3. Teil Evangelii Gaudium – Dolor fidelium / Die Freude des Evangeliums – das Leid der Gläubigen

von P. Franz Schmid­ber­ger (FSSPX)

Kom­men wir schließlch zum Öku­me­nis­mus, zum öku­me­ni­schen Dia­log und zum inter­re­li­giö­sen Dia­log. In Nr. 246 ist vom Prin­zip der Hier­ar­chie der Wahr­hei­ten die Rede. Die­ser über­aus zwei­deu­ti­ge Begriff ist bereits im Öku­me­nis­mus­de­kret Uni­ta­tis Red­in­te­gra­tio Nr. 11 des II. Vati­ka­nums ver­wen­det wor­den. In der Fol­ge woll­te man alles von der katho­li­schen Wahr­heit bei­sei­te set­zen und unter­schla­gen, was den getrenn­ten Brü­dern ein Stein des Ansto­ßes wäre.

Dar­auf­hin griff die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on im Jah­re 1982 ein und erklär­te, Hier­ar­chie der Wahr­hei­ten bedeu­te nicht, daß eine Wahr­heit weni­ger wich­tig sei als die ande­re, son­dern daß es Wahr­hei­ten gäbe, aus denen ande­re Teil­wahr­hei­ten flie­ßen. Für die­se Klar­stel­lung konn­te man nur dank­bar sein. Der katho­li­sche Glau­be als gött­li­che Tugend ver­langt näm­lich die Annah­me der gesam­ten Offen­ba­rung auf­grund der Auto­ritlt des sich offen­ba­ren­den Got­tes.

Die­se Klar­stel­lung könn­te dar­über hin­aus ein Bei­spiel sein, wie die Zwei­deu­tig­kei­ten des II. Vati­ka­nums in der Zukunft zu klä­ren sind, abge­se­hen von jenen Punk­ten, die in den Tex­ten ein­deu­tig falsch sind. Am Ende die­ser näm­li­chen Nr. 246 wer­den wir Katho­li­ken ein­ge­la­den, bei den Ortho­do­xen über die Bedeu­tung der bischöf­li­chen Kol­le­gia­litlt und über die Erfah­rung der Syn­oda­litlt zu ler­nen.

In Nr. 247 lesen wir, der Bund des jüdi­schen Vol­kes mit Gott sei nie­mals auf­ge­ho­ben wor­den. Aber war die­ser Bund nicht von Gott ein­ge­rich­tet wor­den zur Vor­be­rei­tung sei­ner erlö­sen­den Mensch­wer­dung in Chri­stus Jesus? War er nicht Schat­ten und Vor­bild, die der Wirk­lich­keit wei­chen muß­ten, umbram fugat veri­tas?

Ist nicht der neue und ewi­ge Bund im Opfer­tod Chri­sti auf Kal­va­ria geschlos­sen wor­den, der den alten ersetzt? Ist nicht der Vor­hang im Tem­pel beim Gol­go­tha­ge­sche­hen von oben bis unten zer­ris­sen? Wenn nach der Aus­sa­ge des hl. Pau­lus im 11. Kapi­tel des Römer­brie­fes am Ende der Zei­ten ein gro­ßer Teil oder gar die Gesamt­heit der Juden sich bekehrt, dann nur dadurch, daß sie Chri­stus als den ein­zi­gen Erlö­ser aller Men­schen, jedes ein­zel­nen Men­schen, aner­ken­nen, und in sei­ne Kir­che, die sich aus bekehr­ten Hei­den und Juden zusam­men­setzt, ein­ge­glie­dert wer­den.

Es gibt kei­nen Son­der­heils­weg für die Juden außer­halb von Jesus Chri­stus. Außer­dem hat die Kir­che längst die Wer­te des alt­te­sta­ment­li­chen Juden­tums auf­ge­nom­men; den­ken wir ins­be­son­de­re an das Psal­men­ge­bet und an die Bücher des Alten Testa­men­tes.

Von einer rei­chen Kom­ple­men­ta­ri­tät bezüg­lich des Juden­tums unse­rer Tage kann dage­gen gar kei­ne Rede sein (sie­he Nr. 249).

Die Num­mern 250 – 253 sind dem Islam gewid­met, wo es heißt, die­ser inter­re­li­giö­se Dia­log sei „eine not­wen­di­ge Bedin­gung für den Frie­den in der Welt“. In Nr. 252 wird in der Nach­fol­ge von Lumen Gen­ti­um Nr. 16 des II. Vati­ka­nums behaup­tet, daß die Mos­lems „sich zum Glau­ben Abra­hams beken­nen, und mit uns den einen Gott anbe­ten (nobis­cum ado­rant uni­cum Deum).“ Ver­wer­fen aber die Mos­lems nicht aus­drück­lich das Geheim­nis der aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit und wer­fen uns wegen die­sem Dog­ma Viel­göt­te­rei vor? Sie ver­eh­ren auch Jesus und Maria, sagt der Papst mit den Wor­ten von Nostra Aeta­te Nr. 3. Aber beten sie Chri­stus auch an als den wesens­glei­chen Sohn Got­tes? Dies scheint fast eine Neben­säch­lich­keit zu sein.

Im fol­gen­den Punkt kommt der Papst zu kon­kre­ten Fol­ge­run­gen: „die Chri­sten müss­ten die isla­mi­schen Ein­wan­de­rer, die in unse­re Län­der kom­men, mit Zunei­gung und Ach­tung auf­neh­men“; auch heißt es völ­lig illu­so­risch „so wie wir hof­fen und bit­ten, in den Län­dern isla­mi­scher Tra­di­ti­on auf­ge­nom­men und geach­tet zu wer­den“.

Die­se Num­mer schließt mit der Ärger­nis erre­gen­den Falsch­aus­sa­ge „Ange­sichts der Zwi­schen­fäl­le eines gewalt­tui­gen Fun­da­men­ta­lis­mus muß die Zunei­gung zu den authen­ti­schen Anhän­gern des Islam uns dazu füh­ren, gehäs­si­ge Ver­all­ge­mei­ne­run­gen zu ver­mei­den, denn der wah­re Islam und eine ange­mes­se­ne Inter­pre­ta­ti­on des Korans ste­hen jeder Gewalt ent­ge­gen.“ Hat der Hei­li­ge Vater jemals den Koran gele­sen?

In Nr. 254 wird von den Nicht­chri­sten im All­ge­mei­nen gespro­chen, daß ihre Zei­chen und Riten „Kanä­le sein kön­nen, die der Geist sel­ber schafft, um die Nicht­chri­sten vom athe­isti­schen Imma­nen­tis­mus und von rein indi­vi­du­el­len reli­giö­sen Erfah­run­gen zu befrei­en.“ Heißt dies nicht, daß der Hei­li­ge Geist durch alle nicht-christ­li­chen Reli­gio­nen wirkt, daß sie also mit­hin Heils­we­ge sind?

Natür­lich ist der Glau­be an einen Gott des Islam – abstrakt gespro­chen – höher­ste­hend als die Viel­göt­te­rei des Hei­den­tums; aber päd­ago­gisch und psy­cho­lo­gisch ist es sehr viel ein­fa­cher, einen Hei­den zu bekeh­ren als einen Mos­lem, da die­ser in ein gan­zes reli­gi­ös-sozia­les System inte­griert ist, des­sen Ver­las­sen für ihn lebens­be­droh­lich ist.

Die nicht-christ­li­chen Reli­gio­nen sind eben kei­nes­wegs neu­tra­le Wege der Got­tes­ver­eh­rung, son­dern all­zu oft mit dämo­ni­schen Ele­men­ten durch­setzt, die es dem Men­schen ver­weh­ren, zur Gna­de Chri­sti durch­zu­bre­chen, sich tau­fen zu las­sen und so sei­ne See­le zu ret­ten.

Nichts hat dem Schutz und der Wei­ter­ga­be des Glau­bens in den letz­ten 50 Jah­ren so sehr gescha­det, wie der aus­ufern­de Öku­me­nis­mus, der nichts ande­res ist als reli­giö­se „Dik­ta­tur des Rela­ti­vis­mus“ (Kar­di­nal Ratz­in­ger). Die­ses Übel hat das Selbst­ver­ständ­nis der Kir­che als mysti­scher Leib Chri­sti, als ein­zi­ge Braut des geschlach­te­ten Lam­mes, als ein­zi­ger Weg zum Heil weit­ge­hend zum Erlö­schen gebracht; genau die­ser Öku­me­nis­mus, der die mis­sio­na­ri­sche Kir­che in eine dia­lo­gi­sie­ren­de öku­me­ni­sche Gemein­schaft unter ande­ren reli­giö­sen Gemein­schaf­ten umge­wan­delt hat. Im Rah­men die­ses Öku­me­nis­mus die Kir­che zur Freu­de am Evan­ge­li­um auf­zu­ru­fen und sie in eine mis­sio­na­ri­sche ver­wan­deln zu wol­len, ent­behrt nicht der Tra­gik – Komik: Wie soll sie mis­sio­na­risch den­ken und tätig sein, wenn sie nicht an ihre eige­ne Iden­ti­tlt und Sen­dung glaubt?

Das päpst­li­che Schrei­ben Evan­ge­lii Gau­di­um mag wie Saat­kör­ner ver­streut rich­ti­ge Gesichts­punk­te ent­hal­ten. Im Gan­zen aber ist es nichts ande­res als die Fort­ent­wick­lung des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils in des­sen unan­nehm­bar­sten Aus­sa­gen. Wir sehen in ihm nicht „Wege für den Lauf der Kir­che in den kom­men­den Jah­ren“ (Nr. 1), son­dern einen wei­te­ren ver­häng­nis­vol­len Schritt für den Nie­der­gang der Kir­che, den Zer­fall ihrer Leh­re, die Zer­set­zung ihrer Struk­tu­ren und selbst das Erlö­schen ihres mis­sio­na­ri­schen Gei­stes, der immer wie­der beschwo­ren wird. So wird Evan­ge­lii Gau­di­um zum Dolor Fide­li­um, zum Leid und Schmerz der Gläu­bi­gen.

Die mit der Tra­di­ti­on der Kir­che ver­bun­de­nen Katho­li­ken tun gut dar­an, sich an die Devi­se und an das Regie­rungs­pro­gramm des hl. Pius X. zu hal­ten: Instaur­a­re omnia in Chri­sto — alles in Chri­stus erneu­ern. Dies sehen wir als den ein­zi­gen mög­li­chen Weg „für, den Lauf der Kir­che in den kom­men­den Jah­ren“ an.

Und neh­men wir im täg­li­chen Rosen­kranz­ge­bet unse­re Zuflucht zu der­je­ni­gen, die alle Häre­si­en in der gan­zen Welt über­wun­den hat.

Pater franz Schmid­ber­ger ist Regens im Prie­ster­se­mi­nar Herz Jesu in Zaitzt­ko­fen

52 Kommentare

  1. Die­ses poli­tisch-kor­rek­te Öku­me­ne-Gewäsch ist ein ein­zi­ger, mon­strö­ser Häre­sie-Exzess! Die ganz, ganz vie­len, ganz, ganz wah­ren Wahr­hei­ten, die in den Abgrund der EineWelt­Re­li­gi­on füh­ren. Und ja, wir müs­sen ja so lieb zu den gan­zen Mos­lems sein, die uns über­ren­nen, viel­leicht soll­te Ber­go­glio gleich den Peters­dom zur Moschee umwan­deln, als Zei­chen des guten Wil­lens und unse­rer Inter­gra­ti­on in die Umma. Und ja, die Juden, unse­re Brü­der und ihr Bund mit Gott, dumm nur daß sie unse­ren Herrn Jesus Chri­stus ableh­nen, aber wen inter­es­sie­ren schon die Details, wir haben uns alle ganz doll lieb und beten zum glei­chen Gott. Man kriegt Kopf­schmer­zen, wenn man soviel Blöd­sinn lesen muß! Und das nicht von einem belie­bi­gen, lin­ken Gut­men­schen, nein, vom Nach­fol­ger Petri. Der Kon­zils­geist und sei­ne ver­rot­te­ten Früch­te, mehr braucht man nicht zu sagen.

  2. Herr Pater Schmid­ber­ger bewer­tet sach­lich das Apo­sto­li­sche Rund­schrei­ben des Pap­stes. Sein Maß­stab ist der katho­li­sche Glau­be, wie er bis zum II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil ver­bind­lich und ver­pflich­tend gelehrt wur­de. Nach die­sem Maß­stab mag das Schrei­ben „ver­streut rich­ti­ge Gesichts­punk­te ent­hal­ten.“ Das ist ein theo­lo­gisch ver­nich­ten­des Urteil nicht nur über das Apo­sto­li­sche Schrei­ben, son­dern den Papst selbst.
    Bevor sich kon­ser­va­ti­ve papst­treue Katho­li­ken auf­re­gen: Es geht um die Wahr­heit .Man müss­te, ehe man über die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X her­fällt, sie womög­lich als Schis­ma­ti­ker dif­fa­miert, nach­wei­sen, dass der Regens des Prie­ster­se­mi­nars in Zaitz­ko­fen theo­lo­gisch falsch argu­men­tiert hat. Ich ver­mag es nicht zu erken­nen.
    Mein Fazit: Die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten müs­sen wegen ihrer tota­len Abhän­gig­keit von den „Auto­ri­tä­ten der Kon­zils­kir­che“ wei­ter schwei­gen. Wie lan­ge sie es ver­ant­wor­ten kön­nen mit und unter die­sem Papst, die Fra­ge müs­sen sie selbst beant­wor­ten.
    Gott sei Dank hat Erz­bi­schof Lef­eb­v­re 1988 vier Bischö­fe geweiht! Und so bleibt der klei­nen FSSPX wei­ter­hin die Auf­ga­be, allein den katho­li­schen Glau­ben VOLLUMFÄNGLICH zu beken­nen, zu ver­kün­den, zu ver­tei­di­gen. Ehe er von wei­ter wuchern­den Häre­si­en völ­lig erstickt wird.

  3. Ein har­tes Urteil, auch wenn es nur andeu­tend aus­ge­spro­chen wird.
    Aber was bedeu­tet das? was folgt dar­aus?
    Han­del­te es sich um eine Pri­va­tof­fen­ba­rung, so wür­de aus der zwei­fels­frei­en Fest­stel­lung eines ein­zi­gen Sat­zes, der im Wider­spruch zur Glau­bens­leh­re steht, fol­gen: die Offen­ba­rung ist falsch, und die Per­son mit dem pro­phe­ti­schen Anspruch ist in Täu­schung befan­gen — auch wenn 90 oder 99 % der „Offen­ba­run­gen“ irgend­wie als katho­lisch auf­ge­fasst wer­den kön­nen.
    Kann man von den Gläu­bi­gen ver­lan­gen, dass sie die fast täg­li­chen Pre­dig­ten, die häu­fi­gen Inter­views und son­sti­gen Glau­bens­äu­ße­run­gen, und jetzt sogar amt­li­che Schrei­ben auf ihre Häre­sie­hal­tig­keit prü­fen, die unge­nieß­ba­ren, gif­ti­gen Häre­si­en aus­fil­tern und den genieß­ba­ren Rest für ihr Glau­bens­le­ben nut­zen?
    Oder müs­sen wir schlicht fest­stel­len: der Stuhl Petri ist mate­ria­li­ter vakant?
    Wenn der hwst. Bischof Fel­lay unlängst in einer Pre­digt das unge­heu­re Urteil aus­sprach, S.H. Fran­zis­kus sei ein Moder­nist– muss er dann nicht den Beweis dafür antre­ten? Ich weiß, das ist eine müh­sa­me Auf­ga­be, wenn man sie theo­lo­gisch ordent­lich ver­rich­ten will, aber ich bit­te die Theo­lo­gen der Pius­bru­der­schaft dar­um, die­se Arbeit in Angriff zu neh­men. Durch den Moder­nis­mus-Vor­wurf hat sie sich selbst die­se Ver­pflich­tung auf­ge­la­den. Sie kann die Gläu­bi­gen jetzt nicht im Stich las­sen.

