Der Kampf gegen die Kirche und das Lob für Franziskus — Sein Schweigen und der „falsche Zeitpunkt“

Die Kirche unter Beschuß, der Papst im Popularitätshoch? Die Strategie der Welt und das Schweigen des Papstes(Rom) Der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster befaßt sich mit dem „Schwei­gen“ von Papst Fran­zis­kus zu den Fra­gen, in denen die katho­li­sche Leh­re und die Men­schen­wür­de am stärk­sten unter Beschuß ste­hen. Er macht dabei zwei ver­schie­de­ne „Stra­te­gien des Teu­fels“ aus. Die eine Stra­te­gie sei ein direk­ter und bru­ta­ler Angriff auf die Kir­che. Die ande­re, „sub­ti­le­re“, der Zuspruch für eine gewan­de­te, „neue“, ange­paß­te Kir­che. Im Mit­tel­punkt bei­der steht gewis­ser­ma­ßen das unge­wöhn­li­che Lob und die„triumphale Popu­la­ri­tät“ für das amtie­ren­de Kir­chen­ober­haupt. Papst Fran­zis­kus för­de­re dies durch sein „Schwei­gen“. Und wenn er deut­li­cher rede, so Magi­ster, dann nie an dem Ort und zu dem Zeit­punkt, wo dies not­wen­dig wäre. Papst Fran­zis­kus, der Ver­tre­ter des „per­fek­ten fal­schen Zeit­punk­tes“? Magi­ster sieht dar­in eine geziel­te Stra­te­gie des Kir­chen­ober­haup­tes, des­sen Logik nicht wirk­lich erkenn­bar sei.

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Das Doppelspiel des Teufel: Pro und Contra Papst Franziskus

von San­dro Magister

Ein UNO-Bericht demü­tigt die Kir­che, indem er den amtie­ren­den Papst lobt. Die­ser reagiert nicht und schweigt auch, obwohl Bel­gi­en drauf und dran ist, die Eutha­na­sie für Kin­der zu lega­li­sie­ren. Die Risi­ken der Stra­te­gie des Schwei­gens von Papst Bergoglio.

Auch bald ein Jahr nach sei­ner Wahl zum Papst setzt die Popu­la­ri­tät von Fran­zis­kus ihren Tri­umph­zug fort. Er selbst tut jedoch als erster gut dar­an, die­sem Applaus nicht zu trau­en, der ihm auch von den uner­war­tet­sten und kir­chen­fern­sten Tri­bü­nen zubrandet.

Zum Bei­spiel, die bereits viel­zi­tier­te Titel­sei­te der Musik­zeit­schrift Rol­ling Stone. Eine Krö­nung im wahr­sten Sinn des Wor­tes durch den Tem­pel der Pop-Kultur.

Oder das Lob, das der Bericht des UN-Kin­der­rechts­ko­mi­tees dem berühm­ten Satz „Wer bin ich, um ihn zu ver­ur­tei­len?“ von Papst Fran­zis­kus zollt, der ein­zi­ge Ver­tre­ter der Katho­li­schen Kir­che, der ver­schont wird, wäh­rend der Bericht über die Kir­che das schlimm­ste vom Schlimm­sten behauptet.

Papst Franziskus spricht über den Teufel und selbst das gefällt

In sei­nen ersten mor­gend­li­chen Pre­dig­ten als Papst, sprach Jor­ge Mario Ber­go­glio häu­fig vom Teu­fel. Und selbst die­ses Reden gefiel und berührte.

Doch eines Mor­gens, es war der 18. Novem­ber 2013 äußer­te er sich nicht gegen den Teu­fel, son­dern gegen das „Ein­heits­den­ken, als Ergeb­nis der Welt­lich­keit“, das alles einer „hege­mo­nia­len Uni­for­mi­tät“ unter­wer­fen will. Ein Ein­heits­den­ken, das bereits die Welt beherrscht und auch die „Todes­ur­tei­le“, die „Men­schen­op­fer“ lega­li­siert und „Geset­ze, die sie schüt­zen“ erläßt. Damals zitier­te Papst Fran­zis­kus erneut den apo­ka­lyp­ti­schen Roman „Der Herr der Welt“ von Robert H. Benson.

