Pädophilie und Schulsexualerziehung

MaltraitanceWar­um fehlt jede Sen­si­bi­li­tät dafür, wie Kin­der mit­un­ter im schu­li­schen Sexu­al­kun­de­un­ter­richt ver­stört und see­lisch ver­letzt wer­den? Ist das in Ord­nung, weil der Staat der Auf­trag­ge­ber ist? War­um stel­len sich die Bischö­fe nicht vor die Eltern, die ihre Kin­der vor Scham­zer­stö­rung, sexu­el­ler Sti­mu­lie­rung und see­li­scher Ver­let­zung bewah­ren wol­len, ent­spre­chend der katho­li­schen Leh­re? War­um sind „katho­li­sche“ Schu­len mit­un­ter beson­ders hart gegen­über jenen Eltern?

In den letz­ten Wochen wur­de aber mehr und mehr deut­lich, daß an den Start­lö­chern der soge­nann­ten Schul­se­xu­al­erzie­hung offen­kun­di­ge Pädo­phi­le stan­den.

Und der Est­re­la-Bericht im EU-Par­la­ment hat nicht zuletzt des­we­gen Wider­stand gefun­den, weil dar­in ein „tabu-frei­er, inter­ak­ti­ver Sexu­al­un­ter­richt“ gefor­dert und den euro­päi­schen Län­dern gera­de­zu auf­ge­zwun­gen wer­den soll, wo aus dem, was zwi­schen Leh­rer und Schü­ler sich abspielt, die Eltern aus­ge­sperrt wer­den, was ein „Frei­brief für Pädo­phi­lie“ wäre.

Es ist depri­mie­rend, daß dabei Leu­te wie Dani­el Cohn-Ben­dit als fran­zö­si­scher Abge­ord­ne­ter Chef der EU-Frak­ti­on der Grü­nen, aber auch ähn­lich gestrick­te Lin­ke, über uns und unse­re Kin­der ent­schei­den wol­len. Um auf die­se Ver­bin­dungs­li­ni­en ein­fluß­rei­cher Pädo­phi­lie-Pro­pa­gan­di­sten in poli­ti­sche Par­tei­en, Ver­bän­de und Ämter hin­ein auf­zu­zei­gen und damit auch eine der Wur­zeln der per­mis­si­ven Schul­se­xu­al­erzie­hung deut­lich zu machen, ein klei­ner Rund­blick wie in den letz­ten Mona­ten pädo­phi­le Ver­strickun­gen ver­schie­de­ner Par­tei­en und Orga­ni­sa­tio­nen auf­ge­deckt wur­den, nicht nur bei den Grü­nen.

Cohn-Bendit mochte, wenn Kinder an seinem Geschlechtsteil spielten

Im März 2013 war Cohn-Ben­dit von der „Theo­dor­Heuss-Stif­tung e. V.“ mit dem Theo­dor-Heuss-Preis aus­ge­zeich­net wor­den. Die Stif­tung, benannt nach dem libe­ra­len Poli­ti­ker und Bun­des­prä­si­den­ten, geht zurück unter ande­rem auf die Initia­ti­ve der links­li­be­ra­len Poli­ti­ke­rin Hil­de­gard Hamm-Brü­cher; zu ihrem Vor­stand gehö­ren auch die FDP-Justiz­mi­ni­ste­rin Leu­theu­sser-Schnar­ren­ber­ger und der Grü­ne Mini­ster­prä­si­dent von Baden-Würt­tem­berg, Kret­sch­mann.

Der vor­ge­se­he­ne Fest­red­ner, Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts-Prä­si­dent Voß­kuh­le, hat­te abge­lehnt, die Lau­da­tio zu hal­ten. Cohn-Ben­dit, ehe­mals Schü­ler der Oden­wald­schu­le, von der syste­ma­ti­sche sexu­el­le Miß­bräu­che von Schü­lern bekannt gewor­den waren, hat­te in sei­nem Buch „Der gro­ße Basar“ Mit­te der 70iger Jah­re über sei­ne Arbeit als Erzie­her in einem Kin­der­gar­ten sehr dra­stisch beschrie­ben, wie Kin­der an sei­nem Geschlechts­teil gespielt hat­ten. Die „Per­ver­si­on“ (er selbst setz­te das in Anfüh­rungs­zei­chen!), der man ihn beschul­digt hat­te, wies er damals wie spä­ter von sich.

1982 hat­te Cohn-Ben­dit sich in einer fran­zö­si­schen Fern­seh­sen­dung kei­nes­wegs davon distan­ziert: „Die Sexua­li­tät eines Kin­des ist etwas Fan­ta­sti­sches… Wenn ein klei­nes, fünf­jäh­ri­ges Mäd­chen beginnt, Sie aus­zu­zie­hen… Es ist groß­ar­tig, weil es ein Spiel ist, ein wahn­sin­nig ero­ti­sches Spiel.“ Eine Mut­ter schrieb dazu in einem Inter­net-Kom­men­tar: „Man stel­le sich einen katho­li­schen Prie­ster vor, der vor 30 Jah­ren öffent­lich sei­ne, wahn­sin­nig ero­ti­schen Spie­le mit Fünf­jäh­ri­gen geprie­sen hät­te.“

Die Kri­tik an der Preis­ver­lei­hung an Cohn-Ben­dit aber fand das ZDF im April 2013 „mora­lin­sauer“ und nann­te Voß­kuh­le einen „Feig­ling“. Cohn-Ben­dit sel­ber sag­te, er fän­de es heu­te nicht mehr ganz so gut, was er frü­her geschrie­ben hät­te, aber er habe es nur geschrie­ben, nichts getan. Doch das waren kei­ne „Aus­rut­scher“ eines Ein­zel­nen. Cohn-Ben­dit schrieb in sei­nem Buch „Der gro­ße Basar“ davon, daß die deut­sche Stu­den­ten­be­we­gung ihre eige­nen anti­au­to­ri­tä­ren Kin­der­gär­ten her­vor­ge­bracht habe; er habe sich um die Stel­le bewor­ben, weil „die Bedürf­nis­se der Kin­der bei den Links­ra­di­ka­len immer ver­nach­läs­sigt wor­den sind“. Und dann heißt es: „Eines der Pro­ble­me im Kin­der­gar­ten war, daß die Libe­ra­len die Exi­stenz der Sexua­li­tät allen­falls aner­kann­ten, wäh­rend wir ver­sucht haben, sie zu ent­wickeln und uns so zu ver­hal­ten, daß es den Kin­dern mög­lich war, ihre Sexua­li­tät zu ver­wirk­li­chen.“

Der Miß­brauchs­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Rörig, griff im Mai Cohn-Ben­dit scharf an. Er ver­mis­se bei dem 68-jäh­ri­gen Grü­nen-Poli­ti­ker eine „reflek­tier­te Aus­ein­an­der­set­zung“ mit des­sen pädo­phi­len Äuße­run­gen der 70er- und 80er Jah­re. Er habe „der dama­li­gen Pädo­phi­len-Sze­ne viel Fut­ter und Recht­fer­ti­gungs­grün­de“ gege­ben. Im Mai ver­zich­te­te Cohn-Ben­dit dann, unter dem Druck der Kri­tik an der Ver­lei­hung des Heuss-Prei­ses an ihn.