    • Nach­trag.
      Sie soll­te für die­se Auf­ga­be Zusam­men­ar­beit mit recht­gläu­bi­gen Theo­lo­gen der „Kon­zils­kir­che“ suchen. Denn es kann nicht sein, dass kei­ner von ihnen sieht, was los ist. Es ist eher so, dass kei­ner sich traut, mit sei­nen Gedan­ken an die Öffent­lich­keit zu gehen.
      Dabei geht es nicht dar­um, S. H. Fran­zis­kus sozu­sa­gen fer­tig­zu­ma­chen. Eine sau­be­re sach­li­che theo­lo­gi­sche Publi­ka­ti­on über sei­ne kri­ti­schen, häre­sie­ver­däch­ti­gen, nach Häre­sie rie­chen­den und direkt häre­ti­schen Aus­sa­gen könn­te ihm hel­fen, sei­nen Kurs zu kor­ri­gie­ren– wenn er denn ein katho­li­scher Papst sein will. Er könn­te Irr­tü­mer rich­tig stel­len. Wah­re Demut könn­te sich hier bewäh­ren.

      • „Han­del­te es sich um eine Pri­va­tof­fen­ba­rung, so wür­de aus der zwei­fels­frei­en Fest­stel­lung eines ein­zi­gen Sat­zes, der im Wider­spruch zur Glau­bens­leh­re steht, fol­gen: die Offen­ba­rung ist falsch, und die Per­son mit dem pro­phe­ti­schen Anspruch ist in Täu­schung befan­gen – auch wenn 90 oder 99 % der „Offen­ba­run­gen“ irgend­wie als katho­lisch auf­ge­fasst wer­den kön­nen.“

        Beson­de­re NEGATIVE SIGNALE stellt Augu­sto del Rio in der päpstl. Exhor­ta­tion­fest:
        1. Er ver­langt mehr Macht für die Bischofs­kon­fe­ren­zen, „EINE GEWISSE AUTHENTISCHE LEHRAUTORITÄT“. (Nr. 32)
        2. Das Wesent­li­che ist „die Schön­heit der ret­ten­den Lie­be Got­tes, die auf­scheint im gestor­be­nen und auf­er­stan­de­nen Jesus Chri­stus“. Nicht eine ein­zi­ge Bezug­nah­me auf das Erlö­sungs­op­fer Chri­sti, das die Schuld der Sün­de des Men­schen bezahlt. (Nr. 36)
        3. Das Evan­ge­li­um lädt vor allem dazu ein, dem lie­ben­den Gott zu ant­wor­ten, der uns ret­tet. ABER ER SAGT NIRGENS, WOVON ES UNS ERLÖST. (Nr. 39)
        4. Er stellt jed­we­de lehr­mä­ssi­ge Ver­kün­di­gung unter Ver­dacht. Denn wenn man nicht Gott ver­kün­det, der uns liebt, folgt dar­aus, dass dies ein Pro­dukt ist von dok­tri­nel­len oder mora­li­schen Akzen­ten, wel­che aus ideo­lo­gi­schen Optio­nen her­vor­ge­hen. (Nr. 39)
        5. Er spricht von ver­schie­de­nen Rich­tun­gen phi­lo­so­phi­schen, theo­lo­gi­schen und pasto­ra­len Den­kens und steckt dabei alles in einen Sack, wie wenn die legi­ti­me Frei­heit, die es geben kann in pasto­ra­len Regeln, das­sel­be wäre wie die Frei­heit, die es nicht geben kann, wenn man von Phi­lo­so­phien oder Theo­lo­gien spricht, die ein­deu­tig ein Hin­der­nis sind für eine kla­re Prä­sen­ta­ti­on der katho­li­schen Wahr­heit. Und alles gerecht­fer­tigt, „denn wenn wir uns nicht vor einer mono­li­ti­schen Leh­re befän­den, die von allen ver­tei­digt wird ohne Nuan­cie­run­gen“. (Nr. 40)
        6. Er macht den unge­heu­ren Feh­ler, dass er sagt, dass eine kom­plett recht­gläu­bi­ge Spra­che etwas ist, was nicht dem Evan­ge­li­um Jesu Chri­sti ent­spricht, weil es nicht die Spra­che sei, wel­che die Gläu­bi­gen gebrau­chen (Nr. 41).
        7. Es ist mehr, sagt er dar­auf, dass wir ihnen „mit der hei­li­gen Absicht, die Wahr­heit über Gott und über das mensch­li­che Sein mit­zu­tei­len, bei eini­gen Gele­gen­hei­ten EINEN FALSCHEN GOTT ODER EIN MENSCHLICHES IDEAL GEBEN, DAS NICHT WAHRHAFT CHRISTLICH IST. Er wirft den Stein und ver­birgt die Hand, denn nie erklärt er, auf wel­che Fäl­le er sich bezieht.
        8. Er sagt, dass DER AUSDRUCK DER WAHRHEIT VIELFÖRMIG SEIN KÖNNE, was er gegen Huma­ni Gene­ris von Pius XII. behaup­tet, der klar sagt, dass MAN DIE FORMELN, WELCHE DIE JAHRHUNDERTE ALTE WEISHEIT GEHEILIGT HAT FÜR DEN AUSDRUCK DER KATHOLISCHEN WAHRHEIT nicht auf­ge­ben kön­ne.

      • 9. Er zitiert auf unvoll­stän­di­ge Wei­se den hl. Tho­mas von Aquin, wenn die­ser sagt, dass die von Chri­stus und der Apo­stel dem Volk Got­tes (der Kir­che) gege­be­nen Gebo­te „weni­ge sind“. Der hl. Tho­mas bezog sich auf den Ver­gleich zwi­schen den lästi­gen Rechts­vor­schrif­ten des Alten Geset­zes und auf das leich­te Joch Chri­sti. Jedoch der hl. Tho­mas sagt, dass es sehr weni­ge sind, wel­che Chri­stus dem Gesetz der 10 Gebo­te hin­zu­ge­fügt habe. Durch den Kon­text gibt der Papst das irri­ge Emp­fin­den, dass es nur weni­ge Gebo­te gibt, dass man nicht so sehr auf ihnen behar­ren soll und dass sie ein Hin­der­nis sein kön­nen, wenn wir eine Pre­digt wol­len, die alle erreicht. (Nr. 43). Über­dies ERWÄHNT ER AN KEINER STELLE DAS NATURGESETZ, DAS VON GOTT IN UNSER GEWISSEN EINGEPRÄGT WURDE.
        10. „Eben­so­we­nig sol­len die Türen der Sakra­men­te ver­schlos­sen wer­den aus irgend­wel­chem belie­bi­gen Grund“ (Nr. 47) Er erklärt nicht, wel­ches jene irgend­wel­chen Grün­de wären, und schon hat „La Nación“ inter­pre­tiert, dass er sich auf die Geschie­de­nen und Wie­der­ver­hei­ra­te­ten bezieht, die zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen wer­den wol­len.
        11. Er spricht davon, kei­ne „Kon­trol­leu­re der Gna­de“ zu sein und dass die Kir­che nicht eine Zoll­stel­le sei, wäh­rend er per­fekt weiss, dass Chri­stus gesagt hat, dass man nicht Per­len vor die Schwei­ne wer­fen soll und die Kir­che stets dafür gesorgt hat, dass das Hei­li­ge nicht mit Füssen getre­ten wer­de. (Nr. 47)
        12. Er sagt, dass er eine ver­beul­te und ver­letz­te und beschmutz­te Kir­che bevor­zu­ge, die auf die Stra­ssen hin­aus­geht, statt einer durch Ein­sper­rung ver­schlos­se­nen Kir­che, was eine typi­sche sub­stanz­lo­se Dia­lek­tik aus­ma­che. Weder das eine noch das ande­re.
        13. Er stellt die Nor­men der Kir­che in Fra­ge, die, wie er bekräf­tigt „uns zu uner­bitt­li­chen Rich­tern macht“. (Nr. 49)
        14. Er greift die tra­di­tio­na­li­sti­schen Grup­pen pola­ri­sie­rend an: „äußer­li­che For­men von Tra­di­tio­nen gewis­ser Grup­pen, oder in ver­mu­te­ten Pri­va­tof­fen­ba­run­gen, die sie ver­ab­so­lu­tie­ren“ (Nr. 70)
        15. Er meint, dass die War­nun­gen betref­fend das Ende der Zei­ten und die Apost­asie läh­men­de Schwarz­ma­le­rei­en und ste­ril sei­en (Nr. 84) und er zitiert, um dies zu bewei­sen, die berühm­te Pas­sa­ge der Eröff­nungs­re­de Johan­nes XIII. am Kon­zil, wo er die Pro­phe­ten von Kata­stro­phen ver­ur­teilt, eine Text­stel­le, von der man heu­te wohl weiss, dass sie sich auf die Bot­schaft von Fati­ma bezieht. Das Selt­sa­me ist, dass Papst Fran­zis­kus auch davon spricht, nicht in naive/leichtgläubige Opti­mis­men zu ver­fal­len, obschon gera­de die­se Rede in die­sen Opti­mis­mus ver­fällt.
        16. Er wie­der­holt eini­ge sei­ner typi­schen „Ber­gog­lis­men“ (eine der vie­len des Doku­ments) wenn er bekräf­tigt: „Wir füh­len die Her­aus­for­de­rung, DIE MYSTIK zu ent­decken und wei­ter­zu­ge­ben, ZUSAMMEN ZU LEBEN, UNS ZU VERMISCHEN, UNS ZU BEGEGNEN, UNS IN DEN ARMEN ZU HALTEN, … (? (Nr. 87)

    • 16. Er wie­der­holt eini­ge sei­ner typi­schen „Ber­gog­lis­men“ (eine der vie­len des Doku­ments) wenn er bekräf­tigt: „Wir füh­len die Her­aus­for­de­rung, DIE MYSTIK zu ent­decken und wei­ter­zu­ge­ben, ZUSAMMEN ZU LEBEN, UNS ZU VERMISCHEN, UNS ZU BEGEGNEN, UNS IN DEN ARMEN ZU HALTEN, … (? (Nr. 87)
      17. Er prü­gelt erneut die Tra­di­tio­na­li­sten, wenn er von „einem selbst­be­zo­ge­nen und pro­me­t­hei­schen Neo­pe­la­gi­ani­mus“ spricht, uner­schüt­ter­lich treu einem gewis­sen katho­li­schen Stil der Ver­gan­gen­heit zuge­hö­rig (Nr. 94). Eine ver­meint­li­che dok­tri­nel­le oder dis­zi­pli­na­ri­sche Sicher­heit, die einem nar­ziss­ti­schen und auto­ri­tä­ren Eli­ta­ris­mus statt­gibt, wo man die Kräf­te mit Kon­trol­lie­ren ver­braucht (Nr. 94).
      18. Noch ein Angriff auf den Tra­di­tio­na­lis­mus ist in der fol­gen­den Num­mer (95) ent­hal­ten, wenn er sagt, dass sich die Welt­lich­keit offen­ba­re in einer zur Schau gestell­ten Pfle­ge der Lit­ur­gie, der Dok­trin und des Anse­hens der Kir­che, dass sie es vor­zie­hen, Gene­rä­le zu sein von besieg­ten Hee­ren.
      19. Er macht in „Demo­ga­gie“ mit den Jugend­li­chen, wenn er ihnen zumisst, die neu­en Ten­den­zen der Mensch­lich­keit in sich zu tra­gen (?) (Nr. 108), die uns die Zukunft öff­nen (?)
      20. Kir­che sein heisst, das Heil Got­tes in die­se Welt zu brin­gen, aber er erklärt über­haupt nicht, von wel­cher Art von Ret­tung wir spre­chen und wovon wir uns ret­ten müs­sen (Nr. 114)
      21. Er spricht ohne Genau­ig­keit von einer Unfehl­bar­keit des Got­tes­vol­kes (sen­sum fidei), ohne sich klar auf die Voll­macht des Lehr­am­tes zu bezie­hen. (Nr. 119) (Sie­he Notiz am Schluss!)
      22. Er misst eine unver­hält­nis­mä­ßi­ge Rol­le der Fröm­mig­keit des Vol­kes zu, was nicht not­wen­di­ger­wei­se ein sakra­men­ta­les Leben beinhal­tet. (Nr. 125)
      23. Erneut bekräf­tigt er, dass die fun­da­men­ta­le Ver­kün­di­gung die per­sön­li­che Lie­be Got­tes sei, der Mensch gewor­den ist, sich für uns hin­ge­ge­ben hat und lebt und uns sein Heil und sei­ne Freund­schaft anbie­tet. Wenn dies die Bezie­hung zur Guten Nach­richt ist, so stell­te er ihr nie die Schlech­te Nach­richt ent­ge­gen (die Erb­sün­de) und die Not­wen­dig­keit, dass Chri­stus sich als Süh­ne­op­fer für uns hin­gab. (Nr. 128)
      24. Er ver­ach­tet erneut die ter­mi­no­lo­gi­sche Prä­zi­si­on der Glau­bens­for­meln: „Man darf nicht mei­nen, die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums müs­se stets mit fest­ge­setz­ten gelern­ten For­meln oder mit prä­zi­sen Wor­ten wei­ter­ge­ge­ben wer­den, die einen abso­lut unver­än­der­li­chen Inhalt aus­drücken. Sie wird wei­ter­ge­ge­ben in so ver­schie­de­nen For­men, dass es unmög­lich wäre, sie zu beschrei­ben oder zu kata­lo­gi­sie­ren, in ihnen ist das Volk Got­tes mit sei­nen unzäh­li­gen Gesten und Zei­chen ein kol­lek­ti­ves Sub­jekt. (Nr. 129)
      25. Er wirft einen Man­tel der Ver­däch­ti­gung über jed­wel­che Art von Uni­for­mi­tät wenn er sagt, dass „dies der Mis­si­on der Kir­che nicht hilft“. (Nr. 131)

    • 34. Er meint, dass zwei gro­ße Fra­gen die Zukunft der Mensch­heit bestim­men wer­den, aber es sind zwei Fra­gen rein natür­li­cher Ord­nung (der sozia­le Ein­schluss der Armen auf der einen Sei­te, und der sozia­le Dia­log und der Frie­den auf der ande­ren). (Nr. 185)
      35. Von neu­em kri­ti­siert er die Ver­tei­di­ger der „Ortho­do­xie“ (sic, zwi­schen Anfüh­rungs­zei­chen), womit er in sub­stanz­lo­ser Dia­lek­tik macht. (Nr. 194)

