Kardinal Maradiaga empfiehlt Neo-Kardinal Müller mehr „Flexibilität“

Kardinal Maradiaga über Papst Franziskus, Glaubenspräfekt Müller eine "arme" Kirche(Köln) Deut­sche Medi­en titel­ten, daß „Papst-Ver­trau­ter“ eine Rück­kehr von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein Bis­tum Lim­burg in einem Inter­view mit dem Köl­ner-Stadt­an­zei­ger aus­ge­schlos­sen hat. Zum Fall Lim­burg sie­he die Berich­te Bischof Tebartz-van Elst fliegt nach Rom – Was steckt wirk­lich hin­ter dem Lim­bur­ger Streit? und Lim­burg: Bischof Tebartz-van Elst – Ver­ord­ne­te Abset­zung in Etap­pen? Der „Papst-Ver­trau­te“ ist Erz­bi­schof Oscar Rodri­guez Kar­di­nal Mara­dia­ga von Tegu­cig­al­pa in Hon­du­ras. Der Hon­du­ra­ner wur­de von Papst Fran­zis­kus als Ver­tre­ter Mit­tel­ame­ri­kas in den C8-Kar­di­nal­s­rat beru­fen, den er zudem koor­di­niert. Seit­her ist der latein­ame­ri­ka­ni­sche Pur­pur­trä­ger ein gefrag­ter Gesprächs­part­ner der Medi­en und sieht sich ein wenig als inof­fi­zi­el­ler Papst-Stellvertreter.

Weni­ger Beach­tung fand Mara­dia­gas unge­wöhn­li­che Kri­tik am Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, dem ernann­ten Kar­di­nal Ger­hard Lud­wig Mül­ler. Kuri­en­erz­bi­schof Mül­ler scheint zum Buh-Mann der Unduld­sa­men zu wer­den. Ein Schick­sal, das vor ihm bereits Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger als Glau­bens­prä­fekt geteilt hatte.

„Mein Bruder, Du solltest ein wenig flexibel sein“

Wäh­rend Erz­bi­schof Mül­ler sei­nen deut­schen Mit­brü­dern im Bischofs­amt und der Gesamt­kir­che die katho­li­sche Leh­re zum Ehe­sa­kra­ment in Erin­ne­rung rief, mach­te sich Kar­di­nal Mara­dia­ga über ihn lustig. Dem Köl­ner Stadt­an­zei­ger sag­te er lachend:

„Ich habe es gele­sen, ja. Und ich dach­te: ‚Okay, viel­leicht hast Du Recht, viel­leicht aber auch nicht.‘ Ich mei­ne, ich ver­ste­he ihn: Er ist Deut­scher — ja, ich muss das sagen, er ist oben­drein Pro­fes­sor, ein deut­scher Theo­lo­gie­pro­fes­sor. In sei­ner Men­ta­li­tät gibt es nur rich­tig oder falsch, das war’s. Aber ich sage: ‚Die Welt, mein Bru­der, die Welt ist nicht so. Du soll­test ein wenig fle­xi­bel sein, wenn du ande­re Stim­men hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, nein, hier ist die Wand.‘ Also, ich glau­be, er wird dahin gelan­gen, ande­re Ansich­ten zu ver­ste­hen. Aber jetzt ist er halt noch am Anfang, hört bloß auf sei­nen Beraterstab.“

„Wir stehen in der Kirche am Beginn einer neuen Ära“

Kar­di­nal Mara­dia­ga ist in sei­nem per­sön­li­chen Höhen­flug „fest über­zeugt: Wir ste­hen in der Kir­che am Beginn einer neu­en Ära. Ähn­lich wie vor 50 Jah­ren, als Papst Johan­nes XXIII. die Kir­chen­fen­ster öff­nen ließ, um fri­sche Luft her­ein­zu­las­sen. Heu­te will Fran­zis­kus die Kir­che in die Rich­tung füh­ren, in die er selbst vom Hei­li­gen Geist getrie­ben wird: näher bei den Men­schen, nicht über ihnen thro­nend, son­dern in ihnen lebendig.“

Vor allem aber sei zu beden­ken: „Die Kir­che, das darf man nicht ver­ges­sen, ist nicht bloß eine Insti­tu­ti­on von Men­schen­hand, son­dern Got­tes Werk. Ich bin sicher, er hat­te bei unse­rer Wahl im März 2013 sei­ne Hand im Spiel. Denn nach mensch­li­chem Ermes­sen wäre ein ande­rer Papst geworden.“