Als er Anfang Febru­ar die 16 Sei­ten des UNO-Berichts begut­ach­te­te, der fast im Befehls­ton von der Katho­li­schen Kir­che eine Ände­rung ihrer Leh­re zu Abtrei­bung, Fami­lie und Sexua­li­tät for­dert, muß Papst Fran­zis­kus noch mehr die Über­zeu­gung gewon­nen haben, daß die Ereig­nis­se sei­ner Sicht der Din­ge recht geben: Der Fürst der Welt ist mit Hoch­druck am Werk und will sogar ihn für sich ein­span­nen, indem er die medi­al besun­ge­nen „Öff­nun­gen“ Ber­go­gli­os für die Gleich­schal­tung der Kir­che im Sin­ne des hege­mo­nia­len Ein­heits­den­kens dienst­bar machen will, um die Kir­che zu vernichten.

Papst findet auch „harte Worte“, aber nie wo es zum Konflikt kommen könnte

Es ist nicht leicht, in das Den­ken von Papst Ber­go­glio ein­zu­drin­gen. Sei­ne Wor­te sind wie Stein­chen eines Mosa­iks, des­sen Gesamt­bild nicht unmit­tel­bar erkenn­bar ist. Er sagt auch star­ke Din­ge, auch har­te, aber nie dann, wenn sie einen Kon­flikt pro­vo­zie­ren könnten.

Hät­te er sei­ne erschüt­tern­de Pre­digt gegen das Ein­heits­den­ken, das die Welt einer Hege­mo­nie unter­wer­fen will, am Tag nach der Ver­öf­fent­li­chung des UNO-Berichts gehal­ten und als Ant­wort auf die­sen, wären sei­ne Wor­te zur Son­der­mel­dung der Welt­pres­se gewor­den. Aber so war es nicht. Der Papst sag­te sei­ne Wor­te irgend­wann und ohne kon­kre­ten Zusam­men­hang, wes­halb die Pre­digt nicht die gering­ste Wir­kung ent­fal­te­te. Sie blieb ein­fach unbeachtet.

Doch genau in die­sen Wor­ten ist das Urteil des Pap­stes über die aktu­el­le Welt zu suchen.

Papst erhebt seine Stimme nie, wo es für Konfrontation entscheidend wäre

„Den Stand­punkt der Kir­che kennt man, und ich bin ein Sohn der Kir­che“, sag­te und wie­der­holt Fran­zis­kus. Sein Den­ken sei jenes, das im Kate­chis­mus der Kir­che geschrie­ben steht. Gele­gent­lich erin­nert er auf pole­mi­sche Wei­se jene, die sich von ihm eine Ände­rung der Glau­bens­leh­re erwar­ten. So fand er in Evan­ge­lii gau­di­um har­te Wor­te gegen das „Recht“ auf Abtrei­bung. Aber nie ver­kün­det er die Leh­re der Kir­che mit lau­ter Stim­me zu den Punk­ten und in jenen Momen­ten, in denen die Kon­fron­ta­ti­on ent­schei­dend wird.

Er hat jetzt geschwie­gen, als Bel­gi­en mit Gesetz die Eutha­na­sie für Kin­der geneh­mig­te. Er hält sich abseits von Mil­lio­nen von Bür­gern, die in Frank­reich und ande­ren Län­dern sich der Auf­lö­sung der Fami­lie aus Vater, Mut­ter und Kin­dern Wider­stand lei­sten. Er ver­harr­te im Schwei­gen auch nach dem uner­hör­ten Angriff durch den UNO-Bericht.

Er scheint davon aus­zu­ge­hen, daß er dem Feind die Spit­ze neh­men kann, indem er ihn mit sei­ner immensen Popu­la­ri­tät als Hirt der Barm­her­zig­keit Got­tes besiegt.

Jakobinischer Angriff will Kirche ausschalten

Es ist ein Angriff gegen die Kir­che im Stil der Jako­bi­ner im Gan­ge, in Frank­reich und anders­wo, der die Kir­che ein­fach aus dem Ver­band der Zivil­ge­sell­schaft aus­schlie­ßen will.

Es gibt aber auch noch einen sub­ti­le­ren Angriff, der sich mit dem Zuspruch für eine neue, umge­stal­te­te Kir­che bemän­telt, die mit der Zeit geht. Auch das fin­det sich in der Popu­la­ri­tät von Fran­zis­kus, einem Papst „wie es nie vor­her einen gege­ben hat“, der end­lich „einer von uns“ ist. Eine Hal­tung, die auf der stän­di­gen Wie­der­ho­lung sei­ner offe­nen, viel­deu­ti­gen Sät­ze beruht.