Volker Beck verlangte eine Entkriminalisierung der Pädosexualität

Vol­ker Beck, zuletzt erster Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer der Grü­nen im Deut­schen Bun­des­tag, ver­lang­te 1988 im Buch „Der pädo­se­xu­el­le Kom­plex“ die Ent­kri­mi­na­li­sie­rung von ein­ver­nehm­li­chen Sexu­al­kon­tak­ten mit Kin­dern: „Eine Ent­kri­mi­na­li­sie­rung der Pädo­se­xua­li­tät ist ange­sichts des jet­zi­gen Zustan­des ihrer glo­ba­len Kri­mi­na­li­sie­rung drin­gend erfor­der­lich, nicht zuletzt, weil sie im Wider­spruch zu rechts­staat­li­chen Grund­sät­zen auf­recht­erhal­ten wird.“

Mit­te der 80er Jah­re gab es Kräf­te bei den Grü­nen, die sich dafür aus­spra­chen, Sex mit Kin­dern zu lega­li­sie­ren, so die dama­li­ge „Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Schwu­le, Päd­era­sten und Trans­se­xu­el­le“, die von der Bun­des­par­tei und der Bun­des­tags­par­tei finan­ziert wur­de ((vgl. Spie­gel Online 12.5.13, idea 13.5.13, DT 27.4.13)). Begrün­det wur­den die­se For­de­run­gen mit Arbei­ten der Pro­fes­so­ren Rüdi­ger Laut­mann und vor allem Hel­mut Kent­ler. In der „Welt“ wur­de am 13.9.2013 der Bericht eines Betrof­fe­nen ver­öf­fent­licht, der in den 80er Jah­ren als Kind fünf Jah­re in einer Wohn­ge­mein­schaft der Grü­nen am Nie­der­rhein leb­te, in der Sex mit Kin­dern zum All­tag gehör­te.

Unter der Lei­tung des Poli­ti­kers Her­mann Meer, der zum dama­li­gen NRW-Füh­rungs­kreis der Grü­nen gehör­te, wur­den da jah­re­lang Kin­der miß­braucht. In dem Inter­view heißt es, „in min­de­stens fünf Lan­des­ver­bän­den der Grü­nen“ hät­ten „die Pädo­phi­len eine so star­ke Stim­me“ gehabt, „daß ihre For­de­run­gen Ein­gang in Dis­kus­sio­nen und Beschlüs­se gefun­den“ hät­ten, und es sei naiv oder ver­lo­gen, anzu­neh­men, „das alles sei­en nur Theo­re­ti­ker gewe­sen“: „Wer sich öffent­lich für Sex mit Kin­dern ein­setzt, für den hat das in den mei­sten Fäl­len auch im eige­nen Leben eine prak­ti­sche Bedeu­tung.“

Auf die Behaup­tung der Grü­nen ange­spro­chen, die Pädo­phi­lie-Debat­te in den eige­nen Rei­hen sei in kei­ner Wei­se mit den Fäl­len in der Kir­che zu ver­glei­chen, erwi­der­te der inter­view­te Betrof­fe­ne, er sehe sehr wohl einen Unter­schied, aber mit umge­kehr­ten Vor­zei­chen. „In der katho­li­schen Kir­che war und ist nicht strei­tig, daß sexu­el­le Hand­lun­gen an und mit Kin­dern theo­lo­gisch eine Sün­de und juri­stisch straf­bar sind. Inso­fern han­del­ten die Täter gegen den ideo­lo­gi­schen Über­bau ihrer Orga­ni­sa­ti­on… Bei den Grü­nen und in der links­al­ter­na­ti­ven Sze­ne jedoch fühl­ten sich die Täter in Über­ein­stim­mung mit der inner­halb der Orga­ni­sa­ti­on herr­schen­den Ideo­lo­gie und gin­gen ent­spre­chend frei­mü­ti­ger vor.“

„In der katholischen Kirche war und ist nicht streitig, daß sexuelle Handlungen an und mit Kindern theologisch eine Sünde und juristisch strafbar sind…“

Die kir­chen­kri­ti­sche „Huma­ni­sti­sche Uni­on“ ver­trat spä­te­stens ab 1973 jah­re­lang Tei­le des pädo­phi­len Pro­gram­mes mit. Noch 1999 ver­wies sie bei­spiels­wei­se war­nend auf angeb­li­che For­schun­gen, wonach „das Ver­bot kind­li­cher Sexua­li­tät“ Gewalt­ta­ten ver­meh­re, wäh­rend sie gleich­zei­tig die „sexu­el­le Anre­gung“ von Kin­dern als Bei­trag zur Ent­wick­lung einer „krea­ti­ven Per­sön­lich­keit“ anpries. Im Som­mer 2000 trat der Bun­des­vor­stand der „Huma­ni­sti­sche Uni­on“ für pädo­phi­le Straf­tä­ter ein, denen „gna­den­lo­se Aus­gren­zung“  und „Tugend­ter­ror“ dro­he.

Erst 2004 kapp­te die „Huma­ni­sti­sche Uni­on“ die Ver­bin­dun­gen zu den Resten der Pädo­phi­len­lob­by, etwa zum „Arbeits­kreis Huma­ne Sexua­li­tät“ (AHS) mit sei­ner um die­se Zeit auf­ge­lö­sten „Arbeits­ge­mein­schaft Pädo­phi­lie“. Doch vie­le Jah­re lang gehör­ten den Gre­mi­en der „Huma­ni­sti­sche Uni­on“ füh­ren­de Köp­fe von Reform­päd­ago­gik und Pädo­phi­len­lob­by an „” zusam­men mit Poli­ti­kern wie Burk­hard Hirsch, Leu­theu­sser-Schnar­ren­ber­ger (FDP), Rena­te Kün­ast, Clau­dia Roth (Grü­ne) und Wie­czo­rek-Zeul (SPD) ((vgl. DT 27.4.13)).