    • 36. Zur glei­chen Zeit in der er die Abtrei­bung ver­ur­teilt, sagt er, dass wenig getan wor­den sei, um die Frau­en ange­mes­sen zu beglei­ten, indem man die vie­len katho­li­schen Ver­ei­ni­gun­gen igno­riert habe, wel­che seit Jahr­zehn­ten den allein­er­zie­hen­den Müt­tern bei­ste­hen, von wel­chen man nicht ein Wort sage. (Nr. 214)
      37. Er benutzt eine unpas­sen­de Spra­che sozio­lo­gi­scher Fär­bung: „Pro­zes­se in Gang brin­gen, wel­che Volk auf­bau­en“ (sic). Nr. 224
      38. Er macht in hege­lia­ni­scher Dia­lek­tik, wenn er auf den Dia­log ent­ge­gen­ste­hen­der Posi­tio­nen anspielt, wie wenn die­ser auf die offen­bar­te Wahr­heit ange­wen­det wer­den könn­te. (Nr. 228)
      39. Er gleicht Hegel, wenn er behaup­tet: „Die Ein­heit des Gei­stes har­mo­ni­siert sämt­li­che Ver­schie­den­hei­ten“ (Nr. 230). Und er unter­schei­det nicht, wenn er sich auf die bloss zufäl­li­gen oder wesent­li­chen Ver­schie­den­hei­ten des Glau­bens bezieht.
      40. Er wei­gert sich, die phi­lo­so­phi­sche Kate­go­rie des „meta­phy­si­schen Rea­lis­mus“ zu gebrau­chen, wenn sämt­li­che Bedin­gun­gen dafür (für ihn) gege­ben sind, um die Idea­lis­men und Nomi­na­lis­men zu kri­ti­sie­ren. (Nr. 232)
      41. Er redi­giert das Doku­ment schlecht betref­fend die Rela­ti­on zwi­schen den Wahr­hei­ten der posi­ti­ven Wis­sen­schaft und den Wahr­hei­ten des Glau­bens, sol­cher­art, dass es scheint, als wäre der Glau­be dem posi­ti­ven wis­sen­schaft­li­chen Wis­sen unter­ge­ord­net: „wen­n… die Wis­sen­schaf­t… eine gewis­se Fol­ge­rung evi­dent macht, wel­che die Ver­nunft nicht leug­nen kann, wie­der­spricht das dem Glau­ben nicht“. (Nr. 243)
      42. Er wen­det sämt­li­che Gemein­plät­ze der öku­me­ni­schen Obses­si­on an (Nr. 244 und fol­gen­de). IN KEINEM MOMENT SPRICHT ER VON DER BEKEHRUNG, UM IN DIE KATHOLISCHE KIRCHE AUFGENOMMEN ZU WERDEN.
      43. Er fällt in den häre­ti­schen Irr­tum, das zu suchen, was uns eint, um gemein­sa­me Ver­kün­di­gun­gen (des Glau­bens) zu betrei­ben, was den Inhalt des Glau­bens auf­löst. (Nr. 246)
      44. Er fällt in den häre­ti­schen Irr­tum, dass wir in Betracht zie­hen müs­sen, ler­nen zu müs­sen „was der Geist in ihnen (den Häre­ti­kern) gesät hat als eine Gabe auch für uns“ (Nr. 246).
      45. Es scheint, dass wir zu ler­nen haben von der Kol­le­gia­li­tät der Bischö­fe der schis­ma­ti­schen Ortho­do­xen (Nr. 246) und ihrer Erfah­rung „der Syn­oda­li­tät“.
      46. Er unter­stützt sozu­sa­gen sämt­li­che Behaup­tun­gen der jüdisch-christ­li­chen Häre­si­en (Nr. 247 und fol­gen­de).
      47. „Die Juden sind nicht ein­ge­schlos­sen in jene, die beru­fen sind, sich von den Göt­zen abzu­wen­den, um sich zum wah­ren Gott zu bekeh­ren (weil wir zusam­men mit ihnen AN DEN EINZIGEN GOTT glau­ben, der wirkt in der Geschich­te, und MIT IHNEN DAS GEMEINSAME GEOFFENBARTE WORT EMPFANGEN“ (Nr. 247). Man bemer­ke die enor­me Häre­sie, die damit geäu­ssert wird. Man leug­net den Drei­ei­n­i­gen Gott und macht über­dies direk­te Anspie­lung auf das Wort Got­tes, von dem wir wis­sen, dass es Chri­stus selbst ist, der von den Juden geleug­net wird. Eine gänz­li­che Leug­nung des Pro­tee­van­ge­li­ums des hei­li­gen Apo­stels Johan­nes.

    • 48. Er spielt an auf die Ver­fol­gun­gen der Juden in der Ver­gan­gen­heit sei­tens der Chri­sten, ohne ein Wort zu sagen über die Ver­fol­gun­gen der Juden gegen die Chri­sten (Nr. 248).
      49. Er behaup­tet, dass „Gott … Schät­ze der Weis­heit her­vor­ruft, wel­che der Begeg­nung mit dem jüdi­schen Volk mit dem Wort Got­tes ent­sprin­gen“, da wir doch wis­sen, dass die­ses Wort gera­de das ist, was sie ver­leug­nen (Nr. 249).
      50. Er bekräf­tigt irr­tüm­lich, dass wir die Tex­te der hebräi­schen Bibel mit­ein­an­der lesen kön­nen, wäh­rend wir doch wis­sen, dass der tal­mu­di­sche Text die Bibel ver­dor­ben hat, um leich­ter die Pro­phe­zei­un­gen leug­nen zu kön­nen, die sich auf Chri­stus bezie­hen und sie über­dies ver­stüm­melt hat (Nr. 249). Die­se Ver­stümm­lun­gen (die Eli­mi­nie­rung der „deu­te­ro­ka­no­ni­schen“ Schrif­ten des AT in der Ver­si­on von Jeru­sa­lem ging über in die pro­te­stan­tisch genann­ten Bibeln).
      51. Er behaup­tet irri­ger­wei­se, dass die Adep­ten des Islams MIT UNS einen Ein­zi­gen Gott anbe­ten. (Nr. 252)
      52. Er behaup­tet, dass der authen­ti­sche Islam nicht gewalt­tä­tig ist, was enorm dis­ku­ta­bel [bes­ser: indis­ku­ta­bel] ist. (Nr. 253)
      53. Er zitiert das ent­setz­li­che Doku­ment der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gi­schen Kom­mis­si­on über die Reli­gio­nen, wo behaup­tet wird: dass die Nicht-Chri­sten, durch die frei­ge­bi­ge gött­li­che Initia­ti­ve, und treu sei­nem Gewis­sen (ohne hin­zu­zu­fü­gen „rech­ten“), „gerecht­fer­tigt leben kön­nen mit­tels der Gna­de Got­tes“ (Nr. 254), was gewiss die Mis­sio­nen reich­lich unnö­tig macht.
      54. Er behaup­tet die Häre­sie, gemäß wel­cher die Riten und Zei­chen der fal­schen Reli­gio­nen WEGE sein kön­nen, DIE DER GEIST SELBST eröff­net, um die Nicht-Chri­sten vom athe­isti­chen Imma­nen­tis­mus zu befrei­en oder von nur indi­vi­du­el­len reli­giö­sen Erfah­run­gen“. (Nr. 254)

      Viel Arbeit für die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, oder?

      • Die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on ist ein Organ des Pap­stes. Kann sie gegen even­tu­el­le Irr­tü­mer und Häre­si­en eines Pap­stes selbst initia­tiv wer­den? Über­prüf­te nicht die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on Tex­te des Pap­stes vor der Ver­öf­fent­li­chung, um allen­falls unter­lau­fe­ne Feh­ler vor­her aus­zu­mer­zen oder zu berich­ti­gen? Funk­tio­niert die­ser über­lie­fer­te Schutz­me­cha­nis­mus nicht mehr?

  4. „Bit­te! Ich ersu­che demü­tig dar­um, den Chri­sten Frei­heit zu gewähr­lei­sten, damit sie ihren Got­tes­dienst fei­ern und ihren Glau­ben leben kön­nen“, sprach der letz­te Füh­rer der abend­län­di­schen Chri­sten­heit und unter­schrieb die Kapi­tu­la­ti­ons­ur­kun­de.

  5. Es ist bemer­kens­wert, dass Ber­go­glio total an der Rea­li­tät vor­bei schwa­dro­niert. Er als der Wäch­ter und Erhal­ter des Lehr­am­tes soll­te doch ein ande­res Niveau auf­wei­sen — sowohl was sei­ne per­sön­li­che Fröm­mig­keit als auch was sei­ne Lehr­kom­pe­tenz betrifft. Aber man hat den Ein­druck, es war unter den Kar­di­nä­len außer unse­ren deutsch­spra­chi­gen Kan­di­da­ten welt­weit kaum noch eine hoh­le­re Figur zu fin­den als F.
    Was um alles in der Welt haben sich die Kar­di­nä­le nur gedacht?
    Mit einem Mann, der schlicht und ein­fach, um es in Jugend­spra­che zu sagen „null Ahnung“ hat, kann man auch kei­ne „libe­ra­len“ Refor­men durch­zie­hen.
    Es ist ein gro­ßes Rät­sel, was hier eigent­lich abgeht im Vati­kan.
    Es kann auch der Ver­dacht auf­kom­men, dass man ihn mit Absicht gewählt hat, weil er so hohl ist und so eitel und selbst­be­zo­gen, dass er nicht mit­be­kommt, was vor sei­nen Augen von ande­ren durch­ge­zo­gen wird. Nur: was soll durch­ge­zo­gen wer­den, wofür man einen mög­lichst dum­men Papst braucht?
    Es ist ein ein­zi­ges Trau­er­spiel.
    Was tun?
    Die stän­di­ge Wer­bung für die FSSPX hat ver­schie­de­ne Haken: erstens hat sich die FSSPX ja an sich nicht als etwas ande­res ver­stan­den ursprüng­lich, als als Bestand­teil der Kir­che. Wenn ich hier die diver­sen Postings lese, kommt rüber, dass die FSSPX eine Art „Fähn­lein der sie­ben Auf­rech­ten“ ist. Das mag zwar in man­cher Hin­sicht zutref­fen. Die Fra­ge ist aber, ob ein Sich-Ein­igeln in einer klei­nen Grup­pe abge­trenn­ter Recht­gläu­bi­ger wirk­lich das ist, was heu­te ange­sagt sein kann zur Ret­tung der gesam­ten Kir­che. Tat­sa­che ist ja, dass den­noch seit 40 Jah­ren, trotz FSSPX, alles wei­ter den Bach run­ter geht.
    Das heißt im Klar­text: wir müs­sen die Situa­ti­on, so fürch­ter­lich sie ist, als Glie­der der wahr­lich besu­del­ten und ver­beul­ten Kir­che aus­hal­ten. Das ist unser Kreuz, und es ist nahe­zu uner­träg­lich. Es gibt kein Refu­gi­um. Die FSSPX weiß selbst, dass ihr Sta­tus kir­chen­recht­lich nahe­zu unhalt­bar ist, dass die Bischofs­wei­hen for­mal frag­wür­dig sind. Wohin soll das auf Dau­er füh­ren? Wol­len sie nun Jahr­hun­der­te lang „Not­stand“ als Recht­fer­ti­gungs­grund ange­ben? Das ist jetzt schon das fak­ti­sche Schis­ma…
    Dabei sind die Argu­men­te von FSSPX-Sei­te theo­lo­gisch häu­fig die­je­ni­gen, die am tief­grün­dig­sten und ange­mes­sen­sten sind (dass mich da nicht einer falsch ver­steht…).
    Ich habe kei­ne Lösung.
    Aber es ist offen­sicht­lich, dass die­ser Papst ein mate­ri­el­ler Häre­ti­ker schlimm­ster Sor­te ist und dazu auch noch völ­lig inkom­pe­tent.
    Schluss­fol­ge­rung 1: die Lage muss aus­ge­hal­ten wer­den — in der Kir­che, denn wir sind Glie­der der Kir­che, und es gibt kei­ne ande­re als die vor­han­de­ne, auch wenn sie vom Glau­ben abfällt vor aller Augen
    Schluss­fol­ge­rung 2: die ver­blei­ben­den und beru­fe­nen (!) Gläu­bi­gen und Hir­ten habe eine Pro­phe­ti­sche Funk­ti­on (etwa so wie Jera­mia, Jesa­ja etc.).
    Schluss­fol­ge­rung 3: Pro­phe­ti­sche Funk­ti­on heißt nicht, à la „War­nung“ end­lo­se pseu­do-sehe­ri­sche „Bot­schaf­ten“ aus dem Him­mel ins Netz zu stel­len, natür­lich anonym und ohne Beglei­tung durch Prie­ster. (Forts. folgt)

  6. (Fort­set­zung)

    Schluss­fol­ge­rung 4: Pro­phe­ti­sche Funk­ti­on heißt, unter der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on, auch unter Berück­sich­ti­gung ent­stan­de­ner theo­lo­gi­scher und geist­li­cher Situa­tio­nen, auf eine begna­de­te Art und Wei­se den­noch die Leh­re der Kir­che wei­ter­zu­ge­ben.
    Vie­le ver­kraf­ten die­sen Spa­gat nicht, weil sie sagen: ohne Papst geht das nicht.
    Das ist rich­tig, aber es gab immer Zei­ten, in denen der Papst ver­sagt hat. An sei­ne Stel­le tritt nicht ein selbst­er­nann­ter Mensch, son­dern die Got­tes­mut­ter. Es wird erkenn­bar sein, ob einer von IHr inspi­riert ist — echt von Ihr inspi­riert. Viell­cith soll­ten wir die­se Hoff­nung uner­schüt­ter­lich auf­recht­hal­ten und ein­fach war­ten, was kommt. Jesus hat ja gesagt, dass wir nicht vor­sor­gen sol­len.
    Aber öff­nen dafür, dass die Got­tes­mut­ter als Braut des Hl. Gei­stes nun in beson­de­rer Wei­se wirkt, das ist unver­zicht­ba­re Geste des pro­phe­ti­schen Cha­ris­mas unse­rer Tage.
    Seit einem Drei­vier­tel­jahr regen wir uns fast täg­lich über neue Absur­di­tä­ten, Häre­si­en und Gewalt­ta­ten F.s auf und sind wie gelähmt. Wir star­ren auf die­se Schlan­ge und sind gebannt, nahe­zu hand­lungs­un­fä­hig.
    Ist das das, was wir wei­ter­hin tun sol­len?
    Glau­be nicht… wir soll­ten beten und dann war­ten, was uns auf­ge­tra­gen wird. Ich bezweif­le, dass die­ser Auf­trag nur an die FSSPX ergeht, wie­wohl sicher auch an Leu­te dort.

    Ich bezweif­le nicht, dass die­ser Auf­trag erge­hen wird, unspek­ta­ku­lär, aber ein­dring­lich. Ohne media­les Lob-Echo, aber hoch­wirk­sam. Gefähr­lich, und doch beschützt.
    Das wird wohl unse­re Zukunfts­per­spek­ti­ve sein.

  7. Ich glau­be nicht, dass es um „stän­di­ge Wer­bung“ für die FSSPX geht. Hier ging es um einen Ein­trag, in dem Pater Schmid­ber­ger FSSPX das Apo­sto­li­sche Schrei­ben von Papst Fran­zis­kus ana­ly­siert.
    Ich stell­te fest:
    a) Ich ver­mag kei­nen theo­lo­gi­schen Feh­ler in der Argu­men­ta­ti­on zu erken­nen, die­se Ana­ly­se und die Schluss­fol­ge­rung hal­te ich für theo­lo­gisch klar und soli­de;
    b) außer der FSSPX macht das nie­mand in der Kir­che, alle Kar­di­nä­le Bischö­fe und Prie­ster schwei­gen öffent­lich.
    Ich habe nur das fest­ge­stellt, mehr nicht. Und ich hal­te die­se Auf­ga­be für unbe­dingt nötig. Jemand muss es tun.
    Die Fra­ge, wie damit geist­lich umge­gan­gen wird, muss von die­ser theo­lo­gi­schen Ebe­ne getrennt wer­den. Ich wer­de nicht dafür plä­die­ren, jeder möge sich der FSSPX anschlie­ßen.
    Doch dass die FSSPX nicht theo­lo­gisch allein da steht, wür­de ich mir sehr wün­schen. Das Gebet muss als Basis den voll­stän­di­gen katho­li­schen Glau­ben haben.
    Die­ser Glau­be wird der­zeit voll­um­fäng­lich nur noch von FSSPX ver­kün­det. Ich sage nicht, geist­lich gelebt, ins Leben umge­setzt. Ich weiß das nicht.

    Vor­hin hat sich ein agno­sti­scher Freund ver­ab­schie­det. Er ist der festen Über­zeu­gung, dass die­ser Papst die katho­li­sche Kir­che erneu­ert. Evan­ge­lisch-luthe­ri­sche Bekann­te auch.
    Das Vati­can-Maga­zin, die Postil­le tra­di­tio­nel­ler papst­treu­er Katho­li­ken, eben­falls. Papst­treue ehe­ma­li­ge Bene­dikt-Ver­eh­rer, Homo­se­xu­el­le, Agno­sti­ker, Luthe­ra­ner, alle sind traut ver­eint im Franziskus-.Fan-Club. Ich schlie­ße mich die­sem Club nicht an, ganz sicher nicht.

    In die­ser Wirr­nis brau­chen wir bei­des: das Gebet, ein offe­nes hören­des Herz und den theo­lo­gi­schen Sach­ver­stand, den voll­um­fäng­li­chen katho­li­schen Glau­ben.

  8. „Das ist jetzt schon das fak­ti­sche Schis­ma.“
    Nein, das ist es nicht. Die Bischofs­wei­hen waren ein Akt des Unge­hor­sams gegen den Papst, weil Erz­bi­schof Lef­eb­v­re den Glau­bens­ge­hor­sam höher wer­te­te. Papst Johan­nes Paul II. sprach von einem schis­ma­ti­schen Akt, der die Exkom­mu­ni­ka­ti­on der Bischö­fe zur Fol­ge hat­te. Papst Bene­dikt XVI. hob die Exkom­mu­ni­ka­ti­on bekannt­lich auf. Ich habe bis­her weder Prie­ster noch Gläu­bi­ge gehört, die sich als eige­ne Kir­che ver­ste­hen, was bei einem Schis­ma der Fall ist. Die Bischö­fe haben aus­drück­lich kei­ne Juris­dik­ti­ons­voll­macht erhal­ten, es ist kei­ne Par­al­lel­kir­che ent­stan­den.

