[Update] Kardinal Kaspers Denkkapriolen und die Quotenkatholiken mit ständig leerem Akku

Kardinal Kaspers Denkkapriolen und Christine Haidens Akatholizität(Wien/Berlin) Zum The­ma Reli­gi­on ver­öf­fent­lich­te die Inter­net­sei­te des Öster­rei­chi­schen Rund­funks am Don­ners­tag zwei Berich­te. Sie bie­ten einen per­fek­ten Quer­schnitt des­sen, wie in Redak­tio­nen welt­li­cher Medi­en, auch sol­chen, die einem beson­de­ren öffent­li­chen Auf­trag unter­lie­gen, über Reli­gi­on und vor allem über die Katho­li­sche Kir­che gedacht wird. Die The­men­aus­wahl und deren Auf­be­rei­tung offen­ba­ren, wes Gei­stes Kind die Mei­nungs­fä­den zieht. Im kon­kre­ten Fall geht es um Kar­di­nal Kas­pers Schwenk ist das Lager der inner­kirch­li­chen Rebel­len zum The­ma wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner. Der Kar­di­nal lie­fert dabei Denk­ka­prio­len über die Kir­che, die stau­nen las­sen. Dazu noch der Kom­men­tar einer katho­li­schen Frau­en­ver­tre­te­rin, die zu jenen in den welt­li­chen Medi­en gedul­de­ten Quo­ten­ka­tho­li­ken gehört, die sich gewünscht „kir­chen­kri­tisch“ und vor allem aka­tho­lisch äußern.

Kaspers Denkkapriole, die Heinrich VIII. zum Opfer kirchlicher „Diskriminierung“ macht …

Im deut­schen Sprach­raum häu­fen sich die Stim­men, die es in der Kir­che zur offe­nen Kon­fron­ta­ti­on kom­men las­sen wol­len. Durch den Amts­ver­zicht von Papst Bene­dikt XVI. und der Wahl von Papst Fran­zis­kus ist ein Kli­ma ent­stan­den, das die ins Alter gekom­me­nen Pro­gres­si­ven Mor­gen­luft wit­tern läßt. Es scheint, als wür­den sie sich für eine End­schlacht sam­meln, in der es um alles oder nichts geht. Nach einem ersten Vor­ta­sten zu ver­schie­de­nen The­men wie Frau­en­prie­ster­tum, Kar­di­nä­lin­nen, Auf­he­bung des Zöli­bats, kon­zen­triert sich der Kampf inzwi­schen auf die Fra­ge der Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ner zu den Sakra­men­ten. Durch eine Bre­sche soll die gesam­te pro­gres­si­ve Agen­da nach­ge­reicht wer­den.

Nach den Kar­di­nä­len Marx und Leh­mann und den Bischö­fen Zollitsch, Acker­mann und Fürst stell­te sich nun auch Kar­di­nal Wal­ter Kas­per auf die Sei­te der Rebel­len. Der bereits eme­ri­tier­te, über 80jährige ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de des Päpst­li­chen Rats zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten sag­te laut der Ham­bur­ger Wochen­zei­tung Die Zeit zum The­ma wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne: „Ich den­ke, daß da Ände­run­gen und Öff­nun­gen not­wen­dig sind“. Das Blatt prä­sen­tiert den ehe­ma­li­gen deut­schen Kuri­en­kar­di­nal als „Ver­trau­ten“ von Papst Fran­zis­kus (sie­he dazu auch Die War­nung an Bene­dikt XVI. von einem … Kas­per – Anti-Ratz­in­ger-Pon­ti­fi­kat in Pla­nung).

.… und die Hinrichtung des Heiligen Thomas Morus zur Notwehr

Der Kar­di­nal gab zu ver­ste­hen, daß er sich einen „Kurs­we­chel“ in Rom erwar­te und die­sen auch wün­sche, denn es müs­se auch für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne mög­lich sein „wie­der voll am christ­li­chen und kirch­li­chen Leben teil­zu­neh­men“, so der Kar­di­nal. Den radi­ka­len Ein­griff in die katho­li­sche Ehe­leh­re begrün­de­te der Kar­di­nal unter Hin­weis auf die „Barm­her­zig­keit“: „Was bei Gott mög­lich ist, näm­lich Ver­ge­bung, das soll­te auch in der Kir­che gelin­gen.“ Die Glau­bens­leh­re dür­fe nicht dazu miß­braucht wer­den, Ein­zel­ne zu „dis­kri­mi­nie­ren“, zitier­te etwa der Öster­rei­chi­sche Rund­funk den Kar­di­nal.

