­wort, was soll’s — wir kön­nen alle nur dazulernen.
    Ich fin­de Ihre Bei­trä­ge hier oft sehr bereichernd.
    Wün­sche Ihnen eine gute neue Woche.

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