Ariel Levi di Gualdo über das „deutsche“ Problem und ein faktisches Schisma

Don Ariel Stefano Levi di Gualdo auf einer Skultur in München(Mün­chen) Der streit­ba­re jüdi­sche Kon­ver­tit und katho­li­sche Prie­ster Ari­el Ste­fa­no Levi di Gual­do nahm zum „deut­schen“ Pro­blem in der Katho­li­schen Kir­che Stel­lung und spricht von einem fak­tisch bereits voll­zo­ge­nen Schis­ma. Kon­kret erin­nert er an sei­ne Erfah­run­gen vor eini­gen Jah­ren im Mün­chen von Erz­bi­schof Rein­hard Kar­di­nal Marx.

„Das eigent­li­che Pro­blem von Rein­hard Marx, Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing, ist jenes immer glei­che, das deut­sche Kir­chen­ver­tre­ter plagt: zuerst sind sie Deut­sche, dann viel­leicht Katho­li­ken, aber immer auf ihre Wei­se mit einer nicht aus­merz­ba­ren teu­to­ni­schen Hoch­nä­sig­keit. Grund dafür ist nicht etwa, daß sie im inner­sten Wesen das alte heid­ni­sche Ger­ma­nen­volk geblie­ben sind, das immer Rom gegen­über feind­lich geson­nen war, oder weil sie die Roma­ni­tas als Zen­trum und Motor der katho­li­schen Uni­ver­sa­li­tät ableh­nen. Grund dafür ist das Den­ken Mar­tin Luthers mit des­sen ‚Hier steh ich und kann nicht anders‘“, so Levi di Gual­do.

Zu Kar­di­nal Marx schrieb der römi­sche Prie­ster in die­sen Tagen „vom Ergeb­nis eines offen­sicht­li­chen, in gutem Glau­ben erfolg­ten Feh­lers zwei­er unter­schied­li­cher Päp­ste: Bene­dikts XVI., der ihn jung und auf­stre­bend auf den baye­ri­schen Erz­bi­schofs­stuhl beför­der­te und zum Kar­di­nal kre­ierte; und Fran­zis­kus, der ihn in sei­ner Kom­mis­si­on der soge­nann­ten acht Wei­sen haben woll­te.“

Und wei­ter: „Und da ich bestimm­te Pro­ble­me frü­her bereits behan­delt und dafür einen hohen Preis bezah­len muß­te, weil ich es gewagt hat­te, öffent­lich auf eini­ge, gelin­de gesagt, dor­ni­ge Ange­le­gen­hei­ten ein­zu­ge­hen, will ich auf zwei Kapi­tel mei­nes Buches Und der Teu­fel mach­te sich drei­ei­n­ig (E Sata­na si fece Tri­no) ver­wei­sen, in denen ich als Augen­zeu­ge und als Prie­ster Fak­ten und Situa­tio­nen von uner­hör­ter theo­lo­gi­scher und lit­ur­gi­scher Schwe­re schil­de­re, denen ich mich in unter­schied­li­chem Zusam­men­hang im Nor­den Euro­pas gegen­über­sah, vor allem im ‚katho­li­schen‘ Bay­ern, wo ich mich am läng­sten auf­hielt und des­sen wich­tig­ster Metro­po­litan­sitz bereits damals Erz­bi­schof Rein­hard Marx inne­hat­te und der untä­tig blieb, obwohl vor des­sen Augen Tag für Tag geschah, was ich nach Treu und Wis­sen beschrie­ben habe.“

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„Deutschland zwischen radikaler Säkularisierung und faktischem Schisma“

Wäh­rend mei­ner Auf­ent­hal­te in Deutsch­land fiel mir auf, wie mich die Ein­woh­ner Mün­chens auf der Stra­ße anschau­ten, als wür­den sie etwas ganz Merk­wür­di­ges sehen.
Alles wur­de mir mit einem Schlag klar, als es in einer Stra­ße der Alt­stadt zu fol­gen­der Epi­so­de kam …
„Hoch­wür­di­gen, sind Sie ein deut­scher Prie­ster?“
„Nein, ich bin ein ita­lie­ni­scher Prie­ster.“
Eini­ge Augen­blicke des Schwei­gens, dann ein schüch­tern­des Lächeln:
„Ich bin eine alte Katho­li­kin, Ehe­frau eines Ita­lie­ners, der schon eini­ge Jah­re tot ist. Ich erin­ne­re mich noch an die Zeit, als auch unse­re Prie­ster als Prie­ster geklei­det durch die Stra­ßen gin­gen …“
Dann lächel­te sie wie­der und stell­te die näch­ste Fra­ge:
„Wie lan­ge sind Sie schon in Mün­chen?“
„Seit zwei Mona­ten, aber ich wer­de noch eini­ge Zeit blei­ben.“
Erneut ein Lächeln mit einer wei­te­ren Fra­ge, die mich ver­blüff­te:
„Wie­vie­le Prie­ster, die wie Sie als Prie­ster geklei­det sind, sind Ihnen begeg­net?“
Ich blieb einen Moment nach­denk­lich und ant­wor­te­te dann:
„Um ehr­lich zu sein, kei­ner.“
Die alte Katho­li­kin, die sich noch dar­an erin­ner­te, als die Prie­ster als Prie­ster geklei­det in ihrer Stadt unter­wegs waren, lächel­te erneut:
„Da ich Ihre Groß­mutter sein könn­te, erlau­ben Sie mir einen Rat: blei­ben Sie wie Sie sind, ein Prie­ster, der für alle erkenn­bar ist“.

München, wo sich die Priester anonymisieren und Burkaträgerinnen das Bild prägen

Es ver­gin­gen wei­te­re Mona­te und tat­säch­lich begeg­ne­te ich nie einem auch als Prie­ster geklei­de­ten Prie­ster in den Stra­ßen von Mün­chen, das ich in Bür­chen umbe­nann­te, einem Wort­spiel mit Bur­ka, wie sie den Frau­en von einer bestimm­ten „isla­mi­schen“ Rich­tung auf­ge­zwun­gen wird, obwohl eine sol­che Klei­dung von füh­ren­den Reli­gi­ons­ver­tre­tern mehr­fach als nicht islam­kon­form erklärt wur­de. In man­chen isla­mi­schen Län­dern ist die­se Beklei­dung ver­bo­ten und es wird der Zutritt in öffent­li­che Loka­le, Uni­ver­si­tä­ten und sogar Moscheen in die­ser Auf­ma­chung unter­sagt. In der baye­ri­schen Stadt Bür­chen hin­ge­gen kom­men ver­schlei­er­te Frau­en beglei­tet von Män­nern und Kin­dern scha­ren­wei­se aus den Fünf-Ster­ne-Hotels, um in den teu­er­sten Juwe­lier­lä­den und Kunst­ate­liers der Stadt ein­zu­kau­fen. Auf der einen Sei­te sind die Prie­ster die­ser Stadt auf den Stra­ßen anonym in Zivil­klei­dung unter­wegs. Selbst die eif­rig­sten Prie­ster schei­nen in Kir­chen­klei­dung nicht wei­ter als zwei Meter vor ihre Kir­che zu tre­ten. Auf der ande­ren Sei­te haben die ver­schlei­er­ten, isla­mi­schen Frau­en die baye­ri­sche Haupt­stadt in das Bür­chen des Shop­pens ver­wan­delt.

