Die neuen Kardinäle von Papst Franziskus — Versuch einer Topographie

Die neuen Kardinäle von Papst Franzikus: Versuch einer Topographie(Vati­kan) Am 22. Febru­ar wird Papst Fran­zis­kus die ersten Kar­di­nä­le sei­nes Pon­ti­fi­kats kre­ieren. Für Ende Janu­ar wird die Bekannt­ga­be der neu­en Pur­pur­trä­ger erwar­tet. Ihre Zahl wird bei etwa fünf­zehn neu­en Mit­glie­dern des Kir­chen­se­nats lie­gen. Die Anzahl ergibt sich aus der Gesamt­zahl der von Papst Paul VI. fest­ge­leg­ten 120 Papst­wäh­ler. Die Ernen­nun­gen wer­den Aus­kunft über Sym­pa­thien und Ziel­rich­tung des Pon­ti­fi­kats geben.

Die Ernen­nung von Kar­di­nä­len steht allein dem Papst zu. Er ist an unge­schrie­be­ne Geset­ze gebun­den, die ihn jedoch nicht ver­pflich­ten. Die ersten Ernen­nun­gen wer­den zei­gen, ob sich Papst Fran­zis­kus an die kirch­li­chen Gepflo­gen­hei­ten hält, wie dies Papst Bene­dikt XVI. und die ande­ren Päp­ste vor ihm taten. Mit der Ernen­nung der Kar­di­nä­le kann ein Papst maß­geb­li­chen Ein­fluß auf die Wahl sei­nes Nach­fol­gers neh­men.

Das Konklave und die Überraschungen

Mehr als die Hälf­te der Papst­wäh­ler im ver­gan­ge­nen Kon­kla­ve waren von Bene­dikt XVI. ernannt wor­den. 2013 waren höch­sten ein Dut­zend Kar­di­nä­le noch wahl­be­rech­tigt, die 2005 nicht den Papst aus Bay­ern gewählt hat­ten. Den­noch brach­te das Kon­kla­ve eine uner­war­te­te Über­ra­schung.

In der Ver­gan­gen­heit konn­ten die Kar­di­nal­s­er­he­bun­gen mit weni­gen Aus­nah­men sehr genau vor­her­ge­sagt wer­den. Das neue Pon­ti­fi­kat birgt hin­ge­gen Unge­wiß­hei­ten, wie Papst Fran­zis­kus es hand­ha­ben wird. Die Kar­di­nal­s­wür­de ist tra­di­tio­nell mit bestimm­ten Ämtern an der Römi­schen Kurie und bestimm­ten Erz­bi­schofs­sit­zen ver­bun­den. Per­sön­li­che, also wirk­lich freie Ernen­nun­gen nah­men die Päp­ste zuletzt nur mehr durch Ver­lei­hung der Kar­di­nal­s­wür­de an katho­li­sche Per­sön­lich­kei­ten vor, die bereits das 80. Lebens­jahr über­schrit­ten und damit nicht mehr in einem Kon­kla­ve wahl­be­rech­tigt waren. Damit ver­mie­den sie eine direk­te und offe­ne Ein­fluß­nah­me auf die eige­ne Nach­fol­ge.

Erz­bi­schö­fen auf Metro­po­litan­sit­zen, die mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den sind, wird der Kar­di­nals­hut erst dann ver­lie­hen, wenn der eme­ri­tier­te Vor­gän­ger nicht mehr im Kon­kla­ve stimm­be­rech­tigt ist. Die­se Regeln mach­ten die Kar­di­nal­s­er­he­bun­gen über­schau­bar. Mit Papst Fran­zis­kus sind Unwäg­bar­kei­ten ver­bun­den.

Innerhalb von vier Jahren 50 neue Kardinäle

Am 22. Febru­ar, dem Tag des außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­ums, wer­den 106 Kar­di­nä­le wahl­be­rech­tigt sein. Der Papst kann damit min­de­stens 14 neue Kar­di­nä­le ernen­nen, um die Soll­zahl der Papst­wäh­ler voll zu machen. In der Ver­gan­gen­heit wur­de bereits mehr­fach die­se Zahl leicht über­schrit­ten, wenn in abseh­ba­rer Zeit wei­te­re Kar­di­nä­le aus Alters­grün­den aus­schei­den soll­ten, weil außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­en ver­hält­nis­mä­ßig sel­ten statt­fin­den und Nach­be­set­zun­gen nicht sofort erfol­gen kön­nen. Der eme­ri­tier­te Erz­bi­schof von Mai­land, Kar­di­nal Dio­ni­gi Tettaman­zi etwa wird am 14. März 80 und schei­det als Papst­wäh­ler aus.

In den kom­men­den drei Jah­ren wer­den ins­ge­samt 32 Kar­di­nä­le die Alters­gren­ze errei­chen. Wie der Vati­ka­nist San­dro Magi­ster errech­ne­te, wird Papst Fran­zis­kus in den ersten vier Jah­ren sei­nes Pon­ti­fi­kats bereits 50 der 120 künf­ti­gen Papst­wäh­ler ernen­nen kön­nen. Zum vier­ten Jah­res­tag sei­nes Pon­ti­fi­kats 2017 wür­de sich ein Kon­kla­ve wie folgt zusam­men­set­zen: 53 von Bene­dikt XVI. ernann­te Kar­di­nä­le, 47 von Papst Fran­zis­kus und 20 von Johan­nes Paul II.

