Katholische Morallehre? Der deutsche Konfrontationskurs von Bischöfen und Professoren

Erzbischof Robert Zollitsch bei Papst Franziskus in Rom(Bonn) Deut­sche Moral- und Pasto­ral­theo­lo­gen sprin­gen Zollitsch und Marx in derem Kampf gegen die katho­li­sche Moral­leh­re zur Sei­te. Im Kon­fron­ta­ti­ons­kurs deut­scher Bischö­fe mit Rom muß­ten die Bischö­fe eine Nie­der­la­ge ein­stecken. Trotz des „Wun­sches“ einer Grup­pe von Bischö­fen an Papst Fran­zis­kus, Glau­ben­prä­fekt Ger­hard Lud­wig Mül­ler nicht zum Kar­di­nal zu erhe­ben, wird der deut­sche Glau­bens­hü­ter am 22. Febru­ar das Kar­di­nal­s­bi­rett erhal­ten.

„Die Kir­che muß ihre Hal­tung zur Sexu­al­mo­ral ändern. Wir schrei­ben das Jahr 2014 nach Chri­stus. Seit Jah­ren sind wir in das drit­te Jahr­tau­send ein­ge­tre­ten. Es ist doch unmög­lich, daß Rom noch immer an Zöli­bat und Ehe denkt als Alter­na­ti­ven, die dem Leben einen Sinn geben.“ Kurz­um, alte Zöp­fe sei­en end­lich abzu­schnei­den, man müs­se sich dem Neu­en, dem Moder­nen zuwen­den, dem, was die Men­schen wol­len und ohne­hin tun. So und ähn­lich klingt schwarz auf weiß die Stel­lung­nah­me füh­ren­der Ver­tre­ter der Arbeits­ge­mein­schaft Deut­scher Moral­theo­lo­gen und der Kon­fe­renz der deutsch­spra­chi­gen Pasto­ral­theo­lo­gen und Pasto­ral­theo­lo­gin­nen e.V.

Bei Erste­ren han­delt es sich laut Eigen­de­fi­ni­ti­on um einen Zusam­men­schluß der an deut­schen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len leh­ren­den und for­schen­den bzw. eme­ri­tier­ten Pro­fes­so­ren der Moral­theo­lo­gie. Bei Zwei­te­ren um die­sel­be Grup­pe im Fach­be­reich Pasto­ral­theo­lo­gie aus dem gan­zen deut­schen Sprach­raum ein­schließ­lich den Nie­der­lan­den.

„Gemeinsame Antwort“ deutscher Moral- und Pastoraltheologen linienkonform mit Zollitsch & Marx

„20 Moral- und Pasto­ral­theo­lo­gIn­nen“ ant­wor­te­ten gemein­sam auf den römi­schen Fra­ge­bo­gen zum Vor­be­rei­tungs­do­ku­ment der Bischofs­syn­ode zum The­ma Fami­lie. Betei­ligt sind Moral- und Pasto­ral­theo­lo­gen ver­schie­de­ner Uni­ver­si­tä­ten. Eme­ri­tier­te Pro­fes­so­ren von Mün­ster, Mainz, Graz, Bene­dikt­beu­ern, Til­burg, Dort­mund, eben­so der Pro­mo­tor der Schul­se­xu­al­erzie­hung Johan­nes Grün­del (Mün­chen) und Hans Kra­mer (Bochum). Unter den Akti­ven fin­den sich der Wie­ner Moral­theo­lo­ge Gun­ter Prül­ler-Jagen­teu­fel, der mit der Lei­te­rin des Pasto­ral­am­tes der Erz­diö­ze­se Wien, Vero­ni­ka Prül­ler-Jagen­teu­fel ver­hei­ra­tet ist,  eben­so Eber­hard Schocken­hoff von Frei­burg im Breis­gau, der Jesu­it Josef Schu­ster von St. Geor­gen. Mehr erstaunt in die­sem Kreis der Pasto­ral­theo­lo­ge und Zister­zi­en­ser Nor­bert Stig­ler von der Hoch­schu­le Hei­li­gen­kreuz bei Wien.

Gefor­dert wird eine Über­win­dung der Glau­bens­leh­re, die ein mora­li­sches Urteil über das Sexu­al­ver­hal­ten der Indi­vi­du­en aus­spricht. Die Sexua­li­tät sei Pri­vat­sa­che und gehe nie­man­den etwas an, weder die Kir­che und auch nicht Gott. Es sei an der Zeit zu einem Para­dig­men­wech­sel, der auf der Zer­brech­lich­keit der Ehe und den per­sön­li­chen Erfah­run­gen im Sexu­al­be­reich grün­det. Die Sexu­al­mo­ral müs­se auf der „Ver­letz­lich­keit“ grün­den, die­se aner­ken­nen und beglei­ten.

Rom müs­se end­lich ein­se­hen, daß die Stun­de gekom­men ist, die Ehe neu zu defi­nie­ren: „Die Ehe muß sich als eine die Ver­letz­lich­keit ber­gen­de, nicht nöti­gen­de Insti­tu­ti­on pro­fi­lie­ren.“ Ehe neu defi­niert durch „pal­lia­le“, „eman­zi­pa­ti­ve“ und „ refle­xi­ve Dimen­si­on“ der „Vul­nera­bi­li­tät“ der mensch­li­chen Sexua­li­tät.