In den kapi­ta­li­sti­schen Län­dern des ster­ben­den Euro­pas kauft man mit Petro­dol­lars alles, von Gold bis zur Gleich­gül­tig­keit gegen­über den Ver­let­zun­gen der wah­ren Men­schen­rech­te gan­zer Völ­ker, die von weni­gen Fami­li­en, die den gesam­ten Reich­tum eines Lan­des in Hän­den hal­ten, am Hun­ger­tuch gehal­ten wer­den. Begün­stigt wer­den sie dabei durch die still­schwei­gen­de Zustim­mung der Ver­tre­ter eines lai­zi­sti­schen Inte­gra­lis­mus in Euro­pa, die bereit sind, nicht für die wirk­li­chen, aber um so laut­star­ker für die soge­nann­ten „Men­schen­rech­te“ zu kämp­fen, wenn es dar­um geht, die Abtrei­bungs­pil­le zu lega­li­sie­ren, oder im Namen einer sakro­sank­ten Lai­zi­tät der Katho­li­schen Kir­che und den Katho­li­ken den Mund zu ver­bie­ten.
Da sind die Petro­dol­lars gern gese­hen, wäh­rend die Prie­ster die­ses einst katho­li­schen Bay­erns den Glau­ben zu einer Pri­vat­sa­che redu­ziert haben, die im Ver­bor­ge­nen hin­ter den abge­schlos­se­nen Kir­chen­mau­ern gefei­ert wird, aber nicht mehr auf den Plät­zen der Glau­bens­zeu­gen.

Als Priester wie Exoten bestaunt

Nach die­sen Mona­ten ende­te mei­ne Ein­sam­keit durch die Ankunft eines eng­lisch­spra­chi­gen Mit­bru­ders und Stu­di­en­kol­le­gen in Rom. Als wir zum ersten Mal gemein­sam durch das Stadt­zen­trum spa­zier­ten, sag­te mein Mit­bru­der nach einer Wei­le:
„Wie man uns hier anschaut, scheint es, als wür­den wir uns auf dem Lauf­steg einer Mode­schau bewe­gen. Solan­ge die Frau­en schau­en, fällt das noch unter die Regeln der Natur, wenn aber auch die Män­ner schau­en, beginnt mich die Sache zu beun­ru­hi­gen.“

Ich beru­hig­te ihn und erzähl­te ihm von mei­nen Erfah­run­gen und daß der Grund ein­fach der ist, daß sie kei­ne Prie­ster zu Gesicht bekom­men. Die Alten, die sich noch erin­nern, schei­nen sich zu den­ken: „Sie sind doch noch nicht aus­ge­stor­ben.“ Und die Jun­gen, die so etwas nie gese­hen haben, schau­en ein­fach erstaunt und neu­gie­rig.

Als wir von der Maxi­mi­li­an­stra­ße auf den Max-Joseph-Platz kamen, flü­ster­te mein Mit­bru­der: „Der da hat uns sogar pho­to­gra­phiert“.
„Gewöhn dich dar­an, ich ach­te nicht mehr dar­auf“, war mei­ne Ant­wort.
Er dar­auf: „Dabei tra­gen wir ja nur einen schwar­zen Cler­gy­man. Stell dir vor, wir wären in der Sou­ta­ne unter­wegs. Das gäbe wohl einen Platz auf der Titel­sei­te der Zei­tun­gen: ‚Am Max-Joseph-Platz zwei Außer­ir­di­sche gesich­tet“. […]

Die Schwierigkeiten eines fremden Priesters, zelebrieren zu können

So berich­te­te ich mei­nem Mit­bru­der: „In die­ser Gegend habe ich es nie geschafft, mit den Ortsprie­stern in Kon­takt zu tre­ten, die ich nicht ken­ne und nie ken­nen­lern­te: vor allem sollst du wis­sen, daß ich auch Schwie­rig­kei­ten hat­te, was die Gast­freund­lich­keit anbe­langt, die Hei­li­ge Mes­se zele­brie­ren zu kön­nen. Schwie­rig­kei­ten, die ich mir als Prie­ster in Viet­nam, in der Volks­re­pu­blik Chi­na oder in Sau­di-Ara­bi­en, aber nicht im ‚katho­li­schen‘ Bay­ern erwar­tet hät­te. Als ich anfangs noch nicht imstan­de war, die Hei­li­ge Mes­se mit dem deut­schen Mis­sa­le zu fei­ern, bat ich die Ordens­leu­te, die mich höf­lich, aber mit völ­li­ger Distan­ziert­heit beher­berg­ten, mehr­fach, ob sie mir hel­fen könn­ten. Doch kei­ner woll­te, obwohl sie Zeit hat­ten sich vie­len ande­ren katho­li­schen, nicht-katho­li­schen und ludi­schen Din­gen zu wid­men. Gott sei Dank setz­ten mich die Münch­ner Jesui­ten, kon­tak­tiert von jenen in Rom, mit einem ihrer alten Mit­brü­der in Ver­bin­dung, der mir sei­ne Zeit und sein Wohl­wol­len schenk­te und mir vor allem auch eine der Kapel­len der Gesell­schaft Jesu an der Uni­ver­si­tät zur Ver­fü­gung stell­te, wo ich die Hei­li­ge Mes­se zele­brie­ren konn­te. Es ist das Ver­dienst die­ses Jesui­ten, wenn ich heu­te mit ange­mes­se­ner sprach­li­cher Wür­de auf Deutsch zele­brie­ren kann und vor allem, daß ich in Mün­chen über­haupt zele­brie­ren konn­te. […]“

