Christus als „Armer“ und „Flüchtling“ — Politisch korrekte Verbiegung des Evangeliums

Flucht nach Ägypten: Francesco Colafemmina über die politisch korrekte Verbiegung des Weihnachtsevangeliumsvon Fran­ces­co Cola­femmi­na

(Flo­renz) Mir ist nicht wirk­lich klar, war­um das poli­ti­sche Pro­gramm des Vati­kans in Sachen ille­ga­le Ein­wan­de­rung den Glau­ben der euro­päi­schen Katho­li­ken för­dern soll­te. Noch schwe­rer fällt es mir, zu ver­ste­hen, war­um die­se offen­sicht­li­che Ein­mi­schung des Vati­kans in die Sozi­al­po­li­tik Ita­li­ens und Euro­pas bei den Poli­ti­kern gro­ße und aus­schwei­fen­de Zustim­mung fin­det, den­sel­ben Poli­ti­kern, die in Sachen Eutha­na­sie, Abtrei­bung, Bür­ger­rech­te wie Eltern­recht, Fami­lie sich bis vor einem Jahr noch jede Form von vati­ka­ni­scher „Ein­mi­schung“ ver­ba­ten.

Warum soll Masseneinwanderung den Glauben der Europäer fördern?

Kom­men wir also gleich zum Punkt. Arbeit – wie hof­fent­lich auch im Vati­kan alle wis­sen – ist heu­te eine Man­gel­wa­re. Die Zahl der Arbeits­plät­ze ist begrenzt im Ver­gleich zur ver­füg­ba­ren Arbeits­kraft. Das wird vor allem in Zei­ten von Wirt­schafts­kri­sen beson­ders sicht­bar. Wenn wir also die huma­ni­tä­re Posi­ti­on ein­neh­men, daß ille­ga­le Ein­wan­de­rer auf­zu­neh­men sind, also Män­ner und Frau­en, die den Groß­teil ihres Besit­zes ver­kauft haben, um meist ille­gal ihr Land zu ver­las­sen und eben­so ille­gal bei uns ein­zu­wan­dern und Wohl­stand zu suchen, dann müs­sen wir auch akzep­tie­ren, daß die­se neue Arbeits­lo­sen, den Kon­kur­renz­kampf um die Man­gel­wa­re „Arbeit“ ver­schär­fen wer­den.

Mar­xi­stisch gedacht, ver­grö­ßern sie vor allem die ärm­ste Schicht der Gesell­schaft, die sich in einem stän­di­gen Über­le­bens­kampf befin­det. Zudem bedeu­ten sie für die gesam­te Gesell­schaft eine zusätz­li­che Sozi­al­last. Mit dem Geld, das ein ille­ga­ler Ein­wan­de­rer in Euro­pa die Öffent­lich­keit kostet, könn­ten meh­re­re wie er zu Hau­se ein sorg­lo­ses Leben füh­ren, wäh­rend er hier ein beschei­de­nes Aus­kom­men hat und das zu Lasten der All­ge­mein­heit.

Auch Wohlstandsmigrant wird zum „Flüchtling“ uminterpretiert

Das alles ist das offen­sicht­li­che Ergeb­nis einer gänz­lich feh­len­den poli­ti­schen Intel­li­genz der regie­ren­den Poli­ti­ker in unse­ren Län­dern und in den Her­kunfts­län­dern der Ein­wan­de­rer. Statt einer lang­fri­sti­gen Pla­nung erge­hen sich die Ver­ant­wort­li­chen in immer neu­en Varia­tio­nen ideo­lo­gi­schen Phra­sen­tums. Das neue­ste Lieb­lings­wort lau­tet „Flücht­ling“. Jeder Ein­wan­de­rer wird impli­zit zum „Flücht­ling“ erklärt, die Fra­ge der Ein­wan­de­rung damit zu einer huma­ni­tä­ren Not­la­ge und die Auf­nah­me ohne Wenn und Aber zu einer jeder Kri­tik ent­zo­ge­nen Not­hil­fe­maß­nah­me.

