Der Vatikan unter Papst Franziskus ein Paradies der Berater

Vatikan das neue Paradies der internationalen Beraterkonzern(Vati­kan) McK­in­sey, Pro­mon­to­ry, Ernst&Young, KPMG: Mit dem neu­en Pon­ti­fi­kat begann auch im Vati­kan ein Wett­lauf, die erle­sen­sten und kost­spie­lig­sten Bera­ter­fir­men der Welt in Sachen Orga­ni­sa­ti­on und Finan­zen zu enga­gie­ren. Die Welt als „glo­ba­les Dorf“ macht sie unent­behr­lich und vor allem sind es sie selbst, die sich unent­behr­lich machen. Eine System aus Effi­zi­enz und Gewinn­stre­ben, das sich selbst stän­dig neu erfin­det und an Macht stän­dig zunimmt. Kein Finanz­mi­ni­ster kommt mehr ohne sie aus, weil sie längst den Durch­blick ver­lo­ren haben. Aus die­sem Grund schrei­ben die Bera­ter­fir­men bereits die Geset­ze selbst, die von der Poli­tik abge­seg­net wer­den. Auch in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Die Poli­tik am Gän­gel­band eines Dut­zend inter­na­tio­na­ler Bera­tungs­un­ter­neh­men, die in wes­sen Inter­es­se arbei­ten? Einen Über­blick dar­über, wie sich die­se Unter­neh­men in den ver­gan­ge­nen zehn Mona­ten im Vati­kan breit gemacht haben vom Vati­ka­ni­sten San­dro Magister.

Sind externe Berater besser?

Die jüng­ste Beauf­tra­gung erging an McK­in­sey zur Aus­ar­bei­tung eines Plans, um die Orga­ni­sa­ti­on der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel des Hei­li­gen Stuhls zu moder­ni­sie­ren und effi­zi­en­ter zu machen. „Das genüg­te, um unter den Mit­ar­bei­tern des Vati­kans in die­sem Bereich Panik aus­zu­lö­sen“, so der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster. Mit der Zahl der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel wuchs auch die Zahl der Mit­ar­bei­ter, jedoch ohne Koordination.

Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di, Vati­kan­spre­cher und Lei­ter des Pres­se­am­tes des Hei­li­gen Stuhls wur­de mit dem ame­ri­ka­ni­schen Jour­na­li­sten Greg Bur­ke vom Opus Dei ein Seni­or Com­mun­ca­ti­ons Advi­ser zur Sei­te gestellt. Sei­ne Stel­le ist mit eige­nem Büro am Staats­e­kre­ta­ri­at ange­sie­delt. Sein genau­es Tätig­keits­feld ist jedoch nicht ganz klar.

Stellenvermehrung

Der am Ende des Pon­ti­fi­kats von Bene­dikt XVI. ernann­te neue Prä­si­dent der Vati­kan­bank IOR Ernst von Frey­berg brach­te mit Max Hohen­berg und Mar­kus Wie­ser zwei Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­fis von Com­mu­ni­ca­ti­ons & Net­work Con­sul­ting mit.

Das von Pater Lom­bar­di gelei­te­te Radio Vati­kan sen­det mit einem Jah­res­haus­halt von 22 Mil­lio­nen Euro in zahl­rei­chen Spra­chen und gestal­tet die dazu­ge­hö­ren­de Inter­net­sei­te in eben­so vie­len Ausgaben.

Schließ­lich gibt es den Osser­va­to­re Roma­no, die offi­ziö­se Tages­zei­tung des Pap­stes mit Aus­ga­ben in meh­re­ren Spra­chen und dazu­ge­hö­ren­den Inter­net­sei­ten und das Cen­tro Tele­vi­si­vo Vati­ca­no (CTV). Im Gegen­satz zu Radio und Tages­zei­tung ver­zeich­net der Fern­seh­sen­der statt­li­che Ein­nah­men wegen der exklu­si­ven Über­tra­gungs­rech­te für Auf­nah­men des Pap­stes. Aller­dings ste­hen dem der­zeit enor­me Aus­ga­ben gegen­über, um die Sen­de­tech­nik von Sony und ande­ren gro­ßen Unter­neh­men auf neue­sten Stand brin­gen zu lassen.

