Päpstlicher Reformaktivismus mit vielen Baustellen — und welchem Nutzen?

Der Reformaktivismus von Papst Franziskus mit vielen Baustellen - und welchem Nutzen für Kirche und Glauben?(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus hat in sei­nem kur­zen Pon­ti­fi­kat bereits zahl­rei­che Bau­stel­len eröff­net und immer neue kom­men dazu, wie jüngst die Ankün­di­gung, den Bischofs­kon­fe­ren­zen Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se zuer­ken­nen zu wol­len. Der Papst aus Argen­ti­ni­en legt einen star­ken Reform­ak­ti­vis­mus an den Tag, wie er vor allem an den kaum mehr über­schau­ba­ren Aktio­nen rund um die Vati­kan­bank IOR ables­bar ist. Die Bau­stel­len betref­fen direkt vor allem Struk­tur­re­for­men. Ein zwei­tes, indi­rek­tes Feld sind „pasto­ra­le“ For­men, die ohne for­ma­le Ein­grif­fe in die Glau­bens­leh­re die­se in der Pra­xis aber ver­än­dern. In die­sem Bereich herrscht aller­dings noch wenig Klar­heit, in wel­che Rich­tung das Pon­ti­fi­kat gehen wird. Der der­zeit mit Papst Fran­zis­kus tagen­de C8-Kar­di­nal­s­rat befaßt sich im Augen­blick mit der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung. Prä­fekt die­ses deli­ka­ten Dikaste­ri­ums an der Römi­schen Kurie ist Anto­nio Kar­di­nal Cani­za­res Llove­ra. Er gehört zu den noch nicht von Papst Fran­zis­kus in sei­nem Amt bestä­ti­gen Prä­fek­ten. In Rom hal­ten sich hart­näckig Gerüch­te, daß der Papst Kar­di­nal Cani­za­res als Erz­bi­schof nach Madrid zurück­schicken und die Kon­gre­ga­ti­on neu aus­rich­ten möch­te. „Neu“ ste­he dabei für die Besei­ti­gung der lit­ur­gi­schen Erneue­rungs- und Restau­ra­ti­ons­ver­su­che von Papst Bene­dikt XVI.

Drei Großbaustellen für den C8-Kardinalsrat

Wie Vati­kan­spre­cher Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di beim täg­li­chen Pres­se­ge­spräch gestern Mit­tag bestä­tig­te, steht die Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on beim C8-Tref­fen an erster Stel­le auf der Tages­ord­nung. Am Mitt­woch­vor­mit­tag hielt Papst Fran­zis­kus sei­ne Gene­ral­au­di­enz, anson­sten nimmt er an allen Sit­zun­gen des C8-Rats teil. Der Papst habe dem neu­en Bera­ter­gre­mi­um drei Rich­tun­gen zur Reform der Römi­schen Kurie vor­ge­ge­ben: der Vati­kan soll leich­ter zugäng­lich wer­den für Ein­ga­ben aus den Orts­kir­chen; die Kurie soll refo­miert und effi­zi­en­ter wer­den und den Orts­kir­chen die­nen; und schließ­lich soll über die Zukunft des Vati­kan­staa­tes nach­ge­dacht wer­den. Drei Groß­bau­stel­len im Bereich der Struk­tu­ren.

In einem Inter­view mit der pro­gres­si­ven Zeit­schrift Reg­no sag­te der Koor­di­na­tor des C8-Rats, der hon­du­ra­ni­sche Kar­di­nal Oscar Rodri­guez Mara­dia­ga, daß bei Tref­fen von Kar­di­nä­len vor dem Kon­kla­ve der Wunsch sicht­bar wur­de, daß der Papst in „direk­te­rem Kon­takt“ mit den Orts­kir­chen ste­hen soll­te. Vor allem die in ihren Diö­ze­sen resi­die­ren­den Kar­di­nä­le wol­len in die Lage ver­setzt sein, ihre Stim­me in Rom hören zu las­sen. „Etli­che von uns ver­tra­ten den Stand­punkt, daß Papst Bene­dikt über die Rea­li­tät nicht gut infor­miert war“, so Kar­di­nal Mara­dia­ga. Die­se „Wün­sche“ beein­fluß­ten maß­geb­lich das Kon­kla­ve und die Suche nach einem Kan­di­da­ten, der den „römi­schen Zen­tra­lis­mus“ zugun­sten einer Dezen­tra­li­sie­rung zurück­baut.

Kardinal Maradiaga: Papst Franziskus setzt „Empfehlungen“ des Konklaves um

Die Kar­di­nä­le, so der Erz­bi­schof aus Hon­du­ras, woll­ten, daß Berich­te und Infor­ma­tio­nen künf­tig nicht nur über die Nun­tia­tu­ren nach Rom gelan­gen, son­dern eine Grup­pe von Kar­di­nä­len aus allen Kon­ti­nen­ten direk­ten Zugang zum Papst habe. Eine For­de­rung, die in den Wahl­ab­spra­chen vor oder wäh­rend des Kon­kla­ve zur Bedin­gung gemacht wur­de und die Papst Fran­zis­kus einen Monat nach sei­ner Wahl, am 13. April mit der Errich­tung des C8-Rates umzu­set­zen begann. Kar­di­nal Mara­dia­ga bestä­tig­te im Inter­view, daß der neue Papst, ein­mal gewählt, eine Rei­he der im Zuge der Wahl aus­ge­spro­che­nen „Emp­feh­lun­gen“ ver­wirk­licht.