„Der Spie­gel“. Das Nach­rich­ten­ma­ga­zin, das sich gern als Chef­an­klä­ger der katho­li­schen Kir­che auf­spielt (etwa bei den Fäl­len sexu­el­len Miß­brauchs 2010), das in der letz­ten Zeit gern pädo­se­xu­el­le Sün­den­fäl­le der Grü­nen offen mach­te, hat allen Anlaß, auch vor der eige­nen Tür zu keh­ren. Im Heft 20 aus dem Jahr 1996 ver­öf­fent­lich­te der „Spie­gel“ eine Lobes­hym­ne auf (wört­lich) „Kna­ben­lieb­ha­ber“ und Nobel­preis­trä­ger Car­le­ton Gaj­du­sek. Der 2008 ver­stor­be­ne Wis­sen­schaft­ler, der 1976 den Medi­zin-Nobel­preis erhal­ten hat­te, war als 72-Jäh­ri­ger 1997 wegen sexu­el­len Miß­brauchs an von ihm adop­tier­ten Jun­gen aus Neu­gui­nea und Mikro­ne­si­en, den er im Gerichts­ver­fah­ren zuge­ge­ben hat­te, ins Gefäng­nis gekom­men.

Der „Spie­gel“ hat­te jedoch ange­sichts der Anschul­di­gun­gen damals voll Bedau­ern geschrie­ben: „Der Süd­pa­zi­fik und sei­ne Men­schen, von denen Car­le­ton Gaj­du­sek sich zeit­le­bens magisch ange­zo­gen fühl­te, wur­de ihm zu Hau­se, in Ame­ri­ka, zum Ver­häng­nis. Welch ein Fas­zi­no­sum, die­se Natur­völ­ker mit ihrer eigen­wil­li­gen Geschlechts­mo­ral.“… Gaj­du­sek wird „eher als der Ver­führ­te als der Ver­füh­rer“ dar­ge­stellt; die „Schütz­lin­ge“, die er in gro­ßer Zahl aus den Urwald­dör­fern nach Ame­ri­ka in sein Haus mit­nahm, hät­ten doch eine „in punc­to Bil­dungs­chan­cen pri­vi­le­gier­te Exi­stenz“ geführt.

Pädophilenlobby gab es sogar vom Deutschen Kinderschutzbund

Auch die Orga­ni­sa­ti­on „Pro Fami­lia“ ver­brei­te­te in ihren Ver­eins­ma­ga­zi­nen in den 1980er und 1990er Jah­ren pädo­phi­len- und päd­era­ster­freund­li­che Ansich­ten. Nach Recher­chen des Ber­li­ner „Tages­spie­gels“ (8.10.13) gab es in meh­re­ren Aus­ga­ben des „Pro Fami­lia Maga­zins“ ent­spre­chen­de Bei­trä­ge. Zuvor waren Wis­sen­schaft­ler, die den Ein­fluß pädo­phi­ler Strö­mun­gen auf die Par­tei der „Grü­nen“ unter­su­chen, auch bei ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen auf Doku­men­te gesto­ßen, in denen etwa eine Ent­kri­mi­na­li­sie­rung der Pädo­phi­lie gefor­dert wur­de. Dazu gehör­ten die „Jung­de­mo­kra­ten“ (frü­he­rer Jugend­ver­band der FDP) und „” aus­ge­rech­net „” der „Deut­sche Kin­de­schutz­bund“.

Im Maga­zin von Pro Fami­lia sei­en mehr­fach Autoren zu Wort gekom­men, die etwa einen „Kreuz­zug gegen die Pädo­phi­lie“ kri­ti­sier­ten. Die Orga­ni­sa­ti­on erklär­te dazu, die „ein­deu­ti­ge Ver­ur­tei­lung des sexu­el­len Miß­brauchs“ sei nir­gends in Fra­ge gestellt wor­den, heu­te wür­de man aber die Rech­te der Kin­der stär­ker in den Blick neh­men. Die Debat­te über Pädo­phi­lie in der Sexu­al­wis­sen­schaft sei vom jewei­li­gen gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­ons­stand geprägt wor­den. 1998 distan­zier­te sich Pro Fami­lia laut „Tages­spie­gel“ von sol­chen Posi­tio­nen in frü­he­ren Maga­zi­nen; im Jahr 2000 habe der Ver­band end­lich fest­ge­stellt, daß Pädo­phi­lie „kei­ne geleb­te Lebens­form“ sein kön­ne und dür­fe.

In die­sem Zusam­men­hang wur­den die Namen von Rüdi­ger Laut­mann und Wolf Vogel ange­führt. Rüdi­ger Laut­mann, Psy­cho­lo­ge, war von 1971 bis zur Eme­ri­tie­rung 2001 Pro­fes­sor für Sozio­lo­gie und Rechts­so­zio­lo­gie an der Uni Bre­men; er ist Mit­glied im Bei­rat der „Huma­ni­sti­schen Uni­on“. Laut „Tages­pie­gel“ schrieb er im „Pro Fami­lia Maga­zin“ 3/1995: Der „ech­te Pädo­phi­le“ gehe „außer­or­dent­lich vor­sich­tig“ vor, eine Schä­di­gung der Kin­der sei „sehr frag­lich“. Er behaup­te­te, es gebe „so etwas wie eine natür­li­che Wil­lens­über­ein­stim­mung“ zwi­schen Kin­dern und Erwach­se­nen. Das 1994 erschie­ne­ne Buch Laut­manns „Die Lust am Kind“ wur­de im „Pro Fami­lia Maga­zin“ eben­so wie ande­re pädo­phi­len­freund­li­che Bücher posi­tiv bespro­chen.

Der Sozio­lo­ge Wolf Vogel, Autor des Buches „Heim­li­che Lie­be. Eros zwi­schen Kna­be und Mann“ (1997) schrieb in der Aus­ga­be 5/1987 über das „Elend einer ver­bo­te­nen Lie­be“. Vor allem für die Kin­der sei es bela­stend, „daß sie ihr Lie­bes­ver­hält­nis vor allen ande­ren Men­schen, auch den son­sti­gen Bezugs­per­so­nen, ver­schwei­gen müs­sen“. Ein frü­he­rer Prä­si­dent des „Kin­der­schutz­bun­des“, Wal­ter Bärsch, gestor­ben 1996, war Grün­dungs­mit­glied des pädo­phi­len­freund­li­chen „Arbeits­krei­ses Huma­ne Sexua­li­tät“ und ver­trat in einem Kin­der­schutz­bund-Buch offen pädo­phi­le Posi­tio­nen. Der heu­ti­ge Vor­sit­zen­de Hil­gers erklär­te, die Füh­rungs­spit­ze des Kin­der­schutz­bun­des habe davon nichts gewußt, es wer­de eine lücken­lo­se Auf­klä­rung geben… ((vgl. KNA 16.9.13)).