Der Liturgiemißbrauch in der Pfarrei St. Bonifaz

Die umgebaute St. Bonifaz-Kirche in München, der Altar in der Gemeinschaftsarena als ultimativer anthropozentrischer "Schrei"Dann erzähl­te ich ihm: „Gestern abend erzähl­te der Pfar­rer der mit der Abtei, in der wir wohn­ten [Bene­dik­ti­ner­ab­tei St. Boni­faz], ver­bun­de­nen Pfar­rei, in der mir in den Mona­ten nie erlaubt wor­den war die Hei­li­ge Mes­se zu zele­brie­ren, weder in der Kir­che noch in einer der zahl­rei­chen Kapel­len und schon gar nicht vor dem Volk, zufrie­den, daß ab näch­sten Sonn­tag die Pre­digt von einer net­ten Frau gehal­ten wird.“

Die Homi­lie, die wäh­rend der Fei­er der hei­li­gen Mes­se gehal­ten wird und Teil der Lit­ur­gie selbst ist, „wird in der Regel vom zele­brie­ren­den Prie­ster gehal­ten oder von ihm einem kon­ze­le­brie­ren­den Prie­ster oder manch­mal, wenn dies ange­bracht erscheint, auch einem Dia­kon über­tra­gen, nie­mals aber einem Lai­en. In beson­de­ren Fäl­len kann die Homi­lie aus einem gerech­ten Grund auch von einem Bischof oder einem Prie­ster gehal­ten wer­den, der an der Fei­er teil­nimmt, ohne kon­ze­le­brie­ren zu kön­nen“, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum, 64.

Gehen wir erst gar nicht auf die Details des­sen ein, was wäh­rend der Meß­ze­le­bra­ti­on geschieht oder was aus der Eucha­ri­stie gemacht wird.

Beson­ders beein­druck­te mich, daß es sich nicht um irgend­ei­ne abge­le­ge­ne Kir­che han­delt, son­dern um eine Pfar­re mit­ten im Her­zen einer Haupt­stadt. Hier wie in ande­ren zen­tra­len Pfar­rei­en wird alles prak­ti­ziert, was von den lit­ur­gi­schen Rubri­ken, den Instruk­tio­nen und den fol­gen­den Ermah­nun­gen durch den Hei­li­gen Stuhl ver­bo­ten ist, vor allem aber was schäd­lich für die Wür­de des Prie­ster­stan­des ist.

Das Mis­sa­le wird nur für die Präf­a­ti­on des Offer­to­ri­ums und das Eucha­ri­sti­sche Hoch­ge­bet ver­wen­det. Der Rest ist rei­ne Impro­vi­sa­ti­on wie sie für sozio­lo­gi­sche Salon­ge­sprä­che üblich ist.

Auf­hö­ren muß die ver­werf­li­che Gewohn­heit, daß Prie­ster, Dia­ko­ne oder Christ­gläu­bi­ge hier und da Tex­te der hei­li­gen Lit­ur­gie, die ihnen zum Vor­tra­gen anver­traut sind, nach eige­nem Gut­dün­ken ändern oder ent­stel­len. Wenn sie dies tun, neh­men sie der Fei­er der Lit­ur­gie ihre Festig­keit und ver­fäl­schen nicht sel­ten den authen­ti­schen Sinn der Lit­ur­gie, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum 59.

Die Lit­ur­gie wur­de redu­ziert auf eine ein­zi­ge Lesung und die Pre­digt wur­de von einem Lai­en gehal­ten. Der Altar wur­de von ande­ren Lai­en für die Opfer­hand­lung berei­tet. Nach­dem der Zele­brant kom­mu­ni­ziert hat­te, wur­de zuerst den Lai­en um den Altar und dann erst mir als Prie­ster die kon­se­krier­te Hostie gereicht und dann voll­zo­gen alle die Ele­va­ti­on und sag­ten: „Seht das Lamm Got­tes, das hin­weg­nimmt die Sün­de der Welt“.

Als ich bei der ersten Kon­ze­le­bra­ti­on, zu der man mich schließ­lich doch ein­lud, zu einer der bei­den Hosti­en­scha­len grei­fen woll­te, um mit dem Zele­bran­ten die Kom­mu­ni­on zu spen­den, wur­de ich von den Lai­en sofort ver­schickt. Ich sol­le mich hin­set­zen. Ich war so über­rascht, daß ich folg­te, um dann fol­gen­des beob­ach­ten zu müs­sen: Obwohl zwei Prie­ster anwe­send waren, die für die Kom­mu­ni­ons­pen­dung mehr als aus­rei­chend waren, wur­de die Kom­mu­ni­on für etwa 40 Gläu­bi­ge von zwei Lai­en aus­ge­teilt.

Es obliegt dem zele­brie­ren­den Prie­ster, even­tu­ell unter Mit­hil­fe ande­rer Prie­ster oder Dia­ko­ne, die Kom­mu­ni­on aus­zu­tei­len; er darf die Mes­se nicht fort­set­zen, bevor die Kom­mu­ni­on der Gläu­bi­gen been­det ist. Nur dort, wo eine Not­la­ge es erfor­dert, kön­nen außer­or­dent­li­che Spen­der dem zele­brie­ren­den Prie­ster nach Maß­ga­be des Rechts hel­fen, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum 88.

Wenn gewöhn­lich eine Anzahl geist­li­cher Amts­trä­ger anwe­send ist, die auch für die Aus­tei­lung der hei­li­gen Kom­mu­ni­on aus­reicht, kön­nen kei­ne außer­or­dent­li­chen Spen­der der hei­li­gen Kom­mu­ni­on beauf­tragt wer­den. In Situa­tio­nen die­ser Art dür­fen jene, die zu einem sol­chen Dienst beauf­tragt wor­den sind, ihn nicht aus­üben. Zu ver­wer­fen ist das Ver­hal­ten jener Prie­ster, die an der Zele­bra­ti­on teil­neh­men, sich aber nicht an der Kom­mu­nion­aus­tei­lung betei­li­gen und die­se Auf­ga­be den Lai­en über­las­sen, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum 157.