„Mehr Pastoral als Doktrin“

Die Hal­tung von Papst Fran­zis­kus, so der Kar­di­nal, sei es, hin­aus­zu­ge­hen um zu evan­ge­li­sie­ren. Das bedeu­te kon­kret: „Mehr Pasto­ral als Dok­trin“. Was das für den Erz­bi­schof von Tegu­cig­al­pa bedeu­tet, erläu­ter­te er mit „Fle­xi­bi­li­tät“ am Bei­spiel der wider­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen: „Die Kir­che ist gebun­den durch Got­tes Gebo­te. Chri­stus sagt über die Ehe: Was Gott ver­bun­den hat, das darf der Mensch nicht tren­nen. Die­ses Wort steht fest. Aber es gibt vie­le Zugän­ge, es zu deu­ten.“ Es gebe daher „noch viel Raum für eine ver­tief­te Durch­drin­gung. Aber es wird nicht in die Rich­tung gehen, daß mor­gen weiß ist, was heu­te schwarz ist“.

Der Kar­di­nal habe dem Papst die Fra­ge gestellt, war­um es nach der Bischofs­syn­ode von 1980 schon wie­der eine zum The­ma Fami­lie brau­che. Der Papst habe ihm geantwortet:

„Das ist 30 Jah­re her. Heu­te gibt es die Fami­lie von damals für die mei­sten Men­schen gar nicht mehr. Und das stimmt: Wir haben Schei­dun­gen, wir haben die Patch­work­fa­mi­li­en, die vie­len Allein­er­zie­hen­den, Phä­no­me­ne wie Leih­mut­ter­schaf­ten, kin­der­lo­se Ehen. Nicht zu ver­ges­sen die gleich­ge­schlecht­li­chen Part­ner­schaf­ten. Die waren 1980 doch nicht ein­mal am Hori­zont erkenn­bar. All das erfor­dert Ant­wor­ten für die Welt von heu­te. Und es genügt nicht zu sagen: Dafür haben wir die tra­di­tio­nel­le Leh­re. Selbst­ver­ständ­lich, die tra­di­tio­nel­le Leh­re wird fort­be­stehen. Aber die pasto­ra­len Her­aus­for­de­run­gen erfor­dern zeit­ge­mä­ße Ant­wor­ten. Und die stam­men nicht mehr aus Auto­ri­ta­ris­mus und Mora­lis­mus. Das ist kei­ne ‚Neue­van­ge­li­sie­rung‘, nein, nein!“

Wenig Kontakt zu Glaubenspräfekt Müller und Strukturreformen

Es wun­dert nicht, daß der Kon­takt zwi­schen Kar­di­nal Mara­dia­ga und dem künf­ti­gen Kar­di­nal Mül­ler nicht der beste zu sein scheint: „Bis jetzt haben wir noch nicht mit­ein­an­der gespro­chen. Aber wir wer­den reden, ganz bestimmt. Es ist immer gut, einen guten Dia­log zu führen.“

Zum media­len Dau­er­bren­ner „Struk­tur­re­for­men“ sag­te der hon­du­ra­ni­sche Kar­di­nal: „Natür­lich muss sich vie­les in der Kir­che ändern. Der Papst weiß das, ich weiß es, und auch das Kar­di­nals­kol­le­gi­um war sich des­sen bewusst, als es 2013 ins Kon­kla­ve ging. Struk­tu­ren ste­hen im Dienst der Men­schen. Wenn sich aber die Lebens­welt der Men­schen so rasant ver­än­dert, müs­sen es auch die Struk­tu­ren der Kir­chen­lei­tung, der Kurie.“ Die Bischofs­syn­ode sol­le „nach dem Wil­len des Pap­stes ein hand­li­ches, wir­kungs­vol­les Instru­ment kol­le­gia­ler Lei­tung sein und nicht bloß ein Mee­ting in Rom alle drei Jah­re“, so der Kar­di­nal. Dazu „Ver­än­de­run­gen im Staats­se­kre­ta­ri­at, mit des­sen Arbeit in der Ver­gan­gen­heit vie­le unzu­frie­den waren“ und: „Wir schla­gen vor, eine eige­ne Kon­gre­ga­ti­on für die Lai­en einzurichten.“

„Point of no return“ und keine Kritik an deutschem Kirchensteuersystem

Auf die Fra­ge, ob dem 77jährigen Papst genug Zeit für all die­se Ver­än­de­run­gen blei­be, ant­wor­te­te Mara­dia­ga: „Ich glau­be, zum einen sind wir bereits an einem ‚Point of no return‘“.

