Papst Franziskus und der Gesang der Sirenen — „Sirenen bereits an Bord des Kirchenschiffes“

Horror Missae: Das Bild der Kirche als Schiff, das durch die Weltgeschichte segelt, als Hort der Seelenrettung, die in den sicheren Hafen gebracht werden, geht auf Christus selbst am See Genezareth zurück. Doch vor Banalisierung ist heute nichts mehr sicher, wie das Bild zeigt.(Rom) Papst Fran­zis­kus warn­te in sei­ner Pre­digt am Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn vor den Sire­nen­ge­sän­gen und Mit­tel­mä­ßig­keit. Der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Prie­ster Don Anto­nio Ucci­ar­do griff die­se War­nung auf, um etwas kon­kre­ter zu benen­nen, woher die Sire­nen­ge­sän­ge dem Schiff des Petrus heu­te dro­hen. Die Sire­nen sei­en nicht mehr nur auf ihrer Insel und ver­su­chen das Kir­chen­schiff an die Klip­pen zu locken, damit es dort zer­schellt. Die Sire­nen sei­en an Bord des Schif­fes und ver­su­chen den Kurs in töd­li­che Rich­tung zu beein­flus­sen. Die Kir­chen­vä­ter haben jedoch den Odys­seus-Mythos genützt, um eine siche­re Anlei­tung zu bie­ten, den fal­schen Gesän­gen zu wider­ste­hen.

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Die Faszination der Sirenen

von Don Anto­nio Ucci­ar­do

„Wo ist das Leben, das wir ver­lo­ren haben, wäh­rend wir leb­ten? Wo ist die Weis­heit, die wir ver­lo­ren haben in unse­rem Wis­sen? Wo ist das Wis­sen, das wir ver­lo­ren haben in der Infor­ma­ti­on? Die Umschwün­ge des Him­mels in zwan­zig Jahr­hun­der­ten haben uns fer­ner gerückt von Gott und uns näher gebracht an den Staub.“

Mit die­sen Wor­ten beschrieb einer der auf­merk­sam­sten Beob­ach­ter der Kul­tur (und des Glau­bens) des 20. Jahr­hun­derts, Tho­mas Stearns Eli­ot, 1934 das mensch­li­che Dasein. In sei­ner Lyrik nimmt er bereits wahr, was sein wür­de. Und es konn­te für ihn kaum anders sein, denn das Chri­sten­tum ist ein Dra­ma, das in der Geschich­te lebt. Ein Dra­ma, das bei jenen Hei­ter­keit aus­lö­sen muß, die den Glau­ben nur als ein pas­sen­des oder unpas­sen­des stän­di­ges Lächeln ver­ste­hen. Das Chri­sten­tum bie­tet wah­re Freu­de, aller­dings zu einem Preis, der ganz gött­lich und ganz mensch­lich zugleich ist. Er bie­tet die Freu­de wah­rer Frei­heit, wie Chri­stus uns ver­hei­ßen hat. Eine Frei­heit, die nichts mit der Frei­heit zu tun hat, die die Welt meint.

In sei­ner Pre­digt am Drei­kö­nigs­fest (Erschei­nung des Herrn) sag­te Papst Fran­zis­kus:

„Die hei­li­gen Drei Köni­ge, die Stern­deu­ter aus dem Osten „leh­ren uns, uns nicht mit einem mit­tel­mä­ßi­gen Leben, mit dem Klei­nem zufrie­den zu geben, son­dern uns immer fas­zi­nie­ren zu las­sen vom Guten, Wah­ren und Schö­nen …, von Gott, der all das in immer grö­ße­rer Wei­se ist! Und sie leh­ren uns, uns nicht vom Schein betrü­gen zu las­sen, von dem, was für die Welt groß, wei­se und mäch­tig ist. Man darf hier nicht ste­hen blei­ben. Es ist wich­tig, den Glau­ben zu bewah­ren. In die­ser Zeit ist das ganz wich­tig: den Glau­ben zu bewah­ren. Man muss wei­ter gehen, jen­seits des Dun­kels, jen­seits der Fas­zi­na­ti­on der Sire­nen, jen­seits der Welt­lich­keit, die heu­te so vie­le Aus­drucks­for­men hat, man muss wei­ter gehen nach Beth­le­hem, dort­hin, wo in der Ein­fach­heit eines Hau­ses der Peri­phe­rie, bei einer Mut­ter und einem Vater vol­ler Lie­be und Glau­be, die Son­ne aus der Höhe erstrahlt, der König des Uni­ver­sums. Nach dem Bei­spiel der Stern­deu­ter wol­len wir mit unse­ren klei­nen Lich­tern das Licht suchen und den Glau­ben bewah­ren. So sei es.“

Was haben die Sirenen mit dem christlichen Glauben zu tun?