Die Gläu­bi­gen, die die kon­se­krier­te Hostie erhal­ten hat­ten, gin­gen mit dem Leib Chri­sti in der Hand in der Kir­che spa­zie­ren

Man soll aber sorg­fäl­tig dar­auf ach­ten, daß der Kom­mu­ni­kant die Hostie sofort vor dem Spen­der kon­su­miert, damit nie­mand mit den eucha­ri­sti­schen Gestal­ten in der Hand weg­geht, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum 92.

und stie­gen zum Altar her­auf, wo sie sich an den am auf dem Altar ste­hen­den Kel­chen selbst bedien­ten. Die „Mini­stran­tin­nen“, Mäd­chen im Kin­des­al­ter nah­men offen­sicht­lich gewohn­heits­mä­ßig den Kelch vom Altar und reich­ten ihn noch klei­ne­ren Kin­dern, damit die­se die Hei­li­ge Hostie wie ein Keks in einer Tas­se Milch ein­dun­ken konn­ten.

Es ist den Gläu­bi­gen nicht gestat­tet, die hei­li­ge Hostie oder den hei­li­gen Kelch „selbst zu neh­men und noch weni­ger von Hand zu Hand unter sich wei­ter­zu­ge­ben“, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum 94.

Es ist dem Kom­mu­ni­kan­ten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch ein­zu­tau­chen oder die ein­ge­tauch­te Hostie mit der Hand zu emp­fan­gen, Instruk­ti­on Redemp­tio­nis Sacra­men­tum 104.

Als die Kom­mu­ni­on zu Ende war, rei­nig­te eine Lain die hei­li­gen Gefä­ße am Altar. Ein Laie öff­ne­te den Taber­na­kel und stell­te den Kelch mit den kon­se­krier­ten Hosti­en hin­ein, auf­recht ste­hend und ohne auch nur den gering­sten Anflug, dem Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ment die Ehre zu erwei­sen. Nach die­ser Schreckens­er­fah­rung habe ich jede wei­te­re Teil­nah­me an sol­chen Meß­fei­ern abge­lehnt, weil das alles nicht mehr katho­lisch ist. Als Prie­ster kann ich mich nicht zum Kom­pli­zen des­sen machen, was die Kir­che ver­bie­tet.

Mein Mit­bru­der sag­te dar­auf:
„Ich erin­ne­re mich, Du bist damals krei­de­bleich zu mir ins Zim­mer gekom­men und hast mit den Fäu­sten gegen die Wand gehäm­mert.“
Und das alles geschieht, obwohl die Bischö­fe, nach­dem sie von Rom ermahnt wur­den, ihren Prie­ster kla­re Anwei­sun­gen schick­ten.
Sie haben mich nie zele­brie­ren las­sen, weil sie ver­stan­den haben, daß ich ein Prie­ster bin, der treu das Mis­sa­le Roma­num befolgt und da fürch­ten sie wohl, daß die Gläu­bi­gen einen Ver­gleich zie­hen könn­ten. […]

„Nicht nur verächtlicher Ungehorsam, sondern teuflisch“

Das alles ist nicht nur ver­ächt­li­cher Unge­hor­sam und Ver­ach­tung gegen­über der Auto­ri­tät der Kir­che. Das alles ist teuf­lisch, weil damit ein nicht-katho­li­sches Den­ken und ein nicht-katho­li­scher Stil in der Katho­li­schen Kir­che mit Gewalt durch­ge­setzt wer­den soll. Man zielt damit nicht nur dar­auf ab, dem Volk Got­tes sei­nen Glau­ben zu neh­men, man geht noch wei­ter: man will der Kir­che ihren Glau­ben neh­men.

In Rom weiß man die­se Sachen genau. „Viel­leicht wird man bald etwas Kon­kre­tes unter­neh­men?“
„Was?“, lach­te mein Mit­bru­der.
„Sie wer­den dem Erz­bi­schof beim näch­sten Kon­si­sto­ri­um den Kar­di­nals­hut geben, weil bestimm­te Erz­bi­schofs­sit­ze mit der Kar­di­nal­s­wür­de ver­bun­den sind. Aber die Inha­ber die­ses Rechts offen­sicht­lich nicht ver­pflich­tet sind, dafür zu sor­gen, daß ihre Prie­ster den Kir­chen­ge­set­zen gehor­chen.

Deutscher Episkopat hat sich als unfähig erwiesen

Wenn bestimm­te Bischö­fe von Rom ermahnt und gezwun­gen wer­den, ihren Prie­stern kla­re Anwei­sun­gen zu geben, dann schicken sie ihrem Kle­rus ein­fach ein offi­zi­el­les Rund­schrei­ben, bei dem sie durch­blicken las­sen, daß sie das tun, weil sie auf­grund römi­scher Anwei­sun­gen dazu gezwun­gen sind. Damit erfül­len sie auf der einen Sei­te die Vor­ga­ben Roms, ver­mei­den aber jeden Kon­flikt mit ihren Prie­stern. Sobald das Rund­schrei­ben ein­trifft, wird sich ein beacht­li­cher Teil von Rom pro­vo­ziert füh­len und rom­feind­li­cher sein als zuvor. Der Bischof wäscht sich die Hän­de in Unschuld und hat ein rei­nes Gewis­sen.

Es ist nicht Auf­ga­be der Bischö­fe irgend­wel­che Doku­men­te her­um­zu­schicken, nur um sich den eige­nen Rücken frei­zu­hal­ten, son­dern dafür zu sor­gen, daß auch ein­ge­hal­ten wird, was dort geschrie­ben steht. Auch um den Preis, plötz­lich wäh­rend einer Meß­ze­le­bra­ti­on in einer Pfar­rei zu erschei­nen, anstatt im eige­nen Büro abge­son­dert zu sit­zen und viel­leicht mehr oder weni­ger katho­li­sche Best­stel­ler zu schrei­ben. Wenn er sol­cher­ma­ßen über­ra­schend per­sön­lich erscheint, um zu sehen, was geschieht, hat er nicht zu zögern, den Pfar­rer am Ende der Mes­se vor den Gläu­bi­gen zu ermah­nen und wenn not­wen­dig auch auf der Stel­le sei­nes Amtes zu ent­he­ben. Erst dann wer­den sol­che Rund­schrei­ben und offi­zi­el­len Doku­men­te wirk­lich Gewicht erlan­gen und die Bischö­fe wer­den zei­gen, daß sie wirk­lich in Ein­heit mit Petrus ste­hen, anstatt zu ver­su­chen durch Nichts­tun zusam­men­zu­hal­ten, was nicht zusam­men­ge­hört.

Stillschweigendes faktisches Schisma akzeptieren, um offizielles Schisma zu vermeiden?