Selbst das BKA betrieb Pädophilenlobby

Das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Focus“ berich­te­te am 10. Sept. 2013 dar­über, daß „die ober­ste deut­sche Poli­zei­be­hör­de, das Bun­des­kri­mi­nal­amt in Wies­ba­den… über Jah­re hin­weg eine Stu­die ver­öf­fent­licht, die The­sen von Kin­der­schän­dem ver­brei­tet“. Der Psy­cho­lo­ge Micha­el C. Bau­r­mann, Mit­be­grün­der der Ope­ra­ti­ven Fall­ana­ly­se im BKA, zuletzt dort Wis­sen­schaft­li­cher Direk­tor, schrieb 1983 in einer Stu­die im Sinn des Pädo­phi­len-Jar­gons, wenn Kin­der Sex woll­ten, kön­ne die Gesell­schaft das doch nicht ver­bie­ten; der Wunsch gehe von Kin­dern aus. Sex sei nichts Schlim­mes, die Gesell­schaft sei schlimm: „Unse­re Kin­der kön­nen tat­säch­lich zu weni­ge Lern­er­fah­run­gen im sexu­el­len Bereich sam­meln“. Sexua­li­tät gel­te als „schmut­zig“ und „lei­stungs­be­zo­gen“, Min­der­jäh­ri­ge „schei­nen die­ser Beloh­nung nicht wür­dig zu sein“. Der Gesetz­ge­ber habe sich bei sei­ner „Fest­le­gung auf feste Alters­gren­zen zum Schutz der sexu­el­len Selbst­be­stim­mung“ mit „gewich­ti­gen Gegen­ar­gu­men­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen“.

Aus­führ­lich kom­men Pädo­phi­len-Vor­den­ker wie der Nie­der­län­der Frits Ber­nard, aber auch der Psy­cho­lo­ge Hel­mut Kent­ler zu Wort. Die­ser riet den Behör­den in den 80er Jah­ren, sozi­al auf­fäl­li­ge Jugend­li­che bei Päd­era­sten in Pfle­ge zu geben. Falls es zu sexu­el­len Kon­tak­ten kom­me, könn­ten die Fol­gen manch­mal „sogar als sehr posi­tiv beur­teilt wer­den“. Am Schluß skiz­ziert Bau­r­mann eine Schul­stun­de zum The­ma „Straf­ba­re sexu­el­le Hand­lun­gen mit Kin­dern“ und emp­fiehlt als Vor­be­rei­tung Leh­rern und Eltern das Kent­ler-Buch „Eltern ler­nen Sexu­al­erzie­hung“. Bau­r­mann war nach Ansicht der Publi­zi­stin Ali­ce Schwar­zer „eng mit der Sze­ne der Kin­der­freun­de ver­ban­delt“, wo auch „Ber­nard und Kent­ler ihr Unwe­sen“ trie­ben.

Bau­r­mann gehör­te auch der „Arbeits­ge­mein­schaft Huma­ne Sexua­li­tät“ (AHS) von 1985 bis 1990 an, spielt gegen­über „Focus“ sei­ne Mit­glied­schaft her­un­ter. Die­se 800-Sei­ten-Stu­die wur­de 1996 nahe­zu unver­än­dert neu auf­ge­legt als Teil der BKA-Schrif­ten­rei­he. Bis zur FOCUS-Anfra­ge war sie auf der Behör­den­sei­te als Down­load abruf­bar! Das BKA erklärt, die Stu­die „Sexua­li­tät, Gewalt und psy­chi­sche Fol­gen“ wür­den einer exter­nen wis­sen­schaft­li­chen Begut­ach­tung unter­zo­gen und bis dahin von der Home­page der BKA ent­fernt.

Der Staat brachte straffällige Jugendliche ‚bei pädagogisch interessierten Päderasten‘ unter

Kon­rad Baden­heu­er schrieb in der „Tages­post“ (27.4.13): „Eine Schlüs­sel­fi­gur im deut­schen Pädo­phi­lieS­kan­dal… war der schon erwähn­te Psy­cho­lo­ge und Sozi­al­päd­ago­ge Hel­mut Kent­ler. Jahr­zehn­te­lang rede­te er der Sexua­li­sie­rung bereits ab dem Kin­des­al­ter das Wort und fast schon dro­hend ver­lang­te er: ‚Den Eltern muß klar gemacht wer­den, daß ein gutes Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Kin­dern und Eltern nicht erhal­ten wer­den kann, wenn den Kin­dern die Befrie­di­gung so drän­gen­der und unauf­schieb­ba­rer Bedürf­nis­se wie der sexu­el­len ver­wehrt wird.‘ Und Kent­ler mein­te tat­säch­lich Kin­der und nicht etwa Jugend­li­che. Inzest­ähn­li­che Kon­tak­te waren für ihn des­we­gen etwas Posi­ti­ves, aber auch pädo­se­xu­el­le Akti­vi­tä­ten durch Außen­ste­hen­de soll­ten die Eltern hin­neh­men, ja zu schät­zen wis­sen: ‚Am Ver­kehr­te­sten wäre es jetzt, wenn die Eltern… gleich zur Poli­zei lau­fen wür­den… War der Erwach­se­ne rück­sichts­voll und zärt­lich, dann hat unser Kind womög­lich sogar die sexu­el­le Berüh­rung mit ihm genos­sen.‘ Sol­che zyni­schen Ein­las­sun­gen aus den sieb­zi­ger Jah­ren wären heu­te kaum mehr der Rede wert, wenn sie nicht von einem Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor stam­men wür­den, der stolz dar­auf war, als Gerichts­gut­ach­ter vie­le Pädo­se­xu­el­le vor Stra­fe bewahrt zu haben und der nach­weis­lich sowohl die deut­sche Bil­dungs- und Fami­li­en­po­li­tik als auch die Jugend­ar­beit der Evan­ge­li­schen Kir­che beein­flußt hat.“