Odysseus und die Sirenen von Herbert James Draper, 1909Was aber haben die Sire­nen mit dem dra­ma­ti­schen Rin­gen um den christ­li­chen Glau­ben und mit der Frei­heit zu tun? Der Ver­gleich des Pap­stes ist von außer­ge­wöhn­li­cher Elo­quenz. Im kol­lek­ti­ven Bewußt­sein, zumin­dest dem mit einer soli­den Schul­bil­dung, rufen sie sofort die Odys­see in Erin­ne­rung.

Nur weni­ge wis­sen aber, daß der grie­chi­sche Mythos der Sire­nen nicht nur bei Homer, son­dern auch ande­ren Autoren vor­kommt. Auch die Kir­chen­vä­ter und füh­ren­de Theo­lo­gen der ersten christ­li­chen Genera­tio­nen beschäf­tig­ten sich mit ihnen.

Die Sire­nen, also die „Ver­füh­re­rin­nen“ sym­bo­li­sie­ren den Tod. Sie sind Todes­dä­mo­nen. Den Tod ver­ab­reich­ten sie über zwei­er­lei Wege: die Lust und die Wis­sen­schaft. Erst als sich schritt­wei­se Homers Dar­stel­lung der Sire­nen durch­setz­te, schlüpf­ten sie im all­ge­mei­nen Bewußt­sein in das Kleid der attrak­ti­ven, fas­zi­nie­ren­den Frau. Homer läßt zwar erken­nen, daß die See­leu­te, die ange­lockt vom Gesang der Sire­nen auf der Insel anle­gen, den Tod fin­den, sagt aber nicht wie. Jeden­falls dien­ten sie bei Homer den Sire­nen nicht mehr als Nah­rung.

Kirchenväter: Sirenen bringen den Tod durch Lust und Wissenschaft

Die christ­li­chen Theo­lo­gen der frü­hen Zeit kann­ten noch ande­re Sire­nen-Dar­stel­lun­gen der Anti­ke. Sie bedien­ten sich die­ser mytho­lo­gi­schen Figur, um dar­zu­stel­len, daß das Ver­gnü­gen und die Wis­sen­schaft – also etwas grund­sätz­lich Akzep­ta­bles und etwas Erstre­bens­wer­tes – auch zum Tod füh­ren kön­nen.

Auf der Grund­la­ge grie­chi­scher Hiob-Über­set­zun­gen und ande­rer Pro­phe­ten wur­den die Sire­nen als Nacht­vö­gel dar­ge­stellt, die in Wüsten­ge­gen­den hau­sen und dämo­ni­scher Natur sind. Mit ihrem süßen und töd­li­chen Gesang locken sie die See­len in den Abgrund, damit sie dort von den Wöl­fen gefres­sen wer­den, wie der hei­li­ge Hie­ro­ny­mus schreibt.

Was die Über­lie­fe­rung uns sagen will, fin­det sich sehr gut durch den hei­li­gen Ambro­si­us zusam­men­ge­faßt, der den Odys­seus-Mythos auf­greift:

„Die Sire­nen […], wie uns die heid­ni­schen Geschich­ten über­mit­teln, waren jun­ge Frau­en, die mit lieb­li­cher und ver­locken­der Stim­me san­gen und die Schiffs­rei­sen­den dazu ver­führ­ten, fas­zi­niert von ihrem Gesang, ihre Schif­fe zum Ufer auf die Klip­pen zuzu­steu­ern […]. Auf die­sel­be Wei­se lockt uns die Süßig­keit der Welt mit den Ver­lockun­gen des Flei­sches, um uns zu täu­schen“ (Kom­men­tar zum Psalm 43,75).

„Um sich nicht von den Lockun­gen der Lüste betö­ren zu las­sen und in die Gefahr der Lust hin­ein­zu­steu­ern“ wie Odys­seus, müs­se man „nicht mit phy­si­schen Stricken an den Mast­baum gebun­den sein“, son­dern, so der Kir­chen­va­ter, „mit gei­sti­gen Ban­den an das Kreu­zes­holz gehef­tet wer­den“, indem man auf die Stim­me Chri­sti hört.