„Viel­leicht fürch­tet man in Rom, daß ein ernst­haf­tes Vor­ge­hen eine Rebel­li­on aus­lö­sen und zu einem Schis­ma eines Tei­les füh­ren könn­te“, sag­te mein Freund.
Aus Angst vor einem offi­zi­el­len Schis­ma, zieht man es vor, still­schwei­gend ein fak­ti­sches Schis­ma zu akzep­tie­ren? […] Eine Gemein­schaft leben, die es gar nicht gibt, ist bereits ein Schis­ma, vor allem wenn mit den Cano­nes, dem Lehr­amt und den Instruk­tio­nen der Kir­che das gemacht wird, was ich in ver­schie­de­nen Kir­chen Mün­chens gese­hen habe, ohne daß die Bischö­fe sich wirk­lich dar­um küm­mern.

Gebiet als Missionsland betrachten und Bischöfe von auswärts berufen

Eine ande­re Lösung? Damit anfan­gen, Bischö­fe von aus­wärts zu schicken, als wür­de es sich um Mis­si­ons­land han­deln, denn genau das ist es eigent­lich, denn der deut­sche Epi­sko­pat hat sich als unfä­hig erwie­sen, die Pro­te­stan­ti­sie­rung und die Säku­la­ri­sie­rung der Kir­che auf­zu­hal­ten. Im Gegen­teil, eini­ge Pro­fes­so­ren-Kar­di­nä­le haben sie sogar geför­dert. In die­se Lage sind wir gekom­men, weil die deut­schen Bischö­fe ihren Amts­pflich­ten nicht nach­ge­kom­men sind und kei­ne Kon­trol­le über ihren Kle­rus aus­ge­übt haben, eben­so wenig über kirch­li­chen Aus­bil­dungs­stät­ten und die theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten, von denen das schlimm­ste Rebel­len­tum her­vor­ge­bracht wird. Ange­sichts des Gra­des, den bestimm­te Situa­tio­nen erreicht haben, kann Rom nicht mehr auf Poli­tik und Diplo­ma­tie set­zen. Denn je län­ger man ver­sucht, poli­ti­sche Gleich­ge­wich­te zu hal­ten, um nie­man­den zu irri­tie­ren, desto mehr wer­den sich die Kir­chen die­ser Regio­nen [des deut­schen Sprach­raums] lee­ren. Denn sonst wird Rom eines Tages zwar wei­ter­hin sei­ne Diplo­ma­tie in Hän­den hal­ten, aber die Kir­chen im nörd­li­chen Euro­pa ver­waist sein oder von „Katho­li­ken“ bevöl­kert haben, die pro­te­stan­ti­scher als die Pro­te­stan­ten sein wer­den. […]

Das nach­fol­gen­de Video, befin­det sich gera­de auf der Home­page der Inter­net­sei­te der Pfar­rei St. Boni­faz ver­öf­fent­licht und bie­tet anschau­li­chen Ein­blick in das lit­ur­gi­sche „Ver­ständ­nis“, das Ari­el Levi di Gual­do bereits vor eini­gen Jah­ren erleb­te und beschrieb.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Ari­el Levi di Gual­do

29 Kommentare

  1. Kar­di­nal Marx geht es vor allem um Macht, Ein­fluss und per­sön­li­ches Anse­hen. Was in der Diö­ze­se pas­siert ist ihm eigent­lich ziem­lich egal, da kann sei­ne Ordi­na­ri­ats­ma­fia frei schal­ten und wal­ten. Immer mehr Prie­ster ver­su­chen die Diö­ze­se zu ver­las­sen. Im Kle­rus herrscht ein Kli­ma der Angst und Unter­drückung. Dar­über hat bereits mehr­fach die Pres­se berich­tet.

    • Lei­der geht es nicht nur Kar­di­nal Marx um Macht, son­dern die­ses Macht­stre­ben trifft auf fasst alle deutsch­spra­chi­gen Bischö­fe zu (mit eini­gen weni­gen hoch­löb­li­chen Aus­nah­men) und ja die im obi­gen Arti­kel beschrie­be­nen Misstän­de sind Rom bekannt, aber war­um wird dage­gen nichts unter­nom­men?? Liegt es am Geld das von der REICHEN (aber gei­stig ärm­sten ) Kir­chen des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes über­wie­sen wird? „Geld regiert die Welt“ und „Die Hand die einen füt­tert“ scheint auch im Vati­kan ober­ste Regeln zu sein, dann anson­sten hät­te die­ser schon lan­ge ein­ge­grif­fen.

      Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

    • Ordi­na­ri­ats­ma­fia, das trifft es. Und über­heb­lich gegen­über Gott und der Welt gera­de da, wo auch die Welt gut ist.

  2. Inter­es­sant die Wahr­neh­mung.
    Im Grun­de habe ich in Deutsch­land sehr, sehr sel­ten eine Mes­se erlebt, die voll­um­fäng­lich der Instruk­ti­on Redemp­to­ris Sacra­men­tum ent­sprach.
    Und wenn es nur die feh­len­de Pate­ne war!
    2 Lesun­gen selbst bei from­men Prie­stern gibt es meist nur eine!
    Ach ja eine Pre­digt die erklärt, war­um es bei der Wand­lung des Weins „für vie­le“ hei­ßen soll­te, habe ich auch noch nie gehört!
    Nur die Fra­ge ist, „Was machen wir?“ oder ist es am besten zu ver­trau­en, zu beten und zu hof­fen, dass die­se Zeit abge­kürzt wird?
    Ins­be­son­de­re weil die deut­schen lit­ur­gi­sche Schlam­pig­keit sich ja in Rom an höch­ster Stel­le zu eta­blie­ren scheint.

  3. Das ist nicht nur in der Erz­diö­ze­se Mün­chen Frei­sing so son­dern auch im Bis­tum Rot­ten­burg Stutt­gart, hier expli­zit in Ess­lin­gen. Ich bin Katho­lik, lei­de aber an den sek­tier­ei­schen Zügen, die hier prak­ti­ziert wer­den und habe mich aus dem Gemein­de­le­ben ver­ab­schie­det.

  4. Ein groß­ar­ti­ger Bei­trag! Wun­der­bar, vor allem das Video!

    Solch eine Got­tes­dienst­ge­stal­tung ist end­lich bei den Men­schen ankom­men und wen­det sich gegen das kle­ri­ka­li­sti­sche Prie­ster­ver­ständ­nis des Pip­pi­fax Maxi­mus.

    Schön, dass so etwas mög­lich ist.

    • fugi­te par­tes adver­sae quia vin­cit Leo de tri­bu judae Chri­stus Domi­nus noster,secundum illud:et port­ae infe­ri ‑quam­vis clamo­re magno clamaverint-non,non pra­e­valeb­unt adver­sus eccle­si­am sanc­tam suam!