Nicht zuletzt gibt es auch den Päpst­li­chen Rat für die sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel. Eigent­lich wäre er die haus­in­ter­ne Ein­rich­tung, um die Auf­ga­ben zu bewäl­ti­gen, die nun McK­in­sey anver­traut wur­den. Die Grün­de, wes­halb exter­nen, nam­haf­ten Unter­neh­men, trotz der ver­hält­nis­mä­ßig weit höhe­ren Kosten der Vor­zug gege­ben wird, kön­nen viel­fäl­tig sein. Der Vati­kan folgt dar­in den mei­sten west­li­chen Regie­rungs­par­tei­en und Regie­rungs- und Verwaltungsapparaten.

Mit Papst Franziskus kamen die Global Players

Die Ent­schei­dung, daß nach der Abdan­kung von Papst Bene­dikt XVI. auch im Vati­kan plötz­lich die im Wirt­schafts- und Poli­tik­be­trieb inter­na­tio­nal heu­te all­ge­gen­wär­ti­gen Bera­ter­fir­men ein- und aus­ge­hen, geht direkt auf Papst Fran­zis­kus zurück. Sei­nen Ein­tritt von außen in die Gepflo­gen­hei­ten und Rück­sich­ten der Römi­schen Kurie gestal­te­te er auf sei­ne Art. Er setzt auf eini­ge per­sön­li­che Bera­ter, denen er sein Ver­trau­en schenkt und umgeht die Rück­sicht­nah­me durch exter­ne Beru­fun­gen, die kir­chen­in­ter­ne Ein­rich­tun­gen außen vor lassen.

Dazu gehör­te es auch, daß Papst Fran­zis­kus zum höchst umstrit­te­nen Mit­tel von Inter­views greift, wie selbst von höch­sten Kir­chen­ver­tre­tern, wie Joa­chim Kar­di­nal Meis­ner kri­ti­siert wur­de. Kei­nes sei­ner bis­he­ri­gen Inter­views, die für gro­ßes Auf­se­hen sorg­ten, gab er den haus­ei­ge­nen Medi­en des Vati­kans: eines gewähr­te er der Civil­tà  Cat­to­li­ca sei­nes Jesui­ten­or­dens und eines dem kir­chen­feind­li­chen Super­lai­zi­sten Euge­nio Scal­fa­ri von La Repub­bli­ca. „Es wur­de schnell klar, daß Papst Fran­zis­kus es vor­zieht, nach sei­nem Kopf zu han­deln“, so San­dro Magi­ster. Weder Vati­kan­spre­cher Lom­bar­di noch der Medi­en­ex­per­te des Staats­se­kre­ta­ri­ats Bur­ke wur­den bei den Inter­views irgend­wie hinzugezogen.

Promontory Financial Group

Neben McK­in­sey ist die Pro­mon­to­ry Finan­cial Group eine ande­re der gro­ßen Bera­ter­fir­men, die inter­na­tio­nal die Sze­ne beherr­schen und heu­te, wie Insi­der sagen, mehr Macht haben, als gan­ze Regie­run­gen. Seit Mai hat sich das Unter­neh­men mit Haupt­sitz in Washing­ton mit einem Dut­zend Mit­ar­bei­tern in der Vati­kan­bank IOR breit­ge­macht. Sie prü­fen sämt­li­che Ope­ra­tio­nen und erhal­ten damit, wahr­schein­lich als ein­zi­ge, den per­fek­ten Über­blick über die Bank. Und Wis­sen ist bekannt­lich Macht. Der­sel­ben Über­prü­fung ist auch die Apo­sto­li­sche Güter­ver­wal­tung des Vati­kans unterworfen.