Der Mastbaum ist das Kreuz Christi, das Schiff ist die Kirche

Der hei­li­ge Maxi­mus von Turin schreibt: „Chri­stus unser Herr wur­de ans Kreuz geschla­gen, um die Mensch­heit vor dem Schiff­bruch der Welt zu ret­ten“ (Pre­digt 49 über das Kreuz des Herrn, 1).

Die Wor­te des Pap­stes bezie­hen sich auf die ein­zel­nen Gläu­bi­gen, auf unse­re armes Leben, hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen dem Drang nach Höhen­flü­gen und der stän­di­gen Ver­su­chung durch die Mit­tel­mä­ßig­keit.

Doch die Wor­te kön­nen nicht anders, als sich auch auf die Gesamt­heit der Katho­li­ken zu bezie­hen, weil die Gesamt­heit den Teil trägt und jeder Ein­zel­ne auch Teil der Gesamt­heit ist. Wir haben näm­lich nicht 1,2 Mil­li­ar­den Kir­chen, son­dern 1,2 Mil­li­ar­den Katho­li­ken in einer Kir­che. Und jeder Ein­zel­ne muß sich die­ser Kir­chen­zu­ge­hö­rig­keit bewußt sein und in sich das Myste­ri­um der Kir­che tra­gen. Von der Kir­che aber erhält der Ein­zel­ne die Gna­de, die nötig ist, um nicht Schiff­bruch zu erlei­den und nicht den Sire­nen­ge­sän­gen zu erlie­gen. Die bei­den Begrif­fe: Schiff und Chri­sten­heit sind auch in unse­rer heu­ti­gen Zeit tref­fen­de Syn­ony­me.

Auf der einen Sei­te das Schiff, das durch die Wel­len gebeu­telt wird, auf der ande­ren Sei­te die Chri­sten, die nicht auf den Mast­baum zu schau­en schei­nen, wie der hei­li­ge Ambro­si­us in Anleh­nung an den Odys­seus-Mythos emp­fiehlt, son­dern fas­zi­niert sind vom Gesang der Sire­nen auf den Klip­pen.

Haben diese Sirenen ein Gesicht?

Wir dür­fen uns nicht selbst betrü­gen. Papst Johan­nes Paul II. schrieb 1993 in Veri­ta­tis sple­ndor über eini­ge „grund­le­gen­de Fra­gen der kirch­li­chen Moral­leh­re“:

„Nach­dem die Idee von einer für die mensch­li­che Ver­nunft erkenn­ba­ren uni­ver­sa­len Wahr­heit über das Gute ver­lo­ren­ge­gan­gen war, hat sich unver­meid­lich auch der Begriff des Gewis­sens gewan­delt; das Gewis­sen wird nicht mehr in sei­ner ursprüng­li­chen Wirk­lich­keit gese­hen, das heißt als ein Akt der Ein­sicht der Per­son, der es obliegt, die all­ge­mei­ne Erkennt­nis des Guten auf eine bestimm­te Situa­ti­on anzu­wen­den und so ein Urteil über das rich­ti­ge zu wäh­len­de Ver­hal­ten zu fäl­len; man stell­te sich dar­auf ein, dem Gewis­sen des Ein­zel­nen das Vor­recht zuzu­ge­ste­hen, die Kri­te­ri­en für Gut und Böse auto­nom fest­zu­le­gen und dem­entspre­chend zu han­deln. Die­se Sicht ist nichts ande­res als eine indi­vi­dua­li­sti­sche Ethik, auf­grund wel­cher sich jeder mit sei­ner Wahr­heit, die von der Wahr­heit der ande­ren ver­schie­den ist, kon­fron­tiert sieht. In sei­nen äußer­sten Kon­se­quen­zen mün­det der Indi­vi­dua­lis­mus in die Ver­nei­nung sogar der Idee einer mensch­li­chen Natur“ (Veri­ta­tis sple­ndor, 32).