Die Kurienkandidaten: Absteiger und Aufsteiger

Von den etwa 15 neu­en Kar­di­nä­len dürf­ten vier oder fünf der Römi­schen Kurie ange­hö­ren. An erster Stel­le gilt das für den Glau­bens­prä­fek­ten Erz­bi­schof Ger­hard Lud­wig Mül­ler und den neu­en Staats­se­kre­tär Erz­bi­schof Pie­tro Paro­lin, den neu­en Prä­fek­ten der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on Benia­mi­no Stel­la und den Sekre­tär der Bischofs­syn­ode Loren­zo Bal­dis­se­ri. Die drei Letzt­ge­nann­ten wur­den alle von Papst Fran­zis­kus ernannt und ent­stam­men dem Diplo­ma­ti­schen Corps des Vati­kans. Erz­bi­schof Bal­dis­se­ri hat als Gene­ral­se­kre­tär der Syn­ode zwar kein Amt inne, das mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den ist, den­noch gilt er seit dem Abend, an dem Papst Fran­zis­kus gewählt wur­de, als Anwär­ter auf die Kar­di­nal­s­wür­de, weil ihm der neue Papst noch in der Six­ti­ni­schen Kapel­le unter dem Applaus der Kar­di­nä­le sei­nen Kar­di­nals­hut auf­setz­te.

Nicht berück­sich­tigt wer­den könn­te der fran­zö­si­sche Domi­ni­ka­ner Jean-Lou­is Bru­gues. Der Apo­sto­li­sche Archi­var und Biblio­the­kar beklei­det zwar ein Amt, das tra­di­tio­nell mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den ist. Der Kuri­en­erz­bi­schof fiel jedoch bei Jor­ge Mario Ber­go­glio in Ungna­de, als er ihm als Sekre­tär der Bil­dungs­kon­gre­ga­ti­on Schwie­rig­kei­ten bei der Ernen­nung eines Rek­tor der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät von Bue­nos Aires mach­te, den der dama­li­ge Erz­bi­schof aus­ge­sucht hat­te. Die Ver­set­zung von Msgr. Bru­gues durch Papst Fran­zis­kus wur­de in die­sem Zusam­men­hang gele­sen.

Wird Patriarch Moraglia von Venedig weil Sirianer abgestraft?

Die ver­blei­ben­den zehn bis elf Kar­di­nal­s­wür­den wer­den sich auf resi­die­ren­de Erz­bi­schö­fe ver­tei­len. In Rom wird damit gerech­net, daß die ita­lie­ni­schen Anwär­ter wie der Patri­arch von Vene­dig und der Erz­bi­schof von Turin leer aus­ge­hen könn­ten, weil mit Paro­lin, Stel­la und Bal­dis­se­ri bereits drei Ita­lie­ner an der Kurie zu den Ernann­ten gehö­ren dürf­ten. Laut Later­an­ver­trä­gen von 1929 ste­hen der ita­lie­ni­schen Kir­che neun Pur­pur­trä­ger zu: der Kar­di­nal­vi­kar von Rom und die Erz­bi­schö­fe der Grö­ße ihrer Metro­po­li­tan­pro­vinz nach gereiht von Mai­land, Turin, Nea­pel, Paler­mo, Bolo­gna, Flo­renz, Genua und Vene­dig.

Falls noch ein Ita­lie­ner ernannt wer­den soll­te, dürf­te die Wahl von Papst Fran­zis­kus auf Erz­bi­schof Cesa­re Nosiglia von Turin fal­len und nicht auf Patri­arch Fran­ces­co Moraglia von Vene­dig. Moraglia gilt als Siria­ner und Ratz­in­ge­ria­ner, wie die von Papst Fran­zis­kus abge­setz­ten Kar­di­nä­le Mau­ro Pia­cen­za und Ange­lo Bag­nas­co. Eine Rich­tung in der Kir­che, die Papst Fran­zis­kus offen­sicht­lich abstraft.

Viel­leicht ernennt Papst Fran­zis­kus aber auch Erz­bi­schö­fe deren Bischofs­sit­ze nicht mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den sind. Zu den vom Papst Geför­der­ten gehört etwa Erz­bi­schof Gual­tie­ro Bas­set­ti von Perugia, der­zeit Vize­prä­si­dent der Bischofs­kon­fe­renz. Mit ihm ersetz­te Papst Fran­zis­kus erst jüngst Kar­di­nal Bag­nas­co als Mit­glied der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on.

Europa mit den Anwärtern Nichols und Leonard

In Euro­pa wären zudem Erz­bi­schof Vin­cent Nichols von West­min­ster und Erz­bi­schof And­re Leo­nard von Mecheln-Brüs­sel Anwär­ter auf die Pur­pur­wür­de. Nichols geriet zuletzt ins Visier der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on wegen der „Homo-Mes­sen“, die er in Lon­don dul­de­te und die von Glau­bens­prä­fekt Mül­ler abge­stellt wur­den. Erz­bi­schof Leo­nard wur­de von Bene­dikt XVI. als „Hoff­nung“ für eine kirch­li­che Erneue­rung Bel­gi­ens ernannt. Der Erz­bi­schof ist Kir­chen­geg­nern und libe­ra­len Kir­chen­krei­sen glei­cher­ma­ßen ein Dorn im Auge. Bereits zwei Mal wur­de Msgr. Leo­nard Ziel­schei­be per­sön­li­cher Angrif­fe der Poli­tak­tio­ni­sten von Femen. Er bil­det seit sei­ner Ernen­nung den Kon­trast­punkt zu sei­nem pro­gres­si­ven Vor­gän­ger God­fried Kar­di­nal Dan­neels, der im März noch an der Wahl von Papst Fran­zis­kus mit­wir­ken konn­te, inzwi­schen aber das 80. Lebens­jahr erreicht hat.

Im öst­li­chen Mit­tel­eu­ro­pa gehört Groß­erz­bi­schof Swja­to­slaw Schewt­schuk der grie­chisch-katho­li­schen Kir­che der Ukrai­ne zu den Anwär­tern. Den Papst kennt er per­sön­lich, da Erz­bi­schof Ber­go­glio auch Ordi­na­ri­us für die unier­ten Katho­li­ken in Argen­ti­ni­en war.

Lateinamerika bevorzugt?