Doch nicht nur das: Füh­ren­de Ver­tre­ter von Pro­mon­to­ry sit­zen inzwi­schen an zen­tra­len Schalt­he­beln der Vati­kan­bank. Der neue Gene­ral­di­rek­tor Rodol­fo Mar­ran­ci kommt direkt von Pro­mon­to­ry. Eliza­beth McCaul und Raf­fae­le Cosi­mo, Lei­ter der Pro­mon­to­ry-Nie­der­las­sun­gen von New York bezie­hungs­wei­se Euro­pa sind heu­te Seni­or Advi­ser der Vati­kan­bank. Von Über­see kommt auch Anto­nio Mon­ta­re­si, der als neu­er Chief Risk Offi­cer der Bank des Hei­li­gen Stuhls tätig ist. Eine Funk­ti­on, die es zuvor nicht gab. Das Pro­mon­to­ry Netz­werk um die Vati­kan­bank wur­de erst lang­sam sichtbar.

Finanzaufsichtsbehörde des Vatikans

Eine ver­gleich­ba­re Stel­len­ver­meh­rung erleb­te auch die Finanz­auf­sichts­be­hör­de des Vati­kans, die 2010 von Bene­dikt XVI. unter dem stän­di­gen Druck inter­na­tio­na­ler Gre­mi­en nach mehr Trans­pa­renz geschaf­fen wor­den war. Gelei­tet wird sie vom Schwei­zer René Brül­hart, einer inter­na­tio­na­len Kory­phäe sei­nes Fachs, die natür­lich ent­spre­chend viel kostet. Er will sei­nen kost­spie­li­gen Mit­ar­bei­ter­stab verdoppeln.

Die Wirt­schafts­prü­fung für die Vati­kan­bank hat unter dem neu­en Papst Ernst&Young über­nom­men. Das Bera­ter­un­ter­neh­men ist auch beauf­tragt, die Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten und die Ver­wal­tung des Gover­na­to­rats des Staa­tes der Vati­kan­stadt zu über­prü­fen und modernisieren.

KPMG

Und schließ­lich gibt es mit KPMG noch einen vier­ten inter­na­tio­na­len Rie­sen, der geru­fen wur­de, um die Buch­hal­tung aller Insti­tu­te und Büros des Vati­kans den inter­na­tio­na­len Stan­dards anzupassen.

Obwohl die inter­na­tio­na­le For­de­rung nach Trans­pa­renz sowie der Wunsch nach mehr Effi­zi­enz der Aus­gangs­punkt für die­se gan­zen Ope­ra­tio­nen rund um die Vati­kan­bank und die Finanz- und Wirt­schafts­sei­te des Vati­kans ist, wur­de bis­her nichts über die Kosten bekannt, die die­se vier Kolos­se des Bera­tungs­sek­tors ver­ur­sa­chen. „Kosten, die ver­mut­lich beacht­lich sind, vor allem jene zu Lasten der Vati­kan­bank IOR“, so San­dro Magister.

Ernst&Young

Die Vati­kan­bank muß­te zudem 3,6 Mil­lio­nen der 28,3 Mil­lio­nen Euro Schul­den über­neh­men, die laut Ernst&Young durch den Welt­ju­gend­tag in Rio de Janei­ro ver­ur­sacht wur­den. Wei­te­re zehn Mil­lio­nen muß­ten zur Schul­den­deckung an die Diö­ze­se Ter­ni flie­ßen, die des­sen ehe­ma­li­ger Bischof Vin­cen­zo Paglia dort hin­ter­las­sen hat­te. Paglia ist heu­te Vor­sit­zen­der des Päpst­li­chen Rats für die Fami­lie.

