Kardinal O’Malleys methodistische „Taufe“ — Verwirrte Ökumene oder ökumenische Verwirrung?

Kardinal O'Malley's methodistische Taufe - Verwirrte Ökumene oder ökumenische Verwirrung?(Bos­ton) Sean Patrick Kar­di­nal O’Mal­ley aus dem Kapu­zi­ner­or­den gehört zu den bekann­te­sten Kir­chen­ver­tre­tern der USA und galt unter Papst Bene­dikt XVI. als Ver­tre­ter einer neu­en Genera­ti­on kämp­fe­ri­scher Bischö­fe. Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag ließ sich der Kar­di­nal von einer metho­di­sti­schen Pasto­rin die Tau­fe „erneu­ern“.

Kar­di­nal O’Mal­ley setzt sich aktiv für den Schutz des unge­bo­re­nen Lebens ein und zeig­te bis­her eine auf­merk­sa­me Sen­si­bi­li­tät für die Hei­li­ge Lit­ur­gie sowohl in der wür­di­gen, latei­ni­schen Zele­bra­ti­on des Neu­en Ritus, als auch des Alten Ritus. Papst Fran­zis­kus ernann­te ihn zum Ver­tre­ter Nord­ame­ri­kas im C8-Rat, der den Papst bei der Kuri­en­re­form und der Lei­tung der Kir­che bera­ten soll. Eini­ge Unstim­mig­kei­ten gab es im US-Epi­sko­pat zur Fra­ge, ob Abtrei­bungs­be­für­wor­tern unter katho­li­schen Poli­ti­kern die Hei­li­ge Kom­mu­ni­on ver­wei­gert wer­den soll. Kar­di­nal O’Mal­ley nahm dazu eine zurück­hal­ten­de­re Posi­ti­on ein. Soweit Kar­di­nal O’Mal­ley wäh­rend des Pon­ti­fi­kats von Papst Bene­dikt XVI.

Unter dem neu­en Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus wur­de ein „ande­rer“ O’Mal­ley bekannt, wie Rora­te Cae­li berich­tet. Der Kar­di­nal ließ sich im Rah­men einer öku­me­ni­schen Ver­an­stal­tung von einer metho­di­sti­schen „Prie­ste­rin“ die Tau­fe „erneu­ern“ (sie­he Bild). Die „Erneue­rung“ von Kar­di­nal O’Mal­leys Tau­fe nahm die Pasto­rin Anne Robert­son, Direk­to­rin der Mas­sa­chu­setts Bible Socie­ty in der Sud­bu­ry United Metho­dist Church vor. Die­se hat­te zu ihrem 50jährigen Bestehen zu einem beson­de­ren Gebets­tref­fen geladen.

Wie Patri­ot Led­ger schreibt, habe die Pasto­rin bis­her Kin­der und jun­ge Erwach­se­ne getauft. Nie hät­te sie sich träu­men las­sen, ein­mal einem Kar­di­nal der Römisch-Katho­li­schen Kir­che ritu­ell die Tau­fe zu erneuern.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Rora­te Caeli

51 Kommentare

  1. Ist er jetzt röm.kath.methodistisch?

    Da kann man nur noch mit dem Kopf schüt­teln. Eine Show jagt die ande­re. Was hat das noch mit der kath. Kir­che zu tun, mit dem kath. Glauben?

  2. Dies alles wur­de uns bereits von Him­mel offen­bart, sie­he La Salette:

    „Vie­le Ordens­häu­ser wer­den den Glau­ben völ­lig ver­lie­ren und vie­le See­len mit ins Ver­der­ben ziehen“ 

    Von mir/ und Ordens­häu­ser die den Glau­ben nicht auf­ge­ben wol­len, die wer­den eben ver­nich­tet sie­he „Fran­zis­ka­ner der Immakulata“ 

    Fran­zis­kus weiss schon, wen er alles in den C8 Rat beru­fen hat ‚und wie­der eine Bestä­ti­gung der Himmelsbotschaft

    „Rom wird den Glau­ben verlieren“

      • „wenn man es genau nimmt, so hat Rom bereits den Glau­ben verloren!“
        Ich den­ke sehr viel an das Schweiß­tuch der Vero­ni­ka. Das Ant­litz des Herrn ist auf dem Tuch in Rom nicht mehr zu sehen. Wol­len sie uns mit Man­op­pel­lo veralbern?
        Per Mari­am ad Christum.

  3. Kein Grund zur Auf­re­gung. Das Jahr 2014 ist ein alles ent­schei­de­nes Jahr. Die Prot­ago­ni­sten der Kon­zils­kir­che wer­den auf allen Fron­ten durch­knal­len. Sie wer­den am Ende nicht mehr wis­sen wo sie her­ge­kom­men sind und wo sie hin­wol­len. Die tota­le Ver­wir­rung wird jedes Bor­der­line — Syn­drom in den Schat­ten stel­len. Chaos.
    Per Mari­am ad Christum.

    • Lei­der ist das so zu sehen. Die Kir­che kann aber nicht unter­ge­hen. Sie wird dann ohne den fau­len Teil wei­ter­ge­führt wer­den müssen.

  4. Die­ser Kar­di­nal wird von eini­gen „Insi­dern“ als der näch­ste Papst gehan­delt. Als Fran­zis­kus II.
    http://vaticaninsider.lastampa.it/en/the-vatican/detail/articolo/omalley-boston-chiesa-church-iglesia-29881/

    Das wuss­te sogar die abge­bil­de­te Dame. Sie näm­lich sag­te, sie sei so auf­ge­regt, dass sie von ihm gefragt wor­den sei, ihn „erneut zu tau­fen“, wenn sie dar­an den­ke, dass er ein­mal Papst wer­den könnte.
    http://throwthebumsoutin2010.blogspot.de/2014/01/cardinal-omalleys-participation-in.html

    In sei­ner Diö­ze­se geht es drun­ter und rüber. Schein­bar ist das eine gute Vor­aus­set­zung, um Papst wer­den zu kön­nen, heut­zu­ta­ge. Die Katho­li­ken dort ver­su­chen ver­zwei­felt, einen Msgr. los zu wer­den, der jüngst in einer Pre­digt die Hei­li­ge Fami­lie mit homo­se­xu­el­len Paa­ren gleich gesetzt hat und erklärt, „nor­mal“ gäbe es nicht. Die­ser in Ame­ri­ka nicht unbe­kann­te Msgr. wird aber von Kar­di­nal O´Malley geschütztt.
    http://bostoncatholicinsider.wordpress.com/2014/01/06/boston-pastor-praised-by-cardinal-omalley-puts-holy-family-on-par-with-homosexual-couples/