Benedikt XVI. suchte den direkten Kampf auf offenem Feld

Bei sei­nem Vor­gän­ger Bene­dikt XVI. konn­te die­se welt­li­che List nicht ange­wandt wer­den. Er, der Sanf­te, zog den direk­ten Kampf auf offe­nem Feld vor, mit jenem Mut des Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein, „oppor­tu­ne et impor­tu­ne“, so wie in Regens­burg gegen die Dik­ta­tur des Rela­ti­vis­mus und den Islam, als er den Schlei­er von den theo­lo­gi­schen Wur­zeln ent­fern­te und die Ver­bin­dung zwi­schen Glau­ben und Gewalt im Islam offen­leg­te. Und dann nicht min­der bei den „nicht ver­han­del­ba­ren“ Grund­sät­zen. Des­halb war die Welt so grau­sam mit ihn.

Mit Fran­zis­kus ist es anders. Es ist ein neu­es Spiel. Aber auch er weiß nicht, wie das Spiel wei­ter­ge­hen wird, jetzt, wo es här­ter wird.

Ein­lei­tung und Über­set­zung: Giu­sep­pe Nardi
Bild: virtueonline.org

18 Kommentare

  1. Papst Pius XII. hat bereits im Jah­re 1949 in einer ein­drück­li­chen Mahn­re­de auf dem Peters­platz vor den Gefah­ren der kirch­li­chen Ver­beu­gung vor dem Geist der Welt gewarnt:
    -
    „Wollt ihr eine Kir­che, die schweigt,
    wo sie spre­chen müsste,
    eine Kir­che, wel­che das Got­tes­ge­setz abschwächt,
    es an den Geschmack des mensch­li­chen Wil­lens anpas­sen will,
    wenn sie ver­pflich­tet ist, es mit lau­ter Stim­me zu proklamieren,
    eine Kir­che, wel­che sich ent­fernt vom uner­schüt­ter­li­chen Fundament,
    auf wel­ches Chri­stus sie begrün­det hat,
    um sie bequem dem unbe­stän­di­gen Stand der Tages­mei­nung anzupassen
    oder sie der gera­de gül­ti­gen Mei­nung preiszugeben
    [….]
    Gelieb­te Söh­ne und Töchter!
    Geist­li­che Erben einer unge­zähl­ten Legi­on von Beken­nern und Märtyrern!
    Ist dies eine Kir­che, die ihr ver­ehrt und liebt?
    Wür­det ihr in einer sol­chen Kir­che die Lini­en des Ange­sich­tes eurer Mut­ter erkennen?
    Wür­det ihr euch einen Nach­fol­ger des ersten Petrus vor­stel­len kön­nen, der sich sol­chen Ansprü­chen beu­gen würde?“
    -

    @zeitschnur; Sie haben in einem Bei­trag im vori­gen Arti­kel sehr treff­lich geschrieben:
    -
    [.…]
    „es zeigt, dass Gott immer noch das letz­te Wort spricht, wenn es um kon­kre­te lehr­amt­li­che Wei­sun­gen geht, und sei der, der sie spre­chen muss, auch sonst noch so verworren!“
    [.…]
    -

    Dar­an anknüpfend.…gerade auch in Zei­ten der „zeit­ge­mä­ssen“ Ver­wir­run­gen wie heu­te aktu­el­ler denn je….
    ein Lob­preis auf den mysti­schen Leib Chri­sti, die Hei­li­ge Mut­ter Kir­che und ihre unfehl­ba­re Leh­re vom sel. Kar­di­nal Newman:
    -

    „Lass mich nie ver­ges­sen, dass Du auf Erden ein eige­nes Reich gegrün­det hast, dass die Kir­che Dein Werk, Dei­ne Stif­tung und Dein Werk­zug ist, dass wir unter Dei­ner Lei­tung, Dei­nen Geset­zen und Dei­nem Auge ste­hen; dass Du es bist, der durch die Kir­che spricht.

    Laß nicht zu, dass mich die Ver­traut­heit mit die­ser wun­der­vol­len Wahr­heit gegen sie gleich­gül­tig mache – TROTZ SCHWÄCHE Dei­ner mensch­li­chen Stellvertreter.