Neben dem C8-Rat gilt das vor allem für die Bischofs­syn­ode. Die Syn­ode ent­stand im Gefol­ge des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils und tagt alle zwei Jah­re zu einem bestimm­ten The­ma. Papst Fran­zis­kus will dar­aus eine stän­di­ge Syn­ode machen und auf die­se Wei­se die Bischö­fe und die Orts­kir­chen per­ma­nent in die Lei­tung der Kir­che ein­bin­den. Wie das kon­kret aus­se­hen soll, wird sich im Okto­ber 2014 zei­gen, wenn die erste Bischofs­syn­ode des neu­en Pon­ti­fi­kats zusam­men­tritt. Die Ernen­nung des Diplo­ma­ten, Kuri­en­erz­bi­schof Loren­zo Bal­dis­se­ri, gilt daher als eine der wich­tig­sten Per­so­nal­ent­schei­dun­gen von Fran­zis­kus (sie­he eige­nen Bericht Erz­bi­schof Bal­dis­se­ri: „Die Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne wird ohne Tabus dis­ku­tiert“). Von Erz­bi­schof Bal­dis­se­ri stammt, auf Anre­gung des Pap­stes, der Fra­ge­bo­gen zum The­ma Fami­lie, der in Vor­be­rei­tung auf die Bischofs­syn­ode zu die­sem The­ma an alle Bischö­fe der Welt ver­schickt wur­de. Im deut­schen Sprach­raum mach­ten man­che Diö­ze­sen, etwa Aachen und Graz, eine Mei­nungs­um­fra­ge dar­aus.

Die ständige Bischofssynode und der Fragebogen mit Eigendynamik

Kuri­en­erz­bi­schof Bal­dis­se­ri sprach dem Fra­ge­bo­gen den Cha­rak­ter einer Mei­nungs­um­fra­ge aus­drück­lich ab, blieb jedoch in unkla­ren Defi­ni­tio­nen stecken. Im deut­schen Sprach­raum sind eini­ge Bischö­fe, Ordi­na­ria­te und Tei­le des Ver­bands­ka­tho­li­zis­mus ent­schlos­sen, die katho­li­sche Leh­re, ob recht­lich oder auch nur „pasto­ral“, in Ein­klang mit der stark ent­christ­lich­ten „Rea­li­tät“ der Welt zu brin­gen. Das gilt für die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen zu den Sakra­men­ten eben­so wie die Mög­lich­keit, in der Kir­che eine Zweit- oder Dritte­he ein­zu­ge­hen bis hin zur Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät. Der päpst­li­che Bal­dis­se­ri-Fra­ge­bo­gen ent­fal­tet eine Eigen­dy­na­mik (sie­he Auf­ruf, die Beant­wor­tung nicht pro­gres­si­ven Krei­sen zu über­las­sen).

2014 wird sich eine außer­or­dent­li­che Bischofs­syn­ode mit dem The­ma Ehe, Fami­lie, Schei­dung, Ver­hü­tung, wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne, Allein­er­zie­hen­de und „Homo-Ehe“ befas­sen, 2015 dann eine ordent­li­che Bischofs­syn­ode. Dazwi­schen wer­den die päpst­li­chen Vor­stel­lun­gen von einer stän­di­gen Syn­ode Gestalt anneh­men. Etwas Erstau­nen löste es aus, daß Papst Fran­zis­kus für die erste Syn­ode sei­nes Pon­ti­fi­kats so geballt Fra­gen der Moral­leh­re wähl­te, wäh­rend er anson­sten eher Abstand nimmt und die­sen The­men­kom­plex her­un­ter­zu­spie­len ver­sucht. Im Inter­view mit der Civil­tà  Cat­to­li­ca kri­ti­sier­te er die Lebens­schüt­zer und mein­te, daß man „nicht immer“ über mora­li­sche Fra­gen spre­chen kön­ne. Erst am ver­gan­ge­nen Mon­tag ermahn­te er die nie­der­län­di­schen Bischö­fe, die sich zum Ad-limi­na-Besuch in Rom auf­hiel­ten, daß die kirch­li­che Ver­kün­di­gung „nicht nur aus Moral­vor­schrif­ten“ bestehe. Im Umfeld von Kuri­en­erz­bi­schof Bal­dis­se­ri ist daher die Rede vom päpst­li­chen Wil­len, die „Seel­sor­ge zu den The­men Ehe und Fami­lie“ und die damit zusam­men­hän­gen­den bio­ethi­schen und moral­theo­lo­gi­schen Fra­gen zu „aktua­li­sie­ren“.

Intensiver Februar 2014: von Fragebogenauswertung bis Kardinalsernennungen

Inten­siv wird die letz­te Febru­ar­wo­che mit Fra­ge­bo­gen­aus­wer­tung, C8-Tref­fen, Kuri­en­re­fe­form und Kar­di­nal­s­er­nen­nun­gen. In der letz­ten Woche im Febru­ar 2014 wird das 15köpfige Sekre­ta­ri­at der Bischofs­syn­ode unter dem Vor­sitz von Kuri­en­erz­bi­schof Bal­dis­se­ri zusam­men­kom­men, um die ein­ge­gan­ge­nen Ant­wor­ten auf den Fra­ge­bo­gen zu sich­ten und aus­zu­wer­ten.

Inten­siv wird die Woche auch wegen des am 20. und 21. Febru­ar zum drit­ten Mal tagen­den C8-Rats und den für 22. und 23. Febru­ar ein­be­ru­fe­nen Kon­si­sto­ri­en. Am 22. Febru­ar wird Papst Fran­zis­kus den zum ordent­li­chen Kon­si­sto­ri­um ver­sam­mel­ten Kar­di­nä­len die Vor­schlä­ge zur Kuri­en­re­form vor­le­gen. Am 23. Febru­ar tritt das Kar­di­nals­kol­le­gi­um zum ersten außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um die­ses Pon­ti­fi­kats zusam­men. Dabei wird Papst Fran­zis­kus sei­ne ersten Kar­di­nä­le kre­ieren. Ein mit Span­nung erwar­te­tes Ereig­nis, das maß­geb­lich Auf­schluß über mög­li­che Rich­tungs­ent­schei­dun­gen geben wird.