  5. Was sagt das über­lie­fer­te Kirchenrecht?
    Can. 2316. Qui quo­quo modo hae­re­sis propagationem
    spon­te et sci­en­ter iuvat, aut qui com­mu­ni­cat in divinis
    cum hae­re­ti­cis con­tra praescrip­tum can. 1258, suspectus
    de hae­re­si est.“
    So und das neue: ¨ can. 844
    – 1 Mini­stri catho­li­ci sacra­men­ta lici­te admi­ni­strant solis chri­sti­fi­de­li­bus catho­li­cis, qui
    pari­ter eadem a solis mini­stris catho­li­cis lici­te reci­pi­unt, sal­vis hui­us cano­nis 2, 3 et
    4, atque can. 861, 2 praescriptis.
    – 2 Quo­ties neces­si­tas id postu­let aut vera spi­ri­tua­lis uti­li­tas id sua­de­at, et dummodo
    peri­cu­lum vite­tur erro­ris vel indif­fe­ren­tis­mi, licet chri­sti­fi­de­li­bus qui­bus phy­si­ce aut
    mora­li­ter impos­si­bi­le sit acce­de­re ad mini­strum catho­li­cum, sacramenta
    pae­n­i­ten­tiae, Eucha­ri­stiae et unc­tio­n­is infirmorum reci­pe­re a mini­stris non
    catho­li­cis, in quo­rum Eccle­sia vali­da exsist­unt pra­e­dic­ta sacramenta.
    Weder das eine noch das ande­re Kir­chen­recht läßt sol­che „Aktio­nen“ zu. So etwas geschieht jedes Jahr in Deutsch­land, der Schweiz, der Nie­der­lan­de, Groß­bri­tan­ni­en etc…Wird etwas in der Deu­ter­ova­ti­ka­ni­schen Kir­che getan? Nichts!!
    Also besteht die Dia­gno­se einer wil­lent­li­chen Kir­chen­spal­tung von oben fort.

      • Sol­che Kar­di­nä­le haben den neu­en Pabst gewählt, und sol­che Kar­di­nä­le wur­den von den vor­her­ge­hen­den Päp­sten in Amt und Wür­den gesetzt. Ich hal­te es für aus­ge­schlos­sen, dass die Spit­ze der Kir­che bereut und umkehrt. Die­se ist wie außer Rand und Band und wird es soweit trei­ben, bis eine Min­der­heit der Hier­ar­chen end­lich das Schwei­gen bricht und sagt: Basta– bis hier­her und nicht wei­ter! Dann kommt das Schis­ma. Die Mehr­heit der Amts­kir­che fällt in eine halt­lo­se Apost­asie, eine Min­der­heit wird „exkom­mu­ni­ziert“ und geht in die Kata­kom­ben. Ich tip­pe auf 2014, aller-aller­spä­te­stens 2017.

  6. Gemach, gemach! Es war kei­ne Sakramentenspendung!
    @Martina: „erneut zu tau­fen“ steht da nir­gends im eng­li­schen Original.
    @Christoph Rhein: von Sakra­men­ten­spen­dung kann gar kei­ne Rede sein.
    Das gan­ze spielt sich ab auf der Ebe­ne einer Seg­nung mit (Weih-?)Wasser. Dazu noch den Spruch gesagt: „Erin­ne­re dich dei­ner Tau­fe und sei dank­bar“. Nicht mehr und nicht weniger.

    @Martina: „Die­ser in Ame­ri­ka nicht unbe­kann­te Msgr. wird aber von Kar­di­nal O´Malley geschütztt.“
    Falsch. Rich­tig ist: Kar­di­nal O’Mal­ley hat­te die­sen glei­chen Pfar­rer Mona­te frü­her (!!!) (vor (!!!) sei­nem unsäg­li­chen Ver­gleich homo­se­xu­el­ler Paa­re mit der hl. Fami­lie) für sei­nen Fokus auf die För­de­rung der katho­li­schen Erzie­hung gelobt. Also bit­te nicht durch Umkeh­rung der zeit­li­chen Rei­hen­fol­ge eine fal­sche Kau­sa­li­tät konstruieren!

    Bit­te das 8. Gebot beach­ten! Und dran den­ken: Empö­rung führt leicht zur Sünde.

    • Ich fin­de es gut und rich­tig, dass Sie etwas Ruhe in die Dis­kus­si­on brin­gen möchten.
      Das, was in Wirk­lich­keit viel­leicht ohne gro­ße Bedeu­tung gewe­sen sein mag, wird indi­vi­du­ell aber häu­fig als ver­let­zen­des Ver­hal­ten empfunden.
      Und war es ohne Bedeu­tung, wäre es ja auch ent­behr­lich gewesen.
      Die Anwe­sen­heit des Kar­di­nals wäre auch ohne die­se „Tauf­er­neue­rung“ mit Wohl­wol­len auf­ge­nom­men worden.
      Dadurch, dass immer häu­fi­ger als belie­big emp­fun­de­ne Hal­tun­gen zu beob­ach­ten sind, steigt auch die Sen­si­bi­li­tät oder auch Über­emp­find­lich­keit gegen­über sol­chen Gesten.

    • Wie auch immer — Seit wann läßt sich ein Kar­di­nal der Katho­li­schen Kir­che, von einer Metho­di­sten — „Prie­ste­rin“ seg­nen. Das ist völ­lig unnütz und eine Sün­de. Aber was kann einen nach dem Skan­dal von Assi­si noch wundern!

      • Vitus: Kar­di­nal Ber­go­glio (also der neue Bischof von Rom ) hat sich von einen „Pfingst­ler“ auf Knien seg­nen las­sen, aber wie sagt man so schön auf das irdi­sche zutreffend:
        „Wie der Herr so es Gscherr“. 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Gemäß c. 1241 gehö­ren Seg­nun­gen zu den Sakra­men­ta­li­en, sind also auch in den Bereich der „com­mu­nio in sacris“ zu zäh­len. Des­halb übri­gens auch die Kano­ni­sche Pflicht bei Ehe­schlie­ßun­gen! (Sie­he MMK zu c. 1241).
      Es ist im Zuge der Eini­gung in Bezug auf die Recht­fer­ti­gung eben auch von der „Sakra­men­ta­len Natur der evan­ge­lisch-luthera­ni­schen Seg­nun­gen, sowie der in der Leu­en­ber­ger Kon­kor­die ver­ei­nig­ten Pro­te­stan­ten erteil­ten Seg­nun­gen“ von Sakra­men­ta­li­en die Rede! Also — jede AKTIV (mit frei­em Wil­len und unter Wis­sen der Uner­laubtheit) ent­ge­gen­ge­nom­men Seg­nun­gen sind ver­bo­te­ne Com­mu­nio in Sacris! Hier von Empö­rung und fal­schem Zeug­nis zu spre­chen, ist falsch.
      Und — neben­bei — gilt die „Tauf­er­neue­rung“ im Neu­en Ritua­le Roma­num als „Sakra­men­ta­lie“. Bit­te erst das Lit­ur­gi­sche Recht Stu­die­ren und dann urteilen!