„Mehr Barmherzigkeit, weniger Strafe“ — veränderte Praxis, unveränderte Lehre

Die 20 Unter­zeich­ner des Appells geben sich dabei nur als Sprach­rohr aus. Nicht sie wür­den das ver­lan­gen, nein, die Gläu­bi­gen sei­en es. Ein Blick auf die pro­fes­so­ra­len Ant­wor­ten zeigt, an wel­che revo­lu­tio­nä­re „Wen­de“ sie den­ken. Natür­lich wird alles im Namen von „mehr Barm­her­zig­keit“ gefor­dert.

„Mehr Barm­her­zig­keit, und weni­ger Stra­fe, das ent­spricht in etwa dem, was ohne­hin seit eini­ger Zeit die Mehr­zahl der deut­schen Bischö­fe auf ihre Fah­ne geschrie­ben haben“, so Matteo Mat­zuz­zi, der Vati­ka­nist von Il Foglio. Die kirch­li­che Leh­re fin­de in der Theo­rie nur zum Teil „Akzep­tanz“ bei den mei­sten Gläu­bi­gen, in der Pra­xis kaum. Es sei offen­kun­dig, „daß eine christ­li­che Moral­ver­kün­di­gung, die Sexua­li­tät nur im Kon­text der Ehe anspre­chen will, nicht genau genug hin­se­hen kann, wenn es um die vie­len Erschei­nungs­for­men des Sexu­el­len außer­halb der Ehe geht“, wis­sen die Moral- und Pasto­ral­theo­lo­gen zu sagen.

Lob für „Handreichung“ des Erzbistums Freiburg

Das Pro­fes­so­ren­do­ku­ment rezi­piert auf ver­blüf­fen­de und wohl­ab­ge­wo­ge­ne Wei­se, was in den ver­gan­ge­nen Mona­ten von Ver­tre­tern des deut­schen Epi­sko­pats geäu­ßert wur­de, beson­ders des inzwi­schen eme­ri­tier­ten Erz­bi­schofs von Frei­burg, aber noch Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, Msgr. Robert Zollitsch. Ent­spre­chend lobend wird die umstrit­te­ne „Hand­rei­chung“ des Amtes für Fami­li­en­pa­sto­ral von Zollitschs Erz­bis­tum Frei­burg her­vor­ge­ho­ben: „Als der­zeit wich­tig­sten ‚Pasto­ral­plan‘ könn­te man die »Hand­rei­chung zur Beglei­tung von Men­schen in Tren­nung, Schei­dung und nach zivi­ler Wie­der­ver­hei­ra­tung« aus dem Erz­bis­tum Frei­burg bezeich­nen, wel­che die men­schen­freund­li­che und respekt­vol­le Grund­hal­tung Jesu kon­se­quent zum Maß­stab der kirch­li­chen Sor­ge um wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne machen will. Sie nahm zahl­rei­che Impul­se aus dem moral­theo­lo­gi­schen Dis­kurs der letz­ten bei­den Jahr­zehn­te pro­duk­tiv auf.“

Ende Janu­ar wird sich der Stän­di­ge Rat der Bischofs­kon­fe­renz in Vor­be­rei­tung der Früh­jahrs­voll­ver­samm­lung mit der „Hand­rei­chung“ befas­sen. Mit Unge­duld drän­gen meh­re­re deut­sche Bischö­fe dar­auf, die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zu den Sakra­men­ten zuzu­las­sen. Ihnen geht es dar­um eine Kluft zu retu­schie­ren und das Weg­bre­chen einer gro­ßen Grup­pe zu ver­hin­dern. Die Frei­bur­ger „Hand­rei­chung“ soll offi­zi­ell für die Seel­sor­ge aner­kannt wer­den, ohne offi­zi­ell die kirch­li­che Leh­re, sehr wohl aber ihre Pra­xis zu ändern.

Müllers Kritik, deutscher Starrsinn

Die „Hand­rei­chung“ wur­de vom Glau­bens­prä­fekt und bereits ernann­ten Kar­di­nal Ger­hard Lud­wig Mül­ler als im Wider­spruch zur katho­li­schen Leh­re ver­ur­teilt. Mül­ler for­der­te von Rom aus, das Doku­ment zurück­zu­zie­hen. Doch die deut­schen Bischö­fe wol­len nicht locker­las­sen. Mit Rein­hard Kar­di­nal Marx, dem Erz­bi­schof von Mün­chen-Frei­sing sprang Zollitsch die der­zeit gewich­tig­ste Stim­me der euro­päi­schen Kir­che zur Sei­te. Marx ist Vor­sit­zen­der der Euro­päi­schen Bischofs­kon­fe­ren­zen COMECE und Ver­tre­ter Euro­pas im C8-Rat von Papst Fran­zis­kus.