Damit spielt auch der Kar­di­nal jene Flö­te, die Jesu Gebot gegen Got­tes Barm­her­zig­keit auspielt, wobei die Barm­her­zig­keit das Gebot als sol­ches auf­he­be. Ein neu­er Zun­gen­schlag, an dem Papst Fran­zis­kus nicht unschul­dig ist mit sei­ner „pasto­ra­len“ Schwer­punkt­set­zung. Folgt man den Denk­ka­prio­len des Kar­di­nals, dann habe die Katho­li­sche Kir­che 2000 Jah­re die Men­schen mit dem Ehe­sa­kra­ment „dis­kri­mi­niert“. König Hein­rich VIII. war dem­nach kein Kir­chen­spal­ter und die von ihm hin­ge­rich­te­ten Tho­mas Morus und John Fisher auch kei­ne Mär­ty­rer und Hei­li­gen. Hein­rich VIII. war viel­mehr das Opfer einer „dis­kri­mi­nie­ren­den“ Kir­che, der sich in Not­wehr sei­nes Lord­kanz­lers und des kir­chen­treu­en Kar­di­nals erwehr­te, die ihn wei­ter dis­kri­mi­nie­ren woll­ten.

Quotenkatholiken mit leerem Katholizitäts-Akku

Damit zur zwei­ten Mel­dung: Katho­lisch Halb­ge­bil­de­te und blo­ße Eti­ket­ten­ka­tho­li­ken tre­ten im Namen der Katho­li­schen Kir­che auf und bestim­men weit­ge­hend das „katho­li­sche“ Bild in den welt­li­chen Medi­en. Chri­sti­ne Hai­den, die Chef­re­dak­teu­rin der kir­chen­steu­er­fi­nan­zier­ten Welt der Frau, her­aus­ge­ge­ben von der Katho­li­schen Frau­en­be­we­gung Öster­reichs stell­te dies erneut unter Beweis. Hai­den for­der­te in einem Gast­kom­men­tar für eine Tages­zei­tung die „Gleich­stel­lung von Mann und Frau in allen Berei­chen der Kir­che“. Gesche­he dies nicht, so ihre her­ab­las­sen­de Mah­nung, mit der sie sich gleich über den Papst erhob, wür­den auch alle „Reform­ver­su­che“ von Papst Fran­zis­kus „ober­fläch­lich“ blei­ben. „Vie­le struk­tu­rel­le Pro­ble­me der der­zei­ti­gen Kir­che — auch jener aus­ufern­de Kle­ri­ka­lis­mus, den der Papst kon­sta­tiert — hän­gen mit der Sepa­ra­ti­on der Geschlech­ter zusam­men“, will Hai­den wis­sen.

In welt­li­chen Tages­zei­tun­gen, Wochen­ma­ga­zi­nen und im öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk kom­men zum The­ma Kir­che, bis auf sel­te­ne Aus­nah­men, nur die „übli­chen Bekann­ten“ als Gast­kom­men­ta­to­ren zu Wort. Voll­mun­di­ge, im Namen der Kir­che auf­tre­ten­de „Exper­ten“, deren Aus­sa­gen sich vor allem dadurch kenn­zeich­nen, daß ihr Katho­li­zi­täts-Akku stän­dig leer zu sein scheint. So auch Hai­den, die zu einem der eben­so übli­chen, geist­lo­sen „Gedan­ken­ex­pe­ri­men­te“ ein­lädt: „Was wäre, wenn die Päp­stin einer Kir­che…“. Spä­te­stens an die­ser Stel­le weiß der noch eini­ger­ma­ßen gesun­de katho­li­sche Men­schen­ver­stand, daß jedes Wei­ter­le­sen rei­ne Zeit­ver­geu­dung ist. Die Autorin tritt für alles mög­li­che ein, nur nicht für den katho­li­schen Glau­ben und die Katho­li­sche Kir­che.

Dreiste „Gedankenexperimente“ wie sie schon die Apostel von Besserwissern zu hören bekamen

Der Rest ist auch bei Hai­den dreist-anma­ßen­de Beleh­rung im ewig empört-lar­moy­an­ten, for­dernd-arro­gan­ten Ton. Und man kann sich gut die vie­len jüdi­schen, heid­ni­schen, sek­tie­re­ri­schen Bes­ser­wis­ser der Zeit Jesu und der Apo­stel vor­stel­len, die schon damals Ihm und den Jün­gern erklä­ren woll­ten, daß alles doch ganz anders sei. Wie es für Jesus und für fast alle Apo­stel ende­te, das weiß man auch: Und bist du nicht wil­lig, so brauch ich Gewalt.