Neue Baustelle: Stärkung der Bischofskonferenzen

Mit dem Apo­sto­li­schen Schrei­ben Evan­ge­lii gau­di­um errich­te­te Papst Fran­zis­kus eine wei­te­re Bau­stel­le. Er kün­dig­te die Stär­kung der auf Staats­ebe­ne orga­ni­sier­ten Bischofs­kon­fe­ren­zen an (sie­he eige­nen Bericht Wovor Joseph Ratz­in­ger warn­te: Die „föde­ra­li­sti­sche Opti­on“ des Bischofs von Rom). Fran­zis­kus ver­gleicht in der Exhor­ta­tio die Bischofs­kon­fe­ren­zen mit den alten Patri­ar­cha­ten und spricht von der Mög­lich­keit, daß die­se einen „viel­fäl­ti­gen und frucht­ba­ren Bei­trag“ lei­sten könn­ten, damit sich die „Kol­le­gia­li­tät kon­kret“ ver­wirk­licht.

Kar­di­nal Mara­dia­ga bekräf­tig­te dazu jüngst beim Festi­val der katho­li­schen Sozi­al­leh­re in Vero­na, daß eini­ge Päpst­li­che Räte abge­schafft oder zusam­men­ge­legt und viel­leicht eine neue Kon­gre­ga­ti­on für die Lai­en oder das Volk Got­tes errich­tet wer­den könn­te, die ver­schie­de­ne Zustän­dig­kei­ten über­nimmt. „Sicher sei“, so jeden­falls der Kar­di­nal, daß Papst Fran­zis­kus eine „weni­ger rom­zen­trier­te Kir­che“ wol­le, daß die Römi­sche Kurie weni­ger Kar­di­nä­le und vor allem weni­ger Skan­da­le haben sol­le, die mit Geschäf­ten und Geld zu tun haben.

Antirömisches Programm: gegen römischen „Zentralismus“ und für weniger Kurienkardinäle?

Der erste Punkt betrifft eine Schwä­chung der Papst­tums, der zwei­te eine Schwä­chung der Römi­schen Kurie und der drit­te Punkt kommt eigent­lich einer Dis­kre­di­tie­rung Roms gleich, um — offen­sicht­lich — die bei­den erste­ren Punk­te zu recht­fer­ti­gen. Rom ist abseits einer alten anti­ka­tho­li­schen Pro­pa­gan­da, die bis in die Refor­ma­ti­ons­zeit zurück­reicht und sich durch Roma­ne und Fil­me zu Unrecht in den Köp­fen vie­ler Men­schen fest­ge­setzt hat, kei­nes­wegs ein Hort von Skan­da­len, auch nicht rund um „Geschäf­te und Geld“, jeden­falls nicht mehr als in den Orts­kir­chen. Des­halb ver­wun­dert der über­durch­schnitt­li­che Ein­satz, den Papst Fran­zis­kus seit sei­nem Amts­an­tritt im Zusam­men­hang mit der Vati­kan­bank IOR an den Tag legt. Sei­ne Regie­rungs­ak­tio­nen dazu, durch Ernen­nung neu­er Ver­ant­wort­li­cher, die Errich­tung neu­er Kom­mis­sio­nen und Kon­troll­orga­ne, durch neue Sta­tu­ten und Trans­pa­renz­be­stim­mun­gen sind kaum mehr zu über­schau­en. Er köpf­te die Gene­ral­di­rek­ti­on der Vati­kan­bank und die Füh­rungs­ebe­ne der Apo­sto­li­schen Güter­ver­wal­tung, errich­te­te zwei neue Kom­mis­sio­nen, eine direkt für die Vati­kan­bank und eine für die gesam­te Güter­ver­wal­tung. Bei­den Kom­mis­sio­nen gab er jüngst zusätz­lich sei­nen per­sön­li­chen Sekre­tär Msgr. Alfred Xue­reb zur Sei­te, der ihm direkt berich­ten soll. Er ernann­te als sei­nen per­sön­li­chen Ver­trau­ten einen neu­en, skan­dal­um­wit­ter­ten Haus­prä­la­ten der Vati­kan­bank. Eini­ge Per­so­nal­ent­schei­dun­gen in die­sem Zusam­men­hang sind sehr umstrit­ten (sie­he Bericht Msgr. Ric­ca und Fran­ce­s­ca Chaou­qui: Zwei Fein­de im eige­nen Haus?). Die Anti-Geld­wä­sche-Bestim­mun­gen wur­den ver­schärft, eben­so jene zur Bekämp­fung des Ter­ro­ris­mus, die Über­wa­chung der­sel­ben durch den Euro­pa­rat mit­tels Money­val akti­viert. Die exter­nen Pri­vat­un­ter­neh­men Pro­mon­to­ry Group und Ernst&Young über­wa­chen alle Kon­ten der Vati­kan­bank und der Güter­ver­wal­tung. Dabei gehört die Vati­kan­bank zur Kate­go­rie der Klein­ban­ken.

Gefährliche Baustelle: Status des Vatikanstaates überdenken?