    Laß mich nie ver­ges­sen, dass Du es bist, der durch sie spricht und handelt.“
    -

    Und als Klam­mer des bis­her Geschrie­be­nen die sicher­lich nicht von der Hand zu wei­sen­de Rich­tig­keit der Wor­te von Pater lic. Sven Con­rad von der Petrus-Bru­der­schaft FSSP:

    -
    [.…]
    „Aber auch mit Blick auf die Kir­chen­ge­schich­te wis­sen wir,
    dass einer­seits ( nach mensch­li­chem Urteil )
    SCHWACHE Päp­ste die Kir­che NICHT unter­ge­hen liessen,
    dass aber ande­rer­seits sehr wohl
    alle Reformbewegungen,
    die sich vom Fel­sen Petri gelöst haben,
    letzt­lich unter­ge­hen mussten.“
    [.…]
    -

    • Die Wort von S. Con­rad bedie­nen sich einer Flos­kel, die erstens zumin­dest unge­nau ist und zwei­tens in ihrer Aus­sa­ge­rich­tung eigent­lich falsch. 

      Wenn ein Geist­li­cher oder gar Bischof einen pro­te­stan­ti­schen Reli­gi­ons­füh­rer als sei­nen „Bru­der-Bischof“ bezeichnet
      http://www.youtube.com/watch?v=NZ9Ssvs5cgY
      dann ist das kei­ne Schwä­che, son­dern Vor­satz, und somit Häre­sie, die den Betref­fen­den exkommuniziert. 

      Der Fels Petri ist das Papstum. Wenn es von einem Häre­ti­ker oder gar Aposta­ten besetzt gehal­ten wird, dann muss ein Katho­lik am Papstum fest­hal­ten, sich aber von dem Besat­zer lösen. Denn der Besat­zer, der exkom­mu­ni­ziert und somit des Amtes ent­ho­ben ist, kann unmög­lich den Fels Petri darstellen.

  2. Ihr guten Leu­te soll­tet wirk­lich ein­mal dar­über nach­den­ken, was Jesu von uns Men­schen woll­te! Denn was hier ver­brei­tet wird sind schon sehr schwe­re Anschul­di­gun­gen. Ich weiß, es ist schwie­rig zwi­schen den Zei­len in der Bibel zu lesen. Man braucht sich doch nur die Kir­chen­ge­schich­te anzu­schau­en, wel­che Pro­ble­me das aufwirft.

    • „Zwi­schen den Zei­len“? Aha! Woher wis­sen Sie, was „zwi­schen den zei­len“ steht? Wie wär es, Sie lesen ein­fach nur das, was dasteht? das wür­de die sache ent-komplizieren…
      Die Welt wäre um eini­ges fried­li­cher und kla­rer, wenn jeder sagt, was er meint, jeder meint, was er sagt und jeder das, was gesagt wird, auch als das, als das es gesagt ist, ver­ste­hen dürf­te. („Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein“ — das sag­te unser Herr. Ist er auch Ihr Herr?)

      Oder woll­ten Sie etwa der Lüge, der stän­di­gen Aus­flucht und der Unklar­heit das Wort reden? Dann wäre Ihr Herr aber nicht Jesus, son­dern eben der Vater der unkla­ren, ver­lo­ge­nen und ver­wir­ren­den Rede.
      Und das wol­len wir ja nicht anneh­men, oder?

  3. Der Arti­kel bringt ein Dilem­ma auf den Punkt. Die, die immer noch unter Aus­schal­tung der Ver­nunft von die­sem Papst nur das aller­be­ste den­ken wol­len, wer­den mit den gele­gent­li­chen „har­ten“ Stel­lung­nah­men F.s, die dann aber immer im luft­lee­ren Raum und ange­sichts sei­nes vie­len Gequas­sels über­hört wer­den, bedient und mit einem Brocken „befrie­digt“, nach dem sie gehun­gert haben. Aber F. schrei­tet dann wei­ter zu sei­nem nichts­sa­gen­den Tages­ge­re­de, das kon­se­quent not­wen­di­gen kla­ren Stel­lung­nah­men aus­weicht. Die lässt er dann ande­re machen.
    So ist die Rea­li­tät unse­rer Hir­ten: sie schicken uns ins Ren­nen des gefähr­li­chen Bekennt­nis­ses und leh­nen sich in ihren fet­ten Leder­ses­seln zurück. Kommt es hart, fal­len sie uns in den Rücken und miss­brau­chen ihre Auto­ri­tät. Haupt­sa­che, sie behal­ten Macht und Geld und die Lie­be der Welt. Die Leh­re der Kir­che und das Kreuz sind ihnen pie­pe­gal. Sie kön­nen in ernst­haf­ten Dis­kus­sio­nen zur Leh­re der Kir­che nicht eine kri­ti­sche Rück­fra­ge beant­wor­ten. Der Fra­gen­de und Mah­nen­de wird dann ent­we­der dämo­ni­siert oder belä­chelt oder for­mal bekämpft (gemobbt), je nach dem per­sön­li­chen Geschmack des Hir­ten. Und F. hat alles in der Waf­fen­kam­mer: die Teu­fels­keu­le eben­so wie die Barm­her­zig­keits­keu­le, dazu ein paar Kör­ner seich­ter Theo­lo­gie und ganz viel welt­li­che Polit­stra­te­gie nach dem Mot­to „Wie boxe ich mich durch und schwim­me immer oben“. Aber wir ken­nen das auch von Zollitsch, von Leh­mann, von Woel­ky, von Acker­mann. Unse­re Hir­ten sind die schlimm­sten Zer­streu­er der Herde.