Es wird erwar­tet, daß Papst Fran­zis­kus die Pur­pur­wür­de groß­zü­gig über Latein­ame­ri­ka aus­schüt­ten wird. Zu den Anwär­tern gehö­ren sein Nach­fol­ger als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires, Mario Aure­lio Poli, der Erz­bi­schof von Sant­ia­go de Chi­le, Ricar­do Ezza­ti And­rel­lo und der Erz­bi­schof von Rio de Janei­ro, Ora­ni Joao Tem­pe­sta. Bra­si­li­en könn­te zudem einen wei­te­ren Kar­di­nals­sitz erhal­ten. Das katho­li­ken­reich­ste Land der Welt hat heu­te vier Kar­di­nals­sit­ze, die USA haben elf und Ita­li­en 26.

Der Mexi­ka­ner und Vor­sit­zen­de der Latein­ame­ri­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz Car­los Agui­ar Retes von Tlal­ne­pant­la könn­te unter Papst Fran­zis­kus Kar­di­nal wer­den. Auch Para­gu­ay könn­te den ersten Kar­di­nal sei­ner Geschich­te erhal­ten. In den USA gäbe es zwar Anwär­ter, doch wird eine Ernen­nung durch den Papst der­zeit aus­ge­schlos­sen. Ob der Nach­fol­ger von Kar­di­nal Ouel­let als Erz­bi­schof von Que­bec auch Kar­di­nal wird, ist offen.

Korea, Japan, Naher Osten, Afrika

Papst Fran­zis­kus dürf­te Latein­ame­ri­ka, Asi­en und Afri­ka gegen­über Euro­pa und Nord­ame­ri­ka bevor­zu­gen. Korea könn­te einen ersten Kar­di­nals­sitz erhal­ten, viel­leicht auch Japan, wo der jun­ge Ber­go­glio ger­ne als Mis­sio­nar hin­ge­gan­gen wäre.

Mit Inter­es­se schau­en Beob­ach­ter, ob der Papst die geschun­de­nen Kir­chen des Nahen Ostens mit einer Kar­di­nal­s­wür­de aus­zeich­nen wird. Ozea­ni­en hat mit Kar­di­nal Geor­ge Pell, den tra­di­ti­ons­freund­li­chen Erz­bi­schof von Syd­ney nur einen ein­zi­gen Kar­di­nal. Das ver­schaff­te Kar­di­nal Pell den Sprung in den acht­köp­fi­gen Kar­di­nal­s­rat. Man­che wären ihn lie­ber heu­te als mor­gen los.

Persönliche Ernennungen des Papstes spiegeln am deutlichsten Kirchenverständnis wider

Schließ­lich kann der Papst noch Prie­ster und Theo­lo­gen mit dem Kar­di­nals­hut aus­zeich­nen, die ihm beson­ders ver­dienst­voll schei­nen. Seit Paul VI. 1970 die Alters­gren­ze für Papst­wäh­ler mit 80 Jah­ren fest­legt, nahm kein Papst mehr per­sön­li­che Ernen­nun­gen dar­un­ter vor. Zu den von Papst Bene­dikt XVI. sol­cher­ma­ßen Geehr­ten gehö­ren die deut­schen Kar­di­nä­le Brand­mül­ler und Becker, eben­so der vor kur­zem ver­stor­be­ne ehe­ma­li­ge Kapell­mei­ster der Six­ti­ni­schen Kapel­le Kar­di­nal Bar­to­luc­ci.

Die per­sön­li­chen Ernen­nun­gen brin­gen am deut­lich­sten die Ein­stel­lung eines Pap­stes zum Aus­druck.

Text: Set­ti­mo Cielo/Giuseppe Nar­di
Bild: Set­ti­mo Cie­lo

28 Kommentare

  1. Bei die­ser Gele­gen­heit zur Erin­ne­rung: Das Pur­pur­rot der Kar­di­nä­le ( Titel „Emi­nenz“ ) ist v.a. die Far­be der Mär­ty­rer, wei­ter auch auch die des Hei­li­gen Gei­stes, des Kreu­zes und der Apo­stel.

    Das Pur­pur­rot soll sie zeich­nen als treue Beken­ner (!)- bis hin zum eige­nen Blut­ver­gie­ssen, also bis in den Tod !(!) — unse­res HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS
    sowie ihre Treue — bis hin zum eige­nen Blut­ver­gie­ssen, also bis in den Tod ! — zu Des­sen Stell­ver­tre­ter auf Erden, dem Hei­li­gen Vater.

  2. Was ist Patri­arch Moraglia von Vene­dig? Siria­ner oder Ratz­in­ge­ria­ner? Bei­des kann er nicht sein. Das geht nicht, es ist aus­ge­schlos­sen. Kar­di­nal Siri und Joseph Ratz­in­ger — Bene­dikt XVI. haben sicher gemein­sam, dass sie inte­ger waren bzw. sind, her­aus­ra­gen­de, ehren­wer­te Per­sön­lich­kei­ten.
    Kar­di­nal Siri argu­men­tier­te tho­mi­stisch, in sei­nem Buch „Geth­se­ma­ni“ setzt er sich sehr fun­diert und kri­tisch mit Hen­ri de Lub­ac aus­ein­an­der. Für den Theo­lo­gie­stu­den­ten Ratz­in­ger war de Lub­ac ein gro­ßes Vor­bild. Tho­mas von Aquin war ihm zu intel­lek­tua­li­stisch. Er schreibt es offen. Er ist immer sei­nen Grund­sät­zen, die er als jun­ger Theo­lo­ge hat­te, treu geblie­ben.
    Auf dem II. Vati­ka­num gehör­te der jun­ge Peri­tus Ratz­in­ger zur „Rhei­ni­schen Alli­anz“, zur pro­gres­si­ven „Sie­ger-Frak­ti­on.“ Der ita­lie­ni­sche Kar­di­nal Siri aus­drück­lich nicht.
    Bene­dikt XVI. war sicher der Papst nach dem II. Vati­ka­num, der die Tra­di­ti­on am mei­sten respek­tier­te, ohne jedoch das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil an ihr zu mes­sen. Sei­ne „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“ blieb stets nebu­lös, abstrakt, nicht hand­hab­bar. Anders hät­te er nicht in die höch­sten kirch­li­chen Ämter auf­stei­gen kön­nen. Siri war bereits wäh­rend des Kon­zils Kar­di­nal.
    Nie­mand kann zugleich „Siria­ner“ und „Ratz­in­ge­ria­ner“ sein. Eine gewis­se Nähe kann nicht über die theo­lo­gi­schen Unter­schie­de hin­weg­täu­schen. Pius XII. schätz­te Giu­sep­pe Siri sehr. Ratz­in­ger war zu jung, um von die­sem Papst wahr­ge­nom­men zu wer­den, sein theo­lo­gi­sches Vor­bild de Lub­ac konn­te erst unter Johan­nes XXIII. auf­stei­gen.
    Ver­mut­lich ist Patri­arch Moraglia „Ratz­in­ge­ria­ner.“ Auch das macht ihn wahr­schein­lich chan­cen­los, obwohl der Pap­t­ri­arch von Vene­dig in der Regel Kar­di­nal wird.