Der Applaus zu Hau­se bewegt sie mehr, als die Ermah­nun­gen und War­nun­gen Roms. Die Bischö­fe betrei­ben ein hoch­ris­kan­tes Vaban­que­spiel in der Hoff­nung, daß Rom, abge­schreckt von einem mög­li­chen Schis­ma und dem Ver­lust der deut­schen Brief­ta­sche, nach­gibt oder zumin­dest so tut, als sei nichts gesche­hen. Der Ide­al­fall, den die deut­sche Kir­che seit Jahr­zehn­ten erfolg­reich betreibt. Sel­ten fiel ein so grel­les Licht auf die „deut­sche Arro­ganz“ wie zu dem Augen­blick, als Zollitsch und Marx öffent­lich erklär­ten, nicht sie, son­dern der Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für die Glau­bens­leh­re, der von Bene­dikt XVI. ein­ge­setz­te und von Papst Fran­zis­kus bestä­tig­te ober­ste Hüter der Ortho­do­xie habe sei­ne Mei­nung zu ändern.

Deutsche Bischöfe wollten nicht, daß Müller Kardinal wird

Der im Unter­grund schwe­len­de Kon­flikt einer latent schis­ma­ti­sie­ren­den deut­schen Kir­che wur­de dadurch zum offe­nen und hef­ti­gen Zusam­men­prall. Die Pas­sau­er Tages­zei­tung Neue Pres­se berich­te­te vor weni­gen Tagen, daß eine Grup­pe deut­scher Bischö­fe Papst Franz­i­kus nahe­ge­legt haben, Prä­fekt Mül­ler doch von der Liste der neu­en Kar­di­nä­le zu strei­chen.

Eine eben­so außer­ge­wöhn­li­che wie uner­hör­te Akti­on in den Bezie­hung zwi­schen der deut­schen Kir­che und dem Vati­kan. Die Wochen­zei­tung Die Zeit ver­such­te auf ihre Wei­se das bischöf­li­che Anlie­gen zu unter­stüt­zen, indem sie schrieb, daß Prä­fekt Mül­ler der „hart­näckig­ste Geg­ner“ des Pap­stes sei und ein Urteil von Hans(Dampf) Küng ver­öf­fent­lich­te, der Mül­ler, natür­lich mit nega­ti­ver Kon­no­ta­ti­on, als „neu­en Otta­via­ni“ bezeich­ne­te.

Papst Franziskus läßt sich bei Personalentscheidungen nicht dreinreden

Doch Papst Fran­zis­kus ließ sich von den Begehr­lich­kei­ten eini­ger deut­scher Bischö­fe nicht beein­drucken. Ins­ge­samt läßt sich das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt bei Per­so­nal­ent­schei­dun­gen nicht drein­re­den. Schon gar nicht ändert er bereits getrof­fe­ne Ent­schei­dun­gen, wie ganz unter­schied­lich gela­ger­te Fäl­le bele­gen, etwa die hef­tig kri­ti­sier­te Ernen­nung von Msgr. Ric­ca als Haus­prä­lat der Vati­kan­bank oder der am Mon­tag erfolg­te Kahl­schlag in der Kar­di­nals­kom­mis­si­on der Vati­kan­bank. Ledig­lich der dem neu­en Papst treu erge­be­ne Kar­di­nal Tau­ran wur­de bestä­tigt.

Im Tor­ni­el­li-Inter­view ging Papst Fran­zis­kus vor Weih­nach­ten auch auf die Zollitsch „Hand­rei­chung“ ein und wider­sprach einer deut­schen Aus­le­gung, er habe in irgend­ei­ner Wei­se zum The­ma wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne Stel­lung bezo­gen. Inhalt­lich ging der Papst jedoch nicht auf die Fra­ge ein.

Seit ver­gan­ge­nem Sonn­tag, als der Papst unter den neu­ernann­ten Kar­di­nä­len auch Kuri­en­erz­bi­schof Mül­ler nann­te, ist den deut­schen Bischö­fe aller­dings klar, daß ihr For­de­rungs­schrei­ben, mit dem sie die Kar­di­nal­s­er­he­bung Mül­lers hin­ter­trei­ben woll­ten, unge­öff­net an den Absen­der zurück­ge­schickt wur­de, wie Hans Küngs Zwi­schen­ru­fe unge­hört blie­ben. Ende Janu­ar wer­den die Bischö­fe dar­über zu spre­chen haben. Ob sie das päpst­li­che Signal von ihrem offe­nen Kon­fron­ta­ti­ons­kurs abbrin­gen wird?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Il Foglio

23 Kommentare

  1. „Es ist doch unmög­lich, daß Rom noch immer an Zöli­bat und Ehe denkt als Alter­na­ti­ven, die dem Leben einen Sinn geben.“