Die Art, wie heu­te die Ein­wan­de­rung, vor allem die ille­ga­le Ein­wan­de­rung geför­dert wird, ist ein­fach nur unver­nünf­tig, wenn nicht noch weit schlim­me­res. Es bedeu­tet vor allem den Men­schen­han­del zu för­dern. Es bedeu­tet eben­so, unzäh­li­gen Män­nern und Frau­en fal­sche Hoff­nun­gen zu machen, Men­schen, die ein­fach auf der Suche nach „Wohl­stand“ und kei­nes­wegs immer auf der Flucht vor Hun­gers­not und Krie­gen sind. Es bedeu­tet, dies­be­züg­lich haben die alten und neu­en Mar­xi­sten recht, und das erklärt auch deren För­de­rung die­ser Wan­de­rungs­be­we­gun­gen, die Schicht der Armen, die bereits einen nicht unbe­trächt­li­chen Teil des sozia­len Sze­na­ri­os in Euro­pa bil­den, zu ver­grö­ßern. Immer­hin bedeu­ten die Neu­an­kömm­lin­ge durch ein ein­ge­spiel­tes Dienst­lei­stungs­sy­stem für die lin­ken Gewerk­schaf­ten und Par­tei­en neue Mit­glie­der und Wäh­ler­stim­men. Dazu noch für ein üppig aus­ge­bau­tes Netz­werk von Aus­län­der­ver­ei­nen, Dienst­stel­len, Räten ein ein­träg­li­ches Ein­kom­men aus der öffent­li­chen Scha­tul­le. Kei­ne Ein­wan­de­rer, kei­ne Gel­der. Die För­de­rung der Ein­wan­de­rung ist für zahl­rei­che ideo­lo­gi­sier­te Euro­pä­er zu ihrer per­sön­li­chen Arbeits­platz­si­che­rung gewor­den.

Umbiegung des Evangeliums in ein Sozialmärchen

Noch dis­ku­ta­bler wird die Fra­ge, wenn für die­se Ein­wan­de­rungs­ma­schi­ne­rie das Evan­ge­li­um miß­braucht wird, um die Hei­li­ge Geschich­te in ein moder­nes Sozi­al­mär­chen zu ver­wan­deln. Der erste Schritt in die­se Rich­tung erfolg­te in der Hei­li­gen Nacht ((Anspie­lung auf die Pre­digt von Papst Fran­zis­kus bei der Christ­met­te am Hoch­fest der Geburt des Herrn am 24. Dezem­ber 2013 im Peters­dom.)), als die Hir­ten auf dem Feld von Bet­le­hem in „Aus­ge­grenz­te“ und „die Armen“ zur Zeit Jesu umge­dich­tet wur­den. Eine eben­so unzu­tref­fen­de wie unpas­sen­de Umdeu­tung, so rhe­to­risch effi­zi­ent sie auch sein mag. Die Hir­ten im Päle­sti­na der Römer­zeit waren gesell­schaft­lich aner­kannt und spiel­ten im Sozi­al­ge­fü­ge eine wich­ti­ge Rol­le. Sie lie­fer­ten mit den männ­li­chen, ein­jäh­ri­gen Läm­mern die Opfer­ga­ben für das Pes­sach­fest. Ihr Beruf war damit direkt mit dem Opfer­kult des Tem­pels ver­bun­den und damit von aner­kann­tem Rang. Sie hat­ten im Jahr an die 30.000 Läm­mer zu lie­fern. So sehr die­se Tätig­keit auch nicht die Spit­ze der gesell­schaft­li­chen Lei­ter dar­stell­te, hat­te der Hir­te in der jüdi­schen Sym­bo­lik immer eine posi­ti­ve Kon­no­ta­ti­on. Er war ein effi­zi­en­tes Sym­bol für die cha­ris­ma­ti­sche Füh­rungs­rol­le im Volk Isra­el. Auch aus die­sem Grun­de nen­nen wir noch heu­te jeden Prie­ster einen Hir­ten und die Bischö­fe Ober­hir­ten und den Papst den Ober­sten Hir­ten.