Erstaun­lich hand­zahm gab sich der latein­ame­ri­ka­ni­sche Kar­di­nal als die Rede auf die deut­sche Kir­chen­steu­er kam. Wäh­rend er den Wunsch von Papst Fran­zis­kus nach einer „armen Kir­che“ lob­te, woll­te sich der Kar­di­nal nicht in die Ent­welt­li­chungs-Auf­for­de­rung von Papst Bene­dikt XVI. an die deut­sche Kir­che ein­mi­schen: „Das habe ich nicht zu kritisieren.“

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: ACI Prensa

22 Kommentare

  1. Mara­dia­ga ist ein knall­har­ter Macher, der, wenn er nicht gebremst wird, die Kir­che voll­ends in den Abgrund füh­ren wird. Er scheint nicht nur ver­blen­det zu sein, son­dern ist auch total von sich selbst über­zeugt. Es steht ihm nicht zu, den Präfkten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on zu kri­ti­sie­ren, ja sich über ihn lustig zu machen. Viel­mehr soll­te er sei­ne eige­nen Über­zu­gun­gen hin­ter­fra­gen. Direkt heuch­le­rich ist es, in lehr­amt­li­chen Fra­gen Fle­xi­bi­li­tät zu ver­lan­gen, in kom­ple­xen prak­ti­schen Fra­gen (TvE) aber mit dem dicken Ham­mer zu agie­ren, und ein Urteil zu fäl­len (das eh nicht in sei­nen Kom­pe­tenz­be­reich passt), noch bevor die Unter­su­chungs­kom­mis­si­on ihre Arbei­ten über­haupt abge­schlos­sen hat.

  2. Ich weiß ich klin­ge wie eine kaput­te Schall­plat­te, aber gibt es im Vati­kan eigent­lich noch Katho­li­ken? Und ist in der übri­gen katho­li­schen Kir­che eigent­lich noch etwas übrig was nicht mit mit Mar­xis­mus, Real­tivis­mus und Frei­mau­rer­tum ver­seucht wor­den ist? Wer­den Häre­si­en am lau­fen­den Band jetzt zur gut­mensch­li­chen Barm­her­zig­keit der „Neu­en Kir­che“ erho­ben? Fra­gen über Fra­gen und kei­ne Antworten.

  3. Der „fle­xi­ble“ Kar­di­nal Mara­dia­ga soll­te sich wie­der mal die Leh­ren der hl. Kir­chen­leh­rer zu Gemü­te füh­ren. Der  hl. Vin­zenz v. Lerin (gest. 450) 
    umreisst in sei­nem Werk „Com­mo­ni­to­ri­um“ die unab­dung­ba­re Not­wen­dig­keit des Fest­hal­tens an der hl. Tra­di­ti­on und die anson­sten dro­hen­den Fol­gen von men­schen­ge­mach­ten „Neue­run­gen“.…
    -
    „Mit­hin ist jener ein 
    wah­rer und ech­ter Katho­lik, der die Wahr­heit Gottes, 
    der die Kir­che, der den Leib Chri­sti liebt, 
    der der gött­li­chen Reli­gi­on, der dem katho­li­schen Glauben* 
    nichts vorzieht, 
    nicht das Anse­hen irgend­ei­nes Menschen, 
    nicht Zunei­gung, nicht Talent, 
    nicht Bered­sam­keit und nicht Philosophie, 
    son­dern, dies alles geringschätzend 
    und im Glauben 
    fest­ge­grün­det, stand­haft bleibt und ent­schlos­sen ist, 
    nur das, was nach sei­ner Über­zeu­gung die katho­li­sche Kir­che all­ge­mein von alters her fest­ge­hal­ten hat, 
    fest­zu­hal­ten und zu glauben, 
    das aber, wovon er findet, 
    daß es spä­ter von einem ein­zel­nen ohne Rück­sicht auf die Gesamtheit 
    oder im offe­nen Gegen­satz zu allen Hei­li­gen als neu und unbe­kannt ein­ge­führt wurde, 
    nicht als zur Religion, 
    son­dern viel­mehr als zur Ver­su­chung gehö­rig betrachtet, 