Die Kosten der exter­nen Bera­ter­fir­men für den Vati­kan sind nicht bekannt. Bekannt ist jedoch, daß das ita­lie­ni­sche Finanz­mi­ni­ste­ri­um zum Bei­spiel vor Weih­nach­ten einen Ver­trag mit KPMG abge­schlos­sen hat. Die Gesell­schaft soll das kosten­in­ten­si­ve Gesund­heits­we­sen von sie­ben ver­schul­de­ten ita­lie­ni­schen Regio­nen über­prü­fen. Die Kosten von 38 Mil­lio­nen Euro müs­sen die ver­schul­de­ten Regio­nen an die KPMG zah­len. KPMG hat ihrer­seits für die­se Auf­ga­be auch Ernst&Young hin­zu­ge­zo­gen. Der Kreis schließt sich und nicht nur hier.

Neue Transparenz, doch nicht bei Kosten für Berater

Ernst von Frey­berg, der Prä­si­dent der Vati­kan­bank IOR sag­te Rachel San­der­son von der Finan­cial Times nur soviel, daß die Ver­gü­tung allein der Pro­mon­to­ry Group „costs well abo­ve seven digits“, also viel mehr als eine sie­ben­stel­li­ge Zahl ausmacht.

McKinsey

McK­in­sey ist für die Katho­li­sche Kir­che kein Unbe­kann­ter. Auch die Erz­diö­ze­se Ber­lin bedien­te sich bereits ihrer Dien­ste. Zustän­dig dafür war damals der Lei­ter der McK­in­sey-Filia­le in Mün­chen Tho­mas von Mit­sch­ke-Col­lan­de. Glei­ches gilt für die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz, die McK­in­sey beauf­trag­te, Vor­schlä­ge für Kosten- und Per­so­nal­ein­spa­run­gen zu machen.

Von Mit­sch­ke-Col­lan­de unter­brei­te­te im ver­gan­ge­nen Som­mer einen detail­lier­ten Plan zur Reform der Römi­schen Kurie, die dem C8-Kar­di­nal­s­rat von Papst Fran­zis­kus zuging. Gleich dop­pelt mit Ernst&Young ver­bun­den ist Fran­ce­s­ca Chaou­qui, die ein­mal von Papst Fran­zis­kus zum Erstau­nen nicht weni­ger in eine neue Kom­mis­si­on mit weit­rei­chen­den Befug­nis­sen im öko­no­misch-admi­ni­stra­ti­ven Bereich des Hei­li­gen Stuhls ernannt wur­de, zum ande­ren in der Öffent­lich­keits­ar­beit für den anglo­ame­ri­ka­ni­schen Kon­zern tätig ist. Die­ser Inter­es­sen­kon­flikt und eini­ge Aspek­te ihrer Bio­gra­phie brach­ten Papst Fran­zis­kus für die Ernen­nung Chaou­quis eini­ge Kri­tik ein (sie­he Berich­te Fran­ce­s­ca Chaou­qui: umtrie­big, Lob­by­istin, Nuz­zi-Ver­eh­re­rin, neue päpst­li­che Kom­mis­sa­rin und  Die Bekennt­nis­se der Fran­ce­s­ca Chaou­qui.

Text: Set­ti­mo Cielo/Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Unternehmenslogos (Mon­ta­ge)

21 Kommentare

  1. Das ist das Ziel: Die katho­li­sche Kir­che soll eine Insti­tu­ti­on wer­den wie jede ande­re auch. Der Weg ist nicht mehr weit, die Ziel­li­nie bereits in Sichtweite.

  2. Ver­steht Fran­zis­kus dass unter einer Armen Kir­che, Mil­lio­nen für Bera­tungs­fir­men hin­aus­schmei­ßen, will Fran­zis­kus nach dem Gei­sti­gen Kon­kurs auch einen Kör­per­li­chen Kon­kurs herbeiführen??? 

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Bei der Wahl des Latein­ame­ri­ka­ners Ber­go­glio zum Papst spiel­ten die US-Kar­di­nä­le eine wich­ti­ge Roll­le. Das lässt sich nicht mehr leug­nen. Das war so gaplant. Ein Libe­ra­ler und Moder­nist muss nach deren Gusto Papst wer­den. Jetzt haben wir den Salat.