Hirten von Betlehem waren weder „Arme“ noch „Ausgegrenzte“

Abge­se­hen davon wäre auch anzu­mer­ken, daß die Geburt Chri­sti nicht nur den Hir­ten offen­bart wur­de (Offen­ba­rung gegen­über den Juden), son­dern auch den drei Wei­sen aus dem Osten (Offen­ba­rung gegen­über den Hei­den), die mit Sicher­heit weder arm noch aus­ge­grenzt waren, wie ihre Auf­nah­me am Königs­hof des Hero­des, ihre Geschen­ke und die gesam­te Über­lie­fe­rung bele­gen. Die­se Sozi­al­her­me­neu­tik des Weih­nachts­fe­stes raubt dem Evan­ge­li­um von der Geburt des fleisch­ge­wor­de­nen Got­tes zwar nicht sei­ne tran­szen­den­ta­len Dimen­si­on, läßt die­se aber ver­blas­sen. Die Hir­ten wachen in der Nacht, sie wachen im Frei­en, ver­schlie­ßen sich nicht in Stadt­häu­sern, sie ver­schlie­ßen ihre Her­zen nicht der Ankün­di­gung des Herrn, sie sind frei mit ihren Her­den, sie sind weder die Skla­ven von Per­so­nen noch von Din­gen, sie sind freie, ein­fa­che Men­schen, die sich vor der Ankün­di­gung des Herrn nicht fürch­ten wie König Hero­des „und mit ihm die gan­ze Stadt Jer­sua­lem“, wie das Evan­ge­li­um berich­tet.

Banalisierung der prophetisch-heilsgeschichtlichen Flucht nach Ägypten

Auf die ver­zer­ren­de Sozi­al­her­me­neu­tik der Hir­ten folg­te am 29. Dezem­ber ((Anspie­lung auf die Anspra­che von Papst Fran­zis­kus beim Ange­lus am Fest der Hei­li­gen Fami­lie am Sonn­tag, den 29. Dezem­ber 2013 am Peters­platz.)) jene von Chri­stus als „Flücht­ling“, will im neue­sten Sprach­jar­gon sagen, als „Ein­wan­de­rer“ in Ägyp­ten. Auch hier wird das Evan­ge­li­um wie­der nach dem Bedürf­nis rhe­to­ri­scher Not­wen­dig­kei­ten des Augen­blicks ver­bo­gen. Zunächst ein­mal war die Flucht der Hei­li­gen Fami­lie nach Ägyp­ten nur ein Pro­vi­so­ri­um und daher eine Form von Exil. Ganz anders stellt sich die Mas­sen­mi­gra­ti­on unse­rer Tage dar, die in den aller­mei­sten Fäl­len schlicht­weg vor allem Wohl­stand­wün­schen folgt und poten­ti­ell dau­er­haft ange­legt ist. Vor allem aber ist die­se Flucht der Hei­li­gen Fami­lie von mäch­ti­gem sym­bo­li­schen und pro­phe­ti­schen Inhalt: in ihr erfüllt sich die Pro­phe­zei­ung des Hosea und läßt die Rück­kehr Chri­sti nach Palä­sti­na als neu­en Exo­dus erken­nen, der auf Gol­go­ta sei­ne Voll­endung fin­det.

Glaube als bloßer Sozialaktivismus bedeutet, die Mächtigen dieser Welt unterstützen