    Man steht nur noch fas­sungs­los vor sol­chen Per­fi­di­en. Es sind die eiter­beu­len­ar­tig auf­plat­zen­den Aus­wür­fe eines jahr­zehn­te­lan­gen moral­tho­lo­gi­schen Abdrif­tens, die offen­kun­dig machen, dass der Glau­be an Gott bei die­sen Zuhäl­tern des Zeit­gei­stes rest­los ver­dun­stet ist. Eine völ­li­ge Umkeh­rung aller Wer­te hat Ein­zug in die­se Köp­fe gehal­ten. Der Mensch, nicht Gott, ist es, der Gebo­te und Sit­ten defi­niert und sie sich nach sei­nem Gusto zurecht­schu­stert. Gott ist tot. Die Kir­che ist in deren Gehir­nen von der mater et magi­stra zu einer Dir­ne ver­kom­men, die sich den jewei­li­gen Bedürf­nis­sen des auto­no­men Men­schen weit zu öff­nen hat. Sinn fin­den die­se Pseu­do­theo­lo­gen dann ganz kon­se­quent offen­bar nur mehr im unein­ge­schränk­ten Sank­tio­nie­ren hedo­ni­sti­scher Begier­den. Eine Theo­lo­gie, die den Men­schen sei­ner erbärm­li­chen mensch­li­chen Schwä­che aus­lie­fert, anstatt ihn über sei­ne nie­de­ren Instink­te zu erhe­ben, ist eine per­ver­se After­theo­lo­gie, die in deka­den­ten Zei­ten viel­leicht vor­über­ge­hend Anklang fin­det, die aber letzt­lich nie­mand braucht und die über kurz oder lang ver­wor­fen wird.

  2. Mögen die Mit­glie­der der Arbeits­ge­mein­schaft Deut­scher Moral­theo­lo­gen etc. bit­te auf den Mond aus­wan­dern, dort ihre eige­ne Kir­che bzw. poli­tisch-kor­rek­te und zeit­ge­mä­ße Laber­sek­te grün­den und alle Katho­li­ken in Ruhe las­sen. Nie­mand hat die­se Schwät­zer gewählt und nie­mand zeigt das gering­ste Inter­es­se an ihrerm ewi­gen, wich­tig­tue­ri­schen Genöh­le. Und wer nicht mal zwi­schen Rom und der ewi­gen Wahr­heit Got­tes, unse­res Herrn unter­schei­den kann, der zeigt deut­lich, daß er dem Katho­li­zis­mus und dem Chri­sten­tum an sich intel­lek­tu­ell ein­fach nicht gewach­sen ist. Aber was kann man von Alt-68ern schon erwar­ten, als das stän­di­ge Rotie­ren um das eige­ne Ego, wel­ches kei­nen ande­ren Gott neben sich dul­det.

    • Sumsum
      Noch bevor ich Ihren „köst­li­chen“ Kom­men­tar las, hat­te ich auch die Vor­stel­lung einer One-Way-Mond­ra­ke­te voll mit moder­nen Moral- und Pasto­ral­theo­lo­gen.

  3. Es sei offen­kun­dig, „daß eine christ­li­che Moral­ver­kün­di­gung, die Sexua­li­tät nur im Kon­text der Ehe anspre­chen will, nicht genau genug hin­se­hen kann, wenn es um die vie­len Erschei­nungs­for­men des Sexu­el­len außer­halb der Ehe geht“…

    Wie sich doch die Her­ren und Däm­li­chen „Moral- und Pasto­ral­theo­lo­gen“ so vor­nehm und klug aus­zu­drücken wis­sen, wäh­rend sie heuch­le­risch-durch­trie­ben um den hei­ßen Brei schlei­chen.
    Es könn­te einem schlecht wer­den von die­ser schein­hei­li­gen Ban­de.

  4. Wenn das Zöli­bat abge­schafft wird, haben wir in der katho­li­schen Kir­che nur noch Selbst­dar­stel­ler als Prie­ster und kei­ne Hir­ten mehr. Obwohl die Zahl der wah­ren Hir­ten immer wei­ter schwin­det oder die­se den Medi­en vor­ge­wor­fen wer­den — trau­rig.

  5. „Bit­te den Über­brin­ger der Nach­richt nicht zu ent­haup­ten!“

    Wer das Papier liest, sieht sofort, dass die unter­zeich­ne­ten Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren nicht ihre eige­ne Mei­nung wie­der­ge­ben, son­dern das, was die Men­schen hier­zu­lan­de den­ken. Dazu gibt es seit über 40 Jah­ren regel­mä­ßi­ge Erhe­bun­gen (Wer­te­stu­di­en, Reli­gi­ons­stu­di­en, …), die hier als Ant­wor­ten auf den Fra­ge­bo­gen zusam­men­ge­fasst sind. Und so unter­schei­det sich das Papier der Pro­fes­so­ren nicht von den Ergeb­nis­sen, die ver­schie­de­ne Diö­ze­sen ver­öf­fent­licht haben. Käme irgend­je­mand auf den Gedan­ken, Kar­di­nal Meis­ner des­halb als Häre­ti­ker auf den Mond zu schie­ßen?

    Den Satz: „Es ist doch unmög­lich, daß Rom noch immer an Zöli­bat und Ehe denkt als Alter­na­ti­ven, die dem Leben einen Sinn geben“, kann ich übri­gens nir­gends fin­den – auch nicht dem Sinn nach. Stün­de er so in dem Doku­ment, hät­ten wohl kei­ner der genann­ten Pro­fes­so­ren unter­schrie­ben.