Die Jour­na­li­stin Ali­ce Schwar­zer, sicher kei­ne Ver­tre­te­rin der kon­ser­va­ti­ven Wer­te, befaß­te sich in ihrer Frau­en­zeit­schrift „Emma“ (Oktober/November 2013) mit den Grün­den und Hin­ter­grün­den der pädo­se­xu­el­len Ver­ir­run­gen in links­li­be­ra­len und rot­grü­nen Krei­sen. Hel­mut Kent­ler war der Lieb­lings-Autor und eine der Vor­zei­ge-Figu­ren der 68er Bewe­gung: „Wenn einer wie der renom­mier­te Sozi­al­päd­ago­ge Hel­mut Kent­ler, Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Han­no­ver und Gerichts­gut­ach­ter, in sei­nen ‚wis­sen­schaft­li­chen‘ Schrif­ten allen Ern­stes den Rich­tern emp­fahl, straf­fäl­li­ge Jugend­li­che ‚bei päd­ago­gisch inter­es­sier­ten Päd­era­sten‘ unter­zu­brin­gen „” dann schrie nie­mand Skan­dal, son­dern wur­de zustim­mend genickt.

Tat­säch­lich ergin­gen Urtei­le, die ‚Kin­der­freund‘ Kent­lers guten Rat befolg­ten und die Jun­gen den Pädo­phi­len qua­si auf Gedeih und Ver­derb aus­lie­fer­ten. Denn die muß­ten sich ja auch noch erkennt­lich zei­gen bei den ‚Kin­der­freun­den‘.

Sexualerziehung in den Schulen ermöglicht  Pädophilie und sexuellen Mißbrauch

Die Ein­füh­rung der Schul­se­xu­al­erzie­hung in Deutsch­land geschah auf­grund einer „Emp­feh­lung“ der Kul­tus­mi­ni­ster­kon­fe­renz von 3. Okto­ber 1968 — auf ver­fas­sungs­wid­ri­gen Wegen, weil nur durch eine Ver­wal­tungs­vor­schrift ((so urteil­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin 1974 über die Schul­se­xu­al­erzie­hung an Ham­burgs Schu­len)); die Län­der zogen dann all­mäh­lich mit ent­spre­chen­den Geset­zen nach, so Bay­ern 1980.

Die „AZ“ vom 7.12.77 berich­te­te über eine Tagung der „Gesell­schaft zur För­de­rung sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Sexu­al­for­schung“ in Düs­sel­dorf, bei der als „Wis­sen­schaft­ler“ die Pro­fes­so­ren Ernest Bor­n­e­mann und Hel­mut Kent­ler ange­führt wer­den. Nach ihnen gehör­ten „Lie­bes­spie­le zwi­schen Kin­dern bei sex­be­ja­hen­den Zivi­li­sa­tio­nen zur Norm“; „je mehr sexu­el­le Frei­heit und Ent­deckungs­freu­de Eltern ihren Kin­dern las­sen, desto weni­ger Aggres­sio­nen und Neu­ro­sen“ ent­wickel­ten sie als Erwach­se­ne. „Repres­si­ons­ar­me Räu­me, in denen Kin­der und Jugend­li­che ihr Recht auf Sexu­al­le­ben selb­stän­dig ver­wirk­li­chen kön­nen,“ [also Sex-Übungs­räu­me in Schu­len!] „müs­sen von der Päd­ago­gik zual­ler­erst geschaf­fen wer­den.“ „Immer­hin haben wir heu­te vor uns, daß die Schu­le die Auf­ga­be der Sexu­al­kun­de über­haupt sieht. Das ist ja schon mal ein Rie­sen­fort­schritt… die­ser Ansatz ist ent­wickel­bar…“ ((Quel­le: Kent­ler, Sexu­al­erzie­hung, S. 97, Rein­bek beim Ham­burg 1970; bzw. Äuße­run­gen in einer Sen­dung des Bay­er. Rund­funks, 2.8.1976)).

Ein wei­te­res Zitat: „Klar ist die ver­füh­re­ri­sche Wir­kung der Sexu­al­auf­klä­rung… Refle­xio­nen über die Sexua­li­tät und die Ver­mitt­lung und Vor­stel­lung über sexu­el­le Sach­ver­hal­te regen dazu an, daß sich die Sexua­li­tät in Spiel und Übung ent­fal­ten will“ ((Kent­ler, Sexu­al­erzie­hung, S. 42)). In einer Sen­dung des Süd­west­funks über eman­zi­pa­to­ri­sche Schul­se­xu­al­erzie­hung vom 3. Sep­tem­ber 1980 wer­den Aus­sa­gen Kent­lers her­an­ge­zo­gen, um das Indok­tri­na­ti­ons­ver­bot des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zu unter­lau­fen, weil es auf sexu­al­wis­sen­schaft­li­chem Sek­tor mitt­ler­wei­le genü­gend gesi­cher­te Erkennt­nis­se gebe, um alle rele­van­ten Unter­richts­the­men mit Fak­ten absi­chern zu kön­nen. Kent­ler wört­lich: „D. h. also: Wenn es um die Ver­mitt­lung von Fak­ten geht, von Tat­sa­chen…, was in der Wis­sen­schaft unbe­strit­ten ist, dann darf die Schu­le die­ses tun ohne die Eltern oder irgend­ei­ne ande­re Stel­le zu befra­gen. Und da mei­ne ich, ist der Sexu­al­erzie­hung „” jeden­falls vom Recht her „” doch ein sehr, sehr gro­ßer Spiel­raum gege­ben.“

Er bringt das Bei­spiel der Ona­nie: „Dar­über gibt es so vie­le wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen…, daß man tat­säch­lich wert­frei und frei von jeder Nor­men­pro­ble­ma­tik über die­ses Pro­blem arbei­ten kann in einer Klas­se… Woge­gen sich das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt gewen­det hat, ist ja ledig­lich, daß indok­tri­niert wird in der Schu­le; daß also ein Leh­rer ein­sei­ti­ge Mei­nun­gen ver­brei­tet, Glau­bens­sät­ze…“

Schließ­lich die Ansicht Kent­lers zum Scham­ge­fühl: „Wer gegen sozio­lo­gi­sche und kul­tur­anthro­po­lo­gi­sche Erkennt­nis­se nicht gänz­lich abge­schirmt ist, wird heu­te zwar nicht mehr behaup­ten, die Scham sei ein natür­li­cher Wesens­zug des Men­schen, der sich auch ohne Erzie­hungs­ein­flüs­se ent­fal­tet „” um so hart­näcki­ger aber hält sich in den Köp­fen die Mei­nung, die Scham sei ein kon­sti­tu­ti­ver Bestand­teil des Zucht­sy­stems der Gesell­schaff …“ ((Kent­ler, Sexu­al­erzie­hung S. 95))

„Eine Erzie­hung, die auf die Ent­ste­hung der Scham ver­zich­ten kann, führt nicht das Cha­os her­auf und stößt die Men­schen nicht ins Ani­ma­li­sche zurück „” wohl aber ermög­licht sie sexu­el­le Befrie­di­gung, die zu ihrer Vor­be­din­gung nicht mehr einer… Part­ner­zu­ord­nung im Rah­men der Insti­tu­ti­on der Ehe bedarf“ ((Kent­ler, Sexu­al­erzie­hung S. 97)).