  3. Patri­arch Moraglia ist ein sehr cha­ris­ma­ti­scher Bischof, einer der schon im letz­ten Kon­kla­ve, obwohl nicht Kar­di­nal, zu den papa­bi­le zähl­te. Er ist Ratz­in­ge­ria­ner vom Ver­ständ­nis der Theo­lo­gie und der Lit­ur­gie, hat aber auch den Dyna­mis­mus und das aus­ge­präg­te sozia­le Emp­fin­den von Papst Fran­zis­kus. Trotz­dem ris­kiert er vor­erst über­gan­gen zu wer­den, aber eine Per­sön­lich­keit wie Moraglia wird sich frü­her oder spä­ter auch im Vati­kan durch­set­zen.

  4. Die Sache ist so ein­fach wie schreck­lich.
    Jor­ge Ber­go­glio war schon Häre­ti­ker und Apostat, als er im Kon­kla­ve gewählt wur­de.
    Unwi­der­leg­ba­rer Beweis sind Äuße­run­gen von ihm in sei­nem Inter­view­buch mit Rab­bi Skorka.
    Gemäß der Bul­le Cum ex apo­sto­la­tus offi­cio (1559) Papst Pauls IV. ist die Wahl des­halb null und nich­tig. Null und nich­tig sind sei­ne sämt­li­chen Amts­hand­lun­gen.
    Bene­dikt ist wei­ter­hin Papst, und zwar der ein­zi­ge Papst.
    Ber­go­glio ist ein unk­a­no­ni­scher Gegen­papst. Als Häre­ti­ker ist er kein Katho­lik, als Apostat ist er nicht ein­mal ein Christ.
    Mit Jor­ge Ber­go­glio auf dem Stuhl Petri erfül­len sich Pro­phe­zei­un­gen des hei­li­gen Franz von Assi­si und der seli­gen Katha­ri­na Emme­rich.
    Man mag die­sen Kom­men­tar zurück­wei­sen, aber die Wahr­heit lässt sich auf Dau­er nicht ver­heim­li­chen.

    • @ Leo Laemm­lein,

      ich kann Ihnen durch mei­ne eige­nen Beob­ach­tun­gen — zunächst auch vom Gefühl her — nur zustim­men. Aber wie kann ich ande­re von Ihren Sät­zen „Die Sache ist so ein­fach wie schreck­lich.
      Jor­ge Ber­go­glio war schon Häre­ti­ker und Apostat, als er im Kon­kla­ve gewählt wur­de.“ über­zeu­gen, wenn ich die (Ihre behaup­te­ten) Fak­ten nicht zur Hand habe?

      Sind Sie bit­te so gut und bele­gen Ihre Behaup­tun­gen bzw. geben Infor­ma­ti­ons­quel­len an? Obwohl ich den glei­chen Ein­druck aus ande­ren Über­le­gun­gen und eige­nen Beob­ach­tun­gen habe, benö­ti­ge ich Ihre Nach­wei­se um Tei­le mei­ner Umge­bung infor­mie­ren bzw. war­nen zu kön­nen.

      Sie schrei­ben: „Unwi­der­leg­ba­rer Beweis sind Äuße­run­gen von ihm in sei­nem Inter­view­buch mit Rab­bi Skorka. Gemäß der Bul­le Cum ex apo­sto­la­tus offi­cio (1559) Papst Pauls IV. ist die Wahl des­halb null und nich­tig. Null und nich­tig sind sei­ne sämt­li­chen Amts­hand­lun­gen.“

      Fer­ner schrei­ben Sie „Bene­dikt ist wei­ter­hin Papst, und zwar der ein­zi­ge Papst.
      Ber­go­glio ist ein unk­a­no­ni­scher Gegen­papst. Als Häre­ti­ker ist er kein Katho­lik, als Apostat ist er nicht ein­mal ein Christ.“ … und: „Mit Jor­ge Ber­go­glio auf dem Stuhl Petri erfül­len sich Pro­phe­zei­un­gen des hei­li­gen Franz von Assi­si und der seli­gen Katha­ri­na Emme­rich.“

      Mich (und ande­re sicher­lich auch) wür­den die kon­kre­ten Grund­la­gen Ihrer per­sön­li­chen Ein­schät­zun­gen schon sehr inter­es­sie­ren (St. Fran­zis­kus, Anna Katha­ri­na Emme­rick, etc.; war­um ist er ein Häre­ti­ker und Apostat schon vor der sog. Papst­wahl?). Könn­ten Sie uns ‚Link’s‘ oder Text­stel­len benen­nen? Wir wären sehr dank­bar dafür.

      Ich habe den Ein­druck, dass Ihr letz­ter Satz sehr zutrifft und möch­te ihn ger­ne mit Bele­gen unter­strei­chen: „Man mag die­sen Kom­men­tar zurück­wei­sen, aber die Wahr­heit lässt sich auf Dau­er nicht ver­heim­li­chen“.