    Ich weh­re mich gegen die­se Aus­sa­ge. Ich gehe nicht in eine Kapel­le, in der Schis­ma­ti­ker zele­brie­ren. Auch wenn der Papst kri­ti­siert wird, immer folgt die Auf­for­de­rung, für ihn zu beten. Der Papst wird von der FSSPX als Papst aner­kannt. Pater Schmid­ber­ger spricht aus­drück­lich vom Papst, vom „Hl. Vater.“
    Unge­hor­sam bedeu­tet nicht auto­ma­tisch Schis­ma. Aber was bedeu­tet Gehor­sam einem häre­ti­schen Papst gegen­über? Die­se Fra­ge haben sich die Eccle­sia-Dei-Prie­ster zu stel­len. Wenn nicht jetzt, dann spä­ter. Aber nicht nur sie allein.

  9. zeit­los und Frau Zeit­schnur:
    Ich tei­le voll Ihre geschätz­te Mei­nung, zeit­los.
    Zu dem von Ihnen, wer­te Frau Zeit­schnur, ein­ge­brach­ten Ein­wand, daß sich Per­so­nen in und nahe der FSSPX ein­igeln will ich ant­wor­ten wie nach­ste­hend:
    Ich kann die­se Ein­schät­zung nicht tei­len, denn vie­le glau­bens­treue Katho­li­ken um und in der FSSPX besu­chen wei­ter­hin Mes­sen in ihren Orts­pfar­ren und wir­ken auch am Pfarr­le­ben mit, wenn auch zumeist als ein­sa­me Rufer in der Wüste. Sie brau­chen aber FSSPX als Tank­stel­le, damit sie wah­re Katho­li­zi­tät her­aus­tra­gen kön­nen in die Pfar­ren in die Welt. Sie igeln sich nicht ein. Ohne die Gemein­schaft ist der Stand eines Tra­di­tio­na­len in der Orts­pfar­re fast hoff­nungs­los: Ohne prie­ser­li­chen Bei­stand, ohne die Gemein­schaft mit ande­ren Glau­bens­treu­en, ohne die Mes­se aller Zei­ten, die wah­ren Gebe­te, Sakra­men­re, Pre­dig­ten, ohne das hei­li­ge Meß­op­fer fällt er schnell anheim der Ver­bit­te­rung, der Bigot­te­rie, der Frömmele,i den Hang zu obstru­sen, sek­ten­haf­ten Pro­phe­zei­un­gen und den dubio­se­se­ten sek­ten­haf­ten Klein­grup­pen. FSSPX ist somit ein eine Tank­stel­le der wah­ren Reli­gi­on, die die Gläu­bi­gen da drau­ßen in der Welt, in den Pfar­ren stützt und unter­stützt. Sie ist inner­halb der Kir­che und durch ihren unge­re­gel­ten Sta­tus unab­hän­gig und ist daher ein Fels des wah­ren Glau­bens in den Wogen der Gott­lo­sig­keit und der Häre­sie. Ja, sie ist eine Insel, auf der die tra­di­tio­nel­len Gläu­bi­gen Kraft tan­ken kön­nen, sich aus­ru­hen kön­nen, aber nicht um sich dann ein­zuigeln und ein­zu­schla­fen, son­dern um Kraft zu haben für ihr katho­li­sches Dasein in der Welt, in den Orts­pfar­ren. Für das Apo­sto­lat, das am 8. Dezem­ber initiert wor­den ist (Fol­der und Wun­der­tä­ti­ge Medail­len).
    Glau­ben Sie mir, ich kann nicht anders, als für FSSPX zu spre­chen, weil sie die ein­zi­ge Gemein­schaft inner­halb der Kir­che ist, die durch ihre Unab­hän­gig­keit den wah­ren Glau­ben durch die lan­ge, kal­te Nacht tra­gen kann. Sie lotst wie ein Leucht­turm, der das Gött­li­che Licht aus­strahlt und ret­tet so die Kir­che. Die Kir­che ist mein Her­zens­an­lie­gen und ich den­ke, daß sie ohne das Werk FSSPX dem Unter­gang geweiht wäre. Sie ist ein Wun­der der Gött­li­chen Vor­se­hung, ein Werk zu Eret­tung der aller­see­lig­sten Got­tes­mut­ter. Ohne sie wäre die Tra­di­ti­on ver­lo­ren, da sie aus den oben dar­ge­leg­ten Grün­den ohne prie­ster­li­chen Bei­stand nicht leben kann, ohne ver­zerrt zu wer­den.
    FSSPX ist und soll­te kei­ne Insel sein, um sich ein­zuigeln, son­dern um Kraft zu tan­ken für das stür­mi­sche Leben drau­ßen, Kraft um dem wah­ren Glau­ben zum Sieg zu ver­hel­fen in dem ewi­gen Rin­gen. Eine gewal­ti­ge Auf­ga­be kommt der klei­nen Gemein­schaft zu, eine gewal­ti­ge Ver­ant­wor­tung. Alles hängt dar­an, aber ich bin guter Hoff­nung, da der Segen der aller­se­lig­sten Jung­frau kon­kret gegen­wär­tig ist. Bewies dafür ist, daß die Gemein­schaft heu­te über­haupt noch exi­stiert in immer feind­li­che­rer Umge­bung.

  10. Die Lage ist , um es vor­nehm aus­zu­drücken ver­wor­ren.
    Der Papst ist Garant der Ein­heit, an sei­nem Amt hän­gen alle Sakra­men­te, am Amt, nicht an dem Trä­ger des Amtes.
    Und das zele­briert die Pius­bru­der­schaft per­fekt, wäh­rend alle ande­ren ent­we­der sich vor­nehm in Schwei­gen hül­len, oder Din­ge beju­beln die eher zum Heu­len sind.

    Ich muss sagen, für mich ist der Rück­tritt Bene­dikts immer noch Quel­le von Leid.
    Fak­tisch komm ich mir vor, wie ein Kind, wo der Vater die Mut­ter ver­las­sen hat. Ich das sogar nach­voll­zie­hen kann, weil die Mut­ter ja wirk­lich eine schwie­ri­ge Per­son ist.
    Die Mut­ter hat gleich wie­der hei­ra­ten müs­sen (hier müs­sen wir uns, um das Bild zu ver­ste­hen, in weni­ger eman­zi­pier­te Zei­ten hin­ein ver­set­zen) und der Stief­va­ter ist ähnlcih schwie­rig wie die Mut­ter.
    Nur sag­te der Vater damals „KInd das ist das beste für dich“ und ab und an, sel­ten, kommt der gelieb­te und ver­ehr­te Vater vor­bei (oder schickt sei­nen Sekre­tär) und lässt aus­rich­ten „Alles in Ord­nung!“.
    Beten dürf­te das ein­zig Sinn­vol­le sein, weil die Situa­ti­on sel­ber so absurd, wie aus einem moder­nen Thea­ter­stück, ist.

  11. @ zeit­los und @ schrems und @ austria

    Sie, Zeit­los, haben mich mal wie­der gründ­lich miss­ver­stan­den. Ich habe mich weder auf Sie bezo­gen noch auf ein Feind­bild FSSPX, das Sie beschwö­ren und zugleich mei­nen, ver­tei­di­gen zu müs­sen.

    Offen­bar kann man hier nur in Lagern den­ken oder pola­ri­sie­ren.
    Ich sag­te etwas erheb­lich ande­res. Es ist eine Tat­sa­che, wenn Sie z.B. den Kom­men­tar­be­reich bei den Arti­keln zu dem dämo­ni­schen Schlag gegen die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta lesen, dass immer wie­der dafür gewor­ben wird, der geschla­ge­ne Orden sol­le sich doch ein­fach der FSSPX anschlie­ßen und dann sei alles gut. Tun Sie sich und mir um der Sache wil­len den Gefal­len und über­prü­fen Sie das ein­fach noch mal. Sie wer­den sehen, dass das ste­reo­ty­pe Sät­ze sind, die oft vor­ge­bracht wer­den.

    Ich sag­te oben aus­drück­lich, dass die FSSPX theo­lo­gisch den mei­sten Tief­gang hat, stim­me also Ihrer Ansicht, dass hier der tra­di­tio­nel­le Glau­be noch leben­dig ist, aus­drück­lich zu.
    Das war aber nicht das Dilem­ma, von dem ich gespro­chen habe.

    Bit­te, bit­te über­flie­gen Sie nicht nur, was ich schrei­be, wenn Sie dar­auf ant­wor­ten wol­len…

    Das Dilem­ma ist, dass die Ent­schei­dung Lefèbvres damals kir­chen­recht­lich nicht wirk­lich ast­rein ist, auch wenn man sie theo­lo­gisch ver­ste­hen kann — denn wer hat das Recht und die Kom­pe­tenz dazu, den Papst auf der recht­li­chen und amt­li­chen Ebe­ne zu beleh­ren, ihm sei­ne Recht­mä­ßig­keit und das Recht, bestimm­te Amts­hand­lun­gen aus­zu­füh­ren und selbst­er­nannt zu wei­hen?

    Und bit­te, bevor Sie im Reflex immer wie­der­ho­len, das sei ja alles nur aus Glau­bens­ge­hor­sam gesche­hen… jaj, ja, ja, das ver­ste­he ich inhalt­lich, theo­lo­gisch voll­kom­men. Wirk­lich. Nur ist es recht­lich unmög­lich. Der Erz­bi­schof hat damit durch sein Han­deln dem Papst ein Stück von des­sen urei­ge­ner Kom­pe­tenz genom­men. Und das wis­sen Sie ganz genau, auch wenn Bene­dikt die Exkom­mu­ni­ka­ti­on auf­ge­ho­ben hat, hat er damit nicht zuge­stan­den, dass die Vor­gän­ge auf der recht­li­chen Ebe­ne kor­rekt sind und waren. Sind die Amts­hand­lun­gen der Prie­ster dort wirk­lich recht­mä­ßig — das sind für vie­le ernst­haf­te Gläu­bi­ge quä­len­de Fra­gen.
    Es erschüt­tert mich, mit wel­cher Leich­tig­keit Sie dar­über hin­weg­schwir­ren, als sei das alles ein Klacks. Ich habe hier in mei­ner Pfarr­ge­mein­de tief­gläu­bi­ge Leu­te, die sich der FSSPX wegen der for­mel­len Inkor­rekt­heit nicht anver­trau­en wol­len — sie haben Angst, sich zu ver­sün­di­gen. Obwohl sie theo­lo­gisch ganz auf FSSPX-Ebe­ne den­ken, han­deln und leben.

    Das Pro­blem der FSSPX ist im Klei­nen das, das wir alle auch im Gro­ßen haben: wir wis­sen und sehen, dass F. ein Häre­ti­ker ist — und wir wis­sen, dass Johan­nes XXIII. einer war, wir wis­sen, dass das Kon­zil teil­wei­se häre­ti­sche Beschlüs­se in einer kaum fass­ba­ren Grau­zo­ne for­mu­liert hat.

    Die Päp­ste haben ver­sagt, aber nie­mand hat­te den Mut und die Komp­te­nez vor allem, hier mit Voll­macht ein­zu­grei­fen — auch nicht Lefèbvre, der ja aller­hand mit abge­stimmt hat, oder?
    Wer hat die amt­li­che Kom­pe­tenz, hier ein voll­mäch­ti­ges Wort zu spre­chen? >

  12. > Die Kir­che hat sich für den undenk­ba­ren Fall, dass näm­lich der Fels ver­sagt, nicht gewapp­net. Und sie soll­te sich dafür wohl auch nicht wapp­nen.

    Wenn die FSSPX für viel­leicht 5 Jah­re als „Über­gangs­er­schei­nung“, gewis­ser­ma­ßen solan­ge, bis alles wie­der gut wird, auf­tre­ten wür­de, wäre es irgend­wie noch zu ver­kraf­ten, auch für die Grup­pe selbst. Sie begrün­det ihre außer­or­dent­li­chen und dem Lehr­amt zuwi­der­han­deln­den Aktio­nen als „Not­stand“ und bald erweist sich, dass es so war.

    Genau so ist es aber nicht. Es geht seit Jahr­zehn­ten so und wird immer schlim­mer. das führt natür­lich zu Defor­ma­tio­nen. machen wir uns nichts vor. Wenn der theo­lo­gi­sche Hori­zont ca. 1960 endet — wie lan­ge soll das so wei­ter­ge­hen?
    Sie müs­sen zuge­ste­hen, dass das für die Kir­che kei­ne Per­spek­ti­ve mehr ist und dass die besag­te Grup­pe, so tief­grün­dig sie auch ist, nicht in ech­ter Gemein­schaft mit dem (total ver­lot­ter­ten) Papst­tum und den fast flä­chen­deckend ver­kom­me­nen Bischö­fen ist.

    Das alles ist wie gesagt voll­kom­men ver­ständ­lich. Aber es lässt sich recht­lich, und gera­de wenn man tra­di­ti­ons­ver­bud­nen ist (!!!) so nicht recht­fer­ti­gen und hal­ten.

    Das war das, was ich sagen woll­te. Und dass hier im Forum eini­ge offen­sicht­li­che FSSPX-Anhän­ger nur noch abfäl­lig von der „Kon­zils­kir­che“ spre­chen und teil­wei­se Signa­le geben, die uns, die dort noch sind, den wah­ren Glau­ben abspre­chen, das dürf­te auch kei­ne Erfin­dung von mir sein.

    Wer, bit­te den­ken Sie dar­über sau­ber und im Rah­men der Tra­di­ti­on nach nach, wer hat das Recht und die geist­li­che Voll­macht, der Hier­ar­chie tat­säch­lich zu wider­spre­chen und ihr — ohne dabei selbst in eine Schief­la­ge zu gera­ten — das Recht, in for­mel­ler Hin­sicht unge­hor­sam zu sein?

    Ich den­ke, @besorgter Christ hat als ein­zi­ger ver­stan­den, was ich gemeint hat­te…

    Neh­men Sie an, dass die Situa­ti­on für mich so quä­lend ist wie eine töd­li­che Krank­heit und ver­su­chen Sie mich von daher zu ver­ste­hen.