    Denkt man aber anders­her­um und macht sich klar, mit wel­cher Hypo­thek sie eines Tages vor Ihn tre­ten müs­sen, dann kann man nur geschockt den Herrn anfle­hen, selbst vor jedem Schritt in die­se fal­sche Rich­tung bewahrt zu blei­ben. Denn wenn der­zeit so flä­chen­deckend fast der gan­ze Kle­rus in die Irre läuft und in die Irre führt, dann ist die­se Gefahr auch für Dich und mich gegeben.
    Man kann nur beten: Ne nos indu­cas in ten­ta­tio­nem! O, möge jeder bewahrt blei­ben davor, in die­sel­ben Fal­len zu tap­pen. Unser Herz ist schwach und eitel. Es ist kaum mög­lich, das Desa­ster intel­lek­tu­ell kom­plett zu erfassen.

    ER sitzt den­noch auf dem Kutsch­bock, Jesus, der Herr, wird zu Sei­nem Ziel kom­men, ganz gleich, was ein Fran­zis­kus alles treibt und unter­lässt. ER erweckt sich dann eben ande­re, die einen wesent­li­chen gei­sti­gen Input geben können.
    Bis­her hat die Kir­che dann immer auf die­sen Input zurück­grei­fen kön­nen, wenn der Spuk erst mal wie­der vor­bei war. 

    Und zum Schluss: das Papst­amt ist uner­läss­lich, auch wenn es ver­ra­ten wird. Er hat es so gewollt. Und es ist leicht ver­ständ­lich war­um. Der Papst stellt den­noch die Ein­heit des Lei­bes Chri­sti im Herrn dar, selbst wenn er dar­an schei­tert. Denn zum Glück ist die Per­son des Pap­stes nichts, der Herr aber alles. Es ist so, wie mein Kind nichts zwangs­läu­fig miss­ra­ten muss, nur weil ich viel­leicht eine Raben­mut­ter sein könn­te. Auch hier gilt: egal wie sehr eine Mut­ter ver­sagt — sie ist uner­läss­lich. Und doch liegt alles, alles — an IHM.

    • Es ist erstaun­lich, wie wenig Ver­trau­en bei vie­len Men­schen in das Wir­ken unse­res Got­tes vor­han­den ist, und wie­viel Recht­ha­be­rei und Bes­ser­wis­se­rei vor­han­den ist. Wir haben einen Papst, der vor einem Jahr von 115 Kar­di­nä­len im Kon­kla­ve gewählt wur­de. Dafür dan­ke ich mei­nem Gott. 

      Könn­te es nicht sein, dass unser Papst Fran­zis­kus Recht hat in dem was er sagt und tut, könn­te es nicht sein, dass durch ihn, auch wenn es ihrem klein­mü­ti­gen Her­zen so gar nicht Recht ist, der hei­li­ge Geist spricht?

      Haben Sie mal über­elegt, was Jesus von Ihnen hal­ten mag, wenn Sie sei­nen Stell­ver­tre­ter auf Erden als Ver­rä­ter des Papst­am­tes beschimp­fen, als nichts­sa­gen­den Tages­red­ner bezeich­nen, als Raben­mut­ter und als Zer­streu­er der Herde?

      Ich wün­sche Ihnen von Her­zen, dass Sie den Hass, der aus Ihren Wor­ten spricht, ver­lie­ren, die Über­heb­lich­keit gegen­über anders­den­ken­den Men­schen, Brü­dern und Schwe­stern im Herrn able­gen und dass der hei­li­ge Geist Ihnen Frie­den geben möge. 

      Wie stark ist Ihr Glau­be an den einen Gott, wenn Sie die Kar­di­nä­le im Kon­kla­ve bei der Wahl des Pap­stes augen­schein­lich nicht als durch den Hei­li­gen Geist gelenkt betrachten?