Wenn schon damals auch die C‑Parteien dem sexua­li­sier­ten Zeit­geist nach­lie­fen, von kirch­li­chen Stel­lung­nah­men bestärkt, und nicht erkann­ten, wes Gei­stes Kind etwa ein Sexu­al­erzie­hungs-Pro­pa­gan­dist wie Hel­mut Kent­ler war, so soll­ten die Ent­hül­lun­gen heu­te zu einem neu­en Nach­den­ken und Umden­ken füh­ren!

CDU und CSU begünstigen Pädophilie und sexuellen Mißbrauch

Die Jour­na­li­stin Bet­ti­na Röhl, Toch­ter des lin­ken Ver­le­gers Klaus Rai­ner Röhl und der spä­te­ren RAF-Ter­ro­ri­stin Ulri­ke Mein­hoff, kri­ti­siert schon seit Jah­ren die Ver­harm­lo­sung und das Ver­schwei­gen der „pädo­phi­len Ver­gan­gen­heit der Grü­nen“. In einer Kolum­ne „Der Him­mel ist kon­ser­va­tiv“ in der „Wirt­schafts­Wo­che“ vom 17.9.2013 wirft sie auch der Füh­rung der kon­ser­va­ti­ven Par­tei­en vor, „nicht nur dar­auf ver­zich­tet, son­dern regel­recht ver­hin­dert“ zu haben, „daß von kon­ser­va­ti­ver Sei­te die grü­ne syste­ma­ti­sche Begün­sti­gung der Pädo­phi­lie wis­sen­schaft­lich sau­ber durch­leuch­tet wird“.

Sie schreibt in ihrem Arti­kel auch: „Dabei darf nicht ver­ges­sen wer­den, daß pädo­phi­le Miß­brauchs­kom­po­nen­ten auch in manch aktu­el­le Reform „” sie­he der Sexu­al­kun­de­un­ter­richt für zum Bei­spiel Grund­schul­kin­der in Ber­lin „” ein­ge­flos­sen, also auch heu­te noch von Bedeu­tung sind.“ Röhl sieht hin­ter der „grü­nen Umer­zie­hungs­ideo­lo­gie“ die „aber­wit­zi­gen Ideen vom Neu­en Men­schen“, die unter­schwel­lig im Grü­nen Lager noch immer mit­schwän­gen. „Sie spiel­ten auch in den grü­nen Dis­kus­sio­nen eine zen­tra­le Rol­le, als es zum Bei­spiel um neue Sexua­li­tät und neue sexu­el­le Ver­hält­nis­se zu Kin­dern ging“. „Die Tat­sa­chen auf den Kopf stel­len und damit auch die Moral um 180 Grad ver­dre­hen, das ist ein wesent­li­cher Teil des grü­nen Gesell­schafts­spie­les, dem die Kon­ser­va­ti­ven stets zuge­schaut haben, und das sie unter Mer­kel zuneh­mend vor­aus­ei­lend sel­ber spie­len.“

Man mag die­se Aus­sa­gen der Jour­na­li­stin Bet­ti­na Röhl für sehr zuge­spitzt hal­ten, und sie tref­fen sicher­lich nicht nur auf die „Grü­nen“ zu, aber daß die Schul­se­xu­al­erzie­hung Teil eines sol­chen Pro­gramms zur Kon­struk­ti­on des „neu­en Men­schen“ der Gen­der­ideo­lo­gie ist, eines neu­en Men­schen, der nach den von ande­ren vor­ge­ge­be­nen soge­nann­ten Rech­ten der „sexu­el­len und repro­duk­ti­ven Gesund­heit“ zu leben hat, das wird immer offen­kun­di­ger.

Die Zerstörung der Scham

Edith Düsing schreibt in einem Auf­satz (Theo­lo­gi­sches, Mai/Juni 2013, Sp. 257f.) zum Buch „Die glo­ba­le sexu­el­le Revo­lu­ti­on“ von Gabrie­le Kuby:

„Die poli­tisch dro­hen­de Sexua­li­sie­rung vom Kin­der­gar­ten an heißt Abschaf­fung inti­mer Pri­vat­sphä­re im zar­ten Beginn der Bil­dung des Ich „” Kol­lek­ti­vis­mus pur! Das Kol­lek­tiv ist die neue Gestalt des Abso­lu­ten, das anzu­be­ten, dem Gehor­sam zu lei­sten ist; es über­kommt die Men­schen­see­le immer frü­her (0–3‑jährig), gra­viert sich unhin­ter­frag­bar tie­fer ein… Scham weg­zu­bre­chen gehört zum Pro­gramm.

Ent­schä­mung ent­kernt die Per­son von ihrem Per­son­ge­heim­nis. Pri­vat­sphä­re, das Augu­s­ti­ni­sche Inner­lich­keits­ethos, wird obso­let, wenn alle Tabus fal­len und ihr Fal­len auch noch gefei­ert wird. Auf­fal­lend ist die öffent­li­che Nie­der­rei­ßung der Scham­schwel­le in Bezug auf alles, was mit Sexua­li­tät zu tun hat, das heißt der Sphä­re, in der die Scham vor­züg­lich behei­ma­tet ist. Intim­stes syste­ma­tisch publik zu machen heißt, sich außer­halb eines Jahr­tau­sen­de wäh­ren­den Mensch­heits­koh­sen­sus stel­len, der durch Ver­ber­gen dem Eros sei­nen fest­li­chen Ernst und „die über­wäl­ti­gen­de Scham­schran­ke“ (Robert Spa­e­mann) zu bewah­ren wuß­te. Nicht daß sich im 21. Jahr­hun­dert vie­le Men­schen exhi­bi­tio­ni­stisch, zum Bei­spiel in Raff­gier oder Sex­sucht, auf­füh­ren, ist nicht das Beun­ru­hi­gen­de, son­dern daß der Wert von Scham grund­sätz­lich bezwei­felt wird. Hin­ter dem viel beschwo­re­nen Auf­rich­tig­keits­pa­thos steht die Mei­nung, daß die libi­di­nö­sen Regun­gen, die durch Scham ver­hüllt wer­den, die eigent­li­che Wirk­lich­keit des Men­schen aus­ma­chen. Ver­nunft, Wil­le, frei­es Ich, Lie­be, Scham sind dann bloß Epi­phä­no­me­ne der Trieb­schicht, so lau­tet das natu­ra­li­sti­sche Vor­ur­teil. Ruhen Kul­tur, Reli­gi­on, Kunst und Wis­sen­schaft, wie erwie­sen ist, auf Säu­len der Sub­li­mie­rung, so kommt das Durch­set­zen sexu­el­ler Dere­gu­lie­rung einer Abschaf­fung aller Hoch­kul­tu­ren gleich.