  13. Um sich in der außer­or­dent­li­chen, wir­ren Situa­ti­on zurecht­zu­fin­den, in der wir uns heu­te befin­den, kön­nen wir lei­der nicht auf einen Abschnitt des Kate­chis­mus, oder ein Kapi­tel der Dog­ma­tik, oder auf Para­gra­phen im Kir­chen­recht zurück­grei­fen, die sich expli­zit mit ihr befas­sen. Wir kön­nen nur aus Bruch­stücken uns ein Bild machen: wie han­del­ten die Kir­chen­vä­ter wäh­rend der gro­ßen Häre­si­en im Alter­tum, die Reich und Kir­che zer­ris­sen, wie äußer­ten sie sich dazu? was lehr­ten Päp­ste, Kir­chen­leh­rer und nam­haf­te Theo­lo­gen in der Zeit der Refor­ma­ti­on, als Bischö­fe in gan­zen Regio­nen und Län­dern häre­tisch wur­den und erst­mals die rea­le M ö g l i ch k e i t eines häre­ti­schen Pap­stes ins Auge gefasst wur­de? was bestimmt das Kir­chen­recht über Gehor­sam, Häre­sie, Schis­ma…? was lehrt uns aber auch die bibli­sche Geschich­te? was für Anwei­sun­gen geben uns der Herr und die Apo­stel, wie wir uns gegen­über Miet­lin­gen, Irr­leh­rern, fal­schen Leh­rern und fal­schen Pro­phe­ten zu ver­hal­ten haben?
    Die recht­li­che Sei­te ist zwei­fel­los wich­tig. Gott selbst bin­det sich frei­wil­lig an Recht und Gesetz. Aber die recht­li­che Sei­te ist nicht alles. Es gibt Fäl­le in der Kir­chen­ge­schich­te (habe ich jeden­falls gele­sen), wo auch nach Jahr­hun­der­ten nicht mit Sicher­heit gesagt wer­den kann, wer aus recht­li­cher Sicht der ech­te Papst, wer der Gegen­papst war; für die Papst­li­ste hat man sich auf einen der Kan­di­da­ten geei­nigt.
    Die Schrift­ge­lehr­ten und Pha­ri­sä­er argu­men­tier­ten dem Herrn gegen­über oft­mals rein recht­lich. Aber der Herr in Sei­ner Sou­ve­rä­ni­tät sag­te: Der Sab­bat ist um des Men­schen wil­len da, nicht der Mensch um des Sab­bats wil­len. Auch sag­te Er: Das Him­mel­reich lei­det Gewalt, u. eine der Aus­le­gun­gen darf wohl sein, dass in bestimm­ten Momen­ten juri­sti­sches Den­ken nicht vom Han­deln abhal­ten darf, wenn Not am Mann ist. Nicht umsonst gilt das Wort „Neces­si­tas non habet legem“ — Not kennt kein Gebot. Aus­führ­lich: „Si prop­ter neces­si­tatem ali­quid fit, illud lici­te fit: quia quod non est liti­ci­um in lege, neces­si­tas facit lici­tum. Item neces­si­tas legem non habet.“ („Wenn etwas aus Not geschieht, geschieht es legi­ti­mer­wei­se, da Not, was nach dem Gesetz nicht legi­tim ist, legi­ti­miert. Des­glei­chen gilt: Not kennt kein Gesetz.“) Das ist aus dem Staats­recht, ob es Ana­lo­ges bzw. Äqui­va­len­tes im Kir­chen­recht gibt, weiß ich nicht.
    Wir dür­fen den Haupt­zweck der Kir­che nicht außer Acht las­sen: supre­ma lex salus ani­ma­rum, wie auch im CIC 1983 zu lesen ist. Häre­sie führt in den geist­li­chen Tod. Also haben wir die Pflicht, Häre­sie auf­zu­decken, häre­ti­schen Hir­ten, u. sei es ein Papst (um so schlim­mer)!, nicht zu fol­gen, ja ihnen zu wider­ste­hen. Der hl. Niko­laus tat dies, indem er dem Archi­hä­re­ti­ker Ari­us wäh­rend des Kon­zils ‑unrecht­mä­ßig!- ins Gesicht schlug. Aber nicht Ari­us, son­dern der hl. Niko­laus von Myra wur­de gerecht­fer­tigt, u. zw. durch eine nächt­li­che Visi­on Chri­sti u. der Got­tes­mut­ter an Kon­zils­teil­neh­mer, die Niko­laus für sein Ver­ge­hen bestraf­ten u. ihm das bischöf­li­che Omo­fo­ri­on weg­nah­men

    • Es ist zwei­fel­los sinn­voll, annä­hernd ver­gleich­ba­re histo­ri­sche Situa­tio­nen anzu­schau­en. Aber auch hier fin­det man all­zu oft nur ein wil­des Gemisch aus Licht und Schat­ten — also im Ergeb­nis weit­ge­hend Fin­ster­nis. Sie fin­den Reak­tio­nen von äußer­ster, lei­dens­wil­li­ger Demut, die nicht auf­be­gehr­te und ein­fach aus­hielt (was den bösen Kurs in einer Hin­sicht ja bestä­tig­te…), von glau­bens­eif­ri­gem Enga­ge­ment und ent­spre­chen­der Risi­ko­be­reit­schaft, die aber immer selbst in häre­ti­sche oder zumin­dest frag­wür­di­ge Muster abstürz­te (z.B. Savo­na­ro­la, in gewis­sem Sin­ne auch Jan Hus etc.) oder gleich ganz abfiel von der real-exi­stie­ren­den römi­schen Kir­che wie sämt­li­che Refor­ma­to­ren, die alle nicht total grund­los ange­tre­ten waren…
      Was wir jedoch nie hat­ten, war eine Abfol­ge mehr oder weni­ger häre­ti­scher Päp­ste, häre­tisch in einer sub­ti­len, kaum fass­ba­ren Grau­zo­ne und ein Heer an fei­gen, ver­leug­ne­ri­schen Bischö­fen, denen es ent­we­der an Intel­li­genz oder Auf­rich­tig­keit fehlt…(auch wenn sie mit Dok­tor­ti­teln spa­zie­ren­ge­hen…)
      Unse­re Situa­ti­on ist daher ohne Bei­spiel und wir haben kei­ne histo­ri­schen Vor­bil­der — außer dem Lei­den Chri­sti selbst. Denn nur dort war zu erle­ben, dass Petrus den herrn ver­leug­ne­te und im Stich ließ, samt sei­ner männ­li­chen Jün­ger, bis auf den rei­nen Johan­nes und bis auf eini­ge weib­li­che Jün­ger, in Voll­kom­men­heit hielt aber nur Sei­ne Mut­ter aus.
      Daher ja mei­ne Auf­fas­sung, die ich ganz oben nann­te, dass man sich wohl in die­ser Situa­ti­on nur an Sie hal­ten kann und eben an ein paar rei­ne Prie­ster, die aber sicher nicht mit der FSSPX iden­tisch sind. Wenn man sieht, wel­ches Klein­klein dort eben auch gedro­schen wird (Stich­wort Wil­liam­son und alles, was sich an sei­ner Per­son und Hal­tung ent­facht etc.), wie auch dort immer neue Ris­se ent­ste­hen wegen ich weiß nicht was, wie die­se „Insel“ eine abso­lut ange­foch­te­ne Insel ist, dann muss jedem klar sein, dass die­se Insel zwar tat­säch­lich eine Insel der Fröm­mig­keit ist, dass sie aber nicht ein­deu­tig auf siche­ren Füßen steht. Wie gesagt: das soll kei­ne Mar­gi­na­li­sie­rung des Cha­ris­mas vie­ler dort sein. Es soll ein Hin­weis dar­auf sein, dass das Schwarz­weiß-Bild, das hier im Forum (nicht in den Arti­keln) gezeich­net wird, nicht wahr ist.
      Wir wis­sen, dass in der Kir­che vie­le Prie­ster aus­hal­ten, immer noch vie­le, ja, denen viel­leicht vie­les nicht klar ist, die nicht vor und zurück wis­sen, die aber den­noch auch dem Johan­nes zuge­ord­net wer­den dür­fen.
      Für mich for­miert sich das Bild der Apo­ka­lyp­se: die Gotes­mut­ter holt ihre Kin­der zusam­men (und zwar von über­all­her aus der Kir­che) und flieht in die Wüste.
      Nur: wie das aus­sieht, wor­an man erkennt, dass das das Rech­te ist.… dar­auf will ich beson­ders auf­merk­sam sein.
      Dass ich nicht „rechts­hö­rig“ bin, weiß jeder, der hier mei­ne Tex­te liest. Aber für mich ist es ein him­mel­wei­ter Unter­schied, ob ich eine — mei­net­we­gen — knall­har­te Mah­nung an den Papst rich­te, die ihn an sein Amt erin­nert, oder ob ich ihm Amts­be­fug­nis­se aus der Hand neh­me und mich an sei­ne Stel­le set­ze.

      • Dan­ke wer­te Zeit­schnur,
        Die Sache ist wohl die, dass jede Situa­ti­on ein­ma­lig ist und man nicht ein­fach mit den Mit­teln der Ver­gan­gen­heit die Pro­ble­me der Gegen­wart hei­len kann.
        Roma­no Gura­di­ni hat viel dazu geschrie­ben und ein gewis­ser Pes­si­mis­mus durch­zieht alle sei­ne Wer­ke. Er sieht den Unter­gang des Abend­lan­des und die Herr­schaft der DIN Norm,d er Unter­wer­fung des Men­schen unter die Tech­nik in einer bewun­derns­wer­ten Klar­heit udn jen­seits kit­schi­ger hei­le Welt oder auch grü­nem Kon­ser­va­tis­mus.
        Bei ihm fin­det sich kei­ne Hin­weis, das er die Kir­che sozu­sa­gen als Arche sieht, die ihre Gläu­bi­gen sozu­sa­gen trocken durch die wil­den Was­ser der Moder­ne fährt.
        Es ist mehr als ver­ständ­lich, das man sich so eine Arche, eine Insel einen Zufluchts­raum wünscht,. wo noch die Welt in Ord­nung ist.
        Auch das Wort von der Insel, wo man auf­tan­ken kann, das füh­ren vie­le Grup­pen (gute Grup­pen) im Mund.
        Ich per­sön­lich den­ke, dass die Kir­che (und es geschieht vor unse­ren Augen) in den all­ge­mei­nen Tau­mel hin­ein­ge­ra­ten muss und es schon ist.
        Es kommt nun alles auf die noch Gläu­bi­gen an, dass sie den Glau­ben bewah­ren jen­seits aller For­men und Sicher­hei­ten, die wir gewohnt sind (und die ja nicht schlecht sind, son­dern gut).
        Guar­di­ni sagt:
        Die äuße­ren Kir­chen kön­nen zer­fal­len oder ver­lo­ren­ge­hen; dann kommt alles dar­auf an, ob die dann kommt alles dar­auf an, ob die Gläu­bi­gen fähig sind, „Gemein­de“ zu bau­en, „Kir­che“ auf­zu­rich­ten, wo sie gera­de sind, wenn auch der äuße­re Ort noch so arm­se­lig oder preis­ge­ge­ben ist. Also muß die­se Kraft des inne­ren Wöl­bens ent­deckt und geübt wer­den.
        Wir wol­len die Stil­le ernst neh­men. Von ihr hängt viel ab. Wenn mich jemand frag­te, womit lit­ur­gi­sches Leben anfan­ge, wür­de ich ant­wor­ten: daß man die Stil­le lernt.….……

        An ande­rer Stel­le (Ende der Neu­zeit) sagt er
        Wenn wir die escha­to­lo­gi­schen Tex­te der Hei­li­gen Schrift rich­tig ver­ste­hen, wer­den Ver­trau­en und Tap­fer­keit über­haupt den Cha­rak­ter der End­zeit bil­den. Was umge­ben­de christ­li­che Kul­tur und bestä­ti­gen­de Tra­di­ti­on heißt, wird an Kraft ver­lie­ren. Das wird zu jener Gefahr des Ärger­nis­ses gehö­ren, von wel­cher gesagt ist, daß ihr, »wenn es mög­lich wäre, auch die Aus­er­wähl­ten erlie­gen wür­den« (Mt 24,24). Die Ein­sam­keit im Glau­ben wird furcht­bar sein. Die Lie­be wird aus der all­ge­mei­nen Welt­hal­tung ver­schwin­den (Mt 24,12). Sie wird nicht mehr ver­stan­den noch gekonnt sein. Um so kost­ba­rer wird sie wer­den, wenn sie vom Ein­sa­men zum Ein­sa­men geht; Tap­fer­keit des Her­zens aus der Unmit­tel­bar­keit zur Lie­be Got­tes, wie sie in Chri­stus kund gewor­den ist. Viel­leicht wird man die­se Lie­be ganz neu erfah­ren: die Sou­ve­rä­ni­tät ihrer Ursprüng­lich­keit, ihre Unab­hän­gig­keit von der Welt, das Geheim­nis ihres letz­ten War­um. Viel­leicht wird die Lie­be eine Innig­keit des Ein­ver­neh­mens gewin­nen, die noch nicht war. Etwas von dem, was in den Schlüs­sel­wor­ten für das Ver­ständ­nis der Vor­se­hungs­bot­schaft Jesu liegt: daß um den Men­schen, der Got­tes Wil­len über Sein Reich zu sei­ner ersten Sor­ge macht, die Din­ge

        • Fort­set­zung
          .….….….die Din­ge sich wan­deln (Mt 6,33).
          Die­ser escha­to­lo­gi­sche Cha­rak­ter wird sich, scheint mir, in der kom­men­den reli­giö­sen Hal­tung anzei­gen. Damit soll kei­ne wohl­fei­le Apo­ka­lyp­tik ver­kün­det wer­den. Nie­mand hat das Recht zu sagen, das Ende kom­me, wenn Chri­stus selbst erklärt hat, die Din­ge des Endes wis­se der Vater allein (Mt 24,36). Wird also hier von einer Nähe des Endes gespro­chen, dann ist das nicht zeit­haft, son­dern wesens­mä­ßig gemeint — daß unse­re Exi­stenz in die Nähe der abso­lu­ten Ent­schei­dung und ihrer Kon­se­quen­zen gelangt; der höch­sten Mög­lich­kei­ten wie der äußer­sten Gefah­ren.

          es hängt ein­fach davon, ab ob wir es schaf­fen die Lei­den der gegen­wär­ti­gen Zeit mit dem Lei­den Chri­sti zu ver­bin­den oder nicht!
          Man beden­ke die reli­giö­sen Füh­rer der Juden waren nun auch nicht das Gel­be vom Ei und trotz­dem hat Chri­stus sich ihnen unter­wor­fen und dadurch ist alles gut gewor­den.

  14. Jesus sei eines Wesens mit dem Vater, ABER AUCH eines Wesens mit Sei­ner Mut­ter?!? Sagt Papst Fran­zis­kus:

    „[…] Es ist rei­ne Geschich­te, weil Gott, wie der hei­li­ge Leo sag­te, sei­nen Sohn aus­sand­te. Und Jesus ist eines Wesens mit dem Vater, Gott, aber auch eines Wesens mit der Mut­ter, einer Frau. Gott ist Geschich­te gewor­den. Gott woll­te in die Geschich­te ein­tre­ten. Er ist mir uns. Er geht den Weg mit uns.“ [http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/17/%E2%80%9Egott_will_mit_uns_geschichte_machen%E2%80%9C/ted-756342]

    • Ver­ste­he auch nicht, wie Radio Vati­kan sowas brin­gen kann; ent­we­der man fragt noch­mal nach, ob man umfor­mu­lie­ren sol­le, oder läßt es weg, über­geht es. Wenn es kein Über­set­zungs­feh­ler ist; jedoch meint der Papst im 1. Teil die­ses Sat­zes ja aus­drück­lich die Kon­sub­stan­tia­li­tät des Soh­nes mit dem Vater — und der 2. Teil ist genau par­al­lel dazu for­mu­liert …

    • Es ist noch viel absur­der — immer­hin ist die Got­tes­mut­ter aus rei­ner Gna­de DER wie­der­her­ge­stell­te gott­eben­bild­li­che Mensch, wie er ursprüng­lich gedacht war (Gott­eben­bild­lich­keit ist aber nicht Wesens­gleich­heit, es ist das „Ein­flei­schwer­den“, das Sich­ver­bin­den Got­tes mit dem Mensch wie in einer Ehe — aber hat die Kir­che dar­aus je eine WESENS­gleich­heit geschlos­sen? )

      F. sagt doch tat­säch­lich:

      „Gott ist wesens­gleich mit uns. Er macht Geschich­te mit uns. Mehr noch: Wenn Gott sagen will, wer er ist, sagt er: „Ich bin der Gott Abra­hams, Isaaks und Jakobs.“ Aber wel­chen Fami­li­en­na­men hat Gott? Unse­ren. Den von jedem von uns. Er nimmt unse­re Namen und macht dar­aus sei­nen Fami­li­en­na­men. Ich bin der Gott von Peter, von Mari­et­ta, von Armo­ny, von Mari­sa, von Simo­ne, von allen! Der Fami­li­en­na­me Got­tes ist jeder von uns.“
      (Die­ser Text stammt von der Web­sei­te http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/17/%E2%80%9Egott_will_mit_uns_geschichte_machen%E2%80%9C/ted-756342
      des Inter­net­auf­tritts von Radio Vati­kan)

      Hier ver­bin­det die seins­haf­te Wesen­gleich­heit des Men­schen mit Gott über die Geschich­te. Gott ist also nicht eine feste Grö­ße, son­dern ein pro­zes­su­al gedach­tes Sub­jekt. Mit die­sem Argu­ment kann man alles, alles „hei­li­gen“, auch die Wider­sprü­che in der Leh­re.

      Die frü­hen Kir­chen­vä­ter haben den men­schen einer­seits als „Abbild“ (Ima­go) als auch als Ähn­lich­keit („simi­li­tu­do“) mit Gott auf­ge­fasst. Die simi­li­tu­do ist dem Men­schen nach dem Sün­den­fall abhan­den gekom­men. Das Ima­go-Sein gehört zur natür­li­chen Erschei­nung des Men­schen.
      Wie gesagt hät­te ich bei dem ein­zi­gen sünd­lo­sen, im gna­den­haf­ten Vor­griff auch in der simi­li­tu­do „wie­der­her­ge­stell­ten“ Men­schen, näm­lich Maria, eine „Wesens­gleich­heit“ gera­de noch sola­la tole­rie­ren kön­nen, wenn man den Begriff ent­spre­chend defi­niert.