      Es ist anma­ßend und unwür­dig, wie hier über unse­ren Papst geschrie­ben wird. Er ist nicht irgend­wer, er ist der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden.

      • @Sinderman, Sie schrei­ben: „Er ist nicht irgend­wer, er ist der Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden.“ Nach sei­nen eige­nen Wor­ten ist er aus­drück­lich (nur) Bischof von Rom. Was nun?
        Und natür­lich kann es sein, daß der Hl. Geist auch auf unbe­kann­ten Wegen wan­delt, die wir nicht ver­ste­hen mögen. Aber Er wird sich selbst nicht wider­spre­chen — und der Ver­stand ist uns eben­so von Gott geschenkt, wie das Ver­trau­en. Daß sie die­se bei­den gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len suchen, kann mich für Ihre Wor­te ganz sicher nicht ein­neh­men. Wir erle­ben hier ein Prü­fung, die weder ein­sei­tig mit Ver­trau­en noch ein­sei­tig mit der Ver­nunft wird beant­wor­tet wer­den können.

      • Sie ver­trau­en einem Men­schen. Ich ver­su­che, mein Vetrau­en nur auf IHN zu set­zen. Nach der Schrift haben Sie mit ihrer Men­schen­hö­rig­keit kei­ne Chan­ce. Auch der Hohe­prie­ster damals kreu­zig­te Jesus, obwohl er von Gott ein­ge­setzt war (Kai­phas).
        Sie lei­den unter einer bedenk­li­chen begriff­li­chen Ver­wir­rung. Wenn jemand, ich z.B., Kri­tik for­mu­liert, ist das nicht Hass, son­dern Kri­tik. Anstatt sach­lich zu blei­ben, tre­ten Sie mir per­sön­lich zu nah: unter­las­sen Sie das bit­te! Wenn jemand einem Papst, der offen­sicht­lich im Wider­spruch zur Leh­re steht und jeden Tag etwas ande­res flö­tet und stets die ande­ren vor­schickt, sich selbst aber vor­nehm zurück­hält, dann ist es blas­phe­misch, dafür auch noch den Hl. Geist zu bemühen.
        Sie soll­ten anfan­gen, ver­nünf­tig zu den­ken: Nir­gends steht geschrie­ben, dass der Hl. Geist auto­ma­tisch die Kar­di­nä­le zur rich­ti­gen Wahl drängt. Oder leug­nen Sie etwa die Wil­lens­frei­heit? Wenn die Kar­di­nä­le mehr­heit­lich was anders wol­len, als der Hl. Geist, dann kommt es zu einer fal­schen Entscheidung.
        Ler­nen Sie katho­li­schen Glau­ben zu unter­schei­den von kru­dem Abe­glau­ben. Der Papst hat nicht recht, weil er Papst ist, son­dern er hat dann recht, wenn er getreu sei­nem Auf­trag die rei­ne Leh­re verkündet.
        Und das, Ver­ehr­te­ster, tut er nicht!
        Tät er es, müss­te Bene­dikt, aber auch man­cher Papst des 20. Jh. (Pius X./Pius XI:/Pius XII:) fal­sche Leh­re ver­kün­det haben, denn 2+2 ist auch im Reich Got­tes 4.
        Ein logi­scher Wider­spruch ist auch in der Kir­che ein Wider­spruch. Lesen Sie die Bemü­hun­gen Bene­dikts und JPII um die Ver­bin­dung von Glau­be und Vernunft…

        • @zeitschnur
          Ich den­ke nicht unver­nünf­tig. Ich glau­be auch nicht, dass der Hei­li­ge Geist die Kar­di­nä­le zwangs­läu­fig zur rich­ti­gen Wahl geführt hat. Der freie Wil­le ist da, er ist uns gege­ben und wir sind in der Ver­ant­wor­tung die­sen zu nutzen.

          Und natür­lich gibt es in der Kir­che Wider­sprü­che. Doch erstaun­lich fin­de ich es vor allen Din­gen, dass Sie so genau wis­sen, was die rei­ne, die rich­ti­ge Leh­re ist, die­ses Wis­sen aber unse­rem Papst absprechen.

          Wie war doch der Name für der­ar­tig anma­ßen­des Den­ken: Ver­blen­dung, scheint mir hier der rich­ti­ge Aus­druck zu sein. 

          Das Sie mich für blas­phe­misch hal­ten fin­de ich wider­um sehr wit­zig, wie war das noch mit dem Split­ter und dem Balken?