  7. Sind die­se „Spie­le­rei­en“ nicht bereits mehr als grenz­wer­tig ? Abge­se­hen von der Schau­spiel­ein­la­ge einer — selbst­re­dend wei­ter im Lai­en­stand befind­li­chen — sog. „metho­di­sti­schen“ Prie­ste­rin“, ist die­se Ein­la­ge des Kar­di­nals — trotz der Bezeich­nung „ritu­el­le Erneue­rung“ — besorg­nis­er­re­gend. Der Katechismus:
    -
    1272 Der Getauf­te wird Chri­stus gleich­ge­stal­tet, weil er durch die Tau­fe Chri­stus ein­ge­glie­dert ist. Die Tau­fe bezeich­net den Chri­sten mit einem unaus­lösch­li­chen geist­li­chen Sie­gel [cha­rac­ter], einem Zei­chen, daß er Chri­stus ange­hört. Die­ses Zei­chen wird durch kei­ne Sün­de aus­ge­löscht, selbst wenn die Sün­de die Tau­fe dar­an hin­dert, Früch­te des Heils zu tra­gen [Vgl. DS 1609–1619.].
    Weil die Tau­fe ein für alle­mal gespen­det wird,
    KANN SIE NICHT WIEDERHOLT WERDEN.“
    -

  8. Das darf nicht wahr sein. Offen­bar hängt der Betref­fen­de sein Fähn­lein in den Wind. So viel Unfug ist uner­träg­lich. Metho­di­sten haben kei­ne Katho­li­ken zu tau­fen. Wir brau­chen einen Papst, der das Kir­chen­schiff wie­der auf Kurs bringt, selbst auf die Gefahr hin, dass er nicht Mann des Jah­res wird und in die Main­stream-Medi­en nicht mögen.

  9. Das ist viel­leicht das, was zur Zeit am schmerz­lich­sten ist: Kle­ri­ker, von denen wir dach­ten, dass sie eine glaubenstreu(er)e Linie hät­ten, ent­pup­pen sich als völ­lig rück­grat­los. Sie bedie­nen jede Sei­te mit dem, was sie hören wol­len könn­te (es geschieht ja rein pro­phy­lak­tisch im vor­aus­ei­len­den Kotau — die Pasto­rin hät­te sicher­lich auch akzep­tiert, wenn der Herr Kar­di­nal auf die­ses „Ritu­al“ ver­zich­tet hätte…).

    Das ist zusätz­lich zu der gan­zen theo­lo­gi­schen Ver­wir­rung das aller­schlimm­ste: dass die Gläu­bi­gen per­ma­nent ver­letzt und ver­schau­kelt wer­den von Prie­stern, Bischö­fen und …, denen sie ver­trau­en wollten.

    Das bedeu­tet für uns: wir haben nie­man­den mehr. Sol­len wir uns in vol­lem Zynis­mus, dass unse­re Hir­ten Lüg­ner, Heuch­ler, Rechts­bre­cher und oft sogar regel­rech­te Häre­ti­ker sind, von ihnen die Sakra­men­te spen­den las­sen? Was bedeu­tet es, bei einem Mann wie die­sem zum Bei­spiel eine per­sön­li­che Sün­de, die in die­sel­be Rich­tung geht, zu beich­ten? Klar, man kann sich for­mell absol­vie­ren las­sen. Aber ist das dann noch der Sinn einer Beich­te? Und womög­lich redet ein sol­cher Beicht­va­ter dem Sün­der sei­ne Sün­de noch aus?
    Es ist doch in einem gewis­sen Sinn kon­se­quent, dass vie­le Gläu­bi­ge unter den gege­be­nen Umstän­den mit sol­chen Kle­ri­kern gar nicht mehr erst zur Beich­te gehen.
    Aber auch die Sakra­men­ten­flucht sonst ist logisch — wozu vor sol­chen „geist­li­chen Ehe­bre­chern“ das Sakra­ment der Ehe zu voll­zie­hen? Natür­lich emp­fängt man dann auch acht­los per Hand, wie­der­ver­hei­ra­tet geschie­den und im Vor­bei­sch­lap­pen den Herrn.
    Und das Schlimm­ste bei allem ist, dass die­sel­ben Her­ren nicht sel­ten gewalt­sam Auto­ri­tät ein­for­dern, wenn es brenz­lig wird. Wenn man Pech hat, machen sie, was sie wol­len, spie­len für ech­te Gläu­bi­ge Tra­di­ti­on und las­sen sich „Hoch­wür­den“, „Exzel­lenz“ etc. nennen…
    Nein, die­ser Ehren­ti­tel ist verspielt.
    Er wird erst dann wie­der aus­ge­spro­chen wer­den dür­fen, wenn die Kir­che sich gerei­nigt hat, radi­kal gerei­nigt hat.

  10. Bei uns erneu­ern die Kom­mu­ni­on­kin­der am Sonn­tag nach Drei­kö­nig ihr Tauf­ver­spre­chen und bekreu­zi­gen sich selbst mit Weih­was­ser zur Erin­ne­rung an ihre Taufe.

    Nichts Ande­res ist hier gesche­hen, nur dass sich der Kar­di­nal nicht selbst bekreu­zigt hat.

    • Da kriegst du doch die „Mot­ten“! Was haben wir Katho­li­ken denn mit den Metho­di­sten zu schaf­fen????? — Es ist hoff­nungs­los, hoffnungslos!

      • Vitus: Der Kom­men­tar von Rapun­zel, zeigt ja nur offen wie mas­siv die Glau­bens- Got­tes­kri­se bereits fort­ge­schrit­ten ist. Beten wir zu Gott den Herrn, das uns die­ser end­lich einen wahr­lich katho­li­schen Papst schen­ken wird. 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

      • Was wir Katho­li­ken mit Metho­di­sten zu tun haben? Dass sowohl wir Katho­li­ken als auch die Metho­di­sten bei­de Chri­sten sind.

        Bei den welt­wei­ten Chri­sten­ver­fol­gun­gen wird auch nie­mand nach sei­ner Kon­fes­si­on gefragt, bevor er umge­bracht wird.

        Unser Papst nann­te das kürz­lich eine „Öku­me­ne des Blu­tes“, was ich sehr zutref­fend finde.

        • Rapun­zel:
          — Die von Chri­stus gestif­te­te Kir­che ist ein­zig und einig.
          — Die von Chri­stus gestif­te­te Kir­che ist heilig.
          — Die von Chri­stus gestif­te­te Kir­che ist katholisch.
          — Die von Chri­stus gestif­te­te Kir­che ist apostolisch.

          Und beson­ders wich­tig ist ja die­se Glaubenswahrheit

          - Die Zuge­hö­rig­keit zur Kir­che ist für alle Men­schen heilsnotwendig.

          Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

        • Natür­lich ist auch ein Pro­te­stant immer noch ein Christ. Und ein Mus­lim, der total ver­blen­det ist, unter­schei­det nicht, was für ein Christ genau…

          Wir sind aber kei­ne blut­rün­sti­gen Mus­li­me, son­dern Katho­li­ken und ken­nen unse­re Kir­chen­ge­schich­te, die Theo­lo­gie, den Grund der Zer­würf­nis­se durch die Reformation.