Jeder Tag, den eine sol­che Chef­re­dak­teu­rin mit Kir­chen­gel­dern län­ger im Amt bleibt und eine sol­che Zei­tung erscheint, ist ein ver­lo­re­ner Tag für Chri­stus und ein Scha­den für die Kir­che.

Intellektuell redliche Entscheidung notwendig: wer nicht katholisch sein will, sollte gehen

Pseu­do­ka­tho­li­ken wie Chri­sti­ne Hai­den wären vom Bischof vor­zu­la­den und vor eine kla­re, kor­rek­te und vor allem intel­lek­tu­ell red­li­che Alter­na­ti­ve zu stel­len: ent­we­der sie wol­len katho­lisch sein, dann haben sie sich gläu­big der kirch­li­chen Leh­re zu unter­wer­fen, die ihnen der Bischof groß­zü­gig und mit Geduld dar­le­gen soll­te, denn viel­leicht ken­nen sie sie ja wirk­lich nicht; oder sie wol­len nicht katho­lisch sein, dann soll­te man sie ihrem frei­en Wil­len ent­spre­chend ihrer Wege zie­hen las­sen. Le Loi, c’est moi mag ein geflü­gel­tes Wort der Mäch­ti­gen sein, den­noch gibt es kein La foi, c’est moi, weder für Hai­den noch für Theo­lo­gen a là  Paul Zuleh­ner oder Hans Küng und eben­so­we­nig für Kar­di­nä­le wie Marx, Leh­mann oder Kas­per, ja nicht ein­mal für einen Papst. Aka­tho­li­ken wie Hai­den unter fal­scher Flag­ge segeln zu las­sen, um eine ver­gif­te­te Pro­pa­gan­da zu ver­brei­ten, ist ein Ärger­nis vor Gott und den Gläu­bi­gen. Sie hilft kei­ner Frau und kei­ner Fami­lie katho­lisch zu sein und das Ewi­ge Leben zu gewin­nen.

Wo die Inhal­te ver­blas­sen und offen­sicht­lich selbst nicht mehr geglaubt wird, was Mut­ter Kir­che seit 2000 Jah­ren lehrt, wie es ihr von Chri­stus auf­ge­tra­gen wur­de, tre­ten „Struk­tur­re­for­men“ in den Vor­der­grund und domi­nie­ren die Sze­ne. Doch die erste und ein­zi­ge „struk­tu­rel­le“ Reform, die der Kir­che drin­gend Not tut, ist es, dafür Sor­ge zu tra­gen, daß über­all auch Katho­li­sches drin­nen ist, wo „katho­lisch“ drauf­steht, in Diö­ze­san­stel­len, Ver­bän­den, Medi­en, Fakul­tä­ten, Semi­na­ren. Wo dies nicht mög­lich sein soll­te, ist die ent­spre­chen­de Ein­rich­tung zuzu­sper­ren. Mit ande­ren Wor­ten ist dem größ­ten Eti­ket­ten­schwin­del aller Zei­ten ein Ende zu berei­ten, der sich auf allen Ebe­nen in der katho­li­schen Welt ein­ge­schli­chen hat. Folgt hier kei­ne Abhil­fe, darf sich nie­mand wun­dern, als letz­te die zustän­di­gen Diö­ze­san­bi­schö­fe, daß größ­te Ver­wir­rung dar­über herrscht, was denn eigent­lich katho­lisch ist und war­um die katho­li­sche Stim­me in der Welt nur mehr schwach oder ver­zerrt zu hören ist.

[Update] Die im Arti­kel genann­te Chef­re­dak­teu­rin von Welt der Frau, Chri­sti­ne Hai­den über­mit­tel­te nach­fol­gen­de Rich­tig­stel­lung: „Welt der Frau erhält kei­nen Cent Kir­chen­bei­trä­ge. Ihre Dar­stel­lung, dass es
sich um ein kir­chen­steu­er­fi­nan­zier­tes Medi­um han­delt, ist sach­lich zu 100 Pro­zent falsch. Wir finan­zie­ren uns aus­schließ­lich aus dem Ver­kauf von Abos, Büchern und Anzei­gen. Wir bekom­men auch kei­ne Pres­se­för­de­rung.“