      • Hal­lo Hei­di,

        war­um schrei­ben Sie denn nicht auf deutsch? Mei­nen Sie, die Mäch­te der Fin­ster­nis spre­chen nur Latein? Auf die­se Idee bin ich ja noch gar nicht gekom­men; besten Dank für die­se wun­der­ba­re Steil­vor­la­ge. Um auf Ihre Replik zurück zukom­men: Geflo­hen ist in jüng­ster Zeit nur einer aus sei­nem Amt, na und Sie wis­sen sicher wer.

        Also bit­te etwas mehr Lie­be und Nach­sicht und viel­leicht auch ein­mal einen Gedan­ken dar­an ver­schen­ken, dass Wor­te, die man auf den ersten Blick nicht ver­steht, even­tu­ell Iro­nie sein kön­nen.

        Pax sem­per sit tecum rep. vobis­cum!

        • @tuzenor mihi nomen non est hei­di sed hedi-fave­as acu­ra­ti­us lege­re si fie­ri possit.ich belas­se ihnen ihre Ansicht sehr ger­ne-für mich ist der fei­er­li­che Got­tes­dienst die Vor­weg­nah­me der himm­li­schen ewi­gen Lit­ur­gie in der Anbe­tung des Ein­d­rei­fal­ti­gen Gottes.Bei ihren ange­kom­men Din­gen dreht sich mir der Magen.Verzeihen Sie, das ist ein pastor­al­me­di­zi­ni­sches Pro­blem. mei­ne unmass­geb­li­che Mei­nung ist und bleibt-wenn es Gott gibt, dann muss er in Ehr­furcht, fei­er­lich ange­be­tet und ver­herr­licht wer­den-sicu­ti decet
          ceter­um cen­seo por­tas infe­ri abhor­re­re lin­gu­am dilec­tam latinam.idcirco :fugi­te par­tes adversae,fugite!
          tibi autem omnia bona fausta­que exop­to in Chri­sto Domino,in cari­ta­te Dei et pati­en­tia Chri­sti.

    • Sinn eines Got­tes­dien­stes (!) ist es nicht, bei den Men­schen anzu­kom­men.

      Möch­te Sie sehen, wenn Sie ein Taxi rufen, wel­ches Sie nach Puse­mun­kel fah­ren soll und der Taxi­fah­rer fährt sie nach Hau­se. Reden Sie dann auch von „ange­kom­men“?

      • Lie­ber MisterX,

        „wer lesen kann, ist klar im Vor­teil.“ Ich schrieb nichts von dem Sinn eines Got­tes­dien­stes, son­dern von dem Sinn der Got­tes­dienst­ge­stal­tung. Dies ist sach­lich ein Unter­schied. Zu Ihrem Gleich­nis: ja, da rede ich ins­be­son­de­re dann von ankom­men, wenn Puse­mun­kel mein Zuhau­se wäre.

        Gestat­ten Sie mir die Fra­ge: War­um sind Chri­sten eigent­lich so ver­krampft? Ist die Anfein­dung wirk­lich schon so schlimm, dass jed­we­de ver­meint­li­che Infra­ge­stel­lung sofort dazu führt, sich ange­grif­fen zu füh­len?

    • In der Mes­se soll­ten alle Men­schen gemein­sam auf Gott schau­en und nicht nur auf sich selbst. Die Kir­che darf das Tran­szen­den­te nicht als ihr Haupt­an­lie­gen aus den Augen ver­lie­ren (die Men­schen Gott zuzu­füh­ren) und sie darf nicht aus­schließ­lich eine irdi­sche Sozi­al­sta­ti­on sein.

  5. Die­se Zustän­de sind in der gesam­ten deut­schen Kir­che doch schon Jah­re­lang gedul­det und geför­dert. Wir haben längst eine deut­sche Natio­nal­kir­che, die Wei­sun­gen aus Rom zur Kennt­nis nimmt aber nur ange­passt und „ent­schärft“ für Deutsch­land umsetzt. Wenn ich allein an die Umge­stal­tung der Augu­sti­ner­kir­che und das Ver­hal­ten der Augu­sti­ner in Würz­burg den­ke.….. Wahr­schein­lich wür­de sich selbst Luther noch im Gra­be „rum­dre­hen“, was die­se Augu­sti­ner sich erlau­ben.… Der Würz­bur­ger Bischof aber schweigt.… Ein Pfar­rer Brei­ten­bach kann tun und las­sen was er will, kei­ne Reak­ti­on von Würz­burg.… Die Kri­se der Kir­che, ist eine Kri­se der Bischö­fe, wie ein bekann­ter Buch­ti­tel es tref­fend aus­sagt ist für die­ses Geba­ren der deut­schen Bischö­fe wirk­lich bezeich­nend. Was bleibt einem übrig? Petrus­bru­der­schaft will man in Würz­burg nicht, über­haupt kei­ne „alte“ Mes­se, so kann man nur die Pius­bru­der­schaft noch als katho­li­sche Insel in unse­rer Diö­ze­se sehen.

    • Wir wis­sen jetzt, wo wir bald am Ziel­punkt aller Refor­men ange­langt sind, dass die lit­ur­gi­sche und theo­lo­gi­sche Ver­wil­de­rung des Got­tes­vol­kes nicht deren zufäl­li­ges Pro­dukt war, son­dern von Anfang zur Stra­te­gie gehör­te, denn ein gebil­de­tes, from­mes und ehr­fürch­ti­ges Got­tes­volk wür­de ja der Schöp­fung einer Welt­ein­heits­re­li­gi­on Wider­stand ent­ge­gen­set­zen.

      • @hicesthodie
        Ja, ein gebil­de­tes, from­mes und ehr­fürch­ti­ges Got­tes­volk ist uner­wünscht.
        Bezeich­nen­der­wei­se legt P. Franz kei­nen Wert auf Arme, die gleich­zei­tig fromm sind wie zB die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, und noch dazu keusch.
        Nein, sie müs­sen arm sein und un-fromm.

  6. Ich habe jetzt in dem Video ver­geb­lich nach den ange­kün­dig­ten „Miß­bräu­chen“ gesucht. Nun, mein Fall ist das mit den vie­len Bewe­gun­gen für Kin­der nicht. Aber außer einem Lied­chen mit etwas Hüp­fen und Gesten zum Vater unser gibt es doch nichts zu bean­stan­den?