      Aber wer wird das noch erken­nen kön­nen, nach mehr als 40 Jah­ren Gehirn­wä­sche der histo­risch kri­ti­schen Theo­lo­gie und Anthro­po­zen­trik in der Kir­che? Wer kennt noch die Vor­aus­set­zun­gen zur Unter­schei­dung der Gei­ster? Wer weiß noch, dass es immer dar­um gehen muss, Gott zuerst die Ehre zu geben; und sich um ein rei­nes Herz zu bemü­hen sowie die Ord­nun­gen Got­tes ein­zu­hal­ten:

      „Suchet zuerst das Reich Got­tes und sei­ne Gerech­tig­keit, alles ande­re wird euch dazu gege­ben wer­den.“

      • Geehr­ter Cyrill Erswill,
        vie­len Dank für Ihre Fra­gen, die Sie völ­lig zu recht stel­len, denn mei­ne kurz und all­ge­mein gehal­te­nen und nicht beleg­ten Behaup­tun­gen sind schwer und fol­gen­reich. Es ist der Redak­ti­on hoch anzu­rech­nen, dass sie eine freie Erör­te­rung des The­mas zulässt.
        Eine Vor­aus­set­zung für mei­ne Schluss­fol­ge­rung ist der Grund­satz, dass (öffent­li­che) Häre­ti­ker und Aposta­ten nicht Mit­glie­der der katho­li­schen Kir­che sind und folg­lich auch kein Amt in ihr inne­ha­ben kön­nen. Im Kate­chis­mus der katho­li­schen Leh­re des hl. Pap­stes Pius X. etwa steht lapi­dar (Nr. 124): „Aus der Gemein­schaft der Hei­li­gen ist aus­ge­schlos­sen, wer außer­halb der Kir­che ist: die Ver­damm­ten, die Ungläu­bi­gen, die Juden, die Irr­gläu­bi­gen, die Abge­fal­le­nen, die Schis­ma­ti­ker und die Exkom­mu­ni­zier­ten.“
        Nach der klas­si­schen Dog­ma­tik und Rechts­aus­le­gung ver­liert ein Kle­ri­ker, der Häre­ti­ker wird, auto­ma­tisch, ipso fac­to sein Amt, und sei­ne Amts­hand­lun­gen, falls er das Amt dem äuße­ren Schein nach wei­ter­führt, sind null und nich­tig und für Katho­li­ken nicht bin­dend. Die­sen Fall hat­ten wir in Eng­land im 16. Jh.. Das betrifft äußer­sten­falls auch einen häre­ti­schen Papst. Dog­ma­ti­ker und Kano­ni­sten wie der hl. Robert Bel­l­ar­min, Caje­tan, Sua­rez, Tor­que­ma­da, Wernz und Vidal ver­tra­ten die Auf­fas­sung, dass unbe­scha­det der päpst­li­chen Unfehl­bar­keit ein schon gewähl­ter Papst zum Häre­ti­ker wer­den kann. In sei­ner Abhand­lung „Ob ein häre­ti­scher Papst abge­setzt wer­den kann“ schreibt der hl. Kir­chen­leh­rer Bel­l­ar­min: „Ein Papst, der ein offen­kun­di­ger Häre­ti­ker ist, hört auto­ma­tisch (per se) auf, Papst und Ober­haupt zu sein, so wie er auto­ma­tisch auf­hört, ein Christ und Glied der Kir­che zu sein –wes­halb er von der Kir­che gerich­tet und bestraft wer­den kann. Dies ist die Leh­re aller alten Väter, wel­che leh­ren, dass offen­ba­re Häre­ti­ker unmit­tel­bar jede Juris­dik­ti­on ver­lie­ren.“ (De Roma­no Pon­ti­fice. II 30.; üs. von mir; Zitat: http://www.traditionalmass.org/images/articles/TradsInfall.pdf
        Fort­set­zung folgt

        • Geehr­ter @ Leo Laemm­lein,

          herz­li­chen Dank an Sie, für Ihre Ant­wort und Infor­ma­tio­nen — auch im Namen aller, die der eng­li­schen Spra­che mäch­tig sind. Ich bin es lei­der nicht. So bin ich in Ihrer ange­kün­dig­ten „Fort­set­zung“ auf Ant­wort auf mei­ne kon­kre­te­ren Fra­gen ange­wie­sen.

          Viel­leicht kön­nen Sie mir ja die Text­stel­len der Pro­phe­zei­un­gen von St. Fran­zis­kus von Assi­si und von Anna Katha­ri­na Emme­rick noch benen­nen? Denn dar­auf hat­ten Sie sich ja auch beru­fen.

          Ken­nen Sie viel­leicht noch ande­re Pro­phe­zei­un­gen zum The­ma „zwei Päp­ste“ bzw. „Fal­scher Pro­phet“ o. ä.? Es wür­de mich freu­en, Nähe­res von Ihnen oder ande­ren hier mit­ge­teilt zu bekom­men. Dan­ke.

    • Dass Ber­go­glio und auch jeder ande­re aus die­sem Kon­kla­ve Her­vor­ge­hen­de kein recht­mä­ßi­ger Papst sein wür­de, war mir schon bei der Rück­tritts­er­klä­rung Bene­dikts bewusst, denn sie war, wenn auch vom Kir­chen­recht für extre­me Aus­nah­me­fäl­le legi­ti­miert, ein Unding an sich und sei­ne Grün­de waren nur vor­ge­scho­ben, wie man nun sieht. Er könn­te gut und ger­ne die Kir­che lei­ten und tut es ja auch, nach eige­nen Wor­ten, auf sei­ne, auf eine ande­re Wei­se. Dass Ber­go­glio nicht von sich als Papst spricht, und alle päpst­li­chen Vor­rech­te ablehnt, hat wohl neben den ihm eige­nen theo­lo­gisch ver­que­ren auch tie­fe­re psy­cho­lo­gi­sche Grün­de. Er weiss es selbst genau, dass er kein Papst ist!