    [.…]
    „Die Kir­che Chri­sti aber, die eif­ri­ge und sorgsame 
    Wäch­te­rin der bei ihr hin­ter­leg­ten Glaubenslehren, 
    ändert an ihnen nie­mals etwas, nimmt nichts hin­weg und tut nichts hinzu; 
    sie schnei­det Not­wen­di­ges nicht ab und fügt Über­flüs­si­ges nicht bei; 
    sie läßt das Ihri­ge nicht fah­ren und eig­net sich Frem­des nicht an; 
    sie ist viel­mehr mit aller Sorg­falt nur dar­auf bedacht, 
    das Alte treu und wei­se zu ver­wal­ten, und zwar das, 
    was von alters her unge­formt und keim­haft über­lie­fert war, 
    genau­er zu gestal­ten und zu feilen, 
    was schon gehö­rig aus­ge­drückt und ent­wickelt war, 
    zu kräf­ti­gen und zu sichern, was schon klar- und fest­ge­stellt war, zu bewahren.

  4. Der Kar­di­nal aus Hon­du­ras ist dafür bekannt oder eher berüch­tigt, daß ihm ab und zu die ver­ba­len Gäu­le durch­ge­hen, und nach­dem er nun als Chef dem papst­be­ra­ten­den Kar­di­nal­s­gre­mi­um vor­steht, scheint er die Boden­haf­tung noch etwas mehr ver­lo­ren zu haben und sich selbst für den Vize­papst zu hal­ten. Vor allem zie­len sei­ne Äuße­run­gen zu dem „deut­schen Theo­lo­gie­pro­fes­sor“ EB Mül­ler, dem es eben am rech­ten Wis­sen um die Pasto­ral und das Wesen der Kir­che feh­le, ja noch auf einen ande­ren, der eben­falls deut­scher Theo­lo­gie­pro­fes­sor und Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on war. Des­sen glas­kla­re Dik­ti­on und Treue zur Dok­trin muß dem Hon­du­ra­ner, der es eher mit der Anbie­de­rung an den Zeit­geist hat, gewal­tig genervt haben. Das zei­gen sei­ne Aus­las­sun­gen zum Kon­kla­ve beson­ders eindrucksvoll.Daß er Got­tes Plä­ne und Wil­len genau kennt, ver­steht sich da schon fast von selbst..

    • dan­ke
      ‑ein sol­cher Kar­di­nal ist mE eines der­ge­stal­ten Amtes nicht fähig.Allerdings die Hl. Kir­che hat schon vie­les ausgehalten.damasus@-Ihr Kom­men­tar hat mir die hei­li­ge Ruhe zurückgegeben.

  5. Ent­schul­di­gung, was ein gequirl­ter unaus­ge­go­re­ner Mist den der Herr Kar­di­nal da von sich gibt.
    Unfassbar

  6. Sind wir sicher der Hei­li­ge Geist war nicht im Spiel und die Beru­fung auf den Hei­li­gen Geist um die Kir­che zu ver­welt­li­chen und die Gläu­bi­gen in die Irre zu füh­ren ist eine Anma­ßung. Eben­so in der Fra­ge von Ehe und Fami­lie, in der Erhe­bung des Huma­nis­mus zum Glau­bens­dog­ma sowie der Häre­sie, das allen Men­schen das Ewi­ge Leben zu teil wer­de, ob sie ihre Sün­de bereue oder nicht.
    Wir wer­den sehen, dass das alles schnell von einer neu­en Hier­ar­chie in die Tat umge­setzt wird. Dabei wer­den treue Die­ner ver­wor­fen und müs­sen leiden.
    Im Übri­gen wird mit der Aus­sa­ge das Ber­go­glio vom Hei­li­gen Geist getrie­ben wird ja eine Umkehr der bis­he­ri­gen Poli­tik ver­kün­det, denn bis­her wur­de ein Kol­lek­tiv behaup­tet. Aber mit der Aus­sa­ge soll klar sein, was immer ent­schie­den wird ist nicht mehr zu hin­ter­fra­gen und für alle verbindlich.