Das Chri­sten­tum zu einem Mär­chen zur Recht­fer­ti­gung poli­tisch-ideo­lo­gisch-sozia­ler Phä­no­me­ne und der Aus­län­der­inte­gra­ti­on zu redu­zie­ren, bedeu­tet, die Ansprü­che bestimm­ter Welt­krei­se zu unter­stüt­zen, die die Ein­wan­de­rung als Brech­ei­sen zur Zer­stö­rung des eth­nisch-kul­tu­rel­len Net­zes der euro­päi­schen Natio­nen und deren Wert­hal­tun­gen zu miß­brau­chen. Das alles mit dem Ziel, den Staat zum Garan­ten einer „Lai­zi­tät“ zu machen, um statt eines Vol­kes mit gemein­sa­mer kul­tu­rel­ler und reli­giö­ser Hal­tung, eine Bevöl­ke­rung zu haben, die in immer zahl­rei­che­re und klei­ne­re Tei­le unter­schied­li­cher kul­tu­rel­ler, reli­giö­ser, sozia­ler und ethi­scher Hal­tun­gen zer­fällt. Eine beein­drucken­de Metho­de, um auch noch die Über­re­ste christ­li­cher Wert­hal­tun­gen, die in unse­ren Gesell­schaf­ten vor­han­den sind, zu besei­ti­gen. Das Modell dafür scheint Frank­reich zu sein. Offen­sicht­lich gehö­ren zu die­sem Weg in eine drö­ge Ein­heits­zu­kunft auch die Ver­wäs­se­rung des Myste­ri­ums und die Umwand­lung des Hei­li­gen in eine Sozi­al­mo­ral dazu, die Redu­zie­rung des Glau­bens zu blo­ßem Sozi­al­ak­ti­vis­mus.

Der Blick zum Himmel als bloße Spiegelung der Welt

In die­ser Per­spek­ti­ve wird der Blick zum Him­mel zur blo­ßen Spie­ge­lung der Erde, ohne Aus­gang, ohne Flucht­weg. Es bedeu­tet auch, die gesun­de, wenn auch oft tri­ste Rea­li­tät durch eine Gut­men­schen-Ideo­lo­gie zu erset­zen, die dia­lek­tisch auf Applaus und Zustim­mung aus ist.

Es ist wahr, daß man nicht Christ sein kann, ohne den Glau­ben auch zu prak­ti­zie­ren, ange­fan­gen vom sonn­täg­li­chen Besuch der Hei­li­gen Mes­se, ohne die Cari­tas, die Näch­sten­lie­be. Es ist aber eben­so wahr, daß man auch ohne Chri­stus Phil­an­trop sein kann. Und dar­in liegt heu­te die Ver­su­chung für vie­le Chri­sten, deren Glau­ben mehr wackelt als ihr phil­antro­pi­scher Akti­vis­mus. Wenn aber letz­te­rer die Ober­hand über den Glau­ben gewinnt, endet er damit, jede Abir­rung von der gött­li­chen Ord­nung zu recht­fer­ti­gen, jede Abwei­chung von der Moral­theo­lo­gie, vom Lehr­amt der Kir­che und das alles im Namen der Men­schen­freund­lich­keit. Chri­stus aber wird zu einem blo­ßen Mar­ken­zei­chen umge­wan­delt, in eine Art pathe­ti­sche brand unse­res chao­ti­schen Daseins.

Das Bild zeigt die Flucht nach Ägyp­ten von Gen­ti­le da Fab­ria­no, Detail des Sockels der Pala Stroz­zi, 1423, Flo­renz, Uffi­zi­en. Die Zwi­schen­ti­tel stam­men von der Redak­ti­on.

Text: Fides et For­ma
Bild: Fides et For­ma

15 Kommentare

  1. Umge­kehrt wird ein Schuh draus, Nicht der Vati­kan mischt sich in die Poli­tik ein, die UN mischen sich total in den Vati­kan ein.
    Wer das Pro­gramm der UN kennt, weiß dass der Vati­kan es – Gott sei es geklagt – lei­der eins zu eins umsetzt, beson­ders seit Papst Fran­zis­kus. Jesus Chri­stus und das Evan­ge­li­um sind bei dem Gan­zen sozu­sa­gen nur Mit­tel zum UN-Zweck.
    Z.B. hier:
    http://www.focus.de/politik/ausland/tid-33898/fluechtlingsdrama-vor-lampedusa-un-vertreter-diese-toten-haetten-vermieden-werden-koennen_aid_1120066.html
    http://www.n‑tv.de/politik/Papst-prangert-Gleichgueltigkeit-an-article11485786.html

    Lam­pe­du­sa zu besu­chen ist ein alter Hut für UN-Gesand­te. Frau Jolie war schon zwei Jah­re vor dem Papst dort:
    http://www.unhcr.de/home/artikel/e9b57deeabdaa58a1970d697e12fb7b8/jolie-trifft-fluechtlinge-auf-lampedusa‑1.html