Die Sirenen haben ein Gesicht

Wenn die Sire­nen außer­halb der Kir­che geblie­ben wären, auf ihren Klip­pen, könn­ten wir sie erken­nen, unter­schei­den, jede ein­zel­ne mit Namen, als Aus­druck von Ideo­lo­gien samt ihren Strö­mun­gen. Sie befin­den sich inzwi­schen aber auf dem Schiff, an Bord, und ver­su­chen unse­ren festen Blick auf den Mast­baum des Kir­chen­schif­fes, das Kreuz, weg­zu­len­ken. Sobald wir aber den siche­ren Blick auf das Kreuz abwen­den, läßt unse­re zer­brech­li­che Natur uns den Gesang der Sire­nen hören und von ihren Ver­lockun­gen ver­füh­ren zu las­sen.

Vor allem wenn uns deren Melo­die gar nicht so anti­christ­lich zu klin­gen scheint, wie sie beschrie­ben wird. In ihrem Lied­text häu­fen sich Wor­te wie „Lie­be“, „Gerech­tig­keit“, „Brü­der­lich­keit“ und „Rech­te“. War­um also soll­ten nicht auch wir die­ses Lied sin­gen?

Jeder muß sich fra­gen, ob er sich mit sei­ner Mit­tel­mä­ßig­keit zufrie­den gibt. Jeder muß sich aber auch fra­gen, ob die­se Mit­tel­mä­ßig­keit nicht auch dazu führt, daß auch jener Glau­ben mit­tel­mä­ßig wird, den alle, mit Petrus, bewah­ren müs­sen. Die Rede ist von Salz und Sauer­teig, aber auch von der Gefahr, daß Salz und Sauer­teig an Qua­li­tät ver­lie­ren kön­nen. Die äuße­re Form bleibt, doch der Inhalt stimmt nicht mehr. Der Mit­tel­mä­ßi­ge wird zum Ver­führ­ten und wird selbst zum Ver­füh­rer.

Das Schiff des Petrus segelt wei­ter, es ist das Schiff des Herrn. Es wird auch nach uns wei­ter­se­geln. Ent­schei­dend für den Ein­zel­nen ist jedoch, daß er in den siche­ren Hafen gelangt. Es ist kei­nes­wegs gesagt, daß dem so sein wird. Viel­leicht wäre der Zeit­punkt gekom­men, die all­ge­mei­ne Eupho­rie abzu­le­gen und die War­nung vor den Sire­nen­ge­sän­gen ernst zu neh­men. Wo anfan­gen? Zum Bei­spiel damit, zu ver­hin­dern, daß die Zukunft unse­rer Kin­der mit­tel­mä­ßig sein wird. Wenn wir noch einen Fun­ken christ­li­cher Wür­de, eine Sehn­sucht nach der wah­ren Frei­heit vom Kon­for­mis­mus und der Logik der Macht die­ser Welt haben, dann wer­den wir uns auf­leh­nen und die­se gleich­ma­chen­de Mit­tel­mä­ßig­keit die­ser Welt mei­den, uns von ihr abwen­den, ja sie ver­ach­ten und unse­ren Blick sicher und fest auf das Kreuz rich­ten, um den ver­füh­re­ri­schen Sire­nen­ge­sän­gen nicht zu erlie­gen.

Das Schiff der Kir­che segelt in die­sem Moment der Welt­ge­schich­te durch enge, gefähr­li­che Gewäs­ser, umge­ben von tod­brin­gen­den Klip­pen. In die­sem histo­ri­schen Moment und mit die­ser Fahrt erneu­ert sich das Heils­dra­ma für die Mensch­heit, vor allem aber ganz kon­kret für uns, die wir heu­te und jetzt leben. Nicht für die ande­ren, die vor uns leb­ten und jene, die noch kom­men wer­den. Es geht nicht um eine abstrak­te Erör­te­rung, son­dern um das Heil — mei­nes und Dei­nes.

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Ars

21 Kommentare

  1. Na da hat­te Bischof Krenn wie­der ein­mal Recht, kein Wun­der dass er abge­setzt wur­de, so darf man halt nicht die Wahr­heit sagen

  2. Wenn ich die­ses Bild (Hor­ror Mis­sae) anse­he, ergreift mich der Zorn. Die Kir­che steht ver­wü­stet, ein Glau­bens­ab­fall son­der­glei­chen, die Scha­fe zer­streut, die See­len gehen ver­lo­ren und die Prie­ster spie­len Paddel-Spielchen.Tut mir leid, aber das ist doch Krank!!! Wer kann denn die­sen Leu­ten noch eine Urteils­fä­hig­keit zuge­ste­hen???