Text: Mar­tha Weinzl/Giuseppe Nar­di
Bild: Mes­sa in Latino/Diözese Linz

23 Kommentare

  1. Wie mir die­se stän­di­ge, pene­tran­te Ket­ze­rei von allen Sei­ten inner­halb (nicht außer­halb wohl­ge­merkt!) der katho­li­schen Kir­che auf die Ner­ven geht. Die Scham­lo­sig­keit die­ser Leu­te im Ange­sichts des Herrn ist uner­träg­lich. Und sobald die vor Gift trie­fen­den poli­tisch-kor­rek­ten Begrif­fe der „Dis­kri­mi­nie­rung“ und „Tole­ranz“ im Zusam­men­hang mit der ewi­gen Wahr­heit Got­tes auf­tau­chen, weiß ich, daß die Frei­mau­rer fast voll­stän­dig das Ruder über­nom­men haben.

  2. Die stän­di­gen Über­tre­tun­gen gewis­ser Per­so­nen, gera­de auch in der Lit­ur­gie, sind Pro­gramm die­ser Ideo­lo­gen. Sie ken­nen nur ihr eige­nes Selbst als Maß­stab. Auch die­ses Reden von „Bezie­hung“ zu Chri­stus lässt erken­nen, wie hohl das alles ist. Das Pro­blem dabei ist, sie selbst erfas­sen nicht in die Fül­le des Lebens, und ande­ren ver­mas­seln sie es auch! Es ist wie erwei­ter­ter Selbst­mord im See­li­schen, ande­re Men­schen wer­den mit­ge­ris­sen. Die­ses zwang­haf­te Heils­den­ken bringt soviel Irres, auch in die Bezie­hun­gen von Men­schen unter­ein­an­der. Irgend­wann kön­nen wir leer­ste­hen­de Kir­chen als „Frau­en­häu­ser für Katho­li­ken“ ein­rich­ten, wo katho­lisch Getauf­te von zwang­haf­ten Barm­her­zig­keits­vor­stel­lun­gen befreit wer­den und wo sie als Mensch wie­der ihre Wür­de erhal­ten und ernst­ge­nom­men wer­den. Lie­be ohne Frei­heit gibt es näm­lich nicht!

    • Sie reden in Ver­spie­ge­lun­gen! Nen­nen Sie Ross und Rei­ter. So wie es dasteht, kann man rein- und raus­le­sen, was man will?!
      Wer sind „die­se Ideo­lo­gen“ — Kas­per & Co oder Tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne?

  3. Machen wir uns doch nichts vor. Fran­zis­kus ist ein Mann die­ses theo­lo­gi­schen Kas­pers, das hat er selbst bei sei­nem ersten Ange­lus unüber­hör­bar und wohl mit Signal­cha­rak­ter ver­kün­det. Die Plä­ne zur Ein­füh­rung der Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen, als — wie es der Arti­kel ganz rich­tig bemerkt — Bre­sche für die Nach­rei­chung der gesam­ten anti­ka­tho­li­schen Agen­da, sind längst von höch­ster Stel­le abge­seg­net. Alle Bera­tun­gen, Kom­mis­sio­nen, Syn­oden und Befra­gun­gen sind nur Thea­ter­don­ner. Spä­te­stens nach der Bischofs­syn­ode 2014 wird sie offi­zi­ell von Rom ver­kün­det wer­den. Des­halb auch das drei­ste Vor­ge­hen der Frei­bur­ger, die, so wie auch Schül­ler in Wien, nur die Rol­le einer Vor­hut spie­len. Es wird Zeit, dass sich (noch) katho­lisch den­ken­de Theo­lo­gen, Bischö­fe und Kar­di­nä­le zusam­men­schlie­ßen und sich gegen die dro­hen­de Auf­ga­be des Ehe­sa­kra­men­tes öffent­lich zur Wehr set­zen. Nicht mehr und nicht weni­ger ist jetzt zu tun, auf dass die gesun­de Leh­re und damit die römisch-katho­li­sche Kir­che wei­ter bestehe!