      • Bene­dikt XVI. hat sich vor sei­nem Rück­tritt ein­deu­tig öffent­lich zu einem Papst-Rück­tritt geäu­ßert. Er hielt ihn für gebo­ten, wenn der Papst phy­sisch oder psy­chisch nicht mehr in der Lage ist, die Kir­che zu lei­ten. Er hat den lan­gen Lei­dens­weg sei­nes Vor­gän­gers haut­nah mit­er­lebt, er hat sicher gese­hen, dass es für die Kir­che ver­häng­nis­voll ist, wenn ein Papst aus gesund­heit­li­chen Grün­den die Kir­che für einen lan­gen Zeit­raum nicht mehr regie­ren kann. Die Fort­schrit­te in der Medi­zin machen dies mög­lich. Johan­nes Paul II. wirk­te in sei­nen letz­ten Lebens­jah­ren wie mit Medi­ka­men­ten voll­ge­pumpt bei sei­nen öffent­li­chen Auf­trit­ten. Ob er noch regie­rungs­fä­hig war, muss bezwei­felt wer­den, den­noch hat­te er Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Dann aber ist die Zeit der Strip­pen­zie­her gekom­men, die gefähr­li­che Zeit der anony­men Macht­ha­ber, die Kir­che wird unre­gier­bar.
        Der Glau­bens­prä­fekt Ratz­in­ger konn­te sich aus die­sen Macht­spie­len, die ihm von sei­ner Per­sön­lich­keit her nicht lie­gen, her­aus­hal­ten, sei­ne Posi­ti­on war stark genug. Doch er hat eine Kir­che über­neh­men müs­sen, die unre­gier­bar für ihn war.
        Ich gehe auch davon aus, dass sein Rück­tritt zu dem Zeit­punkt, als er ihn bekannt­gab, nicht frei­wil­lig war. Damit stellt sich mir unwei­ger­lich die Fra­ge, ob Papst Ber­go­glio recht­mä­ßi­ger Papst ist. Ich den­ke nicht.
        Doch damit ist Bene­dikt XVI. nicht auto­ma­tisch der recht­mä­ßi­ge Papst. Gab es für ihn wirk­lich kei­ne Alter­na­ti­ve?
        Ich den­ke, über die­sen Vor­gang und über ande­re Ereig­nis­se in der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che wird das Urteil gespro­chen wer­den. Höchst lehr­amt­lich, wenn die Zeit reif ist.

        • Ab wann ist man denn phy­sisch oder psy­chisch nicht mehr in der Lage, die Kir­che zu füh­ren? Bene­dikt scheint immer­hin ziem­lich mun­ter und gei­stig nach wie vor agil zu sein. Frei­lich, Ratz­in­ger gehör­te schon damals zu jenen, die Johan­nes Paul II. am Beginn sei­ner Krank­heit öffent­lich zum Rück­tritt auf­for­der­ten. Als sich dann her­aus­stell­te, dass der Papst gera­de in sei­ner letz­ten Lei­dens­pha­se die Her­zen der Men­schen anrühr­te wie nie zuvor und er ihnen ein christ­li­ches Bei­spiel gab, Lei­den anzu­neh­men und mit Lei­den umzu­ge­hen, und die Kir­che der Welt das christ­li­che Zeug­nis gab, das Lei­den und Krank­heit zum Mensch­sein gehö­ren, Lei­den­de ange­nom­men und nicht abge­son­dert und weg­ge­sperrt oder eme­ri­tiert gehö­ren, als schluss­end­lich Mil­lio­nen zum toten Papst pil­ger­ten, weil sie spür­ten, da hat sich einer nach Jesu Vor­bild nicht vom Kreuz gestoh­len und den Kelch des Lei­dens bis zur Nei­ge in Treue aus­ge­trun­ken, da woll­te man frei­lich nichts mehr von einst­mals erho­be­nen Rück­tritts­for­de­run­gen wis­sen. Aber ich könn­te mir den­ken, dass es eine Men­ge ein­fluss­rei­cher Leu­te gab, die sich damals vor allem eines schwo­ren: sol­che Pil­ger­strö­me zu einem ster­ben­den und toten Papst, die die Grö­ße der Katho­li­schen Kir­che und die Lie­be und Ver­eh­rung zum Papst­amt jeden unüber­seh­bar vor Augen stel­len, dür­fen sich nie wie­der­ho­len..

          • Ja, Johan­nes Paul II. rühr­te die Her­zen der Men­schen beson­ders an. Doch auch lan­ge vor sei­nem letz­ten Lei­dens­weg.
            Ich den­ke, die Ent­schei­dung liegt bei jedem Papst. Es ist jedoch abzu­wä­gen, was ist für das Wohl der Kir­che ent­schei­dend.
            Was die Pil­ger­strö­me anbe­trifft: Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass „ein­fluss­rei­che Leu­te in Rom“ ihre hel­le Freu­de haben wer­den, wenn beim Heim­gang des jet­zi­gen Bischofs von Rom die Pil­ger­strö­me gar nicht mehr abrei­ßen. Wehe dem neu­en Papst, der einen glau­bens­treu­en Weg ein­schla­gen will. Die Beliebt­heit sei­nes Vor­gän­gers beim Volk und den Medi­en kann ihm zum Ver­häng­nis wer­den. Es sind düste­re Aus­sich­ten, ich weiß…

      • Kann ich nicht zustim­men! Ein Rück­tritt ist aus­drück­lich mög­lich. Phan­ta­sie­ren Sie hier nicht rum und malen sich irgend­wel­che Sze­na­ri­en des Mit­tel­al­ters aus, son­dern machen Sie sich klar, dass Ber­go­glio Papst IST! Das steht außer Fra­ge. Und nur, weil Ihnen gewis­se Posi­tio­nen nicht pas­sen, kann man nicht ein­fach sagen, dass man ihn nicht aner­kennt. Das ist nicht-katho­lisch und Häre­sie. Er ist Petrus und damit der recht Glau­be Erken­nen Sie ihn nicht als die­sen an, ist nicht er der Häre­ti­ker, son­dern viel mehr Sie!
        Ich will Ihnen allen nicht zu Nahe tre­ten, aber ich bin der festen Über­zeu­gung, dass die Kir­che in der heu­ti­gen Zeit nur noch eine Chan­ce hat, wenn wir alle zusam­men­rücken und nicht aus­ein­an­der-drif­ten.