          Die Kir­chen­ge­mein­schaf­ten, die aus der Refor­ma­ti­on her­vor­ge­gan­gen sind, haben ein gebro­che­nes Ver­hält­nis zur sakra­men­ta­len Struk­tur der Kir­che, d e r Kir­che! Sie ver­ste­hen die Sakra­men­ta­li­tät weder noch akzep­tie­ren sie sie. Das ist neben kon­kre­ten häre­ti­schen Aus­sa­gen das all­ge­mei­ne Unter­schei­dungs­merk­mal zwi­schen die­sen kirch­li­chen Gemein­schaf­ten und der Kir­che, d e r Kir­che! Es ist gera­de­zu absurd, wenn eine Pasto­rin, die weder prie­ster­li­che Voll­macht hat noch über­haupt an eine sol­che glaubt, mit einem katho­li­schen Priester/Bischof eine „Tauf­er­neue­rung“ durch­führt. Natür­lich ist es „nur“ eine Erin­ne­rung. Oder nicht doch mehr? Wider­sa­gen wir nicht auch in der Oster­nacht bei der Tauf­er­neue­rung noch mal dem Bösen? Machen das die Metho­di­sten in die­ser Form? Das hat doch bei denen gar nicht die tie­fe Bedeutung…
          Am schlimm­sten aber ist, dass mit sol­che einer Geste die Ein­heit der Kir­che und vor allem der allein­se­lig­ma­chen­den Wahr­heit der wah­ren Kir­che rela­ti­viert wird.Immerhin ste­hen so har­te Zer­würf­nis­se zwi­schen den „Kir­chen“, dass man sich des­we­gen ja mal tren­nen muss­te. Solan­ge die­se häre­ti­schen Theo­lo­gien nicht zurück­ge­nom­men wer­den, kann man auch nicht ein­fach zusam­men glucken. das ist allein schon aus logi­schen Grün­den uner­träg­lich. das hat nichts damit zu tun, dass man sich nicht tref­fen und gegen­sei­tig besu­chen kann…
          Es ist nicht zu fas­sen — aber unser Papst hat sich als Bischof auch von einem Pfingst­pre­di­ger seg­nen lassen…

          • Tja, geehr­te Frau H.J., und bei der­sel­ben Gele­gen­heit ließ sich auch der Exer­zi­ti­en­pre­di­ger Papst Bene­dikts Pater Rani­e­ro Can­tala­mes­sa OFM pro­te­stan­tisch-cha­ris­ma­tisch segnen.
            Ich sehe da gegen­wär­tig zwei Möglichkeiten.
            Die eine ist, dass die Kir­chen­füh­rung –Hier­ar­chie ein­schließ­lich Papst– im Recht ist. Dann aller­dings wäre zu fra­gen, war­um der Katho­lik in einer Kir­che blei­ben soll, die sich auf der glei­chen Ebe­ne sieht wie ande­re Kon­fes­sio­nen und sogar Reli­gio­nen. Kann man dann nicht gleich Pro­te­stant wer­den, oder gar Anhän­ger der „Phi­lo­so­phie peren­nis“ im Sin­ne der berühm­ten inter­re­li­giö­sen spi­ri­tu­el­len Antho­lo­gie Aldous Hux­leys? (Immer­hin hat man als bibel­treu­er pro­te­stan­ti­scher Christ ‑eine Min­der­heit im Pro­te­stan­tis­mus- noch eine feste, unver­rück­ba­re Grund­la­ge: das Wort Got­tes in der Bibel, die man als V2-Katho­lik nicht mehr hat, denn die heu­ti­ge Genera­ti­on der Hier­ar­chen setzt sich über Tra­di­ti­on u n d Schrift hin­weg.) Das heißt, wenn die Kir­che sol­cher­wei­se im Recht wäre, wür­de sie sich selbst ad absur­dum führen.
            Die ande­re Mög­lich­keit: die­se Kir­chen­füh­rung ist größ­ten­teils häre­tisch, zum Teil apo­sta­tisch. Dann stellt sich die dring­li­che Fra­ge: d a r f ich noch in Gemein­schaft mit die­sen Leu­ten blei­ben? oder muss ich mich nicht tren­nen und der klei­nen Her­de treu­ge­blie­be­ner Katho­li­ken anschlie­ßen? Pius­bru­der­schaft oder Sedis­va­kan­ti­sten, ist dann die Frage.
            Was sagt G o t t dazu? Das Wort Got­tes ist radi­kal: es lehrt die Tren­nung von fal­scher Leh­re (Röm 16,17), vom Namen­chri­sten­tum (2 Tim 3,1–5) und von fal­schen reli­giö­sen Syste­men (2 Kor 6,14–18; Hebr 13,13; Offb18,4).
            Was mei­nen Sie?

    • Aber Rapun­zel genau das ist sorum nicht vor­ge­se­hen, es ist vor­ge­se­hen, dass die Kom­mu­ni­on­kin­der zu Beginn des Erst­kom­mu­ni­on Got­tes­dien­stes fei­er­lich, gemein­sam ihr Tauf­ver­spre­chen erneu­ern und nicht irgend­wel­chen Was­ser­pud­de­lei­en mit Weih­was­ser vollziehen.
      Anson­sten sieht die Lit­ur­gie der Oster­nacht eine Erneue­rung des Tauf­ver­spre­chens vor, dabei besprengt der Prie­ster die Gemein­de mit dem frisch geweih­ten Weih­was­ser, und das geschieht in der glei­chen Wei­se wie das Asp­rer­ges in der trid, Messe.

  11. Soll­te nicht ein römi­scher Kar­di­nal ver­su­chen, die Metho­di­sten wie­der für eine in vol­le Ein­glie­de­rung in die wah­re Kir­che zu bewe­gen?, anstatt sich von einer Lai­en­me­tho­di­stin ein Kreuz­zei­chen auf die Stirn zu geben lassen?

  12. Die­se Kon­zils­kir­che wird auseinanderbrechen,an dem eige­nen von ihr pro­pa­gier­ten Liberalismus.Der näch­ste Papst wir Petrus der Römer genannt werden.Er ist gemäss aller Pro­phe­zei­un­gen der letz­te Papst.Dann wird Rom heid­nisch wer­den uns Sitz des Antichrist.

  13. Wenn die Zei­chen des Greu­els an hei­li­ger Stät­te (oder Per­so­nen) gesche­hen, so wis­set das das Ende nahe ist.
    Und wür­den die Tage nicht abge­kürzt, so wür­den auch die letz­ten ver­lo­ren gehen.
    Aber um der weni­gen wil­len wer­den die Tage abge­kürzt werden.
    Die Kir­che hat kei­nen Petrus mehr, son­dern einen Sohn der „Welt“
    Herr erlö­se uns von dem Übel.