    Und auch anson­sten tut der Papst, was die UN wol­len:
    http://www.zeit.de/news/2013–03/13/uno-uno-ruft-neuen-papst-zu-interreligioesen-dialog-auf-13214208

    Er ist sozu­sa­gen ganz auf einer Wel­len­län­ge mit UN-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki Moon: http://www.katholische-sonntagszeitung.de/index.php/sz/Nachrichten/grussbotschaften_von_papst_franziskus_und_ban_ki_moon_nach_taize

    Papst Fran­zis­kus traf UN-Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki-moon
    Im Mit­tel­punkt des Gesprächs stand die Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Ver­ein­ten Natio­nen und dem Vati­kan.
    http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/Chronik/6399445–6/papst-franziskus-traf-un-generalsekret%C3%A4r-ban-ki-moon.csp

    UN Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki Moon und der Papst leh­nen US Krieg gegen Syri­en ab
    http://internetz-zeitung.eu/index.php/891-un-generalsekret%C3%A4r-ban-ki-moon-und-der-papst-lehnt-us-krieg-gegen-syrien-ab

    und so wei­ter und so fort … Link­li­ste lässt sich belie­big ver­län­gern

    Wie es scheint waren die UN sehr erfolg­reich bei der Umset­zung ihrer Richt­li­ni­en, um Glau­bens­ba­sier­te Orga­ni­sa­tio­nen als Trieb­kräf­te des Wan­dels anzu­heu­ern:
    http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/2013/10/un-richtlinien-wie-man-glaubensbasierte.html

  2. Wer sich in ein voll­be­setz­tes Boot setzt, bei­spiels­wei­se 13jährig, als Mut­ter von klei­nen Kin­dern unter der Gefahr, wel­che jedem bewusst sein dürf­te, dass man auf hal­bem Wege im Meer ertrin­ken könn­te, wird das nicht tun um irgend­ei­nen Wohl­stand anzu­stre­ben und uns die Arbeits­plät­ze weg­zu­neh­men, son­dern weil er für sich kei­ne Opti­on mehr sieht.

    Ich ver­ur­tei­le Din­ge, wel­che von der Uno aus­ge­hen nicht, weil sie von der Uno aus­ge­hen, son­dern wenn sie im Wider­spruch zu jeg­li­cher Ethik, Norm und Wahr­heit ste­hen.

    Und ist es nicht gera­de das prä­gen­de des Chri­sten­tums gera­de in allen wel­cher in einer Bedürf­ti­gen Situa­ti­on sind und das dürf­te genann­ter Fall tat­säch­lich sein, Chri­stus zu sehen?

    Es ist eine rie­si­ge Chan­ce vor­han­den zur Neue­van­ge­li­sie­rung durch Ein­wan­de­rer oder zur Evan­ge­li­sie­rung von Flücht­lin­gen aus Kri­sen­ge­bie­ten und davon gibt es reich­lich.

    Es grüßt das Kind eines Ein­wan­de­rers, nicht aus Ver­fol­gung, nicht aus Hun­gers­not, son­dern aus Lie­be…

    • Ich den­ke da beson­ders anver­folg­te Chri­sten und zu bekeh­ren­de Mus­li­me, beson­ders wel­che die eine Flucht hin­ter sich haben und ent­täuscht von ihren bis­he­ri­gen Syste­men etwas Hoff­nung ver­tra­gen könn­ten. Und wer bie­tet da mehr rich­ti­ge hoff­nung als das Chri­sten­tum. Nicht die Theo­rie bekehrt, son­dern das geleb­te Beispiel.Und was ist ein tat­kräf­ti­ge­res Bei­spiel als eine aus­ge­streck­te Hand? Ich ken­ne einen kon­ver­tier­ten Flücht­ling. Chri­stus hat eine sehr hohe Attrak­ti­vi­tät, die in den Men­schen Fleisch wer­den soll­te, wel­che sich Chri­sten zu nen­nen pfle­gen. Mus­li­me, beson­ders Frau­en, wel­che aus der Hoff­nungs­lo­sig­keit ihres Glau­bens kom­men soll­ten uns Men­schen sein, die wir zu bekeh­ren suchen. Und sehr vie­le suchen, ent­täuscht von der Unmensch­lich­keit wel­che ihnen isla­mi­sche Staa­ten und isla­mi­sche Syste­me gezeigt haben!
      Das ist die Chan­ce. Außer­dem, was ist mit syri­schen Chri­sten oder Chri­sten aus einem Hun­ger­land?
      Gera­de sie könn­ten uns bekeh­ren.
      Ich darf dar­an erin­nern, dass die Besied­lung bestimm­ter Gebie­te des christl­chen Euro­pas eben­falls aus Völ­ker­wan­de­run­gen und Ver­trei­bung sowie Hun­ger­flucht geschah, eben­so wie durch akti­ve Anwer­bung.