    • Das sehe ich genau­so. Rich­ti­ge Witz­fi­gu­ren sind da zu sehen. was will man zei­gen ? Soll­ten die Gläu­bi­gen sich kein Boot vor­stel­len kön­nen ? Krampf­haf­te Bemü­hun­gen eines Katho­lo-Ani­ma­teurs.

  3. Papa Ber­go­glio „außer­ge­wöhn­li­che Elo­quenz“ zu atte­stie­ren, nur weil er pseu­do-intel­lek­tu­ell in sei­nem Geschwa­fel die mytho­lo­gi­schen Sire­nen ver­wur­stelt hat, ist ein­fach gro­tesk. Der Ver­fas­ser die­ses lang­at­mi­gen Arti­kels hat aber in der Drei­kö­nigs­fest-Pre­digt die wah­re Bom­be über­se­hen: Dort hat der nicht nament­lich erwähn­te Jesus in Beth­le­hem eine Mut­ter und einen Vater. Ja, wirk­lich. Aber was wäre der der­zei­ti­ge Nach­fol­ger Petri ohne sei­ne täg­li­chen Häre­si­en, die aber kei­nen zu stö­ren schei­nen.

    • statt Elo­quenz wür­de ich eher Logor­rhoe sagen, schwe­re Logor­rhoe. Daß es fast immer eine Äuße­rung gibt, die außer­halb der Leh­re ver­or­tet wer­den muß- ist nun schon Gewohn­heit. Wenn das ein­mal nicht vor­kommt, muß man das wohl als Aus­nah­me, die die Regel bestä­tigt betrach­ten.
      Heu­te war so ein Tag. Kate­che­se über das Taufsa­kra­ment. Aber — tja geht wohl nicht ohne aber- die Form! Als habe der Pon­ti­fex einen Kur­sus für Ani­ma­teu­re für Feri­en­clubs oder als Sta­di­on­spre­cher eines mitt­le­ren Fuß­ball­ver­eins absol­viert.
      Wört­lich ( bei Radio Vati­can It. nach­zu­le­sen)
      Papst.: „Kann man sich sel­ber tau­fen?“
      Men­ge: „Nein!“
      Papst: „Ich kann nichts hören!“
      Men­ge brüllt : „NEIN !“
      Papst: „Seid ihr sicher?“
      Men­ge brüllt: „Jaaaa!“

    • Ganz recht. Kei­ne, aber auch kei­ne Pre­digt ist ohne Pfer­de­fuß.
      Um nur zu erwäh­nen, was mir auf­fiel und ich noch nir­gends behan­delt gese­hen habe.
      „Gott schließt nie­mals Türen zu“, sag­te F. — im direk­ten Gegen­satz zum Gleich­nis von den fünf klu­gen und den fünf törich­ten Jung­frau­en.
      In einer der letz­ten Pre­dig­ten sag­te F., wir Chri­sten soll­ten das Licht Chri­sti reflek­tie­ren. Wir Chri­sten sind aber i m Licht, wenn wir in Chri­stus sind und wie aus­drück­lich der hl. Johan­nes irgend­wo schreibt, wir reflek­tie­ren es nicht nur von außen. Reflek­tie­ren kann auch jemand, der selbst Fin­ster­nis ist.
      Das ist ja der Unter­schied. Ein Mos­lem oder ein Frei­mau­rer, z.B., kann das Licht von außen sehen und sich sogar nach ihm seh­nen, aber wir Chri­sten, solan­ge wir im Stan­de der hei­lig­ma­chen­den Gna­de sind, sind i m Licht und das Licht ist in uns.
      Usw. usf. !
      Schreck­lich!!!

    • Mir sind die „Mut­ter und “ — unter­schieds­los — „der Vater“ sofort auf­ge­fal­len. Ber­go­glio ver­schlei­ert sei­ne Häre­si­en sehr geschickt. Vom Glau­ben an Gott ist durch­aus die Rede. Aber nicht vom Gott­men­schen, nicht von der zwei­ten gött­li­chen Per­son, die Mensch gewor­den ist und nun als Kind in der Krip­pe liegt. Davor drückt sich Sei­ne Hei­lig­keit, Papst Fran­zis­kus. „Son­ne aus der Höhe“, „König des Uni­ver­sums.“ Das klingt gut für die Ohren sei­ner Fans, es ist nur sehr wenig kon­kret. Über 19 Jahr­hun­der­te hat die katho­li­sche Kir­che klar und mit ein­deu­ti­gen Wor­ten ihren Glau­ben bekannt. Er löst sich in Frag­men­te auf, umhüllt von wol­kig-blu­mi­gen Phra­sen.