  4. Dan­ke der Redak­ti­on für die­sen klaren,überfälligen Artikel.unglaublich,wenn gewis­se Schleu­sen des Unglau­bens geöff­net sind-mit welch ele­men­ta­rer Wucht das die hei­li­ge katho­li­sche Kir­che trifft.ich spre­che da nur von den pus­ill­ani­mes, von den ganz ein­fa­chen Menschen,die ein­fach nur im Glau­ben Chri­stus und sei­ner Kir­che anhan­gen wol­len, ihr Leben dar­an fest­ma­chen wol­len- was sol­che unver­schäm­te auf­rüh­re­ri­sche Auf­trit­te in den Mas­sen­me­di­en verursachen.Mir ist ein­fach schlei­er­haft wie sol­che Leu­te von Kir­chen­gel­dern bezahlt wer­den und wie solch einer Kar­di­nal sein und blei­ben kann(sollte der Pur­pur nicht ver­pflich­ten, für die Kir­che sogar sein Leben, Leib und Blut hin­zu geben?)nb. ich sehe die­sen Günst­ling immer noch wie er in der Erlö­ser­kir­che in Mos­kau wäh­rend eines erha­be­nen Got­tes­dien­stes sich vor der Zeit aus der Kir­che stahl.Es gibt Men­schen, die den Weihrauch,den Glanz und die Freu­de an Gott im Kul­tus nicht ver­tra­gen.
    dass sol­che Din­ge unwi­der­spro­chen hin­ge­nom­men wer­de ist skan­da­lös und unbe­greif­lich.

  5. Ich den­ke wir erle­ben noch den Ueber­tritt Bene­dikts zur FSSPX.

    „Dan­ke Vati­ka­num II“ das war gan­ze Arbeit.
    Das 3.Geheimnis Fati­mas wird auch durch das Ver­schwei­gen nicht bes­ser.
    Es Kann sich nur um die­ses Kata­stro­phen Kon­zil gehan­delt haben.
    Joh. 23 letz­te Wor­te auf dem Ster­be­bett sol­len gewe­sen sein „Stop that Coun­cil“
    Satan hat fast gewon­nen, komm Herr Jesus und ret­te Dei­ne Kir­che !

  6. Ja, es sieht wirk­lich so aus, dass die in die Jah­re gekom­me­nen Pro­gres­si­sten „Mor­gen­luft wit­tern“ und den Selbst­zer­stö­rungs­pro­zess zu Ende füh­ren, der schon lan­ge im Gan­ge ist.
    Pius X. ist es gelun­gen, den Moder­nis­mus ein­zu­däm­men, in Schach zu hal­ten, end­gül­tig stop­pen konn­ten ihn sei­ne Nach­fol­ger nicht mehr
    Wäre der jun­ge, bril­lan­te Theo­lo­ge und Vor­sit­zen­de der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, Guisep­pe Kar­di­nal Siri Papst gewor­den statt des Erz­bi­schofs von Mai­land, Kar­di­nal Mon­ti­ni, hät­te er die Kraft gehabt, sich den Pro­gres­si­sten und ihrer Medi­en­macht ent­ge­gen­zu­stem­men?
    Wir wis­sen es nicht.
    Wir wis­sen auch nicht, was die Pro­gres­si­sten nach geta­ner Arbeit übrig las­sen. Meh­re­re Genera­tio­nen von Katho­li­ken sind in einer Kir­che auf­ge­wach­sen, die den Glau­ben nur noch rudi­men­tär ver­kün­det, die sich über theo­lo­gi­sche Grund­be­grif­fe, z.B. „Barm­her­zig­keit“ nicht mehr einig ist. Eine ellen­lan­ge Liste lie­ße sich anfü­gen.
    Ehr­lich gesagt bin ich es leid, Kla­gen zu hören über die jün­ge­ren Katho­li­ken mit dem „lee­ren Glau­bens­ak­ku.“ Wenn er dau­ernd vom Netz getrennt ist, wie soll er auf­ge­la­den sein?
    Für mich stellt sich die Fra­ge: Wer baut — nach mensch­li­chem Ermes­sen — die­se Kir­che wie­der auf?
    Wenn Tra­di­ti­ons­treue mei­nen, nicht über Joseph Ratz­in­ger — Bene­dikt XVI. hin­aus­ge­hen zu dür­fen, wenn sie mei­nen, die „Kon­zils­kir­che“ lie­ße sich refor­mie­ren, dann geht der Nie­der­gang wei­ter. Auch wenn die altern­den Pro­gres­si­sten ihr irdi­sches Leben been­det haben.