      Da aber F. den Men­schen, und zwar aus­drück­lich den sün­di­gen Men­schen (man lese den Link GW ganz), als „wesens­gleich“ mit Gott beschreibt, stimmt hier theo­lo­gisch etwas nicht.

      Die Wesens­gleich­heit kommt an sich den drei Per­so­nen der Drei­fal­tig­keit zu, und dies ohne inne­re Sub­or­di­na­tio­nen, wenn auch lie­ben­der Unter­ord­nung des Soh­nes unter den Vater.

      Auch dass Gott unse­re Namen annimmt, fin­de ich krass. Ori­en­ta­lisch bin ich halt die „Mut­ter Samu­els“ zum Bei­spiel. Aber des­we­gen neh­me ich nicht den Namen mei­nes Soh­nes an. „Gott Abra­hams“ ist ja kein Eigen­na­me, son­dern allen­falls soet­was wie ein rela­tio­na­ler Gene­tiv, der zwei Per­so­nen in einer zu defi­nie­ren­den Wei­se ann­ein­an­der bin­det („Mann der Maria“ — heißt den­noch im Eigen­na­me Josef/ „Sohn des Josef“ — heißt den­noch Jesus etc.).
      Es ist und bleibt umge­kehrt: wir tra­gen Sei­nen Namen zusätz­lich zu unse­rem eige­nen, und man­che neh­men sogar um sei­net­wil­len einen neu­en Namen an (kann­te ein paar kon­ver­tier­te Mus­li­me, oder auch Ordens­leu­te). Wir erhal­ten Namen, die uns an den Him­mel bin­den (von Hei­li­gen Patro­nen), nicht umge­kehrt…

      • Und die­se „Per­len“ wer­den von so vie­len gele­sen, die vom „Reli­gi­ons­un­ter­richt“ her (tut mir leid, aber das Wort muß­te ich mit “ “ schrei­ben; nach­dem etwa ein Prof. Hasen­hüttl in irgend­ei­nem Inter­view mal vol­ler Zufrie­den­heit erwähn­te, wie­vie­le ange­hen­de Reli­gi­ons­leh­rer er wäh­rend sei­ner Schaf­fens­zeit doch theo­lo­gisch „prä­gen“ konn­te … — wobei ich natür­lich nicht gene­ra­li­sie­ren darf, klar, gibt auch Aus­nah­men), also jene höchst-pon­ti­fi­ka­len Wor­te wer­den auch von so vie­len Men­schen gele­sen, die nur noch ein so dif­fu­ses Glau­bens­wis­sen haben, daß sie kaum mehr erken­nen kön­nen, wie ver­hee­rend die Wor­te des PP für das Glau­bens­ver­ständ­nis sind, wenn man sie wört­lich nimmt; gera­de­zu glau­bens­schä­di­gend. Noch­mal mehr, wenn sie nicht ganz so offen­sicht­lich falsch sind.
        Ich wer­de aus, wie Frau Züger das mal so tref­fend nann­te, rein ‚pastor­al­me­di­zi­ni­schen Grün­den‘ auf den Besuch „gewis­ser Sei­ten“ bzw. auf das „Goûtieren gewis­ser [Pla­ste-] Perl­chen“ bis auf wei­te­res mal ganz ver­zich­ten; ist bes­ser für den Magen, die Bauch­spei­chel­drü­se, die Streß­hor­mo­ne — und das Gehirn!^^

      • Inter­es­sant, dass Ber­go­glio auf den Ver­gleich mit den Vor­na­men und den Fami­li­en­na­men kommt. Das ist näm­lich aus einem ande­ren Zusam­men­hang bekannt: „Wir Frei­mau­rer der Tra­di­ti­on gestat­ten uns das Wort eines berühm­ten Staats­man­nes zu ver­deut­li­chen und zu akzen­tu­ie­ren (trans­po­ser), indem wir es den Umstän­den anglei­chen: Katho­li­ken, Ortho­do­xe, Pro­te­stan­ten, Musel­ma­nen, Hin­du­i­sten, Bud­dhi­sten, Frei­den­ker und gläu­bi­ge Den­ker sind bei uns nur Vor­na­men. Unser Fami­li­en­na­me ist Frei­mau­re­rei“ (zit. nach: Rudolf Gra­ber, Atha­na­si­us und die Kir­che, S. 60; http://www.kathpedia.com/index.php?title=Freimaurer).
        Was Franziskus/Bergoglio hier über die angeb­li­che Wesens­ein­heit Got­tes und des Men­schen theo­lo­ga­stert, ist glat­te H ä r e s i e, eigent­lich schon A p o s t a s i e, und ver­rät sei­ne Denk­art. Fran­zis­kus hat ein eso­te­risch (pan­the­istisch-moni­stisch) ver­fälsch­tes Chri­sten­tum. Ich ahn­te es, dass er die­se Kat­ze irgend­wann aus dem Sack las­sen wür­de. Genau die­se fal­sche Phi­lo­so­phie benö­tigt jemand, um Vor­be­rei­ter einer syn­kre­ti­sti­schen Welt­ein­heits­re­li­gi­on und fal­scher Pro­phet des Anti­christs zu wer­den. Der pro­me­t­hei­sche Gno­sti­ker, den er den tra­di­ti­ons­treu­en Katho­li­ken anhän­gen will, ist er selbst.

        • Franziskus/Bergoglio gewöhnt Mil­lio­nen Katho­li­ken an lie­der­li­ches, kor­rup­tes Den­ken in Glau­bens­din­gen.
          Ent­we­der man gibt zu, dass der Satz „Gott ist wesens­gleich mit uns“ eine Häre­sie ist, oder der Satz wird von den Alles­ver­ste­hern, Alle­sent­schul­di­gern und Alles­be­jub­lern wie­der umge­bo­gen als aus dem Kon­text doch irgend­wie recht­gläu­big, also in einem Sinn, der dem Wort­laut direkt ent­ge­gen­ge­setzt ist, ver­steh­bar.

  15. Sind jetzt auf „katho­li­sches“ Kom­men­ta­re erlaubt, die besa­gen, dass F. nach katho­li­scher Leh­re kein Papst und häre­tisch ist?

    • Was bis jetzt gesagt wur­de, ist, dass das und das häre­ti­sche Sät­ze sind.
      Wenn Sie fin­den, dass die betref­fen­den Per­so­nen, die Sei­ne Hei­lig­keit häre­ti­scher Aus­sa­gen zei­hen, in ihrem Urteil irren, bit­te, stel­len Sie es rich­tig.
      Wenn wir, die sol­ches schrei­ben, jedoch im Recht sind, dann wird ein wahr­haft demü­ti­ger Ober­hir­te sich freu­en, sich berich­ti­gen, sich bei uns bedan­ken und uns seg­nen.

    • Wie ich oben aus­führ­te, hat die Kir­che nur zwi­schen den drei Per­so­nen der Tri­ni­tät Wesens­gleich­heit als Dog­ma for­mu­liert.
      Der Mensch ist „Ima­go“ Got­tes — natür­li­cher­wei­se.
      „Simi­li­tu­do“ nur dann, wenn er „wie­der­her­ge­stellt“ ist, so wie Maria.
      Aber „Simi­li­tu­do“ ist „Ähn­lich­keit“, nicht Gleich­heit.
      Nun mag einer sagen: Ja, aber von Jesus heißt es doch auch in Kolos­ser 1, 15, ER sei Got­tes Eben­bild: qui est ima­go Dei invi­si­bi­lis.
      Aber die For­mu­lie­rung, dass auch Jesus „Ima­go“ des Vaters ist, lässt kei­nen Schluss auf die Wesens­be­schaf­fen­heit des Men­schen zu.
      Auch wenn für Jesus und den Men­schen gilt, sie sei­en „Ima­go“, kann es den­noch sein, dass die voll­kom­me­ne Wesens­gleich­heit mit Gott nur erste­rem zukommt, letz­te­ren die „Simi­li­tu­do“.
      F. geht mit sol­chen Aus­sa­gen den ande­ren Irr­weg als die Aria­ner: sie behaup­te­ten, auch Jesus sei Gott nur wesens­ähn­lich, nicht wesens­gleich. F. behaup­tet nun ganz neben­bei, nicht nur die drei Per­so­nen der Tri­ni­tät sei­nen wesens­gleich, son­dern noch dazu der Mensch — sogar der sün­di­ge Mensch.

      Also, wenn das kei­ne häre­ti­sche Aus­sa­ge ist, dann möch­te ich mal wis­sen, wel­che Aus­sa­ge sonst.
      Da das aber wie­der mal nur das täg­li­che Gefa­sel aus der Domus Sanc­tae Marthae ist und kein lehr­amt­li­cher Akt, ist F. wie­der mal nicht zu fas­sen.

      Den­noch: wenn wir Gott gehor­chen wol­len und dem, was uns die Kir­che bis vor kur­zem getreu­lich über­lie­fert hat, dür­fen wir die­sem Mann nicht fol­gen. Er ist ein fal­scher Papst. Einer, der sol­che Din­ge sagt, ist kein gläu­bi­ger Katho­lik, son­dern irgend­et­was ande­res. Wenn die vori­gen Päp­ste auch die eine oder ande­re Unge­nau­ig­keit und Unklar­heit ver­brei­tet haben — das hier ist der hel­le Wahn­sinn.
      ich bin ehr­lich gesagt fast außer mir vor Schmerz über die­se blas­phe­mi­schen Vor­gän­ge. es müss­ten vie­le auf­schrei­en. Aber alles bleibt still.
      Ob es im Him­mel zur Zeit auch ganz, ganz still ist?

      • Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ist damals nicht still geblie­ben, er sah näm­lich schon vor Jahr­zehn­ten, was kom­men wür­de. Lei­der war er fast der ein­zi­ge kirch­li­che Wür­den­trä­ger Dar­auf­hin wur­de sein Prie­ster­se­mi­nar von Rom geschlos­sen, er gehorch­te nicht, bil­de­te wei­ter­hin Prie­ster aus, wie er es vor dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil getan hat­te. Als sei­ne Kräf­te schwan­den, weih­te er Bischö­fe, damit sie Prie­ster wei­hen konn­ten, wenn es ihm nicht mehr mög­lich war. Es folg­te die Exkom­mu­ni­ka­ti­on.
        Ein Blick auf die Home­page der Petrus­bru­der­schaft genügt: Sie drucken ein Lob die­ses Apo­sto­li­schen Schrei­bens ab, das sie der „Tages­post“ ent­neh­men. Kei­ne Kri­tik.
        Das ist kei­ne Wer­bung für die FSSPX, wenn ich auf den Bei­trag von P. Schmid­ber­ger hin­wei­se, um den es eigent­lich geht. In die­sem Bei­trag wird das Apo­sto­li­sche Schrei­ben des Pap­stes sach­lich, aber theo­lo­gisch rich­tig, scharf kri­ti­siert.
        Es ist schreck­lich, aber es ist die Rea­li­tät. Vor ca. 50 Jah­ren begann der Pro­zess der Selbst­zer­stö­rung, wir ern­ten jetzt, was gesät wur­de.

    • kei­na­me,
      sind Sie mit den Grund­be­grif­fen und Grund­aus­sa­gen der tri­ni­ta­ri­schen und chri­sto­lo­gi­schen Dog­men ver­traut?
      Gott ist e i n Wesen, e i n e g ö t t l i c h e Natur in drei Per­so­nen: Vater, Sohn (Wort/Logos), Hei­li­ger Geist (Pneu­ma).
      Jesus Chri­stus ist e i n e Per­son in z w e i N a t u r e n, ganz Gott und ganz Mensch. Die zwei Natu­ren, die gött­li­che und die mensch­li­che, sind in Chri­stus hypo­sta­tisch, d.h. in der Ein­heit der (gött­li­chen) Per­son, mit­ein­an­der ver­bun­den. Die­se Natu­ren bestehen aber nach ihrer Ver­ei­ni­gung (bei der Inkar­na­ti­on) ohne Ver­wand­lung und Ver­mi­schung unver­sehrt fort: „unver­mischt“, „unver­wan­delt“, „unge­teilt“, „unge­trennt“ (Öku­me­ni­sches Kon­zil von Chal­ze­don).
      Der Mensch hat nur mensch­li­che Natur, er ist n i c h t gött­li­cher Natur, und die mensch­li­che Natur ist nicht gött­li­che Natur, son­dern radi­kal ver­schie­den von ihr. Gött­li­che und mensch­li­che Natur sind nie gleich oder iden­tisch, sie blei­ben immer ver­schie­den, auch im Gott­men­schen Jesus Chri­stus.
      Des­halb ist die Satz­per­le aus der Geburts­tags­pre­digt in der Casa-Mar­ta-Kapel­le „Gott ist wesens­gleich mit uns [Men­schen]“ falsch, häre­tisch.
      Wir sind G e s c h ö p f e , aus nichts geschaf­fen, und haben unser Wesen und unse­re Exi­stenz v o n G o t t, wir blei­ben in alle Ewig­keit Geschöp­fe, auch wenn wir schon jetzt und erst recht im Him­mel „teil­ha­ben“ an der gött­li­chen Natur; und G o t t bleibt in sei­ner Wesen­heit in alle Ewig­keit Gott. Er ist der Schöp­fer, Er hat das Sein von nie­mand ande­rem, Er ist von sich selbst, aus sich (Asei­tät). Und die­ses Aus-sich-sein, die­ses Von-sich-selbst-Sein, die­se Asei­tät ist inkom­mu­ni­ka­bel- nicht an Geschöp­fe mit­teil­bar.
      Dass wir Gott sei­en, ist eine eso­te­ri­sche, okkul­ti­sti­sche Irr­leh­re, die die Gläu­bi­gen in eine Eine-Welt-Reli­gi­on ver­füh­ren soll

  16. Lie­be Zeit­los,
    darf ich anneh­men, dass Sie sich mit die­sen Zei­len auf Postings viel wei­ter oben bezie­hen?
    Hier ging es um eine der neue­sten F.-Perlen http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/17/%E2%80%9Egott_will_mit_uns_geschichte_machen%E2%80%9C/ted-756342, in denen F. noch viel wei­ter geht mit sei­nem häre­ti­schen Gere­de. GW hat dar­auf hin­ge­wie­sen. Ich hat­te das noch gar nicht gele­sen. Mir ist inzwi­schen übel, wenn ich die­se Per­len nur von fer­ne sehe. Es ent­steigt ihnen ein geist­li­cher Lei­chen­ge­ruch, der auf mich — ich sage es offen — dämo­nisch wirkt. Ich will mich dem nicht täg­lich aus­set­zen, um mei­ne See­le nicht zu ver­der­ben.