    • Genau so ist es. Ber­doglio bringt Geschich­ten ins Spiel, die befremd­lich zu den zu behan­deln­den The­men wir­ken. Dass er es zum Erz­bi­schof schaf­fen konn­te bei die­sem Wirr­war, Es ist kaum zu begrei­fen. Gerad­li­ni­ge Den­ker wie sein Vor­gän­ger waren offen­bar nicht mehr gefragt. Der viel beschwo­re­ne Hei­li­ge Geist hat­te offen­bar die Kar­di­nä­le nicht beein­flußt, wie es aus­sieht.

  4. „Man darf hier nicht ste­hen blei­ben. Es ist wich­tig, den Glau­ben zu bewah­ren…. Nach dem Bei­spiel der Stern­deu­ter wol­len wir mit unse­ren klei­nen Lich­tern das Licht suchen und den Glau­ben bewah­ren.“ sagt Papst Fran­zis­kus. Sei­ne Enzy­kli­ka Lumen fidei lässt es dage­gen nicht zu den Glau­ben als etwas Star­res zu sehen, des­sen wir uns rüh­men könn­ten.

    Lese ich Mat­thä­us 2, 1–12 tut sich mir fol­gen­des auf:
    Die Stern­deu­ter haben im auf­ge­hen­den Stern den Hin­weis auf den neu­ge­bo­re­nen König der Juden erhal­ten den sie anbeten/huldigen woll­ten und dafür nah­men die­se heid­ni­schen Men­schen (Magi­er) einen Weg ins unge­wis­se auf sich, immer dem Stern fol­gend.
    Auch als sie Sei­nen Stern nicht mehr sehen konn­ten lie­ßen sie von ihrem Plan nicht ab und erkun­dig­ten sich in Jeru­sa­lem, wo der Mes­si­as, der Gesalb­te, gebo­ren wer­den soll­te. Die Schrift­ge­lehr­ten konn­ten sofort sagen, in Bet­le­hem wie es bei den Pro­phe­ten steht: Du, Bet­le­hem im Gebiet von Juda, bist kei­nes­wegs die unbe­deu­tend­ste unter den füh­ren­den Städ­ten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst her­vor­ge­hen, der Hirt mei­nes Vol­kes Isra­el.
    Die Wei­sen gaben sich in ihrer Suche in Jeru­sa­lem ganz naiv und unbe­darft in ihrem Bekennt­nis den König der Juden zu suchen und sorg­ten sich nicht um die Gefahr die von Hero­des aus­ging, auch nicht als er ihnen sag­te sie soll­ten ihm berich­ten wenn sie das Kind gefun­den hät­ten, damit auch er nach Bet­le­hem gehen und dem Kind hul­di­gen kön­ne.
    Sie erkann­ten zu die­sem Zeit­punkt also nicht den Todes­dä­mon Hero­des, viel­leicht erst, als ihnen im Traum gebo­ten wur­de nicht zu Hero­des zurück­zu­keh­ren.
    Statt­des­sen schau­ten sie nach dem Stern und freu­ten sich rie­sig als sie ihn wie­der sahen, folg­ten ihm und gin­gen in das Haus über dem der Stern ste­hen blieb, sahen das Kind und Maria und bete­ten das Kind an.
    Die drei unbe­irr­ba­ren Wei­sen waren voll Glau­be und Hoff­nung und sie waren voll Freu­de als sie auf die Lie­be tra­fen, den König des Vol­kes Isra­el.

    Die Stern­deu­ter haben wohl kaum“ mit ihren klei­nen Lich­tern das Licht gesucht“, son­dern ihnen wur­de der Leit­stern offen­bart und sie folg­ten ihm im Gehor­sam und Ver­trau­en, alle Gefah­ren außer acht las­send und wur­den belohnt.
    Cre­do in unum deum bedeu­tet wört­lich sich in Gott hin­ein zu glau­ben. Der Glau­be for­dert Bewe­gung um in der Erkennt­nis zu wach­sen, also kein Ste­hen blei­ben (bewah­ren) bei dem was sich mir bis­her gezeigt hat.
    War­um soll­ten wir, denen die vol­le gött­li­che Offen­ba­rung in der Hei­li­gen Schrift, der Tra­di­ti­on und der Leh­re der einen Hei­li­gen katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che gege­ben ist, auf die Sire­nen hören?