    Was wirk­lich dasteht: „Men­schen, die im außer­kirch­li­chen Bereich Plu­ra­li­tät posi­tiv erfah­ren (beruf­lich, sozi­al und bio­gra­phisch), emp­fin­den es nicht als aus­rei­chend, wenn ihnen die Kir­che nur Zöli­bat und Ehe als legi­ti­me Lebens­for­men vor­stellt. Im Licht des Evan­ge­li­ums ist zu prü­fen, ob nicht auch ande­re Lebens­for­men vom Ver­dikt der Sün­de ent­la­stet wer­den kön­nen.“ Dass das etwas ganz ande­res meint, ver­steht man aber nur, wenn man den Unter­schied zwi­schen Fak­tum und Norm, zwi­schen Ist und Soll begrif­fen hat.

    Der ein­zi­ge Abschnitt, der über eine Dar­stel­lung der Fak­ten­la­ge hin­aus­geht, ist der letz­te: „Wei­te­re Her­aus­for­de­run­gen und Vor­schlä­ge“. Hier fin­det sich nun aber kei­ne ein­zi­ge Ableh­nung einer kirch­li­chen Leh­re. Hier gibt es nur einen Vor­schlag(!), wie man die katho­li­sche Sexu­al- und Fami­li­en­mo­ral um wei­te­re Per­spek­ti­ven ergän­zen(!) könn­te, um aus Ein­sei­tig­kei­ten her­aus­zu­kom­men (z.B. jene leib­feind­li­chen Ten­den­zen, von denen Papst Bene­dikt sagt, dass es sie in der Kir­che immer gege­ben hat – vlg. Deus cari­tas est Nr.5). Der Vor­schlag lau­tet, die Ver­letz­bar­keit und Ver­letzt­heit des Men­schen im Bereich von Lie­be und Sexua­li­tät deut­li­cher in den Blick zu neh­men und von da her die Sexu­al­mo­ral zu ent­wickeln.

    Das ist im Grun­de eine Wei­ter­füh­rung der „Theo­lo­gie des Lei­bes“ von Papst Johan­nes Paul II. Um das zu erken­nen, muss man aller­dings genau lesen und ver­su­chen, zu ver­ste­hen. Prof. Stig­ler OCist aus Hei­li­gen­kreuz hat das offen­sicht­lich erkannt. Das „Erstau­nen“ dar­über, dass er zu den Unter­zeich­nern gehört, hält sich also in Gren­zen.

    Ich bit­te also, bevor wei­te­re Mond­ra­ke­ten gezün­det wer­den, nicht nur die Mel­dung zu lesen, son­dern das Doku­ment selbst – und zumin­dest ver­su­chen zu ver­ste­hen, was damit gesagt wer­den will und was nicht. (Die kirch­li­che Tra­di­ti­on nennt das übri­gens „sal­va­re sen­ten­ti­am“; sie­he Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che Nr. 2478.)

    Und auch, wenn es man­chen den Spaß ver­dirbt: Der Schei­ter­hau­fen bleibt heu­te kalt.

    • Guter Mann, alle Mond­ra­ke­ten bei­sei­te, der lie­be Herr­gott als Urhe­ber der christ­li­chen Moral­vor­stel­lun­gen hat in Sodom und Gomor­rah ganz klar aus­ge­drückt, was er von Leu­ten hält, die mei­nen, an sei­nen ewi­gen Geset­zen her­um­dok­tern zu müs­sen. Da kön­nen alle moder­ni­sti­schen Theo­lo­gen­heul­susen rum­kri­teln wie viel sie wol­len, wir müs­sen uns dem Herrn anpas­sen und nicht umge­kehrt. Da hilft alles Her­um­kne­ten und Neu­in­ter­pre­tie­ren­wol­len der Hei­li­gen Schrift gar nichts!

      • Könn­ten Sie bit­te, bevor Sie auf mei­nen Ein­trag ant­wor­ten, die­sen wenig­stens lesen? Ich kann beim besten Wil­len kei­nen inhalt­li­chen Zusam­men­hang erken­nen.

        • Lie­ber Herr Prül­ler-Jagen­teu­fel

          Die Plu­ra­li­tät, die es im Leben drau­ßen gibt, gibt es halt in der Kir­che nicht, auch wenn man es sich noch so wün­schen woll­te.

          Es gibt nur Him­mel — Fege­feu­er — Höl­le.

          • „Men­schen, die im außer­kirch­li­chen Bereich Plu­ra­li­tät posi­tiv erfah­ren (beruf­lich, sozi­al und bio­gra­phisch), emp­fin­den es nicht als aus­rei­chend, wenn ihnen die Kir­che nur Zöli­bat und Ehe als legi­ti­me Lebens­for­men vor­stellt. Im Licht des Evan­ge­li­ums ist zu prü­fen, ob nicht auch ande­re Lebens­for­men vom Ver­dikt der Sün­de ent­la­stet wer­den kön­nen.“

            Ich fra­ge mich, wie man auf so einen Satz kom­men kann. Das geht doch nur, wenn ich die Kir­che als einen Gemischt­wa­ren­la­den anse­he, der für alle Bedürf­nis­se ent­spre­chen­de Pro­duk­te bereit­hält. — Ja, die­se Seh­wei­se ist nach­kon­zilär und kom­plett ver­al­tet.