    Irgend­wie ver­ste­hen Sie mich ein­fach nicht. Sie haben gewiss damit recht, dass Lefèbvre einer der weni­gen ist, die damals nicht nur gestutzt, son­dern auch gehan­delt haben. Aller­dings hat er wäh­rend des Kon­zils auch geschla­fen und man­ches mit abge­stimmt, was heu­te nicht mehr ver­ständ­lich ist.
    Aber bit­te — wir sind nur fehl­ba­re Men­schen.
    Mich inter­es­siert ein ande­res Pro­blem, das ich oben dar­ge­legt habe und auf das auch man­che ande­re Poster schon Gedan­ken geäu­ßert haben.
    Es geht um das Unding, dass die Kir­che nicht dau­er­haft papst­los gedacht wer­den kann. Dem Papst nicht gehor­chen heißt aber fak­tisch: non iam habe­mus papam!
    Es ent­behrt nicht der Absur­di­tät, dass die FSSPX den Papst aus­drück­lich aner­kennt, ihn aber kon­kret, indem sie aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den unge­hor­sam ist, doch nicht aner­kennt. Allein das offen­bart doch schon die Unmög­lich­keit der Lage.
    Und bit­te: damit fah­re ich kei­nen Affront gegen die FSSPX, son­dern ich beschrei­be ein Phä­no­men, das es eigent­lich gar nicht geben kann. Der Fels Petri ist abso­lut not­wen­dig, aber offen­bar ver­sinkt er vor unse­ren Augen wie die Tita­nic.
    Ich den­ke nicht von einer Per­son her, son­dern von der Ver­fas­sung der Kir­che her. Bit­te ver­ste­hen das doch end­lich — es geht nicht um Sie oder um Lefèbvre als Per­son. Es geht um die absur­de Situa­ti­on. Denn die RKK ohne Papst — das gibt es eigent­lich nicht. Oder? Und was nützt ein Papst, der ein Häre­ti­ker ist, ein ver­füh­rer, ein Zer­stö­rer, dem man unmög­lich gehor­chen kann?
    Aus dem Posting Leo Lämm­leins geht her­vor, dass es eine recht­li­che Grat­wan­de­rung ist: Ab wo wird for­mel­ler Gehor­sam „pha­ri­sä­isch“ und ab wann ist ver­wei­ger­ter Gehor­sam selbst häre­tisch?
    Hier ver­läuft die Front­li­nie. Sie lesen doch selbst, dass ande­re Poster hier die FSSPX für eine Insel hal­ten. Insel? In der all­ge­mei­nen Defor­ma­ti­on gibt es kei­ne Inseln! So, wie es auf der Tita­nic kei­ne Inseln gab! Ich fürch­te, das ist eine Hei­le-Welt-Illu­si­on, gespickt mit heroi­schen Hel­den­phan­ta­sien. (Aller­dings habe ich nicht Sie per­sön­lich mit die­ser Kri­tik gemeint, wenn Sie das freund­li­cher­wei­se zur Kennt­nis neh­men wol­len.)
    Der Arti­kel P. Schmidt­ber­gers zeigt das Dilem­ma in sei­ner Struk­tur auf: in Teil 1 wird das Schiff auf Kurs A gebracht. A: Papst­treue, abso­lu­tes Wohl­wol­len bis hin zur Absur­di­tät. Dann schwenkt der Arti­kel um auf Kurs B: (Fort­set­zung >)

  17. (> For­set­zung)
    Kurs B: der sach­li­che Inhalt die­ses Papst­schrei­bens ist ein­fach häre­tisch. Punkt. Es gibt nichts zu beschö­ni­gen. Wäre es nicht der Papst, oder der, den wir dafür hal­ten sol­len, dann hät­ten wir kei­ner­lei Vor­be­hal­te, das auch so zu sagen!

    Wie gesagt weist die­ser Arti­kel die inne­re Schi­zo­phre­nie der FSSPX auf. Und an ihr krankt auch man­cher inter­ne Zwist dort.
    Ich for­mu­lie­re damit kei­ner­lei Schuld­zu­wei­sung an die FSSPX, son­dern ich ver­su­che, das Phä­no­men zu beschrei­ben.
    Die Vor­gän­ge um EB Lefèbvre hät­te man aus­hal­ten kön­nen, wenn sie viel­leicht max. 10 Jah­re gedau­ert hät­ten. Nun ist aber fast ein hal­bes Jahr­hun­dert ver­stri­chen, und ein Ende ist nicht abseh­bar. Nach so lan­ger Zeit kommt man in gro­ße Nöte. Man wird zu einer Art katho­li­scher Amish-Gemein­schaft, die ein­fach nur alt­mo­disch ist in vie­lem, das es nicht wert ist, mit­ge­schleppt zu wer­den. Im Grun­de ist man längst abge­trennt von der Kir­che. Die Kir­che aber ist nicht mehr die Kir­che.
    Es ist eine Lage, die einen im Qua­drat hop­sen lässt.
    Ich stim­me Ihnen zu, dass die FSSP das Pro­blem unter­schätzt hat und nun durch frei­wil­li­ge Ver­dum­mung zu lösen sucht. Wie­wohl man die­se Posi­ti­on auch ver­ste­hen kann. Genau­so wie die der FSSPX ver­steh­bar ist.

    Ich hof­fe sehr, dass Sie mich end­lich wenig­sten ein biss­chen ver­ste­hen. es geht nicht um unse­re klei­nen wenig­kei­ten dabei, son­dern um das gro­ße Gan­ze. Wir sind wie Kin­der, die von ihren Eltern ver­kauft wer­den und doch akzep­tie­ren müs­sen, ob sie wol­len oder nicht, dass das die legi­ti­men Eltern sind. Natür­lich gilt am Ende: Gott mehr gehor­chen. Aber wer hat das Recht und die geist­li­che Voll­macht, hier den „rech­ten“ Kurs anzu­füh­ren. Die­se Fra­ge kön­nen auch Sie nicht beant­wor­ten und das ist auch das gro­ße all­ge­mei­ne Pro­blem. Die Tra­di­ti­on ist so näm­lich unwei­ger­lich auch (!!!) weit­ge­hend zu einer Lai­en­kir­che gewor­den, obwohl sie gera­de das nicht sein will.

    • Zeit­schnur: Ich ver­ste­he Sie und dan­ke Ihnen sehr herz­lich für Ihre wert­vol­len Aus­füh­run­gen.

      Indes­sen zeugt Ihre Aus­sa­ge „Aller­dings hat er [Erz­bi­schof Lef­eb­v­re] wäh­rend des Kon­zils auch geschla­fen und man­ches mit abge­stimmt, was heu­te nicht mehr ver­ständ­lich ist“ von Unwis­sen in die­ser Ange­le­gen­heit, und man kann Ihnen nur emp­feh­len, sich das Werk „Der Rhein fließt in den Tiber“ von P. Ralph M. Wilt­gen S.V.D. zu Gemü­te zu füh­ren.

      • Bon­soir, @ Bon­jour — was ver­an­lasst Sie zu die­ser Behaup­tung von oben her­ab? Ich kann das hier nicht im ein­zel­nen alles aus­brei­ten, aber wenn Sie Wer­ke lesen wie de Mattei „Das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil“ oder Ame­rio „Iota Unum“, dann erhal­ten Sie den Ein­druck, dass Lefèbvre samt den tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Kräf­ten erst mal aus­gie­big geschla­fen hat und spä­ter, nach lang­sa­mem Erwa­chen nicht geschafft haben, eine — der Front der Pro­gre­si­ven ange­mes­se­ne — Burg auf­zu­bau­en.

        Ich den­ke, der Bei­trag von „Zeit­los“ von heu­te 20.28 Uhr trifft die Sach­la­ge am besten. So wird es wohl gewe­sen sein. Dan­ke @ zeit­los!
        Die Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen waren schlicht und ein­fach zu anstän­dig und zu sanft. Und sie rech­ne­ten nicht mit der Bos­heit, die hier ent­fes­selt wur­de. Lesen Sie dazu bei de Mattei auf S. 141 die Anmer­kung 76 — sie offen­bart Lefèbvres Arg­lo­sig­keit zu Beginn des Kon­zils…

    • Es wird immer wie­der gesagt, die FSSPX sei 1962 ste­hen­ge­blie­ben.
      Ich habe es prak­tisch umge­kehrt erlebt. Ich habe erlebt, daß ich ste­hen­ge­lie­ben war solan­ge ich in der Nach­kon­zils­kir­che behei­ma­tet war. Dort ging kaum noch etwas vor­wärts, inner­lich gese­hen. Äußer­lich war da recht viel los, aber was nützt mir das? Erst als ich mich vor ein paar Jah­ren nach dem MP auf­mach­te, die Hl. Mes­se im AO zu besu­chen, hat sich eine inne­re Blockie­rung, ein Still­stand gelöst und ich merk­te, daß ich wie­der Fort­schrit­te auf Gott hin mach­te. Im Glau­bens­le­ben zählt allein wahr oder falsch. Mein Erleb­nis war das, daß der Mensch im neu­en Ritus schwer­lich gei­sti­ge Fort­schrit­te machen kann, wäh­rend er im alten Ritus leicht vor­wärts kommt. Ja, sehr leicht, da paßt alles zusam­men.

      Des­halb ist die Aus­sa­ge, die FSSPX sei ste­hen­ge­blie­ben, nicht rich­tig. Viel­leicht sehen man­che ein biß­chen alt­mo­disch aus, aber wie sieht es bei denen innen aus? Die Situa­ti­on, die sie haben, ist nicht schön. Sie sind im Exil. Wie kom­men sie da wie­der her­aus?

      • Wenn jemand ste­hen­ge­blie­ben ist, dann sind es die Anhän­ger des neu­en Ritus. Etwa 1970. Fra­gen Sie mal deren Glau­bens­wis­sen ab. Es ist erschreckend. Ich ken­ne Leu­te, die treu sonn­tags in die Kir­che gehen, die noch vor dem Kon­zil einen guten Reli­gi­ons­un­ter­richt erhal­ten haben, und die merk­wür­di­ge Gedan­ken, die nichts mehr mit dem alten Glau­ben zu tun haben, äußern. Eigent­lich ist es so, daß die Novus Ordo Gemein­den nicht nur ste­hen­ge­blei­ben, son­dern zurück­ge­fal­len sind, teil­wei­se in vor­christ­li­che Auf­fas­sun­gen. Die kath. Moral­leh­re zB wird nicht mehr ver­stan­den. Und ohne die­se sind wir bald wie­der im Alter­tum gelan­det.
        Der Papst sagt „Vor­wärts vor­wärts“, um die­sen Rück­wärts­gang, der mit der Lit­ur­gie­re­form ein­ge­legt wur­de, aus­zu­he­beln. Aber solan­ge die Prie­ster, Bischö­fe, die gan­ze Hier­ar­chie, bei der Mes­se in die fal­sche Rich­tung schau­en, solan­ge geht es nicht vor­wärts.

        • Ich ver­ste­he das und wider­spre­che Ihnen ja nicht. Aber Sie reden ja selbst vom „Exil“. Und mir geht auch so wie Ihnen, dass ich durch die Mes­se im älte­ren Ritus noch viel bes­ser ver­stan­den habe, wor­um es geht — aller­dings habe ich die­se Mes­sen nicht bei der FSSPX besucht, son­dern in der „Kon­zils­kir­che“. Und tue es wei­ter­hin.

          Mir ging es um etwas ande­res — ein­fach um die Pro­ble­ma­tik, dass Jahr­zehn­te einer sol­chen außer­or­dent­li­chen Situa­ti­on auto­ma­tisch zu Defor­ma­tio­nen füh­ren. Was in EB Lefèbvre noch leben­dig war und heu­te in eini­gen Leu­ten dort, das weicht doch auch Ver­kru­stun­gen bei einer wach­sen­den Grup­pe. Wenn mir Leu­te aus Frank­reich erzäh­len, dass inzwi­schen v.a. Stress gemacht wird, ob man nur ja auch die rech­te Klei­dung trägt, Ehe­paa­ren, die nicht alle zwei Jah­re ein wei­te­res Kind bekom­men, müs­sen sich ver­däch­ti­gen las­sen (und bit­te, das erfin­de ich nicht, son­dern all das habe ich von Betrof­fe­nen erzählt bekom­men), wenn ein unge­sun­der Grup­pen­kon­troll­druck auf dem ein­zel­nen lastet — das alles ist kein Argu­ment gegen Lef‚bvres Argu­men­te, aber es weist eben die typi­schen Ver­for­mun­gen und Erstar­run­gen auf, die sich ein­stel­len, wenn ein „Exil“ zu lan­ge dau­ert.
          Über den Weg eines einzl­nen an einem Ort X sagt das noch gar nichts aus.
          Und v.a. klärt alles, was sowohl Sie als auch ich gera­de eben schrei­ben, nicht die Fra­ge nach der Recht­mä­ßig­keit und Gül­tig­keit der Sakra­men­te. Recht­fer­ti­gen kön­nen sich auch die FSSPX-Prie­ster nur damit, dass sie sich für aus­er­wählt hal­ten, die wah­re Leh­re auf­recht­zu­hal­ten, was aller­dings eine Grat­wan­de­rung ist, wenn die Jahr­zehn­te ver­ge­hen… Hier in mei­ner Seel­sor­ge-Ein­heit gehen vie­le from­me Leu­te nach Wigratz­bad, da gibt es einen regel­mä­ßi­gen Pil­ger­bus…
          Mit die­sen kri­ti­schen Über­le­gun­gen will ich aber kei­nes­wegs nun sagen: die „Kon­zils­kir­che“ ist bes­ser.
          Ach, über­haupt nicht!
          Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich das nicht den­ke.
          Die Sche­re drif­tet immer wei­ter aus­ein­an­der zwi­schen FSSPX und Kir­che. Das ist das Pro­blem.
          Und es geht mir nicht um Schuld­zu­wei­sun­gen, son­dern um eine Beschrei­bung eines Phä­no­mens, das nach einer Lösung schreit und für das ich kei­ne Lösung habe.

          • Das was Sie als Ver­for­mun­gen und Erstar­run­gen beschrie­ben, haben nichts mit Exil zu tun. Sol­chen Druck (Klei­dung, fami­liä­re Ver­hält­nis­se, Schei­dung, außer­ehe­li­che Bezie­hun­gen) gab es frü­her über­all. Das geht mit einer allen gemein­sa­men ver­bind­li­chen Moral (mores=Sitten, Gebräu­che) ein­her. Vie­les hat man „wegen der Leu­te“ getan, wobei die Leu­te eine gewis­se Wäch­ter­funk­ti­on hat­ten, was manch­mal natür­lich über­trie­ben wur­de, aber grund­sätz­lich gar nicht so dumm war. Gegen die­sen Druck haben sich die 68er erfolg­reich zur Wehr gesetzt. Und so gibt es heu­te kei­ne gemein­sa­me ver­bind­li­che Moral mehr. Daher erscheint dies (Klei­der­fra­gen etc) schreck­lich, weil man kei­ner­lei gesell­schaft­li­chen Zwang mehr erfährt. In sitt­li­chen Fra­gen gilt: das geht kei­nen was an, das ist mei­ne Pri­vat­sa­che. Frü­her hieß es: das schickt sich nicht und wer anders han­del­te, wur­de aus­ge­grenzt oder geäch­tet.
            Was die Pius­se betrifft, so muß ich sagen, daß ich kei­ne per­sön­li­chen Ver­bin­dun­gen dahin habe. Ich ken­ne vom Sehen eine Fami­lie, deren Töch­ter etwas alt­mo­disch aus­se­hen, alt­backen, aber die Gesich­ter sehen nor­mal aus, ja im Ver­gleich zu ande­ren jun­gen Mäd­chen unbe­darft, frisch.

            Was ich sagen will: man kann nicht die „Frei­hei­ten“ von heu­te kom­bi­nie­ren mit der kla­ren und rei­nen Theo­lo­gie von einst, denn die­se Theo­lo­gie konn­te nicht umge­setzt wer­den ohne daß man einem gewis­sen Zwang (Selbstbeherrschung/Arbeit an sich selbst bzw. wer das nicht schaff­te, Druck von außen) unter­wor­fen war. Sie sel­ber reden auch nicht so einer Kom­bi­na­ti­on das Wort. Nur all­ge­mein bin ich nicht sicher, ob alle alt­ri­tu­el­len Grup­pen das so sehen. Bei den Piussen ist der Zusam­men­hang schon da, soweit ich das aus der Ent­fer­nung beur­tei­len kann.

            Im übri­gen fin­de ich Ihre Kom­men­ta­re, lie­be Zeit­schnur, meist sehr inter­es­sant und wert­voll. Inspi­rie­rend. Ich wün­sche Ihnen eine geseg­ne­te Weih­nachts­zeit.

          • @ M.S.
            Auch, wenn der Haupt­fei­er­tag schon durch ist, wün­sche ich trotz­dem ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest und ent­spre­chen­de Tage bis ins näch­ste Jahr hin­ein…

            Sie haben natür­lich recht, mit dem, was Sie sag­ten. Aller­dings mein­te ich nicht die sozia­le Kon­trol­le hin­sicht­lich mora­li­scher Ver­hal­tens­wei­sen. Da haben Sie mich miss­ver­stan­den. Es ging gewis­ser­ma­ßen um eine „Spe­zia­li­sie­rung“. Man hat mir erzählt, dass irgend­wel­che Theo­rien in Umlauf sei­en unter Tra­di­tio­na­li­sten Fr., wel­che Far­ben man tra­gen oder kom­bi­nie­ren dür­fe oder dergl. Und wegen sol­chem Unsinn macht man sich dann gegen­sei­tig die Höl­le heiß, und ich bin sicher, dass wah­rer Glau­be dar­un­ter sehr lei­det.