  5. Man kann es fast schon sagen, die­ser Papst wird kei­nen ent­schei­den­den theo­lo­gi­schen Bei­trag in sei­nem Pon­ti­fi­kat lei­sten. Was er sonst macht, ist krampf­haf­te Distan­zie­rung von sei­nen Vor­gän­gern, an Bei­spie­len, hier erör­tert, fehlt es nicht.

  6. Offen gebe ich es zu: „Sei­ne Hei­lig­keit“, das war nur noch die Flucht in den Sar­kas­mus. Weil Ber­go­glio aus der Geburt Jesu Chri­sti ein Event macht, eine begei­stern­de Ver­an­stal­tung. Natür­lich, wie bei ihm üblich, an der Peri­phe­rie. Ohne Ernst, ohne beson­de­ren Sinn.
    Dass von unse­rer Stel­lung­nah­me zu die­sem Kind in der Krip­pe unser See­len­heil abhängt, dar­über ver­liert er kein Wort. Weil die­ses Kind nicht nur Mensch ist, son­dern zugleich Gott.
    Der Papst muss das sagen. Das Ober­haupt der katho­li­schen Kir­che muss die Welt dar­auf hin­wei­sen. Dass Gott Mensch gewor­den ist, um uns aus unse­rer Ver­fal­len­heit an den Tod, an die Sün­de zu erlö­sen. Dass wir unser ewi­ges Heil ver­wir­ken kön­nen, wenn wir uns Ihm ver­wei­gern. Er sagt es nicht.

  7. Sowohl an Weih­nach­ten als am Neu­jahrs­tag ging Ber­go­glio mit dem Frei­mau­rer Zei­chen, rech­te Hand auf der Herz­ge­gend, mür­ri­schen Gesich­tes ohne den Segen zu spen­den durch die Rei­hen der Gläu­bi­gen. Am Altar schau­te er kurz mit fah­ri­gem Blick auf das Kreuz.
    Bei den ame­ri­ka­ni­schen Frei­mau­rern muss man einer Reli­gi­on ange­hö­ren und bei dem Bei­tritts­ri­tu­al auf die­se schwö­ren. Jede Reli­gi­on ist gleich­ran­gig und kann auch Hin­du­is­mus sein, Alle Reli­gio­nen suchen oder und beken­nen einen Gott, aber kei­nen Got­tes­sohn als Erlö­ser.

  8. Ist das Bild echt oder eine Foto­co­la­ge? Wenn es echt ist, hat sich der hoch­wür­di­ge Herr Pfar­rer mit sei­nen flei­ßi­gen Rude­rern wohl ziem­lich ver­fah­ren. Sie befin­den sich weder auf dem Jor­dan, noch auf dem See Gene­za­reth. Kein Wun­der, dass Ber­go­glio Prie­stern kei­ne gei­sti­gen Titel mehr ver­gibt, denn der Groß­teil ver­dient sie nicht.
    Pwe Mari­am ad Chri­stum

    • Sie haben nicht nur den Glau­ben ver­lo­ren, son­dern auch den Ver­stand! Das Sze­na­rio könn­te sich eben­so in einem Kin­der­gar­ten abspie­len. Es ist uner­träg­lich!

  9. Das obi­ge Bild vom Got­tes­dienst stellt in der Tat eine Art Irr­fahrt des Odys­seus dar. Die­se Irr­fahrt ist sym­pto­ma­tisch für eine Kir­che, die sich ganz im Hier und Heu­te, im Unter­wegs­sein in die­ser Welt, ver­or­tet und nicht mehr so recht an Gott — und somit an einen Hafen als das Ziel ihrer Fahrt — glaubt. Die Fahrt im Schiff der Kir­che wird dann ent­we­der im Rah­men von Psy­cho-Well­nes-Got­tes­dien­sten zur ver­gnüg­li­chen Kreuz­fahrt ver­knö­cher­ter ZdK-Pen­sio­ni­sten oder aber im Rah­men von Event-Got­tes­dien­sten zur aben­teu­er­li­chen Spritz­tour unbe­darf­ter BdkJ­ler. Haupt­sa­che die DBK-Ree­de­rei kann an dem Geschäft noch gut ver­die­nen.