            Papst Fran­zis­kus will eine arme Kir­che haben und das heißt, das Waren­an­ge­bot wird knap­per, die Aus­wahl klei­ner.

            Es läuft dar­auf hin­aus, daß die Kir­che wie schon vor dem Kon­zil nur Zöli­bat und Ehe als legi­ti­me Lebens­for­men vor­stellt. Ganz ein­fach. Ganz arm.

    • Wer­ter @Gunter Prül­ler-Jagen­teu­fel, nie­mand möch­te wohl Schei­ter­hau­fen lodern sehen, wie sie es den Kom­men­ta­to­ren so freund­lich unter­stel­len. Auch ist es natür­lich rich­tig und ange­mes­sen, wenn die Kir­che und die Theo­lo­gen­schaft „das Ohr“ bei den Men­schen hat und deren Lebens­wirk­lich­keit kennt und in Betracht zieht. Aber wes­halb geschieht es dann immer in der Wei­se, dass man die Norm dem Fak­ti­schen anpas­sen, das Soll dem Ist anglei­chen will? Wie­so machen sich die unter­zeich­ne­ten Theo­lo­gie­pro­fes­so­ren zum Sprach­rohr „der Men­schen hier­zu­lan­de“? Wäre es nicht die vor­nehm­ste Auf­ga­be der Kir­che und der Theo­lo­gen­schaft, die „Mei­nun­gen hier­zu­lan­de“ zu ana­ly­sie­ren, das Fak­ti­sche an den Nor­men zu mes­sen und aus die­sem Ver­gleich nicht nur den Grad der Abwei­chung, die Grö­ße der Dif­fe­renz zwi­schen Ist und Soll fest­zu­stel­len und zu bekla­gen, son­dern aus der Ana­ly­se des Fak­ti­schen neue Stra­te­gien zu ent­wickeln, um den „Men­schen hier­zu­lan­de“ die Sinn­haf­tig­keit der christ­li­chen Norm neu zu erschlie­ßen? Die „Ver­letz­bar­keit und Ver­letzt­heit des Men­schen im Bereich Lie­be und Sexua­li­tät“, könn­te sie nicht eher ihre Ursa­che in der Miss­ach­tung bzw. weit­ge­hen­den Unkennt­nis (der Sinn­haf­tig­keit) der Sexu­al­mo­ral der Kir­che haben? Lei­den viel­leicht unse­re Moral­theo­lo­gen selbst an die­sem Sinn­ver­lust? Wie kön­nen wir den Sinn katho­li­scher Sexu­al­mo­ral, ihre tie­fe Wahr­heit über den Men­schen wie­der neu fass- und erleb­bar machen, in einer Welt, die an ihrem Ego­is­mus und Hedo­nis­mus zugrun­de­zu­ge­hen droht? Das wäre doch die moral­theo­lo­gi­sche Kar­di­nal­fra­ge, um die sich alles Den­ken und Ver­kün­den dre­hen müss­te! Hat die Kir­che nichts ande­res zu bie­ten, als dem Volk auf’s Maul zu schau­en? Die­nen wir dem Glück des Men­schen — oder sagen wir es theo­lo­gisch: sei­nem ewi­gen Heil — wirk­lich, indem wir die ande­ren Lebens­for­men, also das Fak­ti­sche, ein­fach abseg­nen? Oder wür­den wir den Men­schen nicht doch ange­mes­se­ner die­nen, wenn wir heu­ti­ge Lebens­for­men auf der Grund­la­ge des christ­li­chen Glau­bens hin­ter­fra­gen und ver­su­chen, die katho­li­sche Sexu­al­mo­ral, bspw. den Sinn von Ehe und Zöli­bat, wie­der neu ins Bewusst­sein zu rufen?

    • @Gunter Prül­ler-Jagen­teu­fel
      Ich habe mir ihren Bei­trag durch­ge­le­sen. Sie haben recht. Die Leu­te reagie­ren immer emp­find­li­cher auf die „Leib­feind­lich­keit“ der hei­li­gen katho­li­schen Kir­che.
      „Men­schen, die im außer­kirch­li­chen Bereich Plu­ra­li­tät posi­tiv erfah­ren (beruf­lich, sozi­al und bio­gra­phisch), emp­fin­den es nicht als aus­rei­chend, wenn ihnen die Kir­che nur Zöli­bat und Ehe als legi­ti­me Lebens­for­men vor­stellt.“
      Was machen wir nun mit die­sen Wor­ten des Herrn.
      „Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in sei­nem Her­zen schon Ehe­bruch mit ihr began­gen.“
      Soll­te wir die­se Wor­te des Herrn in der hei­li­gen Schrift nicht schwär­zen oder gleich die gan­ze Sei­te raus­rei­ßen damit die Men­schen zufrie­den sind mit der katho­li­schen Kir­che? Es besteht natür­lich die Gefahr wenn wir damit anfan­gen das am Ende von der Bibel nur der Ein­band übrig­bleibt. Die Katho­li­ken von heu­te sind ja so emp­find­lich wenn es um ihren Leib geht. Um ihre See­le machen sie sich weni­ger Sor­gen.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Mit dem letz­ten Satz, dass der Schei­ter­hau­fen kalt bleibt, hat sich der Ver­fas­ser geoutet, er steht außer­halb der Kir­che und will nur Unru­he ver­brei­ten.