  3. Das Schlimm­ste ist immer noch, dass die mei­sten ame­ri­ka­ni­schen Fir­men von Sien­to­lo­gy unter­wan­dert sind.

    • und von den Frei­mau­rern, die ja sowie­so alles unter­wan­dert haben. Las­sen wir doch mal die Kir­che im Dorf. Der Vati­kan stand kurz vor dem Zusam­men­bruch. Da muss Bera­ten wer­den. Ob es jedoch so viel Bera­tung sein muss ist wirk­lich mehr als fraglich.

    • Nein, Sci­en­to­lo­gy ist lach­haft im Ver­gleich zu der viel gefähr­li­che­ren Ideo­lo­gie der NWO, die von fast allen Mäch­ti­gen in der USA ange­strebt wird.

      Geor­ge Bush hat sie immer wie­der beschwo­ren, jetzt wird sie durchgezogen. 

      Man ver­schärft den Gegen­satz zwi­schen arm und reich, um dann so auf­zu­räu­men, wie auf den Geor­gia Gui­de­stones ange­droht. Die Glo­ba­li­sie­rung ist ein wei­te­rer Mosa­ik­stein auf dem Weg.

      • Auf die Sci­en­to­lo­gen war auch ein­mal eine regel­rech­te Hatz. Kaum ver­ging ein Tag, an dem nicht über die Sci­en­to­lo­gy Schlim­mes ver­mel­det wur­de. Dann war es schlag­ar­tig wie­der aus. Die Sci­en­to­lo­gen sind wie­der aus dem Medi­en­all­tag ver­schwun­den. Ich glau­be auch, dass man uns mit den Sci­en­to­lo­gen einen Brocken hin­wirft, auf den wir dann rein­fal­len sol­len. Ande­re Mäch­te stecken hin­ter der Kam­pa­gne gegen die Kir­che. Mit Ber­go­glio kommt noch mehr „Welt“ in die Kir­che, aber eine art von „Welt“, die wir ganz und gar nicht brauchen.

  4. Ich habe Angst. Wie vie­le die­ser exter­nen pri­va­ten Bera­ter­chefs sind Frei­mau­rer ? Was soll das noch wer­den. Beten, Beten, Beten. La Salet­te, Fati­ma gedenken !

  5. Eine von die­sen genann­ten Bera­ter­fir­men war auch bei uns im Unter­neh­men, um uns effi­zi­en­ter zu machen. Das Ergeb­nis war ernüch­ternd. Man kann sagen, es wur­de sinn­los Geld ver­brannt. Hät­ten wir auf die­se Bera­ter in Bezug auf unse­ren Pro­dukt­mix gehört, wären wir heu­te nicht mehr exi­stent. Zum Glück erkann­te der dama­li­ge Geschäfts­füh­rer den Nicht­nut­zen der Bera­tung und hat dann den Ver­trag aufgekündigt.

    Ich hof­fe, daß die Bera­ter Papst Fran­zis­kus nicht auch noch in Glau­bens­an­ge­le­gen­hei­ten beraten.…
    Wenn ich mir das moder­ni­sti­sche Trei­ben in der hei­li­gen RKK so anschaue, scheint wohl alles möglich.

  6. Armut pre­di­gen, aber die Ver­tre­ter der NWO (Neu­en Weltor­dung) in den Vati­kan las­sen. Wenn das nicht Heu­che­lei pur ist, was ist es dann.

    Die­ser Papst ver­rät die Armen. Er heu­chelt sein Mit­ge­fühl für die Armen nur. Wie trau­rig ist das doch alles.

    • Lie­ber Herr Bell,
      das ist eine drei­ste The­se. Ich fin­de es unglaub­lich ver­let­zend, wie Sie von unse­rem Papst reden. Die Behaup­tung er heu­chelt sein Mit­ge­fühls für die Armen wei­se ich ent­schie­den zurück.