          Sie hal­ten es ja nicht ein­mal für mög­lich, dass Sie sich irren könn­ten, nein hier ist ganz klar der Pon­ti­fex der Übel­tä­ter, anders kann es ja gar nicht sein, sonst müss­ten Sie sich ja in Fra­ge stellen.

          Sei­en Sie ver­si­chert, dass ich Sie in mei­ne Gebe­te ein­schlie­ßen wer­de, auch wenn ich weiß, dass Sie selbst bei hart­näcki­gem Ein­grei­fen des hei­li­gen Gei­stes immer noch die Mög­lich­keit haben sich anders zu entscheiden.

  4. Fran­zis­kus schweigt immer dann wenn es der welt­li­che sata­ni­sche Zeit­geist so wünscht, und nicht umsonst wur­de er vom Time Maga­zin zum Jahr des Man­nes gewählt und so auf die glei­che Stu­fe wie ein Hit­ler, Sta­lin gestellt und er wütet ja teil­wei­se wie in Unbarm­her­zi­ger Dik­ta­tor, sie­he den Orden Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, auch das er von einen Schwu­len und Les­ben­ma­ga­zin zum Homo­phi­len des Jah­res gewählt wur­de spricht ja gegen Fran­zis­kus, beson­ders dann wenn man bedenkt das er sich im Fall Rica sich klar auf die Sei­te der vati­ka­ni­schen Homo­lob­by stellte. 

    Johan­nes 15. 18- 19
    Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stam­men wür­det, wür­de die Welt euch als ihr Eigen­tum lie­ben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, son­dern weil ich euch aus der Welt erwählt habe dar­um hasst euch die Welt.

  5. „Der Fürst der Welt ist mit Hoch­druck am Werk und will sogar ihn für sich ein­span­nen, indem er die medi­al besun­ge­nen „Öff­nun­gen“ Ber­go­gli­os für die Gleich­schal­tung der Kir­che im Sin­ne des hege­mo­nia­len Ein­heits­den­kens dienst­bar machen will, um die Kir­che zu vernichten.“
    Ja das ist das Spiel was bis zum Ende geführt wird. Und wer sich die­se Welt zum Freund macht, macht sich zum Feind Got­tes. Und wer die­se Welt liebt kennt den Vater nicht.
    Mei­ne Mut­ter sag­te mir immer. „Sage mir wer dei­ne Freun­de sind und ich sage dir wer du bist“.
    Per Mari­am ad Christum.

  6. „Sage mir wer dei­ne Freun­de sind und ich sage dir wer du bist“. Sie haben eine klu­ge Mut­ter @shuca
    Die fran­zis­ka­ni­schen Bot­schaf­ten in Rich­tung eine Welt­kir­che sind all­zu deut­lich und zei­gen welch gewief­ter Tak­ti­ker den Stuhl Petri ein­nimmt. Bered­tes Schwei­gen auf der einen Sei­te und zärt­li­che pri­va­te Plau­de­rei­en auf er ande­ren Sei­te in der Gewiss­heit, dass die Welt­öf­fent­lich­keit auch alles mitbekommt.

    Einen mit ihm offen­bar seit Jah­ren befreun­de­ten Evan­ge­li­ka­len Angli­ka­ner, ein ‚Bischof‚ Tony Pal­mer nennt er in einer Video­bot­schaft sei­nen BRUDERBISCHOF .
    Eines scheint ihnen gemein­sam zu sein, ihre unver­hoh­le­ne Katholikenschelte.

    http://www.youtube.com/watch?v=b5TwrG8B3ME

    Den kur­zen Video­clip kann man sich auch auf dem blog
    von L.. Ver­rec­chio anschau­en. Es ist erbärmlich.