Die Errich­tung von Sexu­al­ta­bus gehört zu den Bedin­gun­gen jeder hohen Kul­tur, ihr Ein­rei­ßen hat kul­tu­rel­len Nie­der­gang zur Fol­ge. Frü­he Erweckung macht Kin­der uner­zieh­bar, ver­führt sie zu Lei­stungs­ver­wei­ge­rung. Dem Knos­pen­fre­vel gilt Jesu Wehe­ruf mit dem Mühl­stein (Mt 18,6).“

Text: Der Bei­trag wur­de dem Heft FMG-Infor­ma­ti­on 110, 12/2013 ent­nom­men und von Linus Schnei­der ergänzt und kor­ri­giert.
Bild: Archiv

7 Kommentare

  1. Ehr­lich gesagt, wenn ich von sol­chen Kin­der­see­len­mör­dern lese, wird mir spei­übel.
    Trotz­dem, dan­ke für die­sen auf­klä­ren­den Bericht!

  2. Zum The­ma Kin­des­miss­brauch ein klei­ner Hin­weis: Der euphe­mi­sti­sche Begriff „Pädo­phi­lie“ wird dem Ver­bre­chen an Kin­dern nicht gerecht. Das alt­grie­chi­sche Wort „Phi­lia“ bedeu­tet im Deut­schen laut Lan­gen­scheidt-Wör­ter­buch „Lie­be, Zunei­gung; Freund­schaft, Freund­schafts­dienst“. Davon kann beim Miss­brauch von Kin­dern mit Sicher­heit kei­ne Rede sein. Viel tref­fen­der ist daher der Begriff „Pädo­kri­mi­na­li­tät“, den ich kon­se­quent zu ver­wen­den suche.

  3. Um die Ein­gangs­fra­ge zu beant­wor­ten: Mehr noch als die ewi­ge Ver­damm­nis fürch­tet man wohl, auf Erden als ver­klemmt, spie­ßig oder mora­li­sie­rend zu gel­ten …

  4. Stel­len wir uns vor allem in den säku­la­ri­sier­ten, pseu­do­mo­der­ni­sti­schen, von Wer­ten befrei­ten und popu­li­sti­schen Strö­mun­gen unter­wor­fe­nen west­li­chen Staa­ten und in den geschwäch­ten afri­ka­ni­schen Staa­ten auf die­se Ent­wick­lung ein.
    Sie hat ein finanz­star­kes mäch­ti­ges Netz­werk hin­ter sich.
    Die­ses Netz­werk hat bereits die welt­wei­te auf den Club of Rome zurück­ge­hen­de Kli­ma­re­li­gi­on her­vor­ge­bracht. Ihre Macht und ihre die Gesell­scha­fen ver­än­dern­de Macht ist für jeden offen­sicht­lich.
    Hin­ter­grund war von Sei­ten der Mäch­ti­gen ein Instru­ment zu haben, die Men­schen dis­zi­pli­nie­ren und beherr­schen zu kön­nen und natür­lich die Macht aus­üben und die Pro­fi­te erhö­hen zu kön­nen.
    Ein Teil die­ser Kli­ma­re­li­gi­on ist die Unter­stel­lung das die Mensch­heit das Haupt­pro­blem ist, wel­che durch ihr schie­res Wachs­tum und ihren Ener­gie und Res­sour­cen­ver­brauch den „Unter­gang“ her­bei­führt.
    Hier kommt die eben­falls von Mäch­ti­gen Finanz­kräf­ten gewoll­te Euge­nik ins Spiel.
    Durch die Gen­der­po­li­tik, der wesent­li­cher Teil die Homo­se­xie­rung ist, führt zur Redu­zie­rung der Mensch­heit und selek­tiert schwa­che aus. Homo­se­xua­li­tät ist, sofern sie nicht moder­ni­stisch gepflegt wird, eine Ent­wick­lungs­stö­rung, eine Krank­heit. Die Trä­ger die­ser Krank­heit dezi­mie­ren sich selbst.
    Gleich­zei­tig wird durch den von Rocke­fel­ler-Uni­ver­si­tät aus­ge­hen­de Freu­domar­xis­mus den die 68iger Genera­ti­on in der west­li­chen Welt auf­griff, die Sexua­li­sie­rung auf den Weg gebracht.
    Das Mot­to, wer die Men­schen von der sexu­el­len Unter­drückung durch Reli­gi­on und die patri­ar­cha­li­sche Fami­lie und Gesell­schaft indi­vi­du­ell befreit wird in der Fol­ge die­se Gesell­schaft über­win­den, basis­de­mo­kra­ti­sie­ren.
    Mit dem Marsch durch die Insti­tu­tio­nen sit­zen die Ver­tre­ter die­ser Genera­ti­on in allen Gesell­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen, und sie wol­len wei­ter ihre Phi­lo­so­phie umset­zen und natür­lich ihre Macht erhal­ten und aus­bau­en. Natür­lich sit­zen sie in den NGO´s sowie in den Gre­mi­en der UN und EU, wel­che tei­le­wei­se eigens für die moder­ni­ste­schen Inter­es­sen zB Kli­ma, Gen­der, Asyl…) geschaf­fen wur­den.
    Teil­wei­se wur­de die Schaf­fung sol­cher Ein­rich­tun­gen bei UN und EU von dem natio­na­len Polit­kern und Par­la­men­ten unter­schätzt, man hat dort­hin auch häu­fig Leu­te ab- bzw hin­ge­scho­ben. Die­se sind gut ver­netzt.
    Das wich­tig­ste aber ist, das hier das Finanz­ka­pi­tal um Rocke­fel­ler, Roth­schild, Gold­mann-Sachs, Gates, Soros und ihre „Trup­pen“ für ihre Zie­le ein­setzt. Dies sind in ihren Uni­ver­si­tä­ten und Insti­tu­ten Stu­die­ren­den nahe­zu der gan­zen Welt, die NGO´s ob bei Umwelt, Kli­ma oder Gender/Homo, die zum Netz­werk gehör­ten Medi­en und Poli­ti­ker, Pro­fes­so­ren usw usw. Natür­lich zäh­len dazu auch natio­na­le Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­ker und Poli­ti­ker der 68iger Genera­ti­on, wel­che natür­lich hof­fen auf die­sem Weg Macht zu gewin­nen.