  10. Zitat aus obi­gem Text: „Die Sire­nen, also die „Ver­füh­re­rin­nen“ sym­bo­li­sie­ren den Tod. Sie sind Todes­dä­mo­nen. Den Tod ver­ab­reich­ten sie über zwei­er­lei Wege: die Lust und die Wis­sen­schaft.“

    Man beach­te, daß neben der Lust die Wis­sen­schaft genannt wird als ein Instru­ment, das den Tod bringt. In der Tat, wir konn­ten in den letz­ten Jahr­zehn­ten erfah­ren, wie die soge­nann­te Wis­sen­schaft die Reli­gi­on und den Glau­ben zu ersticken droh­te.

    Der Glau­be setzt Ver­trau­en vor­aus, Hin­ga­be und Akzep­tanz des Uner­klär­li­chen, des Geheim­nis­ses Got­tes. Wer Gott erklä­ren oder ver­sach­li­chen will wie dies durch die neue Theo­lo­gie / neue Mes­se ange­strebt wird, der zer­stört den Glau­ben, indem er ihn ernied­rigt und ver­klei­nert. Der Mensch fällt dann auf die Metho­de der Wis­sen­schaft her­ein, die für den reli­giö­sen Bereich kei­ne Mess­in­stru­men­te her­zu­stel­len in der Lage ist. Gott kann nicht mit wis­sen­schaft­li­chen Instru­men­ten gemes­sen wer­den. Er ist uner­faß­lich, unend­lich. Kein Auge hat es gese­hen, kein Ohr hat es gehört. Kei­ner sieht IHN und bleibt am Leben. Er läßt sich fin­den in der Tie­fe des eige­nen Her­zens. Das setzt die Rein­heit des Her­zens vor­aus. Eine völ­lig ande­re Dimen­si­on bzw. Metho­de. Die Fra­ge hier­zu lau­tet: wie gelan­ge ich zur Rein­heit des Her­zens?

    Die Lust und die Wis­sen­schaft: zwei Wege, die den Tod ver­ab­rei­chen.

  11. Man schaut mit Schau­dern auf eine voel­lig her­un­ter­ghe­kom­me­ne ver­pro­le­ta­ri­sier­te Kir­che, in der alles erlaubt ist.
    Da die Prie­ster ueber­haupt kei­nen hoehe­ren Ansprue­chen mehr genue­gen mues­sen und es schon in vie­len Prie­ster­se­mi­na­ren zugeht wie in Rae­u­berhoeh­len, wun­dert mich nichts mehr.
    Die jun­gen (oder inzwi­schen auch alten Maen­ner) haben gut bezahl­te Jobs mit Pen­si­ons­ga­ran­tie und eine Orga­ni­sa­ti­on, die nur nach der Kir­chen­steu­er und gro­ssen Zah­len giert.
    Anson­sten ist der theo­lo­gi­sche Anspruch wie schon oben erwa­ehnt, auf unter­stem „Bild­zei­tungs­ni­veau“ und die Pre­dig­ten (eigent­lich tief­sin­ni­ge Inter­pre­ta­tio­nen des Evan­ge­li­ums) an Flach­heit und Pri­mi­ti­vi­ta­et teil­wei­se, nicht mehr zu ueber­bie­ten.
    Das Pro­le­ta­ri­at ist nun end­guel­tig, tief in der Kir­che eta­bliert !!!!!
    Da die Wand­lung und Opfe­rung zum lecke­ren Frie­dens­mahl „umge­lo­gen“ wor­den ist, kann man das Wesen und die Gestalt der vor­ma­li­gen hl.Messe eigent­lich vie­ler­orts wirk­lich nicht mehr ernst­haft besu­chen.
    Der Hass auf FSSPX ist nur kon­se­quent, denn dort spielt Chri­stus die Haupt­rol­le und nicht die jewei­li­ge Lau­ne der PGR oder sonst­wel­cher Ver­ba­en­de.
    Kir­chen­steu­er weg, subi­to!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Unter der Herr­schaft des Pro­le­ta­ria­tes wird es aber kei­ne Kir­chen mehr geben, auch kei­ne Syn­ago­gen und Moscheen.

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