  14. @ Leo Lämmlein

    Bei­de Mög­lich­kei­ten, die Sie nen­nen, „funk­tio­nie­ren“ nicht:
    1. „Die Kir­che hat mit ihrem Kurs Recht“ -
    Das kann des­we­gen nicht sein, weil sie sonst 1965 Jah­re lang nicht Recht gehabt hät­te. Denn wir erle­ben ja nichts Gerin­ge­res als die Ver­nei­nung und den Wider­spruch zu fast allem, was die Kir­che uns über­lie­fert hat. Es ist eine schlei­chen­de, sub­ti­le Ver­nei­nung, die auf so lei­sen Soh­len gekom­men ist, dass vie­le es nicht erkannt haben und nach wie vor unfä­hig sind, die Pro­ble­ma­tik gei­stig zu erken­nen und zu ver­ar­bei­ten. Es man­gelt gene­rell sehr stark an der „Gabe der Unter­schei­dung der Gei­ster“. Die­se Gabe ist ver­wandt mit der Gabe der Pro­phe­ti­schen Rede (also der tie­fen Erkennt­nis ins Über­lie­fer­te, die mit­ge­teilt und bezeugt wird — i.d.S. sind die gro­ßen Hei­li­gen alle Pro­phe­ten gewe­sen und es geht nie­mals um „Vor­her­sa­gen“, denn die sind nicht viel nüt­ze und ver­wir­ren die Gläu­bi­gen mehr als dass sie hel­fen.) Gera­de die Cha­ris­men, die der Hl. Pau­lus für die wich­tig­sten hält, inter­es­sie­ren auch die Hal­le­lu­ja-Chri­sten über­haupt nicht.
    2. „Fra­ge: d a r f ich noch in Gemein­schaft mit die­sen Leu­ten blei­ben? oder muss ich mich nicht tren­nen und der klei­nen Her­de treu­ge­blie­be­ner Katho­li­ken anschließen?“ -
    Wohin, Leo Lämm­lein, sol­len wir gehen? Wo ist die klei­ne Her­de der Recht­gläu­bi­gen? Es mag ja sein, dass die FSSPX auf theo­lo­gi­scher Ebe­ne die Tra­di­ti­on rela­tiv authen­tisch bewahrt. Aber längst sehen Sie doch, dass auch dort der Advers­a­ri­us nagt und beißt: Neben­säch­li­ches wird sti­li­siert, die Pius-Lai­en ren­nen scha­ren­wei­se nach Med­jug­or­je und zu den Cha­ris­ma­ti­kern, fach­sim­peln über ande­rer Leu­tes Kin­der­zahl und spe­ku­lie­ren dar­über, ob ihre Obe­ren noch recht­gläu­big sind.
    Ich schät­ze, dass mit einer Ver­schie­bung von viel­leicht 20 Jah­ren die FSSPX genau da lan­det, wo die rest­li­che Kir­che schon ist…
    Sediva­kan­tis­mus? Das wäre der Tod! Dann wäre die „klei­ne Her­de“ nichts wei­ter als eine pro­te­stan­ti­sche Sek­te, in der sich immer neue Füh­rer auf­schwin­gen und noch ein neu­es Grüpp­chen auf­ma­chen. Wir sehen das in der Sze­ne ja auch. Ver­stie­gen­heit plus feh­len­de Hir­ten — nein, das funk­tio­niert nicht… Und wer ent­schei­det dann über­haupt, was rech­te Leh­re ist? Aktu­ell mei­ne ich? Es führt kein Weg an Petrus vor­bei, denn Jesus hat sein Amt gestif­tet, weil ohne die­ses Amt die Kir­che zer­split­tert in 1000 Grüpp­chen, die mehr oder weni­ger aus der Gra­vi­ta­ti­on unse­res Herrn hinausgeraten.

    Den­noch haben Sie Recht, die­se Fra­ge zu stel­len. Wir ste­hen in dem Dilem­ma, so wie Sie es beschrie­ben haben.
    Wir müs­sen blei­ben. Es gibt kei­ne ande­re Kir­che als die­se eine Kir­che. Ich ver­su­che, die Fra­ge aus der Ohn­macht Jesu Chri­sti zu beant­wor­ten. ER, unser lie­ber Herr, hat sich der eben­falls von Gott gestif­te­ten Hier­ar­chie Isra­els gestellt. Er hat kei­ne eige­ne jüdi­sche Reli­gi­on, kei­nen eigen­mäch­tig-recht­gläu­bi­gen San­he­drin-Ersatz auf­ge­macht, son­dern die­sen ver­kom­me­nen Hohen Rat eben­so aner­kannt wie er die Theo­lo­gen der dama­li­gen Zeit aner­kannt hat (»)

    • Lie­be Han­na J.,
      Ihre Aus­sa­ge, die Lai­en der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., wür­den scha­ren­wei­se nach Med­jug­or­je und zu den Cha­ris­ma­ti­kern ren­nen, ent­spricht mit Sicher­heit nicht der Wahrheit.

      • Nein? Was ist mit die­sen vie­len kon­ser­va­ti­ven Glau­bens­va­ga­bun­den, die von Pius zu Petrus, von Petrus zu Pius, nach Med­jug­or­je, nach Fati­ma, nach Lour­des, durch die dicken Wäl­zer irgend­wel­cher Sehe­rin­nen und die Web­site der „War­nung“ über die Sedis­va­kan­ti­sten und zurück zu irgend­ei­ner neu­en Hoff­nungs­ge­stalt von Prie­ster, die dann doch wie­der nur ent­täuscht, und sonst­wo hin pil­gern, weil sie end­lich eine rech­te Wei­sung fin­den wol­len, end­lich Ori­en­tie­rung in unse­rem Alltags-Kirchenchaos?
        Da ist so viel Fluk­tua­ti­on ver­zwei­felt suchen­der Menschen!
        Und bit­te: Sie schrei­ben anonym und glau­ben, Sie dürf­ten mich bei einem Vor­na­men nen­nen? Bit­te las­sen Sie das!
        (Ich könn­te Ihnen das bewei­sen aus vie­len Zuschrif­ten, Erzäh­lun­gen, per­sön­li­chen Erfah­run­gen mit Men­schen. Aber das mache ich nicht öffent­lich. Es ist eine gro­ße, über­gro­ße Notsituation.)
        Die Prie­ster der Bru­der­schaft ver­tre­ten das natür­lich nicht (oder noch nicht?).
        Ver­zei­hen Sie, aber ich bin nicht blind und nicht taub und sehe, was sich hier abspielt — wir kön­nen uns gegen­sei­tig wirk­lich nir­gends mehr guten Gewis­sens hin empfehlen.