      • sagen Sie mal, wer­te Male­ne, war­um kann man in einem Land wo abso­lut gilt „haste was, bis­te was !“ nicht der ein­fa­chen Tat­sa­che ins Auge blicken,das man genau das expor­tiert und ne Men­ge Leu­te genau des­halb irgend­wel­che schwach­sin­ni­gen Schlep­per­ban­den ihr letz­tes Geld in die Fin­ger drücken, weil sie uns, mit unse­rem abso­lu­ten Mate­ria­lis­mus ein­fach glau­ben.
        Ich ken­ne sovie­le Tür­ken, Rus­sen, Ira­ker, Polen u,s,w die da wo sie her­ka­men auch nicht vorm Hun­ger­tod bedroht waren, jedoch, wie Sie so schön for­mu­lie­ren dort kei­ne Per­spek­ti­ve hat­ten, und jetzt hier sind, weil ja flie­ßend war­mes und kal­ten Was­ser, wenn was schief­geht ein­mal laut heu­len und schon wird dir gehelft.….….….……
        Die­se Leu­te sagen immer „Ja da kann man doch nicht leben!“ Ich sage dann immer„Aber da leben ja noch Mil­lio­nen!“
        Mein Punkt ist war­um müs­sen wir nur immer so tun, als kämen die Leu­te zu uns aus nacki­ger Not? und nicht aus dem Bedürf­nis auch ein beque­mes Leben zu füh­ren?
        Viel­leicht weil wir uns dann ein­ge­ste­hen müss­ten mehr­heit­lich schon lan­ge den Glau­ben an Gott mit dem Glau­ben an das gefüllt Bank­kon­to ver­tauscht zu haben. Freie nach dem Mot­to nur wenn es dir gut geht, bist du ein guter Mensch. Mei­nes Wis­sens stammt das von Cal­vin.

  3. Dass die Hei­li­ge Fami­lie arm war, bezweif­le ich. Josef brach­te die Mut­ter­got­tes auf einem Esel nach Beth­le­hem, das war das „Fahr­zeug“ der Ober­schicht in den Ber­gen Palä­sti­nas, man den­ke an den Satz im Alten Testa­ment, „als Ahit­o­fel sah dass man nicht tat wozu er riet, setz­te er sich auf sei­nen Esel, begab sich in sei­ne Hei­mat­stadt Gilo, traf die letz­ten Ver­fü­gun­gen über sein Ver­mö­gen, erhäng­te sich und man begrub ihn im Grab sei­nes Vaters.“ Die­ser Mann aus der ober­sten Schicht des Juden­tums in den Tagen von König David ver­wen­de­te als Ver­kehrs­mit­tel einen Esel wohl­ge­merkt!

  4. LGBT ? Muss man sich mit so etwas denn auch noch abpla­gen ? Die Kin­der in Baden-Würt­tem­berg sol­len damit kon­fron­tiert wer­den. Das erfah­ren sie doch auch noch außer­halb der Schu­le. In der Wie­der­ho­lung stel­le ich fest: Die­ser Amts­trä­ger in Rom gefähr­det die Kir­che. Sein Pon­ti­fi­kat ist der Höhe­punkt (oder soll­te man bes­ser vom Tiefst­punkt spre­chen ?) der Ver­lot­te­rung der Kir­che.