  7. Nein Herr Kar­di­nal Maradiaga.Das was vor 50’ig Jah­ren in die Kir­che gefah­ren ist ‚war nicht das wir­ken des hl.Geistes,sondern eher das unhei­li­ge Geba­ren von Wöl­fen unter Kardinalshüten.Ebenso ist die Wahl Ber­go­gli­os zum Papst nie­mals das Werk des hei­li­gen Gei­stes gewesen,sondern offen­sicht­lich das Werk von völ­lig ver­blen­de­ten Aggior­na­men­to Agenten,der Freimaurer,der Moder­ni­sten. Hier spielt sich die gan­ze Tra­gö­die des Kon­zils ab.Und das ist der Weg,auf dem die­se Kon­zils­kir­che in den Abgrund und infol­ge des­sen in die Spal­tung schlittert:Vom Libe­ra­lismsus zur Apostasie.

  8. Der Glau­bens­ab­fall in unse­rer Kir­che scheint unauf­halt­sam zu sein. Es ist unge­heu­er­lich was die­ser Kar­di­nal von sich gibt.

  9. Naja so sehr es ärger­lich ist, was der Kar­di­nal da vor sich gibt, solan­ge er nichts Schlim­me­res macht, als noch eine Kon­gre­ga­ti­on ein­zu­rich­ten, wird es höch­stens so, dass eben noch ein Amt mit geschaf­fen wird, das dann natür­lich, wohl nach deut­schen Vor­bild, jeden Monat mun­ter ne Men­ge Papier­kram unters Volk bringt.
    Was nun das pasto­ra­le angeht, Herr im Him­mel wenn sie nicht Prie­ster haben wer­den wol­len, hät­ten sie halt Sozi­al­ar­bei­ter wer­den müssen.
    Ande­rer­seits, jeder Prie­ster der Beich­te hört, der kriegt doch soviel Not und Elend und Ver­ir­run­gen mit, und man ist auch einem Prie­ster gegen­über offe­ner, was die per­sön­li­chen Man­kos angeht, als z.B dem Kol­le­gen gegenüber.
    Wenn ich mir angug­ge, wie schwer es teil­wei­se ist, ein­fach regel­mä­ßig beich­ten zu gehen, weil Hoch­wür­den ein­fach nicht da ist. Beich­te nur nach vor­he­ri­ger Anmel­dung mög­lich ist, und gute ein­fühl­sa­me, Beicht­vä­ter halt sel­ten sind, dann kom­men mir die Apo­lo­ge­ten der „Pasto­ral“ vor wie Leu­te die vor einem Berg Arbeit (z.B zu jäten­dem Unkraut) ste­hen kei­nen Fin­ger krum machen und laut drü­ber schwa­dro­nie­ren, wie ger­ne sie doch Unkraut zup­fen täten.

  10. Ein Blick nach Hon­du­ras genügt, beson­ders in die Situa­ti­on der Kir­che: Es ist ein alp­traum­haf­tes Cha­os dort, 40% der sog. „Katho­li­ken“ prak­ti­zie­ren wei­te­re Kul­te. Es waren ein­mal die hon­du­ra­ni­schen Katho­li­ken mit den Gläu­bi­gen Argen­ti­ni­ens und Bra­si­li­ens die Treue­sten der Kir­che. Und dann kam Mara­dia­ga: zuerst mach­te er die Kir­che zu Täte­rin in einem „Geno­zid“, den er ein­mal sogar in die Nähe der Sho­ah rück­te, dann ließ er frem­de Riten in katho­li­schen Kir­chen zu und bie­der­te sich der links­ex­tre­men Revo­lu­ti­ons­par­tei als Ver­mitt­ler an, um dann Ari­as zu des­avu­ie­ren und sich als Regent des Lan­des auf­zu­füh­ren, unter­stützt vom alten Papst Johan­nes Paul II.….
    Jetzt ist er im Syn­e­d­r­i­on der Kirchenzerstörer.…Was erwar­ten Sie denn eigentllch?