  7. In Evan­ge­lii gau­di­um ist zu lesen:
    40. […] Außer­dem gibt es inner­halb der Kir­che unzäh­li­ge Fra­gen, über die mit g r o ß e r Frei­heit geforscht und nach­ge­dacht wird. Die ver­schie­de­nen Rich­tun­gen des phi­lo­so­phi­schen, theo­lo­gi­schen und pasto­ra­len Den­kens kön­nen, wenn sie sich vom Geist in der gegen­sei­ti­gen Ach­tung und Lie­be in Ein­klang brin­gen las­sen, zur Ent­fal­tung der Kir­che bei­tra­gen, weil sie hel­fen, den äußerst rei­chen Schatz des Wor­tes bes­ser deut­lich zu machen. Den­je­ni­gen, die sich eine mono­li­thi­sche, von allen ohne Nuan­cie­run­gen ver­tei­dig­te Leh­re erträu­men, mag das als Unvoll­kom­men­heit und Zer­split­te­rung erschei­nen. Doch in Wirk­lich­keit hilft die­se Viel­falt, die ver­schie­de­nen Aspek­te des uner­schöpf­li­chen Reich­tums des Evan­ge­li­ums bes­ser zu zei­gen und zu ent­wickeln.

    Fran­ce­so Cola­femmi­na sprach von dem Unter­schrei­ber die­ses apo­sto­li­schen Schrei­bers, er sei ein Chaos­papst und wie es scheint, der erste Rela­ti­vist auf dem Papst­thron. Sei­ne Auf­ga­be sei es Tohu­wa­bo­hu zu erzeu­gen. Sein Regie­rungs­pro­gramm aber sei eine „Revo­lu­ti­on“.

    Die Steil­vor­la­ge für K.Kaspers Äuße­run­gen dürf­te sich nicht zuletzt aus die­sem Text erge­ben.
    Haupt­sa­che die gegen­sei­ti­ge Lie­be wird beach­tet, die unfehl­ba­re Leh­re Kir­che darf man um der Ver­stän­di­gung wil­len und der Beru­fung auf ‚Barm­her­zig­keit‚ über Bord wer­fen.
    Der Hei­li­ge Geist durf­te sich bereits ver­ab­schie­den, wie bezüg­lich des VKII nur noch der ‚Geist des Kon­zils‚ zählt.

    Das Lesen die­ses Abschnit­tes der „Exhor­ta­ti­on“ hat­te bei mir den gegen­tei­li­gen Effekt von auf­bau­end.

  8. Ich kann mir den sar­ka­sti­schen Vor­schlag nicht ver­knei­fen, aus Grün­den der neu­en Barm­her­zig­keit das Fest der Ent­haup­tung des hl. Johan­nes des Täu­fers zu erset­zen durch das Gedächt­nis des Lie­bes-Ehe­paa­res Hero­des und Mariam­ne.

  9. Ich fürch­te, nach den äuße­ren Kräf­te­ver­hält­nis­sen zu urtei­len wird es umge­kehrt lau­fen: wer „stur“ römisch-katho­lisch blei­ben will, wird aus der neu­en Kir­che aus­ge­schlos­sen.

    • Man braucht nur die heu­ti­ge Fran­zis­kus-Per­le über trau­ri­ge Chri­sten, die Angst haben, dem Hei­li­gen Geist die Türe zu öff­nen, zur Kennt­nis neh­men und man weiss, wohin der Zug fährt. Wer nicht auf­springt, wird zurück­ge­las­sen, wer gar die Not­brem­se zieht, wird vom fah­ren­den Zug gewor­fen. Es grenzt an Dem­ago­gie, wie die­ser Mann mit sei­nen pro­pa­gan­di­sti­schen und theo­lo­gisch frag­wür­di­gen Anspra­chen mah­nen­de Stim­men bereits im Vor­feld deklas­siert. Da zeigt die­ser zärt­li­che Gott Ber­go­gli­os plötz­lich sei­ne eis­kal­te und bru­ta­le Frat­ze.

      • Ich lese die­se Per­len, die­ses Mach­werk aus Pla­stik, schon gar nicht mehr.
        Und den Song von den Trau­ri­gen oder Hals­star­ri­gen, die den Hei­li­gen Geist nicht ein­las­sen, den kann ich in- und aus­wen­dig.

        Man mag ja den­ken, wie man will, aber das Niveau aus der Casa Sanc­tae Marthae ist ein­fach nur pri­mi­tiv.

        Wenn man nach dem geht, was F. sagt und tut, kann er nicht von IHM sein. Punkt.
        Man fragt sich, inwie­fern er Papst ist.
        Bei jedem ande­ren von die­ser Art wäre man da rigo­ro­ser…
        Und ich beto­ne immer wie­der: wie sehr wünsch­te ich, es wäre anders und geden­ke Bene­dikts hin­ter den Mau­ern, für den ich täg­lich immer noch als für den Hei­li­gen Vater bete…

        • Es mag pri­mi­tiv erschei­nen, aber es ist von höch­ster Raf­fi­nes­se!