    • @ Gun­ter Prül­ler-Jagen­teu­fel

      Las­sen wir ein­mal alle Sei­ten­hie­be bei­sei­te. Ich fin­de sie bei den Kom­men­ta­to­ren und bei Ihnen auch. Das bringt uns nicht wei­ter.

      Sie neh­men Bezug auf das, was die Men­schen den­ken. Sie den­ken wohl, wenn ich Sie recht ver­ste­he, dass die kirch­li­chen Nor­men sich damit stän­dig neu posi­tio­nie­ren müss­ten.
      Ich möch­te Ihnen zu beden­ken geben, dass die sitt­li­chen Nor­men der Kir­che viel mehr als blo­ße Moral­vor­stel­lun­gen sind.
      Alles hat Zei­chen­cha­rak­ter, sakra­men­ta­len Cha­rak­ter. Die Ehe ist ein Zei­chen für Got­tes Treue zu uns. Der Zöli­bat ist Zei­chen der tota­len Hin­ga­be an Gott, die die­ses Zei­chen der Ehe „über­springt“, um auf den Him­mel und das ewi­ge Leben zu ver­wei­sen.
      Die Sicht auf den Men­schen, die die Leh­re der Kir­che immer ver­tre­ten hat, will den Men­schen als Herrn sei­ner Trie­be anse­hen. Ich muss nicht „Sex haben“, nur weil sich mein Trieb in mir regt. Ich erken­ne in jeder Hin­sicht die Ord­nun­gen Got­tes an und wün­sche mir, IHM zulie­be und zu mei­nem und mei­nes Näch­sten Heil, sie auch ein­zu­hal­ten, um auf IHN zu ver­wei­sen.
      Es ist für die Nor­men der Kir­che schlicht irrele­vant, was die Men­schen mehr­heit­lich zeit­wei­se mei­nen! Was haben sie nicht schon alles gemeint?!
      Die Sexua­li­tät wird über­be­wer­tet und zugleich wird durch die Reduk­ti­on auf ihre angeb­lich not­wen­di­ge Frei­heit zum Lust­ge­winn (denn nur dar­um geht es denen, die die Nor­men der Kir­che ändern wol­len) das Men­schen­bild ver…tiert.
      Zum Glück hat die Kir­che durch ihre hohen sitt­li­chen Nor­men den Men­schen aus der Skla­ve­rei der Sün­de und der Trieb­haf­tig­keit erho­ben. Ein Segen! Sexua­li­tät muss an die Fort­pflan­zung gebun­den blei­ben. Das ist natür­li­cher­wei­se so und dar­an ändert auch nicht der Über­schuss an Freu­de, den man dar­an haben kann, etwas. Jede Frau, die mit einem Mann schläft weiß, dass dabei ein Kind ent­ste­hen könn­te. Es geht weder pri­mär um Lust noch um Lie­be, son­dern um die­sen natür­li­chen Zusam­men­hang. das ist ein Fak­tum, das vie­le nicht mehr wahr­ha­ben wol­len — bis sie unge­wollt schwan­ger wer­den. Tja…
      Schau­en Sie auf die vie­len Men­sche in unse­rer Mit­te: sie ver­pul­vern einen gro­ßen Teil wert­vol­ler Ener­gie und Schaf­fens­kraft in sinn­lo­se, ziel­los aus­ge­leb­te Sexua­li­tät. Sie stol­pern von einem Irr­tum in den näch­sten. Ein Pro­blem ruft das näch­ste her­vor, eine Sün­de gebiert die näch­ste.
      Gott hat mit all den­je­ni­gen, die das tun, Erbar­men und wird ihnen ver­zei­hen. Das ist klar.
      Aber eine Kir­che, die sol­che Ent­glei­sun­gen und Wür­de­lo­sig­kei­ten auch noch unter­stützt aus vor­geb­li­cher Barm­her­zig­keit, ver­geht sich an ihrem Auf­trag.
      Den­ken Sie dar­an, dass für die­ses Bild vie­le zu Mär­ty­rern wur­den, vie­le unse­rer gro­ßen Hei­li­gen? Waren sie bedau­erns­wer­te Idio­ten?
      was die Homo­se­xua­li­tät betrifft, wird sie für Chri­sten ver­wor­fen. Sie wis­sen selbst ganz genau, dass die Hl. Schrift das ein­deu­tig so lehrt. Schon die Tho­ra, aber spä­ter auch Pau­lus. Hier gibt es nichts zu deu­teln.
      Es wäre sinn­voll für die Kir­che, eine Kul­tur der Freund­schaft und Lie­be ohne Sex-Zwang zu ent­wickeln.