      • Leo­nie: Und war­um wird dann Geheim­ge­hal­ten wie viel die­se „Bera­tungs­fir­men“ kas­sie­ren??? Ver­mut­lich nur des­halb, damit nie­mand erfährt wie vie­le Mil­lio­nen Men­schen mit die­sen Geld über­le­ben könnten. 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  7. Wie „gut“ die­se Con­sul­ting-Fir­men (hier: Deloit­te) wirk­lich sind, könnt ihr hier (The Bos­ton Glo­be) nachlesen:

    From Flo­ri­da and Penn­syl­va­nia to Cali­for­nia, mul­ti­mil­li­on-dol­lar pro­jects mana­ged by the New York com­pa­ny have come in behind sche­du­le, over bud­get, and ridd­led with pro­blems. It is a situa­ti­on that has been repeated in Mas­sa­chu­setts this sum­mer; Deloit­te was two years late and $6 mil­li­on over bud­get in deli­vering a system to mana­ge unem­ploy­ment claims, and, sepa­r­ate­ly, the Depart­ment of Reve­nue fired the firm for fal­ling behind on a $114 mil­li­on tax-system over­haul mired in errors.

    In Florida’s Miami-Dade Coun­ty, school offi­cials fired Deloit­te in 2009, part­way through an $84 mil­li­on con­tract to over­haul the district’s com­pu­ter system. After pay­ing Deloit­te $30 mil­li­on and having “vir­tual­ly not­hin­g” usable they could res­cue, Super­in­ten­dent Alber­to Car­val­ho said, the district tur­ned the pro­ject over to its in-hou­se tech­no­lo­gy depart­ment, which com­ple­ted it on time and wit­hin the budget.

    “After much review the best thing to do was ter­mi­na­te Deloit­te, and we did with a vengeance,” Car­val­ho said. “We cut out the middleman.”

  8. Ich hal­te die­se Ent­wick­lung für sehr schwer­wie­gend und besorg­nis­er­re­gend. Infor­ma­tio­nen sind Gold für die­se Fir­men (neben der fürst­li­chen Bezah­lung). Sie haben Kon­tak­te zu allen wich­ti­gen Insti­tu­tio­nen der Welt und sie nut­zen ihre Infor­ma­tio­nen. Es geht um Ein­fluss, Macht und Poli­tik. Die Fir­men unter­stüt­zen ganz offen Prak­ti­ken, die mit der Leh­re der katho­li­schen Kir­che nicht ver­ein­bar sind. Wer sie beauf­tragt und in den Vati­kan gebracht hat, weiß dies natür­lich. Noch vor eini­ger Zeit hät­te ich dies nicht für mög­lich gehalten.

  9. Nach­dem Johan­nes XXIII. die Fen­ster zur Welt weit geöff­net hat, macht Fran­zis­kus nun die Türen hoch und die Tore weit auf für Oba­mas inter­na­tio­na­le Finanz­kon­trol­leu­re. Mit den dra­ma­ti­schen Fol­gen wer­den die Katho­li­ken leben müs­sen, denn Fran­zis­kus lie­fert dadurch die bis­lang weit­ge­hend unab­hän­gi­ge Zen­tral­ver­wal­tung der Kir­che end­gül­tig und voll­stän­dig der Welt aus. Der Vati­kan wird nach die­sem Pon­ti­fi­kat de fac­to abge­schafft, zumin­dest aber fremd­bets­immt sein. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt..

  10. Hmm. Das hört sich schwer nach einer »> Due-Dili­gence-Prü­fung «< an. Wer eine arme Kir­che will, könn­te im Extrem­fall dar­über nach­den­ken, das kirch­li­che Ver­mö­gen unter „den Gei­ern“ auf­zu­tei­len, bzw. wie ein Insol­venz­ver­wal­ter bil­ligst zu ver­scher­beln. Ein paar Brot­kru­men fal­len dann als Recht­fer­ti­gung für die Armen ab. Soll­ten wir es noch erle­ben müs­sen, dass wir — wie schon von Jesus im Tem­pel bemän­gelt — dann Ein­tritt zah­len müs­sen für den Kir­chen­be­such, weil sich unse­re Kir­chen dann in den Hän­den von Inve­sto­ren befin­den? Man­che kön­nen den Hals ja nicht voll genug kriegen. 