Angel­punkt der Kuri­en­re­form hin­ge­gen soll der neue Staats­se­kre­tär Erz­bi­schof Pie­tro Paro­lin sein. Der erfah­re­ne Diplo­mat trat erst vor kur­zem, ver­spä­tet sein Amt an. Mor­gen Abend wird er gemein­sam mit Kar­di­nal Mara­dia­ga in Rom ein Buch vor­stel­len. Ein gemein­sa­mer Auf­tritt, der eine star­ke „Ach­se“ erken­nen läßt. Die Bezeich­nung Staats­se­kre­ta­ri­at soll bald der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren, wie Papst Fran­zis­kus über­haupt ein Kir­chen­staat zuwi­der scheint. Paro­lin könn­te daher bald der Amts­be­zeich­nung nach nur mehr „päpst­li­cher Sekre­tär“ sein. Den Diplo­ma­ten Paro­lin gibt es aller­dings nur, weil der Hei­li­ge Stuhl ein sou­ve­rä­ner Staat ist und damit diplo­ma­ti­sche Ver­tre­tun­gen unter­hal­ten kann. Ein völ­ker­recht­li­cher Sta­tus, der Unab­hän­gig­keit garan­tiert und Zugang zu allen inter­na­tio­na­len Gre­mi­en, vor allem aber in Kri­sen­zei­ten kost­ba­ren Schutz sichert, wie die Zeit der deut­schen Besat­zung in Rom zeig­te.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Mes­sa in Lati­no

28 Kommentare

  1. Der Hei­li­ge Geist weht wirr durch die Köp­fe, denn wenn so vie­le hand­ver­le­se­ne „aus­ge­guck­te“ Mei­nungs­bild­ner ent­schei­den und auch künf­tig ent­schei­den kann von einem Hei­li­gen Geist nicht mehr die Rede sein.
    Ver­wir­rung, Des­ori­en­tie­rung ist das Kon­zept, mit einem Mini­mum christ­li­cher Inhal­te und Riten um die Gemein­de, dahin füh­ren zu kön­nen wo man sie haben möch­te. Wil­len- und Ein­fluss­los in der Irre.
    Also vor der Wahl wur­den Ver­spre­chun­gen gemacht, wel­che natür­lich nur mit der Zer­stö­rung der vor­han­den Struk­tu­ren, Ent­schei­dun­gen und Leh­ren her­bei­ge­führt wer­den kön­nen.
    Des­halb das Gäste­haus um den vor­han­de­nen Ent­schei­dungs­struk­tu­ren den Ein­fluss zu ent­zie­hen und gleich­zei­tig mit dem Küchen­ka­bi­nett neue auf­zu­bau­en.
    Kei­ne Aus­sa­gen zu den wich­ti­gen Fra­gen der Moral­leh­re zu machen, eben­so zu der mit Sicher­heit zu erwar­ten­den Ent­wei­hun­gen der Sakra­men­te. Alles im „Stil­len“ vor­zu­be­rei­ten und dann den Gläu­bi­gen als (demo­kra­ti­sche, von unten) von einem vom behaup­te­ten Hei­li­gen Geist geführ­ten hand­ver­le­se­nen „aus­ge­guck­tem“ Küchen­ka­bi­nett als die neue Leh­re zu prä­sen­tie­ren, das hat eine eis­kal­te unter den Mäch­ti­gen der Welt ver­brei­te­te Stra­te­gien und Metho­den zur Grund­la­ge.
    Wir dür­fen auf noch mehr, vor allem was die Umset­zung betrifft, gefasst sein.
    Die Ent­wick­lung wel­che wir in der Welt fin­den, wo in kei­ner Nati­on noch ein Stein auf dem ande­ren bleibt. Kei­ne Kul­tur, kei­ne Tra­di­ti­on, kei­ne Geset­ze, kei­ne Regie­rungs­form.
    Das ist die Metho­de der wahr­haft mäch­ti­gen die EINEWELTREGIERUNG her­bei­zu­füh­ren.
    Gewach­se­ne Struk­tu­ren müs­sen zer­stört wer­den und Cha­os ver­ur­sacht wer­den. Das ist die Vor­aus­set­zung wel­che man braucht um dem Volk als „Heil und Erlö­sung“ durch die EINEWELTREGIERUNG zu prä­sen­tie­ren und das Volk hin­ter sich zu brin­gen. Das Volk allen Struk­tu­ren, Wer­ten und sei­ner Füh­rung beraubt wird zu einem wil­len­lo­sen Objekt.
    Das glei­che geschieht in der Kath. Kir­che im Leib Chri­sti.
    Zum Glück wird das alles abge­kürzt.
    Schau­en wir auf Papst Bene­dikt, fol­gen wir ihm im Gebet, in der Buße und schau­en wir auf die Sakra­men­te die er spen­det und emp­fängt.

    • Das ist inter­es­sant was Sie schrei­ben! Wenn wir schau­en sol­len auf die Sakra­men­te, die er spen­det und emp­fängt, was mei­nen Sie damit? Und über­haupt, wenn die Sakra­men­te der Kir­che entsa­kra­li­siert wur­den, was tut dann der ein­zel­ne Christ und was wer­den Län­der wie z.B. Polen machen??!!

      • Die Kir­che, der Leib Chri­sti wird fort­be­stehen, sie kann nicht zer­stört wer­den. Sie wird dort sein wo sei­ne Kin­der beten und sei­ne treu­en Die­ner die Sakra­men­te spen­den. Kön­nen Sie sich vor­stel­len das Papst Bene­dikt ent­weih­te Sakra­men­te emp­fängt oder gar spen­det. Schau­en wir auf Ihn.