    http://www.harvestingthefruit.com/francumenism-mission-accomplished/

  7. Schaut doch mal der Rea­li­tät ins Auge. Das Schwei­gen der Bischö­fe und Prie­ster ken­ne ich schon seit vie­len Jah­ren. Fran­zis­kus ist nun der Erste an der Spit­ze, der die­ser Phi­lo­so­phie frönt. Als Pila­tus Jesus frag­te: „Was ist Wahr­heit?“, hat Jesus geschwie­gen! Hät­te Jesu auch geschwie­gen, wenn Pila­tus gefragf hät­te. „Wer ist Wahr­heit?“, Nein, Jesus hät­te sicher geant­wor­tet: “ Ich bin die Wahrheit,…!“
    Hat Jesus wohl auch nicht gehan­delt, als er die Händ­ler aus dem Tem­pel gewor­fen hat? Und jetzt in der Fast­nacht- und Faschings­zeit, zie­hen die Häre­si­en zu Tau­sen­den durch die Kir­chen. Zeigt doch nicht immer auf den Papst, son­dern auch mal auf euren Ortsprie­ster und Orts­bi­schof, auf die Pfar­rei­ver­ant­wort­li­chen! Die nach­kon­zi­lia­re Kir­che schweigt und lässt die Häre­si­en leben. Die nach­kon­zi­lia­re Kir­che kennt weder die 20 Kon­zi­li­en noch das 21. Kon­zil rich­tig, son­dern hat aus Schwach­punk­ten des letz­ten Kon­zils eine neue Kir­che geschaf­fen. Glaubt wie­viel Unfrie­den durch Glau­bens­ver­schie­den­hei­ten die neue Kir­che in Fami­li­en und Ver­wand­schaf­ten geschaf­fen hat? Was soll das dau­ern­de Frie­dens­ge­plär­re in den Mess­fei­ern, wenn sie selbst Urhe­ber des Strei­tes ist. Eine Kir­che, eine Leh­re, eine Got­tes­ver­eh­rung eines einen Got­tes und den Dia­log mit die­sem Gott. Die nach­kon­zi­lia­re Kir­che hat sich der Welt geöff­net, einer plu­ra­li­sti­schen Wahr­heit, was ja kei­ne Wahr­heit ist. Die Pro­gres­si­sten wer­den immer unge­stü­mer. Ob nun Fran­zis­kus schweigt oder die Wahr­heit ver­rät, der Zer­fall der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che wird mit dem gesell­schaft­li­chen Zer­fall ein­her­ge­hen, aus dem sie sich nicht mehr her­aus­hal­ten kann. Die nach­kon­zi­lia­re Kir­che, die sich sel­ber hei­lig spricht, ist nicht die wah­re Kir­che Jesu Chri­sti. Freut euch doch! Aus einem Nie­der­gang wird wie­der die wah­re Kir­che erste­hen. Das Senf­korn ist zwar das klein­ste von allen Samen­kör­nern; wenn es aber aus­ge­wach­sen ist, ist es grö­sser als die Gartengewächse…(Matth 13,32).

  8. Wie gut, dass offen­sicht­lich alle hier wis­sen, dass die Zeit, wo der Fal­sche Pro­phet in die katho­li­sche Kir­che ein­zieht, nicht unse­re Zeit sein wird, ja man kann sogar anneh­men, dass dies nie pas­sie­ren wird. Jeden­falls wird es in kei­nem der Kom­men­ta­re auch nur andeu­tungs­wei­se in Erwä­gung gezogen.
    Glau­ben wir denn nicht, dass der Kampf, der zwi­schen Gott und Satan tobt, real ist, und unse­re welt­li­chen Betrach­tun­gen und Deu­te­rei­en wenig bedeu­tend sind.

  9. So funk­tio­niert die „Gehirn­wä­sche“ jeder kann ver­ste­hen was er ver­ste­hen möch­te, über­all Nebel­ker­zen und fal­sche Lich­ter. Die Ver­wir­rung ist per­fekt und alle sehen sich nach dem Weg der aus der Wirr­nis her­aus­führt. Wie heißt im obi­gen Artikel:
    „Doch eines Mor­gens, es war der 18. Novem­ber 2013 äußer­te er sich nicht gegen den Teu­fel, son­dern gegen das „Ein­heits­den­ken, als Ergeb­nis der Welt­lich­keit“, das alles einer „hege­mo­nia­len Uni­for­mi­tät“ unter­wer­fen will.“ Die Ant­wort dazu wur­de gege­ben, nach­zu­le­sen­le­sen unter
    Kar­di­nal Kas­per zu wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen: „Neue Wege“ gehen wie das Kon­zil – Papst Fran­zis­kus: „Dan­ke. Danke“ 
    Ist denn wirk­lich noch etwas unklar??

  10. Hal­lo,
    eines soll­te sich der Bischof von Rom, ich bin nicht katho­lisch, auch vor Augen hal­ten, „der wel­cher vom Unrecht weiss und es Recht nennt, oder es nicht benennt, macht sich mitschuldig“.
    Fran­zis­kus soll­te, wie sonst kei­ner in der Kir­che, nur nach dem Text der hei­li­gen Schrift reden und nichts ande­res. Die Fein­de des Chri­sten­tums lau­ern überall!

    Freund­lichst Erich Schäfer

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