        • Ver­ehr­te Zeit­schnur, ich weiss nicht, woher Sie Ihre Infor­ma­tio­nen haben, aber die „Anhän­ger der FSSPX“ gehö­ren doch wohl nun pro­zen­tu­al mehr­heit­lich eher zu den­je­ni­gen, die eine feste Ori­en­tie­rung und zu Med­jugorie ein eher gespann­tes Ver­hält­nis haben. Anson­sten stim­me ich mit Ihnen über­ein, dass wir nur die­ses eine Rom haben und wir und letzt­lich auch die FSSPX mit die­sem Rom leben oder zugrun­de gehen wird. Die oft­mals von vor­geb­li­chen Gläu­bi­gen der FSSPX zu hören und zu lesen­de Auf­fas­sung, man müs­se nur auf den Unter­gang der „Kon­zils­sek­te“ war­ten, und Rom fal­le einem wie eine gebra­te­ne Tau­be in den Schoß, kann man getrost unter (gefähr­li­che) Tag­träu­me­rei ver­bu­chen. Inso­fern soll­te jeder das Sei­ne tun, um Rom nicht dem Feind zu überlassen.

        • Im Grun­de haben sie recht, wer­te Frau Zeitschnur,.
          Konn­te man vor 20 Jah­ren noch sagen „Geh daun­da hin, da ist es okay!“ so gilt das längst nicht mehr ausschließlich.
          Das liegt teil­wei­se nicht an den ent­spre­chen­den Leu­ten, wur­de man­cher Grup­pe solan­ge Knüp­pel zwi­schen die bei­ne gewor­fen bis sie dann doch gefal­len ist und man dann sagen konn­te „Ihh die lie­gen ja im Dreck!“
          Ja udn die Sucht via Pri­va­tof­fen­ba­rung auf dem neue­sten Stand zu sein, die hat viel, viel zerstört.
          Ande­rer­seits muss man sehen, dass die­se Sucht m.E eher Sym­ptom, als Ursa­che ist.
          Aber wie man es auch dreht und wen­det es bleibt dass Chri­stus der Herr der Kir­che ist, auch dann, wenn man wenig davon merkt.
          AKtu­el­ler denn je ist das berühm­te Gedicht von Rein­hold Schneider:
          Jetzt ist die Zeit da sich das Heil ver­birgt und Men­schen­hoch­mut auf dem Markt sich fei­ert. Indes im Dom die Beter sich verhüllen…
          (bei goog­le suchen)
          Ich neh­me an das Gedicht ist bekannt, aber man beach­te dass die Beter sich selbst im Dom ver­hül­len (= verbergen)!

          Das Gedicht schließt „… bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt und sich in Tie­fen, die kein Aug‘ ent­schlei­ert die dür­ren Brun­nen sich mit Leben füllen.“
          Ja und das Lei­den an der Situa­ti­on ist auch ein Opfer!

        • Lie­be Zeitschnur,
          ich wie­der­ho­le — Ihre Aus­sa­ge, die Lai­en der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. wür­den scha­ren­wei­se nach Med­jug­or­je und zu den Cha­ris­ma­ti­kern ren­nen, ent­spricht mit Sicher­heit nicht den Tat­sa­chen — es ist schlicht und ergrei­fend nicht wahr.
          Da ich die Kom­men­ta­re auf die­sen Sei­ten fast täg­lich ver­fol­ge, noch ein Hin­weis: Als Katho­li­ken soll­ten wir es unter­las­sen, uns recht­ha­be­risch, her­risch und gehäs­sig zu beneh­men, wenn ande­re nicht glei­cher Mei­nung sind.

        • Es ist ein­fach unlo­gisch, daß Pius-Anhän­ger zu cha­ris­ma­ti­schen Events gehen. (Aus­nah­men mögen die Regel bestätigen) 

          Die­se Leu­te haben die alte Mes­se! Und sie erhal­ten guten Kate­chis­mus­un­ter­richt! Sie haben die Mög­lich­keit, an rei­nen Was­sern ihren Durst zu stil­len, sie haben es abso­lut nicht nötig, zu cha­ris­ma­ti­schen Hap­pe­nings zu gehen, um dort zu suchen, was dort nicht zu fin­den ist.

          • Ja, das ist es! Und doch ist es eine Tat­sa­che, die ich auch erst erle­ben muss­te, per­sön­lich erle­ben muss­te, dass Leu­te, die eigent­lich die Tra­di­ti­on haben und leben, dar­an offen­bar doch nicht genug haben.
            Das mag ja gewis­sen Lesern hier nicht schmecken — aber es sind per­sön­li­che Erfahrungen.
            Ich habe das Pro­blem ja beschrie­ben: die Moti­ve, war­um jemand sich bestimm­ten Krei­sen annä­hert oder ver­schreibt, sind inzwi­schen so undurch­sich­tig geworden!
            War­um ent­pup­pen sich Alte-Mes­se-Prie­ster als Schwu­le? Bräuch­ten Sie das?
            M.S. — das Nie­der­schmet­tern­de ist, dass man, wenn man so fragt immer mit „Nein“ ant­wor­ten könn­te. Und doch macht man die Erfah­run­gen, dass es so ist…
            Es heißt nicht umsonst, dass der Satan umher­geht wie ein brül­len­der Löwe.

        • Seit dem Motu pro­prio hat so man­cher Prie­ster die alte Mes­se ent­deckt hat – vor­her war sie ja ver­hüllt. Dabei soll­te er sich klar dar­über sein, dass es weni­ger s e i n e Ent­deckung ist als ein Geschenk von oben. Nach der ersten Begei­ste­rung merkt er, dass die alte Mes­se nicht ohne die alte Theo­lo­gie aus­kommt. D.h. wenn die Bezie­hung auf Dau­er sein soll, muß er u.U. sein bis­he­ri­ges Leben ent­spre­chend umstel­len, d.h. der Schwu­le muß sein Homo­le­ben auf­ge­ben, der Vaga­bund sein Umherziehen. 

          Die alte Mes­se ist anspruchs­voll wie eine teu­re Pflan­ze, die ohne ent­spre­chen­de Pfle­ge ein­geht. Das muß man wis­sen. Der aber, der sie zu pfle­gen ver­steht – Anwei­sun­gen gibt es ja – wird zeit­le­bens gro­ße Freu­de an ihr haben.

          • Die alte Mes­se ist gött­li­che Lit­ur­gie und dul­det kei­ne Neben­buh­le­rin­nen. Man kann nicht Tra­di­ti­on fei­ern und dann zu den Cha­ris­ma­ti­kern lau­fen. Da macht sie nicht mit. Wer das ver­sucht, wird sie ver­lie­ren. Man kann nicht ein biß­chen katho­lisch sein und ein biß­chen evan­ge­li­kal, weil die­se Leu­te einen angeb­lich ja so schät­zen, mehr als die eige­nen Glau­bens­brü­der. Nein.
            Es ist wie in einer Ehe. Lie­be ohne Treue hat kei­ne Zukunft.

  15. @ Leo Lämm­lein (Fort­set­zung)

    Auch der dama­li­ge Hohe Rat war alles ande­re als wirk­lich recht­gläu­big. Es wur­de fromm geschwätzt, heuch­le­risch gehan­delt. Halb­wegs auf­rech­te Leu­te wie Niko­de­mus oder Josef v. A. schli­chen sich nachts heim­lich zu Jesus. Eine fürch­ter­li­che Atmo­sphä­re! Und doch hat Jesus sie aner­kannt und zugleich hart kri­ti­siert: „Weiß ange­stri­che­ne Grä­ber — Ihr kommt selbst nicht ins Him­mel­reich und lasst die, die danach suchen, nicht her­ein!“ Kann man einer Kir­chen­hier­ar­chie Schlim­me­res bescheinigen?