  2. Alles deu­te­te sich an jenem denk­wür­di­gen Abend der Papst­wahl auf der Log­gia an: Fran­zis­kus, der Bischof von Rom, hat­te für uns, die Mit­glie­der, Söh­ne und Töch­ter der Welt­kir­che, kein Wort übrig.
    Er ver­neig­te sich lan­ge und tief vor dem Volk, ehe er es seg­nen „konn­te“. Der prie­ster­li­che, bischöf­li­che, päpst­li­che Segen, der nur vom Aller­höch­sten kom­men kann, wur­de umge­wan­delt in eine Art „Volks­se­gen.“ Ein Dia­log zwi­schen Papst und Volk, der beson­de­ren, der blas­phe­mi­schen Art.
    Alles, was wir jetzt erle­ben, ist nur eine Aus­fal­tung. Fran­zis­kus hat uns nicht belo­gen. Jede sei­ner Gesten war wohl­über­legt, sie ent­hiel­ten bereits sein Pro­gramm. Wir haben es gese­hen. Gleich­zei­tig woll­ten wir es nicht sehen. Wir wol­len es noch immer nicht sehen. Es tut zu weh, der Schmerz ist zu groß.

  3. Ja, der Schmerz ist sehr groß. Unse­re Hei­li­ge Katho­li­sche Kir­che wird völ­lig demon­tiert!!! Was sol­len wir tun?, zuschau­en, wei­nen, ver­zwei­feln, resi­gnie­ren; es kom­men einem hun­dert Gedan­ken im Kopf, aber kei­ne „Lösung“. Ja, beten wer­den wir, unent­wegt; die­ser Rat­schlag kommt sicher, nur unser Herr­gott kann hier hel­fen und ein­grei­fen. Bit­ten wir Ihm, er möge es rasch tun.

    • Wir wis­sen von Jesus selbst, dass sei­ne Kir­che von der Unter­welt nicht über­wun­den wer­den kann. Wir wis­sen, dass Satan zum Höhe­punkt sei­ner Macht in die Kir­che Chri­sti ein­drin­gen wird. Er wird aber her­aus­ge­wor­fen. Das Schis­ma wird für eine Über­gangs­zeit, die kurz ist bestehen. Die Kir­che, der Leib Chri­sti wird in die­ser Pha­se da sein wo die Wah­re Leh­re ver­kün­det wird, die Hei­li­gen Sakra­men­te gespen­det wer­den um wofür die Ret­tung der irre­ge­führ­ten See­len gebe­tet wird, auch für die Umkehr der Fein­de. Sie wird dort sein wo die treu­en geweih­ten Die­ner trotz enor­men Druck ihr Amt wie bis­her, wenn auch unter ande­ren Umstän­den und ande­ren Orten aus­üben.
      Sehen wir die Wah­re Kir­che in der Zeit des Schis­mas, in dem wir auf Papst Bene­dikt schau­en.
      Er wur­de zuerst aus der Kir­che ver­trie­ben und er zeigt wie man außer­halb der klas­si­schen Struk­tu­ren und Orte den Wah­ren Glau­ben und Dienst an Gott aus­üben kann. Wir sind nicht ohne Füh­rung. Jesus lässt uns nicht allein. Schau­en wir auf Ihn.

      • „Etli­che von uns ver­tra­ten den Stand­punkt, daß Papst Bene­dikt über die Rea­li­tät nicht gut infor­miert war“, so Kar­di­nal Mara­dia­ga

        Papst Bene­dikt wur­de nicht nur ver­trie­ben, son­dern er wird auch noch immer auf eine mie­se Wei­se ver­leum­det, die schmerz­lich ist.

        Ich stim­me Ihnen zu, Papst Bene­dikt, ein wah­rer Weis­heits­leh­rer, bleibt uns als ver­läss­li­cher Pol erhal­ten, hof­fent­lich noch für lan­ge Zeit.
        Dafür und für ihn zu beten bleibt mein Anlie­gen.

  4. Man darf noch gespannt sein, ob es Kar­di­nä­le, Bischö­fe und Theo­lo­gen geben wird, die sich wie David gegen Goli­ath die­sem gewal­ti­gen Zer­stö­rungs­akt offen ent­ge­gen­stel­len. Anson­sten wird man die Kir­che, so wie man sie bis eben noch kann­te und lieb­te, bald nicht mehr vor­fin­den.

    • Ich kann Ihnen schon jetzt sagen, wer sich dem Irr­sinn ent­ge­gen­stel­len wird: NIEMAND!
      Lef­eb­v­re ist tot und einen zwei­ten wird es nicht mehr geben sonst hät­te er schon längst den Mund auf­ge­macht. Cha­rak­ter ist nicht mehr gefragt- eckt ja zu sehr an!

      • Die Kir­che wird jetzt gekreu­zigt, wäh­rend die Welt jubelt. . Die weni­gen, die den Mund auf­ma­chen, wer­den nicht an die brei­te Öffent­lich­keit kom­men. Die wah­re Kir­che lei­det lei­se, wie es auch der Herr getan hat. Doch eine klei­ne Rest­kir­che bleibt immer bestehen, die­se wird nicht abfal­len, son­dern trotz aller Schwie­rig­kei­ten wei­ter­hin an den Sakra­men­ten und den Leh­ren in ihrer Ursprungs­form fest­hal­ten. Gott berei­tet uns doch schon seit Jah­ren dar­auf vor. Wir kön­nen ver­trau­en, auch wenn es furcht­bar hart wer­den wird und viel Leid zu tra­gen sein wird. Doch dann (nach den Tagen der Not) wird sich die Kir­che wie­der in Glanz und Glo­rie erhe­ben. Das wur­de uns ver­spro­chen.

  5. Im L’Os­ser­va­to­re Roma­no ist ein Foto ver­öf­fent­licht: die Bischö­fe der C8 Ver­samm­lung ste­hen um einen huf­ei­sen­för­mi­gen Tisch her­um, fast alle soweit ein­seh­bar, in schwar­zen Anzü­gen. Links ein Bischof in Sou­ta­ne. Der Papst vor­ne in weiß, hin­ten an der Wand, über ihm ein Moni­tor. Kein Kreuz zu sehen. Er steht unter einem Bild­schirm.