  5. Ich fin­de den Arti­kel ein­fach nur trau­rig, von den Kom­men­ta­ren ganz zu schwei­gen. Stel­len Sie sich vor, Jesus käme noch ein­mal zurück (wie bei Dosto­jew­ski). Was glau­ben Sie denn wohl, wo er hin­ge­hen wür­de? Sie haben nur einen Blick für Äußer­lich­kei­ten und höfi­sche Riten, da bleibt die Näch­sten­lie­be, das ober­ste Gebot, dann ger­ne mal auf der Strecke…

  6. Eine sehr gute Ana­ly­se und Beschrei­bung der zur „Kir­chen­po­li­tik“ redu­zier­ten „Leh­re“ des Vati­kans und sei­nes Reprä­sen­tan­ten Ber­go­glio. Vie­len Dank dafür.
    Die gesell­schaft­li­chen Kräf­te in der west­li­chen Welt haben mit die­sen „hären“ Posi­tio­nen aus dem Vati­kan des­halb kein Pro­blem, weil sie sekun­där sind, und von einer neu­er­dings „befreun­de­ten welt­li­chen“ Ein­rich­tung kom­men. Denn der Vati­kan stellt sich auf die Stu­fe diver­ser NGO‚s die im, von den welt­li­chen Mäch­ten, zuge­las­se­nen Rah­men Akti­vis­mus demon­strie­ren und „Erfol­ge“ erzie­len dür­fen. Im Ein­klang mit den frei­mau­re­ri­schen Mach­struk­tu­ren in UN, EU und deren Satel­li­ten.
    Wich­tig aber und das ist eine Errun­gen­schaft die­ser gesell­schaft­li­chen Kräf­te, die Basti­on Vati­kans, die katho­li­schen Kir­che und Ihre Leh­re der Wahr­heit , des Unver­gäng­lich Wah­ren, der Gebo­te und des Evan­ge­li­ums ist nicht mehr, ste­hen nicht mehr im Weg. Damit haben die gesell­schaft­li­chen Kräf­te freie Bahn, die Gebo­te und das Natur­recht wer­den jetzt Bestand­teil der Macht­in­ter­es­sen der Mäch­ti­gen.
    Chri­stus hat einem Stell­ver­tre­ter mehr im Vati­kan.

  7. Papst Fran­zis­kus setzt hier nur die Wor­te Jesus und das Evan­ge­li­um 1 zu 1 um — nicht mehr und nicht weni­ger. Jeder der die alten Schrif­ten, die der Papst als Bischof ver­fasst hat ließt oder sei­ne Pre­di­gen zu ver­ste­hen weiß spürt — das er 100 % den Weg Chri­sti folgt.

    Wer ver­biegt das Evan­ge­li­um und die gött­li­che Ord­nung — der den Armen und Flüch­ti­gen hilft oder der der dies ver­wei­gert ? Für die Ver­bie­ger — die nicht in sei­nen Wor­ten sind- ist das Him­mel­reich geschlos­sen.

    “ Wenn aber letz­te­rer die Ober­hand über den Glau­ben gewinnt, endet er damit, jede Abir­rung von der gött­li­chen Ord­nung zu recht­fer­ti­gen, jede Abwei­chung von der Moral­theo­lo­gie, vom Lehr­amt der Kir­che und das alles im Namen der Men­schen­freund­lich­keit“ .…

    Nenn es „Men­schen­freund­lich­keit“ das ist das die Sub­stanz des 1. und 2. Gebots Jesus — an dem alles hängt das Gesetz, die Pro­phe­ten, das Lehr­amt und unser Glau­ben.… alles ande­re ist sekun­där und nach­ge­ord­net!

    • Wer­ter Magi­ster es war mir bis­lang ent­gan­gen, dass Jesus der Chri­stus gekom­men ist, um das inner­welt­li­che Elend ein für alle­mal aus der Welt zu schaf­fen, und zu die­sem Behuf einen Sozi­al­ver­ein zu grün­den.
      Lie­ben soll man sei­nen Näch­sten und das ist der, der vor mir steht egal ob er reich oder arm, alt­ein­ge­ses­sen oder gera­de mal auf Durch­rei­se ist.

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