    Fazit:
    In der ohn­mäch­ti­gen, im Kreuz Chri­sti aber voll­mäch­ti­gen Nach­fol­ge unse­res Herrn bleibt — das Blei­ben und die Auseinandersetzung.
    Denn eines hat Jesus über­deut­lich gemacht: er hat sich ohne Scheu und abso­lut wahr­haf­tig aus­ein­an­der­ge­setzt und wider­spro­chen („ein Zei­chen, dem wider­spro­chen wird“). Und dies mit gro­ßer Voll­macht, wie es die Evan­ge­li­en immer wie­der bezeu­gen. Das hat doch man­che zur Umkehr geru­fen. Sei­ne Zei­chen und Wun­der müs­sen als „Über­lauf“ der gro­ßen Lie­be Got­tes ange­se­hen wer­den, die ER in Per­son doch war und ist — nicht unbe­dingt als die „Haupt­sa­che“ sei­nes Wir­kens. F. hat inso­fern voll­kom­men unrecht. Die Chri­sten sind schon immer auch (!!!) zu den Armen gegan­gen. Vor Gott aber ist auch der Zöll­ner Mat­thä­us arm, ist der rei­che Jüng­ling arm, sind die mittt­le­stän­di­schen Fischer arm und die damals durch­aus nicht ver­ach­te­ten Hir­ten arm. Wer, bit­te, ist vor IHM nicht arm?
    Jesus war kein „Amts­trä­ger“, son­dern gewis­ser­ma­ßen ein „Laie“, aber ein „gott­ge­weih­ter Laie“. ER war Gott selbst, der sich mit­ten hin­ein­setz­te in die­ses geist­li­che Cha­os und kei­nes­wegs als Hoher­prie­ster im Amt auftrat.
    Das ist unse­re Per­spek­ti­ve: wie ER und in sorg­fäl­ti­ger Prü­fung vor Sei­nem Ange­sicht reden, wider­spre­chen, im Geist und in der Wahr­heit dis­ku­tie­ren, mah­nen und unab­läs­sig beten für die Kir­che. Jedem so, wie es ihm gege­ben ist von den Talen­ten her. Man­che kön­nen nicht reden, aber dafür die Reden­den unter­stüt­zen mit ihrem Talent. Man­che kön­nen in Tie­fe und Treue beten, mehr als ande­re dies ver­mö­gen. Jedem ist hier eine gro­ße Auf­ga­be zuge­dacht. Und wenn wir sie erfül­len, was Gott uns gebe, dann war es doch vor IHM nur wenig. Am Ende wird ER uns erlö­sen aus die­sem gro­ßen Jam­mer. Wir beten solan­ge: „Libe­ra nos a malo!“ und hal­ten aus.

  16. Man muss auch sehen, dass Frau­en nur im Not­fall seg­nen soll­ten. Seg­nen ist eine akti­ve und Segen emp­fan­gen eine rezep­ti­ve Hand­lung. Dass Frau­en von Gott eher für das zwei­te erschaf­fen wur­den, erken­nen wir wahr­schein­lich auf­grund des macht­voll in unse­re Hir­ne ergos­se­nen Gene­deris­mus nicht mehr mit der aus frü­he­ren Zei­ten gewohn­ten Klarheit.

    • Das ist nicht rich­tig und war noch nie­mals rich­tig. Heid­ni­sches Den­ken mag auch die Hir­ne kirch­li­cher Men­schen durch­wölkt haben — das Fal­sche ist nicht erst heu­te auf dem Plan…
      Sie müs­sen unter­schei­den, um wel­che Art von Segen es geht. In die­sem Fall müss­te man prä­zi­sie­ren, dass nur geweih­te Amts­trä­ger sol­che Seg­nun­gen vor­neh­men soll­ten wie eine „Tauf­er­neue­rung“. Da ist es völ­lig uner­heb­lich, ob Mann oder Frau. Auch ein männ­li­cher metho­di­sti­scher Pastor hät­te sich hier zurück­hal­ten müssen.
      Zur Klar­stel­lung hier ein sach­li­cher Arti­kel: http://bistumspresse.de/content/wer-darf-eigentlich-segnen
      Das Prin­zip von Akti­vi­tät und Rezep­ti­vi­tät ist in kei­nem Fall christ­lich, son­dern so abso­lut for­mu­liert, wie Sie es tun, heid­nisch. Daher hat sich die Kir­che in ihrer unfehl­ba­ren Leh­re mit der­lei vor­ur­teils­haf­ten und der gött­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät zuwi­der­lau­fen­den Fest­le­gun­gen stets zurückgehalten.
      Ver­zei­hen Sie den Ein­spruch! Aber der Grund, war­um das Prie­ster­amt Män­nern vor­be­hal­ten ist, liegt ja nicht dar­in, dass Män­ner aktiv sind und Frau­en nicht (was offen­kun­di­ger und allein schon empi­ri­scher Unsinn ist), son­dern dar­an, dass der Prie­ster Jesus Chri­stus gegen­wär­tig setzt und es IHm gefal­len hat, als Mann ins Fleisch zu kom­men. Auch wenn Maria die „Emp­fan­gen­de“ war, hing alles (!) ab von ihrem akti­ven „Fiat“ — des­we­gen ehren wir sie ja auch so sehr! Sie ist in der emp­fan­gen­den Hal­tung das Vor­bild und nach Augu­sti­nus die „Guß­form für jeden Chri­sten, auch jeden Mann. Allein das zeigt schon, dass der Zusam­men­hang sehr viel kom­pli­zier­ter ist…Andererseits hat Jesus sich in die Rol­le der tota­len Ohn­macht hin­ge­ge­ben in die­ser Welt, also in die „unmänn­li­che“, rezep­ti­ve Hal­tung, die sich sogar her­ab­ließ, den Tod zu emp­fan­gen. Aber auch ER natür­lich wie Sei­ne aller­se­lig­ste Mut­ter im akti­ven Ein­ver­ständ­nis, im Ja des Gehorsams…

      Immer schon haben Frau­en ihre Kin­der geseg­net. Das wuss­te man auch vor vie­len Jahr­hun­der­ten schon, dass das gut und rich­tig ist. Etwas ande­res ist aber ein öffent­li­cher, gewis­ser­ma­ßen amt­li­cher, womög­lich sakra­men­ta­ler Segen: der steht nur Wei­he­trä­gern zu. Und nur Män­ner kön­ne Wei­he­trä­ger wer­den aus genann­tem Grund…
      Das und nur das ist hier das Unbe­ha­gen im vor­lie­gen­den Fall. Ein Metho­dist hat schlicht und ein­fach kei­ner­lei Recht, einen amt­li­chen quais-katho­li­schen Segen zu ertei­len. Und schon gar nicht einem Kardinal.