    Wer das nicht glaubt schaue sich bit­te, die von eigens dafür geschaf­fe­nen NGO‚s in der gan­zen Welt ange­zet­tel­ten zeit­gleich und gleich­för­mig ver­lau­fen­den „Pro­te­ste“ mit den glei­chen Zie­len.
    Die Christ­li­chen Wer­te wer­den welt­weit infra­ge gestellt und bekämpft und zwar von einer star­ken Macht, gleich­zei­tig ist die­se Macht in die Katho­li­sche Kir­che ein­ge­drun­gen.
    Es gibt somit kei­ne bedeu­ten­de gesell­schaft­li­che west­li­che Kraft mehr die die­sen Pro­zess auf­hal­ten könn­te.
    Beten wir, dass der Him­mel ein­greift und den Zustand wie er zur Zeit Noahs eben­falls gege­ben war über­wun­den wird. Den­ken wir an das Zei­chen am Him­mel den Regen­bo­gen, daher wis­sen wir, dass das Ein­grei­fen des Him­mels nicht zur Zer­stö­rung der Erde, aber zu ihrem Wan­del zum Neu­en Para­dies füh­ren wird.

    • Noch einen Nach­trag, der Freu­domar­xis­mus hat­te zum Ziel bereits die Kleinst­kin­der zu Sexualisieren.So hat­te zB der noch heu­te Grü­ne Euro­pa­po­li­ti­ker Dani­el Cohn-Ben­dit sei­ner­zeit in Frank­furt eine Kita in der er sich sehr eif­rig mit Klein­kin­dern beschäf­tig­te.
      Natür­lich ist er einer von Vie­len ande­ren aus dem 68iger Umfeld. Auch bestimm­te Medi­en haben das alles wohl­wol­lend beglei­tet.

  5. Man soll es nicht glau­ben, der Ver­fall ist unglau­blch:

    Sex­skan­dal um Land­rat Adam: „Das war eine Hexen­jagd“

    Land­rat Micha­el Adam fühlt sich von den Medi­en unge­recht behan­delt. Der baye­ri­sche SPD-Poli­ti­ker hat­te in sei­nen Büros Sex mit meh­re­ren Män­nern. Die Hyste­rie dar­um sei über­trie­ben. „Sie wer­den nicht einen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker fin­den, der kei­nen Dreck am Stecken hat“, sag­te er der „Zeit“.
    Spie­gel ‑Online 11.12.13

  6. Ich bin erstaunt, wie wenig auch älte­re kath. Chri­sten die aggres­siv-gefähr­li­che HUMANISTISCHE UNION (HU) über­haupt nicht ken­nen, geschwei­ge denn ihr ver­kapp­tes aber syste­ma­ti­sches Vor­ge­hen nicht bekannt ist — auf­grund ihres Pro­gram­mes (die Anfän­ge lie­gen im 19.Jhdt., als z.B. der Libe­ra­lis­mus begann, gegen das Christ­li­che in unse­rer Gesell­schaft immer geziel­ter vor­zu­ge­hen) in dem sie sich zum stän­di­gen Ziel gesetzt hat und wei­ter­hin sein Ziel ist: das Christ­li­che in unse­rer Gesell­schaft zu ver­drän­gen und aus­zu­lö­schen. Dabei ist beson­ders die kathol. Kir­che ihr Haupt­feind. Wohl weil sie bezgl. der christl. Sit­ten­leh­re eigent­lich die ent­schie­den­ste und kon­se­quen­te­ste Ein­stel­lung am deut­lich­sten ver­tritt — jeden­falls vom Papst her. Dar­in ist die kathol. Kir­che mit ihrer ent­schie­de­nen Ein­stel­lung zur HU, ihr eben ganz beson­ders im Wege bei ihrem Wüh­len gegen das Chri­sten­tum über­haupt. Hit­ler, Sta­lin u. ande­re — mit deren anti­re­li­giö­sem, athe­isti­schem Pro­gram­men las­sen grü­ßen !!
    Wie kann man eigent­lich an das Unter­richts­pro­gramm betr. „Sexu­al­kun­de“ kom­men? Bis­her war ich beim Anfra­gen erfolg­los — War­um ? Hat man da etwas zu ver­ber­gen, vor uns Alten, die immer­hin doch noch nach über­wie­gend christl. Stand­punk­ten geprägt wur­den. Sicher war man man­cher­orts da wohl zu ver­krampft und zu eng; aber als Ver­hei­ra­te­te haben wir immer noch „gewußt“, wie Kin­der ent­ste­hen — das brauch­ten wir nicht extra gesagt krie­gen. Wir hat­ten jeden­falls zur Sexua­li­tät doch noch den erfor­der­li­chen Respekt. Sicher, das muß man geste­hen, war die Ver­mitt­lung sogen. „Auf­klä­rung“, wenn sie denn auch ent­spre­chend früh genug (vor allem In der Puber­tät) war, zu prü­de und auch feh­ler­haft und ungut bezo­gen auf die Bot­schaft, daß unser Schöp­fer­gott sei­ne Erschaf­fung des Men­schen ‑und somit auch des­sen Geschlechts­trieb- selbst als „sehr gut“ ein­ge­stuft hat. Jeden­falls kam mit dem (letz­ten) Kon­zil auch hier end­lich eine christl. ange­mes­se­ne Wen­de in der theolog.-pastoralen Ein­stel­lung. Dage­gen ist das, was man so mehr zufäl­lig oder auch mal durch eine Doku­men­tar­sen­dung des Fern­se­hens vor­ge­führt bekam, doch bezgl. Men­schen­wür­de mit Respekt gera­de­zu belei­di­gend und abso­lut beschä­mend und sehr ärger­lich !!

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