    Was die Orga­ni­sa­ti­on der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel betrifft: Ver­mut­lich darf es nicht sein, dass sich der Hei­li­ge Geist unkon­trol­liert gegen­über der Öffent­lich­keit äußert, ohne dass die „ober­ste“ Stel­le im Vati­kan davon etwas weiß und ggf. kor­ri­gie­rend ein­greift. Außer­dem muss ja sicher­ge­stellt wer­den, dass man her­aus­fin­det, wer im Vati­kan dem Papst Gefolg­schaft lei­stet und wer nicht. Das geht nur, wenn man auch den Inhalt von Mails, Brie­fen und Tele­fo­na­ten kennt. Somit muss alles auf­ge­zeich­net wer­den, wie das bei uns Nor­ma­los ja jetzt auch schon der Fall ist.

    Aber das sind alles nur Befürch­tun­gen mei­ner­seits, die hof­fent­lich nie ein­tre­ten werden.

  11. (…) „Wir aber sind völ­lig ande­rer Mei­nung als die­se Unglücks­pro­phe­ten, die immer das Unheil vor­aus­sa­gen, als ob die Welt vor dem Unter­gang stün­de. Ange­sichts der gegen­wär­ti­gen Ereig­nis­se in der huma­nen Welt, durch die das Men­schen­ge­schlecht in eine neue Welt­ord­nung ein­zu­tre­ten scheint, muß man viel eher einen ver­bor­ge­nen Plan der gött­li­chen Vor­se­hung erken­nen. Die­ser ver­folgt in den Zeit­läuf­ten durch die Wer­ke der Men­schen und meist über ihre Erwar­tun­gen hin­aus sein eige­nes Ziel und alles, auch die ent­ge­gen­ge­setz­ten mensch­li­chen Inter­es­sen, lenkt er wei­se zum Heil der Kir­che.“ („Gau­det Mater Eccle­sia“, Eröff­nungs­re­de Johan­nes XXIII, zum 2. Vat. Kon­zil, aus Rober­to de Mattei, Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil, S. 225, 226).
    Konn­te sich ein Papst noch mehr täu­schen als der Kon­zils­papst Johan­nes XXIII.? Denn dass der Vati­kan in die Hän­de der Ideo­lo­gen der NWO fällt und damit zer­stört wird, kann er nicht gewollt
    haben.
    Was immer er gewollt hat, es hilft uns heu­te nicht. Ohn­mäch­tig müs­sen wir mit anse­hen, wie sich unse­re katho­li­sche Kir­che vor unse­ren Augen selbst zerstört.
    Es wer­den Reste übrig blei­ben, „die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht über­wäl­ti­gen.“ Ich brau­che mei­nen gan­zen Glau­ben, um dar­an zu glauben.

  12. Frei­mau­rer bedie­nen sich des Frei­mau­rer-Macht-Netz­wer­kes, bzw sind Teil des­sel­ben. Sie arbei­ten ziel­ori­en­tiert zusam­men, über­all in der Welt und jetzt end­lich auch offi­zi­ell im Vatikan.
    Stel­len wir uns auf eine har­te Zeit ein, aber sie wird kurz sein.

  13. Bera­ter in Anspruch zu neh­men ist nicht schlecht, weil die­se vie­fach sehr viel kön­nen, etwa Unter­neh­mens­be­ra­ter wie Kien­baum oder McK­in­sey. Das Bera­ter­un­we­sen beruht dar­auf, dass Leu­ten für Bera­tung etwas bezahlt wird , die nichts glei­stet haben,w eil soche Bera­ter­lei­stun­gen schwe­rer über­püf­bar sind als Bauleistungen.

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