        • Geehr­ter Fran­zis­ka­ner,
          bei der Fra­ge: Papst-Sein oder ‑Nicht­sein, geht es nicht um, wie Sie schrei­ben, „gewis­se Posi­tio­nen, die (uns) nicht pas­sen“, um schwar­ze Schu­he, Mul­ti­lo­quenz, Nase­boh­ren, Küs­sen, usw. usf. Das alles und vie­les mehr sei einem Papst gestat­tet bzw. nöti­gen­falls ver­zie­hen! Es geht um die Fra­ge: Häretiker/ Apostat — ja oder nein?! Und die­ser Fra­ge muss man sich als Katho­lik aus gege­be­nem und sich wie­der­ho­len­dem Anlass ehr­lich stel­len.

          • Dan­ke @ Leo Lämm­lein für ihre muti­gen rich­ti­gen Worte.68er wer­den immer tota­li­tä­re Rän­ke fin­den, die hei­li­ge Kir­che zu defor­mie­ren und frei­mau­re­risch zu zer­stö­ren-las­sen sie sich durch sol­che Wöl­fe im Schafs­pelz nicht ent­mu­ti­gen-et port­ae infe­ri non pra­e­valeb­unt adver­sus eam alle­lu­ja!
            Die 68er , die ich ken­ne sind uralt mit dickem Kon­to aus der sat­ten Kon­zils­kir­che und mit dem sek­tie­re­ri­schen Wahn allen ihre Mei­nung aufzuoktroieren.fugite par­tes adver­sae!

    • Es wäre ein Segen für die Kir­che, wenn sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI wie­der die Zügel in die Hand neh­men wür­de und der fort­lau­fen­den Zer­set­zung der hei­li­gen katho­li­schen Kir­che Ein­halt gebie­tet. Er hat zwar gesagt, dass er sich nicht in die Amts­hand­lun­gen sei­nes Nach­fol­gers ein­mi­schen wer­de. Trotz­dem ist er ver­pflich­tet, ab einem gewis­sen Punkt ein­zu­grei­fen. Es ist ein Segen für die Kir­che, dass Papst Bene­dikt XVI noch unter den leben­den wan­delt und es hof­fent­lich noch lan­ge tut und besten­falls Ber­go­glio über­lebt. Da ein Papst nicht abge­setzt wer­den kann ist die Gefahr eines häre­ti­schen (Gegen)Papstes eine ernst­zu­neh­men­de Bedro­hung und nur Bene­dikt könn­te ein­grei­fen, indem er sei­nen Rück­tritt zurück­nimmt. Die Fol­ge wäre wahr­schein­lich eine Spal­tung in zwei Lager, einer katho­li­schen Sei­te, für die die Kir­che hei­lig und unbe­fleckt ist und einer anti­ka­tho­li­schen Sei­te, für die die Kir­che befleckt schmut­zig und ver­beult ist und der hei­li­gen und makel­lo­sen Jung­frau Maria unhei­li­ge Gedan­ken in den Kopf legt.
      Per Mari­am ad Chri­stum

        • O doch, er ist Papst, und auch im der­zei­ti­gen Zustand immer noch viel mehr, als Ber­go­glio es je sein wird. Sie nen­nen sich „Fran­zis­ka­ner“, dabei ist der Mann, der sich Fran­zis­kus nennt, gera­de dabei, einen blü­hen­den Franz­sis­ka­ner­or­den zu zer­stö­ren. Ich kann mir vor­stel­len, wel­chem der bei­den Lager Sie ange­hö­ren.
          Trotz­dem wün­sche ich Ihnen ein geseg­ne­tes neu­es Jahr.
          Per Mari­am ad Chri­stum

          • Nein, das was Sie for­dern wäre ver­gleich­bar mit einem eme­ri­tie­ren Diö­ze­san­bi­schof, der in die Geschäf­te des Nach­fol­gers ein­greift. Sagen wir Kar­di­nal Wet­ter bei Kar­di­nal Marx. In die­ser fra­ge ist Rom tat­säch­lich als „nor­ma­les“ Bis­tum zu sehen. Zwei Päp­ste kann es nicht geben. Er ist gewis­ser­ma­ßen „Titu­lar-Papst“
            Sie lie­gen mit dem Lager rich­tig, ich gehö­re aber nicht zu denen, die mei­nen, dass Ber­go­glio der Mes­si­as in Per­son ist.
            Selbst­ver­ständ­lich wün­sche ich Ihnen eben­falls ein geseg­ne­tes Jahr.