    • Hier das wirk­lich gru­se­li­ge Bild, von dem Sie spre­chen, dies­mal die gesam­mel­te Her­ren­rie­ge bei der Arbeit, d.h. der flei­ßi­gen Demon­ta­ge des katho­li­schen Glau­bens. Der Schirm dient wohl zur Kon­takt mit den Strip­pen­zie­hern in der Frei­mau­rer­zen­tra­le, ein Kreuz ist in einer sol­chen ste­ri­len Umge­bung wirk­lich fehl am Platz. Wenig­stens sind die Herr­schaf­ten ehr­lich und ver­su­chen erst gar nicht, sich zu ver­stel­len.
      http://www.osservatoreromano.va/orportal-portlets-portal/detail/binaries/news/vaticano/2013/278q13-con-la-partecipazione-di-papa-francesco-sec/papa.jpg

    • Mul­ti­me­dia, Moni­to­re, Kon­fe­renz­schal­tun­gen sind in der frei­en Wirt­schaft und Poli­tik üblich um wich­ti­gen Nicht­an­we­sen­den die Mit­wir­kung und Kon­trol­le zu ermög­li­chen.

          • Wenn wir in eine Such­ma­schi­ne „Kapi­tel­saal“ oder „Refek­to­ri­um“ ein­ge­ben, fin­den wir auf den Bil­dern, dass regel­mä­ßig der kirch­li­che Vor­ste­her (Abt, Pri­or…) unter einer Kreuz­dar­stel­lung sitzt.
            Der Moni­tor sieht echt aus wie „Big Bro­ther“. Und das ist kein Scherz, wenn man an die moder­nen Über­wa­chungs- und Spio­na­ge­tech­ni­ken denkt, die längst in Smart­pho­nes, TV-Gerä­te &c ein­ge­baut sind.

  6. Auch wenn hier vie­le Sach­ver­hal­te gut geschil­dert wer­den. Aber das mit dem Sta­tus der Vati­kan­stadt ist doch mehr als an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen. Wie Sie eigent­lich wis­sen soll­ten hat der Staats­se­kre­tär nichts mit der Vati­kan­stadt zu tun. Das wird im Arti­kel lei­der nur bedingt deut­lich.
    Aber ihre Sei­te ist auch für einen pro­gres­si­ven Katho­li­ken wie mich eine gute Infor­ma­ti­ons­quel­le. Was ist eigent­lich mit den Gerüch­ten, dass Gui­do Mari­ni Diö­ze­san­bi­schof wer­den soll? Gibt es da etwas neu­es?

  7. Schon vor über einem Jahr sah ich das kom­men: Die Katho­li­sche Kir­che soll zukünf­tig nur noch ein Ver­triebs­ka­nal unter vie­len für die Agen­da der (noch) gehei­men Welt­re­gie­rung sein. Sie wird zum Mar­ke­ting-Chan­nel, doch noch ist nicht aller Tage Abend. Das letz­te Wort hat der Schöp­fer.

  8. „Päpst­li­cher Reform­ak­ti­vis­mus mit vie­len Bau­stel­len – und wel­chem Nut­zen?“ — Zum Nut­zen aller, wirk­lich aller, nur nicht den Katho­li­ken selbst. Aber gera­de dar­um geht es ja.

  9. Köln der Lack­mus­test?!

    Köl­ner Kir­chen­in­itia­ti­ve
    Meis­ner-Nach­fol­ge Pro­mi­nen­te for­dern Mit­spra­che
    Köl­ner Stadt Anzei­ger 04.12.2013
    Bekann­te Geist­li­che wie Hans Küng und Johan­nes zu Eltz wen­den sich an Papst Fran­zis­kus und for­dern eine Mit­spra­che der Lai­en bei der Wahl eines neu­en Köl­ner Erz­bi­schofs. „Es muss sich etwas ändern“, so die „Köl­ner Kir­chen­in­itia­ti­ve“.
    Vor der Wahl eines neu­en Köl­ner Erz­bi­schofs for­dern Geist­li­che des Erz­bis­tums Mit­spra­che und Betei­li­gung der zwei Mil­lio­nen Köl­ner Katho­li­ken. „Für eine von Anfang an gute Bezie­hung der Gläu­bi­gen zu ihrem zukünf­ti­gen Erz­bi­schof wäre deren Ein­be­zie­hung wün­schens­wert“, heißt es in einem offe­nen Brief der „Köl­ner Kir­chen­in­itia­ti­ve“ (KKI) an das Köl­ner Dom­ka­pi­tel sowie an Papst Fran­zis­kus.
    Zu den Erst­un­ter­zeich­nern gehö­ren meh­re­re lei­ten­de Pfar­rer des Erz­bis­tums, aber auch pro­mi­nen­te Theo­lo­gen wie Hans Küng, Paul Zuleh­ner, der Jesu­it Klaus Mer­tes und der Frank­fur­ter Stadt­de­kan Johan­nes zu Eltz.
    „Es muss sich etwas ändern in unse­rer prie­ster­zen­trier­ten Kir­che“, sag­te der Koor­di­na­tor der KKI, Dia­kon Han­no Wei­nert-Spriss­ler, dem „Köl­ner Stadt-Anzei­ger“. Die Bedeu­tung der Mit­be­stim­mung, die in der Kir­chen­ge­schich­te gute Tra­di­ti­on habe, zei­ge sich beson­ders bei der Kan­di­da­ten­aus­wahl für das Bischofs­amt. „Die Gläu­bi­gen ver­mis­sen ein­fach, dass sie gefragt werden.“…….