          Bei Bene­dikt gibt es nur zwei Mög­lich­kei­ten, ent­we­der er woll­te die Kir­che wirk­lich mit Hil­fe der Tra­di­ti­on ret­ten, dann ist er eine tra­gi­sche Gestalt, die unse­re Hoch­ach­tung und unse­re Ver­eh­rung ver­dient. Oder aber er ver­folg­te die­sel­ben Zie­le, nur mit ande­ren Mit­teln, dann war sein Rück­tritt frei­wil­lig und nur kon­se­quent, als er bemerk­te, dass es ihm nicht gelang, den unab­hän­gi­gen Teil der Tra­di­ti­on in den zweit­va­ti­ka­ni­schen Weg ein­zu­bin­den.

          Per­sön­lich ten­die­re ich zu Ver­si­on eins.

          • Wenn er die Tra­di­ti­on hät­te ret­ten wol­len, dann wäre es mög­lich gewe­sen mit der Ein­glie­de­rung der Pius­bru­der­schaft auf eine fai­re Wei­se (Per­so­nal­ord­nia­ri­at). Ich fürch­te, er woll­te trotz aller Män­gel die neue Mes­se nicht ver­wer­fen. Die­ses Sowohl als Auch der bei­den ein­an­der teil­wei­se wider­spre­chen­den Riten ist eine Kata­stro­phe.

            Zitat aus der DT vom 5.12.13 über Karl Barth: „Irri­tie­rend fand der Schwei­zer [Barth] die Fähig­keit des Deut­schen [Ratz­in­ger], die Fra­gen auch da mit einem einerseits/andererseits zu beant­wor­ten, wo er entweder/oder sagen wür­de.“

          • Ich glau­be, die Tra­gik des Theo­lo­gen Papst Bene­dikt, den ich als Mensch sehr schät­ze, liegt dar­in, daß er nicht fähig war, sich von dem, was er als falsch erkannt hat­te, zu tren­nen. Abzu­schnei­den. Er hat statt des­sen ver­sucht, es durch Gedan­ken­akro­ba­tik irgend­wie zu inte­grie­ren, doch noch stim­mig zu machen. Das sehe ich nicht nur bzgl. der Lit­ur­gie, son­dern auch in Bezug auf die Öku­me­ne, auf das Reli­gi­ons­tref­fen in Assi­si.
            Ein gro­ßer Den­ken ist oft kein Mann der Tat. Wer das von sich weiß, der nimmt sich als Mit­ar­bei­ter einen Prak­ti­ker, der ähn­lich denkt und die Din­ge umzu­set­zen ver­mag. Das ist Bene­dikt durch die Wahl von Bischof Mül­ler, der die Lit­ur­gie­re­form heu­te noch ver­klärt, zum Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on nicht gelun­gen.

          • Ich gehe nach wie vor davon aus, dass anfäng­lich ein Per­so­nal­or­di­na­ri­at für die gesam­te Tra­di­ti­on, also FSSPX und Eccle­sia Dei Gemein­schaf­ten, geplant war. Als Vor­hut gegen die Beden­ken der Kon­zils­be­to­nie­rer dien­te „Angli­cano­rum coe­ti­bus“. Kurz vor Abschluß der Vor­be­rei­tungs­pha­se platz­te das Wil­liam­son Inter­view wie eine Bom­be und zer­stör­te das gan­ze Vor­ha­ben. Aber die­se Ver­si­on habe ich hier schon mehr­fach dar­ge­legt, ich will mich nicht wie­der­ho­len. Bit­te beden­ken: Bene­dikt saß zwi­schen allen Stüh­len. Einer­seits muss­te er die Progressisten/Konziliaren ruhig hal­ten, ande­rer­seits das Ver­trau­en der Tra­di­tio­na­li­sten gewin­nen, ein fast unmög­li­cher Spa­gat.

    • Ja, und was dann? Wo wer­den die Tra­di­ti­ons­treu­en noch Prie­ster fin­den, bei denen sie zu den Sakra­men­ten gehen kön­nen? Es gibt ja heu­te schon recht weni­ge Prie­ster, die noch ortho­dox sind. Und von die­sen wer­den noch­mal die­je­ni­gen weg­fal­len, die sich von der „neu­en Kir­che“, soll­te dies nicht durch ein Wun­der ver­hin­dert wer­den, nicht wil­lent­lich abset­zen. Denn wer meint, er kön­ne als Prie­ster, Bischof oder Laie in die­ser neu­en Kir­che blei­ben ohne nach und nach (auto­ma­tisch) den Glau­ben zu ver­lie­ren, der macht sich etwas vor. Man den­ke an die Fol­gen der Refor­ma­ti­on. Ein sowohl als auch wird es nicht län­ger geben kön­nen. Lang­sam schei­den sich die Gei­ster.