  7. Hier erfah­ren wir lei­der nichts Neu­es, es ist all­ge­mein übli­che Pra­xis. Unse­re Bischö­fe ver­let­zen ihre Auf­sichts­pflicht, sie glei­chen den Miet­lin­gen und nicht dem guten Hir­ten.
    Ganz anders sieht es bei den Pius­leu­te aus, deren geleb­ter kath. Glau­be ist für die­se ein Stein des Ärger­nis­ses.

  8. Bereits vor über 20 Jah­ren, noch unter Kar­di­nal Wet­ter, erleb­te ich in St.Bonifaz in Mü. eine Sonn­tags­mes­se, in wel­cher der bekann­te Abt Odi­lo Lech­ner die Kon­se­kra­ti­ons­wor­te über das Brot und dar­auf eine evang.Pastorin die­se über den Kelch sprach; nie wie­der ging ich dort hin, obwohl ich in der Nähe wohn­te.
    In der Zeit, in wel­cher G.L.Müller Bischof in Regens­burg war, war ich oft in die­ser Diö­ze­se unter­wegs und auch bemüht an den jewei­li­gen Orten am kirch­li­chen Leben teil­zu­neh­men, aber genau­so wie in ande­ren Diö­ze­sen, haben auch unter G.L Mül­ler gera­de die „Lit­ur­gie­miß­brau­cher“ und die „Kath.Lehre- rela­ti­vie­rer“ am flot­te­sten Karie­re gemacht. Lie­be­ral­ste Kaplä­ne und Pfar­rer, die alles gel­ten lie­ßen, außer die Leh­re der dama­li­gen Päp­ste sind heu­te Stadtpfarrer,Dekane, Mon­si­gno­ri.. wohl auch des­we­gen hält sich mei­ne Begei­ste­rung für sogg. kla­re Äuße­run­gen des Glau­bens­pre­fäk­ten in Gren­zen.
    Im süd­deut­schen Raum konn­te ich per­sön­lich nur bei Bischof Mixa ein kor­ri­gie­ren­des Bemü­hen um bes­se­re Zustän­de bei sei­nem Kle­rus wahr­neh­men, aber zu vie­le sind ihm in den Rücken gefal­len…

  9. Lei­der ist es dahin gekom­men, dass glau­bens­treue Prie­ster und gläu­bi­ge Katho­li­ken viel­leicht weni­ger von den ohne­hin macht­lo­sen Bischö­fen als gera­de von den gewalt­tä­ti­gen kirch­li­chen Behör­den drang­sa­liert und gera­de­zu ver­folgt wer­den.
    Der ein­zi­ge Aus­weg aus der Sack­gas­se sind nicht „von aus­wärts geschick­te Bischö­fe“, die eben­falls von kirch­li­chen Behör­den, von Prie­ster- und Lai­en­rä­ten, von den Medi­en und von der jewei­li­gen Bischofs­kon­fe­renz „zurecht­ge­macht“ wür­den, son­dern Geheim­bi­schö­fe.

    • Der ein­zi­ge Aus­weg ist die Aner­ken­nung des Schis­mas und der Ueber­tritt aller Kon­ser­va­ti­ven Kra­ef­te zur FSSPX, bis die­se welt­weit so stark ist, die Kon­zils­schwach­sin­ni­gen end­lich abzu­loe­sen und dort­hin zu schicken wo sie hin­ge­hoe­ren.

  10. also eini­ge din­ge zu die­sem Arti­kel von einem „Insi­der“ aus mün­chen:

    1.das es nur eine sonn­tags­le­sung geben kann ist ein von Rom der deut­schen kir­che zuge­stan­de­nes recht und hat den vetus Ordo als vor­la­ge wo es auch nur eine Lesung gibt!

    2.in mün­chen gibt es auch drei gute Pfar­rei­en wel­che viel kon­ser­va­ti­ver sind als ande­re Pfar­rei­en außer­halb von köln: st Peter (dort gibt es nur einen Hoch­al­tar und jeden sonn­tag late­nish­cen novus Ordo),ebenso die theat­hin­er­kir­che (jeden sonn­tag lat mes­se!) und auch maria­hilf war bis vor kur­zem sehr wür­dig (fast jede Woche Cho­ral­amt!)

    st. max und boni­faz sind eben die nega­tiv Beispiele.es gibt vie­le Pfar­rei­en in der mit­te auch wenn die­se mit­te der welt­wei­ten Mehr­heit ent­spricht!

    Marx ist schwer zu durchschauen:auf der einen sei­te trägt er sou­ta­ne und spit­ze auf der ande­ren sei­te lässt er sei­ne schwu­len und ver­hei­ra­te­ten Prie­ster ein­fach wei­ter machen!

    Der letz­te Absatz wur­de am 17.12. 11:00 Uhr von der Redak­ti­on ent­fernt.

    • Laut Pro Mis­sa Triden­ti­na gibt es in Mün­chen wei­te­re Hl. Mes­sen im AO:

      Alt­stadt: St Anna Damen­stift So+Feiertag 8.45 Uhr, Di+Do 17.30 Uhr

      sowie in Unter­gie­sing: St. Fran­zis­kus, Hans Mie­lich Str. 14 am Herz Jesu Frei­tag um 8 Uhr

  11. „… zuerst sind sie Deut­sche, dann …“
    Das ist wohl eine gro­ße Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on. Jedem, der erkannt hat, dass sich die mei­sten Deut­schen durch glo­ba­li­sti­sche Indok­tri­na­ti­on ihres Deutsch­tums schä­men, ist klar, dass der Zug in Rich­tung Welt­ein­heits­re­li­gi­on („Welt­ethos“) unter­wegs ist. Die Anpas­sung an den EKD-Pro­te­stan­tis­mus ist da nur ein vor­der­grün­di­ger Zwi­schen­schritt.

    Ziel der trans­at­lan­ti­schen Glo­ba­li­sten und ihrer Hel­fers­hel­fer hier­zu­lan­de ist die mög­lichst voll­stän­di­ge Aus­schal­tung der römisch-katho­li­schen Kir­che, da v. a. die­se (bis­her) die christ­lich-abend­län­di­schen Wer­te ver­tei­digt.