      • „Gott hat mit all den­je­ni­gen, die das tun, Erbar­men und wird ihnen ver­zei­hen. Das ist klar.“
        Wenn dem so ist, dann muß man die Sache ja nicht so ernst neh­men, oder? Dann kann man ja den Leu­ten ihren Spaß gön­nen. Lei­der ist es nur die eine Sei­te und eine Heils-Garan­tie gibt es auch nicht ohne Umkehr und Reue.
        Durch ein unge­hemm­tes Trieb­le­ben ver­än­dert sich der Mensch. Er ver­pul­vert sei­ne Kraft, wird anfäl­lig für Krank­hei­ten, kör­per­li­cher und see­li­scher Art. Und meist ver­liert er damit auch das Inter­es­se an höhe­ren Zie­len, an Gott und an einer ech­ten Näch­sten­lie­be. Die Lie­be wird für ihn ein­sei­tig kör­per­lich. Die geist­li­che Lie­be oder die Nächstenliebe/Caritas fal­len weit­ge­hend weg.

        Eine Gesell­schaft, die unkon­trol­lier­ten Sex prak­ti­ziert, ist nach 3 Genera­tio­nen fer­tig. Abge­wirt­schaf­tet. Wem der sicht­ba­re kul­tu­rel­le Ver­fall, in dem wir uns befin­den, nicht schon Beweis dafür ist, der lese dazu ein­mal die For­schungs­er­geb­nis­se von Joseph Unwin „Sex and Cul­tu­re“, Oxford 1934. Es ist immer das glei­che Muster. Hoch­kul­tu­ren fan­gen durch ein Über­maß und eine Unord­nung im Sex an zu dege­ne­rie­ren, bis sie ver­blö­det und ver­armt von ande­ren Völ­kern erobert wer­den.

        Und die­ser Pro­zeß geht erschreckend schnell: 3 Genera­tio­nen. Man kann nicht sagen – was geht es mich an, nach mir die Sint­flut. Jeder ist ver­ant­wort­lich mit sei­nem Leben. Ent­spre­chend braucht es ande­re Reform­an­sät­ze, um die­sen Ver­fall auf­zu­hal­ten als die­je­ni­gen, die bis­her ange­strebt wer­den von den soge­nann­ten Refor­mern.

  6. Lie­ber Herr Prüller-Jagenteufel.Ich bin nur ein unbe­deu­ten­der Mitleser,doch sehe ich durch­aus einen inhalt­li­chen Zusam­men­hang im Kom­men­tar von Sumsum zu ihrem Kommentar.Ich habe ihren Kom­men­tar auch wirk­lich ganz durch­ge­le­sen. Viel­leicht soll­ten sie den Kom­men­tar von Sumsum noch ein­mal lesen und noch­ein­mal ver­su­chen zu verstehen,was er damit aus­drücken möchte,ich wün­sche ihnen Erkenntnis,Liebe und Demut.

  7. Kar­di­nal Mül­lers Aus­sa­gen ver­mit­teln in die­sem Kon­text die gül­ti­ge Leh­re der Kir­che. Was sind denn Moral­theo­lo­gen, dass sie mei­nen, sich hier­über hin­weg­set­zen zu kön­nen. Das sind doch Lai­en. Bei uns gilt der Glau­be und nicht, was irgend­wel­che Grup­pen­bil­dun­gen von sich geben.

  8. @Gunter Prül­ler-Jagen­teu­fel , set­zen Sie Sich in ein Käm­mer­lein und Betra­chen Sie alles im Lich­te der Aus­sa­ge unse­res Herrn, der da sag­te: “ Dein Ja soll ein ja sein, Dein Nein ein nein, alles ande­re ist vom Teu­fel.“ Mer­ken Sie nicht was hier gespielt wird ?

  9. Ist schon inter­es­sant, was sich Bischö­fe so über die Pres­se gegen­sei­tig zuru­fen.

    Äuße­run­gen des Koor­di­na­tor des Kar­di­nal­s­ra­tes, Kar­di­nal Oscar Rodri­guez über Erz­bi­schof Mül­ler (aus BR online):

    Mül­ler sei ein deut­scher Theo­lo­gie­pro­fes­sor, „in sei­ner Men­ta­li­tät gibt es nur rich­tig oder falsch, das war’s“, sag­te Rodri­guez im Inter­view des Köl­ner Stadt­an­zei­ger am Mon­tag (20.01.14). „Aber ich sage: Die Welt, mein Bru­der, die Welt ist nicht so. Du soll­test ein wenig fle­xi­bel sein, wenn du ande­re Stim­men hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, nein, hier ist die Wand.“

    Als er Mül­lers Äuße­run­gen über die Auto­ri­tät der Kir­che gele­sen habe, habe er gedacht: „Okay, viel­leicht hast du Recht, viel­leicht aber auch nicht.“ Rodri­guez glau­be aber, Mül­ler wer­de noch „dahin gelan­gen, ande­re Ansich­ten zu ver­ste­hen“. Der­zeit sei er „halt noch am Anfang, hört bloß auf sei­nen Bera­ter­stab“.

    Der Kar­di­nal räum­te ein, bis­lang noch nicht per­sön­lich mit Mül­ler gespro­chen zu haben:
    „Aber wir wer­den reden, ganz bestimmt. Es ist immer gut, einen guten Dia­log zu füh­ren.“

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