      Man sieht die Pro­ble­ma­tik jetzt schon an den Fran­zis­ka­nern. Wer dort immer noch meint, er kön­ne, um sein Gewis­sen zu beru­hi­gen (ubi Petrus ibi Eccle­sia) in der Kir­che Hei­mat haben, der wird sehr lei­den, ja, den Glau­ben auf­ge­ben müs­sen. P. Volpi ver­langt als Vor­aus­set­zung für den Ver­bleib im Orden die Aner­ken­nung, der Novus Ordo sei ein wahr­haf­ter Aus­druck der lit­ur­gi­schen Tra­di­ti­on(!) der Kir­che.

      Muß dann die kath. Welt, Prie­ster wie Lai­en, ein­mal bestä­ti­gen, daß die neue Kir­che, die jetzt immer mehr zum Vor­schein kommt, ein wahr­haf­ter Aus­druck der Tra­di­ti­on der Kir­che ist? Obwohl sie sich hör­bar und sicht­bar von der Tra­di­ti­on immer wei­ter ent­fernt?

  10. Ja, da schau her! Die ersten Ergeb­nis­se der Mit­glie­der­be­fra­gung lie­gen bereits vor und fal­len erwar­tungs­ge­mäß aus:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article122899065/Katholiken-bewerten-Lehre-der-Kirche-als-weltfremd.html
    Nun aber husch, husch, mei­ne Her­ren Bischö­fe! Jetzt haben sie die gewoll­te basis­de­mo­kra­ti­sche Schein­le­gi­ti­ma­ti­on, um Hand an die Leh­re der Kir­che zu legen und sie den herr­schen­den gesell­schaft­li­chen Nor­men anzu­pas­sen. Mein Gott, wären doch sol­che Advo­ka­tentricks und basis­de­mo­kra­ti­schen Win­kel­zü­ge der Kir­che schon frü­her ein­ge­fal­len, man­cher hät­te sich sein Mar­ty­ri­um erspa­ren kön­nen. Pfui Teu­fel, über die­se böse, fun­da­men­ta­li­sti­sche, angst­ver­haf­te­te, unbarm­her­zi­ge Kir­che vor dem zweit­va­ti­ka­ni­schen Früh­ling, die lie­ber ihre Kin­der in den Tod schick­te, als ein Jota an der über­lie­fer­ten Leh­re zu ändern!

    • @hicesthodie
      Auch wenn ich Ihren Zorn ver­ste­hen kann, man soll­te es mit der Iro­nie nicht über­trei­ben. Der letz­te Satz ist wirk­lich nicht gut.

      • Werte/r M.S., das ist weni­ger Iro­nie, als viel mehr eine Vor­weg­nah­me des­sen, was kom­men wird. Sie wer­den die­sen oder Sät­ze ver­gleich­ba­ren Inhalts bald, sehr bald von den höch­sten Wür­den­trä­gern der zweit­va­ti­ka­ni­schen Kir­che zu hören bekom­men und sie wer­den erle­ben, wie das „Volk“ ihnen dafür Bei­fall spen­det!

        • Ist mir schon klar. Wenn Sie gesagt hät­ten, man wird bald die alte Kir­che ver­teu­feln, dann hät­ten Sie sel­ber eine Distanz zu der Aus­sa­ge gelegt. So aber neh­men Sie, hicest­ho­die, sol­che Wor­te per­sön­lich in den Mund. Sie sagen etwas, was Sie nicht mei­nen. Das ist zwar heu­te gang und gäbe. Aber da Wor­te auch Kraft in sich haben, kann man durch Sar­kas­mus auch etwas kaputt machen, was man eigent­lich nicht tref­fen woll­te. Man nimmt die Zer­stö­rung, die durch ande­re viel­leicht ein­mal erfolgt, vor­weg, und nimmt auf sub­ti­le Wei­se dar­an teil. Eine Art Selbst­zer­stö­rung aus Ver­bit­te­rung oder Ver­zweif­lung. Dage­gen wer­den Sie jetzt pro­te­stie­ren, viel­leicht ist das auch von mir zu spitz­fin­dig. Aber ich muß sagen, ich habe auf­ge­hört, iro­nisch zu reden und etwas zu sagen, was ich nicht mei­ne.

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