  10. @Sumsum; vie­len Dank für den Link zu die­sem in der Tat für sich spre­chen­de Bild. Es könn­te auch genau­so gut von irgend­wel­cher welt­li­chen „Ver­wal­tungs­rats­sit­zung“ stam­men.
    Soll dies etwa die „zukünf­ti­ge“ Kir­che reprä­sen­tie­ren ? Ein Papst umge­ben von „Kabi­netts­mit­glie­dern“ in einem „neu­tra­len Raum“ als Sinn­bild für die „demo­kra­ti­sche“ Demon­ta­ge der Kir­che. Gleich von uns aus gese­hen vor­ne rechts Kar­di­nal Marx, auch Mit­glied im frei­mau­re­ri­schen Able­ger Rota­ry-Club. Ob er auch die völ­lig abwe­gi­ge For­de­rung nach „Bus­se“ für die ang. „Angst­ma­che­rei der Kir­che mit Fege­feu­er und Höl­le“ als reform­kon­for­men Vor­schlag“ ein­brin­gen wird ?

  11. Die “Köl­ner Kir­chen­in­itia­ti­ve” und eine öster­rei­chi­sche Plau­der­ta­sche
    04. Dezem­ber 2013 DIE FREIE WELT
    Der eine oder ande­re hat es, es gibt eine neue “Köl­ner Kir­chen­in­itia­ti­ve” – wobei eigent­lich der Begriff “neu” in Anfüh­rungs­zei­chen gehör­te, da die For­de­run­gen eigent­lich alt­be­kannt sind. Neu ist ledig­lich der Anlass: soge­nann­te “füh­ren­de Katho­li­ken” wol­len Ein­fluss neh­men auf den Nach­fol­ger unse­res ver­ehr­ten Köl­ner Kar­di­nals Meis­ner. Dass die­se Initia­tiv­ler dabei kei­ne Rück­sicht auf Ver­lu­ste neh­men und den Kar­di­nal dar­in dis­kre­di­tie­ren, u.a. ob sei­ner Her­kunft, was ein beson­de­res Licht auf die Gesin­nung der Betei­lig­ten und Unter­zeich­ner wirft, ver­wun­dert nicht beson­ders, dass sie sich ob ihrer lang­wei­li­gen Kir­chen­re­form­for­de­run­gen der Zustim­mung des öster­rei­chi­schen Theo­lo­gen, Prie­sters und “Reli­gi­ons­so­zio­lo­gen” Paul Zuleh­ner sicher sein durf­ten, auch nicht. Dass Zuleh­ner sich aller­dings als Plau­der­ta­sche ent­pupp­te, damit hat­ten die Initi­tia­tiv­ler wohl nicht gerech­net.
    Bis gestern stand näm­lich auf Zuleh­ners eige­nen Blog ein Hin­weis über eine von lan­ger Hand geplan­te Medi­en­kam­pa­gne, an der sich die übli­chen kir­chen­kri­ti­schen Medi­en betei­li­gen wer­den. Dass das Vor­ge­hen eigent­lich geheim blei­ben soll­te, ist sol­chen Vor­gän­gen eigen, und man kann dem Blog­ger Pro Spe Salu­tis daher nur danbkar dafür sein, dass er einen Screen­shot des zwi­schen­zeit­lich wie­der gelösch­ten Berichts gemacht und auf sei­ner Sei­te hin­ter­legt hat. Dar­in ist daher auch heu­te noch nach­zu­le­sen, was die Betei­lig­ten vor­ha­ben. Ich habe den Text auf Zuleh­ners Sei­te gestern per­sön­lich gele­sen, und kann die Authen­ti­zi­tät daher bestä­ti­gen; hier ein klei­ner Aus­schnitt:
    Der wei­te­re Ablauf ist wie folgt geplant:
    Am Don­ners­tag 5.12. um etwa 19.45 Uhr zum Ende der Sperr­frist kön­nen Sie im Inter­net­auf­tritt des Köl­ner Stadt-Anzei­gers und bei Spie­gel Online die ersten Berich­te zur Initia­ti­ve lesen. In der Frei­tags­aus­ga­be des KStA soll die Initia­ti­ve Auf­ma­cher des Köl­ner Teils wer­den. Es ist zu erwar­ten, dass noch am glei­chen Abend ande­re Medi­en die Geschich­te abschrei­ben wer­den. Um 20 Uhr wer­den wir ergän­zend eine Pres­se­mit­tei­lung ver­schicken. Anschlie­ßend beginnt der Ver­sand der rund 3.000 Mails an alle Seel­sor­ger, Gre­mi­en, Ver­bän­de und Grup­pie­run­gen im Erz­bis­tum Köln, der bis zum näch­sten Mor­gen dau­ern wird. Am Don­ners­tag Abend und am Frei­tag ste­hen wir für Pres­se­an­fra­gen tele­fo­nisch zur Ver­fü­gung. Am Frei­tag hal­ten wir um 13 Uhr eine Pres­se­kon­fe­renz, die wir mit der Pres­se­mit­tei­lung am Vor­abend ankün­di­gen. Die Zeit­schrift “Christ in der Gegen­war­t”, die am Frei­tag den Abon­nen­ten zuge­stellt wird, nimmt auf der ersten Sei­te im Kom­men­tar Bezug auf unse­re Initia­ti­ve “als kon­kre­te Ver­wirk­li­chung vor Ort der päpst­li­chen Rede von der Dezen­tra­li­sie­rung und der Betei­li­gung aller, ob nun geweiht oder nicht, in den Bis­tü­mern”, wie Redak­teur Neu­mann ankün­dig­te. Die­ser Zeit­plan kann sich kurz­fri­stig ändern, wenn ein Medi­um vor­ab berich­tet und die Sperr­frist bricht. Dann wer­den wir den Mail­ver­sand umge­hend star­ten. Dafür ist bereits jetzt alles vor­be­rei­tet.
    Ab jetzt über­las­sen wir alles was noch kommt zuver­sicht­lich und ver­trau­ens­voll dem Hei­li­gen Geist, dem wir dank­bar sind, dass er uns bis zu die­sem Punkt beglei­tet hat …
    Ich gebe zu, wenn sich eine Cli­que von Intri­gan­ten auf den Hei­li­gen Geist beruft, treibt es mir die Zor­nes­rö­te ins Gesicht. Ver­mut­lich hat­te der Hei­li­ge Geist aber wirk­lich sei­ne Fin­ger im Spiel bei der Füh­rung der Fin­ger von Zuleh­ner auf sei­nem Blog, die ver­hin­der­ten, dass die­ser “Medi­en­coup” noch einer wer­den kann, jeden­falls nicht unter inter­es­sier­ten Katho­li­ken.
    Was bleibt: Die übli­chen Ver­däch­ti­gen unter den Medi­en wer­den auf den Zug auf­sprin­gen, sie wer­den die Initia­ti­ve hoch­ju­beln zu einem Volks­be­geh­ren … aber es steht zu erwar­ten, dass das im Vati­kan so viel Inter­es­se her­vor­ruft, als ob in Chi­na ein Sack Reis umfällt. Beten wir jeden­falls um den Hei­li­gen Geist bei der Aus­wahl eines Nach­fol­gers unse­res Kar­di­nals, damit wie­der so ein streit­ba­rer und durch und durch katho­li­scher Mann an der Spit­ze des größ­ten deut­schen Bis­tums zu ste­hen kommt!