  11. Nein und noch­mals Nein: Wir ste­hen in der Kir­che am Beginn einer neu­en Ära , rich­tig soll­te es ja hei­ßen „Wir ste­hen am Beginn einer neu­en Ära mit einer Neu­en Kir­che“ die nicht mehr Gott den Herrn und sei­nen Hei­li­gen Wil­len die­nen möch­te, son­dern nur mehr den Für­sten der Welt und den Göt­zen Mam­mon. Und ein Öster­rei­chi­scher Kar­di­nal hat auch schon offen aus­ge­spro­chen das spä­te­stens mit Fran­zis­kus begon­nen hat, näm­lich die Ära der „DIE NEUE KIRCHE“ siehe 

    Zugleich beton­te der Wie­ner Erz­bi­schof aber, dass mit dem neuen
    Papst „ein Ruck durch DIE NEUE KIRCHE gegan­gen ist“.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  12. Es ist schon rich­tig, daß die Kir­che die Fen­ster auch öff­nen muß, allein schon um zu den Men­schen zu spre­chen. Nur das Bild mit der fri­schen Luft von drau­ßen ist wirk­lich gera­de­zu aberwitzig.

  13. Mara­dia­ga sieht aus wie ein Talk­ma­ster und nicht wie ein from­mer und besinn­li­cher Mensch.Vergleicht man dazu die Fotos von Ortho­do­xen Klerikern,zB. die von Russland,da lie­gen Licht­jah­re und Wel­ten ent­fernt. Grin­sen und Dol­ca Vita-Ein Chri­stenum Light,das ist es ‚was die Ber­go­glio Kir­che anstrebt.Herr, lass HIRN HERUNTERREGNEN.

  14. Wenn alle Hoff­nun­gen der Katho­li­ken jetzt auf einem Mann ruhen, der die Vir­gi­ni­tas in par­tu leug­net, dann ist es schlimm bestellt um die Katholiken.

  15. Kar­di­nal Mara­dia­ga hat das welt­kirch­li­che Enga­ge­ment der katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land sehr gelobt. Er nennt dabei Adve­ni­at, Renova­bis und Mise­re­or. War­um wohl?

    Zum dt. Kirch­steueer­sy­stem will er sich nicht äußern. War­um wohl?

  16. „Ach, wie sehr möch­te ich eine arme Kir­che und eine Kir­che der Armen!“ – mit die­sen pro­gram­ma­ti­schen Wor­ten ruft Papst Fran­zis­kus eine For­de­rung ins Gedächt­nis, die im Umfeld des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils ihre Wur­zeln schlägt. Das Inter­net­por­tal Welt­kir­che bie­tet einen Über­blick über die Anfän­ge und Hin­ter­grün­de der Kir­che der Armen – ein Leit­wort, das heu­te aktu­el­ler denn je ist.“
    aus: http://www.katholisch.de/de/weltkirche/themen_2/kirche_der_armen/kirche_der_armen_index.php

    Und nun:

    „Der Papst wünscht sich eine „arme Kir­che“. Die deut­sche Kir­che ist reich, sehr reich. Darf sie „rei­che Kir­che“ sein, solan­ge sie mit ihrem Geld den Armen hilft?
    MARADIAGA: Den Armen zu hel­fen, bedeu­tet nicht, arm zu sein.“
    aus: http://www.ksta.de/politik/-papst-vertrauter–tebartz–kommt-nicht-zurueck‑,15187246,25935270.html

    Sobald es um die deut­sche Kir­chen­steu­er geht, möch­te man doch nicht ganz so sehr eine arme Kir­che sein.

    • Wenn die Kir­che das Geld nur nicht für so viel unnö­ti­ges zum Fen­ster raus­wer­fen wür­de. Man soll­te davon mehr den Armen zukom­men las­sen und es nicht für teu­re Altar­um­bau­ten im „Geist des Kon­zils“ und für so vie­le unnö­ti­ge und dazu auch noch kir­chen­zer­stö­re­ri­sche Gre­mi­en verschwenden.
      Per Mari­am ad Christum.

  17. Was Kar­di­nal Madar­ia­ga sagt, wider­spricht der Hei­li­gen Schrift. Jesus sag­te, wir sind in der Welt aber gehö­ren nicht zur Welt. Die Brie­fe vom H. Pau­lus ermah­nen uns immer wie­der uns nicht der Welt anzu­glei­chen, nicht in der Sün­de zu leben, son­dern nach der Tugend des christ­li­chen Lebens zu trach­ten, das Hei­li­ge hei­lig hal­ten, ein wür­di­ges Leben zu füh­ren. Nur so kön­nen wir Sauer­teig sein.
    Aber weil soviel ver­dreht wird, ver­steht kei­ner mehr was gut und böse ist, was recht und unrecht ist. Beten wir, dass wir die­se Zeit am Glau­ben unse­rer Vor­fah­ren festhalten.

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