    • @arrow
      Wie schon oben gesagt wur­de, Müt­ter haben immer ihre Kin­der geseg­net und der Mut­ter­se­gen ist wertvoll.
      Wir Katho­li­ken haben ja auch eine Mut­ter, die Aller­se­lig­ste Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria. Sie wur­de im Lau­fe der let­zen 50 Jah­re immer mehr an den Rand gedrängt — die Peri­phe­rie ! — von wem? Vor allem von den Geistlichen.
      Wel­cher Prie­ster för­dert den Rosen­kranz, hält Mai­an­dach­ten? „Seg­ne du Maria, seg­ne mich dein Kind … “ Ja, die­ser Segen wird nicht mehr oft erbe­ten. Dafür las­sen sich die Geist­li­chen von ande­ren Leu­ten seg­nen, ja von ande­ren Kon­fes­sio­nen. Schein­bar haben sie einen Man­gel, ein Bedürf­nis, geseg­net zu wer­den. Und in der Tat, man mekrt es ja in der Kir­che, daß der Segen von oben fehlt. Das gan­ze neu­mo­di­sche Geha­be und Gema­che ent­behrt den Segen von oben. Die neue Mes­se ist ein Pro­dukt, dem die Bestä­ti­gung von oben fehlt. Ganz offen­sicht­lich. Und wenn sie sich gegen­sei­tig auf die Schul­ter klop­fen und bestä­ti­gen, die hochw. Prä­la­ten, es wird dadurch nicht besser.

  17. Es ist doch ganz ein­fach: Alle Beschlüs­se und Geset­ze, die nach dem Kon­zil erlas­sen wor­den sind, waren Schrit­te auf dem Weg zur Grün­dung der Deu­ter­ova­ti­ka­ni­schen Kir­che, niz Neu­em Ritus, Neu­em Kir­chen­recht, Neu­er Kate­chis­mus. Die­se Deu­ter­ova­ti­ka­ni­sche Kir­che ist öku­me­nisch und protestantisch.
    Die Bischö­fe ken­nen die Not der See­len nicht, sie ken­nen bloß noch psy­cho­lo­gi­sche Phä­no­me­ne — alle imma­nent und mensch­lich natür­lich — und sonst nichts. Ich habe mir auf die­sem Por­tal schon die Fin­ger wund geschrie­ben und es geschieht nichts, weder bei Pius, noch bei Petrus, die FFI ist zer­schla­gen, die Insti­tu­te hal­ten den Mund. Kein Bischof wagt es das Schis­ma VONSEITEN der Kon­zils­kir­che anzusprechen.
    Papst Bene­dikt ist nicht frei­wil­lig zurück­ge­tre­ten: Wenn selbst auf die­sem Por­tal nicht die Zahl der­je­ni­gen Prie­ster, die von Papst Bene­dikt XVI wegen Miß­brauchs zwangs­lai­siert wur­den (384 + 60 LC.Priester) nicht mit der zahl der­je­ni­gen, die unter „Papst“ Fran­zis­kus lai­siert wor­den sind (43) und weiß, daß die Homo-Lob­by immer noch exi­stiert, ja ein sicher­heits­s­re­le­van­tes Risi­ko gewor­den ist und dann 1+1 zusam­men­zählt, weiß , was er von „Papst“ Franz­si­kus „Barm­her­zig­keit und Zärt­lich­keit“ zu hal­ten hat.
    War es nicht so, daß Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger den sexu­el­len Miß­brauch als unver­ein­bar mit der kirch­li­chen Leh­re und damit als Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­grund (2001!) defi­niert hat­te und die­ses von Papst Johan­nes Paul II bestä­tigt wor­den ist? Wo sind die Exkom­mu­ni­ka­tio­nen? Wer ver­bo­te­ne „com­mu­nio in divi­nis (Ent­schul­di­gung) sacris“ betreibt, wird beim sexu­el­len Miß­brauch eben auch kei­ne stren­gen Maß­stä­be haben.
    Wie geht es jetzt wei­ter? Zur FSSPX gehen? — Pro­blem begin­nen­der Bür­ger­krieg; zu Petrus? — völ­li­ges ver­äng­stigt sein; zu Sedis­va­kan­ti­sten? — regel­rech­te Hetz­kam­pa­gnen gegen­sei­tig bis hin zu Todesdrohungen.
    Nein, es braucht jetzt die Emis­sä­re, die ver­su­chen, eine Ein­heits­front der Tra­di­ti­on zur Ent­sat­zung des besetz­ten Roms zu bil­den und die Situa­ti­on der ande­ren in der Tra­di­ti­on unge­schminkt dar­stel­len. Dar­aus muß ein Besin­nungs­pro­zeß ent­ste­hen, an dem ALLE mit­wir­ken: „Bischof“ San­born, S. E. Tis­sier de Mal­lerais, S. E. Wil­liam­son, S. E. Fel­lay, E. Em. Ran­jith, S. E. Atha­na­si­us Schnei­der, alle.
    Und dann muß gehan­delt wer­den, so oder so.

  18. Nach Ber­go­glio, O’Malley, Can­tal­a­mis­sa und wer noch alles, fra­ge ich mich, war­um so etwas geschieht? 

    Die­se Geste, sich von einer ande­ren Kon­fes­si­on seg­nen zu las­sen wirkt doch irgend­wie wie eine Unter­wer­fung. So wie sich der Hund, der im Kampf ver­lo­ren hat, nie­der­duckt und den Nacken hinhält.
    Ich fra­ge mich, ist es hier spi­ri­tu­ell gese­hen etwa ähn­lich? Hat die kath. Kir­che seit Joh.XXIII so viel Untreue an den Tag gelegt (JP II mit sei­nem Koran­kuß, Assis­si usw.), daß sie jetzt den ande­ren christ­li­chen Kon­fes­sio­nen nach­ran­gig anzu­se­hen wäre? Ich weiß es nicht.
    Jeden­falls wäre es bes­ser, die kath. Kir­che wür­de die­se Sün­den gegen Gott end­lich ein­ge­ste­hen, beken­nen, bereu­en und süh­nen. Ohne Umkehr kei­ne Erneuerung.

  19. @zeitschnur: Ich kann Joseph nur bei­plich­ten und Ihnen nahe­le­gen, über sei­nen obi­gen „Hin­weis“ ein­mal gründ­lich und tief­ge­hend nach­zu­den­ken. Ihr anma­ßend-des­po­ti­sches Auf­tre­ten in die­sem Forum ver­fol­ge ich schon seit gerau­mer Zeit. Sie ver­su­chen stän­dig, ande­ren Ihre per­sön­li­che Mei­nung auf­zu­drücken und hier das Feld zu beherr­schen. Gibt man Ihnen nicht Recht, reagie­ren Sie sofort in äußerst aggres­si­vem und gif­ti­gem Ton. Wer gibt Ihnen das Recht dazu? Fin­den Sie das katholisch?

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