  12. Kampf gegen Kor­rup­ti­on: Fran­zis­kus baut Vati­kan­bank um
    SPIEGELONLINE 5.12.13
    Jahr­zehn­te­lang lie­fer­te die Vati­kan­bank IOR Stoff für dunk­le Geschich­ten. Es ging um Kor­rup­ti­on, Geld­wä­sche, sogar Mord. Papst Fran­zis­kus woll­te das Insti­tut eigent­lich schlie­ßen. Jetzt ist er wild ent­schlos­sen, aus dem IOR eine klei­ne, sau­be­re Haus­bank zu machen.
    Erz­bi­schof Kon­rad Kra­jew­ski blickt der Papst beson­ders wohl­wol­lend. Denn der prak­ti­ziert einen Umgang mit Geld, wie ihn Fran­zis­kus beson­ders schätzt. Kra­jew­ski ist der päpst­li­che Almo­se­ni­er, der Beauf­trag­te für sozia­le und kari­ta­ti­ve Fra­gen und eben, ganz kon­kret, auch der Ver­tei­ler von Almo­sen.
    Abends ist er oft rund um den Vati­kan unter­wegs und ver­sorgt Obdach­lo­se und ande­re Bedürf­ti­ge mit Essen. Fran­zis­kus wür­de ihn am lieb­sten beglei­ten, sagt Kra­jew­ski, aber das gin­ge natür­lich aus Sicher­heits­grün­den nicht. Dafür fra­ge ihn der Papst, wann immer er ihn tref­fe, ob er mehr Geld brau­che. Und Kra­jew­ski gibt sich alle Mühe: Ver­teil­te die vati­ka­ni­sche Almo­sen­ver­wal­tung im vori­gen Jahr etwa eine Mil­li­on Euro an rund 6.500 Men­schen, wird es die­ses Jahr dop­pelt so viel sein. Das ist die Art von Wachs­tum, die auch dem wirt­schafts­kri­ti­schen Chef der katho­li­schen Welt­kir­che gefällt.
    „Eine Rück­kehr von Wirt­schaft und Finanz­le­ben zu einer Ethik zugun­sten des Men­schen“, for­der­te Fran­zis­kus gera­de in sei­nem Lehr­schrei­ben „Gau­di­um Evan­ge­lii“ von den Finanz­ex­per­ten und Regie­ren­den in allen Län­dern. Genau das will er auch im eige­nen Land, dem Zwerg­staat Vati­kan­stadt, durch­set­zen und dort ganz beson­ders in der vati­k­anei­ge­nen Bank, dem IOR — Isti­tu­to per le Ope­re di Reli­gio­ne (Insti­tut für die reli­giö­sen Wer­ke).

  13. @Sumsum, herz­li­chen Dank für die­sen Link. Ja, das ist in der Tat die „neue“ Kir­che — kein Kreuz, kei­ne Sou­ta­ne, und „end­lich“ hat man den Pur­pur der Kir­chen­für­sten ver­bannt; schreck­lich die­ser Anblick. Wohin geht unse­re Hei­li­ge, Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kir­che. In der Zeit unter Papst Pius XII wäre so was abso­lut undenk­bar gewe­sen. Herr, schen­ke uns wie­der wah­re hei­li­ge Für­sten der Kir­che, die uns wie­der den kla­ren rei­nen Wein ein­gie­ßen, die uns wie­der den unver­fälsch­ten katho­li­schen Glau­ben leh­ren; auch wenn sich die Welt auf­lehnt und die Kir­che mit allen Mit­teln bekämp­fen wird. Wir bit­ten dich Herr Jesus Chri­stus, erhö­re unser fle­hen, unser bit­ten.

  14. Der RAUCH SATANS ist in de Kir­che ein­ge­drun­gen und die­ser Rauch hat den Ver­stand des Bischofs von Rom ver­ne­belt.

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