            Im übri­gen bin ich mir nicht sicher, ob eine gewis­se bedrücken­de Prü­de­rie und Enge des 19. Jh (denn dar­um geht es ja v.a.) wirk­lich auf alle vori­gen Jahr­hun­der­te über­tra­gen wer­den kön­nen. Es gab Eti­ket­ten und Kon­ven­tio­nen, aber sind die „christ­lich“ oder nicht doch in vie­ler Hin­sicht dem Wan­del und damit einer gewis­sen Belie­big­keit aus­ge­setzt? (Bit­te miss­ver­ste­hen Sie mich nicht: das hat nichts mit mora­li­schen Fra­gen des Lebens­wan­dels zu tun…)

            Es ist schon ein Phä­no­men, dass bei „Recht­gläu­bi­gen“ häu­fig die völ­lig enge und mode­ab­hän­gi­ge Eti­ket­te einer frü­he­ren Zeit plötz­lich fröh­li­che Urständ fei­ert, als hand­le es sich dabei um etwas Spi­ri­tu­el­les.
            Eine davon scharf unter­schie­de­ne Fra­ge ist dage­gen die nach Sakra­men­ta­li­en. Also: ob z.B. lan­ges Haar oder andern­falls eine Kopf­be­deckung der Frau­en, wenn sie Cha­ris­men aus­üben (Weis­sa­gen, öffent­li­ches Beten in der Hl. Mes­se nach 1. Kor. 11) wirk­lich nur eine Fra­ge der Mode oder tat­säch­lich eine Sache gött­li­chen Rech­tes wäre, eben­so wie die Prie­ster­klei­dung, die Orden­s­klei­dung und vie­les ande­re. Oder gene­rell die Schick­lich­keit: dass man zumin­dest nicht halb­nackt in die Kir­che kommt, wie es vie­le heu­te machen. Ich habe mal gese­hen vor Jah­ren, wie ein Prie­ster in Como einen Ame­ri­ka­ner, der eine fast obszön kur­ze „Shorts“ anhat­te, aus der Kathe­dra­le warf und wun­der­te mich. Dann besuch­te ich mei­nen Bru­der in Bang­kok und sah mir dort die gro­ßen Tem­pel an. Mit einer gewis­sen Scham muss­te ich erken­nen, dass die Bud­dhi­sten ein fei­ne­res Gespür für Schick­lich­keit ange­sichts des Hei­li­gen haben als wir: vor dem Tem­pel ist eine Klei­der­kam­mer. Jeder Mann und jede Frau, die nicht anstän­dig geklei­det sind, müs­sen sich dort etwas über­zie­hen, was ihnen passt, bevor sie das Tem­pel­ge­län­de betre­ten dür­fen…
            Ich stim­me Ihnen zu, dass die tota­le Frei­heit, so, dass jeder gera­de machen kann, was er will, nicht christ­lich ist!

            Aber mir ging es um die Ver­ken­nung frü­he­rer Moden oder sogar Aus­wüch­se, das Wie­der­her­auf­be­schwö­ren unbe­deu­ten­der, aber quä­len­der Feh­ler der Ver­gan­gen­heit.
            Es ging mir um die Ver­mi­schung von Berech­tig­tem mit alten Zöp­fen. Und was berech­tigt ist, kann man ganz leicht der Leh­re ent­neh­men! Far­ben- und For­men­leh­ren für Röcke und Hosen gehö­ren jeden­falls nicht dazu!

          • Viel­leicht nur ganz kurz noch: um Klei­der­ord­nung ging es mir nur neben­bei.

            Der Haupt­punkt war der: „.…, dass die tota­le Frei­heit, so, dass jeder gera­de machen kann, was er will, nicht christ­lich ist!“ Die tota­le Frei­heit ist nicht nur nicht christ­lich, sie ist über­haupt nicht mög­lich. Die 68er haben die Moral aus­ge­ris­sen. Die sexu­el­le Frei­heit — wie lan­ge war dies mög­lich? Ein paar Jah­re. Im Anschluß ist anstel­le der kath. Moral­leh­re ein neu­er viel stär­ke­rer Zwang erwach­sen. Ein Bei­spiel: die Vor­schrift kein Her­ren­be­such nach 22 Uhr ist heu­te out, dafür haben wir: einem Homo­pär­chen darf ein Zim­mer nicht ver­wei­gert wer­den. Oder eine Apo­the­ke­rin darf die Pil­le danach nicht ver­wei­gern. Ist das die neue Frei­heit? Es ist ein neu­er Zwang. Es ist die Dik­ta­tur des Rela­ti­vis­mus. Und woher kommt der? Es ist der Preis für die Auf­ga­be der alten Zöp­fe. Die kath. Moral­theo­lo­gie ist in den letz­ten 50 Jah­ren total zusam­men­ge­bro­chen. Sie soll­te den Weg in die inne­re Frei­heit durch die Beherr­schung der nie­de­ren Instink­te und Trie­be wei­sen. Die Pius­se haben sich ent­schie­den, die kath. Moral­leh­re bei­zu­be­hal­ten. Wie lan­ge sie das kön­nen, ist unge­wiss. Irgend­wo habe ich bei den Piussen mal gele­sen, daß sie sich des­sen bewußt sind. Sie wol­len die Zeit hin­aus­zö­gern, um so vie­le See­len zu ret­ten wie mög­lich bevor der tota­le Nie­der­gang die­ser Kul­tur­epo­che kommt. Ich gehe wie gesagt nicht zu den Piussen in die Mes­se, aber ich glau­be, man kann von ihnen viel ler­nen. Spin­ner gibt es über­all. Dage­gen müs­sen sich die Betref­fen­den weh­ren.

  18. @Zeitlos
    Bit­te glau­ben Sie mir, es geht mir um die Kir­che, und nicht um die Per­son Lef­eb­v­re. Die­se Per­son hat aber wäh­rend des Kon­zils nicht geschla­fen. Er war der Vor­sit­zen­de der Grup­pe von Kon­zils­vä­tern, die sich als Min­der­heit den Pro­gres­si­ven ent­ge­gen­ge­stellt haben, von denen Ein­ga­ben aus­gin­gen, die Schlim­me­res in den Doku­men­ten ver­hin­dert haben. Lef­eb­v­re hat ent­schie­den immer wie­der Stel­lung bezo­gen.
    Nur dür­fen wir doch heu­te nicht die mensch­lich-psy­cho­lo­gi­sche Situa­ti­on ver­ges­sen: Ein abso­lut papst­treu­er Prä­lat sieht sich mit der Situa­ti­on kon­fron­tiert, dem Papst zu wider­spre­chen, sei­ne Unter­schrift zu ver­wei­gern, obwohl der Papst den Doku­men­ten bereits zuge­stimmt hat­te. Men­schen machen doch in Kri­sen­si­tua­tio­nen Ent­wick­lun­gen durch. Inne­re Ent­wick­lun­gen müs­sen auch zeit­lich rei­fen. Ich ken­ne es übri­gens aus eige­ner Erfah­rung.
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re war den vor­kon­zi­lia­ren Päp­sten in abso­lut tie­fer Treue ver­bun­den. Die Erfah­rung löst einen Schock aus, wenn er fest­stel­len muss, dass die Päp­ste sich plötz­lich gegen die Leh­re ihrer Vor­gän­ger stel­len. Das muss ver­ar­bei­tet wer­den, das kann Jah­re in Anspruch neh­men.
    Im übri­gen ist es in „Not­fäl­len“ erlaubt, dem Papst zu wider­spre­chen, es ist katho­li­sche Leh­re, dass der Papst nur unfehl­bar ist, wenn er ex cathe­dra spricht. Das ist nach dem 1. Novem­ber 1950 nicht mehr gesche­hen.
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat sich nicht vom Papst getrennt, er wur­de getrennt.
    Es geht auch nicht um „einen Kurs“, um eine Rich­tung, um Flü­gel­kämp­fe. Es geht dar­um, dass ein Bruch besteht zwi­schen dem Glau­ben, wie er bis 1962 durch das Lehr­amt der Päp­ste gelehrt wur­de, und dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil, das die­sen Glau­ben teil­wei­se ver­dreht und ver­zerrt hat. Der Maß­stab sind die Päp­ste! Wenn sie sich bis 1962 in wich­ti­gen Fra­gen getäuscht haben, gibt es kei­ne unfehl­ba­re Leh­re, gibt es kei­nen geof­fen­bar­ten Glau­ben, den die Kir­che zu bewah­ren, zu ent­fal­ten und zu ver­tie­fen hat. Den sie aber nicht ver­än­dern darf. Oder sie ist nicht mehr die Kir­che des Gott­men­schen Jesus Chri­stus. Mir geht es allein dar­um!

    Ich weiß nicht, ob Sie die FSSPX mit den Sedis­va­kan­ti­sten ver­wech­seln.
    Ein Bei­spiel: Ein Sohn hat mit sei­nem Vater Streit, er glaubt, der Vater ver­spielt das Erbe und gibt sei­nen Anteil nicht her. Er fliegt aus dem Vater­haus raus, der Vater bleibt aber sein Vater.
    Der ande­re Sohn erkennt sei­nen Vater nicht mehr als Vater an. Der Sedis­va­kan­tist: Denn die­se behaup­ten, es gibt über­haupt kei­nen Papst mehr, des­we­gen behaup­ten sie ja auch, nicht unge­hor­sam zu sein.
    In die­ser Wirr­warr gibt es für mich den Hal­te­punkt: Die Leh­re der Kir­che, der Päp­ste bis 1958. Den­noch ist der Stuhl Petri nicht vakant. Nie hat das die FSSPX behaup­tet — bis jetzt.
    Um es klar­zu­stel­len: Nur weil Lef­eb­v­re sich so ver­bind­lich an den über­lie­fer­ten Glau­ben hielt und nicht an sei­ne eige­nen Ideen, ist er für mich eine geist­li­che Auto­ri­tät.
    P. Schmid­ber­ger hat eine legi­ti­me Metho­de ver­wen­det, er hät­te sie aller­dings beim ersten Bei­trag kenn­zeich­nen müs­sen.

  19. Fort­set­zung:
    Ihren Ein­wand, man kön­ne doch nicht im Jahr 1958 oder etwas spä­ter ste­hen blei­ben, ken­ne ich. Nur, mit den Irren­den mit­zu­lau­fen, um in Bewe­gung zu blei­ben, sehe ich nicht als Alter­na­ti­ve. Im übri­gen muss ich nicht ste­hen blei­ben: Tere­sa von Avi­la im Ori­gi­nal zu lesen ist berei­chernd und span­nend, die Enzy­kli­ken, Lehr­schrei­ben der vor­kon­zi­lia­ren Päp­ste sind durch­aus anstren­gend, aber es lohnt sich. Die unter­schied­li­che Theo­lo­gie zwi­schen dem über­lie­fer­ten Ritus und der Mes­se Paul VI. zu ver­ste­hen, ist eine Her­aus­for­de­rung. Ich brau­che mehr als mein Leben, um die rei­che katho­li­sche Ver­gan­gen­heit aus­zu­schöp­fen, das Ziel errei­che ich nicht. Von Ste­hen­blei­ben kann kei­ne Rede sein.

    • @ zeit­los
      wie oben bei Mon­sieur Bon­jour schon ange­merkt: dan­ke für Ihre Beschrei­bung der psy­cho­lo­gi­schen Aus­gangs­la­ge wäh­rend des Kon­zils für Men­schen wie Lefèbvre… ich den­ke, so war es wohl…

      Anson­sten: nein: ich ver­wechs­le nicht die Sedis mit den FSSPXern. Aber ich behaup­te, dass Unge­hor­sam gegen den Papst bei vol­ler Aner­ken­nung der Recht­mä­ßig­keit eines Pap­stes unlo­gisch ist. Okay?

      Das mit dem „Ste­hen­blei­ben“ habe ich so pola­ri­siert natür­lich nicht gemeint, wie Sie es dar­stel­len. Ich mein­te, dass man unwei­ger­lich abhängt, wenn das noch lan­ge so wei­ter­geht. Ich lese wie Sie die alten Ezy­kli­ken und die Mysti­ke­rin­nen und Kir­chen­vä­ter und ich kom­me wie Sie an kein Ende. Aber irgend­wie soll­te sich dies als frucht­bar erwei­sen für die Kir­che, einen Aus­schlag ins Außen neh­men, sozu­sa­gen ein par­al­le­les Ent­wick­lungs­pro­gramm neben dem unge­nieß­ba­ren, frucht­lo­sen, libe­ra­len Ein­heits­brei bie­ten. Ver­ste­hen Sie, was ich mei­ne? Ein stän­di­ges Sich-Auf­re­gen über das Ver­gan­ge­ne, das ins Jetzt wirkt, eine per­ma­nen­te Abwehr­hal­tung — das ist zu wenig.
      Das war ja das Fas­zi­nie­ren­de an den Fran­zis­ka­nern der Imma­ku­la­ta, dass sie in die Zeit hier und jetzt eine ganz neue Ver­ar­bei­tung des Tra­di­tio­nel­len geschafft haben und so auch die Jugend anspre­chen konn­ten. Sie hät­ten inner­halb und aner­kannt von der Kir­che den gan­zen nach­kon­zi­lia­ren Alp­traum ein­fach ver­las­sen, wie man aus einem Hor­ror­film im Kino raus­geht und drau­ßen wei­ter­macht, kon­struk­tiv, maria­nisch, mis­sio­na­risch, auf allen Ebe­nen vor­wärts­drän­gend und dies in vol­ler Gemein­schaft mit Tra­di­ti­on und Kir­che — unter Bene­dikt XVI. Tja. Und genau des­we­gen hat F. zual­ler­erst gegen sie los­ge­schos­sen. Weder die FSSP noch die FSSPX stel­len die­ses „Gefah­ren­po­ten­ti­al“ dar für F.
      Aller­dings kann es sein, dass er nun nach und nach alles, was nur ent­fernt tra­di­tio­nell denkt, platt­tritt. Man muss damit rech­nen. Aber das „Gefähr­li­che“ an den FI war ihre Inte­griert­heit in der Kir­che, ihre Jugend­kraft und ihre Tra­di­ti­ons­ver­bun­den­heit — alle drei Ele­men­te zusam­men.

    • Man könn­te nach ihren Aus­füh­run­gen wer­ter Zeit­los hier
      Nur dür­fen wir doch heu­te nicht die mensch­lich-psy­cho­lo­gi­sche Situa­ti­on ver­ges­sen: Ein abso­lut papst­treu­er Prä­lat sieht sich mit der Situa­ti­on kon­fron­tiert, dem Papst zu wider­spre­chen, sei­ne Unter­schrift zu ver­wei­gern, obwohl der Papst den Doku­men­ten bereits zuge­stimmt hat­te. Men­schen machen doch in Kri­sen­si­tua­tio­nen Ent­wick­lun­gen durch. Inne­re Ent­wick­lun­gen müs­sen auch zeit­lich rei­fen. Ich ken­ne es übri­gens aus eige­ner Erfah­rung.
      Erz­bi­schof Lef­eb­v­re war den vor­kon­zi­lia­ren Päp­sten in abso­lut tie­fer Treue ver­bun­den. Die Erfah­rung löst einen Schock aus, wenn er fest­stel­len muss, dass die Päp­ste sich plötz­lich gegen die Leh­re ihrer Vor­gän­ger stel­len. Das muss ver­ar­bei­tet wer­den, das kann Jah­re in Anspruch neh­men.
      Im übri­gen ist es in „Not­fäl­len“ erlaubt, dem Papst zu wider­spre­chen, es ist katho­li­sche Leh­re, dass der Papst nur unfehl­bar ist, wenn er ex cathe­dra spricht. Das ist nach dem 1. Novem­ber 1950 nicht mehr gesche­hen.
      Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat sich nicht vom Papst getrennt, er wur­de getrennt.

      ein­fach fest­stel­len das wir uns immer noch oder wie­der in der glei­chen Situa­ti­on wie Lef­eb­v­re fin­den.

  20. Die­ser rich­ti­gen Dar­stel­lung aus katho­li­scher Sicht ist nichts ent­ge­gen zu set­zen. Zwei­fel an der Katho­li­zi­tät der FSSPX sind daher nicht gerecht­fer­tigt.

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