  12. Alte Kamel­len. Das geht schon seit Jahr­zehn­te so zu und selbst ich, die ich erst seit 2008 gläu­big bin, bekom­me nun zum wie­der­hol­ten Male eine wei­te­re Empö­rungs­schlei­fe mit. Damals war es Weih­bi­schof Atha­na­si­us Schnei­der und Pfar­rer Wag­ner, die sich gegen sol­che Miss­bräu­che lehn­ten. Dann war eine kur­ze Zeit Ruhe, immer mal wie­der von den Pro­fes­so­ren May und Spä­mann unter­bro­chen. Ja und jetzt haben wir eben den Pfar­rer Ari­el…

    Ja lie­be Leu­te, wie lan­ge soll das jetzt noch so gehen? Wie lan­ge wollt ihr euch noch beschwe­ren und trotz­dem kei­ne Kon­se­quen­zen zie­hen? Was soll denn noch pas­sie­ren, damit ihr auf­wacht?

    Alles kal­ter Kaf­fee.

  13. Und neben­bei erwähnt, emp­fin­de ich die Pas­sa­gen über die Deut­schen von Pfar­rer Ari­el Levi doch ziem­lich ver­dreht und belei­di­gend. Deutsch­land ist zwar seit der Defor­ma­ti­on nahe­zu zwei­ge­teilt, den­noch war das Wesen der Deut­schen doch ein sehr gutes und wun­der­ba­res Wesen. Nicht umsonst haben uns alle Jahr­hun­der­te­lang benei­det und teils auch unse­ren Unter­gang her­bei­ge­sehnt. Des­we­gen auch die zwei Welt­krie­ge, von dem zumin­dest einer nicht von den Deut­schen ver­schul­det wur­de.

    Soviel dazu.

    Und gera­de die moder­nen „Katho­li­ken“, also die gei­stes­kran­ken Katho­li­ken, wol­len ja eben nicht Deutsch sein. Sie ver­ach­ten ja ihr Deutsch­sein und buckeln vor ande­ren Kul­tu­ren und den neu­en Her­ren­men­schen aus den isla­mi­schen Län­dern. Das ist ein­fach zu offen­sicht­lich.
    Gera­de des­we­gen ver­ste­he ich nicht, wie­so man trotz­dem an der Lan­des­spra­che im Novus Ordo fest­hält. Das ist eben das Land der Wider­sprü­che. Sie has­sen ihr deut­sches Erbe, ihr Deutsch­sein — aber sie wol­len die Spra­che im Got­tes­dienst spre­chen. Sie jam­mern über den demo­gra­phi­schen Wan­del, aber sie sind kin­der- und fami­li­en­feind­lich. Sie wol­len die Frau befrei­en, aber sie ver­skla­ven sie genau­so wie die Män­ner zur Lohn­skla­ve­rei und zur Pro­sti­tu­ti­on.

    Deutsch­land im 21. Jahr­hun­dert: ein Land der Wider­sprü­che und der Wider­re­de.
    Das ist das, was man aus den Deut­schen gemacht hat und was sie selbst aus sich haben machen las­sen. Das Volk der Dich­ter und Den­ker, das etli­che Hei­li­ge her­vor­brach­te, ist heu­te nun­mehr ein Land der dümm­sten Drei­stig­keit und der drei­ste­sten Dumm­heit.

  14. Der Arti­kel zeigt man­ches auf,aber ich glau­be nicht das Pater Ari­el Ste­fa­no in Mün­chen wirk­lich in die Tie­fe vor­ge­drun­gen ist.Es scheint mir eine eher ober­fläch­li­che Ein­schät­zung eines Prie­sters der noch nicht lan­ge in die­ser Stadt wohnt oder nicht wirk­lich sich mit dem gesam­ten Ange­bot aus­ein­an­der gesetzt hat.
    Sicher sieht man nicht oft Prie­ster in der Innen­stadt oder Fuß­gän­ger­zo­ne ‚dort wo sich bevor­zugt die Bur­ka­trä­ge­rin­nen auf­hal­ten.
    Die­se kom­men aber meist mit ihren Ehe­män­nern und Kin­dern nach Mün­chen um medi­zi­ni­sche Ange­bo­te anzunehmen.Also nicht allein um dem Luxus zu frö­nen .
    In Mün­chen gibt es vie­le Ange­bo­te der Neue­van­ge­li­sie­rung.
    Wer Inter­es­se hat und etwas in die Tie­fe geht,kann jeden Abend zu einem Gebetskreis,einer Gemein­schaft oder ähn­li­chem gehen,wo der wah­re Glau­be mit Tie­fe und Ernst­haf­tig­keit gelebt wird.
    Ob es die Gemein­schaft Ema­nu­el ist ‚die Jugend 2000,die Crusaders,die Pas­sio­ni­sten ‚die Legio Mari­ens oder die Gemein­schaft neu­er Weg um nur eini­ge zu nen­nen eben­so wie alle Ange­bo­te der Pfar­rei St.Peter ‚die am Mor­gen jede Stun­de eine hei­li­ge Mes­se anbie­tet und auch anson­sten mit viel Lie­be der katho­li­schen Leh­re treu bleibt oder das monat­li­che Stay und Pray,wo in einer Kir­che der Innen­stadt das Aller­hei­lig­ste aus­ge­setzt wird ‚genau wie bei Night Fever,das alle 2 Mona­te statt­fin­det.
    Außer­dem gibt es seit Jah­re ewi­ge Anbe­tung in einer Kir­che der Innen­stadt und einer Kir­che im Osten von Mün­chen.
    Jetzt besteht auch die Mög­lich­keit in einer wei­te­ren Innen­stadt­kir­che jeweils ab 18 ‑22 Uhr das Aller­hei­lig­ste anzu­be­ten.
    Nicht zu ver­ges­sen die Mari­en­pro­zes­sio­nen im Früh­jahr und im Herbst mit der Fati­ma­ma­don­na.
    Auch die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on ist lang und getra­gen von vie­len Grup­pie­run­gen durch die Innen­stadt.
    Auch gute Prie­ster sind stetst zu finden,sodass der Suchen­de in Mün­chen nicht allein gelas­sen wird.
    Auch die Erfah­rung ‚das ein Prie­ster nicht zele­brie­ren darf,kann ich nicht bestätigen.Ein befreun­de­ter Prie­ster hat bei Anfra­gen stets offe­ne Türen gefun­den.
    Mün­chen ist für mich,neben Köln, die Stadt mit den mei­sten christ­li­chen Angeboten.Man kann sie auf den ersten Blick nicht erken­nen ‚aber bei genaue­rem Hin­se­hen lebt der Glau­be in sei­ner gan­zen Ehr­furcht ‚Schön­heit und Wür­de in die­ser Stadt auf rei­che Wei­se.

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