    • Das ist uner­hört!! Wer sind Sie, dass Sie glau­ben, einen Men­schen der­art ver­un­glimp­fen zu dür­fen? Auf wel­chem Thron der Unfehl­bar­keit glau­ben Sie denn zu sit­zen, dass Sie sich her­aus­neh­men, so über einem Men­schen zu rich­ten? Eine sol­che Über­heb­lich­keit ist uner­träg­lich. „Zieh zuerst den Bal­ken aus Dei­nem Auge …“

  5. „Aber wer wird das noch erken­nen kön­nen, nach mehr als 40 Jah­ren Gehirn­wä­sche der histo­risch kri­ti­schen Theo­lo­gie und Anthro­po­zen­trik in der Kir­che?“
    Wahr­schein­lich kaum noch einer. Aber es gibt Men­schen die nachts zur Mut­ter Got­tes gegan­gen sind wenn sie ein unlös­ba­res Pro­blem hat­ten. Und an die­sen Men­schen knallt die histo­risch kri­ti­sche Theo­lo­gie der moder­nen Pha­ri­sä­er erbar­mungs­los ab.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Ach­so das gehört noch unbe­dingt dazu.
      Und wenn sie am ande­ren Tag zu einem alles ent­schei­de­nen Ter­min fah­ren der ihr Schick­sal ent­schei­det und sie das Radio in ihrem Auto anschal­ten und sofort das Lied
      „Patro­na Bava­riae“ erschallt, dann sind sie nicht mehr ein­zu­fan­gen von die­ser Welt. Ich sag es jeden der hören will. Die Din­ge zwi­schen den Him­mel und die­ser Welt sehen nur kom­pli­ziert aus, in Wahr­heit sind sie ganz ein­fach. Aber das ist nichts für für histo­risch kri­ti­sche Theo­lo­gen. Für mir aus kön­nen sie in ihren eige­nen Morast ersau­fen.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  6. Und die­se auf­dring­li­chen Kin­der­küs­se­rei­en-egi­te­gitt! Wenn ich Kin­der um mich hät­te und ich wäre in der Nähe die­ses Man­nes in Weiss,na-der wür­de sei­ne Pfo­ten nicht auf mei­ne Kin­der rühren!Egitegitt.!

  7. @Franziskaner
    „Der Mann ist nicht mehr Papst. Punkt.“ Das stimmt. Er ist am 28 2. 2013 am Abend zurück­ge­tre­ten und seit dem nicht mehr Papst. Dass wir die wah­ren Grün­de sei­nes Rück­tritts ken­nen, bezweif­le ich. Auf die­sen Papst wur­de ein Anschlag aus­ge­übt, der an Gemein­heit sei­nes­glei­chen sucht. Sein die­bi­scher Kam­mer­die­ner hat­te Zutritt zu allen sei­nen Unter­la­gen und zu denen sei­nes Per­sön­li­chen Sekre­tärs. Er hat sie kopiert und wei­ter­ge­ge­ben, es ist noch nicht alles ver­öf­fent­licht. Dann wur­den Kame­ras instal­liert, die Intim­sphä­re des Pap­stes wur­de gna­den­los abge­lich­tet. Es gibt kei­nen Grund, ver­ächt­lich das Mit­tel­al­ter zu erwäh­nen. Mensch­li­che Nie­der­tracht hat es stets gege­ben und wird es bis zum Ende der Zeit geben.
    „Er ist Petrus und damit der rech­te Glau­be.“ Das ist falsch. Und das ist wich­tig zu beto­nen, denn hier geht es nicht um Recht­ha­be­rei zwi­schen Kom­men­ta­to­ren.
    Nach katho­li­scher Leh­re ist die Offen­ba­rung mit dem Tod des letz­ten Apo­stels abge­schlos­sen. Der Glau­be kann sich nur noch ent­fal­ten, ent­wickeln, ver­än­dern kann er sich nicht mehr.
    Der Papst ist nicht Petrus. Er ist sein Nach­fol­ger. Er hat den apo­sto­li­schen Glau­ben treu zu bewah­ren, zu schüt­zen, zu ver­tei­di­gen. Das ist sei­ne Auf­ga­be. Wenn er die­ser Auf­ga­be nicht nur nicht nach­kommt, son­dern gegen sie ver­sto­ßen soll­te, sind ihm Katho­li­ken nicht mehr zum Gehor­sam ver­pflich­tet.
    Der Maß­stab ist der über­lie­fer­te Glau­be. Nicht unse­re Phan­ta­sien und Wün­sche. Auch nicht Phan­ta­sien, Vor­stel­lun­gen, Wün­sche des Pap­stes. Er hat sich ein­zu­rei­hen in die lan­ge Rei­he der Nach­fol­ger Petri. Wenn er aus der Rei­he tanzt, haben wir noch lan­ge nicht das Recht, ihm hin­ter­her zu tan­zen.

    • Viel­leicht haben sie ja auch sei­nen Bru­der Georg Ratz­in­ger bedroht und ihn damit erpresst. Man weiß ja nicht, wie gut die­se Unter­grund­lob­bys orga­ni­siert sind.
      Per Mari­am ad Chri­stum

  8. Die Zwei­fel an einem frei­wil­li­gen Rück­tritt von Papst Bene­dikt kann ich nur unter­strei­chen, Wer wis­sen will, wie so etwas und durch wen so ein Rück­tritt orga­ni­siert wird, der lese Mala­chi Mar­tin „Der letz­te Papst“. Dr. Dr. Dr. Mala­chi Mar­tin war Vati­ka­n­in­si­der und hat drei Päp­sten gedient. Er beschieb in sei­nem Buch den Rück­tritt des sla­wi­schen Pap­stes. Die han­del­den Per­so­nen des beschrie­be­nen Rück­trit­tes des „sla­wi­schen“ Pap­stes waren erkenn­bar und zwei davon waren auch an orga­ni­sa­to­risch ver­ant­wort­li­cher Stel­le im jet­zi­gen Kon­kla­ve von 2013.
    Einen wei­te­ren Punkt möch­te ich anfüh­ren: Das Rück­tritts­schrei­ben war nich frei von gram­ma­ti­schen Feh­lern und damit m.E. for­mell feh­ler­haft. Ist es damit auch wirk­sam?
    U. a. steht dort „pro vitae eccle­siae “ rich­tig ist aber „pro vita eccle­siae“. Die Prä­po­si­ti­on „pro“ mit nach­fol­gen­dem Geni­tiv anstel­le des rich­ti­gen Abla­tiv ist ein Stock­feh­ler, der Bene­dikt nor­mal nicht unter­lau­fen wäre. Über die Bewer­tung die­ses Feh­lers und sei­ne Fol­gen für die Rechts­wirk­sam­keit die­ses Schrei­bens sind die Juri­sten gefragt.

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